[0001] Die Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung zur Montage eines Steckers an einem
Kabel, insbesondere ein geschirmtes Hochvoltkabel.
[0002] Unter Hochvoltkabel wird vorliegend ein Kabel zur elektrischen Leistungsübertragung
verstanden, welches zumindest zwei von einem gemeinsamen Leitungsmantel umgebene Adern
aufweist. Das Kabel ist dabei geeignet zur Übertragung von Strömen im Bereich von
mehreren Ampere und ist ausgelegt zur Übertragung von Spannungen im Bereich von mehreren
100 Volt. Derartige Hochvolt-Kabel werden insbesondere in Montagekraftfahrzeugen zur
Versorgung beispielsweise von elektrischen Fahrmotoren eingesetzt.
[0003] Derartige Hochvolt-Kabel weisen typischerweise eine Schirmung auf. Bei der Konfektionierung
eines derartigen Kabels, also bei der endseitigen Anbringung eines Steckers, muss
insbesondere aufgrund der hohen im Betrieb auftretenden Spannungen eine korrekte Montage
gewährleistet sein, um einem eventuell sicherheitskritischen Ausfall des Kabels vorzubeugen.
Der Stecker weist dabei üblicherweise einen Kontaktträger auf, in dem Buchsen- oder
Steckkontakte gelagert sind, an denen ein jeweiliger Leiter des Kabels kontaktiert
ist. Der Kontaktträger selber ist dabei typischerweise ein in etwa zylindrisches Kunststoffteil
mit entsprechenden Aufnahmen für die Kontakte. Bei dem Kabel handelt es sich üblicherweise
um ein geschirmtes Kabel, wobei die Schirmung des Kabels über den Stecker kontaktiert
ist. Hierzu weist der Stecker typischerweise eine Schirmhülse auf, die beispielsweise
zumindest teilweise auch über den Kontaktträger überstülpt ist und einen elektrischen
Kontakt mit einer Metallhülse des Steckergehäuses herstellt.
[0004] Der Kontaktträger weist dabei üblicherweise Rastelemente auf, mit denen er im endmontierten
Zustand im Steckergehäuse verrastet ist.
[0005] Bei einer fehlerhaften Montage des Steckers besteht zum einen die Gefahr, dass die
einzelnen Adern des Kabels verletzt werden, so dass dadurch eine erhöhte Kurzschlussgefahr
besteht. Weiterhin besteht auch die Gefahr einer nicht korrekten Positionierung des
Kontaktträgers innerhalb des Steckers, was ebenfalls zu Fehlfunktionen führen kann.
[0006] Aus der
JP H06 80293 U ist eine Montagehilfe zu entnehmen, die nach Art einer handbetätigten Zange ausgebildet
ist. Sie dient zum Einstecken eines Halters in ein Steckergehäuse. Der Halter weist
Kontaktstifte auf und an dem Halter ist ein Flachkabel angeschlossen, dessen Leiter
mit den Kontaktstiften des Halters verbunden sind. Das Flachkabel ist durch einen
Schlitz in der Montagehilfe durchgeführt, so dass ein Biegen und ein Beschädigen des
Flachkabels vermieden ist.
[0007] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Montagevorrichtung
anzugeben, mit der eine zuverlässige und sichere Konfektionierung eines Kabels, also
eine zuverlässige Montage des Steckers am Kabel gewährleistet ist.
[0008] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch eine Montagevorrichtung mit den
Merkmalen des Anspruchs 1. Die Montagevorrichtung dient allgemein zur Montage eines
Steckers an einem Kabel, speziell ein Hochvoltkabel und insbesondere ein geschirmtes
Hochvoltkabel. Bei dem Kabel handelt es sich dabei insbesondere um ein zweiadriges
Kabel. Der Stecker weist dabei allgemein ein Steckergehäuse sowie einen Kontaktträger
auf, welcher an einer vorgegebenen Position innerhalb des Steckergehäuses mit diesem
über zumindest ein Rastelement verrastbar ist. Für eine zuverlässige Montage weist
die Montagevorrichtung dabei auf:
- Einen Halter für das Steckergehäuse mit dem darin in einer Vormontageposition einliegenden
Kontaktträger,
- einem Gegenlager mit einem Druckzapfen zum Eindrücken des Kontaktträgers in das Steckergehäuse
aus der Vormontageposition in eine Endmontageposition,
- einen Vorschub zur automatischen Relativverschiebung des Halters und des Gegenlagers
gegeneinander, wobei bevorzugt der Halter gegen das Gegenlager verschoben wird,
- eine Kraftmesseinheit, die eine bei der Relativverschiebung ausgeübte Montagekraft
misst, also insbesondere die Montagekraft, mit der der Kontaktträger in das Steckergehäuse
eingepresst wird,
- eine Auswerteeinheit, über die die gemessene Montagekraft überprüft wird, ob sie innerhalb
eines vorgegebenen Toleranzbereichs liegt sowie
- eine Ausgabeeinheit zur Ausgabe eines Kontrollsignals, ob die Montage in Ordnung oder
fehlerhaft war.
[0009] Mit dieser Montagevorrichtung ist damit eine zumindest teilautomatisierte und damit
prozesssichere Überwachung der Montage erreicht. Die Überwachung erfolgt hierbei vorzugsweise
halbautomatisch. Das Einlegen des vormontierten Steckers in die Vorrichtung erfolgt
dabei beispielsweise manuell. Die Relativverschiebung zwischen Halter und Gegenlager
sowie die Messerfassung und die Auswertung der Messergebnisse erfolgen dann insbesondere
vollautomatisch.
[0010] Die Ausgestaltung dieser Montagevorrichtung mit der integrierten Montagekraftüberwachung
der beim Zusammenfügen des Kontaktträgers und des Steckergehäuses aufgewandte Montagekraft
beruht dabei auf der Überlegung, dass diese aufgewandte Montagekraft üblicherweise
innerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereichs liegt, sofern eine korrekte Montage
erfolgt. So weist eine zu hohe Montagekraft darauf hin, dass beispielsweise die Adern
beschädigt werden oder sonstige Verformungen von Steckerbauteilen erfolgen. Eine zu
geringe Montagekraft deutet beispielsweise darauf hin, dass nicht die korrekte Relativposition
zwischen Kontaktträger und Steckergehäuse eingenommen wurde.
[0011] In zweckdienlicher Ausgestaltung ist zusätzlich ein Sensor zur Überwachung der korrekten
Relativposition zwischen dem Steckergehäuse und dem Kontaktträger vorgesehen und die
Auswerteeinheit ist weiterhin zur Überprüfung eingerichtet, ob die korrekte Relativposition
eingenommen ist.
[0012] Hierdurch wird also sichergestellt, dass die beiden Teile korrekt zueinander montiert
sind, sodass die Rastelemente auch ineinander greifen. Insgesamt werden daher bei
der Montagevorrichtung zwei unabhängige Parameter überwacht, nämlich einerseits die
Montagekraft und andererseits die Montageposition. Ein i. O.-Signal wird dabei von
der Ausgabeeinheit zweckdienlicherweise nur dann ausgegeben, wenn beide Kriterien
/ Parameter innerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereiches liegen. Insgesamt ist dadurch
eine zuverlässige Prozessüberwachung bei der Konfektionierung des Steckers erreicht.
[0013] Zweckdienlicherweise wird der Halter im Betrieb mit den darin einliegenden Stecker
gegen das Gegenlager verschoben. Dabei drückt der Druckzapfen den Kontaktträger in
das Steckergehäuse hinein.
[0014] Zweckdienlicherweise ist daher vorgesehen, dass die Kraftmesseinheit die auf das
Gegenlager, speziell die auf den Druckzapfen ausgeübte Kraft misst.
[0015] Speziell handelt es sich bei der Kraftmesseinheit um eine Kraftmessdose.
[0016] Zweckdienlicherweise ist der zusätzliche Sensor als ein Positionssensor ausgebildet,
der die Relativposition zwischen dem Halter und dem Gegenlager misst. Diese Ausgestaltung
beruht auf der Überlegung, dass die Relativposition des Halters bezüglich des Gegenlagers
korreliert zu der Relativposition zwischen Steckergehäuse und Kontaktträger. Es braucht
daher keine aufwändige direkte Messung der Relativposition zwischen dem Steckergehäuse
und Kontaktträger vorgenommen werden. Eine korrekte Relativposition zwischen diesen
beiden Teilen ist dann gegeben, wenn Halter und Gegenlager eine definierte Position
zueinander einnehmen.
[0017] In konstruktiver Hinsicht weist der Halter zweckdienlicherweise ein vorderes sowie
ein rückwärtiges Halteteil zur Fixierung des Steckergehäuses zwischen diesen beiden
Halteteilen auf. Wenn das Steckergehäuse zwischen den beiden Halteteilen einliegt
entspricht daher der Abstand zwischen den beiden Halteteilen einer definierten Steckerlänge.
Durch die beiden Halteteile wird dann das Steckergehäuse definiert in Richtung zum
Gegenlager verschoben. Der Druckzapfen drückt dann den Kontaktträger in das Steckergehäuse
hinein.
[0018] Das rückwärtige Halteteil weist dabei zur Aufnahme der dabei ausgeübten Montagekraft
ein rückwärtiges Widerlager auf, an dem sich das Steckergehäuse abstützt. Dieses Widerlager
ist dabei beispielsweise durch einen insbesondere teilringförmigen Steg gebildet,
in den das rückseitig am Steckergehäuse austretende Kabel eingelegt werden kann.
[0019] Gemäß einer zweckdienlichen Ausgestaltung weist das vordere Halteteil ein vorderes
Anlageelement für das Steckergehäuse auf, welches eine Durchtrittsöffnung für den
Druckzapfen aufweist. Das Anlageelement ist dabei beispielsweise als ein Teilring
und insbesondere als ein Ringelement ausgebildet, gegen das sich das Steckergehäuse
mit seiner Stirnseite abstützt.
[0020] Um ein einfaches Einlegen des Steckergehäuses in den Halter zu ermöglichen sind die
beiden Halteteile relativ zueinander verschiebbar. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen,
dass die beiden Halteteile mit einer gewissen Kraft, beispielsweise Federkraft aufeinander
gedrückt werden, sodass das Steckergehäuse mit einer gewissen Haltekraft zwischen
den beiden Halteteilen eingeklemmt ist.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert.
Diese zeigen Teilweise in vereinfachten Darstellungen:
- Fig. 1
- eine ausschnittsweise Darstellung eines zweiadrigen Hochvolt-Kabels mit daran angebrachten
Teilen eines Steckers, die nach Art einer Explosionsdarstellung gezeigt sind,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung einer Montagevorrichtung sowie
- Fig. 3
- ein vergrößerter Ausschnitt der in der Fig. 2 dargestellten Montagevorrichtung.
[0022] In den Figuren sind gleichwirkende Teile jeweils mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0023] Das in der Fig. 1 dargestellte Kabel 2 ist insbesondere als ein Hochvolt-Kabel ausgebildet.
Es umfasst dabei mehrere Adern 4, im Ausführungsbeispiel zwei Adern, welche von einem
Mantel 6 umgeben sind. Die beiden Adern 4 sind üblicherweise in hier nicht näher dargestellter
Weise von einer Schirmung, beispielsweise ein Schirmgeflecht umgeben.
[0024] An einem Stirnende des Kabels 2 wird ein Stecker 8 angeordnet. Dieser weist als wesentliche
Komponenten ein Steckergehäuse 10 sowie einen Kontaktträger 12 auf. Weiterhin ist
insbesondere noch eine Schirmhülse 14 vorgesehen, welche nach außen aufgebogene Arme
16 aufweist.
[0025] Das Steckergehäuse 10 ist vorzugsweise mehrteilig ausgebildet und weist eine innenliegende
Metallhülse 18 auf, die nach hinten aus einem Außenteil des Steckergehäuses 10 hervorragt.
Das Außenteil sowie der Kontaktträger 12 bestehen aus einem Isolierwerkstoff, insbesondere
Kunststoff. Die Schirmhülse 14 besteht demgegenüber aus einem leitfähigen Material,
insbesondere Metall. Im endmontierten Zustand kontaktiert die Schirmhülse 14 mit ihren
radial nach außen abstehenden Armen die Innenwandung der Metallhülse 18 innerhalb
des Steckergehäuses 10. Weiterhin umfasst im Ausführungsbeispiel der Stecker 8 noch
ein Dichtungselement 20, welches im endmontierten Zustand von hinten gegen das Steckergehäuse
10 und insbesondere gegen die Metallhülse 18 gepresst wird. Hierzu ist im Ausführungsbeispiel
eine Schraubmutter 22 vorgesehen, welcher mit einem rückwärtigen, konischen Teilbereich
des Außenteils des Steckergehäuses 10 verschraubbar ist.
[0026] Der Kontaktträger 12 weist eine erste Rastnase 24 auf, die radial außenseitig beispielsweise
in einem mittleren Bereich angeordnet ist. Am rückwärtigen Ende weist im Ausführungsbeispiel
der Kontaktträger 12 elastische Finger auf, welche Rastlaschen 26 bilden. Sowohl die
Rastnase 24 als auch die Rastlaschen 26 verrasten in einer Endmontageposition mit
entsprechenden Gegenelementen am Steckergehäuse 10, speziell an dessen Außenteil aus
Kunststoff.
[0027] Innerhalb des Kontaktträgers 12 sind hier nicht näher dargestellte Kontaktelemente,
beispielsweise Kontaktbuchsen oder auch Kontaktstifte angeordnet. Die Leiter der beiden
Adern 4 sind dabei mit diesen Kontaktelementen elektrisch kontaktiert. Der Kontaktträger
12 weist üblicherweise eine zumindest annähernd runde Querschnittsgeometrie auf.
[0028] Die in den Figuren 2 und 3 dargestellte Montagevorrichtung 28 dient zur halbautomatisierten
Montage und Überwachung des Montagevorgangs des Steckers 8.
[0029] In einem ersten Schritt wird das Kabel ausgehend von der in Fig. 1 dargestellten
Situation in Vormontageposition gebracht. Hierzu wird das Steckergehäuse 10 nach vorne
über den Kontaktträger 12 geschoben, bis dieser zumindest weitgehend innerhalb des
Steckergehäuses 10 einliegt. Das so vorbereitete Kabel wird dann in die Montagevorrichtung
28 eingelegt. Mittels dieser wird der Kontaktträger 12 mit einer Montagekraft F relativ
zum Steckergehäuse 10 verschoben bis die Rastnase 24 sowie die Rastlaschen 26 einrasten.
Dies definiert die korrekte Endmontageposition. Die aufgewandte Montagekraft F wird
dabei von der Montagevorrichtung 28 überwacht. Parallel wird auch die korrekte Relativposition
zwischen Kontaktträger 12 und Steckergehäuse 10 überwacht. Für die Überwachung ist
innerhalb der Montagevorrichtung eine hier nicht näher dargestellte Auswerteeinheit
vorgesehen. Im Falle einer korrekten Montage wird ein entsprechendes i. O.-Signal
auf einer Ausgabeeinheit 30 der Montagevorrichtung ausgegeben. Im Ausführungsbeispiel
ist diese Ausgabeeinheit 30 ein Display.
[0030] Beispielsweise ist die Montagevorrichtung 28 insgesamt in etwa L-förmig ausgebildet,
wie dies anhand der Fig. 2 zu entnehmen ist. Insbesondere umfasst die Montagevorrichtung
einen Montagetisch 32, welcher nachfolgend im Zusammenhang mit der Fig. 3 näher erläutert
wird. Im vertikalen Teilbereich der Montagevorrichtung 28 ist die bereits erwähnte
Ausgabeeinheit 30 integriert. Auch die Auswerteeinheit ist beispielsweise in diesem
vertikalen Teilbereich enthalten.
[0031] Wie insbesondere aus der Fig. 3 hervorgeht, sind auf dem Montagetisch 32 ein Halter
34 mit einem vorderen Halteteil 34A sowie mit einem rückwärtigen Halteteil 34B angeordnet.
Gegenüberliegend zum Halter 34 ist ein Gegenlager 36 platziert, welches ein zum Halter
34 hin orientierten Druckzapfen 38 aufweist. Am Gegenlager 36 ist ergänzend noch eine
als Kraftmessdose ausgebildete Kraftmesseinheit 40 angeordnet, die zur Erfassung der
ausgeübten Montagekraft F dient. Im rückwärtigen Bereich, also gegenüberliegend zum
Gegenlager 36, sind ergänzend noch Führungselemente 42 zur Führung des Kabels 2 vorgesehen.
[0032] Der Halter 34 ist in Längsrichtung des Montagetisches 32 also in Richtung zum Gegenlager
36 verschiebbar gelagert. Die Verschiebung erfolgt dabei mit Hilfe eines Vorschubs
44, beispielsweise eines elektromotorisch angetriebenen Spindelantriebs. Über diesen
Vorschub 44 wird die erforderliche Montagekraft F ausgeübt.
[0033] Das vordere Halteteil 34A weist ein in etwa ringförmiges Anlageelement mit einer
kreisrunden Durchtrittsöffnung 46 auf. Gegen das ringförmige Anlageelement wird das
Steckergehäuse mit seiner frontseitigen Stirnseite gelegt.
[0034] Das rückwärtige Halteteil 34B ist dabei in etwa u-förmig ausgebildet, sodass das
Steckergehäuse 10 mit seinem rückseitigen Ende, speziell mit der Metallhülse 18 in
das rückwärtige Halteteil 34B eingelegt werden kann. Das rückwärtige Halteteil 34B
weist ergänzend noch ein Widerlager 48 auf, welches beispielsweise als ein teilringförmiger
Steg ausgebildet ist. Dessen lichte Weite ist dabei geringer als der Außendurchmesser
der Metallhülse 18, sodass diese sich an dem Widerlager 48 abstützt. Ergänzend ist
weiterhin vorgesehen, dass die beiden Halteteile 34A, 34B relativ zueinander sich
in Längsrichtung verschieben lassen, um ein einfaches Einlegen des Steckergehäuses
10 zwischen diese beiden Halteteile 34A, 34B zu ermöglichen.
[0035] Ergänzend umfasst die Montagevorrichtung 28 noch einen Positionssensor 50, über den
die Relativposition zwischen dem Halter 34 und dem Gegenlager 36 gemessen wird. Im
Ausführungsbeispiel weist dieser Positionsstifte auf, die beim Verfahren gegen das
Gegenlager 36 entgegen der Längsrichtung nach hinten verschoben werden. Diese Stifte
sind im Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 3 unterhalb der Durchtrittsöffnung 46
und speziell am vorderen Halteteil 34A angeordnet.
[0036] Nachdem das vorkonfektionierte Kabel 2 mit dem Steckergehäuse 10 zwischen die beiden
Halteteile 34A, 34B eingelegt ist, wird der Montagevorgang automatisch gestartet.
Hierzu verfährt der Halter 34 gegen das Gegenlager 36. Dabei kommt der Druckzapfen
38 in Kontakt mit der Frontseite des Kontaktträgers 12, sodass dieser in das Steckergehäuse
10 hineingepresst wird. Sobald der Positionssensor 50 die korrekte Endposition erfasst,
stoppt der Vorschub und der Halter 34 wird wieder zurückgesetzt. Während dieses Vorgangs
wird dabei die Montagekraft F über die Kraftmesseinheit 40 erfasst und ausgewertet.
Sofern die gemessene Position sowie die gemessene Montagekraft F innerhalb eines vorgegebenen
Toleranzbereichs liegt, wird ein i. O.-Signal abgegeben.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 2
- Kabel
- 4
- Ader
- 6
- Mantel
- 8
- Stecker
- 10
- Steckergehäuse
- 12
- Kontaktträger
- 14
- Schirmhülse
- 16
- Arm
- 18
- Metallhülse
- 20
- Dichtelement
- 22
- Schraubmutter
- 24
- Rastnase
- 26
- Rastlasche
- 28
- Montagevorrichtung
- 30
- Ausgabeeinheit
- 32
- Montagetisch
- 34
- Halter
- 34A
- vorderes Halteteil
- 34B
- rückwärtiges Halteteil
- 36
- Gegenlager
- 38
- Druckzapfen
- 40
- Kraftmesseinheit
- 42
- Führungselement
- 44
- Vorschub
- 46
- Durchtrittsöffnung
- 48
- Widerlager
- 50
- Positionssensor
- F
- Montagekraft
1. Montagevorrichtung (28) zur Montage eines Steckers (8) an einem Kabel (2), insbesondere
ein geschirmtes Hochvoltkabel, wobei der Stecker (8) ein Steckergehäuse (10) sowie
einen Kontaktträger (12) aufweist, welcher an einer vorgegebenen Position innerhalb
des Steckergehäuses (10) mit zumindest einem Rastelement (24, 26) verrastbar ist,
wobei die Montagevorrichtung (28) aufweist
- einen Halter (34) für das Steckergehäuse (10) mit dem darin in einer Vormontageposition
einliegenden Kontaktträger (12),
- ein Gegenlager (36) mit einem Druckzapfen (38) zum Eindrücken des Kontaktträgers
(12) in das Steckergehäuse (10) aus der Vormontageposition in eine Endmontageposition
gekennzeichnet durch:
- einen Vorschub (44) zur automatischen Relativverschiebung des Halters (34) und des
Gegenlagers (36) gegeneinander,
- eine Kraftmesseinheit (40), die eine bei der Relativverschiebung ausgeübte Montagekraft
(F) misst,
- eine Auswerteeinheit, über die die gemessene Montagekraft (F) überprüft wird, ob
sie innerhalb eines vorgegeben Toleranzbereichs liegt sowie
- eine Ausgabeeinheit (30) zur Ausgabe eines Kontrollsignals.
2. Montagevorrichtung (28) nach dem vorhergehenden Anspruche, bei der zusätzlich ein
Sensor (50) zur Überwachung der korrekten Relativposition zwischen dem Steckergehäuse
(10) und dem Kontaktträger (12) vorgesehen ist und die Auswerteeinheit überprüft,
ob die korrekte Relativposition eingenommen ist.
3. Montagevorrichtung (28) nach Anspruch 2, bei der ein die Auswerteeinheit lediglich
dann auf eine ordnungsgemäße Montage erkennt, wenn sowohl die ausgeübte Montagekraft
(F) innerhalb des vorgegebenen Toleranzbereichs liegt als auch die korrekte Relativposition
eingenommen ist.
4. Montagevorrichtung (28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Kraftmesseinheit
die auf das Gegenlager (36) ausgeübte Montagekraft (F) misst.
5. Montagevorrichtung (28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Kraftmesseinheit
(40) als eine Kraftmessdose ausgebildet ist.
6. Montagevorrichtung (28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und nach Anspruch
2, bei der der zusätzliche Sensor als ein Positionssensor (50) zur Messung der Relativposition
zwischen dem Halter (34) und dem Gegenlager (36) ausgebildet ist.
7. Montagevorrichtung (28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Halter
(34) ein vorderes Halteteil (34A) sowie ein rückwärtiges Halteteil (34B) zur Fixierung
des Steckergehäuses (10) zwischen den beiden Halteteilen (34A, 34B) aufweist.
8. Montagevorrichtung (28) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei der das rückwärtige
Halteteil (34B) ein rückwärtiges Widerlager (48) für das Steckergehäuse (10) aufweist.
9. Montagevorrichtung (28) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, bei der das
vordere Halteteil (34A) ein vorderes Anlageelement für das Steckergehäuse (10) aufweist,
welches eine Durchtrittsöffnung (46) für den Druckzapfen (38) aufweist.
10. Montagevorrichtung (28) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei der das vordere Halteteil
(34A) relativ zum rückwärtigen Halteteil (34B) zum Einlegen des Steckergehäuses (10)
verschiebbar ist.
1. A mounting device (28) for mounting a connector (8) to a cable (2), in particular
a shielded high-voltage cable, wherein the connector (8) comprises a connector housing
(10) as well as a contact carrier (12), which is latchable at a given position within
the connector housing (10) with at least one latching element (24, 26), wherein the
mounting device (28) comprises
- a retainer (34) for the connector housing (10) with the contact carrier (12) inset
therein in a pre-mounting position,
- a counter bearing (36) with a pressure pin (38) for pushing the contact carrier
(12) into the connector housing (10) from the pre-mounting position to a final mounting
position, characterised by:
- a feed (44) for automatic relative displacement of the retainer (34) and the counter
bearing (36) against each other,
- a force measuring unit (40) measuring a mounting force (F) exerted during the relative
displacement,
- an evaluation unit via which the measured mounting force (F) is checked as to whether
it lies within a given tolerance range as well as
- an output unit (30) for output of a control signal.
2. The mounting device (28) according to the preceding claim, in which additionally a
sensor (50) for monitoring the correct relative position between the connector housing
(10) and the contact carrier (12) is provided and in which the evaluation unit checks,
if the correct relative position is adopted.
3. The mounting device (28) according to claim 2, in which the evaluation unit detects
a proper mounting only when both the exerted mounting force (F) lies within the given
tolerance range and the correct relative position is adopted.
4. The mounting device (28) according to any of the preceding claims, in which the force
measuring unit measures the mounting force (F) exerted on the counter bearing (36).
5. The mounting device (28) according to any of the preceding claims, in which the force
measuring unit (40) is formed as a load cell.
6. The mounting device (28) according to any of the preceding claims and according to
claim 2, in which the additional sensor is formed as a position sensor (50) for measuring
the relative position between the retainer (34) and the counter bearing (36).
7. The mounting device (28) according to any of the preceding claims, in which the retainer
(34) comprises a front retaining part (34A) as well as a rear retaining part (34B)
for fixing the connector housing (10) between the two retaining parts (34A, 34B).
8. The mounting device (28) according to the preceding claim, in which the rear retaining
part (34B) comprises a rear abutment (48) for the connector housing (10).
9. The mounting device (28) according to any of the two preceding claims, in which the
front retaining part (34A) comprises a front abutment element for the connector housing
(10), which comprises an access opening (46) for the pressure pin (38).
10. The mounting device (28) according to any of the claims 7 to 9, in which the front
retaining part (34A) is displaceable relative to the rear retaining part (34B) for
insetting of the connector housing (10).
1. Dispositif de montage (28) destiné au montage d'un connecteur (8) sur un câble (2),
en particulier un câble haute tension blindé, le connecteur (8) comportant un boîtier
(10) de connecteur ainsi qu'un porte-contacts (12) qui peut s'encliqueter avec au
moins un élément d'encliquetage (24, 26) en une position préétablie à l'intérieur
du boîtier (10) de connecteur, le dispositif de montage (28) comportant
- un support (34) pour le boîtier (10) de connecteur avec le porte-contacts (12) inséré
dans ce dernier en une position avant montage,
- un contre-appui (36) comportant une goupille de pression (38) destinée à enfoncer
le porte-contacts (12) dans le boîtier (10) de connecteur, de la position avant montage
en une position de montage final, caractérisé par :
- un dispositif d'avancement (44) destiné au déplacement relatif automatique du support
(34) et du contre-appui (36) l'un vers l'autre,
- une unité de mesure de force (40) qui mesure une force de montage (F) exercée lors
du déplacement relatif,
- une unité d'évaluation qui permet de vérifier si la force de montage (F) mesurée
se situe à l'intérieur d'une plage de tolérance préétablie, ainsi
- qu'une unité d'émission (30) destinée à l'émission d'un signal de commande.
2. Dispositif de montage (28) selon la revendication précédente, dans lequel en outre
un capteur (50) est prévu pour la surveillance de la position relative correcte entre
le boîtier (10) de connecteur et le porte-contacts (12) et l'unité d'évaluation vérifie
si la position relative correcte est occupée.
3. Dispositif de montage (28) selon la revendication 2, dans lequel l'unité d'évaluation
ne reconnaît un montage adéquat que lorsque non seulement la force de montage (F)
exercée se situe dans la plage de tolérance préétablie, mais également la position
relative correcte est occupée.
4. Dispositif de montage (28) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel l'unité de mesure de force mesure la force de montage (F) exercée sur
le contre-appui (36).
5. Dispositif de montage (28) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel l'unité de mesure de force (40) est configurée sous forme d'un capteur
dynamométrique.
6. Dispositif de montage (28) selon l'une quelconque des revendications précédentes et
selon la revendication 2, dans lequel le capteur supplémentaire est configuré sous
forme d'un capteur de position (50) destiné à la mesure de la position relative entre
le support (34) et le contre-appui (36).
7. Dispositif de montage (28) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le support (34) comporte un élément de maintien avant (34A) ainsi qu'un
élément de maintien arrière (34B) destinés à la fixation du boîtier (10) de conducteur
entre les deux éléments de maintien (34A, 34B).
8. Dispositif de montage (28) selon la revendication précédente, dans lequel l'élément
de maintien arrière (34B) comporte une butée arrière (48) pour le boîtier (10) de
connecteur.
9. Dispositif de montage (28) selon l'une quelconque des deux revendications précédentes,
dans lequel l'élément de maintien avant (34A) comporte un élément de positionnement
avant pour le boîtier (10) de connecteur, qui comporte une ouverture de passage (46)
pour la goupille de pression (38).
10. Dispositif de montage (28) selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, dans lequel
l'élément de maintien avant (34A) peut être déplacé par rapport à l'élément de maintien
arrière (34B) pour la mise en place du boîtier (10) de connecteur.