[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bearbeitung eines Substrats,
insbesondere bei der Herstellung von Wert- und/oder Sicherheitsdokumenten. Bei der
Herstellung von Wert- und/oder Sicherheitsdokumenten ist es in der Regel notwendig,
ein Substrat zu bearbeiten. Das Substrat kann beispielsweise ein Kartenkörper oder
ein Folienstapel sein. Insbesondere kann es notwendig sein, in ein Substrat eine Öffnung
oder Aussparung einzubringen, die beispielsweise zur Aufnahme von elektronischen Bauteilen,
Chips oder anderen, von dem Substrat verschiedenen Elementen dient.
[0002] Die
DE 10 2014 000 133 A1 offenbart ein Verfahren zur Bearbeitung eines ebenen, zumindest einlagigen Substrats,
in dem das als Streifen, Bahn oder Bogen ausgebildete Substrat gemeinsam mit einem
streifen-, bahn- oder bogenförmigen Füllmaterial auf unterschiedlichen Ebenen durch
mindestens ein Bearbeitungswerkzeug hindurchgeführt wird. Weiter wird das Substrat
insbesondere im Bereich des Bearbeitungswerkzeugs positioniert und gehalten, mindestens
ein stempelartig ausgebildetes Bauteil des Bearbeitungswerkzeugs an vorgebbarer Stelle
des Substrats eine Öffnung, insbesondere ein Fenster, erzeugt. Weiter wird das Bauteil
anschließend in einen Bereich außerhalb der Öffnung bewegt und in einem weiteren Hub
aus dem Füllmaterial durch das Bauteil des Bearbeitungswerkzeugs ein dem Querschnitt
der Öffnung entsprechendes Element ausgestanzt. Weiter wird durch das Bauteil das
ausgestanzte Element in Richtung der Öffnung des fixierten Substrats bewegt und das
Element durch das Bauteil in die Öffnung des Substrats eingesetzt.
[0003] Die
EP 0 394 926 B1 beschreibt ein Verfahren zum positionierten Aufbringen von flachen Stanzelementen
auf die Oberfläche von Trägermaterial, insbesondere von Papier-Unterschriftsstreifen
auf Kartendeckfolien, wobei die Elemente in Mehrfachnutzen vorliegen.
[0004] Die
GB 2 267 247 A offenbart eine Vorrichtung zum Implantieren eines Segmentes eines Materials in ein
anderes Material mit verschiedenen Eigenschaften.
[0005] Die
WO 2015/090956 A1 offenbart das Verzieren eines Einsatzes, der aus einem Film ausgeschnitten wird,
in eine Öffnung einer Folie ohne Lücken.
[0007] Die
DE 694 19 659 T2 offenbart einen tragbaren Gegenstand und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen
Gegenstands.
[0008] Die
DE 196 34 473 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Chipträgern, insbesondere Chipkarten.
[0009] Bei den beschriebenen Verfahren wird das einzusetzende Element durch ein entsprechendes
Werkzeug in die Öffnung eingesetzt. Es ist wünschenswert, eine möglichst stabile mechanische
Verbindung des einzusetzenden Elements mit dem Substrat im eingesetzten Zustand herzustellen.
[0010] Es stellt sich das technische Problem, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bearbeitung
eines Substrats zu schaffen, die ein einfach durchzuführendes und genaues Einsetzen
eines Füllmaterials in eine Öffnung im Substrat ermöglichen, wobei eine möglichst
stabile mechanische Verbindung zwischen dem Substrat und dem Füllmaterial nach dem
Einsetzen hergestellt ist.
[0011] Die Lösung des technischen Problems ergibt sich aus den Gegenständen mit den Merkmalen
der Ansprüche 1 und 10. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Vorgeschlagen wird eine Vorrichtung zur Bearbeitung eines Substrats. Die Bearbeitung
des Substrats dient insbesondere der Herstellung eines Wert- und/oder Sicherheitsdokuments.
Hierbei kann das Bearbeiten des Substrats ein oder mehrere Schritt(e) bei der Herstellung
des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments bilden. Weiter insbesondere dient die Vorrichtung
zum Einbringen einer Öffnung, insbesondere einer sacklochartigen Öffnung, in das Substrat
sowie zum Einsetzen eines Füllmaterialelements in die Öffnung.
[0013] Das Substrat kann als Einzelfolie oder Folienstapel ausgebildet sein, wobei der Folienstapel
mehrere übereinander angeordnete Folien umfasst. Die Folien können hierbei Kunststofffolien
sein. Insbesondere kann das Substrat ein ebenes Substrat sein, also ein Substrat mit
einer ungekrümmten Oberfläche. Weiter insbesondere kann das Substrat einen rechteckförmigen
oder im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt aufweisen.
[0014] Die Vorrichtung umfasst eine Trägereinrichtung für das Substrat. Die Trägereinrichtung
kann hierbei mindestens eine Auflagefläche aufweisen oder ausbilden, wobei auf der
mindestens einen Auflagefläche zumindest ein Teil des Substrats oder das Substrat
vollständig aufliegen kann.
[0015] Im Folgenden wird auf folgendes Referenzkoordinatensystem Bezug genommen. Eine Vertikalrichtung
kann senkrecht zu einer Oberseite des Substrats und von dieser Oberseite weg orientiert
sein. Die Oberseite des Substrats kann hierbei die Seite bezeichnen, von der aus die
Öffnung in das Substrat eingebracht wird. Eine Längs- und eine Querrichtung können
senkrecht zueinander und senkrecht zur Vertikalrichtung orientiert sein. Die Oberseite
kann hierbei in einer Ebene angeordnet sein, die von der Längs- und Querrichtung aufgespannt
wird. Vertikal-, Längs- und Querrichtung können hierbei Raumrichtungen bezeichnen.
[0016] Richtungsangaben wie "oben", "unten", "über", "unter", "Oberseite", "Unterseite"
können sich hierbei auf die Vertikalrichtung beziehen. Es ist möglich, dass die Vertikalrichtung
parallel und entgegengesetzt zu einer Gravitationsrichtung orientiert ist, wobei die
Gravitationsrichtung die Richtung der auf das Substrat wirkenden Gravitationskraft
bezeichnet.
[0017] Weiter umfasst die Vorrichtung einen ersten Stempel. Ein Stempel kann hierbei ein
Werkzeug oder Bauteil bezeichnen, welches zum Einbringen einer Öffnung in das Substrat
geeignet ist. Insbesondere kann der erste Stempel zum Stanzen des Substrats dienen.
Der erste Stempel ist derart relativ zu dem Substrat bewegbar, dass durch den ersten
Stempel ein Element aus dem Substrat ausschneidbar ist. Mit anderen Worten ist der
erste Stempel derart relativ zu dem Substrat bewegbar, dass durch den ersten Stempel
eine Öffnung, insbesondere eine Durchgangsöffnung, in das Substrat einbringbar ist.
Das Element kann hierbei in einem vorbestimmten, gewünschten Bereich des Substrats
ausgeschnitten werden. Vorzugsweise ist das Substrat ortsfest anordenbar, wobei der
erste Stempel bewegbar ist. Der erste Stempel kann eine Stanzfläche aufweisen, die
zum Ausschneiden in mechanische Kontakt mit dem Substrat tritt.
[0018] Weiter insbesondere kann durch den ersten Stempel das Element von der Oberseite des
Substrats her aus dem Substrat ausschneidbar sein. Dies kann bedeuten, dass der erste
Stempel zum Ausschneiden des Elements in einem Bereich über der Oberseite des Substrats
auf die Oberseite zu bewegt wird und dann in das Substrat eindringt.
[0019] Weiter umfasst die Vorrichtung eine Bereitstellungseinrichtung für ein Füllmaterial.
Das Füllmaterial kann hierbei ein Material bezeichnen, welches ein in die Öffnung
des Substrats einzubringendes Element bereitstellt. Das Füllmaterial kann beispielsweise
in Band- oder Bogenform bereitgestellt werden. Selbstverständlich ist es auch möglich,
das Füllmaterial als Einzelnutzen bereitzustellen. Das Füllmaterial kann von dem Material
des Substrats verschieden sein. Das Füllmaterial kann die gleiche Dicke wie das Substrat
aufweisen.
[0020] Durch die Bereitstellungseinrichtung kann das Füllmaterial in einem Bereich über
der Oberseite des Substrats oder in einem Bereich unter der Unterseite des Substrats
bereitgestellt, insbesondere angeordnet werden.
[0021] Erfindungsgemäß umfasst die Vorrichtung mindestens einen weiteren Stempel. Der weitere
Stempel ist derart relativ zu dem Füllmaterial bewegbar, dass durch den weiteren Stempel
ein Element aus dem Füllmaterial ausschneidbar ist. Dieses Element kann auch als Füllmaterial-Element
bezeichnet werden. Hierbei kann der weitere Stempel selbstverständlich auch relativ
zu dem Substrat bewegbar sein.
Vorzugsweise ist durch den weiteren Stempel das Element von einer Unterseite des Füllmaterials
her aus dem Füllmaterial ausschneidbar. Hierzu kann der weitere Stempel zum Ausschneiden
von einem Bereich unter der Unterseite des Füllmaterials auf die Unterseite des Füllmaterials
zubewegt werden und dann von der Unterseite her in das Füllmaterial eindringen. Der
weitere Stempel kann eine Stanzfläche aufweisen, die zum Ausschneiden in mechanischen
Kontakt mit dem Füllmaterial tritt.
[0022] Der weitere Stempel kann baugleich zu dem ersten Stempel sein. Dies kann bedeuten,
dass die von den Stempeln ausgeschnittenen Elemente die gleiche Geometrie aufweisen,
wenn die Stempel ein Element aus demselben Material oder aus Material mit gleicher
Dicke bzw. Stärke ausschneiden. Dass der erste und der weitere Stempel baugleich sind,
kann auch bedeuten, dass die Stanzfläche und ein Stanzabschnitt der Stempel baugleich
sind. Der Stanzabschnitt kann die Stanzfläche aufweisen und den Abschnitt des Stempels
bezeichnen, der beim Ausschneiden in mechanischen Kontakt mit dem Material tritt oder
treten kann.
[0023] Das Füllmaterial kann derart bereitgestellt werden, dass eine Ober- und/oder Unterseite
des Füllmaterials senkrecht zu der Vertikalrichtung orientiert sind. Somit kann eine
Stanzrichtung des ersten Stempels ebenfalls parallel zur Vertikalrichtung, jedoch
entgegengesetzt zur Vertikalrichtung, orientiert sein. Eine Stanzrichtung des weiteren
Stempels kann parallel zu der und in Richtung der Vertikalrichtung orientiert sein.
[0024] Es ist möglich, dass ein an oder auf der Trägereinrichtung angeordnetes Substrat
zwischen dem ersten und dem weiteren Stempel anordenbar ist. In diesem Falle können
sich der erste und der weitere Stempel jeweils in einer Ausgangsposition befinden,
wobei die Ausgangsposition eine Position bezeichnet, aus der heraus die Bewegung zum
Ausschneiden (Stanzbewegung) durchgeführt wird. Auch das Füllmaterial kann derart
zwischen dem ersten und dem weiteren Stempel in der Ausgangsposition anordenbar sein.
Die Stempel können in einer jeweiligen Ausgangsposition derart angeordnet sein, dass
ihre Stanzflächen entlang der Vertikalrichtung einander gegenüberliegen.
[0025] Weiter ist der erste Stempel derart relativ zu dem Substrat bewegbar, dass durch
den ersten Stempel das ausgeschnittene Element aus dem Füllmaterial in einer Öffnung
des Substrats anordenbar ist. Die Öffnung kann insbesondere die durch den ersten Stempel
eingebrachte Öffnung sein.
[0026] Z.B. können der erste und der weitere Stempel derart relativ zueinander bewegbar
sein, dass das Füllmaterial-Elementnach dem Ausschneiden in einen Bewegungsbereich
des ersten Stempels oder bis zum ersten Stempel transportiert werden kann. Der erste
Stempel kann dann dieses in dessen Bewegungsbereich transportierte Füllmaterial-Element
in die Öffnung des Substrats transportieren.
[0027] Das aus dem Substrat durch den ersten Stempel ausgeschnittene Element und das durch
den weiteren Stempel aus dem Füllmaterial ausgeschnittene Element können eine gleiche
Geometrie und gleiche Dimensionen aufweisen, wobei die Elemente nach dem Ausschneiden
spiegelverkehrt angeordnet sind, wobei eine Spiegelebene senkrecht zur Vertikalrichtung
sein kann. In diesem Falle weist auch die Öffnung im Substrat die gleiche Geometrie
und Dimension wie das aus dem Füllmaterial ausgeschnittene Element auf, ist jedoch
spiegelverkehrt zu diesem Element angeordnet. Beispielsweise können die ausgeschnittenen
Elemente eine teilkegelförmige oder teilpyramidenförmige Geometrie aufweisen. Diese
wird durch das Zusammenwirken zwischen Material und Stempel beim Ausschneidevorgang
bedingt.
[0028] Wird das Element aus dem Substrat von der Oberseite her aus dem Substrat ausgeschnitten,
so kann sich eine Breite oder ein Durchmesser im Substrat entgegengesetzt zur Vertikalrichtung
verändern, insbesondere vergrößern oder verkleinern.
[0029] Insbesondere kann eine Breite oder ein Durchmesser der Öffnung im Substrat an der
Oberseite oder in einem Bereich über der kleiner als an der Unterseite sein. Entsprechend
kann eine Breite oder ein Durchmesser des ausgeschnittenen Füllmaterial-Elements an
der Unterseite des Füllmaterial-Elements größer als an dessen Oberseite sein. Wird
das Füllmaterial-Element von der Oberseite des Substrats her durch den ersten Stempel
in die Öffnung eingesetzt bzw. in dieser angeordnet, so kann die von der Dimension
her kleinere Unterseite des Füllmaterial-Elements zuerst in den von der Dimension
her kleineren Bereich der Öffnung im Substrat eingesetzt werden. Dies vereinfacht
das Einsetzen. Beim weiteren Einsetzen wird die Oberseite des Füllmaterial-Elements
in diesen von der Dimension her kleineren Bereich der Öffnung im Substrat bewegt,
dessen Dimension kleiner als die entsprechende Dimension der Oberseite des Füllmaterial-Elements
ist. Hierdurch wird das Füllmaterial-Element in der Öffnung verklemmt.
[0030] Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise eine stabile mechanische Befestigung
des Füllmaterial-Elements in der Öffnung im Substrat.
[0031] Weiter ergibt sich in vorteilhafter Weise auch eine räumlich genaue Anordnung des
Füllmaterial-Elements, insbesondere wenn dieses durch die Öffnung im Substrat geführt
wird, da beim Einführen auch eine Zentrierung erfolgt. Weiter wird durch die Verwendung
mindestens zweier Stempel eine steuerungstechnisch einfach durchzuführende Anordnung
des Füllmaterial-Elements in der Öffnung des Substrats ermöglicht.
[0032] In einer weiteren Ausführungsform ist der erste Stempel zwischen einer Ausgangsposition
und einer Endposition entlang einer Bewegungstrajektorie bewegbar. Die Bewegungstrajektorie
kann insbesondere eine gerade, aber ungekrümmte, Bewegungstrajektorie sein. Die Ausgangsposition
kann über der Oberseite des Substrates angeordnet sein. Die Endposition kann unter
der Unterseite des Substrats angeordnet sein. Somit kann bei einer Bewegung von der
Ausgangs- in die Endposition das Element aus dem Substrat ausgeschnitten werden.
[0033] Weiter ist der weitere Stempel zwischen einer Ausgangsposition und einer Endposition
entlang einer Bewegungstrajektorie bewegbar. Auch diese Bewegungstrajektorie kann
eine gerade Bewegungstrajektorie sein. Die Ausgangsposition des weiteren Stempels
kann unter der Unterseite des Substrats angeordnet sein. Die Endposition des weiteren
Stempels kann über der Oberseite des Substrats, insbesondere auch über der Oberseite
des bereitgestellten Füllmaterials, angeordnet sein. Somit kann bei einer Bewegung
des weiteren Stempels aus der Ausgangsposition in die Endposition das Füllmaterial-Element
aus dem Füllmaterial ausgeschnitten werden.
[0034] Weiter überschneidet sich zumindest ein Abschnitt der Bewegungstrajektorie des ersten
Stempels mit zumindest einem Abschnitt der Bewegungstrajektorie des weiteren Stempels.
Vorzugsweise überschneiden sich Abschnitte der Bewegungstrajektorien in einem räumlichen
Bereich, in dem das Substrat angeordnet ist. Weiter können sich die Bewegungstrajektorien
auch in einem räumlichen Bereich überschneiden, in dem das bereitgestellte Füllmaterial
angeordnet ist.
[0035] Sind die Bewegungstrajektorien gerade Trajektorien, so können sich die Bewegungstrajektorien
zumindest teilweise überschneiden. Allerdings können eine Ausgangsposition des ersten
Stempels über der Endposition des weiteren Stempels und eine Ausgangsposition des
weiteren Stempels unter der Endposition des ersten Stempels angeordnet sein.
[0036] Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise eine Anordnung der Stempel derart, dass
das Einsetzen des Füllmaterial-Elements, welches von dem weiteren Stempel ausgeschnitten
wird, in die von dem ersten Stempel ausgeschnittene Öffnung im Substrat steuerungstechnisch
einfach durchführbar ist. Insbesondere ist hierfür keine Bewegung des Substrats notwendig.
[0037] Überschneiden sich Abschnitte der Bewegungstrajektorien, so kann der weitere Stempel
durch die von dem ersten Stempel in das Substrat eingebrachte Öffnung hindurch bewegbar
sein. Auch kann der erste Stempel durch die von dem weiteren Stempel in das Füllmaterial
eingebrachte Öffnung bewegbar sein.
[0038] In einer weiteren Ausführungsform ist die Trägereinrichtung bewegbar. In diesem Fall
kann die Trägereinrichtung zur Positionierung des Substrats in einem Bearbeitungsbereich,
der auch als Stanzbereich bezeichnet werden kann, dienen. Insbesondere kann das Substrat
durch die bewegbare Trägereinrichtung zwischen den Stempeln in ihrer jeweiligen Ausgangsstellung
angeordnet werden. Die Trägereinrichtung kann hierbei insbesondere als Schlitten ausgebildet
sein. Die Trägereinrichtung kann hierbei insbesondere entlang einer Bewegungsrichtung
bewegbar sein, die senkrecht zur Vertikalrichtung orientiert ist. Beispielsweise kann
die Trägereinrichtung in und entgegen der Längs- oder Querrichtung bewegbar sein.
[0039] Hierdurch wird eine möglichst einfache Zuführung von als Einzelnutzen ausgebildeten
Substraten zur weiteren Bearbeitung ermöglicht.
[0040] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Vorrichtung mindestens eine Fixiereinrichtung
für das Substrat. Die Fixiereinrichtung ermöglicht hierbei eine räumliche Fixierung
des Substrats. Insbesondere kann das Substrat durch die Fixiereinrichtung räumlich
fixiert werden, wenn durch den ersten Stempel ein Element aus dem Substrat ausgeschnitten
wird und/oder wenn durch den ersten Stempel das ausgeschnittene Element aus dem Füllmaterial
in die Öffnung eingesetzt wird. Beispielsweise kann das Substrat durch die Fixiereinrichtung
an der Trägereinrichtung fixiert werden, sodass eine Relativbewegung zwischen Trägereinrichtung
und Substrat verhindert wird. Hierdurch wird in vorteilhafter Weise eine Genauigkeit
der Anordnung des Füllmaterial-Elements in der eingebrachten Öffnung erhöht, da eine
unerwünschte Bewegung des Substrats, insbesondere ein Verrutschen, verhindert wird.
[0041] Die Fixiereinrichtung kann als Klemmeinrichtung ausgebildet sein. Die kann die räumliche
Fixierung durch Klemmen des Substrats ermöglichen.
[0042] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Fixiereinrichtung mindestens ein
Klemmblock. In diesem Fall ist die Fixiereinrichtung als Klemmeinrichtung ausgebildet.
Der erste Klemmblock kann hierbei relativ zu dem Substrat bewegbar sein. Weiter kann
der erste Klemmblock über der Oberseite des Substrats angeordnet sein. Der erste Klemmblock
kann beispielsweise auf die Oberseite des Substrats zubewegt werden und dieses dann
klemmen, insbesondere an die Trägereinrichtung oder an einen weiteren Klemmblock.
Weiter ist der erste Stempel durch den ersten Klemmblock hindurch bewegbar. Beispielsweise
kann der erste Klemmblock eine Öffnung, eine Aussparung oder einen Kanal aufweisen
oder ausbilden, durch die/den der erste Stempel hindurch bewegbar ist. Somit können
der erste Stempel und der erste Klemmblock unabhängig voneinander und somit auch relativ
zueinander bewegt werden.Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise eine bauraumreduzierende
Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0043] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Fixiereinrichtung mindestens einen
weiteren Klemmblock. Der weitere Klemmblock kann hierbei ebenfalls relativ zum Substrat
bewegbar sein. Weiter kann der weitere Klemmblock unter der Unterseite des Substrates
angeordnet sein. Der weitere Klemmblock kann beispielsweise von unten auf die Unterseite
des Substrats zubewegt werden und dieses dann an die Trägereinrichtung oder an den
ersten Klemmblock klemmen.
[0044] Weiter ist der weitere Stempel durch den weiteren Klemmblock hindurch bewegbar. In
diesem Fall kann der weitere Klemmblock eine Öffnung, Aussparung oder einen Kanal
aufweisen, durch die/den der weitere Stempel hindurch bewegbar ist. Somit können der
weitere Stempel und der weitere Klemmblock unabhängig voneinander und somit auch relativ
zueinander bewegt werden Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise eine bauraumreduzierende
Ausbildung der Vorrichtung.
[0045] In einer bevorzugten Ausführungsform ist zumindest ein Teil der Fixiereinrichtung
bewegbar. Beispielsweise können der erste und/oder der weitere Klemmblock bewegbar
sein. Die Bewegung kann hierbei zum Verklemmen des Substrats und somit zum Fixieren
des Substrats in einer gewünschten räumlichen Position dienen. Hierdurch ergibt sich
in vorteilhafter Weise eine räumliche stabile Anordnung des Substrats beim Einbringen
der Öffnung und des Füllmaterial-Elements, was wiederum eine Positioniergenauigkeit
beim Einsetzen des Füllmaterial-Elements erhöht.
[0046] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Vorrichtung mindestens eine pneumatische
Einrichtung zum Ansaugen und/oder zum Abblasen des aus dem Substrat ausgeschnittenen
Elements. Die pneumatische Einrichtung kann hierbei derart angeordnet und/oder ausgebildet
sein, dass das aus dem Substrat ausgeschnittene Element nach dem Ausschneiden durch
einen von der pneumatischen Einrichtung erzeugten Luftstrom von dem Substrat durch
Abblasen oder Ansaugen abtransportiert werden kann.
[0047] Der Luftstrom kann zum Ansaugen des Substrats an oder zum Abblasen des Substrats
von der pneumatischen Einrichtung dienen. Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise,
dass das nach dem Ausschneiden aus dem Substrat das nicht mehr benötigte Element zeitlich
schnell und zuverlässig aus dem Bereich des Substrats und um das Substrat herum abtransportiert
werden kann, um die weitere Bearbeitung, insbesondere das Einsetzen des Füllmaterial-Elements,
nicht zu behindern.
[0048] In einer weiteren Ausführungsform weist zumindest einer der Stempel einen Führungskanal
für einen von der pneumatischen Einrichtung erzeugten Luftstrom auf. Vorzugsweise
weist der erste Stempel einen solchen Führungskanal auf. In diesem Falle ist es möglich,
dass durch den ersten Stempel das Element aus dem Substrat ausgeschnitten wird. Hiernach
kann das ausgeschnittene Element von einem Luftstrom durch den ersten Stempel hindurch
entweder an den ersten Stempel angesaugt und durch eine Bewegung des ersten Stempels
vom Substrat weg transportiert werden. Alternativ kann das ausgeschnittene Element
von dem durch den ersten Stempel strömenden Luftstrom vom Substrat ab- oder weggeblasen
werden. Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise eine einfach herzustellende Integration
der pneumatischen Einrichtung zum Ansaugen und/oder zum Abblasen in die vorgeschlagene
Vorrichtung.
[0049] Weiter vorgeschlagen wird ein Verfahren zur Bearbeitung eines Substrats. Das Verfahren
kann hierbei mittels einer Vorrichtung gemäß einer der in dieser Offenbarung beschriebenen
Ausführungsformen durchgeführt werden. Somit ist auch die beschriebene Vorrichtung
derart ausgebildet, dass ein Verfahren gemäß einer der in dieser Offenbarung beschriebenen
Ausführungsformen mittels der Vorrichtung durchführbar ist.
[0050] In einem ersten Verfahrensschritt wird das Substrat zwischen einem ersten Stempel
und einem weiteren Stempel angeordnet. Hierfür können die Stempel derart positioniert
sein, dass zwischen den Stempeln das Substrat angeordnet werden kann. Insbesondere
kann das Substrat auf, an oder in einer Trägereinrichtung angeordnet werden, wobei
die Trägereinrichtung derart bewegt wird, dass das Substrat zwischen dem ersten und
dem weiteren Stempel angeordnet wird. Durch die Trägereinrichtung kann das Substrat
im Bearbeitungsbereich der Vorrichtung und im Bewegungsbereich der beiden Stempel
angeordnet werden.
[0051] In einem zweiten Verfahrensschritt wird durch den ersten Stempel ein Element aus
dem Substrat ausgeschnitten.
[0052] In einem dritten Verfahrensschritt wird ein Füllmaterial zwischen dem ersten Stempel
und dem weiteren Stempel angeordnet. Hierfür können die Stempel derart positioniert
werden, dass zwischen den Stempeln zusätzlich zum Substrat das Füllmaterial angeordnet
werden kann. Das Füllmaterial kann über einer Oberseite des Substrats angeordnet werden.
Z.B. kann das Füllmaterial durch eine Bereitstellungseinrichtung zwischen dem ersten
Stempel und dem weiteren Stempel angeordnet werden. Hierbei kann das Füllmaterial
insbesondere derart zwischen dem ersten und dem weiteren Stempel angeordnet werden,
dass zumindest ein Abschnitt des Füllmaterials über oder unter der Öffnung im Substrat
angeordnet ist. Durch die Bereitstellungseinrichtung kann das Füllmaterial im Bearbeitungsbereich
der Vorrichtung und im Bewegungsbereich der beiden Stempel angeordnet werden.
[0053] In einem vierten Verfahrensschritt wird durch den zweiten Stempel ein Element aus
dem Füllmaterial ausgeschnitten. Z.B. kann das Element aus dem Füllmaterial ausgeschnitten
werden, indem der zweite Stempel von einer Unterseite her in das Füllmaterial eindringt.
Hierbei kann der zweite Stempel durch die vom ersten Stempel im Substrat erzeugte
Öffnung bewegt werden.
[0054] In einem fünften Verfahrensschritt wird durch den ersten Stempel das aus dem Füllmaterial
ausgeschnittene Element in einer Öffnung des Substrats angeordnet. Hierbei kann der
erste Stempel derart bewegt werden, dass das ausgeschnittene Füllmaterial-Element
durch den ersten Stempel zur und in die Öffnung des Substrats transportiert wird.
[0055] Während und/oder zwischen den Verfahrensschritten können die Stempel derart relativ
zueinander bewegt werden, dass keine Kollision der Stempel erfolgt.
[0056] Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise ein steuerungstechnisch einfach durchzuführendes
Verfahren, welches eine hochgenaue und mechanisch stabile Anordnung des Füllmaterial-Elements
in einem Fenster im Substrat ermöglicht.
[0057] In einer weiteren Ausführungsform wird das Substrat vor dem zweiten Verfahrensschritt
fixiert. Dies kann bedeuten, dass das Substrat in einer gewünschten Raumlage fixiert
wird. Diese Raumlage kann auch als Bearbeitungs-Raumlage bezeichnet werden. In der
Bearbeitungs-Raumlage überlappen sich ein Bewegungsbereich der Stempel und das Substrat
in einem Bereich des Substrats, in dem das Füllmaterial eingesetzt werden soll. Insbesondere
kann das Substrat in dieser Raumlage verklemmt werden. Das Verklemmen kann hierbei
beispielsweise durch eine Klemmeinrichtung erfolgen. Insbesondere kann das Substrat
durch einen ersten und gegebenenfalls einen zweiten Klemmblock verklemmt werden. Hierdurch
ergibt sich in vorteilhafter Weise, dass das Substrat beim Einbringen der Öffnung
und aufgrund der damit verbundenen Krafteinwirkung auf das Substrat keine unerwünschte
Bewegung ausführt, die das spätere Anordnen des Füllmaterialelements erschwert.
[0058] In einer weiteren Ausführungsform wird die Fixierung des Substrats nach dem zweiten
Verfahrensschritt aufgehoben. Beispielsweise kann die Verklemmung des Substrates in
der Bearbeitungs-Raumlage gelöst werden. Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise,
dass Raum zur Anordnung des Füllmaterials bereitgestellt werden kann.
[0059] In einer weiteren Ausführungsform wird das aus dem Substrat ausgeschnittene Element
vom Substrat abgeblasen oder abgesaugt. Dies kann insbesondere durch eine entsprechende
Betätigung einer pneumatischen Einrichtung zum Ansaugen und/oder zum Abblasen erfolgen.
Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise, dass das nachfolgend nicht mehr benötigte
Element, welches aus dem Substrat ausgeschnitten wurde, aus dem Bereich der Öffnung
im Substrat abtransportiert wird, wodurch das nachfolgende Einsetzen des Füllmaterial-Elements
nicht behindert wird.
[0060] In einer weiteren Ausführungsform wird das aus dem Füllmaterial ausgeschnittene Element
vor dem fünften Verfahrensschritt an einer Stanzfläche des ersten Stempels befestigt.
Vorzugsweise kann das ausgeschnittene Füllmaterial-Element an die Stanzfläche des
ersten Stempels angesaugt werden. Hierzu kann der erste Stempel, wie vorhergehend
erläutert, ein Führungskanal zur Führung eines Luftstromes aufweisen. Das Füllmaterial-Element
kann von dem zweiten Stempel ausgeschnitten werden und nach dem Ausschneiden von diesem
hin zum ersten Stempel transportiert werden. Alternativ oder kumulativ kann der erste
Stempel auf das ausgeschnittene Füllmaterial-Element zubewegt werden. Vor oder bei
der Herstellung des mechanischen Kontaktes zwischen der Stanzfläche des ersten Stempels
und dem ausgeschnittenen Füllmaterial-Element kann es dann von dem ersten Stempel
angesaugt werden.
[0061] In dem befestigten, insbesondere angesaugten, Zustand kann das ausgeschnittene Füllmaterial-Element
dann von dem ersten Stempel zur und in die Öffnung im Substrat transportiert werden.
[0062] Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise ein einfacher Transport des ausgeschnittenen
Füllmaterial-Elements, wobei sichergestellt ist, dass das ausgeschnittene Füllmaterial-Element
nicht seitlich gegenüber der Öffnung im Substrat verrutscht.
[0063] In einer weiteren Ausführungsform wird das aus dem Füllmaterial ausgeschnittene Element
an die Stanzfläche angesaugt. Dies wurde vorhergehend erläutert.
[0064] In einer weiteren Ausführungsform wird der weitere Stempel vor dem fünften Verfahrensschritt
derart positioniert, dass eine Stanzfläche des weiteren Stempels unterhalb der ausgeschnittenen
Öffnung im Substrat angeordnet ist. Insbesondere kann eine Stanzfläche oder zumindest
ein Teil davon in derselben Ebene wie die Unterseite des Substrats angeordnet werden.
Hier wird in vorteilhafter Weise ermöglicht, dass der weitere Stempel ein Anschlagelement
für das vom ersten Stempel eingesetzte Füllmaterial-Element bildet. Insbesondere kann
sichergestellt werden, dass das Füllmaterial-Element durch den ersten Stempel nicht
an der Unterseite des Substrats aus diesem herausgedrückt wird.
[0065] In einer weiteren Ausführungsform wird das Substrat vor dem fünften Verfahrensschritt
fixiert. Dies kann, wie vorhergehend erläutert, ebenfalls durch eine entsprechende
Klemmeinrichtung erfolgen. Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise, dass das
Substrat mit der Öffnung beim Einsetzen des Füllmaterial-Elements keine unerwünschten
Bewegungen durchführt, die die Positionsgenauigkeit des eingesetzten Elements verringern
können.
[0066] Das Substrat kann hierbei nach dem ersten Verfahrensschritt bis zum fünften Verfahrensschritt
ortsfest angeordnet sein.
[0067] Weiter ist es möglich, dass nach dem fünften Verfahrensschritt in einem sechsten
Verfahrensschritt eine weitere Lage, insbesondere eine Deckfolie, auf der Oberseite
des Substrats mit dem eingesetzten Füllmaterial-Element angeordnet wird. Hierzu kann
das Substrat beispielsweise aus dem Bearbeitungsbereich hinausbewegt werden, insbesondere
durch eine entsprechende Bewegung der Trägereinrichtung. Hiernach kann die Deckfolie
auf der Oberseite angeordnet werden. Nach der Anordnung der weiteren Lage kann das
Substrat wieder zwischen den beiden Stempeln, insbesondere auch zwischen den vorhergehend
erläuterten Klemmblöcken, angeordnet werden. Weiter kann mindestens einer der Klemmblöcke,
insbesondere der erste Klemmblock, oder können beide Klemmblöcke derart bewegt werden,
dass das Substrat mit der aufgelegten weiteren Lage zwischen die Klemmblöcke geklemmt
wird. Hierdurch kann die weitere Lage mit dem Substrat verbunden werden. Hiernach
kann das Substrat wieder aus dem Bereich zwischen den beiden Stempeln bzw. zwischen
den Klemmblöcken hinausbewegt werden.
[0068] Das Substrat mit dem eingesetzten Füllmaterial-Element kann aus dem Bearbeitungsbereich
hinausbewegt werden. Dann kann ein neues Substrat in den Bearbeitungsbereich hineinbewegt
werden und entsprechend den erläuterten Verfahrensschritten bearbeitet werden. Vor
dem vierten Verfahrensschritt kann jedoch das Füllmaterial derart bewegt werden, dass
über oder unter dem Fensterabschnitt des neuen Substrats nicht mehr die ins Füllmaterial
eingebrachte Öffnung sondern Füllmaterial angeordnet ist.
[0069] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Figuren
zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung vor einem ersten
Verfahrensschritt,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung nach dem ersten Verfahrensschritt,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung vor einem zweiten Verfahrensschritt,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach dem zweiten Verfahrensschritt,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung vor dem dritten Verfahrensschritt,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach einem vierten
Verfahrensschritt,
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung vor einem fünften
Verfahrensschritt,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach einem fünften
Verfahrensschritt,
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung vor dem sechsten Verfahrensschritt,
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei der Durchführung
des sechsten Verfahrensschritts,
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach dem sechsten Verfahrensschritt,
- Fig. 13a
- einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung vor einem
zweiten Verfahrensschritt,
- Fig. 13b
- einen schematischen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung nach dem zweiten
Verfahrensschritt,
- Fig. 13c
- einen schematischen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung nach einem
vierten Verfahrensschritt,
- Fig. 13d
- einen schematischen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung nach einem
fünften Verfahrensschritt und
- Fig. 14
- einen schematischen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem oberen
und einem unteren Klemmblock sowie einem ersten und einem weiteren Stempel.
[0070] Nachfolgend bezeichnen gleiche Bezugszeichen Elemente mit gleichen oder ähnlichen
technischen Merkmalen.
[0071] In Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1
dargestellt. Die Vorrichtung 1 umfasst eine als Werkstückträger 2 ausgebildete Trägereinrichtung
für ein Substrat 3 (siehe Fig. 2). Der Werkstückträger 2 kann hierbei bewegt werden,
insbesondere entlang einer linearen, geradlinigen Trajektorie. Die Vorrichtung 1 umfasst
hierbei weiter eine Lineareinheit 4, wobei die Lineareinheit 4 die Gesamtheit der
Elemente bezeichnet, die die Linearbewegung des Werkstückträgers 2 ermöglichen. Die
Lineareinheit 4 kann insbesondere Führungsschienen 5 und dazu korrespondierende Führungsschlitten
6 des Werkstückträgers 2 umfassen. Nicht dargestellt ist eine Antriebseinrichtung
zur Erzeugung der Antriebskraft für die Bewegung des Werkstückträgers 2.
[0072] Der Werkstückträger 2 kann in einen Zwischenraum 7 zwischen einem oberen Klemmblock
8 und einem unteren Klemmblock 9 bewegt werden. Dieser Zwischenraum 7 kann auch als
Bearbeitungsbereich bezeichnet werden.
[0073] Weiter dargestellt ist eine Längsrichtung x, eine Querrichtung y und eine Vertikalrichtung
z. Der Werkstückträger 2 ist hierbei in und entgegen der Längsrichtung x bewegbar.
In Fig. 1 ist die Vertikalrichtung z senkrecht zu einer Oberseite 15 eines auf dem
Werkstückträger 2 angeordneten Substrats 3 orientiert, wobei die Oberseite 15 parallel
zu einer von Längs-und Querrichtung x, y aufgespannten Ebene orientiert ist.
[0074] Die Klemmblöcke 8, 9 sind hierbei in und entgegen der Vertikalrichtung 7 bewegbar.
Hierzu kann die Vorrichtung 1 mindestens eine Antriebseinrichtung und gegebenenfalls
mindestens eine Führungseinrichtung umfassen, die die Bewegung der Klemmblöcke 8,
9 in und entgegen der Vertikalrichtung z ermöglichen. Die Klemmblöcke können hierbei
aufeinander zu und voneinander weg bewegt werden.
[0075] Weiter dargestellt sind eine Abwickelrolle 10 und eine Aufwickelrolle 11 für ein
bandförmig ausgebildetes Füllmaterial 12 (siehe z.B. Fig. 7). Mindestens eine der
Rollen 10, 11, insbesondere die Aufwickelrolle 11, kann hierbei von einer nicht dargestellten
Antriebseinrichtung angetrieben werden, um einen Vorschub des Füllmaterials 12 zu
bewirken. Somit kann die Vorrichtung 1 auch eine Antriebseinrichtung zur Rotation
mindestens einer der Rollen 10, 11, insbesondere der Aufwickelrolle 11 umfassen. Die
entlang der Längsrichtung x bewegbaren Rollen 10, 11 bilden eine Bereitstellungseinrichtung
für das Füllmaterial 12, wobei das Füllmaterial 12 in dem Zwischenraum 7 über der
Oberseite 15 des Substrats 3 bereitgestellt werden kann. Weiter kann das Füllmaterial
12 in oder entgegen der Querrichtung y gefördert werden.
[0076] Die Rollen 10, 11 sind hierbei synchron in und entgegen der Längsrichtung x bewegbar.
Insbesondere kann durch diese Bewegung Füllmaterial 12 in den Zwischenraum 7 eingebracht
oder aus dem Zwischenraum 7 herausgefahren werden.
[0077] Weiter dargestellt ist eine Grundplatte 13, an der die Klemmblöcke 8, 9 bewegbar
befestigt sind. Weiter weist die Grundplatte 13 Durchgangsöffnungen auf, durch die
Stangen 14 bewegbar sind, an deren freien Ende jeweils die Rollen 10, 11 angeordnet
sind.
[0078] Weiter dargestellt ist eine Antriebseinrichtung 16 für einen ersten Stempel 17, wobei
der erste Stempel 17 auch als Oberlochstempel bezeichnet werden kann. Mittels der
Antriebseinrichtung 16 ist der erste Stempel 17 in und entgegen der Vertikalrichtung
z bewegbar. Hierbei kann der erste Stempel 17 durch den oberen Klemmblock 8 bewegt
werden, insbesondere durch eine im oberen Klemmblock 8 vorgesehene Öffnung 18. Weiter
dargestellt ist eine Antriebseinrichtung 19 für einen weiteren Stempel 20 (siehe Fig.
2), der auch als Unterlochstempel bezeichnet werden kann. Mittels der Antriebseinrichtung
19 ist der weitere Stempel 20 in und entgegen der Vertikalrichtung z bewegbar. In
Fig. 2 ist dargestellt, dass der weitere Stempel 20 durch den unteren Klemmblock 9
hindurchbewegt werden kann. Hierzu weist der untere Klemmblock 9 eine entsprechende
Öffnung 21 auf.
[0079] In einer Ausgangsposition ist der erste Stempel 17 über einem auf dem Werkstückträger
2 angeordneten Substrat 3 angeordnet. Weiter ist in einer Ausgangsposition der weitere
Stempel 20 unter einer Unterseite des Substrats 3 angeordnet.
[0080] Die Stempel 17, 20 können entlang einer geradlinigen Bewegungstrajektorie bewegt
werden, wobei die Bewegungstrajektorien konzentrisch zueinander angeordnet sind und
sich teilweise überschneiden. Insbesondere kann der erste Stempel 17 entgegen der
Vertikalrichtung z von der Ausgangsposition in eine Endposition bewegt werden, wobei
die Endposition unter der Unterseite des Substrats 3 angeordnet ist. Weiter kann der
weitere Stempel 20 in Vertikalrichtung z in eine Endposition bewegt werden, wobei
die Endposition über der Oberseite 15 des Substrats 3 angeordnet ist. Hierbei kann
jedoch die Endposition des zweiten Stempels 20 unter der Ausgangsposition des ersten
Stempels 17 und die Endposition des ersten Stempels 17 über der Ausgangsposition des
weiteren Stempels 20 angeordnet sein.
[0081] Weiter sind die Stempel 17, 20 relativ zu dem Substrat 3 bewegbar.
[0082] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 vor
einem ersten Verfahrensschritt. Hierbei ist ein Substrat 3 auf einem Werkstückträger
2 angeordnet. Der Werkstückträger 2 ist hierbei als U-Profilelement ausgebildet, wobei
Auflageflächen (nicht dargestellt) für Randbereiche einer Unterseite des Substrats
3 von den Seitenschenkeln und dem Verbindungsschenkel des U-Profilelements in das
von dem U-Profilelement umfasste Volumen hineinragen. Weiter dargestellt ist ein Fensterabschnitt
22 des Substrats, wobei unter dem Fensterabschnitt 22 keine Auflagefläche des U-Profilelements
angeordnet ist.
[0083] Weiter dargestellt ist, dass der untere Klemmblock 9 an einer dem Zwischenraum 7
zwischen den Klemmblöcken 8, 9 zugewandten Oberfläche eine quaderförmige Erhebung
31 aufweist. Seitenränder dieser Erhebung 31 können der Bewegungsführung des Werkstückträgers
2 dienen. Weiter kann ein Bereich der Unterseite des Substrats 3, der nicht auf Auflageflächen
des Werkstückträgers 2 aufliegt, auf oder unmittelbar über der Oberfläche der Erhebung
31 angeordnet werden, wenn das Substrat 3 in eine Bearbeitungs-Raumlage transportiert
wird.
[0084] Ist der Werkstückträger 2 vollständig in den Zwischenraum 7 eingefahren, so kann
eine Anschlagfläche an dem Verbindungsschenkel des U-Profils an eine in Längsrichtung
x vordere Stirnseite der Erhebung 31 anschlagen, wobei das Substrat 3 dann in der
Bearbeitungs-Raumlage positioniert ist. Hierdurch wird eine wiederholbare räumliche
Anordnung des Substrats 3 in der Bearbeitungs-Raumlage ermöglicht.
[0085] Auch der obere Klemmblock 8 weist an einer dem Zwischenraum 7 zugewandten Oberfläche
eine quaderförmige Erhebung 32 auf. Eine Dimension der Erhebungen 31, 32 kann gleich
sein. Weiter kann die Dimension gleich der oder größer als die Dimension der Oberseite
15 des Substrats 3 sein.
[0086] In Fig. 2 ist dargestellt, dass sich sowohl der erste Stempel 17 als auch der weitere
Stempel 20 in ihrer Ausgangsposition befinden. Hierbei ist der weitere Stempel 20
unter einer Unterseite des unteren Klemmblocks 9 angeordnet, wobei eine Stanzfläche
des weiteren Stempels 20 von der Unterseite des unteren Klemmblocks mit einem vorbestimmten
Abstand größer als Null beabstandet angeordnet ist. Der erste Stempel 17 hingegen
ist in der Ausgangsposition in der Öffnung 18 in dem oberen Klemmblock 8 angeordnet,
wobei eine Stanzfläche des ersten Stempels 17 bündig an einer Unterseite des oberen
Klemmblocks 8 angeordnet ist.
[0087] Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 in einer perspektivischen Ansicht
nach der Durchführung des ersten Verfahrensschrittes. Hierbei ist das Substrat 3 in
einem Zwischenraum 7 zwischen dem ersten Stempel 17 in dessen Ausgangsposition und
dem weiteren Stempel 20 in dessen Ausgangsposition angeordnet. Diese Raumlage des
Substrats 3 kann auch als Bearbeitungs-Raumlage bezeichnet werden. In dieser Bearbeitungs-Raumlage
kann eine Unterseite des Substrats auf einer Oberfläche der Erhebung 31 (siehe Fig.
2) aufliegen. Weiter kann der Fensterabschnitt 22 des Substrats über der Öffnung 21
im unteren Klemmblock angeordnet sein. Weiter ist der Fensterabschnitt 22 auch unter
der Öffnung 18 (siehe Fig. 1) im oberen Klemmblock 8 angeordnet. Somit kann ein unteres
Ende des ersten Stempels 17, welches die Stanzfläche des ersten Stempels 17 aufweist,
im Bereich des Fensterabschnittes 22 durch das Substrat 3 bewegt werden. Entsprechend
kann ein oberes Ende des weiteren Stempels 20, welche die Stanzfläche des weiteren
Stempels 20 aufweist, im Bereich des Fensterabschnittes 22 von unten durch das Substrat
3 bewegt werden.
[0088] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung 1 vor einem zweiten Verfahrensschritt.
Nach dem ersten Verfahrensschritt kann der obere Klemmblock 8 entgegen der Vertikalrichtung
z auf die Oberseite 15 des Substrats 3 in der Bearbeitungs-Raumlage zubewegt werden.
Weiter kann ein mechanischer Kontakt zwischen einer Unterseite des oberen Klemmblocks
8 und der Oberseite 15 des Substrats 3 hergestellt und das Substrat 3 in der Bearbeitungs-Raumlage
zwischen dem unteren Klemmblock 9 und dem oberen Klemmblock 8, insbesondere zwischen
den Erhebungen 31, 32, eingeklemmt werden. Durch dieses Klemmen ist das Substrat 3
in der Bearbeitungs-Raumlage räumlich fixiert.
[0089] Vor, zwischen und während dem ersten und dem zweiten Verfahrensschritt wird keine
Relativbewegung zwischen dem oberen Klemmblock 8 und dem ersten Stempel 17, sowie
zwischen dem unteren Klemmblock 9 und dem weiteren Stempel 20 durchgeführt.
[0090] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung 1 nach einem dritten Verfahrensschritt.
In dem dritten Verfahrensschritt wird der erste Stempel 17 entgegen der Vertikalrichtung
z bewegt, wobei ein Element 23 aus dem Substrat 3 ausgeschnitten wird. Das ausgeschnittene
Element 23 aus dem Substrat 3 entspricht hierbei dem in dem Fensterabschnitt 22 des
Substrats 3 (siehe z.B. Fig. 3) angeordneten Material des Substrats 3. Während des
dritten Verfahrensschritts wird eine Relativbewegung zwischen dem oberen Klemmblock
8 und dem ersten Stempel 17 durchgeführt.
[0091] Dargestellt ist, dass das Element 23 von der Oberseite 15 des Substrats 3 her aus
diesem ausgeschnitten wird. Nach dem Ausschneiden ist das ausgeschnittene Element
23 des Substrats 3 unter der Unterseite des Substrats 3 angeordnet, insbesondere in
der Öffnung 21 des unteren Klemmblocks 9, durch die der weitere Stempel 20 bewegbar
ist.
[0092] Da der weitere Stempel 20 sich in seiner Ausgangsposition unter einer Unterseite
des unteren Klemmblocks 9 befindet, kann das ausgeschnittene Element 23 durch diese
Öffnung 21 von dem Substrat 3 wegtransportiert werden.
[0093] Insbesondere kann das ausgeschnittene Element 23 von dem ersten Stempel 17, insbesondere
von dessen Stanzfläche, weggeblasen und durch den durch die Öffnung 21 gebildeten
Kanal im unteren Klemmblock 9 ausgeblasen werden.
[0094] Hierzu kann der erste Stempel 17 Führungskanäle 24 für einen Luftstrom aufweisen,
wobei die Führungskanäle in Auslassöffnungen im Bereich der Stanzfläche enden. Nicht
dargestellt ist eine pneumatische Einrichtung zur Erzeugung des Luftstromes zum Abblasen.
Das Abblasen ist schematisch durch einen Pfeil 30 dargestellt.
[0095] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung 1 vor einem dritten Verfahrensschritt.
Hierbei ist ersichtlich, dass eine Fensteröffnung 25 in das Substrat 3 eingebracht
wurde. Weiter wird der weitere Stempel 20 in Vertikalrichtung z bewegt. Der erste
Stempel 17 sowie der obere Klemmblock 8 werden ebenfalls in Vertikalrichtung z bewegt,
wobei auch eine Relativbewegung zwischen dem ersten Stempel 17 und dem oberen Klemmblock
8 durchgeführt wird. Hierbei wird der erste Stempel 17 derart in der Öffnung 18 im
oberen Klemmblock 8 bewegt, dass die Stanzfläche des ersten Stempels 17 über der Unterseite
des oberen Klemmblocks 8 angeordnet ist. Der erste Stempel 17 befindet sich somit
über seiner Ausgangsposition.
[0096] Durch die Bewegung des oberen Klemmblocks 8 in Vertikalrichtung z wird die Fixierung
des Substrats 3 in der Bearbeitungs-Raumlage aufgehoben.
[0097] In Fig. 7 ist eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung 1 nach dem dritten und
vierten Verfahrensschritt dargestellt. In dem dritten Verfahrensschritt wird ein bandförmig
ausgebildetes Füllmaterial 12 zwischen den Stempeln 17, 20 angeordnet. Insbesondere
kann das Füllmaterial 12 durch eine Bewegung der Rollen 10, 11 (siehe Fig. 1) in Längsrichtung
x erfolgen. Hierbei wird das bandförmige Füllmaterial 12 oder zumindest ein Abschnitt
davon über der Fensteröffnung 25 im Substrat 3 angeordnet.
[0098] In dem vierten Verfahrensschritt wird der zweite Stempel 20 in Vertikalrichtung z
bewegt und schneidet hierbei ein Element 26 aus dem Füllmaterial 12 aus. Dieses Element
26 kann auch als Füllmaterial-Element bezeichnet werden. Hierbei ist dargestellt,
dass ein oberes Ende des weiteren Stempels 20 durch die Fensteröffnung 25, durch das
Füllmaterial 12 und in die Öffnung 18 im oberen Klemmblock 8 bewegt wird. Somit ist
das Füllmaterial-Element 26 in der Öffnung 18 und unter der Stanzfläche des ersten
Stempels 17 angeordnet.
[0099] Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 nach
dem vierten und vor einem fünften Verfahrensschritt.
[0100] Hierbei ist dargestellt, dass das Füllmaterial 12 aus dem Bearbeitungsbereich heraus
bewegt wurde, insbesondere durch eine Bewegung der Rollen 10, 11 entgegen der Längsrichtung
x (siehe Fig. 1). Dies kann erfolgen, wenn der weitere Stempel 20 aus der Öffnung
im Füllmaterial 12 hinausbewegt wurde. Hierzuwird der weitere Stempel 20 nach dem
vierten Verfahrensschritt entgegen der Vertikalrichtung z bewegt, sodass eine Stanzfläche
des weiteren Stempels 20 unterhalb der Fensteröffnung 25 angeordnet ist. Insbesondere
kann die Stanzfläche des weiteren Stempels 20 in einer Ebene der Unterseite des Substrats
3 angeordnet werden.
[0101] Das Füllmaterial-Element 26 kann hierbei von dem ersten Stempel 17 an dessen Stanzfläche
angesaugt werden. Hierzu können die vorhergehend erläuterten Führungskanäle 24 für
den Luftstrom genutzt werden. Die pneumatische Einrichtung kann hierbei einen entsprechenden
Luftstrom zum Ansaugen erzeugen. Beispielsweise können der erste Stempel 17 und der
weitere Stempel 20 vor der Bewegung des weiteren Stempels 20 aus der Öffnung im Füllmaterial
12 derart relativ zueinander bewegt werden, dass das ausgeschnittene Füllmaterial-Element
26 an die Stanzfläche des ersten Stempels 17 angelegt wird.
[0102] Fig. 9 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 nach
dem fünften Verfahrensschritt. In dem fünften Verfahrensschritt wird der obere Klemmblock
8 entgegen der Vertikalrichtung z auf die Oberseite 15 des Substrats 3 zubewegt, insbesondere
bis eine Unterseite des Klemmblocks 8 die Oberseite 15 des Substrats 3 kontaktiert
und das Substrat 3 in der Bearbeitungs-Raumlage zwischen dem unteren Klemmblock 9
und dem oberen Klemmblock 8 verklemmt ist. Hiernach wird der erste Stempel 17 entgegen
der Vertikalrichtung z derart bewegt, dass das an die Stanzfläche des ersten Stempels
17 angesaugte Füllmaterial-Element 26 in die Fensteröffnung 25 eingesetzt wird. Hierbei
bildet die Stanzfläche des weiteren Stempels eine Anschlagfläche für das Füllmaterial-Element
26.
[0103] Fig. 10 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 nach
dem fünften Verfahrensschritt und vor einem sechsten Verfahrensschritt. Nach dem fünften
Verfahrensschritt wird der obere Klemmblock 8 in Vertikalrichtung z bewegt, wobei
die Fixierung des Substrats 3 in der Bearbeitungs-Raumlage aufgehoben wird. Weiter
wird der Werkstückträger in Längsrichtung x aus dem Zwischenraum 7 zwischen dem oberen
Klemmblock 8 und dem unteren Klemmblock 9 herausbewegt.
[0104] Weiter wird auch der erste Stempel 17 relativ zum oberen Klemmblock 8 in Vertikalrichtung
z bewegt, insbesondere bis eine Stanzfläche des ersten Stempels 17 bündig mit einer
Unterseite des oberen Klemmblocks 8 ist. Hierdurch wird der erste Stempel 17 in seine
Ausgangsposition bewegt.
[0105] Auf einer Oberseite 15 des Substrates mit dem eingesetzten Füllmaterial-Element 26
wird dann eine Deckfolie 27 angeordnet. Diese Deckfolie 27 kann insbesondere eine
geschlossene Oberfläche ausbilden und als Schutzlage für das Füllmaterial-Element
26 dienen.
[0106] Das Anordnen der Deckfolie 27 auf der Oberseite 15 ist durch einen Pfeil 28 angedeutet.
Nach dem Anordnen wird der Werkstückträger 2 wieder entgegen der Längsrichtung x in
den Zwischenraum 7 zwischen dem oberen und unteren Klemmblock 8, 9 bewegt, insbesondere
bis der Werkstückträger 2 sich in einer Anschlagposition befindet. Diese Bewegung
ist durch einen Pfeil 29 symbolisiert.
[0107] Fig. 11 zeigt eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung 1 beim Durchführen eines
sechsten Verfahrensschritts. In dem sechsten Verfahrensschritt wird der obere Klemmblock
8 entgegen der Vertikalrichtung auf dem unteren Klemmblock 9 zubewegt, wobei das Substrat
3 mit der auf der Oberseite 15 des Substrats 3 angeordneten Deckfolie zwischen die
Klemmblock 8, 9 geklemmt wird. Hierdurch wird die Deckfolie 27 an das Substrat 3 gepresst
und mit diesem verbunden.
[0108] Während dieses Bearbeitungsschrittes sind der erste und der weitere Stempel 17, 20
jeweils derart angeordnet, dass sie nicht aus den entsprechenden Klemmblöcken 8, 9
in Richtung des jeweils anderen Klemmblocks 9, 8 herausragen.
[0109] Fig. 12 zeigt eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung 1 nach dem sechsten Verfahrensschritt.
Hierbei wird der obere Klemmblock 8 wieder in Vertikalrichtung z bewegt, wodurch die
Fixierung des Substrats 3 mit der darauf angeordneten Deckfolie 27 aufgehoben wird.
Hiernach kann der Werkstückträger 2 mit dem daran befestigten Substrat aus dem Zwischenraum
7 zwischen den Klemmblöcken 8, 9 hinaus bewegt werden.
[0110] Fig. 13a zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung
1 vor dem zweiten Verfahrensschritt. Dargestellt ist ein erster Stempel 17, ein zweiter
Stempel 20, ein oberer Klemmblock 8, ein unterer Klemmblock 9 und ein Substrat 3,
welches in einem Zwischenraum 7 zwischen dem oberen und unteren Klemmblock 8, 9 angeordnet
ist. Auch dargestellt ist eine Öffnung 21 im unteren Klemmblock 9, durch welche der
untere Stempel 20 in und entgegen einer Vertikalrichtung z bewegt werden kann. Vor
dem zweiten Verfahrensschritt ist der weitere Stempel 20 unterhalb und beabstandet
von einer Unterseite des unteren Klemmblocks 9 angeordnet.
[0111] Fig. 13b zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 nach dem zweiten Verfahrensschritt.
Vor dem zweiten Verfahrensschritt kann der obere Klemmblock 8 gegen die Vertikalrichtung
z auf den unteren Klemmblock 9 zubewegt werden, wodurch das Substrat 3 zwischen die
Klemmblöcke 8, 9 geklemmt und in einer Bearbeitungs-Raumlage fixiert wird. Hiernach
kann der erste Stempel 17 entgegen der Vertikalrichtung durch eine Öffnung 18 (siehe
z.B. Fig. 1) im oberen Klemmblock 8 auf das Substrat 3 zu und durch das Substrat 3
hindurch in die Öffnung 21 im unteren Klemmblock 9 bewegt werden. Bei dieser Bewegung
(die auch als Stanzbewegung oder Hub bezeichnet werden kann) wird ein Element 23 des
Substrats 3 ausgeschnitten.
[0112] In Fig. 13c ist ein schematischer Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
1 nach einem vierten Verfahrensschritt dargestellt. Vor dem vierten Verfahrensschritt
wird das aus dem Substrat 3 ausgeschnittene Element 23 durch die Öffnung 21 hindurch
zu und von der Unterseite des unteren Klemmblocks 9 wegtransportiert. Hiernach wird
der obere Klemmblock 8 in Vertikalrichtung z bewegt. Weiter wird der erste Stempel
17 relativ zum oberen Klemmblock 8 ebenfalls in Vertikalrichtung z bewegt. Somit wird
der erste Stempel 17 aus der Öffnung 21 und von unten durch das Substrat 3 hindurch
in die Öffnung 18 im oberen Klemmblock 8 bewegt.
[0113] Weiter wird im Zwischenraum 7 über der Öffnung 25 im Substrat 3 ein Füllmaterial
12 angeordnet. Hiernach kann der obere Klemmblock 8 entgegen der Vertikalrichtung
z bewegt werden, um Füllmaterial 12 und Substrat 3 an den unteren Klemmblock 9 zu
pressen.
[0114] Weiter ist dargestellt, dass der erste Stempel 17 derart in die Öffnung 18 bewegt
wird, dass eine Stanzfläche des ersten Stempels 17, die an dessen Unterseite angeordnet
sein kann, in Vertikalrichtung z über der Unterseite des oberen Klemmblocks 8 angeordnet
ist. Im vierten Verfahrensschritt wird der weitere Stempel in Vertikalrichtung z durch
die Öffnung 21 im unteren Klemmblock 9, durch die Öffnung 25 im Substrat 3 und durch
das Füllmaterial 12 bewegt. Hierbei wird ein Füllmaterial-Element 26 aus dem Füllmaterial
12 ausgeschnitten und in die Öffnung 18 im oberen Klemmblock 8 transportiert, insbesondere
bis zur Stanzfläche des ersten Stempels 17. Hierbei oder nach dem Kontaktieren der
Stanzfläche kann das Füllmaterial-Element 26 an die Stanzfläche des ersten Stempels
17 angesaugt werden.
[0115] Fig. 13d zeigt einen schematischen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
nach einem fünften Verfahrensschritt. Vor dem fünften Verfahrensschritt kann das Füllmaterial
12 (siehe Fig. 13c) aus dem Zwischenraum 7 heraus transportiert werden. Hierzu kann
der obere Klemmblock 8 mit dem ersten Stempel 17 in Vertikalrichtung z bewegt werden,
wodurch die räumliche Fixierung des Füllmaterials 12 aufgehoben wird. Weiter kann,
wie vorhergehend erläutert, das Füllmaterial-Element 26 an die Stanzfläche des ersten
Stempels 17 angesaugt werden. Nach Entfernung des Füllmaterials 12 aus dem Zwischenraum
7 kann der obere Klemmblock 8 mit dem ersten Stempel 17 wieder entgegen der Vertikalrichtung
z auf das Substrat 3 zubewegt werden, wodurch das Substrat 3 erneut zwischen den unteren
und den oberen Klemmblock 9, 8 gepresst und somit in der Bearbeitungs-Raumlage fixiert
wird. Hiernach kann der erste Stempel 17 entgegen der Vertikalrichtung z bewegt werden,
sodass das Füllmaterial-Element 26 in die Öffnung 25 im Substrat 3 eingepresst wird.
Davor kann der weitere Stempel 20 entgegen der Vertikalrichtung z bewegt werden, bis
eine Stanzfläche des weiteren Stempels 20, die an einem oberen Ende des weiteren Stempels
angeordnet sein kann, bündig mit einer Unterseite des Substrats ist.
[0116] Fig. 14 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung
1 mit einem oberen Klemmblock 8, einem unterem Klemmblock 9, einem ersten Stempel
17, der durch eine Öffnung 18 im oberen Klemmblock 8 in und entgegen einer Vertikalrichtung
z bewegbar ist und einem weiteren Stempel 20, der durch eine Öffnung 21 im unteren
Klemmblock 9 in und entgegen der Vertiaklrichtung z bewegbar ist. Weiter dargestellt
ist ein Substrat 3 und ein bereits ausgeschnittenes Füllmaterial-Element 26.
[0117] Weiter dargestellt ist eine Öffnung 25 im Substrat 3, die durch den ersten Stempel
17 in das Substrat 3 eingebracht wurde.
[0118] In Fig. 14 ist ersichtlich, dass das ausgeschnittene Füllmaterial-Element 26 im Querschnitt
teilpyramiden- oder teilkegelförmig ausgebildet ist, wobei sich ein Durchmesser oder
eine Breite des ausgeschnittenen Füllmaterial-Elements 26 in Vertikalrichtung z vergrößert.
[0119] Diese geometrische Ausbildung ist bedingt durch das Ausschneiden des Füllmaterial-Elements
26 durch den weiteren Stempel 20, der das Füllmaterial 12 von der Unterseite des Füllmaterials
12 her aus diesem ausschneidet.
[0120] Die Öffnung 25 im Substrat 3, die durch den ersten Stempel 17 erzeugt wird, ist hierbei
ebenfalls teilkegel- oder teilpyramidenförmig ausgebildet, wobei Dimensionen der Öffnung
25 den Dimensionen des Füllmaterial-Elements 26 entsprechen können. Allerdings ist
die Öffnung 25 in Bezug auf eine Spiegelebene, die orthogonal zur Vertikalrichtung
z orientiert ist, spiegelverkehrt zu dem Füllmaterial-Element 26 ausgebildet. Dies
bedeutet, dass sich eine Breite oder ein Durchmesser der Öffnung 25 in Vertikalrichtung
verkleinert.
[0121] Wird das Füllmaterial-Element 26 durch den ersten Stempel 17 in die Öffnung 25 eingedrückt,
so entsteht aufgrund der spiegelverkehrten Anordnung eine gute mechanische Verbindung,
insbesondere eine form- und kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Füllmaterial-Element
26 und dem Substrat 3.
Bezugszeichenliste
[0122]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Werkstückträger
- 3
- Substrat
- 4
- Lineareinheit
- 5
- Führungsschienen
- 6
- Schlitten
- 7
- Zwischenraum
- 8
- oberer Klemmblock
- 9
- unterer Klemmblock
- 10
- Rolle
- 11
- Rolle
- 12
- Füllmaterial
- 13
- Grundplatte
- 14
- Stange
- 15
- Oberseite
- 16
- Antriebseinrichtung
- 17
- erster Stempel
- 18
- Öffnung
- 19
- Antriebseinrichtung
- 20
- weiterer Stempel
- 21
- Öffnung
- 22
- Fensterabschnitt
- 23
- ausgeschnittenes Element aus dem Substrat
- 24
- Luftkanal
- 25
- Öffnung im Substrat
- 26
- Füllmaterial-Element
- 27
- Deckfolie
- 28
- Pfeil
- 29
- Pfeil
- 30
- Pfeil
- 31
- Erhebung
- 32
- Erhebung
- x
- Längsrichtung
- y
- Querrichtung
- z
- Vertikalrichtung
1. Vorrichtung zur Bearbeitung eines Substrats (3), wobei die Vorrichtung (1) eine Trägereinrichtung
für das Substrat (3) umfasst, wobei die Vorrichtung (1) einen ersten Stempel (17)
umfasst, wobei der erste Stempel (17) derart relativ zu dem Substrat (3) bewegbar
ist, dass durch den ersten Stempel (17) ein Element (23) aus dem Substrat (3) ausschneidbar
ist, wobei die Vorrichtung (1) eine Bereitstellungseinrichtung für ein Füllmaterial
(12) umfasst, wobei die Vorrichtung (1) mindestens einen weiteren Stempel (20) umfasst,
wobei der weitere Stempel (20) derart relativ zu dem Füllmaterial (12) bewegbar ist,
dass durch den weiteren Stempel (20) ein Element (26) aus dem Füllmaterial (12) ausschneidbar
ist, wobei der erste Stempel (17) derart relativ zu dem Substrat (3) bewegbar ist,
dass durch den ersten Stempel (17) das ausgeschnittene Element (26) aus dem Füllmaterial
(12) in einer Öffnung (25) des Substrats (3) anordenbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Stempel (17) zwischen einer Ausgangsposition und einer Endposition entlang
einer Bewegungstrajektorie bewegbar ist, wobei der weitere Stempel (20) zwischen einer
Ausgangsposition und einer Endposition entlang einer Bewegungstrajektorie bewegbar
ist, wobei sich zumindest ein Abschnitt einer Bewegungstrajektorie des ersten Stempels
(17) mit zumindest einem Abschnitt einer Bewegungstrajektorie des weiteren Stempels
(20) überschneidet.
3. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinrichtung bewegbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) mindestens eine Fixiereinrichtung für das Substrat (3) umfasst.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung mindestens einen ersten Klemmblock (8) umfasst, wobei der erste
Stempel (17) durch den ersten Klemmblock (8) hindurch bewegbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung mindestens einen weiteren Klemmblock (9) umfasst, wobei der
weitere Stempel (20) durch den weiteren Klemmblock (9) hindurch bewegbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Fixiereinrichtung bewegbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) mindestens eine pneumatische Einrichtung zum Ansaugen und/oder
Abblasen des aus dem Substrat (3) ausgeschnittenen Elements (23) umfasst.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Stempel (17, 20) einen Führungskanal (24) für einen von der pneumatischen
Einrichtung erzeugten Luftstrom aufweist.
10. Verfahren zur Bearbeitung eines Substrats (3),
wobei in einem ersten Verfahrensschritt das Substrat (3) zwischen einem ersten Stempel
(17) und einem weiteren Stempel (20) angeordnet wird,
wobei in einem zweiten Verfahrensschritt durch den ersten Stempel (17) ein Element
(23) aus dem Substrat (3) ausgeschnitten wird,
wobei in einem dritten Verfahrensschritt ein Füllmaterial (12) zwischen dem ersten
Stempel (17) und dem weiteren Stempel (20) angeordnet wird,
wobei in einem vierten Verfahrensschritt durch den zweiten Stempel (20) ein Element
(26) aus dem Füllmaterial (12) ausgeschnitten wird,
wobei in einem fünften Verfahrensschritt durch den ersten Stempel (17) das aus dem
Füllmaterial (12) ausgeschnittene Element (26) in einer Öffnung (25) des Substrats
(3) angeordnet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (3) vor dem zweiten Verfahrensschritt fixiert wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierung des Substrats (3) nach dem zweiten Verfahrensschritt aufgehoben wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem Füllmaterial (12) ausgeschnittene Element (26) vor dem fünften Verfahrensschritt
an einer Stanzfläche des ersten Stempels (17) befestigt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem Füllmaterial (12) ausgeschnittene Element (26) an die Stanzfläche angesaugt
wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Stempel (20) vor dem fünften Verfahrensschritt derart positioniert wird,
dass eine Stanzfläche des weiteren Stempels (20) unterhalb der ausgeschnittenen Öffnung
(25) im Substrat (3) angeordnet ist und/oder das Substrat (3) vor dem fünften Verfahrensschritt
fixiert wird.
1. Apparatus for machining a substrate (3), wherein the apparatus (1) comprises a carrier
device for the substrate (3), wherein the apparatus (1) comprises a first punch (17),
wherein the first punch (17) is movable relative to the substrate (3) such that, by
way of the first punch (17), an element (23) can be cut out of the substrate (3),
wherein the apparatus (1) comprises a supply device for a filling material (12),
wherein
the apparatus (1) comprises at least one further punch (20), wherein the further punch
(20) is movable relative to the filling material (12), such that, by way of the further
punch (20), an element (26) can be cut out of the filling material (12), wherein the
first punch (17) is movable relative to the substrate (3) such that, by way of the
first punch (17), the element (26) cut out of the filling material (12) is arrangeable
in an opening (25) of the substrate (3).
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the first punch (17) can be moved between a starting position and an end position
along a movement trajectory, wherein the further punch (20) can be moved between a
starting position and an end position along a movement trajectory, wherein at least
one section of a movement trajectory of the first punch (17) overlaps with at least
one section of a movement trajectory of the further punch (20).
3. Apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the carrier device is movable.
4. Apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the apparatus (1) comprises at least one fixing device for the substrate (3).
5. Apparatus according to claim 4, characterised in that the fixing device comprises at least one first clamping block (8), wherein the first
punch (17) can be moved through the first clamping block (8).
6. Apparatus according to claim 5, characterised in that the fixing device comprises at least one further clamping block (9), wherein the
further punch (20) can be moved through the further clamping block (9).
7. Apparatus according to any one of the preceding claims 4 to 6, characterised in that at least a part of the fixing device is movable.
8. Apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the apparatus (1) comprises at least one pneumatic device for suctioning in and/or
blowing off the element (23) cut out of the substrate (3).
9. Apparatus according to claim 8, characterised in that at least one of the punches (17, 20) comprises a guide channel (24) for an air flow
produced by the pneumatic device.
10. Method for machining a substrate (3),
wherein, in a first method step, the substrate (3) is arranged between a first punch
(17) and a further punch (20),
wherein, in a second method step, by means of the first punch (17), an element (23)
is cut out of the substrate (3),
wherein, in a third method step, a filling material (12) is arranged between the first
punch (17) and the further punch (20),
wherein, in a fourth method step, by means of the second punch (20), an element (26)
is cut out of the filling material (12),
wherein, in a fifth method step, by means of the first punch (17), the element (26)
cut out of the filling material (12) is arranged in an opening (25) of the substrate
(3).
11. Method according to claim 10, characterised in that the substrate (3) is fixed before the second method step.
12. Method according to claim 11, characterised in that the fixing of the substrate (3) is suppressed after the second method step.
13. Method according to any one of claims 10 to 12, characterised in that the element (26) cut out of the filling material (12) is fixed to a punch surface
of the first punch (17) before the fifth method step.
14. Method according to claim 13, characterised in that the element (26) cut out of the filling material (12) is suctioned onto the punch
surface.
15. Method according to any one of claims 10 to 14, characterised in that the further punch (20) is positioned before the fifth method step in such a way that
a punch surface of the further punch (20) is arranged beneath the opening (25) cut
out in the substrate (3), and/or the substrate (3) is fixed before the fifth method
step.
1. Dispositif pour l'usinage d'un substrat (3), dans lequel le dispositif (1) comporte
un dispositif porteur pour le substrat (3), dans lequel le dispositif (1) comporte
un premier poinçon (17), dans lequel le premier poinçon (17) est mobile par rapport
au substrat (3) de telle manière que par le premier poinçon (17) un élément (23) puisse
être découpé du substrat (3), dans lequel le dispositif (1) comporte un dispositif
de fourniture pour un matériau de remplissage (12),
dans lequel le dispositif (1) comporte au moins un autre poinçon (20), dans lequel
l'autre poinçon (20) est mobile par rapport au matériau de remplissage (12) de telle
manière que par l'autre poinçon (20) un élément (26) puisse être découpé du matériau
de remplissage (12), dans lequel le premier poinçon (17) est mobile par rapport au
substrat (3) de telle manière que par le premier poinçon (17) l'élément (26) découpé
du matériau de remplissage (12) puisse être agencé dans une ouverture (25) du substrat
(3).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier poinçon (17) est mobile entre une position de départ et une position de
fin le long d'une trajectoire de déplacement, dans lequel l'autre poinçon (20) est
mobile entre une position de départ et une position de fin le long d'une trajectoire
de déplacement, dans lequel au moins une section d'une trajectoire de déplacement
du premier poinçon (17) se recoupe avec au moins une section d'une trajectoire de
déplacement de l'autre poinçon (20).
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif porteur est mobile.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif (1) comporte au moins un dispositif de fixation pour le substrat (3).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif de fixation comporte au moins un premier bloc de serrage (8), dans
lequel le premier poinçon (17) est mobile à travers le premier bloc de serrage (8).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif de fixation comporte au moins un autre bloc de serrage (9), dans lequel
l'autre poinçon (20) est mobile à travers l'autre bloc de serrage (9).
7. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce qu'au moins une partie du dispositif de fixation est mobile.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif (1) comporte au moins un dispositif pneumatique pour l'aspiration et/ou
le soufflage de l'élément (23) découpé du substrat (3).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'au moins un des poinçons (17, 20) présente un canal de guidage (24) pour un courant
d'air généré par le dispositif pneumatique.
10. Procédé d'usinage d'un substrat (3),
dans lequel dans une première étape de procédé le substrat (3) est agencé entre un
premier poinçon (17) et un autre poinçon (20),
dans lequel dans une deuxième étape de procédé par le premier poinçon (17) un élément
(23) est découpé du substrat (3),
dans lequel dans une troisième étape de procédé un matériau de remplissage (12) est
agencé entre le premier poinçon (17) et l'autre poinçon (20),
dans lequel dans une quatrième étape de procédé par le second poinçon (20) un élément
(26) est découpé du matériau de remplissage (12),
dans lequel dans une cinquième étape de procédé par le premier poinçon (17) l'élément
(26) découpé du matériau de remplissage (12) est agencé dans une ouverture (25) du
substrat (3).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le substrat (3) est fixé avant la deuxième étape de procédé.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que la fixation du substrat (3) est supprimée après la deuxième étape de procédé.
13. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que l'élément (26) découpé du matériau de remplissage (12) est attaché avant la cinquième
étape de procédé à une surface d'estampage du premier poinçon (17).
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'élément (26) découpé du matériau de remplissage (12) est aspiré contre la surface
d'estampage.
15. Procédé selon l'une des revendications 10 à 14, caractérisé en ce que l'autre poinçon (20) est positionné avant la cinquième étape de procédé de telle
manière qu'une surface d'estampage de l'autre poinçon (20) soit agencée en dessous
de l'ouverture (25) découpée dans le substrat (3) et/ou le substrat (3) est fixé avant
la cinquième étape de procédé.