[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tür mit Türbändern, einem Türblatt und einer
Türdichtung mit einem Antrieb, einer absenkbaren und anhebbaren Dichtungsleiste, einem
Sensor zum Feststellen, dass die Dichtungsleiste beim Absenken gegen einen Gegenstand
bewegt wird, einer Steuerung zum Steuern des Antriebs, wobei die Steuerung mit dem
Sensor verbunden ist und durch Ansteuerung des Antriebs eine Absenkbewegung der Dichtungsleiste
stoppt, sobald die Dichtungsleiste gegen ein Objekt bewegt wird.
[0002] In der europäischen Patentanmeldung
19 186 989, Seite 9, Zeile 6 bis 12, ist eine Tür mit einer automatischen Dichtung beschrieben,
die einen elektrischen Antrieb und eine Dichtungsleiste aufweist, wobei mit dem Antrieb
die Dichtungsleiste abgesenkt und angehoben werden kann. Die Dichtung weist einen
Sensor auf, mit dem der Strom überwacht werden kann, der dem Antrieb zugeführt wird,
wenn die Dichtungsleiste angehoben oder abgesenkt wird. Sobald zum Beispiel der Sensor
an eine Steuerung meldet, dass der Strom beim Absenken der Dichtungsleiste einen Schwellwert
übersteigt, wird der Antrieb abgeschaltet. Zu dem Stromanstieg kommt es beim Absenken
der Dichtungsleiste u.a. dann, wenn die Dichtungsleiste von dem Antrieb gegen ein
Objekt gedrückt wird. Dieses Objekt wird in der Regel der Fußboden oder eine auf dem
Fußboden montierte Schwelle sein, gegenüber dem bzw. der die Dichtung abdichten soll.
Es ist aber auch möglich, dass auf dem Fußboden oder der Schwelle ein Gegenstand liegt,
gegen den die Dichtungsleiste gedrückt wird, was ebenfalls zu einem Anstieg des von
dem Antrieb aufgenommenen Stroms führt, so dass der Antrieb abgeschaltet wird, sobald
der Strom den Schwellwert übersteigt. Dadurch kommt es zu einem Stoppen des Absenkvorgangs,
ohne dass die Dichtung gegenüber dem Fußboden abdichtet.
[0003] In der Anmeldung ist ferner beschrieben, dass sich die Steuerung bei einer Initialisierung
der Dichtung die Stellung merkt, bei der die Dichtungsleiste die Stellung erreicht
hat, in der sie dichtend anliegt. Sollte es beim Absenken der Dichtungsleiste vor
dem Erreichen der gemerkten Stellung zu einem Stromanstieg kommen, kann das an einem
Defekt der Dichtung oder einer Blockade der Dichtung durch einen Gegenstand auf dem
Fußboden oder der Schwelle liegen.
[0004] In der europäischen Patentanmeldung
19 186 989 ist zwar die Möglichkeit beschrieben, dass man feststellen kann, dass es vor dem
Erreichen der gemerkten Stellung zu einem Stromanstieg kommt. Es ist aber nicht beschrieben,
wie das festgestellt werden kann.
[0005] Zum dem Stromanstieg kommt es, weil die Dichtungsleiste vom Antrieb während der Absenkbewegung
gegen einen Gegenstand gedrückt wird. Es wirkt also eine nach oben gerichtete Kraft
auf die Dichtungsleiste ein.
[0006] Eine nach oben gerichtete Kraft tritt an der Dichtungsleiste aber nicht nur auf,
wenn die Dichtungsleiste beim Absenken gegen einen Gegenstand drückt, der zwischen
der Unterseite des Türblatts und dem Fußboden bzw. der Schwelle liegt. Auch wenn sich
das Türblatt gesenkt hat und die Bodenluft kleiner geworden ist als zu einem Zeitpunkt
als die Tür bzw. die Türdichtung montiert und eingestellt wurden, kann der Antrieb
die Dichtungsleiste gegen den Fußboden bzw. die Schwelle drücken, bevor die Dichtungsleiste
eine als Dichtungsstellung festgelegte Stellung erreicht hat.
[0007] Außerdem kann eine nach oben gerichtete Kraft auf die Dichtungsleiste wirken, wenn
bei abgesenkter Dichtung versucht wird, die Dichtung hochzudrücken. Das kann zum Beispiel
bei einem Einbruch oder einem Einbruchsversuch der Fall sein.
[0008] Hier setzt die vorliegende Erfindung an.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die in der europäischen Patentanmeldung
19 186 989 beschriebene Tür so weiter zu entwickeln, dass es möglich ist festzustellen, dass
in einem Moment eine Kraft auf die Dichtungsleiste wirkt, wenn dies nicht der Fall
sein sollte.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Tür mit den Merkmalen des Anspruchs
1 oder des Anspruchs 13 gelöst. In einer Tür nach Anspruch 1 kann eine Türdichtung
nach Anspruch 12 verwendet werden.
[0011] Demnach weist eine erfindungsgemäße Tür in einer ersten Variante 1
- Türbänder,
- ein Türblatt,
- eine Steuerung und
- eine Türdichtung auf.
Dabei weist die Türdichtung der erfindungsgemäßen Tür oder die erfindungsgemäße Türdichtung
- eine absenkbaren und anhebbaren Dichtungsleiste,
- einen Antrieb zum Anheben und Absenken der Dichtungsleiste und
- einen Mechanismus, der mit dem Antrieb und der Dichtungsleiste gekoppelt ist und mit
dem Kräfte zum Anheben und Absenken der Dichtung übertragbar sind und
- einen ersten Sensor zum Detektieren, dass die Dichtungsleiste beim Absenken gegen
ein Objekt bewegt wird oder eine Kraft nach oben auf die Dichtungsleiste wirkt, auf.
Die Steuerung ist mit dem Sensor verbunden. Die Steuerung stoppt durch Ansteuerung
des Antriebs eine Absenkbewegung der Dichtungsleiste, sobald die Dichtungsleiste gegen
ein Objekt bewegt wird. Ferner weist die erfindungsgemäß Tür in der ersten Variante
wenigstens einen zweiten Sensor auf, der mit der Steuerung verbunden ist, wobei mittels
der Steuerung aufgrund eines von dem zweiten Sensor gelieferten Signals feststellbar
ist, ob, als die Absenkbewegung der Dichtungsleiste gestoppt wurde oder eine Kraft
nach oben auf die Dichtungsleiste detektiert wurde, die Dichtungsleiste eine festgelegte
Dichtungsstellung erreicht hat oder nicht, oder ob sie in der festgelegten Dichtungsstellung
ist oder nicht.
[0012] Mit dem ersten Sensor der Tür kann somit detektiert werden, dass eine nach oben gerichtete
Kraft auf die Dichtungsleiste wirkt. Die Kraft kann dabei während einer Bewegung der
Dichtungsleiste in die Dichtstellung auf die Dichtungsleiste wirken, weil diese gegen
ein Objekt bewegt wird, dass zwischen der Dichtungsleiste und dem Fußboden oder der
Schwelle angeordnet ist, oder weil sie gegen den Fußboden oder die Schwelle gedrückt
wird, bevor sie die zuvor festgelegte Dichtungsstellung erreicht hat, da sich das
Türblatt gesenkt hat. Die mit dem ersten Sensor der Tür detektierte, nach oben gerichtete
Kraft kann aber auch daher kommen, dass die Dichtungsleiste aus der Dichtungsstellung
nach oben gedrückt wird.
[0013] Der zweite Sensor dient dazu festzustellen, in welcher Stellung sich die Dichtungsleiste
befindet, wenn der erste Sensor eine nach oben gerichtete Kraft detektiert.
[0014] Die Steuerung letztlich dient u.a. dazu festzustellen, ob eine außergewöhnliche Situation
vorliegt, in der womöglich auch durch die Steuerung Maßnahmen eingeleitet werden.
Erreicht die Dichtungsleiste aus einer Bewegung in die festgelegte Dichtungsstellung,
was durch den zweiten Sensor detektiert wird und detektiert der erste Sensor dann
eine nach oben gerichtete Kraft, liegt aller Wahrscheinlichkeit nach keine außergewöhnliche
Situation vor.
[0015] Detektiert der ersten Sensor dagegen eine nach oben gerichtete Kraft bevor oder nachdem
der zweite Sensor bei einer Bewegung der Dichtungsleiste das Erreichen der festgelegten
Dichtungsstellung detektiert hat, könnte eine außergewöhnliche Situation vorliegen,
die in einem Verziehen oder Absenken des Türblattes ihre Ursache hat. Die Ursache
könnte auch darin liegen, dass ein Objekt auf dem Fußboden oder der Schwelle unter
der Unterseite des Türblattes angeordnet ist. Beides sind außergewöhnliche Situationen,
die Maßnahmen notwendig werden lassen.
[0016] Detektiert der erste Sensor eine nach oben gerichtete Kraft nachdem die Dichtungsleiste
die Dichtungsstellung erreicht hat, könnte ein Manipulationsversuch der Dichtung vorliegen,
bei dem versucht wird die Dichtung nach oben zu drücken. Auch dann liegt eine außergewöhnliche
Situation vor.
[0017] In einer zweiten Variante einer erfindungsgemäßen Tür ist die Tür mit
- einem Türrahmen
- Türbändern, die mit dem Türrahmen verbunden sind,
- einem Türblatt, das an den Türbändern angebracht ist, und
- einer Steuerung
ausgestattet. Die Tür weist Stellmotoren auf, mit denen die Bänder der Tür einstellbar
sind, um die Position des Türblatts zu dem Türrahmen zu ändern. Die Tür kann wenigstens
einen Sensor aufweisen, der mit der Steuerung verbunden ist und mit dem die Position
des Türblatts messbar ist, wobei mittels der Steuerung aufgrund eines Vergleichs des
Messergebnisses mit einem Wert für eine festgelegte Position wenigstens einer der
Stellmotoren zum Einstellen eines der Bänder ansteuerbar ist. Besteht zwischen der
gemessenen Position und der festgelegten Position eine Abweichung, liegt eine außergewöhnliche
Situation vor. Diese kann bei der zweiten Variante der erfindungsgemäßen Tür durch
das Einstellen der Bänder womöglich beseitigt werden. Ggf. ist zusätzlich ein Eingriff
von einer Person notwendig.
[0018] Damit in einer außergewöhnlichen Situation eine Überprüfung der Tür und/oder der
Türdichtung erfolgen kann, weist die Steuerung vorteilhaft eine Schnittstelle auf,
über die ein Signal zum Anzeigen der außergewöhnlichen Situation ausgegeben werden
kann. Die Tür kann eine Alarmierungseinrichtung, zum Beispiel eine akustische und/oder
optische Alarmierungseinrichtung aufweisen, über die die außergewöhnliche Situation
angezeigt werden kann. Es ist möglich, dass die Schnittstelle eine übliche Kommunikationsschnittstelle
(LAN, WLAN, BT, NFC oder Ähnliche) ist, über die das die außergewöhnliche Situation
anzeigende Signal zum Beispiel zu einer Alarmierungseinrichtung übertragen werden
kann, die Teil der Tür ist oder nicht Teil der Tür ist.
[0019] Die Türdichtung kann ein Gehäuse oder Haltemittel aufweisen, in dem der Antrieb und
der Mechanismus angebracht sind. Dieses Gehäuse oder das Haltemittel können an dem
Türblatt befestigt sein.
[0020] Der erste Sensor einer erfindungsgemäßen Tür in der ersten Variante bzw. einer erfindungsgemäßen
Türdichtung kann ein Stromsensor zum Messen des durch den Antrieb fließenden Stroms
sein, der dazu mit dem Antrieb verbunden ist. Es ist auch möglich, dass der erste
Sensor ein Kraftsensor zum Messen der Kraft ist, mit welcher von außen auf die Dichtungsleiste
eingewirkt wird.
[0021] Der wenigstens eine zweite Sensor einer erfindungsgemäßen Tür in der ersten Variante
oder einer erfindungsgemäßen Türdichtung kann ein Abstandsensor sein, der an der Dichtungsleiste
angebracht ist und mit dem der Abstand zwischen der Dichtungsleiste und der Fläche
messbar ist, gegenüber der die Dichtungsleiste abdichten soll. Es ist auch möglich,
dass der wenigstens eine zweite Sensor ein Sensor ist, mit dem die Position der Dichtungsleiste
gegenüber dem Türblatt detektierbar ist. So kann der wenigstens eine zweite Sensor
ein Abstandsensor sein, mit dem der Abstand zwischen der Dichtungsleiste und dem Türblatt
messbar ist. Der wenigstens eine zweite Sensor kann ein Inkrementalgeber sein, mit
dem der von der Dichtungsleiste beim Absenken zurückgelegte Weg messbar ist. Der Inkrementalgeber
kann zum Beispiel in dem Antrieb der Dichtung angeordnet sein.
[0022] Die Steuerung kann einen Speicher aufweisen, in dem hinterlegt ist, wann bei einer
Absenkbewegung der Dichtungsleiste die festgelegte Dichtungsstellung erreicht ist.
[0023] Auch eine erfindungsgemäße Tür in der ersten Variante kann Stellmotoren aufweisen,
mit denen die Bänder der Tür einstellbar sind, um die Position des Türblatts zu einem
Türrahmen zu ändern. Durch Einschalten der Stellmotoren können die Bänder eingestellt
werden, um das Türblatt wieder in eine ordnungsgemäße Position zu bringen, insbesondere
in eine Position zu bringen, in der die Tür dicht schließt, so dass zum Beispiel Rauch,
Flammen, Feuchtigkeit, Luft und/oder Schall nicht über die Tür von einer Seite der
Tür zur anderen Seite der Tür übertragen werden können. Diese Stellmotoren können
mit der Steuerung verbunden sein. Mit der Steuerung können Stellsignale erzeugt werden,
um die Stellmotoren anzusteuern und die Bänder einzustellen. Die Stellmotoren können
von der Steuerung zum Einstellen der Bänder insbesondere dann angesteuert werden,
wenn die Steuerung feststellt, dass die Absenkbewegung der Dichtungsleiste gestoppt
wurde bevor die Dichtungsleiste eine festgelegte Dichtungsstellung erreicht hat.
[0024] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegende Abbildung. Darin zeigt:
- Fig. 1
- ein Blockschaltdiagramm einer erfindungsgemäßen Tür in der ersten Variante.
[0025] Die erfindungsgemäße Tür weist eine erfindungsgemäße Türdichtung auf. Es handelt
sich um eine Drehflügeltür mit einem über Bänder an einen Türrahmen angebrachten Türblatt.
An dem unteren Ende des Türblatts ist die Türdichtung angebracht. Diese kann auf einer
Außenseite des Türblatts oder in einer Nut in der Unterseite des Türblatts angebracht
sein.
[0026] Die erfindungsgemäße Türdichtung hat eine anhebbare und absenkbare Dichtungsleiste.
In einer angehobenen Stellung der Dichtungsleiste, die eine Halteleiste und ein daran
befestigtes Dichtungsprofil umfassen kann, hat die Dichtungsleiste im Normalfall keinen
Kontakt mit einem Fußboden oder einer Schwelle. In der abgesenkten Stellung dichtet
die Dichtungsleiste einen Spalt zwischen der Unterseite des Türflügels und dem Fußboden
bzw. der Schwelle ab. Die abgesenkte Stellung der Dichtungsleiste wird daher auch
als Dichtstellung bezeichnet.
[0027] Die Dichtungsleiste ist wenigstens mit einem Mechanismus mit Antrieben 2 verbunden.
In den Antrieben 2 kann eine Kraft zum Bewegen der Dichtungsleiste erzeugt werden,
die über den wenigstens einen Mechanismus auf die Dichtungsleiste übertragen wird.
Der Mechanismus und/oder die Antriebe 2 sind über Haltemittel oder ein Gehäuse mit
dem Türblatt verbunden.
[0028] Die Tür weist eine Stromversorgungseinheit 1 auf, die eingangsseitig mit einem Stromnetz
und ausgangsseitig mit den Antrieben 2 der Türdichtung verbunden ist, um diese mit
elektrischer Energie aus dem Stromnetz zu versorgen. In jeweils einer Leitung zwischen
der Stromversorgungseinheit 1 und den Antrieben 2 ist ein Stromsensor 4 vorgesehen.
Diese Stromsensoren 4 sind mit einer Steuerung 6 verbunden. Mit der Steuerung 6 sind
auch die Antriebe 2 verbunden, die von der Steuerung 6 ein- und ausgeschaltet werden
können.
[0029] Die Tür weist neben den Antrieben 2 zum Bewegen der Dichtungsleiste weitere Antriebe
3 auf, mit denen die Bänder der Tür eingestellt werden können. Durch das Einstellen
der Bänder kann die Position des Türblatts bezogen auf den Türrahmen eingestellt werden,
insbesondere die Höhe des Türblatts und die Ausrichtung des Türblatts zum Türrahmen.
Die Steuerung ist auch mit den Antrieben 3 zum Einstellen der Bänder verbunden.
[0030] Mit einem Abstandsensor 5 kann der Abstand der Dichtungsleiste zur Unterseite der
Tür ermittelt werden. Der Abstandsensor 5 ist ebenfalls mit der Steuerung 6 verbunden.
[0031] Die Tür weist außerdem einen Datenspeicher 7 auf, in dem Daten, insbesondere der
Abstand der Dichtungsleiste zur Unterseite der Tür in der Dichtstellung der Dichtungsleiste
abgelegt sein können. Der Speicher 7 ist mit der Steuerung 7 verbunden.
[0032] Eine Schnittstelle 8 der Tür ist zur Kommunikation vorgesehen. Diese ist ebenfalls
mit der Steuerung verbunden.
[0033] Mit den Stromsensoren 4 ist es möglich, den Strom zu erfassen, den die Antriebe 2
zum Bewegen der Dichtungsleiste aufnehmen. Über den erfassten Strom kann zum Beispiel
von der Steuerung 6 die Leistung ermittelt werden, die die Antriebe 2 zum Bewegen
der Dichtungsleiste erbringen. Die erbrachte Leistung ist ein Indikator für die Kraft,
die sich den Antrieben beim Bewegen der Dichtungsleiste entgegenstellt. Diese ist
klein, wenn die Dichtungsleiste frei bewegt werden kann. Diese ist dagegen groß, wenn
die Dichtungsleiste gegen einen Widerstand gedrückt wird. Mittels der Stromsensoren
4 kann durch die Steuerung 6 festgestellt werden, dass die Dichtungsleiste auf ein
Objekt gedrückt wird. Bei dem Objekt kann es sich um den Fußboden oder die Schwelle
handeln, an der die Dichtungsleiste anliegt. Ein solches Objekt kann aber auch ein
Gegenstand sein, der in dem Spalt zwischen der Unterseite des Türflügels und dem Fußboden
oder der Schwelle liegt. Die Dichtleiste befindet sich dann nicht in der Dichtstellung.
[0034] Die Steuerung 6 kann so eingerichtet sein, dass bei einem Anstieg des Stroms über
einen Schwellwert die Antriebe 2 von der Steuerung 6 ausgeschaltet werden.
[0035] Mit Hilfe des Abstandssensors 5 kann von der Steuerung 6 ermittelt werden, ob die
Dichtungsleiste nach dem Abschalten der Antriebe 2 in der Dichtungsstellung ist oder
nicht. Dazu wird bei der Montage der Tür bzw. der Türdichtung festgelegt, welchen
Abstand die Dichtungsleiste in ihrer Dichtstellung von der Unterseite des Türflügels
hat. Der Wert dieses Abstands wird in dem Speicher 7 abgelegt. Sind dann die Antriebe
2 von der Steuerung abgeschaltet worden, weil der Strom den Schwellwert erreicht hat,
wird der Abstand zwischen der Dichtungsleiste und der Unterseite der Tür gemessen.
Ist der gemessene Wert unter Berücksichtigung angemessener Toleranzen gleich dem gespeicherten
Wert, befindet sich die Dichtungsleiste in der Dichtstellung.
[0036] Ist der gemessene Abstand dagegen kleiner oder größer als der gespeicherte Wert,
liegt eine außergewöhnliche Situation vor, die verschiedene Ursachen haben kann.
[0037] Ist der Abstand kleiner als der gespeicherte Wert, kann das seine Ursache darin haben,
dass sich die Tür verzogen hat und der Türflügel sich aufgrund dessen gesenkt hat.
Womöglich dichtet der Türflügel dann nicht mehr gegenüber dem Türrahmen ordnungsgemäß
ab. Es kann dann notwendig oder sinnvoll sein, die Tür neu auszurichten. Die Steuerung
kann ein solches Ausrichten durch Einschalten der Antriebe 3 zum Einstellen der Bänder
vornehmen. Ggf. ist auch ein Benutzereingriff notwendig. Ein solcher Benutzereingriff
kann von der Steuerung über die Schnittstelle 8 angefordert werden.
[0038] Ist der Abstand kleiner als der gespeicherte Wert, kann das seine Ursache darin haben,
dass sich in dem Spalt zwischen der Unterseite des Türflügels und der Dichtleiste
ein Gegenstand befindet. Um diesen zu beseitigen, ist ein Benutzereingriff notwendig.
Auch dieser Benutzereingriff kann von der Steuerung 8 über die Schnittstelle 8 angefordert
werden.
[0039] Ist der Abstand größer als der gespeicherte Wert, kann das seine Ursache ebenfalls
darin haben, dass sich die Tür verzogen hat und der Türflügel sich aufgrund dessen
zwar nicht gesenkt, sondern gehoben hat. Es kann dann notwendig oder sinnvoll sein,
die Tür neu auszurichten. Die Steuerung kann ein solches Ausrichten durch einschalten
der Antriebe 3 zum Einstellen der Bänder vornehmen. Ggf. ist auch ein Benutzereingriff
notwendig. Ein solcher Benutzereingriff kann von der Steuerung über die Schnittstelle
8 angefordert werden.
1. Tür mit
- Türbändern,
- einem Türblatt,
- einer Steuerung (6) und
- einer Türdichtung, wobei die Türdichtung
- eine absenkbare und anhebbare Dichtungsleiste,
- wenigstens einen Antrieb (2) zum Anheben und Absenken der Dichtungsleiste,
- einen Mechanismus, der mit dem wenigstens einen Antrieb (2) und der Dichtungsleiste
gekoppelt ist und mit dem Kräfte zum Anheben und Absenken der Dichtung übertragbar
sind,
- wenigstens einen ersten Sensor (4) zum Detektieren, dass die Dichtungsleiste eine
Kraft nach oben auf die Dichtungsleiste wirkt, insbesondere wenn beim Absenken die
Dichtungsleiste gegen ein Objekt bewegt wird,
- wobei die Steuerung mit dem wenigstens einen ersten Sensor (4) verbunden ist und
- wobei durch Ansteuerung des wenigstens einen Antriebs (2) eine Absenkbewegung der
Dichtungsleiste stoppt, sobald die Dichtungsleiste gegen ein Objekt bewegt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tür wenigstens einen zweiten Sensor (5) aufweist, der mit der Steuerung (6) verbunden
ist, wobei mittels der Steuerung (6) aufgrund eines von dem zweiten Sensor (5) gelieferten
Signals feststellbar ist, ob, als die Absenkbewegung der Dichtungsleiste gestoppt
wurde, die Dichtungsleiste eine festgelegte Dichtungsstellung erreicht hat oder nicht,
oder ob sie in der festgelegten Dichtungsstellung ist oder nicht.
2. Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine erste Sensor (4) ein Stromsensor zum Messen des durch den wenigstens
einen Antrieb (2) fließenden Stroms ist, der dazu mit dem wenigstens einen Antrieb
(2) verbunden ist.
3. Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine erste Sensor (2) ein Kraftsensor zum Messen der Kraft ist, mit
welcher von außen auf die Dichtungsleiste eingewirkt wird.
4. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine zweite Sensor (5) ein Abstandsensor ist, der an der Dichtungsleiste
angebracht ist und mit dem der Abstand zwischen der Dichtungsleiste und der Fläche
messbar ist, gegenüber der die Dichtungsleiste abdichten soll.
5. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine zweite Sensor (5) ein Sensor ist, mit dem die Position der Dichtungsleiste
gegenüber dem Türblatt detektierbar ist.
6. Tür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine zweite Sensor (5) ein Abstandsensor ist, mit dem der Abstand
zwischen der Dichtungsleiste und dem Türblatt messbar ist.
7. Tür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine zweite Sensor ein Inkrementalgeber (5) ist, mit dem der von der
Dichtungsleiste beim Absenken zurückgelegte Weg messbar ist.
8. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung einen Speicher aufweist oder mit einem Speicher (7) verbunden ist,
in dem hinterlegt ist, wann bei einer Absenkbewegung der Dichtungsleiste die festgelegte
Dichtungsstellung erreicht ist.
9. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür Stellmotoren (3) aufweist, mit denen die Bänder der Tür einstellbar sind,
um die Position des Türblatts zu einem Türrahmen zu ändern.
10. Tür nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellmotoren (3) mit der Steuerung verbunden sind und dass mit der Steuerung
Stellsignale erzeugbar sind, um die Stellmotoren (3) anzusteuern und die Bänder einzustellen.
11. Tür nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellmotoren (3) von der Steuerung (6) zum Einstellen der Bänder ansteuerbar
sind und dass, wenn die Steuerung (6) feststellt, dass die Absenkbewegung der Dichtungsleiste
gestoppt wurde bevor die Dichtungsleiste eine festgelegte Dichtungsstellung erreicht
hat, die Stellmotoren (3) von der Steuerung (6) einschaltbar sind.
12. Türdichtung, insbesondere für eine Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ,
- mit einer absenkbaren und anhebbaren Dichtungsleiste,
- mit wenigstens einem Antrieb (2) zum Anheben und Absenken der Dichtungsleiste,
- mit einem Mechanismus, der mit dem Antrieb und der Dichtungsleiste gekoppelt ist
und mit dem Kräfte zum Anheben und Absenken der Dichtung übertragbar sind,
- mit wenigstens einem ersten Sensor (4) zum Detektieren, dass die Dichtungsleiste
zumindest an einer Stelle eine Kraft auf die Dichtungsleiste nach oben wirkt, insbesondere
beim Absenken gegen einen Widerstand bewegt wird,
- mit einer Steuerung (6), die mit dem wenigstens einen Antrieb (2) und dem ersten
Sensor (4) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Türdichtung wenigstens einen zweiten Sensor (5) aufweist, der mit der Steuerung
(6) verbunden ist,
- wobei mittels der Steuerung (6) aufgrund eines von dem zweiten Sensor (5) gelieferten
Signals feststellbar ist, ob, als die Absenkbewegung der Dichtungsleiste gestoppt
wurde, die Dichtungsleiste eine festgelegte Dichtungsstellung erreicht hat oder nicht,
oder ob die nach oben wirkende Kraft nach dem Erreichen der Dichtungsstellung auf
die Dichtungsleiste wirkt.
13. Tür mit
- einem Türrahmen
- Türbändern, die mit dem Türrahmen verbunden sind,
- einem Türblatt, das an den Türbändern angebracht ist, und
- einer Steuerung (6),
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Tür Stellmotoren (3) aufweist, mit denen die Bänder der Tür einstellbar sind,
um die Position des Türblatts zu dem Türrahmen zu ändern.
14. Tür nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür wenigstens einen Sensor aufweist, der mit der Steuerung verbunden ist und
mit dem die Position des Türblatts messbar ist, wobei mittels der Steuerung aufgrund
eines Vergleichs des Messergebnisses mit einem Wert für eine festgelegte Position
wenigstens einer der Stellmotoren zum Einstellen eines der Bänder ansteuerbar ist.