Stand der Technik
[0001] Bei modernen Inneneinrichtungen kommen Möbel mit bewegbaren das Möbel frontseitig
abdeckende bzw. freigebende Möbelteilen zur Anwendung, wobei die Bewegung des Möbelteils
bedienerfreundlich und geräuscharm erfolgen soll.
[0002] Hierfür sind Führungsanordnungen zur bewegbaren Führung des Möbelteils relativ zu
einem Möbelkorpus bekannt. Als Führungsanordnung kommt zum Beispiel eine Möbelteilschwenkanordnung
in Frage, beispielsweise ein Möbelscharnier oder ein Möbelbeschlag für eine Möbelklappe
oder eine Möbeltüre. Die Führungsanordnung kann mit einer Antriebsvorrichtung versehen
werden. Bei einem Möbelscharnier oder -beschlag ist ein Bewegungselement vorhanden,
welches in einem Nutzzustand eine Hinbewegung ausführt, wenn das Möbelteil in eine
erste Richtung schwenkt, und eine Herbewegung ausführt, wenn das Möbelteil in eine
zur ersten Richtung entgegengesetzte zweite Richtung schwenkt.
[0003] Als Antriebsvorrichtung kommt beispielsweise eine elektrische bzw. eine motorische
Antriebseinheit zum Einwirken auf die Möbelteilschwenkanordnung in Frage. Die
WO 2008/135299 A1 und die
US2005/0017224 A1 betreffen einen Klappenbeschlag. Die
DE 20 2007 001 582 U1 thematisiert ein Möbel mit einem Auszug.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Möbelteilschwenkanordnung mit einer
Antriebsvorrichtung bereitzustellen, welche gegenüber bekannten Anordnungen kinematisch
und wirtschaftlich vorteilhaft einsetzbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch Anspruch 1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung.
[0006] Die Erfindung geht aus von einer Möbelteilschwenkanordnung mit einer Antriebsvorrichtung,
mit der in einem Nutzzustand ein Möbelteil relativ zu einem Möbelkorpus schwenkbar
ist, wobei die Möbelteilschwenkanordnung ein Bewegungselement umfasst, welches im
Nutzzustand eine Hinbewegung ausführt, wenn das Möbelteil in eine erste Richtung schwenkt,
und das Bewegungselement eine Herbewegung ausführt, wenn das Möbelteil in eine zur
ersten Richtung entgegengesetzte zweite Richtung schwenkt, wobei die Antriebsvorrichtung
eine elektrische Antriebseinheit zum Einwirken auf die Möbelteilschwenkanordnung aufweist.
Die Möbelteilschwenkanordnung ist beispielsweise ein Möbelscharnier oder ein Möbelbeschlag
für eine Möbelklappe oder eine Möbeltüre. Unter einem Schwenken des Möbelteils ist
eine ausschließliche Klapp- bzw. Drehbewegung ebenso zu verstehen, wie eine Bewegung
des Möbelteils, die eine Klapp- bzw. Drehbewegung umfasst und darüber hinaus eine
andere Bewegungsart zeigt, wie z. B. eine lineare Bewegung, die z. B. phasenweise
allein oder ggf. die Klapp-bzw. Drehbewegung überlagernd stattfindet beim Bewegen
des Möbelteils mit der Möbelteilschwenkanordnung.
[0007] Der Kern der Erfindung liegt darin, dass ein an der Möbelteilschwenkanordnung ankoppelbares
Übertragungselement der Antriebsvorrichtung vorgesehen ist, welches eine von der Antriebseinheit
bereitstellbare Linearbewegung in eine Hin- und Herbewegung des Bewegungselements
überträgt. Vorzugsweise ist die Bewegungskopplung derart ausgestaltet, dass eine lineare
Bewegung eines Linearelements der Antriebseinheit in die Hin- und Herbewegung des
Bewegungselements der Möbelteilschwenkanordnung führt. Bevorzugt ist es, wenn die
lineare Bewegung des Linearelements in eine erste Linearrichtung zur Hinbewegung des
Bewegungselements führt und eine lineare Bewegung des Linearelements in eine zur ersten
Linearbewegung entgegengesetzten zweiten Linearrichtung zur Herbewegung des Bewegungselements
führt. Damit ergeben sich bei der Gesamtbewegung zwei Stellungen, in denen eine Bewegungsrichtungsumkehr
des Linearelements und des Bewegungselements stattfindet. In der Regel erfolgt dann
jeweils auch eine Bewegungsumkehr des Übertragungselements.
[0008] Mit der vorgeschlagenen Antriebsvorrichtung kann vorteilhafterweise eine flexibel
verwendbare Antriebsvorrichtung bereitgestellt werden, wobei die Antriebsvorrichtung
für unterschiedliche Möbelscharniere und Möbelbeschläge und für unterschiedlich schwere
Möbelteile einsetzbar ist.
[0009] Beispielsweise kann für zu bewegende Möbelteile, welche ein vergleichsweise größeres
Gewicht aufweisen, ein zuverlässiger Antrieb bereitgestellt werden. Bisher notwendige
MöbelteilSchwenkanordnungen, die je nach Gewichtsklasse des Möbelteils unterschiedlich
konzipiert sein müssen bzw. mit untereinander unterschiedlicher Kinematik arbeiten,
und bei schweren Möbelteilen aufwändig, schwer bzw. groß bauend sind, lassen sich
vermeiden. Die vorgeschlagene Möbelteilschwenkanordnung kann einheitlich bzw. universell
für sämtliche praxisrelevanten Einsatzzwecke mit unterschiedlich schweren Möbelteilen
bzw. unterschiedlichen Klappen- bzw. Türgewichten verwendet werden.
[0010] Darüber hinaus ist mit der Möbelteilschwenkanordnung nach der Erfindung ein mechanischer
Kraftspeicher für die Möbelteilschwenkanordnung entbehrlich. Die Möbelteilschwenkanordnung
weist demgemäß vorzugsweise keinen Kraftspeicher auf, der einen Stellarm der Möbelteilschwenkanordnung
beaufschlagt. Die Antriebsvorrichtung umfasst vorzugsweise keinen mechanischen Kraftspeicher
wie zum Beispiel ein Federpaket, der auf ein Element der Möbelteilschwenkanordnung
wie z. B. einen Scharnier- oder Stellarm wirkt. In sämtlichen Wirkzuständen der Möbelteilschwenkanordnung
werden die zur Bewegung und zum Halten einer Bewegungsstellung des Möbelteils notwendigen
Kräfte bzw. die veränderlichen Kräfte von der elektrischen Antriebseinheit bereitgestellt
werden.
[0011] Die Möbelteilschwenkanordnung ist vorzugsweise als Beschlag oder Scharnier insbesondere
als Klappenbeschlag oder -scharnier wie ein Oberklappenbeschlag oder ein Oberklappenscharnier
ausgebildet.
[0012] Die Möbelteilschwenkanordnung umfasst beispielsweise einen Möbelteilabschnitt, der
dem Möbelteil zugeordnet ist bzw. mit dem Möbelteil verbindbar ist, und ein Korpusabschnitt,
der am Möbelkorpus verbindbar ist. Nachfolgend wird für die erfindungsgemäße Möbelteilschwenkanordnung
auch der Begriff Möbelscharnier oder Möbelbeschlag verwendet.
[0013] Das erfindungsgemäße Möbelscharnier ist insbesondere für schwenkbare Möbelteile insbesondere
vorzugsweise für eine Oberklappe bzw. eine andere Möbelklappe mit einer horizontal
ausgerichteten Schwenkachse oder für eine Möbeltüre mit einer vertikalen Schwenkachse
einsetzbar.
[0014] Eine vorteilhafte Variante der Möbelteilschwenkanordnung zeichnet sich dadurch aus,
dass die Möbelteilschwenkanordnung zwei separate Schwenkeinheiten umfasst, welche
beabstandet voneinander an dem Möbel zum Schwenken des Möbelteils vorgesehen sind,
und wobei jede Schwenkeinheit ein Bewegungselement umfasst, welches im Nutzzustand
eine Hinbewegung ausführt, wenn das Möbelteil in eine erste Richtung schwenkt, und
das Bewegungselement eine Herbewegung ausführt, wenn das Möbelteil in eine zur ersten
Richtung entgegengesetzte zweite Richtung schwenkt. Vorzugsweise ist bei zwei Schwenkeinheiten
am Möbelteil genau eine elektrische Antriebseinheit zur Bereitstellung einer Linearbewegung
vorhanden, mit der eine Hin- und Herbewegung des jeweiligen Bewegungselements über
jeweils ein an dem Bewegungselement angreifendes Übertragungselement erfolgt. Die
Verbindung des Antriebsmotors mit den beiden Schwenkeinheiten umfasst vorteilhafterweise
eine von der Antriebseinheit drehbar antreibbare Verbindungswelle.
[0015] Es ist außerdem vorteilhaft, dass Umsetzmittel zur getrieblichen Umsetzung einer
Rotationsbewegung einer Drehwelle der elektrischen Antriebseinheit in die von der
Antriebseinheit bereitstellbare Linearbewegung vorgesehen sind. Die Linearbewegung
betrifft das Linearelement. Damit kann platzsparend und mit einem vergleichsweise
hohen Wirkungsgrad der elektrischen Antriebseinheit die Linearbewegung realisiert
werden. Vorzugsweise ist das Linearelement innerhalb einer Verlängerung einer Hüllfläche
der elektrischen Antriebseinheit räumlich vorhanden oder das Linearelement nimmt lateral
zur elektrischen Antriebseinheit einen Raum ein, welcher quer zur Rotationsachse der
Drehwelle innerhalb eines Bereichs liegt, der in etwa einer halben Breite der elektrischen
Antriebseinheit entspricht.
[0016] Mit den Umsetzmitteln lassen sich neben der Änderung der Bewegungsrichtung vorteilhaft
auch weitere Funktionalitäten realisieren. Die Umsetzmittel sind vorzugsweise z. B.
so gestaltet, dass eine gewünschte Übersetzungen bzw. Untersetzungen der von der elektrischen
Antriebseinheit bereitstellbaren Leistung oder Drehzahl erfolgt. Damit können unterschiedliche
Leistungs- bzw. Drehzahlklassen der Antriebseinheit, die beispielsweise für höhere
oder niedrigere Drehzahlen bzw. Leistungen vorgesehen sind, vorteilhaft eingesetzt
werden.
[0017] Erfindungsgemäß weisen die Umsetzmittel eine Spindelmutter auf. Eine Spindelmutter
ist ein einfaches, kompakt bauendes und mechanisch stabiles Bauteil. Die Spindelmutter
weist eine Öffnung auf, durch welche eine Spindel bzw. eine Gewindestange durchgreifen
kann. Damit kann ein Zusammenwirken von Spindelmutter und Spindel auf engstem Raum
stattfinden. Die Spindelmutter weist eine Übertragungskontur wie ein Gewinde oder
ein Spiralzahnprofil auf, vorzugsweise innen bzw. an der Öffnung, wobei die Übertragungskontur
mit einer außenseitigen Übertragungskontur wie einem Außengewinde an der Spindel zusammenwirken
kann. Mit dem Zusammenwirken sind Verstellmittel zur stufenlosen Verstellung des Übertragungselements
mittels einer Dreh- und einer Linearbewegung realisiert.
[0018] Erfindungsgemäß treibt die elektrische Antriebseinheit eine Spindelmutter drehbar
an, wobei mit der Spindelmutter eine Spindel linear bewegbar ist. Die Spindel ist
z. B. eine Gewindestange oder ein Gewindestab. Die Linearbewegungsachse der Spindel
fällt vorzugsweise mit der Drehachse der Spindelmutter zusammen bzw. ist parallel
dazu. Die Spindelmutter kann beispielsweise mit einer Welle der elektrischen Antriebseinheit
direkt über eine Verzahnung, über kämmende Gewindeabschnitte und dergleichen mit einer
Antriebswelle der elektrischen Antriebseinheit zusammenwirken bzw. von dieser angetrieben
werden. Hierfür ist vorzugsweise an einer Außenseite der Spindelmutter zur Drehmomentübertragung
eine Übertragungskontur vorhanden. Die Drehachse der Spindelmutter kann in der Verlängerung
der Drehachse der Antriebswelle der elektrischen Antriebseinheit liegen bzw. mit dieser
zusammenfallen oder parallel oder winklig dazu versetzt sein, gegebenenfalls unter
Zwischenschaltung eines Getriebes wie zum Beispiel eines Schnecken- und/oder Winkelgetriebes.
[0019] Es ist auch vorteilhaft, dass die Umsetzmittel eine Spindelanordnung mit einer Spindel
aufweisen. Die Spindel wie zum Beispiel eine Gewindestange weist insbesondere eine
außenseitige Übertragungskontur auf, wie ein Außengewinde oder ein Spiralzahnprofil
und dergleichen. Damit kann die Spindel durchgreifend durch eine Spindelmutter kämmend
mit dieser zusammenwirken, wobei die Drehung des einen Elements eine lineare Bewegung
des anderen Elements bewirkt.
[0020] Es ist nicht erfindungsgemäß, dass die elektrische Antriebseinheit eine Spindel drehbar
antreibt, wobei mit der Spindel eine Spindelmutter linear bewegbar ist.
[0021] Erfindungsgemäß ist es, dass das Übertragungselement an einem gelenkig gelagerten
Bewegungsarm der Möbelteilschwenkanordnung ankoppelt.
[0022] Der Bewegungsarm stellt vorzugsweise das Bewegungselement dar. Der Bewegungsarm ist
vorzugsweise ein Hebelelement bzw. ein Scharnierarm eines Möbelscharniers oder eines
Möbelbeschlags, der insbesondere an zwei Lagerstellen aufgenommen ist wie z. B. an
zwei Achsen angelenkt ist. Der Bewegungsarm gehört zu den Teilen der Möbelteilschwenkanordnung,
die sich im Nutzzustand der Möbelteilschwenkanordnung bewegen, wenn das Möbelteil
verschwenkt wird.
[0023] Am Bewegungsarm kann ggf. ein weiteres Bewegungselement der Möbelteilschwenkanordnung
angreifen.
[0024] Vorzugsweise greift das Übertragungselement derart an dem Bewegungsarm an, dass mit
einer vom Übertragungselement bereitstellbaren Kraft, eine Hebelwirkung bzw. ein Moment
am Bewegungsarm realisierbar ist, wobei die betreffenden Scharnierteile unter der
Wirkung des Übertragungselements bewegbar sind. Das Zusammenspiel ist insbesondere
kinematisch vorteilhaft bzw. mechanisch stabil, reibungsarm und sicher bewegungsgeführt.
Unter der Hin- und Herbewegung des Bewegungsarms ist damit das Möbelteil im Nutzzustand
der Möbelteilschwenkanordnung relativ zum Möbelkorpus vorteilhaft aus- und einschwenkbar.
[0025] Der Bewegungsarm ist vorzugsweise beispielsweise ein Arm wie z. B. ein Kreuzarm eines
Weitwinkelscharniers bzw. eines Mehrfachgelenks wie z. B. eines Vier-Gelenks.
[0026] Es ist zudem bevorzugt, dass genau eine Verbindungsstelle zwischen dem Übertragungselement
und dem Bewegungselement bzw. zwischen dem Übertragungselement und dem Bewegungsarm
des Möbelscharniers eingerichtet ist. Eine Kopplung zwischen dem Übertragungselement
und dem Bewegungsarm ist insbesondere gelenkig bzw. beweglich.
[0027] Eine andere vorteilige Modifikation des Erfindungsgegenstandes ist dadurch charakterisiert,
dass das Übertragungselement an der Antriebsvorrichtung angelenkt vorhanden ist. Vorzugsweise
ist die Anlenkung des Übertragungselements an dem Linearelement der Antriebseinheit
eingerichtet. Damit wird eine platzsparende und optimierte Kinematik zwischen dem
Übertragungselement und der Antriebsvorrichtung erreicht. Das Übertragungselement
ist vorzugsweise direkt oder mittelbar mit dem Linearelement bzw. der Spindelmutter
oder der Spindel verbunden. Vorteilhaft wird ein ruckfreier und runder Bewegungsablauf
bei der Bewegungs- und Kraftübertragung der Linearbewegung in die Hin- und Herbewegung
des Bewegungselements ermöglicht.
[0028] Es ist außerdem von Vorteil, dass das Übertragungselement an der Möbelteilschwenkanordnung
angelenkt ist. Die gelenkige Anbindung des Übertragungselements an der Möbelteilschwenkanordnung
fördert eine ruckfreie und gleichförmige Kinemathek bzw. Bewegungs- und Kraftübertragung
zwischen den betreffenden Teilen.
[0029] Es ist überdies vorteilhaft, dass die elektrische Antriebseinheit ohne Übersetzung
auf das Übertragungselement wirkt. Beispielsweise kann die Antriebseinheit ohne Getriebe
auf das Übertragungselement wirken, zum Beispiel eine Abtriebswelle eines Elektromotors
auf das Linearelement direkt z. B. kämmend wirken, so dass das Linearelement zum Beispiel
mit der Drehzahl der Abtriebswelle dreht. Vorzugsweise ist die Drehzahl des Elektromotors
kontrollierbar, beispielsweise über eine übergeordnete Kontrolleinheit, welche den
Betrieb der Antriebseinheit bewerkstelligt.
[0030] Die Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Möbel mit einem Möbelteil, das relativ
zu einem Möbelkorpus des Möbels schwenkbar ist, wobei erfindungsgemäß eine Möbelteilschwenkanordnung
wie oben beschrieben vorgesehen ist. Damit kann zum Beispiel ein als Oberschrank ausgebildetes
Möbel mit einer Oberklappe vorteilhaft ausgebildet werden, insbesondere wenn ein vergleichsweise
hohes Klappengewicht zu beachten ist.
[0031] In der Regel sind bei breiteren bzw. größeren Oberklappen zwei erfindungsgemäße Möbelteilschwenkanordnungen
mit jeweils einer elektrischen Antriebseinheit vorhanden, jeweils eine rechts und
links z. B. an einem oberen Klappen-Eckbereich. Es ist auch möglich, dass an einer
Möbelklappe genau eine erfindungsgemäße Möbelteilschwenkanordnung mit Elektroantrieb
und eine herkömmliche Möbelteilschwenkanordnung ohne Elektroantrieb vorgesehen ist.
Figurenbeschreibung
[0032] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind anhand der in den Figuren schematisch
dargestellten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Im Einzelnen zeigt
- Figur 1
- ein schematisiertes Möbel perspektivisch von vorne mit einer nicht erfindungsgemäßen
Möbelteilschwenkanordnung bei geöffneter Möbelklappe,
- Figur 2
- die Anordnung gemäß Figur 1 von der Seite in einem Vertikalschnitt,
- Figur 3
- einen Ausschnitt des Möbels nach Figur 1 im Schnitt gemäß Figur 2 bei geschlossener
Möbelklappe,
- Figur 4
- das Möbel gemäß Figur 1 in perspektivischer Ansicht mit zwei nicht erfindungsgemäßen
Möbelteilschwenkanordnungen bei geöffneter Möbelklappe,
- Figur 5
- das Möbel gemäß Figur 4 mit zwei nicht erfindungsgemäß angetriebenen Schwenkeinheiten
einer Möbelteilschwenkanordnung,
- Figur 6
- ein Möbelkorpus mit Möbelklappe gemäß der Möbel aus den Figuren 1 bis 5 mit einer
nicht erfindungsgemäßen Möbelteilschwenkanordnung bei geöffneter Möbelklappe perspektivisch
von vorne,
- Figur 7
- die Anordnung gemäß Figur 6 von der Seite in einem Vertikalschnitt,
- Figur 8
- einen Ausschnitt des Möbels nach Figur 6 im Schnitt gemäß Figur 2 bei geschlossener
Möbelklappe,
- Figur 9
- das Möbel gemäß Figur 6 in perspektivischer Ansicht von vorne mit zwei Schwenkeinheiten
einer Möbelteilschwenkanordnung bei geöffneter Möbelklappe,
- Figur 10
- das Möbel gemäß Figur 9 mit einer alternativen Möbelteilschwenkanordnung mit zwei
angetriebenen Schwenkeinheiten,
- Figur 11
- eine stark schematisierte Ansicht auf die Möbelteilschwenkanordnung ohne Gehäuse an
dem ausschnittsweise dargestellten Möbel gemäß der Figuren 6 bis 8 bei teilweise geöffneter
Möbelklappe und
- Figur 12
- eine schematisch gezeigte Antriebsvorrichtung einer erfindungsgemäßen Möbelteilschwenkanordnung
ohne ein Übertragungselement mit einem geschnitten dargestellten Gehäuse.
[0033] In den Figuren sind teilweise die gleichen Bezugszeichen für sich entsprechende Elemente
von unterschiedlichen Ausführungsbeispielen verwendet.
[0034] Die Ausführungsbeispiele gemäß der Figuren 1 bis 11 gehen aus von einem gleichartigen
Möbel mit einem Möbelgrundkörper umfassend einen Möbelkorpus und ein am Möbelkorpus
bewegbar aufgenommenes Möbelteil, das als Oberklappe 7 gestaltet ist. Das Möbel ist
beispielhaft ein Oberschrank 1 zum Beispiel einer Kücheneinrichtung, der an einer
Wand anbringbar bzw. aufhängbar ist.
[0035] Der Möbelkorpus des Oberschranks 1 umfasst zwei gegenüberliegende vertikale Seitenwände
2 und 3, einen Boden 4, eine Abdeckung 5 und eine Rückwand 6. Die Oberklappe 7 ist
bewegbar mit einer nicht erfindungsgemäßen Möbelteilschwenkanordnung bzw. Antriebsvorrichtung
mit einer elektrischen Antriebseinheit 10 in eine Öffnungsrichtung P1 und in eine
Schließrichtung P2, wobei in den Figuren 1 und 2 die maximal geöffnete Stellung der
Oberklappe 7 gezeigt ist.
[0036] Die Bewegung der Oberklappe 7 ergibt sich beispielsweise aus einer Schwenkbewegung
um eine im wesentlichen horizontale Achse, wobei die Schwenkbewegung überlagert ist
von einer Bewegung beim Öffnen nach vorne vom Möbelkorpus weg, und wieder zurück zum
Möbelkorpus hin, wenn die Oberklappe 7 sich schließt. Damit wird ein Anstoßen einer
oberen Kante der Oberklappe 7 am Möbelkorpus bzw. der Abdeckung 5 vermieden.
[0037] Die Möbelteilschwenkanordnung weist einen rein mechanischen Teil auf, der durch einen
Möbelteilbeschlag 8 an der Seitenwand 2 gebildet ist, auf den die elektrische bzw.
elektromechanische Antriebeinheit 10 wirkt. Der Möbelteilbeschlag 8 wird nicht im
Detail beschrieben, da der Möbelteilbeschlag 8 wie zum Beispiel ein bekannter Oberklappenbeschlag
gestaltet sein kann.
[0038] An einer Innenseite 2a der Seitenwand 2 ist ein Teil des Möbelteilbeschlags 8 befestigt,
der gelenkig mit einem innen an der Oberklappe 7 angreifenden weiteren Teil des Möbelteilbeschlags
8 verbunden ist.
[0039] Ein weiterer zum mechanischen Teil des Möbelteilbeschlags 8 kinematisch gleichwirkender
Möbelteilbeschlag 9 ist in Figur 1 teilweise verdeckt. Der Möbelteilbeschlag 9 ist
innenseitig an der Seitenwand 3 aufgenommen und greift an der Oberklappe 7 an.
[0040] Die Möbelteilbeschläge 8, 9 umfassen mehrere Beschlagelemente, welche zueinander
beweglich sind, insbesondere Beschlagarme. Die Möbelteilbeschläge 8, 9 können als
Mehrachsgelenke wie ein Viergelenk ausgebildet sein, zum Beispiel für einen maximalen
Öffnungswinkel von ca. 100 Winkelgrade oder mehr.
[0041] Die elektrische Antriebseinheit 10 ist über Versorgungsleitungen von einer übergeordneten
Kontrolleinheit mit Sensoren und einer Recheneinheit kontrolliert, wobei diese Komponenten
nicht gezeigt bzw. nicht ersichtlich sind. Die elektrische Antriebseinheit 10 umfasst
einen Gehäuseabschnitt 11 mit einer ersten Stirnseite, die dem Möbelteilbeschlag 8
gegenüberliegt und an der ein Elektromotor 12 der Antriebseinheit 10 vorhanden ist.
Mit der in den Gehäuseabschnitt 11 hineinreichenden Antriebseinheit 10 wird eine Linearbewegung
eines hin- und herbewegbaren Linearelements bereitgestellt, das vom Gehäuseabschnitt
11 verdeckt ist. Ein Übertragungselement 14 der Antriebseinheit 10 ragt stirnseitig
aus dem Gehäuseabschnitt 11 heraus und wirkt auf ein Bewegungselement 13. Das Bewegungselement
13 ist ein bewegbares Teil bzw. ein Beschlagarm des mechanischen Teils der Möbelteilschwenkanordnung
bzw. des Möbelteilbeschlags 8.
[0042] Aufgrund der motorisch angetriebenen Hin- und Herbewegung des Linearelements und
damit der Hin- und Herbewegung des Übertragungselements 14, die linear oder nicht
rein linear sein kann zum Beispiel mit einer Schwenkbewegung gekoppelt, wird auch
das Bewegungselement 13 hin- und herbewegt. Eine Endstellung nach der Hinbewegung
zeigen die Figuren 1 und 2, wohingegen Figur 3 eine weitere Endstellung nach der Herbewegung
darstellt.
[0043] Beim Öffnen der Oberklappe 7 in Richtung P1 aus der Schließstellung am Möbelkorpus
gemäß Figur 3 wird durch Bestromung der Antriebseinheit 10 das Übertragungselement
14 und mit diesem das Bewegungselement 13 in Richtung P3 hinbewegt (s. Figur 2), so
dass der Öffnungszustand gemäß der Figuren 1 und 2 erreicht wird. Der Elektromotor
12 stoppt in der erreichten End- bzw. Öffnungsstellung der Oberklappe 7. Der andere
Möbelteilbeschlag 9 stellt gleichzeitig die entsprechende Kinematik ohne elektrischen
Antrieb bereit. Über einen Selbsthemmungs-Mechanismus der beiden Möbelteilbeschläge
8, 9 ist die hochgeschwenkte Oberklappe 7 in der Öffnungsstellung sicher gehalten.
[0044] Zum Schließen der geöffneten Oberklappe 7 in Richtung P2 wird die Antriebseinheit
10 so angesteuert, dass der Elektromotor 12 in die zum Öffnen entgegengesetzte Richtung
dreht und damit eine lineare Herbewegung des Linearelements in die Herbewegung des
Übertragungselements 14 und des Bewegungselements 13 in Richtung P4 erfolgt. Mit dem
Erreichen der Schließstellung der Oberklappe 7 am Oberschrank 1 gemäß Figur 3 stoppt
der Elektromotor 12. Der Möbelteilbeschlag 9 funktioniert entsprechend dem Möbelteilbeschlag
8.
[0045] Eine Variante eines Oberschranks 1 gemäß Figuren 1 bis 3 zeigt Figur 4, wobei im
Unterscheid zu dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 3 der Möbelteilbeschlag
9 wie der Oberklappenbeschlag 8 auch eine nicht erfindungsgemäße Antriebseinheit 15
aufweist. Die Kontrolle der beiden Antriebseinheiten 10 und 15 bzw. deren simultaner
gleichartiger Betrieb erfolgt mit der Kontrolleinheit. Gemäß Figur 5 ist eine Variante
zu dem Ausführungsbeispiel nach Figur 4 gezeigt, wobei nur genau ein elektrischer
Elektromotor 17 für beide Antriebseinheiten 10 und 15 vorgesehen ist. Der Elektromotor
17 treibt eine starre Synchronstange 16 drehend in beide Drehrichtungen P5 an, welche
jeweils endseitig ein Drehmoment an den beiden Antriebsvorrichtungen 10 und 15 bereitstellt,
womit dort jeweils eine lineare Hin- und Herbewegung eines jeweiligen Linearelements
bereitstellbar ist. Die axiale Position des Elektromotors 17 entlang der Synchronstange
16 ist vorzugsweise frei wählbar.
[0046] Die Figuren 6 bis 8 und 11 zeigen einen zu den Figuren 1 bis 3 alternativen Oberschrank
1, wobei anstelle der Möbelteilbeschläge 8, 9 die Oberklappenscharniere 18 und 19
mit einer Antriebseinheit 20 am Oberklappenscharnier 18 vorgesehen sind. Die Oberklappenscharniere
18 und 19 wirken vergleichbar bzw. entsprechend der Möbelteilbeschläge 8 und 9.
[0047] Die Antriebseinheit 20 weist ein Gehäuseabschnitt 11 mit Inneneinrichtungen und einen
Elektromotor 12 auf. Der Elektromotor 12 treibt eine Spindel 21 drehend in die Drehrichtungen
P6 an. Eine auf einem Außengewinde 21a der Spindel 21 kämmende Spindelmutter 22 stellt
ein Linearelement dar, welches beim Öffnen der Oberklappe 7 in die Richtung P1 linear
hinbewegbar und beim Schließen der Oberklappe 7 in Richtung P2 linear herbewegbar
ist. An der Spindelmutter 22 ist ein flachstabartiges Übertragungselement 23 angelenkt,
das am anderen Ende gelenkig mit einem Bewegungselement bzw. einem Scharnierarm 24
des Oberklappenscharniers 18 verbunden ist. Die lineare Hin- und Herbewegung der Spindelmutter
22 wird in eine Hin- und Herbewegung des Übertragungselements 23 und damit des Scharnierarms
24 umgesetzt, was zu einem gemeinsamen Bewegen der bewegbaren Scharnierarme des Oberklappenscharniers
18 führt, womit das Öffnen und Schließen der Oberklappe 7 bewerkstelligt wird.
[0048] In Figur 11 ist ein schematisierter Ausschnitt des Oberschranks 1 gemäß der Ansicht
nach Figur 8 dargestellt, jedoch bei teilweise geöffneter Oberklappe 7 und unter Weglassung
eines in Figur 11 nur gestrichelt angedeuteten Gehäuses 11 der Antriebseinheit 20.
An einem mit einer Abtriebswelle 25 des Elektromotors 12 fest verbundenen Wellenabschnitt
28 ist ein durchmesserkleineres Ritzel 26 drehfest vorhanden, das mit einem durchmessergrößeren
drehbar gelagerten Ritzel 27 kämmt und damit die drehfest mit dem Ritzel 27 verbundene
Spindel 21 drehend in die Drehrichtungen P6 antreibt.
[0049] Figur 9 zeigt eine Variante zu den Figuren 6 bis 8, wobei beide Oberklappenscharniere
18 und 19 jeweils eine Antriebseinheit 20 aufweist.
[0050] Figur 10 stellt eine Variante der Anordnung gemäß Figur 9 dar, wobei anstelle der
zwei Elektromotoren 12 genau ein Elektromotor 17 vorgesehen ist, welcher eine starre
drehbar gelagerte Synchronstange 16 antreibt, die auf die beiden Antriebseinheiten
20 wirkt, wie dies im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 beschrieben
ist.
[0051] Figur 12 zeigt schließlich eine Antriebseinheit 29 einer erfindungsgemäßen Möbelteilschwenkanordnung,
mit einem Gehäuse 30, einem Elektromotor 31 und einer elektrisch polierten Spindel
32, die um die Spindelachse S gemäß P9 drehbar ist. Zur Versorgung der Antriebseinheit
29 reicht ein Anschlusskabel 33 durch das Gehäuse 30. Mit der Spindel 32, welche an
einer Anlenkstelle 32a mit einem Übertragungselement vorzugsweise gelenkig verbindbar
ist, wird die Linearbewegung der Antriebseinheit 29 bzw. der Spindel 32 in den Richtungen
P7 und P8 bereitgestellt.
[0052] An einer Leiterplatte 34 sind induktive Zahnzähler 35, 36 vorhanden, um über ein
Außengewinde 37 der Spindel 32 die Absolut- und/oder Relativposition der Spindel 32
zu erfassen. Über eine erste Schneckengetriebestufe 38, eine zweite Schneckengetriebestufe
39 und eine dritte Schneckengetriebestufe 40 und mit einer auf der Spindel 32 kämmenden
drehbaren Spindelmutter 41 wird eine Übersetzung der Drehzahl des Elektromotors 31
auf die Spindel 32 realisiert. Die in Figur 12 vollständig in Richtung P8 an der Antriebseinheit
29 eingefahren gezeigte Spindel 32 reicht vorne durch eine Öffnung 48 im Gehäuse 30
nach außen. Am außen überstehenden Endabschnitt der Spindel 32 ist die Anlenkstelle
32a vorhanden.
[0053] Die Spindelmutter 41 ist drehbar zur Spindelachse S aber axial positionsfest zwischen
zwei Gleitlagern 42 und 43 und zwei Drucklagern 44 und 45, die jeweils über einen
Keramikring 46 axial zur Spindelmutter 41 beabstandet sind, im Gehäuse 30 linear bewegbar.
[0054] Außen am Gehäuse 30 sind vorstehende Nasen 47 zur lösbaren Steckverbindung am Möbel
vorhanden.
Bezugszeichenliste:
[0055]
| |
|
25 |
Abtriebswelle |
| 1 |
Ober schrank |
26 |
Ritzel |
| 2 |
Seitenwand |
27 |
Ritzel |
| 2a |
Innenseite |
28 |
Wellenabschnitt |
| 3 |
Seitenwand |
29 |
Antriebseinheit |
| 4 |
Boden |
30 |
Gehäuse |
| 5 |
Abdeckung |
31 |
Elektromotor |
| 6 |
Rückwand |
32 |
Spindel |
| 7 |
Ober klappe |
32a |
Außengewinde |
| 8 |
Möbelteilbeschlag |
33 |
Anschlusskabel |
| 9 |
Möbelteilbeschlag |
34 |
Leiterplatte |
| 10 |
Antriebseinheit |
35 |
Zahnzähler |
| 11 |
Gehäuseabschnitt |
36 |
Zahnzähler |
| 12 |
Elektromotor |
37 |
Außengewinde |
| 13 |
Bewegungselement |
38 |
Schneckengetriebestufe |
| 14 |
Übertragungselement |
39 |
Schneckengetriebestufe |
| 15 |
Antriebseinheit |
40 |
Schneckengetriebestufe |
| 16 |
Synchronstange |
41 |
Spindelmutter |
| 17 |
Elektromotor |
42 |
Gleitlager |
| 18 |
Oberklappenscharnier |
43 |
Gleitlager |
| 19 |
Oberklappenscharnier |
44 |
Drucklager |
| 20 |
Antriebseinheit |
45 |
Drucklager |
| 21 |
Spindel |
46 |
Keramikring |
| 21a |
Außengewinde |
47 |
Nase |
| 22 |
Spindelmutter |
48 |
Öffnung |
| 23 |
Übertragungselement |
|
|
| 24 |
Scharnierarm |
|
|
1. Möbelteilschwenkanordnung (8, 9) für ein Möbel (1), insbesondere Möbelscharnier oder
Möbelbeschlag (8, 9), wobei mit der Möbelteilschwenkanordnung (8, 9) in einem Nutzzustand
ein Möbelteil (7) relativ zu einem Möbelkorpus schwenkbar ist, wobei eine Antriebsvorrichtung
(10, 15, 16, 17, 29) vorgesehen ist, wobei die Möbelteilschwenkanordnung (8, 9) ein
Bewegungselement (13) umfasst, welches im Nutzzustand eine Hinbewegung ausführt, wenn
das Möbelteil (7) in eine erste Richtung schwenkt, und das Bewegungselement (13) eine
Herbewegung ausführt, wenn das Möbelteil (7) in eine zur ersten Richtung entgegengesetzte
zweite Richtung schwenkt, wobei die Antriebsvorrichtung (10, 15, 16, 17, 29) eine
elektrische Antriebseinheit (12, 17, 31) zum Einwirken auf die Möbelteilschwenkanordnung
(8, 9) aufweist, wobei ein an der Möbelteilschwenkanordnung (8, 9) angekoppeltes Übertragungselement
(14) der Antriebsvorrichtung (10, 15, 16, 17, 29) vorgesehen ist, welches eine von
der Antriebseinheit (12, 17, 31) bereitstellbare Linearbewegung in eine Hin- und Herbewegung
des Bewegungselements (13) überträgt, und wobei das Übertragungselement (14) an einem
gelenkig gelagerten Bewegungsarm (13) der Möbelteilschwenkanordnung (8, 9) ankoppelt,
dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Antriebseinheit (31) eine Spindelmutter (41) drehbar antreibt, wobei
mit der Spindelmutter (41) eine Spindel (32) linear bewegbar ist, wobei die Antriebseinheit
(29) mit einem Gehäuse (30), einem Elektromotor (31), einer elektrisch polierten Spindel
(32) und einer Leiterplatte (34) mit induktiven Zahnzählern (35, 36) zur Erfassung
einer Absolut- und/oder Relativposition der Spindel (32) ausgebildet ist.
2. Möbelteilschwenkanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (14) an der Antriebsvorrichtung (10, 15, 29) angelenkt vorhanden
ist.
3. Möbelteilschwenkanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (14) an der Möbelteilschwenkanordnung (8, 9) angelenkt ist.
4. Möbelteilschwenkanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Antriebseinheit ohne Übersetzung auf das Übertragungselement wirkt.
5. Möbel (1) mit einem Möbelteil (7), das relativ zu einem Möbelkorpus des Möbels (1)
schwenkbar ist, wobei eine Möbelteilschwenkanordnung (8, 9) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche vorgesehen ist.
1. Furniture-part pivot assembly (8, 9) for a piece of furniture (1), in particular furniture
hinge or furniture fitting (8, 9), wherein, with the furniture-part pivot assembly
(8, 9), a furniture part (7) is pivotable relative to a furniture carcass in a use
state, wherein a drive device (10, 15, 16, 17, 29) is provided, wherein the furniture-part
pivot assembly (8, 9) comprises a movement element (13) which, in a use state, carries
out a forwards movement when the furniture part (7) pivots in a first direction, and
the movement element (13) carries out a backwards movement when the furniture part
(7) pivots in a second direction opposite the first direction, wherein the drive device
(10, 15, 16, 17, 29) has an electric drive unit (12, 17, 31) for acting on the furniture-part
pivot assembly (8, 9), wherein a transmission element (14) of the drive device (10,
15, 16, 17, 29) is provided, said transmission element (14) being coupled to the furniture-part
pivot assembly (8, 9) and transferring a linear movement, which can be provided by
the drive unit (12, 17, 31), into a forwards and backwards movement of the movement
element (13), and wherein the transmission element (14) couples to a movement arm
(13), which is mounted in an articulated manner, of the furniture-part pivot assembly
(8, 9), characterized in that the electric drive unit (31) rotatably drives a spindle nut (41), wherein a spindle
(32) is linearly moveable with the spindle nut (41), wherein the drive unit (29) is
configured with a housing (30), an electric motor (31), an electrically polished spindle
(32) and a printed circuit board (34) having inductive tooth counters (35, 36) for
detecting an absolute and/or relative position of the spindle (32).
2. Furniture-part pivot assembly according to Claim 1, characterized in that the transmission element (14) is present in a manner coupled to the drive device
(10, 15, 29) .
3. Furniture-part pivot assembly according to either of the preceding claims, characterized in that the transmission element (14) is coupled to the furniture-part pivot assembly (8,
9).
4. Furniture-part pivot assembly according to one of the preceding claims, characterized in that the electric drive unit acts on the transmission element without a transmission ratio.
5. Piece of furniture (1) having a furniture part (7) which is pivotable relative to
the furniture carcass of the piece of furniture (1), wherein a furniture-part pivot
assembly (8, 9) according to one of the preceding claims is provided.
1. Agencement de pivotement d'élément de meuble (8, 9) destiné à un meuble (1), en particulier
charnière de meuble ou ferrure de meuble (8, 9), l'agencement de pivotement d'élément
de meuble (8, 9) permettant de faire pivoter, en état de fonctionnement, un élément
de meuble (7) par rapport à un corps de meuble, dans lequel un dispositif d'entraînement
(10, 15, 16, 17, 29) est prévu, l'agencement de pivotement d'élément de meuble (8,
9) comprenant un élément mobile (13) qui, en état de fonctionnement, effectue un mouvement
aller lorsque l'élément de meuble (7) pivote dans un premier sens, et l'élément mobile
(13) effectuant un mouvement retour lorsque l'élément de meuble (7) pivote dans un
deuxième sens opposé au premier sens, le dispositif d'entraînement (10, 15, 16, 17,
29) présentant une unité d'entraînement électrique (12, 17, 31) pour agir sur l'agencement
de pivotement d'élément de meuble (8, 9), dans lequel un élément de transformation
(14), accouplé à l'agencement de pivotement d'élément de meuble (8, 9), du dispositif
d'entraînement (10, 15, 16, 17, 29) est prévu qui transforme un mouvement linéaire
pouvant être fourni par l'unité d'entraînement (12, 17, 31) en un mouvement de va-et-vient
de l'élément mobile (13), et l'élément de transformation (14) étant accouplé à un
bras mobile (13), monté articulé, de l'agencement de pivotement d'élément de meuble
(8, 9),
caractérisé en ce que l'unité d'entraînement électrique (31) entraîne en pivotement un écrou de broche
(41), l'écrou de broche (41) pouvant déplacer une broche (32) de manière linéaire,
l'unité d'entraînement (29) étant réalisée avec un boîtier (30), un moteur électrique
(31), une broche polie électriquement (32) et une carte de circuits imprimés (34)
dotée de compteurs de dents inductifs (35, 36) servant à détecter une position absolue
et/ou relative de la broche (32).
2. Agencement de pivotement d'élément de meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de transformation (14) est présent de manière articulée sur le dispositif
d'entraînement (10, 15, 29).
3. Agencement de pivotement d'élément de meuble selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'élément de transformation (14) est articulé sur l'agencement de pivotement d'élément
de meuble (8, 9).
4. Agencement de pivotement d'élément de meuble selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement électrique agit sur l'élément de transformation sans transmission.
5. Meuble (1) comprenant un élément de meuble (7) qui est pivotant par rapport à un corps
de meuble du meuble (1), dans lequel un agencement de pivotement d'élément de meuble
(8, 9) selon l'une quelconque des revendications précédentes est prévu.