[0001] Die Erfindung betrifft ein Wassersportgerät.
[0002] Wassersportgeräte sind beispielsweise in Form von Surfbrettern im Stand der Technik,
beispielsweise aus der
DE 20 2011 051071.9, hinlänglich bekannt. Bei diesem Surfbrett ist ein fester Rumpf vorgesehen, in dessen
Heckabschnitt ein Jetantrieb eingebaut ist. Der Jetantrieb wird mittels einer Fernsteuerung
gesteuert. Das Surfbrett ist schwer und sperrig und daher nur umständlich transportierbar.
[0003] Aus der
WO 2013/036536 A2 ist sowohl ein aufblasbares Schlauchboot mit einer Antriebseinheit bekannt als auch
ein Surfbrett, das in seinem Mittelteil eine wahlweise einsetzbare Antriebseinheit
oder eine die Unterwasserfläche abschließende Unterwasserflächeneinheit aufweist.
Nachteiligerweise ist eine Steuerung dieses aufblasbaren Surfbretts nur schwer möglich,
zudem ist der Wirkungsgrad eines in der Mitte des Surfbrettes liegenden Jetantriebs
nicht hoch, weil das eintretende Wasser wieder unterhalb der Wasseroberfläche umgelenkt
werden muss.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Surfbrett zur Verfügung zu stellen,
das die oben genannten Nachteile vermeidet.
[0005] Die Aufgabe wird durch ein eingangs genanntes Wassersportgerät mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Die Erfindung macht von der Idee Gebrauch, ein aufblasbares Wassersportgerät in zwei
Teile zu zerlegen, in ein aufblasbares Rumpfbauteil und in ein Antriebsbauteil, wobei
das Antriebsbauteil einen elektrischen Antrieb aufweist und ein Heck des Wassersportgerätes
ausbildet oder zumindest mit ausbildet. Dadurch kann das Wassersportgerät leichter
transportiert werden.
[0007] Das Wassersportgerät ist durch die Ausbildung des Antriebsbauteils als Heck des Wassersportgerätes
besonders gut steuerbar und hat einen hohen Wirkungsgrad.
[0008] Vorteilhafterweise sind das Rumpfbauteil und das Antriebsbauteil lösbar miteinander
verbunden, d. h. das Antriebsbauteil kann in das aufgeblasene Rumpfbauteil eingesteckt
werden und aus ihm aber auch wieder gelöst werden und in ein anderes Rumpfbauteil
mit geeigneter Aufnahme eingesteckt werden. Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich,
dass das in der Anschaffung teure Antriebsbauteil mit mehreren in der Anschaffung
deutlich günstigeren Rumpfbauteilen kombiniert werden kann.
[0009] Erfindungsgemäß umfasst das Wassersportgerät ein aufblasbares Rumpfbauteil mit einer
Längsrichtung und an einem heckseitigen Ende voneinander beabstandete, in Längsrichtung
ausgerichtete aufblasbare Arme, die zwischen sich eine Aufnahme mit einer Innenkontur
ausbilden.
[0010] Das Wassersportgerät umfasst auch das Antriebsbauteil mit einer Trittfläche und einer
Unterwasserfläche, das an zwei voneinander beabstandeten Längsseiten mit einer komplementären
Außenkontur ausgebildet ist und das vom heckseitigen Ende in die Aufnahme einschiebbar
ist, und die Innenkontur und die komplementäre Außenkontur bilden miteinander eine
Verbindung aus, und zwar derart, dass eine Position des Antriebsbauteils in der Aufnahme
in Richtung der Trittfläche, d. h. nach oben und in Richtung der Unterwasserfläche,
d. h. nach unten und seitlich fixiert, d. h. steuerbord und backbord ist.
[0011] Die Verbindung kann eine formschlüssige Verbindung oder Klemmverbindung umfassen.
Nach dem Einschieben ist das Antriebsbauteil abgesehen von der Einschieberichtung
ohne weitere Mittel in der Aufnahm fixiert. Die Verbindung kann auch eine reine Klemmverbindung
sein, die zusätzlich entgegen der Einschieberichtung fixiert ist.
[0012] Die Bewegung entgegen der Einschieberichtung wird nach dem Einschieben durch wenigstens
ein Befestigungsmittel unterbunden. Dazu ist wenigstens ein am heckseitigen Ende des
Antriebsbauteils und der Arme öffnen- und schließbares Befestigungsmittel für das
Antriebsbauteil in der Aufnahme vorgesehen, das ein heckseitiges Herausrutschen des
Antriebsbauteils aus der Aufnahme verhindert.
[0013] Die Form der Innenkontur bzw. der Außenkontur kann sehr vielfältig sein. Es kommt
lediglich darauf an, dass die beiden Konturen sich ineinander verhaken und/oder zusätzlich
verklemmen und sowohl ein seitliches als auch ein Verrutschen des Antriebsbauteils
nach oben und nach unten verhindern und das Antriebsbauteil diesbezüglich in Position
halten.
[0014] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Rumpfbauteil
aus einem Drop Stitch Material gefertigt. Das Drop Stitch Material wird im Drop Stitch
Verfahren hergestellt, bei dem zwei oder mehrere Kunststoffgewebebahnen, vorzugsweise
Denier-Polyester-Gewebebahnen, übereinandergelegt werden. Die beiden Kunststoffgewebebahnen
werden durch eine Vielzahl, d. h. tausende von Polyesterfäden miteinander verbunden.
Dabei werden die beiden Gewebebahnen auf Abstand zueinander gehalten, sodass der zwischen
den Gewebebahnen mit Polyesterfäden gefüllte Raum später mit Druckluft gefüllt werden
kann. Die Polyesterfäden werden beispielsweise mit Hilfe einer Dropdown-Stich Nähmaschine
beidseitig mit den beiden Gewebebahnen vernäht. Die beiden miteinander vernähten Gewebebahnen
bilden das Stützgerüst, das dem Rumpfbauteil im aufgeblasenen Zustand seine mechanische
Festigkeit verleiht.
[0015] Die beiden miteinander verbundenen Gewebebahnen werden auf die gewünschte Form zugeschnitten.
Die obere und untere Gewebebahn werden mit PVC-Schichten, vorzugsweise mit drei Schichten,
beschichtet, schichtweise gepresst und verklebt. Die Seiten werden mit Nahtband überlappend
verklebt und gepresst, sodass das luftdichte Rumpfbauteil entsteht.
[0016] Das Drop Stitch Verfahren ermöglicht es, das aufblasbare Rumpfbauteil mit hervorragenden
mechanischen Festigkeitseigenschaften zu fertigen, die sowohl hohen Zug- als auch
Druckbelastungen und Schwerbelastungen standhalten.
[0017] Die Drop Stitch Außenhaut des aufblasbaren Rumpfbauteils ist luftdicht und im aufgeblasenen
Zustand ausgesprochen verformungsstabil, sodass ein Surfer auch unter Beibehaltung
der Außenform des aufgeblasenen Rumpfbauteils auf dem Rumpfbauteil stehen und surfen
kann. Das Rumpfbauteil ist mit Hochdruck befüllt. Die Befüllung kann mittels eines
Kompressors erfolgen. Der Kompressor kann mit der Energie der im Surfbrett eingebauten
Batterie gespeist werden.
[0018] Das aus dem Drop Stitch Material gefertigte Rumpfbauteil ist vorzugsweise geräuscharm,
weil die Lautstärke, die durch Wellenschlag, aber auch durch Antrieb erzeugt wird,
durch den Rumpf gedämpft wird. Das Rumpfbauteil ist während des Betriebs schwingungsarm,
weil durch das Drop Stitch Material Schwingungen reduziert werden. Da der Rumpf leicht
verformbar ist, werden Stöße durch Wellen usw. vorteilhafterweise aufgefangen. Des
Weiteren ist vorteilhaft, dass der gegenüber herkömmlichen Surfbrettern weichere Rumpf
weniger Verletzungen hervorruft, wenn das Surfbrett bei einem Herunterfallen des Surfers
mit dem Surfer kollidiert.
[0019] Vorzugsweise fluchtet eine Trittfläche des Anbauteils mit einer Trittfläche eines
aufgeblasenen Rumpfbauteils, sodass eine gemeinsame Gesamttrittfläche durch das Rumpfbauteil
und das Antriebsbauteil ausgebildet wird. Dazu sollte das Antriebsbauteil formschlüssig
ohne Spaltausbildung in die Aussparung einsetzbar sein.
[0020] Günstigerweise fluchtet auch die Unterwasserfläche des Antriebsbauteils mit einer
Unterwasserfläche des aufgeblasenen Rumpfbauteils, sodass eine glatte, über die gesamte
Längsausdehnung des Surfbrettes ausgebildete Unterwasserfläche entsteht, die ein Gleiten
des Surfbrettes befördert.
[0021] Erfindungsgemäß weist das aufblasbare Rumpfbauteil an einem heckseitigen Ende voneinander
beabstandete, in einer Längsrichtung ausgerichtete, aufblasbare Arme auf, die zwischen
sich die Aufnahme ausbilden und die jeweils in einem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung
an ihren zueinanderweisenden Innenseiten konvex ausgebildet sind.
[0022] Das Wassersportgerät weist auch das Antriebsbauteil auf, das in die Aufnahme formschlüssig
passt und an zwei voneinander beabstandeten Längsseiten konkav ausgebildet ist, sodass
die konkaven Längsseiten die konvexen Arme zumindest teilweise formschlüssig umgreifen.
[0023] Am heckseitigen Ende des Antriebsbauteils und der Arme ist wenigstens ein öffnen-
und schließbares Befestigungsmittel für das Antriebsbauteil in der Aufnahme vorgesehen.
Dadurch wird das Auswechseln des Antriebsbauteils erleichtert.
[0024] Die Ausbildung der Aufnahme als zwei aufblasbare, im Querschnitt einer Innenseite
konvexe Arme macht es möglich, von einem Schienenmechanismus oder einer kastenförmigen
Aufnahme oder weiteren Befestigungsmitteln an der Innenseite der Aufnahme abzusehen.
Das Antriebsbauteil kann aufgrund seiner konkaven Ausbildung einfach von der Heckseite
in die Aufnahme eingesteckt werden, und das Antriebsbauteil ist positionsfest in der
Aussparung angeordnet.
[0025] Vorzugsweise umgreift die konkave Längsseite des Antriebsbauteils die Arme zu wenigstens
einem Drittel, vorzugsweise mehr als einem Drittel, sodass das Antriebsbauteil nicht
nach oben, d. h. trittflächenseitig, oder nach unten, d. h. wasserflächenseitig, aus
der Aufnahme herausrutschen kann.
[0026] Vorzugsweise ist die Innenseite der Aufnahme U-förmig und entlang der gesamten U-Form
konkav, vorzugsweise kreissektorförmig, vorzugsweise halbkreisförmig, ausgebildet
und die Außenseiten des Antriebsbauteils sind ebenfalls zwischen einer Trittfläche
und einer Unterwasserfläche entlang einer im horizontalen Querschnitt U-förmigen Kontaktfläche
mit der Aussparung konkav, vorzugsweise halbkreisförmig, ausgebildet, sodass die konkave
U-förmige Einbuchtung des Antriebsbauteils formschlüssig in die konvexe U-förmige
Ausbuchtung der Aussparung des Rumpfbauteils hineinpasst, wenn das Rumpfbauteil fest
aufgeblasen ist.
[0027] Erfindungsgemäß sind an dem vorzugsweise heckseitigen Ende sowohl des Antriebsbauteils
als auch der Arme Befestigungsmittel für das Antriebsbauteil in der Aufnahme vorgesehen.
Die Befestigungsmittel können sehr unterschiedliche Gestalt aufweisen, es kann sich
um einen jeweils im Arm vorgesehenen Schnappverschluss, Bügelverschluss oder Ähnliches
handeln, der um einen am Antriebsbauteil angeordneten Arm legbar ist. Es ist auch
denkbar, dass an jedem der Arme ein elastisches Band mit einem verdickten Ende vorgesehen
ist und am Antriebsbauteil an der Heckseite jeweils eine Gabel vorgesehen ist, in
die die verdickten Enden einfügbar sind, wobei die verdickten Enden die Gabel hintergreifen
und unter Zug das Antriebsbauteil in die Aussparungen hineinziehen.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass das Antriebsbauteil
einen Jetantrieb umfasst mit einer ladbaren Batterie, d. h. einem Akkumulator. Insbesondere
bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist auch bevorzugt, das Antriebsbauteil in
Form von zwei in Längsrichtung hintereinander angeordneten, voneinander lösbaren Kammern
auszubilden, wobei jede der Kammern wasserdicht ist. Zumindest sind die elektrischen
Bauteile gegenüber Berührung mit Wasser gekapselt. In der einen bugseitig angeordneten
Kammer ist vorzugsweise der Akkumulator vorgesehen, und in der heckseitigen Kammer
ist vorzugsweise der Jetantrieb vorgesehen. Die beiden Kammern sind vorzugsweise mittels
mechanischer und elektrischer Steckverbindungen ineinander steckbar, und durch die
Befestigungsvorrichtung, die eine Kraft in Richtung des Bugs des Wassersportgeräts
ausübt, werden Trennflächen der beiden Kammern gegeneinander gedrückt und somit durch
die mechanischen Befestigungsmittel rutschfest gegeneinander gehalten. Weitere Arretierungen,
wie Verschraubungen etc., sind allerdings nicht notwendig, sodass ein leichtes Demontieren
des Antriebsbauteils möglich ist. Insbesondere kann nach Herauslösen der Jetantriebskammer
die Akkumulatorkammer herausgenommen und durch eine neue Akkumulatorkammer mit aufgeladenem
Akkumulator ersetzt werden, sodass es möglich ist, das Wassersportgerät ständig in
Betrieb zu halten, wobei die Akkumulatorkammern während des Betriebs des Wassersportgerätes
wechselweise geladen werden können und nachdem der in Betrieb genommene Akkumulator
geleert ist, durch einen bereits wieder geladenen Akkumulator ersetzt werden können.
[0029] Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen in vier Figuren beschrieben,
dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes aufblasbares Surfbrett mit einer Aufnahme für ein erfindungsgemäßes
Antriebsbauteil,
- Fig. 2
- ein erfindungsgemäßes einteiliges Antriebsbauteil,
- Fig. 3
- ein erfindungsgemäßes zweiteiliges Antriebsbauteil,
- Fig. 4
- ein erfindungsgemäßes Surfbrett.
[0030] Fig. 1 zeigt ein aufgeblasenes Rumpfbauteil 1 des erfindungsgemäßen Surfbretts. Das
Rumpfbauteil 1 weist eine Längsrichtung L auf, die sich vom Heck des Rumpfbauteils
1 zu einem Bug des Rumpfbauteils 1 erstreckt. Im Heck des Rumpfbauteils 1 ist eine
Aussparung 2 vorgesehen. Das Rumpfbauteil 1 weist eine Unterwasserfläche 3 und eine
Trittfläche 4, die einen Teil einer Oberwasserfläche ausbildet, auf. Auf der Trittfläche
4 steht ein Surfer während des Surfens auf seinen Füßen oder er kniet auf der Trittfläche
4. Am Bug des Rumpfbauteils 1 ist eine Öse 6 für eine Halteleine vorgesehen, mit der
der Surfer sich während des Surfens mit einer Hand festhalten kann. In einer anderen
Hand hält der Surfer eine (nicht dargestellte) Steuerung für ein Antriebsbauteil 7
gemäß Fig. 2 oder Fig. 3. Das Antriebsbauteil 7 weist einen Jetantrieb und einen Akkumulator
auf.
[0031] Mit der Steuerung kann die Geschwindigkeit des Surfbrettes verändert werden, dafür
weist die Steuerung beispielsweise einen Pistolengriff auf. Die Kurvenfahrt wird mithilfe
von Gewichtsverlagerungen des Surfers auf dem Surfbrett eingeleitet.
[0032] Das Rumpfbauteil 1 besteht aus einem Drop Stitch Material. Unter einem Drop Stitch
Material ist ein luftdurchlässiges Gewebe mit stabilisierenden Längsfäden zu verstehen.
Die Aussparung 2 am Heck des Rumpfbauteils 1 ist entgegen der in Längsrichtung L üblicherweise
ausgerichteten Fahrtrichtung offen, d. h. die Aussparung 2 ist im Wesentlichen U-förmig
ausgebildet. Die Aussparung 2 weist seitlich in Längsrichtung L verlaufende, in einem
Querschnitt etwa kreisförmige Arme 8a, 8b auf. Die Arme sind über ihre gesamte Längsausdehnung
im Querschnitt kreisförmig. Die beiden Arme 8a, 8b, die in Längsrichtung L ausgerichtet
sind, bilden die beiden U-Schenkel der U-förmigen Aussparung aus.
[0033] Der U-Boden der Aussparung 2 wird durch einen im Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung
L halbkreisförmigen Wulst 9 gebildet. Eine Innenseite der U-förmigen Aussparung 2
ist daher entlang der gesamten U-förmigen Innenseite der Aussparung nach innen gewölbt,
d. h. konvex ausgebildet.
[0034] Das Rumpfbauteil 1 ist in Fig. 1 im aufgeblasenen Zustand dargestellt, allerdings
ist das Antriebsbauteil 7 nicht in das aufgeblasene Rumpfbauteil 1 eingesetzt. Das
Rumpfbauteil 1 in Fig. 1 ist etwa 1 m bis 4 lang und zwischen 0,7 m bis 1 m breit.
Das Rumpfbauteil 1 ist mit Luft aufblasbar, und Luft kann aus ihm auch wieder abgelassen
werden.
[0035] Fig. 2 zeigt das Antriebsbauteil 7, das mit seinen Außenabmessungen den Innenabmessungen
der Aussparung 2 des Rumpfbauteils 1 genau angepasst ist und formschlüssig in die
Aussparung 2 einfügbar ist. Das Antriebsbauteil 7 umfasst einen Jetantrieb, der nicht
eingezeichnet ist und der über einen Akkumulator mit Strom versorgt werden kann. An
einer Unterwasserfläche 3 des Antriebsbauteils 7 kann eine Finne vorgesehen sein.
[0036] Der Jetantrieb weist einen nicht dargestellten Wassereinlass an der Unterwasserfläche
3 des Antriebsbauteils 7 und einen Wasserauslass am Heck des Antriebsbauteils 7 auf.
In einem den Wasserein- und auslass verbindenden Wasserkanal ist ein Propeller vorgesehen.
Am Wasserauslass ist eine Düse angeordnet, durch die das Wasser entgegen der Fahrtrichtung
nach hinten herausgespritzt wird und somit dem Surfbrett einen Vortrieb verleiht.
Der auf dem Surfbrett stehende Surfer kann bei dem in das Rumpfbauteil 1 eingesetzten
Antriebsbauteil 7 die Geschwindigkeit bzw. den Vorschub mit Hilfe der in der Hand
gehaltenen Steuerung verändern und die Kurvenfahrt mit Hilfe von Gewichtsverlagerung
einleiten und durchführen. Eine Stellung der Düse könnte ebenfalls mit der Steuerung
gesteuert werden, ebenso könnte die Stellung der Finne mit der Steuerung gesteuert
werden. Beides ist aber nicht notwendigerweise der Fall.
[0037] Das Antriebsbauteil 7 passt formschlüssig in die Aussparung 2, wobei seitliche Außenwandungen
10a, 10b und eine bugseitige Außenwandung 11, die zwischen der Unterwasserfläche 3
und der Trittfläche 4 des Antriebsbauteil 7 angeordnet sind, ebenfalls zusammen U-förmig
ausgebildet sind und U-förmig umlaufend konkav ausgeformt sind, so dass das Antriebsbauteil
7 in Längsrichtung L vom Heck in die Aussparung 2 des Rumpfbauteils 1 hineingeschoben
werden kann und eine formschlüssige Verbindung mit dem Rumpfbauteil 1 ausbildet. Das
aufgeblasene Rumpfbauteil 1 hat eine derartige Festigkeit, dass aufgrund der Teilumgreifung
der konkaven seitlichen Außenwandungen 10a, 10b um die zugehörigen Arme 8a, 8b und
der bugseitigen Außenwandung 11 um den Wulst 9 eine sehr stabile Halterung des Antriebsbauteils
7 im Rumpfbauteil 1 ermöglicht wird.
[0038] Um ein Herausrutschen des Antriebsbauteils 7 heckseitig aus der Aussparung 2 zu verhindern,
sind zwei Befestigungsmittel in Form von Gummibändern 12a, 12b vorgesehen, die jeweils
innenseitig an den heckseitigen Enden einer der Arme 8a, 8b befestigt sind und die
jeweils an ihrem freien Ende eine Verdickung aufweisen. Die am heckseitigen Ende des
Antriebsbauteils vorgesehenen Gabeln 13a, 13b wirken mit den Gummibändern 12a, 12b
zusammen. Die Verdickungen der Gummibänder 12a, 12b hintergreifen die Gabeln 13a,
13b.
[0039] Fig. 3 zeigt das in das Rumpfbauteil 1 eingesetzte Antriebsbauteil 7 gemäß Fig. 2.
Die Gummibänder 12a, 12b drücken das Antriebsbauteil 7 in Längsrichtung L gegen das
Rumpfbauteil 1 und halten es fest am Rumpfbauteil 1.
[0040] In einer zweiten Ausführungsform des Antriebsbauteils 7 ist das Antriebsbauteil 7
zweikammerig ausgebildet. Das Antriebsbauteil 7 ist in beiden Ausführungsformen gemäß
Fig. 2 und Fig. 3 wasserdicht, d. h. die Elektrik des Jetantriebs ist gekapselt und
gegen Wassereintritt abgeschlossen.
[0041] In der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist in einer heckseitigen Kammer 14a der Jetantrieb
angeordnet, während in einer bugseitigen Kammer 14b der Akkumulator vorgesehen ist.
Ansonsten bedeuten gleiche Bezugszeichen gleiche Merkmale wie in Fig. 2. Zwischen
den beiden Kammern 14a, 14b sind Steckverbindungen 15 vorgesehen, die unter anderem
auch einen elektrischen Anschluss aufweisen können. Beim Einsetzen des zweikammerigen
Antriebsbauteils 7 in die Aussparung 2 werden durch die Kraft, die die beiden Gummibänder
12a, 12b in Längsrichtung L auf das Antriebsbauteil 7 ausüben, die beiden Kammern
14a, 14b gegeneinandergedrückt, ein mechanischer und elektrischer Schluss bzw. Kontakt
hergestellt, und somit werden beide Kammern 14a, 14b fest in der Aussparung 2 gehalten.
Eine Trennfläche zwischen der Akkumulatorkammer 14b und der Jetantriebskammer 14a
kann eben ausgebildet sein und sowohl mechanische als auch elektrische Steckverbindungen
aufweisen. Es können jedoch auch andere Ausbildungen der Trennfläche, wie z. B. konkave/konvexe
Ineinandergreifungen oder andere formschlüssige Verbindungen möglich sein.
[0042] Fig. 4 zeigt das erfindungsgemäße Surfbrett mit dem Rumpfbauteil 1 aus dem Drop Stitch
Material und dem Antriebsbauteil 7, die Trittfläche 4 des Surfbretts ist eben ausgebildet
durch Trittflächen 4 des Antriebsbauteils 7 wie auch des Rumpfbauteils 1.
Bezugszeichen
[0043]
- 1
- Rumpfbauteil
- 2
- Aussparung
- 3
- Unterwasserfläche
- 4
- Trittfläche
- 6
- Öse
- 7
- Antriebsbauteil
- 8a
- Arm
- 8b
- Arm
- 9
- Wulst
- 10a
- seitliche Außenwandung
- 10b
- seitliche Außenwandung
- 11
- bugseitige Außenwandung
- 12a
- Gummiband
- 12b
- Gummiband
- 13a
- Gabel
- 13b
- Gabel
- 14a
- heckseitige Kammer
- 14b
- bugseitige Kammer
- 15
- Steckverbindungen
- L
- Längsrichtung
1. Wassersportgerät mit
einem aufblasbaren Rumpfbauteil (1) mit einer Längsrichtung (L) und an einem heckseitigen
Ende voneinander beabstandeten in Längsrichtung (L) ausgerichteten aufblasbaren Armen
(8a, 8b), die zwischen sich eine Aufnahme (2) mit einer Innenkontur ausbilden, und
einem Antriebsbauteil (7) mit einer Trittfläche (4) und einer Unterwasserfläche (3),
das an zwei voneinander beabstandeten Längsseiten (10a, 10b) mit einer komplementären
Kontur (10a, 10b, 11) ausgebildet ist und das vom heckseitigen Ende in die Aufnahme
(2) einschiebbar ist, wobei die Innenkontur und die komplementäre Außenkontur (10a,
10b, 11) eine Verbindung miteinander ausbilden und eine Position des eingeschobenen
Antriebsbauteils (7) in der Aufnahme (2) in Richtung der Trittfläche (4) und der Unterwasserfläche
(3) und seitlich fixiert ist, und
mit wenigstens einem am heckseitigen Ende des Antriebsbauteils (7) und der Arme (8a,
8b) vorgesehenen öffnen- und schließbaren Befestigungsmittel (12a, 12b, 13a, 13b)
für das Antriebsbauteil (7) in der Aufnahme (2), das ein heckseitiges Herausrutschen
des Antriebsbauteils (7) aus der Aufnahme (2) verhindert.
2. Wassersportgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung eine formschlüssige Verbindung ausbildet.
3. Wassersportgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Arme (8a, 8b) in einem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung (L) an
ihren zueinanderweisenden Innenseiten konvex ausgebildet sind und
das Antriebsbauteil (7), an den zwei voneinander beabstandeten Längsseiten (10a, 10b)
konkav ausgebildet ist, so dass die konkaven Längsseiten (10a, 10b) die konvexen Arme
(8a, 8b) teilweise formschlüssig umgreifen.
4. Wassersportgerät nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Arme (8a, 8b) entlang ihrer gesamten Ausdehnung in Längsrichtung (L) in
ihrem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung (L) an ihren zueinanderweisenden Innenseiten
konvex ausgebildet sind.
5. Wassersportgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Arme (8a, 8b) in ihren Querschnitten kreisförmig ausgeformt sind.
6. Wassersportgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Längsseiten (10a, 10b) die Arme (8a, 8b) in dem Querschnitt wenigstens zu 1/3 des Umfanges umgreifen.
7. Wassersportgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsbauteil (7) einen Jetantrieb umfasst und einen ladbare Batterie.
8. Wassersportgerät nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsbauteil (7) wenigstens zwei voneinander trennbare Kammern (14a, 14b)
aufweist und eine Trennebene quer zur Längsrichtung (L) verläuft und das Befestigungselement
(12a, 12b, 13a, 13b) beim Schließen eine Kraft in Längsrichtung (L) ausübt und die
beiden Kammern (14a, 14b) aneinanderpresst.
9. Wassersportgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an jedem der Arme (8a, 8b) jeweils wenigstens ein Befestigungsmittel (12a, 12b, 13a,
13b) angeordnet ist.
10. Wassersportgerät nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Befestigungsmittel ein an den Längsseiten angeordnetes elastisches
Gummiband (12a, 12b) mit einem verdickten Ende aufweist und eine am Antriebsbauteil
(7) angeordnete Gabel (13a, 13b), die das verdickte Ende hintergreifen kann.