[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Innenkragen zur Aufbewahrung von Waren,
insbesondere von stabförmigen Waren wie Zigaretten, Tabaksticks und dergleichen, umfassend
eine Vorderwand, Seitenwände, die über Biegelinien mit der Vorderwand verbunden sind,
und mindestens eine Eingriffs- und Sichtmulde im Bereich der Vorderwand. Die Erfindung
betrifft weiterhin eine Verpackung zur Aufbewahrung von Waren, insbesondere von stabförmigen
Waren wie Zigaretten, Tabaksticks und dergleichen.
[0002] Derartige Innenkragen und Verpackungen sind in einer großen Vielzahl bekannt. Insbesondere
handelt es sich bei diesen Verpackungen um Klappschachteln, die eine weit verbreitete
Verpackungsform für Zigaretten und dergleichen darstellen. So beschreiben die
DE 694 18 258 T2 und die
DE 101 06 549 A1 derartige Verpackungen in Form eines prismatischen Körpers entlang ihrer Längsachse,
wobei an einem behälterartigen Aufnahmebereich ein Deckel angelenkt ist. Diese Verpackungen
weisen in üblicher Weise einen so genannten Kragen beziehungsweise Innenkragen ("Inner
Frame") auf, der als separates Element ausgebildet ist und in den Aufnahmebereich
der Verpackung eingebracht wird. Der Kragen ragt dabei teilweise aus dem der Verpackung
heraus und weist an einer Kragenvorderseite, die mit einer Vorderseite des Aufnahmebereichs
teilweise in Deckung gebracht ist, eine randlich ausgebildete Eingriffs- und Sichtmulde
auf. Nachteilig an diesen bekannten Innenkragen und Verpackungen ist jedoch, dass
bei derartigen bekannten Innenkragen lediglich insbesondere die Frontseite des Innenkragens
zum Aufdruck und/oder Anbringen von Designflächen und/oder Werbeflächen und/oder Werbebotschaften
zur Verfügung steht, die durch die Eingriffs- und Sichtmulde deutlich verkleinert
wird.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen gattungsgemäßen Innenkragen
sowie eine Verpackung bereitzustellen, welche verbesserte Möglichkeiten zur Anbringung
von Aufdrucken und/oder Designflächen und/oder Werbeflächen und/oder Werbebotschaften
oder Vergleichbarem bei einer verbesserten Funktionalität gewährleistet.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgaben dienen ein Innenkragen mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie eine Verpackung mit den Merkmalen des Anspruchs 14. Vorteilhafte Ausgestaltungen
des erfindungsgemäßen Innenkragens und der erfindungsgemäßen Verpackung sind in den
jeweiligen Unteransprüchen beschrieben. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Innenkragens
sind dabei als vorteilhafte Ausgestaltungen der Verpackung und umgekehrt anzusehen.
[0005] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft einen Innenkragen für eine Verpackung zur
Aufbewahrung von Waren, insbesondere von stabförmigen Waren wie Zigaretten, Tabaksticks
und dergleichen, umfassend eine Vorderwand, Seitenwände, die über Biegelinien mit
der Vorderwand verbunden sind und mindestens eine Eingriffs- und Sichtmulde im Bereich
der Vorderwand. Dabei weist die Vorderwand mindestens ein zumindest teilweise lösbar
mit der Vorderwand verbundenes Wandelement auf, wobei das Wandelement derart ausgebildet
ist, dass es die Eingriffs- und Sichtmulde zumindest teilweise verdeckt.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Innenkragens mit dem zusätzlichen, die
Eingriffs- und Sichtmulde zumindest teilweise verdeckenden Wandelement, ergibt sich
ein Innenkragen, welcher verbesserte Möglichkeiten zur Anbringung von Aufdrucken und/oder
Designflächen und/oder Werbeflächen und/oder Werbebotschaften oder Vergleichbarem
gewährleistet. Durch das zusätzliche Wandelement ergeben sich zusätzliche Darstellungs-
und Werbemöglichkeiten, die die Design- oder Werbebotschaften an der Frontseite des
behälterartigen Aufnahmebereichs der Verpackung ergänzen oder ersetzen.
[0007] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung weist der Innenkragen ein
Wandelement auf, welches über eine Biegelinie und seitlich daran anschließenden Schnitt-
oder Perforationslinien mit der Vorderwand des Innenkragens verbunden ist. Es besteht
aber auch die Möglichkeit, dass das die Eingriffs- und Sichtmulde zumindest teilweise
verdeckende Wandelement über eine durchgehende Perforationslinie mit der Vorderwand
verbunden ist. Vorteilhafterweise besteht somit die Möglichkeit, dass das Wandelement
beispielsweise über die Biegelinie bewegt werden kann, sodass die Eingriffs- und Sichtmulde
freigegeben wird. Seitlich wird dabei das Wandelement durch Schnitt- oder Perforationslinien
begrenzt, die ein entsprechendes Lösen des Wandelementes von der Vorderwand des Innenkragens
ermöglichen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass das Wandelement über eine
durchgehende Perforationslinie mit der Vorderwand des Innenkragens verbunden ist und
so insgesamt und dauerhaft gelöst werden kann. Bei dieser Ausführungsform besteht
beispielsweise die Möglichkeit, dass das abgetrennte Wandelement als Gutschein, Visitenkarte
oder Ähnliches Verwendung findet. Die Erfindung garantiert somit auch eine erhöhte
Funktionalität dieses Elements des Innenkragens.
[0008] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Innenkragens ist
an dem die Eingriffs- und Sichtmulde zumindest teilweise verdeckenden Wandelement
an der der Vorderwand des Innenkragens gegenüberliegenden Seite mindestens ein weiteres
Wandelement angelenkt. Durch die Ausbildung eines weiteren zusätzlichen Wandelementes
ergeben sich weitere Möglichkeiten zur Anbringung von Aufdrucken und/oder Designflächen
und/oder Werbeflächen und/oder Werbebotschaften oder Vergleichbarem. Die Fläche für
derartige Präsentationen wird deutlich erhöht. Zudem besteht die Möglichkeit, dass
das weitere Wandelement derart ausgebildet ist, dass es bei einer Anbringung des Innenkragens
in der Verpackung mit einem Verrastelement und/oder einer Innenseite einer Deckelkonstruktion
der Verpackung in geschlossenem Zustand der Verpackung verrastet. Dabei kann das weitere
Wandelement beispielsweise als eine über die gesamte der der Vorderwand gegenüberliegenden
Seite des Wandelementes oder zumindest bereichsweise verlaufende Rastlasche ausgebildet
sein. Dabei kann das Verrastelement der Deckelkonstruktion mittels einer Abschlusskante
einer innenliegenden Deckelwand der Deckelkonstruktion und/oder mindestens einer in
einer innenliegenden Deckelwand ausgebildeten Ausnehmung ausgebildet sein. Des Weiteren
besteht die Möglichkeit, dass an dem ersten Wandelement zum zumindest teilweisen Verdecken
der Eingriffs- und Sichtmulde mindestens eine Rastlasche zur Verrastung mit einer
Deckelkonstruktion der Verpackung bei einer Anbringung des Innenkragens in der Verpackung
und in geschlossenem Zustand der Verpackung ausgebildet ist. Des Weiteren besteht
die Möglichkeit, dass an dem weiteren, zweiten Wandelement, welches an dem ersten
Wandelement angelenkt ist, mindestens eine Rastlasche zur Verrastung mit der Deckelkonstruktion
der Verpackung bei einer Anbringung des Innenkragens in der Verpackung und in geschlossenem
Zustand der Verpackung ausgebildet ist. Es besteht die Möglichkeit, dass die jeweilige
Rastlasche des ersten und/oder zweiten Wandelementes derart ausgebildet ist, dass
sie mit einer Abschlusskante einer innenliegenden Deckelwand der Deckelkonstruktion
und/oder mindestens einer in einer innenliegenden Deckelwand ausgebildeten Ausnehmung
verrastet. Insgesamt kann die erfindungsgemäße Konstruktion vorteilhafterweise eine
Vielzahl an Verrastmöglichkeiten der Deckelkonstruktion an dem Innenkragen der Verpackung
ausbilden. Neben weiteren Stütz- und Rückhaltelaschen des Innenkragens ergibt sich
dadurch nicht nur eine Rückhaltung der Deckelkonstruktion der Verpackung sondern auch
eine Art Sicherheitsverschluss, der nur durch Ausübung einer Kraft auf die Deckelkonstruktion
und einer entsprechenden Verformung der genannten Verrastmittel lösbar ist. Auch hierdurch
wird die Funktionalität des Innenkragens deutlich erhöht.
[0009] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Innenkragens sind
an der Außen- und/oder Innenseite des Wandelementes und/oder des weiteren Wandelementes
zumindest teilweise eine Farbfläche und/oder eine metallisch glänzende Farbfläche
und/oder mindestens eine Text-, Form-, und/oder Motivfläche ausgebildet. Zudem besteht
die Möglichkeit, dass eine Kontur der Text-, Form- und/oder Motivfläche zumindest
teilweise mittels mindestens einer Schnittlinie ausgebildet ist. Hier besteht zudem
die Möglichkeit, dass die Text-, Form- und/oder Motivfläche mittels Laserenergie und/oder
mittels Stanzen hergestellt ist.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Innenkragens
kann dieser aus Papier, Karton oder Kunststoff oder einer Kombination aus diesen Materialien
bestehen. Auch andere geeignete Materialien sind denkbar.
[0011] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft eine Verpackung zur Aufbewahrung von Waren,
insbesondere von stabförmigen Waren wie Zigaretten, Tabaksticks und dergleichen, umfassend
eine Vorderwand und eine Rückwand, die Vorder- und Rückwand verbindende Seitenwände
sowie eine Bodenkonstruktion zur Ausbildung eines Aufbewahrungsraums für die Waren
und eine Deckelkonstruktion umfassend eine Deckelvorderwand, eine Deckeloberwand und
eine Deckelrückwand, wobei die Deckelkonstruktion an einem der Bodenkonstruktion gegenüberliegenden
Ende der Rückwand über eine Biegelinie angelenkt ist. Des Weiteren umfasst die erfindungsgemäße
Verpackung einen innerhalb der Verpackung angeordneten Innenkragen gemäß dem im Vorhergehenden
beschriebenen ersten Aspekt der Erfindung. Eine derartige Verpackung gewährleistet
vorteilhafterweise, dass verbesserte Möglichkeiten zur Anbringung von Aufdrucken und/oder
Designflächen und/oder Werbeflächen und/oder Werbebotschaften und Vergleichbarem möglich
sind. Durch das zusätzliche Wandelement des Innenkragens ergeben sich zusätzliche
Darstellungs- und Werbemöglichkeiten, die die Design- oder Werbebotschaften an der
Frontseite des behälterartigen Aufnahmebereichs der Verpackung ergänzen oder ersetzen
können. Durch die erweiterten Verrastmöglichkeiten der Deckelkonstruktion der Verpackung
an dem Innenkragen gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung wird zudem die Funktionalität
der Verpackung deutlich erhöht.
[0012] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Verpackung ist der
Innenkragen als separates Element oder einstückig als Element zumindest der Vorderwand
und den Seitenwänden der Verpackung ausgebildet. Zudem besteht die Möglichkeit, dass
das Wandelement derart ausgebildet ist, das es in geschlossenem Zustand der Verpackung
mit einer Kante einer an der Innenseite der Deckelvorderwand anliegenden Lasche verrastbar
ist. Dies gewährleistet eine einfache und sichere Verschlusssicherung.
[0013] Weitere Merkmale und deren Vorteile sind den Beschreibungen des ersten Erfindungsaspekts
zu entnehmen, wobei vorteilhafte Ausgestaltungen des ersten Erfindungsaspekts als
vorteilhafte Ausgestaltungen des zweiten Erfindungsaspekts und umgekehrt anzusehen
sind.
[0014] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Ausführungsbeispielen
sowie anhand der Zeichnungen. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale
und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in den Ausführungsbeispielen genannten
Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu
verlassen. Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Innenkragens gemäß einer ersten
Ausführungsform;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Innenkragens gemäß einer zweiten
Ausführungsform;
- Figur 3
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Innenkragens gemäß einer dritten
Ausführungsform;
- Figur 4
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Innenkragens gemäß einer vierten
Ausführungsform;
- Figur 5a
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Verpackung in einem teilweise
geöffneten Zustand umfassend einen Innenkragen gemäß Figur 3;
- Figur 5b
- eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Verpackung gemäß Figur 5a mit
einem herausgeklappten Wandelement des Innenkragens;
- Figur 6
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Innenkragens gemäß einer fünften
Ausführungsform;
- Figur 7
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Innenkragens gemäß einer sechsten
Ausführungsform;
- Figuren 8a und 8b
- schematische Darstellungen eines Zuschnitts der erfindungsgemäßen Verpackung und eines
Zuschnitts des erfindungsgemäßen Innenkargens der Verpackung gemäß einer weiteren
Ausführungsform;
- Figur 9
- eine schematische Darstellung der Verpackung gemäß den Figuren 8a und 8b in einem
teilweise geöffneten Zustand; und
- Figur 10
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Innenkragens gemäß einer achten
Ausführungsform.
[0015] Die
Figur 1 zeigt einen schematisch dargestellten Innenkragen 10 gemäß einer ersten Ausführungsform.
Der Innenkragen 10 ist dabei für eine Verpackung zur Aufbewahrung von Waren, insbesondere
von stabförmigen Waren wie Zigaretten, Tabaksticks und dergleichen, ausgebildet. Man
erkennt, dass der Innenkragen 10 eine Vorderwand 12, Seitenwände 14, 16 und eine Eingriffs-
und Sichtmulde 22 im Bereich der Vorderwand 12 aufweist. Die Seitenwände 14, 16 sind
dabei über die Biegelinien 18, 20 mit der Vorderwand 12 verbunden beziehungsweise
an dieser angelenkt.
[0016] Des Weiteren erkennt man, dass die Vorderwand 12 ein teilweise lösbar mit der Vorderwand
12 verbundenes Wandelement 24 aufweist, wobei das Wandelement 24 derart ausgebildet
ist, dass es die Eingriffs- und Sichtmulde 22 vollständig verdeckt. Das Wandelement
24 ist an den seitlichen, der Vorderwand 12 angrenzenden Bereichen mittels Schnittlinien
28, 30 von der Vorderwand 12 getrennt. In einem mittleren Bereich des Wandelementes
24 ist das Wandelement 24 über eine Biegelinie 26 mit der Vorderwand 12 verbunden.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel verläuft die Biegelinie 26 ungefähr parallel
zur Längserstreckung des Innenkragens 10. Es wird deutlich, dass das Wandelement 24
über die Biegelinie 26 an der Vorderwand 12 angelenkt ist und entsprechend um die
Achse der Biegelinie 26 bewegbar ist. Durch die Ausbildung des Wandelementes 24 vergrößert
sich die Frontfläche des Innenkragens 10 um den Bereich der bei üblichen Innenkragen
ausgebildeten Eingriffs- und Sichtmulde 22. Die Eingriffs- und Sichtmulde 22 verliert
aber dadurch nicht ihren Zweck, nämlich eine leichtere Herausnahme der in der Verpackung
angeordneten Waren zu gewährleisten, da sich das Wandelement 24 in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel nach vorne, das heißt aus der Blattebene der Figur, herausbewegen
lässt. Durch die deutlich vergrößerte Frontfläche des Innenkragens 10 bestehend aus
der Vorderwand 12 und dem Wandelement 24 ergibt sich eine Vielzahl an Möglichkeiten
zur Anbringung von Aufdrucken und/oder Designflächen und/oder Werbeflächen und/oder
Werbebotschaften oder Vergleichbarem. Entsprechendes gilt natürlich auch für die dem
Betrachter zunächst abgewandte Rückseite des Innenkragens 10.
[0017] Des Weiteren erkennt man, dass die Biegelinien 18, 20 des Innenkragens 10 zumindest
teilweise durch Schnittlinien 42 unterbrochen sind. Die Schnittlinien 42 bilden dabei
Rastlaschen 44 aus, die bei einer Anordnung des Innenkragens 10 innerhalb einer Verpackung
mit der Innenseite einer Deckelkonstruktion der Verpackung in Berührung kommen und
somit einen Rast- beziehungsweise Reibverschluss bilden. Zudem erkennt man, dass an
den Seitenwänden 14, 16 über jeweilige Biegelinien 38, 40 Laschen 34, 36 angeordnet
sind, die an einer Innenseite einer Rückwand der entsprechenden Verpackung und/oder
an einer Deckelrückwand der Deckelkonstruktion der entsprechenden Verpackung anliegen.
[0018] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Innenkragens 10 gemäß einer zweiten Ausführungsform.
Im Unterschied zu der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform des Innenkragens 10
ist hier das Wandelement 24 über eine durchgehend ausgebildete Perforationslinie 32
mit der Vorderwand 12 verbunden. Man erkennt, dass das Wandelement 24 bei Gebrauch
vollständig von der Vorderwand 12 getrennt werden kann. Dadurch ergibt sich beispielsweise
die Möglichkeit, das Wandelement 24 als eine Art Gutschein, Visitenkarte oder Ähnliches
auszugestalten, welches dann gegebenenfalls separat von dem Innenkragen 10 beziehungsweise
der entsprechenden Verpackung aufbewahrt werden kann. Bezüglich der weiteren Merkmale
dieses zweiten Ausführungsbeispiels verweisen wir auf die in Figur 1 gezeigten und
beschriebenen identischen Merkmale.
[0019] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Innenkragens 10 gemäß einer dritten Ausführungsform.
Man erkennt, dass die dritte Ausführungsform des Innenkragens 10 der in Figur 1 gezeigten
ersten Ausführungsform gleicht. Im Unterschied zu der in Figur 1 dargestellten ersten
Ausführungsform ist hier jedoch an dem Wandelement 24 ein weiteres zweites Wandelement
46 angelenkt. Die Anlenkung erfolgt über eine Biegelinie 80, die ungefähr parallel
zur Biegelinie 26 verläuft und an der der Biegelinie 26 beziehungsweise der Vorderwand
12 gegenüberliegenden Seite ausgebildet ist. Durch das zusätzliche Wandelement 46
wird die nutzbare Frontfläche des Innenkragens 10 nochmals deutlich vergrößert, da
diese nun durch die Vorderwand 12, das Wandelement 24 sowie das zusätzliche weitere
Wandelement 46 gebildet wird. Das zusätzliche Wandelement 46 kann auch als Verschluss-
und/oder Rastelement für eine Deckelkonstruktion einer Verpackung verwendet werden,
wie in den nachfolgenden Figuren 5a und 5b gezeigt.
[0020] Bezüglich der weiteren Merkmale der in Figur 3 gezeigten dritten Ausführungsform
des Innenkragens 10 verweisen wir auf die Beschreibung dieser Merkmale der in Figur
1 gezeigten ersten Ausführungsform des Innenkragens 10.
[0021] Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Innenkragens 10 gemäß einer vierten Ausführungsform.
Diese vierte Ausführungsform des Innenkragens 10 entspricht dabei der in Figur 3 gezeigten
dritten Ausführungsform des Innenkragens. Im Unterschied dazu ist jedoch das Wandelement
24 wiederum durch eine durchgehende Perforationslinie 32 von der Vorderwand 12 des
Innenkragens 10 verbunden. Dies bedeutet, dass das Wandelement 24 mit dem weiteren
und daran angelenkten Wandelement 46 vollständig von dem Innenkragen beziehungsweise
der Vorderwand 12 gelöst werden kann. Bezüglich der weiteren Merkmale des Innenkragens
10 gemäß der vierten Ausführungsform verweisen wir auf die Beschreibungen der vorhergehenden
Ausführungsbeispiele, die identische Merkmale aufweisen.
[0022] Figur 5a zeigt eine schematische Darstellung einer Verpackung 56 in einem teilweise geöffneten
Zustand umfassend den Innenkragen 10 gemäß Figur 3. Die Verpackung 56 dient dabei
zur Aufbewahrung von Waren, insbesondere von stabförmigen Waren wie Zigaretten, Tabaksticks
und dergleichen. Man erkennt, dass die Verpackung 56 eine Vorderwand 58, eine Rückwand
60 sowie die Vorder- und Rückwand 58, 60 verbindende Seitenwände 62, 64 aufweist.
Des Weiteren umfasst die Verpackung 56 eine Bodenkonstruktion 66 zur Ausbildung eines
Aufbewahrungsraums 68 für die Waren (nicht dargestellt). Man erkennt, dass die Verpackung
56 zudem eine Deckelkonstruktion 70 aufweist, wobei die Deckelkonstruktion 70 eine
Deckelvorderwand 72, eine Deckeloberwand 74 sowie eine Deckelrückwand 76 aufweist.
Die Deckelkonstruktion 70 ist an einem der Bodenkonstruktion 66 gegenüberliegenden
Ende der Rückwand 60 über eine Biegelinie 78 an dieser angelenkt (vergleiche Figur
8a). Innerhalb der Verpackung 56 ist der Innenkragen 10 angeordnet. Man erkennt, dass
bei einer Öffnung der Verpackung 56 das zusätzliche Wandelement 46, welches über die
Biegelinien 48 mit dem Wandelement 24 verbunden ist, in den Sichtbereich des Benutzers
der Verpackung 56 kommt. Dadurch können beispielsweise entsprechende Werbebotschaften
vermittelt werden. Das zusätzliche Wandelement 46 kann aber auch an einer Innenseite
der Deckelkonstruktion 70 - und zwar in geschlossenem Zustand der Verpackung 56 (nicht
dargestellt) - an einer Innenseite der Deckelkonstruktion 70 anliegen und damit verrasten
und somit eine zusätzliche Verschlusssicherung ausbilden.
[0023] Figur 5b zeigt die Verpackung 56 gemäß Figur 5a mit einem herausgeklappten Wandelement 24
des Innenkragens 10. Man erkennt, dass nach dem Herausklappen des Wandelementes 24
und dem damit verbundenen zusätzlichen Wandelement 46 die Eingriffs- und Sichtmulde
22 des Innenkragens 10 freigegeben wird. Damit wird eine einfache Herausnahme der
sich in der Verpackung 56 befindlichen Waren möglich.
[0024] Die
Figuren 6 und 7 zeigen jeweils schematische Darstellungen eines Innenkragens 10 gemäß einer fünften
und sechsten Ausführungsform. Man erkennt, dass in beiden Ausführungsformen das Wandelement
24 über die Schnittlinien 28, 30 und die Biegelinie 26 mit der Vorderwand 12 verbunden
ist. Die Wandelemente 24 weisen zudem jeweils weitere Wandelemente 46 auf, die über
die Biegelinien 80 an dem Wandelement 24 angelenkt sind. Im Unterschied zu den in
den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispielen des Innenkragens 10 ist bei
den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 6 und 7 die Vorderwand 12 im Bereich unterhalb
der Eingriffs- und Sichtmulde 22 kleiner ausgebildet. Die Funktionalität der in den
Figuren 4 bis 6 und 7 dargestellten Ausführungsbeispiele entspricht jedoch der Funktionalität
der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiele. Zudem wird deutlich,
dass das in Figur 7 dargestellte Ausführungsbeispiel des Innenkragens 10 keine rückwärtigen
Laschen aufweist. Bezüglich der Beschreibung der weiteren Merkmale verweisen wir auf
die entsprechenden, in den Figuren 1 bis 4 beschriebenen Merkmale.
[0025] Die
Figuren 8a und 8b zeigen schematische Darstellungen eines Zuschnitts der Verpackung 56 sowie eines
Zuschnitts des Innenkragens 10 der Verpackung 56 gemäß einer weiteren Ausführungsform.
Der in Figur 8a dargestellte Zuschnitt zur Herstellung eines Verpackungskörpers der
Verpackung 56 umfasst dabei die Vorderwand 58 und die Rückwand 60, wobei die Vorderwand
58 über Biegelinien mit jeweiligen Seitenwänden 62, 64 verbunden ist. Man erkennt,
dass die Bodenkonstruktion 66 eine Bodenwand 86 umfasst, die über entsprechende Biegelinien
mit der Vorderwand 58 und der Rückwand 60 verbunden ist. Die Rückwand 60 umfasst zudem
weitere Seitenwände 62, 64, die über entsprechende Biegelinien an der Rückwand 60
angelenkt sind. Die Seitenwände 62, 64 der Vorder- und Rückwand 58, 60 werden im zusammengefalteten
Zustand der Verpackung miteinander verklebt und bilden die entsprechenden Seitenwände
aus.
[0026] Die Deckelkonstruktion 70 umfasst die Deckelrückwand 76, die Deckeloberwand 74 sowie
die Deckelvorderwand 72. Diese sind über entsprechende Biegelinien miteinander verbunden.
Die Deckelkonstruktion 70 umfasst zudem Seitenwände 88, 90, die im zusammengefalteten
Zustand des Zuschnitts entweder miteinander verklebt oder an einer Innenseite der
Deckelkonstruktion 70 zu liegen kommen. Die Seitenwände 88, 90 sind wiederum jeweils
über entsprechende Biegelinien mit den Deckelwänden 72, 74, 76 verbunden. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist an der Deckelvorderwand 72 zudem eine zusätzliche Lasche 82
über eine entsprechende Biegelinie angelenkt. Über eine Biegelinie 78 ist die Deckelkonstruktion
70 an der Rückwand 60 angelenkt.
[0027] Der in Fig. 8b dargestellte Zuschnitt des Innenkragens 10 umfasst wiederum eine Vorderwand
12 sowie über entsprechende Biegelinien angelenkte Seitenwände 16, 14. Zudem sind
wiederum die Rastlaschen 44 ausgebildet. Das Wandelement 24, welches die Eingriffs-
und Sichtmulde 22 verdeckt, ist wiederum durch entsprechende Schneide- und Biegelinien
von der Vorderwand 12 abgegrenzt. Über die Biegelinie 80 ist an dem Wandelement 24
das zusätzliche Wandelement 46 angelenkt.
[0028] Figur 9 zeigt eine schematische Teildarstellung der mittels der in den Figuren 8a und 8b
dargestellten Zuschnitte hergestellten Verpackung. Die Verpackung ist dabei in geöffnetem
Zustand dargestellt. Man erkennt, dass die Wandlasche 82 über eine Biegelinie 92 mit
der Deckelvorderwand 72 verbunden ist und im zusammengefalteten Zustand der Verpackung
an der Innenseite der Deckelvorderwand anliegt. Eine Abschlusskante 94 der zusätzlichen
Wandlasche 82 ist dabei derart angeordnet, dass diese mit einer entsprechenden Kante
des zusätzlichen Wandelementes 46 der Innenlasche 10 verrastbar ist. Diese beiden
Elemente bilden im geschlossenen Zustand der Verpackung eine Verschlusssicherung.
Nur durch ein Zusammendrücken der Deckelkonstruktion lässt sich diese Verrastung ohne
Weiteres lösen.
[0029] Figur 10 zeigt eine schematische Darstellung eines Innenkragens 10 gemäß einer achten Ausführungsform.
Der Innenkragen 10 besteht dabei aus der Vorderwand 12 sowie den beiden Seitenwänden
14, 16. Das Wandelement 24 ist über die Schneidelinien 28, 30 und die Biegelinie 26
begrenzt und mit der Vorderwand 12 zumindest teilweise verbunden. An dem Wandelement
ist wiederum ein weiteres Wandelement 46 über die Biegelinie 80 angelenkt. Im Unterschied
zu den vorhergehend beschriebenen Ausführungsbeispielen des Innenkragens 10 sind hier
im Bereich der Biegelinie 80 zwei Rastnasen 50, 52 ausgebildet. Durch entsprechende
Schnitte in dem Wandelement 24 und durch die Biegelinie 80 ragen die Rastnasen 50,
52 aus der Ebene des Wandelementes 24 heraus und können mit der Innenseite einer Deckelkonstruktion
einer entsprechenden Verpackung - innerhalb deren der Innenkragen 10 angeordnet ist
- verrasten beziehungsweise in Eingriff stehen. Beispielsweise können in der an der
Innenseite der Deckelkonstruktion anliegenden zusätzlichen Lasche 82 entsprechende
Ausnehmungen zur Aufnahme der Rastnasen 50, 52 ausgebildet sein.
[0030] Die beschriebene Verpackung 56 wie auch der Innenkragen 10 bestehen üblicherweise
aus Karton, Papier oder Kunststoff oder einer Kombination dieser Materialien. Auch
andere geeignete Materialien sind denkbar.
1. Innenkragen (10) für eine Verpackung zur Aufbewahrung von Waren, insbesondere von
stabförmigen Waren wie Zigaretten, Tabaksticks und dergleichen, umfassend
- eine Vorderwand (12),
- Seitenwände (14, 16), die über Biegelinien (18, 20) mit der Vorderwand (12) verbunden
sind, und
- mindestens eine Eingriffs- und Sichtmulde (22) im Bereich der Vorderwand (12),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorderwand (12) mindestens ein zumindest teilweise lösbar mit der Vorderwand
(12) verbundenes Wandelement (24) aufweist, wobei das Wandelement (24) derart ausgebildet
ist, dass es die Eingriffs- und Sichtmulde (22) zumindest teilweise verdeckt.
2. Innenkragen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Wandelement (24) über eine Biegelinie (26) und seitlich daran anschließenden
Schnitt- oder Perforationslinien (28, 30) mit der Vorderwand (12) verbunden ist.
3. Innenkragen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Wandelement (24) über eine Perforationslinie (32) mit der Vorderwand (12) verbunden
ist.
4. Innenkragen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das an dem Wandelement (24) an der der Vorderwand (12) gegenüberliegenden Seite mindestens
ein weiteres Wandelement (46) angelenkt ist.
5. Innenkragen nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das weitere Wandelement (46) derart ausgebildet ist, das bei einer Anbringung des
Innenkragens (10) in der Verpackung (56) das weitere Wandelement (46) mit einem Verrastelement
und/oder einer Innenseite einer Deckelkonstruktion (70) der Verpackung (56) in geschlossenem
Zustand der Verpackung (56) verrastet.
6. Innenkragen nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das weitere Wandelement (46) als mindestens eine über die gesamte der der Vorderwand
(12) gegenüberliegenden Seite des Wandelementes (24) oder zumindest bereichsweise
verlaufende Rastlasche ausgebildet ist.
7. Innenkragen nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verrastelement der Deckelkonstruktion (70) mittels einer Abschlusskante (94)
einer innenliegenden Deckelwand (82) der Deckelkonstruktion (70) und/oder mindestens
einer in einer innenliegenden Deckelwand (82) ausgebildeten Ausnehmung (96) ausgebildet
ist.
8. Innenkragen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Wandelement (24) mindestens eine Rastlasche (50, 52) zur Verrastung mit einer
Deckelkonstruktion (70) der Verpackung (56) bei einer Anbringung des Innenkragens
(10) in der Verpackung (56) und in geschlossenem Zustand der Verpackung (56) ausgebildet
ist.
9. Innenkragen nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem weiteren Wandelement (46) mindestens eine Rastlasche zur Verrastung mit einer
Deckelkonstruktion (70) der Verpackung (56) bei einer Anbringung des Innenkragens
(10) in der Verpackung (56) und in geschlossenem Zustand der Verpackung (56) ausgebildet
ist.
10. Innenkragen nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rastlasche des weiteren Wandelementes (46) derart ausgebildet ist, das sie mit
einer Abschlusskante einer innenliegenden Deckelwand (82) der Deckelkonstruktion (70)
und/oder mindestens einer in einer innenliegenden Deckelwand (82) ausgebildeten Ausnehmung
verrastet.
11. Innenkragen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Außen- und/oder Innenseite des Wandelementes (24) und/oder des weiteren Wandelementes
(46) zumindest teilweise eine Farbfläche und/oder eine metallisch glänzende Farbfläche
und/oder mindestens eine Text-, Form- und/oder Motivfläche ausgebildet ist.
12. Innenkragen nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Kontur der Text-, Form- und/oder Motivfläche zumindest teilweise mittels mindestens
einer Schnittlinie ausgebildet ist.
13. Innenkragen nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Text-, Form- und/oder Motivfläche mittels Laserenergie und/oder mittels Stanzen
hergestellt ist.
14. Verpackung (56) zur Aufbewahrung von Waren, insbesondere von stabförmigen Waren wie
Zigaretten, Tabaksticks und dergleichen, umfassend
- eine Vorderwand (58) und eine Rückwand (60), die Vorder- und Rückwand (58, 60) verbindende
Seitenwände (62, 64) sowie
- eine Bodenkonstruktion (66) zur Ausbildung eines Aufbewahrungsraums (68) für die
Waren und
- eine Deckelkonstruktion (70) umfassend eine Deckelvorderwand (72), eine Deckeloberwand
(74) und eine Deckelrückwand (76), wobei die Deckelkonstruktion (70) an einem der
Bodenkonstruktion (66) gegenüberliegenden Ende der Rückwand (60) über eine Biegelinie
(78) angelenkt ist, und
- einen innerhalb der Verpackung (56) angeordneten Innenkragen (10) gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 13.
15. Verpackung (32) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Innenkragen (10) als separates Element oder einstückig als Element zumindest
der Vorderwand (34) und den Seitenwänden (36, 38) der Verpackung (32) ausgebildet
ist.