[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter mit Deckel gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Gattungsgemäße Behälter sind mit einer Originalitätslasche versehen, um ein erstmaliges
Öffnen des Behälters anzuzeigen. Nach Entfernung oder Lageveränderung der Originalitätslasche
kann dann der Deckel manuell vom Behälter gelöst werden, indem durch Fingereingriff
in den dann von der Originalitätslasche freigegebenen Eingriffsbereich die untere
Deckelkante untergriffen und manuell angehoben und/oder nach außen gezogen werden
kann, um den Deckel von dem Behälter zu entrasten und hierdurch die Behälteröffnung
freizugeben.
[0003] Oftmals ist der Behälter nach erstmaliger Öffnung und Wiederverschließen der Behälteröffnung
beträchtlichen Deformationskräften ausgesetzt, bei welchen eine zuverlässige Dichtigkeit
des Behälters zu gewährleisten ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn in dem
originalverschlossenem Behälter eine erste Komponente wie bspw. eine Farbzusammensetzung
bevorratet ist und nach Zugabe einer zweiten Komponente wie bspw. einer Abtönfarbe,
eines Härters oder dergleichen der Behälter wieder verschlossen und dann der Behälterinhalt
vermischt wird. Die Vermischung bzw. Homogenisierung erfolgt oftmals auf einem Rütteltisch.
Hierzu wird der Deckel meist mit einer Andruckplatte beaufschlagt und der Behälter
mit Deckel zwischen der Andruckplatte und einer Aufstellfläche des Rütteltisches axial
eingespannt. Bei dem Rüttelvorgang wird der Behälter dann mit hohen Touren gerüttelt
bzw. in Schwingungen versetzt, so dass der Behälterinhalt mit beträchtlicher dynamischer
Kraft von innen gegen die Seitenwand drückt und diese deformiert. Insbesondere bei
mittleren oder größeren Behältern, bei welchen somit der Behälterinhalt ein höheres
Gewicht aufweist, werden auf die Behälterseitenwand entsprechend der Rüttelbewegung
sehr hohe dynamische Kräfte ausgeübt, wobei der Behälterinhalt lokal auf die Seitenwand
drückt. Die Ausbauchung der Behälterseitenwand in einem Bereich ist dann mit einer
Einbauchung eines anderen Seitenwandbereichs verbunden, wodurch auch die Rastverbindung
von Behälter und Deckel mit hohen dynamischen Kräften beaufschlagt wird. Dies kann
dazu führen, dass der Behälterinhalt im Bereich der Originalitätslasche aus dem Behälter
austritt und die Behälteraußenseite dann aufwändig zu reinigen ist. Zwar könnte dem
durch eine Behälterseitenwand mit deutlich höherer Wandstärke und damit Steifigkeit
entgegengewirkt werden, dies würde jedoch den Materialeinsatz und die Herstellungskosten
des Behälters deutlich erhöhen. Ferner würde hierdurch das manuelle Entrasten des
Deckels vom Behälter erschwert, da hierfür eine gewisse Deformation von Deckel und
Behälterrand erforderlich ist.
[0004] Weiterhin ist es bekannt, den Behälter an seinem Außenumfang wie z.B. dem außenseitig
umlaufenden Flansch mit einer Art Geschirr zu umspannen und dadurch zusätzlich zu
stabilisieren, wenn der Behälter auf der Rüttelmaschine gerüttelt wird, oder eine
an den Deckel angepasst, diesen umgreifende Rüttelplatte zu verwenden. Diese Maßnahmen
erschweren jedoch jeweils die Handhabung beträchtlich und sind zudem an die jeweilige
Behälterform und Behältergröße anzupassen.
[0005] Die
DE 20006093 U1 beschreibt einen Behälter mit Deckel, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wobei
der Behälter an seinem oberen Bereich außenseitig einen nach unten gezogenen Randbereich
mit einer Originalitätslasche aufweist. Der Behälter weist einen umfänglichen Rastrand
zur rastenden Festlegung des Deckels auf.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen gattungsgemäßen Behälter mit
Deckel bereitzustellen, welcher kostengünstig herstellbar, einfach handhabbar ist,
unter erleichterter Lösung des Deckels von dem Behälter, und nach erstmaliger Öffnung
auch bei höheren einwirkenden Kräften eine hohe Dichtigkeit aufweist.
[0006] Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen gattungsgemäßen Behälter mit
Deckel gelöst, bei welchem sich das mindestens eine am Behälter angeformte Kraft-
und/oder Formschlussmittel des Fingereingriffsbereichs sich jeweils nur über einen
Teil der Umfangserstreckung der Originalitätslasche und/oder des Eingriffsbereichs
des Behälters erstreckt. Hierdurch ist ein Fingereingriff in die Eingriffsöffnung
zum Lösen des Deckels seitlich zu dem Kraft- und/ oder Formschlussmittel ermöglicht,
wodurch die Deckelunterkante ohne Behinderung durch das zusätzlich angeordnete Kraft-
und/oder Formschlussmittel manuell untergriffen werden kann. Das Lösen des Deckels
ist hierdurch besonders vereinfacht, wobei durch die zusätzlichen Kraft- und/oder
Formschlussmittel der Deckel zusätzlich am Behälter gesichert wird. Ferner weist hierdurch
der Deckelrastrand im Bereich der Eingriffsöffnung Umfangsbereiche auf, welche nicht
mit Kraft- und/oder Formschlussmitteln bzw. Rastmitteln des Behälters zusammenwirken,
wodurch der Deckel vergleichsweise einfach manuell lösbar ist, da hierdurch eine entsprechende
Deformation des Deckels beim Lösen erleichtert ist und die korrespondieren Kraft-
und/oder Formschlussmittel zunächst bereichsweise und dann vollständig leichter voneinander
entkoppelt werden können.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Behälter ist am Fingereingriffsbereich des Flansches in
radialer Richtung zwischen der Originalitätslasche in deren Position im Originalzustand
des Behälters und der Behälterseitenwand an dem Behälter mindestens ein Kraft- und/oder
Formschlussmittel vorgesehen ist, welches bei lageveränderter oder entfernter Originalitätslasche
mit einem korrespondierenden Kraft- und/oder Formschlussmittel des Deckels einen Kraft-
und/oder Formschluss ausbildend zusammenwirkt und den Deckel gegen Lösen vom Behälter
am Fingereingriffsbereich sichert. Ein solcher Behälter an sich ist bereits in der
DE 20006093 U1 beschrieben. Der Fingereingriffsbereich ist somit mit den zusätzlichen erfindungsgemäßen
Kraft- und/oder Formschlussmitteln in der genannten Anordnung versehen. Durch die
zusätzlichen Kraft- und/oder Formschlussmittel an Behälter und Deckel am Fingereingriffsbereich
bzw. im Bereich der Originalitätslasche wird der Deckel in seiner Rastverbindung mit
dem Behälter mittels der ersten Rastmittel zusätzlich an diesem gesichert und die
Dichtigkeit des Behälters auch nach dessen erstmaliger Öffnung wesentlich erhöht.
Durch die erfindungsgemäßen zusätzlichen Kraft- und/oder Formschlussmittel kann der
Deckel gegen Beabstandung, vorzugsweise vertikale und/oder radiale Beabstandung im
Bereich bzw. an der Eingriffsöffnung an dem Behälter zusätzlich gesichert werden,
wodurch die Dichtigkeit des Gebindes aus Behälter und Deckel insbesondere am Fingereingriffbereich
wesentlich verbessert wird. Diese Ausbildung hat sich insbesondere bei einem Rüttelvorgang,
bei welchem der Behälter von Innen durch den Behälterinhalt dynamisch kraftbeaufschlagt
wird, als besonders wirksam erwiesen, wobei beim Rüttelvorgang der Behälterinhalt
beispielsweise in Art einer sich an der Behälterseitenwand abwälzenden und um den
Behälterumfang umlaufenden Welle die Behälterseite kraftbeaufschlagen und diese in
besonderer Weise deformieren kann. Der erfindungsgemäße Behälter kann somit insbesondere
als Rundbehälter mit kreisförmigem Querschnitt oder als Ovalbehälter ausgebildet sein
oder die Behälterwand kann als durchgehend bogenförmig gekrümmte Freiformfläche ausgebildet
sein. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Behälters hat sich insbesondere bewährt,
wenn die Originalitätslasche zur Ermöglichung eines Fingereingriffs in den Eingriffsbereich
von dem Behälter zu entfernen oder von der umlaufenden unteren Deckelkante zu beabstande
ist, bspw. in Richtung auf den Behälterboden oder um die Behälterhauptachse zu verschwenken
ist.
[0008] Die erfindungsgemäßen zusätzlichen Kraft- und/oder Formschlussmittel können insbesondere
den Deckel im Bereich der Fingereingriffsöffnung gegenüber Lageveränderungen relativ
zum Behälter in vertikaler Richtung, nämlich in Richtung zur Behälteröffnung hin,
sichern. Allgemein können die zusätzlichen Kraft- und/oder Formschlussmittel am Deckel
beispielsweise derart ausgebildet sein, dass diese zur Entkoppelung von den korrespondieren
Kraft- und/oder Formschlussmitteln am Behälter mit einer Richtungskomponente in radial
auswärts gerichteter und - vorzugsweise anschließend oder simultan - in vertikaler
Richtung zur Behälteröffnung hin in ihrer Lage zu verändern sind, um den Deckel zumindest
im Bereich der Fingereingriffsöffnung vom Behälter lösen können. Diese Lageveränderung
kann unter elastischer Deformation des Deckels am Fingereingriffbereich erfolgen,
wie diese beispielsweise auch ansonsten von der Bedienperson vorgenommen wird, um
den Deckel vom Behälter zu lösen bzw. zu entrasten. Durch die zusätzlichen erfindungsgemäßen
Kraft- und/oder Formschlussmittel werden Deckel und Behälter am Fingereingriffbereich
somit auch in radialer Richtung zueinander fixiert, so dass Deformationen von Deckel
und Behälter, welche ansonsten zu Undichtigkeiten führen könnten, vermieden oder wesentlich
erschwert werden. Allgemein sind bevorzugt die zusätzlichen Kraft- und/oder Formschlussmittel
am Deckel radial auswärts der korrespondierenden Kraft- und/oder Formschlussmittel
am Behälter angeordnet und die genannten korrespondieren Kraft- und/oder Formschlussmittel
liegen vorzugsweise lateral und/oder in vertikaler Richtung aneinander an. Die erfindungsgemäßen
Kraft- und/oder Formschlussmittel am Deckel sind vorzugsweise an einem gegenüber dem
äußeren Deckelrand lageunveränderlichen Bereich des Deckels angeformt, wobei "lageunveränderlich"
die elastische Deformierbarkeit des Deckels zulässt bzw. ermöglicht, welche dieser
aufgrund seiner Eigensteifigkeit aufweist.
[0009] Die erfindungsgemäßen Kraft- und/oder Formschlussmittel am Behälter sind vorzugsweise
an einem gegenüber der Behälterseitenwand lageunveränderlichen Bereich des Behälters
angeformt, wobei "lageunveränderlich" die elastische Deformierbarkeit des Behälters
zulässt bzw. ermöglicht, welche dieser aufgrund seiner Eigensteifigkeit aufweist.
[0010] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung von Behälter und Deckel ist diese Ausgestaltung
auch unabhängig von der konkreten Ausgestaltung der Originalitätslasche. Da die Behälterwandstärke
bei der erfindungsgemäßen Ausbildung nicht erhöht werden muss, kann der Behälter zudem
besonders einfach und kostengünstig ausgebildet werden.
[0011] Der Eingriffsbereich des Flansches ist derart ausgebildet, dass in diesen zumindest
ein oder mehrere Finger zum Lösen des Deckels eingeführt werden können, so dass die
Finger vorzugsweise unmittelbar unterhalb der radial außen liegenden Deckelunterkante
angeordnet werden und diese vorzugsweise hintergreifen können. Durch unmittelbaren
Fingerangriff an der Deckelunterkante, vorzugsweise diese hintergreifend, kann dann
der Deckel gelöst werden, indem die Deckelunterkante dann manuell nach oben und/oder
nach außen gezogen wird.
[0012] Es versteht sich, dass sich das Merkmal wonach die erfindungsgemäßen Kraft- und/oder
Formschlussmittel von Behälter und Deckel in radialer Richtung des Behälters hinter
der Originalitätslasche angeordnet sind, jeweils auf eine dieselbe vertikale Position
von Lasche und Kraft- und/oder Formschlussmittel an dem Behälter und auf dieselbe
radiale Richtung des Behälters beziehen. Die Kraft- und/oder Formschlussmittel sind
somit vorzugsweise zwischen der der Behälterseitenwand zugewandten Innenseite der
Originalitätslasche oder gegebenenfalls deren Verlängerung in Umfangsrichtung und/oder
vertikaler Richtung des Behälters und der Behälterseitenwand angeordnet. Dies schließt
nicht aus, dass ein Teilbereich der Originalitätslasche einen an anderer vertikaler
Position und/oder anderer radialer Richtung angeordneten Bereich der Kraft- und/oder
Formschlussmittel gegebenenfalls unter- bzw. übergreifen kann, auch wenn dies nicht
bevorzugt ist. Als "vertikale Position" ist hierbei ein bestimmter vertikaler Abstand
zum Behälterboden verstanden. Vorzugsweise werden die genannten Kraft- und/oder Formschlussmittel
des Deckels bei einer Lageveränderung oder Entfernung der Originalitätslasche nicht
lageverändert. Vorzugsweise sind die Kraft- und/oder Formschlussmittel des Behälters
an dem Behälterflansch oder gegebenenfalls auch der Seitenwand angeformt.
[0013] Im Rahmen der Erfindung sei der Begriff "Seitenwand" stets als "Behälterseitenwand",
der Begriff "Eingriffsbereich" stets als "Fingereingriffsbereich" verstanden. Die
"vertikale Richtung" ist als Richtung parallel zur Behälterhauptachse verstanden,
wobei "vertikal oben" sich Richtung auf die Behälteröffnung und "vertikal unten" in
Richtung auf den Behälterboden und "vertikaler Abstand" sich als Abstand in vertikaler
Richtung bezieht. Der Begriff "Flansch" bezieht sich stetes auf den Flansch der Behälterseitenwand,
sofern sich aus dem jeweiligen Zusammenhang nichts anderes ergibt.
[0014] Im Rahmen der Erfindung beziehen sich die "Kraft- und/oder Formschlussmittel" stets
auf die erfindungsgemäß zusätzlich am bzw. im Fingereingriffsbereich vorgesehenen
Kraft- und/ oder Formschlussmittel, sofern sich aus dem Zusammenhang nichts anderes
ergibt.
[0015] Vorzugsweise ist am Fingereingriffsbereich in radialer Richtung zwischen der Originalitätslasche
in deren Position im Originalzustand des Behälters und der Behälterseitenwand an dem
Behälter mindestens ein Formschlussmittel vorgesehen, welches bei lageveränderter
oder entfernter Originalitätslasche mit einem korrespondierenden Formschlussmittel
des Deckels zusammenwirkt und durch den Formschluss den Deckel gegen Lösen am Fingereingriffsbereich
sichert. Hierdurch wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besonders wirksam
gelöst. Unter Umständen hat es sich aber auch als ausreichend herausgestellt, an Stelle
der Formschlussmittel am Fingereingriffsbereich in radialer Richtung zwischen der
Originalitätslasche in deren Position im Originalzustand des Behälters und der Behälterseitenwand
an dem Behälter mindestens ein Kraftschlussmittel vorzusehen, welches mit einem korrespondierenden
Kraftschlussmittel des Deckels zusammenwirkt und durch den Kraftschluss den Deckel
gegen Lösen am Fingereingriffsbereich sichert. Durch die kooperierenden Kraftschlussmittel
kann der Deckel im Bereich der Fingereingriffsöffnung beispielsweise im Klemmsitz
am Behälter gehalten werden. Die Kraftschlussmittel des Deckels sind vorzugsweise
radial auswärts der korrespondierenden Klemmmittel des Behälters angeordnet.
[0016] Der Fingereingriffsbereich kann bspw. durch eine Eingriffsmulde des Behälterflansches
ausgebildet sein, wobei die Originalitätslasche in ihrer Position am originalen Behälter
die Mulde zumindest teilweise oder praktisch vollständig überdeckt, bis gegebenenfalls
einen spaltförmigen Freiraum um die Lasche. Die Spaltbreite kann die Länge von lösbaren
oder durchtrennbaren Originalitätsanbindungen der Lasche an dem Behälter aufweisen.
Die besagte Lasche kann der Mulde außenseitig vorgesetzt angeordnet sein.
[0017] Vorzugsweise sind einzelne, mehrere oder sämtliche der erfindungsgemäßen Kraft- und/oder
Formschlussmittel von Behälter und/oder Deckel außenseitig von der Originalitätslasche
überdeckt, besonders bevorzugt jeweils vollständig überdeckt, wodurch sich ein optisch
vorteilhaftes Erscheinungsbild ergibt, da durch Außenansicht des Behälters das/die
Formschlussmittel nicht sichtbar ist/sind. Dies kann sich jeweils unabhängig voneinander
auf die Kraft- und/oder Formschlussmittel des Behälter oder des Deckels beziehen,
besonders bevorzugt au Kraft- und/oder Formschlussmittel von Behälter und Deckel in
Kombination. Die Blickrichtung ist hierbei vorzugsweise senkrecht zur Seitenwand bzw.
zur Behälterhauptachse, Wobei die Blickrichtung die Behälterhauptachse schneidet.
Die Kraft- und/oder Formschlussmittel des Eingriffsbereichs sind somit vorzugsweise
in radialer Richtung hinter der Originalitätslasche angeordnet. Ferner ist eine besonders
vorteilhafte zusätzliche Festlegung des Deckels gegeben, da die Kraft- und/oder Formschlussmittel
von den seitlichen Rändern des Eingriffsbereichs beabstandet sein können, bspw. im
mittleren Bereich des Eingriffsbereichs angeordnet sein können.
[0018] Besonders bevorzugt sind das mindestens eine am Eingriffsbereich des Flansches angeordnete
erfindungsgemäße Kraft- und/oder Formschlussmittel des Behälters und das korrespondierende
Kraft- und/oder Formschlussmittel des Deckels als zusammenwirkende Rastmittel, d.h.
zweites Rastmittel, ausgebildet. Hierdurch ist zum einen der Deckel einfach an dem
Behälter festzulegen, nämlich durch übliches Aufrasten entlang der Behälterhauptachse,
zum anderen wirken diese Formschlussmittel einem unerwünschten Lösen des Deckels am
Fingereingriffsbereich besonders wirksam entgegen und sind zugleich durch manuelles
Aufhebeln des Deckels durch Fingereingriff an der Behälterunterkante vergleichsweise
einfach zu Lösen.
[0019] Sind die ersten Rastmittel des Deckels als männliche Rastmittel mit Rastvorsprung
und die ersten Rastmittel des Behälters als weibliche Rastmittel mit korrespondierender
Rastausnehmung bzw. mit Hinterschnitt ausgebildet, in welche der Rastvorsprung eingreift
oder diese hintergreift, so gilt dies vorzugsweise jeweils auch für die erfindungsgemäßen
zweiten Rastmittel von Deckel und Behälter. Entsprechendes gilt jeweils umgekehrt,
wenn die Rastmittel des Deckels als weibliche Rastmittel ausgeführt sind. Die genannten
ersten und zweiten Rastmittel des Behälters oder die des Deckels weisen an demselben
Bauteil also den gleichen Typ von männlichen oder weiblichen Rastmitteln auf. Es hat
sich herausgestellt, dass hierdurch das Festlegen des Deckels am Behälter insbesondere
bei einem Rüttelvorgang und dessen Lösen vom Behälter sowie die Herstellung der Bauteile,
bspw. im Spritzgussverfahren, wesentlich erleichtert ist. Die ersten und die zweiten
Rastmittel am Behälter bzw. am Deckel können hierbei jeweils denselben Querschnitt
aufweisen, wobei die Behälterhauptachse von dem genannten Querschnitte umfasst ist.
Die ersten und die zweiten Rastmittel am Behälter bzw. am Deckel können jeweils baugleich
zueinander ausgebildet sein.
[0020] Vorzugsweise sind die ersten Rastmittel von Behälter und Deckel zur Festlegung derselben
aneinander außerhalb des Fingereingriffsbereichs zumindest teilweise oder vollständig
an dem umlaufenden Flansch des Behälters angeordnet. Hierdurch kann der Deckel einfach
manuell von dem Behälter entrastet und gelöst werden. Die erfindungsgemäße Ausbildung
des Behälters mit Deckel hat sich für diese Ausgestaltung als besonders vorteilhaft
erwiesen, da dann die erste Rastverbindung zwischen Behälter und Deckel zumeist durch
den am Flansch angeordneten Fingereingriffsbereiche unterbrochen wird. Der untere
Deckelrand kann hierbei oder allgemein im Rahmen der Erfindung auf einem sich zumindest
im Wesentlichen horizontal erstreckenden Abschnitt des Flansches aufsitzen, wenn der
Deckel ordnungsgemäß am Behälter festgelegt ist, oder von diesem geringfügig beabstandet
sein.
[0021] Vorzugsweise sind das mindestens eine erfindungsgemäße Kraft- und/oder Formschlussmittel
am Behälter und das erste Rastmittel des Behälters zur Festlegung des Deckels in Richtung
der Längserstreckung der Behälterhauptachse (d.h. in vertikaler Richtung) auf derselben
Höhe angeordnet, wobei die genannten ersten Rastmittel des Behälters vorzugsweise
am Behälterflansch angeordnet sind. Es hat sich herausgestellt, dass hierdurch der
Deckel leichter lösbar ist, da die Krafteinleitung beim manuellen Angriff an dem Deckel
leichter auf den sich seitlich angrenzenden Deckelbereich übertragbar ist. Ferner
können die zusätzlichen Kraft- und/oder Formschlussmittel am Eingriffsbereich des
Behälters sowie auch die ersten Rastmittel des Deckels an einem Rastrand des Deckels
angreifen, welcher sich vollumfänglich um den Deckel auf gleicher Höhe erstreckt.
Hierdurch ist der Deckel einfach herstellbar und es können zum Verschließen des erfindungsgemäßen
Behälters wahlweise herkömmliche Deckel mit umlaufendem Rastrand eingesetzt werden.
Insbesondere kann hierbei der Rastrand des Deckels im Bereich der radial außenliegenden
Deckelunterkante angeordnet sein, wodurch sich zum manuellen Lösen des Deckels günstigere
Hebelverhältnisse ergeben. Gegebenenfalls können jedoch auch die zusätzlichen Kraft-
und/oder Formschlussmittel am Eingriffsbereich des Behälters auf einer anderen Höhe
am Behälter angeordnet sein als die ersten Rastmittel desselben.
[0022] Gegebenenfalls können an dem Behälter auch Kraft- und/oder Formschlussmittel vorgesehen
sein, welche auf unterschiedlichen Höhen in Bezug auf die Längserstreckung der Behälterhauptachse
angeordnet sind, wodurch der Kraftaufwand beim manuellen Lösen des Deckels und/oder
die Haltekraft des Deckels an dem Behälter insbesondere bei einem Rüttelvorgang an
unterschiedliche Erfordernisse anpassbar ist.
[0023] Gegebenenfalls können auch an dem Fingereingriffsbereich mehrere Kraft- und/oder
Formschlussmittel des Behälters übereinander angeordnet sein, welche mit entsprechenden
Kraft- und/oder Formschlussmitteln des Deckels zusammenwirken und hierdurch einem
unbeabsichtigten Lösen des Deckels im Bereich der Eingriffsöffnung entgegenwirken.
Diese mehreren Kraft- und/oder Formschlussmittel können an demselben Umfangsbereich
des Behälters bzw. gemeinsam an einem Längsschnitt des Behälters parallel zur Behälterhauptachse
angeordnet sein oder gegebenenfalls auch an unterschiedlichen Umfangsbereichen.
[0024] Vorzugsweise ist das mindestens eine Kraft- und/oder Formschlussmittel des Behälters
am Eingriffsbereich in radialer Richtung von der Behälterseitenwand beabstandet. Die
Behälterseitenwand und/oder der Abdichtbereich derselben mit dem Deckel können hierdurch
formgetreu ausgebildet werden, beispielsweise unter Vermeidung von Sinkmarken der
Behälterseitenwand durch Anformung der Formschlussmittel an dieser. Die zusätzlichen
Kraft- und/oder Formschlussmittel des Behälters können beispielsweise an einer Rückwand
des Eingriffsbereichs angeformt sein, welche in radialer Richtung von der Behälterseitenwand
beabstandet ist. Hierdurch werden zugleich die zusätzlichen Kraft- und/oder Formschlussmittel
von der Behälterseitenwand entkoppelt, was sich beim manuellen Lösen des Deckels und
der damit verbundenen Deformation von Deckel und Behälter als vorteilhaft erwiesen
hat.
[0025] Vorzugsweise weist das mindestens eine Kraft- und/oder Formschlussmittel des Behälters
am Eingriffsbereich in radialer Richtung denselben Abstand von der Behälterseitenwand
auf wie die ersten Rastmittel des Behälters zur Festlegung des Deckels. Die Kraft-
und/oder Formschlussmittel am Eingriffsbereich des Behälters können somit in Umfangserstreckung
des Behälters in Verlängerung bzw. Fortführung der ersten Rastmittel angeordnet sein.
In Verlängerung der Umfangserstreckung heißt, dass derselbe radiale Abstand vom Deckelzentrum
gegeben ist, wie bei ersten Rastmitteln, welche spiegelbildlich oder inversionssymmetrisch
zu Rastmitteln der gegenüberliegenden Deckelseite angeordnet sind, wobei die Spielachse
die Behälterhauptachse und eine Achse entlang der größten oder kleinsten radialen
Deckelerstreckung umfasst oder wobei das Inversionszentrum auf der Deckellängsachse
liegt, welche beim auf dem Behälter eingerastetem Deckel kongruent zur Behälterhauptachse
verläuft. Der Deckel kann somit auch um 180° um die Deckelhauptachse verdreht auf
dem Behälter aufgerastet werden, unter Ausbildung desselben Eingriffs der Rastmittel
von Behälter und Deckel miteinander. Hierdurch kann das Kraft- und/oder Formschlussmittel
und das erste Rastmittel des Behälters an demselben Rastmittel des Deckels zur Festlegung
des Deckels verrasten, so dass der Deckel keiner besonderen Anpassung bedarf, ob ein
herkömmlicher Behälter ohne zusätzliche Kraft- und/oder Formschlussmittel im Bereich
der Eingriffsöffnung oder erfindungsgemäß ausgebildete Behälter verwendet werden.
[0026] Besonders bevorzugt sind an der Eingriffsöffnung des Behälters mehrere in Behälterumfangsrichtung
voneinander beabstandete Kraft- und/oder Formschlussmittel an dem Behälter angeordnet,
welche jeweils mit Kraft- und/oder Formschlussmitteln des Deckels zusammenwirken,
wodurch die Festlegung des Deckels insbesondere bei einem Rüttelvorgang verbessert
und durch die Beabstandung der Kraft- und/oder Formschlussmittel zugleich eine relativ
einfache Lösbarkeit des Deckels gegeben ist. Die Ausführungen im Rahmen der Erfindung
bezüglich des "zumindest einen Kraft- und/oder Formschlussmittels" können sich hierbei
allgemein im Rahmen der Erfindung auf mehrere oder sämtliche der am Eingriffsbereich
des Behälters angeordneten Kraft- und/oder Formschlussmittel beziehen.
[0027] Die genannten mehreren Kraft- und/oder Formschlussmittel weisen vorzugsweise einen
Abstand in Richtung des Behälterumfangs zueinander auf, welcher einen Fingereingriff
zwischen die Kraft- und/oder Formschlussmittel bzw. ein Formschlussmittel und einer
Seitenbegrenzung der Eingriffsöffnung ermöglicht. Hierdurch ist eine besonders günstige
Kombination in Bezug auf eine Festlegung des Deckels an dem Behälter bei gleichzeitig
relativ einfacher Lösbarkeit des Deckels von dem Behälter gegeben. Der Abstand der
benachbarten Kraft- und/oder Formschlussmittel voneinander und/oder der Abstand eines
Kraft- und/oder Formschlussmittels in der Eingriffsöffnung von der benachbarten Begrenzung
des Behälterflansches ist vorzugsweise derart bemessen, dass in den jeweiligen durch
den Abstand definierten Zwischenraum ein Finger oder vorzugsweise genau ein Finger
des Benutzers eingreifen und die Deckelunterkante im Bereich der Eingriffsöffnung
hintergreifen kann. Hierdurch, insbesondere bei Eingriff genau eines Fingers in den
besagten Zwischenraum kann der Deckel besonders gut an dem Behälter gesichert werden
und zugleich ein vergleichsweise einfaches manuelles Lösen des Deckels ermöglicht
werden. Diese Ausführungen können sich jeweils insbesondere auf die am Behälter vorgesehenen,
insbesondere angeformten, Kraft- und/oder Formschlussmittel beziehen.
[0028] Besonders bevorzugt ist das mindestens eine Kraft- und/oder Formschlussmittel in
der Eingriffsöffnung an einem Segment des Flansches oder der Behälterseitenwand angeordnet,
welches sich in Richtung der Behälterlängsachse unterhalb des Deckelrandes des an
dem Behälter festgelegten Deckels über zumindest einen Teil der Erstreckung der Eingriffsöffnung
entlang der Behälterhauptachse erstreckt. Sind mehrere erfindungsgemäße Kraft- und/oder
Formschlussmittel an dem Behälter vorgesehen, so sind diese vorzugsweise jeweils an
den genannten Segmenten angeordnet, vorzugsweise je ein Kraft- und/oder Formschlussmittel
an einem Segment. Die obigen Ausführungen können für sämtliche erfindungsgemäßen Kraft-
und/oder Formschlussmittel des Behälters gelten. Die Anordnung des Segmentes "unterhalb"
des Deckelrandes heißt, dass das Segment sich zumindest teilweise vom unteren Deckelrand
in Richtung auf den Behälterboden erstreckt. Hierdurch wird ein Einfädeln der Finger
in den Fingereingriffsbereich zum Untergreifen des unteren Deckelrandes erleichtert
und die manuelle Handhabung beim Lösen des Deckels wesentlich verbessert. Ein Anstoßen
der Finger an den Formschlussmitteln des Behälters, welche von einer unteren Deckelschürze,
welche nach unten von dem radial außenseitig angeordneten unteren Deckelrand begrenzt
wird, und welche die Kraft- und/oder Formschlussmittel des Behälters außenseitig abdecken,
wird hierdurch verhindert. Ferner sind das oder die Segmente nach Entfernung oder
Lageveränderung der Originalitätslasche bei Ansicht auf die Behälteraußenseite am
Eingriffsbereich her sichtbar, so dass der Einfädelungsbereich der Finger für den
Benutzer visuell und/oder haptisch erkennbar ist.
[0029] Vorzugsweise erstreckt sich das jeweilige sich mit dem Kraft- und/oder Formschlussmittel
versehene Segment der Behälterseitenwand oder des Flansches ausgehend von dem dem
Behälterboden zugewandten Grund der Eingriffsöffnung zumindest bis zum unteren Deckelrand
oder vorzugsweise darüber hinaus in Richtung auf die obere Behälterkante. Hierdurch
wird durch das jeweilige Segment eine Führung für die Finger, welche die Deckelunterkante
zum Lösen des Deckels Untergreifen, gegeben und die manuelle Handhabung beim Lösen
des Deckels wesentlich erleichtert.
[0030] Das mindestens eine oder die mehreren Segmente weisen vorzugsweise eine Breite, d.h.
Erstreckung in Umfangsrichtung des Behälters, auf, welche gleich oder größer als die
Breite der Formschlussmittel an dem Behälter ist, so dass ein Anstoßen der Finger
an die Formschlussmittel des Behälters vermieden wird.
[0031] Vorzugsweise erstrecken sich eines oder mehrere oder sämtliche der genannten Segmente
bis zum Grund der Fingereingriffsöffnung, wodurch bereits zu Beginn der Einfädelung
der Finger in die Eingriffsöffnung eine Fingerführung bereitgestellt wird und zudem
dem Benutzer auch bereits optisch angezeigt wird, in welchen Deckelumfangsbereichen
der Fingereingriff zu erfolgen hat. Auch durch diese optische Anzeige wird die Handhabung
beim manuellen Lösen des Deckels wesentlich erleichtert.
[0032] Die Segmente sind vorzugsweise frei von seitlich vorspringenden Bereichen, welche
einen Fingereingriff erschweren würden. Die Segmente sind vorzugsweise bis zum oberen
Ende des Behälterflansches hin hochgezogen, wodurch der Flansch zusätzlich stabilisiert
wird.
[0033] Vorzugsweise ist an jedem der genannten Segmente der Behälterseitenwand oder des
Flansches zumindest ein, vorzugsweise genau ein, Kraft- und/oder Formschlussmittel
angeordnet, bzw. genau ein Kraftschlussmittel oder genau ein Formschlussmittel. Gegebenenfalls
können in der Behältereingriffsöffnung jedoch auch entsprechende Führungssegmente
für den Fingereingriff vorgesehen sein, welche nicht mit Kraft- und/oder Formschlussmitteln
zur zusätzlichen Festlegung des Deckels ausgestattet sind. Hierdurch wird das Lösen
des Deckels erleichtert, jedoch auf Kosten der zusätzlichen Festlegung des Deckels.
[0034] Vorzugsweise sind die Bereiche der Eingriffsöffnung zwischen den Kraft- und/oder
Formschlussmitteln und/oder den diese aufweisenden Segmenten vorsprungsfrei ausgebildet,
beispielsweise als glatte Wandungsbereiche. Hierdurch wird ein Fingereingriff ohne
ein Anstoßen der Finger an Vorsprüngen, Stegen oder dergleichen vermieden, insbesondere
solchen, welche von dem an dem Behälter festgelegten Deckel außenseitig überdeckt
und somit bei Ansicht der Seitenwand nicht sichtbar sind.
[0035] Das mindestens eine erfindungsgemäße Kraft- und/oder Formschlussmittel des Deckels,
insbesondere in Ausbildung als Rastmittel, kann benachbart dem unteren Deckelrand
an dem Deckel angeordnet sein, wodurch dieses durch Fingerangriff leicht lösbar ist.
Entsprechendes kann für die ersten Rastmittel des Deckels gelten.
[0036] Die Originalitätslasche kann sich über einen Teil oder zumindest im Wesentlichen
die gesamte Flächenerstreckung des Eingriffsbereichs, welche zur Behälteraußenseite
gerichtet ist, erstrecken.
[0037] Die ersten Rastmittel des Behälters können sich, gegebenenfalls bis auf die Umfangserstreckung
des Fingereingriffsbereichs, vollumfänglich um den Behälter erstrecken, wodurch abgesehen
von einem Rüttelvorgang oder ähnlicher sonstiger Belastung des Behälters eine ausreichend
feste Rastverbindung zwischen diesen gegeben ist. Gegebenenfalls können auch mehrere
über den Behälterumfang verteilt angeordnete erste Rastmittel an dem Behälter angeordnet
sein. Allgemein im Rahmen der Erfindung können jedoch auch alternativ oder zusätzlich
die ersten Rastmittel von Behälter und Deckel zur Festlegung derselben aneinander
an der Behälterseitenwand, beispielsweise oberhalb des Flansches und/oder im Bereich
der oberen Behälterkante, angeordnet sein. Auch bei dieser Ausgestaltung hat sich
die erfindungsgemäße Ausbildung von Behälter und Deckel bewährt - so hatte sich gezeigt,
dass der Flansch im Bereich der Eingriffsöffnung anders ausgebildet ist als an anderen
Bereichen des Behälterumfanges, wodurch die erfindungsgenmäßen Vorteile zum tragen
kommen.
[0038] Allgemein kann der Flansch mit vertikaler Beabstandung von der oberen Behälterkante
an der Behälterseitenwand angeformt sein, gegebenenfalls jedoch auch unmittelbar an
oder im Bereich der oberen Behälterkante.
[0039] Vorzugsweise weist der Flansch einen sich im Wesentlichen horizontal erstreckenden
Abschnitt auf, welcher die Deckelunterkante untergreift, wobei die Deckelunterkante
auf dem horizontalen Flanschabschnitt aufsitzen kann oder von diesem beabstandet sein
kann, bspw. nur geringfügig beabstandet. Vorzugsweise weist der Flansch einen nach
unten (also in Richtung zum Behälterboden) gezogenen Abschnitt auf, welcher unterhalb
des zuvor genannten horizontalen Abschnittes angeordnet ist, und wobei sich der nach
unten gezogene Flanschabschnitt unmittelbar oder über Zwischenbereiche an den horizontalen
Abschnitt anschließen kann. Der nach unten gezogene Flanschabschnitt kann sich zumindest
im Wesentlichen in vertikaler Richtung erstrecken. Der genannte horizontale Flanschabschnitt
kann sich über die gesamte Umfangserstreckung des Behälters auf vorzugsweise konstanter
Höhe, also mit konstantem Abstand zu der oberen Behälterkante erstrecken. Im Bereich
der Fingereingriffsöffnung kann der horizontale Flanschabschnitt unterbrochen bzw.
nach unten zum Behälterboden hin abgesenkt sein. Im Bereich der Fingereingriffsöffnung
kann der sich unterhalb des horizontalen Flanschabschnittes angeordnete zumindest
im Wesentlichen vertikale Flanschabschnitt eine geringere Höhe aufweisen, als in den
Bereichen benachbart der Fingereingriffsöffnung.
[0040] Allgemein kann der Fingereingriffsbereich seitlich, vorzugsweise beidseitig, in Behälterumfangsrichtung
und/oder in Richtung zum Behälterboden hin durch einen Wandbereich abgegrenzt sein,
wobei dieser Wandbereich an dem nach unten gezogenen Flanschabschnitt angeformt sein
kann und bspw. als Verlängerung des horizontalen Flanschabschnittes ausgebildet sein
kann. Der Eingriffsbereich kann als Mulde des Flansches mit einer Rückwand ausgebildet
sein, wobei die Rückwand radial von der Behälterseitenwand beabstandet sein kann,
der den Eingriffsbereich begrenzenden Wandbereich kann die Mulde begrenzen. Durch
diese Ausgestaltung wird der Flansch am Eingriffsbereich stabilisiert, und damit auch
der Bereich des Behälters, an welchem die Formschlussmittel am Behälter angeformt
sind, wodurch dessen Sicherungsfunktion für den Deckel verbessert wird.
[0041] Vorzugsweise erstreckt sich der Behälterflansch durchgehend unterhalb der Fingereingriffsöffnung,
wodurch dieser Bereich des Flansches ebenfalls stabilisiert wird.
[0042] Die Fingereingriffsöffnung kann in radialer Richtung des Behälters gegebenenfalls
durch die Behälterseitenwand begrenzt werden. Vorzugsweise weist die Fingereingriffsöffnung
eine Rückwand auf, welche in radialer Richtung der Behälterseitenwand vorgesetzt ist
und wobei die Rückwand in radialer Richtung von einem radial außenliegenden und nach
unten gezogenen Flanschabschnitt zurückversetzt ist, wobei zumindest die Rückwand
sich im Wesentlichen in vertikaler Richtung erstrecken kann. Durch diese rückseitige
Begrenzung der Fingereingriffsöffnung kann diese unabhängig von der Formgebung der
Behälterseitenwand ausgebildet sein und an die manuelle Handhabung beim Fingereingriff
angepasst sein, so dass beispielsweise außenseitig an der Behälterseitenwand vorgesehene
Kanten oder Absätze den Fingereingriff nicht stören. Ferner kann die Rückwand der
Fingereingriffsöffnung durch Stege oder Rippen stabilisiert sein, welche gegebenenfalls
zusätzlich an einem horizontalen Abstand des Flansches und/oder der Außenseite der
Behälterseitenwand angeformt sein können. Zudem kann der Behälterbereich, an welchem
die erfindungsgemäßen Kraft- und/oder Formschlussmittel angeformt sind, stabilisiert
werden, wodurch auch die zusätzliche Sicherung des Deckels durch die Kraft- und/oder
Formschlussmittel verbessert wird.
[0043] Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft beschrieben und anhand der Figuren erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Behälters mit Originalitätslasche
und Fingereingriffsbereich,
- Figur 2:
- eine perspektivische Detailansicht eines Eingriffsbereichs eines erfindungsgemäßen
Behälters,
- Figur 3:
- eine Querschnittsdarstellung eines erfindungsgemäßen Behälters am Fingereingriffsbereich
mit Deckel,
- Figur 4:
- eine Aufrissdarstellung eines erfindungsgemäßen Behälters am Fingereingriffsbereich,
- Figur 5:
- eine Unteransicht eines Deckels für den erfindungsgemäßen Behälter.
[0044] Die Figuren 1 bis 5 zeigen einen erfindungsgemäßen Behälter bzw. den Behälter mit
Deckel entsprechend einem Ausführungsbeispiel.
[0045] Der Behälter 1 weist eine umlaufende Seitenwand 2 auf, welche einen oberen Behälterrand
3 und eine Behälteröffnung ausbildet, sowie einen Behälterboden 4 aufweist. Der Behälter
1 und der Deckel 5 weisen miteinander korrespondierende erste Rastmittel 14, 15 zur
rastenden Befestigung aneinander auf, wobei die Seitenwand 2 einen zumindest teilweise
oder vollständig umlaufenden und von der Seitenwand 2 nach außen vorstehenden Flansch
6 aufweist. Der Flansch 6 umfasst einen nach unten in Richtung auf den Boden heruntergezogenen
Flanschbereich 7, welcher mit einer lageveränderlichen oder entfernbaren Originalitätslasche
9 versehen ist, wobei die Lasche 9 im Originalzustand des Behälters einen Fingereingriffsbereich
10 des Flansches 6 zumindest teilweise oder vollständig außenseitig überdeckt und
wobei die Lasche 9 unter Lageveränderung oder Entfernung den Fingereingriffsbereich
10 zumindest teilweise freigibt, so dass durch Fingereingriff in den Eingriffsbereich
10 ein unterer Deckelrand 11 zum Lösen des Deckels von dem Behälter 1 untergreifbar
ist. Ferner umfasst der Flansch 6 einen zumindest im Wesentlichen horizontalen Flanschbereich
8, welcher der Deckelunterkante 11 direkt gegenüberliegt und auf welchem die Deckelunterkante
aufsitzen oder bei festgelegtem Deckel geringfügig beabstandet sein kann. Der horizontale
Flanschbereich kann direkt oder über Zwischenbereiche in den vertikalen (nach unten
gezogenen) Flanschbereich übergehen.
[0046] Erfindungsgemäß ist an dem Behälter 1 am Fingereingriffsbereich 10 in radialer Richtung
zwischen der Originalitätslasche 9 in deren Position im Originalzustand des Behälters
(siehe Figuren 1, 3) und der Behälterseitenwand 2 mindestens ein Formschlussmittel
12 vorgesehen, welches bei lageveränderter oder entfernter Originalitätslasche 9 mit
einem korrespondierenden Formschlussmittel 13 des Deckels 5 zusammenwirkt und den
Deckel 5 gegen Lösen am Fingereingriffsbereich 10 sichert. Das mindestens eine im
Eingriffsbereich 10 des Flansches 6 angeordnete Formschlussmittel 12, 13 an Behälter
1 bzw. Deckel 5 ist jeweils vorzugsweise als zweites Rastmittel 12', 13' ausgebildet.
Hierzu kann am Deckel 5 ein Rastvorsprung 13'' vorgesehen sein, welcher Teil eines
umlaufenden Rastrandes sein kann. Die ersten Rastmittel 14, 15 von Behälter 1 und
Deckel 5 zur Festlegung derselben aneinander sind außerhalb der Umfangserstreckung
des Fingereingriffsbereichs zumindest teilweise oder vollständig an dem umlaufenden
Flansch 6 angeordnet.
[0047] Das Ausführungsbeispiel beschreibt die besonders vorteilhafte Anordnung zusätzlicher
Formschlussmittel 12, 13 am oder im Bereich des Fingereingriffsbereichs, gegebenenfalls
können an Stelle derselben auch korrespondierende Kraftschlussmittel an Behälter und
Deckel vorgesehen sein.
[0048] Das mindestens eine Formschlussmittel 12 des Behälters am Fingereingriffsbereich
10 ist in Richtung der Längserstreckung der Behälterhauptachse H auf Höhe der ersten
Rastmittel 14 des Behälters 1 zur Festlegung des Deckels 5 angeordnet. Das mindestens
eine Formschlussmittel 12 am Eingriffsbereichs des Behälters ist in radialer Richtung
von der Behälterseitenwand 2 beabstandet. Das mindestens eine Formschlussmittel des
Behälters 14 am Eingriffsbereich 10 weist in radialer Richtung zumindest ungefähr
denselben Abstand von der Behälterseitenwand 2 auf wie die ersten Rastmittel 14 des
Behälters 1 zur Festlegung des Deckels 5. Das mindestens eine am Behälter 1 angeformte
Formschlussmittel 12 des Eingriffsbereichs 10 erstreckt sich jeweils nur über einen
Teil der Umfangserstreckung der Originalitätslasche 9 und/ oder des Fingereingriffsbereichs
10. Das mindestens eine Formschlussmittel 13 des Deckels 5 ist in Deckelumfangsrichtung
in Verlängerung der Rastmittel des Deckels 5 zur Befestigung desselben an dem Behälter
1 angeordnet ist. Die Formschlussmittel 13 und ersten Rastmittel 15 des Deckels bilden
hierbei einen durchgehenden und sich in einer Ebene erstreckenden Rastrand aus.
[0049] An der Eingriffsöffnung 10 des Behälters sind mehrere in Behälterumfangsrichtung
voneinander beabstandete Formschlussmittel 12 an dem Behälter 1 angeordnet, welche
mit zumindest einem oder mehreren Formschlussmitteln 13 des Deckels 5 zusammenwirken.
Die einzelnen Formschlussmittel 12 am Behälter 1 sind vorzugsweise jeweils identisch
ausgebildet.
[0050] Der seitlich Abstand (also Abstand in Behälterumfangsrichtung) benachbarter Formschlussmittel
12 in der Eingriffsöffnung 10 des Behälters 1 voneinander und/oder der Abstand eines
Formschlussmittels 12 des Behälters in der Eingriffsöffnung von dem benachbarten Behälterflansch
6, also von dessen seitlicher Begrenzung 6a zum Eingriffsbereich hin, ist derart bemessen,
dass ein Fingereingriff in den Eingriffsbereich seitlich zu zumindest einem oder mehreren
der Formschlussmittel 12 des Behälters ermöglicht ist.
[0051] Das mindestens eine Formschlussmittel 12 der Eingriffsöffnung, welches am Behälter
1 angeordnet ist, ist an einem Segment 16 des Flansches 6 oder der Behälterseitenwand
2 angeordnet, wobei das Segment 16 sich in Richtung der Behälterlängsachse unterhalb
des Deckelrandes des an dem Behälter 1 festgelegten Deckels 5 über zumindest einen
Teil der Erstreckung der Eingriffsöffnung entlang der Behälter 1 Hauptachse erstreckt.
Das zumindest eine ein Formschlussmittel aufweisende Segment 16 der Behälterseitenwand
2 oder des Flansches 6 erstreckt sich ausgehend vom dem dem Behälterboden 4 zugewandten
Grund 10a des Eingriffsbereichs zumindest bis zum unteren Deckelrand 11 oder darüber
hinaus. Das Segment 16 bildet eine seitliche Führung für einen in die Eingriffsöffnung
eingreifenden Finger in Richtung zum Untergriff unter die Deckelunterkante 11 aus.
[0052] Die Formschlussmittel 13 des Deckels 5 sind über die Umfangserstreckung des Eingriffsbereichs
des Behälters 1 durchgehend ausgebildet sind und nach dem Beispiel in Verlängerung
der ersten Rastmittel 15 des Deckels 5 ausgebildet. Hierzu weist der Deckel 5 einen
sich über dessen gesamten Umfang erstreckenden Rastrand auf, wobei der Rastrand in
einer Ebene angeordnet ist. Auch die ersten Rastmittel 14 des Behälters und dessen
erfindungsgemäße Formschlussmittel 12 sind in einer Ebene angeordnet.
[0053] Der Fingereingriffsbereich 10 des Behälters 1 weist nach dem Ausführungsbeispiel
somit zwei zusätzliche Formschlussmittel 12 auf, welche voneinander seitlich beabstandet
sind und von den seitlichen Begrenzungen 6a der Eingriffsöffnung zum Flansch 6 hin
beabstandet sind, so dass insgesamt drei Zwischenräume 17 zum Fingereingriff vorgesehen
sind, so dass nach Entfernung der Originalitätslasche 9 die Finger in die Zwischenräume
17 eingeführt werden können, um den Deckel 5 zu lösen. Die einzelnen Zwischenräume
17 zum Fingereingriff erstrecken sich hierbei in vertikaler Richtung, d.h. Richtung
der Behälterhauptachse H, so dass die Finger die radial außenliegende untere Deckelkante
11 untergreifen und den Deckel 5 hierdurch vom Behälter 1 entrasten können. Die einzelnen
Zwischenräume 17 weisen hierbei jeweils eine Breite auf, dass diese zum Eingriff eines
einzelnen Fingers ausgebildet sind, was sich einerseits zum Lösen des Deckels 5 und
andererseits zur besonders stabilen Festlegung des Deckels 5 am Behälter 1 am Fingereingriffsbereich
als besonders vorteilhaft herausgestellt hat. Gegebenenfalls können die genannten
Zwischenräume auch eine größere Breite aufweisen, beispielsweise zum Eingriff von
zwei oder gegebenenfalls auch mehr Fingern, in Bezug auf den jeweiligen Zwischenraum.
Die einzelnen Zwischenräume 17 im Fingereingriffsbereich, welche den Formschlussmitteln
bzw. den diese tragenden Segmenten 16 benachbart sind, erstrecken sich hierbei in
vertikaler Richtung derart, dass diese einerseits unterhalb der radial außenliegenden
Deckelunterkante 11 angeordnet sind und sich über die genannte Deckelunterkante 11
hinaus in Richtung auf die obere Behälterkante 3 erstrecken. Hierdurch können die
Finger unterhalb der genannten Deckelunterkante 11 in den Fingereingriffsbereich 10
eingreifen und die Deckelunterkante 11 untergreifen sowie auch zum Lösen des Deckels
5 hintergreifen, um den Deckelabschnitt radial auswärts zu ziehen.
[0054] Der an dem Behälter 1 angeformte Flansch 6 setzt nach dem Ausführungsbeispiel unterhalb
der oberen Behälterkante 3 (d.h. dem Behälterrand) an der Behälterseitenwand 2 an,
gegebenenfalls kann dieser jedoch auch unmittelbar an der oberen Behälterkante, welche
die Behälteröffnung begrenzt, angeformt sein.
[0055] Die einzelnen Zwischenräume 17 zum Fingereingriff erstrecken sich hierbei in vertikaler
Richtung durchgehend vom Grund 10a des Fingereingriffsbereichs 10, welcher den Fingereingriffsbereich
nach unten zum Flansch 6 hin begrenzt, bis im Wesentlichen über die gesamte Höhe des
Flansches 6, beispielsweise bis zumindest im Wesentlichen zur oberen Behälterkante
3 hin. Die einzelnen Zwischenräume 17 zum Fingereingriff können sich beispielsweise
bis zu einem oberen horizontalen Flanschabschnitt erstrecken, welcher an der Behälterseitenwand
2 angeformt ist. Gegebenenfalls kann der Flansch 6 auch derart ausgebildet sein, dass
dieser an dem Fingereingriffsbereich unterbrochen ist und sich lediglich beidseitig
an den Fingereingriffsbereich 10 anschließt. Allgemein ist die dargestellte Ausführungsform
jedoch bevorzugt, bei welcher ein Flanschabschnitt 6b unterhalb des Fingereingriffbereichs
angeordnet ist, wodurch einerseits dieser Bereich zusätzlich stabilisiert ist und
zum anderen die Originalitätslasche 9 einem Flanschbereich unterhalb des Fingereingriffsbereichs
angeformt ist. Gemäß dem Ausführungsbeispiel sind sämtliche Anbindungen 9a der Originalitätslasche
9 an dem Flansch 6 lösbar, beispielsweise unter manueller Zerstörung beim Abreißen
der Originalitätslasche, gegebenenfalls können jedoch auch einzelne dieser Anbindungen
dauerhaft an dem Flansch 6 angeordnet sein, beispielsweise in Ausbildung als Filmscharnier,
wodurch beispielsweise die Originalitätslasche 9 nach außen und in Richtung auf den
Behälterboden 4 verschwenkt werden kann, um den Fingereingriffsbereich freizugeben.
[0056] Die Originalitätslasche 9 ragt nach dem Ausführungsbeispiel von dem Behälterflansch
6 radial nach außen vor. Hieraus ergibt sich der Vorteil, dass die Oberkante der Originalitätslasche
9 manuell zu deren Lageveränderung oder Entfernung ergriffen werden kann und zum anderen
die Formschlussmittel 13 des Deckels 5, welche mit dem Formschlussmitteln 12 des Behälters
1 am Eingriffsbereich zusammenwirken, in Umfangsverlängerung der ersten Rastmittel
15 des Deckels 5 zur Festlegung desselben an dem Behälter 1 angeordnet sein können.
Die Formschlussmittel 13 des Deckels 5 können somit als Teil eines vollumfänglichen
Rastrandes des Deckels 5 ausgebildet sein. Die Originalitätslasche 9 überragt die
untere Deckelkante 11.
[0057] Nach dem Ausführungsbeispiel ist der Fingereingriffsbereich 10 durch eine Rückwand
10b von der Behälterseitenwand 2 abgegrenzt, wobei Rückwand 10b und Behälterseitenwand
2 in radialer Richtung voneinander beabstandet sind. Die Eingriffbereichrückwand 10b
ist hierbei zumindest im Bereich der Zwischenräume 17 zwischen den Formschlussmitteln
des Behälters ohne lokale oder vorzugsweise insgesamt ohne Vorsprünge ausgebildet,
so dass der Fingereingriff durch diese nicht behindert wird. Durch die Ausbildung
der Rückwand 10b des Fingereingriffsbereichs 10 wird dieser nicht durch etwaige Konturierungen
wie Absätze oder sonstige Vorsprünge der Behälterseitenwand 2 beeinträchtigt. Die
Zwischenräume 17 zum Fingereingriff sind hierbei in Art von Rinnen ausgebildet, welche
den in den Fingereingriffsbereich einfädelnden Finger seitlich führen oder zumindest
dessen seitliche Bewegung beschränken, bis der Finger zumindest die radial außenliegende
Deckelunterkante 11 untergreift bzw. hintergreift. Die die Formschlussmittel des Fingereingriffbereichs
tragenden Segmente 16 können einen Teil der Rückwand 10b des Fingereingriffbereichs
ausbilden, so dass die genannte Rückwand 10b im Wesentlichen wellenförmig ausgebildet
ist, mit radialen zur Behälterseitenwand 2 hin ausgerichteten Vertiefungen oder Senken,
welche dem Fingereingriff dienen, und radial nach außen gerichteten Erhebungen, welche
als Formschlussmittel ausgebildet sind oder welche die Formschlussmittel tragen, wie
beispielsweise die genannten Segmente. Durch die gegebene Wellenform wird der Fingereingriffsbereich
wesentlich stabilisiert und damit auch eine unbeabsichtigte Entkopplung der Formschlussmittel
von Behälter 1 und Deckel 5 am Fingereingriffsbereich erschwert. Die Segmente 16 weisen
oberseitig eine nach außen abfallende Abgleitschräge 16a auf, um das Aussetzen des
Deckels zu erleichtern.
[0058] Die Rückwand 10b des Fingereingriffsbereiches, insbesondere im Bereich der dem Fingereingriff
dienenden Senken oder Vertiefungen, kann mit Stegen oder Versteifungsrippen 18 ausgebildet
sein, welche einseitig an der Rückwand 10b des Fingereingriffsbereichs angeformt sind
und gegebenenfalls die Rückwand 10b mit der Behälterseitenwand 2 verbinden können,
wodurch eine besondere Stabilisierung erzielt wird. Diese Stege oder Versteifungsrippen
18 können alternativ oder zusätzlich gegebenenfalls aber auch an den Erhebungen bzw.
Segmenten angeformt sein, wobei sich diese ebenfalls mit der Behälterseitenwand 2
angeformt sein können.
[0059] Figur 5 zeigt eine Unteransicht eines Deckels 5 für einen Behälter der Figuren 1
bis 4 mit ersten Rastmitteln 15 und Formschlussmitteln 13, welche sich hier über die
gesamte Umfangserstreckung des Eingriffsbereichs bzw. der Originalitätslache erstrecken.
Die ersten Rastmittel 15 und die Formschlussmittel 13 liegen in einer Ebene und bilden
einen durchgehenden Rastrand aus.
1. Behälter (1) mit Deckel, wobei der Behälter (1) eine umlaufende Seitenwand (2), welche
einen oberen Behälterrand (3) und eine Behälteröffnung ausbildet, sowie einen Behälterboden
(4) aufweist, wobei der Behälter (1) und der Deckel (5) miteinander korrespondierende
erste Rastmittel (14, 15) zur rastenden Befestigung aneinander aufweisen, wobei die
Seitenwand (2) einen zumindest teilweise oder vollständig umlaufenden und von der
Seitenwand (2) nach außen vorstehenden Flansch (6) aufweist und der Flansch (6) einen
nach unten in Richtung auf den Boden heruntergezogenen Flanschbereich umfasst, welcher
mit einer lageveränderlichen oder entfernbaren Originalitätslasche (9) versehen ist,
welche im Originalzustand des Behälters einen Fingereingriffsbereich (10) des Flansches
(6) zumindest teilweise oder vollständig außenseitig überdeckt und die unter Lageveränderung
oder Entfernung den Fingereingriffsbereich (10) zumindest teilweise freigibt, so dass
durch Fingereingriff in den Fingereingriffsbereich (10) ein unterer Deckelrand (11)
zum Lösen des Deckels (5) von dem Behälter (1) manuell untergreifbar ist, wobei am
Fingereingriffsbereich (10) in radialer Richtung zwischen der Originalitätslasche
(9) in deren Position im Originalzustand des Behälters und der Behälterseitenwand
(2) an dem Behälter (1) mindestens ein Kraft- und/oder Formschlussmittel vorgesehen
ist, welches bei lageveränderter oder entfernter Originalitätslasche (9) mit einem
korrespondierenden Kraft- und/oder Formschlussmittel des Deckels (5) zusammenwirkt
und den Deckel (5) gegen Lösen vom Behälter (1) am Fingereingriffsbereich (10) sichert,
dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine am Behälter (1) angeformte Kraft- und/oder Formschlussmittel
des Fingereingriffsbereichs (10) sich jeweils nur über einen Teil der Umfangserstreckung
der Originalitätslasche (9) und/oder des Fingereingriffsbereichs erstreckt.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine im Fingereingriffsbereich (10) des Flansches (6) angeordnete
Kraft- und/oder Formschlussmittel an Behälter (1) und Deckel (5) als zweites Rastmittel
ausgebildet ist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel von Behälter (1) und Deckel (5) zur Festlegung derselben aneinander
außerhalb der Umfangserstreckung des Fingereingriffsbereichs (10) zumindest teilweise
oder vollständig an dem umlaufenden Flansch (6) angeordnet sind.
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kraft- und/oder Formschlussmittel des Behälters am Fingereingriffsbereichs
(10) in Richtung der Längserstreckung der Behälterhauptachse auf Höhe der ersten Rastmittel
des Behälters zur Festlegung des Deckels (5) angeordnet ist.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kraft- und/oder Formschlussmittel des Behälters am Fingereingriffsbereich
(10) in radialer Richtung von der Behälterseitenwand (2) beabstandet ist.
6. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kraft- und/oder Formschlussmittel des Behälters am Fingereingriffsbereich
(10) in radialer Richtung denselben Abstand von der Behälterseitenwand (2) aufweist
wie die ersten Rastmittel des Behälters zur Festlegung des Deckels (5).
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens Kraft- und/oder Formschlussmittel des Deckels (5) in Deckelumfangsrichtung
in Verlängerung der Rastmittel des Deckels (5) zur Befestigung desselben an dem Behälter
(1) angeordnet ist.
8. Behälter nach einem Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am Fingereingriffsbereich (10) des Behälters mehrere in Behälterumfangsrichtung voneinander
beabstandete Kraft- und/oder Formschlussmittel an dem Behälter (1) angeordnet sind,
welche mit zumindest einem oder mehreren Kraft- und/oder Formschlussmitteln des Deckels
(5) zusammenwirken.
9. Behälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand benachbarter Kraft- und/oder Formschlussmittel des Behälters am Fingereingriffsbereich
(10) voneinander und/oder der Abstand eines Kraft- und/oder Formschlussmittels des
Behälters am Fingereingriffsbereich (10) von dem benachbarten Behälterflansch (6)
derart bemessen ist, dass ein Fingereingriff in den Fingereingriffsbereich (10) seitlich
zu zumindest einem oder mehreren der Formschlussmittel ermöglicht ist.
10. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kraft- und/oder Formschlussmittel am Fingereingriffsbereich (10)
an einem Segment (16) des Flansches (6) oder der Behälterseitenwand (2) angeordnet
ist, welches sich in Richtung der Behälterlängsachse unterhalb des Deckelrandes des
an dem Behälter (1) festgelegten Deckels (5) über zumindest einen Teil der Erstreckung
des Fingereingriffsbereich (10) entlang der Behälter (1) Hauptachse erstreckt.
11. Behälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine ein Kraft- und/oder Formschlussmittel aufweisende Segment (16)
der Behälterseitenwand (2) oder des Flansches (6) sich ausgehend vom dem dem Behälterboden
(4) zugewandten Grund des Fingereingriffsbereichs zumindest bis zum unteren Deckelrand
(11) oder darüber hinaus erstreckt.
12. Behälter nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Segment (16) eine seitliche Führung für einen in den Fingereingriffsbereich (10)
eingreifenden Finger in Richtung zum Untergriff unter die Deckelunterkante ausbildet.
13. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraft- und/oder Formschlussmittel des Deckels (5) über die Umfangserstreckung
des Fingereingriffsbereichs des Behälters durchgehend ausgebildet sind.
1. Container (1) with lid, wherein the container (1) has a circumferential side wall
(2), which forms an upper container edge (3) and a container opening, and a container
base (4), wherein the container (1) and the lid (5) have mutually corresponding first
latching means (14, 15) for snapfastening to one another, the side wall (2) having
an at least partially or completely circumferential flange (6) projecting outwardly
from the side wall (2), and the flange (6) comprising a flange portion which is pulled
down in the direction of the base and is provided with a positionchangeable or removable
tamper-evident tab (9) which, in the original state of the container, covers a finger-engagement
region (10) of the flange (6) at least partially or completely on the outside and
which, when the position is changed or the tab is removed, at least partially exposes
the finger-engagement region (10) so that, by finger engagement in the finger engagement
region (10), a lower lid edge (11) can be manually engaged underneath for detaching
the lid (5) from the container (1), at least one force-locking and/or form-locking
means being provided on the container (1) at the finger engagement region (10) in
the radial direction between the tamper-evident tab (9) in its position in the original
state of the container and the container side wall (2), which, when the tamper-evident
tab (9) is changed in position or removed, interacts with a corresponding force-locking
and/or form-locking means of the lid (5) and secures the lid (5) against detachment
from the container (1) at the finger engagement region (10), characterized in that the at least one force-locking and/or form-locking means of the finger engagement
region respectively extends only over part of the circumferential extent of the tamper-evident
tab (9) and/or of the finger engagement region.
2. Container according to claim 1, characterized in that the at least one force-locking and/or form-locking means arranged in the finger engagement
region (10) of the flange (6) is designed as a second latching means on the container
(1) and lid (5).
3. Container according to claim 1 or 2, characterized in that the latching means of container (1) and lid (5) for fixing the same to one another
are arranged at least partially or completely on the circumferential flange (6) outside
the circumferential extent of the finger engagement region (10).
4. Container according to any of claims 1 to 3, characterized in that the at least one force-locking and/or form-locking means of the container is arranged
on the finger engagement region (10) in the direction of the longitudinal extension
of the main axis of the container at the level of the first latching means of the
container for fixing the lid (5).
5. Container according to any of claims 1 to 4, characterized in that the at least one force-locking and/or form-locking means of the container is spaced
from the container side wall (2) in the radial direction at the finger engagement
region.
6. Container according to any of claims 1 to 5, characterized in that the at least one force-locking and/or form-locking means of the container has the
same distance from the container side wall (2) at the finger engagement region in
the radial direction as the first latching means of the container for fixing the lid
(5).
7. Container according to any of claims 1 to 6, characterized in that the at least one force-locking and/or form-locking means of the lid (5) is arranged
as an extension of the latching means of the lid (5) in the lid circumferential direction
for fixing the same to the container (1).
8. Container according to any of claims 1 to 7, characterized in that several force-locking and/or form-locking means, which are spaced apart from one
another in the circumferential direction of the container, are arranged on the container
(1) at the finger engagement region (10) of the container and interact with at least
one or more force-locking and/or form-locking means of the lid (5).
9. Container according to claim 8, characterized in that the distance of adjacent force-locking and/or form-locking means of the container
at the finger engagement region (10) from each other and/or the distance of a force-locking
and/or form-locking means of the container at the finger engagement region (10) from
the adjacent container flange (6) is dimensioned in such a way that a finger engagement
in the finger engagement region (10) laterally to at least one or more of the form-locking
means is enabled.
10. Container according to any of the claims 1 to 9, characterized in that the at least one force-locking and/or form-locking means at the finger engagement
region (10) is arranged at a segment (16) of the flange (6) or container side wall
(2) which extends in the direction of the container longitudinal axis below the lid
edge of the lid (5) fixed to the container (1) over at least a part of the extension
of the finger engagement region (10) along the container (1) main axis.
11. Container according to claim 10, characterized in that the at least one segment (16) of the container side wall (2) or of the flange (6)
having a force-locking and/or form-locking means extends at least up to the lower
lid edge (11) or beyond, starting from the bottom of the finger engagement region
facing the container base (4).
12. Container according to any of claims 10 or 11, characterized in that the segment (16) forms a lateral guide for a finger engaging in the finger engagement
region (10) in the direction towards the grip under the lower edge of the lid.
13. Container according to any one of claims 1 to 12, characterized in that the force-locking and/or form-locking means of the lid (5) are formed continuously
over the circumferential extent of the finger engagement region of the container.
1. Récipient (1) pourvu de couvercle, le récipient (1) ayant une paroi latérale circonférentielle
(2) qui forme un bord supérieur de récipient et une ouverture de récipient, et un
fond de récipient (4), le récipient (1) et le couvercle (5) ayant des premiers moyens
de verrouillage (14, 15) qui se correspondent mutuellement pour la fixation par encliquetage
l'un à l'autre, la paroi latérale (2) présentant une bride (6) qui entoure au moins
partiellement ou complètement la paroi latérale (2) et fait saillie vers l'extérieur,
et la bride (6) comprenant une partie de bride qui est tirée vers le bas en direction
du fond et qui est muni d'une languette d'inviolabilité (9) modifiable en position
ou amovible qui, dans l'état initial du récipient, recouvre au moins partiellement
ou complètement, à l'extérieur, une zone d'engagement des doigts (10) de la bride
(6) et qui, lorsqu'elle est modifiée en position ou retirée, expose au moins partiellement
la zone d'engagement des doigts (10) de sorte que, par engagement des doigts dans
la zone d'engagement des doigts (10), un bord inférieur du couvercle peut être engagé
manuellement en dessous pour libérer le couvercle (5) du récipient (1), au moins un
moyen de verrouillage par force et/ou par forme étant prévu sur le récipient (1) au
niveau de la zone d'engagement des doigts (10) dans la direction radiale entre la
languette d'inviolabilité (9) dans sa position dans l'état initial du récipient et
la paroi latérale du récipient (2), qui, lors de la modification de la position ou
lors du retrait de la languette d'inviolabilité (9), coopère avec un moyen de verrouillage
par force et/ou par forme correspondant du couvercle (5) et empêche le couvercle (5)
de se détacher du récipient (1) au niveau de la zone d'engagement des doigts (10),
caractérisé en ce que ledit au moins un moyen de verrouillage par force et/ou par forme de la zone d'engagement
des doigts formé sur le récipient (1), ne s'étend que sur une partie de l'étendue
périphérique de la languette d'inviolabilité (9) et/ou de la zone d'engagement des
doigts.
2. Récipient selon la revendication 1, caractérisé en ce que ledit au moins un moyen de verrouillage par force et/ou par forme disposé dans la
zone d'engagement des doigts (10) de la bride (6) est conçu comme un deuxième moyen
de verrouillage sur le récipient (1) et le couvercle (5).
3. Récipient selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens de verrouillage du récipient (1) et du couvercle (5), pour la fixation
de ce dernier l'un à l'autre, sont disposés à l'extérieur de l'étendue circonférentielle
de la zone d'engagement des doigts (10) au moins partiellement ou complètement sur
la bride circonférentielle (6).
4. Récipient selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que ledit au moins un moyen de verrouillage par force et/ou par forme du récipient est
disposé sur la zone d'engagement des doigts (10) dans la direction de l'étendue longitudinale
de l'axe principal du récipient au niveau du premier moyen de verrouillage du récipient,
pour la fixation du couvercle (5).
5. Récipient selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que ledit au moins un moyen de verrouillage par force et/ou par forme du récipient est
espacé de la paroi latérale du récipient (2) dans la direction radiale au niveau de
la zone d'engagement des doigts.
6. Récipient selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que ledit au moins un moyen de verrouillage par force et/ou par forme du récipient présente,
dans la zone d'engagement des doigts, la même distance par rapport à la paroi latérale
(2) du récipient dans la direction radiale que le premier moyen de verrouillage du
récipient pour la fixation du couvercle (5).
7. Récipient selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que ledit au moins un moyen de verrouillage par force et/ou par forme du couvercle (5)
est disposé pour fixer celui-ci au récipient (1).
8. Récipient selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que plusieurs moyens de verrouillage par force et/ou par forme, espacés les uns des autres
dans la direction périphérique du récipient, sont disposés sur le récipient (1) au
niveau de la zone d'engagement des doigts (10) du récipient et interagissent avec
au moins un ou plusieurs moyens de verrouillage par force et/ou par forme du couvercle
(5).
9. Récipient selon la revendication 8, caractérisé en ce que la distance entre des moyens de verrouillage par force et/ou par forme voisins du
récipient au niveau de la zone d'engagement des doigts (10) et/ou la distance entre
un moyen de verrouillage par force et/ou par forme du récipient au niveau de la zone
d'engagement des doigts (10) et la bride de récipient (6) voisine est dimensionnée
de telle manière qu'un engagement des doigts dans la zone d'engagement des doigts
(10) latéralement par rapport à au moins un ou plusieurs des moyens de verrouillage
par forme est possible.
10. Récipient selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que ledit au moins un moyen de verrouillage par force et/ou par forme au niveau de la
zone d'engagement des doigts (10) est disposé sur un segment (16) de la bride (6)
ou de la paroi latérale (2) du récipient qui s'étend dans la direction de l'axe longitudinal
du récipient sous le bord du couvercle (5) fixé au récipient (1) sur au moins une
partie de l'étendue de la zone d'engagement des doigts (10) le long de l'axe principal
du récipient (1).
11. Récipient selon la revendication 10, caractérisé en ce que ledit au moins un segment (16) de la paroi latérale (2) du récipient ou de la bride
(6) présentant un moyen de verrouillage par force et/ou par forme s'étend à partir
du fond de la zone d'engagement des doigts tournée vers le fond (4) du récipient au
moins jusqu'au bord inférieur (11) du couvercle ou au-delà.
12. Récipient selon l'une quelconque des revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que le segment (16) forme un guide latéral pour un doigt s'engageant dans la zone d'engagement
du doigt (10) en direction de l'engagement sous le bord inférieur du couvercle.
13. Récipient selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les moyens de verrouillage par force et/ou par forme du couvercle (5) sont formés
de manière continue sur l'étendue circonférentielle de la zone d'engagement des doigts
du récipient.