[0001] Mit Hilfe eines verstellbaren, herkömmlichen Ventiltriebs, der zwei Nocken unterschiedlichen
Nockenhubes umfasst, kann der Zylinder einer Brennkraftmaschine in zwei verschiedenen
Betriebsmodi betrieben werden. Wird anstelle zweier Nocken unterschiedlichen Hubs
nur ein einziger Nocken und - anstelle eines zweiten Nockens - ein Grundkreis ohne
Nockenhub verwendet, so lässt sich der Zylinder mit Hilfe des Ventiltriebs abschalten.
In einem solchen, abgeschalteten Zustand wirkt ein mit einem Gaswechselventil des
Zylinders gekoppelter Nockenfolger nicht mit dem einzigen Nocken, sondern mit besagtem
Grundkreis zusammen, so dass das Gaswechselventil nicht betätigt wird.
[0003] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei der Entwicklung von Ventiltrieben
neue Wege aufzuzeigen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Ventiltrieb mit allen Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
[0005] Grundgedanke der Erfindung ist demnach, einen Ventiltrieb mit einer rein mechanischen
Verstellvorrichtung auszustatten, mittels welcher der Nockenfolger zwischen einer
ersten und einer zweiten axialen Position verstellt werden kann. Die Verwendung herkömmlicher
Verstellmittel mit pneumatischen oder hydraulischen Komponenten kann auf diese Weise
entfallen. Dies bedeutet einen erheblich vereinfachten konstruktiven Aufbau des Ventiltriebs,
womit wiederum ein verringerter Bauraumbedarf einhergeht.
[0006] Ein erfindungsgemäßer Ventiltrieb umfasst eine Nockenwelle und einen Nockenfolger.
Auf der Nockenwelle drehfest angebracht sind ein erster Nocken und, axial benachbart
zu diesem, ein zweiter Nocken. Durch die Mittellängsachse der Nockenwelle kann eine
axiale Richtung definiert sein. Der erste Nocken kann dabei axial im Abstand zum ersten
Nocken angeordnet sein oder an diesem anliegen. Der Nockenfolger ist entlang einer
axialen Richtung axial verstellbar. Der Nockenfolger ist dabei axial verstellbar zwischen
einer ersten Position, in welcher der Nockenfolger mit dem ersten Nocken antriebsverbunden
ist, und einer zweiten Position, in welcher der Nockenfolger mit dem zweiten Nocken
antriebsverbunden ist. Der Nockenfolger weist erfindungsgemäß eine mit der Nockenwelle
zusammenwirkende mechanische, Verstelleinrichtung zur axialen Verstellung des Nockenfolgers
zwischen der ersten und der zweiten Position aufweist.
[0007] Erfindungsgemäß weist die mechanische Verstelleinrichtung ein verstellbares erstes
mechanisches Eingriffselement auf. Dieses wirkt zum axialen Verstellen des Nockenfolgers
von der ersten in die zweite Position mit einer an der Nockenwelle vorhandenen ersten
Kulissenführung zusammen. Die Verstelleinrichtung weist auch ein erstellbares zweites
mechanisches Eingriffselement auf, welche zum axialen Verstellen des Nockenfolgers
von der zweiten in die erste Position mit ei-ner an der Nockenwelle vorhandenen zweiten
Kulissenführung zusammenwirkt. Die Verwendung solcher mechanischer Eingriffselemente
erlaubt einen Verzicht auf technisch aufwändige pneumatische Systeme.
[0008] Erfindungsgemäß umfasst die mechanische Verstelleinrichtung einen ersten Aktuator.
Mittels des ersten Aktuators ist das erste mechanische Eingriffselement verstellbar
zwischen einer ersten Position, in welcher es in die erste Kulissenführung eingreift,
und einer zweiten Position verstellbar ist, in welcher es nicht in die erste Kulissenführung
eingreift. Alternativ oder zusätzlich umfasst die mechanische Verstelleinrichtung
einen zweiten Aktuator, mittels welchem das zweite mechanische Eingriffselement verstellbar
ist zwischen einer ersten Position, in welcher es in die zweite Kulissenführung eingreift,
und einer zweiten Position verstellbar ist, in welcher es nicht in die zweite Kulissenführung
eingreift. Auch die Verwendung solcher Aktuatoren erlaubt einen Verzicht auf technisch
nur mit erheblichem Aufwand realisierbare pneumatische und/oder hydraulische Verstellmittel
zum Verstellen des jeweiligen Eingriffselements.
[0009] Erfindungsgemäß erfolgt die Verstellung des ersten und/oder zweiten Eingriffselements
von der ersten in die zweite Position mit Hilfe der Hubbewegung des Nockenfolgers.
Mit anderen Worten, der Nockenfolger wird durch die vom ersten oder zweiten Nocken
bewirkte Hubbewegung auf die beiden Aktuatoren zu bewegt. Befinden sich diese in ihrer
Aktiv-Position, so wird durch die Hubbewegung des Nockenfolgers und damit des jeweiligen
Eingriffselements das jeweilige Eingriffselement gegen den jeweiligen, in der Aktiv-Position
gegenüber der Nockenwelle ortsfesten, also unbeweglichen Aktuator gedrückt und auf
diese Weise vom Aktuator in seine zweite Position "verschoben". Ein aktives Verstellen
des ersten oder zweiten Eingriffselements durch eine aktive Bewegung des ersten bzw.
zweiten Aktuators kann auf diese Weise entfallen. Entsprechend können die beiden Aktuatoren
konstruktiv sehr einfach aufgebaut werden, was zu Kostenvorteilen bei der Herstellung
führt.
[0010] Zweckmäßig ist der erste Aktuator zwischen einer Inaktiv-Position und einer Aktiv-Position
verstellbar. Vorzugsweise kann die Verstellbarkeit derart realisiert sein, dass der
erste Aktuator in der Inaktiv-Position mit dem ersten Eingriffselement außer Kontakt
steht und durch ein Verstellen von der Inaktiv-Position in die Aktiv-Position das
erste Eingriffselement durch mechanischen Kontakt von der zweiten in die erste Position
verstellt. Bei dieser Variante kann auch der zweite Aktuator, alternativ oder zusätzlich
zum ersten Aktuator zwischen einer Inaktiv-Position und einer Aktiv-Position verstellbar
sein. Entsprechend zum ersten Aktuator ist auch der zweite Aktuator in der Inaktiv-Position
mit dem zweiten Eingriffselement außer Kontakt. Durch ein Verstellen von der Inaktiv-Position
in die Aktiv-Position verstellt der zweite Aktuator das zweite Eingriffselement durch
mechanischen Kontakt von der zweiten in die erste Position. Die Verwendung rein mechanischer
Mittel - in Form der Aktuatoren - zum Verstellen der Eingriffsmittel vereinfacht den
Aufbau des gesamten Ventiltriebs. Damit gehen erhebliche Kosteneinsparungen bei der
Herstellung des Ventiltriebs einher.
[0011] Besonders bevorzugt können die beiden Aktuatoren als linear verstellbare, elektrisch
angetriebene Aktuatoren ausgebildet sein. In diesem Fall können sie auf einfache Weise
von einer Steuerungseinrichtung des Ventiltriebs zum Verstellen zwischen der Aktiv-Position
und der Inaktiv-Position angesteuert werden. Darüber hinaus gestattet die Realisierung
als elektrische Aktuatoren eine sehr genaue Steuerung der linearen Positionierung
der Aktuatoren entlang ihrer Verstellrichtung. Die mechanische Verstelleinrichtung
ist in dieser Variante als elektromechanische Verstelleinrichtung realisiert.
[0012] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der erste Aktuator ein linear
verstellbares erstes Stellelement auf. Dieses kann einen zylindrischen Stellkörper
umfassen, dessen Stirnseite beim Bewegen des ersten Eingriffselements in die erste
Kulissenführung gegen eine dem ersten Stellelement gegenüberliegende Stirnseite des
Eingriffselements drückt. In analoger Weise kann auch der zweite Aktuator ein linear
verstellbares zweites Stellelement aufweist, welches einen zylindrischen Stellkörper
aufweist. Dessen Stirnseite kann in analoger Weise zum ersten Stellelement beim Bewegen
des zweiten Eingriffselements in die zweite Kulissenführung gegen eine dem zweiten
Stellelement gegenüberliegende Stirnseite des zweiten Eingriffselements drücken. In
der vorangehend beschrieben Weise lässt sich auf einfache und somit kostengünstige
Weise die gewünschte mechanische Kopplung des Aktuators mit dem Eingriffselement realisieren.
[0013] Bei einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung weist der erste Aktuator ein Gehäuse
und ein relativ zum Gehäuse zwischen der ersten und der zweiten Position translatorisch
verstellbares erstes Stellelement auf. Bei dieser Variante kann auch der zweite Aktuator,
alternativ oder zusätzlich zum ersten Aktuator, ein Gehäuse und ein relativ zu diesem
Gehäuse zwischen der ersten und der zweiten Position translatorisch verstellbares,
zweites Stellelement aufweisen. Mittels solcher Stellelemente, die vorzugsweise eine
stift- oder bolzenartigen Kontaktabschnitt aufweisen, kann auf einfache Weise das
erforderliche mechanische Zusammenwirken der Aktuatoren mit den Eingriffselementen
realisiert werden, um die Eingriffselemente, vorzugsweise formschlüssig, in Eingriff
mit den Kulissenführungen zu bringen.
[0014] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung, welche besonders wenig Bauraum
benötigt, sind die erste und zweite Kulissenführung in einem gemeinsamen Kulissenkörper
ausgebildet, der relativ zu den beiden Nocken axial auf derselben Seite der Nockenfolger-Rolle
angeordnet ist.
[0015] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Nockenfolger eine Nockenfolger-Fixiereinrichtung
zum lösbaren Fixieren des Nockenfolgers in der ersten oder zweiten Position auf. Gemäß
dieser Variante weist die Nockenfolger-Fixiereinrichtung ein federbeaufschlagtes Nockenfolger-Fixierelement
auf. Dieses greift in der ersten Position des Nockenfolgers in eine am Nockenfolger
vorgesehene erste Aufnahme und in der zweiten Position des Nockenfolgers in eine am
Nockenfolger vorgesehene zweite Aufnahme ein. Eine derartige Realisierung eines Fixiermechanismus
zum Fixieren des Nockenfolgers erlaubt eine zuverlässige Fixierung des Nockenfolgers
in seiner ersten oder zweiten axialen Position und erfordert dennoch nur sehr wenig
Bauraum.
[0016] Besonders bevorzugt, weil mit besonders geringen Fertigungskosten verbunden, ist
die erste Aufnahme als auf der Umfangsseite des Nockenfolgers ausgebildete erste Umfangsnut.
Die zweite Aufnahme ist dabei als auf der Umfangsseite axial im Abstand zur ersten
Umfangsnut angeordnete zweite Umfangsnut ausgebildet.
[0017] Zweckmäßig weist der Nockenfolger für wenigstens ein Eingriffselement, vorzugsweise
für beide Eingriffselemente, eine Eingriffselement-Fixiereinrichtung zum lösbaren
Fixieren des Eingriffselements in der ersten oder zweiten Position auf. Bei dieser
Variante weist besagte Eingriffselement-Fixiereinrichtung ein federbeaufschlagtes
Fixierelement auf. Dieses ist in der ersten Position des Eingriffselements in einer
am Eingriffselement vorgesehenen ersten Aufnahme aufgenommen. In der zweiten Position
des Eingriffselements ist das Fixierelement in einer am Nockenfolger vorgesehenen
zweiten Aufnahme aufgenommen.
[0018] Bevorzugt weisen das erste und/oder zweite Eingriffselement jeweils einen bolzenartig
oder stiftartig ausgebildeten Grundkörper auf, auf dessen Umfangsseite die erste Aufnahme
als erste Umfangsnut und die zweite Aufnahme als axial im Abstand angeordnete zweite
Umfangsnut ausgebildet sind.
[0019] Besonders zweckmäßig umfasst die mechanische Verstelleinrichtung keine hydraulischen
und/oder pneumatischen Komponenten.
[0020] Soll der Ventiltrieb in einer Brennkraftmaschine mit einem abschaltbaren Zylinder
betrieben, so wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, den ersten
oder zweiten Nocken als Grundkreis ohne Nockenhub ausauszubilden ist.
[0021] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Brennkraftmaschine mit einem vorangehend vorgestellten
Ventiltrieb.
[0022] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0023] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0024] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0025] Es zeigen, jeweils schematisch:
- Fig. 1
- ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Ventiltriebs mit einer Nockenwelle, die in einer
ersten Axialposition angeordnet ist,
- Fig. 2
- den Ventiltrieb der Figur 2 mit der Nockenwelle in einer zur ersten Axialposition
axial verschobenen, zweiten Position,
- Fig. 3
- eine Variante des Ventiltriebs der Figuren 1 und 2 mit zwei auf einem gemeinsamen
Kulissenkörper angeordneten Kulissenführungen.
[0026] Die Figuren 1 und 2 illustrieren in einer schematischen Darstellung ein Beispiel
eines erfindungsgemäßen Ventiltriebs 1. Der Ventiltrieb 1 umfasst eine Nockenwelle
2 und einen Nockenfolger. Auf der Nockenwelle 2 ist drehfest ein erster Nocken 4a
angebracht. Axial benachbart zum ersten Nocken 4a ist auf der Nockenwelle 2, ebenfalls
drehfest zu dieser, ein zweiter Nocken 4b angeordnet.
[0027] Im Beispiel der Figuren ist der erste Nocken 4a als Grundkreis ohne Nockenhub ausgebildet.
Dies erlaubt die Verwendung des Ventiltriebs 1 in einer Brennkraftmaschine mit einem
abschaltbaren Zylinder.
[0028] Der Nockenfolger ist entlang einer axialen Richtung A verstellbar zwischen ei-ner
ersten Position, in welcher er mit dem ersten Nocken 4a antriebsverbunden ist, und
einer zweiten Position, in welcher er mit dem zweiten Nocken 4b antriebsverbunden
ist. Figur 1 zeigt den Nockenfolger in besagter erster Position, die Figur 2 zeigt
den Nockenfolger in seiner zweiten Position. Der Nockenfolger kann einen zylindrisch
ausgebildeten Nockenfolger-Grundkörper 5 aufweisen, auf dessen Umfangsseite eine hohlzylindrisch
ausgebildete Nockenfolger-Rolle 6 drehbar gelagert ist. Der Nockenfolger-Grundkörper
5 ist dem einschlägigen Fachmann auch unter der Bezeichnung "Bolzen" oder "Verschiebeachse"
bekannt. Über die Nockenfolger-Rolle 6 erfolgt in bekannter Weise die Antriebsverbindung
der beiden Nocken 4a, 4b mit dem Nockenfolger. Dabei wird die Drehbewegung der Nockenwelle
2 mittels der Nocken 4a, 4b in eine lineare Bewegung des Nockenfolgers umgewandelt.
[0029] In der in Figur 1 gezeigten ersten Position des Nockenfolgers ist die Nockenfolger-Rolle
6 mit dem ersten Nocken 4a gekoppelt, in Figur 2 mit dem zweiten Nocken 4b. Die Nockenfolger-Rolle
6 steuert (nicht gezeigt) über eine geeignet ausgebildete mechanische Kopplungseinrichtung,
insbesondere in der Art eines Stellglieds, ein Ventil zum Verstellen zwischen einem
geöffneten und geschlossenen Zustand ans. Konkrete technische Realisierungsmöglichkeiten
einer solchen Kopplung sind nicht Teil der vorliegenden Erfindung, sondern dem einschlägigen
Fachmann aus dem Stand der Technik in verschiedenen Formen bekannt, so dass auf eine
detailliertere Erläuterung diesbezüglich verzichtet werden kann.
[0030] Der Nockenfolger der Figur 1 weist eine mit der Nockenwelle 2 zusammenwirkende mechanische
Verstelleinrichtung 7 zur axialen Verstellung des Nockenfolgers 3 zwischen der ersten
und der zweiten Position auf. Die mechanische Verstelleinrichtung 7 umfasst hierzu
ein erstes verstellbares mechanisches Eingriffselement 8a. Das erste mechanische Eingriffselement
8a wirkt zum axialen Verstellen des Nockenfolgers von der in Figur 1 gezeigten ersten
Position in die zweite Position mit einer an der Nockenwelle vorhandenen ersten Kulissenführung
9a zusammen. In analoger Weise weist die mechanische Verstelleinrichtung 7 ein verstellbares
zweites mechanisches Eingriffselement 8b auf. Das zweite Eingriffselement 8b wirkt
zum axialen Verstellen des Nockenfolgers von seiner zweiten in die erste Position
mit einer an der Nockenwelle vorhandenen, zweiten Kulissenführung 9b zusammen.
[0031] Die mechanische Verstelleinrichtung 7 umfasst ferner einen ersten Aktuator 10a, mittels
welchem das erste Eingriffselement 8a zwischen einer in Figur 1 gezeigten ersten Position,
in welcher es in die erste Kulissenführung 9a eingreift, und einer in Figur 2 gezeigten
zweiten Position verstellbar ist, in welcher es nicht in die erste Kulissenführung
9a eingreift. Die mechanische Verstelleinrichtung 7 umfasst auch einen zweiten Aktuator
10b, mittels welchem das zweite Eingriffselement 8b zwischen einer ersten Position,
in welcher es in die zweite Kulissenführung 9b eingreift, und einer zweiten Position
verstellbar ist, in welcher es nicht in besagte zweite Kulissenführung 9b eingreift.
Die mechanische Verstelleinrichtung 7 umfasst keine hydraulischen oder pneumatischen
Komponenten.
[0032] Der erste Aktuator 10a ist zwischen einer Inaktiv-Position und einer Aktiv-Position
verstellbar. Zu diesem Zweck können die beiden Aktuatoren 10a, 10b als linear verstellbare,
elektrisch angetriebene Aktuatoren ausgebildet sein. Die mechanische Verstelleinrichtung
7 ist in diesem Fall als elektromechanische Verstelleinrichtung realisiert. Mit anderen
Worten, elektrisch angetriebene Aktuatoren 10a, 10b sind vorliegend vom Begriff "mechanische
Stelleinrichtung" 7 umfasst.
[0033] Die beiden Aktuatoren 10a, 10b sind von einer Steuerungseinrichtung 11 des Ventiltriebs
1 zum Verstellen zwischen ihrer Aktiv-Position und ihrer Inaktiv-Position steuerbar.
Diese Verstellbarkeit ist derart realisiert, dass der erste Aktuator 10a in der Inaktiv-Position
mit dem ersten Eingriffselement 8a außer Kontakt steht. Im Zuge eines Verstellens
von seiner Inaktiv-Position in seine Aktiv-Position verstellt der erste Aktuator 10a
das erste Eingriffselement 8a durch mechanischen Kontakt von seiner zweiten in seine
erste Position.
[0034] Die Verstellung des ersten Eingriffselement 8a von der ersten in die zweite Position
kann bevorzugt mittels der Hubbewegung des Nockenfolgers, insbesondere mittels des
Nockenfolger-Grundkörpers 5 bewirkt werden. Dabei wird der Nockenfolger durch die
vom ersten oder zweiten Nocken 4a, 4b bewirkte Hubbewegung in Richtung des ersten
Aktuators 10a bewegt. Befindet sich dieser in seiner Aktiv-Position, so wird durch
die Hubbewegung des Nockenfolgers und damit des ersten Eingriffselements 8a dieses
gegen den ersten Aktuator 10a gedrückt und von diesem in seine zweite Position verstellt.
[0035] In diesem Zustand greift das erste Eingriffselement 8a in die erste Kulissenführung
9a ein, so dass der Nockenfolger aufgrund der Drehbewegung der Nockenwelle 2 mit Hilfe
der auf dieser angeordneten ersten Kulissenführung 9a axial von seiner ersten in die
zweite Position bewegt wird. Auch der zweite Aktuator 10b ist zwischen einer Inaktiv-Position
und einer Aktiv-Position verstellbar. Diese Verstellbarkeit ist derart realisiert,
dass der zweite Aktuator 10b in der Inaktiv-Position mit dem zweiten Eingriffselement
8b außer Kontakt steht. Im Zuge eines Verstellens von seiner Inaktiv-Position in seine
Aktiv-Position verstellt der zweite Aktuator 10b das zweite Eingriffselement 8b durch
mechanischen Kontakt von seiner zweiten in seine erste Position.
[0036] Auch die Verstellung des zweiten Eingriffselements 8b von der ersten in die zweite
Position wird bevorzugt mittels der Hubbewegung des Nockenfolgers, insbesondere mittels
des Nockenfolger-Grundkörpers 5 bewirkt. Dabei wird der Nockenfolger durch die vom
ersten oder zweiten Nocken 4a, 4b bewirkte Hubbewegung in Richtung des zweiten Aktuators
8b bewegt. Befindet sich dieser in seiner Aktiv-Position, so wird durch die Hubbewegung
des Nockenfolgers und damit des zweiten Eingriffselements 8b dieses gegen den zweiten
Aktuator 10b gedrückt und somit von diesem in seine zweite Position verstellt.
[0037] In diesem Zustand greift das zweite Eingriffselement 8b in die zweite Kulissenführung
9b ein, so dass der Nockenfolger aufgrund der Drehbewegung der Nockenwelle 2 mit Hilfe
der auf dieser angeordneten zweiten Kulissenführung 9a axial von seiner zweiten in
die erste Position bewegt wird.
[0038] Der erste Aktuator 10a weist ein linear verstellbares (vgl. Pfeil 15a) erstes Stellelement
12a auf. Dieses kann teilweise aus einem ersten Gehäuse 16a des ersten Aktuators 10a
herausragen und linear verstellbar relativ zu diesem angeordnet sein. Eine dem ersten
Eingriffselement 8a zugewandte Stirnseite 13a des ersten Stellelements 12a, welches
stift- oder bolzenartig ausgebildet sein kann, drückt beim Bewegen des ersten Eingriffselements
8a in die erste Kulissenführung 9a gegen eine dem ersten Stellelement 12a gegenüberliegende
Stirnseite 14a des ersten Eingriffselements 8a. Der zweite Aktuator 10b weist ein
linear verstellbares (vgl. Pfeil 15b) zweites Stellelement 12b auf. Dieses kann teilweise
aus einem zweiten Gehäuse 16b des zweiten Aktuators 10b herausragen und linear verstellbar
relativ zu diesem angeordnet sein. Eine dem zweiten Eingriffselement 8b zugewandte
Stirnseite 13b des zweiten Stellelements 12b, welches stift- oder bolzenartig ausgebildet
sein kann, drückt beim Bewegen des zweiten Eingriffselements 8b in die zweite Kulissenführung
9b gegen eine dem zweiten Stellelement 12b gegenüberliegende Stirnseite 14b des zweiten
Eingriffselements 8b.
[0039] Wie die Darstellung der Figur 2 erkennen lässt, besitzt der Nockenfolger auch eine
Nockenfolger-Fixiereinrichtung 17 zum lösbaren Fixieren des Nockenfolgers in der ersten
oder zweiten Position. Die Nockenfolger-Fixiereinrichtung 17 umfasst ein federbeaufschlagtes
Nockenfolger-Fixierelement 18. Das Nockenfolger-Fixierelement 18 greift in der ersten
Position des Nockenfolgers in eine am Nockenfolger vorgesehene erste Aufnahme 19a
ein und greift in der zweiten Position des Nockenfolgers in eine am Nockenfolger vorgesehene
zweite Aufnahme 19b ein. Vorzugsweise ist die erste Aufnahme 19a wie in Figur 2 dargestellt
als erste Umfangsnut 20a realisiert, die auf einer Umfangsseite 21 des Nockenfolgers
angeordnet ist. Die zweite Aufnahme ist entsprechend als auf der Umfangsseite 21 axial
im Abstand angeordnete, zweite Umfangsnut 20b realisiert.
[0040] Wie die Figuren 1 und 2 anschaulich belegen, weist der Nockenfolger für die beiden
Eingriffselemente 8a, 8b, vorzugsweise für beide Eingriffselemente 8a, 8b, jeweils
eine erste bzw. zweite Eingriffselement-Fixiereinrichtung 22a, 22b zum lösbaren Fixieren
des ersten bzw. zweiten Eingriffselements 8a, 8b in der ersten oder zweiten Position
auf. Erkennbar besitzen die beiden Eingriffselement-Fixiereinrichtungen 22a, 22b jeweils
ein federbeaufschlagtes Fixierelement 23a, 23b, welches in der ersten Position des
jeweiligen Eingriffselements 8a,8b in einer am jeweiligen Eingriffselement 8a,8b vorgesehenen
ersten Aufnahme 24a, 24b aufgenommen ist. In der zweiten Position des Nockenfolgers
ist das Fixierelement 23a, 23b in einer am Nockenfolger vorgesehenen zweiten Aufnahme
25a, 25b aufgenommen. Das erste und das zweite Eingriffselement 8a, 8b weisen jeweils
einen bolzenartig oder stiftartig ausgebildeten Grundkörper 29a, 29b auf. Auf einer
Umfangsseite des Grundkörpers 29a, 29b ist die erste Aufnahme 24a, 24b als erste Umfangsnut
27a, 27b und die zweite Aufnahme 25a, 25b als axial im Abstand auf der Umfangsseite
angeordnete zweite Umfangsnut 28a, 28b ausgebildet.
[0041] Im Folgenden wird anhand der Darstellung der Figuren 1 und zwei in Verstellen des
Nockenfolgers von der ersten in die zweite Position erläutert. Im Szenario der Figur
1 befindet sich der Nockenfolger in der ersten Position, in welcher seine Nockenfolger-Rolle
6 mit dem ersten Nocken 4a antriebsverbunden ist.
[0042] Soll eine Verstellung des Nockenfolgers von seiner ersten in seine zweite axiale
Position erfolgen, so wird das erste Eingriffselement 8a der mechanischen Verstelleinrichtung
7 wie in Figur 1 gezeigt mit der ersten Kulissenführung 9a in Eingriff gebracht. Dies
geschieht mit Hilfe des ersten elektrischen Aktuators 10a.
[0043] Der erste Aktuator 10a ist, wie bereits erläutert, zwischen einer in Figur 1 gezeigten
Inaktiv-Position und einer Aktiv-Position - in Figur 1 gestrichelt angedeutet verstellbar.
Der erste Aktuator 10a steht in der Inaktiv-Position mit dem ersten Eingriffselement
8a mechanisch außer Kontakt. Im Zuge eines Verstellens von seiner Inaktiv-Position
in seine Aktiv-Position verstellt der erste Aktuator 10a das erste Eingriffselement
8a durch mechanischen Kontakt von seiner zweiten in seine erste Position. In der ersten
Position greift das erste Eingriffselement 8a in die erste Kulissenführung 9a ein
(vgl. Figur 1), so dass der Nockenfolger durch die Drehbewegung der Nockenwelle 2
mit Hilfe der ersten Kulissenführung 9a axial von seiner ersten in seine zweite Position
bewegt wird, die in Figur 2 dargestellt ist. Nach dem In-Eingriff-Bringen des ersten
Eingriffselements 8a mit der ersten Kulissenführung 9a kann der erste Aktuator 10a
von der Steuerungseinrichtung 11 wieder in seine Inaktiv-Position zurückbewegt werden.
[0044] Die erste Kulissenführung 9a kann - ebenso wie die zweite Kulissenführung 9b - eine
in den Figuren nicht gezeigte Rampenstruktur aufweisen, derart, dass das erste Eingriffselement
8a außer Eingriff mit der ersten Kulissenführung gebracht wird, sobald der Nockenfolger
die zweite axiale Position erreicht hat. In dieser zweiten Position steht der zweite
Nocken 4b mit der Nockenfolger-Rolle 6 in Antriebsverbindung. Das Verstellen des Nockenfolgers
von der zweiten Position zurück in die erste Position kann mit Hilfe des zweiten Aktuators
10b, des zweiten Eingriffselements 8b und der zweiten Kulissenführung 9b in analoger
Weise zum vorangehend erläuterten Übergang von der ersten in die zweite Position des
Nockenfolgers erfolgen.
[0045] In Figur 3 ist eine Variante des Beispiels der Figuren 1 und 2 gezeigt. Der Ventiltrieb
1 der Figur 3 unterscheidet sich von jenem der Figuren 1 und 2 darin, dass die erste
und zweite Kulissenführung 9a, 9b relativ zu den beiden Nocken 4a, 4b axial auf derselben
Seite in einem gemeinsamen Kulissenkörper 26 ausgebildet sind. Es ist klar, dass damit
eine Änderung der axialen Anordnung der beiden Eingriffselemente 8a, 8b und der beiden
Kulissenführungen 9a, 9b sowie der beiden Aktuatoren 10a, 10b einhergeht.
1. Ventiltrieb (1) für eine Brennkraftmaschine,
- mit einer Nockenwelle (2) und einem Nockenfolger,
- mit einem drehfest auf der Nockenwelle (2) angebrachten ersten Nocken (4a) und einem
drehfest und axial benachbart zum ersten Nocken (4a) angeordneten zweiten Nocken (4b),
- wobei der Nockenfolger axial verstellbar ist zwischen einer ersten Position, in
welcher er mit dem ersten Nocken (4a) antriebsverbunden ist, und einer zweiten Position,
in welcher er mit dem zweiten Nocken (4b) antriebsverbunden ist,
- wobei der Nockenfolger eine mit der Nockenwelle (2) zusammenwirkende elektromechanische
Verstelleinrichtung (7) zur axialen Verstellung des Nockenfolgers zwischen der ersten
und der zweiten Position aufweist,
- wobei die mechanische Verstelleinrichtung (7) ein verstellbares erstes mechanisches
Eingriffselement (8a) aufweist, welches zum axialen Verstellen des Nockenfolgers von
der ersten in die zweite Position mit einer an der Nockenwelle (2) vorhandenen ersten
Kulissenführung (9a) zusammenwirkt,
- wobei die mechanische Verstelleinrichtung ein verstellbares zweites mechanisches
Eingriffselement (8b) aufweist, welches zum axialen Verstellen des Nockenfolgers von
der zweiten in die erste Position mit einer an der Nockenwelle (2) vorhandenen zweiten
Kulissenführung (9b) zusammenwirkt,
- wobei die mechanische Verstelleinrichtung (7) einen ersten Aktuator (10a) umfasst,
mittels welchem das erste mechanische Eingriffselement (8a) zwischen einer ersten
Position, in welcher es in die erste Kulissenführung (9a) eingreift, und einer zweiten
Position verstellbar ist, in welcher es nicht in die erste Kulissenführung (9a) eingreift,
und/oder
die mechanische Verstelleinrichtung (7) einen zweiten Aktuator (10b) umfasst, mittels
welchem das zweite mechanische Eingriffselement (8b) zwischen einer ersten Position,
in welcher es in die zweite Kulissenführung (9b) eingreift, und einer zweiten Position
verstellbar ist, in welcher es nicht in die zweite Kulissenführung (9b) eingreift,
- wobei die Verstellung des ersten Eingriffselements (8a) von der ersten in die zweite
Position mittels der Hubbewegung des Nockenfolgers, insbesondere des Nockenfolger-Grundkörpers
(5) bewirkt ist, und/oder die Verstellung des zweiten Eingriffselements (8b) von der
ersten in die zweite Position mittels der Hubbewegung des Nockenfolgers, insbesondere
des Nockenfolger-Grundkörpers (5), bewirkt ist.
2. Ventiltrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der erste Aktuator (10a) zwischen einer Inaktiv-Position und einer Aktiv-Position
verstellbar ist, derart, dass der erste Aktuator (10a) in der Inaktiv-Position mit
dem ersten Eingriffselement (8a) außer Kontakt steht und durch ein Verstellen von
der Inaktiv-Position in die Aktiv-Position das erste Eingriffselement (8a) durch mechanischen
Kontakt von seiner zweiten in seine erste Position verstellt,
- der zweite Aktuator (10b) zwischen einer Inaktiv-Position und einer Aktiv-Position
verstellbar ist, derart, dass der zweite Aktuator (10b) in der Inaktiv-Position mit
dem zweiten Eingriffselement (8b) außer Kontakt steht und durch ein Verstellen von
der Inaktiv-Position in die Aktiv-Position das zweite Eingriffselement (8b) durch
mechanischen Kontakt von seiner zweiten in seine erste Position verstellt.
3. Ventiltrieb nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Aktuatoren (10a, 10b) als linear verstellbare, elektrisch angetriebene
Aktuatoren ausgebildet sind, die von einer elektronischen Steuerungseinrichtung (11)
des Ventiltriebs (1) zum Verstellen zwischen der Aktiv-Position und der Inaktiv-Position
steuerbar sind.
4. Ventiltrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der erste Aktuator (10a) ein linear verstellbares erstes Stellelement (12a) aufweist,
dessen Stirnseite (13a) beim Bewegen des ersten Eingriffselements (8a) in die erste
Kulissenführung (9a) gegen eine dem ersten Stellelement (12a) gegenüberliegende Stirnseite
(14a) des Eingriffselements (8a) drückt,
- der zweite Aktuator (10b) ein linear verstellbares zweites Stellelement (12b) aufweist,
dessen Stirnseite (13a) beim Bewegen des zweiten Eingriffselements (8b) in die zweite
Kulissenführung (9b) gegen eine dem zweiten Stellelement (12b) gegenüberliegende Stirnseite
(14b) des zweiten Eingriffselements (8b) drückt.
5. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste und zweite Kulissenführung (9a, 9b) relativ zu den beiden Nocken (4a, 4b)
axial auf derselben Seite in einem gemeinsamen Kulissenkörper (26) angeordnet sind.
6. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nockenfolger eine Nockenfolger-Fixiereinrichtung (17) zum lösbaren Fixieren des
Nockenfolgers in der ersten oder zweiten Position aufweist,
wobei die Nockenfolger-Fixiereinrichtung (17) ein federbeaufschlagtes Nockenfolger-Fixierelement
(18) aufweist, welches in der ersten Position des Nockenfolgers in eine am Nockenfolger
vorgesehene erste Aufnahme (19a) eingreift und in der zweiten Position des Nockenfolgers
in eine am Nockenfolger vorgesehene zweite Aufnahme (19b) eingreift.
7. Ventiltrieb nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Aufnahme (19a) als auf der Umfangsseite (21) des Nockenfolgers ausgebildete
erste Umfangsnut (20a) und die zweite Aufnahme (19b) als auf der Umfangsseite (21)
axial im Abstand angeordnete zweite Umfangsnut (20b) ausgebildet ist.
8. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nockenfolger für wenigstens ein Eingriffselement (8a, 8b), vorzugsweise für beide
Eingriffselemente (8a, 8b), eine Eingriffselement-Fixiereinrichtung (22a, 22b) zum
lösbaren Fixieren des Eingriffselements (8a, 8b) in der ersten oder zweiten Position
aufweist,
wobei die Eingriffselement-Fixiereinrichtung (22a, 22b) ein federbeaufschlagtes Fixierelement
(23a, 23b) aufweist, welches in der ersten Position des Eingriffselements (8a, 8b)
in einer am Eingriffselement (8a, 8b) vorgesehenen ersten Aufnahme (24a, 24b) aufgenommen
ist und in der zweiten Position des Eingriffselements (8a, 8b) in einer am Nockenfolger
vorgesehenen zweiten Aufnahme (25a, 25b) aufgenommen ist.
9. Ventiltrieb nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste und/oder zweite Eingriffselement (8a, 8b) jeweils einen bolzenartig oder
stiftartig ausgebildeten Grundkörper (29a, 29b) aufweist, auf dessen Umfangsseite
die erste Aufnahme (24a, 24b) als erste Umfangsnut (27a, 27b) und die zweite Aufnahme
(25a, 25b) als axial im Abstand angeordnete zweite Umfangsnut (28a, 28b) ausgebildet
ist.
10. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mechanische Verstelleinrichtung (7) keine hydraulischen oder pneumatischen Komponenten
umfasst.
11. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste oder zweite Nocken (4a, 4b) als Grundkreis ohne Nockenhub ausgebildet ist.
12. Brennkraftmaschine mit einem Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Valve train (1) for an internal combustion engine,
- having a camshaft (2) and a cam follower,
- having a first cam (4a) that is mounted on the camshaft (2) for conjoined rotation,
and a second cam (4b) that is arranged for conjoined rotation and axially adjacent
to the first cam (4a),
- wherein the cam follower can be axially adjusted between a first position in which
it is drive-connected to the first cam (4a), and a second position in which it is
drive-connected to the second cam (4b),
- wherein the cam follower has an electromechanical adjustment device (7) that interacts
with the camshaft (2) to axially adjust the cam follower between the first and the
second position,
- wherein the mechanical adjustment device (7) has an adjustable first mechanical
engagement element (8a) which interacts with a first slide guide (9a) present on the
camshaft (2) to axially adjust the cam follower from the first to the second position,
- wherein the mechanical adjustment device has an adjustable second mechanical engagement
element (8b) which interacts with a second slide guide (9b) provided on the camshaft
(2) to axially adjust the cam follower from the first to the second position,
- wherein the mechanical adjustment device (7) comprises a first actuator (10a) by
means of which the first mechanical engagement element (8a) can be adjusted between
a first position in which it engages into the first slide guide (9a), and a second
position in which it does not engage into the first slide guide (9a), and/or
the mechanical adjustment device (7) comprises a second actuator (10b) by means of
which the second mechanical engagement element (8b) can be adjusted between a first
position in which it engages into the second slide guide (9b), and a second position
in which it does not engage into the second slide guide (9b),
- the adjustment of the first engagement element (8a) from the first to the second
position is effected by means of the stroke movement of the cam follower, in particular
the cam follower base body (5), and/or
the adjustment of the second engagement element (8b) from the first to the second
position is effected by means of the stroke movement of the cam follower, in particular
of the cam follower base body (5).
2. Valve train according to claim 1,
characterised in that
- the first actuator (10a) can be adjusted between an inactive position and an active
position in such a way that the first actuator (10a) is out of contact with the first
engagement element (8a) in the inactive position and, through an adjustment from the
inactive position to the active position, adjusts the first engagement element (8a)
from its second to its first position by mechanical contact,
- the second actuator (10b) can be adjusted between an inactive position and an active
position in such a way that the second actuator (10b) is out of contact with the second
engagement element (8b) in the inactive position and, through an adjustment from the
inactive position to the active position, adjusts the second engagement element (8b)
from its second to its first position by mechanical contact.
3. Valve train according to claim 1 or 2,
characterised in that
both actuators (10a, 10b) are designed as linearly adjustable, electrically driven
actuators which can be controlled by an electronic control device (11) of the valve
train (1) for adjustment between the active position and the inactive position.
4. Valve train according to any of claims 1 to 3,
characterised in that
- the first actuator (10a) has a linearly adjustable first actuating element (12a)
the end face (13a) of which presses against an end face (14a) of the engagement element
(8a) opposite the first actuating element (12a) when the first engagement element
(8a) moves into the first slide guide (9a),
- the second actuator (10b) has a linearly adjustable second actuating element (12b)
the end face (13a) of which presses against an end face (14b) of the second engagement
element (8b) opposite the second actuating element (12b) when the second engagement
element (8b) moves into the second slide guide (9b).
5. Valve train according to any of the preceding claims,
characterised in that
the first and second slide guides (9a, 9b) are arranged axially on the same side relative
to the two cams (4a, 4b) in a common slide body (26).
6. Valve train according to any of the preceding claims,
characterised in that
the cam follower has a cam follower fixing device (17) for detachably fixing the cam
follower in the first or second position,
wherein the cam follower fixing device (17) has a spring-loaded cam follower fixing
element (18) which, in the first position of the cam follower, engages into a first
receptacle (19a) provided on the cam follower and, in the second position of the cam
follower, engages into a second receptacle (19b) provided on the cam follower.
7. Valve train according to claim 6,
characterised in that
the first receptacle (19a) is designed as a first circumferential groove (20a) formed
on the circumferential side (21) of the cam follower and the second receptacle (19b)
is designed as a second circumferential groove (20b) arranged at an axial distance
on the circumferential side (21).
8. Valve train according to any of the preceding claims,
characterised in that
the cam follower, for at least one engagement element (8a, 8b), preferably for both
engagement elements (8a, 8b), has an engagement element fixing device (22a, 22b) for
detachably fixing the engagement element (8a, 8b) in the first or second position,
wherein the engagement element fixing device (22a, 22b) has a spring-loaded fixing
element (23a, 23b) which, in the first position of the engagement element (8a, 8b),
is received in a first receptacle (24a, 24b) provided on the engagement element (8a,
8b) and, in the second position of the engagement element (8a, 8b), is received in
a second receptacle (25a, 25b) provided on the cam follower.
9. Valve train according to claim 8,
characterised in that
the first and/or second engagement element (8a, 8b) each has a bolt-like or pin-like
base body (29a, 29b) on the circumferential side of which the first receptacle (24a,
24b) is formed as a first circumferential groove (27a, 27b) and the second receptacle
(25a, 25b) is formed as a second circumferential groove (28a, 28b) arranged at an
axial distance.
10. Valve train according to any of the preceding claims,
characterised in that
the mechanical adjustment device (7) does not comprise any hydraulic or pneumatic
components.
11. Valve train according to any of the preceding claims,
characterised in that
the first or second cam (4a, 4b) is designed as a base circle without a cam stroke.
12. Internal combustion engine having a valve train according to any of the preceding
claims.
1. Train de soupapes (1) pour un moteur à combustion interne,
- avec un arbre à cames (2) et un suiveur de came,
- avec une première came (4a) montée solidaire en rotation sur l'arbre à cames (2)
et une seconde came (4b) montée solidaire en rotation et adjacente axialement à la
première came (4a),
- dans lequel le suiveur de came peut être déplacé axialement entre une première position
dans laquelle il est relié en entraînement à la première came (4a) et une seconde
position dans laquelle il est relié en entraînement à la seconde came (4b),
- dans lequel le suiveur de came présente un dispositif de déplacement électromécanique
(7) collaborant avec l'arbre à cames (2) pour déplacer axialement le suiveur de came
entre la première et la seconde position,
- dans lequel le dispositif de déplacement mécanique (7) présente un premier élément
de mise en prise mécanique (8a) déplaçable qui collabore avec une première coulisse
de guidage (9a) présente sur l'arbre à cames (2) pour déplacer axialement le suiveur
de came de la première à la seconde position,
- dans lequel le dispositif de déplacement mécanique présente un second élément de
mise en prise mécanique (8b) déplaçable qui collabore avec une seconde coulisse de
guidage (9b) présente sur l'arbre à cames (2) pour déplacer axialement le suiveur
de came de la seconde à la première position,
- dans lequel le dispositif de déplacement mécanique (7) comprend un premier actionneur
(10a) au moyen duquel le premier élément de mise en prise mécanique (8a) peut être
déplacé entre une première position dans laquelle il vient en prise dans la première
coulisse de guidage (9a) et une seconde position dans laquelle il ne vient pas en
prise dans la première coulisse de guidage (9a), et/ou
le dispositif de déplacement mécanique (7) comprend un second actionneur (10b) au
moyen duquel le second élément de mise en prise mécanique (8b) peut être déplacé entre
une première position dans laquelle il vient en prise dans la seconde coulisse de
guidage (9b) et une seconde position dans laquelle il ne vient pas en prise dans la
seconde coulisse de guidage (9b),
- dans lequel le déplacement du premier élément de mise en prise (8a) de la première
à la seconde position est obtenu grâce au mouvement de levage du suiveur de came,
en particulier du corps de base de suiveur de came (5), et/ou
le déplacement du second élément de mise en prise (8b) de la première à la seconde
position est obtenu grâce au mouvement de levage du suiveur de came, en particulier
du corps de base de suiveur de came (5).
2. Train de soupapes selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
- le premier actionneur (10a) peut être déplacé entre une position inactive et une
position active de sorte que le premier actionneur (10a) en position inactive n'est
pas en contact avec le premier élément de mise en prise (8a) et un déplacement de
la position inactive à la position active déplace le premier élément de mise en prise
(8a) de sa seconde à sa première position par contact mécanique,
- le second actionneur (10b) peut être déplacé entre une position inactive et une
position active de sorte que le second actionneur (10b) en position inactive n'est
pas en contact avec le second élément de mise en prise (8b) et un déplacement de la
position inactive à la position active déplace le second élément de mise en prise
(8b) de sa seconde à sa première position par contact mécanique.
3. Train de soupapes selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les deux actionneurs (10a, 10b) sont réalisés sous la forme d'actionneurs à commande
électrique linéairement déplaçables qui peuvent être commandés par un dispositif de
commande électronique (11) du train de soupapes (1) en vue d'un déplacement entre
la position active et la position inactive.
4. Train de soupapes selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
- le premier actionneur (10a) présente un premier élément de réglage (12a) déplaçable
linéairement, dont la face terminale (13a) pousse contre une face terminale (14a),
opposée au premier élément de réglage (12a), de l'élément de mise en prise (8a) lors
du déplacement du premier élément de mise en prise (8a) dans la première coulisse
de guidage (9a),
- le second actionneur (10b) présente un second élément de réglage (12b) déplaçable
linéairement, dont la face terminale (13a) pousse contre une face terminale (14b),
opposée au second élément de réglage (12b), du second élément de mise en prise (8b)
lors du déplacement du second élément de mise en prise (8b) dans la seconde coulisse
de guidage (9b).
5. Train de soupapes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les première et seconde coulisses de guidage (9a, 9b) sont agencées axialement par
rapport aux deux cames (4a, 4b) du même côté d'un corps de coulisse (26) commun.
6. Train de soupapes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le suiveur de came présente un dispositif d'immobilisation de suiveur de came (17)
permettant d'immobiliser de manière amovible le suiveur de came dans la première ou
la seconde position,
dans lequel le dispositif d'immobilisation de suiveur de came (17) présente un élément
d'immobilisation de suiveur de came (18) sur ressort, qui, dans la première position
du suiveur de came, vient en prise dans un premier logement (19a) fourni au niveau
du suiveur de came et, dans la seconde position du suiveur de came, vient en prise
dans un second logement (19b) fourni au niveau du suiveur de came.
7. Train de soupapes selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le premier logement (19a) est réalisé sous la forme d'une première rainure circonférentielle
(20a) réalisée sur le côté circonférentiel (21) du suiveur de came et le second logement
(19b) est réalisé sous la forme d'une seconde rainure circonférentielle (20b) agencée
de manière espacée axialement sur le côté circonférentiel (21).
8. Train de soupapes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le suiveur de came présente, pour au moins un élément de mise en prise (8a, 8b), de
préférence pour les deux éléments de mise en prise (8a, 8b), un dispositif d'immobilisation
d'élément de mise en prise (22a, 22b) permettant d'immobiliser de manière amovible
l'élément de mise en prise (8a, 8b) dans la première ou la seconde position,
dans lequel le dispositif d'immobilisation d'élément de mise en prise (22a, 22b) présente
un élément d'immobilisation (23a, 23b) sur ressort qui, dans la première position
de l'élément de mise en prise (8a, 8b), est accueilli dans un premier logement (24a,
24b) fourni au niveau de l'élément de mise en prise (8a, 8b) et, dans la seconde position
de l'élément de mise en prise (8a, 8b), est accueilli dans un second logement (25a,
25b) fourni au niveau du suiveur de came.
9. Train de soupapes selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
le premier et/ou le second élément de mise en prise (8a, 8b) présente(nt) respectivement
un corps de base de type boulon ou tige (29a, 29b), sur le côté circonférentiel duquel
le premier logement (24a, 24b) est réalisé sous la forme d'une première rainure circonférentielle
(27a, 27b) et le second logement (25a, 25b) est réalisé sous la forme d'une seconde
rainure circonférentielle (28a, 28b) agencée de manière espacée axialement.
10. Train de soupapes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de déplacement mécanique (7) ne comprend aucun composant hydraulique
ou pneumatique.
11. Train de soupapes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la première ou la seconde came (4a, 4b) est réalisée sous la forme d'un cercle de
base sans course de came.
12. Moteur à combustion interne avec un train de soupapes selon l'une quelconque des revendications
précédentes.