[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufsetzring für einen Transportbehälter sowie einen
Transportbehälter, welcher zum Transport von Waren vorgesehen ist.
[0002] Aus der
DE 10 2015 105 030 B3 ist ein Transportbehälter bekannt, der als zusammenlegbarer Behälter ausgebildet
ist. Dieser Behälter besteht aus einem Boden, einem Deckel sowie einem dazwischen
angeordneten Aufsetzring, der beispielsweise aus vier Seitenwänden gebildet ist. Für
einen Rücktransport solcher Transportbehälter nach dem Anliefern der Waren kann der
Aufsetzring zusammengefaltet und auf dem Boden aufgelegt werden, so dass darauffolgend
der Deckel unter Zwischenschaltung des Aufsetzringes auf dem Boden aufliegt.
[0003] Es sind des Weiteren Transportbehälter bekannt, bei welchen solche Aufsetzringe zwei-
oder mehrteilig ausgebildet und in Ringabschnitte unterteilt sind. Dadurch kann beispielsweise
ein Ringabschnitt, der eine vordere Seitenwand und einen Seitenwandabschnitt umfasst,
abgenommen werden, wobei ein weiterer Ringabschnitt, der zumindest die Rückwand umfasst,
weiter auf dem Boden aufgesetzt bleiben kann, um die auf dem Boden gelagerte Ware
zu schützen. Dennoch ist die Ware von vorne zugänglich. Die den Aufsetzring bildenden
Ringabschnitte werden durch Klettverschlüsse miteinander verbunden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Aufsetzring für einen Transportbehälter
sowie einen Transportbehälter vorzuschlagen, der einen einfachen Aufbau des Aufsetzringes
sowie ein einfaches Überführen in eine Gebrauchsposition zum Entladen von Waren oder
Gütern ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Aufsetzring für einen Transportbehälter gelöst, bei
welchem die wenigstens zwei Ringabschnitte, die einen geschlossenen Aufsetzring bilden,
am jeweiligen Ende der Ringabschnitte eine Stirnkante aufweisen, die sich zwischen
einer oberen und unteren Stirnfläche der Ringabschnitte erstreckt und durch ein Halteprofil
miteinander verbindbar sind, wobei das Hauptprofil die einander gegenüberliegenden
Stirnkanten der beiden benachbarten Ringabschnitte aufnimmt und zueinander ausrichtet.
Das Halteprofil kann in einfacher Weise auf eine Stirnkante des einen Ringabschnittes
aufgesteckt und dieser Ringabschnitt auf dem Boden positioniert werden. Darauffolgend
kann die Stirnkante des weiteren Ringabschnittes ebenfalls mit dem Halteprofil verbunden
und auf dem Boden aufgesetzt werden. Dadurch kann in einfacher Weise durch Zusammensetzen
der wenigstens zwei Ringabschnitte ein geschlossener Aufsetzring geschaffen werden.
Gleiches gilt für das Abnehmen des einen Ringabschnitts von dem anderen Ringabschnitt.
Kurze Aufbau- und Abbauzeiten sind dadurch ermöglicht.
[0006] Bevorzugt weist das Halteprofil eine erste U-förmige Aufnahme und dieser gegenüberliegend
eine zweite U-förmige Aufnahme auf, die entlang zu einem gemeinsamen Außenschenkel
ausgerichtet sind. Dadurch kann beim Einstecken der jeweiligen benachbarten Stirnkanten
der Seitenabschnitte des Ringabschnitts in das Halteprofil eine fluchtende Anordnung
der Außenseiten der Seitenwandabschnitte zueinander geschaffen werden. Auch kann nur
ein geringer Überstand über die Außenseiten der Seitenwandabschnitte durch den außenliegenden
Außenschenkel erzielt werden. Dadurch kann der durch die Ringabschnitte gebildete
Aufsetzring gemeinsam mit dem Halteprofil in eine Nut am Boden eingesetzt und darin
gesichert werden.
[0007] Des Weiteren ist bevorzugt ein in die U-förmige Aufnahme weisendes Rastelement, vorzugsweise
eine Rastnase, vorgesehen, welches mit einer an der Stirnkante des Seitenwandabschnitts
des Ringabschnitts vorgesehen verriegelbar ist. Dadurch kann das Halteprofil an einem
Ringabschnitt durch eine Steck-Rastverbindung gehalten werden. Gegenüberliegend kann
die U-förmige Aufnahme des Halteprofils nur als Steckverbindung mit der Stirnkante
des benachbarten Ringabschnittes ausgebildet sein.
[0008] Des Weiteren ist bevorzugt der zumindest eine Seitenwandabschnitt und/oder die Seitenwand
des Ringabschnittes aus einer mehrschichtigen Platte, insbesondere Hohlkammerplatte
oder Dreischicht-Platte, und die Stirnkante gegenüber der Dicke des Seitenwandabschnitts
und/oder der Seitenwand in der Dicke verringert. Dadurch kann mit dem Halteprofil
eine Anschlussstelle geschaffen werden, welche nur der Dicke der Seitenwände entspricht
oder nur geringfügig und einseitig gegenüber einer Innenseite oder Außenseite der
Seitenwandabschnitte oder Seitenwänden hervorsteht. Die Ringabschnitte können aus
sogenannten Hohlkammer-Platten oder Triplex-Platten ausgebildet sein, welche eine
hohe Steifigkeit aufweisen. Dadurch kann die Traglast auch bei übereinandergestapelten
Transportbehältern erhöht sein.
[0009] Des Weiteren ist bevorzugt die Stirnkante des Seitenwandabschnittes durch eine Wärmeumformung
gebildet und die Stirnkante mittig zur Dicke des Seitenwandabschnitts ausgerichtet
oder zur Außenseite des Seitenwandabschnitts ausgerichtet, so dass ein Wandabschnitt
der Stirnkante in der Verlängerung eines flächigen Abschnitts der Seitenwand liegt.
Dies ermöglicht eine günstige Herstellung unter Beibehaltung einer geschlossenen Seitenwand,
insbesondere beim Einsatz von sogenannten Hohlkam merplatten.
[0010] Des Weiteren weist bevorzugt die U-förmige Aufnahme des Halteprofils mit dem Rastelement
eine Breite auf, die der Wandstärke der Stirnkante entspricht. Dadurch kann eine passgenaue
Aufnahme und Anordnung des Halteprofils an dem einen Ringabschnitt erfolgen.
[0011] Des Weiteren weist bevorzugt die U-förmige Aufnahme, welche der Aufnahme mit dem
Rastelement gegenüberliegt, eine Breite auf, die größer als die Wandstärke der Stirnkanten
ist. Dies ermöglicht ein einfaches Einfädeln bzw. Einstecken der Stirnkanten in das
Hohlprofil. Bevorzugt entspricht die Breite dieser U-förmigen Aufnahme der doppelten
Dicke der Wandstärke der Stirnkante.
[0012] Des Weiteren ist bevorzugt die Breite der U-förmigen Aufnahmen des Halteprofils schmaler
als die Dicke der Seitenwandabschnitte. Dadurch kann ein Innenvolumen des Transportbehälters
ausschließlich durch die Innenflächen der Ringabschnitte gebildet sein, und das Halteprofil
ragt gegenüber diesen Innenflächen nicht in den Innenraum hinein.
[0013] Des Weiteren weisen bevorzugt die jeweiligen Innenschenkel der U-förmigen Aufnahme
des Halteprofils eine Länge auf, die der Breite des Wandabschnitts der Stirnkante,
welche in der Dicke gegenüber den Seitenwandabschnitten verringert ist, entspricht
oder kürzer ausgebildet ist. Dadurch kann bei einer gleichen Länge des Innerschenkels
und Breite des Wandabschnitts der Stirnkante eine zusätzliche Abstützung des Seitenwandabschnitts
an den Innenschenkeln der U-förmigen Aufnahme erfolgen.
[0014] Vorteilhafterweise ist der eine Ringabschnitt des Aufsetzringes als ein sogenannter
U-Ring ausgebildet, der eine Rückwand und jeweils seitlich daran angrenzend einen
Seitenwandabschnitt umfasst, welche durch Scharniere mit der Rückwand vorzugsweise
einteilig verbunden sind. Ein solcher U-Ring ist in einfacher Weise zusammenfaltbar.
Dieser kann auch auf einen Boden, insbesondere in eine Nut des Bodens, aufgestellt
werden.
[0015] Des Weiteren ist der zumindest eine weitere Ringabschnitt als ein sogenannter C-Ring
ausgebildet, der eine vordere Seitenwand und jeweils seitlich daran angrenzend einen
Seitenwandabschnitt aufweist, die mit einem Scharnier vorzugsweise einteilig mit der
vorderen Seitenwand verbunden sind. Der C-Ring unterscheidet sich von dem U-Ring dahingehend,
dass die Seitenwandabschnitte des C-Ringes bevorzugt kürzer als die des U-Ringes ausgebildet
sind. Beispielsweise ist die Breite der Seitenwandabschnitte des C-Rings ein Drittel
der Länge einer Seitenwand, und die Seitenwandabschnitte des U-Rings umfassen zwei
Drittel der entsprechenden Seitenwand. Bevorzugt sind die beiden Seitenwandabschnitte
in der Lage gleich ausgebildet. Dadurch sind bei einem Aufsetzring aus zwei Ringabschnitten
die Anschlussstellen in einer Ebene, und die Ringabschnitte können ohne eine bestimmte
Ausrichtung auf den Boden aufgespritzt werden.
[0016] An der jeweiligen Stirnkante des U-Ringes ist bevorzugt ein Rastelement, insbesondere
eine Vertiefung, vorgesehen, sodass das Halteprofil mit der U-förmigen Aufnahme, die
das Rastelement aufweist, durch eine Steck-/Rastverbindung gehalten ist. Die jeweiligen
Stirnkanten des C-Ringes sind bevorzugt frei von Rastelementen ausgebildet. Diese
bilden mit der U-förmigen Aufnahme des Halteprofils nur eine Steckverbindung. Dadurch
kann das Halteprofil an dem U-Ring bei einem Aufbau oder Abbau des Aufsetzringes verbleiben.
Dies weist ein vereinfachtes Handling auf. Somit kann zum einen in einfacher Weise
der C-Ring abgenommen werden, wobei der U-Ring auf dem Boden verbleibt, um die noch
auf dem Boden des Transportbehälters gelagerten Waren oder Güter für eine aufeinanderfolgende
Entnahme zu schützen. Zum anderen kann dadurch ein einfaches Handling ermöglicht sein,
um Ringabschnitte voneinander zu trennen, um diese daraufhin für einen Rücktransport
zusammenzufalten.
[0017] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des Weiteren durch ein Halteprofil
für einen Aufsetzring, der zumindest zwei Ringabschnitte umfasst, gelöst, welche die
das Halteprofil betreffenden Merkmale gemäß einer oder mehreren der vorstehenden Ausführungsformen
umfasst.
[0018] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des Weiteren durch einen Transportbehälter
mit einem Boden und einem Deckel sowie einem dazwischen angeordneten Aufsetzring aus
wenigstens zwei Ringabschnitten gelöst, wobei der Aufsetzring nach einem der vorbeschriebenen
Ausführungsformen ausgebildet ist. Vorteilhafterweise ist der Boden und/
oder der Deckel ebenfalls aus Kunststoff ausgebildet.
[0019] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben
werden im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Beispiele näher beschrieben
und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können
einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt
werden. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Transportbehälters,
Figur 2 eine perspektivische Ansicht des Transportbehälters gemäß Figur 1 für einen
Rücktransport,
Figur 3 eine schematische Schnittansicht eines Ringabschnitts für einen Aufsetzring
des Transportbehälters gemäß Figur 1, und
Figur 4 eine schematische Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in Figur 1.
[0020] In Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Transportbehälters 11 dargestellt.
Dieser Transportbehälter 11 besteht aus einem Boden 12, einem Aufsetzring 14, welcher
mehrere Seitenwände 15 umfasst, sowie einen auf den Aufsetzring 14 aufsetzbaren Deckel
16. An dem Boden 12 ist entlang des äußeren Randbereichs bevorzugt eine umlaufende
Nut oder Vertiefung 17 vorgesehen, welche zur Aufnahme und Positionierung des Aufsetzringes
14 dient. Eine umlaufende Vertiefung ist auf einer Unterseite des Deckels 16 vorgesehen,
so dass der Deckel 16 gesichert auf dem Aufsetzring 14 aufliegt.
[0021] Der Aufsetzring 14 umfasst Ringabschnitte 18, 19. Im Ausführungsbeispiel besteht
der Aufsetzring 14 aus zwei Ringabschnitten 18, 19. Zwischen den beiden Ringabschnitten
18, 19 ist eine Anschlussstelle 22 gebildet. Die Ringabschnitte 18, 19 sind in der
Anschlussstelle 22 jeweils durch ein Halteprofil 21 miteinander verbunden. Alternativ
kann der Aufsetzring 14 auch aus mehreren Ringabschnitten 18, 19 aufgebaut sein.
[0022] Zum Überführen des Transportbehälters 11 für einen Rücktransport wird zunächst der
Deckel 16 abgehoben, die Ringabschnitte 18, 19 voneinander getrennt und zusammengefaltet.
Darauffolgend werden diese zusammengefalteten Ringabschnitte 18, 19 auf dem Boden
12 aufgelegt. Anschließend wird der Deckel 16 darauf positioniert. Dies ermöglicht
ein geringes Transportvolumen für den Rücktransport, wie dies in Figur 2 dargestellt
ist.
[0023] Der Aufsetzring 14 umfasst den ersten und zweiten Ringabschnitt 18, 19. Die Anschlussstelle
22 ist beispielsweise in einer linken und rechten Seitenwand 23, 24 vorgesehen. Alternativ
oder zusätzlich kann auch eine Anschlussstelle 22 in einer Rückwand 25 oder einer
vorderen Seitenwand 26 sein.
[0024] Der erste Ringabschnitt 18 umfasst gemäß dem Ausführungsbeispiel die Rückwand 25
sowie einen rechten und linken Seitenwandabschnitt 27, 28. Diese Seitenwandabschnitte
27, 28 sind durch ein Scharnier 29 mit der Rückwand 25 vorzugsweise einteilig verbunden.
Das Scharnier 29 kann durch eine Prägung oder Warmumformung eingebracht sein.
[0025] Der Ringabschnitt 19 umfasst die vordere Seitenwand 26 sowie seitlich jeweils daran
angeordnete rechte und linke Seitenwandabschnitte 31, 32, welche mit einem Scharnier
29 vorzugsweise einteilig mit der vorderen Seitenwand 26 verbunden sind. Die rechten
Seitenwandabschnitte 27, 31 bzw. die linken Seitenwandabschnitte 28, 32 entsprechen
in deren Größe unter Zwischenschaltung des Halteprofils 21 an der Anschlussstelle
22 den Seitenwänden 23, 24.
[0026] Die rechten und linken Seitenwandabschnitte 27, 28 des ersten Ringabschnitts 18 sind
breiter ausgebildet als die rechten und linken Seitenwandabschnitte 31, 32 des vorderen
Ringabschnitts 19. Die Ringabschnitte 18, 19 weisen eine gemeinsame obere Stirnfläche
33 und eine untere Stirnfläche 34 auf. Der Aufsetzring 14 liegt mit der unteren Stirnfläche
34 in der Vertiefung 17 im Boden 12 auf. Der Deckel 16 liegt mit seiner Vertiefung
auf der oberen Stirnfläche 33 des Aufsetzringes 14 auf.
[0027] In Figur 3 ist eine schematische Schnittansicht entlang des Ringabschnitts 18 in
einer aufgeklappten Position dargestellt. Dieser Ringabschnitt 18 umfasst die Rückwand
25 sowie die beiden jeweils durch das Scharnier 29 daran angebundenen rechten und
linken Seitenwandabschnitte 27, 28, wobei eines der beiden Scharniere 29 nicht dargestellt
ist. Die Seitenwand 15 als auch die Seitenwandabschnitte 23, 24 bestehen beispielsweise
aus zwei äußeren Kunststoffschichten 47, 48, zwischen denen eine dritte Kunststoffschicht
49 ausgebildet ist. Hierbei kann es sich um eine Noppenfolie oder dergleichen handeln,
die ein- oder beidseitig ausgeformte Erhöhungen oder Vertiefungen aufweist. Diese
Kunststoffschichten 47, 48, 49 sind miteinander verschweißt. Die Prägeabschnitte 18
weisen an jedem Ende eine Stirnkante 37 auf. Diese Stirnkante 37 erstreckt sich zwischen
der oberen und unteren Stirnfläche 33, 34 der Ringabschnitte 18, 19. Diese Stirnkante
37 ist in der Wandstärke gegenüber der Seitenwand 15 und den Seitenwandabschnitten
27, 28 verjüngt. Die Stirnkante 37 kann durch eine Wärmeumformung hergestellt werden,
indem die äußeren Kunststoffschichten 47, 48 zusammengepresst werden. Dadurch entsteht
ein Wandabschnitt 58, der steif ausgebildet ist und die Seitenwände 15 bzw. Seitenwandabschnitte
26, 27 schließt. Die Wandstärke des Wandabschnitts 58 wird durch die Stärke der Kunststoffschichten
47, 48, 49 und der Presskraft bestimmt. Bevorzugt ist eine Außenseite der Stirnkante
37 bündig zur Außenseite 57 der Seitenwand 15 bzw. der Seitenwandabschnitte 27, 28
ausgerichtet. An der Stirnkante 37 ist ein Rastelement 55 vorgesehen. Dieses Rastelement
55 ist beispielsweise als Vertiefung ausgebildet. Das Rastelement 55 ist gegenüberliegend
zur Außenseite 57 am Wandabschnitt 58 vorgesehen. Ein solches Rastelement 55 kann
gleichzeitig bei der Herstellung der Stirnkante 37 erfolgen. Das Rastelement 55 ist
an die Form und/oder Kontur eines weiteren Rastelements 66 in dem Halteprofi 21 angepasst.
[0028] Die Seitenwand 15 und die rechten und linken Seitenwandabschnitte 27, 28 sind durch
das Scharnier 29 verbunden. Dies kann wiederum durch eine Wärmeumformung hergestellt
werden, wodurch ermöglicht wird, dass die Seitenwandabschnitte 26, 27 verschwenkbar
bzw. zusammenfaltbar zur Seitenwand 15 sind.
[0029] Der Ringabschnitt 18 weist am jeweiligen Ende der rechten und linken Seitenwandabschnitt
27, 28 das Rastelement 55 auf, welches nach dem Aufstellen auf dem Boden 12 vorzugsweise
zur Innenseite weist.
[0030] Der Aufbau des Ringabschnitts 19 entspricht bevorzugt dem des Ringabschnitts 18.
Der Ringabschnitt 19 weicht von dem Ringabschnitt 18 dahingehend ab, dass an der Stirnkante
37 kein Rastelement 55 eingebracht ist. Des Weiteren kann sich der Ringabschnitt 19
von dem Ringabschnitt 18 dahingehend unterscheiden, dass die rechten und linken Seitenwandabschnitte
31, 32 schmaler als die Seitenwandabschnitte 27, 28 des Ringabschnitts 18 ausgebildet
sind.
[0031] In Figur 4 ist eine schematische Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in Figur
1 dargestellt. Diese Schnittansicht zeigt die Anschlussstelle 22 mit dem Halteprofil
21 und den zwei benachbart zueinander angeordneten Ringabschnitten 18, 19. Durch das
Halteprofil 21 ist der rechte Seitenwandabschnitt 27 des Ringabschnitts 18 mit dem
rechten Seitenwandabschnitt 31 des Ringabschnitts 19 verbunden. Dadurch ist eine geschlossene
Seitenwand 15 gebildet.
[0032] Das Halteprofil 21 weist zwei einander gegenüberliegende U-förmige Aufnahmen 61,
62 auf. Diese beiden U-förmigen Aufnahmen 61, 62 erstrecken sich entlang eines gemeinsamen
Außenschenkels 63. Die beiden U-förmigen Aufnahmen 61, 62 sind durch einen gemeinsamen
Steg 64 voneinander getrennt. Dieser Steg 64 bildet jeweils einen Boden für die U-förmigen
Aufnahmen 61, 62, die entgegengesetzt zueinander ausgerichtet sind. Die Aufnahme 61
umfasst ein zur Innenseite der Aufnahme 61 weisendes Rastelement 66, welches beispielsweise
als Vorsprung ausgebildet ist. Dieses Rastelement 66 bildet mit dem Rastelement 55
an der Stirnkante 37 eine Steck-/Rastverbindung. Die Breite der U-förmigen Aufnahme
61 ist vorzugsweise an die Wandstärke des Wandabschnitts der Stirnkante 37 angepasst.
Ein Innenschenkel 68 der U-förmigen Aufnahme 61 umfasst eine Länge, die vorzugsweise
der Breite des Wandabschnitts 58 entspricht. Dadurch kann eine nach außen gerichtete
Stirnfläche 69 des Innenschenkels 68 gegenüber einer Innenwandfläche des Seitenwandabschnittes
27 und/oder der Seitenwand 15 zurückversetzt sein. Zusätzlich kann sich die Stirnfläche
69 im Übergangsbereich zwischen der Stirnkante 37 und dem nicht verjüngten flächigen
Abschnitt 56 der Seitenwand 15 abstützen.
[0033] Der Außenschenkel 63 ist im Bereich der U-förmigen Aufnahme 61 länger als der Innenschenkel
68 ausgebildet.
[0034] Die zweite U-förmige Aufnahme 62 ist breiter ausgebildet als die erste U-förmige
Aufnahme 61. Bevorzugt weist die zweite U-förmige Aufnahme 62 die doppelte Breite
der ersten U-förmigen Aufnahme 61 auf. Der Innenschenkel 68 der zweiten U-förmigen
Aufnahme 62 verläuft bevorzugt bündig zur Innenseite des flächigen Abschnitts 56 des
Seitenwandabschnitts 31 oder ist dieser gegenüber zurückversetzt. Vorteilhafterweise
kann eine Stirnfläche 69 des Innenschenkels 68 der zweiten U-förmigen Aufnahme 62
sich ebenfalls im Übergangsbereich zwischen der Stirnkante 37 und dem flächigen Abschnitt
56 des rechten Seitenwandabschnitts 31 abstützen. Der Außenschenkel 63 ist bei der
zweiten U-förmigen Aufnahme 62 länger als der Innenschenkel 68 ausgebildet.
[0035] Diese Anordnung ermöglicht, dass zwischen dem Halteprofil 21 und dem Ringabschnitt
18 eine Steck-/Rastverbindung geschaffen wird, so dass beim üblichen Gebrauch das
Halteprofil 21 an dem Ringabschnitt 18 verbleibt. Der Ringabschnitt 19 kann durch
eine Steckverbindung mit dem Halteprofil 21 verbunden sein. Zur leichteren Bildung
dieser Steckverbindung ist deshalb der U-förmige Aufnahmeabschnitt 62 breiter als
die Stirnkante 37 des rechten Seitenwandabschnitts 31 ausgebildet.
[0036] Die vorstehenden Ausführungen gelten analog für das Halteprofil 21, welches einen
linken Seitenwandabschnitt 28 des Ringabschnitts 18 mit einem linken Seitenwandabschnitt
32 des Ringabschnitts 19 verbindet. Maßgeblich ist, dass zwischen dem Halteprofil
21 und einem der Ringabschnitte 18 eine Steck-/Rastverbindung und mit dem gegenüberliegenden
Ringabschnitt 19 nur eine Steckverbindung gebildet wird.
[0037] Das Halteprofil 21 erstreckt sich vollständig entlang der Stirnkante 37 des ersten
und zweiten Ringabschnitts 18, 19.
[0038] Bevorzugt ist das Halteprofil 21 als Strang-/Pressprofil oder Extrusionsprofil aus
Kunststoff ausgebildet.
1. Aufsetzring für einen Transportbehälter (11), der zwischen einem Boden (12) und einem
Deckel (16) des Transportbehälters anordenbar ist, mit wenigstens zwei Ringabschnitten
(18, 19), die einen geschlossenen Aufsetzring (14) mit mehreren Seitenwänden (15)
bilden, wobei jeder Ringabschnitt (18, 19) zumindest einen Seitenwandabschnitt (23,
24, 31, 32) umfasst, welche jeweils eine obere und untere Stirnfläche (33, 34) aufweisen
und zwischen der oberen und unteren Stirnfläche (33, 34) sich am jeweiligen Ende des
Ringabschnitts (18, 19) eine Stirnkante (37) erstreckt, die jeweils mit einer gegenüberliegenden
Stirnkante (37) eines benachbarten Ringabschnitts (18, 19) eine Anschlussstelle (22)
bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die einander gegenüberliegenden Stirnkanten (37) der Seitenwandabschnitte (23, 24,
31, 32) der Ringabschnitte (18, 19) mit einem Halteprofil (21) zu einer gemeinsamen
Seitenwand (15) verbunden sind.
2. Aufsetzring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteprofil (21) eine erste und dieser gegenüberliegend eine zweite U-förmige
Aufnahme (61, 62) aufweist, die entlang einem gemeinsamen Außenschenkel (23) des Halteprofils
(21) ausgerichtet sind.
3. Aufsetzring nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden U-förmigen Aufnahmen (61, 62) ein in die U-förmige Aufnahme weisendes
Rastelement (55), vorzugsweise eine Rastnase, aufweist, welches mit einer an der Stirnkante
(37) des Seitenwandabschnitts (23, 24, 31, 32) des Ringabschnitts (18, 19) angeordneten
Rastelements (66) verriegelbar ist.
4. Aufsetzring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwandabschnitte (23, 24, 27 ,28) und/oder die Seitenwand (15) aus einer
mehrschichtigen Platte, insbesondere Hohlkammerplatte oder Dreischicht-Platte, besteht
und dass die Stirnkante (37) gegenüber der Dicke der Seitenwandabschnitte (23, 24,
27, 28) und/oder Seitenwand (15) verringert ist.
5. Aufsetzring nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnkante (37) der Seitenwandabschnitte (23, 24, 27, 28) durch eine Wärmeumformung
gebildet ist, und dass die Stirnkante (37) mittig zur Dicke der Seitenwandabschnitte
(23, 24, 27, 28) ausgerichtet oder zur Außenseite (57) der Seitenwandabschnitte (23,
24, 27, 28) ausgerichtet ist, so dass ein Wandabschnitt (58) der Stirnkante (37) in
der Verlängerung eines flächigen Abschnitts (56) der Seitenwandabschnitte (23, 24,
27, 28) und/oder der Seitenwand (15) liegt.
6. Aufsetzring nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Außenseite (57) der Seitenwandabschnitte (23, 24, 27, 28) und/oder Seitenwand
(15) ausrichtete Stirnkante (37) am jeweiligen Ende des Ringabschnitts (18, 19) zur
Außenseite (57) ausgerichtet sind.
7. Aufsetzring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die U-förmige Aufnahme (61) mit dem Rast-element (55) eine Breite aufweist, die der
Wandstärke der Stirnkante (37) entspricht.
8. Aufsetzring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Aufnahme (62), welche frei von einem Rastelement (55) ausgebildet ist,
eine Breite aufweist, die größer als die Wandstärke der Stirnkante (37) ist und vorzugsweise
eine Breite aufweist, die der doppelten Wandstärke der Stirnkante (37) entspricht.
9. Aufsetzring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Breite der U-förmigen Aufnahme (61, 62) schmaler als die Dicke der
Seitenwandabschnitte (23, 24, 31, 32) am jeweiligen Ende des jeweiligen Ringabschnitts
(18, 19) ist.
10. Aufsetzring nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Innenschenkel (68) der U-förmigen Aufnahme (61, 62) eine Länge aufweisen,
die der Breite des Wandabschnitts (58) der Stirnkante (37) entspricht oder kürzer
ausgebildet ist.
11. Aufsetzring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Ringabschnitt (18) als ein U-Ring ausgebildet ist, der eine Rückwand (25)
und jeweils seitlich daran angeordnete Seitenwandabschnitte (23, 24) umfasst, die
jeweils mit einem Scharnier (29) mit der Rückwand (25) verbunden sind und dass der
weitere Ringabschnitt (19) als C-Ring ausgebildet ist, der eine vordere Seitenwand
(26) und jeweils daran angeordnet Seitenwandabschnitte (27, 28) aufweist, die kürzer
als die Seitenwandabschnitte (23, 24) des U-Rings ausgebildet sind.
12. Aufsetzring nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an den jeweiligen Stirnkanten (37) des U-Ringes die Rastelemente (55) vorgesehen
sind und das Halteprofil (21) durch die Steck-/Rastverbindung an dem U-Ring gehalten
ist.
13. Aufsetzring nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Stirnkanten (37) des C-Rings mit dem Halteprofil (21) nur eine Steckverbindung
bilden.
14. Halteprofil für einen Aufsetzring, der zumindest zwei Ringabschnitte (18, 19) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteprofil (21) die das Halteprofil (21) betreffenden Merkmale gemäß einem oder
mehreren Ansprüchen 1 bis 13 umfasst.
15. Transportbehälter mit einem Boden (12), mit einem Deckel (16) und mit einem dazwischen
angeordneten Aufsetzring (14) aus wenigstens zwei Ringabschnitten (18, 19), wobei
die Ringabschnitte (18, 19) auf dem Boden (12) aufsetzbar und der Deckel (16) auf
die Ringabschnitte (18, 19) aufsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsetzring (14) nach einem der vorstehenden Ausführungsformen gemäß den Ansprüchen
1 bis 13 ausgebildet ist.