[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Möbelantrieb zum Bewegen eines bewegbar
gelagerten Möbelteiles relativ zu einem Möbelkorpus, umfassend:
- eine Antriebseinheit zur Montage am oder im Möbelkorpus,
- zumindest einen bewegbar gelagerten Stellteil zum Bewegen des bewegbaren Möbelteiles.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Möbel mit zumindest einem solchen Möbelantrieb.
Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage eines Möbelantriebes
an oder in einem Möbelkorpus.
[0003] Bereits bekannt sind Möbelantriebe, die mit Hilfe von "Lineal und Bleistift" an oder
in einem Möbelkorpus positioniert werden. Nachteilig an der bekannten Positioniermaßnahme
ist allerdings, dass eine derartige Positionierung nur sehr ungenau und mit hohem
Aufwand möglich ist. Eine korrekte Montageposition ist nämlich eine notwendige Voraussetzung,
sodass sich das Möbelteil im Montagezustand ordnungsgemäß bewegen lässt.
[0004] Die
DE 20 2013 007 519 U1 zeigt beispielsweise eine Montageplatte, welche zur Befestigung von zwei oder mehreren
Stellantrieben mit Gehäusen unterschiedlicher Bauart ausgebildet ist.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, wenigstens einen der vorbeschriebenen Nachteile zu
vermeiden und einen gegenüber dem Stand der Technik verbesserten Möbelantrieb und
ein verbessertes Möbel mit zumindest einem Möbelantrieb anzugeben, sodass eine vereinfachte
Montage des Möbelantriebes an oder in einem Möbelkorpus ermöglicht wird.
[0006] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren zur
Montage eines Möbelantriebes an oder in einem Möbelkorpus anzugeben, um wiederum eine
vereinfachte, insbesondere standardisierte, Montage sicherzustellen.
[0007] Diese Aufgaben werden durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1, 11 und 12
gelöst.
[0008] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0009] Eine wesentliche Idee im Hinblick auf den erfindungsgemäßen Möbelantrieb ist also,
dass an der Antriebseinheit mindestens ein an den Möbelkorpus anlegbarer Montageanschlag
vorgesehen ist. Durch diese Maßnahme kann der Möbelantrieb an einer vorgegebenen Montageposition
an oder in einem Möbelkorpus positioniert werden.
[0010] Mit anderen Worten kann vorgesehen sein, dass der Möbelantrieb zumindest einen an
eine Stirnseite des Möbelkorpus anlegbaren Montageanschlag aufweist, wobei die Antriebseinheit
durch die Anlage des Montageanschlages an die Stirnseite des Möbelkorpus an einer
vorgegebenen Montageposition am oder im Möbelkorpus positionierbar ist. Dabei kann
der Möbelkorpus zumindest eine vertikal verlaufende Seitenwand aufweisen, wobei vorzugsweise
die Stirnseite des Möbelkorpus von einer vertikal verlaufenden Schmalseite dieser
Seitenwand gebildet ist. Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass die Stirnseite
von einer horizontal verlaufenden Schmalseite einer Deckwand des Möbelkorpus gebildet
ist.
[0011] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Antriebseinheit ein Gehäuse
und/oder eine Montageplatte aufweist und dass der Montageanschlag als ein vom Gehäuse
und/oder von der Montageplatte gesondertes Bauteil ausgeführt ist. Dadurch kann ein
beschädigter Montageanschlag einfach ausgetauscht werden.
[0012] Der Montageanschlag kann relativ zur Antriebseinheit bewegbar gelagert sein. Vorzugsweise
ist vorgesehen, dass der Montageanschlag relativ zur Antriebseinheit zwischen einer
ersten Stellung und einer zweiten Stellung verschwenkbar und/oder verschiebbar gelagert
ist.
[0013] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der Montageanschlag
an der Antriebseinheit vormontiert ist, wobei der Montageanschlag im vormontierten
Zustand relativ zur Antriebseinheit verschwenkbar und/oder verschiebbar an dieser
Antriebseinheit gelagert ist.
[0014] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann eine Abdeckkappe vorgesehen sein, wobei
die Abdeckkappe den Montageanschlag in der ersten Stellung und/oder einen seitlichen
Sichtbereich des Möbelantriebes im montierten Zustand zumindest teilweise verdeckt.
Die Abdeckkappe kann vorzugsweise einen gebogenen Abschnitt aufweisen, der dazu ausgebildet
ist, den Montageanschlag in seiner ersten Stellung abzudecken.
[0015] Bei einem Möbel mit zumindest einem Möbelantrieb kann vorgesehen sein, dass das Möbel
einen Möbelkorpus und ein relativ zum Möbelkorpus hochbewegbares Möbelteil - vorzugsweise
eine Klappe - aufweist, wobei das Möbelteil durch den Möbelantrieb zwischen einer
Schließstellung und einer relativ zum Möbelkorpus angehobenen Lage bewegbar gelagert
ist. Es wird also die Bewegung des Möbelteiles relativ zum Möbelkorpus durch den Möbelantrieb,
beispielsweise durch eine Federvorrichtung und/oder durch einen elektrischen Antrieb,
unterstützt.
[0016] Der Einfachheit halber wird im Folgenden anstelle des "Gehäuses und/oder der Montageplatte"
der Antriebseinheit auf eine "Montageplatte" Bezug genommen, wobei aber für das Gehäuse
dieselben Ausführungen gültig sind.
[0017] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der Figuren und
der dazugehörigen Figurenbeschreibung. Dabei zeigen:
- Figur 1a, 1b
- ein Möbel mit einem Möbelkorpus und einem bewegbaren Möbelteil, wobei das Möbelteil
durch Möbelantriebe bewegbar ist,
- Figur 2a-2c
- eine Wand eines Möbelkorpus und einen Möbelantrieb in einer höhenmäßig bzw. höhen-
und tiefenmäßig positionierten Position, sowie eine vergrößerte Detaildarstellung
hierzu,
- Figur 3a, 3b
- den Möbelantrieb gemäß Figur 1a in einer perspektivischen Darstellung, sowie eine
vergrößerte Detaildarstellung hierzu,
- Figur 4a, 4b
- den Möbelantrieb gemäß Figur 1a in einer perspektivischen Darstellung, sowie eine
vergrößerte Detaildarstellung hierzu,
- Figur 5a-5c
- den Möbelantrieb gemäß Figur 1a in einer perspektivischen Darstellung, sowie zwei
vergrößerte Detaildarstellungen hierzu,
- Figur 6a-6d
- den Montageanschlag in unterschiedlichen Stellungen.
[0018] Figur 1a zeigt ein Möbel 16, welches einen Möbelkorpus 3 und ein relativ zum Möbelkorpus
3 hochbewegbares Möbelteil 2 aufweist. Das hochbewegbare Möbelteil 2 ist in dieser
Figur als Möbelklappe ausgebildet. Des Weiteren ist an den beiden Seitenwänden 9a,
9b jeweils ein Möbelantrieb 1 angeordnet, wobei die Möbelantriebe 1 jeweils eine Antriebseinheit
4 und zumindest einen bewegbar gelagerten Stellteil 5 aufweisen. Das Möbelteil 2 ist
dabei durch die Stellteile 5 zwischen einer Schließstellung und einer relativ zum
Möbelkorpus 3 angehobenen Lage bewegbar. Das Möbelteil 2 ist in Figur 1 in einer angehobenen
Lage dargestellt. Die Stellteile 5 können auch einen mehrteiligen Aufbau aufweisen.
Der an der Seitenwand 9b angeordnete Möbelantrieb 1 weist beispielsweise drei Stellarme
5a, 5b, 5c auf, welche gelenkig miteinander verbunden sind. In diesem Zusammenhang
wird zusätzlich darauf hingewiesen, dass die Stellteile 5 nicht direkt mit dem Möbelteil
2 verbunden sein müssen. Es kann auch eine indirekte Verbindung über weitere Hebel
und/oder Beschläge vorgesehen sein.
[0019] Figur 1b zeigt eine Wand 9 und einen Abschnitt einer Deckwand 15 eines Möbelkorpus
3. Der Möbelantrieb 1 ist dabei noch nicht an einer vorgegebenen Montageposition positioniert.
Des Weiteren weist der Möbelantrieb 1 eine Antriebseinheit 4, einen bewegbar gelagerten
Stellteil 5, einen im Wesentlichen T-förmigen Montageanschlag 6 und zwei Anschläge
6a auf. Der Montageanschlag 6 ist dabei relativ zur Antriebseinheit 4 bewegbar gelagert.
Die beiden Anschläge 6a dienen zur höhenmäßigen Positionierung der Antriebseinheit
4 im Möbelkorpus 3. Die Deckwand 15 weist eine Unterseite 14 auf, wobei die Anschläge
6a an diese Unterseite 14 der Deckwand 15 anlegbar sind.
[0020] Figur 2a zeigt eine Wand 9 und einen Abschnitt einer Deckwand 15 eines Möbelkorpus
3. Die Deckwand 15 weist eine Unterseite 14 auf, wobei an diese Unterseite 14 die
beiden Anschläge 6a anlegbar sind. Wiederum weist der Möbelantrieb 1 eine Antriebseinheit
4, einen relativ zur Antriebseinheit 4 schwenkbar gelagerten Stellteil 5, einen Montageanschlag
6 und die beiden zuvor genannten Anschläge 6a auf. Der im Wesentlichen T-förmige Montageanschlag
6 dient zur Anlage an die Stirnseite 8 der Wand 9. Im Unterschied zu Figur 1b ist
der laut Darstellung linke Anschlag 6a bereits an der Unterseite 14 der Deckwand 15
angelegt und somit ist die Antriebseinheit 4 höhenmäßig im Möbelkorpus 3 vorpositioniert,
der rechts dargestellte Anschlag 6a ist anschließend an der Unterseite 14 der Deckwand
15 anzulegen.
[0021] Figur 2b zeigt die Wand 9 und einen Abschnitt der Deckwand 15 des Möbelkorpus 3.
Der dargestellte Möbelantrieb 1 ist nunmehr an einer vorgegebenen Montageposition
an der Wand 9 im Möbelkorpus 3 positioniert. Die beiden Anschläge 6a, die zur höhenmäßigen
Positionierung der Antriebseinheit 4 dienen, liegen an der Unterseite 14 der Deckwand
15 an. Der Montageanschlag 6 ist an der Stirnseite 8 der Wand 9 angelegt, sodass die
Antriebseinheit 4 tiefenmäßig im Möbelkorpus 3 positioniert ist. Durch die Anlage
einer Flachseite der Antriebseinheit 4 an der Wand 9 wird die Antriebseinheit 4 also
in sämtlichen Richtungen im Möbelkorpus 3 an einer vorgegebenen Montageposition festgelegt.
Im Unterschied zu Figur 2a ist der Montageanschlag 6 in einer verschwenkten und verschobenen
Stellung dargestellt, sodass der Montageanschlag 6 an die Stirnseite 8 angelegt werden
kann. Alternativ dazu ist es auch möglich, die Antriebseinheit 4 mit einer Flachseite
an die Unterseite 14 der Deckwand 15 anzulegen, sodass der Montageanschlag 6 an die
Stirnseite 17 der Deckwand 15 anlegbar ist.
[0022] Figur 2c zeigt den in Figur 2b eingekreisten Bereich in einer vergrößerten Ansicht.
Dabei ist ersichtlich, dass der Montageanschlag 6 eine Symmetrieachse S aufweist,
wobei der Montageanschlag 6 bezüglich der Symmetrieachse S spiegelsymmetrisch aufgebaut
ist, sodass der Montageanschlag 6 durch eine Bewegung nach links bzw. rechts wahlweise
an zwei verschiedene Stirnseiten 8, 8a zweier gegenüberliegender Seitenwände 9a, 9b
des Möbelkorpus 3 anlegbar ist. Somit kann der gezeigte Möbelantrieb 1 sowohl an linken
als auch an rechten Seitenwänden 9a, 9b eines Möbelkorpus 3 positioniert werden. Zudem
weist der Montageanschlag 6 die beiden symmetrisch zur Symmetrieachse S angeordneten
Anschlagflächen 12, 12a auf. In Figur 2c ist die Anschlagfläche 12 an der Stirnseite
8 angelegt.
[0023] Figur 3a zeigt eine perspektivische Ansicht des Möbelantriebes 1, wobei die Antriebseinheit
4 einen über einen Bolzen 10 bewegbar gelagerten Montageanschlag 6 umfasst. Zudem
weist die Antriebseinheit 4 eine Montageplatte 7 auf, die zur Befestigung der Antriebseinheit
4 an einer Wand 9 dient. Des Weiteren ist eine Federvorrichtung 13 zur Kraftbeaufschlagung
des Stellteiles 5 vorgesehen.
[0024] Figur 3b zeigt den in Figur 3a eingekreisten Bereich in einer vergrößerten Ansicht.
Dabei sind die beiden Anschlagflächen 12, 12a des Montageanschlages 6 erkennbar, wobei
diese beiden Anschlagflächen 12, 12a zur Anlage an die Stirnseiten 8, 8a zweier gegenüberliegender
Seitenwände 9a, 9b dienen. Des Weiteren ist die Achse A ersichtlich, um die der Montageanschlag
6 schwenkbar gelagert ist. Die Antriebseinheit 4 weist eine Ausnehmung 20 zur Aufnahme
des Montageanschlages 6 auf. Der Montageanschlag 6 weist einen ersten Steg 18 und
einen zweiten Steg 19 auf. Die Breite des ersten Steges 18 ist geringer als die Breite
der Ausnehmung 20 und die Breite des zweiten Steges 19 entspricht etwa der Breite
der Ausnehmung 20. Daher ist ein Verschieben des Montageanschlages 6 entlang des Bolzens
10 bzw. entlang der Achse A in Richtung R erst nach einer zumindest teilweise erfolgten
Schwenkbewegung des Montageanschlages 6 relativ zur Antriebseinheit 4 möglich. Das
Stellteil 5 (in dieser Figur nicht ersichtlich) ist relativ zur Antriebseinheit 4
um die Drehachse D schwenkbar gelagert, wobei die Drehachse D und die Achse A im Wesentlichen
parallel zueinander verlaufen. Auch die Richtung R, in welche der Montageanschlag
6 verschiebbar ist, verläuft parallel beabstandet zur Drehachse D.
[0025] Figur 4a zeigt den Möbelantrieb 1 in einer perspektivischen Ansicht. Im Unterschied
zu Figur 3a ist der Montageanschlag 6 in einer verschwenkten Stellung dargestellt.
Darüber hinaus ist die Montageplatte 7 ersichtlich, die sich zur Befestigung der Antriebseinheit
4 an einer Wand 9 mittels Schrauben oder Dübeln (nicht dargestellt) eignet.
[0026] Figur 4b zeigt eine Detaildarstellung der Figur 4a. Bezüglich der Drehachse D des
Stellteiles 5 und der Richtung R wird auf die Beschreibung der Figur 3b verwiesen.
Außerdem ist die Ausnehmung 11 der Antriebseinheit 4 ersichtlich, in welche der Montageanschlag
6 in seiner ersten Stellung gemäß Figur 3a zumindest teilweise aufnehmbar ist.
[0027] Figur 5a zeigt den Möbelantrieb 1 gemäß Figur 4a mit einer weiteren Stellung des
Montageanschlages 6, welcher zusätzlich zur verschwenkten Stellung der Figur 4a noch
entlang des Bolzens 10 nach links verschoben ist.
[0028] Figur 5b zeigt den eingekreisten Bereich der Figur 5a in einer anderen perspektivischen
Ansicht. Damit der Montageanschlag 6 in der zweiten Stellung in einer vorgegebenen
Position gehalten wird, weist der Montageanschlag 6 einen abgeflachten Bereich 21
auf. Ein weiterer abgeflachter Bereich 21 ist auch symmetrisch zur Symmetrieachse
S auf der anderen Seite ausgebildet. Dadurch wird der Montageanschlag 6 auch in der
entlang des Bolzens 10 nach rechts verschobenen Stellung in einer vorgegebenen Position
gehalten. Der Montageanschlag 6 fällt in der nach links bzw. nach rechts verschobenen
Stellung also nicht durch die eigene Gewichtskraft nach unten. Die Angaben "oben"
bzw. "unten" beziehen sich jeweils auf die übliche Montagelage des Möbelantriebes
1.
[0029] Figur 5c zeigt den Detailbereich gemäß Figur 5b in einer weiteren perspektivischen
Ansicht. Dabei ist die Ausnehmung 11 erkennbar, die zur zumindest teilweisen Aufnahme
des Montageanschlages 6 in seiner ersten Stellung vorgesehen ist.
[0030] Figur 6a zeigt eine Schnittdarstellung des Montageanschlages 6 entlang der Symmetrieachse
S des Montageanschlages 6. Der Montageanschlag 6 ist über den Bolzen 10 relativ zur
Antriebseinheit 4 bewegbar gelagert und befindet sich in dieser Figur in der ersten
Stellung. Darüber hinaus ist die Achse A ersichtlich, um welche der Montageanschlag
6 verschwenkbar gelagert ist und entlang dieser Achse A verschiebbar ist.
[0031] Figur 6b zeigt den Montageanschlag 6 im Unterschied zu Figur 6a in einer um den Bolzen
10 verschwenkten Stellung.
[0032] Figur 6c und Figur 6d zeigen den Montageanschlag 6 in einer entlang des Bolzens 10
verschobenen Stellung. Diese Stellung entspricht jeweils der zweiten Stellung des
Montageanschlages 6. Des Weiteren entspricht diese Stellung dem Montagezustand des
Möbelantriebes 1, wobei die Antriebseinheit 4 des Möbelantriebes 1 in dieser Position
sowohl höhenmäßig als auch tiefenmäßig am oder im Möbelkorpus positionierbar ist.
Anhand dieser beiden Figuren ist zudem erkennbar, dass der in Figur 5b dargestellte
abgeflachte Bereich 21 des Montageanschlages 6 in der zweiten Stellung an der Antriebseinheit
4 zumindest bereichsweise anliegt und somit ein Herunterfallen des Montageanschlages
6 durch die eigene Gewichtskraft verhindert wird.
[0033] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Montage des Möbelantriebes 1 wird anhand der Figuren
1b, 2a und 2b beschrieben. Dabei werden folgende Schritte durchgeführt:
- Bewegen der Antriebseinheit 4 in eine Stellung, bis der Montageanschlag 6 an der Stirnseite
8 der Wand 9 des Möbelkorpus 3 anschlägt, sodass die Antriebseinheit 4 tiefenmäßig
an einer vorgegebenen Montageposition im Möbelkorpus 3 positioniert wird,
- Befestigen der Antriebseinheit 4 an der vorgegebenen Montageposition im Möbelkorpus
3, vorzugsweise mittels Schrauben oder Dübeln (nicht dargestellt).
[0034] Vor dem Bewegen der Antriebseinheit 4 kann folgender Schritt vorgesehen sein:
- Verschwenken und/oder Verschieben des Montageanschlages 6 relativ zur Antriebseinheit
4 in eine zweite Stellung, in welcher der Montageanschlag 6 quer von der Antriebseinheit
4 absteht, sodass der Montageanschlag 6 an eine Stirnseite 8 des Möbelkorpus 3 anlegbar
ist.
[0035] Weiterhin kann vor oder nach dem Befestigen der Antriebseinheit 4 folgender Schritt
vorgesehen sein:
- Verschwenken und/oder Verschieben des Montageanschlages 6 relativ zur Antriebseinheit
4 in eine erste Stellung, in welcher der Montageanschlag 6 in einer Ausnehmung 11
des Möbelantriebes 1 zumindest teilweise aufgenommen wird.
[0036] Dabei kann vor dem Befestigen der Antriebseinheit folgender Schritt durchgeführt
werden:
- Bewegen der Antriebseinheit 4 in eine Stellung, bis wenigstens einer der vom Montageanschlag
6 gesonderten Anschläge 6a der Antriebseinheit 4 an der Unterseite 14 der Deckwand
15 des Möbelkorpus 3 anschlagen, sodass die Antriebseinheit 4 höhenmäßig an einer
vorgegebenen Montageposition im Möbelkorpus 3 positioniert wird.
[0037] An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass es nicht zwingend notwendig ist, das
Bewegen der Antriebseinheit 4 zur höhenmäßigen Positionierung vor dem Bewegen der
Antriebseinheit 4 zur tiefenmäßigen Positionierung durchzuführen. Dies kann auch in
umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden.
[0038] Um die Bewegung der Antriebseinheit 4 zu erleichtern, kann die Antriebseinheit 4
während des Bewegens zur Positionierung an der Wand 9 des Möbelkorpus 3 anliegen und
entlang dieser Wand 9 verschoben werden.
Bezugszeichenliste:
[0039]
| 1 |
Möbelantrieb |
D |
Drehachse |
| 2 |
Bewegbar gelagertes Möbelteil |
A |
Achse |
| 3 |
Möbelkorpus |
R |
Richtung |
| 4 |
Antriebseinheit |
S |
Symmetrieachse |
| 5 |
Stellteil |
|
|
| 5a |
Stellarm |
|
|
| 5b |
Stellarm |
|
|
| 5c |
Stellarm |
|
|
| 6 |
Montageanschlag |
|
|
| 6a |
Anschlag |
|
|
| 7 |
Montageplatte |
|
|
| 8 |
Stirnseite |
|
|
| 8a |
Stirnseite |
|
|
| 9 |
Wand |
|
|
| 9a, 9b |
Seitenwand |
|
|
| 10 |
Bolzen |
|
|
| 11 |
Ausnehmung |
|
|
| 12 |
Anschlagfläche |
|
|
| 12a |
Anschlagfläche |
|
|
| 13 |
Federvorrichtung |
|
|
| 14 |
Unterseite |
|
|
| 15 |
Deckwand |
|
|
| 16 |
Möbel |
|
|
| 17 |
Stirnseite der Deckwand |
|
|
| 18 |
Erster Steg des Montageanschlages |
|
|
| 19 |
Zweiter Steg des Montageanschlages |
|
|
| 20 |
Ausnehmung |
|
|
| 21 |
Abgeflachter Bereich des Montageanschlages |
|
|
1. Möbelantrieb (1) zum Bewegen eines bewegbar gelagerten Möbelteiles (2) relativ zu
einem Möbelkorpus (3), umfassend:
- eine Antriebseinheit (4) zur Montage am oder im Möbelkorpus (3),
- zumindest einen bewegbar gelagerten Stellteil (5) zum Bewegen des bewegbaren Möbelteiles
(2),
dadurch gekennzeichnet, dass an der Antriebseinheit (4) mindestens ein an den Möbelkorpus (3) anlegbarer Montageanschlag
(6) vorgesehen ist.
2. Möbelantrieb nach Anspruch 1, wobei die Antriebseinheit (4) ein Gehäuse und/oder eine
Montageplatte (7) aufweist und dass der Montageanschlag (6) als ein vom Gehäuse und/oder
von der Montageplatte (7) gesondertes Bauteil ausgeführt ist.
3. Möbelantrieb nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Stellteil (5) relativ zur Antriebseinheit
(4) schwenkbar gelagert ist.
4. Möbelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Montageanschlag (6) zur Positionierung
am oder im Möbelkorpus (3) an eine Stirnseite (8) einer Wand (9) - vorzugsweise Seitenwand
(9a) - des Möbelkorpus (3) anlegbar ist, wobei die Antriebseinheit (4) durch die Anlage
des Montageanschlages (6) an die Stirnseite (8) der Wand (9) an einer vorgegebenen
Montageposition am oder im Möbelkorpus (3) positionierbar ist.
5. Möbelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Montageanschlag (6) relativ
zur Antriebseinheit (4) bewegbar gelagert ist.
6. Möbelantrieb nach Anspruch 5, wobei der Montageanschlag (6) relativ zur Antriebseinheit
(4) verschwenkbar und/oder verschiebbar gelagert ist, vorzugsweise wobei das Stellteil
(5) relativ zur Antriebseinheit (4) um eine Drehachse (D) schwenkbar gelagert ist,
wobei der Montageanschlag (6) um eine, vorzugsweise zu dieser Drehachse (D) parallelen,
Achse (A) schwenkbar gelagert ist.
7. Möbelantrieb nach Anspruch 6, wobei der Montageanschlag (6) erst nach einer zumindest
teilweise erfolgten Schwenkbewegung relativ zur Antriebseinheit (4) verschiebbar ist,
vorzugsweise wobei
- der Montageanschlag (6) in einer Richtung (R), welche parallel beabstandet zur Drehachse
(D) des Stellteiles (5) verläuft, verschiebbar gelagert ist, und/oder
- der Montageanschlag (6) entlang einem Bolzen (10) verschiebbar gelagert ist.
8. Möbelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Montageanschlag (6) zwischen
einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung begrenzt bewegbar gelagert ist, wobei
der Montageanschlag (6) in der ersten Stellung in einer Ausnehmung (11) des Möbelantriebes
(1) zumindest teilweise aufgenommen ist und in der zweiten Stellung quer von der Antriebseinheit
(4) absteht, sodass der Montageanschlag (6) an eine Stirnseite (8) des Möbelkorpus
(3) anlegbar ist.
9. Möbelantrieb nach Anspruch 8, wobei der Montageanschlag (6) zumindest eine Anschlagfläche
(12) zur Anlage an die Stirnseite (8) des Möbelkorpus (3) aufweist, bevorzugt wobei
der Montageanschlag (6) zumindest zwei Anschlagflächen (12, 12a) aufweist, welche
wahlweise an zwei verschiedene Stirnseiten (8, 8a) zweier gegenüberliegender Seitenwände
(9a, 9b) des Möbelkorpus (3) anlegbar sind, besonders bevorzugt wobei der Montageanschlag
(6) eine Symmetrieachse (S) aufweist, wobei die zumindest zwei Anschlagflächen (12,
12a) spiegelsymmetrisch zur Symmetrieachse (S) angeordnet sind.
10. Möbelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Montageanschlag (6) im Wesentlichen
T-förmig ausgebildet ist, und/oder der Möbelantrieb (1) zumindest eine Federvorrichtung
(13) zur Kraftbeaufschlagung des zumindest einen Stellteiles (5) aufweist, und/oder
der Montageanschlag (6) an der Antriebseinheit (4) vormontiert ist, wobei der Montageanschlag
(6) im vormontierten Zustand relativ zur Antriebseinheit (4) verschwenkbar und/oder
verschiebbar an dieser Antriebseinheit (4) gelagert ist.
11. Möbel mit zumindest einem Möbelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 10, vorzugsweise
wobei das Möbel (16) einen Möbelkorpus (3) und ein relativ zum Möbelkorpus (3) hochbewegbares
Möbelteil (2) - vorzugsweise eine Klappe - aufweist, wobei das Möbelteil (2) durch
den Möbelantrieb (1) zwischen einer Schließstellung und einer relativ zum Möbelkorpus
(3) angehobenen Lage bewegbar gelagert ist.
12. Verfahren zur Montage eines Möbelantriebes, insbesondere nach einem der Ansprüche
1 bis 11, an oder in einem Möbelkorpus,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Bewegen einer Antriebseinheit (4) in eine Stellung, bis ein Montageanschlag (6)
an einer Stirnseite (8) einer Wand (9) - vorzugsweise Seitenwand (9a) - des Möbelkorpus
(3) anschlägt, sodass die Antriebseinheit (4) tiefenmäßig an einer vorgegebenen Montageposition
am oder im Möbelkorpus (3) positioniert wird,
- Befestigen der Antriebseinheit (4) an der vorgegebenen Montageposition am oder im
Möbelkorpus (3), vorzugsweise mittels Schrauben oder Dübeln.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
gekennzeichnet durch folgenden Schritt vor dem Bewegen der Antriebseinheit (4):
- Verschwenken und/oder Verschieben des Montageanschlages (6) relativ zur Antriebseinheit
(4) in eine zweite Stellung, in welcher der Montageanschlag (6) quer von der Antriebseinheit
(4) absteht, sodass der Montageanschlag (6) an eine Stirnseite (8) des Möbelkorpus
(3) anlegbar ist.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
gekennzeichnet durch folgenden Schritt vor oder nach dem Befestigen der Antriebseinheit (4):
- Verschwenken und/oder Verschieben des Montageanschlages (6) relativ zur Antriebseinheit
(4) in eine erste Stellung, in welcher der Montageanschlag (6) in einer Ausnehmung
(11) des Möbelantriebes (1) zumindest teilweise aufgenommen wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
gekennzeichnet durch folgenden Schritt vor dem Befestigen der Antriebseinheit (4):
- Bewegen der Antriebseinheit (4) in eine Stellung, bis ein, vorzugsweise vom Montageanschlag
(6) gesonderter, Anschlag (6a) der Antriebseinheit (4) an einer Unterseite (14) einer
Deckwand (15) des Möbelkorpus (3) anschlägt, sodass die Antriebseinheit (4) höhenmäßig
an einer vorgegebenen Montageposition (3) am oder im Möbelkorpus positioniert wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, wobei die Antriebseinheit (4) während
des Bewegens zur Positionierung an einer Wand (9) - vorzugsweise Seitenwand (9a) -
des Möbelkorpus (3) anliegt und entlang dieser Wand (9) verschoben wird.