[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine explosionsgeschützte LED Leuchte.
[0002] Aus der
DE 36 34 556 A1 ist eine explosions- und schlagwettergeschützte Leuchte mit druckfest gekapseltem
Leuchtengehäuse und daran befestigtem transparenten Abdeckteil bekannt. Das Leuchtengehäuse
enthält elektrische Bauteile zum Betrieb einer Lampe, die unter dem Abdeckteil angeordnet
ist. Das Abdeckteil ist ebenfalls druckfest gekapselt, so dass das Leuchtengehäuse
insgesamt zwei jeweils separat gekapselte Innenräume umschließt. In dem Leuchtengehäuse
sind großvolumige Füllteile eingebracht, wobei der freie Restraum zwischen den Füllteilen
und den innerhalb des Gehäuses befindlichen elektrischen Bauelementen auf weniger
als 3 Liter begrenzt ist. Die Füllteile bestehen beispielsweise aus geschäumtem Kunststoff.
Außerdem können als Füllteile Sand, Quarzmehl oder Glaskugeln verwendet werden. Vorgeschlagen
wird auch die Füllung des Gehäuses mit Flüssigkeiten, die eine Kühlwirkung für die
elektrischen Bauelemente haben können. Auch im Abdeckteil können Füllteile vorhanden
sein, die beispielsweise als Reflektorträger dienen. Sowohl das Gehäuse als auch das
transparente Abdeckteil können aus Kunststoff hergestellt sein.
[0003] Die Füllung eines Gehäuses mit rieselfähigem Material ist auf dem Gebiet des Explosionsschutzes
auch als Sandkapselung bekannt. Beispielsweise beschreibt die
DE OS 36 175 70 dazu die Unterbringung von Leiterplatten in einem allseits verschließbaren Gehäuse
und dessen Füllung mit elektrisch isolierendem Sand oder mit Glaskugeln.
[0004] Weiter offenbart die
EP 2 998 648 A1 eine LED-Beleuchtungseinrichtung mit einem Gehäuse, in dem eine LED auf einem plattenförmigen
Träger angeordnet ist. Das von der LED emittierte Licht durchstrahlt eine Linse, die
an einer Gehäuseöffnung angeordnet ist. In dem Gehäuse ist außerdem eine Leiterplatte
mit einer Ansteuerschaltung angeordnet. Der Gehäuseinnenraum ist mit Vergussmasse
versiegelt.
[0005] Die
EP 1 156 272 A2 beschreibt eine LED-Lichtquelle mit einem rohrförmigen durchsichtigen Gehäuse, durch
das sich längs eine Leiterplatte erstreckt. Diese trägt auf ihrer Rückseite elektronische
Bauelemente und auf ihrer Vorderseite LEDs. An eine Stirnseite des rohrförmigen Gehäuses
ist eine Anschlusseinrichtung angeordnet, die von dem Innenraum des rohrförmigen Gehäuses
durch einen Verguss getrennt ist.
[0006] Weiter ist aus der
WO 2012/105828 A1 eine Leuchte mit einem hermetisch nach außen abgedichteten Gehäuse bekannt, in dessen
Innenraum eine Leiterplatte mit einer darauf angeordneten elektronischen Schaltung
angeordnet ist. Weiter sind in dem von dem Leuchtengehäuse umschlossenen Innenraum
LEDs angeordnet, deren Licht durch eine durchsichtige Gehäusewand abgestrahlt wird.
Hinter der Leiterplatte ist feuchtigkeitsabsorbierendes Material angeordnet, um die
Ausbildung von Kondensat im Lampengehäuse zu verhindern. Außerdem ist im Gehäuse ein
sauerstoffabsorbierendes Material angeordnet, um in dem Gehäuse eine Stickstoffatmosphäre
aufrechtzuerhalten.
[0007] Mit der Einbringung von rieselfähigem oder sonstigem porösen Material in das Gehäuse
kann das Volumen des in dem Gehäuse vorhandenen explosionsfähigen Gasgemisches reduziert
werden. Außerdem kann poröses oder rieselfähiges Material der Abbau von Druckspitzen
bei Zündung des Gasgemisches dienen. Dies gilt jedoch nicht für den lichtführenden
Teil einer Leuchte. Dort eingeschlossenes Gasvolumen kann nicht durch Einbringung
von Füllmaterial reduziert werden, weil dies den Lichtaustritt behindert oder Licht
unkontrolliert streut.
[0008] Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Leuchte zu schaffen.
[0009] Diese Aufgabe wird mit der Leuchte nach Anspruch 1 gelöst:
Die erfindungsgemäße explosionsgeschützte Leuchte weist ein Gehäuse mit einer Öffnungen
aufweisenden Trennwand auf, die den Innenraum des Gehäuses in einen ersten Abschnitt
und in einen zweiten Abschnitt unterteilt. Während der erste Abschnitt mindestens
eine Lichtquelle, vorzugsweise eine Halbleiterlichtquelle enthält und frei von Füllmaterial
ist, ist der zweite Abschnitt mit offenporigem Füllmaterial versehen. Dadurch kann
eine von der Halbleiterlichtquelle ausgehende Zündung zwar zu einer Explosion des
in dem ersten Abschnitt des Innenraums vorhandenen Gasgemisches führen, wobei ein
übermäßiger Druckaufbau jedoch verhindert wird. Durch die in der Trennwand vorhandenen
Öffnungen kann Gas in den mit offenporigem Füllmaterial versehenen zweiten Abschnitt
des Innenraums entweichen und somit keinen hohen Druck aufbauen.
[0010] Die Explosionsgeschützte Leuchte weist in einer Ausführungsform ein Gehäuse mit einem
lichtdurchlässigen Abschnitt auf und umschließt einen Innenraum. In dem Innenraum
ist eine mit wenigstens einer Öffnung versehene Trennwand angeordnet, die den Innenraum
des Gehäuses in einen ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt unterteilt. Der
erste Abschnitt schließt an den lichtdurchlässigen Abschnitt an und enthält mindestens
eine Lichtquelle. Der zweite Abschnitt des Innenraums ist mit offenporigem Füllmaterial
versehen. Vorzugsweise trägt die Trennwand die Lichtquelle und es ist eine elektronische
Betriebsschaltung in das Füllmaterial eingebettet.
[0011] Das Gehäuse kann nach außen geschlossen ausgebildet sein. Zwar ist es prinzipiell
möglich, das Gehäuse mit Druckentlastungsvorrichtungen zu versehen, wie beispielsweise
Flammenschutzfiltern, die eine oder mehrere die Umgebung mit dem Innenraum des Gehäuses
verbindende Öffnungen verschließen. Es wird jedoch bevorzugt, das Gehäuse ohne solche
nach außen wirkenden Druckentlastungsvorrichtungen geschlossen auszubilden, so dass
Probleme des Feuchtigkeitszutritts und der Verstaubung oder Verschmutzung solcher
Druckentlastungsvorrichtungen entfallen.
[0012] Vorzugsweise ist das Gehäuse aus zwei Gehäuseteilen aufgebaut, zwischen denen die
Trennwand gehalten ist. Dies ergibt einen einfachen und übersichtlichen Aufbau. Bei
einem solchen Aufbau ist es insbesondere möglich, auf eine abgasdichte Abdichtung
der beiden Abschnitte des Innenraums des Gehäuses gegeneinander zu verzichten - es
kommt auf eine solche nicht an. Ganz im Gegenteil, die Trennwand weist vorzugsweise
mindestens eine, vorzugsweise mehrere Öffnungen von insgesamt einem so großen Querschnitt
auf, so dass freier Gasdurchtritt möglich ist. Andererseits ist das Füllmaterial vorzugsweise
ausschließlich in dem zweiten Abschnitt des Innenraums nicht aber in dem ersten Abschnitt
desselben angeordnet. An jeder Öffnung der Trennwand kann ein Filter angeordnet sein,
der zwar Gasdurchtritt ermöglicht, dem Übertritt von Füllmaterial durch die Öffnungen
aus dem zweiten Abschnitt in den ersten Abschnitt des Innenraums jedoch verhindert.
Ein solcher Filter kann ein offenporiges Textil, beispielsweise in Gestalt einer oder
mehrerer Lagen eines Fließstoffs, eines dünnen Filzes, eines Gewebes oder Gestricks
sein. Alternativ kann als Filter ein poröser Körper vorgesehen sein, der in dem zweiten
Abschnitt des Innenraums an der Trennwand lose anliegend oder mit dieser verbunden
angeordnet ist. Weder das offenporige Textil noch der offenporige Körper müssen dabei
mit der Trennwand fest verbunden sein. Sie können lose an der Trennwand anliegend
angeordnet oder stellenweise an diese angeheftet sein. Außerdem muss weder das offenporige
Textil noch der offenporige Körper Flammendurchschlagschutz bewirken. Die Funktion
besteht lediglich in der Zurückhaltung des Füllmaterials. Ist das Füllmaterial nicht
rieselfähig, weil es z.B. durch einen Vlies, ein watteartiges oder sonstiges faseriges
Material gebildet ist, kann auf die genannten Filter verzichtet werden. Ebenso kann
auf solche Filter verzichtet werden, wenn die Körner eines rieselfähigen Füllmaterials
größer sind als die Durchmesser der Öffnungen.
[0013] Der zweite Abschnitt des Innenraums des Gehäuses ist vorzugsweise von dem Füllmaterial
vollständig ausgefüllt, so dass dort keine freien Gasvolumina vorhanden sind, die
an einer Explosion teilnehmen könnten. Es kann aber auch genügen, den zweiten Abschnitt
des Innenraums nur teilweise mit Füllmaterial zu füllen. Vorzugsweise ist der zweite
Abschnitt des Innenraums aber wenigstens zu mehr als der Hälfte, weiter vorzugsweise
zu mehr als dreiviertel mit Füllmaterial gefüllt. Als solches kann ein rieselfähiges
Füllmaterial wie Sand, Glaskugeln, Keramikkugeln oder dergleichen, dienen. Alternativ
können Glaswolle, Steinwolle oder andere Fasermaterialien als Füllmaterial vorgesehen
sein. Bei einer Teilfüllung des zweiten Abschnitts des Innenraums mit Füllmaterial
kann dieses an der Gehäuseinnenwand angebracht sein.
[0014] Die Trennwand kann als Leiterplatte ausgebildet sein, die die LED-Lichtquelle oder
mehrere LED-Lichtquellen trägt. Außerdem kann die Trennwand, wenn sie als Leiterplatte
ausgebildet ist, aus einem elektrisch isolierenden Material ausgebildet sein, das
Leiterzüge trägt. Die Leiterplatte kann außerdem elektronische Bauelemente tragen,
die sowohl in dem ersten Abschnitt des Innenraums des Gehäuses als auch in dem zweiten
Abschnitt des Innenraums des Gehäuses angeordnet sein können. Vorzugsweise beherbergt
der zweite Abschnitt des Innenraums des Gehäuses eine elektronische Schaltung, die
zum Beispiel als Betriebsgerät für die LED(s) des ersten Gehäuseabschnitts dienen
kann. Eine solche elektronische Schaltung ist vorzugsweise auf einer eigenen Leiterplatte
angeordnet, die in das Füllmaterial des zweiten Abschnitts des Innenraums eingebettet
ist. Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung gehen aus
der Zeichnung, der Beschreibung oder Ansprüchen hervor. Es zeigen:
Figur 1 Die explosionsgeschützte Leuchte, in vereinfachter Querschnittsdarstellung,
Figur 2 die Leuchte nach Figur 1, in schematisierter Darstellung,
Figur 3 eine abgewandelte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte.
[0015] In Figur 1 ist eine Leuchte 10 veranschaulicht, deren Gehäuse zumindest vorzugsweise
aus wenigstens zwei Gehäuseteilen 11, 12 besteht, die über nicht weiter veranschaulichte
Verbindungsmittel aneinander gehalten sind. Verbindungsmittel können Schrauben, Bolzen,
Nieten, Schweißnähte, Klebenähte, Klebefugen oder dergleichen sein. In dem in Figur
1 schematisch veranschaulichten Ausführungsbeispiel liegen die beiden Gehäuseteile
11, 12 an einer Trennfuge 13 aneinander an. Die Trennfuge 13 kann eben oder auch anderweitig
geformt ausgebildet, beispielsweise in Gestalt eines Gewindes oder dergleichen ausgeformt
sein. Sie kann, wie dargestellt, durch eine Dichtung 14 beispielsweise in Gestalt
eines O-Rings oder eines anderweitigen Profilrings, einer Lippendichtung oder dergleichen,
abgedichtet oder aufgrund ihrer Länge und Weite als flammendurchschlagsicherer Spalt
ausgebildet sein. Die Gehäuseteil 11, 12 können zum Beispiel aus Kunststoff ausgebildet
sein, wobei das Gehäuseteil 12 vorzugsweise aus einem durchsichtigen Kunststoff ausgebildet
ist oder wenigstens eine durchsichtiges Fenster aufweist. Das Gehäuseteil 11 kann
ebenfalls aus einem Kunststoff, beispielsweise einem undurchsichtigen Kunststoff oder
auch Metall oder aus einem Metall/Kunststoff-Verbund ausgebildet sein.
[0016] Die beiden Gehäuseteile 11, 12 umschließen einen Innenraum 15, der durch eine Trennwand
16 in einen ersten Abschnitt 17 und einen zweiten Abschnitt 18 unterteilt ist. Der
erste Abschnitt 17 des Innenraums 15 grenzt an denjenigen Gehäuseteil 12, der durchsichtig
ausgebildet ist oder ein Lichtaustrittsfenster aufweist. Als Lichtaustrittsfenster
kann eine Zone 12a des Gehäuseteils 12 angesehen werden.
[0017] In dem Abschnitt 17 des Innenraums 15 ist eine Lichtquelle 19 angeordnet (Figur 2)
beispielsweise in Gestalt einer oder mehrerer LED-Chips 20, die von der Trennwand
16 getragen sein können. Der oder die LED-Chip(s) 20 können unmittelbar oder vermittels
eines Zwischenträgers auf der Trennwand 16 angeordnet sein, die vorzugsweise zwischen
den beiden Gehäuseteilen 11, 12 gehalten ist. Dazu weist wenigstens eines der beiden
Gehäuseteile 11, 12 einen Sitz 21 zur Aufnahme des ringsumlaufenden Randes der Trennwand
16 auf, so dass die Trennwand 16 den Innenraum 15 auf ganzem Querschnitt durchquert.
Die Trennwand 16 kann aus Metall oder, wie es bevorzugt wird, aus einem elektrisch
isolierenden Werkstoff ausgebildet sein. In letzterem Fall kann sie Leiterzüge zur
elektrischen Versorgung der LED-Chips 20 tragen. Bedarfsweise können auf der als Leiterplatte
ausgebildeten Trennwand 16 weitere elektrische Bauelemente angeordnet sein.
[0018] Die Trennwand 16 enthält mindestens eine, vorzugsweise mehrere Öffnungen 22, 23,
über die die beiden Abschnitte 17, 18 des Innenraums 15 miteinander in Verbindung
stehen. Die Öffnungen 22, 23 sind vorzugsweise um den wenigstens einen LED-Chip 20
herum gruppiert, um einen schnellen Druckausgleich zwischen den beiden Abschnitten
17, 18 des Innenraums 15 zu ermöglichen.
[0019] An der wenigstens einen Öffnung 22, im vorliegenden Ausführungsbeispiel an beiden
Öffnungen 22, 23, kann ein Filter 24 angeordnet sein, der aus einem feinporigen Material
bestehen kann. Dieser Filter 24 kann durch ein textiles Vlies ein Gewebe, ein Gestrick,
ein Vlies aus mineralischem Material, wie Glaswolle, Steinwolle oder dergleichen,
eine starre poröse Platte oder mehrere starre poröse Elemente, ein aus Drähten oder
Fäden gebildetes Sieb, wie beispielsweise ein Kunststoffsieb, ein Drahtsieb, eine
Lochplatte, ein Gitter oder dergleichen angeordnet sein. Die Maschen- oder Öffnungsweite
dieses Filters 24 ist vorzugsweise so gering, dass in dem zweiten Abschnitt 18 des
Innenraums 15 angeordnete Partikel nicht durch die Öffnungen 22, 23 hindurch gelangen
können. Ist als Füllmaterial 29 anstelle eines rieselfähigen, körnigen Materials ein
watteähnliches Material oder ein anderweitiges zusammenhängendes poröses Material
vorgesehen, kann auf das Filter 24 verzichtet werden.
[0020] Der zweite Abschnitt 18 des Innenraums 15 dient zur Aufnahme einer elektrischen oder
elektronischen Schaltung 25, die beispielsweise als Betriebsgerät für die Lichtquelle
19 dienen kann und zum Beispiel auf einer Leiterplatte 26 angeordnete elektronische
Bauelemente 27, 28 aufweist.
[0021] Vorzugsweise ist der zweite Abschnitt 18 mit einem rieselfähigen Füllmaterial 29
wie beispielsweise, Glaskugeln, Sand oder dergleichen, gefüllt. Die Partikel dieses
rieselfähigen Materials sind größer als die Maschenweite des Filters 24. Sind die
Öffnungen 22, 23 kleiner als die Größe der Partikel des rieselfähigen Materials kann
auf den Filter 24 verzichtet werden. Ebenso kann der Filter 24 entfallen, wenn der
Abschnitt 18 des Innenraums 15 anstatt mit rieselfähigen Material mit einem anderem
offenporigen Material wie beispielsweise, Glaswolle, Steinwolle oder dergleichen,
gefüllt ist. Der zweite Abschnitt 18 des Innenraums 15 kann dazu vollständig oder
teilweise mit einem solchen offenporigen Material gefüllt sein.
[0022] Im Betrieb der explosionsgeschützten Leuchte 10 kann ein explosionsfähiges Gasgemisch
in den Innenraum 15 eingedrungen sein. Vorhandene Zündquellen können insbesondere
durch die Lichtquelle 19, zum Beispiel den oder die LED-Chip(s) 20 oder auch die elektronischen
Bauelemente 27, 28 sein. Eine Zündung des Gasgemisches in dem Abschnitt 18 wird jedoch
durch die Füllung dieses Abschnitts 18 mit dem Füllmaterial 29 vermieden. Findet jedoch
eine Zündung in dem Abschnitt 17 statt, kann die sich ausbildende Druckwelle durch
die Öffnungen 22, 23 in den Abschnitt 18 des Innenraums 15 eintreten und dort hinein
expandieren. Dabei läuft die Druckwelle in das Füllmaterial 29, das die Fortpflanzung
der Explosion unterbindet oder zumindest die Druckwelle durch Absorption mindert.
Der Abschnitt 18 des Innenraums 15 wirkt so als Expansionsraum für die in dem Abschnitt
17 stattgefundene Explosion. Damit können die Gehäuseteile 11, 12 relativ dünnwandig
ausgebildet werden, ohne dass Berstgefahr besteht. Das freie Explosionsvolumen in
dem Gehäuse 10 ist drastisch reduziert. Ebenso sind sich ausbildende Druckspitzen
stark gemindert.
[0023] Das Gehäuse 10 ist wie in Figur 1 veranschaulicht vorzugsweise geschlossen ausgebildet.
Alternativ kann aber an dem Gehäuseteil 11 und/oder an dem Gehäuseteil 12 eine nach
außen führende Druckentlastungsöffnung vorgesehen sein, die mit einem porösen gasdurchlässigen
Flammenschutzfilter als Druckentlastungskörper versehen ist. In den meisten Fällen
ist dies aber unnötig.
[0024] In Figur 3 ist eine abgewandelte Ausführungsform der Leuchte 10 veranschaulicht,
die zwei Trennwände 16a, 16b aufweist, die von dem Innenraum 15 zwei Abschnitte 18a,
18b abteilen, die mit porösem, dämpfenden Füllmaterial 29a, 29b versehen sind. Die
Leiterplatte 26 kann die Lichtquelle 19 und/oder die Betriebsschaltung 25 tragen,
die dann in dem ersten Abschnitt 17 angeordnet ist. Alternativ kann die Betriebsschaltung
25' in einem der Abschnitte 18a, 18b angeordnet sein. Alternativ kann die Betriebsschaltung
aufgeteilt auf zwei Schaltungen 25a, 25b in den beiden Abschnitten 18a, 18b untergebracht
sein. Weiter alternativ kann die die Schaltung 25 als Teil der Betriebsschaltung in
dem Abschnitt 17 und zusätzlich als weitere Schaltung 25a, 25b als oder Schaltungsteil
25a, 25b in den Abschnitten 18a und/oder 18b untergebracht sein.
[0025] Die erfindungsgemäße Leuchte 10 weist einen Innenraum 15 auf, der durch eine Trennwand
16 in einen ersten Abschnitt 17 und einen zweiten Abschnitt 18 unterteilt ist, während
der erste Abschnitt 17 frei ist und wenigstens eine Lichtquelle enthält, sind in dem
zweiten Abschnitt 18 eine Betriebsschaltung 25 für die Lichtquelle 19 und/oder sonstige
potentielle Zündquellen bildende Komponenten und/oder sonstige auch nicht als Zündquellen
in Betracht kommende Komponenten angeordnet. Der Abschnitt 18 ist mit einem offenporigen
Füllmaterial versehen. Die Trennwand 16 weist mindestens eine Öffnung 22 auf, die
eine Strömungsverbindung zwischen den beiden Abschnitten 17, 18 ermöglicht. Der mit
Füllmaterial 29 versehene Abschnitt 18 des Innenraums 15 dient als Druckentlastungsvolumen
für den ersten Abschnitt 17, in dem die Lichtquelle 19 angeordnet ist. Das Füllmaterial
29 kann den Abschnitt 18 ganz oder teilweise ausfüllen.
Bezugszeichen:
| 10 |
Leuchte |
| 11, 12 |
Gehäuseteile |
| 12a |
lichtdurchlässige Zone oder lichtdurchlässiger Teil des Gehäuses |
| 13 |
Trennfuge |
| 14 |
Dichtung |
| 15 |
Innenraum |
| 16, 16a, 16b |
Trennwand |
| 17 |
erster Abschnitt des Innenraums 15 |
| 18, 18a, 18b |
zweiter Abschnitt des Innenraums 15 |
| 19 |
Lichtquelle |
| 20 |
LED-Chip(s) |
| 21 |
Sitz |
| 22, 23 |
Öffnungen in der Trennwand 16 |
| 24 |
Filter |
| 25, 25' |
Schaltung / Betriebsschaltung |
| 26 |
Leiterplatte |
| 27, 28 |
elektronische Bauelemente |
| 29, 29a, 29b |
Füllmaterial |
1. Explosionsgeschützte Leuchte
mit einem Gehäuse (10), das einen lichtdurchlässigen Abschnitt (12a) aufweist und
das einen Innenraum (15) umschließt,
mit mindestens einer wenigstens eine Öffnung (22, 23) aufweisenden Trennwand (16),
die den Innenraum (15) des Gehäuses (10) in wenigstens einen ersten Abschnitt ohne
Füllmaterial (18) und wenigstens einen zweiten Abschnitt mit Füllmaterial (17) unterteilt,
wobei der erste Abschnitt ohne Füllmaterial (17) eine Lichtquelle (19) enthält und
im Bereich der Lichtquelle lichtdurchlässig ist und
wobei der zweite Abschnitt (18) hinter der wenigstens einen Trennwand (16) mit einem
offenporigen Material (29) gefüllt ist, in das eine elektronische Betriebsschaltung
(25, 25a oder 25b) eingebettet ist.
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) ein erstes Gehäuseteil (11) und ein zweites Gehäuseteil (12) aufweist,
das aus einem lichtdurchlässigen Material besteht, und dass die Trennwand (16) zwischen
den Gehäuseteilen (11, 12) gehalten ist.
3. Leuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) ein Profilteil ist in welches das Füllmaterial eingeschoben wird.
4. Leuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (16) an ihrem gesamten Umfang in dem Gehäuse (10) gefasst ist.
5. Leuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwände (16) in die Gehäuseteile integriert sind.
6. Leuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (17) des Gehäuseinnenraums (15) frei von Füllmaterial ist.
7. Leuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Öffnung (22, 23) ein Filter (24) angeordnet ist.
8. Leuchte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Filter (24) ein offenporiger Körper, z.B. Textil, Filter, Drahtgeflecht oder
ein poröser Körper ist.
9. Leuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (29) den zweiten Abschnitt (18) des Innenraums (15) des Gehäuses
(10) ganz oder teilweise ausfüllend angeordnet ist.
10. Leuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (29) ein rieselfähiges Füllmaterial ist.
11. Leuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (16) die Lichtquelle (19) tragend ausgebildet ist.
12. Leuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (16) eine Leiterplatte ist.
1. Explosion-proof luminaire
with a housing (10) which has a translucent portion (12a) and surrounds an internal
space (15),
with a separating wall (16) which has at least one opening (22, 23) and divides the
internal space (15) of the housing (10) into at least one first portion without filler
material (18) and at least one second portion with filler material (17),
wherein the first portion without filler material (17) contains a light source (19)
and is translucent in the region of the light source, and
wherein behind the at least one separating wall (16), the second portion (18) is filled
with an open-pore material (29) in which an electronic operating circuit (25, 25a
or 25b) is embedded.
2. Luminaire according to claim 1, characterised in that the housing (10) has a first housing part (11) and a second housing part (12) which
consists of a translucent material, and that the separating wall (16) is held between
the housing parts (11, 12).
3. Luminaire according to any of the preceding claims, characterised in that the housing (10) is a profile part in which the filler material is inserted.
4. Luminaire according to any of the preceding claims, characterised in that the separating wall (16) is held in the housing (10) over its entire periphery.
5. Luminaire according to any of the preceding claims, characterised in that the separating walls (16) are integrated into the housing parts.
6. Luminaire according to any of the preceding claims, characterised in that the first portion (17) of the housing internal space (15) is free from filler material.
7. Luminaire according to any of the preceding claims, characterised in that a filter (24) is arranged at each opening (22, 23).
8. Luminaire according to claim 7, characterised in that the filter (24) is an open-pore body, e.g. textile, filter, wire mesh or a porous
body.
9. Luminaire according to any of the preceding claims, characterised in that the filler material (29) is arranged fully or partially filling the second portion
(18) of the internal space (15) of the housing (10).
10. Luminaire according to any of the preceding claims, characterised in that the filler material (29) is a pourable filler material.
11. Luminaire according to any of the preceding claims, characterised in that the separating wall (16) is configured so as to carry the light source (19).
12. Luminaire according to any of the preceding claims, characterised in that the separating wall (16) is a printed circuit board.
1. Luminaire antidéflagrant
comprenant un boîtier (10) qui présente une partie transparente (12a) et qui entoure
une cavité (15),
comprenant au moins une cloison (16) qui présente au moins une ouverture (22, 23)
et sépare la cavité (15) du boîtier (10) en au moins une première partie sans matériau
de remplissage (18) et au moins une deuxième partie avec matériau de remplissage (17),
la première partie sans matériau de remplissage (17) contenant une source lumineuse
(19) et étant transparente dans la région de la source lumineuse, et
la deuxième partie (18) étant remplie, derrière la cloison (16) au nombre d'au moins
une, avec un matériau (29) à pores ouverts, dans lequel est placé un circuit de commande
électronique (25, 25a ou 25b).
2. Luminaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que le boîtier (10) présente une première partie de boîtier (11) et une deuxième partie
de boîtier (12) qui est constituée d'un matériau transparent, et en ce que la cloison (16) est maintenue entre les parties de boîtier (11, 12).
3. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier (10) est un élément profilé dans lequel est glissé le matériau de remplissage.
4. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la cloison (16) est sertie dans le boîtier (10) sur la totalité de son pourtour.
5. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les cloisons (16) sont intégrées dans les parties de boîtier.
6. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première partie (17) de la cavité de boîtier (15) est dépourvue de matériau de
remplissage.
7. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un filtre (24) est disposé sur chaque ouverture (22, 23).
8. Luminaire selon la revendication 7, caractérisé en ce que le filtre (24) est un corps à pores ouverts, par exemple en textile, filtre, treillis
en fil métallique, ou un corps poreux.
9. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau de remplissage (29) est disposé de manière à remplir en totalité ou en
partie la deuxième partie (18) de la cavité (15) du boîtier (10).
10. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau de remplissage (29) est un matériau de remplissage susceptible de s'écouler.
11. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la cloison (16) est réalisée de manière à porter la source lumineuse (19).
12. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la cloison (16) est une carte de circuit imprimé.