(19)
(11) EP 3 207 964 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
03.03.2021  Patentblatt  2021/09

(21) Anmeldenummer: 17153253.4

(22) Anmeldetag:  26.01.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63C 9/08(2012.01)
A63C 9/086(2012.01)
A63C 9/085(2012.01)
A63C 9/10(2012.01)

(54)

VORDERBACKEN MIT SICHERUNGSBÜGEL

FRONT JAW WITH SAFETY STIRRUP

MÂCHOIRE AVANT COMPORTANT UN ETRIER DE SÉCURITÉ


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 19.02.2016 DE 102016102999

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.08.2017  Patentblatt  2017/34

(73) Patentinhaber: MARKER Deutschland GmbH
82377 Penzberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Brandl, Christian
    82467 Garmisch-Partenkirchen (DE)

(74) Vertreter: SSM Sandmair 
Patentanwälte Rechtsanwalt Partnerschaft mbB Joseph-Wild-Straße 20
81829 München
81829 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 687 275
DE-A1- 2 307 427
DE-C1- 4 007 667
US-A- 4 632 419
EP-A2- 0 620 029
DE-B3-102014 111 934
FR-A1- 2 567 409
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Skibindung, bevorzugt eine kombinierte Abfahrts- und Tourenbindung, mit einem Vorderbacken, der zwei Sohlenhalter in Form von Pins umfasst, die den Ski mit einem Skischuh zum Tourengehen schwenkbar verbindet und einem zusätzlichen Sicherungsbügel für die Pistenfahrt, und einem Hinterbacken, der zur Seitenauslösung der Skibindung um eine Achse im Wesentlichen senkrecht zu der Oberfläche des Skis verschwenkbar ist.

    [0002] Skibindungen, die für das Tourengehen und die Pistenfahrt genutzt werden können, sind im Stand der Technik wohl bekannt. Um vom Tourenmodus in den Abfahrtsmodus zu wechseln, wird dabei oft der Hinterbacken oder Fersenhalter relativ zum Vorderbacken oder Zehenhalter verstellt, während der Skischuh an seinem vorderen Ende immer von dem Vorderbacken gehalten wird. Es sind Lösungen bekannt, in denen der Skischuh auf einer Trittplatte steht und diese Platte am in Skilaufrichtung vorderen Ende schwenkbar mit dem Ski verbunden ist. Ein Beispiel zeigt die DE 26 56 635 A1. Bei anderen Bindungen wird der Skischuh zum Beispiel über Sohlenhalter in der Form von Pins am zehenseitigen Ende gehalten und die Pins des Vorderbackens und die Pinaufnahmen im Skischuh bilden gemeinsam die Schwenkachse aus, um die der Skischuh bei Gehen verschwenkt werden kann. Die DE 40 07 667 C1 betrifft eine vordere Sohlenhalteeinrichtung einer Skibindung, in der ein Skischuh für das Tourengehen in seitlichen Lageböcken gehalten ist, die eine Schwenkachse bilden, um die der Skischuh beim Gehen verschwenkt werden kann. Um auch die nötige Sicherheit bei einer Abfahrt zu gewährleiten, umfasst die Sohlenhalteeinrichtung weiterhin einen Strammerhebel, der in einer ersten Position, in der der Skischuh zum Tourengehen in einer vorderen Position auf dem Ski steht, vor der Schwenkachse liegt und die Schwenkbewegung des Skischuhs nicht behindert. Für die Abfahrt muss der Skischuh aus der vorderen Position in eine hintere Position bewegt werden. Jetzt kann der Strammerhebel aus der ersten Position in eine zweite Position geschwenkt und gedrückt werden, in der eine Ende des Strammerhebels auf einer freien Oberseite der Skischuhsohle aufliegt und den Skischuh auf den Ski drückt. Die US 4 632 419 A betrifft einen Vorderbacken für eine kombinierte Touren- und Abfahrtsbindung, bei der ein Skischuh in der Abfahrtsposition durch einen Bügel, der auf eine freie Oberseite der Skischuhsohle drückt und an einem Verschwenken durch nach außen vorstehende Blockierelemente gehindert werden. Wird der Skischuh zum Tourengehen auf dem Ski nach vorne verschoben, werden die Blockierelemente mit bewegt, bis sie in Öffnungen am Vorderbacken nach innen einfahren können. Der Bügel ist nicht länger blockiert und kann jetzt für das Tourengehen zusammen mit dem Skischuh verschwenkt werden. Die DE 23 07 427 A1 betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen eines Stiefels auf einem Ski. Die EP 0 620 029 A2 betrifft eine vordere Sohlenhaltevorrichtung mit einer Basisstruktur, einer Spannvorrichtung, mit der eine Skischuh für eine Tour in der Sohlenhaltevorrichtung gehalten wird, mit einem Spannhebel, einen Sicherungsbügel, der aus einer Ruheposition in eine Sicherungsposition bewegbar ist, in der der Sicherungsbügel den Skischuh für die Abfahrt festhält, wobei der Sicherungsbügel in der Ruheposition unterhalb der Skischuhsohle angeordnet ist.

    [0003] Der Trend im Skifahren geht heute zu den breiteren Gleitbrettern, um auch im Tiefschnee zum Beispiel nach einer Tour sicher und mit großem Spaßfaktor abfahren zu können. Bei dem breiten Ski können durch den Abstand von einer Skilängskante zu der Skibindung größere Seitenkräfte an der Skibindung auftreten, die zu einem ungewollten Lösen der Bindungen insbesondere im Bereich des Vorderbackens führen können. Es besteht daher Bedarf an einer Skibindung für einen Ski für die Pistenfahrt und das Tourengehen, die eine sichere Verbindung Ski zu Skischuh im Tourenmodus und im Abfahrtmodus ermöglicht, unabhängig ob der Ski eine normaler Touren- oder Kombiski oder ein sogenannter Freerider ist.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit der Skibindung nach Anspruch 1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche können den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs vorteilhaft weiterbilden.

    [0005] Ein Aspekt der Erfindung betrifft eine Skibindung, bevorzugt eine kombinierte Abfahrts- und Tourenskibindung, mit einem Vorderbacken und einem Hinterbacken. Der Vorderbacken umfasst eine Basisstruktur, wenigstens zwei Sohlenhalter in Form eines Pins, wobei der Sohlenhalter ein zehenseitiges Ende eines Skischuhs mit einem Ski für das Tourengehen verbindet. Die Spannvorrichtung mit der die wenigstens zwei Pin des Vorderbackens aus einer Ruheposition in eine von oder an einer Skischuhsohle gebildete Pinaufnahme bewegt werden, zum Beispiel dadurch, dass ein Nutzer in die Bindung einsteigt.

    [0006] Die Skibindung umfasst weiterhin einen Sicherungsbügel, der aus einer Ruheposition in eine Sicherungsposition bewegt werden kann, in der der Sicherungsbügel den Skischuh auf dem Ski für eine Pistenfahrt festhält, wobei der Sicherungsbügel in der Ruheposition unterhalb der Skischuhsohle angeordnet und an der Basis oder dem Ski oder einem separaten Bauteil festgelegt ist und unbelastet nicht von selbst in die Sicherungsposition schwenken kann. Der Sicherungsbügel hält den Skischuh auch dann sicher mit dem Ski verbunden, wenn es sich bei dem Ski um einen relativ breiten Ski, einen sogenannten Freerider, handelt, bei dem aufgrund der extremen Breite dem Hebelgesetz folgend besonders hohe Seitenkräfte auf den Vorderbacken und die Pins beim Kurven oder Drehen auf der Piste wirken. Um trotz dieser hohen Kraft eine vorzeitige Querauslösung der Bindung zu verhindern, hat es sich als zweckmäßig erwiesen insbesondere bei kombinierten Abfahrts- und Tourenskibindungen mit einem Vorderbacken mit Pins eine zusätzliche oder alternative Sicherung des Skischuhs auf dem Ski für die Pistenfahrt vorzusehen.

    [0007] Das bedeutet, dass der Sicherungsbügel in der Ruheposition zum Beispiel durch einen Haken, durch ein Federelement oder durch Form- und/oder Kraftschluss mit der Basis oder dem Ski oder einem separaten Bauteil verbunden ist, so dass der Sicherungsbügel vom Nutzer nur von Hand oder mittels eines Werkzeugs, zum Beispiel der Skistockspitze, aus der Verbindung mit der Basis oder dem Ski gelöst und in eine Stellung verschwenkt werden kann, in der der Sicherungsbügel einen vorderen freien Rand einer Skischuhsohle zum Beispiel von oben umgreifen kann, um den Skischuh mit dem Ski für die Pistenfahrt zu verbinden. Der Vorteil ist, dass der Sicherungsbügel sich beim Tourengehen und beim Transport des Skis nicht selbständig, beispielsweise durch die Schwerkraft, aus der Ruheposition lösen kann und somit gegen Beschädigungen beim Transport oder Tourengehen geschützt ist.

    [0008] Bei dem Sicherungsbügel kann es sich um einen einfachen Drahtbügel handeln, der so geformt ist, das der Nutzer die vordere freie Skischuhsohle beim Einsteigen in den Ski unter den Bügel schieben kann, wenn der Bügel aus der Ruheposition gelöst wurde. Der Sicherungsbügel kann mit der Basis, dem Ski oder einem separaten Bauteil, dass mit der Basis oder dem Ski verbunden ist, ein Schwenkgelenk bilden, in dem der Sicherungsbügel aus der Ruheposition in die Einstiegsposition bewegt werden kann. Eine bekannte technische Ausbildung des Schwenkgelenks oder ein Federelement kann dem Sicherungsbügel in der Einstiegsposition halten, um zu verhindern, dass der Sicherungsbügel durch die Schwerkraft zurück in Richtung der Ruheposition fällt, was ein Einsteigen mit dem Skischuh in die Bindung schwierig oder unmöglich machen kann.

    [0009] Der Sicherungsbügel kann einen oder zwei Schwenkarm/e umfassen, der/die in entsprechenden Aufnahmen in der Basis, dem Ski oder dem separaten Bauteil, eingesteckt oder eingeklickt werden können um, das Schwenkgelenk für den Sicherungsbügel zu bilden. Der Sicherungsbügel umfasst weiterhin zwei Seitenabschnitte, die im Wesentlichen senkrecht zu den Schwenkarmen stehen, und, wenn der Sicherungsbügel in der Ruheposition ist, im Wesentlichen parallel zu einer Längsachse des Skis verlaufen und, wenn der Sicherungsbügel in der Sicherungsposition ist, im Wesentlich senkrecht von einer Skioberfläche abstehen. Schließlich umfasst der Sicherungsbügel einen Auflageabschnitt, der die beiden Seitenabschnitte an ihren von den Schwenkarmen wegweisenden Enden verbindet, der in der Sicherungsposition des Sicherungsbügels auf einer freien Oberfläche des vorderen Skischuhsohlenendes aufliegt. Der Auflageabschnitt verläuft im Wesentlichen parallel zu den Schwenkarmen und kann eine Form aufweisen, die der Form eines vorderen Endes eines Skischuhkörpers nachgebildet ist, um den Skischuh respektive dessen vorne vorstehendes Skischuhsohlenende möglichst weit, zum Beispiel bis der Auflageabschnitt des Sicherungsbügels an dem vorderen Ende des Skischuhkörpers anliegt, unter den Sicherungshebel geschoben werden kann.

    [0010] Der Sicherungsbügel ist dabei in Skilaufrichtung hinter dem vorderen Sohlenhalter angebracht, und liegt auch in der Sicherungsposition noch hinter dem vorderen Sohlenhalter. Das heißt, der Skischuh nimmt in der Tourenposition und für die Pistenfahrt unterschiedliche Positionen ein, wobei er bei der Pistenfahrt einen größeren Abstand zu einem vorderen Ende des Skis hat als beim Tourengehen. Dies führt vorteilhafterweise zu einer Verschiebung des Schwerpunkts des Nutzers entlang der Längsachse des Skis, was sich positiv sowohl bei der Pistenfahrt als auch bei Gehen auswirkt.

    [0011] Die Skibindung ist von der Art, bei der der Vorderbacken und der Hinterbacken fest mit dem Ski verbunden sind und zumindest der Hinterbacken oder der Vorderbacken und der Hinterbacken gemeinsam verstellt werden können, um die Bindung an unterschiedliche Schuhgrößen anzupassen. Der Hinterbacken kann auch unabhängig zum Vorderbacken in und gegen die Skilaufrichtung bewegbar sein, um unterschiedliche Position auf dem Ski für die Pistenfahrt und das Gehen einzunehmen.

    [0012] Ist der Skischuh mit dem Ski in dem Vorderbacken über den Sohlenhalter verbundenden, weist das hintere Ende des Skischuhs zum Hinterbacken einen Abstand auf, in dem der Skischuh beim Absetzen auf dem Ski den in einer Position relativ zum Ski festgelegten Hinterbacken nicht aktivieren kann. Das heißt, der Skischuh wird nur am Vorderbacken gehalten und kann mit dem hinteren Ende beim Gehen weg vom Ski nach oben schwenken, ohne den Hinterbacken dabei zu berühren.

    [0013] Wenn der Nutzer mit dem Skischuh dagegen in den aktivierten Sicherungsbügel einsteigt, ist der Skischuh in einer Position auf dem Ski, in der er beim Absetzen auf dem Ski den relativ zum Ski in der Position festgelegten Hinterbacken aktiviert, so dass der Sohlenhalter des Hinterbackens den Skischuh am hinteren Ende für eine Pistenfahrt mit dem Ski verbindet. Das bedeutet, dass zum Wechsel vom Tourenmodus in den Pistenmodus weder der Vorderbacken noch der Hinterbacken relativ zum Ski bewegt werden müssen, was einen schnellen Wechsel zwischen den Modi ermöglicht und sich vorteilhaft auf die Herstellungskosten der Bindung auswirkt.

    [0014] Bei dem Hinterbacken handelt es sich um einen Hinterbacken, der um eine Achse, die im Wesentlichen senkrecht zu der Skioberfläche weist, verschwenkt werden kann, um eine Seitenauslösung der Skibindung zum Beispiel im Falle eines Sturzes zu ermöglichen. Der Hinterbacken kann zur Sicherung des Skischuhs auf dem Ski zum Beispiel ebenfalls wenigstens einen Pin aufweisen oder ein Automat oder ein anderer bekannter Hinterbacken sein.

    [0015] Der Vorderbacken umfasst wenigstens eine Basisstruktur und wenigstens zwei Sohlenhalter in Form von Pins, wobei die Pins ein zehenseitiges Ende eines Skischuhs mit einem Ski beim Tourengehen schwenkbar verbinden.

    [0016] Der Vorderbacken umfasst weiterhin eine Spannvorrichtung mit der die wenigstens zwei Pins aus einer Ruheposition in eine von oder an einer Skischuhsohle gebildete Pinaufnahme bewegbar ist, und einen Sicherungsbügel, der aus einer Ruheposition in eine Sicherungsposition bewegbar ist, in der der Sicherungsbügel den Skischuh auf dem Ski für eine Pistenfahrt festhält. Der Sicherungsbügel ist in einer Ruheposition unterhalb der Skischuhsohle angeordnet, in der Ruheposition an der Basisstruktur, dem Ski oder einem separaten Bauteil festgelegt ist und kann unbelastet nicht von selbst in die Sicherungsposition schwenken.

    [0017] Das bedeutet, dass der Sicherungsbügel in der Ruheposition zum Beispiel durch einen Haken, durch ein Federelement oder durch Form- und/oder Kraftschluss mit der Basis oder dem Ski verbunden ist, so dass der Sicherungsbügel vom Nutzer nur von Hand oder mittels eines Werkzeugs, zum Beispiel der Skistockspitze, aus der Verbindung mit der Basis oder dem Ski gelöst und in eine Stellung verschwenkt werden kann, in der der Sicherungsbügel einen vorderen freien Rand einer Skischuhsohle zum Beispiel von oben umgreifen kann, um den Skischuh mit dem Ski für die Pistenfahrt zu verbinden. Der Vorteil ist, dass der Sicherungsbügel sich beim Tourengehen und beim Transport des Skis nicht selbständig, beispielsweise durch die Schwerkraft oder Schläge beim Gehen, aus der Ruheposition lösen kann und somit gegen Beschädigungen beim Transport oder Tourengehen geschützt ist.

    [0018] Bei dem Sicherungsbügel kann es sich um einen einfachen Drahtbügel handeln, der so geformt ist, das der Nutzer die vordere freie Skischuhsohle beim Einsteigen in den Ski unter den Bügel schieben kann, wenn der Bügel aus der Ruheposition gelöst wurde. Der Sicherungsbügel kann mit der Basis, dem Ski oder einem separaten Bauteil, dass mit der Basis oder dem Ski verbunden ist, ein Schwenkgelenk bilden, in dem der Sicherungsbügel aus der Ruheposition in die Einstiegsposition bewegt werden kann. Eine bekannte technische Ausbildung des Schwenkgelenks oder ein Federelement kann dem Sicherungsbügel in der Einstiegsposition halten, um zu verhindern, dass der Sicherungsbügel durch die Schwerkraft zurück in Richtung der Ruheposition fällt, was ein Einsteigen mit dem Skischuh in die Bindung schwierig oder unmöglich machen kann.

    [0019] Der Sicherungsbügel kann einen oder zwei Schwenkarm/e umfassen, der/die in entsprechenden Öffnungen in der Basis, dem Ski oder dem separaten Bauteil, in die eingesteckt oder eingeklickt werden können um, das Schwenkgelenk für den Sicherungsbügel zu bilden. Der Sicherungsbügel umfass weiterhin zwei Seitenabschnitte, die im Wesentlichen senkrecht zu den Schwenkarmen stehen und beim Sicherungsbügel in der Ruheposition im Wesentlichen parallel zu einer Längsachse des Skis verlaufen und in der Sicherungsposition im Wesentlich senkrecht von einer Skioberfläche abstehen. Schließlich umfasst der Sicherungsbügel einen Auflageabschnitt, der die beiden Seitenabschnitte an ihren von den Schwenkarmen wegweisenden Enden verbindet, der in der Sicherungsposition des Sicherungsbügels auf einer freien Oberfläche des vorderen Skischuhsohlenendes aufliegt. Der Auflageabschnitt verläuft im Wesentlichen parallel zu den Schwenkarmen und kann eine Form aufweisen, die der Form eines vorderen Endes eines Skischuhkörpers nachgebildet ist, um den Skischuh respektive dessen vorne vorstehendes Skischuhsohlenende möglichst weit, zum Beispiel bis der Auflageabschnitt des Sicherungsbügels an dem vorderen Ende des Skischuhkörpers anliegt, unter den Sicherungshebel geschoben werden kann.

    [0020] Der Sicherungsbügel ist dabei in Skilaufrichtung hinter dem vorderen Sohlenhalter angebracht, und liegt auch in der Sicherungsposition noch hinter dem vorderen Sohlenhalter. Das heißt, der Skischuh nimmt in der Tourenposition und für die Pistenfahrt unterschiedliche Positionen ein, wobei er bei der Pistenfahrt einen größeren Abstand zu einem vorderen Ende des Skis hat als beim Tourengehen. Dies führt vorteilhafterweise zu einer Verschiebung des Schwerpunkts des Nutzers entlang der Längsachse des Skis, was sich positiv sowohl bei der Pistenfahrt als auch bei Gehen auswirkt.

    [0021] Die Basisstruktur kann eine Basisstrukturplatte und einen Basisstrukturkörper umfassen. Die Basisstrukturplatte kann aus einem ersten Bauteil bestehen, das fest mit dem Ski verbunden ist und Aufnahmen für Wellen umfasst, die im Wesentlichen parallel zur Skilängsachse verlaufende Schwenkachsen für die Pins bilden, und aus einem zweiten Bauteil, das mit dem ersten Bauteil fest verbunden ist oder verbunden werden kann, und das eine Aufnahme und eine Schwenkachse für den Sicherungsbügel bildet. Das zweite Bauteil kann separat zum ersten Bauteil hergestellt und mit diesem gefügt oder verbunden werden oder zusammen mit dem ersten Bauteil urgeformt sein.

    [0022] Zur Festlegung des Sicherungsbügels in der Ruheposition kann der Basisstrukturkörper beispielweise an einem in Skilaufrichtung hinterem Ende im Wesentlichen quer zur Skikaufrichtung nach außen vorstehende Noppen aufweist, die den Sicherungsbügel in der Ruheposition halten, so dass er auch durch Erschütterungen beim Tourengehen sich nicht lösen kann.

    [0023] Wenn das zweite Bauteil der Basisstrukturplatte ein separat hergestelltes Bauteil ist, kann es bevorzugt auch nachträglich bei einem konventionellen Vorderbacken mit Sohlenhaltern in Form von Pins einer bevorzugt kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung nachgerüstet werden, bei der der Hinterbacken relativ zum Vorderbacken in und gegen die Skilaufrichtung verstellt werden kann, um zwischen dem Pistenmodus und dem Tourenmodus zu wechseln.

    [0024] Das zweite Bauteil und der Sicherungsbügel können eine Sicherungsbügeleinrichtung bilden, bei der es sich um ein Nachrüstset handelt, mit dem bestehende Vorderbacken mit Pins nachgerüstet werden können. Das zweite Bauteil kann dabei ein Bohrbild aufweisen, das mit einem Bohrbild des Vorderbackens für den es als Rüstsatz gedacht ist, respektive dessen Basisstruktur, zumindest in einem Verbindungsbereich übereinstimmt, so dass zum Verbinden der Sicherungsbügeleinrichtung mit dem Ski keine zusätzlichen Verbindungsbohrungen im Skikörper notwendig sind.

    [0025] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Erfindungswesentliche Merkmale, die nur den Figuren entnommen werden können, können einzeln oder in den gezeigten Kombinationen den Gegenstand der Erfindung vorteilhaft weiterbilden und zählen uneingeschränkt zu Umfang der Erfindung. Die Figuren zeigen im Einzelnen:
    Figur 1
    Explosionsdarstellung eines beispielhaften Vorderbackens
    Figur 2
    Vorderbacken mit Sohlenhalter in der Einstiegsposition und Sicherungsbügel in der Ruheposition
    Figur 3
    Vorderbacken mit Skischuh in der Tourengehposition von der Seite
    Figur 4
    Vorderbacken der Figur 3 in einer perspektivischen Ansicht
    Figur 5
    Vorderbacken mit Sohlenhalter in der Ruheposition und Sicherungsbügel in der Sicherungsposition
    Figur 6
    Vorderbacken mit Skischuh in der Position für die Pistenfahrt von der Seite
    Figur 7
    Vorderbacken der Figur 6 in einer perspektivischen Ansicht


    [0026] Die Figur 1 zeigt einen Vorderbacken 1 in einer Explosionszeichnung. Es handelt sich dabei um einen Vorderbacken, der im Wesentlichen aus bekannten Teilen aufgebaut ist, die daher hier nicht im Detail beschrieben werden müssen. Der Vorderbacken 1 umfasst unter anderem eine Basisstruktur 2, die in eine Basisstrukturplatte 21 und einen Basisstrukturkörper 22 unterteilt ist. Die Basisstrukturplatte 21 umfasst zwei Bauteile 211 und 212. Das erste Bauteil 211 weist ein Bohrbild 13 auf, das zweite Bauteil 212 ein Bohrbild 12. Der in der Figur 1 rechte Teil des Bohrbildes 13 entspricht dem Bohrbild 12, so dass das erste Bauteil 211 und das zweite Bauteil 212 gemeinsam mit den Verbindungselementen 14 mit einem Ski verbunden, im gezeigten Ausführungsbeispiel verschraubt werden können. Der Basisstrukturkörper 22 umfasst eine Aufstandsplatte 9 für den Skischuh und wenigstens einen Noppen 8, dessen Bedeutung noch klar werden wird.

    [0027] Der Vorderbacken 1 umfasst weiter zwei Sohlenhalter 3 in Form von Pins, die mittels einer Spannvorrichtung 4 in bekannter Weise betätigt werden können. Die Sohlenhalter 3 sind über Wellen 31, die in Aufnahmen 6 der Basisstrukturplatte 21 eingreifen können, schwenkbar mit der Basisstruktur 2 verbunden und können zum Verbinden eines Skischuhs mit einem Ski in Pinaufnahmen 15 des Skischuhs eingreifen. Eine Spannvorrichtung 4 drückt dabei die Pins in die Pinaufnahmen 15 und bewegt die Pins zum Lösen der Verbindung des Skischuhs mit dem Ski in eine Position, in der der Skischuh freigegeben ist.

    [0028] Der Vorderbacken 1 umfasst weiterhin einen Sicherungsbügel 5 mit zwei Schwenkarmen 5a mit je einem offenen Ende, einen sich an den jeweiligen Schwenkarm 5a anschließenden Seitenabschnitt 5b, der in einem Winkel von ca. 90° mit dem Schwenkarm 5a verbunden ist, und einen Auflageabschnitt 5c, der die beiden Seitenabschnitte 5b miteinander verbindet. Im Ausführungsbespiel ist der Sicherungsbügel 5 aus einem drahtförmigen Material gebildet. Der Sicherungsbügel 5 kann aus einem Vollmaterial oder aus einem Hohlprofil gebildet sein. Das Material kann ein Metall, zum Beispiel ein Leichtmetall, oder ein Kunststoff mit oder ohne Verstärkung sein. Er kann urgeformt, zum Beispiel gegossen sein, oder aus einem Halbzeug nachträglich durch eine mechanische Nachbearbeitung, wie eine Kalt- oder Warmverformung in seine Form gebracht worden sein.

    [0029] Der Sicherungsbügel 5 hat die Aufgabe, einen Skischuh bei der Pistenfahrt sicher mit der kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung zu verbinden. Dabei bildet er keine zu den Sohlenhaltern 3 zusätzliche Sicherung, sondern der Skischuh ist im Tourenmodus mit dem Ski am Vorderbacken 1 nur mit den Sohlenhaltern 3 verbunden, bei der Pistenfahrt ist der Sicherungsbügel 5 die einzige Sicherung des Skischuhs an seinem vorderen Ende. Der Vorderbacken 1 mit dem Sicherungsbügel 5 ist besonders zur Verwendung mit einem breiten Ski, einem sogenannten Freerider geeignet, da er sicher auch große Kräfte aufnehmen kann, die durch die große Hebellänge zwischen einer Skiaußenlängskante und dem Vorderbacken 1 quer zur Skilaufrichtung auftreten können.

    [0030] Die Schwenkarme 5a des Sicherungsbügels 5 greifen im Ausführungsbeispiel von der Seite in Aufnahmen 7 ein, mit denen sie gemeinsam ein Bügelschwenkgelenk SB bilden. Die Aufnahmen 7 sind in dem zweiten Bauteil 212 gebildet, im gezeigten Beispiel durch ein Falten einer zum Beispiel dünnen Blechplatte um einen Achskörper. Der Sicherungsbügel 5 und das zweite Bauteil 212 können gemeinsam eine Sicherungsbügeleinrichtung 100 bilden, die für einen beliebigen bereits im Handel befindlichen Vorderbacken als Nachrüsteinrichtung hergestellt und vertrieben werden kann.

    [0031] Damit sich der Sicherungsbügel 5 beim Tourengehen durch Erschütterungen oder beim Transport durch die Schwerkraft nicht ungewollt aus einer Ruheposition, in der die Seitenabschnitte 5b im Wesentlichen parallel zu einer Skioberfläche weisen, in eine Sicherungsposition bewegen, in der die Seitenabschnitte 5b im Wesentlichen senkrecht zu der Skioberfläche nach oben vorstehen, wird der Sicherungsbügel 5 in der Ruheposition gesichert oder gehalten. Dies kann auf mannigfaltige Weise erfolgen, zum Beispiel durch entsprechende Halteelemente wie einen Haken, durch ein vorgespanntes Federelement, das den Sicherungsbügel 5 in die Ruheposition vorspannt, oder durch eine form- und/oder kraftschlüssige und lösbare Verbindung mit der Basisstruktur 2, dem Ski oder einem separaten Sicherungselement. Im Ausführungsbeispiel sind an dem Basisstrukturkörper 22 an einer Außenseite Noppen 8 gebildet, über die der Sicherungsbügel 5 bei seinem Weg in die Ruheposition elastisch gedrückt werden kann. Hat der Sicherungsbügel 5 die Noppen 8 überwunden, wird elastisch die ursprüngliche Form des Sicherungsbügels 5 wieder hergestellt, so dass der Sicherungsbügel 5 jetzt hinter den Noppen 8 gesichert ist. Um den Sicherungsbügel 5 aus der Ruheposition in die Sicherungsposition zu bewegen, muss der Sicherungsbügel 5 wieder elastisch verformt werden, um über die Noppen 8 bewegt werden zu können. Der Sicherungsbügel 5 kann zum Beispiel von Hand oder mittels eines Werkzeugs, zum Beispiel einer Skistockspitze in und aus der Ruheposition bewegt werden.

    [0032] Die Figur 2 zeigt einen Vorderbacken 1, bei dem die Sohlenhalter 3 in der Sicherungsposition sind, in der sie einen nicht dargestellten Skischuh an seinem vorderen Ende sicher mit einem Ski verbinden. Die Spannvorrichtung 4 ist aktiviert, die Pins greifen in Pinaufnahmen 15 eines nicht gezeigten Skischuhs ein. Der Skischuh steht mit seiner Sohle auf der Aufstandsplatte 9 auf. Der Sicherungsbügel 5 umfasst die Aufstandsplatte 9, so dass er an den Außenrändern der Aufstandsplatte 9 vorbei aus der gezeigten Ruheposition in die in der Figur 5 gezeigte Sicherungsposition verschwenkt werden kann.

    [0033] Die Schwenkarme 5a des Sicherungsbügels 5 sind in die Aufnahmen 7 eingesteckt und bilden gemeinsam mit den Aufnahmen 7, die von dem zweiten Bauteil 212 gebildet werden, das Bügelschwenkgelenk SB. Die Seitenabschnitte 5b des Sicherungsbügels 5 liegen unterhalb der Noppen 8, wodurch der Sicherungsbügel 5 in der Ruheposition gesichert ist.

    [0034] Das Bohrbild 12 des zweiten Bauteils 212 überlappt in einem Anschlussbereich das Bohrbild 13 des ersten Bauteils 211. Beide Bauteile 211 und 212 sind zusammen mittels der Verbindungselemente 14 mit dem nicht dargestellten Ski verbunden.

    [0035] Die Figur 3 zeigt die Seitenansicht des Vorderbackens 1 der Figur 2, jetzt mit einem Skischuh mit einem Skischuhkörper 10 und einer Skischuhsohle 11. Die Sohlenhalter 3 oder Pins greifen in die Pinaufnahmen 15 ein und verbinden dadurch den Skischuh mit einem nicht dargestellten Ski. Der Sicherungsbügel 5 liegt unterhalb der Skischuhsohle 11 und ist durch die Noppen 8 in dieser Position festgelegt. Der Skischuhkörper 10 umfasst ein vorderes Ende 10a, die Skischuhsohle 11 ein vorderes Ende 11a.

    [0036] Die Figur 4 zeigt den Vorderbacken 1 mit einem Skischuh, der für ein Gehen mit dem nicht gezeigten Ski durch die Sohlenhalter 3 gehalten wird. Die Sohlenhalter 3 bilden eine Schwenkachse, um die das vordere Skischuhende verschwenkt werden kann, wenn sich das nicht gezeigte hintere Ende des Skischuhs beim Gehen vom Ski löst respektive auf dem Ski wieder aufsetzt.

    [0037] Die Figur 5 zeigt den Vorderbacken 1 bereit für die Aufnahme eines Skischuhs für eine Pistenfahrt oder den Abfahrtsmodus. Die Sohlenhalter 3 sind in einer äußeren Position, wo sie durch die Spannvorrichtung 4 gehalten werden. Der Sicherungsbügel 5 wurde von Hand oder mittels eines Werkzeugs, zum Beispiel der Spitze eines Skistocks, aus der Ruheposition in die Sicherungsposition bewegt und steht jetzt im Wesentlichen senkrecht von der Basisstruktur 2 nach oben, so dass der Nutzer mit dem vorderen Ende 11a der Skischuhsohle 11 einsteigen kann.

    [0038] In der Figur 6 ist der Skischuh in dem Vorderbacken 1 in der Position für die Pistenfahrt und wird von dem Sicherungsbügel 5 mit dem Ski sicher verbunden. Die Pinaufnahmen 15 sind jetzt in einer Position, in der die Pins oder Sohlenhalter 3 nicht mehr in die Pinaufnahmen 15 eingreifen können, wenn sie durch die Spannvorrichtung 4 in die Sicherungsposition gespannt werden, wie in den Figuren 2 bis 4 gezeigt.

    [0039] Der Sicherungsbügel 5 umfasst die Skischuhsohle 11 an deren vorderem Ende. Der Auflageabschnitt 5c des Sicherungsbügels 5 liegt an dem vorderen Ende 10a des Skischuhkörpers 10 an und auf der freien Oberseite 11b der vorderen Skischuhsohle 11 an. Der Auflageabschnitt 5c hat eine Form, die die Rundung des vorderen Endes 10a des Skischuhkörpers 10 nachbildet, wodurch die Anlagefläche an dem vorderen Ende 10a des Skischuhkörpers 10 und die Auflagefläche auf der freien Oberseite 11b der vorderen Skischuhsohle 11 groß ist.

    [0040] Der Skischuh kann in dieser Position, wenn er am hinteren Ende durch den nicht dargestellten Hinterbacken gehalten wird, nicht mehr aus dem Vorderbacken 1 herausgenommen werden. Der Sicherungsbügel 5 kann das zehenseitige Ende des Skischuhs auch dann nicht freigeben, wenn große Torsionskräfte zum Beispiel durch einen Schlag beim Pistenfahren oder einen Sturz auftreten. Um die sogenannte Seitenauslösung der Skibindung dennoch zu ermöglichen, kann der Fersenhalter um eine Hochachse im Wesentlichen senkrecht zur Skioberfläche drehbar sein, so dass die Seitenauslösung über den Hinterbacken oder Fersenhalter erfolgt.

    [0041] In der Pistenfahrtposition steht der Skischuh mit der Skischuhsohle 11 auf der Aufstandsplatte 9 auf.

    [0042] Die Figur 7 zeigt eine perspektivische Ansicht der Figur 6.

    Bezugszeichenliste



    [0043] 
    1
    Vorderbacken
    2
    Basisstruktur
    21
    Basisstrukturplatte
    211
    erstes Bauteil
    212
    zweites Bauteil
    22
    Basisstrukturkörper
    3
    Sohlenhalter
    31
    Welle
    4
    Spannvorrichtung
    5
    Sicherungsbügel
    5a
    Schwenkarm
    5b
    Seitenabschnitt
    5c
    Auflageabschnitt
    6
    Aufnahme
    7
    Aufnahme
    8
    Noppen
    9
    Aufstandsplatte
    10
    Skischuhkörper
    10a
    vorderes Ende
    11
    Skischuhsohle
    11a
    vorderes Ende
    11b
    freie Oberseite
    12
    Bohrbild
    13
    Bohrbild
    14
    Verbindungselement
    15
    Pinaufnahme
    100
    Sicherungsbügeleinrichtung
    L
    Längsachse
    SB
    Bügelschwenkgelenk



    Ansprüche

    1. Skibindung, bevorzugt eine kombinierte Abfahrts- und Tourenskibindung, mit einem Vorderbacken (1) und einem Hinterbacken, wobei der Vorderbacken (1) umfasst:

    eine Basisstruktur (2),

    wenigstens zwei Sohlenhalter (3) in Form von Pins, wobei die Sohlenhalter (3) ein zehenseitiges Ende eines Skischuhs mit einem Ski beim Tourengehen schwenkbar verbinden, eine Spannvorrichtung (4) mit der die Pins (3) aus einer Ruheposition in von oder an einer Skischuhsohle gebildete Pinaufnahmen bewegbar sind, und

    einen Sicherungsbügel (5), der aus einer Ruheposition in eine Sicherungsposition bewegbar ist, in der der Sicherungsbügel (5) den Skischuh auf dem Ski für eine Pistenfahrt festhält,

    wobei der Sicherungsbügel (5) in der Ruheposition unterhalb der Skischuhsohle angeordnet ist, in der Ruheposition an der Basisstruktur (2) festgelegt ist und unbelastet nicht von selbst in die Sicherungsposition schwenkt, und wobei der Hinterbacken für eine Seitenauslösung der Skibindung um eine Achse im Wesentlichen senkrecht zu einer Skioberfläche verschwenkbar ist.


     
    2. Skibindung nach Anspruch 1, wobei der Skischuh in der Tourenposition auf dem Ski entlang einer Skilängsachse eine erste Position einnimmt und in der Abfahrtposition eine zweite Position, die von der ersten Position unterschiedlich ist.
     
    3. Skibindung nach dem vorgehenden Anspruch, wobei die zweite Position einen größeren Abstand zu einer Skispitze hat als die erste Position.
     
    4. Skibindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Basisstruktur (2) eine Basisstrukturplatte (21) und einen Basisstrukturkörper (22) umfasst, und die Basisstrukturplatte (21) aus einem ersten Bauteil (211) besteht, das fest mit dem Ski verbunden ist und Aufnahmen (6) für Wellen (31) umfasst, die im Wesentlichen parallel zur Skilängsachse verlaufende Schwenkachsen für die Pins (3) bilden, und einen zweiten bevorzugt separaten Bauteil (212), das mit dem ersten Bauteil (211) fest verbunden oder verbindbar ist und eine Aufnahme (7) und eine Schwenkachse für den Sicherungsbügel (5) bildet.
     
    5. Skibindung nach Anspruch 4, wobei der Basisstrukturkörper (22) an einem in Skilaufrichtung hinterem Ende im Wesentlichen quer zur Skikaufrichtung nach außen vorstehende Noppen (8) aufweist, die den Sicherungsbügel (5) in der Ruheposition festlegen.
     
    6. Skibindung nach einem der der Ansprüche 4 oder 5, wobei das zweite Bauteil (212) ein Bohrbild aufweist, das mit einem Bohrbild des ersten Bauteils (211) zumindest in einem Verbindungsbereich übereinstimmt.
     
    7. Skibindung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei das zweite Bauteil (212) der Basisstrukturplatte (21) bei einem konventionellen Vorderbacken mit Pins nachrüstbar ist.
     


    Claims

    1. A ski binding, preferably a combined downhill and touring ski binding, comprising a front jaw (1) and a rear jaw, wherein the front jaw (1) comprises:

    a base structure (2);

    at least two sole retainers (3) in the form of pins, wherein the sole retainers (3) pivotably connect a toe end of a ski boot to a ski while ski touring;

    a tensing device (4) using which the pins (3) can be moved from a resting position into pin receptacles which are formed by or on a sole of the ski boot; and

    a securing bracket (5) which can be moved from the resting position to a securing position in which the securing bracket (5) holds the ski boot fixedly on the ski for on-slope skiing,

    wherein the securing bracket (5) is arranged below the sole of the ski boot and fixed on the base structure (2) when it is in the resting position, and does not pivot into the securing position by itself when it is free of any load,

    and wherein the rear jaw can be pivoted about an axis substantially perpendicular to a surface of the ski for laterally releasing the ski binding.


     
    2. The ski binding according to Claim 1, wherein the ski boot assumes a first position on the ski along a longitudinal axis of the ski when it is in the touring position, and a second position which is different from the first position when it is in the downhill position.
     
    3. The ski binding according to the preceding claim, wherein the second position has a greater distance from a tip of the ski than the first position.
     
    4. The ski binding according to any one of the preceding claims, wherein the base structure (2) comprises a base structure plate (21) and a base structure body (22), and the base structure plate (21) consists of a first component (211), which is fixedly connected to the ski and comprises receptacles (6) for shafts (31) which form pivot axes for the pins (3) extending substantially parallel to the longitudinal axis of the ski, and a second, preferably separate component (212) which is or can be fixedly connected to the first component (211) and forms a receptacle (7) and a pivot axis for the securing bracket (5).
     
    5. The ski binding according to Claim 4, wherein an end of the base structure body (22) which is a rear end in the skiing direction comprises studs (8) which protrude outwards and substantially transverse to the skiing direction and which fix the securing bracket (5) in the resting position.
     
    6. The ski binding according to Claim 4 or 5, wherein the second component (212) exhibits a drill hole pattern which corresponds to a drill hole pattern of the first component (211) at least in a connecting region.
     
    7. The ski binding according to any one of Claims 4 to 6, wherein the second component (212) of the base structure plate (21) can be retrofitted in a conventional front jaw comprising pins.
     


    Revendications

    1. Fixation de ski, de préférence une fixation de ski combinée de descente et de randonnée, ayant une mâchoire avant (1) et une mâchoire arrière, la mâchoire avant (1) comprenant :

    une structure de base (2) ;

    au moins deux supports de semelle (3) sous la forme de goupilles, les supports de semelle (3) reliant de manière à pouvoir pivoter une extrémité côté orteils d'une chaussure de ski à un ski lors de la randonnée ;

    un dispositif de serrage (4) par lequel les goupilles (3) peuvent être déplacées d'une position de repos dans des réceptacles de goupille formés par ou sur une semelle de chaussure de ski ; et

    un étrier de blocage (5) qui peut être déplacé de la position de repos à une position de blocage dans laquelle l'étrier de blocage (5) maintient de manière fixe la chaussure de ski sur le ski pour une descente,

    l'étrier de blocage (5) étant disposé sous la semelle de chaussure de ski en position de repos et étant fixé à la structure de base (2) en position de repos et ne pivotant pas automatiquement dans la position de blocage lorsqu'il n'est pas chargé,

    et la mâchoire arrière pouvant être pivoté autour d'un axe essentiellement perpendiculaire à une surface du ski pour un déclenchement latéral de la fixation de ski.


     
    2. Fixation de ski selon la revendication 1, dans laquelle la chaussure de ski occupe en position de randonnée une première position sur le ski le long d'un axe longitudinal du ski et occupe en position de descente une seconde position sur le ski le long d'un axe longitudinal du ski qui est différente de la première position.
     
    3. Fixation de ski selon la revendication précédente, dans laquelle la seconde position est à une plus grande distance d'une pointe du ski que la première position.
     
    4. Fixation de ski selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la structure de base (2) comprend une plaque de structure de base (21) et un corps de structure de base (22) et la plaque de structure de base (21) est constituée d'un premier composant (211) relié de manière fixe au ski et comprenant des réceptacles (6) pour des arbres (31) qui forment des axes de pivotement s'étendant essentiellement parallèlement à l'axe longitudinal du ski pour les goupilles (3), et d'un second composant (212), de préférence séparé, qui est ou peut être relié de manière fixe au premier composant (211) et forme un réceptacle (7) et un axe de pivotement pour l'étrier de blocage (5).
     
    5. Fixation de ski selon la revendication 4, dans laquelle le corps de structure de base (22) présente à une extrémité arrière dans la direction de mouvement du ski des petits boutons (8) faisant saillie vers l'extérieur essentiellement transversalement à la direction de mouvement du ski qui fixent l'étrier de blocage (5) en position de repos.
     
    6. Fixation de ski selon la revendication 4 ou 5, dans laquelle le second composant (212) présente un motif de perçage qui correspond à un motif de perçage du premier composant (211) au moins dans une zone de liaison.
     
    7. Fixation de ski selon l'une des revendications 4 à 6, dans laquelle le second composant (212) de la plaque de structure de base (21) peut être équipé ultérieurement dans une mâchoire avant conventionnelle comprenant de goupilles.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente