[0001] Die Erfindung betrifft einen Turbolader.
[0002] Aus der
DE 10 2013 002 605 A1 ist der grundsätzliche Aufbau eines Turboladers bekannt. Ein Turbolader verfügt über
eine Turbine, in der ein erstes Medium entspannt wird. Ferner verfügt ein Turbolader
über einen Verdichter, in dem ein zweites Medium verdichtet wird, und zwar unter Nutzung
der in der Turbine bei der Entspannung des ersten Mediums gewonnenen Energie. Die
Turbine des Turboladers verfügt über ein Turbinengehäuse sowie einen Turbinenrotor.
Der Verdichter des Turboladers verfügt über ein Verdichtergehäuse sowie einen Verdichterrotor.
Zwischen dem Turbinengehäuse der Turbine und dem Verdichtergehäuse des Verdichters
ist ein Lagergehäuse positioniert, wobei das Lagergehäuse einerseits mit dem Turbinengehäuse
und andererseits mit dem Verdichtergehäuse verbunden ist. Im Lagergehäuse ist eine
Welle gelagert, über die der Turbinenrotor mit dem Verdichterrotor gekoppelt ist.
[0003] Aus der Praxis ist es bekannt, dass das Turbinengehäuse der Turbine, nämlich ein
sogenanntes Turbinenzuströmgehäuse, sowie das Lagergehäuse über eine vorzugsweise
als Spannpratze ausgebildete Befestigungseinrichtung miteinander verbunden sind. Eine
derartige, vorzugsweise als Spannpratze ausgebildete Befestigungseinrichtung ist mit
einem ersten Abschnitt derselben an einem Flansch des Turbinengehäuses über Befestigungsmittel
montiert und überdeckt mit einem zweiten Abschnitt einen Flansch des Lagergehäuses
zumindest abschnittsweise. Über eine derartige Befestigungseinrichtung wird der Verband
bzw. Verbund aus Lagergehäuse und Turbinengehäuse verspannt, insbesondere unter Klemmen
eines Flanschs eines Düsenrings und gegebenenfalls eines Flanschs eines Hitzeschildes
zwischen dem Flansch des Turbinengehäuses und dem Flansch des Lagergehäuses.
[0004] Das Turbinengehäuse ist mit dem zu entspannenden ersten Medium gefüllt, insbesondere
mit zu entspannendem Abgas. Das Turbinenzuströmgehäuse des Turbinengehäuses leitet
das Abgas in Richtung auf den Turbinenrotor. Im Turbinenzuströmgehäuse besteht ein
Überdruck gegenüber der Umgebung, der in der Turbine unter Gewinnung von Energie bei
der Entspannung des ersten Mediums abgebaut wird. Im Bereich der Verbindungsstelle
von Turbinengehäuse bzw. Turbinenzuströmgehäuse und Lagergehäuse kann es zu einer
Leckage kommen, sodass das erste, in der Turbine zu entspannende Medium über den Verbindungsbereich
zwischen Turbinengehäuse und Lagergehäuse in die Umgebung gelangen kann. Dies ist
von Nachteil.
[0005] Um einer derartigen Leckage des in der Turbine zu entspannenden ersten Mediums entgegenzuwirken,
wird in der Praxis die Verspannung zwischen Turbinengehäuse bzw. Turbinenzuströmgehäuse
und Lagergehäuse erhöht, insbesondere über höhere Anzugsmomente für die Befestigungsmittel,
über welche die vorzugsweise als Spannpratze ausgebildete Befestigungseinrichtung
am Turbinengehäuse montiert ist. Hierdurch erhöht sich auch eine Klemmkraft zwischen
der Befestigungseinrichtung und dem Lagergehäuse. Eine Kontaktstelle zwischen dem
Lagergehäuse und der Befestigungseinrichtung ist infolge der unterschiedlichen thermischen
Ausdehnungen von Lagergehäuse und Turbinengehäuse bzw. Turbinenzuströmgehäuse hohen
Relativbewegungen ausgesetzt. In Verbindung mit einem hohen Kontaktdruck bzw. einer
hohen Vorspannung bzw. einer hohen Klemmkraft zwischen dem Lagergehäuse und der Befestigungseinrichtung
kann es dann in Folge eines sogenannten Grabeffekts zu einem Verschleiß an der Befestigungseinrichtung
und/oder am Lagergehäuse kommen. Hierdurch kann dann eine Leckage des in der Turbine
zu entspannenden ersten Mediums in die Umgebung verursacht werden.
[0006] DE 102 97 203 T5 offenbart einen Turbolader mit einem Verdichter, einer Turbine und einem Lagergehäuse.
Es ist ein Flansch im Bereich der Turbine offenbart, der an einem Ende eines Kolbens
der Turbine ausgebildet ist. Dieser Flansch weist Schlitze auf, um Leitschaufeln aufzunehmen.
Der Kolben ist ein gleitender Kolben, derselbe ist demnach gleitend bewegbar. Abhängig
von der Bewegung des Kolbens ändert sich die Relativposition des Flansches.
[0009] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Turbolader
mit einer neuartigen Flanschverbindung zu schaffen.
[0010] Diese Aufgabe wird durch einen Turbolader nach Anspruch 1 gelöst. Hiernach ist zwischen
dem Flansch des Lagergehäuses und dem Flansch des Turbinengehäuses, und zwar zwischen
dem Flansch des Lagergehäuses und dem Flansch des Hitzeschilds, der eine Ausnehmung
aufweist, in der Ausnehmung des Flanschs des Hitzeschilds ein Federelement positioniert,
welches den Flansch des Hitzeschilds axial gegen den Flansch des Düsenrings und so
den Flansch des Düsenrings axial gegen den Flansch des Turbinengehäuses drückt. Auch
hiermit ist eine besonders vorteilhafte Abdichtung der Verbindungsstelle von Turbinengehäuse
bzw. Turbinenzuströmgehäuse und Lagergehäuse möglich. Es wird die Gefahr reduziert,
dass in der Turbine zu entspannende Medium über den Verbindungsbereich zwischen Turbinengehäuse
und Lagergehäuse in die Umgebung gelangt.
[0011] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus dem Unteranspruch und der
nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf
beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1:
- einen ausschnittsweisen Querschnitt durch einen nicht erfindungsgemäßen Turbolader
im Bereich einer Verbindung eines Turbinengehäuses mit einem Lagergehäuse;
- Fig. 2:
- einen ausschnittsweisen Querschnitt durch einen nicht erfindungsgemäßen Turbolader
im Bereich einer Verbindung eines Turbinengehäuses mit einem Lagergehäuse; und
- Fig. 3:
- einen ausschnittsweisen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Turbolader im Bereich
einer Verbindung eines Turbinengehäuses mit einem Lagergehäuse.
[0012] Die Erfindung betrifft einen Turbolader.
[0013] Ein Turbolader verfügt über eine Turbine zur Entspannung eines ersten Mediums, insbesondere
zur Entspannung von Abgas einer Brennkraftmaschine. Ferner verfügt ein Turbolader
über einen Verdichter zur Verdichtung eines zweiten Mediums, insbesondere von Ladeluft,
und zwar unter Nutzung von in der Turbine bei der Entspannung des ersten Mediums gewonnener
Energie. Die Turbine verfügt dabei über ein Turbinengehäuse und einen Turbinenrotor.
Der Verdichter verfügt über ein Verdichtergehäuse und einen Verdichterrotor. Der Verdichterrotor
ist mit dem Turbinenrotor über eine Welle gekoppelt, die in einem Lagergehäuse gelagert
ist, wobei das Lagergehäuse zwischen dem Turbinengehäuse und dem Verdichtergehäuse
positioniert und sowohl mit dem Turbinengehäuse und dem Verdichtergehäuse verbunden
ist. Dieser grundsätzliche Aufbau eines Turboladers ist dem hier angesprochenen Fachmann
geläufig.
[0014] Die Erfindung betrifft nun solche Details eines Turboladers, die die Verbindung von
Turbinengehäuse einer vorzugsweise als Radialturbine ausgebildeten Turbine und Lagergehäuse
eines Turboladers betreffen. Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf Fig. 1 bis 3
unterschiedliche Beispiele von Turboladern beschrieben, wobei Fig. 1 bis 3 jeweils
entsprechende Ausschnitte aus einem Turbolader im Bereich der Verbindung des Turbinengehäuses
mit dem Lagergehäuse zeigen.
[0015] Ein nicht erfindungsgemäßes Beispiel eines Turboladers zeigt Fig. 1, wobei in Fig.
1 die Verbindungsstelle zwischen einem Turbinengehäuse, nämlich einem Turbinenzuströmgehäuse
1 des Turbinengehäuses, und einem Lagergehäuse 2 des Abgasturboladers gezeigt ist.
Ferner zeigt Fig. 1 einen Düsenring 3, einen Hitzeschild 4 und ein sogenanntes Einsatzstück
11.
[0016] Das Turbinenzuströmgehäuse 1 ist mit dem Lagergehäuse 2 über eine Befestigungseinrichtung
5 derart verbunden, dass die Befestigungseinrichtung 5 an einem Flansch 6 des Turbinenzuströmgehäuses
1 mit einem ersten Abschnitt 7 montiert ist, und zwar über mehrere Befestigungsmittel
8, und dass die Befestigungseinrichtung 5 mit einem zweiten Abschnitt 9 einen Flansch
10 des Lagergehäuses 2 zumindest abschnittsweise überdeckt. Die Befestigungseinrichtung
5 wird auch als Spannpratze bezeichnet und verspannt das Turbinenzuströmgehäuse 1
und Lagergehäuse 2 miteinander. Die Befestigungseinrichtung 5 kann in Umfangsrichtung
gesehen segmentiert sein.
[0017] Im in Fig. 1 und 2 gezeigten Beispiel umfasst jedes Befestigungsmittel 8 eine in
den Flansch 6 des Turbinenzuströmgehäuses 1 eingeschraubte Gewindeschraube 8a sowie
eine an dem anderen Ende der Gewindeschraube 8a angreifende Mutter 8b, wobei durch
Anziehen der Muttern 8b eine definierte Vorspannkraft über die Befestigungseinrichtung
5 auf das Turbinenzuströmgehäuse 1 und auf das Lagergehäuse 10 aufgebracht werden
kann.
[0018] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel eines Abgasturboladers ist der Düsenring 3 der
Turbine derart verbaut, dass ein Flansch 13 des Düsenrings 3 bezogen auf einen Strömungskanal
24 der Turbine, im Bereich dessen der Düsenring 3 angeordnet ist, auf einer dem Flansch
6 des Turbinenzuströmgehäuses 1 und damit dem Flansch 10 des Lagergehäuses 2 gegenüberliegenden
Seite des Strömungskanals 24 positioniert ist.
[0019] So ist im Beispiel der Fig. 1 zwischen dem über die Befestigungseinrichtung 5 verspannten
Flansch 10 des Turbinenzuströmgehäuses 1 und dem Flansch 10 des Lagergehäuses 2 ausschließlich
ein Flansch 12 des Hitzeschildess 4 geklemmt. Der Flansch 13 des Düsenrings 3 hingegen
ist nicht mehr in diesem Verspannbereich von Lagergehäuse 1 und Turbinenzuströmgehäuse
2 zwischen den Flanschen 6, 10 derselben geklemmt, wodurch die Anzahl der Bauteile
im Spannverband reduziert und eine klar definierte Dichtstelle im Spannverband geschaffen
wird. Hierdurch kann die Gefahr reduziert werden, dass Abgas über den Verbindungsbereich
zwischen den Flanschen 6, 10 von Turbinenzuströmgehäuse 1 und Lagergehäuse 2 in die
Umgebung gelangt.
[0020] Der Flansch 13 des Düsenrings 3 kann an einem Abschnitt 14 des Turbinenzuströmgehäuses
1 befestigt sein, der ebenso wie der Flansch 13 des Düsenrings 3, bezogen auf den
Strömungskanal 24 auf der im Verspannbereich zwischen den Flanschen 6, 10 von Turbinenzuströmgehäuse
1 und Lagergehäuse 2 gegenüberliegenden Seite des Strömungskanals 24 positioniert
ist.
[0021] Im Beispiel der Fig. 1 greift der Flansch 13 des Düsenrings 3 zumindest abschnittsweise
in eine Ausnehmung 15 dieses Abschnitts 14 des Turbinenzuströmgehäuses 1 ein, wobei
sich der Flansch 13 des Düsenrings 3 in Radialrichtung gesehen mit einem Ende an einer
Begrenzung dieser Ausnehmung 15 des Abschnitts 14 des Turbinenzuströmgehäuses 1 und
an einem gegenüberliegenden Ende am Einsatzstück 11 abstützt. In die Ausnehmung 15
des Abschnitts 14 des Turbinenzuströmgehäuses 1, an welchem der Flansch 13 des Düsenrings
3 abgestützt ist, ist ein elastisches Federelement 16 aufgenommen, welches gegen den
Flansch 13 des Düsenrings 3 in Axialrichtung drückt. Dabei drückt dieses elastische
Federelement 16 derart gegen den Flansch 13 des Düsenrings 3, dass der Düsenring 3
von dem Federelement 16 in Richtung auf den Verbindungsbereich der Flansche 6, 10
von Turbinenzuströmgehäuse 1 und Lagergehäuse 2 gedrückt wird. Im Beispiel der Fig.
1 drückt der Düsenring 3 gegen den Flansch 12 des Hitzeschilds 4.
[0022] Ein weiteres nicht erfindungsgemäßes Beispiel eines Turboladers zeigt Fig. 2. Auch
in Fig. 2 ist der Flansch 13 des Düsenrings 3 an einer dem Verspannbereich der Flansche
6, 10 von Turbinenzuströmgehäuse 1 und Lagergehäuse 2 gegenüberliegenden Seite des
Strömungskanals 24 der Turbine positioniert.
[0023] Das Beispiel der Fig. 2 unterscheidet sich vom Beispiel der Fig. 1 dadurch, dass
in Fig. 2 der Flansch 13 des Düsenrings 3 an dem Abschnitt 14 des Lagergehäuses 1
über eine als Passfeder 17 ausgebildete Befestigungseinrichtung montiert ist, die
in einer entsprechenden Ausnehmung 18 des Abschnitts 14 des Lagergehäuses 1 aufgenommen
ist. Auch in Fig. 2 ragt der Flansch 13 des Düsenrings 3 zumindest abschnittsweise
in die Ausnehmung 18 des Abschnitts 4 des Turbinenzuströmgehäuses 1 hinein.
[0024] Ein weiterer Unterschied des Beispiels der Fig. 2 gegenüber dem Beispiel der Fig.
1 besteht darin, dass in Fig. 2 der Flansch 12 des Hitzeschildes 4 nicht zwischen
den Flanschen 6, 10 von Turbinenzuströmgehäuse 1 und Lagergehäuse 2 geklemmt ist.
Vielmehr kommt in Fig. 2 der Flansch 10 des Lagergehäuses 2 unmittelbar am Flansch
6 des Turbinenzuströmgehäuses 1 zur Anlage.
[0025] In diesem Dichtbereich zwischen dem Flansch 10 des Lagergehäuses 2 und dem Flansch
6 des Turbinenzuströmgehäuses 1 kann zusätzlich ein Dichtelement 19 positioniert werden,
bei welchem es sich um einen vorzugsweise metallischen Dichtring in Form eines O-Rings
oder C-Rings handeln kann. Das Dichtelement 19 kann auch aus Grafit gefertigt sein.
In Fig. 2 ist das Dichtelement 19 in einer Ausnehmung 20 des Flanschs 6 des Turbinenzuströmgehäuses
1 aufgenommen und dichtet insbesondere in Axialrichtung zwischen Dichtflächen der
aneinanderliegenden Flansche 6, 10 von Turbinenzuströmgehäuse 1 und Lagergehäuse 2.
[0026] Im Beispiel der Fig. 2 greift der Flansch 12 des Hitzeschildes 4 am Flansch 10 des
Lagergehäuses 2 an, ist jedoch, wie bereits ausgeführt, nicht zwischen dem Flansch
10 des Lagergehäuses 2 und dem Flansch 6 des Turbinenzuströmgehäuses 1 geklemmt. Vielmehr
greift der Flansch 12 des Hitzeschildes 4 in Fig. 2 über eine Verdrehsicherung 21
am Flansch 10 des Lagergehäuses 2 an. In Fig. 2 ist die Anzahl der Bauteile im Spannverband
zwischen Lagergehäuse 2 und Turbinenzuströmgehäuse 1 weiter reduziert.
[0027] Es ist ebenfalls möglich, den Düsenring 3 als integralen Bestandteil des Einsatzstücks
11 auszubilden. In diesem Fall muss dann der Düsenring 3 nicht gesondert am Turbinenzuströmgehäuse
1 befestigt werden. Vielmehr übernimmt dann das Einsatzstück 11, welches den Düsenring
3 als integrale Baugruppe bereitstellt, die Aufnahme desselben in der Turbine.
[0028] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Turboladers nach der Erfindung. In Fig.
3 sind, wie im Stand der Technik üblich, der Flansch 13 des Düsenrings 3 und der Flansch
12 des Hitzeschildes 4 beide zwischen dem Flansch 10 des Lagergehäuses 2 und dem Flansch
6 des Turbinenzuströmgehäuses 1 geklemmt, nämlich über die über die Befestigungseinrichtung
5 auf diesen Spannverband aufgebrachte Klemmkraft.
[0029] Nach der Erfindung ist vorgesehen, zwischen dem Flansch 10 des Lagergehäuses 2 und
dem Flansch 6 des Turbinengehäuses 1 ein Federelement 22 zu positionieren, welches
den Flansch 13 des Düsenrings 3 axial gegen den Flansch 6 des Turbinenzuströmgehäuses
1 drückt. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist dieses Federelement 22 zwischen dem
Flansch 10 des Lagergehäuses 2 und dem Flansch 12 des Hitzeschildes 4 angeordnet,
sodass das Federelement 22 den Flansch 12 des Hitzeschildes 4 gegen den Flansch 13
des Düsenrings 3 und so den Flansch 13 des Düsenrings 3 gegen den Flansch 6 des Turbinenzuströmgehäuses
1 drückt.
[0030] Dabei stützt sich das Federelement 22 einerseits am Flansch 10 des Lagergehäuses
2 und andererseits am Flansch 12 des Hitzeschilds 4 ab. Wie bereits ausgeführt, drückt
das Federelement 22 den Flansch 13 des Düsenrings 3 in Axialrichtung gegen den Flansch
6 des Turbinenzuströmgehäuses 1, wodurch selbst dann, wenn diese Baugruppen im Betrieb
einer unterschiedlichen thermischen Ausdehnung unterliegen, stets eine gute Dichtwirkung
im Verbindungsbereich von Lagergehäuse 2 und Turbinenzuströmgehäuse 1 gewährleistet
wird, sodass keine Gefahr besteht, dass Abgas über diesen Verbindungsbereich nach
außen in die Umgebung strömt.
[0031] Nach der der Erfindung kann zudem auf spezielle Spannvorrichtungen, wie Spannpratzen,
verzichtet werden. Der Flansch des Lagergehäuses wird direkt mit dem Turbinenzuströmgehäuse
verschraubt. Dadurch ergibt sich eine eindeutige Dichtfläche zwischen Flansch 10 und
Flansch 6, über diese verläuft der gesamte Kraftfluss der Befestigungselemente 8.
Die Klemmung von Hitzeschild und Düsenring kann dann über ein Federelement 22 erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Turbinenzuströmgehäuse
- 2
- Lagergehäuse
- 3
- Düsenring
- 4
- Hitzeschild
- 5
- Befestigungseinrichtung
- 6
- Flansch
- 7
- Abschnitt
- 8
- Befestigungsmittel
- 8a
- Schraube
- 8b
- Mutter
- 9
- Abschnitt
- 10
- Flansch
- 11
- Einsatzstück
- 12
- Flansch
- 13
- Dichtbereich
- 14
- Abschnitt
- 15
- Ausnehmung
- 16
- Federelement
- 17
- Passfeder
- 18
- Ausnehmung
- 19
- Dichtelement
- 20
- Ausnehmung
- 21
- Verdrehsicherung
- 22
- Federelement
- 24
- Strömungskanal
1. Turbolader,
mit einer Turbine zur Entspannung eines ersten Mediums,
mit einem Verdichter zur Verdichtung eines zweiten Mediums unter Nutzung von in der
Turbine bei Entspannung des ersten Mediums gewonnener Energie,
wobei die Turbine ein Turbinengehäuse (1) mit einem Flansch (6) und einen Turbinenrotor
aufweist,
wobei der Verdichter ein Verdichtergehäuse und einen mit dem Turbinenrotor über eine
Welle gekoppelten Verdichterrotor aufweist,
mit einem Lagergehäuse (2), in welchem die Welle gelagert ist, wobei das Lagergehäuse
(2) einen Flansch (10) aufweist,
mit einer Befestigungseinrichtung (5), die einen ersten Abschnitt (7) und einen zweiten
Abschnitt (9) aufweist,
wobei das Turbinengehäuse (1) und das Verdichtergehäuse jeweils mit dem zwischen denselben
angeordneten Lagergehäuse (2)verbunden sind,
wobei das Turbinengehäuse (1) und das Lagergehäuse (2) über die Befestigungseinrichtung
(5) derart verbunden sind, dass die Befestigungseinrichtung an dem Flansch (6) des
Turbinengehäuses (1) mit dem ersten Abschnitt (7) montiert ist und mit dem zweiten
Abschnitt (9) den Flansch (10) des Lagergehäuses (2) zumindest abschnittsweise überdeckt,
mit einem einen Flansch (13) aufweisenden Düsenrings (3),
mit einem einen Flansch (12) aufweisenden Hitzeschild (14),
wobei zwischen dem Flansch (6) des Turbinengehäuses (1) und dem Flansch (10) des Lagergehäuses
(2) der Flansch (13) des Düsenrings (3) und der Flansch (12) des Hitzeschilds (14)
geklemmt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Flansch (10) des Lagergehäuses (2) und dem Flansch (6) des Turbinengehäuses
(1), und zwar zwischen dem Flansch (10) des Lagergehäuses (2) und dem Flansch (12)
des Hitzeschilds (4), der eine Ausnehmung aufweist, in der Ausnehmung des Flanschs
(12) des Hitzeschilds (4) ein Federelement (22) positioniert ist, welches den Flansch
(12) des Hitzeschilds (14) axial gegen den Flansch (13) des Düsenrings (3) und so
den Flansch (13) des Düsenrings (3) axial gegen den Flansch (6) des Turbinengehäuses
(1) drückt.
2. Turbolader nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (22) sich einerseits am Flansch (12) des Hitzeschilds (4) und andererseits
am Flansch (10) des Lagergehäuses (2) abstützt.
1. A turbocharger,
having a turbine for expanding a first medium,
having a compressor for compressing a second medium utilising energy extracted in
the turbine during the expansion of the first medium,
wherein the turbine comprises a turbine housing (1) with a flange (6) and a turbine
rotor,
wherein the compressor comprises a compressor housing and a compressor rotor that
is coupled to the turbine rotor via a shaft,
having a bearing housing (2), in which the shaft is mounted, wherein the bearing housing
(2) comprises a flange (10),
having a fastening device (5) which comprises a first section (7) and a second section
(9),
wherein the turbine housing (1) and the compressor housing are each connected to the
bearing housing (2) arranged between the same,
wherein the turbine housing (1) and the bearing housing (2) are connected via the
fastening device (5) in such a manner that the fastening device is mounted with the
first section (7) on the flange (6) of the turbine housing (1) and with the second
section (9) overlaps the flange (10) of the bearing housing (2) at least in sections,
having a nozzle ring (3) comprising a flange (13),
having a heat shield (14) comprising a flange (12),
wherein between the flange (6) of the turbine housing (1) and the flange (10) of the
bearing housing (2) the flange (13) of the nozzle ring (3) and the flange (12) of
the heat shield (14) are clamped,
characterized in that
between the flange (10) of the bearing housing (2) and the flange (6) of the turbine
housing (1), namely between the flange (10) of the bearing housing (2) and the flange
(12) of the heat shield (4), which comprises a recess, a spring element (22) is positioned
in the recess of the flange (12) of the heat shield (4), which axially presses the
flange (12) of the heat shield (14) against the flange (13) of the nozzle ring (3)
and thus axially presses the flange (13) of the nozzle ring (3) against the flange
(6) of the turbine housing (1).
2. The turbocharger according to Claim 1, characterized in that the spring element (22) supports itself on the one side on the flange (12) of the
heat shield (4) and on the other side on the flange (10) of the bearing housing (2).
1. Turbocompresseur,
comportant une turbine pour l'expansion d'un premier milieu,
comportant un compresseur pour comprimer un deuxième milieu en utilisant l'énergie
obtenue dans la turbine lorsque le premier milieu est détendu, dans lequel la turbine
présente un carter de turbine (1) avec une bride (6) et un rotor de turbine,
dans lequel le compresseur présente un carter de compresseur et un rotor de compresseur
couplé via un arbre avec le rotor de turbine,
comportant un logement de palier (2) dans lequel l'arbre est monté, dans lequel le
logement de palier (2) présente une bride (10),
comportant un dispositif de fixation (5) qui présente une première section (7) et
une deuxième section (9),
dans lequel le carter de turbine (1) et le carter de compresseur sont respectivement
reliés au carter de palier (2) disposé entre eux,
dans lequel le carter de turbine (1) et le carter de palier (2) via le dispositif
de fixation (5) sont reliés de telle sorte que le dispositif de fixation soit monté
sur la bride (6) du carter de turbine (1) avec le premier tronçon (7) et recouvre
la bride (10) du logement de palier (2) au moins par tronçons avec le second tronçon
(9),
comportant une bague de buse (3) ayant une bride (13),
comportant un écran thermique (14) ayant une bride (12),
dans lequel entre la bride (6) du carter de turbine (1) et la bride (10) du logement
de palier (2) la bride (13) de la bague de buse (3) et la bride (12) de l'écran thermique
(14) sont serrées,
caractérisé en ce que
entre la bride (10) du logement de palier (2) et la bride (6) du carter de turbine
(1), entre la bride (10) du carter de palier (2) et la bride (12) de l'écran thermique
(4), qui présente un évidement, dans l'évidement de la bride (12) de l'écran thermique
(4) un élément de ressort (22) est positionné, qui presse axialement la bride (12)
de l'écran thermique (14) axialement contre la bride (13) de l'anneau de buse (3)
et donc la bride (13) de l'anneau de buse (3) axialement contre la bride (6) du carter
de turbine (1).
2. Turbocompresseur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de ressort (22) prend appui d'une part sur la bride (12) de l'écran thermique
(4) et d'autre part sur la bride (10) du logement de palier (2) .