[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anbringen plattenförmiger Fassadenelemente
an einem bauseitigen Untergrund oder an einer Unterkonstruktion, die an einem bauseitigen
Untergrund befestigt ist. Bei den plattenförmigen Fassadenelementen kann es sich insbesondere
um Platten aus Keramik, Naturstein oder Kunststein handeln. Ferner können aus Glasscheiben
hergestellte Fassadenelemente mit Hilfe der vorgeschlagenen Vorrichtung an einem bauseitigen
Untergrund oder an einer an einem bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion
angebracht werden. Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Fassade mit plattenförmigen
Fassadenelementen.
[0002] Vorrichtungen der vorstehend genannten Art werden insbesondere zur Ausbildung vorgehängter
hinterlüfteter Fassaden (VHF) eingesetzt. Bei einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade
werden plattenförmige Fassadenelemente unter Ausbildung einer der Hinterlüftung dienenden
Luftschicht vor eine Wandkonstruktion gehängt, die aus bauphysikalischen Gründen in
der Regel außenseitig gedämmt ist. Da an der außenseitigen Dämmung bzw. Dämmschicht
keine plattenförmigen Fassadenelemente befestigt werden können, ist eine in der Ebene
der Dämmschicht liegende Unterkonstruktion vorzusehen, an der die plattenförmigen
Fassadenelemente angebracht werden können. Das Anbringen erfolgt mit Hilfe von Vorrichtungen,
die nach ihrer Befestigung an der Unterkonstruktion das Einsetzen, Einschieben oder
Einhängen der plattenförmigen Fassadenelemente ermöglichen, und zwar bevorzugt in
der Weise, dass die Vorrichtung selbst nicht sichtbar ist. Hierzu sind aus dem Stand
der Technik Halterungen bekannt, die einen in Eingriff mit einer Ausnehmung eines
Fassadenelements bringbaren Dorn oder einen in Eingriff mit einer Nut eines Fassadenelements
bringbaren Stegabschnitt aufweisen.
[0003] Aus der
EP 0 428 487 A1 geht beispielsweise eine Montagevorrichtung für eine vorgehängte Verkleidung aus
plattenförmigen Fassadenelementen hervor, die sowohl eine Dornhalterung als auch eine
Nuthalterung plattenförmiger Fassadenelemente ermöglicht. Die Montagevorrichtung umfasst
hierzu mindestens eine Tragkonsole, die vertikal verschiebbar in einem vertikal verlaufenden
Tragprofil gehalten ist, das mittelbar über einen ebenfalls vertikal verlaufenden
Abstandshalter an einem Baukörper befestigt ist. Die vertikal verschiebbare Tragkonsole
weist eine horizontal verlaufende Nut auf, in die ein Schiebehalter der Montagevorrichtung
horizontal verschiebbar einsetzbar ist. Je nachdem, ob eine Dornhalterung oder eine
Nuthalterung realisiert werden soll, weist der Schiebehalter einen in Eingriff mit
einer seitlichen Ausfräsung eines Fassadenelements bringbaren Dorn oder mindestens
einen in Eingriff mit einer stirnseitigen Nut eines Fassadenelements bringbaren Flansch
auf. Die vertikale Verschiebbarkeit der Tragkonsole und die horizontale Verschiebbarkeit
des Schiebehalters ermöglichen eine Justierung der plattenförmigen Fassadenelemente
in der Fassadenebene. Auf diese Weise können noch während des Einbaus der Fassadenelemente
etwaige Verlegetoleranzen ausgeglichen werden. Ergänzend kann eine Justierung senkrecht
zur Fassadenebene über den Abstandshalter erreicht werden.
[0004] Ausgehend von dem vorstehend genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, das Anbringen und Justieren plattenförmiger Fassadenelemente
weiter zu vereinfachen.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe werden die Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
die Fassade mit den Merkmalen des Anspruchs 13 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind den jeweiligen Unteransprüchen zu entnehmen.
[0006] Die vorgeschlagene Vorrichtung dient dem Anbringen plattenförmiger Fassadenelemente
an einem bauseitigen Untergrund oder an einer an einem bauseitigen Untergrund befestigten
Unterkonstruktion. Die Vorrichtung umfasst ein Tragprofil und einen Schiebehalter,
wobei der Schiebehalter einen in eine Führung des Tragprofils einsetzbaren plattenförmigen
Abschnitt aufweist, so dass der Schiebehalter gegenüber dem Tragprofil in einer ersten
Richtung x verschiebbar ist. Erfindungsgemäß weist der Schiebehalter einen in eine
Führung des Tragprofils einsetzbaren plattenförmigen Abschnitt auf, der rückseitig
eine Profilierung bestehend aus parallel zur ersten Richtung verlaufenden Stegen und/oder
Nuten besitzt, die in Eingriff mit einer gegengleich ausgebildeten Profilierung des
Tragprofils bringbar ist, so dass der Schiebehalter in einer senkrecht zur ersten
Richtung verlaufenden zweiten Richtung versetzt werden kann. Erfindungsgemäß weist
der plattenförmige Abschnitt des Schiebehalters rückseitig eine Profilierung auf,
die aus mehreren parallel zur ersten Richtung x verlaufenden Stegen und/oder Nuten
besteht und in Eingriff mit einer gegengleich ausgebildeten Profilierung des Tragprofils
bringbar ist, so dass der Schiebehalter in einer senkrecht zur ersten Richtung x verlaufenden
zweiten Richtung y versetzbar ist.
[0007] Der Schiebehalter der vorgeschlagenen Vorrichtung kann somit in zwei senkrecht zueinander
verlaufenden Richtungen gegenüber dem Tragprofil verschoben bzw. versetzt werden.
Das heißt, dass lediglich der Schiebehalter verschoben bzw. versetzt werden muss,
um eine Justierung, insbesondere Feinjustierung, vorzunehmen, die zu dem gewünschten
Fugenbild der anzubringenden plattenförmigen Fassadenelemente führt. Bau- und/oder
Montagetoleranzen können somit in einfacher Weise ausgeglichen werden. Weder das Tragprofil,
noch eine ggf. vorhandene Unterkonstruktion muss nach ihrer Befestigung am Untergrund
nochmals bewegt werden.
[0008] Vorzugsweise wird das Tragprofil der vorgeschlagenen Vorrichtung in der Weise am
bauseitigen Untergrund oder an einer am bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion
angebracht, dass die Führung des Tragprofils horizontal ausgerichtet ist und bei eingesetztem
Schiebehalter eine Verschiebung des Schiebehalters gegenüber dem Tragprofil in horizontaler
Richtung (Richtung x) ermöglicht. Die gegengleich ausgebildeten Profilierungen des
Schiebehalters und des Tragprofils ermöglichen in diesem Fall ein Versetzen des Schiebehalters
gegenüber dem Tragprofil in vertikaler Richtung (Richtung y). Die beiden Richtungen
x und y liegen vorzugsweise in einer Ebene, die parallel zum bauseitigen Untergrund
verläuft.
[0009] Über die erfindungsgemäß vorgesehenen Profilierungen am Schiebehalter und am Tragprofil
kann demnach insbesondere die Höhenlage des Schiebehalters eingestellt werden. Da
die Profilierungen in der Richtung x, das heißt horizontal verlaufende Stege und/oder
Nuten ausbilden, lassen sie zudem weiterhin eine Verschiebung des Schiebehalters gegenüber
dem Tragprofil in der Richtung x bzw. in horizontaler Richtung zu.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bildet die Profilierung des
Schiebehalters und/oder des Tragprofils im Querschnitt eine Mehrzahl von Zähnen aus.
Mit Hilfe der Zähne, die in gegengleich ausgebildete Zwischenräume des jeweiligen
Fügepartners eingreifen, kann ein Formschluss erzielt werden, der eine Relativbewegung
des Schiebehalters gegenüber dem Tragprofil in der γ-Richtung verhindert, aber in
der x-Richtung zulässt. Das heißt, dass die Profilierung eine nach Richtungen getrennte
Justierung ermöglicht, was die Justierung vereinfacht. Erst wird die Lage des Schiebehalters
in der einen Richtung, dann in der anderen Richtung vorgegeben. Vorzugsweise wird
erst die Höhenlage des Schiebehalters festgelegt und der Schiebehalter in dieser Höhenlage
durch den Formschluss fixiert. Anschließend kann der Schiebehalter - sofern erforderlich
- horizontal verschoben werden.
[0011] Weiterhin vorzugsweise sind die Zähne asymmetrisch geformt. Die asymmetrische Form
trägt zu einer Verbesserung des Formschlusses zwischen dem Schiebehalter und dem Tragprofil
bei. Insbesondere können die Zähne unterschiedlich stark geneigte Zahnflanken aufweisen.
Mit Hilfe einer besonders steilen bzw. senkrecht verlaufenden Zahnflanke kann eine
optimierte Abstützfläche geschaffen werden. Die Krafteinleitung erfolgt in diesem
Fall im Wesentlichen senkrecht zur Abstützfläche. Die jeweils andere Zahnflanke ist
demgegenüber schräg verlaufend ausgebildet, so dass der Zahn an seiner Basis eine
große Breite besitzt, da sich die in den Zahn eingeleiteten Kräfte zur Basis hin summieren,
kann auf diese Weise eine erhöhte mechanische Stabilität der Verzahnung erreicht werden.
[0012] Zur Erhöhung der Stabilität wird ferner vorgeschlagen, dass der Schiebehalter und
des Tragprofil aus einem metallischen Werkstoff gefertigt sind, beispielsweise aus
Stahl, insbesondere verzinktem Stahl, Edelstahl oder Aluminium. Denkbar wäre auch
die Herstellung aus einem hochfesten Kompositwerkstoff, sofern dieser den einschlägigen
Brandschutzanforderungen genügt.
[0013] In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung eine Klemmleiste
umfasst, die zumindest abschnittsweise in die Führung des Tragprofils einsetzbar ist,
so dass der Schiebehalter kraft- und formschlüssig in der Führung gehalten ist. Mit
Hilfe der Klemmleiste kann eine Klemmkraft auf den Schiebehalter ausgeübt werden,
die den Schiebehalter gegen das Tragprofil drückt, und zwar derart, dass die einander
gegenüberliegenden Profilierungen optimal ineinandergreifen. Der Schiebehalter ist
demnach einerseits durch Formschluss mit dem Tragprofil, andererseits durch Kraftschluss
mit dem Klemmprofil in der Führung des Tragprofils gehalten. Die Klemmleiste wird
demnach auf der der Profilierung abgewandten Seite des Schiebehalters angeordnet.
[0014] Die Klemmleiste bzw. der in die Führung des Tragprofils eingesetzte Abschnitt der
Klemmleiste füllt ein Führungsspiel aus, das notwendig ist, um den Schiebehalter in
der Richtung y zu versetzen. Das Führungsspiel entspricht dabei zumindest der Tiefe
der Profilierung des Schiebehalters, um den Eingriff mit der Profilierung des Tragprofils
bei Bedarf lösen zu können. Die Klemmleiste weist demnach zumindest einen Abschnitt
auf, dessen Breite im Wesentlichen dem Führungsspiel in der Führung entspricht. Dadurch
ist sichergestellt, dass bei einer ungünstigen Belastung des Schiebehalters der Formschluss
zwischen dem Schiebehalter und dem Tragprofil nicht ungewollt aufgehoben wird und
der Schiebehalter eine Lageveränderung erfährt.
[0015] Bevorzugt ist die Klemmleiste mit dem Tragprofil, vorzugsweise mit einem die Führung
begrenzenden Profilabschnitt des Tragprofils, kraft- und/oder formschlüssig verbindbar.
Der Kraft- und/oder Formschluss mit dem Tragprofil verhindert, dass die Klemmleiste
aus der Führung rutscht. Auf diese Weise bleibt auch der Schiebehalter in seiner Lage
sicher fixiert. Die Klemmleiste kann aus einem metallischen Werkstoff oder aus Kunststoff,
beispielsweise aus Polytetrafluorethylen (PTFE), gefertigt sein. PTFE weist einen
sehr geringen Reibungskoeffizienten auf, so dass das nachträgliche Einsetzen, insbesondere
Einschieben, der Klemmleiste vereinfacht wird.
[0016] Des Weiteren bevorzugt ist die Klemmleiste im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig
ausgebildet, so dass die Klemmleiste nach dem Einsetzen, insbesondere Einschieben,
in die Führung des Tragprofils den die Führung begrenzenden Profilabschnitt des Tragprofils
umgreift. Die Dimensionierung der U-förmigen Klemmleiste kann derart gewählt werden,
dass die zwei parallel verlaufenden Schenkel der Klemmleiste jeweils unter einer Vorspannung
am Profilabschnitt des Tragprofils anliegen. Auf diese Weise kann ein Kraftschluss
erzielt werden. Alternativ oder ergänzend wird vorgeschlagen, dass die Klemmleiste
mindestens eine Feder ausbildet, die in eine Nut des Profilabschnitts des Tragprofils
eingreift bzw. umgekehrt. Das heißt, dass die mindestens eine Feder am Profilabschnitt
des Tragprofils ausgebildet ist und die Klemmleiste mindestens eine Nut zur Aufnahme
der Feder aufweist. Auf diese Weise wird ein Formschluss erzielt.
[0017] Darüber hinaus wird vorgeschlagen, dass das Tragprofil eine parallel zur Führung
verlaufende weitere Führung für den Schiebehalter ausbildet, so dass das Tragprofil
bei eingesetztem Schiebehalter den plattenförmigen Abschnitt des Schiebehalters an
zwei sich gegenüberliegenden Seiten umgreift. Die weitere Führung stabilisiert den
Schiebehalter, da sich dieser an zwei sich gegenüberliegenden Seiten am Tragprofil
abstützen kann.
[0018] Zur Halterung der plattenförmigen Fassadenelemente kann der Schiebehalter einen Halteabschnitt
ausbilden oder ein Halteteil aufweisen. Der Schiebehalter kann demnach ein- oder mehrteilig
ausgeführt sein. Die einteilige Ausführung erleichtert die Montage, da weniger Teile
zu montieren sind. Die mehrteilige Ausführung erweitert die Möglichkeiten der Justierung
durch Verändern der Lage der Teile zueinander.
[0019] Bevorzugt ist der Halteabschnitt des Schiebehalters im Querschnitt T-förmig ausgebildet
und in Eingriff mit stirnseitigen Nuten der plattenförmigen Fassadenelemente bringbar.
Das heißt, dass mit Hilfe des Halteabschnitts eine Nuthalterung realisiert werden
kann.
[0020] Weist der Schiebehalter anstelle eines Halteabschnitts ein Halteteil, das heißt ein
separates Teil, zur Halterung der plattenförmigen Fassadenelemente auf, ist dieses
bevorzugt in eine Gewindebohrung des Schiebehalters eingeschraubt. Die Längsachse
A der Gewindebohrung erstreckt sich dabei in einer senkrecht zur ersten Richtung x
und senkrecht zur zweiten Richtung y verlaufenden dritten Richtung z.
[0021] Über die Einschraubtiefe des Halteteils kann somit eine Justierung in der dritten
Richtung bzw. in z-Richtung vorgenommen werden, vorzugsweise handelt es sich dabei
um die senkrecht zum bauseitigen Untergrund verlaufende Richtung. Auf diese Weise
kann allein mit Hilfe des Schiebehalters die Lage der plattenförmigen Fassadenelemente
derart verändert werden, dass eine planebene Fassadenoberfläche geschaffen wird.
[0022] Das Halteteil weist vorzugsweise eine Ausnehmung auf, in die ein Dorn eingesetzt,
vorzugsweise eingeschraubt oder eingepresst, ist. Auf diese Weise kann eine Dornhalterung
realisiert werden. Die Ausbildung des Dorns als separates Teil ermöglicht die Verwendung
unterschiedlicher Dorne, so dass ein Dorn gewählt werden kann, der an die plattenförmigen
Fassadenelemente optimal angepasst ist.
[0023] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform weist das Halteteil mindestens einen
Aufhahmeabschnitt zur Aufnahme eines Fassadenelements auf, wobei vorzugsweise der
Aufnahmeabschnitt L- oder U-förmig gestaltet ist und/oder das Fassadenelement randseitig
umgreift. Über den mindestens einen Aufnahmeabschnitt kann das Fassadenelement ebenfalls
formschlüssig gehalten werden. Beispielsweise kann ein zurückliegender Schenkel des
Aufhahmeabschnitts in eine randseitige Nut des Fassadenelements eingreifen. In diesem
Fall ist das Halteteil nicht sichtbar. Der Schenkel kann aber auch vor das Fassadenelement
springen und dieses randseitig umgreifen, so dass das Haltelement sichtbar ist und
zur Gestaltung der Fassade genutzt werden kann. Um zwei übereinanderliegende Fassadenelemente
formschlüssig zu halten, kann das Halteteil zwei U-förmige Aufnahmeabschnitte aufweisen,
die Rücken an Rücken liegend zu einem H-förmigen Querschnitt führen. Zwischen den
beiden Aufhahmeabschnitten kann aber auch ein zurückliegender Abstandshalter zur Ausbildung
einer Schattenfuge angeordnet sein.
[0024] Vorteilhafterweise ist der Schiebehalter im Querschnitt spiegelsymmetrisch ausgeführt
und der plattenförmige Abschnitt weist rückseitig an zwei sich gegenüberliegenden
Seiten jeweils eine Profilierung auf, so dass die Orientierung des Schiebehalters
beim Einsetzen in das Tragprofil unbeachtlich ist. Auf diese Weise kann die Montage
weiter vereinfacht werden.
[0025] Zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe wird ferner eine Fassade mit vorgehängten
hinterlüfteten plattenförmigen Fassadenelementen vorgeschlagen, die mit Hilfe einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung an einem bauseitigen Untergrund oder an einer an einem
bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion angebracht sind. Die Verwendung
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Anbringen der Fassadenelemente ermöglicht
eine Justierung, insbesondere Feinjustierung, zum Ausgleich von Bau- und/oder Montagetoleranzen.
[0026] Bevorzugt ist das Tragprofil der Vorrichtung in der Weise ausgerichtet, dass die
erste Richtung x horizontal, die zweite Richtung y vertikal und die dritte Richtung
z senkrecht zur Ebene des bauseitigen Untergrunds verlaufen. Durch eine Justierung
der Vorrichtung in den Richtungen x und y kann das Fugenbild korrigiert werden. Eine
Justierung in der Richtung z schafft eine planebene Fassade.
[0027] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten
Zeichnungen näher beschrieben. Diese zeigen:
- Fig.1
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer ersten bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer zweiten bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung,
- Fig.3
- eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung der Fig. 1,
- Fig. 4
- a) einen Querschnitt durch und b) eine Draufsicht auf das Tragprofil der Vorrichtungen
der Figuren 1 und 2,
- Fig. 5
- a) eine Vorderansicht, b) eine Rückansicht, c) eine Seitenansicht des Schiebehalters
der Vorrichtung der Fig. 1, sowie d) einen vergrößerten Ausschnitt der Fig. 5c) im
Bereich der Profilierung,
- Fig. 6
- a) eine Draufsicht auf und b) einen Querschnitt durch die Klemmleiste der Vorrichtungen
der Figuren 1 und 2,
- Fig. 7
- a) eine Vorderansicht und b) eine Rückansicht des Schiebehalters der Vorrichtung der
Fig. 2,
- Fig. 8
- einen Querschnitt durch den Schiebehalter der Vorrichtung der Fig. 2,
- Fig. 9
- einen schematischen Querschnitt durch ein Tragprofil und einen Schiebehalter zur Darstellung
des Montageablaufs,
- Fig. 10
- einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Fassade mit einer Vorrichtung gemäß
der Fig. 1,
- Fig. 11
- einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Fassade mit einer Vorrichtung gemäß
der Fig. 2,
- Fig. 12
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer dritten bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung und
- Fig. 13
- eine Vorderansicht der Vorrichtung der Fig. 12.
[0028] Die in der Fig. 1 dargestellte Vorrichtung umfasst ein Tragprofil 2 und einen Schiebehalter
3, der in das Tragprofil 2 abschnittsweise eingesetzt ist. Der Schiebehalter 3 weist
hierzu einen plattenförmigen Abschnitt 5 auf, der einerseits in eine obere Führung
4, andererseits in eine untere Führung 11 des Tragprofils 2 eingreift. Der plattenförmige
Abschnitt 5 weist rückseitig eine Profilierung 6 auf (siehe auch Figuren 5a, 5b und
5c). In der Fig. 1 steht die Profilierung 6 in Eingriff mit einer gegengleich ausgebildeten
Profilierung 7 des Tragprofils 2. Der Schiebehalter 3 ist somit formschlüssig in der
Führung 4 des Tragprofils 2 gehalten. Darüber hinaus wird ein Kraftschluss zwischen
einer in die Führung 4 eingesetzten Klemmleiste 9 und dem Schiebehalter 3 erreicht,
so dass der Schiebehalter 3 lagefixiert ist. Die Klemmleiste 9 füllt ein zwischen
dem Schiebehalter 3 und einem die Führung 4 begrenzenden Profilabschnitt 10 des Tragprofils
2 verbleibendes Führungsspiel aus, so dass der Formschluss zwischen dem Schiebehalter
3 und dem Tragprofil 2 gesichert ist. Denn die Klemmleiste 9 ist über eine Feder 18,
die in eine Nut 19 des Profilabschnitts 10 des Tragprofils 2 eingreift, ebenfalls
kraft- und formschlüssig mit dem Tragprofil 2 verbunden.
[0029] Die Klemmleiste 9 weist vorliegend einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf,
so dass die Klemmleiste 9 den die Führung 4 begrenzenden Profilabschnitt 10 des Tragprofils
2 umgreift. An den beiden parallel verlaufenden Schenkeln 20 ist jeweils endseitig
ein Flansch 21 ausgebildet, der eine Aussteifung der Klemmleiste 9 bewirkt (siehe
Figuren 6a und 6b).
[0030] Das Tragprofil 2 ist in den Figuren 4a und 4b in Alleinstellung dargestellt. Der
Querschnitt der Fig. 4a lässt deutlich erkennen, dass die Führung 11 anders als die
Führung 4 gestaltet ist. Insbesondere fehlt der Führung 11 eine "Rückwand". Stattdessen
ist eine Stützwand 22 vorgesehen, die der eigentlichen Führung 11 vorgelagert ist.
Wie in der Fig. 9 dargestellt, wird das Schiebeelement 3 zunächst in die Führung 11
eingesetzt und um die Stützwand 22 herum in das Tragprofil 2 eingeschwenkt, so dass
anschließend das Schiebeelement 3 nach oben in die Führung 4 eingeschoben werden kann.
Die Höhenlage des Schiebeelements 3 kann dabei beliebig variiert werden, da die Profilierung
6 in beliebiger Höhenlage in Eingriff mit der Profilierung 7 des Tragprofils 2 gebracht
werden kann. Nach Festlegen der Höhenlage durch Versetzen des Schiebehalters 3 in
einer ersten Richtung y, kann der Schiebehalter 3 gegenüber dem Tragprofil 2 horizontal,
das heißt in einer zweiten Richtung x, verschoben werden (siehe Fig. 3), um die erforderliche
Justierung vorzunehmen. Zur abschließenden Lagefixierung des Schiebehalters 3 wird
anschließend die Klemmleiste 9 in die Führung 4 eingesetzt bzw. seitlich eingeschoben.
[0031] Bei der Vorrichtung der Fig. 1 weist der Schiebehalter 3 ein separates Halteteil
13 auf, das in eine Gewindebohrung 15 des Schiebehalters 3 eingeschraubt ist. Die
Längsachse A der Gewindebohrung 15 definiert eine dritte Richtung z, die sich senkrecht
zur Ebene eines bauseitigen Untergrunds (nicht dargestellt) erstreckt.
[0032] Die Vorrichtung der Fig. 1 erlaubt demnach eine Justierung in alle drei Raumrichtungen,
das heißt in die Richtungen x, y und z. Hierzu muss lediglich der Schiebehalter 3
ganz oder teilweise bewegt werden. Das Tragprofil 2 bleibt nach seiner Montage unverändert.
Gleiches gilt in Bezug auf eine ggf. vorhandene Unterkonstruktion (nicht dargestellt),
über welche das Tragprofil 2 der Vorrichtung mittelbar am bauseitigen Untergrund befestigt
ist.
[0033] Zur Aufnahme plattenförmiger Fassadenelemente 1 weist das Halteteil 13 des in der
Fig. 1 dargestellten Schiebehalters 3 eine Ausnehmung 16 auf, in die ein Dorn 17 einsetzbar
ist. Der Dorn 17 kann in Eingriff mit einer Ausnehmung 23 eines plattenförmigen Fassadenelements
1 gebracht werden, wie beispielhaft in der Fig. 10 dargestellt. Der Dorn 17 ist mittig
in der Ausnehmung 16 des Halteteils 13 gehalten, so dass dieser in Eingriff mit einer
weiteren Ausnehmung 16 eines weiteren Fassadenelements 1 bringbar ist. Das Halteteil
13 kommt demnach insbesondere in einer Fuge zwischen zwei Fassadenelementen 1 zum
Liegen.
[0034] Eine weitere (zweite) bevorzugte Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
der Fig. 2 zu entnehmen. Das Tragprofil 2 und die Klemmleiste 9 sind gleich dem Tragprofil
2 und der Klemmleiste 9 der zuvor beschriebenen Ausführungsform ausgebildet. Lediglich
der Schiebehalter 3 ist modifiziert. Der Schiebehalter 3 ist vorliegend einteilig
ausgeführt und weist kein Halteteil 13 auf. Stattdessen bildet der Schiebehalter 3
einen Halteabschnitt 12 aus, der im Querschnitt T-förmig gestaltet ist (siehe Fig.
8) und in Eingriff mit stirnseitig angeordneten Nuten 14 zweier plattenförmiger Fassadenelemente
1 gebracht werden kann, wie beispielhaft in der Fig. 11 dargestellt. Andernends weist
der Schiebehalter 3 ebenfalls einen plattenförmigen Abschnitt 5 auf, der analog dem
plattenförmigen Abschnitt 5 des Schiebehalters 3 der zuvor beschriebenen Ausführungsform
ausgebildet ist, so dass der Schiebehalter 3 in analoger Weise in das Tragprofil 2
"eingeschwenkt" und positioniert werden kann (siehe Fig. 9). Der plattenförmige Abschnitt
5 des Schiebehalters 3 weist hierzu rückseitig eine Profilierung 6 auf, die in Eingriff
mit einer gegengleich ausgebildeten Profilierung 7 des Tragprofils 2 bringbar ist
(siehe Figuren 7a und 7b).
[0035] Die rückseitige Profilierung 6 des plattenförmigen Abschnitts 5 des Schiebehalters
3 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung weist mehrere parallel zur ersten Richtung x
verlaufende Stege 6.1 und Nuten 6.2 auf (siehe Fig. 5b und Fig. 7b). Das heißt, dass
selbst dann, wenn die Profilierung 6 in Eingriff mit der Profilierung 7 des Tragprofils
2 steht, eine Verschiebung des Schiebehalters 3 in der Richtung x möglich ist. Eine
Lagefixierung des Schiebehalters 3 in der Richtung x wird erst mit Einsetzen bzw.
Einschieben der Klemmleiste 9 erreicht.
[0036] Wie beispielhaft in der Fig. 5d dargestellt bildet die rückseitige Profilierung 6
des plattenförmigen Abschnitts 5 des Schiebehalters 3 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
im Querschnitt Zähne 8 aus, die unterschiedlich stark geneigte Zahnflanken 8.1, 8.2
aufweisen. Die Zahnflanke 8.1 ist im Wesentlichen senkrecht zum plattenförmigen Abschnitt
5 des Schiebehalters 3 geführt, während die Zahnflanke 8.2 zur Basis hin schräg abfällt.
Die im Wesentlichen senkrecht geführte Zahnflanke 8.1 optimiert den Formschluss mit
der gegengleich ausgebildeten Profilierung 7 des Tragprofils 2, da die Zähne 8 optimal
gegeneinander abgestützt sind. Die schräg verlaufende Zahnflanke 8.2 verbreitert die
Basis des Zahns 8 und führt somit zu einer erhöhten mechanischen Stabilität. Mit Hilfe
der Vorrichtung können somit auch besonders schwere plattenförmige Fassadenelemente
1, wie beispielsweise Platten aus Keramik, Naturstein oder Kunststein an einen bauseitigen
Untergrund bzw. an einer Unterkonstruktion befestigt werden.
[0037] Eine weitere (dritte) bevorzugte Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
der Fig. 12 zu entnehmen. Das Tragprofil 2, der Schiebehalter 3 und die Klemmleiste
9 sind identisch zur Ausführungsform der Fig. 1 ausgeführt. Insofern kann auf die
Beschreibung zur Fig. 1 verwiesen werden. Die Vorrichtung der Fig. 12 umfasst ferner
ein Halteteil 13, das in eine Gewindebohrung 15 des Schiebehalters 3 eingeschraubt
ist. Die Längsachse A der Gewindebohrung 15 definiert auch hier eine dritte Richtung
z, die sich senkrecht zur Ebene eines bauseitigen Untergrunds (nicht dargestellt)
erstreckt. Analog der Vorrichtung der Fig. 1 ermöglicht demnach auch die Vorrichtung
der Fig. 12 eine Justierung in alle drei Raumrichtungen, das heißt in die Richtungen
x, y und z. Zur Justierung in die Raumrichtungen x und y wird der Schiebehalter 3
bewegt. Zur Justierung in der Raumrichtung z wird die Einschraubtiefe des Halteteils
13 in der Gewindebohrung 15 verändert.
[0038] Das in der Fig. 12 dargestellte Halteteil 13 weist zwei Aufnahmeabschnitte 24 auf,
die jeweils U-förmig gestaltet sind, so dass sie jeweils ein Fassadenelement 1 entsprechender
Breite randseitig umgreifen. Auf diese Weise wird ein Formschluss bewirkt, der die
Fassadenelemente 1 sicher hält. Zugleich kann ein Schenkel 25, der gegenüber dem jeweiligen
Fassadenelement 1 vorspringt zur Gestaltung der Fassade genutzt werden (siehe Fig.
13).
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Fassadenelement
- 2
- Tragprofil
- 3
- Schiebehalter
- 4
- Führung
- 5
- Abschnitt
- 6
- Profilierung
6.1 Steg
6.2 Nut
- 7
- Profilierung
- 8
- Zahn
8.1 Zahnflanke
8.2 Zahnflanke
- 9
- Klemmleiste
- 10
- Profilabschnitt
- 11
- Führung
- 12
- Halteabschnitt
- 13
- Halteteil
- 14
- Nut
- 15
- Gewindebohrung
- 16
- Ausnehmung
- 17
- Dorn
- 18
- Feder
- 19
- Nut
- 20
- Schenkel
- 21
- Flansch
- 22
- Stützwand
- 23
- Ausnehmung
- 24
- Aufnahmeabschnitt
- 25
- Schenkel
1. Vorrichtung zum Anbringen plattenförmiger Fassadenelemente (1) an einem bauseitigen
Untergrund oder an einer an einem bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion,
umfassend ein Tragprofil (2) und einen Schiebehalter (3), wobei der Schiebehalter
(3) einen in eine Führung (4) des Tragprofils (2) einsetzbaren plattenförmigen Abschnitt
(5) aufweist, so dass der Schiebehalter (3) gegenüber dem Tragprofil (2) in einer
ersten Richtung (x) verschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der plattenförmige Abschnitt (5) des Schiebehalters (3) rückseitig eine Profilierung
(6) aufweist, die aus mehreren parallel zur ersten Richtung (x) verlaufenden Stegen
(6.1) und/oder Nuten (6.2) besteht und in Eingriff mit einer gegengleich ausgebildeten
Profilierung (7) des Tragprofils (2) bringbar ist, so dass der Schiebehalter (3) in
einer senkrecht zur ersten Richtung (x) verlaufenden zweiten Richtung (y) versetzbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung (6, 7) des Schiebehalters (3) und/oder des Tragprofils (2) im Querschnitt
eine Mehrzahl von Zähnen (8) ausbildet, die vorzugsweise asymmetrisch geformt sind,
insbesondere unterschiedlich stark geneigte Zahnflanken (8.1, 8.2) aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Klemmleiste (9) umfasst, die zumindest abschnittsweise in die
Führung (4) des Tragprofils (2) einsetzbar ist, so dass der Schiebehalter (3) kraft-
und formschlüssig in der Führung (4) gehalten ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmleiste (9) mit dem Tragprofil (2), vorzugsweise mit einem die Führung (4)
begrenzenden Profilabschnitt (10) des Tragprofils (2), kraft- und/oder formschlüssig
verbindbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmleiste (9) im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig ausgebildet ist, so dass
die Klemmleiste (9) nach dem Einsetzen, insbesondere Einschieben, in die Führung (4)
des Tragprofils (2) den die Führung (4) begrenzenden Profilabschnitt (10) des Tragprofils
(2) umgreift.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Tragprofil (2) eine parallel zur Führung (4) verlaufende weitere Führung (11)
für den Schiebehalter (3) ausbildet, so dass das Tragprofil (2) bei eingesetztem Schiebehalter
(3) den plattenförmigen Abschnitt (5) des Schiebehalters (3) an zwei sich gegenüberliegenden
Seiten umgreift.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schiebehalter (3) zur Halterung der plattenförmigen Fassadenelemente (1) einen
Halteabschnitt (12) ausbildet oder ein Halteteil (13) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (12) des Schiebehalters (3) im Querschnitt T-förmig ausgebildet
ist und in Eingriff mit stirnseitigen Nuten (14) der plattenförmigen Fassadenelemente
(1) bringbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (13) ein separates Teil ist, das in eine Gewindebohrung (15) des Schiebehalters
(3) eingeschraubt ist, wobei die Längsachse (A) der Gewindebohrung (15) sich in einer
senkrecht zur ersten Richtung (x) und senkrecht zur zweiten Richtung (y) verlaufenden
dritten Richtung (z) erstreckt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (13) eine Ausnehmung (16) aufweist, in die ein Dorn (17) eingesetzt,
vorzugsweise eingeschraubt oder eingepresst, ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (13) mindestens einen Aufhahmeabschnitt (24) zur Aufnahme eines Fassadenelements
(1) aufweist, wobei vorzugsweise der Aufhahmeabschnitt (24) L- oder U-förmig gestaltet
ist und/oder das Fassadenelement (1) randseitig umgreift.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schiebehalter (3) im Querschnitt spiegelsymmetrisch ausgeführt ist und der plattenförmige
Abschnitt (5) rückseitig an zwei sich gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Profilierung
(6) aufweist, so dass die Orientierung des Schiebehalters (3) beim Einsetzen in das
Tragprofil (2) unbeachtlich ist.
13. Fassade mit vorgehängten hinterlüfteten plattenförmigen Fassadenelementen (1), die
mit Hilfe einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche an einem bauseitigen
Untergrund oder an einer an einem bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion
angebracht sind.
14. Fassade nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das Tragprofil (2) in der Weise ausgerichtet ist, dass die erste Richtung (x) horizontal,
die zweite Richtung (y) vertikal und die dritte Richtung (z) senkrecht zur Ebene des
bauseitigen Untergrunds verlaufen.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vorrichtung zum Anbringen plattenförmiger Fassadenelemente (1) an einem bauseitigen
Untergrund oder an einer an einem bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion,
umfassend ein Tragprofil (2) und einen Schiebehalter (3), wobei der Schiebehalter
(3) einen in eine Führung (4) des Tragprofils (2) einsetzbaren plattenförmigen Abschnitt
(5) aufweist, so dass der Schiebehalter (3) gegenüber dem Tragprofil (2) in einer
ersten Richtung (x) verschiebbar ist, und wobei der plattenförmige Abschnitt (5) des
Schiebehalters (3) rückseitig eine Profilierung (6) aufweist, die aus mehreren parallel
zur ersten Richtung (x) verlaufenden Stegen (6.1) und/oder Nuten (6.2) besteht und
in Eingriff mit einer gegengleich ausgebildeten Profilierung (7) des Tragprofils (2)
bringbar ist, so dass der Schiebehalter (3) in einer senkrecht zur ersten Richtung
(x) verlaufenden zweiten Richtung (y) versetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Klemmleiste (9) umfasst, die zumindest abschnittsweise in die
Führung (4) des Tragprofils (2) einsetzbar ist, so dass der Schiebehalter (3) kraft-
und formschlüssig in der Führung (4) gehalten ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung (6, 7) des Schiebehalters (3) und/oder des Tragprofils (2) im Querschnitt
eine Mehrzahl von Zähnen (8) ausbildet, die vorzugsweise asymmetrisch geformt sind,
insbesondere unterschiedlich stark geneigte Zahnflanken (8.1, 8.2) aufweisen.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmleiste (9) mit dem Tragprofil (2), vorzugsweise mit einem die Führung (4)
begrenzenden Profilabschnitt (10) des Tragprofils (2), kraft- und/oder formschlüssig
verbindbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmleiste (9) im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig ausgebildet ist, so dass
die Klemmleiste (9) nach dem Einsetzen, insbesondere Einschieben, in die Führung (4)
des Tragprofils (2) den die Führung (4) begrenzenden Profilabschnitt (10) des Tragprofils
(2) umgreift.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Tragprofil (2) eine parallel zur Führung (4) verlaufende weitere Führung (11)
für den Schiebehalter (3) ausbildet, so dass das Tragprofil (2) bei eingesetztem Schiebehalter
(3) den plattenförmigen Abschnitt (5) des Schiebehalters (3) an zwei sich gegenüberliegenden
Seiten umgreift.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schiebehalter (3) zur Halterung der plattenförmigen Fassadenelemente (1) einen
Halteabschnitt (12) ausbildet oder ein Halteteil (13) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (12) des Schiebehalters (3) im Querschnitt T-förmig ausgebildet
ist und in Eingriff mit stirnseitigen Nuten (14) der plattenförmigen Fassadenelemente
(1) bringbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (13) ein separates Teil ist, das in eine Gewindebohrung (15) des Schiebehalters
(3) eingeschraubt ist, wobei die Längsachse (A) der Gewindebohrung (15) sich in einer
senkrecht zur ersten Richtung (x) und senkrecht zur zweiten Richtung (y) verlaufenden
dritten Richtung (z) erstreckt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (13) eine Ausnehmung (16) aufweist, in die ein Dorn (17) eingesetzt,
vorzugsweise eingeschraubt oder eingepresst, ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (13) mindestens einen Aufnahmeabschnitt (24) zur Aufnahme eines Fassadenelements
(1) aufweist, wobei vorzugsweise der Aufnahmeabschnitt (24) L- oder U-förmig gestaltet
ist und/oder das Fassadenelement (1) randseitig umgreift.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schiebehalter (3) im Querschnitt spiegelsymmetrisch ausgeführt ist und der plattenförmige
Abschnitt (5) rückseitig an zwei sich gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Profilierung
(6) aufweist, so dass die Orientierung des Schiebehalters (3) beim Einsetzen in das
Tragprofil (2) unbeachtlich ist.
12. Fassade mit vorgehängten hinterlüfteten plattenförmigen Fassadenelementen (1), die
mit Hilfe einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche an einem bauseitigen
Untergrund oder an einer an einem bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion
angebracht sind.
13. Fassade nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Tragprofil (2) in der Weise ausgerichtet ist, dass die erste Richtung (x) horizontal,
die zweite Richtung (y) vertikal und die dritte Richtung (z) senkrecht zur Ebene des
bauseitigen Untergrunds verlaufen.