(19)
(11) EP 3 250 300 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.07.2021  Patentblatt  2021/29

(21) Anmeldenummer: 16701505.6

(22) Anmeldetag:  26.01.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63C 17/00(2006.01)
A43B 5/16(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2016/051519
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2016/120242 (04.08.2016 Gazette  2016/31)

(54)

ROLLSCHUHSYSTEM MIT SCHIENE UND SCHUH

ROLLER SKATE SYSTEM HAVING RAIL AND SHOE

SYSTÈME DE PATIN À ROULETTES COMPRENANT UN CHÂSSIS LONGITUDINAL ET UNE CHAUSSURE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 28.01.2015 DE 102015001034
28.01.2015 DE 202015000618 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
06.12.2017  Patentblatt  2017/49

(73) Patentinhaber: Powerslide GmbH
95463 Bindlach (DE)

(72) Erfinder:
  • KNOLL, Matthias
    95463 Bindlach (DE)

(74) Vertreter: Baldus, Oliver 
Splanemann Patentanwälte European Patent Attorneys Rumfordstr. 7
80469 München
80469 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-98/30119
US-A- 5 437 466
US-A1- 2004 084 862
FR-A1- 2 767 651
US-A- 5 549 310
US-A1- 2013 075 987
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rollschuhsystem, einen Schuh für das Rollschuhsystem und eine Schiene für das Rollschuhsystem.

    [0002] In vielen Rollschuhsystemen sind die Schuhe mit einer Schiene nur über zwei relativ kleine Kontaktflächen verbunden, die hintereinander angeordnet sind. Löst sich eine der beiden Montageschrauben kann es zu Stürzen kommen. Zudem kann der Austausch von einzelnen Komponenten, wie beispielsweise des Schuhs oder der Schiene, oftmals nur von einem Fachhändler mit relativ großem Aufwand vorgenommen werden. Je höher der Schwerpunkt dieser Rollschuhsysteme liegt, desto mehr Haltearbeit muss von einem Fahrer verrichtet werden. Bei hintereinander liegenden Montagepunkten kippt das Rollschuhsystem bei seitlich wirkenden Kräften leicht weg.

    [0003] Die Druckschriften WO9830119 A1 und EP 1767253 A2 betreffen beispielsweise Inlineskates mit einer Schiene und einem Schuh. Der Schuh und die Schiene weisen drei hintereinander angeordnete Montagepunkte in einer Linie auf.

    [0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Rollschuhsystem derart zu verbessern, dass dieses eine höhere Stabilität aufweist und eine bessere Kraftübertragung ermöglicht. Zudem soll ein schneller und einfacher Austausch einer Schiene oder eines Schuhs ermöglicht werden.

    [0005] Gemäß einem ersten Aspekt wird diese Aufgabe durch einen Schuh für ein Rollschuhsystem gemäß Anspruch 1 gelöst.

    [0006] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Schuhs ist die zweite Befestigungsvorrichtung in Längsrichtung des Schuhs versetzt gegenüber der dritten Befestigungsvorrichtung angeordnet. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass sich die Kraftübertragung weiter verbessert.

    [0007] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Schuhs ist die zweite Befestigungsvorrichtung in Längsrichtung des Schuhs zur ersten Befestigungsvorrichtung hin versetzt angeordnet. Dadurch wird beispielsweise ebenfalls der technische Vorteil erreicht, dass sich die Kraftübertragung weiter verbessert.

    [0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Schuhs weist die erste Befestigungsvorrichtung, die zweite Befestigungsvorrichtung oder die dritte Befestigungsvorrichtung eine Öffnung mit länglichem Querschnitt zum Verschieben einer eingesetzten Befestigungsschraube auf. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass das Rollschuhsystem individuell an eine Anatomie oder fahrtechnische Vorlieben angepasst werden kann.

    [0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Schuhs umfasst die Hartschale Kohlefasern und/oder Glasfasern zur Versteifung. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass sich die Festigkeit der Hartschale verbessert.

    [0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Schuhs sind die Befestigungsvorrichtungen durch Öffnungen in einer Metallplatte gebildet. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass der Schuh mittels einer Schraubverbindung befestigt werden kann.

    [0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Schuhs sind die Befestigungsvorrichtungen von einer ebenen Kontaktfläche umgeben. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass sich die Kraftübertragung und die Stabilität verbessern.

    [0012] Gemäß einem zweiten Aspekt wird diese Aufgabe durch eine Schiene für ein Rollschuhsystem mit einem Kanal zum Aufnehmen mehrerer hintereinander angeordneter Rollen und einem Dreipunkt-Befestigungssystem zum Befestigen der Schiene an einem Schuh gelöst, das drei Befestigungsvorrichtungen umfasst, wobei die erste Befestigungsvorrichtung oberhalb der Mitte des Kanals angeordnet ist; die zweite Befestigungsvorrichtung seitlich zur einen Seite des Kanals versetzt angeordnet ist; und die dritte Befestigungsvorrichtung seitlich zur anderen Seite des Kanals versetzt angeordnet ist. Dadurch wird beispielsweise ebenfalls der technische Vorteil erreicht, dass eine stabile Dreiecksverbindung zwischen Schuh und Schiene realisiert wird.

    [0013] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Schiene sind die zweite Befestigungsvorrichtung und/oder die dritte Befestigungsvorrichtung auf einem seitlich gegenüber dem Kanal herausstehenden Flügelabschnitt angeordnet. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass ein großer Abstand zwischen den beiden Befestigungsvorrichtungen realisiert werden kann.

    [0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Schiene sind die Flügelabschnitte über den Kanal hinweg miteinander verbunden. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass sich die Stabilität der Schiene verbessert.

    [0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Schiene sind die Flügelabschnitte trapezförmig, rechteckig oder halbrund. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass die Flügelabschnitte ohne spitze Ecken hergestellt sind und sich ein Verletzungsrisiko verringert.

    [0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Schiene ist die zweite Befestigungsvorrichtung in Längsrichtung des Kanals versetzt zur dritten Befestigungsvorrichtung angeordnet. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass sich eine Kraftübertragung mit einem entsprechend ausgestalteten Schuh verbessert.

    [0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Schiene weist die erste Befestigungsvorrichtung, die zweite Befestigungsvorrichtung und/oder die dritte Befestigungsvorrichtung eine Öffnung mit einem länglichen Querschnitt zum Verschieben einer eingesetzten Befestigungsschraube auf. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass das Rollschuhsystem individuell an eine Anatomie oder fahrtechnische Vorlieben angepasst werden kann.

    [0018] Gemäß einem dritten Aspekt wird diese Aufgabe durch ein Rollschuhsystem gelöst, mit einem Schuh nach dem ersten Aspekt; und einer Schiene nach dem zweiten Aspekt. Dadurch werden die gleichen technischen Vorteile wie durch den Schuh und die Schiene erreicht.

    [0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.

    [0020] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine Ansicht eines Rollschuhsystems;
    Fig. 2
    eine Ansicht einer Hartschale mit einer Schiene;
    Fig. 3
    eine Ansicht einer Außenseite der Hartschale;
    Fig. 4
    eine Ansicht einer Unterseite der Hartschale;
    Fig. 5
    eine Ansicht einer Innenseite der Hartschale;
    Fig. 6
    eine Ansicht einer Schiene; und
    Fig. 7
    eine Seitenansicht der Schiene.


    [0021] Fig. 1 zeigt eine Ansicht eines Inlineskates als Rollschuhsystem 300. Bei dem Rollschuhsystem 300 sind die Rollen 207 hintereinander in einer Längsreihe (engl. In-Line) angeordnet. Mit dem Rollschuhsystem 300 ist es für einen Skater möglich, sich rollend fortzubewegen. Das Rollschuhsystem 300 umfasst eine Schiene 200 und einen Schuh 100 für den Fuß des Skaters.

    [0022] Die Schiene 200 dient zur Aufnahme der Rollen 207, die über Schrauben 209 an der Schiene 200 befestigt sind. Der Schuh 100 umfasst eine halbhohe Hartschale 105, die an der Unterseite ein Dreipunkt-Befestigungssystem zum Befestigen des Schuhs 100 auf der Schiene 200 aufweist. Die Hartschale 105 stützt den Fuß und das Sprunggelenk seitlich ab. Die Hartschale 105 ist beispielsweise aus einem Kunststoff gebildet, in den zur Versteifung Glas- oder Karbonfasern eingebettet sind. Daneben kann die Hartschale 105 aus Kohlefasern oder Glasfasern oder einer Mischung beider Fasern gebildet sein. Im Allgemeinen kann die Hartschale 105 auch lediglich auf Basis eines Kunststoffes hergestellt sein.

    [0023] Die Schiene 200 kann im Allgemeinen für die Aufnahme von zwei, drei, vier oder mehr Rollen 207 ausgelegt sein, die hintereinander angeordnet sind. Die Aufnahme der Rollen 207 kann in einer Ebene liegen oder gerockert sein, so dass sich entlang der Schiene 200 ein gebogener Verlauf ergibt (Banana Shape). Die Rollen 207 werden über ein Doppelachssystem oder Einachssystem fest in der Schiene 200 verschraubt. Die Schiene 200 kann beispielsweise Rollen 207 mit einem Durchmesser von 50 mm bis 150 mm aufnehmen. Die Schiene 200 kann aus einer Aluminiumlegierung, Magnesiumlegierung oder einem kohlenstofffaser- und/oder glasfaserverstärktem Kunststoff (Karbon oder Karbon/Fiberglas) gefertigt sein. Die Schiene 200 kann auch aus Kohlefasern oder Glasfasern gebildet sein. Die Schiene 200 kann extrudiert, gefräst, gegossen oder gestanzt gefertigt sein. Eine Schiene 200 aus Kohlefasern oder Glasfasern kann mittels eines Compression-Moulding-Verfahrens hergestellt sein.

    [0024] Der Schuh 100 kann als fester Hartschalenschuh mit (herausnehmbaren) Innenschuh oder als Soft-Boot konstruiert sein, bei dem nur die halbhohe Hartschale 105 aus festem Kunststoff gefertigt ist. Der Schuh 100 kann auf einer Kohlefaser- und/oder Glasfaserkonstruktion, einer Kunststoffschalen- oder einer Sohlenkonstruktion ohne herausnehmbaren Innenschuh aufgebaut sein. Der Schuh 100 und die Schiene 200 sind an drei Verbindungspunkten über Schrauben fest miteinander verbunden.

    [0025] Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht der Hartschale 105 mit einer Schiene 200 in einem getrennten Zustand. Die Hartschale 105 lässt sich nach einem Lösen der Befestigungsschrauben in Pfeilrichtung abnehmen. Die Hartschale 105 als Teil des Schuhs 100 weist ein Dreipunkt-Befestigungssystem mit lediglich drei Befestigungsvorrichtungen 101-1, 101-2, 101-3 zum Befestigen des Schuhs 100 auf der Schiene 200 auf. Die drei Befestigungsvorrichtungen 101-1, 101-2, 101-3 des Schuhs 100 und die drei entsprechenden Befestigungsvorrichtungen 201-1, 201-2 und 201-3 der Schiene ermöglichen eine Dreiecksverbindung zwischen Schuh 100 und Schiene 200.

    [0026] Die Befestigungsvorrichtungen 101-1, 101-2, 101-3, 201-1, 201-2 und 201-3 sind durch Öffnungen gebildet, in die Befestigungsschrauben eingesetzt werden können. Im Allgemeinen können die Befestigungsvorrichtungen 101-1, 101-2, 101-3 auch auf andere Weise ausgebildet sein, wie beispielsweise durch einen Schnellverschluss von Innen oder Außen oder ein Bindungssystem.

    [0027] Die erste Befestigungsvorrichtung 101-1 ist in einer Mitte im Fersenbereich 111 des Schuhs 100 angeordnet. Die zweite Befestigungsvorrichtung 101-2 ist seitlich versetzt zur ersten Befestigungsvorrichtung 101-1 an einer Fußaußenseite im Ballenbereich 113 des Schuhs 100 angeordnet. Die zweite Befestigungsvorrichtung 101-2 ist insbesondere in Längsrichtung des Schuhs 100 versetzt zur ersten Befestigungsvorrichtung 101-1 hin gegenüber der dritten Befestigungsvorrichtung 101-3 angeordnet.

    [0028] Die dritte Befestigungsvorrichtung 101-3 ist seitlich versetzt zur ersten Befestigungsvorrichtung 101-1 an einer Fußinnenseite im Ballenbereich 113 des Schuhs 100 angeordnet. Diese Dreiecksverbindung zwischen Schuh 100 und Schiene 200 bietet aufgrund des zusätzlichen dritten Montagepunktes, durch die geometrische Anordnung und durch die vergrößerte Gesamtkontaktfläche eine starke und stabile Verbindung zwischen dem Schuh 100 und der Schiene 200 für eine bessere Kraftübertragung.

    [0029] Die beiden vorderen Befestigungsvorrichtungen 101-2 und 101-3 sind asymmetrisch versetzt zueinander angeordnet. Dabei ist die äußere Befestigungsvorrichtung 101-2 in Längsrichtung des Schuhs 100 zur ersten Befestigungsvorrichtung 101-1 hin nach hinten versetzt angeordnet. Dadurch verbessert sich die Kraftübertragung nochmals, da die äußere Befestigungsvorrichtung 101-2 direkt unter dem äußeren Ballen des Fußes liegt. Im Allgemeinen können die Befestigungsvorrichtungen 101-2 und 101-3 symmetrisch angeordnet sein. Die vorderen Befestigungsvorrichtungen 101-2 und 101-3 stehen aus der Sohle der Hartschale 105 hervor, so dass in dem Raum zwischen den Befestigungsvorrichtungen 101-2 und 101-3 eine Rolle 207 angeordnet sein kann. Die Hartschale 105 weist insbesondere an den Stellen der Befestigungsvorrichtungen 101-1, 101-2, 101-3 entsprechende Auswölbungen auf. In diesen gegenüber der übrigen Hartschale 105 hervorstehenden Auswölbungen sind insbesondere die Befestigungsvorrichtungen 101-1, 101-2, 101-3 angeordnet.

    [0030] Die Befestigungsvorrichtungen 101-1, 101-2, 101-3, 201-1, 201-2 und 201-3 sind durch längliche Öffnungen gebildet, so dass sich eingesetzte Befestigungsschrauben innerhalb der Öffnungen verschieben lassen. Dabei sind die Öffnungen des Schuhs 100 als Querschlitze ausgebildet, wohingegen die Öffnungen in der Schiene 200 als Längsschlitze ausgebildet sind. Die länglichen Öffnungen in dem Schuh 100 und die länglichen Öffnungen in der Schiene 200 bilden zusammen ein Kreuz, so dass der Schuh 100 und die Schiene 200 in zwei Richtungen gegeneinander verschoben werden kann. Dadurch kann das Rollschuhsystem 300 individuell an eine Anatomie oder fahrtechnische Vorlieben angepasst werden.

    [0031] Im Allgemeinen können die Öffnungen in dem Schuh 100 oder die Öffnungen in der Schiene 200 entweder als Rundloch oder als Längs- oder Querschlitz ausgefertigt sein. Die seitlichen Befestigungsvorrichtungen 201-2 und 201-3 der Schiene 200 sind auf trapezförmigen Flügelabschnitten 205 gebildet. Die Schiene 200 umfasst einen Kanal 203, der zur Aufnahme der Rollen 207 dient. Im Allgemeinen können die Flügelabschnitte 205 auch andere Formen aufweisen, wie beispielsweise rechteckig oder halbrund.

    [0032] Fig. 3 zeigt eine schematische Ansicht einer Unterseite der Hartschale 105. Die Metallplatten 107 mit den Öffnungen als Befestigungsvorrichtung 101-1, 101-2 und 101-3 sind in der Hartschale 105 eingelassen und bilden eine ebene Kontaktfläche 109 um die Öffnungen herum. An der Kontaktfläche 109 berühren sich der Schuh 100 und die Schiene 200.

    [0033] Fig. 4 zeigt eine schematische Ansicht einer Unterseite der Hartschale 105. Die Befestigungsvorrichtung 101-3 auf der Innenseite des Ballenbereichs 113 ist weiter zur Schuhspitze hin versetzt als die Befestigungsvorrichtung 101-2 auf der Außenseite des Ballenbereichs 113. Im Fersenbereich 111 befindet sich die Befestigungsvorrichtung 101-1. Im Boden der Hartschale 105 können zusätzlich nicht-gezeigte Aussparungen für die Rollen 207 gebildet sein, um den Schwerpunkt des Rollschuhsystems 300 weiter abzusenken. Zudem kann die Sohle des Schuhs 100 mit nicht gezeigten Versteifungselementen versehen sein.

    [0034] Durch den Schuh 100 mit dem Dreipunkt-Befestigungssystem wird ermöglicht, dass ein Benutzer im Sommer eine Schiene 200 mit Rollen 207 oder im Winter eine nicht gezeigte Eiskufe unter den Schuh 100 montiert. Hierzu ist es nicht erforderlich, ein jeweiliges Komplettsystem zu verwenden.

    [0035] Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht einer Innenseite der Hartschale 105. Von oben werden in die Öffnungen der Befestigungsvorrichtungen 101-1, 101-2 und 101-3 beispielsweise Schraubhülsen mit einem Innengewinde eingesetzt, so dass sich die Hartschale 105 des Schuhs 100 über Schrauben mit einem Außengewinde verbinden lässt, die von unten in Befestigungsvorrichtungen 201-1, 201-2 und 201-3 der Schiene 200 eingesetzt werden. Im Allgemeinen ist es auch möglich, den Schuh 100 und die Schiene 200 von oben, d.h. von einer Schuhseite her, miteinander zu verbinden, beispielsweise beim Eisschnelllauf.

    [0036] Fig. 6 zeigt eine Ansicht der Schiene 200. Die Schiene 200 weist ebenfalls drei Montagepunkte mit den Befestigungsvorrichtungen 201-1, 201-2 und 201-3 auf, die unter der Ferse und im Vorfuß- oder Ballenbereich des Schuhs 100 angeordnet sind. Die Schiene 200 bietet durch die drei Befestigungsvorrichtungen 201-1, 201-2 und 201-3 als Montagepunkte und die entsprechenden Kontaktflächen 213 zwischen dem Schuh 100 und der Schiene 200 eine verbesserte Sicherheit in der Verbindung im Vergleich zu einem Zweipunkt-System. Die Befestigungsvorrichtungen 201-1, 201-2 und 201-3 sind nicht in einer Linie angeordnet, sondern vorne in einer Y-Form seitlich herausgestellt. Die Befestigungsvorrichtungen 201-2 und 201-3 befinden sich hierzu auf seitlich herausragenden trapezförmigen Flügelabschnitten 205 der Schiene 200. Die Befestigungsvorrichtung 201-1 ist insbesondere gegenüber den Befestigungsvorrichtungen 201-2 und 201-3 erhöht angeordnet.

    [0037] Die Schiene 200 weist einen Kanal 203 mit einem U-Profil auf, in dem die Rollen 207 angeordnet werden. Die Befestigungsvorrichtung 201-1 ist insbesondere oberhalb der Mitte des Kanals 203 angeordnet. Die Achse der Rollen 207 wird in die Öffnungen 211 eingesetzt. In der Mitte des Kanals 203 können zwischen den einzelnen Rollen 207 und zwischen den Seitenwänden 215 zusätzliche Streben oder Brücken angeordnet sein, durch die die Schiene 200 verstärkt wird.

    [0038] Der Kanal 203 in der Schiene 200 ermöglicht es, die Schiene 200 niedrig zu bauen, um den Schwerpunkt herabzusetzen. Es können dadurch Schienen 200 entwickelt werden, die mit größeren Rollendurchmessern ausgestattet sind und dennoch keinen höheren Schwerpunkt aufweisen.

    [0039] Ein Benutzer kann mit größeren Rollen 207 schneller fahren, ohne Nachteile in der Standhohe gegenüber Vergleichsmodellen mit kleineren Rollen in Kauf nehmen zu müssen. Durch den niedrigen Schwerpunkt verrichtet der Benutzer weniger Haltearbeit und ermüdet nicht so schnell. Zudem kann der Skater statische und dynamische Belastungen länger auf hohem Niveau halten.

    [0040] Beispielsweise kann der Schwerpunkt bei einem Freeskate als Rollschuhsystem 300, das mit einer asymmetrischen 3-Punkt-Schiene und vier Rollen mit einem Durchmesser von 80 mm ausgestattet ist, um bis zu 15 mm gegenüber einem Freeskate abgesenkt werden, der mit einem herkömmlichen Zwei-Punkt-Montagesystem mit einem Montageabstand von 165 mm bei gleicher Rollengröße ausgestattet ist. Dadurch ist ein Fahrer schneller in seiner Endgeschwindigkeit.

    [0041] Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht der Schiene 200. Die hintere Befestigungsvorrichtung 201-1 liegt höher als die beiden vorderen Befestigungsvorrichtungen 201-2 und 201-3. Die beiden Befestigungsvorrichtungen 201-2 und 201-3 sind derart angeordnet, dass diese unterhalb des obersten Punktes einer Rolle 207 liegen. Der obere Punkt der Rolle 207 im Bereich der Befestigungsvorrichtungen 201-2 und 201-3 liegt somit höher als die Kontaktflächen 213. Die Rolle 207 ist damit zumindest zum Teil zwischen den Flügelabschnitten 205 in dem Kanal 203 einsetzbar. Durch das Herabsetzen der beiden Befestigungsvorrichtungen 201-2 und 201-3 in den herausstehenden Flügelabschnitten 205 kann der Schwerpunkt des Rollschuhsystems 300 abgesenkt werden.

    [0042] Das Dreipunkt-Befestigungssystem mit den dreiecksförmig angeordneten Befestigungsvorrichtungen 101 und 201 ist gegenüber einem Befestigungssystem mit drei hintereinanderliegenden Befestigungspunkten technisch vorteilhaft, da die vorderen beiden Befestigungsvorrichtungen 101-2 und 101-3 seitlich unter dem Fußballen angeordnet sind. Ein Skater steht sicherer in dem Rollschuhsystem 300, so dass sich das Unfallrisiko vermindert.

    [0043] Da eine Montage der Schiene 200 im Rollschuhsystem 300 über drei Schraubverbindungen erfolgt, können schnell und einfach verschiedene Rollensetups getestet oder gefahren werden, ohne sich an neue Schuhe 100 gewöhnen zu müssen. Zudem können die Komponenten des Rollschuhsystems 300, wie beispielsweise der Schuh 100 oder die Schiene 200, im Falle eines Defekts auf schnelle und einfache Weise durch Lösen von lediglich drei Befestigungsschrauben ausgetauscht werden.

    [0044] Im Falle der Ausgestaltung der Schiene 200 als 3-Rollen-Setup verbessert sich die Agilität des Skaters, da der Skate leichter ist und zudem die mittlere Rolle als Drehpunkt dient. Das Rollschuhsystem 300 kann für Speedskating, Inline-Hockey, Freeskating oder Fitness-Skating angepasst sein.

    [0045] Alle in Verbindung mit einzelnen Ausführungsformen der Erfindung erläuterten und gezeigten Merkmale können in unterschiedlicher Kombination in dem erfindungsgemäßen Gegenstand vorgesehen sein, um gleichzeitig deren vorteilhafte Wirkungen zu realisieren.

    [0046] Der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung ist durch die Ansprüche gegeben und wird durch die in der Beschreibung erläuterten oder den Figuren gezeigten Merkmale nicht beschränkt.


    Ansprüche

    1. Schuh (100) für ein Rollschuhsystem (300), mit einem Dreipunkt-Befestigungssystem zum Befestigen des Schuhs (100) auf einer Schiene (200), das drei Befestigungsvorrichtungen (101-1, 101-2, 101-3) umfasst, die in einer Hartschale (105) gebildet sind, wobei:

    die erste Befestigungsvorrichtung (101-1) in einer Mitte im Fersenbereich (111) des Schuhs (100) angeordnet ist;

    die zweite Befestigungsvorrichtung (101-2) an einer Außenseite im Ballenbereich (113) des Schuhs (100) angeordnet ist; und

    die dritte Befestigungsvorrichtung (101-3) an einer Innenseite im Ballenbereich (113) des Schuhs (100) angeordnet ist, und die zweite Befestigungsvorrichtung (101-2) in Längsrichtung des Schuhs (100) versetzt gegenüber der dritten Befestigungsvorrichtung (101-3) angeordnet ist; und

    die vorderen Befestigungsvorrichtungen (101-2) und (101-3) aus der Sohle der Hartschale (105) hervorstehen, so dass in dem Raum zwischen den Befestigungsvorrichtungen (101-2) und (101-3) eine Rolle (207) angeordnet sein kann.


     
    2. Schuh (100) nach Anspruch 1, wobei die zweite Befestigungsvorrichtung (101-2) in Längsrichtung des Schuhs (100) zur ersten Befestigungsvorrichtung (101-1) hin versetzt angeordnet ist.
     
    3. Schuh (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Befestigungsvorrichtung (101-1), die zweite Befestigungsvorrichtung (101-2) oder die dritte Befestigungsvorrichtung (101-3) eine Öffnung mit länglichem Querschnitt zum Verschieben einer eingesetzten Befestigungsschraube aufweist.
     
    4. Schuh (100) nach Anspruch 1, wobei die Hartschale (105) Kohlefasern und/oder Glasfasern zur Versteifung umfasst.
     
    5. Schuh (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Befestigungsvorrichtungen (101-1, 101-2, 101-3) durch Öffnungen in einer Metallplatte (107) gebildet sind.
     
    6. Schuh (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Befestigungsvorrichtungen (101-1, 101-2, 101-3) von einer ebenen Kontaktfläche (109) umgeben sind.
     
    7. Schiene (200) für ein Rollschuhsystem (300) mit einem Kanal (203) zum Aufnehmen mehrerer hintereinander angeordneter Rollen (207) und einem Dreipunkt-Befestigungssystem zum Befestigen der Schiene (200) an einem Schuh (100), das drei Befestigungsvorrichtungen (201-1, 201-2, 201-3) umfasst, wobei:

    die erste Befestigungsvorrichtung (201-1) oberhalb der Mitte des Kanals (203) angeordnet ist;

    die zweite Befestigungsvorrichtung (201-2) seitlich zur einen Seite des Kanals (203) versetzt angeordnet ist;

    die dritte Befestigungsvorrichtung (201-3) seitlich zur anderen Seite des Kanals (203) versetzt angeordnet ist und die zweite Befestigungsvorrichtung (201-2) in Längsrichtung des Kanals (203) versetzt zur dritten Befestigungsvorrichtung (201-3) angeordnet ist; und

    die hintere Befestigungsvorrichtung (201-1) höher als die beiden vorderen Befestigungsvorrichtungen (201-2) und (201-3) liegt.


     
    8. Schiene (200) nach Anspruch 7, wobei die zweite Befestigungsvorrichtung (201-2) und/oder die dritte Befestigungsvorrichtung (201-3) auf einem seitlich gegenüber dem Kanal (203) herausstehenden Flügelabschnitt (205) angeordnet sind.
     
    9. Schiene (200) nach Anspruch 8, wobei die Flügelabschnitte (205) über den Kanal (203) hinweg miteinander verbunden sind.
     
    10. Schiene (200) nach Anspruch 8 oder 9 , wobei Flügelabschnitte (205) trapezförmig, rechteckig oder halbrund sind.
     
    11. Schiene (200) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei die erste Befestigungsvorrichtung (201-1), die zweite Befestigungsvorrichtung (201-2) und/oder die dritte Befestigungsvorrichtung (201-3) eine Öffnung mit einem länglichen Querschnitt zum Verschieben einer eingesetzten Befestigungsschraube aufweist.
     
    12. Rollschuhsystem (300), mit:

    einem Schuh (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6; und

    einer Schiene (200) nach einem der Ansprüche 7 bis 11.


     


    Claims

    1. Shoe (100) for a roller-skating system (300), having a three-point fastening system for fastening the shoe (100) to a rail (200), comprising three fastening devices (101-1, 101-2, 101-3) formed in a hard shell (105), wherein:

    the first fastening device (101-1) is located at a center in the heel area (111) of the shoe (100);

    the second fastening device (101-2) is located at an outer side in the ball area (113) of the shoe (100); and

    the third fastening device (101-3) is located at an inner side in the ball area (113) of the shoe (100), and the second fastening device (101-2) is located offset from the third fastening device (101-3) in the longitudinal direction of the shoe (100); and

    the front fastening devices (101-2) and (101-3) protrude from the sole of the hard shell (105), so that a roller (207) can be arranged in the space between the fastening devices (101-2) and (101-3).


     
    2. Shoe (100) according to claim 1, wherein the second fastening device (101-2) is arranged offset towards the first fastening device (101-1) in the longitudinal direction of the shoe (100).
     
    3. Shoe (100) according to any one of the preceding claims, wherein the first fastening device (101-1), the second fastening device (101-2) or the third fastening device (101-3) has an opening with an elongated cross-section for displacing an inserted fastening screw.
     
    4. Shoe (100) according to claim 1, wherein the hard shell (105) comprises carbon fibers and/or glass fibers for stiffening.
     
    5. Shoe (100) according to any one of the preceding claims, wherein the fastening devices (101-1, 101-2, 101-3) are formed by openings in a metal plate (107).
     
    6. Shoe (100) according to any one of the preceding claims, wherein the fastening devices (101-1, 101-2, 101-3) are surrounded by a flat contact surface (109).
     
    7. Rail (200) for a roller skate system (300) having a channel (203) for receiving a plurality of rollers (207) arranged in series and a three-point fastening system for fastening the rail (200) to a shoe (100) comprising three fastening devices (201-1, 201-2, 201-3), wherein:

    the first fastening device (201-1) is located above the center of the channel (203);

    the second fastening device (201-2) is located laterally offset to one side of the channel (203);

    the third fastening device (201-3) is located laterally offset to the other side of the channel (203) and the second fastening device (201-2) is located longitudinally offset from the third fastening device (201-3); and

    the rear fastening device (201-1) is located higher than the two front fastening devices (201-2) and (201-3).


     
    8. Rail (200) according to claim 7, wherein the second fastening device (201-2) and/or the third fastening device (201 3) are arranged on a wing portion (205) protruding laterally with respect to the channel (203).
     
    9. Rail (200) according to claim 8, wherein the wing sections (205) are connected to each other across the channel (203).
     
    10. Rail (200) according to claim 8 or 9, wherein the wing sections (205) are trapezoidal, rectangular, or semicircular.
     
    11. Rail (200) according to any one of claims 7 to 10, wherein the first fastening device (201-1), the second fastening device (201-2) and/or the third fastening device (201-3) comprises an opening with an elongated cross-section for sliding an inserted fastening screw.
     
    12. Roller skate system (300), comprising:

    a shoe (100) according to any one of claims 1 to 6; and

    a rail (200) according to any one of claims 7 to 11.


     


    Revendications

    1. Chaussure (100) pour un système de patinage à roulettes (300), ayant un système de fixation à trois points pour fixer la chaussure (100) à un rail (200), comprenant trois fixations (101-1, 101-2, 101-3) formés dans une coque dure (105), dans lequel:

    la premier fixation (101-1) est disposée au centre de la zone du talon (111) de la chaussure (100);

    la deuxième fixation (101-2) est disposée sur un côté extérieur de la zone du coussinet (113) de la chaussure (100); et

    la troisième fixation (101-3) est disposée sur un côté intérieur de la zone du coussinet (113) de la chaussure (100), et la deuxième fixation (101-2) est disposée de manière décalée par rapport à la troisième fixation (101-3) dans une direction longitudinale de la chaussure (100); et

    les fixations avant (101-2) et (101-3) font saillie de la semelle de la coque dure (105), de sorte qu'un rouleau (207) peut être disposé dans l'espace entre les fixations (101-2) et (101 3).


     
    2. Chaussure (100) selon la revendication 1, dans laquelle la deuxième fixation (101-2) est disposé de manière décalée par rapport à la premier fixation (101-1) dans la direction longitudinale de la chaussure (100).
     
    3. Chaussure (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle ledit premier fixation (101-1), ledit deuxième fixation (101-2) ou ledit troisième fixation (101-3) comprend une ouverture de section transversale allongée pour le coulissement d'une vis de fixation insérée.
     
    4. Chaussure (100) selon la revendication 1, dans laquelle la coque dure (105) comprend des fibres de carbone et/ou des fibres de verre pour le raidissement.
     
    5. Chaussure (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle les fixations (101-1, 101-2, 101-3) sont formés par des ouvertures dans une plaque métallique (107).
     
    6. Chaussure (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle les fixations (101-1, 101-2, 101-3) sont entourés par une surface de contact plane (109).
     
    7. Rail (200) pour un système de patinage à roulettes (300) comprenant un canal (203) pour recevoir une pluralité de roulettes (207) disposées en série et un système de fixation à trois points pour fixer le rail (200) à une chaussure (100) comprenant trois fixations (201-1, 201-2, 201-3), dans lequel:

    la premier fixation (201-1) est disposé au-dessus du centre du canal (203);

    la deuxième fixation (201-2) est disposé de manière décalée latéralement par rapport à un côté du canal (203);

    la troisième fixation (201-3) est disposé de manière décalée latéralement par rapport l'autre côté du canal (203) et la deuxième fixation (201-2) est disposé de manière décalée longitudinalement par rapport à la troisième fixation (101-3); et

    la fixation arrière (201-1) est situé plus haut que les deux fixations avant (201-2) et (201-3).


     
    8. Rail (200) selon la revendication 7, dans lequel le deuxième fixation (201-2) et/ou le troisième fixation (201 3) sont disposés sur une section d'aile (205) faisant saillie latéralement par rapport au canal (203).
     
    9. Rail (200) selon la revendication 8, dans lequel les sections d'aile (205) sont reliées les unes aux autres à travers le canal (203).
     
    10. Rail (200) selon la revendication 8 ou 9, dans lequel les sections d'aile (205) sont trapézoïdales, rectangulaires ou semi-circulaires.
     
    11. Rail (200) selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, dans lequel le premier fixation (201-1), le deuxième fixation (201-2) et/ou le troisième fixation (201-3) comprend une ouverture ayant une section transversale allongée pour le coulissement d'une vis de fixation insérée.
     
    12. Système de patins à roulettes (300), comprenant:

    la chaussure (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6; et

    le rail (200) selon l'une quelconque des revendications 7 à 11.


     




    Zeichnung


























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente