[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Straßenfertiger sowie ein Verfahren zum
Betrieb eines Straßenfertigers.
[0002] Im Straßenbau findet man häufig ein Planum, also einen für den Auftrag eines Straßenbelags
vorbereiteten Untergrund, vor, welcher noch Unebenheiten aufweist. Demzufolge müssen
beim Einbau des Straßenbelags diese Unebenheiten ausgeglichen werden, um eine ebene
Fahrbahnoberfläche zu erhalten. Dazu ist es bislang bekannt, die Nivellierzylinder
eines Straßenfertigers anzusteuern, um mittels konventioneller Nivellierung die Schichtdicke
des Straßenbelags zu variieren, so dass Vertiefungen mit einer dickeren und Erhebungen
mit einer dünneren Schicht von Einbaumaterial ausgeglichen werden, so dass insgesamt
ein vollständig ebener Fahrbahnbelag eingebaut wird. Dies hat sich jedoch als nachteilig
erwiesen, da beim anschließenden Nachverdichten mittels einer Walze erneut Unebenheiten
im eingebauten Fahrbahnbelag entstehen, da die dickeren Schichten ein höheres Walzmaß,
d.h. eine absolute Abnahme der Schichtdicke durch die Verdichtungsleistung der Walze,
aufweisen als dünnere Schichten.
[0003] Aus der
US 2010/0129152 A1 ist bekannt, der Problematik eines höheren Walzmaßes bei dickeren Materialschichten
zu begegnen, indem in Bereichen von Vertiefungen im Planum das Einbaumaterial stärker
erhöht wird als im Bereich von Erhebungen des Planums, die Fahrbahnfläche also durch
den Fertiger uneben eingebaut wird. Zur Steuerung werden dabei digitale Planumsdaten
verwendet. Das beschriebene Verfahren weist jedoch Nachteile, wie beispielsweise die
mitunter schwierig zu steuernde Änderung der Einbauhöhe auf, insbesondere bei Änderungen
der Planumshöhe in kleinen Abständen.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Straßenfertiger mit einem verbesserten
Steuerungssystem sowie ein verbessertes Verfahren zum Betrieb eines Straßenfertigers
bereitzustellen.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch einen Straßenfertiger mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie einem Verfahren zum Betrieb eines Straßenfertigers mit den Merkmalen des Anspruchs
7. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ein erfindungsgemäßer Straßenfertiger umfasst eine Einbaubohle, wobei die Einbaubohle
einen Tamper umfasst. Der Straßenfertiger umfasst des Weiteren einen GNSS-Empfänger
(Globales Navigations-Satelliten-System Empfänger), einen Materialförderer und ein
elektronisches Steuerungssystem, welches einen Speicher und einen Datenprozessor umfasst.
In dem Speicher sind digitale Bauwerksdaten, insbesondere ein Soll-Höhenprofil eines
zu fertigenden Straßenbelags, eine Soll-Schichtstärke des Einbaumaterials und gegebenenfalls
ein Höhenprofil eines Planums gespeichert. Das Steuerungssystem ist dazu konfiguriert,
die Verdichtungsleistung der Einbaubohle in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke automatisch
zu steuern, um das Einbaumaterial für den jeweiligen mit dem GNSS-Empfänger ermittelten
Ortskoordinatenpunkt des Straßenfertigers einzubauen.
[0006] Bei einem unebenen Planum ist die Soll-Schichtstärke variabel, so dass eine ebene
Oberfläche bzw. ein ebener Fahrbahnbelag erhalten wird. Die Verdichtungsleistung der
Einbaubohle kann nun so gesteuert werden, dass dort, wo das Planum eine Vertiefung
aufweist, also eine größere Schichtstärke eingebaut werden muss, das Material mit
einem höherem Verdichtungsgrad eingebaut wird als in einem Bereich einer Erhöhung
des Planums und somit geringerer Schichtstärke. Die Verdichtungsgrade werden dabei
zweckmäßig so gewählt, dass beim anschließenden Nachverdichten durch eine Walze alle
Bereiche um den gleichen Absolutwert komprimiert werden, das Walzmaß also überall
gleich groß ist, also die Bereiche höherer Schichtstärke prozentual weniger durch
die Walze komprimiert und nachverdichtet werden als die Bereiche niedrigerer Schichtstärke.
Somit kann der Einbau des Materials mit einer ebenen Oberfläche erfolgen und diese
Ebenheit wird auch beim Nachverdichten beibehalten, da sich der Fahrbahnbelag überall
gleich stark absenkt.
[0007] Vorzugsweise ist in dem Speicher des Steuerungssystems ein Vorverdichtungsgrad für
einen jeweiligen Ortskoordinatenpunkt gespeichert. Somit müssen die Werte nicht erst
berechnet werden, sondern es können direkt die entsprechenden Steuerungssignale an
die zur Einstellung des Verdichtungsgrads relevanten Komponenten des Straßenfertiges
übermittelt werden.
[0008] In einer zweckmäßigen Variante weist der Straßenfertiger einen Sensor zur Messung
einer Ist-Schichtstärke von Einbaumaterial auf, wobei das Steuerungssystem dazu konfiguriert
ist, eine Abweichung der Ist-Schichtstärke von der Soll-Schichtstärke zu berechnen.
So kann mit einem Rückkopplungsmechanismus das Einbaumaterial mit der gewünschten
Soll-Schichtstärke, also bis die Abweichung von Ist- und Soll-Schichtstärke gleich
Null ist, exakt eingebaut werden. Es sind dazu Ultraschallsensoren, mechanische Tastsensoren,
Lasersensoren oder andere geeignete Sensoren, welche mit oder ohne externen Bezugspunkt
arbeiten, verwendbar.
[0009] Bevorzugt ist das Steuerungssystem dazu konfiguriert, die Verdichtungsleistung der
Einbaubohle durch Steuerung der Tamperfrequenz und/oder des Tamperhubs automatisch
einzustellen. Der Tamper stampft das Mischgut unter die Einbaubohle und sorgt damit
für eine ausreichende Menge an Einbaumaterial und verdichtet dieses.
[0010] In einer vorteilhaften Variante umfasst die Einbaubohle ein Glättblech und/oder eine
Pressleiste und das Steuerungssystem ist dazu konfiguriert, die Verdichtungsleistung
der Einbaubohle durch Steuerung der Vibrationsfrequenz und/oder -amplitude des Glättblechs
und/oder des Pressleistendrucks automatisch einzustellen. Durch diese Vorrichtungen
können Hochverdichtungsgrade erreicht werden.
[0011] In einer weiteren Variante ist das Steuerungssystem dazu konfiguriert ist, die Verdichtungsleistung
der Einbaubohle durch Steuerung der Einbaugeschwindigkeit automatisch einzustellen.
Die Einbaugeschwindigkeit bestimmt die Einwirkdauer der Verdichtungsaggregate Tamper,
Glättblech und Pressleiste und ist besonders geeignet zur Anpassung der Einstellungen
an eine erforderliche Arbeitsbreite.
[0012] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Betrieb eines Straßenfertigers, insbesondere
eines Straßenfertigers nach einer der oben beschriebenen Ausführungsformen, umfasst
folgende Verfahrensschritte:
- Vorhalten von digitalen Bauwerksdaten, insbesondere ein Höhenprofil eines Planums,
in einem Speicher eines elektronischen Steuerungssystems,
- Vorhalten von digitalen Bauwerksdaten, insbesondere ein Soll-Höhenprofil eines zu
fertigenden Straßenbelags sowie eine Soll-Schichtstärke eines Einbaumaterials für
die Ortskoordinatenpunkte des Planums,
- Einbau des Einbaumaterials, wobei die jeweilige aktuelle Position des Straßenfertigers
mittels eines GNSS-Empfängers ermittelt wird und das elektronische Steuerungssystem
die Verdichtungsleistung der Einbaubohle in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke automatisch
steuert, um das Einbaumaterial mit einem jeweiligen Vorverdichtungsgrad einzubauen.
[0013] Wie oben bereits erwähnt, kann so der Einbau des Einbaumaterials mit einem bekannten
und von der Schichtstärke abhängigen Vorverdichtungsgrad erfolgen. Damit kann auch
der Höhenverlust durch die Nachverdichtung mit einer Walze vorhergesagt werden und
das Einbaumaterial mit einer um das Walzmaß größeren Schichtstärke eingebaut werden.
Dabei wird erreicht, dass das Walzmaß für alle Ortskoordinatenpunkte gleich ist. Zur
Berechnung und Steuerung der Verdichtungsleistung können neben der Soll-Schichtstärke
des jeweiligen Ortskoordinatenpunkts bzw. der aktuellen Position auch ein oder mehrere
Soll-Schichtstärken der kommenden, also in Fahrtrichtung weiter vorne liegenden Ortskoordinatenpunkte,
berücksichtigt werden. Ebenso können auch ein oder mehrere zurückliegende Werte verwendet
werden, um einen stetigen Verlauf der Oberfläche zu gewährleisten.
[0014] Vorzugsweise umfasst der Einbau des Einbaumaterials das Erfassen einer Ist-Schichtstärke
mittels eines Sensors und das Berechnen einer Differenz der Ist-Schichtstärke mit
der Soll-Schichtstärke und dass der Straßenfertiger zur Minimierung der Differenz
automatisch gesteuert wird. Somit können die wesentlichen Parameter des Einbaubetriebs,
nämlich die Schichtstärke und der Vorverdichtungsgrad automatisch überwacht und gesteuert
werden. Damit kann der Bediener des Straßenfertigers mehr Aufmerksamkeit anderen zu
erledigenden Aufgaben im Einbaubetrieb widmen. Dabei ist es denkbar, die momentanen
Werte der Einbauparameter, insbesondere Schichtstärke und Vorverdichtungsgrad, auf
einem Display anzeigen zu lassen, so dass ein Bediener diese ablesen und auch in die
automatische Steuerung eingreifen und die Parameter verändern kann. Dadurch, dass
der Verlauf, also insbesondere auch die zur aktuellen Position noch folgenden Werte,
der Soll-Schichtstärke sowie des Verdichtungsgrads entlang der Einbaustrecke bekannt
ist, werden durch das Steuerungssystem alle Einstellungsänderungen automatisch vorgenommen,
und Korrekturen werden zumeist nur im Rahmen eines automatischen Rückkopplungsmechanismus
zum Erreichen der Sollwerte vorgenommen, wodurch eine ungewünschte Sollwertabweichung
bereits verhindert wird.
[0015] In einer vorteilhaften Variante stellt das elektronische Steuerungssystem die Verdichtungsleistung
der Einbaubohle durch Steuerung der Tamperfrequenz und/oder des Tamperhubs automatisch
ein. Der Tamper kann als erste Stufe der Bohlenverdichtung angesehen werden. Er beeinflusst
zum einen die Menge an Einbaumaterial welches unter die Bohle gelangt. Zum anderen
wird durch ihn das Einbaumaterial vorverdichtet.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Variante stellt das Steuerungssystem die Verdichtungsleistung
der Einbaubohle durch Steuerung der Vibrationsfrequenz und/oder -amplitude des Glättblechs
und/oder des Pressleistendrucks automatisch ein. Damit können Hochverdichtungsgrade
auch bei größeren Schichtstärken erreicht werden.
[0017] In einer weiteren Variante stellt das Steuerungssystem die Verdichtungsleistung der
Einbaubohle durch Steuerung der Einbaugeschwindigkeit automatisch ein. Insbesondere
kann die Einbaugeschwindigkeit in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke eingestellt
werden.
[0018] In einer zweckmäßigen Variante werden die digitalen Bauwerksdaten, welche das Höhenprofil
des Planums umfassen, zu Beginn des Verfahrens von einer externen Datenverarbeitungsanlage
in den Speicher des elektronischen Steuerungssystems mittels Funk- oder Kabelverbindung
übertragen. Bei der externen Datenverarbeitungsanlage kann es sich beispielsweise
um einen Laptop, Tablet, Mobiltelefon, stationären Personalcomputer, Server oder ähnlichem
handeln und die Funkübertragung kann mittels, RFID, Bluetooth, WLAN, Mobilfunkverbindung
oder ähnlichem erfolgen. So können die Planumsdaten, welche beispielsweise zuvor mittels
Oberflächenscan mit einem unabhängigen Fahrzeug ermittelt wurden, analysiert, aufbereitet
und um davon abhängige, berechnete Daten ergänzt werden. Das kann beispielsweise an
einem zentralen Ort zur Baustellenüberwachung stattfinden und die Daten können dann
zum Straßenfertiger auf der Baustelle übertragen werden.
[0019] In einer bevorzugten Variante wird mittels einer externen Datenverarbeitungsanlage
die jeweilige Verdichtungsleistung in Abhängigkeit der ermittelten Soll-Schichtstärke
berechnet und/oder die jeweilige Verdichtungsleistung in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke
einem Ortskoordinatenpunkt zugewiesen und die Daten werden anschließend in den Speicher
des elektronischen Steuerungssystems übertragen. Die Verdichtungsleistung und damit
der Vorverdichtungsgrad können also stets berechnet werden oder einem tabellenartigen
Datensatz entnommen werden. Das Berechnen mittels einer externen Anlage hat den Vorteil,
dass die notwendigen Geräte einfach vorgehalten werden können und die Daten zudem
noch mittels entsprechenden EDV-Geräten dargestellt, analysiert und bearbeitet werden
können.
[0020] In einer weiteren Variante wird mittels des elektronischen Steuerungssystems die
jeweilige Verdichtungsleistung in Abhängigkeit von der ermittelten Soll-Schichtstärke
berechnet und/oder die jeweilige Verdichtungsleistung in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke
einem Ortskoordinatenpunkt zugewiesen. Diese und weitere Berechnungen können also
direkt auf dem Straßenfertiger ausgeführt werden. Dies könnte sogar während des Betriebs
für die jeweils noch folgenden Positionen erfolgen, wodurch Zeit eingespart werden
kann. Außerdem werden Übertragungskapazitäten eingespart, je geringer die von extern
erhaltenen Datenmengen sind.
[0021] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher beschrieben.
Dabei zeigen
- Figur 1:
- eine schematische Seitenansicht eines Straßenfertigers,
- Figur 2:
- eine dreidimensionale Ansicht von Bauwerksdaten,
- Figur 3:
- eine schematische Ansicht der Bohlenverdichtung von Einbaumaterial bei ebenem Planum,
- Figur 4:
- eine schematische Ansicht der Walzverdichtung von Einbaumaterial bei ebenem Planum,
- Figur 5:
- die graphische Darstellung der Änderung des Verdichtungsgrads der Einbaubohle in Abhängigkeit
der Schichtstärke bei konstantem Walzmaß,
- Figur 6:
- eine schematische Ansicht der Bohlenverdichtung von Einbaumaterial bei unebenem Planum,
- Figur 7:
- eine schematische Ansicht der Walzverdichtung von Einbaumaterial bei unebenem Planum.
[0022] Einander entsprechende Komponenten sind in den Figuren jeweils mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0023] Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Straßenfertigers 1, wobei in
einem unteren Bereich in einer Schnittansicht ein Gutbunker 3 mit Einbaumaterial 5
dargestellt ist, und das Einbaumaterial 5 mittels eines Materialförderers 7 durch
einen Tunnel 9 nach hinten vor eine Einbaubohle 11 gefördert und dort von einer Verteilerschnecke
12 gleichmäßig verteilt wird. Der Straßenfertiger 1 umfasst des Weiteren einen GNSS-Empfänger
13 welcher mit einem elektronischen Steuerungssystem 15 verbunden ist. Das elektronische
Steuerungssystem 15 umfasst einen Speicher 17 und einen Datenprozessor 19. Die Einbaubohle
11 umfasst einen Tamper 21, ein Glättblech 23, und eine Pressleiste 25, wobei jeweils
auch mehrere dieser Komponenten vorhanden sein können. Das Einbaumaterial 5 wird mittels
der Einbaubohle 11 vorverdichtet und mit einer Schichtstärke d
B, welche im Idealbetrieb der Soll-Schichtstärke ds entspricht, auf einem Planum 27
als Straßenbelag 28 eingebaut, wobei die Soll-Schichtstärke ds um ein Walzmaß s höher
ist als die gewünschte Endschichtstärke d
E, welche nach der Nachverdichtung durch eine Walze vorliegt. Ein Sensor 29, welcher
an der Einbaubohle 11 oder dem Chassis des Straßenfertigers 1 angebracht sein kann,
dient zur Messung der Ist-Schichtstärke d
I des Einbaumaterials 5. Dabei kann der Sensor 29 auch so angebracht sein, dass er
die Ist-Schichtstärke d
I noch während des Einbaus misst, und so die Einbaubohle 11 nachgeregelt werden kann.
Eine externe Datenverarbeitungsanlage 31, beispielsweise ein Laptop, kann zum Senden
und Empfangen von Bauwerksdaten, mittels Funkverbindung über Antennen 33 am Straßenfertiger
1 und an der Datenverarbeitungsanlage 31, wobei die Antennen 33 auch zum Empfang von
Satellitensignalen zur Positionsbestimmung geeignet sein können, oder über eine Kabelverbindung
35, vorgesehen sein.
[0024] Figur 2 zeigt eine dreidimensionale Ansicht von digitalen Bauwerksdaten 37. Das Planum
27 weist ein Höhenprofil 39 auf, welches Höhendaten für einzelne Ortskoordinatenpunkte
41 umfasst. Dieses Höhenprofil 39 kann durch einen vorangegangenen Oberflächenscan
mittels eines externen Fahrzeugs erhalten worden sein. Ebenso ist es jedoch auch möglich,
dass eine entsprechende Scanvorrichtung am Straßenfertiger 1 selbst angebracht ist
und der Oberflächenscan für einen in Fahrtrichtung weiter vorne gelegenen Teil des
Planums 27 geschieht, während in einem hinteren Teil bereits Einbaumaterial 5, basierend
auf den bereits gewonnenen digitalen Bauwerksdaten 37, eingebaut wird. Die Daten des
Höhenprofils 39 des Planums 27 werden mit den Daten eines Soll-Höhenprofils 43 des
zu fertigenden Straßenbelags 28 angereichert. Entsprechend den Erhebungen und Vertiefungen
des Höhenprofils 39 des Planums 27 sind somit die unterschiedlichen Soll-Schichtstärken
ds für die jeweiligen Ortskoordinatenpunkte 41 gespeichert. Die Anzahl der Datenpunkte
bzw. Ortskoordinatenpunkte 41, für die Planums- und Straßenbelagsdaten gespeichert
sind, kann je nach technischen Vorgaben zur Datenerfassung und -verarbeitung, beispielsweise
der Genauigkeit des GNSS, variieren und stellt somit eine Form der "Auflösung" dar.
Dabei ist es auch denkbar, dass die Aufbereitung der digitalen Bauwerksdaten 37 Algorithmen
umfasst, welche Bereiche mit häufigen und/oder stärkeren Unebenheiten im Planum 27
von Bereichen mit wenig Änderungen unterscheidet und die Anzahl an Datenpunkten proportional
anpasst, wodurch einerseits eine hohe Informationsdichte erhalten bleibt und andererseits
das Datenvolumen reduziert wird. Die Lage der Datenpunkte 41 im Gitternetz kann von
einer Sensorposition beeinflusst sein. Die digitalen Bauwerksdaten 37 umfassen weitere
Daten, welche insbesondere auf Basis der gemessenen Daten, wie dem Höhenprofil 39
des Planums 27, berechnet wurden, wie beispielsweise einen gewünschten Verdichtungsgrad
pro Ortskoordinatenpunkt 41.
[0025] Figur 3 zeigt eine schematische Ansicht der Bohlenverdichtung von Einbaumaterial
5 bei ebenem Planum 27. Das Einbaumaterial 5 wird mittels dem Materialförderer 7 und
der Verteilerschnecke 12 vor der Einbaubohle 11 mit einer Schüttdichte ps abgelegt.
Die Einbaubohle 11, welche in Fahrtrichtung F von dem Straßenfertiger 1 gezogen wird,
verdichtet das Einbaumaterial 5 auf eine Bohlendichte ρ
B und eine Schichtstärke d
B welche gleich der Soll-Schichtstärke d
S für den Bohleneinbau ist und baut somit den Straßenbelag 28 ein. Im Falle eines ebenen
Planums 27 kann die Einbaubohle 11 ohne wesentliche Änderungen der einmal eingestellten
Einbauparameter eingesetzt werden.
[0026] Figur 4 zeigt eine schematische Ansicht der Walzverdichtung von Einbaumaterial 5
bzw. des durch die Einbaubohle 11 eingebauten Straßenbelags 28 bei ebenem Planum 27.
Die Schichtstärke d
B reduziert sich dabei um das Walzmaß s auf die Endschichtstärke d
E wofür die Walze 45 eine oder mehrere Überfahrten vollzieht. Die Dichte des Einbaumaterials
5 erhöht sich auf die Walzdichte ρ
W. Entsprechend kann ein Verdichtungsgrad für die Einbaubohle 11 und die Walze 45 angegeben
werden:

[0027] Dabei ist ρ
M die Dichte des Marshall-Probekörpers, welcher mit einem Verdichtungsgerät unter Laborbedingungen
hergestellt ist. Die Dichte ρ
M entspricht im Wesentlichen der maximalen Dichte des Einbaumaterials 5. Der Verdichtungsgrad
k
B, k
W gibt also jeweils an, auf wieviel Prozent der Maximaldichte ρ
M das Einbaumaterial 5 mit der jeweiligen Maschine, Einbaubohle 11 oder Walze 45, gebracht
wird.
[0028] Figur 5 zeigt die graphische Darstellung der Änderung des Verdichtungsgrads k
B in Abhängigkeit der Schichtstärke d
B der Einbaubohle 11 bei konstantem Walzmaß s nach Gleichung 1, die sich wie folgt
herleitet:
Es gilt allgemein:

mit m, b, x = konst. und m = Masse, b = Breite, x = Länge in Fahrtrichtung und d
= Schichtstärke des betrachteten Abschnitts des Fahrbahnbelags 28.
[0029] Weiter gilt somit:

[0030] Daraus folgt, unter der Annahme, dass nach Endverdichtung des Belags durch die Walze
die Materialdichte
pW etwa der Marshalldichte
pM entspricht, für den Verdichtungsgrad k
B des Belags

[0031] Mit

folgt:

[0032] Da die Schichtstärke d
B wegen der Unebenheiten des Planums 27 vorgegeben ist und variiert, muss der Verdichtungsgrad
k
B entsprechend Figur 5 angepasst werden, um für alle Schichtstärken d
B ein gleiches Walzmaß s zu erhalten, d.h. auf der entsprechenden Funktionskurve (s
= 10 mm, 20 mm, 30 mm) in Figur 5 zu bleiben.
[0033] Figur 6 zeigt eine schematische Ansicht der Bohlenverdichtung von Einbaumaterial
5 bei unebenem Planum 27. Die Schichtstärken d
B1 und d
B2 sind vorgegeben, um einen ebenen Straßenbelag 28 auf einem gewünschten Niveau zu
erhalten. Dabei wird das Walzmaß s, um das sich die Höhe des Straßenbelags 28 durch
die Walzverdichtung verringert, zweckmäßig mitberücksichtigt. Die jeweiligen Verdichtungsgrade
k
B1 und k
B2 werden nach Gleichung 1 berechnet. Das elektronische Steuerungssystem 15 ist in der
Lage durch Ansteuern von einem oder mehreren der Verdichtungsaggregate 21, 23, 25
die Verdichtungsleistung der Einbaubohle 11 zu regeln und so den jeweiligen berechneten
Verdichtungsgrad k
B an der aus den dreidimensionalen Bauwerksdaten 37 bekannten Stelle herzustellen.
Es wird also der Verdichtungsgrad k
B und damit die Dichte ρ
B in Abhängigkeit der Schichtstärke d
B eingebaut, um bei der anschließenden Nachverdichtung durch die Walze 45 überall ein
einheitliches Walzmaß s zu erhalten.
[0034] Figur 7 zeigt eine schematische Ansicht der Walzverdichtung von Einbaumaterial 5
bei unebenem Planum 27. Das Walzmaß s ist aufgrund der angepassten Verdichtungsgrade
k
B1, k
B2 überall gleich. Der durch die Einbaubohle 11 bereits eben eingebaute Straßenbelag
28 wird also unter Beibehaltung dieser Längsebenheit durch die Walze 45 nachverdichtet.
Nach der Walzverdichtung liegt der Straßenbelag 28 mit einheitlicher Dichte ρ
W und einheitlichem Verdichtungsgrad kw sowie der in Abhängigkeit des Planums 27 variablen
Endschichtstärke d
E vor.
1. Straßenfertiger (1) mit einer Einbaubohle (11), wobei die Einbaubohle (11) einen Tamper
(21) umfasst, und der Straßenfertiger (1) des Weiteren einen GNSS-Empfänger (13) sowie
einen Materialförderer (7) umfasst, wobei der Straßenfertiger (1) gekennzeichnet ist durch ein elektronisches Steuerungssystem (15), welches einen Speicher (17) und einen Datenprozessor
(19) umfasst, wobei in dem Speicher (17) digitale Bauwerksdaten (37), insbesondere
ein Soll-Höhenprofil (43) eines zu fertigenden Straßenbelags (28), eine Soll-Schichtstärke
(ds) des Einbaumaterials (5) und gegebenenfalls ein Höhenprofil (39) eines Planums
(27) gespeichert sind, und das Steuerungssystem (15) dazu konfiguriert ist, die Verdichtungsleistung
der Einbaubohle (11) in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke (ds) automatisch zu steuern,
um das Einbaumaterial (5) für den jeweiligen mit dem GNSS-Empfänger (13) ermittelten
Ortskoordinatenpunkt (41) des Straßenfertigers (1) einzubauen.
2. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Speicher (17) des Steuerungssystems (15) ein Vorverdichtungsgrad (kB) für einen jeweiligen Ortskoordinatenpunkt (41) gespeichert ist.
3. Straßenfertiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, einen Sensor (29) zur Messung einer Ist-Schichtstärke (dI) von Einbaumaterial (5) aufzuweisen, wobei das Steuerungssystem (15) dazu konfiguriert
ist, eine Abweichung der Ist-Schichtstärke (dl) von der Soll-Schichtstärke (dS) zu berechnen.
4. Straßenfertiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungssystem (15) dazu konfiguriert ist, die Verdichtungsleistung der Einbaubohle
(11) durch Steuerung der Tamperfrequenz und/oder des Tamperhubs automatisch einzustellen.
5. Straßenfertiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbaubohle (11) ein Glättblech (23) und/oder eine Pressleiste (25) umfasst und
das Steuerungssystem (15) dazu konfiguriert ist, die Verdichtungsleistung der Einbaubohle
(11) durch Steuerung der Vibrationsfrequenz und/oder -amplitude des Glättblechs (23)
und/oder des Pressleistendrucks automatisch einzustellen.
6. Straßenfertiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungssystem (15) dazu konfiguriert ist, die Verdichtungsleistung der Einbaubohle
(11) durch Steuerung der Einbaugeschwindigkeit automatisch einzustellen.
7. Verfahren zum Betrieb eines Straßenfertigers (1), insbesondere eines Straßenfertigers
(1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, umfassend folgende Verfahrensschritte:
- Vorhalten von digitalen Bauwerksdaten (37), insbesondere ein Höhenprofil (39) eines
Planums (27), in einem Speicher (17) eines elektronischen Steuerungssystems (15),
- Vorhalten von digitalen Bauwerksdaten (37), insbesondere ein Soll-Höhenprofil (43)
eines zu fertigenden Straßenbelags (28) sowie eine Soll-Schichtstärke (ds) eines Einbaumaterials
(5) für die Ortskoordinatenpunkte (41) des Planums (27),
- Einbau des Einbaumaterials (5), wobei die jeweilige aktuelle Position des Straßenfertigers
(1) mittels eines GNSS-Empfängers (13) ermittelt wird und das elektronische Steuerungssystem
(15) die Verdichtungsleistung der Einbaubohle (11) in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke
(ds) automatisch steuert, um das Einbaumaterial (5) mit einem jeweiligen Vorverdichtungsgrad
(kB) einzubauen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Einbau des Einbaumaterials (5) das Erfassen einer Ist-Schichtstärke (dI) mittels eines Sensors (29) umfasst und eine Differenz der Ist-Schichtstärke (dI) mit der Soll-Schichtstärke (dS) berechnet und der Straßenfertiger (1) zur Minimierung der Differenz automatisch
gesteuert wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Steuerungssystem (15) die Verdichtungsleistung der Einbaubohle
(11) durch Steuerung der Tamperfrequenz und/oder des Tamperhubs automatisch einstellt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungssystem (15) die Verdichtungsleistung der Einbaubohle (11) durch Steuerung
der Vibrationsfrequenz und/oder -amplitude des Glättblechs (23) und/oder des Pressleistendrucks
automatisch einstellt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungssystem (15) die Verdichtungsleistung der Einbaubohle (11) durch Steuerung
der Einbaugeschwindigkeit automatisch einstellt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die digitalen Bauwerksdaten (37), welche das Höhenprofil (39) des Planums (27) umfassen,
zu Beginn des Verfahrens von einer externen Datenverarbeitungsanlage (31) in den Speicher
(17) des elektronischen Steuerungssystems (15) mittels Funk- oder Kabelverbindung
(33, 35) übertragen werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer externen Datenverarbeitungsanlage (31) die jeweilige Verdichtungsleistung
in Abhängigkeit der ermittelten Soll-Schichtstärke (dS) berechnet wird und/oder die jeweilige Verdichtungsleistung in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke
(dS) einem Ortskoordinatenpunkt (41) zugewiesen wird und die Daten (37) anschließend
in den Speicher (17) des elektronischen Steuerungssystems (15) übertragen werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des elektronischen Steuerungssystems (15) die jeweilige Verdichtungsleistung
in Abhängigkeit der ermittelten Soll-Schichtstärke (ds) berechnet wird und/oder die
jeweilige Verdichtungsleistung in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke (ds) einem Ortskoordinatenpunkt
(41) zugewiesen wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Straßenfertiger (1) mit einer Einbaubohle (11), wobei die Einbaubohle (11) einen Tamper
(21) umfasst, und der Straßenfertiger (1) des Weiteren einen GNSS-Empfänger (13) sowie
einen Materialförderer (7) umfasst, wobei der Straßenfertiger (1) gekennzeichnet ist durch ein elektronisches Steuerungssystem (15), welches einen Speicher (17) und einen Datenprozessor
(19) umfasst, wobei in dem Speicher (17) digitale Bauwerksdaten (37), insbesondere
ein Soll-Höhenprofil (43) eines zu fertigenden Straßenbelags (28), eine Soll-Schichtstärke
(ds) des Einbaumaterials (5), ein jeweiliger von der Soll-Schichtstärke (ds) abhängiger
Vorverdichtungsgrad (kB) und gegebenenfalls ein Höhenprofil (39) eines Planums (27) gespeichert sind, und
das Steuerungssystem (15) dazu konfiguriert ist, die Verdichtungsleistung der Einbaubohle
(11) in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke (ds) automatisch zu steuern, um das Einbaumaterial
(5) für den jeweiligen mit dem GNSS-Empfänger (13) ermittelten Ortskoordinatenpunkt
(41) des Straßenfertigers (1) mit dem jeweiligen Vorverdichtungsgrad (kB) einzubauen.
2. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Speicher (17) des Steuerungssystems (15) der Vorverdichtungsgrad (kB) für einen jeweiligen Ortskoordinatenpunkt (41) gespeichert ist.
3. Straßenfertiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, einen Sensor (29) zur Messung einer Ist-Schichtstärke (dl) von Einbaumaterial (5) aufzuweisen, wobei das Steuerungssystem (15) dazu konfiguriert
ist, eine Abweichung der Ist-Schichtstärke (dl) von der Soll-Schichtstärke (ds) zu berechnen.
4. Straßenfertiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungssystem (15) dazu konfiguriert ist, die Verdichtungsleistung der Einbaubohle
(11) durch Steuerung der Tamperfrequenz und/oder des Tamperhubs automatisch einzustellen.
5. Straßenfertiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbaubohle (11) ein Glättblech (23) und/oder eine Pressleiste (25) umfasst und
das Steuerungssystem (15) dazu konfiguriert ist, die Verdichtungsleistung der Einbaubohle
(11) durch Steuerung der Vibrationsfrequenz und/oder -amplitude des Glättblechs (23)
und/oder des Pressleistendrucks automatisch einzustellen.
6. Straßenfertiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungssystem (15) dazu konfiguriert ist, die Verdichtungsleistung der Einbaubohle
(11) durch Steuerung der Einbaugeschwindigkeit automatisch einzustellen.
7. Verfahren zum Betrieb eines Straßenfertigers (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
umfassend folgende Verfahrensschritte:
- Vorhalten von digitalen Bauwerksdaten (37), insbesondere ein Höhenprofil (39) eines
Planums (27), in einem Speicher (17) eines elektronischen Steuerungssystems (15),
- Vorhalten von digitalen Bauwerksdaten (37), insbesondere ein Soll-Höhenprofil (43)
eines zu fertigenden Straßenbelags (28) sowie eine Soll-Schichtstärke (ds) eines Einbaumaterials
(5) für die Ortskoordinatenpunkte (41) des Planums (27),
- Einbau des Einbaumaterials (5), wobei die jeweilige aktuelle Position des Straßenfertigers
(1) mittels eines GNSS-Empfängers (13) ermittelt wird und das elektronische Steuerungssystem
(15) die Verdichtungsleistung der Einbaubohle (11) in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke
(ds) automatisch steuert, um das Einbaumaterial (5) mit einem jeweiligen von der Soll-Schichtstärke
(ds) abhängigen Vorverdichtungsgrad (kB) einzubauen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Einbau des Einbaumaterials (5) das Erfassen einer Ist-Schichtstärke (dl) mittels eines Sensors (29) umfasst und eine Differenz der Ist-Schichtstärke (dl) mit der Soll-Schichtstärke (ds) berechnet und der Straßenfertiger (1) zur Minimierung der Differenz automatisch
gesteuert wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Steuerungssystem (15) die Verdichtungsleistung der Einbaubohle
(11) durch Steuerung der Tamperfrequenz und/oder des Tamperhubs automatisch einstellt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungssystem (15) die Verdichtungsleistung der Einbaubohle (11) durch Steuerung
der Vibrationsfrequenz und/oder -amplitude des Glättblechs (23) und/oder des Pressleistendrucks
automatisch einstellt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungssystem (15) die Verdichtungsleistung der Einbaubohle (11) durch Steuerung
der Einbaugeschwindigkeit automatisch einstellt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die digitalen Bauwerksdaten (37), welche das Höhenprofil (39) des Planums (27) umfassen,
zu Beginn des Verfahrens von einer externen Datenverarbeitungsanlage (31) in den Speicher
(17) des elektronischen Steuerungssystems (15) mittels Funk- oder Kabelverbindung
(33, 35) übertragen werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer externen Datenverarbeitungsanlage (31) die jeweilige Verdichtungsleistung
in Abhängigkeit der ermittelten Soll-Schichtstärke (ds) berechnet wird und/oder die
jeweilige Verdichtungsleistung in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke (ds) einem Ortskoordinatenpunkt
(41) zugewiesen wird und die Daten (37) anschließend in den Speicher (17) des elektronischen
Steuerungssystems (15) übertragen werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des elektronischen Steuerungssystems (15) die jeweilige Verdichtungsleistung
in Abhängigkeit der ermittelten Soll-Schichtstärke (ds) berechnet wird und/oder die
jeweilige Verdichtungsleistung in Abhängigkeit der Soll-Schichtstärke (ds) einem Ortskoordinatenpunkt
(41) zugewiesen wird.