[0001] Die Erfindung betrifft eine Leitersicherung, die dazu bestimmt ist, eine in einen
Schacht eingestellte Leiter sicher zu halten, die zum Einstieg in den Schacht dient.
[0002] Bei dem Schacht kann es sich beispielsweise um einen Kanalisationsschacht handeln
oder um einen Schacht, der bei größeren Tankanlagen in das Innere eines Ölabscheiders
führt. Der Einstieg in den Schacht kann im Rahmen regelmäßiger Inspektionsarbeiten
oder auch für Wartungsarbeiten erforderlich werden.
[0003] Aus der Praxis ist es bekannt, für das Einsteigen in einen Schacht Sicherheitsmaßnahmen
zu ergreifen. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass das den Schacht betretende
Personal gerettet werden kann, wenn bei einer ungünstigen bzw. gefährlichen Zusammensetzung
der Atemluft die Gefahr einer Sauerstoff-Unterversorgung besteht oder wenn innerhalb
des Schachtes die Oberflächen so rutschig sind, dass eine dementsprechende Sturz-
und Verletzungsgefahr für das Personal bestehen könnte. Im Rahmen dieser Sicherheitsmaßnahmen
ist es aus der Praxis bekannt, ein Sicherungsgestell - üblicherweise in Form eines
Dreibeins bzw. Tripods - über der Einstiegsöffnung des Schachtes aufzubauen und am
Sicherungsgestell eine Sicherungsleine auf einer Spule zu lagern, deren freies Ende
mit dem in den Schacht einsteigenden Personal verbunden ist, so das im Gefahrenfalle
das Personal mithilfe dieser Sicherungsleine in den Bereich des Schachtes bzw. innerhalb
des Schachtes zur Einstiegsöffnung zurückgeholt werden kann.
[0004] Für den Abstieg innerhalb des Schachtes können einerseits in der Schachtwand einzelne
Trittstufen fest verankert sein, beispielsweise in Form von U-förmigen Bügeln. In
vielen Fällen wird jedoch eine Leiter in den Schacht eingestellt, die unten auf einem
Boden aufsteht. Dabei ist nicht auszuschließen, dass aufgrund der Bodenbeschaffenheit
bzw. aufgrund von Ablagerungen, die sich auf dem Boden befinden, die Standfestigkeit
der Leiter nicht in dem gewünschten Maße sichergestellt werden kann.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leitersicherung zum Einstieg in einen
Schacht anzugeben, welche eine möglichst sichere Anordnung einer Einstiegsleiter in
einem Schacht ermöglicht. Weiterhin liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Einstiegsanordnung anzugeben, welche zur Begehung eines Schachtes einen möglichst
sicheren Einstieg in den Schacht ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Leitersicherung nach Anspruch 1 und eine Einstiegsanordnung
nach Anspruch 16 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
[0007] Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, die Leiter in dem Bereich sicher zu
halten, der sich auf Höhe der Einstiegsöffnung des Schachtes befindet. Dadurch, dass
die Leiter an dieser Stelle sicher gehalten wird, kann ein Wegrutschen der Leiter
auch dann zuverlässig vermieden werden, wenn der Boden, auf dem die Leiter aufsteht,
ungünstig gestaltet bzw. rutschig sein sollte. Die Erfindung geht dabei von der Überlegung
aus, dass als klassische Sicherungsmaßnahme ohnehin ein Sicherungsgestell über der
Einstiegsöffnung des Schachtes aufgebaut wird. Die drei Stützbeine eines Tripods stehen
also gleichmäßig um die Einstiegsöffnung verteilt auf einem festen Untergrund. Erfindungsgemäß
werden zwei von den Stützbeinen des Sicherungsgestells miteinander durch eine Traverse
verbunden. Je nach Durchmesser der Einstiegsöffnung und Größe des Sicherungsgestells
verläuft die Traverse randnah oberhalb der Einstiegsöffnung oder sogar neben und oberhalb
der Einstiegsöffnung.
[0008] Von der Traverse erstreckt sich ein Ausleger, der quer zur Traverse verläuft. Er
ist im mittleren Bereich der Traverse angeordnet und verläuft daher beispielsweise
in Richtung zur Mittelachse des Schachtes bzw. zum Mittelpunkt der Einstiegsöffnung.
An seinem freien, von der Traverse entfernten Ende, oberhalb der Einstiegsöffnung
des Schachtes, weist der Ausleger eine Aufnahme auf. In dieser Aufnahme kann eine
Leitersprosse der in den Schacht eingestellten Leiter aufgenommen werden. Hierzu weist
die Aufnahme einen U-förmigen Querschnitt auf, der so groß bemessen ist, dass eine
Leitersprosse darin aufgenommen werden kann. Die Aufnahme ist in der Art ausgestaltet,
dass die Leiter - und damit die in der Aufnahme befindliche Leitersprosse - gegen
nach unten wirkende Kräfte abgestützt bzw. gesichert ist.
[0009] In einer Ausgestaltung kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der U-förmige Querschnitt
der Aufnahme nach oben offen ist. So kann die Leitersprosse auf einfache Weise von
oben in die Aufnahme eingehängt werden und ist durch die Aufnahme gegen nach unten
gerichtete Bewegungen gesichert, wie sie zu befürchten wären, wenn die Leiter unten
wegrutschen würde. Wenn der U-förmige Querschnitt nicht nach oben, sondern beispielsweise
zur Seite oder nach unten offen sein sollte, so kann ein Sicherungselement vorgesehen
sein, welches die Leitersprosse innerhalb der Aufnahme sicher festlegt. Dabei ist
ein gewisses Spiel der Leitersprosse innerhalb der Aufnahme problemlos tolerierbar,
die Sicherung muss lediglich in der Art erfolgen, dass die Leitersprossen nicht vollständig
freigegeben wird und aus der Aufnahme samt Sicherungselement geraten kann, weil in
diesem Fall die Leiter unkontrolliert nach unten wegrutschen könnte.
[0010] Vorteilhaft kann der Ausleger verstellbar an der Traverse festgelegt sein, so dass
der Abstand zwischen der Aufnahme, die sich am Ende des Auslegers befindet, und der
Traverse eingestellt werden kann. Hierdurch wird eine optimale Anpassung an die Abmessungen
des Sicherungsgestells und an die jeweils vorgefundenen Gegebenheiten des Schachtes
und seiner Einstiegsöffnung ermöglicht, beispielsweise eine Anpassung an den jeweiligen
Durchmesser der Einstiegsöffnung. Die Aufnahme kann aufgrund der Verstellbarkeit des
Auslegers möglichst randnah zur Schachtwand angeordnet werden, um einerseits zuverlässig
die Leitersprosse erfassen zu können, und um andererseits die Leiter möglichst nah
an der Schachtwand zu halten und einen möglichst großen Anteil der Einstiegsöffnung
frei zu lassen, um den Ein- und Ausstieg für das Personal, welches häufig noch Ausrüstungsgegenstände
am Körper trägt, so problemlos und sicher wie möglich zu gestalten.
[0011] Die Aufnahme kann vorteilhaft durch eine U-Profilschiene gebildet sein. Im Unterschied
zu einem einzelnen Haken, der die Aufnahme bilden könnte, wird so eine möglichst großflächige
und kippsichere Unterstützung der Leiter bewirkt. Zudem wird die Flächenpressung zwischen
Aufnahme und Leitersprosse durch eine längere Profilschiene im Vergleich zu einem
Haken erheblich reduziert, so dass die auf die Sprosse und die Aufnahme einwirkenden
Druckbelastungen im Sinne einer möglichst schonenden Behandlung dieser Elemente möglichst
gering gehalten werden können.
[0012] Vorteilhaft kann die Traverse möglichst universell verwendbar ausgestaltet sein,
indem sie an unterschiedlich ausgestaltete Sicherungsgestelle angepasst werden kann
oder auch daran, dass ein und dasselbe Sicherungsgestell an unterschiedlichen Einsatzorten
unterschiedlich aufgestellt wird, beispielsweise die drei Stützbeine eines Tripods
je nach vorgefundenen örtlichen Gegebenheiten unterschiedlich steil ausgerichtet werden.
Zu diesem Zweck kann die Traverse vorteilhaft ein Mittelstück aufweisen, und wenigstens
eines, vorteilhaft jedoch beide äußeren Anlagestücke können an dieses Mittelstück
in Längsrichtung der Traverse verstellbar anschließen. Auf diese Weise kann die wirksame
Länge der Traverse zwischen ihren beiden Anlagestücken eingestellt werden und dementsprechend
an den jeweiligen Abstand angepasst werden, in welchem sich die Anschlussstellen befinden,
wo die Traverse an die Stützbeine des Sicherungsgestells angeschlossen werden sollen.
Wenn zwei äußere Anlagestücke verwendet werden, die Traverse also dreiteilig und nicht
nur zweiteilig teleskopierbar ist, kann das Mittelstück der Traverse stets so positioniert
werden, dass der Ausleger und die Aufnahme mittig zur Einstiegsöffnung ausgerichtet
sind.
[0013] Eine besonders feine Längen-Einstellung der Traverse kann dadurch erfolgen, dass
ein Anlagestück mittels einer Gewindespindel an das Mittelstück der Traverse anschließt.
In Abhängigkeit von der Gewindesteigung kann dementsprechend das Anlagestück in sehr
kleinen Schritten verstellt werden. Wenn das Anlagestück gegenüber der Spindel drehbeweglich
gelagert ist, kann es seine Ausrichtung beibehalten, während die Spindel verstellt
wird, so dass in diesem Fall sogar eine stufenlose Längen-Einstellung der Traverse
möglich ist.
[0014] Alternativ dazu kann eine besonders schnelle Längen-Einstellung der Traverse dadurch
bewirkt werden dass ein Anlagestück mittels einer Lochschiene an das Mittelstück anschließt.
Insbesondere wenn beide Anlagestücke dementsprechend verstellbar sind und die Lochabstände
für das eine Anlagestück anders gewählt sind als für das andere Anlagestück, können
durch unterschiedliche Kombinationen auch bei dieser Ausgestaltung Längenänderungen
der Traverse in sehr kleinen Schritten erfolgen.
[0015] Vorteilhaft können die Anlagestücke jeweils um eine liegende Achse schwenkbar, also
winkelbeweglich, an das Mittelstück anschließen, so dass sie an in unterschiedlicher
Neigung stehende Stützbeine des Sicherungsgestells angepasst werden können. Wenn je
nach den örtlichen Gegebenheiten das Sicherungsgestell mal mit steiler und mal mit
flacher stehenden Stützbeinen aufgebaut wird, ist auf diese Weise gewährleistet, dass
die Anlagenstücke problemlos an ihr jeweils zugeordnetes Stützbein angelegt werden
können. Das Gelenk kann dabei außerhalb des Anlagestücks, nämlich zwischen dem Anlagestück
und dem Mittelstück der Traverse angeordnet sein oder an nahezu beliebiger Stelle
innerhalb des Anlagestücks, so dass jedenfalls die Winkelanpassung zwischen dem Mittelstück
der Traverse und dem Stützbein des Sicherungsgestells ermöglicht wird.
[0016] Eine solche Beweglichkeit kann beispielsweise dadurch ermöglicht werden, dass die
beiden Anlagenstücke jeweils mittels eines Kugelgelenks an das Mittelstück der Traverse
anschließen. Falls die Längen-Verstellung der Traverse mithilfe einer Spindel erfolgt,
können durch die kugelgelenkige Lagerung die beiden Anlagestücke auch ihre Ausrichtung
während der Längen-Einstellung beibehalten und so die stufenlose Längen-Einstellung
der Traverse ermöglichen.
[0017] Vorteilhaft kann die Traverse ein quer verlaufendes Rohrstück aufweisen, durch welches
sich der Ausleger erstreckt. Auf diese Weise ist eine zuverlässige und belastbare
Führung des Auslegers gegeben. Bohrungen im Rohrstück und in dem Ausleger sind bei
dieser Ausgestaltung vorgesehen und so angeordnet, dass sie je nachdem, wie weit der
Ausleger innerhalb des Rohrstücks verschoben ist, miteinander fluchten. Mittels eines
Sicherungsbolzens kann der Ausleger bei dieser lochschienenartigen Verstellmöglichkeit
in der jeweils gewünschten Stellung festgelegt werden, um die wirksame Länge des Auslegers
- also den Abstand zwischen Traverse und Aufnahme - zu bestimmen und die Aufnahme
für die Leitersprosse in einer geeigneten Position festzulegen.
[0018] Vorteilhaft können die Anlagestücke an den Stützbeinen des Sicherungsgestells festgelegt
sein. Die Traverse wird in diesem Fall also nicht einfach nur so weit nach außen verstellt
und verlängert, bis die Anlagestücke gegen die Stützbeine des Sicherungsgestells geraten
und die Stützbeine beispielsweise L- förmig hintergreifen oder U-förmig umgreifen,
sondern vielmehr werden sie an den Stützbeinen festgelegt, so dass auch von außen
einwirkende Vibrationen oder ein versehentlicher Tritt gegen das Sicherungsgestell
nicht dazu führen kann, dass die Traverse vom Sicherungsgestell gelöst wird.
[0019] Eine schnelle Handhabung der erfindungsgemäßen Leitersicherung wird dadurch unterstützt,
dass nicht etwa die Anlagestücke an den Stützbeinen des Sicherungsgestells mithilfe
von Sicherungsseilen festgelegt werden, die um die Anlagestücke und die Stützbeine
geschlungen und verknotet werden müssten. Vielmehr kann vorteilhaft in den Anlagestücken
jeweils eine Bohrung vorgesehen sein und jedem Anlagestück ein Sicherungsbolzen zugeordnet
sein, der in diese Bohrung eingesteckt werden kann. Bei dieser Ausgestaltung der Leitersicherung
geht der vorliegende Vorschlag davon aus, dass in an sich bekannter Weise die Stützbeine
der in der Praxis verwendeten Tripods lochschienenartig längenverstellbar sind und
ebenfalls jeweils mehrere Löcher aufweisen. Ein Sicherungsbolzen kann sich daher durch
das Anlagestück und ein Stützbein des Tripods erstrecken und so die Traverse zuverlässig
am Tripod festlegen. Im Unterschied zur Verwendung einer Spannzwinge, einer Klemmfaust
oder dergleichen zur Festlegung der Anlagestücke wird eine möglichst schnelle und
unkomplizierte Handhabung sowie durch den Formschluss eine hoch belastbare und zuverlässige
Festlegung gewährleistet.
[0020] Alternativ zu den oben genannten Sicherungsbolzen kann jedoch in bestimmten Anwendungsfällen
vorteilhaft sein, dass die Anlagestücke jeweils eine Klemme mit verstellbarer Öffnungsweite
aufweisen, also in Art der oben bereits erwähnten Spannzwinge ausgestaltet sind, wobei
die Klemme dazu bestimmt ist, ein Stützbein des Sicherungsgestells zu umfassen. Durch
die Klemme mit verstellbarer Öffnungsweite kann ein Anlagestück einerseits geöffnet
und geschlossen werden, um an einem Stützbein festgelegt oder von dem Stützbein entfernt
werden zu können, und darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Anlagestück an unterschiedliche
Querschnittsabmessungen und Querschnittsgeometrien des Stützbeins anzupassen.
[0021] So kann die Traverse an Sicherungsgestellen unterschiedlicher Ausführungen montiert
werden, nämlich beispielsweise unterschiedlicher Hersteller, unterschiedlicher Baujahre
oder dergleichen, also an Sicherungsgestellen, deren Stützbeine unterschiedlich ausgestaltet
sind. Die Stützbeine können sich beispielsweise hinsichtlich der geometrischen Grundform
unterscheiden, wenn sie z.B. als Hohlprofil mit kreisrundem, ovalem oder viereckigem
Querschnitt ausgestaltet sind. Oder sie können auch bei gleicher geometrischer Grundform
allein aufgrund unterschiedlicher Abmessungen unterschiedlich ausgestaltet sein. Durch
die verstellbarer Öffnungsweite können diese Unterschiede ausgeglichen werden und
das Anlagestück an dem jeweiligen Stützbein sicher festgelegt werden.
[0022] Die einzelne Klemme selbst liegt nicht formschlüssig, sondern kraftschlüssig an dem
Stützbein des Sicherungsgestells an. Die Stützbeine eines Sicherungsgestells verlaufen
jedoch typischerweise nicht parallel zueinander sondern gespreizt. Die Längen-einstellung
der Traverse ist daher an einen Abstand angepasst, den zwei Stützbeine in einer bestimmten
Höhe zueinander aufweisen. Daher ergibt sich letztlich auch bei Verwendung von Klemmen
eine sehr sichere, formschlüssige Festlegung der Traverse an dem Sicherungsgestell,
da die beiden Klemmen an den Stützbeinen weder nach oben noch nach unten wandern können.
[0023] Die verstellbare Öffnungsweite kann wie bei einem Schraubstock mit einer Spindel
bzw. Schraube einstellbar sein. Die Klemme kann jedoch auch in Art eines Exzenter-Spannhebels
verstellbar sein. Beides kann auch kombiniert vorgesehen sein, so dass eine grundsätzliche
Anpassung der Öffnungsweite beispielsweise mittels der Spindel bzw. Schraube eingestellt
werden kann und die anschließende, feste Anlage des Anlagestücks am Stützbein mittels
des Exzenter-Spannhebels erfolgt.
[0024] Um die Leitersprosse zuverlässig in der Aufnahme der Traverse zu halten und gegen
ein Herausrutschen zu sichern, kann die Aufnahme vorteilhaft ein Sicherungselement
aufweisen, welches im Abstand von der Basis des U-förmigen Querschnitts der Aufnahme
angeordnet ist, so dass zwischen dem Sicherungselement und der Basis ein ausreichender
Freiraum verbleibt, in welchem sich die Leitersprosse befinden kann. Das Sicherungselement
kann dabei entweder den lichten Abstand zwischen den beiden gegenüberliegenden Schenkeln
des U-förmigen Querschnitts so weit verringern, dass dieser lichte Abstand geringer
als der Durchmesser der Leitersprosse ist, oder es kann die beiden gegenüberliegenden
Schenkel überbrücken und miteinander verbinden, so dass jedenfalls die Leitersprosse
in der Aufnahme gesichert angeordnet ist. Aus dieser Sicherungsstellung kann das Sicherungselement
jedoch entfernt oder zumindest heraus bewegt werden und eine so genannte Freigabestellung
einnehmen, so dass die Leitersprosse aus der Aufnahme herausgeführt werden kann.
[0025] Als Sicherungselemente können, wie weiter oben bereits an einigen Beispielen erläutert,
bei der Leitersicherung vorteilhaft Sicherungsbolzen verwendet werden. Im Vergleich
dazu, den Sicherungsbolzen als Schraubbolzen auszugestalten, kann die Handhabung eines
zweiten Bauteils in Form einer Mutter sowie eventuell die Handhabung eines zusätzlichen
Werkzeugs vorteilhaft durch eine entsprechende Ausgestaltung des Sicherungsbolzens
vermieden werden.
[0026] Eine möglichst einfache Handhabung der Sicherungsbolzen kann beispielsweise dadurch
erfolgen, dass diese als so genannte Kippbolzen ausgestaltet sind, also eine gelenkig
gelagerte Lasche aufweisen, die quer zum Sicherungsbolzen ausgerichtet ist und das
Herausziehen des Sicherungsbolzens aus seiner Sicherungsstellung verhindert. Wenn
diese Lasche in Längsrichtung Sicherungsbolzens geschwenkt wird, kann dieser jedoch
aus einer oder mehreren Bohrungen, durch die er sich erstreckt, herausgezogen und
in eine Freigabestellung gebracht werden. Alternativ kann ein Sicherungsbolzen mit
einem Federschnapper versehen sein, der automatisch eine Sicherungsstellung einnimmt
und gegen die Federwirkung bewegt werden kann, um den Sicherungsbolzen in seine Freigabestellung
führen zu können.
[0027] Wenn das Sicherungselement der Aufnahme als Sicherungsbolzen ausgestaltet ist, kann
dieser vorteilhaft in zwei miteinander fluchtende Bohrungen eingesteckt werden, die
in den beiden gegenüberliegenden Schenkeln des U-förmigen Querschnitts der Aufnahme
angeordnet sind.
[0028] Ein Sicherungsbolzen kann vorteilhaft mittels einer Sorgleine mit einem anderen Bauteil
der Leitersicherung verbunden sein. Die Sorgleine kann als Schnur, als kleines Kettchen
oder dergleichen ausgestaltet sein und ermöglicht eine vergleichsweise freie Beweglichkeit
des Sicherungsbolzens, während sie andererseits den Sicherungsbolzen gegen Verlust
sichert, da dieser unverlierbar an das entsprechende Bauteil der Leitersicherung angeschlossen
ist und bleibt.
[0029] Die Aufnahme weist einen U-förmigen Querschnitt auf, um die Leitersprosse darin anordnen
zu können. Vorteilhaft kann die Aufnahme so ausgerichtet sein, dass der U-förmige
Querschnitt nach oben offen ist. Auf diese Weise wird eine problemlose und sichere
Handhabung unterstützt: die Leitersprosse kann zunächst von oben in die Aufnahme eingehängt
werden. Selbst wenn sofort anschließend die Leiter unten, wo sie eventuell auf einem
rutschigen Boden aufsteht, wegzurutschen beginnen sollte, ist die Leitersprosse in
der Aufnahme sicher gehalten, auch wenn ein zusätzlich vorgesehenes Sicherungselement
noch nicht an der Aufnahme angebracht worden sein sollte, welches die Leitersprosse
in der Aufnahme sichert.
[0030] Mithilfe der erfindungsgemäßen Leitersicherung kann eine Einstiegsanordnung geschaffen
werden, die zur Begehung eines Schachtes dient und dem in den Schacht einsteigenden
Personal ein besonders hohes Maß an Sicherheit bietet, da die verwendete Leiter sicher
gehalten ist. Selbst wenn sie auf rutschigem Untergrund wegzurutschen beginnt, wird
sie unmittelbar darauf an der Sprosse gehalten, die ihrerseits in der Aufnahme der
Leitersicherung gesichert ist, so dass die Leiter insgesamt nicht nennenswert wegrutschen
kann.
[0031] Zusätzlich zu der erfindungsgemäßen Leitersicherung kann eine Einstiegsanordnung
vorteilhaft eine Sturzsicherung aufweisen, um außerhalb des Sicherungsgestells einen
sicheren Bereich zu schaffen, von dem aus der Sturz einer Person in das Innere des
Sicherungsgestells und damit möglicherweise in den Schacht verhindert werden kann.
Die Sturzsicherung kann grundsätzlich so ausgestaltet sein wie die Traverse der Leitersicherung,
so dass sie als Querriegel zwei benachbarte Stützbeine des Sicherungsgestells miteinander
verbinden und an diesen beiden Stützbeinen festgelegt werden kann. Die Sturzsicherung
kann insofern allerdings einfacher ausgestaltet sein als die Traverse der Leitersicherung,
als die Sturzsicherung keinen Ausleger erfordert, so dass der Ausleger selbst und
die dazu vorgesehenen Anschlussmittel an der Traverse bei der Sturzsicherung nicht
vorhanden sein müssen. Da die Sturzsicherung vorzugsweise in einer größeren Höhe an
dem Sicherungsgestell montiert wird als die Leitersicherung, ist das Mittelstück der
Sturzsicherung typischerweise kürzer als das Mittelstück der Traverse der Leitersicherung.
[0032] Die Sturzsicherung ist nicht zwischen denselben beiden Stützbeinen angeordnet wie
die Leitersicherung, so dass der Einstieg in den Schacht nicht durch die Sturzsicherung
behindert wird. Um jedoch die Annäherung an die Leiter und somit an einen Einstiegsbereich
der Einstiegsanordnung möglichst sicher auszugestalten, ist die Sturzsicherung vorteilhaft
unmittelbar benachbart zu der Leitersicherung angeordnet, schließt also einerseits
an ein Stützbein an, an dem auch die Leitersicherung festgelegt ist. Das gegenüberliegende
Ende der Sturzsicherung allerdings schließt an ein benachbartes Stützbein an.
[0033] Mittels der Sturzsicherung wird ein sicherer Aufenthaltsbereich in Nachbarschaft
zu dem Einstiegsbereich geschaffen, so dass beispielsweise eine Sicherungsperson,
die nicht in den Schacht einsteigt, in diesem sicheren Aufenthaltsbereich vor einem
Sturz in den Schacht geschützt ist. Auch die Person, die in den Schacht einsteigen
soll, kann sich zunächst vorteilhaft nicht im Einstiegsbereich, sondern vielmehr daneben
in dem sicheren Aufenthaltsbereich aufhalten, beispielsweise um die Sicherungskleidung
anzulegen, die für einen Aufenthalt in dem Schacht vorgeschrieben ist.
[0034] Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung ist ein Sicherungsgestell auch als Tripod
bezeichnet, welches dazu dient, das Sicherungsseil für das in den Schacht einsteigende
Personal zu tragen oder zumindest mittels einer Umlenkungseinrichtung wie z.B. einer
Umlenkrolle umzulenken. Die Bezeichnung des Sicherungsgestells als Tripod rührt daher,
dass in der Praxis üblicherweise dreibeinige Sicherungsgestelle verwendet werden.
Angesichts der Tatsache, dass die Sicherungsgestelle üblicherweise ein Stück weit
getragen werden müssen und die Länge ihrer Stützbeine eingestellt werden muss, haben
sich in der Praxis Tripods als Sicherungsgestelle durchgesetzt, da diese ein möglichst
geringes Gewicht und aufgrund der möglichst geringen Anzahl an Stützbeine eine schnelle
Einrichtung des Stützgestells ermöglichen und gleichzeitig ein hohes Maß an Standsicherheit
bieten. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Traverse der Leitersicherung mit
den beiden Anlagestücken an zwei Stützbeinen eines Tripods anlegbar ist. Falls abweichend
von einem "echten" dreibeinigen Tripod ein Stützgestell mit einer anderen Anzahl von
Stützbeinen verwendet werden sollte, jedoch mit wenigstens zwei Stützbeinen, kann
die erfindungsgemäße Leitersicherung ebenfalls Anwendung finden, da die beiden Anlagestücke
an zwei Stützbeinen dieses Sicherungsgestells anlegbar ist. Die Bezeichnung des Sicherungsgestells
als "Tripod" und dessen wiederholte Erwähnung im Rahmen des vorliegenden Vorschlags
beschränkt die Anwendung der erfindungsgemäßen Leitersicherung dementsprechend nicht
auf die Verwendung bei Stützgestellen mit ausschließlich drei Stützbeinen.
[0035] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der rein schematischen Darstellungen
nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Leitersicherung in perspektivischer Ansicht von
oben,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die teilweise auseinandergezogen dargestellte Leitersicherung,
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linie A - A von Fig. 2,
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht auf eine Einstiegsanordnung unter Verwendung der Leitersicherung
von Fig. 1 bis 3,
- Fig. 5
- einen Vertikalschnitt durch einen Schacht und die Einstiegsanordnung von Fig. 4,
- Fig. 6
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Leitersicherung in einer Ansicht ähnlich Fig.
1, und
- Fig. 7
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Einstiegsanordnung in einer Ansicht ähnlich
Fig. 4.
[0036] Fig. 1 zeigt eine Leitersicherung 1, die im Wesentlichen aus vier Komponenten besteht:
eine Traverse 2 weist an jedem ihrer beiden Enden ein Anlagestück 3 auf. Die Anlagestücke
3 schließen dabei über in Fig. 1 nicht dargestellte Gewindespindeln an ein Mittelstück
4 der Traverse 2 an, so dass die wirksame Länge der Traverse 2 einstellbar ist. Als
vierte Komponente weist die Leitersicherung 1 einen Ausleger 5 auf, der quer zum Mittelstück
4 verläuft und an einem Ende eine Aufnahme 6 trägt, die als U-Profilschiene mit nach
oben offenem Querschnitt ausgestaltet ist.
[0037] Das Mittelstück 4 weist seinerseits auf halber Länge, also in seiner Mitte, ein vergleichsweise
kurzes Rohrstück 7 auf, welches quer zur Längsachse des Mittelstücks 4 verläuft und
als Führung für den in das Rohrstück 7 eingesteckten Ausleger 5 dient. Der Ausleger
5 ist mit mehreren senkrecht verlaufenden Bohrungen 8 versehen, und auch in dem Rohrstück
7 ist eine solche Bohrung 8 vorgesehen. Ein Sicherungsbolzen 9 erstreckt sich durch
die Bohrung 8 des Rohrstücks 7 und eine damit fluchtende Bohrung 8 des Auslegers 5.
Die Position des Auslegers 5 am Mittelstück 4 und dementsprechend der Abstand zwischen
der Aufnahme 6 und der Mittelstück 4 ist durch diese lochschienenartige Verstellmöglichkeit
einstellbar.
[0038] Während die Bohrungen 8 zur Einstellung des Auslegers 5 dienen, werden Bohrungen,
die in den beiden gegenüberliegenden Schenkeln der Aufnahme 6 miteinander fluchtend
angeordnet sind, als Sicherungsbohrungen 10 bezeichnet, da sie zur Aufnahme eines
Sicherungsbolzens dienen, nachdem die Sprosse einer Leiter von oben in die Aufnahme
6 eingehängt worden ist. Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass die Anlagestücke 3 jeweils
mit einem Anlagewinkel 11 enden. Sie können so ein Stützbein eines Sicherungsgestells
formschlüssig teilweise umgreifen. Insbesondere wenn das Stützbein einen rechteckigen
Querschnitt aufweist, kann der Anlagewinkel 11, der als ein V-förmiges Profilelements
mit einem 90°-Winkel ausgestaltet ist, zwei Seitenflächen des Stützbeins anliegen.
[0039] Fig. 3 zeigt, dass auch die Anlagewinkel 11 der Anlagestücke 3 jeweils mit einer
Sicherungsbohrung 10 versehen sind. Diese dient dazu, mittels eines Sicherungsbolzens
das Anlagestück 3, nämlich dessen Anlagewinkel 11, an einem Stützbein eines Sicherungsgestells
sicher festzulegen, nämlich mithilfe von Bohrungen, die ein solches Stützbein aufweist,
um eine teleskopische Längen-Verstellbarkeit des Stützbeins zu ermöglichen.
[0040] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 3 sind die Anlagewinkel
11 starr mit einem Rohrstück verbunden, welches ebenfalls einen Teil des jeweiligen
Anlagestücks 3 bildet und in den Zeichnungen in Verlängerung des Mittelstücks 4 ausgerichtet
ist. Zwischen den dargestellten Anlagestücken 3 und dem Mittelstück 4 weist die erwähnte
Spindel zum jeweiligen Anlagestück 3 hin ein Kugelgelenk auf, so dass die Neigung
des Anlagestücks 3 an den Verlauf des jeweiligen Stützbeins des Sicherungsgestells
in der Art angepasst werden kann, dass der Anlagewinkel 11 möglichst vollflächig dem
Stützbein anliegt. Ein Gelenk, beispielsweise das erwähnte Kugelgelenk, kann jedoch
auch innerhalb des Anlagestücks 3 vorgesehen sein, beispielsweise zwischen zwei Abschnitten
des Rohrstücks oder zwischen dem Rohrstück und dem Anlagewinkel 11.
[0041] Fig. 4 zeigt eine kreisrunde Einstiegsöffnung 12 eines Schachtes von oben. Über der
Einstiegsöffnung 12 ist ein Sicherungsgestell 14 in Form eines Tripods aufgestellt,
dessen drei Stützbeine 15 um die Einstiegsöffnung 12 verteilt aufgestellt sind. Zwischen
zwei Stützbeinen 15 ist die anhand der Fig. 1 bis 3 beschriebene Leitersicherung 1
angebracht, die aus Übersichtlichkeitsgründen in Fig. 4 stark vereinfacht dargestellt
ist. Hierzu liegen die - in Fig. 4 nicht ersichtlichen - Anlagestücke 3 der Traverse
2 den beiden Stützbeinen 15 an. Der Ausleger 5 erstreckt sich über die Einstiegsöffnung
12, so dass die Aufnahme 6 sich oberhalb von der Einstiegsöffnung 12 befindet, und
zwar randnah, so dass eine mittels der Aufnahme 6 gesicherte Leiter 17, die in den
Schacht eingestellt ist, im Bereich der Einstiegsöffnung 12 einen möglichst großen
Querschnittsanteil der Einstiegsöffnung 12 frei lässt.
[0042] Fig. 5 zeigt die Einstiegsanordnung von Fig. 4 in Art eines Vertikalschnitts, der
sich auch noch nach unten durch einen Schacht 16 erstreckt. Die Leitersicherung 1
einschließlich deren Aufnahme 6 ist im Abstand oberhalb vom Erdboden und der Einstiegsöffnung
12 angeordnet. Die Sicherungsbohrungen 10 sind in den Anlagewinkeln 11 ersichtlich.
Die Spindeln, die zur Längenverstellung der Traverse 2 zwischen dem Mittelstück 4
und den beiden Anlagestücken 3 angeordnet sind und jeweils ein Kugelgelenk aufweisen,
sind in Fig. 5 durch einen Strich angedeutet. Sollte eine in den Schacht 16 eingestellte
Leiter 17 wegrutschen, ggf. während sich Personal auf der Leiter 17 befindet, so wird
sich der Neigungswinkel der Leiter 17 ändern und die oberste Sprosse, die in der Aufnahme
6 der Leitersicherung 1 aufgenommen ist, wird sich absenken. Dabei wird das Mittelstück
4 der Traverse 2 eine Drehachse bilden, um welche der Ausleger 5 in der Richtung schwenkt,
dass die Aufnahme 6 nach unten bewegt wird. Die erwähnten Kugellager in der Traverse
2 erlauben die Schwenkbewegung, ohne dass es zu einer plastischen Verformung oder
Beschädigung von Elementen der Leitersicherung 1 kommt. Der Kontakt der Aufnahme 6
oder des Auslegers 5 mit dem Rand der Einstiegsöffnung 12 begrenzt diese Schwenkbewegung
und damit auch das Maß, um welches die Leiter 17 wegrutschen kann.
[0043] Die tatsächliche Höhe, in welcher sich die Aufnahme 6 befindet, wird einerseits durch
die Aufstellung des Sicherungsgestells 14 beeinflusst, und andererseits durch die
Ausgestaltung der Leiter 17, beispielsweise den Abstand der einzelnen Sprossen und
die Möglichkeit, wie schräg die Leiter 17 innerhalb des Schachtes 16 gestellt werden
kann.
[0044] Wenn es die jeweiligen Verhältnisse zulassen, kann die Leitersicherung 1 so flach
auf dem oder so knapp oberhalb des Erdbodens angeordnet werden, dass der Ausleger
5 von Anfang an flach oder mit einer sehr geringen Schrägstellung auf dem Rand der
Einstiegsöffnung 12 aufliegt und die Leiter 17 dementsprechend spielfrei gesichert
ist.
[0045] In Fig. 6 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Leitersicherung 1 dargestellt,
bei dem vergleichbare Bauteile mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet sind wie
bei dem ersten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5. Das zweite Ausführungsbeispiel
der Fig. 6 unterscheidet sich davon durch die Ausgestaltung der Traverse 2, insbesondere
durch den Anschluss der Anlagestücke 3 an das Mittelstück 4. Die Anlagestücke 3 weisen
jeweils statt eines Rohrstücks zwei parallele, hochkant stehend ausgerichtete Flacheisen
auf, die als Gelenklaschen 18 jeweils an einem Anlagewinkel 11 befestigt sind, sich
in Richtung zum Mittelstück 4 erstrecken und jeweils eine Sicherungsbohrung 10 aufweisen.
Die beiden Sicherungsbohrungen 10 der beiden an demselben Anlagewinkel 11 befindlichen
Gelenklaschen 18 sind miteinander fluchtend angeordnet.
[0046] Aus den beiden Enden des Mittelstücks 4 ragt jeweils eine mit einem Gewinde versehene
Spindel 19, die in Fig. 6 fast vollständig in das Mittelstück4 eingeschraubt dargestellt
ist und an ihrem Ende einen Gelenkkopf 20 trägt. Die Gelenkköpfe 20 sind jeweils als
eine Hülse mit einer zentralen Durchgangsbohrung 21 ausgestaltet, und die Spindeln
19 befinden sich in einer solchen Drehstellung, dass die Durchgangsbohrung 21 fluchtend
zwischen den beiden Sicherungsbolzen 11 der beiden Gelenklaschen 18 eines Anlagestücks
3 angeordnet werden kann. Anschließend kann ein Sicherungsbolzen durch diese drei
miteinander fluchtenden Bohrungen geführt werden, so dass das Anlagestück 3 mit dem
Mittelstück 4 der Traverse verbunden ist, und zwar gelenkig, indem der Sicherungsbolzen
die Schwenkachse bildet.
[0047] Fig. 7 zeigt eine Draufsicht auf eine Einstiegsanordnung in einer Darstellung ähnlich
Fig. 4, jedoch stark vereinfacht, da die grundsätzliche Ausgestaltung der Einstiegsanordnung
anhand von Fig. 4 bereits erläutert wurde. So ist beispielsweise lediglich das Mittelstück
4 der Traverse stellvertretend für die gesamte Leitersicherung 1 dargestellt, wobei
die Leitersicherung 1 dem ersten oder dem zweiten oben erläuterten Ausführungsbeispiel
entsprechen kann oder auch davon abweichend ausgestaltet sein kann, aber jedenfalls
erfindungsgemäß ausgestaltet ist.
[0048] Der Unterschied zu der anhand von Fig. 4 erläuterten Einstiegsanordnung liegt darin,
dass an dem Sicherungsgestell 14 eine weitere Traverse montiert ist, die zur Unterscheidung
von der Traverse der Leitersicherung 1 als Sturzsicherung 22 bezeichnet ist, aber
grundsätzlich genauso ausgestaltet sein kann wie die Traverse 2. Das Mittelstück der
Sturzsicherung 22 ist kürzer als das Mittelstück der Traverse 2, und es braucht auch
kein quer verlaufendes Rohrstück 7 aufzuweisen, weil die Sturzsicherung 22 ohne einen
Ausleger 5 auskommt.
[0049] Auch die Sturzsicherung 22 schließt an zwei Stützbeine 15 des Sicherungsgestells
14 an, wobei die dazu vorgesehenen Anlagestücke 3 aus Übersichtlichkeitsgründen nicht
dargestellt sind, ebenso, genauso wie sie sowohl in Fig. 7 als auch in Fig. 4 auch
nicht für die Traverse 2 der Leitersicherung 1 dargestellt sind. Die Anlagestücke
3 der Sturzsicherung 7 können wie die Anlagestücke 3 der an derselben Einstiegsanordnung
verwendeten Leitersicherung 1 ausgestaltet sein oder auch abweichend davon. Wesentlich
ist, dass die Sturzsicherung 22 einerseits an einem Stützbein 15 befestigt ist, an
dem auch die Leitersicherung 1 befestigt ist, und dass die Sturzsicherung 22 mit ihrem
anderen Ende an ein anderes Stützbein 15 anschließt, an dem die Leitersicherung 1
nicht befestigt ist.
[0050] Die Sturzsicherung 22 ist kürzer als die Traverse 2 und daher in einer größeren Höhe
am Sicherungsgestell 14 montiert, entsprechend dem dort geringeren Abstand zweier
benachbarter Stützbein 15 zueinander. Die Sturzsicherung 22 dient dazu, den Sturz
einer Person zwischen zwei Stützbeinen 15, und ggf. in die Einstiegsöffnung 12 des
Schachtes 16 hinein, zu verhindern. Oberhalb der Leitersicherung 1 ist eine solche
Sturzsicherung 22 nicht vorgesehen, um den Einstieg in die Schachtöffnung 16 nicht
zu behindern.
[0051] Der Bereich des Sicherungsgestells 14, der mit der Leitersicherung 1 versehen ist,
stellt den Einstiegsbereich des Sicherungsgestells 14 dar. Neben diesem Einstiegsbereich
wird mithilfe der Sturzsicherung 22 ein sicherer Bereich außerhalb des Sicherungsgestells
14 geschaffen, so dass in diesem sicheren Bereich beispielsweise die für den Aufenthalt
im Schacht 16 vorgeschriebene Sicherheitskleidung an- oder abgelegt werden kann. Bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Einstiegsanordnung ist das Sicherungsgestell
14 als Tripod mit drei Stützbeinen 15 dargestellt, so dass sich am Umfang des Sicherungsgestells
14 drei Felder ergeben, die von jeweils zwei benachbarten Stützbeinen 15 begrenzt
sind und die sich jeweils dreieckig nach oben verjüngen. Ein erstes Feld bildet den
erwähnten Einstiegsbereich, und ein zweites Feld ist durch die Sturzsicherung 22 abgesichert.
Abweichend von dem dargestellten Ausführungsbeispiel kann auch an dem dritten Feld
eine Sturzsicherung 22 montiert werden. Außen vor dem dritten Feld ist aber kein Aufenthalt
von Personen vorgesehen, beispielsweise keine Umkleidezone, so dass aus diesem Grund
dort keine Sturzsicherung vorgesehen ist.
Bezugszeichen:
[0052]
- 1
- Leitersicherung
- 2
- Traverse
- 3
- Anlagestück
- 4
- Mittelstück
- 5
- Ausleger
- 6
- Aufnahme
- 7
- Rohrstück
- 8
- Bohrung
- 9
- Sicherungsbolzen
- 10
- Sicherungsbohrung
- 11
- Anlagewinkel
- 12
- Einstiegsöffnung
- 14
- Sicherungsgestell
- 15
- Stützbein
- 16
- Schacht
- 17
- Leiter
- 18
- Gelenklasche
- 19
- Spindel
- 20
- Gelenkkopf
- 21
- Durchgangsbohrung
- 22
- Sturzsicherung
1. Leitersicherung (1), die dazu bestimmt ist, eine zum Einstieg in einen Schacht (16)
dienende, in den Schacht (16) eingestellte Leiter sicher zu halten,
• mit einer Traverse (2),
die ein Mittelstück (4) aufweist,
sowie an den beiden Enden des Mittelstücks (4) jeweils ein Anlagestück (3) aufweist,
welches dazu bestimmt ist, an ein Stützbein (15) eines Sicherungsgestells (14) angelegt
zu werden,
• und mit einem Ausleger (5),
der an der Traverse (2) festgelegt ist und sich quer zur Traverse (2) erstreckt,
wobei der Ausleger (5), bezogen auf die Länge der Traverse (2), in deren mittlerem
Bereich angeordnet ist,
• und mit einer Aufnahme (6),
die an einem freien, von der Traverse (2) entfernten Ende des Auslegers (5) angeordnet
ist,
einen U-förmigen Querschnitt aufweist,
und dazu bestimmt ist, eine Leitersprosse aufzunehmen.
2. Leitersicherung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ausleger (5) verstellbar an der Traverse (2) festgelegt ist,
derart, dass der Abstand zwischen der Aufnahme (6) und der Traverse (2) einstellbar
ist.
3. Leitersicherung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (6) durch eine U-Profilschiene gebildet ist.
4. Leitersicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass
an dem Mittelstück (4) wenigstens eines der Anlagestücke (3) längsverstellbar festgelegt
ist,
derart, dass die wirksame Länge der Traverse (2) einstellbar ist.
5. Leitersicherung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Anlagestück (3) mittels einer Gewindespindel an das Mittelstück (4) anschließt.
6. Leitersicherung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Anlagestück (3) mittels einer Lochschiene an das Mittelstück (4) anschließt.
7. Leitersicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Anlagestücke (3) jeweils um eine liegende Achse schwenkbar an das Mittelstück
(4) anschließen, derart, dass sie winkelbeweglich an unterschiedliche Neigungswinkel
der Stützbeine (15) des Sicherungsgestells (14) anpassbar sind.
8. Leitersicherung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Anlagestücke (3) jeweils mittels eines Kugelgelenks an das Mittelstück
(4) anschließen.
9. Leitersicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Traverse (2) ein Rohrstück (7) aufweist, welches quer zur Längsachse der Traverse
(2) verläuft, und in welches der Ausleger (5) eingesteckt ist,
und dass mittels im Rohrstück (7) und im Ausleger (5) angeordneter Bohrungen (8) sowie eines
Sicherungsbolzens (9) der Ausleger (5) lochschienenartig zur Traverse (2) verstellbar
ist.
10. Leitersicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anlagestücke (3) dazu bestimmt sind, an den Stützbeinen (15) des Sicherungsgestells
(14) lösbar festgelegt zu werden.
11. Leitersicherung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anlagestücke (3) jeweils eine Sicherungsbohrung (10) aufweisen,
und jedem Anlagestück (3) ein Sicherungsbolzen (9) zugeordnet ist,
derart, dass ein Anlagestück (3) mittels des Sicherungsbolzens (9), der durch eine
Bohrung eines lochschienenartig ausgestalteten Stützbeins (15) führbar ist, an dem
Stützbein (15) festlegbar ist.
12. Leitersicherung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anlagestücke (3) jeweils eine Klemme mit verstellbarer Öffnungsweite aufweisen.
13. Leitersicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (6) ein Sicherungselement aufweist, welches in einem Abstand von der
Basis des U-förmigen Querschnitts angeordnet und dazu bestimmt ist, eine in die Aufnahme
(6) eingelegte Leitersprosse zwischen dem Sicherungselement und der Basis innerhalb
der Aufnahme (6) unverlierbar zu halten,
wobei das Sicherungselement aus dieser Sicherungsstellung in einer die Führung der
Leitersprosse aus der Aufnahme (6) heraus ermöglichende Freigabestellung beweglich
ist.
14. Leitersicherung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement als Sicherungsbolzen (9) ausgestaltet ist, der in zwei miteinander
fluchtende Sicherungsbohrungen (10) einsteckbar ist, welche in den beiden gegenüberliegenden
Schenkeln des U-förmigen Querschnitts der Aufnahme (6) angeordnet sind.
15. Leitersicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Sicherungsbolzen (9) mittels einer Sorgleine an ein anderes Bauteil der Leitersicherung
(1) beweglich, aber unverlierbar angeschlossen ist.
16. Leitersicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (6) einen nach oben offenen U-förmigen Querschnitt aufweist.
17. Einstiegsanordnung, die dazu bestimmt ist, eine Begehung eines Schachtes (16) zu ermöglichen,
welcher eine obere, als Einstiegsöffnung (12) bezeichnete Schachtmündung aufweist,
mit einem über der Einstiegsöffnung (12) aufgestellten Sicherungsgestell (14),
dessen Stützbeine (15) rings um die Einstiegsöffnung (12) auf dem Untergrund abgestützt
sind,
wobei das Sicherungsgestell (14) eine aufgespulte Sicherungsleine trägt
und in den Schacht (16) eine von der Einstiegsöffnung (12) abwärts führende Leiter
(17) eingestellt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einstiegsanordnung eine Leitersicherung (1) aufweist, die nach einem der vorhergehenden
Ansprüche ausgestaltet ist,
wobei die Traverse (2) mit den beiden Anlagestücken (3) an zwei Stützbeinen (15) des
Sicherungsgestells (14) angeschlossen ist,
der Ausleger (5) von der Traverse (2) aus in der Art über die Einstiegsöffnung (12)
ragt, dass die Aufnahme (6) sich über der Einstiegsöffnung (12) befindet,
und eine Sprosse der Leiter (17) in die Aufnahme (6) eingelegt ist.
18. Einstiegsanordnung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei Stützbeine (15) des Sicherungsgestells (14) durch eine als Sturzsicherung (22)
bezeichnete Traverse miteinander verbunden sind, welche höher als die Traverse (2)
der Leitersicherung (1) verläuft,
wobei die Sturzsicherung (22) mit einem ersten Ende an ein Stützbein (15) anschließt,
an welches auch die Traverse (2) der Leitersicherung (1) anschließt,
und mit einem zweiten Ende an ein benachbartes, von der Leitersicherung (1) beabstandetes
Stützbein (15) anschließt.