| (19) |
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(11) |
EP 2 946 041 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.03.2021 Patentblatt 2021/09 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.01.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/000013 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/111240 (24.07.2014 Gazette 2014/30) |
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| (54) |
SANITÄRARMATUR
SANITARY FITTING
ROBINET SANITAIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
18.01.2013 DE 102013000773
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.11.2015 Patentblatt 2015/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Grohe AG |
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58675 Hemer (DE) |
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Erfinder: |
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- GNAUERT, Werner
58640 Iserlohn (DE)
- WOESTHOFF, Wulf
58675 Hemer (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 472 150 WO-A1-94/20784 DE-A1-102008 006 255
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EP-A1- 2 672 027 WO-A1-2009/035319
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Sanitärarmatur zur Temperatur- und/oder Mengeneinstellung
von Mischwasser und zur Mengeneinstellung von Heißwassser.
[0002] In einer Sanitärarmatur kann zur Temperatur- und/oder Mengeneinstellung von Mischwasser
eine Mischbatterie, insbesondere eine Einhebel-Mischbatterie, eingebaut sein, mit
deren Betätigungshebel die Temperatur und/oder die Menge des Mischwassers einstellbar
ist. Hierzu ist die Mischbatterie eingangsseitig mit einer an das Wasserversorgungsnetz
angeschlossenen Kaltwasserleitung sowie einer Warmwasserleitung verbunden. Ausgangsseitig
ist die Mischbatterie über eine Mischwasserleitung zum Wasserauslauf der Sanitärarmatur
geführt.
[0003] Zur Erhöhung der Funktionalität kann eine gattungsgemäße Sanitärarmatur zusätzlich
zum Mischwasser kochend heißes Wasser bereitstellen, das von einem Boiler über eine
separate Heißwasser-Leitung zum Wasserauslauf der Sanitärarmatur geführt ist. Zur
Mengeneinstellung des Heißwassers weist die Sanitärarmatur ein manuell bedienbares,
zweites Betätigungselement auf, etwa einen an der Sanitärarmatur drehgelagerten Bedienknebel.
Dieser ist vom Nutzer in eine Heißwasser-Position drehbetätigbar, um den Strömungsweg
des Heißwassers zum Wasserauslauf der Sanitärarmatur freizugeben. Hierzu ist in der
Sanitärarmatur ein Sperrventil eingebaut, das mit dem zweiten Betätigungselement mechanisch
geöffnet und/oder geschlossen werden kann.
[0004] Zur weiteren Steigerung der Funktionalität kann über die Sanitärarmatur Wasser abgezapft
werden, das in einer Kühler-, Karbonator- und/oder Filtereinheit vorbehandelt worden
ist.
[0006] Aus der
EP 2 672 027 A1, die jedoch nach dem Prioritätstag der vorliegenden Anmeldung veröffentlicht wurde,
ist ebenfalls eine solche Sanitärarmatur bekannt.
[0007] Die oben erwähnten Zusatzfunktionen der Sanitärarmatur sind mit einem erhöhten Bauraumaufwand
in der Sanitärarmatur verbunden. Die Sanitärarmatur ist daher entsprechend groß zu
dimensionieren, was einer gegebenenfalls kompakteren Gestaltung der Sanitärarmatur
entgegensteht.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Sanitärarmatur bereitzustellen, bei
der die Sanitärarmatur trotz erhöhter Funktionalität kompakt gestaltet ist.
[0009] Die Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen offenbart.
[0010] Die Erfindung beruht auf dem Sachverhalt, dass die Bereitstellung von Heißwasser
und/oder die Bereitstellung von Mischwasser mechanisch durch eine Mischbatterie und/oder
einem Heißwasser-Sperrventil erfolgt, die manuell vom Nutzer bedienbar sind sowie
unmittelbar in der Sanitärarmatur eingebaut sind. Die Sanitärarmatur muss daher einen
entsprechend groß bemessenen Bauraum für die Mischbatterie und für das Sperrventil
vorsehen. Vor diesem Hintergrund erfolgt erfindungsgemäß die Mengeneinstellung von
Heißwasser nicht mehr über ein manuell bedienbares Sperrventil, sondern vielmehr durch
ein Ventilelement, insbesondere ein Magnetventil, das vom zweiten Betätigungselement
elektrisch ansteuerbar ist.
[0011] Dabei ist dem zweiten Betätigungselement ein Sensorelement zugeordnet, das zum Beispiel
die Position des Betätigungselementes elektrisch erfassen kann. Das Sensorelement
ist über eine Signalleitung mit dem Heißwasser-Ventilelement signaltechnisch verbunden.
Bei einer Stellbewegung des zweiten Betätigungselementes generiert das Sensorelement
ein Stellsignal, mit dem das Heißwasser-Ventilelement ansteuerbar ist. Das zweite
Betätigungselement kann zwischen einer Ruheposition, in der das Heißwasser-Ventilelement
geschlossen ist, und einer Heißwasser-Position gedreht werden. In der Heißwasser-Position
ist das Heißwasser-Ventilelement geöffnet.
[0012] Zur Vermeidung von Fehlbedienungen sowie zum Schutz vor Verletzungen sind zusätzliche
Sicherheitsmaßnahmen, die eine unbeabsichtigte Betätigung des Heißwasser-Ventilelementes
vermeiden, von Vorteil. Dazu wird das zweite Betätigungselement unter Aufbau einer
Rückstellkraft von der Ruheposition in die Heißwasser-Position manuell gedreht. Beim
Loslassen wird daher das zweite Betätigungselement selbsttätig wieder in seine Ruheposition
zurückgestellt.
[0013] Das zweite Betätigungselement ist nach wie vor an der Sanitärarmatur angeordnet,
wohingegen das elektrisch ansteuerbare Heißwasser-Ventilelernerit gegebenenfalls davon
beabstandet, das heißt zum Beispiel auch außerhalb der Sanitärarmatur angeordnet sein
kann. Beispielhaft kann das Ventilelement in der Strömungsrichtung stromauf der Sanitärarmatur
in einer Heißwasser-Leitung angeordnet sein.
[0014] Alternativ und/oder zusätzlich dazu kann dem zweiten Betätigungselement ein Sicherungselement
zugeordnet sein, etwa ein im zweiten Betätigungselement verstellbar angeordneter Schieber.
Bevorzugt kann die Stellbewegung des zweiten Betätigungselementes erst nach erfolgter
Betätigung des Sicherungselementes freigegeben werden.
[0015] Als weitere Sicherungsmaßnahme kann dem Heißwasser-Ventilelement ein Zeitglied zugeordnet
sein. Mit Hilfe des Zeitgliedes kann nach Ablauf einer zum Beispiel werksseitig oder
benutzerseitig vorgebbaren Zeitdauer das vom zweiten Betätigungselement geöffnete
Heißwasser-Ventilelement selbsttätig wieder geschlossen werden. Nach Ablauf dieser
Zeitdauer wird daher die Heißwasser-Leitung unterbrochen, und zwar auch dann, wenn
das zweite Betätigungselement noch in seiner Heißwasser-Position ist.
[0016] Zur weiteren Steigerung der Funktionalität kann der Sanitärarmatur eine Kühler-,
Karbonator- und/oder Filtereinheit zugeordnet sein. Diese Einheit kann über eine separate
Zuleitung in Strömungsverbindung mit der Sanitärarmatur sein. Damit das von der Einheit
durch Filtrierung, Karbonisierung und/oder Kühlung vorbehandelte Wasser abgezapft
werden kann, ist bevorzugt das zweite Betätigungselement zu bedienen. Das zweite Betätigungselement
kann über entsprechende Signalleitungen die Einheit bevorzugt elektronisch ansteuern.
Auf diese Weise kann das zweite Betätigungselement in Doppelfunktion sowohl eine Heißwasser-Mengeneinstellung
als auch die Einstellung des vorbehandelten Wassers ausführen.
[0017] Vor diesem Hintergrund ist das zweite Betätigungselement nicht nur zwischen der Ruheposition
und der Heißwasser-Position, sondern zusätzlich auch in zumindest eine weitere Stellposition
verstellbar. Das zweite Betätigungselement kann in dieser Stellposition den Strömungsweg
von der oben erwähnten Behandlungseinheit bis zum Wasserauslauf der Sanitärarmatur
freigeben. Bevorzugt ist in einer ersten Stellposition des zweiten Betätigungselements
speziell gekühltes sowie gefiltertes Wasser bereitstellbar, während in seinen weiteren
Stellpositionen das gekühlte Wasser zusätzlich mit jeweils unterschiedlichem Kohlensäuregehalt
abgezapft werden kann.
[0018] Aus Sicherheitsgründen ist es von großer Bedeutung, ein unbeabsichtigtes Abzapfen
von Heißwasser zu vermeiden. Von daher ist es von Vorteil, wenn die Stellbewegung
des zweiten Betätigungselementes von der Ruheposition in die Heißwasser-Position und
dessen Stellbewegung von der Ruheposition in die zumindest eine weitere Stellposition
zueinander gegenläufig gestaltet sind. Das zweite Betätigungselement ist ein an der
Sanitärarmatur drehgelagerter Bedienknebel, der in zueinander gegenläufigen Drehrichtungen
jeweils in die Heißwasser-Position oder in die weitere Stellposition verdrehbar ist.
Die oben erwähnten Sicherungsmaßnahmen gelten dabei bevorzugt lediglich für eine Stellbewegung
des zweiten Betätigungselementes in die Heißwasser-Position, nicht jedoch für eine
gegenläufige Stellbewegung in die weitere Stellposition.
[0019] Wie oben erwähnt, ist das Heißwasser-Ventilelement nicht mechanisch einstellbar,
sondern elektrisch ansteuerbar. Im Unterschied dazu kann die Temperatur- und/oder
Mengeneinstellung des Mischwasser mechanisch über eine Mischbatterie, insbesondere
eine Einhebel-Mischbatterie erfolgen, die in die Sanitärarmatur eingesetzt ist. In
diesem Fall dient der Hebel der Mischbatterie als oben erwähntes erstes Betätigungselement
und der vorgenannte Bedienknebel als zweites Betätigungselement. Die Mischbatterie
kann bevorzugt eingangsseitig mit einer am Versorgungsnetz angeschlossenen Kaltwasserleitung
sowie einer Warmwasserleitung verbunden sein. Ausgangsseitig kann die Mischbatterie
mit einer zum Wasserauslauf der Sanitärarmatur geführten Mischwasserleitung verbunden
sein.
[0020] Bevorzugt ist eingangsseitig am Wasserauslauf der Sanitärarmatur ein Anschlussstück
vorgesehen, das eine erste Anschlussöffnung für die Heißwasser-Leitung, eine zweite
Anschlussöffnung für die Mischwasser-Leitung und/oder eine dritte Anschlussöffnung
für die Zuleitung von der Kühler-, Karbonator- und/oder Filtereinheit aufweist.
[0021] Die Erfindung und ihre vorteilhaften Aus- und Weiterbildungen sowie deren Vorteile
sind nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
[0022]
- Fig.1
- in einer perspektivischen Teilschnittsdarstellung eine Sanitärarmatur mit zusätzlich
angedeuteten Blockdiagramm, das die Wasser-Strömungswege zur Sanitärarmatur andeutet;
- Fig. 2
- in einer perspektivischen Darstellung sowie in Alleinstellung ein Anschlussstück der
Sanitärarmatur; sowie
- Fig. 3 und 4
- jeweils Prinzipdarstellungen, anhand derer die Stellbewegungen des zweiten Betätigungselementes
angedeutet sind.
[0023] In der Fig. 1 ist in perspektivischer Darstellung eine Sanitärarmatur mit einem Armaturenkörper
1 sowie einem Wasserauslauf 3 dargestellt. Das kreuzförmige Armaturengehäuse 1 der
Sanitärarmatur ist in einer Einbaulage auf eine Montageöffnung einer nicht gezeigten
Küchenarbeitsplatte aufgesetzt, durch die später beschriebene Wasserleitungen bis
zum Wasserauslauf 3 der Sanitärarmatur geführt sind. Das Armaturengehäuse 1 weist
in der Fig. 1, rechte Seite, einen Montagestutzen 7 auf, in dem eine Einhebel-Mischbatterie
9 eingesetzt ist. Die Mischbatterie 9 ist, in Strömungsrichtung betrachtet, eingangsseitig
mit einer Kaltwasserleitung 11 und mit einer Warmwasserleitung 13 verbunden, die zu
einem nicht dargestellten Wasserversorgungsnetz geführt sind. Ausgangsseitig ist die
Mischbatterie 9 an einer Mischwasserleitung 15 angeschlossen, mit der das Mischwasser
zum Wasserauslauf 3 geführt wird. Die Temperatur- und/oder Mengeneinstellung des Mischwassers
erfolgt in an sich bekannter Weise durch entsprechende Dreh- und/oder Kippbewegungen
des Betätigungshebels 17 der Mischbatterie 9. Horizontal gegenüberliegend zur Mischbatterie
9 ist ein weiterer Montagestutzen 25 vorgesehen, in dem als zweites Betätigungselement
ein Bedienknebel 21 drehgelagert ist.
[0024] Die an die Mischbatterie 9 angeschlossene Mischwasserleitung 15, ist in Steckverbindung
mit einer, in einem Anschlussstück 23 vorgesehenen ersten Ausschussöffnung 27. Das
Anschlussstück 23 ist in der Fig. 1 in einem vertikal nach oben offenen Montagestutzen
19 des Armaturenkörpers 1 angedeutet, und zwar an der Eingangsseite des Wasserauslaufes
3.
[0025] Zudem ist separat von der Mischwasserleitung 15 eine Heißwasser-Leitung 29 vorgesehen.
Die Heißwasser-Leitung 29 ist in einer zweiten Anschlussöffnung 31 des Anschlussstückes
23 eingesteckt und bis zu einem unterhalb der Küchenarbeitsplatte vorgesehenen Boiler
33 geführt. Zusätzlich zum Boiler 33 ist eine Kühler-, Karbonator- und/oder Filtereinheit
34 vorgesehen, in der Frischwasser gefiltert, gekühlt und/oder mit Kohlensäure versetzt
werden kann. Die Einheit 34 ist über eine Zuleitung 35 strömungstechnisch mit der
Sanitärarmatur verbunden und mit seinem oberen Ende in Steckverbindung mit einer dritten
Anschlussöffnung 37 des Anschlussstückes 23.
[0026] Wie aus der Fig. 1 weiter hervorgeht, ist im Montagestutzen 25 ein Sensorelement
39 zur Drehwinkelerfassung des Bedienknebels 21 vorgesehen. Das Sensorelement 39 ist
über eine Signalleitung 41 in Signalverbindung mit einem Elektromagnetventil 43. Das
Elektromagnetventil 43 ist außerhalb der Sanitärarmatur, das heißt in der Strömungsrichtung
mit Abstand vor der Sanitärarmatur angeordnet.
[0027] Zudem ist dem Elektromagnetventil 43 ein Zeitglied 45 signaltechnisch vorgeschaltet.
Mit Hilfe des Zeitgliedes 45 kann nach Ablauf einer zum Beispiel werksseitig oder
benutzerseitig vorgebbaren Zeitdauer Δt das mit dem Bedienknebel 21 geöffnete Elektromagnetventil
43 selbsttätig wieder geschlossen werden. Nach Ablauf dieser Zeitdauer Δt wird die
Heißwasser-Leitung 29 geschlossen, und zwar auch dann, wenn der Bedienknebel 21 noch
in seiner Heißwasser-Position H ist.
[0028] Die Spannungsversorgung der oben genannten elektrischen Komponenten kann beispielhaft
durch die Einheit 34 erfolgen. Das Sensorelement 39 ist über eine weitere Signalleitung
47 an der Einheit 34 angeschlossen. Die beiden Signalleitungen 41, 47 verlaufen in
der Fig. 1 aus Gründen der Übersichtlichkeit außerhalb der Sanitärarmatur. In der
tatsächlichen Einbausituation sind die Signalleitungen 41, 47 dagegen innerhalb der
Sanitärarmatur verlegt.
[0029] Wie in der Fig.3 gezeigt ist, kann der Bedienknebel 217 in einer ersten Stellbewegung
S
1 im Uhrzeigersinn von seiner Ruhelage R in eine Heißwasser-Position H verstellt werden.
Aus Sicherheitsgründen ist im Bedienknebel 21 ein Schieber 36 gelagert. Für eine Freigabe
der obigen Stellbewegung S
1 des Bedienknebels 21 muss zunächst der Schieber 36 betätigt werden. Die Stellbewegung
S
1 erfolgt unter Aufbau einer Rückstellkraft F
R, etwa mit Hilfe einer nicht dargestellten Feder. Dadurch ist gewährleistet, dass
der Bedienknebel 217 beim Loslassen selbsttätig in seine Ruheposition R zurückgestellt
wird.
[0030] Durch die in der Fig. 3 angedeutete Stellbewegung S
1 des Bedienknebels 21 in seine Heißwasser-Position H generiert das Sensorelement 39
ein Signal S, mit dem das Magnetventil 43 aufgesteuert wird. Gleichzeitig wird mit
dem Generieren des Signales S das Zeitglied 45 aktiviert. Das Zeitglied 45 schließt
nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitdauer Δt das Magnetventil. Dies erfolgt auch für
den Fall, dass sich der Bedienknebel 217 noch in seiner Heißwasser-Position befindet.
[0031] In einer zur ersten Stellbewegung S
1 gegenläufigen Stellbewegung S
2 entgegen dem Uhrzeigersinn kann der Bedienknebel 217 in weitere Stellposition I bis
IV verbracht werden, wie es in der Fig. 4 angedeutet ist. In der Stellposition I kann
beispielhaft gekühltes sowie gefiltertes Wasser von der Einheit 34 über die Sanitärarmatur
abgezapft werden. In den weiteren Stellposition II bis IV kann dagegen gefiltertes/gekühltes
Wasser mit jeweils unterschiedlichem Kohlensäuregehalt abgezapft werden.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Armaturengehäuse
- 3
- Wasserauslauf
- 5
- Küchenarbeitsplatte
- 7
- Montagestutzen
- 9
- Einhebel-Mischbatterie
- 11
- Kaltwasserleitung
- 13
- Warmwasserleitung
- 15
- Mischwasserleitung
- 17
- Betätigungshebel
- 19
- Montagestutzen
- 21
- Bedienknebel
- 23
- Anschlussstück
- 25
- Montagestutzen
- 27
- erste Anschlussöffnung
- 29
- Heißwasserleitung
- 31
- zweite Anschlussöffnung
- 33
- Boiler
- 34
- Kühler-, Karbonator- und/oder Filtereinheit
- 35
- Zuleitung
- 36
- Sicherungselement
- 37
- dritte Anschlussöffnung
- 39
- Sensorelement
- 41
- Signalleitung
- 43
- Magnetventil
- 45
- Zeitglied
- 47
- Signalleitung
- H
- Heißwasser-Position
- R
- Ruheposition
- I - IV
- weitere Stellpositionen
- S1
- erste Stellbewegung
- S2
- zweite Stellbewegung
- S
- Stellsignal
- FR
- Rückstellkraft
1. Sanitärarmatur, mit zumindest einem ersten Betätigungselement (17), insbesondere zur
Temperatur- und/oder Mengeneinstellung von Mischwasser, und mit zumindest einem zweiten
Betätigungselement (21) zur Mengeneinstellung von Heißwasser, wobei zur Mengeneinstellung
von Heißwasser im Heißwasser-Strömungsweg ein Ventilelement (43), insbesondere ein
Magnetventil, angeordnet ist, das vom zweiten Betätigungselement (21) elektrisch ansteuerbar
ist, und dem zweiten Betätigungselement (21) ein Sensorelement (39) zugeordnet ist,
das über eine Signalleitung (41) mit dem Heißwasser-Ventilelement (43) verbunden ist,
wobei weiter bei Betätigung des zweiten Betätigungselements (21) das Sensorelement
(39) ein Stellsignal (S) zur Ansteuerung des Heißwasser-Ventilelements (43) erzeugt,
und wobei das zweite Betätigungselement (21) zwischen einer Ruheposition (R), in der
das Heißwasser-Ventilelement (43) geschlossen ist, und einer Heißwasser-Position (H)
drehbar ist, in der das Heißwasser-Ventilelement (43) geöffnet ist, und wobei das
zweite Betätigungselement (21) in einer Stellbewegung (S1) unter Aufbau einer Rückstellkraft (FR) von der Ruheposition (R) in die Heißwasser-Position (H) drehbar ist, so dass das
zweite Betätigungselement (21) bei einem Loslassen selbsttätig in die Ruheposition
(R) rückstellbar ist.
2. Sanitärarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (43) in der Strömungsrichtung stromauf und/oder außerhalb der Sanitärarmatur
in einer Heißwasser-Leitung (29) angeordnet ist.
3. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Heißwasser-Ventilelement (43) ein Zeitglied (45) zugeordnet ist, mit dem nach
Ablauf einer vorgegebenen Zeitdauer (Δt) das vom zweiten Betätigungselement (21) geöffnete
Heißwasser-Ventilelement (43) selbsttätig schließt.
4. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem zweiten Betätigungselement (21) ein Sicherungselement (36) zugeordnet ist, etwa
ein im zweiten Betätigungselement (21) verstellbar angeordneten Schieber, der zur
Freigabe der Stellbewegung (S1) des zweiten Betätigungselements (21) betätig bar ist.
5. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühler-, Karbonator- und/oder Filtereinheit (34) vorgesehen ist, die über eine
Zuleitung (35) in Strömungsverbindung mit der Sanitärarmatur ist, und dass zur Einstellung
des von der Einheit (34) zugeführten Wassers die Einheit (34) vom zweiten Betätigungselement
(21) insbesondere elektrisch ansteuerbar ist.
6. Sanitärarmatur nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Betätigungselement (21) in zumindest eine weitere Stellposition (I, II,
III, IV) verstellbar ist, mit der der Strömungsweg von der Einheit (34) bis zum Auslauf
(3) der Sanitärarmatur freigebbar ist.
7. Sanitärarmatur nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellbewegung (S1) des zweiten Betätigungselements (21) in die Heißwasser-Position (H) und eine Stellbewegung
(S2) des zweiten Betätigungselements (21) in die weitere Stellposition (I bis IV) zueinander
gegenläufig sind.
8. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Temperatur- und/oder Mengeneinstellung von Mischwasser eine Mischbatterie
(9), insbesondere eine Einhebel-Mischbatterie, vorgesehen ist, die in die Sanitärarmatur
einsetzbar ist, und/oder deren Hebel (17) das erste Betätigungselement ist.
9. Sanitärarmatur nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischbatterie (9) eingangsseitig mit einer Kaltwasserleitung (11) und einer Warmwasserleitung
(13) verbunden sind sowie ausgangsseitig mit einer zum Auslauf (3) der Sanitärarmatur
geführten Mischwasserleitung (15) verbunden ist.
10. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Sanitärarmatur, insbesondere stromauf des Auslaufes (3) der Sanitärarmatur,
ein Anschlussstück (23) vorgesehen ist, das eine erste Anschlussöffnung (27) für die
Heißwasser-Leitung (29), eine zweite Anschlussöffnung (31) für die Mischwasser-Leitung
(15) und/oder eine dritte Anschlussöffnung (37) für die Zuleitung von der Kühler-,
Karbonator- und/oder Filtereinheit (34) aufweist.
1. A sanitary fitting having at least a first actuator element (17), in particular for
adjusting the temperature and/or volume of mixed water, and having at least a second
actuator element (21) for adjusting the volume of hot water, wherein for adjusting
the volume of hot water, a valve element (43), in particular a solenoid valve, is
arranged in the hot water flow path, which valve element can be activated electrically
by the second actuator element (21), and wherein a sensor element (39), which is connected
to the hot water valve element (43) via a signal line (41), is assigned to the second
actuator element (21), wherein the sensor element (39) furthermore generates a control
signal (S) for activating the hot water valve element (43) when the second actuator
element (21) is actuated, and wherein the second actuator element (21) can be turned
to and from a rest position (R), in which the hot water valve element (43) is closed,
and a hot water position (H), in which the hot water valve element (43) is open, and
wherein the second actuator element (21) can be turned from the rest position (R)
to the hot water position (H) in the course of a setting movement (S1), building up a reset force (FR) so that the second actuator element (21), when released, can automatically be reset
to the rest position (R).
2. The sanitary fitting according to Claim 1, characterized in that the valve element (43) is arranged in a hot water line (29) in the flow direction
upstream of and/or outside the sanitary fitting.
3. The sanitary fitting according to any one of the preceding claims, characterized in that a timer (45), with which the hot water valve element (43) that was opened by the
second actuator element (21) closes automatically after a prespecified time period
(Δt) has elapsed, is assigned to the hot water valve element (43).
4. The sanitary fitting according to any one of the preceding claims, characterized in that a safety element (36), for instance a gate valve arranged adjustably in the second
actuator element (21) and capable of being actuated for releasing the setting movement
(S1) of the second actuator element (21), is assigned to the second actuator element
(21).
5. The sanitary fitting according to any one of the preceding claims, characterized in that provision is made of a cooler, carbonator, and/or filter unit (34), which is flow-connected
to the sanitary fitting via a supply line (35), and that for adjusting the water supplied
from the unit (34), the unit (34) can be activated, in particular electrically, by
the second actuator element (21).
6. The sanitary fitting according to Claim 5, characterized in that the second actuator element (21) can be moved into at least one further setting position
(I, II, III, IV), with which the flow path from the unit (34) to the outlet (3) of
the sanitary fitting can be unblocked.
7. The sanitary fitting according to Claim 6, characterized in that the setting movement (S1) of the second actuator element (21) into the hot water position (H) and a setting
movement (S2) of the second actuator element (21) into the further setting position (I to IV)
are counter to one another.
8. The sanitary fitting according to any one of the preceding claims, characterized in that provision is made of a mixer tap (9), in particular a single-lever mixer tap for
adjusting the temperature and/or the volume of mixed water, which can be used in the
sanitary fitting, and/or that the lever (17) thereof is the first actuator element.
9. The sanitary fitting according to Claim 8, characterized in that the mixer tap (9) is connected to a cold water line (11) and a hot water line (13)
on the inlet side and to a mixed water line (15) routed to the outlet (3) of the sanitary
fitting on the outlet side.
10. The sanitary fitting according to any one of the preceding claims, characterized in that provision is made of a connector (23) in the sanitary fitting, in particular upstream
of the outlet (3) of the sanitary fitting, which has a first connection opening (27)
for the hot water line (29), a second connection opening (31) for the mixed water
line (15), and/or a third connection opening (37) for the supply line from the cooler,
carbonator and/or filter unit (34).
1. Robinetterie sanitaire, pourvue d'au moins un premier élément de manœuvre (17), voué
notamment au réglage de la température et/ou des quantités d'eau mitigée et pourvue
d'au moins un deuxième élément de manœuvre (21), voué au réglage des quantités d'eau
chaude, pour le réglage des quantités d'eau chaude, dans la voie de circulation de
l'eau chaude étant placé un élément à vanne (43), notamment une électrovanne qui est
susceptible d'être activée électriquement par le deuxième élément de manœuvre (21)
et au deuxième élément de manœuvre (21) étant associé un élément capteur (39), qui
par l'intermédiaire d'une ligne de signal (41) est connecté avec l'élément à vanne
(43) pour l'eau chaude, par ailleurs, lors de l'actionnement du deuxième élément de
manœuvre (21), l'élément capteur (39) générant un signal de réglage (S), destiné à
activer l'élément à vanne (43) pour l'eau chaude et le deuxième élément de manœuvre
(21) pouvant se tourner entre une position de repos (R), dans laquelle l'élément à
vanne (43) pour l'eau chaude est fermé et une position d'eau chaude (H), dans laquelle
l'élément à vanne (43) pour l'eau chaude est ouvert et le deuxième élément de manœuvre
(21) pouvant se tourner dans un mouvement de réglage (S1), en établissant une force de rappel (FR), de la position de repos (R) dans la position d'eau chaude (H), de sorte que le
deuxième élément de manœuvre (21) soit susceptible d'être rappelé automatiquement
dans la position de repos (R), lorsqu'on le relâche.
2. Robinetterie sanitaire selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément à vanne (43) est placé en amont et/ou à l'extérieur de la robinetterie
sanitaire, dans la direction d'écoulement dans un conduit d'eau chaude (29).
3. Robinetterie sanitaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'à l'élément à vanne (43) pour l'eau chaude est associé un temporisateur (45), à l'aide
duquel, après l'écoulement d'une période (Δt) prédéfinie, l'élément à vanne (43) pour
l'eau chaude ouvert par le deuxième élément de manœuvre (21) se ferme automatiquement.
4. Robinetterie sanitaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au deuxième élément de manœuvre (21) est associé un élément de blocage (36), par exemple
un curseur placé de manière réglable dans le deuxième élément de manœuvre (21), qui
est susceptible d'être manœuvré pour libérer le mouvement de réglage (S1) du deuxième élément de manœuvre (21).
5. Robinetterie sanitaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu une unité de refroidissement, une unité de saturation et/ou une unité
filtrante (34), qui par l'intermédiaire d'un conduit d'arrivée (35) est en liaison
fluidique avec la robinetterie sanitaire et en ce que pour régler l'eau alimentée par l'unité (34), l'unité (34) est susceptible d'être
activée, notamment électriquement par le deuxième élément de manœuvre (21).
6. Robinetterie sanitaire selon la revendication 5, caractérisée en ce que le deuxième élément de manœuvre (21) est réglable dans au moins une position de réglage
(I, II, III, IV) supplémentaire, permettant de libérer la voie d'écoulement de l'unité
(34) jusqu'à la sortie (3) de la robinetterie sanitaire.
7. Robinetterie sanitaire selon la revendication 6, caractérisée en ce que le mouvement de réglage (S1) du deuxième élément de manœuvre (21) dans la position d'eau chaude (H) et un mouvement
de réglage (S2) du deuxième élément de manœuvre (21) dans la position de réglage (I à IV) supplémentaire
sont à contresens.
8. Robinetterie sanitaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que pour le réglage de la température et/ou des quantités d'eau mitigée, il est prévu
un mitigeur (9), notamment un mitigeur à un seul levier qui est insérable dans la
robinetterie sanitaire et/ou dont le levier (17) est le premier élément de manœuvre.
9. Robinetterie sanitaire selon la revendication 8, caractérisée en ce que le mitigeur (9) est relié du côté entrée avec un conduit d'eau froide (11) et un
conduit d'eau chaude (13), ainsi que du côté sortie avec un conduit d'eau mitigée
(15) menant vers la sortie (3) de la robinetterie sanitaire.
10. Robinetterie sanitaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que notamment en amont de la sortie (3) de la robinetterie sanitaire, il est prévu dans
la robinetterie sanitaire un raccord (23), qui comporte un premier orifice de raccordement
(27) pour le conduit d'eau chaude (29), un deuxième orifice de raccordement (31) pour
le conduit d'eau mitigée (15) et/ou un troisième orifice de raccordement (37) pour
le conduit d'arrivée de l'unité de refroidissement, de l'unité de saturation et/ou
de l'unité filtrante (34).
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