(19)
(11) EP 3 767 053 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.07.2021  Patentblatt  2021/27

(21) Anmeldenummer: 19187463.5

(22) Anmeldetag:  19.07.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04F 13/08(2006.01)
E04B 2/96(2006.01)

(54)

VORRICHTUNG ZUM ANBRINGEN PLATTENFÖRMIGER FASSADENELEMENTE AN EINEM BAUSEITIGEN UNTERGRUND ODER AN EINER AN EINEM BAUSEITIGEN UNTERGRUND BEFESTIGTEN UNTERKONSTRUKTION, FASSADE MIT PLATTENFÖRMIGEN FASSADENELEMENTEN

DEVICE FOR APPLYING PLATE-SHAPED FACADE ELEMENTS TO A SUBSURFACE FIXED TO A BUILDING SIDE OR A SUBSTRUCTURE FIXED TO A BUILDING SIDE, FACADE WITH PLATE-SHAPED FACADE ELEMENTS

DISPOSITIF DE MONTAGE DES ÉLÉMENTS DE FAÇADE EN FORME DE PLAQUE SUR UN SUPPORT CÔTÉ BÂTIMENT OU SUR UNE SUBSTRUCTURE FIXÉE SUR UN SUPPORT CÔTÉ BÂTIMENT, FAÇADE POURVUE D'ÉLÉMENTS DE FAÇADE EN FORME DE PLAQUE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.01.2021  Patentblatt  2021/03

(73) Patentinhaber: STO SE & Co. KGaA
79780 Stühlingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Wolf, Harald
    97947 Grünsfeld (DE)

(74) Vertreter: Gottschalk, Matthias 
Gottschalk Maiwald Patentanwalts- und Rechtsanwalts- (Schweiz) GmbH Splügenstrasse 8
8002 Zürich
8002 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 045 978
EP-A2- 0 272 658
EP-A1- 0 428 487
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anbringen plattenförmiger Fassadenelemente an einem bauseitigen Untergrund oder an einer Unterkonstruktion, die an einem bauseitigen Untergrund befestigt ist. Bei den plattenförmigen Fassadenelementen kann es sich insbesondere um Platten aus Keramik, Naturstein oder Kunststein handeln. Ferner können aus Glasscheiben hergestellte Fassadenelemente mit Hilfe der vorgeschlagenen Vorrichtung an einem bauseitigen Untergrund oder an einer an einem bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion angebracht werden. Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Fassade mit plattenförmigen Fassadenelementen.

    [0002] Vorrichtungen der vorstehend genannten Art werden insbesondere zur Ausbildung vorgehängter hinterlüfteter Fassaden (VHF) eingesetzt. Bei einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade werden plattenförmige Fassadenelemente unter Ausbildung einer der Hinterlüftung dienenden Luftschicht vor eine Wandkonstruktion gehängt, die aus bauphysikalischen Gründen in der Regel außenseitig gedämmt ist. Da an der außenseitigen Dämmung bzw. Dämmschicht keine plattenförmigen Fassadenelemente befestigt werden können, ist eine in der Ebene der Dämmschicht liegende Unterkonstruktion vorzusehen, an der die plattenförmigen Fassadenelemente angebracht werden können. Das Anbringen erfolgt mit Hilfe von Vorrichtungen, die nach ihrer Befestigung an der Unterkonstruktion das Einsetzen, Einschieben oder Einhängen der plattenförmigen Fassadenelemente ermöglichen, und zwar bevorzugt in der Weise, dass die Vorrichtung selbst nicht sichtbar ist. Hierzu sind aus dem Stand der Technik Halterungen bekannt, die einen in Eingriff mit einer Ausnehmung eines Fassadenelements bringbaren Dorn oder einen in Eingriff mit einer Nut eines Fassadenelements bringbaren Stegabschnitt aufweisen.

    [0003] Aus der EP 0 428 487 A1 geht beispielsweise eine Montagevorrichtung für eine vorgehängte Verkleidung aus plattenförmigen Fassadenelementen hervor, die sowohl eine Dornhalterung als auch eine Nuthalterung plattenförmiger Fassadenelemente ermöglicht. Die Montagevorrichtung umfasst hierzu mindestens eine Tragkonsole, die vertikal verschiebbar in einem vertikal verlaufenden Tragprofil gehalten ist, das mittelbar über einen ebenfalls vertikal verlaufenden Abstandshalter an einem Baukörper befestigt ist. Die vertikal verschiebbare Tragkonsole weist eine horizontal verlaufende Nut auf, in die ein Schiebehalter der Montagevorrichtung horizontal verschiebbar einsetzbar ist. Je nachdem, ob eine Dornhalterung oder eine Nuthalterung realisiert werden soll, weist der Schiebehalter einen in Eingriff mit einer seitlichen Ausfräsung eines Fassadenelements bringbaren Dorn oder mindestens einen in Eingriff mit einer stirnseitigen Nut eines Fassadenelements bringbaren Flansch auf. Die vertikale Verschiebbarkeit der Tragkonsole und die horizontale Verschiebbarkeit des Schiebehalters ermöglichen eine Justierung der plattenförmigen Fassadenelemente in der Fassadenebene. Auf diese Weise können noch während des Einbaus der Fassadenelemente etwaige Verlegetoleranzen ausgeglichen werden. Ergänzend kann eine Justierung senkrecht zur Fassadenebene über den Abstandshalter erreicht werden.

    [0004] Aus der EP 0 272 658 A2 ist eine Unterkonstruktion für Fassadenbekleidungen vertikaler Wände bekannt, bei denen die Bekleidungselemente punktförmig von Befestigungsmitteln gehalten werden. Die Befestigungsmittel umfassen ein Zwischenteil mit einem Führungsflansch, der in einer Führungsrinne eines Tragprofils vertikal verschiebbar aufgenommen ist. Der Führungsflansch und die Führungsrinne sind mit ineinander greifbaren Verzahnungsstreifen versehen, die in Eingriff stehend eine vertikale Verschiebung des Zwischenteils gegenüber der Tragschiene verhindern.

    [0005] Ausgehend von dem vorstehend genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, das Anbringen und Justieren plattenförmiger Fassadenelemente weiter zu vereinfachen.

    [0006] Zur Lösung der Aufgabe werden die Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie die Fassade mit den Merkmalen des Anspruchs 12 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den jeweiligen Unteransprüchen zu entnehmen.

    [0007] Die vorgeschlagene Vorrichtung dient dem Anbringen plattenförmiger Fassadenelemente an einem bauseitigen Untergrund oder an einer an einem bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion. Die Vorrichtung umfasst ein Tragprofil und einen Schiebehalter, wobei der Schiebehalter einen in eine Führung des Tragprofils einsetzbaren plattenförmigen Abschnitt aufweist, so dass der Schiebehalter gegenüber dem Tragprofil in einer ersten Richtung x verschiebbar ist. Erfindungsgemäß weist der Schiebehalter einen in eine Führung des Tragprofils einsetzbaren plattenförmigen Abschnitt auf, der rückseitig eine Profilierung bestehend aus parallel zur ersten Richtung verlaufenden Stegen und/oder Nuten besitzt, die in Eingriff mit einer gegengleich ausgebildeten Profilierung des Tragprofils bringbar ist, so dass der Schiebehalter in einer senkrecht zur ersten Richtung verlaufenden zweiten Richtung versetzt werden kann. Erfindungsgemäß weist der plattenförmige Abschnitt des Schiebehalters rückseitig eine Profilierung auf, die aus mehreren parallel zur ersten Richtung x verlaufenden Stegen und/oder Nuten besteht und in Eingriff mit einer gegengleich ausgebildeten Profilierung des Tragprofils bringbar ist, so dass der Schiebehalter in einer senkrecht zur ersten Richtung x verlaufenden zweiten Richtung y versetzbar ist.

    [0008] Der Schiebehalter der vorgeschlagenen Vorrichtung kann somit in zwei senkrecht zueinander verlaufenden Richtungen gegenüber dem Tragprofil verschoben bzw. versetzt werden. Das heißt, dass lediglich der Schiebehalter verschoben bzw. versetzt werden muss, um eine Justierung, insbesondere Feinjustierung, vorzunehmen, die zu dem gewünschten Fugenbild der anzubringenden plattenförmigen Fassadenelemente führt. Bau- und/oder Montagetoleranzen können somit in einfacher Weise ausgeglichen werden. Weder das Tragprofil, noch eine ggf. vorhandene Unterkonstruktion muss nach ihrer Befestigung am Untergrund nochmals bewegt werden.

    [0009] Erfindungsgemäß wird das Tragprofil der vorgeschlagenen Vorrichtung in der Weise am bauseitigen Untergrund oder an einer am bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion angebracht, dass die Führung des Tragprofils horizontal ausgerichtet ist und bei eingesetztem Schiebehalter eine Verschiebung des Schiebehalters gegenüber dem Tragprofil in horizontaler Richtung (Richtung x) ermöglicht. Die gegengleich ausgebildeten Profilierungen des Schiebehalters und des Tragprofils ermöglichen in diesem Fall ein Versetzen des Schiebehalters gegenüber dem Tragprofil in vertikaler Richtung (Richtung y). Die beiden Richtungen x und y liegen vorzugsweise in einer Ebene, die parallel zum bauseitigen Untergrund verläuft.

    [0010] Über die erfindungsgemäß vorgesehenen Profilierungen am Schiebehalter und am Tragprofil kann demnach insbesondere die Höhenlage des Schiebehalters eingestellt werden. Da die Profilierungen in der Richtung x, das heißt horizontal verlaufende Stege und/oder Nuten ausbilden, lassen sie zudem weiterhin eine Verschiebung des Schiebehalters gegenüber dem Tragprofil in der Richtung x bzw. in horizontaler Richtung zu.

    [0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bildet die Profilierung des Schiebehalters und/oder des Tragprofils im Querschnitt eine Mehrzahl von Zähnen aus. Mit Hilfe der Zähne, die in gegengleich ausgebildete Zwischenräume des jeweiligen Fügepartners eingreifen, kann ein Formschluss erzielt werden, der eine Relativbewegung des Schiebehalters gegenüber dem Tragprofil in der y-Richtung verhindert, aber in der x-Richtung zulässt. Das heißt, dass die Profilierung eine nach Richtungen getrennte Justierung ermöglicht, was die Justierung vereinfacht. Erst wird die Lage des Schiebehalters in der einen Richtung, dann in der anderen Richtung vorgegeben. Vorzugsweise wird erst die Höhenlage des Schiebehalters festgelegt und der Schiebehalter in dieser Höhenlage durch den Formschluss fixiert. Anschließend kann der Schiebehalter - sofern erforderlich - horizontal verschoben werden.

    [0012] Weiterhin vorzugsweise sind die Zähne asymmetrisch geformt. Die asymmetrische Form trägt zu einer Verbesserung des Formschlusses zwischen dem Schiebehalter und dem Tragprofil bei. Insbesondere können die Zähne unterschiedlich stark geneigte Zahnflanken aufweisen. Mit Hilfe einer besonders steilen bzw. senkrecht verlaufenden Zahnflanke kann eine optimierte Abstützfläche geschaffen werden. Die Krafteinleitung erfolgt in diesem Fall im Wesentlichen senkrecht zur Abstützfläche. Die jeweils andere Zahnflanke ist demgegenüber schräg verlaufend ausgebildet, so dass der Zahn an seiner Basis eine große Breite besitzt, da sich die in den Zahn eingeleiteten Kräfte zur Basis hin summieren, kann auf diese Weise eine erhöhte mechanische Stabilität der Verzahnung erreicht werden.

    [0013] Zur Erhöhung der Stabilität wird ferner vorgeschlagen, dass der Schiebehalter und des Tragprofil aus einem metallischen Werkstoff gefertigt sind, beispielsweise aus Stahl, insbesondere verzinktem Stahl, Edelstahl oder Aluminium. Denkbar wäre auch die Herstellung aus einem hochfesten Kompositwerkstoff, sofern dieser den einschlägigen Brandschutzanforderungen genügt.

    [0014] Erfindungsgemäß umfasst die Vorrichtung eine Klemmleiste, die zumindest abschnittsweise in die Führung des Tragprofils einsetzbar ist, so dass der Schiebehalter kraft- und formschlüssig in der Führung gehalten ist. Mit Hilfe der Klemmleiste kann eine Klemmkraft auf den Schiebehalter ausgeübt werden, die den Schiebehalter gegen das Tragprofil drückt, und zwar derart, dass die einander gegenüberliegenden Profilierungen optimal ineinandergreifen. Der Schiebehalter ist demnach einerseits durch Formschluss mit dem Tragprofil, andererseits durch Kraftschluss mit dem Klemmprofil in der Führung des Tragprofils gehalten. Die Klemmleiste wird demnach auf der der Profilierung abgewandten Seite des Schiebehalters angeordnet.

    [0015] Die Klemmleiste bzw. der in die Führung des Tragprofils eingesetzte Abschnitt der Klemmleiste füllt ein Führungsspiel aus, das notwendig ist, um den Schiebehalter in der Richtung y zu versetzen. Das Führungsspiel entspricht dabei zumindest der Tiefe der Profilierung des Schiebehalters, um den Eingriff mit der Profilierung des Tragprofils bei Bedarf lösen zu können. Die Klemmleiste weist demnach zumindest einen Abschnitt auf, dessen Breite im Wesentlichen dem Führungsspiel in der Führung entspricht. Dadurch ist sichergestellt, dass bei einer ungünstigen Belastung des Schiebehalters der Formschluss zwischen dem Schiebehalter und dem Tragprofil nicht ungewollt aufgehoben wird und der Schiebehalter eine Lageveränderung erfährt.

    [0016] Bevorzugt ist die Klemmleiste mit dem Tragprofil, vorzugsweise mit einem die Führung begrenzenden Profilabschnitt des Tragprofils, kraft- und/oder formschlüssig verbindbar. Der Kraft- und/oder Formschluss mit dem Tragprofil verhindert, dass die Klemmleiste aus der Führung rutscht. Auf diese Weise bleibt auch der Schiebehalter in seiner Lage sicher fixiert. Die Klemmleiste kann aus einem metallischen Werkstoff oder aus Kunststoff, beispielsweise aus Polytetrafluorethylen (PTFE), gefertigt sein. PTFE weist einen sehr geringen Reibungskoeffizienten auf, so dass das nachträgliche Einsetzen, insbesondere Einschieben, der Klemmleiste vereinfacht wird.

    [0017] Des Weiteren bevorzugt ist die Klemmleiste im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig ausgebildet, so dass die Klemmleiste nach dem Einsetzen, insbesondere Einschieben, in die Führung des Tragprofils den die Führung begrenzenden Profilabschnitt des Tragprofils umgreift. Die Dimensionierung der U-förmigen Klemmleiste kann derart gewählt werden, dass die zwei parallel verlaufenden Schenkel der Klemmleiste jeweils unter einer Vorspannung am Profilabschnitt des Tragprofils anliegen. Auf diese Weise kann ein Kraftschluss erzielt werden. Alternativ oder ergänzend wird vorgeschlagen, dass die Klemmleiste mindestens eine Feder ausbildet, die in eine Nut des Profilabschnitts des Tragprofils eingreift bzw. umgekehrt. Das heißt, dass die mindestens eine Feder am Profilabschnitt des Tragprofils ausgebildet ist und die Klemmleiste mindestens eine Nut zur Aufnahme der Feder aufweist. Auf diese Weise wird ein Formschluss erzielt.

    [0018] Darüber hinaus wird vorgeschlagen, dass das Tragprofil eine parallel zur Führung verlaufende weitere Führung für den Schiebehalter ausbildet, so dass das Tragprofil bei eingesetztem Schiebehalter den plattenförmigen Abschnitt des Schiebehalters an zwei sich gegenüberliegenden Seiten umgreift. Die weitere Führung stabilisiert den Schiebehalter, da sich dieser an zwei sich gegenüberliegenden Seiten am Tragprofil abstützen kann.

    [0019] Zur Halterung der plattenförmigen Fassadenelemente kann der Schiebehalter einen Halteabschnitt ausbilden oder ein Halteteil aufweisen. Der Schiebehalter kann demnach ein- oder mehrteilig ausgeführt sein. Die einteilige Ausführung erleichtert die Montage, da weniger Teile zu montieren sind. Die mehrteilige Ausführung erweitert die Möglichkeiten der Justierung durch Verändern der Lage der Teile zueinander.

    [0020] Bevorzugt ist der Halteabschnitt des Schiebehalters im Querschnitt T-förmig ausgebildet und in Eingriff mit stirnseitigen Nuten der plattenförmigen Fassadenelemente bringbar. Das heißt, dass mit Hilfe des Halteabschnitts eine Nuthalterung realisiert werden kann.

    [0021] Weist der Schiebehalter anstelle eines Halteabschnitts ein Halteteil, das heißt ein separates Teil, zur Halterung der plattenförmigen Fassadenelemente auf, ist dieses bevorzugt in eine Gewindebohrung des Schiebehalters eingeschraubt. Die Längsachse A der Gewindebohrung erstreckt sich dabei in einer senkrecht zur ersten Richtung x und senkrecht zur zweiten Richtung y verlaufenden dritten Richtung z.

    [0022] Über die Einschraubtiefe des Halteteils kann somit eine Justierung in der dritten Richtung bzw. in z-Richtung vorgenommen werden, wobei es sich um die senkrecht zum bauseitigen Untergrund verlaufende Richtung handelt. Auf diese Weise kann allein mit Hilfe des Schiebehalters die Lage der plattenförmigen Fassadenelemente derart verändert werden, dass eine planebene Fassadenoberfläche geschaffen wird.

    [0023] Das Halteteil weist vorzugsweise eine Ausnehmung auf, in die ein Dorn eingesetzt, vorzugsweise eingeschraubt oder eingepresst, ist. Auf diese Weise kann eine Dornhalterung realisiert werden. Die Ausbildung des Dorns als separates Teil ermöglicht die Verwendung unterschiedlicher Dorne, so dass ein Dorn gewählt werden kann, der an die plattenförmigen Fassadenelemente optimal angepasst ist.

    [0024] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Halteteil mindestens einen Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme eines Fassadenelements auf, wobei vorzugsweise der Aufnahmeabschnitt L- oder U-förmig gestaltet ist und/oder das Fassadenelement randseitig umgreift. Über den mindestens einen Aufnahmeabschnitt kann das Fassadenelement ebenfalls formschlüssig gehalten werden. Beispielsweise kann ein zurückliegender Schenkel des Aufnahmeabschnitts in eine randseitige Nut des Fassadenelements eingreifen. In diesem Fall ist das Halteteil nicht sichtbar. Der Schenkel kann aber auch vor das Fassadenelement springen und dieses randseitig umgreifen, so dass das Haltelement sichtbar ist und zur Gestaltung der Fassade genutzt werden kann. Um zwei übereinanderliegende Fassadenelemente formschlüssig zu halten, kann das Halteteil zwei U-förmige Aufnahmeabschnitte aufweisen, die Rücken an Rücken liegend zu einem H-förmigen Querschnitt führen. Zwischen den beiden Aufnahmeabschnitten kann aber auch ein zurückliegender Abstandshalter zur Ausbildung einer Schattenfuge angeordnet sein.

    [0025] Vorteilhafterweise ist der Schiebehalter im Querschnitt spiegelsymmetrisch ausgeführt und der plattenförmige Abschnitt weist rückseitig an zwei sich gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Profilierung auf, so dass die Orientierung des Schiebehalters beim Einsetzen in das Tragprofil unbeachtlich ist. Auf diese Weise kann die Montage weiter vereinfacht werden.

    [0026] Zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe wird ferner eine Fassade mit vorgehängten hinterlüfteten plattenförmigen Fassadenelementen vorgeschlagen, die mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Vorrichtung an einem bauseitigen Untergrund oder an einer an einem bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion angebracht sind. Die Verwendung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Anbringen der Fassadenelemente ermöglicht eine Justierung, insbesondere Feinjustierung, zum Ausgleich von Bau- und/oder Montagetoleranzen.

    [0027] Erfindungsgemäß ist das Tragprofil der Vorrichtung in der Weise ausgerichtet, dass die erste Richtung x horizontal, die zweite Richtung y vertikal und die dritte Richtung z senkrecht zur Ebene des bauseitigen Untergrunds verlaufen. Durch eine Justierung der Vorrichtung in den Richtungen x und y kann das Fugenbild korrigiert werden. Eine Justierung in der Richtung z schafft eine planebene Fassade.

    [0028] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Diese zeigen:
    Fig. 1
    einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
    Fig. 2
    einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
    Fig.3
    eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung der Fig. 1,
    Fig. 4
    a) einen Querschnitt durch und b) eine Draufsicht auf das Tragprofil der Vorrichtungen der Figuren 1 und 2,
    Fig. 5
    a) eine Vorderansicht, b) eine Rückansicht, c) eine Seitenansicht des Schiebehalters der Vorrichtung der Fig. 1, sowie d) einen vergrößerten Ausschnitt der Fig. 5c) im Bereich der Profilierung,
    Fig. 6
    a) eine Draufsicht auf und b) einen Querschnitt durch die Klemmleiste der Vorrichtungen der Figuren 1 und 2,
    Fig. 7
    a) eine Vorderansicht und b) eine Rückansicht des Schiebehalters der Vorrichtung der Fig. 2,
    Fig. 8
    einen Querschnitt durch den Schiebehalter der Vorrichtung der Fig. 2,
    Fig. 9
    einen schematischen Querschnitt durch ein Tragprofil und einen Schiebehalter zur Darstellung des Montageablaufs,
    Fig. 10
    einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Fassade mit einer Vorrichtung gemäß der Fig. 1,
    Fig. 11
    einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Fassade mit einer Vorrichtung gemäß der Fig. 2,
    Fig. 12
    einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung und
    Fig. 13
    eine Vorderansicht der Vorrichtung der Fig. 12.


    [0029] Die in der Fig. 1 dargestellte Vorrichtung umfasst ein Tragprofil 2 und einen Schiebehalter 3, der in das Tragprofil 2 abschnittsweise eingesetzt ist. Der Schiebehalter 3 weist hierzu einen plattenförmigen Abschnitt 5 auf, der einerseits in eine obere Führung 4, andererseits in eine untere Führung 11 des Tragprofils 2 eingreift. Der plattenförmige Abschnitt 5 weist rückseitig eine Profilierung 6 auf (siehe auch Figuren 5a, 5b und 5c). In der Fig. 1 steht die Profilierung 6 in Eingriff mit einer gegengleich ausgebildeten Profilierung 7 des Tragprofils 2. Der Schiebehalter 3 ist somit formschlüssig in der Führung 4 des Tragprofils 2 gehalten. Darüber hinaus wird ein Kraftschluss zwischen einer in die Führung 4 eingesetzten Klemmleiste 9 und dem Schiebehalter 3 erreicht, so dass der Schiebehalter 3 lagefixiert ist. Die Klemmleiste 9 füllt ein zwischen dem Schiebehalter 3 und einem die Führung 4 begrenzenden Profilabschnitt 10 des Tragprofils 2 verbleibendes Führungsspiel aus, so dass der Formschluss zwischen dem Schiebehalter 3 und dem Tragprofil 2 gesichert ist. Denn die Klemmleiste 9 ist über eine Feder 18, die in eine Nut 19 des Profilabschnitts 10 des Tragprofils 2 eingreift, ebenfalls kraft- und formschlüssig mit dem Tragprofil 2 verbunden.

    [0030] Die Klemmleiste 9 weist vorliegend einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf, so dass die Klemmleiste 9 den die Führung 4 begrenzenden Profilabschnitt 10 des Tragprofils 2 umgreift. An den beiden parallel verlaufenden Schenkeln 20 ist jeweils endseitig ein Flansch 21 ausgebildet, der eine Aussteifung der Klemmleiste 9 bewirkt (siehe Figuren 6a und 6b).

    [0031] Das Tragprofil 2 ist in den Figuren 4a und 4b in Alleinstellung dargestellt. Der Querschnitt der Fig. 4a lässt deutlich erkennen, dass die Führung 11 anders als die Führung 4 gestaltet ist. Insbesondere fehlt der Führung 11 eine "Rückwand". Stattdessen ist eine Stützwand 22 vorgesehen, die der eigentlichen Führung 11 vorgelagert ist. Wie in der Fig. 9 dargestellt, wird das Schiebeelement 3 zunächst in die Führung 11 eingesetzt und um die Stützwand 22 herum in das Tragprofil 2 eingeschwenkt, so dass anschließend das Schiebeelement 3 nach oben in die Führung 4 eingeschoben werden kann. Die Höhenlage des Schiebeelements 3 kann dabei beliebig variiert werden, da die Profilierung 6 in beliebiger Höhenlage in Eingriff mit der Profilierung 7 des Tragprofils 2 gebracht werden kann. Nach Festlegen der Höhenlage durch Versetzen des Schiebehalters 3 in einer ersten Richtung y, kann der Schiebehalter 3 gegenüber dem Tragprofil 2 horizontal, das heißt in einer zweiten Richtung x, verschoben werden (siehe Fig. 3), um die erforderliche Justierung vorzunehmen. Zur abschließenden Lagefixierung des Schiebehalters 3 wird anschließend die Klemmleiste 9 in die Führung 4 eingesetzt bzw. seitlich eingeschoben.

    [0032] Bei der Vorrichtung der Fig. 1 weist der Schiebehalter 3 ein separates Halteteil 13 auf, das in eine Gewindebohrung 15 des Schiebehalters 3 eingeschraubt ist. Die Längsachse A der Gewindebohrung 15 definiert eine dritte Richtung z, die sich senkrecht zur Ebene eines bauseitigen Untergrunds (nicht dargestellt) erstreckt.

    [0033] Die Vorrichtung der Fig. 1 erlaubt demnach eine Justierung in alle drei Raumrichtungen, das heißt in die Richtungen x, y und z. Hierzu muss lediglich der Schiebehalter 3 ganz oder teilweise bewegt werden. Das Tragprofil 2 bleibt nach seiner Montage unverändert. Gleiches gilt in Bezug auf eine ggf. vorhandene Unterkonstruktion (nicht dargestellt), über welche das Tragprofil 2 der Vorrichtung mittelbar am bauseitigen Untergrund befestigt ist.

    [0034] Zur Aufnahme plattenförmiger Fassadenelemente 1 weist das Halteteil 13 des in der Fig. 1 dargestellten Schiebehalters 3 eine Ausnehmung 16 auf, in die ein Dorn 17 einsetzbar ist. Der Dorn 17 kann in Eingriff mit einer Ausnehmung 23 eines plattenförmigen Fassadenelements 1 gebracht werden, wie beispielhaft in der Fig. 10 dargestellt. Der Dorn 17 ist mittig in der Ausnehmung 16 des Halteteils 13 gehalten, so dass dieser in Eingriff mit einer weiteren Ausnehmung 16 eines weiteren Fassadenelements 1 bringbar ist. Das Halteteil 13 kommt demnach insbesondere in einer Fuge zwischen zwei Fassadenelementen 1 zum Liegen.

    [0035] Eine weitere (zweite) bevorzugte Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Fig. 2 zu entnehmen. Das Tragprofil 2 und die Klemmleiste 9 sind gleich dem Tragprofil 2 und der Klemmleiste 9 der zuvor beschriebenen Ausführungsform ausgebildet. Lediglich der Schiebehalter 3 ist modifiziert. Der Schiebehalter 3 ist vorliegend einteilig ausgeführt und weist kein Halteteil 13 auf. Stattdessen bildet der Schiebehalter 3 einen Halteabschnitt 12 aus, der im Querschnitt T-förmig gestaltet ist (siehe Fig. 8) und in Eingriff mit stirnseitig angeordneten Nuten 14 zweier plattenförmiger Fassadenelemente 1 gebracht werden kann, wie beispielhaft in der Fig. 11 dargestellt. Andernends weist der Schiebehalter 3 ebenfalls einen plattenförmigen Abschnitt 5 auf, der analog dem plattenförmigen Abschnitt 5 des Schiebehalters 3 der zuvor beschriebenen Ausführungsform ausgebildet ist, so dass der Schiebehalter 3 in analoger Weise in das Tragprofil 2 "eingeschwenkt" und positioniert werden kann (siehe Fig. 9). Der plattenförmige Abschnitt 5 des Schiebehalters 3 weist hierzu rückseitig eine Profilierung 6 auf, die in Eingriff mit einer gegengleich ausgebildeten Profilierung 7 des Tragprofils 2 bringbar ist (siehe Figuren 7a und 7b).

    [0036] Die rückseitige Profilierung 6 des plattenförmigen Abschnitts 5 des Schiebehalters 3 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung weist mehrere parallel zur ersten Richtung x verlaufende Stege 6.1 und Nuten 6.2 auf (siehe Fig. 5b und Fig. 7b). Das heißt, dass selbst dann, wenn die Profilierung 6 in Eingriff mit der Profilierung 7 des Tragprofils 2 steht, eine Verschiebung des Schiebehalters 3 in der Richtung x möglich ist. Eine Lagefixierung des Schiebehalters 3 in der Richtung x wird erst mit Einsetzen bzw. Einschieben der Klemmleiste 9 erreicht.

    [0037] Wie beispielhaft in der Fig. 5d dargestellt bildet die rückseitige Profilierung 6 des plattenförmigen Abschnitts 5 des Schiebehalters 3 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung im Querschnitt Zähne 8 aus, die unterschiedlich stark geneigte Zahnflanken 8.1, 8.2 aufweisen. Die Zahnflanke 8.1 ist im Wesentlichen senkrecht zum plattenförmigen Abschnitt 5 des Schiebehalters 3 geführt, während die Zahnflanke 8.2 zur Basis hin schräg abfällt. Die im Wesentlichen senkrecht geführte Zahnflanke 8.1 optimiert den Formschluss mit der gegengleich ausgebildeten Profilierung 7 des Tragprofils 2, da die Zähne 8 optimal gegeneinander abgestützt sind. Die schräg verlaufende Zahnflanke 8.2 verbreitert die Basis des Zahns 8 und führt somit zu einer erhöhten mechanischen Stabilität. Mit Hilfe der Vorrichtung können somit auch besonders schwere plattenförmige Fassadenelemente 1, wie beispielsweise Platten aus Keramik, Naturstein oder Kunststein an einen bauseitigen Untergrund bzw. an einer Unterkonstruktion befestigt werden.

    [0038] Eine weitere (dritte) bevorzugte Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Fig. 12 zu entnehmen. Das Tragprofil 2, der Schiebehalter 3 und die Klemmleiste 9 sind identisch zur Ausführungsform der Fig. 1 ausgeführt. Insofern kann auf die Beschreibung zur Fig. 1 verwiesen werden. Die Vorrichtung der Fig. 12 umfasst ferner ein Halteteil 13, das in eine Gewindebohrung 15 des Schiebehalters 3 eingeschraubt ist. Die Längsachse A der Gewindebohrung 15 definiert auch hier eine dritte Richtung z, die sich senkrecht zur Ebene eines bauseitigen Untergrunds (nicht dargestellt) erstreckt. Analog der Vorrichtung der Fig. 1 ermöglicht demnach auch die Vorrichtung der Fig. 12 eine Justierung in alle drei Raumrichtungen, das heißt in die Richtungen x, y und z. Zur Justierung in die Raumrichtungen x und y wird der Schiebehalter 3 bewegt. Zur Justierung in der Raumrichtung z wird die Einschraubtiefe des Halteteils 13 in der Gewindebohrung 15 verändert.

    [0039] Das in der Fig. 12 dargestellte Halteteil 13 weist zwei Aufnahmeabschnitte 24 auf, die jeweils U-förmig gestaltet sind, so dass sie jeweils ein Fassadenelement 1 entsprechender Breite randseitig umgreifen. Auf diese Weise wird ein Formschluss bewirkt, der die Fassadenelemente 1 sicher hält. Zugleich kann ein Schenkel 25, der gegenüber dem jeweiligen Fassadenelement 1 vorspringt zur Gestaltung der Fassade genutzt werden (siehe Fig. 13).

    Bezugszeichenliste



    [0040] 
    1
    Fassadenelement
    2
    Tragprofil
    3
    Schiebehalter
    4
    Führung
    5
    Abschnitt
    6
    Profilierung
    6.1 Steg
    6.2 Nut
    7
    Profilierung
    8
    Zahn
    8.1 Zahnflanke
    8.2 Zahnflanke
    9
    Klemmleiste
    10
    Profilabschnitt
    11
    Führung
    12
    Halteabschnitt
    13
    Halteteil
    14
    Nut
    15
    Gewindebohrung
    16
    Ausnehmung
    17
    Dorn
    18
    Feder
    19
    Nut
    20
    Schenkel
    21
    Flansch
    22
    Stützwand
    23
    Ausnehmung
    24
    Aufnahmeabschnitt
    25
    Schenkel



    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Anbringen plattenförmiger Fassadenelemente (1) an einem bauseitigen Untergrund oder an einer an einem bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion, umfassend ein Tragprofil (2) und einen Schiebehalter (3), wobei der Schiebehalter (3) einen in eine Führung (4) des Tragprofils (2) einsetzbaren plattenförmigen Abschnitt (5) aufweist, so dass der Schiebehalter (3) gegenüber dem Tragprofil (2) in einer ersten Richtung (x) verschiebbar ist, und wobei der plattenförmige Abschnitt (5) des Schiebehalters (3) rückseitig eine Profilierung (6) aufweist, die aus mehreren parallel zur ersten Richtung (x) verlaufenden Stegen (6.1) und/oder Nuten (6.2) besteht und in Eingriff mit einer gegengleich ausgebildeten Profilierung (7) des Tragprofils (2) bringbar ist, so dass der Schiebehalter (3) in einer senkrecht zur ersten Richtung (x) verlaufenden zweiten Richtung (y) versetzbar ist,
    dadurch gekennzeichnet, dass die erste Richtung x horizontal, die zweite Richtung y vertikal und eine dritte Richtung z senkrecht zur Ebene des bauseitigen Untergrunds verlaufen und, dass die Vorrichtung eine Klemmleiste (9) umfasst, die zumindest abschnittsweise in die Führung (4) des Tragprofils (2) einsetzbar ist, so dass der Schiebehalter (3) kraft- und formschlüssig in der Führung (4) gehalten ist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung (6, 7) des Schiebehalters (3) und/oder des Tragprofils (2) im Querschnitt eine Mehrzahl von Zähnen (8) ausbildet, die vorzugsweise asymmetrisch geformt sind, insbesondere unterschiedlich stark geneigte Zahnflanken (8.1, 8.2) aufweisen.
     
    3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmleiste (9) mit dem Tragprofil (2), vorzugsweise mit einem die Führung (4) begrenzenden Profilabschnitt (10) des Tragprofils (2), kraft- und/oder formschlüssig verbindbar ist.
     
    4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmleiste (9) im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig ausgebildet ist, so dass die Klemmleiste (9) nach dem Einsetzen, insbesondere Einschieben, in die Führung (4) des Tragprofils (2) den die Führung (4) begrenzenden Profilabschnitt (10) des Tragprofils (2) umgreift.
     
    5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Tragprofil (2) eine parallel zur Führung (4) verlaufende weitere Führung (11) für den Schiebehalter (3) ausbildet, so dass das Tragprofil (2) bei eingesetztem Schiebehalter (3) den plattenförmigen Abschnitt (5) des Schiebehalters (3) an zwei sich gegenüberliegenden Seiten umgreift.
     
    6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Schiebehalter (3) zur Halterung der plattenförmigen Fassadenelemente (1) einen Halteabschnitt (12) ausbildet oder ein Halteteil (13) aufweist.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (12) des Schiebehalters (3) im Querschnitt T-förmig ausgebildet ist und in Eingriff mit stirnseitigen Nuten (14) der plattenförmigen Fassadenelemente (1) bringbar ist.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (13) ein separates Teil ist, das in eine Gewindebohrung (15) des Schiebehalters (3) eingeschraubt ist, wobei die Längsachse (A) der Gewindebohrung (15) sich in einer senkrecht zur ersten Richtung (x) und senkrecht zur zweiten Richtung (y) verlaufenden dritten Richtung (z) erstreckt.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (13) eine Ausnehmung (16) aufweist, in die ein Dorn (17) eingesetzt, vorzugsweise eingeschraubt oder eingepresst, ist.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (13) mindestens einen Aufnahmeabschnitt (24) zur Aufnahme eines Fassadenelements (1) aufweist, wobei vorzugsweise der Aufnahmeabschnitt (24) L- oder U-förmig gestaltet ist und/oder das Fassadenelement (1) randseitig umgreift.
     
    11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Schiebehalter (3) im Querschnitt spiegelsymmetrisch ausgeführt ist und der plattenförmige Abschnitt (5) rückseitig an zwei sich gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Profilierung (6) aufweist, so dass die Orientierung des Schiebehalters (3) beim Einsetzen in das Tragprofil (2) unbeachtlich ist.
     
    12. Fassade mit vorgehängten hinterlüfteten plattenförmigen Fassadenelementen (1), die mit Hilfe einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche an einem bauseitigen Untergrund oder an einer an einem bauseitigen Untergrund befestigten Unterkonstruktion angebracht sind.
     
    13. Fassade nach Anspruch 12,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Tragprofil (2) in der Weise ausgerichtet ist, dass die erste Richtung (x) horizontal, die zweite Richtung (y) vertikal und die dritte Richtung (z) senkrecht zur Ebene des bauseitigen Untergrunds verlaufen.
     


    Claims

    1. An apparatus for applying plate-like façade elements (1) to a building-side subsurface or to a substructure fastened to a building-side subsurface, comprising a support profile (2) and a sliding retainer (3), wherein the sliding retainer (3) has a plate-like portion (5) which can be inserted in a guide (4) in the support profile (2) so that the sliding retainer (3) is displaceable in a first direction (x) relative to the support profile (2), and wherein a profile (6) is conformed on the back of the plate-like portion (5) of the sliding retainer (3), which profile consists of a plurality of serrations (6.1) and/or grooves (6.2) extending parallel to the first direction (x) and can be brought into engagement with a countermatching profile (7) of the support profile (2), so that the sliding retainer (3) can be positioned in a second direction (y) extending perpendicularly to the first direction (x),
    characterized in that the first direction x extends horizontally, the second direction y extends vertically, and a third direction z extends perpendicularly to the plane of the building-side subsurface, and that the apparatus comprises a clamping strip (9), at least a portion of which can be inserted in the guide (4) of the support profile (2), so that the sliding retainer (3) is held in the guide (4) by both force- and form-fitting means.
     
    2. The apparatus according to Claim 1,
    characterized in that in cross-section the profile (6, 7) of the sliding retainer (3) and/or of the support profile (2) forms a plurality of teeth (8) which are preferably formed asymmetrically, in particular have tooth flanks (8.1, 8.2) that are inclined to differing degrees.
     
    3. The apparatus according to any one of the preceding claims,
    characterized in that the clamping strip (9) can be attached to the support profile (2) by both force- and form-fitting means, preferably with a profiled portion (10) of the support profile (2) that delimits the guide (4) .
     
    4. The apparatus according to any one of the preceding claims,
    characterized in that the clamping strip (9) is designed with a substantially U-shaped cross section, so that after it is inserted, in particular pushed into the guide (4) of the support profile (2), the clamping strip (9) clasps behind the profile portion (10) of the support profile (2) that delimits the guide (4).
     
    5. The apparatus according to any one of the preceding claims,
    characterized in that the support profile (2) forms a further guide (11) for the sliding retainer (3) extending parallel to the guide (4), so that with the sliding retainer (3) inserted the support profile (2) clasps behind the plate-like portion (5) of the sliding retainer (3) on two opposite sides.
     
    6. The apparatus according to any one of the preceding claims,
    characterized in that the sliding retainer (3) forms a retaining section (12) or includes a retaining element (13) for retaining the plate-like façade elements (1).
     
    7. The apparatus according to Claim 6,
    characterized in that the retaining section (12) of the sliding retainer (3) is constructed with a T-shaped cross-section and can be brought into engagement with the grooves (14) in the frontal face of the plate-like façade elements (1).
     
    8. The apparatus according to Claim 6,
    characterized in that the retaining element (13) is a separate element which is screwed into a threaded hole (15) in the sliding retainer (3), wherein the longitudinal axis (A) of the threaded hole (15) extends in a third direction (z) perpendicular to the first direction (x) and perpendicular to the second direction (y).
     
    9. The apparatus according to Claim 6 or 8,
    characterized in that the retaining element (13) has an aperture (16) into which a mandrel (17) is inserted, preferably by screwing or pressing.
     
    10. The apparatus according to Claim 6 or 8,
    characterized in that the retaining element (13) has at least one receiving section (24) for accommodating a façade element (1), wherein the receiving section (24) is preferably L- or U-shaped, and/or clasps behind the edge of the façade element (1).
     
    11. The apparatus according to any one of the preceding claims,
    characterized in that the sliding retainer (3) is designed with a mirror-symmetrical cross-section and the rear of the plate-like portion (5) has one profile (6) on each of two opposite sides so that the orientation of the sliding retainer (3) is of no significance when it is inserted in the support profile (2) .
     
    12. A façade with non-structurally suspended, rear-ventilated, plate-like façade elements (1), which are attached to a building-side subsurface or a substructure fastened to a building-side subsurface with the aid of an apparatus according to any one of the preceding claims.
     
    13. The façade according to Claim 12,
    characterized in that the support profile (2) is aligned in such manner that the first direction (x) extends horizontally, the second direction (y) extends vertically and the third direction (z) extends perpendicularly to the plane of the building-side subsurface.
     


    Revendications

    1. Dispositif, destiné à monter des éléments de façade en forme de panneaux (1) sur un support inhérent à un bâtiment ou sur une substructure fixée sur un support inhérent à un bâtiment, comprenant un profilé porteur (2) et un support à glissière (3), le support à glissière (3) comportant un segment (5) en forme de panneau, insérable dans un guidage (4) du profilé porteur (2), de sorte que le support à glissière (3) soit translatable par rapport au profilé porteur (2) dans une première direction (x), et le segment (5) en forme de panneau du support à glissière (3) comportant sur la face arrière un profilage (6), constitué de plusieurs listels (6.1) et/ou rainures (6.2) s'écoulant à la parallèle de la première direction (x) et étant susceptible d'être amené en engagement avec un profilage (7) conçu en étant diamétralement opposé du profilé porteur (2), de sorte que le support à glissière (3) soit susceptible d'être amené dans une deuxième direction (y) s'écoulant à la perpendiculaire de la première direction (x),
    caractérisé en ce que la première direction x s'écoule à l'horizontale, la deuxième direction y s'écoule à la verticale et une troisième direction z s'écoule à la perpendiculaire du support inhérent au bâtiment et en ce que le dispositif comprend une baguette de serrage (9), qui est insérable au moins par segments dans le guidage (4) du profilé porteur (2), de sorte que le support à glissière (3) soit maintenu par complémentarité de force et de forme dans le guidage (4) .
     
    2. Dispositif selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que le profilage (6, 7) du support à glissière (3) et/ou du profilé porteur (2) forme en section transversale une multiplicité de dents (8), qui sont façonnées de préférence de forme asymétrique, qui comportent notamment des flancs de dents (8.1, 8.2) plus ou moins inclinés.
     
    3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que la baguette de serrage (9) est susceptible d'être assemblée par complémentarité de force et/ou de forme avec le profilé porteur (2), de préférence avec un segment de profilé (10) délimitant le guidage (4) du profilé porteur (2).
     
    4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que, dans la section transversale, la baguette de serrage (9) est sensiblement conçue en forme de U, de telle sorte qu'après l'insertion, notamment l'emboîtement dans le guidage (4) du profilé porteur (2), la baguette de serrage (9) entoure le segment de profilé (10) du profilé porteur (2) délimitant le guidage (4).
     
    5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que le profilé porteur (2) forme un guidage (11) supplémentaire pour le support à glissière (3) s'écoulant à la parallèle du guidage (4), de sorte que lorsque le support à glissière (3) est inséré, le profilé porteur (2) entoure sur deux côtés opposés le segment (5) du support à glissière (3) .
     
    6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que le support à glissière (3) forme un segment de maintien (12) destiné à maintenir l'élément de façade en forme de panneau (1) ou comporte une pièce de maintien (13).
     
    7. Dispositif selon la revendication 6,
    caractérisé en ce que dans la section transversale, le segment de maintien (12) du support à glissière (3) est conçu en forme de T et est susceptible d'être amené en engagement avec des rainures (14) frontales de l'élément de façade en forme de panneau (1).
     
    8. Dispositif selon la revendication 6,
    caractérisé en ce que la pièce de maintien (13) est une pièce séparée, qui est vissée dans un taraudage (15) du support à glissière (3), l'axe longitudinal (A) du taraudage (15) s'étendant dans une troisième direction (z) s'écoulant à la perpendiculaire de la première direction (x) et à la perpendiculaire de la deuxième direction (y).
     
    9. Dispositif selon la revendication 6 ou 8,
    caractérisé en ce que la pièce de maintien (13) comporte un évidement (16) dans lequel un mandrin (17) est inséré, de préférence vissé ou emmanché.
     
    10. Dispositif selon la revendication 6 ou 8,
    caractérisé en ce que la pièce de maintien (13) comporte au moins un segment de réception (24), destiné à réceptionner un élément de façade (1), de préférence le segment de réception (24) étant conçu en forme de L ou de U et/ou entourant sur le bord l'élément de façade (1).
     
    11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce qu'en section transversale, le support à glissière (3) est réalisé en symétrie spéculaire et en ce que le segment en forme de panneau (5) comporte sur la face arrière, sur deux côtés mutuellement opposés un profilage (6), de sorte que l'orientation du support à glissière (3) soit invisible, lors de l'insertion dans le profilé porteur (2) .
     
    12. Façade, dotée d'éléments de façade en forme de panneaux (1) rétro-aérés suspendus, qui sont montés à l'aide d'un dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes sur un support inhérent à un bâtiment ou sur une substructure fixée sur un support inhérent à un bâtiment.
     
    13. Façade selon la revendication 12,
    caractérisée en ce que le profilé porteur (2) est orienté de telle manière que la première direction (x) s'écoule à l'horizontale, la deuxième direction (y) s'écoule à la verticale et la troisième direction (z) s'écoule à la perpendiculaire du plan du support inhérent au bâtiment.
     




    Zeichnung












































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente