[0001] Die Erfindung betrifft eine Wäschetrommel für eine Wäschebehandlungsmaschine mit
einem Trommelmantel, der auf einer während der Wäschebehandlung der Wäsche zugewandten
Innenseite eine Struktur aufweist, wobei die Struktur als mindestens eine Feinstruktur
ausgebildet ist.
[0002] Wäschetrommeln für Wäschebehandlungsmaschinen, wie beispielsweise Waschmaschinen,
Wäschetrockner oder Kombinationsgeräte mit Wasch- und Trockenfunktion, sind bereits
in vielen Ausführungsformen bekannt. Es ist bekannt, die Trommeln mit Strukturen auszubilden,
die allgemein als Grobstruktur bezeichnet werden können.
[0003] Beispielsweise ist aus der
EP 2 235 246 B9 eine Wäschetrommel für eine Wäschebehandlungsmaschine mit einem Trommelmantel bekannt,
der in Umfangsrichtung verteilte Strukturen aufweist, die sich aus der Zylinderform
des in der Wäschetrommel angebrachten Trommelmantels erheben, wobei die Strukturen
aus entlang der Umfangslinie sich erstreckenden, nach innen ausgewölbten, linienförmigen
Erhebungen gebildet sind. Ähnlich ausgebildete Strukturen zeigt auch die
DE 10 2008 009 141 A1, wobei hier die Strukturen quer zur Umfangslinie der Wäschetrommel ausgebildet sind.
[0004] Derartig ausgebildete Trommel sollen die mechanische Wäschebehandlung während der
Drehbewegung der Wäschetrommel positiv beeinflussen.
[0005] Aus der
EP 1 964 960 A2 ist eine Wäschetrommel für eine Waschmaschine bekannt, die in der Trommelmantelfläche
eine Struktur mit nebeneinander angeordneten Einsenkungen in Form von quadratischen
Pyramiden aufweist. Die Spitzen der jeweiligen Pyramiden weisen ausgehend von der
Innenfläche der Wäschetrommel nach außen. Die Einsenkungen sind jeweils mit einem
Loch ausgebildet. Eine derartig ausgebildete Wäschetrommel soll die schonendere Behandlung
in einem Trockenschleuderprozess positiv beeinflussen.
[0006] Eine andere Ausführungsform ist ferner aus der
EP 1 293 594 B1 bekannt. Der daraus bekannte Trommelmantel weist Prägungen in Form einer wabenförmig
ausgebildeten Wölbstruktur auf, deren Wabengrundflächen zum Trommeläußeren gerichtet
geformt sind und deren aneinandergrenzende Randkonturen der Waben mit ihren Wölbungsrändern
zum Trommelinneren gerichtet sind und so Mitnehmerelemente für die Wäsche in der drehenden
Trommel bilden.
[0007] Aus der
WO 2015/125346 A1 ist eine Waschmaschine mit einer in einem Laugenbehälter angeordneten Wäschetrommel
gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt, bei der die Wäschetrommel auf der der Wäsche
zugewandten Innenseite eine Feinstruktur aufweist. Diese Feinstruktur wird durch eine
Beschichtung gebildet. Der Trommelmantel ist auf der dem Laugenbehälter zugewandten
Außenseite sowie auf der der Wäsche zugewandten Innenseite mit jeweils einer Beschichtung
ausgebildet. Die Beschichtung weist hydrophile Eigenschaften auf. Die Schichtdicke
ist hier mit maximal 10 µm angegeben. Ein Rauheitswert der Schicht ist mit maximal
2 µm angegeben. Mit einer derartigen beschichteten Wäschetrommel sollen die Bildung
von Biofilm reduziert werden.
[0008] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, eine Wäschetrommel für eine Wäschebehandlungsmaschine
mit einem Trommelmantel anzugeben, bei der die Wäsche noch besser vor Abrieb oder
dergleichen geschützt ist.
[0009] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch eine Wäschetrommel für eine Wäschebehandlungsmaschine
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass
die Feinstruktur mit einer Hauptorientierung ausgebildet ist, die in Umfangsrichtung
des Trommelmantels 2 der Wäschetrommel ausgerichtet ist, wobei die Feinstruktur im
90° Winkel zu der Hauptorientierung der Feinstruktur durch eine Rautiefe R
Z in einem Bereich von größer R
Z= 2 µm bis R
Z= 50 µm, bevorzugt in einem Bereich von größer R
Z=10 µm bis R
Z= 50 µm, definiert ist und dass die mindestens eine Feinstruktur parallel zu der Hauptorientierung
der Feinstruktur durch eine Rautiefe R
z kleiner als die Rautiefe R
z im 90° Winkel zu der Hauptorientierung der Feinstruktur definiert ist.. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden
Unteransprüchen.
[0010] Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht insbesondere darin, dass die Wäsche
bei der Wäschebehandlung in der Wäschetrommel einem geringeren Abrieb, also einer
geringeren mechanischen Beanspruchung, unterliegt. Aufgrund der Feinstruktur im Mikrometerbereich,
nämlich mit einer Rautiefe R
Z im 90° Winkel zu der Hauptorientierung der mindestens einen Feinstruktur in einem
Bereich von größer R
Z= 2 µm bis R
Z= 50 µm, bevorzugt in einem Bereich von größer R
z=10 µm bis R
z= 50 µm, ergeben sich weniger Kontaktstellen zwischen der in der Wäschetrommel befindlichen
Wäsche und der Innenseite des Trommelmantels der Wäschetrommel für eine Wäschebehandlungsmaschine
und damit ein verbessertes Gleiten der Wäsche auf der Innenseite des Trommelmantels.
Mit Hauptorientierung der mindestens einen Feinstruktur ist eine Hauptausrichtung
der Feinstruktur bezogen auf die Gesamtheit der Feinstruktur auf der der Wäsche zugewandten
gesamten Innenseite des Trommelmantels gemeint.
[0011] Besonders vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Wäschetrommel sehen
vor, dass die mindestens eine Feinstruktur parallel zu der Hauptorientierung der Feinstruktur
durch eine Rautiefe R
z kleiner oder gleich der Hälfte der Rautiefe R
z im 90° Winkel zu der Hauptorientierung der Feinstruktur, besonders bevorzugt kleiner
oder gleich 1/5 der Rautiefe R
Z im 90° Winkel zu der Hauptorientierung der Feinstruktur, definiert ist. Auf diese
Weise ist die Hauptorientierung der mindestens einen Feinstruktur noch markanter ausgebildet.
Darüber hinaus ist dadurch die Rauheit der Feinstruktur in deren Hauptorientierung
reduziert. Entsprechend ist der Abrieb der Wäsche weiter verringert, so dass die Wäsche
bei der Wäschebehandlung in der Wäschetrommel noch besser geschont wird.
[0012] Grundsätzlich ist die mindestens eine Feinstruktur nach Art, Dimensionierung, Hauptorientierung,
Anzahl und Anordnung in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Eine vorteilhafte
Weiterbildung der erfindungsgemäßen Wäschetrommel sieht jedoch vor, dass die mindestens
eine Feinstruktur im Wesentlichen über die gesamte Innenseite des Trommelmantels verteilt
angeordnet ist. Hierdurch ist die Erfindung fertigungstechnisch auf besonders einfache
Art realisierbar.
[0013] Eine zu der vorgenannten Ausführungsform alternative vorteilhafte Weiterbildung der
erfindungsgemäßen Wäschetrommel sieht vor, dass die mindestens eine Feinstruktur lediglich
in einem Teilbereich oder mehreren Teilbereichen der Innenseite des Trommelmantels
verteilt angeordnet ist. Auf diese Weise ist die erfindungsgemäße Wäschetrommel auf
die Erfordernisse des Einzelfalls besser anpassbar. Die mindestens eine Feinstruktur
kann gezielt auf einem bestimmten Teilbereich oder bestimmten Teilbereichen der Innenseite
des Trommelmantels angebracht sein, um so die in der Wäschetrommel befindliche Wäsche
beispielsweise in eine gewünschte Richtung zu befördern.
[0014] Grundsätzlich ist die Ausrichtung der Hauptorientierung der mindestens einen Feinstruktur
in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Beispielsweise ist es denkbar, dass die
mindestens Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Wäschetrommel
sieht vor, dass die mindestens eine Feinstruktur über die gesamte Innenseite des Trommelmantels
mit Blickrichtung senkrecht auf die Innenseite des Trommelmantels insgesamt ein Muster
aus im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten, im Wesentlichen geradlinig verlaufenden,
Erhebungen und Vertiefungen zeigt. Auf diese Weise ist die mindestens eine Feinstruktur
auf konstruktiv und/oder fertigungstechnisch einfache Art realisierbar.
[0015] Beispielsweise ist es denkbar, dass die im Wesentlichen geradlinig und die im Wesentlichen
wellenförmig verlaufenden Erhebungen und Vertiefungen in einer sich wiederholenden
Anordnung in der mindestens einen Feinstruktur ausgebildet sind. Möglich ist jedoch
auch, dass die im Wesentlichen geradlinig und die im Wesentlichen wellenförmig verlaufenden
Erhebungen und Vertiefungen zueinander unregelmäßig angeordnet sind.
[0016] Grundsätzlich ist es denkbar, dass der Trommelmantel auf dessen Innenseite lediglich
die mindestens eine Feinstruktur aufweist. Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Wäschetrommel sieht vor, dass die mindestens eine Feinstruktur in mindestens einem
Teilbereich der Innenseite des Trommelmantels oder über die gesamte Innenseite des
Trommelmantels zumindest teilweise von einer Grobstruktur überlagert ist, wobei die
Grobstruktur Erhebungen und/oder Vertiefungen in einem Bereich von größer oder gleich
0,1 mm, bevorzugt von größer oder gleich 0,5 mm, besonders bevorzugt von größer oder
gleich 1 mm aufweist. Hierdurch ist die Mitnahme der in der Wäschetrommel befindlichen
Wäsche während der Wäschebehandlung in der Wäschebehandlungsmaschine verbessert.
[0017] Die Grobstruktur kann dabei lediglich auf der Innenseite des Trommelmantels ausgebildet
sein. Möglich ist jedoch auch, dass die Grobstruktur sowohl auf der der Wäsche zugewandten
Innenseite des Trommelmantels wie auch auf dessen der Wäsche abgewandten Außenseite
angeordnet ist. Beispielsweise kann dies der Fall sein, wenn die erfindungsgemäße
Wäschetrommel eine sehr dünne Materialstärke aufweist und die Grobstruktur mittels
einer Prägung des Trommelmantels hergestellt wird. Jedoch sind auch andere dem Fachmann
bekannte Herstellungsverfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Wäschetrommel
mit einem Trommelmantel, der mindestens eine Feinstruktur und eine die Feinstruktur
überlagernde Grobstruktur aufweist, denkbar. Gleiches gilt für die mindestens eine
Feinstruktur, die ebenfalls zusätzlich zu der Innenseite des Trommelmantels auch auf
der Außenseite des Trommelmantels angeordnet sein kann.
[0018] Bei der Grobstruktur kann es sich beispielsweise um eine Struktur gemäß dem in der
Einleitung genannten Stand der Technik handeln. Jedoch sind auch andere für den jeweiligen
Einzelfall sinnvolle und geeignete Strukturen als Grobstruktur denkbar. Rein exemplarisch
seien hier nur sogenannte Fassringe oder Schrägen genannt. Bei den Fassringen handelt
es sich um mindestens einen in Umfangsrichtung des Trommelmantels verlaufenden Ring,
der sich beispielsweise in Richtung der Innenseite des Trommelmantels aus einer Grundfläche
des Trommelmantels erhebt.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Wäschetrommel für eine Wäschebehandlungsmaschine
in einer perspektivischen Darstellung, in teilweiser Ansicht,
- Figur 2
- ein Detail der Wäschetrommel gemäß Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht, in dem
eine Feinstruktur rein exemplarisch teilweise dargestellt ist,
- Figur 3
- eine vergrößerte Darstellung der Feinstruktur aus Fig. 2 in einer teilweisen Ansicht
mit Blickrichtung senkrecht auf die Innenseite des Trommelmantels der Wäschetrommel,
- Figur 4
- ein Rauhigkeitsprofil der Feinstruktur aus Fig. 3 im 90° Winkel zu der Hauptorientierung
der Feinstruktur und
- Figur 5
- ein Rauhigkeitsprofil der Feinstruktur aus Fig. 3 parallel zu der Hauptorientierung
der Feinstruktur.
[0020] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Wäschetrommel für eine
als Wäschetrockner ausgebildete Wäschebehandlungsmaschine teilweise dargestellt. Die
Wäschetrommel weist einen Trommelmantel 2 auf, an dem zwei Wäscheheber 4 auf dem Fachmann
bekannte Weise angeordnet sind. Der Trommelmantel 2 ist aus 1.4016-Stahl hergestellt
und weist eine Materialstärke von etwa 0,35 bis etwa 0,5 mm auf. Von den Wäschehebern
4 ist in der Fig. 1 lediglich der in der Bildebene von Fig. 1 unten dargestellte Wäscheheber
4 sichtbar. Der andere Wäscheheber ist dem in der Fig. 1 gezeigten Wäscheheber 4 diametral
gegenüberliegend angeordnet. Der Trommelmantel 2 weist auf einer der nicht dargestellten
Wäsche zugewandten Innenseite 6 eine Grobstruktur 8 auf, die im Wesentlichen über
den gesamten Umfang des Trommelmantels 2 verteilt angeordnet ist.
[0021] Die Grobstruktur 8 ist als Prägung in Form einer wabenförmig ausgebildeten Wölbstruktur
ausgeführt deren Wabengrundflächen zu einer der Wäsche abgewandten Außenseite 10 des
Trommelmantels 2 gerichtet geformt sind und deren aneinandergrenzende Randkonturen
der Waben mit ihren Wölbungsrändern zu der der Wäsche zugewandten Innenseite 6 des
Trommelmantels 2 gerichtet sind und so, zusätzlich zu den Wäschehebern 4, Mitnehmerelemente
für die Wäsche in der sich drehenden Wäschetrommel bilden. Die Wölbungsränder erheben
sich etwa 0,5 mm über die Wabengrundflächen der wabenförmig ausgebildeten Grobstruktur
8. Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, weist das in der Bildebene von Fig. 1 hinten
dargestellte Ende 12 des Trommelmantels 2 keine Grobstruktur 8 auf. Aufgrund des Herstellung
der Grobstruktur 8 mittels Prägung und der lediglich geringen Materialstärke des Trommelmantels
2 ist die Grobstruktur 8 auch auf der der Wäsche abgewandten Außenseite 10 des Trommelmantels
2 sichtbar.
[0022] Fig. 2 zeigt ein Detail des Trommelmantels 2 in der Nähe eines der Wäscheheber 4
in einer stark vergrößerten, teilweisen Darstellung. Wie in Fig. 1 ist in Fig. 2 ebenfalls
die Grobstruktur 8 zu sehen. Darüber hinaus ist in einer der Waben der Grobstruktur
8 eine Feinstruktur 14 exemplarisch angedeutet. In Wirklichkeit ist die Feinstruktur
14 bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel im Wesentlichen über die gesamte Innenseite
6 des Trommelmantels 2 verteilt angeordnet. Entsprechend findet sich die Feinstruktur
14 nicht lediglich in dem Bereich der Innenseite 6 des Trommelmantels 2, der die Grobstruktur
8 aufweist, sondern auch in dem Bereich der Innenseite 6 des Trommelmantels 2, der
keine Grobstruktur 8 aufweist, nämlich an dem in Fig. 1 teilweise sichtbaren Ende
12 des Trommelmantels 2. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, weist die Feinstruktur 14
eine Hauptorientierung auf, wobei die Hauptorientierung der Feinstruktur 14 in Umfangsrichtung
des Trommelmantels 2 der Wäschetrommel ausgerichtet ist. Die Umfangsrichtung und damit
auch die Hauptorientierung der Feinstruktur 14 sind in den Fig. 1 bis 3 jeweils mit
einem Pfeil 16 symbolisiert.
[0023] Ein Detail aus der Feinstruktur 14 ist in Fig. 3 stark vergrößert und stark vereinfacht
mit Blickrichtung senkrecht auf die der Wäsche zugewandte Innenseite 6 des Trommelmantels
2 dargestellt. Siehe hierzu auch die Fig. 1 und 2. Deutlich zu erkennen ist, dass
die Hauptorientierung der Feinstruktur 14 in Umfangsrichtung 16 ausgerichtet ist und
die Feinstruktur 14 über die gesamte Innenseite 6 des Trommelmantels 2 mit Blickrichtung
senkrecht auf die Innenseite 6 des Trommelmantels 2 insgesamt ein Muster aus im Wesentlichen
parallel zueinander angeordneten, im Wesentlichen geradlinig verlaufenden, Erhebungen
18 und Vertiefungen 20 zeigt. Siehe hierzu auch die Fig. 1 und 2. Die Blickrichtung
senkrecht auf die Innenseite 6 des Trommelmantels 2 entspricht in Fig. 3 der Blickrichtung
senkrecht auf die Bildebene von Fig. 3.
[0024] Wie aus Fig. 3 ferner ersichtlich ist, können die Erhebungen 18 und die Vertiefungen
20 jeweils unterschiedliche Dimensionen aufweisen. Entsprechend sind in Fig. 3 rein
exemplarisch Erhebungen 18 mit einer größeren und einer geringeren Breite wie auch
mit einer größeren und einer geringeren Länge dargestellt. Analoges gilt für die dargestellten
Vertiefungen 20, die ebenfalls von unterschiedlicher Länge und/oder von unterschiedlicher
Breite sein können. Denkbar ist auch, dass Erhebungen 18 und/oder Vertiefungen 20
längs der Hauptorientierung 16 der Feinstruktur 14 umlaufend ausgebildet sind. Beispielsweise
können einzelne, eine Mehrzahl oder die Gesamtheit der Erhebungen 18 und/oder Vertiefungen
20 längs der Hauptorientierung 16 der Feinstruktur 14 umlaufend ausgebildet sein.
Darüber hinaus können die Erhebungen 18 und/oder Vertiefungen 20 der Feinstruktur
14 geordnet oder diffus angeordnet sein.
[0025] Die in Fig. 3 eingezeichnete Schnittlinie A verläuft in einem 90° Winkel zu der Hauptorientierung
16 der Feinstruktur 14 und korrespondiert zu der Rautiefe R
Z der Feinstruktur 14 im 90° Winkel zu der Hauptorientierung 16. Siehe hierzu auch
die Fig. 4, in der ein Diagramm der Rautiefe R
Z entlang der Schnittlinie A exemplarisch dargestellt ist. Die Feinstruktur 14 ist
im 90° Winkel zu deren Hauptorientierung 16 mit einer Rautiefe R
Z= 16,7 µm ausgebildet.
[0026] Die in Fig. 3 eingezeichnete Schnittlinie B verläuft parallel zu der Hauptorientierung
16 der Feinstruktur 14 und korrespondiert zu der Rautiefe R
Z der Feinstruktur 14 parallel zu der Hauptorientierung 16. Siehe hierzu auch die Fig.
5, in der ein Diagramm der Rautiefe R
z entlang der Schnittlinie B exemplarisch dargestellt ist. Die Feinstruktur 14 ist
parallel zu deren Hauptorientierung 16 mit einer Rautiefe R
Z= 9,8 µm ausgebildet. Die Rautiefe R
Z der Feinstruktur 14 parallel zu der Hauptorientierung 16 der Feinstruktur 14 ist
kleiner als die Rautiefe R
z im 90° Winkel zu der Hauptorientierung 16 der Feinstruktur 14, nämlich etwa die Hälfte
der Rautiefe R
Z im 90° Winkel zu der Hauptorientierung 16 der Feinstruktur 14. Die Rautiefe R
Z parallel zu der Hauptorientierung 16 der Feinstruktur 14 ist also wesentlich geringer
als die Rautiefe R
z im 90° Winkel zu deren Hauptorientierung 16. Dies geht auch aus einer Zusammenschau
der exemplarischen Diagramme in den Fig. 4 und 5 hervor.
[0027] Die Erfindung ist nicht auf das oben erläuterte Ausführungsbeispiel begrenzt. Beispielsweise
ist die Erfindung bei jeder Art von Wäschebehandlungsmaschine mit einer Wäschetrommel
grundsätzlich vorteilhaft einsetzbar. Beispielsweise wäre auch eine Verwendung der
Erfindung bei Waschmaschinen oder bei einem Kombinationsgerät mit einer Waschfunktion
und einer Trocknungsfunktion denkbar. Bei der Wäschebehandlungsmaschine kann es sich
sowohl um ein Haushaltsgerät wie auch um ein gewerbliches Gerät für den professionellen
Einsatz handeln.
[0028] Die in dem Ausführungsbeispiel genannten Werte und Wertebereiche sind rein exemplarisch
zu verstehen. Gleiches gilt für die zeichnerischen Darstellungen, die zudem grob schematisch
sind.
[0029] Die Erhebungen und die Vertiefungen der mindestens einen Feinstruktur können jeweils
unterschiedliche Dimensionen aufweisen. Entsprechend sind Erhebungen mit einer größeren
und einer geringeren Breite wie auch mit einer größeren und einer geringeren Länge
möglich. Analoges gilt für die Vertiefungen, die ebenfalls von unterschiedlicher Länge
und/oder von unterschiedlicher Breite sein können. Denkbar ist auch, dass Erhebungen
und/oder Vertiefungen längs der Hauptorientierung der jeweiligen Feinstruktur umlaufend
ausgebildet sind. Beispielsweise können einzelne, eine Mehrzahl oder die Gesamtheit
der Erhebungen und/oder Vertiefungen längs der Hauptorientierung der jeweiligen Feinstruktur
umlaufend ausgebildet sein. Darüber hinaus können die Erhebungen und/oder Vertiefungen
der mindestens einen Feinstruktur geordnet oder diffus angeordnet sein.
[0030] Der Trommelmantel muss nicht zwingend eine Grobstruktur aufweisen. Beispielsweise
kann der Trommelmantel auch ohne jegliche Grobstruktur ausgebildet sein. Analog zu
der Feinstruktur ist es ferner denkbar, dass der Trommelmantel mehrere Teilbereiche
aufweist und in mindestens zwei der Teilbereiche eine voneinander verschiedene Grobstruktur
aufweist. Die mindestens eine Grobstruktur ist dabei nach Art, Funktion, Form, Anordnung,
Anzahl, Ausrichtung und Dimensionierung in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar.
Der Trommelmantel kann im Wesentlichen auf dessen gesamter Innenseite oder in mindestens
einem Teilbereich von dessen Innenseite lediglich eine Feinstruktur oder eine Feinstruktur
mit einer überlagerten Grobstruktur oder mindestens einen Teilbereich mit lediglich
einer Grobstruktur oder mindestens einen Teilbereich ohne jegliche Struktur aufweisen.
[0031] Zusätzlich zu der der Wäsche während der Wäschebehandlung zugewandten Innenseite
des Trommelmantels ist es auch denkbar, dass auch die der Wäsche während der Wäschebehandlung
abgewandte Außenseite des Trommelmantels mindestens eine Feinstruktur und/oder mindestens
eine Grobstruktur aufweist. Die mindestens eine Feinstruktur und/oder die mindestens
eine Grobstruktur auf der Außenseite des Trommelmantels kann dabei im Wesentlichen
der mindestens einen Feinstruktur und/oder der mindestens einen Grobstruktur auf der
Innenseite des Trommelmantels entsprechen oder als Negativ zu der mindestens einen
Feinstruktur und/oder der mindestens einen Grobstruktur auf der Innenseite des Trommelmantels
ausgebildet sein oder eine zu der mindestens einen Feinstruktur und/oder der mindestens
einen Grobstruktur auf der Innenseite des Trommelmantels verschiedene Ausbildung zeigen.
[0032] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Trommelmantel der erfindungsgemäßen Wäschetrommel
aus einem ferritischen Stahl, insbesondere einem Chromstahl, hergestellt ist. Darüber
hinaus ist es vorteilhaft, wenn die Materialstärke des Trommelmantels kleiner oder
gleich 0,5 mm, bevorzugt kleiner oder gleich 0,35 mm, beträgt.
1. Wäschetrommel für eine Wäschebehandlungsmaschine mit einem Trommelmantel (2), der
auf einer während der Wäschebehandlung der Wäsche zugewandten Innenseite (6) eine
Struktur (8, 14) aufweist, wobei die Struktur (14) als mindestens eine Feinstruktur
(14) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Feinstruktur (14) mit einer Hauptorientierung (16) ausgebildet ist, die in Umfangsrichtung
des Trommelmantels (2) der Wäschetrommel ausgerichtet ist, wobei die Feinstruktur
im 90° Winkel zu der Hauptorientierung (16) der Feinstruktur (14) durch eine Rautiefe
RZ in einem Bereich von größer RZ= 2 µm bis RZ= 50 µm, bevorzugt in einem Bereich von größer Rz=10 µm bis Rz= 50 µm, definiert ist und dass die mindestens eine Feinstruktur (14) parallel zu
der Hauptorientierung (16) der Feinstruktur (14) durch eine Rautiefe RZ kleiner als die Rautiefe RZ im 90° Winkel zu der Hauptorientierung (16) der Feinstruktur (14), definiert ist.
2. Wäschetrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Feinstruktur (14) parallel zu der Hauptorientierung (16) der
Feinstruktur (14) durch eine Rautiefe Rz kleiner oder gleich der Hälfte der Rautiefe Rz im 90° Winkel zu der Hauptorientierung (16) der Feinstruktur (14) definiert ist.
3. Wäschetrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Feinstruktur (14) parallel zu der Hauptorientierung (16) der
Feinstruktur (14) durch eine Rautiefe Rz kleiner oder gleich 1/5 der Rautiefe Rz im 90° Winkel zu der Hauptorientierung der Feinstruktur (14) definiert ist.
4. Wäschetrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Feinstruktur (14) im Wesentlichen über die gesamte Innenseite
(6) des Trommelmantels (2) verteilt angeordnet ist.
5. Wäschetrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Feinstruktur (14) über die gesamte Innenseite (6) des Trommelmantels
(2) eine Hauptorientierung (16) im Wesentlichen parallel zu der Umfangsrichtung des
Trommelmantels (2) aufweist.
6. Wäschetrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Feinstruktur (14) über die gesamte Innenseite (6) des Trommelmantels
(2) mit Blickrichtung senkrecht auf die Innenseite (6) des Trommelmantels (2) insgesamt
ein Muster aus im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten, im Wesentlichen geradlinig
verlaufenden, Erhebungen (18) und Vertiefungen (20) zeigt.
7. Wäschetrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Feinstruktur (14) in mindestens einem Teilbereich der Innenseite
(6) des Trommelmantels (2) oder über die gesamte Innenseite des Trommelmantels zumindest
teilweise von einer Grobstruktur (8) überlagert ist, wobei die Grobstruktur (8) Erhebungen
und/oder Vertiefungen in einem Bereich von größer oder gleich 0,1 mm, bevorzugt von
größer oder gleich 0,5 mm, besonders bevorzugt von größer oder gleich 1 mm aufweist.
1. Laundry drum for a laundry treatment appliance comprising a drum casing (2) which
has a structure (8, 14) on an inner face (6) facing the laundry during laundry treatment,
the structure (14) being designed as at least one fine structure (14),
characterised in that the fine structure (14) is designed to have a main orientation (16) which is oriented
in the circumferential direction of the drum casing (2) of the laundry drum, the fine
structure being defined at a 90° angle to the main orientation (16) of the fine structure
(14) by a roughness depth Rz in a range of greater than Rz=2 µm to Rz=50 µm, preferably in a range of greater than Rz=10 µm to Rz=50 µm, and in that the at least one fine structure (14) is defined in parallel with the main orientation
(16) of the fine structure (14) by a roughness depth Rz smaller than the roughness depth Rz at a 90° angle to the main orientation (16) of the fine structure (14).
2. Laundry drum according to claim 1, characterised in that the at least one fine structure (14) is defined in parallel with the main orientation
(16) of the fine structure (14) by a roughness depth Rz smaller than or equal to half the roughness depth Rz at a 90° angle to the main orientation (16) of the fine structure (14).
3. Laundry drum according to claim 1, characterised in that the at least one fine structure (14) is defined in parallel with the main orientation
(16) of the fine structure (14) by a roughness depth Rz smaller than or equal to 1/5 of the roughness depth Rz at a 90° angle to the main orientation of the fine structure (14).
4. Laundry drum according to any of claims 1 to 3, characterised in that the at least one fine structure (14) is arranged so as to be distributed substantially
over the entire inner face (6) of the drum casing (2).
5. Laundry drum according to any of claims 1 to 4, characterised in that the at least one fine structure (14) has, over the entire inner face (6) of the drum
casing (2), a main orientation (16) substantially parallel to the circumferential
direction of the drum casing (2).
6. Laundry drum according to any of claims 1 to 5, characterised in that the at least one fine structure (14) forms a pattern over the entire inner face (6)
of the drum casing (2), as viewed perpendicularly to the inner face (6) of the drum
casing (2), consisting of elevations (18) and depressions (20) which are arranged
substantially in parallel with one another and extend substantially in a straight
line.
7. Laundry drum according to any of claims 1 to 6, characterised in that the at least one fine structure (14) is at least partially overlapped by a coarse
structure (8) in at least one portion of the inner face (6) of the drum casing (2)
or over the entire inner face of the drum casing, the coarse structure (8) having
elevations and/or depressions in a range of greater than or equal to 0.1 mm, preferably
greater than or equal to 0.5 mm, particularly preferably greater than or equal to
1 mm.
1. Tambour à linge destiné à une machine de traitement du linge et comportant une enveloppe
de tambour (2), laquelle présente une structure (8, 14) sur un côté intérieur (6)
faisant face au linge pendant le traitement du linge, la structure (14) étant conçue
sous forme d'au moins une structure fine (14),
caractérisé en ce que la structure fine (14) est conçue avec une orientation principale (16) qui est orientée
dans la direction circonférentielle de l'enveloppe de tambour (2) du tambour à linge,
la structure fine étant définie, à un angle de 90° par rapport à l'orientation principale
(16) de la structure fine (14), par une profondeur de rugosité Rz dans une plage supérieure de Rz= 2 µm à Rz = 50 µm, de préférence dans une plage supérieure de Rz = 10 µm à Rz = 50 µm, et que l'au moins une structure fine (14) est définie, parallèlement à l'orientation
principale (16) de la structure fine (14), par une profondeur de rugosité Rz inférieure à la profondeur de rugosité Rz à un angle de 90° par rapport à l'orientation principale (16) de la structure fine
(14).
2. Tambour à linge selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins une structure fine (14) est définie, parallèlement à l'orientation principale
(16) de la structure fine (14), par une profondeur de rugosité Rz inférieure ou égale à la moitié de la profondeur de rugosité Rz à un angle de 90° par rapport à l'orientation principale (16) de la structure fine
(14).
3. Tambour à linge selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins une structure fine (14) est définie, parallèlement à l'orientation principale
(16) de la structure fine (14), par une profondeur de rugosité Rz inférieure ou égale à 1/5 de la profondeur de rugosité Rz à un angle de 90° par rapport à l'orientation principale de la structure fine (14).
4. Tambour à linge selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'au moins une structure fine (14) est disposée sensiblement de façon à être répartie
sur tout le côté intérieur (6) de l'enveloppe de tambour (2).
5. Tambour à linge selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'au moins une structure fine (14) présente, sur tout le côté intérieur (6) de l'enveloppe
de tambour (2), une orientation principale (16) sensiblement parallèle à la direction
circonférentielle de l'enveloppe de tambour (2).
6. Tambour à linge selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'au moins une structure fine (14) forme, sur tout le côté intérieur (6) de l'enveloppe
de tambour (2), vue perpendiculairement sur le côté intérieur (6) de l'enveloppe de
tambour (2), un motif en tout, lequel est constitué d'élévations (18) et de dépressions
(20) disposées sensiblement parallèlement les unes aux autres et s'étendant sensiblement
en ligne droite.
7. Tambour à linge selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'au moins une structure fine (14) est au moins partiellement recouverte d'une structure
grossière (8) dans au moins une zone partielle du côté intérieur (6) de l'enveloppe
de tambour (2) ou sur tout le côté intérieur de l'enveloppe de tambour, la structure
grossière (8) présentant des élévations et/ou des dépressions dans une plage supérieure
ou égale à 0,1 mm, de préférence supérieure ou égale à 0,5 mm, de manière particulièrement
préférée supérieure ou égale à 1 mm.