[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Befestigungssystem für Kehrelemente an einer
maschinell angetriebenen Kehrmaschine. Ferner betrifft die Erfindung eine mit einem
solchen Befestigungssystem ausgestattete Kehrvorrichtung zur Anordnung an einer Kehr-
oder Reinigungsmaschine. In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung speziell
auf das Befestigungssystem abgestimmte Kehrelemente zur werkzeuglosen Anordnung an
einer maschinell angetriebenen Kehr- oder Reinigungsmaschine. Die Kehrvorrichtung
ist insbesondere als Tellerbesen, vorzugsweise zur Beseitigung von Wildkraut und/oder
von anderweitigem Bewuchs auf befestigten Flächen ausgebildet. Das Befestigungssystem
stellt ein Schnellwechselsystem zum zügigen Auswechseln verschleißender Kehrelemente
der Kehrvorrichtung zur Verfügung.
Hintergrund
[0002] Für die Beseitigung von Wildkraut auf befestigten Flächen, insbesondere im Bereich
von Bordsteinen oder auf gepflasterten Wegen oder Plätzen kommen gesondert für diesen
Einsatzzweck vorgesehene Kehrvorrichtungen zum Einsatz. Gängige Kehrvorrichtungen
sind hierbei als Tellerbesen mit einem maschinell antreibbaren sowie drehbar an einer
Reinigungs- oder Kehrmaschine anordenbaren Teller ausgebildet. An dem drehbaren Teller
sind einzelne Aufnahmen zur Befestigung von als Drahtbündel oder als Borstenbüschel
ausgestalteten Kehrelementen vorgesehen.
[0003] Eine derartige Kehrvorrichtung mit auswechselbar am drehbaren Teller angeordneten
Kehrelementen ist beispielsweise aus der
EP 0 740 915 A2 bekannt. Zur lösbaren Halterung einzelner Bürsten an einer Trägerscheibe sind hier
diverse Buchsen vorgesehen, die sämtlichst mit jeweils einem federbeaufschlagten Stoppglied
versehen sind. Das nach Art eines verschiebbaren Stifts ausgestaltete Stoppglied ist
hierbei ausschließlich unter Zuhilfenahme eines speziellen Werkzeugs in eine Freigabestellung
überführbar, in welcher die jeweilige Bürste von der Trägerscheibe gelöst und ausgewechselt
werden kann.
[0004] Das Bereitstellen eines gesonderten Befestigungs- und Verschlussmechanismus an jeder
Buchse der Trägerscheibe ist für die Herstellung derartiger Tellerbesen vergleichsweise
aufwendig und kostenintensiv. Ferner erweist sich die Ausstattung einer jeden Buchse
mit einem gesonderten und jeweils manuell zu betätigenden Verriegelungselement auch
als störanfällig und wartungsintensiv. Die gesonderte Handhabung einer Vielzahl von
Verriegelungselementen mittels eines gesonderten Werkzeugs ist ferner recht langwierig
und arbeitsintensiv zum gleichzeitigen Auswechseln vieler Bürsten am Teller.
[0005] Es ist demgegenüber Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine insoweit verbessertes
Befestigungssystem, eine verbesserte Kehrvorrichtung und hierfür vorgesehene Kehrelemente
für eine Kehr- oder Reinigungsmaschine bereitzustellen, die ein besonders einfaches
Auswechseln verschlissener Kehrelemente ermöglichen, die besonders kostengünstig herstellbar
ist, die ferner besonders wartungsarm und nur wenig störanfällig ausgestaltet sind.
Erfindung und vorteilhafte Ausgestaltungen
[0006] Die Gegenstand der Erfindung wird durch die unabhängigen Patentansprüche angegeben.
Die Erfindung betrifft in einem Aspekt ein Befestigungssystem zur lösbaren Anordnung
zumindest eines Kehrelements an einer maschinell angetriebenen Kehrmaschine. Das Befestigungssystem
umfasst eine längserstreckte Befestigungseinrichtung und ein an der Befestigungseinrichtung
lösbar anordenbares Kehrelement. Die Befestigungseinrichtung selbst ist typischerweise
an einem drehbar und maschinell antreibbaren Träger einer Kehrmaschine anordenbar
oder sie ist hieran angeordnet.
[0007] Die Befestigungseinrichtung weist eine längserstreckte Geometrie auf. Das an der
Befestigungseinrichtung werkzeuglos lösbare und befestigbare Kehrelement weist an
einem proximalen Endabschnitt, welcher im Betrieb des Kehrelements einer zu reinigende
Fläche abgewandt ist, eine Befestigungsstruktur auf. Die Befestigungseinrichtung weist
an einem distalen Endabschnitt, welcher dem hieran zu befestigenden Kehrelement zugewandt
ist, eine korrespondierend zur Befestigungsstruktur ausgestaltete Gegenbefestigungsstruktur
auf. Befestigungsstruktur und Gegenbefestigungsstruktur können insbesondere formschlüssig
ineinandergreifen und sind miteinander in Wirkverbindung bringbar.
[0008] Die Befestigungsstruktur und die Gegenbefestigungsstruktur weisen insbesondere formschlüssig
ineinandergreifende Geometrien auf, mittels derer das längserstreckte Kehrelement
mit seinem proximalen Endabschnitt am distalen Endabschnitt der Befestigungseinrichtung
lösbar befestigbar ist.
[0009] Das Befestigungssystem weist ferner ein Sicherungselement auf, welches zwischen einer
distalen Sicherungsstellung und einer proximalen Lösestellung längsverschieblich an
der Befestigungseinrichtung geführt ist. Mittels des Sicherungselements kann der wechselseitige
Eingriff von Befestigungsstruktur und Gegenbefestigungsstruktur fixiert und gesichert
werden. Mit dem in Sicherungsstellung befindlichen Sicherungselement wird ein Lösen
von Befestigungsstruktur und Gegenbefestigungsstruktur effektiv verhindert.
[0010] Ein wechselseitiges Lösen von Befestigungsstruktur und Gegenbefestigungsstruktur
ist ausschließlich mit dem sich in Lösestellung befindlichen Sicherungselement möglich.
[0011] Das Sicherungselement umschließt in seiner Sicherungsstellung die Gegenbefestigungsstruktur
zumindest abschnittsweise. Bevorzugt umschließt oder umgreift das Sicherungselement
zumindest denjenigen Teilbereich der Gegenbefestigungsstruktur, welcher mit der Befestigungsstruktur
des Kehrelements in und/oder außer Eingriff bringbar ist. Mit einer von der Gegenbefestigungsstruktur
gehaltenen bzw. mit der Gegenbefestigungsstruktur in Eingriff befindlichen Befestigungsstruktur
kann das in Schließstellung befindliche Sicherungselement ein Lösen des Kehrelements
von der Befestigungseinrichtung unterbinden.
[0012] Die Gegenbefestigungsstruktur der Befestigungseinrichtung ist bei einem sich in Lösestellung
befindlichen Sicherungselement von außen zugänglich. Die Gegenbefestigungsstruktur
ist insbesondere für die Befestigungsstruktur des Kehrelements dann zugänglich, wenn
sich das Sicherungselement in der proximalen Lösestellung befindet.
[0013] Das Kehrelement bzw. seine Befestigungsstruktur weist eine radialsymmetrische Geometrie,
beispielsweise in Form einer annähernd zylindrischen Sicherungsbuchse auf. Im vorliegenden
Kontext ist eine Axialrichtung mit der Längsrichtung der Kehrelemente bzw. mit der
Längsrichtung der hierfür vorgesehenen Befestigungseinrichtungen gleichzusetzen. Die
Axial- oder Längsrichtung kann, muss aber nicht mit einer Drehachse des drehbaren
und maschinengetriebenen Trägers zusammenfallen. Es ist vorgesehen, dass sich die
Befestigungseinrichtung unter einem vorgegebenen Winkel schräg nach außen und nach
unten vom drehbaren tellerartigen Träger weg erstreckt. Es sind aber auch Ausgestaltungen
denkbar, bei welchen sich eine Längsachse der Befestigungseinrichtungen und der hieran
befestigten Kehrelemente parallel zur Drehachse des Trägers erstrecken.
[0014] Das Sicherungselement ist ferner in Axialrichtung oder in Längsrichtung zwischen
der Lösestellung und der Sicherungsstellung an der Befestigungseinrichtung geführt.
Hingegen sind die Befestigungsstruktur und die Gegenbefestigungsstruktur entlang einer
hiervon abweichenden Richtung in Eingriff als auch außer Eingriff bringbar. Die Befestigungsstruktur
und die Gegenbefestigungsstruktur sind typischerweise als Formschlussmittel ausgestaltet,
die bezogen auf die Axial- oder Längsrichtung der Befestigungseinrichtung in Radialrichtung
und/oder in Tangential-, das heißt in Umfangsrichtung, miteinander in Eingriff und/oder
auch außer Eingriff bringbar sind.
[0015] Ein In-Eingriff- oder Außer-Eingriffbringen von Befestigungsstruktur und Gegenbefestigungsstruktur
ist ausschließlich bei einem sich in Lösestellung, das heißt in proximal zurückgezogener
Stellung befindlichen Sicherungselement möglich. Die Befestigungseinrichtung und die
Gegenbefestigungsstruktur sind insbesondere zur Bildung einer in Axialrichtung wirkenden
formschlüssigen Verbindung ausgestaltet. In Axialrichtung, das heißt in Längsrichtung
der Befestigungseinrichtung bzw. in Längsrichtung des Kehrelements auf das Kehrelement
einwirkende Kräfte im Betrieb der Kehrmaschine werden über die Befestigungsstruktur
in die hiermit in Eingriff stehende Gegenbefestigungsstruktur eingeleitet, welche
fest am drehbaren Träger der Kehrmaschine angeordnet ist.
[0016] Etwaige auf das Befestigungssystem einwirkende Fliehkräfte im Betrieb der Kehrmaschine
sorgen dafür, dass das Sicherungselement in seiner distalen Sicherungsstellung verbleibt.
In jener Sicherungsstellung ist jegliche Tangential- oder Radialbewegung des Kehrelements
relativ zur Befestigungseinrichtung blockiert. Erst im Stillstand der Kehrmaschine
ist das Sicherungselement aus der Sicherungsstellung in die proximale Lösestellung
überführbar, in welcher nun eine Radial- und/oder Tangentialbewegung des Kehrelements,
mithin eine Radial- und/oder Tangentialbewegung der Befestigungsstruktur und des Kehrelements
relativ zur Befestigungseinrichtung bzw. Gegenbefestigungsstruktur freigegeben ist.
[0017] Eine Montage- oder Demontagebewegung für die Kehrelemente an der Befestigungseinrichtung
erstreckt sich typischerweise senkrecht oder schräg zur Längsrichtung der Befestigungseinrichtung
bzw. senkrecht oder schräg zur axialen Führung des Sicherungselements an der Befestigungseinrichtung.
[0018] Nach einer weiteren Ausführungsform weist das Sicherungselement eine außen und am
distalen Endabschnitt der Befestigungseinrichtung verschiebbare Sicherungshülse auf.
Ein distales Ende der Sicherungshülse umschließt in Sicherungsstellung typischerweise
die mit der Befestigungsstruktur in Eingriff stehende Gegenbefestigungsstruktur der
Befestigungseinrichtung. Indem die Sicherungshülse zumindest mit ihrem distalen Ende
einen Überlappungsbereich von Befestigungseinrichtung und Kehrelement, bzw. einen
Überlappungsbereich von Befestigungsstruktur und Gegenbefestigungsstruktur in Umfangsrichtung
umschließt, wird ein Loslösen, insbesondere ein Außer-Eingriffbringen der Befestigungsstruktur
von der Gegenbefestigungsstruktur wirksam verhindert.
[0019] Die Sicherungshülse ist insbesondere als zylindrische oder ovale Hülse ausgestaltet.
Sie weist an ihrem distalen Endabschnitt, das heißt dem an der Befestigungseinrichtung
montierten Kehrelement zugewandt, einen Sicherungsraum auf, welcher die Gegenbefestigungsstruktur,
mithin auch die hiermit in Eingriff stehende Befestigungsstruktur eng umschließt.
Durch jenes Umschließen in Umfangsrichtung wird jegliche Relativbewegung der Befestigungsstruktur
relativ zur Gegenbefestigungsstruktur in der Ebene senkrecht zur Längsrichtung des
Kehrelements bzw. senkrecht zur Längsrichtung der Befestigungseinrichtung wirksam
verhindert.
[0020] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist das Sicherungselement, insbesondere die Sicherungshülse
entgegen der Kraft einer Feder von der Sicherungsstellung in die Lösestellung überführbar.
Mit anderen Worten wird das Sicherungselement durch die Kraft der Feder in der Sicherungsstellung
gehalten. Hierdurch wird ein unbeabsichtigtes Lösen des Kehrelements von der Befestigungseinrichtung
blockiert. Die Feder kann als Druckfeder oder als Zugfeder ausgestaltet sein. Sie
kann beispielsweise eine schraubenförmige Geometrie aufweisen.
[0021] Sie kann insbesondere in einen radialen Zwischenraum zwischen der Außenseite der
Befestigungseinrichtung und einer Innenseite des Sicherungselements angeordnet sein.
Die Feder kann mit gegenüberliegenden axialen Endabschnitten einmal an der Befestigungsstruktur
fixiert sein und einmal am Sicherungselement fixiert sein und/oder an entsprechenden,
sich in Radialrichtung nach außen oder nach innen erstreckenden Vorsprüngen zur Anlage
gelangen, um das Sicherungselement etwa in distale Richtung gegenüber der Befestigungseinrichtung
zu drücken.
[0022] Mittels der Feder kann ein besonders intuitiv und leicht zu bedienendes Befestigungssystem
bereitgestellt werden, welches eine werkzeuglose Montage als auch Demontage von Kehrelementen
an entsprechenden Befestigungseinrichtungen ermöglicht.
[0023] Eine der Befestigungsstruktur und Gegenbefestigungsstruktur weist einen Schaftabschnitt
und in Längsrichtung hieran angrenzend einen radial erweiterten Kopf auf. Der Kopf
ist in eine an der anderen von Befestigungsstruktur und Gegenbefestigungsstruktur
vorgesehene Aufnahme einführbar. Es ergeben sich hierfür zwei unterschiedliche Ausführungsformen.
Befindet sich der radial erweiterte Kopf an der Befestigungsstruktur, so ist die Gegenbefestigungsstruktur
mit einer hiermit korrespondierenden Aufnahme versehen. Befindet sich der radial erweiterte
Kopf an der Gegenbefestigungsstruktur, so ist die Befestigungsstruktur mit einer hiermit
korrespondierenden Aufnahme vorgesehen.
[0024] Für ein lösbares Befestigen des Kehrelements an der Befestigungseinrichtung weist
entweder das Kehrelement oder die Befestigungseinrichtung einen radial erweiterten
Kopf auf. Der jeweils andere Partner von Befestigungseinrichtung und Kehrelement weist
dabei die zur Aufnahme des Kopfs vorgesehene Aufnahme auf.
[0025] Der axial an den Kopf angrenzende Schaftabschnitt weist einen geringeren Durchmesser
bzw. eine geringere Radialerstreckung als der Kopf auf. Der Kopf befindet sich je
nach Ausführungsform entweder an einem distalen Endabschnitt der Gegenbefestigungsstruktur
oder an einem proximalen Endabschnitt der Befestigungsstruktur. Der Schaftabschnitt
ist jeweils um die Axialerstreckung des Kopfs vom axialen Ende der betreffenden Befestigungsstruktur
oder Gegenbefestigungsstruktur beabstandet.
[0026] Ist beispielsweise die Befestigungsstruktur des Kehrelements mit dem Kopf und dem
Schaftabschnitt ausgestattet, so bildet der Kopf zugleich den proximalen Endabschnitt
des Kehrelements. Es ist aber auch umgekehrt denkbar, dass ein distales Ende der Gegenbefestigungsstruktur
mit dem radial erweiterten Kopf versehen ist.
[0027] Nach einer weiteren Ausgestaltung hiervon weist die Aufnahme an einem stirnseitigen
Ende der Gegenbefestigungsstruktur, bzw. der Befestigungsstruktur einen radial verjüngten
teilkreisförmigen Halsabschnitt auf, welcher zur Aufnahme des Schaftabschnitts ausgebildet
ist. Befindet sich die Aufnahme beispielsweise an der Befestigungseinrichtung, mithin
an der Gegenbefestigungsstruktur, so weist das distale Ende der Befestigungsstruktur
den durchmesserverjüngten Halsabschnitt auf. Der lichte Durchmesser des Halsabschnitts
ist hierbei zumindest so groß wie der Außenradius oder der Außendurchmesser des Schaftabschnitts.
[0028] Mit Erreichen einer Montagestellung befindet sich der radial verjüngte Schaftabschnitt
innerhalb des radial verjüngten teilkreisförmigen Halsabschnitts. Radial verjüngt
meint hierbei eine innenliegende Formschlussstruktur der betreffenden Gegenbefestigungsstruktur
oder Befestigungsstruktur.
[0029] Der besagte Halsabschnitt geht in Längsrichtung in einen radial erweiterten Kopfabschnitt
über, welcher zur Aufnahme des Kopfs der jeweils anderen Befestigungs- oder Gegenbefestigungsstruktur
ausgebildet ist.
[0030] Befindet sich der radial erweiterte Kopf an der kehrelementseitigen Befestigungsstruktur,
so ist die Aufnahme an der trägerseitig vorzusehenden Befestigungseinrichtung ausgebildet.
Im Übergang vom Schaftabschnitt zum radial erweiterten Kopf ist dann eine in distale
Richtung weisende Anlagefläche ausgebildet, welche in einer Hinterschneidung, respektive
an einer in proximale Richtung weisenden Anlagefläche im Übergangsbereich von Halsabschnitt
und Kopfabschnitt der Aufnahme zur Anlage bringbar ist.
[0031] Die wechselseitige Anlagestellung jener distalen und proximalen Anlagenflächen bewirkt
eine axiale Sicherung der Befestigungsstruktur an der Gegenbefestigungsstruktur, mithin
eine axiale Sicherung des Kehrelements an der Befestigungseinrichtung.
[0032] Es ist aber auch umgekehrt denkbar, dass die Befestigungseinrichtung mit dem radial
verbreiterten Kopf und dem hieran angrenzenden Schaftabschnitt versehen ist, während
das Kehrelement eine hiermit korrespondierende Aufnahme aufweist. Das Sicherungselement
ist dabei stets verschiebbar an der Befestigungseinrichtung angeordnet.
[0033] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist eine die Aufnahme radial begrenzende Seitenwand
eine seitliche Aussparung auf, die zur Aufnahme des Kopfes und des Schaftabschnitts
ausgebildet ist. Die Aussparung erstreckt sich in Axialrichtung betrachtet über den
gesamten Halsabschnitt und zumindest bereichsweise auch oder sogar vollständig über
den Kopfabschnitt der Aufnahme. Das Vorsehen einer seitlichen Aussparung, etwa in
einer die Aufnahme bildenden Seitenwand der Gegenbefestigungsstruktur oder Befestigungsstruktur,
etwa in einer Seitenwand der hülsenartig ausgestalteten Befestigungseinrichtung, ermöglicht
ein besonders einfaches formschlüssiges Einsetzen von Kopf und Schaftabschnitt in
die Aufnahme bei in Lösestellung zurückgezogenem Sicherungselement. Die Aussparung
erstreckt sich ferner bis in eine Stirnwand am Längsende der die Aufnahme aufweisenden
Befestigungsstruktur oder Gegenbefestigungsstruktur.
[0034] Das Sicherungselement ist in Lösestellung zumindest so weit zurückgezogen, dass es
die Aussparung zumindest bis in den Kopfabschnitt freigibt. Das Sicherungselement
ist in proximale Richtung bis zum Erreichen der Lösestellung derart weit zurückziehbar,
dass es die Aussparung im Bereich des Halsabschnitts als auch im Bereich des Kopfabschnitts
der Aufnahme von außen zugänglich macht und insoweit frei gibt.
[0035] Die seitliche Aussparung weist einen lichten Durchmesser oder einen Teilkreisabschnitt
in der Seitenwand der Aufnahme auf, welcher in Tangential- oder Radialrichtung größer
ist als der jeweils betreffende Außendurchmesser des Kopfs bzw. des axial hieran angrenzenden
Schaftabschnitts. Auf diese Art und Weise wird ein seitliches bzw. radiales Einsetzen
von Kopf und Schaftabschnitt in die Aufnahme ermöglicht.
[0036] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist insbesondere vorgesehen, dass der Kopf an der
Befestigungsstruktur und die Aufnahme an der Gegenbefestigungsstruktur ausgebildet
sind. Demnach befindet sich auch der Schaftabschnitt an der Befestigungsstruktur,
mithin am proximalen Endabschnitt des Kehrelements. Der Halsabschnitt der Aufnahme
befindet sich an einem distalen Ende und somit axial angrenzend an dem Kopfabschnitt
der Aufnahme der Befestigungseinrichtung.
[0037] Da es sich bei dem Kehrelement um ein Verschleißteil handelt, erweist es sich als
besonders vorteilhaft, den geometrisch vergleichsweise einfach herzustellenden Kopf
und den Schaftabschnitt am Kehrelement vorzusehen und die mit einer Aufnahme ausgestattete
Gegenbefestigungsstruktur an der Befestigungseinrichtung auszugestalten. Es sind grundsätzlich
aber auch umgekehrte Anordnungen von Befestigungsstruktur und Gegenbefestigungsstruktur
denkbar, wobei die mit dem Kopf und dem Schaftabschnitt versehene Befestigungsstruktur
an der Befestigungseinrichtung ausgebildet ist und die mit der Aufnahme versehene
Gegenbefestigungsstruktur am proximalen Endabschnitt des Kehrelements ausgebildet
ist.
[0038] Nach einer weiteren Ausgestaltung überdeckt oder verschließt das Sicherungselement
in Schließstellung die seitliche Aussparung einer die Aufnahme radial begrenzenden
Seitenwand der Befestigungseinrichtung. In Sicherungsstellung verdeckt und verschließt
das Sicherungselement die seitliche Aussparung. In Sicherungsstellung befindlich blockiert
das Sicherungselement insoweit eine in Radialrichtung gerichtete Bewegung von Kopf
und Schaftabschnitt. Das Kehrelement ist somit formschlüssig an der Befestigungseinrichtung
fixiert.
[0039] Bei einer modifizierten Ausführungsform mit einer an der Befestigungseinrichtung
vorgesehenen Befestigungsstruktur kann analog auch vorgesehen sein, dass das Sicherungselement
in Schließstellung den Kopf und den hieran axial angrenzenden Schaftabschnitt der
Befestigungsstruktur umschließt. Bei zurückgezogenem und in proximaler Lösestellung
befindlichem Sicherungselement sind der Kopf und der axial hieran angrenzende Schaftabschnitt
der Gegenbefestigungsstruktur gleichermaßen von außen und für die Befestigungsstruktur
zugänglich. Die Befestigungsstruktur des Kehrelements weist in diesem Fall die mit
einer seitlichen Öffnung oder Aussparung versehene Aufnahme auf.
[0040] Für jede denkbare Ausgestaltung ist in Befestigungs- und Sicherungsstellung des Sicherungselements
vorgesehen, dass eine die Aufnahme radial nach außen abschließende Seitenwand der
Gegenbefestigungsstruktur stets von einer Innenseite des distalen Endabschnitts des
Sicherungselements umschlossen ist.
[0041] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist die Sicherungshülse axial versetzt zu einem
distalen Endabschnitt einen radial nach innen ragenden und außen an der Befestigungseinrichtung
axial geführten Flanschabschnitt auf. Der Flanschabschnitt kann hierbei eine Doppelfunktion
erfüllen. Zum einen kann mittels des von der Innenseite radial nach innen ragenden
Flanschabschnitts die Sicherungshülse verkippungsfrei in einem vorgegebenen radialen
Abstand an der Außenseite der Befestigungseinrichtung axial geführt werden. Axial
versetzt zum Flanschabschnitt kann zwischen der Innenseite der Sicherungshülse und
einer Außenseite der ebenfalls etwa hülsen- oder stabförmig ausgestalteten Befestigungseinrichtung
ein Ringspalt gebildet sein. In jenem Ringspalt kann beispielsweise die Feder angeordnet
sein, mittels welcher das Sicherungselement in Sicherungsstellung gehalten wird.
[0042] Des Weiteren kann der radial nach innen ragende Flanschabschnitt der Sicherungshülse
zugleich auch einen axialen Endanschlag bilden. Der axiale Endanschlag kann als distaler
Endanschlag ausgestaltet sein, welcher das Sicherungselement in der distalen Sicherungsstellung
hält. Erreicht das Sicherungselement etwa durch Beaufschlagung der von der Feder ausgehenden
Federkraft die Sicherungsstellung, kann der nach innen ragende Flanschabschnitt des
Sicherungselements mit einem hiermit korrespondierenden Endanschlag an der Außenseite
der Befestigungseinrichtung zusammenwirken, sodass das Sicherungselement nicht über
die Sicherungsstellung hinaus in distale Richtung relativ zur Befestigungseinrichtung
bewegbar ist.
[0043] Nach einer weiteren Ausgestaltung stützt sich ein distales Ende der Feder an einer
proximalen Seite jenes Flanschabschnitts des Sicherungselements ab. Die Feder ist
hierbei typischerweise als Druckfeder ausgestaltet. Sie ist entgegen einer Rückstellkraft
axial komprimierbar. Die Feder kann eine schraubenförmige oder helixartige Geometrie
aufweisen. Sie kann sich innerhalb eines zwischen Befestigungseinrichtung und Sicherungselement
gebildeten zylinderförmigen Ringspalts befinden.
[0044] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist ferner vorgesehen, dass sich ein proximales
Ende der Feder am Boden einer Sicherungsbuchse abstützt. Diese umschließt zumindest
einen axialen Abschnitt der Befestigungseinrichtung. Die Sicherungsbuchse kann ebenfalls
einen etwa zylindrischen Ringspalt mit der Befestigungseinrichtung bilden. Sie kann
in distaler Richtung offen sein. Die Sicherungsbuchse selbst ist axial an der Befestigungseinrichtung
befestigbar. Sie kann zum Zwecke der Montage oder Demontage auch lösbar an der Befestigungseinrichtung
fixiert sein.
[0045] Aufgrund der Wechselwirkung mit der Feder ist es ausreichend, wenn die Sicherungsbuchse
lediglich in eine Richtung, nämlich in proximaler Richtung gegenüber oder an der Befestigungseinrichtung
gesichert ist. Hierzu kann das Vorsehen eines Sicherungselements, bspw. in Form eines
Sicherungsstifts oder eines Sicherungsrings am proximalen Ende der Sicherungsbuchse
bereits ausreichend sein. Es ist beispielsweise denkbar, dass die stabförmige Befestigungseinrichtung
eine radiale Durchgangsöffnung oder eine Ringnut aufweist, durch welche ein Sicherungsstift
hindurchsteckbar, bzw. in welcher in Sicherungsring fixierbar ist.
[0046] Das Sicherungselement kann als proximaler Endanschlag für die ansonsten axial verschiebbar
an der Außenseite der Befestigungseinrichtung gelagerten Sicherungsbuchse fungieren.
Die sich axial zwischen Sicherungsbuchse und Sicherungselement erstreckende Feder
sorgt für eine gewisse Vorspannung, sodass einerseits das Sicherungselement mit seinem
radial nach innen ragenden Flanschabschnitt an einem distalen Endanschlag der Befestigungseinrichtung
anliegt und andererseits die Sicherungsbuchse durch die Feder in proximale Richtung
gegen das Sicherungselement gedrückt wird. Hierdurch wird ferner eine besonders einfache
Montage, aber auch für den Wartungsfall möglicherweise vorzusehende Demontage der
Befestigungseinrichtung bereitgestellt.
[0047] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist das Sicherungselement an einer radialen Außenseite
der Sicherungsbuchse axial geführt. Es ist hierbei insbesondere vorgesehen, dass ein
auf der proximalen Seite des Flanschabschnitts liegender Bereich des Sicherungselements
sowohl in Lösestellung als auch in Sicherungsstellung des Sicherungselements radial
mit der Sicherungsbuchse überlappt. Insoweit kann eine Verschiebebewegung des Sicherungselements
von der Sicherungsstellung in die Lösestellung nicht nur vom Flanschabschnitt, sondern
auch von der Sicherungsbuchse geführt werden. Das Sicherungselement ist insoweit zweifach
und axial beabstandet an der Befestigungseinrichtung geführt, sodass es weitgehend
verkippungsfrei und ohne Verkanten längsverschieblich zwischen der Lösestellung und
der Sicherungsstellung beweglich an der Befestigungseinrichtung gelagert ist.
[0048] Nach einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung schließlich eine Kehrvorrichtung
zur Anordnung an einer maschinell angetriebenen Kehrmaschine. Die Kehrvorrichtung
weist einen an der Kehrmaschine drehbar anordenbaren Träger auf, an welchem mehrere
längserstreckte Befestigungseinrichtungen zur lösbaren Befestigung jeweils eines längserstreckten
Kehrelements angeordnet sind. Die Kehrelemente weisen dabei an einem proximalen Endabschnitt
jeweils eine Befestigungsstruktur auf. Die Befestigungseinrichtungen weisen an einem
distalen Endabschnitt jeweils eine korrespondierend zur Befestigungsstruktur ausgestaltete
Gegenbefestigungsstruktur auf.
[0049] An den Befestigungseinrichtungen ist jeweils ein Sicherungselement einer distalen
Sicherungsstellung und einer proximalen Lösestellung längsverschieblich gelagert oder
geführt. In Sicherungsstellung umschließt das Sicherungselement die Gegenbefestigungsstruktur
zumindest abschnittsweise. In Lösestellung ist die Gegenbefestigungsstruktur hingegen
von außen zugänglich.
[0050] Die Kehrvorrichtung ist annähernd identisch zum zuvor beschriebenen Befestigungssystem.
Die Kehrvorrichtung umfasst sämtliche an der Kehrmaschine permanent anzuordnenden
Komponenten des zuvor beschriebenen Befestigungssystems, das heißt den an der Kehrmaschine
drehbar angeordneten Träger sowie mehrere wiederum am Träger entweder fest und unlösbar
oder ggf. auch lösbar angeordneten Befestigungseinrichtungen. Die Kehrvorrichtung
dient der lösbaren und werkzeugfreien Befestigung einzelner Kehrelemente, die als
solche aufgrund ihrer verschließbedingten Auswechslung nur temporär Gegenstand der
Kehrvorrichtung sind.
[0051] Sämtliche zuvor in Bezug auf das Befestigungssystem beschriebenen Merkmale und Vorteile
gelten gleichermaßen auch für die Kehrvorrichtung, insbesondere für deren Befestigungseinrichtungen.
[0052] Nach einem weiteren Aspekt ist schließlich ein Kehrelement zur lösbaren Befestigung
an einer Befestigungseinrichtung einer zuvor beschriebenen Kehrvorrichtung vorgesehen.
Das Kehrelement weist ein längserstrecktes Kehrbüschel oder Drahtbündel sowie eine
Sockelbuchse auf. In der Sockelbuchse ist ein proximales Ende des Kehrbüschels oder
des Drahtbündels fixiert. An einem dem Kehrbüschel oder Drahtbündel abgewandten proximalen
Endabschnitt weist die Sockelbuchse eine Befestigungsstruktur auf, welche korrespondierend
zur einer Gegenbefestigungsstruktur der Befestigungseinrichtung ausgebildet ist. Die
Befestigungsstruktur des Kehrelements weist entweder einen Kopf und einen axial hieran
angrenzenden Schaftabschnitt auf, wobei der Kopf gegenüber dem Schaftabschnitt radial
erweitert ist, oder die Befestigungsstruktur weist eine Aufnahme mit einem Halsabschnitt
und mit einem axial hieran angrenzenden Kopfabschnitt auf, wobei der Kopfabschnitt
einen größeren radialen Querschnitt als der Halsabschnitt aufweist.
[0053] Nach einer Variante, bei welcher der Kopf ein proximales Ende der Sockelbuchse bildet
kann der Schaftabschnitt eine radiale Verjüngung oder eine Radialnut in der ansonsten
zylindrisch oder oval ausgestalteten Sockelbuchse darstellen. Für die lösbare Befestigung
des Kehrelements an einer Befestigungseinrichtung ist ein Hinterschneidungsbereich
im Übergang von Kopf und Schaftabschnitt entscheidend, um in Axialrichtung wirkende
Kräfte übertragen bzw. abfangen zu können.
[0054] In der anderen Variante ist denkbar, dass die Sockelbuchse die bereits beschriebene
Aufnahme mit einem radial verjüngten Halsabschnitt und einem axial hieran angrenzenden
Kopfabschnitt zur Aufnahme eines an der Befestigungseinrichtung korrespondierend ausgestalteten
Kopfs und Schaftabschnitts aufweist.
[0055] Sämtliche Merkmale und Vorteile zum zuvor bereits im Hinblick auf das Befestigungssystem
beschriebenen Kehrelement gelten in gleicher Weise für das isolierte Kehrelement,
welches als Ersatz- und Verschleißteil ausgestaltet ist. Sämtliche im Zusammenhang
zur Kehrvorrichtung und ihr Zusammenwirken mit dem Kehrelement beschriebenen Merkmale
gelten gleichermaßen auch für das einzelne Kehrelement.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0056] Weitere Ziele, Merkmale sowie vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung
werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische und perspektivische Darstellung einer mit mehreren Kehrelementen
bestückten Kehrvorrichtung,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch ein an einer Befestigungseinrichtung angeordnetes Kehrelement
mit dem Sicherungselement in Sicherungsstellung,
- Fig. 3
- eine Darstellung gemäß Fig. 2, jedoch mit dem Sicherungselement in Lösestellung,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer mit einem Kehrelement versehenen Befestigungseinrichtung
mit dem Sicherungselement in Sicherungsstellung,
- Fig. 5
- eine Darstellung gemäß Fig. 4, jedoch mit dem sich in Lösestellung befindlichen Sicherungselement,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung gemäß Fig. 4,
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung gemäß Fig. 5 und
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung eines von der Befestigungseinrichtung gelösten Kehrelements.
Detaillierte Beschreibung
[0057] In Fig. 1 ist eine Kehrvorrichtung 10 in perspektivischer Darstellung von schräg
unten gezeigt. Die typischerweise als Tellerbesen ausgestaltete Kehrvorrichtung 10
weist einen scheiben- oder ringartig geformten Träger 12 auf. Der Träger 12 weist
mehrere Befestigungseinrichtungen 14 auf, die über den Umfang verteilt am Träger 12
angeordnet sind. Der Träger 12 ist typischerweise lösbar an einer Kehr- oder Reinigungsmaschine
anschraubbar. Im Betrieb wird der Träger 12 von der hier nicht explizit gezeigten
Kehr- oder Reinigungsmaschine rotierend bewegt. Eine Drehachse 1 erstreckt sich typischerweise
durch das Zentrum der Kehrvorrichtung 10.
[0058] Der Träger kann abweichend von der hier gezeigten Darstellung auch in Form einer
zylindrischen Walze ausgestaltet sein. Einzelne Befestigungseinrichtungen 14 wären
hierbei an einem Außenumfang des Zylinders zu anzuordnen und entsprechend den hier
beschriebenen Befestigungsmitteln zu befestigen. In Montage- oder Arbeitsstellung
an einer Kehr- oder Reinigungsmaschine wäre der walzenförmige oder zylindrisch ausgestaltete
Träger entlang seiner Zylinderlängsachse drehbar an einer Kehr- oder Reinigungsmaschine
gelagert. Die Befestigungseinrichtungen 14 und daran anordenbare Kehrelemente 20 würden
sich dann im Wesentlichen senkrecht zur Drehachse des Walzenkörpers, d.h. bezogen
auf seine Zylindergeometrie, radial nach außen erstrecken.
[0059] An der Unterseite des in Fig. 1 gezeigten Trägers 12 sind mehrere über den Umfang
des Trägers 12 verteilt angeordnete Befestigungseinrichtungen 14, jeweils zur Halterung
und lösbaren Befestigung auswechselbarer Kehrelemente 20 vorgesehen. Die Befestigungseinrichtungen
14 weisen eine längserstreckte Geometrie auf. Sie erstrecken sich mit ihrer Längsachse,
bzw. mit ihrer Axialrichtung typischerweise unter einem vorgegebenen Winkel zur Drehachse
1 oder zur Flächennormalen des Trägers 12 radial nach außen und nach unten. In axialer
Verlängerung zu den einzelnen Befestigungseinrichtungen 14 sind jeweils einzelne Kehrelemente
20 hieran auswechselbar angeordnet. Auch diese erstrecken sich unter einem vorgegebenen
Winkel radial nach außen und nach unten von der Unterseite des Trägers 12.
[0060] Die in den weiteren Darstellungen der Fig. 2 bis 8 gezeigte Kehrelemente 20 weisen
längserstreckte Borstenbüschel bzw. Drahtbündel 24 auf. An ihrem proximalen Endabschnitt
2, das heißt dem Träger 12 und den Befestigungseinrichtungen 14 zugewandt, weisen
die einzelnen Kehrelemente 20 jeweils eine Sockelbuchse 22 auf. Die Sockelbuchse 22
ist als Quetsch- oder Presshülse aus Aluminium oder aus einem anderen Metall, etwa
Stahl ausgestaltet.
[0061] Sie dient der sicheren Fixierung und Einfassung eines proximalen Endes des Drahtbündels
24. Wie insbesondere in der perspektivischen Darstellung gemäß Fig. 8 gezeigt, weist
die Sockelbuchse 22 an ihrem proximalen Ende 2 einen gegenüber einem Schaftabschnitt
28 radial verbreiterten Kopf 26 auf. Der Kopf 26 schließt in Proximalrichtung mit
einer im Wesentlichen ebenen Stirnfläche 21 ab. An der in Fig. 8 dem Betrachter abgewandten
Unterseite des Kopfes 26 befindet sich eine in distale Richtung gerichtete Anlagefläche
25, über welche der Kopf 26 in den Schaftabschnitt 28 übergeht. Der Schaftabschnitt
28 kann auch als ringförmige Aussparung 27 oder als Ringnut in der Außenseite der
Sockelbuchse 22 betrachtet werden.
[0062] An einem dem Kopf 26 abgewandten distalen Ende geht der Schaftabschnitt 28 in eine
radial verbreiterte Anlageschulter 29 über. Die Anlageschulter 29 definiert sogleich
das axiale Ende eines zur Aufnahme des Drahtbündels 24 vorgesehenen Innenraums der
Sockelbuchse 22.
[0063] Die Sockelbuchse 22 weist insoweit eine Befestigungsstruktur 23 auf, mittels derer
das Kehrelement 20 an den Befestigungseinrichtungen 14 an der Unterseite des Trägers
12 ohne Zuhilfenahme von Werkzeug lösbar fixierbar und besonders einfach auswechselbar
ist.
[0064] Während der proximale Endabschnitt 2 des Kehrelements 20 mit einer Befestigungsstruktur
23 versehen ist, weist ein distaler Endabschnitt 3 der Befestigungseinrichtung 14
eine hiermit korrespondierende Gegenbefestigungsstruktur 33 auf. Diese und deren Funktionsweise
ist insbesondere in den Figs. 2, 3 und 8 dargestellt. Am distalen Endabschnitt 3 der
längserstreckten Befestigungseinrichtung 14 ist eine Aufnahme 30 gebildet. Die Aufnahme
30 weist einen im Querschnitt verjüngten Halsabschnitt 38 und einen in Axialrichtung
hieran angrenzenden, proximal zum Halsabschnitt 38 versetzten Kopfabschnitt 36 auf.
Der Halsabschnitt 38 ragt in die distale Stirnfläche 39 der Befestigungseinrichtung
14 hinein.
[0065] Die lichte Weite bzw. der Innenquerschnitt des Kopfabschnitts 36 entspricht dem Außenquerschnitt
des Kopfs 26. Die lichte Breite oder der Innenquerschnitt des Halsabschnitts 38 entspricht
der Außenkontur des Schaftabschnitts 28. Die Stirnfläche 39 am distalen Endabschnitt
3 eines Grundkörpers 16 der Befestigungseinrichtung 14 gelangt mit der in proximale
Richtung weisenden Schulter 29 der Sockelbuchse 22 zur Anlage. Ein in proximale Richtung
weisende Anlagefläche 35 im Inneren der Aufnahme 30, nämlich im Übergang vom radial
verjüngten Halsabschnitt 38 in den radial erweiterten Kopfabschnitt 36 gelangt mit
der hierzu korrespondierenden distalen Anlagefläche 25 des Kopfs 26 des Kehrelements
20 zur Anlage.
[0066] Die miteinander in Eingriff stehenden Anlageflächen 25, 35 und 29, 39 bewirken eine
axiale Sicherung der Befestigungsstruktur 23 an der Gegenbefestigungsstruktur 33.
Mithin gelangt ferner auch die in proximale Richtung weisende Stirnfläche 21 der Sockelbuchse
22 an einen in distale Richtung weisenden Boden 32 der Aufnahme 30 zur Anlage. Ein
passgenaues Einsetzen des Kopfs 26 in die Aufnahme 30 ermöglicht ein weitreichend
verkippungsfreies, hohen mechanischen Belastungen standhaltende Fixierung der Befestigungsstruktur
23 an oder in der Gegenbefestigungsstruktur 33.
[0067] Wie insbesondere in Fig. 8 ersichtlich, ist eine die Aufnahme 30 begrenzende Seitenwand
17 des Grundkörpers 16 mit einer seitlichen Aussparung 34 versehen, über welche der
Kopf 26 mit dem axial hieran angrenzenden Schaftabschnitt 28 seitlich und radial in
die Aufnahme 30 einführbar ist. Die seitliche Aussparung 34 oder Ausnehmung ist nur
zugänglich, wenn sich ein außen an der Befestigungseinrichtung 14 längsverschieblich
geführtes Sicherungselement 40 in einer in den Fig. 3, 5, 7 und 8 gezeigten Lösestellung
L befindet.
[0068] Das Sicherungselement 40 weist eine in etwa zylindrisch geformte Sicherungshülse
41 auf, deren Innendurchmesser größer ist als der Außendurchmesser des Grundkörpers
16. Die Sicherungshülse 41 weist eine Seitenwand 42 auf, deren Außenseite mit einer
Riffelung 48, in Form von ringartigen Vorsprüngen versehen ist. Jene Riffelung erleichtert
ein Ergreifen und die Ausübung einer in Axialrichtung, das heißt in Längsrichtung
wirkenden Verschiebung des Sicherungselements 40 gegenüber der Befestigungseinrichtung
14. Gleichermaßen ist aber auch eine z.B. gerändelte Ausgestaltung denkbar.
[0069] Innenseitig und in einem vorgegebenen Abstand zu einem distalen Ende 46 der Sicherungshülse
41 ist ein radial nach innen ragender Flanschabschnitt 44 vorgesehen. Der Flanschabschnitt
44 unterteilt die Sicherungshülse 41 in einem proximalen oberen Führungsraum 49 und
in einen distalen unteren Sicherungsraum 43.
[0070] In der in Fig. 2 im Querschnitt gezeigten Schließ- bzw. Sicherungsstellung S umschließt
die Seitenwand 42 der Sicherungshülse 41 den Überlappungsbereich der Befestigungsstruktur
23 des Kehrelements 20 mit der Gegenbefestigungsstruktur 33 der Befestigungseinrichtung
14. In jener Sicherungsstellung S ist die seitliche Aussparung 34 von der Sicherungshülse
41 verschlossen, sodass eine Radialbewegung der Befestigungsstruktur 23 gegenüber
der Gegenbefestigungsstruktur 33 blockiert ist. Der Kopf 26 und der Schaftabschnitt
28 sind auf diese Art und Weise in der Aufnahme 30 fixiert.
[0071] Das Sicherungselement 40 steht ferner mit einer Feder 50 in Eingriff. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel stützt sich ein distales Ende 52 der Feder 50 an einer proximalen
Anlagefläche 47 des Flanschabschnitts 44 ab. Die Feder 50 ist vorliegend schraubenförmig
ausgestaltet. Sie ist gegen eine Rückstellkraft axial komprimierbar ist. In Fig. 3
ist die axial komprimierte Konfiguration der Feder 50' schematisch gezeigt. Die Feder
50 und ihre Anlage am Flanschabschnitt 44 bewirkt eine distale Verschiebung des Sicherungselements
40, sodass dieses unter Federeinwirkung in die Sicherungsstellung S bewegt bzw. in
der Sicherungsstellung S gehalten wird.
[0072] Durch manuelles Aufwenden einer der Rückstellkraft der Feder 50 entgegenwirkenden
Lösekraft kann das Sicherungselement 40 in die in Fig. 3 gezeigte proximale Lösestellung
L verschoben werden, in welcher es die seitliche Aussparung 34 oder Ausnehmung freigibt.
[0073] Ein proximales Ende 51 der Feder 50 stützt sich gegen einen Boden 61 einer Sicherungsbuchse
60 ab, welche axial versetzt, insbesondere proximal gegenüber dem Flanschabschnitt
44 versetzt an dem Grundkörper 16 der Befestigungseinrichtung 14 angeordnet ist. Die
Sicherungsbuchse 60 kann eine topfförmige Geometrie aufweisen. Insbesondere kann sie
an ihrem Boden 61 einen radial nach innen abgestellten Flanschabschnitt aufweisen,
mittels welchem sie unmittelbar an der Außenseite des etwa stabförmigen Grundkörpers
16 anliegt.
[0074] Insoweit bildet die Sicherungsbuchse 60 einen ringförmigen oder zylindrischen nach
unten hin oder in distale Richtung hin offenen Zwischenraum 62 mit der Außenseite
des Grundkörpers 16, in welchem zumindest ein proximaler Bereich der Feder 50 geführt
ist. An der Außenseite weist die Sicherungsbuchse 60 eine umlaufende, etwa zylinderförmige
Führungsfläche 63 auf. Diese befindet sich radial innenliegend an der Innenseite eines
proximalen Abschnitts der Sicherungshülse 41.
[0075] Wie aus einem Vergleich der Fig. 2 und 3 hervorgeht, gleitet die Innenwandung des
Führungsraums 49 der Sicherungshülse 41 außen an der Führungsfläche 63 der Sicherungsbuchse
60 entlang. Das Sicherungselement 40, mithin die Sicherungshülse 41 ist insoweit über
die Sicherungsbuchse 60 als auch über den Flanschabschnitt 44 zweifach und axial beabstandet
am Außenumfang des Grundkörpers 16 der Befestigungseinrichtung 14 längsverschieblich
geführt. Jene mehrfache axiale Führung ermöglicht ein verkippungsfreies Verschieben
des Sicherungselements 40 relativ zur Befestigungseinrichtung 14.
[0076] Die Sicherungsbuchse 60 kann in besonders einfacher Art und Weise mittels eines Sicherungselements
64, beispielsweise in Form eines Sicherungsstifts oder Sicherungsrings an der Befestigungseinrichtung
14 fixiert sein. Das Sicherungselement, welches in den Fig. 2 und 3 lediglich schematisch
angedeutet ist, kann den Grundkörper 16 beispielsweise in Radialrichtung durchsetzen.
Es kann aber auch in Form eines Sicherungsrings in einer Ringnut außen am Grundkörper
lösbar fixiert sein.
[0077] Das Sicherungselement 64 steht zumindest geringfügig vom Außenumfang des Grundkörpers
16 hervor. Mit einem proximalen Endabschnitt 65 wird die Sicherungsbuchse 60 unter
Einwirkung der Feder 50 proximal gegen das Sicherungselement gedrückt. Auf diese Art
und Weise sind die Sicherungsbuchse 60 als auch die Feder 50 in proximaler Richtung
am Grundkörper 16 fixiert. Der Flanschabschnitt 44 der Sicherungshülse 41, insbesondere
seine in distale Richtung weisen Anlagefläche 45 gelangt in der Sicherungsstellung
S mit einer in proximale Richtung weisenden Anlagefläche 31 des Grundkörpers 16 zur
Anlage, wie dies aus einem Vergleich der Fig. 2 und 3 hervorgeht. Die Anlagefläche
31 des Grundkörpers kann als eine radial erweiterte Schulter ausgestaltet sein. Die
befindet sich in einem proximalen Abstand zur Aufnahme 30. Der Grundkörper 16 kann
in einem proximalen Bereich eine stabförmige und gegenüber einem distalen Bereich
radial verjüngte Geometrie aufweisen. Die Anlagefläche 31 im Übergang vom proximalen
radial verjüngten Bereich in den radial erweiterten und die Aufnahme aufweisenden
distalen Bereich kann als Endanschlag für den Flanschabschnitt 44 der Sicherungshülse
41 dienen. Diese kann folglich in distale Richtung nicht über die Sicherungsstellung
S hinaus bewegt werden.
[0078] Auf diese Art und Weise sind die Sicherungshülse 41 und damit auch die Feder 50 in
distale Richtung am Grundkörper 16 und damit auch an der Befestigungseinrichtung 14
fixiert. Zu Montage- oder Wartungszwecken kann die Sicherungsbuchse 60 in distale
Richtung und entgegen der Federkraft nach unten gedrückt werden, sodass das Sicherungselement
entfernbar ist. Alsdann ist die gesamte Anordnung von Grundkörper 16, Feder 50, Sicherungselement
40 und Sicherungsbuchse 60 demontierbar.
[0079] Aus den Darstellungen gemäß Fig. 2 und 3 geht ferner hervor, dass die Befestigungseinrichtung
14 selbst lösbar am Träger 12 der Kehrvorrichtung 10 befestigt sein kann. Der Träger
12 kann mehrere Durchgangsöffnungen 15 aufweisen, durch welche ein proximaler Fortsatz
11 am proximalen Ende der Befestigungseinrichtung 14, bzw. des Grundkörpers 16 hindurchsteckbar
ist. Der auf diese Art und Weise an der Oberseite des Trägers 12 zu liegen kommende
Fortsatz 11 kann mit einem Außengewinde versehen sein, welches mit einer korrespondierenden
Schraubenmutter 13 verschraubbar ist.
[0080] Auf diese Art und Weise können einzelne Befestigungseinrichtungen 14 lösbar am Träger
12 befestigt, insbesondere angeschraubt werden. So können einzelne Befestigungseinrichtungen
14 etwa zu Wartungszwecken oder zu Reparaturzwecken individuell ausgetauscht und/oder
einer Wartungsprozedur unterzogen werden. Abweichend hiervon ist ferner denkbar, dass
die Befestigungseinrichtungen 14 oder einige der Befestigungseinrichtungen 14 permanent
und stoffschlüssig mit dem Träger 12 verbunden sind. Es ist insbesondere denkbar,
dass die Befestigungseinrichtungen 14 oder dass einzelne der hier gezeigten Befestigungseinrichtungen
14 mit dem Träger 12 verschweißt oder verklebt sind.
Bezugszeichenliste
[0081]
- 1
- Drehachse
- 2
- proximaler Endabschnitt
- 3
- distaler Endabschnitt
- 10
- Kehrvorrichtung
- 11
- Fortsatz
- 12
- Träger
- 13
- Schraubenmutter
- 14
- Befestigungseinrichtung
- 15
- Durchgangsöffnung
- 16
- Grundkörper
- 17
- Seitenwand
- 20
- Kehrelement
- 21
- Stirnfläche
- 22
- Sockelbuchse
- 23
- Befestigungsstruktur
- 24
- Drahtbündel
- 25
- Anlagefläche
- 26
- Kopf
- 27
- Aussparung
- 28
- Schaftabschnitt
- 29
- Schulter
- 30
- Aufnahme
- 31
- Anlagefläche
- 32
- Boden
- 33
- Gegenbefestigungsstruktur
- 34
- Aussparung
- 35
- Anlagefläche
- 36
- Kopfabschnitt
- 38
- Halsabschnitt
- 39
- Stirnfläche
- 40
- Sicherungselement
- 41
- Sicherungshülse
- 42
- Seitenwand
- 43
- Sicherungsraum
- 44
- Flanschabschnitt
- 45
- Anlagefläche
- 46
- distales Ende
- 47
- Anlagefläche
- 48
- Riffelung
- 49
- Führungsraum
- 50
- Feder
- 51
- proximales Ende
- 52
- distales Ende
- 60
- Sicherungsbuchse
- 61
- Boden
- 62
- Zwischenraum
- 63
- Führungsfläche
- 64
- Sicherungselement
- 65
- proximaler Endabschnitt
1. Befestigungssystem zur lösbaren Anordnung zumindest eines Kehrelements an einer maschinell
angetriebenen Kehrmaschine, mit:
- zumindest einer an einem drehbaren Träger (12) der Kehrmaschine anordenbaren längserstreckten
Befestigungseinrichtung (14),
- zumindest einem an der Befestigungseinrichtung (14) lösbar befestigbaren längserstreckten
Kehrelement (20), welches an einem proximalen und der Befestigungseinrichtung (14)
zugewandten Endabschnitt (2) eine Befestigungsstruktur (23) aufweist,
- wobei die Befestigungseinrichtung (14) an einem distalen und dem Kehrelement zugewandten
Endabschnitt (3) eine korrespondierend zur Befestigungsstruktur (23) ausgestaltete
Gegenbefestigungsstruktur (33) aufweist, und mit
- einem Sicherungselement (40), dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (40) zwischen einer distalen Sicherungsstellung (S) und einer
proximalen Lösestellung (L) längsverschieblich an der Befestigungseinrichtung (14)
geführt ist,
- wobei das Sicherungselement (40) in Sicherungsstellung (S) die Gegenbefestigungsstruktur
(33) zumindest abschnittsweise umschließt und wobei die Gegenbefestigungsstruktur
(33) bei dem sich in Lösestellung (L) befindlichen Sicherungselement (40) von außen
zugänglich ist.
2. Befestigungssystem nach Anspruch 1, wobei das Sicherungselement (40) eine außen und
am distalen Endeabschnitt (3) der Befestigungseinrichtung (14) verschiebbare Sicherungshülse
(41) aufweist.
3. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Sicherungselement
(40) entgegen der Kraft einer Feder (50) von der Sicherungsstellung (S) in die Lösestellung
(L) überführbar ist.
4. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine der Befestigungsstruktur
(23) und Gegenbefestigungsstruktur (33) einen Schaftabschnitt (28) und in Längsrichtung
hieran angrenzend einen radial erweiterten Kopf (26) aufweist, welcher in eine an
der anderen von Befestigungsstruktur (23) und Gegenbefestigungsstruktur (33) vorgesehene
Aufnahme (30) einführbar ist.
5. Befestigungssystem nach Anspruch 4, wobei die Aufnahme (30) an einem stirnseitigen
Ende der Befestigungsstruktur (23) oder der Gegenbefestigungsstruktur (33) einen radial
verjüngten teilkreisförmigen Halsabschnitt (38) aufweist, welcher zur Aufnahme des
Schaftabschnitts (28) ausgebildet ist.
6. Befestigungssystem nach Anspruch 5, wobei, wobei der Halsabschnitt (38) in Längsrichtung
in einen radial erweiterten Kopfabschnitt (36) übergeht, welcher zur Aufnahme des
Kopfs (26) ausgebildet ist.
7. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 6, wobei eine die
Aufnahme (30) radial begrenzende Seitenwand (17) eine seitliche Aussparung (34) aufweist,
die zur Aufnahme des Kopfes (26) und des Schaftabschnitts (28) ausgebildet ist.
8. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 7, wobei der Kopf
(26) an der Befestigungsstruktur (23) und die Aufnahme (30) an der Gegenbefestigungsstruktur
(33) ausgebildet sind.
9. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 oder 8, wobei das Sicherungselement
(40) in Schließstellung (S) die Aussparung (34) überdeckt oder verschließt.
10. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 9, wobei die Sicherungshülse
(40) axial versetzt zu einem distalen Endabschnitt (46) einen radial nach innen ragenden
und außen an der Befestigungseinrichtung (14) axial geführten Flanschabschnitt (44)
aufweist.
11. Befestigungssystem nach Anspruch 3 und 10, wobei sich ein distales Ende (52) der Feder
(50) an einer proximalen Seite des Flanschabschnitts (44) abstützt.
12. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 11, wobei sich ein
proximales Ende der Feder (51) am Boden (61) einer Sicherungsbuchse (60) abstützt,
welche zumindest einen axialen Abschnitt der Befestigungseinrichtung (14) umschließt.
13. Befestigungssystem nach Anspruch 12, wobei das Sicherungselement (40) an einer radialen
Außenseite der Sicherungsbuchse (60) axial geführt ist.
14. Kehrvorrichtung zur Anordnung an einer maschinell angetriebenen Kehrmaschine, mit:
- einem an der Kehrmaschine drehbar anordenbaren Träger (12), an welchem mehrere längserstreckte
Befestigungseinrichtung (14) zur lösbaren Befestigung jeweils eines längserstreckten
Kehrelements (20) angeordnet sind, wobei die Kehrelemente (20) an einem proximalen
und der Befestigungseinrichtung (14) zugewandten Endabschnitt (2) jeweils eine Befestigungsstruktur
(23) aufweisen,
- wobei die Befestigungseinrichtungen (14) an einem distalen und dem jeweiligen Kehrelement
(20) zugewandten Endabschnitt (3) jeweils eine korrespondierend zur Befestigungsstruktur
(23) ausgestaltete Gegenbefestigungsstruktur (33) aufweisen, und dadurch gekennzeichnet, dass
- an den Befestigungseinrichtungen (14) jeweils ein Sicherungselement (40) zwischen
einer distalen Sicherungsstellung (S) und einer proximalen Lösestellung (L) längsverschieblich
geführt ist,
- wobei das Sicherungselement (40) in Sicherungsstellung die Gegenbefestigungsstruktur
(33) zumindest abschnittsweise umschließt und wobei die Gegenbefestigungsstruktur
(33) bei dem sich in Lösestellung (L) befindlichen Sicherungselement (40) von außen
zugänglich ist.
15. Längserstrecktes Kehrelement (20) zur lösbaren Befestigung an einer Befestigungseinrichtung
(14) einer Kehrvorrichtung (10) nach Anspruch 14, mit einem längserstreckten Kehrbüschel
oder Drahtbündel (24), und mit einer als Quetsch- oder Presshülse ausgestalteten Sockelbuchse
(22) aus Metall, in welcher ein proximales Ende des Kehrbüschels oder Drahtbündels
(24) fixiert ist, wobei die Sockelbuchse (22) an einem proximalen Endabschnitt (2)
eine Befestigungsstruktur (23) aufweist, welche korrespondierend zu einer Gegenbefestigungsstruktur
(33) an einem distalen Endabschnitt (3) der Befestigungseinrichtung (14) ausgebildet
ist, wobei die Befestigungsstruktur (23):
a) eine radialsymmetrische Geometrie aufweist, ferner einen Kopf (26) und einen axial
hieran angrenzenden Schaftabschnitt (28) aufweist, wobei der Kopf (26) gegenüber dem
Schaftabschnitt (28) radial erweitert ist, oder
b) eine Aufnahme (30) mit einem Halsabschnitt (38) und mit einem axial hieran angrenzenden
Kopfabschnitt (36) aufweist, wobei der Kopfabschnitt (36) einen größeren radialen
Querschnitt als der Halsabschnitt (38) aufweist.
1. Fastening system for releasably disposing at least one sweeper element on a mechanically
driven sweeping machine, having:
- at least one elongate fastening installation (14) which configured to be disposed
on a rotatable support (12) of the sweeping machine,
- at least one elongate sweeper element (20) which is able to be releasably fastened
to the fastening installation (14) and which, on a proximal end portion (2) that faces
the fastening installation (14), has a fastening structure (23),
- wherein the fastening installation (14), on a distal end portion (3) that faces
the sweeper element, has a mating fastening structure (33) which is designed so as
to correspond to the fastening structure (23), and having
- a securing element (40), characterized in that the securing element (40) on the fastening installation (14) is guided so as to be
longitudinally displaceable between a distal securing position (S) and a proximal
releasing position (L),
- wherein the securing element (40) in the securing position (S) at least in portions
encloses the mating fastening structure (33), and wherein the mating fastening structure
(33) is externally accessible when the securing element (40) is situated in the releasing
position (L).
2. Fastening system according to claim 1, wherein the securing element (40) has a securing
sleeve (41) which is displaceable on the outside and on the distal end portion (3)
of the fastening installation (14) .
3. Fastening system according to one of the preceding claims, wherein the securing element
(40), counter to the force of a spring (50), is able to be transferred from the securing
position (S) to the releasing position (L).
4. Fastening element according to one of the preceding claims, wherein one of the fastening
structure (23) and mating fastening structure (33) has a shank portion (28) and, in
the longitudinal direction adjacent thereto, a radially enlarged head (26) which is
configured to be introduced into a receptacle (30) provided in the respective other
one of the fastening structure (23) and the mating fastening structure (33).
5. Fastening system according to claim 4, wherein the receptacle (30), on a face-side
end of the fastening structure (23) or of the mating fastening structure (33), has
a radially tapered segment-shaped neck portion (38) which is configured for receiving
the shank portion (28).
6. Fastening system according to claim 5, wherein the neck portion (38) in the longitudinal
direction transitions into a radially enlarged head portion (36) which is configured
for receiving the head (26) .
7. Fastening system according to one of the preceding claims 4 to 6, wherein a side wall
(17) that radially delimits the receptacle (30) has a lateral clearance (34) which
is configured for receiving the head (26) and the shank portion (28).
8. Fastening system according to one of the preceding claims 4 to 7, wherein the head
(26) is configured on the fastening structure (23), and the receptacle (30) is configured
on the mating fastening structure (33) .
9. Fastening system according to one of the preceding claims 7 or 8, wherein the securing
element (40) in the securing position (S) covers or closes the clearance (34).
10. Fastening system according to one of the preceding claims 2 to 9, wherein the securing
sleeve (40) comprises a flange portion (44) axially offset to a distal end portion
(46), the flange portion (44) protruding radially inwardly and being guided axially
on the outside on the fastening installation (14) .
11. Fastening system according to claims 3 and 10, wherein a distal end (52) of the spring
(50) is supported on a proximal side of the flange portion (44) .
12. Fastening system according to one of the preceding claims 3 to 11, wherein a proximal
end of the spring (51) is supported on the base (61) of a securing bush (60) which
encloses at least an axial portion of the fastening installation (14).
13. Fastening system according to claim 12, wherein the securing element (40) is guided
axially on a radial external side of the securing bush (60).
14. Sweeping device for disposal on a mechanically driven sweeping machine, having:
- a support (12) which configured to be rotatably disposed on the sweeping machine
and on which a plurality of elongate fastening installations (14) for releasably fastening
in each case one elongate sweeper element (20) are disposed, wherein the sweeper elements
(20), on a proximal end portion (2) that faces the fastening installation (14), have
in each case one fastening structure (23),
- wherein the fastening installations (14), on a distal end portion (3) that faces
the respective sweeper element (20), have in each case one mating fastening structure
(33) which is designed so as to correspond to the fastening structure (23), and characterized in that
- in each case one securing element (40) on the fastening installations (14) is guided
so as to be longitudinally displaceable between a distal securing position (S) and
a proximal releasing position (L),
- wherein the securing element (40) in the securing position at least in portions
encloses the mating fastening structure (33), and wherein the mating fastening structure
(33) is externally accessible when the securing element (40) is situated in the releasing
position (L).
15. Elongate sweeper element (20) for releasably fastening to a fastening installation
(14) of a sweeping device (10) according to claim 14, having an elongate sweeper tuft
or wire bundle (24), and having a base socket (22) from metal which is designed as
a ferrule or a compression sleeve and in which a proximal end of the sweeper tuft
or wire bundle (24) is fixed, wherein the base socket (22), on a proximal end portion
(2), has a fastening structure (23) which is configured so as to correspond to a mating
fastening structure (33) on a distal end portion (3) of the fastening installation
(14), wherein the fastening structure (23) has:
a) a radially symmetrical geometry, furthermore a head (26) and, axially adjacent
thereto, a shank portion (28), wherein the head (26) is radially enlarged in relation
to the shank portion (28), or
b) a receptacle (30) having a neck portion (38) and, axially adjacent thereto, a head
portion (36), wherein the head portion (36) has a radial cross section which is larger
than the neck portion (38) .
1. Système de fixation pour l'agencement détachable d'au moins un élément de balayage
sur une machine de balayage entraînée mécaniquement, muni :
- d'au moins un appareil de fixation allongé (14) agençable sur un support rotatif
(12) de la machine à balayer,
- d'au moins un élément de balayage allongé (20) fixable de manière détachable sur
l'appareil de fixation (14), qui comprend une structure de fixation (23) au niveau
d'une section d'extrémité (2) proximale et tournée vers l'appareil de fixation (14),
- l'appareil de fixation (14) comprenant une contre-structure de fixation (33) configurée
en correspondance à la structure de fixation (23), au niveau d'une section d'extrémité
(3) distale et tournée vers l'élément de balayage, et muni
- d'un élément de sécurisation (40), caractérisé en ce que l'élément de sécurisation (40) est guidé sur l'appareil de fixation (14) en déplacement
longitudinal entre une position de sécurisation distale (S) et une position de détachement
proximale (L),
- l'élément de sécurisation (40) entourant au moins en sections la contre-structure
de fixation (33) dans la position de sécurisation (S) et la contre-structure de fixation
(33) étant accessible depuis l'extérieur lorsque l'élément de sécurisation (40) se
trouve dans la position de détachement (L).
2. Système de fixation selon la revendication 1, dans lequel l'élément de sécurisation
(40) comprend un manchon de sécurisation (41) extérieur et déplaçable sur la section
d'extrémité distale (3) de l'appareil de fixation (14).
3. Système de fixation selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
l'élément de sécurisation (40) est transférable à l'encontre de la force d'un ressort
(50) de la position de sécurisation (S) dans la position de détachement (L).
4. Système de fixation selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
une structure parmi la structure de fixation (23) et la contre-structure de fixation
(33) comprend une section de tige (28) et une tête (26) élargie radialement adjacente
à celle-ci dans la direction longitudinale, qui est insérable dans un logement (30)
prévu sur l'autre structure parmi la structure de fixation (23) et la contre-structure
de fixation (33).
5. Système de fixation selon la revendication 4, dans lequel le logement (30) comprend
une section de col (38) radialement effilée en forme de cercle partiel au niveau d'une
extrémité côté frontal de la structure de fixation (23) ou de la contre-structure
de fixation (33), qui est configurée pour la réception de la section de tige (28).
6. Système de fixation selon la revendication 5, dans lequel la section de col (38) se
transforme dans la direction longitudinale en une section de tête (36) élargie radialement,
qui est configurée pour la réception de la tête (26).
7. Système de fixation selon l'une quelconque des revendications 4 à 6 précédentes, dans
lequel une paroi latérale (17) délimitant radialement le logement (30) comprend un
évidement latéral (34), qui est configuré pour la réception de la tête (26) et de
la section de tige (28).
8. Système de fixation selon l'une quelconque des revendications 4 à 7 précédentes, dans
lequel la tête (26) est formée sur la structure de fixation (23) et le logement (30)
sur la contre-structure de fixation (33).
9. Système de fixation selon l'une quelconque des revendications 7 ou 8 précédentes,
dans lequel l'élément de sécurisation (40) recouvre ou ferme l'évidement (34) dans
la position de fermeture (S).
10. Système de fixation selon l'une quelconque des revendications 2 à 9 précédentes, dans
lequel le manchon de sécurisation (40) comprend, en décalage axial par rapport à une
section d'extrémité distale (46), une section de bride (44) dépassant radialement
vers l'intérieur et guidée axialement à l'extérieur sur l'appareil de fixation (14).
11. Système de fixation selon la revendication 3 et 10, dans lequel une extrémité distale
(52) du ressort (50) s'appuie sur un côté proximal de la section de bride (44).
12. Système de fixation selon l'une quelconque des revendications 3 à 11 précédentes,
dans lequel une extrémité proximale du ressort (51) s'appuie sur le fond (61) d'une
douille de sécurisation (60), qui entoure au moins une section axiale de l'appareil
de fixation (14).
13. Système de fixation selon la revendication 12, dans lequel l'élément de sécurisation
(40) est guidé axialement sur un côté extérieur radial de la douille de sécurisation
(60).
14. Dispositif de balayage destiné à être agencé sur une machine de balayage entraînée
mécaniquement, muni :
- d'un support (12) agençable en rotation sur la machine de balayage, sur lequel plusieurs
appareils de fixation allongés (14) pour la fixation détachable respectivement d'un
élément de balayage allongé (20) sont agencés, les éléments de balayage (20) comprenant
respectivement une structure de fixation (23) au niveau d'une section d'extrémité
(2) proximale et tournée vers l'appareil de fixation (14),
- les appareils de fixation (14) comprenant respectivement une contre-structure de
fixation (33) configurée en correspondance à la structure de fixation (23) au niveau
d'une section d'extrémité (3) distale et tournée vers l'élément de balayage respectif
(20), et caractérisé en ce que
- respectivement un élément de sécurisation (40) est guidé sur les appareils de fixation
(14) en déplacement longitudinal entre une position de sécurisation distale (S) et
une position de détachement proximale (L),
- l'élément de sécurisation (40) entourant au moins en sections la contre-structure
de fixation (33) dans la position de sécurisation et la contre-structure de fixation
(33) étant accessible depuis l'extérieur lorsque l'élément de sécurisation (40) se
trouve dans la position de détachement (L).
15. Élément de balayage allongé (20) destiné à être fixé de manière détachable sur un
appareil de fixation (14) d'un dispositif de balayage (10) selon la revendication
14, muni d'une touffe de balayage allongée ou d'un faisceau de fils (24), et muni
d'une douille de socle (22) en métal, configurée en tant que manchon d'écrasement
ou de pressage, dans laquelle une extrémité proximale de la touffe de balayage ou
du faisceau de fils (24) est fixée, la douille de socle (22) comprenant une structure
de fixation (23) au niveau d'une section d'extrémité proximale (2), qui est configurée
en correspondance à une contre-structure de fixation (33) au niveau d'une section
d'extrémité distale (3) de l'appareil de fixation (14), la structure de fixation (23)
:
a) présentant une géométrie symétriquement radialement, comprenant en outre une tête
(26) et une section de tige (28) adjacente axialement à celle-ci, la tête (26) étant
élargie radialement par rapport à la section de tige (28), ou
b) comprenant un logement (30) muni d'une section de col (38) et muni d'une section
de tête (36) adjacente axialement à celle-ci, la section de tête (36) présentant une
section transversale radiale plus grande que la section de col (38).