[0001] Die Erfindung betrifft eine Skibindung, bevorzugt eine kombinierte Abfahrts- und
Tourenbindung, mit einem Vorderbacken, der zwei Sohlenhalter in Form von Pins umfasst,
die den Ski mit einem Skischuh zum Tourengehen schwenkbar verbindet und einem zusätzlichen
Sicherungsbügel für die Pistenfahrt, und einem Hinterbacken, der zur Seitenauslösung
der Skibindung um eine Achse im Wesentlichen senkrecht zu der Oberfläche des Skis
verschwenkbar ist.
[0002] Skibindungen, die für das Tourengehen und die Pistenfahrt genutzt werden können,
sind im Stand der Technik wohl bekannt. Um vom Tourenmodus in den Abfahrtsmodus zu
wechseln, wird dabei oft der Hinterbacken oder Fersenhalter relativ zum Vorderbacken
oder Zehenhalter verstellt, während der Skischuh an seinem vorderen Ende immer von
dem Vorderbacken gehalten wird. Es sind Lösungen bekannt, in denen der Skischuh auf
einer Trittplatte steht und diese Platte am in Skilaufrichtung vorderen Ende schwenkbar
mit dem Ski verbunden ist. Ein Beispiel zeigt die
DE 26 56 635 A1. Bei anderen Bindungen wird der Skischuh zum Beispiel über Sohlenhalter in der Form
von Pins am zehenseitigen Ende gehalten und die Pins des Vorderbackens und die Pinaufnahmen
im Skischuh bilden gemeinsam die Schwenkachse aus, um die der Skischuh bei Gehen verschwenkt
werden kann. Die
DE 40 07 667 C1 betrifft eine vordere Sohlenhalteeinrichtung einer Skibindung, in der ein Skischuh
für das Tourengehen in seitlichen Lageböcken gehalten ist, die eine Schwenkachse bilden,
um die der Skischuh beim Gehen verschwenkt werden kann. Um auch die nötige Sicherheit
bei einer Abfahrt zu gewährleiten, umfasst die Sohlenhalteeinrichtung weiterhin einen
Strammerhebel, der in einer ersten Position, in der der Skischuh zum Tourengehen in
einer vorderen Position auf dem Ski steht, vor der Schwenkachse liegt und die Schwenkbewegung
des Skischuhs nicht behindert. Für die Abfahrt muss der Skischuh aus der vorderen
Position in eine hintere Position bewegt werden. Jetzt kann der Strammerhebel aus
der ersten Position in eine zweite Position geschwenkt und gedrückt werden, in der
eine Ende des Strammerhebels auf einer freien Oberseite der Skischuhsohle aufliegt
und den Skischuh auf den Ski drückt. Die
US 4 632 419 A betrifft einen Vorderbacken für eine kombinierte Touren- und Abfahrtsbindung, bei
der ein Skischuh in der Abfahrtsposition durch einen Bügel, der auf eine freie Oberseite
der Skischuhsohle drückt und an einem Verschwenken durch nach außen vorstehende Blockierelemente
gehindert werden. Wird der Skischuh zum Tourengehen auf dem Ski nach vorne verschoben,
werden die Blockierelemente mit bewegt, bis sie in Öffnungen am Vorderbacken nach
innen einfahren können. Der Bügel ist nicht länger blockiert und kann jetzt für das
Tourengehen zusammen mit dem Skischuh verschwenkt werden. Die
DE 23 07 427 A1 betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen eines Stiefels auf einem Ski. Die
EP 0 620 029 A2 betrifft eine vordere Sohlenhaltevorrichtung mit einer Basisstruktur, einer Spannvorrichtung,
mit der eine Skischuh für eine Tour in der Sohlenhaltevorrichtung gehalten wird, mit
einem Spannhebel, einen Sicherungsbügel, der aus einer Ruheposition in eine Sicherungsposition
bewegbar ist, in der der Sicherungsbügel den Skischuh für die Abfahrt festhält, wobei
der Sicherungsbügel in der Ruheposition unterhalb der Skischuhsohle angeordnet ist.
[0003] Der Trend im Skifahren geht heute zu den breiteren Gleitbrettern, um auch im Tiefschnee
zum Beispiel nach einer Tour sicher und mit großem Spaßfaktor abfahren zu können.
Bei dem breiten Ski können durch den Abstand von einer Skilängskante zu der Skibindung
größere Seitenkräfte an der Skibindung auftreten, die zu einem ungewollten Lösen der
Bindungen insbesondere im Bereich des Vorderbackens führen können. Es besteht daher
Bedarf an einer Skibindung für einen Ski für die Pistenfahrt und das Tourengehen,
die eine sichere Verbindung Ski zu Skischuh im Tourenmodus und im Abfahrtmodus ermöglicht,
unabhängig ob der Ski eine normaler Touren- oder Kombiski oder ein sogenannter Freerider
ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit der Skibindung nach Anspruch 1 gelöst. Die
abhängigen Ansprüche können den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs vorteilhaft
weiterbilden.
[0005] Ein Aspekt der Erfindung betrifft eine Skibindung, bevorzugt eine kombinierte Abfahrts-
und Tourenskibindung, mit einem Vorderbacken und einem Hinterbacken. Der Vorderbacken
umfasst eine Basisstruktur, wenigstens zwei Sohlenhalter in Form eines Pins, wobei
der Sohlenhalter ein zehenseitiges Ende eines Skischuhs mit einem Ski für das Tourengehen
verbindet. Die Spannvorrichtung mit der die wenigstens zwei Pin des Vorderbackens
aus einer Ruheposition in eine von oder an einer Skischuhsohle gebildete Pinaufnahme
bewegt werden, zum Beispiel dadurch, dass ein Nutzer in die Bindung einsteigt.
[0006] Die Skibindung umfasst weiterhin einen Sicherungsbügel, der aus einer Ruheposition
in eine Sicherungsposition bewegt werden kann, in der der Sicherungsbügel den Skischuh
auf dem Ski für eine Pistenfahrt festhält, wobei der Sicherungsbügel in der Ruheposition
unterhalb der Skischuhsohle angeordnet und an der Basis oder dem Ski oder einem separaten
Bauteil festgelegt ist und unbelastet nicht von selbst in die Sicherungsposition schwenken
kann. Der Sicherungsbügel hält den Skischuh auch dann sicher mit dem Ski verbunden,
wenn es sich bei dem Ski um einen relativ breiten Ski, einen sogenannten Freerider,
handelt, bei dem aufgrund der extremen Breite dem Hebelgesetz folgend besonders hohe
Seitenkräfte auf den Vorderbacken und die Pins beim Kurven oder Drehen auf der Piste
wirken. Um trotz dieser hohen Kraft eine vorzeitige Querauslösung der Bindung zu verhindern,
hat es sich als zweckmäßig erwiesen insbesondere bei kombinierten Abfahrts- und Tourenskibindungen
mit einem Vorderbacken mit Pins eine zusätzliche oder alternative Sicherung des Skischuhs
auf dem Ski für die Pistenfahrt vorzusehen.
[0007] Das bedeutet, dass der Sicherungsbügel in der Ruheposition zum Beispiel durch einen
Haken, durch ein Federelement oder durch Form- und/oder Kraftschluss mit der Basis
oder dem Ski oder einem separaten Bauteil verbunden ist, so dass der Sicherungsbügel
vom Nutzer nur von Hand oder mittels eines Werkzeugs, zum Beispiel der Skistockspitze,
aus der Verbindung mit der Basis oder dem Ski gelöst und in eine Stellung verschwenkt
werden kann, in der der Sicherungsbügel einen vorderen freien Rand einer Skischuhsohle
zum Beispiel von oben umgreifen kann, um den Skischuh mit dem Ski für die Pistenfahrt
zu verbinden. Der Vorteil ist, dass der Sicherungsbügel sich beim Tourengehen und
beim Transport des Skis nicht selbständig, beispielsweise durch die Schwerkraft, aus
der Ruheposition lösen kann und somit gegen Beschädigungen beim Transport oder Tourengehen
geschützt ist.
[0008] Bei dem Sicherungsbügel kann es sich um einen einfachen Drahtbügel handeln, der so
geformt ist, das der Nutzer die vordere freie Skischuhsohle beim Einsteigen in den
Ski unter den Bügel schieben kann, wenn der Bügel aus der Ruheposition gelöst wurde.
Der Sicherungsbügel kann mit der Basis, dem Ski oder einem separaten Bauteil, dass
mit der Basis oder dem Ski verbunden ist, ein Schwenkgelenk bilden, in dem der Sicherungsbügel
aus der Ruheposition in die Einstiegsposition bewegt werden kann. Eine bekannte technische
Ausbildung des Schwenkgelenks oder ein Federelement kann dem Sicherungsbügel in der
Einstiegsposition halten, um zu verhindern, dass der Sicherungsbügel durch die Schwerkraft
zurück in Richtung der Ruheposition fällt, was ein Einsteigen mit dem Skischuh in
die Bindung schwierig oder unmöglich machen kann.
[0009] Der Sicherungsbügel kann einen oder zwei Schwenkarm/e umfassen, der/die in entsprechenden
Aufnahmen in der Basis, dem Ski oder dem separaten Bauteil, eingesteckt oder eingeklickt
werden können um, das Schwenkgelenk für den Sicherungsbügel zu bilden. Der Sicherungsbügel
umfasst weiterhin zwei Seitenabschnitte, die im Wesentlichen senkrecht zu den Schwenkarmen
stehen, und, wenn der Sicherungsbügel in der Ruheposition ist, im Wesentlichen parallel
zu einer Längsachse des Skis verlaufen und, wenn der Sicherungsbügel in der Sicherungsposition
ist, im Wesentlich senkrecht von einer Skioberfläche abstehen. Schließlich umfasst
der Sicherungsbügel einen Auflageabschnitt, der die beiden Seitenabschnitte an ihren
von den Schwenkarmen wegweisenden Enden verbindet, der in der Sicherungsposition des
Sicherungsbügels auf einer freien Oberfläche des vorderen Skischuhsohlenendes aufliegt.
Der Auflageabschnitt verläuft im Wesentlichen parallel zu den Schwenkarmen und kann
eine Form aufweisen, die der Form eines vorderen Endes eines Skischuhkörpers nachgebildet
ist, um den Skischuh respektive dessen vorne vorstehendes Skischuhsohlenende möglichst
weit, zum Beispiel bis der Auflageabschnitt des Sicherungsbügels an dem vorderen Ende
des Skischuhkörpers anliegt, unter den Sicherungshebel geschoben werden kann.
[0010] Der Sicherungsbügel ist dabei in Skilaufrichtung hinter dem vorderen Sohlenhalter
angebracht, und liegt auch in der Sicherungsposition noch hinter dem vorderen Sohlenhalter.
Das heißt, der Skischuh nimmt in der Tourenposition und für die Pistenfahrt unterschiedliche
Positionen ein, wobei er bei der Pistenfahrt einen größeren Abstand zu einem vorderen
Ende des Skis hat als beim Tourengehen. Dies führt vorteilhafterweise zu einer Verschiebung
des Schwerpunkts des Nutzers entlang der Längsachse des Skis, was sich positiv sowohl
bei der Pistenfahrt als auch bei Gehen auswirkt.
[0011] Die Skibindung ist von der Art, bei der der Vorderbacken und der Hinterbacken fest
mit dem Ski verbunden sind und zumindest der Hinterbacken oder der Vorderbacken und
der Hinterbacken gemeinsam verstellt werden können, um die Bindung an unterschiedliche
Schuhgrößen anzupassen. Der Hinterbacken kann auch unabhängig zum Vorderbacken in
und gegen die Skilaufrichtung bewegbar sein, um unterschiedliche Position auf dem
Ski für die Pistenfahrt und das Gehen einzunehmen.
[0012] Ist der Skischuh mit dem Ski in dem Vorderbacken über den Sohlenhalter verbundenden,
weist das hintere Ende des Skischuhs zum Hinterbacken einen Abstand auf, in dem der
Skischuh beim Absetzen auf dem Ski den in einer Position relativ zum Ski festgelegten
Hinterbacken nicht aktivieren kann. Das heißt, der Skischuh wird nur am Vorderbacken
gehalten und kann mit dem hinteren Ende beim Gehen weg vom Ski nach oben schwenken,
ohne den Hinterbacken dabei zu berühren.
[0013] Wenn der Nutzer mit dem Skischuh dagegen in den aktivierten Sicherungsbügel einsteigt,
ist der Skischuh in einer Position auf dem Ski, in der er beim Absetzen auf dem Ski
den relativ zum Ski in der Position festgelegten Hinterbacken aktiviert, so dass der
Sohlenhalter des Hinterbackens den Skischuh am hinteren Ende für eine Pistenfahrt
mit dem Ski verbindet. Das bedeutet, dass zum Wechsel vom Tourenmodus in den Pistenmodus
weder der Vorderbacken noch der Hinterbacken relativ zum Ski bewegt werden müssen,
was einen schnellen Wechsel zwischen den Modi ermöglicht und sich vorteilhaft auf
die Herstellungskosten der Bindung auswirkt.
[0014] Bei dem Hinterbacken handelt es sich um einen Hinterbacken, der um eine Achse, die
im Wesentlichen senkrecht zu der Skioberfläche weist, verschwenkt werden kann, um
eine Seitenauslösung der Skibindung zum Beispiel im Falle eines Sturzes zu ermöglichen.
Der Hinterbacken kann zur Sicherung des Skischuhs auf dem Ski zum Beispiel ebenfalls
wenigstens einen Pin aufweisen oder ein Automat oder ein anderer bekannter Hinterbacken
sein.
[0015] Der Vorderbacken umfasst wenigstens eine Basisstruktur und wenigstens zwei Sohlenhalter
in Form von Pins, wobei die Pins ein zehenseitiges Ende eines Skischuhs mit einem
Ski beim Tourengehen schwenkbar verbinden.
[0016] Der Vorderbacken umfasst weiterhin eine Spannvorrichtung mit der die wenigstens zwei
Pins aus einer Ruheposition in eine von oder an einer Skischuhsohle gebildete Pinaufnahme
bewegbar ist, und einen Sicherungsbügel, der aus einer Ruheposition in eine Sicherungsposition
bewegbar ist, in der der Sicherungsbügel den Skischuh auf dem Ski für eine Pistenfahrt
festhält. Der Sicherungsbügel ist in einer Ruheposition unterhalb der Skischuhsohle
angeordnet, in der Ruheposition an der Basisstruktur, dem Ski oder einem separaten
Bauteil festgelegt ist und kann unbelastet nicht von selbst in die Sicherungsposition
schwenken.
[0017] Das bedeutet, dass der Sicherungsbügel in der Ruheposition zum Beispiel durch einen
Haken, durch ein Federelement oder durch Form- und/oder Kraftschluss mit der Basis
oder dem Ski verbunden ist, so dass der Sicherungsbügel vom Nutzer nur von Hand oder
mittels eines Werkzeugs, zum Beispiel der Skistockspitze, aus der Verbindung mit der
Basis oder dem Ski gelöst und in eine Stellung verschwenkt werden kann, in der der
Sicherungsbügel einen vorderen freien Rand einer Skischuhsohle zum Beispiel von oben
umgreifen kann, um den Skischuh mit dem Ski für die Pistenfahrt zu verbinden. Der
Vorteil ist, dass der Sicherungsbügel sich beim Tourengehen und beim Transport des
Skis nicht selbständig, beispielsweise durch die Schwerkraft oder Schläge beim Gehen,
aus der Ruheposition lösen kann und somit gegen Beschädigungen beim Transport oder
Tourengehen geschützt ist.
[0018] Bei dem Sicherungsbügel kann es sich um einen einfachen Drahtbügel handeln, der so
geformt ist, das der Nutzer die vordere freie Skischuhsohle beim Einsteigen in den
Ski unter den Bügel schieben kann, wenn der Bügel aus der Ruheposition gelöst wurde.
Der Sicherungsbügel kann mit der Basis, dem Ski oder einem separaten Bauteil, dass
mit der Basis oder dem Ski verbunden ist, ein Schwenkgelenk bilden, in dem der Sicherungsbügel
aus der Ruheposition in die Einstiegsposition bewegt werden kann. Eine bekannte technische
Ausbildung des Schwenkgelenks oder ein Federelement kann dem Sicherungsbügel in der
Einstiegsposition halten, um zu verhindern, dass der Sicherungsbügel durch die Schwerkraft
zurück in Richtung der Ruheposition fällt, was ein Einsteigen mit dem Skischuh in
die Bindung schwierig oder unmöglich machen kann.
[0019] Der Sicherungsbügel kann einen oder zwei Schwenkarm/e umfassen, der/die in entsprechenden
Öffnungen in der Basis, dem Ski oder dem separaten Bauteil, in die eingesteckt oder
eingeklickt werden können um, das Schwenkgelenk für den Sicherungsbügel zu bilden.
Der Sicherungsbügel umfass weiterhin zwei Seitenabschnitte, die im Wesentlichen senkrecht
zu den Schwenkarmen stehen und beim Sicherungsbügel in der Ruheposition im Wesentlichen
parallel zu einer Längsachse des Skis verlaufen und in der Sicherungsposition im Wesentlich
senkrecht von einer Skioberfläche abstehen. Schließlich umfasst der Sicherungsbügel
einen Auflageabschnitt, der die beiden Seitenabschnitte an ihren von den Schwenkarmen
wegweisenden Enden verbindet, der in der Sicherungsposition des Sicherungsbügels auf
einer freien Oberfläche des vorderen Skischuhsohlenendes aufliegt. Der Auflageabschnitt
verläuft im Wesentlichen parallel zu den Schwenkarmen und kann eine Form aufweisen,
die der Form eines vorderen Endes eines Skischuhkörpers nachgebildet ist, um den Skischuh
respektive dessen vorne vorstehendes Skischuhsohlenende möglichst weit, zum Beispiel
bis der Auflageabschnitt des Sicherungsbügels an dem vorderen Ende des Skischuhkörpers
anliegt, unter den Sicherungshebel geschoben werden kann.
[0020] Der Sicherungsbügel ist dabei in Skilaufrichtung hinter dem vorderen Sohlenhalter
angebracht, und liegt auch in der Sicherungsposition noch hinter dem vorderen Sohlenhalter.
Das heißt, der Skischuh nimmt in der Tourenposition und für die Pistenfahrt unterschiedliche
Positionen ein, wobei er bei der Pistenfahrt einen größeren Abstand zu einem vorderen
Ende des Skis hat als beim Tourengehen. Dies führt vorteilhafterweise zu einer Verschiebung
des Schwerpunkts des Nutzers entlang der Längsachse des Skis, was sich positiv sowohl
bei der Pistenfahrt als auch bei Gehen auswirkt.
[0021] Die Basisstruktur kann eine Basisstrukturplatte und einen Basisstrukturkörper umfassen.
Die Basisstrukturplatte kann aus einem ersten Bauteil bestehen, das fest mit dem Ski
verbunden ist und Aufnahmen für Wellen umfasst, die im Wesentlichen parallel zur Skilängsachse
verlaufende Schwenkachsen für die Pins bilden, und aus einem zweiten Bauteil, das
mit dem ersten Bauteil fest verbunden ist oder verbunden werden kann, und das eine
Aufnahme und eine Schwenkachse für den Sicherungsbügel bildet. Das zweite Bauteil
kann separat zum ersten Bauteil hergestellt und mit diesem gefügt oder verbunden werden
oder zusammen mit dem ersten Bauteil urgeformt sein.
[0022] Zur Festlegung des Sicherungsbügels in der Ruheposition kann der Basisstrukturkörper
beispielweise an einem in Skilaufrichtung hinterem Ende im Wesentlichen quer zur Skikaufrichtung
nach außen vorstehende Noppen aufweist, die den Sicherungsbügel in der Ruheposition
halten, so dass er auch durch Erschütterungen beim Tourengehen sich nicht lösen kann.
[0023] Wenn das zweite Bauteil der Basisstrukturplatte ein separat hergestelltes Bauteil
ist, kann es bevorzugt auch nachträglich bei einem konventionellen Vorderbacken mit
Sohlenhaltern in Form von Pins einer bevorzugt kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung
nachgerüstet werden, bei der der Hinterbacken relativ zum Vorderbacken in und gegen
die Skilaufrichtung verstellt werden kann, um zwischen dem Pistenmodus und dem Tourenmodus
zu wechseln.
[0024] Das zweite Bauteil und der Sicherungsbügel können eine Sicherungsbügeleinrichtung
bilden, bei der es sich um ein Nachrüstset handelt, mit dem bestehende Vorderbacken
mit Pins nachgerüstet werden können. Das zweite Bauteil kann dabei ein Bohrbild aufweisen,
das mit einem Bohrbild des Vorderbackens für den es als Rüstsatz gedacht ist, respektive
dessen Basisstruktur, zumindest in einem Verbindungsbereich übereinstimmt, so dass
zum Verbinden der Sicherungsbügeleinrichtung mit dem Ski keine zusätzlichen Verbindungsbohrungen
im Skikörper notwendig sind.
[0025] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Figuren näher
erläutert. Erfindungswesentliche Merkmale, die nur den Figuren entnommen werden können,
können einzeln oder in den gezeigten Kombinationen den Gegenstand der Erfindung vorteilhaft
weiterbilden und zählen uneingeschränkt zu Umfang der Erfindung. Die Figuren zeigen
im Einzelnen:
- Figur 1
- Explosionsdarstellung eines beispielhaften Vorderbackens
- Figur 2
- Vorderbacken mit Sohlenhalter in der Einstiegsposition und Sicherungsbügel in der
Ruheposition
- Figur 3
- Vorderbacken mit Skischuh in der Tourengehposition von der Seite
- Figur 4
- Vorderbacken der Figur 3 in einer perspektivischen Ansicht
- Figur 5
- Vorderbacken mit Sohlenhalter in der Ruheposition und Sicherungsbügel in der Sicherungsposition
- Figur 6
- Vorderbacken mit Skischuh in der Position für die Pistenfahrt von der Seite
- Figur 7
- Vorderbacken der Figur 6 in einer perspektivischen Ansicht
[0026] Die Figur 1 zeigt einen Vorderbacken 1 in einer Explosionszeichnung. Es handelt sich
dabei um einen Vorderbacken, der im Wesentlichen aus bekannten Teilen aufgebaut ist,
die daher hier nicht im Detail beschrieben werden müssen. Der Vorderbacken 1 umfasst
unter anderem eine Basisstruktur 2, die in eine Basisstrukturplatte 21 und einen Basisstrukturkörper
22 unterteilt ist. Die Basisstrukturplatte 21 umfasst zwei Bauteile 211 und 212. Das
erste Bauteil 211 weist ein Bohrbild 13 auf, das zweite Bauteil 212 ein Bohrbild 12.
Der in der Figur 1 rechte Teil des Bohrbildes 13 entspricht dem Bohrbild 12, so dass
das erste Bauteil 211 und das zweite Bauteil 212 gemeinsam mit den Verbindungselementen
14 mit einem Ski verbunden, im gezeigten Ausführungsbeispiel verschraubt werden können.
Der Basisstrukturkörper 22 umfasst eine Aufstandsplatte 9 für den Skischuh und wenigstens
einen Noppen 8, dessen Bedeutung noch klar werden wird.
[0027] Der Vorderbacken 1 umfasst weiter zwei Sohlenhalter 3 in Form von Pins, die mittels
einer Spannvorrichtung 4 in bekannter Weise betätigt werden können. Die Sohlenhalter
3 sind über Wellen 31, die in Aufnahmen 6 der Basisstrukturplatte 21 eingreifen können,
schwenkbar mit der Basisstruktur 2 verbunden und können zum Verbinden eines Skischuhs
mit einem Ski in Pinaufnahmen 15 des Skischuhs eingreifen. Eine Spannvorrichtung 4
drückt dabei die Pins in die Pinaufnahmen 15 und bewegt die Pins zum Lösen der Verbindung
des Skischuhs mit dem Ski in eine Position, in der der Skischuh freigegeben ist.
[0028] Der Vorderbacken 1 umfasst weiterhin einen Sicherungsbügel 5 mit zwei Schwenkarmen
5a mit je einem offenen Ende, einen sich an den jeweiligen Schwenkarm 5a anschließenden
Seitenabschnitt 5b, der in einem Winkel von ca. 90° mit dem Schwenkarm 5a verbunden
ist, und einen Auflageabschnitt 5c, der die beiden Seitenabschnitte 5b miteinander
verbindet. Im Ausführungsbespiel ist der Sicherungsbügel 5 aus einem drahtförmigen
Material gebildet. Der Sicherungsbügel 5 kann aus einem Vollmaterial oder aus einem
Hohlprofil gebildet sein. Das Material kann ein Metall, zum Beispiel ein Leichtmetall,
oder ein Kunststoff mit oder ohne Verstärkung sein. Er kann urgeformt, zum Beispiel
gegossen sein, oder aus einem Halbzeug nachträglich durch eine mechanische Nachbearbeitung,
wie eine Kalt- oder Warmverformung in seine Form gebracht worden sein.
[0029] Der Sicherungsbügel 5 hat die Aufgabe, einen Skischuh bei der Pistenfahrt sicher
mit der kombinierten Abfahrts- und Tourenbindung zu verbinden. Dabei bildet er keine
zu den Sohlenhaltern 3 zusätzliche Sicherung, sondern der Skischuh ist im Tourenmodus
mit dem Ski am Vorderbacken 1 nur mit den Sohlenhaltern 3 verbunden, bei der Pistenfahrt
ist der Sicherungsbügel 5 die einzige Sicherung des Skischuhs an seinem vorderen Ende.
Der Vorderbacken 1 mit dem Sicherungsbügel 5 ist besonders zur Verwendung mit einem
breiten Ski, einem sogenannten Freerider geeignet, da er sicher auch große Kräfte
aufnehmen kann, die durch die große Hebellänge zwischen einer Skiaußenlängskante und
dem Vorderbacken 1 quer zur Skilaufrichtung auftreten können.
[0030] Die Schwenkarme 5a des Sicherungsbügels 5 greifen im Ausführungsbeispiel von der
Seite in Aufnahmen 7 ein, mit denen sie gemeinsam ein Bügelschwenkgelenk S
B bilden. Die Aufnahmen 7 sind in dem zweiten Bauteil 212 gebildet, im gezeigten Beispiel
durch ein Falten einer zum Beispiel dünnen Blechplatte um einen Achskörper. Der Sicherungsbügel
5 und das zweite Bauteil 212 können gemeinsam eine Sicherungsbügeleinrichtung 100
bilden, die für einen beliebigen bereits im Handel befindlichen Vorderbacken als Nachrüsteinrichtung
hergestellt und vertrieben werden kann.
[0031] Damit sich der Sicherungsbügel 5 beim Tourengehen durch Erschütterungen oder beim
Transport durch die Schwerkraft nicht ungewollt aus einer Ruheposition, in der die
Seitenabschnitte 5b im Wesentlichen parallel zu einer Skioberfläche weisen, in eine
Sicherungsposition bewegen, in der die Seitenabschnitte 5b im Wesentlichen senkrecht
zu der Skioberfläche nach oben vorstehen, wird der Sicherungsbügel 5 in der Ruheposition
gesichert oder gehalten. Dies kann auf mannigfaltige Weise erfolgen, zum Beispiel
durch entsprechende Halteelemente wie einen Haken, durch ein vorgespanntes Federelement,
das den Sicherungsbügel 5 in die Ruheposition vorspannt, oder durch eine form- und/oder
kraftschlüssige und lösbare Verbindung mit der Basisstruktur 2, dem Ski oder einem
separaten Sicherungselement. Im Ausführungsbeispiel sind an dem Basisstrukturkörper
22 an einer Außenseite Noppen 8 gebildet, über die der Sicherungsbügel 5 bei seinem
Weg in die Ruheposition elastisch gedrückt werden kann. Hat der Sicherungsbügel 5
die Noppen 8 überwunden, wird elastisch die ursprüngliche Form des Sicherungsbügels
5 wieder hergestellt, so dass der Sicherungsbügel 5 jetzt hinter den Noppen 8 gesichert
ist. Um den Sicherungsbügel 5 aus der Ruheposition in die Sicherungsposition zu bewegen,
muss der Sicherungsbügel 5 wieder elastisch verformt werden, um über die Noppen 8
bewegt werden zu können. Der Sicherungsbügel 5 kann zum Beispiel von Hand oder mittels
eines Werkzeugs, zum Beispiel einer Skistockspitze in und aus der Ruheposition bewegt
werden.
[0032] Die Figur 2 zeigt einen Vorderbacken 1, bei dem die Sohlenhalter 3 in der Sicherungsposition
sind, in der sie einen nicht dargestellten Skischuh an seinem vorderen Ende sicher
mit einem Ski verbinden. Die Spannvorrichtung 4 ist aktiviert, die Pins greifen in
Pinaufnahmen 15 eines nicht gezeigten Skischuhs ein. Der Skischuh steht mit seiner
Sohle auf der Aufstandsplatte 9 auf. Der Sicherungsbügel 5 umfasst die Aufstandsplatte
9, so dass er an den Außenrändern der Aufstandsplatte 9 vorbei aus der gezeigten Ruheposition
in die in der Figur 5 gezeigte Sicherungsposition verschwenkt werden kann.
[0033] Die Schwenkarme 5a des Sicherungsbügels 5 sind in die Aufnahmen 7 eingesteckt und
bilden gemeinsam mit den Aufnahmen 7, die von dem zweiten Bauteil 212 gebildet werden,
das Bügelschwenkgelenk S
B. Die Seitenabschnitte 5b des Sicherungsbügels 5 liegen unterhalb der Noppen 8, wodurch
der Sicherungsbügel 5 in der Ruheposition gesichert ist.
[0034] Das Bohrbild 12 des zweiten Bauteils 212 überlappt in einem Anschlussbereich das
Bohrbild 13 des ersten Bauteils 211. Beide Bauteile 211 und 212 sind zusammen mittels
der Verbindungselemente 14 mit dem nicht dargestellten Ski verbunden.
[0035] Die Figur 3 zeigt die Seitenansicht des Vorderbackens 1 der Figur 2, jetzt mit einem
Skischuh mit einem Skischuhkörper 10 und einer Skischuhsohle 11. Die Sohlenhalter
3 oder Pins greifen in die Pinaufnahmen 15 ein und verbinden dadurch den Skischuh
mit einem nicht dargestellten Ski. Der Sicherungsbügel 5 liegt unterhalb der Skischuhsohle
11 und ist durch die Noppen 8 in dieser Position festgelegt. Der Skischuhkörper 10
umfasst ein vorderes Ende 10a, die Skischuhsohle 11 ein vorderes Ende 11a.
[0036] Die Figur 4 zeigt den Vorderbacken 1 mit einem Skischuh, der für ein Gehen mit dem
nicht gezeigten Ski durch die Sohlenhalter 3 gehalten wird. Die Sohlenhalter 3 bilden
eine Schwenkachse, um die das vordere Skischuhende verschwenkt werden kann, wenn sich
das nicht gezeigte hintere Ende des Skischuhs beim Gehen vom Ski löst respektive auf
dem Ski wieder aufsetzt.
[0037] Die Figur 5 zeigt den Vorderbacken 1 bereit für die Aufnahme eines Skischuhs für
eine Pistenfahrt oder den Abfahrtsmodus. Die Sohlenhalter 3 sind in einer äußeren
Position, wo sie durch die Spannvorrichtung 4 gehalten werden. Der Sicherungsbügel
5 wurde von Hand oder mittels eines Werkzeugs, zum Beispiel der Spitze eines Skistocks,
aus der Ruheposition in die Sicherungsposition bewegt und steht jetzt im Wesentlichen
senkrecht von der Basisstruktur 2 nach oben, so dass der Nutzer mit dem vorderen Ende
11a der Skischuhsohle 11 einsteigen kann.
[0038] In der Figur 6 ist der Skischuh in dem Vorderbacken 1 in der Position für die Pistenfahrt
und wird von dem Sicherungsbügel 5 mit dem Ski sicher verbunden. Die Pinaufnahmen
15 sind jetzt in einer Position, in der die Pins oder Sohlenhalter 3 nicht mehr in
die Pinaufnahmen 15 eingreifen können, wenn sie durch die Spannvorrichtung 4 in die
Sicherungsposition gespannt werden, wie in den Figuren 2 bis 4 gezeigt.
[0039] Der Sicherungsbügel 5 umfasst die Skischuhsohle 11 an deren vorderem Ende. Der Auflageabschnitt
5c des Sicherungsbügels 5 liegt an dem vorderen Ende 10a des Skischuhkörpers 10 an
und auf der freien Oberseite 11b der vorderen Skischuhsohle 11 an. Der Auflageabschnitt
5c hat eine Form, die die Rundung des vorderen Endes 10a des Skischuhkörpers 10 nachbildet,
wodurch die Anlagefläche an dem vorderen Ende 10a des Skischuhkörpers 10 und die Auflagefläche
auf der freien Oberseite 11b der vorderen Skischuhsohle 11 groß ist.
[0040] Der Skischuh kann in dieser Position, wenn er am hinteren Ende durch den nicht dargestellten
Hinterbacken gehalten wird, nicht mehr aus dem Vorderbacken 1 herausgenommen werden.
Der Sicherungsbügel 5 kann das zehenseitige Ende des Skischuhs auch dann nicht freigeben,
wenn große Torsionskräfte zum Beispiel durch einen Schlag beim Pistenfahren oder einen
Sturz auftreten. Um die sogenannte Seitenauslösung der Skibindung dennoch zu ermöglichen,
kann der Fersenhalter um eine Hochachse im Wesentlichen senkrecht zur Skioberfläche
drehbar sein, so dass die Seitenauslösung über den Hinterbacken oder Fersenhalter
erfolgt.
[0041] In der Pistenfahrtposition steht der Skischuh mit der Skischuhsohle 11 auf der Aufstandsplatte
9 auf.
[0042] Die Figur 7 zeigt eine perspektivische Ansicht der Figur 6.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Vorderbacken
- 2
- Basisstruktur
- 21
- Basisstrukturplatte
- 211
- erstes Bauteil
- 212
- zweites Bauteil
- 22
- Basisstrukturkörper
- 3
- Sohlenhalter
- 31
- Welle
- 4
- Spannvorrichtung
- 5
- Sicherungsbügel
- 5a
- Schwenkarm
- 5b
- Seitenabschnitt
- 5c
- Auflageabschnitt
- 6
- Aufnahme
- 7
- Aufnahme
- 8
- Noppen
- 9
- Aufstandsplatte
- 10
- Skischuhkörper
- 10a
- vorderes Ende
- 11
- Skischuhsohle
- 11a
- vorderes Ende
- 11b
- freie Oberseite
- 12
- Bohrbild
- 13
- Bohrbild
- 14
- Verbindungselement
- 15
- Pinaufnahme
- 100
- Sicherungsbügeleinrichtung
- L
- Längsachse
- SB
- Bügelschwenkgelenk
1. Skibindung, bevorzugt eine kombinierte Abfahrts- und Tourenskibindung, mit einem Vorderbacken
(1) und einem Hinterbacken, wobei der Vorderbacken (1) umfasst:
eine Basisstruktur (2),
wenigstens zwei Sohlenhalter (3) in Form von Pins, wobei die Sohlenhalter (3) ein
zehenseitiges Ende eines Skischuhs mit einem Ski beim Tourengehen schwenkbar verbinden,
eine Spannvorrichtung (4) mit der die Pins (3) aus einer Ruheposition in von oder
an einer Skischuhsohle gebildete Pinaufnahmen bewegbar sind, und
einen Sicherungsbügel (5), der aus einer Ruheposition in eine Sicherungsposition bewegbar
ist, in der der Sicherungsbügel (5) den Skischuh auf dem Ski für eine Pistenfahrt
festhält,
wobei der Sicherungsbügel (5) in der Ruheposition unterhalb der Skischuhsohle angeordnet
ist, in der Ruheposition an der Basisstruktur (2) festgelegt ist und unbelastet nicht
von selbst in die Sicherungsposition schwenkt, und wobei der Hinterbacken für eine
Seitenauslösung der Skibindung um eine Achse im Wesentlichen senkrecht zu einer Skioberfläche
verschwenkbar ist.
2. Skibindung nach Anspruch 1, wobei der Skischuh in der Tourenposition auf dem Ski entlang
einer Skilängsachse eine erste Position einnimmt und in der Abfahrtposition eine zweite
Position, die von der ersten Position unterschiedlich ist.
3. Skibindung nach dem vorgehenden Anspruch, wobei die zweite Position einen größeren
Abstand zu einer Skispitze hat als die erste Position.
4. Skibindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Basisstruktur (2) eine
Basisstrukturplatte (21) und einen Basisstrukturkörper (22) umfasst, und die Basisstrukturplatte
(21) aus einem ersten Bauteil (211) besteht, das fest mit dem Ski verbunden ist und
Aufnahmen (6) für Wellen (31) umfasst, die im Wesentlichen parallel zur Skilängsachse
verlaufende Schwenkachsen für die Pins (3) bilden, und einen zweiten bevorzugt separaten
Bauteil (212), das mit dem ersten Bauteil (211) fest verbunden oder verbindbar ist
und eine Aufnahme (7) und eine Schwenkachse für den Sicherungsbügel (5) bildet.
5. Skibindung nach Anspruch 4, wobei der Basisstrukturkörper (22) an einem in Skilaufrichtung
hinterem Ende im Wesentlichen quer zur Skikaufrichtung nach außen vorstehende Noppen
(8) aufweist, die den Sicherungsbügel (5) in der Ruheposition festlegen.
6. Skibindung nach einem der der Ansprüche 4 oder 5, wobei das zweite Bauteil (212) ein
Bohrbild aufweist, das mit einem Bohrbild des ersten Bauteils (211) zumindest in einem
Verbindungsbereich übereinstimmt.
7. Skibindung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei das zweite Bauteil (212) der Basisstrukturplatte
(21) bei einem konventionellen Vorderbacken mit Pins nachrüstbar ist.
1. A ski binding, preferably a combined downhill and touring ski binding, comprising
a front jaw (1) and a rear jaw, wherein the front jaw (1) comprises:
a base structure (2);
at least two sole retainers (3) in the form of pins, wherein the sole retainers (3)
pivotably connect a toe end of a ski boot to a ski while ski touring;
a tensing device (4) using which the pins (3) can be moved from a resting position
into pin receptacles which are formed by or on a sole of the ski boot; and
a securing bracket (5) which can be moved from the resting position to a securing
position in which the securing bracket (5) holds the ski boot fixedly on the ski for
on-slope skiing,
wherein the securing bracket (5) is arranged below the sole of the ski boot and fixed
on the base structure (2) when it is in the resting position, and does not pivot into
the securing position by itself when it is free of any load,
and wherein the rear jaw can be pivoted about an axis substantially perpendicular
to a surface of the ski for laterally releasing the ski binding.
2. The ski binding according to Claim 1, wherein the ski boot assumes a first position
on the ski along a longitudinal axis of the ski when it is in the touring position,
and a second position which is different from the first position when it is in the
downhill position.
3. The ski binding according to the preceding claim, wherein the second position has
a greater distance from a tip of the ski than the first position.
4. The ski binding according to any one of the preceding claims, wherein the base structure
(2) comprises a base structure plate (21) and a base structure body (22), and the
base structure plate (21) consists of a first component (211), which is fixedly connected
to the ski and comprises receptacles (6) for shafts (31) which form pivot axes for
the pins (3) extending substantially parallel to the longitudinal axis of the ski,
and a second, preferably separate component (212) which is or can be fixedly connected
to the first component (211) and forms a receptacle (7) and a pivot axis for the securing
bracket (5).
5. The ski binding according to Claim 4, wherein an end of the base structure body (22)
which is a rear end in the skiing direction comprises studs (8) which protrude outwards
and substantially transverse to the skiing direction and which fix the securing bracket
(5) in the resting position.
6. The ski binding according to Claim 4 or 5, wherein the second component (212) exhibits
a drill hole pattern which corresponds to a drill hole pattern of the first component
(211) at least in a connecting region.
7. The ski binding according to any one of Claims 4 to 6, wherein the second component
(212) of the base structure plate (21) can be retrofitted in a conventional front
jaw comprising pins.
1. Fixation de ski, de préférence une fixation de ski combinée de descente et de randonnée,
ayant une mâchoire avant (1) et une mâchoire arrière, la mâchoire avant (1) comprenant
:
une structure de base (2) ;
au moins deux supports de semelle (3) sous la forme de goupilles, les supports de
semelle (3) reliant de manière à pouvoir pivoter une extrémité côté orteils d'une
chaussure de ski à un ski lors de la randonnée ;
un dispositif de serrage (4) par lequel les goupilles (3) peuvent être déplacées d'une
position de repos dans des réceptacles de goupille formés par ou sur une semelle de
chaussure de ski ; et
un étrier de blocage (5) qui peut être déplacé de la position de repos à une position
de blocage dans laquelle l'étrier de blocage (5) maintient de manière fixe la chaussure
de ski sur le ski pour une descente,
l'étrier de blocage (5) étant disposé sous la semelle de chaussure de ski en position
de repos et étant fixé à la structure de base (2) en position de repos et ne pivotant
pas automatiquement dans la position de blocage lorsqu'il n'est pas chargé,
et la mâchoire arrière pouvant être pivoté autour d'un axe essentiellement perpendiculaire
à une surface du ski pour un déclenchement latéral de la fixation de ski.
2. Fixation de ski selon la revendication 1, dans laquelle la chaussure de ski occupe
en position de randonnée une première position sur le ski le long d'un axe longitudinal
du ski et occupe en position de descente une seconde position sur le ski le long d'un
axe longitudinal du ski qui est différente de la première position.
3. Fixation de ski selon la revendication précédente, dans laquelle la seconde position
est à une plus grande distance d'une pointe du ski que la première position.
4. Fixation de ski selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la structure
de base (2) comprend une plaque de structure de base (21) et un corps de structure
de base (22) et la plaque de structure de base (21) est constituée d'un premier composant
(211) relié de manière fixe au ski et comprenant des réceptacles (6) pour des arbres
(31) qui forment des axes de pivotement s'étendant essentiellement parallèlement à
l'axe longitudinal du ski pour les goupilles (3), et d'un second composant (212),
de préférence séparé, qui est ou peut être relié de manière fixe au premier composant
(211) et forme un réceptacle (7) et un axe de pivotement pour l'étrier de blocage
(5).
5. Fixation de ski selon la revendication 4, dans laquelle le corps de structure de base
(22) présente à une extrémité arrière dans la direction de mouvement du ski des petits
boutons (8) faisant saillie vers l'extérieur essentiellement transversalement à la
direction de mouvement du ski qui fixent l'étrier de blocage (5) en position de repos.
6. Fixation de ski selon la revendication 4 ou 5, dans laquelle le second composant (212)
présente un motif de perçage qui correspond à un motif de perçage du premier composant
(211) au moins dans une zone de liaison.
7. Fixation de ski selon l'une des revendications 4 à 6, dans laquelle le second composant
(212) de la plaque de structure de base (21) peut être équipé ultérieurement dans
une mâchoire avant conventionnelle comprenant de goupilles.