[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur automatisierten Herstellung von geprägten
Schildern, insbesondere von geprägten Kennzeichenschildern, sowie einen Verkaufsautomat
mit einer solchen Vorrichtung.
[0002] Vorrichtungen zur Herstellung von geprägten Schildern, insbesondere von Kennzeichenschildern,
sind aus der Praxis in unterschiedlichen Ausführungsformen vorbekannt. Zum Prägen
der Schilder werden beispielsweise Prägestempel entsprechend der auf das Schild zu
prägenden Schriftzeichenkombinationen in einen Stempelhalter gesetzt, um anschließend
das Schild zu prägen. Hierbei ist ein vergleichsweise hoher manueller Aufwand notwendig,
der eine vorzugsweise vollautomatisierte Herstellung der geprägten Schilder verhindert.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen,
die die automatisierte Herstellung von geprägten Schildern begünstigt.
[0004] Zur Lösung der Aufgabe wird zunächst eine Vorrichtung zur automatisierten Herstellung
von geprägten Schildern vorgeschlagen, die die Mittel und Merkmale des ersten, unabhängigen
Anspruchs, der auf eine solche Vorrichtung gerichtet ist, umfasst. Zur Lösung der
Aufgabe wird somit insbesondere eine Vorrichtung zur automatisierten Herstellung von
geprägten Schildern, insbesondere von Kennzeichenschildern, vorgeschlagen, die eine
Prägevorrichtung zum Prägen von Schriftzeichen auf ein Schildrohling umfasst, wobei
die Prägevorrichtung zumindest eine Prägewalze mit in Prägerichtung beweglich gelagerten
Prägestempeln aufweist. Die Prägestempel der zumindest einen Prägewalze können vorzugsweise
an einem Walzenrad der Prägewalze beweglich gelagert angeordnet, insbesondere beweglich
daran aufgehängt sein.
[0005] An dem Walzenrad der zumindest einen Prägewalze der Prägevorrichtung kann ein Satz
von Prägestempeln angeordnet sein, wobei jeder Prägestempel zum Prägen zumindest eines
Schriftzeichen eingerichtet ist. Durch eine Drehung des Walzenrades der Prägewalze
können die Prägestempel für das Prägen der gewünschten Schriftzeichenkombination auf
dem Schildrohling ausgewählt, in eine zu Prägen erforderliche Ausrichtung gebracht
und schließlich zum Aufprägen der Schriftzeichen auf einen bereitgehaltenen Schildrohling
verwendet werden. Eine manuelle Auswahl notwendiger Prägestempel und vor allem das
Setzen der Prägestempel in eine Stempelaufnahme lässt sich mithilfe der Vorrichtung
effektiv vermeiden.
[0006] Die Vorrichtung kann eine Steuereinheit aufweisen, mit der eine Auftragsinformation,
die beispielsweise über eine Benutzerschnittstelle der Vorrichtung und/oder eines
weiter unten noch erläuterten Verkaufsautomaten eingegeben werden kann, in entsprechende
Stellsignale zur Herstellung eines entsprechenden Schildes umgesetzt werden können.
Gemäß einer eingegebenen Schriftzeichenkombination kann dann auch die zumindest eine
Prägewalze angesteuert und bewegt werden, um die für das Prägen der gewünschten Schriftzeichen
erforderlichen Prägestempel in ihre Arbeitsposition zu bringen. Auf diese Weise ist
es möglich, die Auswahl der für das Prägen der gewünschten Schriftzeichenkombination
auf den Schildrohling erforderlichen Prägestempel automatisch vorzunehmen.
[0007] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung weist die Prägevorrichtung
zumindest zwei einander zugeordnete Prägewalzen mit jeweils einem Walzenrad und daran
in Prägerichtung beweglich gelagerten Prägestempeln auf. Eine der beiden einander
zugeordneten Prägewalzen kann hierbei sogenannte Positiv-Prägestempel aufweisen, während
an der anderen Prägewalze korrespondierende Negativ-Prägestempel vorgesehen sind,
sodass mithilfe der paarweise zueinander korrespondierenden Positiv-Prägestempel und
Negativ-Prägestempel die gewünschten Schriftzeichen auf den Schildrohling aufgeprägt
werden können. Hierbei können die korrespondierenden Prägestempel der einander zugeordneten
Prägewalzen abgestimmt aufeinander von unterschiedlichen Seiten des Schildrohlings
her auf den Schildrohling zugestellt werden.
[0008] Zur Bearbeitung eines Schildrohlings mit der Prägevorrichtung kann es zweckmäßig
sein, wenn zwischen zwei einander zugeordneten Prägewalzen eine Bearbeitungsposition
für einen Schildrohling angeordnet ist. Auf diese Weise kann der Schildrohling zwischen
die beiden einander zugeordneten Prägewalzen bewegt werden, um zumindest ein Schriftzeichen
mithilfe der Prägestempel der beiden Prägewalzen auf den Schildrohling zu prägen.
Zur Bearbeitung des Schildrohlings kann dieser also zwischen den beiden Prägewalzen
angeordnet werden oder sein.
[0009] Die Prägestempel können in radialer Richtung beweglich an ihrem Walzenrad gelagert
sein. Auf diese Weise ist es möglich, den gewünschten Prägestempel durch eine Drehung
des Walzenrades in eine Prägeposition zu drehen und dann die für das Prägen des Schriftzeichens
erforderliche Bewegung mit dem Prägestempel auszuführen.
[0010] Eine Besonderheit der Vorrichtung kann darin bestehen, dass eine Nabe der zumindest
einen Prägewalze relativ zu einem Gestell der Vorrichtung und/oder relativ zu der
bereits erwähnten Bearbeitungsposition für einen Schildrohling zwischen zwei einander
zugeordneten Prägewalzen ortsfest ist. Auf diese Weise wird also nicht die gesamte
Prägewalze relativ zu dem zu prägenden Schildrohling bewegt, sondern nur der für das
Prägen des gewünschten Schriftzeichens erforderliche Prägestempel, der beweglich an
dem Walzenrad seiner Prägewalze angeordnet ist.
[0011] Auf diese Weise lassen sich die zum Prägen des Schildrohlings zu bewegenden Massen
deutlich reduzieren. Antriebskomponenten, die zur Bewegung der Prägestempel vorgesehen
sein können, können so kleiner dimensioniert werden, was die Konstruktion der Vorrichtung
vereinfachen kann und letztlich die Wirtschaftlichkeit der Vorrichtung verbessert.
[0012] Die Prägestempel können jeweils mithilfe wenigstens eines Rückstellelements, beispielsweise
mithilfe wenigstens einer Rückstellfeder, beweglich an dem Walzenrad der zumindest
einen Prägewalze gelagert sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das wenigstens
eine Rückstellelement bei in Ausgangsstellung befindlichem Prägestempel quer oder
rechtwinklig zu einer Radialen des Walzenrads ausgerichtet. Grundsätzlich ist es jedoch
auch denkbar, dass das wenigstens eine Rückstellelement in Richtung der Radialen des
Walzenrades ausgerichtet ist. Die Prägestempel können mithilfe ihrer Rückstellelemente
beispielsweise an einer Umfangsseite des Walzenrads aufgehängt sein und dort aus einer
Ruhestellung oder Ausgangsstellung in eine Prägestellung gebracht werden, in der sie
einen Schildrohling zum Prägen von Schriftzeichen kontaktieren.
[0013] Die Vorrichtung kann zumindest einen, vorzugsweise ortsfesten, Aktor aufweisen, mit
dem ein zum Prägen ausgewählter Prägestempel aus einer Ausgangsstellung an seinem
Walzenrad in eine Prägestellung bewegt werden kann. Der Aktor kann beispielsweise
ein Hubzylinder, vorzugsweise ein hydraulischer Hubzylinder sein. Der Aktor kann relativ
zu dem sich um den Aktor drehbaren Walzenrad der Prägewalze ortsfest sein. Auf diese
Weise kann der Aktor, der die Prägestempel aus ihrer Ausgangsstellung in ihre Prägestellung
bewegt, an Ort und Stelle verharren, während das Walzenrad der Prägewalze zur Auswahl
der zum Prägen verwendeten Prägestempel relativ zu dem Aktor verstellt werden kann.
Auf diese Weise lassen sich die zum Prägen der einzelnen Schriftzeichen vorgesehenen
Prägestempel nacheinander an dem Aktor positionieren, sodass dieser die Prägestempel
nacheinander auf einen in Bearbeitungsposition befindlichen Schildrohling pressen
kann, um die gewünschten Schriftzeichen auf den Schildrohling zu prägen.
[0014] Bei einer Vorrichtung, die mehrere Prägewalzen aufweist, kann jeder Prägewalze ein
Aktor zur Bewegung der Prägestempel in ihre jeweilige Prägestellung zugeordnet sein.
[0015] Zur Lösung der Aufgabe wird auch eine Vorrichtung zur automatisierten Herstellung
von geprägten Schildern vorgeschlagen, die die Merkmale des zweiten unabhängigen,
auf eine solche Vorrichtung gerichteten Anspruchs umfasst. Zur Lösung der Aufgabe
wird somit insbesondere eine Vorrichtung zur automatisierten Herstellung von geprägten
Schildern vorgeschlagen, die eine Prägevorrichtung zum Prägen von Schriftzeichen auf
einen Schildrohling und einen Transportschlitten aufweist, mit dem wenigstens ein
Schildrohling in eine Bearbeitungsposition an der Prägevorrichtung bewegt werden kann.
Der Transportschlitten umfasst einen Rahmen, auf dem zumindest ein Kennzeichenrohling
derart ablegbar ist, dass zwei Seiten des Schildrohlings zum Prägen von Schriftzeichen
für die Prägevorrichtung zugänglich sind. Auf diese Weise ist es möglich, den Schildrohling
mithilfe des Transportschlittens zunächst in die Bearbeitungsposition an der Prägevorrichtung
zu bewegen, ihn dort mit dem Transportschlitten zu halten und den an dem Transportschlitten
angeordneten Schildrohling gleichzeitig von beiden Seiten mit Prägestempeln der Prägevorrichtung
zu bearbeiten, um die gewünschte Schriftzeichenkombination auf den Schildrohling zu
prägen.
[0016] Das Besondere bei dieser Variante der Vorrichtung besteht nun darin, dass der Schildrohling
durch die spezielle Konstruktion des Transportschlittens nicht von diesem abgenommen
werden muss, um die Schriftzeichen von beiden Seiten des Schildrohlings mit korrespondierenden
Prägestempeln aufzuprägen. Der Rahmen des Transportschlittens kann beidseitig offen
sein, sodass Prägestempel der Prägevorrichtung durch den Rahmen auf einen an dem Rahmen
befindlichen Schildrohling zum Prägen von Schriftzeichen aufgepresst werden können.
[0017] Der Transportschlitten kann wenigstens ein Klemmmittel aufweisen, mit dem ein Schildrohling
an dem Rahmen des Transportschlittens festlegbar ist. Mit Hilfe des wenigstens einen
Klemmmittels kann ein Schildrohling somit an dem Rahmen des Transportschlittens aufgespannt
werden. Dies begünstigt die Bearbeitung des Schildrohlings an der Prägevorrichtung.
[0018] Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung ist das wenigstens eine Klemmmittel durch
ein Rückstellmittel, beispielsweise durch eine Rückstellfeder in einer Klemmstellung
gehalten. So kann sichergestellt werden, dass das Klemmmittel automatisch in seiner
Klemmstellung, in der es einen Schildrohling an dem Rahmen des Transportschlitten
fixiert, verbleibt, wenn das Rückstellmittel nicht gezielt beaufschlagt wird, um in
eine Offenstellung bewegt zu werden. Auf diese Weise kann eine unbeabsichtigte Lageveränderung
des Schildrohlings an dem Rahmen des Transportschlittens vermieden werden. Bei einer
Ausführungsform der Vorrichtung weist der Rahmen eine Aufnahme auf, in der ein Schildrohling
in Bezug auf seine flächige Ausdehnung formschlüssig an dem Rahmen des Transportschlittens
fixiert werden kann. Die Aufnahme kann zumindest an einer Seite durch Rahmenschenkel
des Rahmens begrenzt sein.
[0019] Der Rahmen kann bei in Bearbeitungsposition befindlichem Transportschlitten eine
beidseitige Zustellung von Prägestempeln der Prägevorrichtung auf den an dem Rahmen
aufgespannten Schildrohling erlauben. Der Rahmen kann hierfür zumindest zwei Stempelöffnungen
aufweisen, die an einander abgewandten Seiten des Rahmens vorgesehen sind und durch
die Prägestempel der Prägevorrichtung zum Aufprägen von Schriftzeichen auf den an
dem Rahmen aufgespannten Schildrohling zustellbar sind.
[0020] Der Transportschlitten kann bei einer Ausführungsform der Vorrichtung Führungsrollen
aufweisen. Die Führungsrollen können an in Längserstreckungsrichtung des Rahmens ausgerichteten
Seiten oder Längsseiten des Rahmens angeordnet sein. Bei einer anderen Ausführungsform
weist der Transportschlitten zumindest ein Gleitelement, beispielsweise eine Gleitkufe
auf. Diese Variante erlaubt eine Verschiebung des Transportschlittens auf einer entsprechenden
Schlittenführung der Vorrichtung, die ohne Führungsrollen auskommt.
[0021] Die Vorrichtung kann, wie bereits zuvor erwähnt, eine Schlittenführung aufweisen,
entlang derer der Transportschlitten der Prägevorrichtung zuführbar ist. Je nach Ausführungsform
des Transportschlittens kann die Schlittenführung auf einen Transportschlitten mit
Führungsrollen und/oder auch auf einen Transportschlitten mit einem Gleitelement abgestimmt
sein.
[0022] Die Schlittenführung kann zumindest ein Verdrängermittel, beispielsweise eine Verdrängerleiste
aufweisen, mit der das wenigstens eine Klemmmittel des Transportschlittens in seine
Offenstellung bewegbar und/oder dort haltbar ist. Dieses zumindest eine Verdrängermittel
kann beispielsweise in einem Bereich außerhalb des Arbeitsbereichs der Prägevorrichtung
vorgesehen sein. Auf diese Weise ist es möglich, das zumindest eine Klemmmittel des
Transportschlittens zumindest im Arbeitsbereich der Prägevorrichtung in seiner Klemmstellung
zu halten, um einen Schildrohling an dem Rahmen des Transportschlittens zu fixieren.
Dies begünstigt eine präzise Bearbeitung des Schildrohlings an der Prägevorrichtung
der Vorrichtung. In einem anderen Bereich der Vorrichtung, in dem der Transportschlitten
beispielsweise mit Schildrohlingen beladen oder fertig bearbeitete Schildrohlinge
von dem Transportschlittens abgenommen werden sollen, kann die Schlittenführung das
zumindest eine Verdrängermittel aufweisen. Gelangt der Transportschlitten in einen
Bereiche, in dem das zumindest eine Verdrängermittel, beispielsweise die Verdrängerleiste,
vorgesehen ist, wird das zumindest eine Klemmmittel des Transportschlittens durch
die Bewegung des Transportschlitten automatisch und ohne einen separaten Antrieb in
seine Offenstellung bewegt. Eine Fixierung des Schildrohlings an dem Rahmen des Transportschlittens
wird somit aufgehoben, so dass der Schildrohling nach seiner Bearbeitung an der Vorrichtung
von dem Transportschlitten abgenommen werden kann. Bei in Offenstellung befindlichem
Klemmmittel ist es ferner möglich, einen unbeladenen Transportschlitten mit einem
neuen Schildrohling zu beladen.
[0023] Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung ist vorgesehen, dass diese eine Foliervorrichtung
zum Aufbringen einer Folie, insbesondere zum Aufbringen einer Heißprägefolie, auf
einen bereits geprägten Schildrohling aufweist. Mithilfe der Foliervorrichtung ist
es möglich, die dem Schildrohling aufgeprägten Schriftzeichen mit einer eingefärbten
Folie zu versehen und so einzufärben. Insbesondere wenn Kennzeichenschilder mithilfe
der Vorrichtung hergestellt werden sollen, hat sich die Verwendung von Heißprägefolien
als Folien zum Einfärben der aufgeprägten Schriftzeichen bewährt.
[0024] Die zuvor erwähnte Aufgabe wird schließlich auch mit einer Vorrichtung zur automatisierten
Herstellung von geprägten Schildern, insbesondere von geprägten Kennzeichen, gelöst,
die die Mittel und Merkmale des Dritten unabhängigen, auf eine derartige Vorrichtung
gerichteten Anspruchs umfasst. Demnach wird zur Lösung der Aufgabe auch eine Vorrichtung
zur automatisierten Herstellung von geprägten Schildern, insbesondere von Kennzeichenschildern,
vorgeschlagen, die durch eine Foliervorrichtung gekennzeichnet ist, die zum Aufbringen
einer Folie, insbesondere einer Heißprägefolie, auf einen geprägten Schildrohling
eine Prägerolle aufweist, die zwischen einer Prägeposition und einer Ruheposition
bewegbar ist. Während der Bearbeitung des Schildrohlings an der Prägevorrichtung kann
die Prägerolle, mit der die Folie nach erfolgter Bearbeitung des Schildrohlings an
der Prägevorrichtung auf den Schildrohling aufgebracht werden soll, zunächst in ihrer
Ruheposition verweilen. In der Ruheposition kann die Prägerolle beabstandet zu einer
Ebene oder Führung, insbesondere beabstandet zu der bereits zuvor erwähnten Schlittenführung,
angeordnet sein, entlang derer die Schildrohlinge der Prägevorrichtung zugeführt werden
können. So werden Verstellbewegungen der Schildrohlinge, die bei der Bearbeitung der
Schildrohlinge an der Prägevorrichtung von den Schildrohlingen durchgeführt werden,
durch die Prägerolle nicht beeinträchtigt.
[0025] Auf diese Weise kann die Foliervorrichtung näher an die Prägevorrichtung der Vorrichtung
platziert werden. Die Vorrichtung erhält so kompaktere Abmessungen. Selbst wenn Randbereiche
der Schildrohlinge mithilfe der Prägevorrichtung mit Schriftzeichen versehen werden
sollen, ist die Prägerolle der Foliervorrichtung nicht im Weg, da sie derweil in ihrer
Ruheposition beabstandet zu der Ebene verweilt, in der der Schildrohling von der Prägevorrichtung
der Vorrichtung bearbeitet wird. Somit ist es möglich, den Schildrohling während seiner
Bearbeitung an der Prägevorrichtung bei Bedarf bis in den Arbeitsbereich der Foliervorrichtung
zu verschieben, ohne dass der Schildrohling oder der Transportschlitten mit der Prägerolle
kollidiert.
[0026] Die Prägerolle kann in Arbeitsposition zwischen Führungsschienen einer, beispielsweise
der bereits zuvor erwähnten Schlittenführung der Vorrichtung angeordnet sein, während
die Prägerolle in ihrer Ruheposition beabstandet zu der Schlittenführung der Vorrichtung
angeordnet sein kann. Auf diese Weise lässt sich eine Kollision der Prägerolle mit
dem an der Prägevorrichtung bearbeiteten Schildrohling und/oder dem einem Transportschlitten
der Vorrichtung vermeiden.
[0027] Wenn als Folie eine Heißprägefolie auf die geprägten Schriftzeichen eines Schildrohlings
aufgebracht werden soll, ist es vorteilhaft, wenn die Prägerolle beheizt ist. Hierzu
kann die Foliervorrichtung eine Heizvorrichtung mit zumindest einem der Prägerolle
zugeordneten Heizelement aufweisen. Zweckmäßig ist es, wenn das zumindest eine der
Prägerolle zugeordnete Heizelement zusammen mit der Prägerolle aus der Arbeitsposition
in die Ruheposition bewegt werden kann. Hierzu können das zumindest eine Heizelement
und die Prägerolle an einem beweglichen, insbesondere an einem schwenkbaren Arm der
Foliervorrichtung angeordnet sein.
[0028] Die Foliervorrichtung kann einen Rollenantrieb aufweisen, der dazu eingerichtet ist,
die Prägerolle in ihrer Ruheposition anzutreiben, also in Drehung zu versetzen. Auf
diese Weise wird verhindert, dass sich die Prägerolle, wenn diese beheizt ist, lokal
überhitzt. Dadurch, dass die Prägerolle in ihrer Ruheposition angetrieben, also bewegt
wird, werden einem, beispielsweise dem bereits zuvor erwähnten, wenigstens einen Heizelement
der Foliervorrichtung ständig andere Abschnitte der Prägerolle zugewandt, so dass
eine gleichmäßige Erwärmung der Prägerolle erzielt werden kann, auch wenn diese in
ihrer Ruheposition angeordnet ist. Bei einer in Arbeitsposition befindlichen Prägerolle
kann der Rollenantrieb inaktiv und/oder die Prägerolle freilaufend sein. Die Bewegung
der Prägerolle, die für das Aufprägen der Folie, insbesondere Heißprägefolien wünschenswert
ist, kann dann durch den relativ zu der Prägerolle bewegten Schildrohling und/oder
einen, beispielsweise den bereits zuvor erwähnten, Transportschlitten verursacht werden.
[0029] Die Prägerolle der Foliervorrichtung kann eine Silikonbeschichtung aufweisen. Diese
begünstigt eine flächige Anlage der Prägerolle an den geprägten Schriftzeichen des
Schildrohlings und somit letztendlich den zuverlässigen Auftrag der Folie, insbesondere
der Heißprägefolie auf die geprägten Schriftzeichen des Schildrohlings.
[0030] Die Vorrichtung kann eine Handhabungsvorrichtung für Schildrohlinge und/oder für
fertigbearbeitete Schilder aufweisen. Die Handhabungsvorrichtung kann beispielsweise
einen Sauggreifer umfassen. Der Sauggreifer kann entlang einer Querführung zwischen
Aufnahmepositionen und Abgabepositionen bewegt werden. Mithilfe der Handhabungsvorrichtung
können Schildrohlinge zum Beispiel aus einem Magazin mit einem Vorrat an Schildrohlingen
ausgefasst und dem Transportschlitten der Vorrichtung zugeführt werden. Fertigbearbeitete
Schilder können mithilfe der Handhabungsvorrichtung von dem Transportschlitten abgenommen
und in eine Ausgabeposition der Vorrichtung, beispielsweise in ein Ausgabefach oder
in einen Ausgabeschacht oder in ein Magazin der Vorrichtung für fertige Schilder abgelegt
werden.
[0031] Wie bereits zuvor erwähnt, kann die Vorrichtung zumindest ein Magazin für einen Vorrat
an Schildrohlingen aufweisen. Zur Bevorratung von Schildrohlingen zur Herstellung
unterschiedlicher Schildtypen, insbesondere Kennzeichentypen, kann die Vorrichtung
in dem Magazin mehrere Schächte aufweisen oder auch mehrere Magazine. Ferner ist es
möglich, dass die Vorrichtung eine Ausgabe, insbesondere einen Ausgabeschacht und/oder
ein Ausgabefach und/oder ein Magazin, für fertigbearbeitete Schilder umfasst. In der
Ausgabe kann ein fertig hergestelltes Schild zur Entnahme bereitgehalten werden.
[0032] Zur Lösung der Aufgabe wird auch ein Verkaufsautomat mit einer Vorrichtung nach einem
der auf eine solche Vorrichtung gerichteten Ansprüche vorgeschlagen, die zur automatisierten
Herstellung von geprägten Schildern, insbesondere von geprägten Kennzeichenschildern
eingerichtet ist.
[0033] Der Verkaufsautomat kann einen Ausgabeschacht und/oder ein Ausgabefach für fertige
Schilder aufweisen. Ferner kann der Verkaufsautomat eine Benutzerschnittstelle zur
Eingabe von Auftragsinformationen und/oder eine Bezahlschnittstelle aufweisen. Über
die Benutzerschnittstelle kann ein Benutzer des Verkaufsautomaten Auftragsinformationen,
beispielsweise eine Schriftzeichenkombination, die auf das Schild aufgeprägt werden
soll, eingeben. Von der Benutzerschnittstelle des Verkaufsautomaten kann diese Auftragsinformationen
an eine Steuereinheit der Vorrichtung zur automatisierten Herstellung von Schildern
übertragen und von der Steuereinheit in entsprechende Steuerimpulse umgesetzt werden.
Der Auftrag kann durch Bezahlung über die Bezahlschnittstelle des Verkaufsautomaten
freigegeben und so die automatisierte Herstellung des Schildes ausgelöst werden. Die
Bezahlschnittstelle kann ferne einen Münzprüfer und/oder einen Scheinprüfer umfassen.
Ferner kann die Bezahlschnittstelle zum berührungslosen Bezahlen mittels eines berührungslosen
Zahlungsmittels, insbesondere eines mobilen Endgerätes und/oder einer Zahlkarte, beispielsweise
einer Kreditkarte oder Bankkarte oder Geldkarte, eingerichtet sein.
[0034] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben, ist aber
nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt. Weitere Ausführungsbeispiele ergeben
sich durch Kombination der Merkmale einzelner oder mehrerer Schutzansprüche untereinander
und/oder in Kombination einzelner oder mehrerer Merkmale des Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Verkaufsautomaten mit einer Vorrichtung zur automatisierten
Herstellung von geprägten Schildern, hier von geprägten Kennzeichenschildern,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines Paars einander zugeordneter Prägewalzen, wobei jede Prägewalze
ein Walzenrad mit daran beweglich gelagerten Prägestempeln und einen Aktor, hier einen
hydraulischen Hubzylinder, zur Bewegung der Prägestempel aufweist,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Walzenrades der Vorrichtung,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines Segments des in Figur 3 dargestellten Walzenrades
mit einem mittels vier Rückstellfedern daran aufgehängten Prägestempel,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht mit einem Ausschnitt der in Figur 2 gezeigten Walzenräder zur Veranschaulichung
des Prägevorgangs,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht einer Schlittenführung der Vorrichtung mit daran angeordnetem
Transportschlitten,
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung des in Figur 6 gezeigten Transportschlittens,
- Fig. 8
- ein Ausschnitt aus Figur 6 zur Veranschaulichung zweier Rückstellleisten, mit denen
Klemmmittel des Transportschlittens aus ihrer in Figur 6 gezeigten Klemmstellung in
eine Offenstellung bewegbar sind,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht einer Foliervorrichtung der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung
mit einer in Ruheposition befindlichen Prägerolle sowie
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht der in Figur 9 gezeigten Foliervorrichtung mit in Arbeitsposition
befindlicher Prägerolle zwischen zwei Führungsschienen der Schlittenführung der Vorrichtung.
[0035] Figur 1 zeigt einen im Ganzen mit 1 bezeichneten Verkaufsautomaten mit einer Vorrichtung
2 zur automatisierten Herstellung von geprägten Schildern.
[0036] Die Vorrichtung 2 weist eine Prägevorrichtung 3 zum Prägen von Schriftzeichen auf
einen Schildrohling auf, aus dem ein geprägtes Schild, hier ein Kennzeichenschild
hergestellt werden soll.
[0037] Die Prägevorrichtung 3 weist insgesamt zweimal sechs Prägewalzen 4 auf. Jede der
Prägewalzen 4 weist ein Walzenrad 5 und daran in Prägerichtung beweglich gelagerte
Prägestempel 6 auf.
[0038] Die Prägewalzen 4 der Prägevorrichtung 3 sind jeweils paarweise einander zugeordnet.
Die sechs in Figur 1 oberen Prägewalzen 4 weisen dabei Prägestempel 6 auf, die sogenannte
Negativ-Prägestempel sind. Die sechs unteren, den oberen Prägewalzen 4 jeweils zugeordneten
Prägewalzen 4 weisen dazu passend Prägestempel 6 auf, die als Positiv-Prägestempel
ausgebildet sind und somit als Gegenstempel der Prägestempel 6 der oberen Prägewalzen
4 bezeichnet werden können. Über die insgesamt sechs Paare von Prägewalzen 4 verteilt
sich ein Satz von Prägestempeln 6, die zum Prägen üblicher Schriftzeichen, darunter
Buchstaben, Sonderzeichen und Ziffern, auf Kennzeichenschildern notwendig sind. Einige
der Prägewalzen 4 können Schriftzeichen in unterschiedlichen Schriftarten oder Schriftgrößen
aufweisen, als die übrigen Prägewalzen 4. Insgesamt erlaubt der Satz von Prägestempeln
6, der auf die insgesamt 12 Prägewalzen 4 der Prägevorrichtung 3 verteilt ist, das
Prägen gängiger Schriftzeichen, die für die Herstellung geprägter Kennzeichenschilder
notwendig sind.
[0039] Zwischen den jeweils zwei einander zugeordneten Prägewalzen 4 der Prägevorrichtung
3 der Vorrichtung 2 befindet sich eine Bearbeitungsposition 7, in der ein Schildrohling
angeordnet werden kann, um Schriftzeichen zu prägen. Die Bearbeitungsposition 7 zwischen
zwei einander zugeordneten Prägewalzen 4 ist beispielsweise anhand von Figur 2 gut
zu erkennen.
[0040] Die Prägestempel 6 sind in radialer Richtung beweglich an dem Walzenrad 5 ihrer jeweiligen
Prägewalze 4 angeordnet. Beim Prägen der Schriftzeichen verändern die Prägewalzen
4 ihre Position relativ zu einem Gestell 8 der Vorrichtung 2 nicht.
[0041] Somit sind Naben 9 der Prägewalzen 4 relativ zu dem Gestell 8 der Vorrichtung 2 und
auch relativ zu der Bearbeitungsposition 7 für den Schildrohling zwischen den einander
zugeordneten Prägewalzen 4 ortsfest. Zum Prägen der Schriftzeichen auf einen Schildrohling
ist es also nicht erforderlich, die Prägewalzen 4 jeweils in ihrer Gesamtheit zu bewegen.
Vielmehr ermöglicht es die erfindungsgemäße Vorrichtung 2, nur die jeweils zum Prägen
benötigten Prägestempel 6 zu bewegen. Währenddessen die übrigen Prägestempel 6, die
zum Prägen ausgewählter Schriftzeichen nicht benötigt werden, in Ruhe verbleiben können.
[0042] Figur 4 veranschaulicht, wie die Prägestempel 6 an dem jeweiligen Walzenrad 5 ihrer
Prägewalze 4 beweglich gelagert sind. Hierzu ist jeder Prägestempel 6 jeweils mithilfe
von insgesamt vier Rückstellelementen 10 in Form von Rückstellfedern beweglich an
dem Walzenrad 5 aufgehängt. Figur 4 zeigt ein einzelnes Segment 11 des in Figur 3
gezeigten Walzenrades 5 einer Prägewalze 4 der Vorrichtung 2.
[0043] Gut zu erkennen sind die insgesamt vier Rückstellelemente 10 in Form von Rückstellfedern,
die in Ausgangsstellung des Prägestempels 6 quer zu einer Radialen des Walzenrades
5 ausgerichtet sind. Für jedes Walzenrad 5 weist die Vorrichtung 2 jeweils einen in
Bezug auf das Walzenrad 5 feststehenden Aktor 12 auf, der im gezeigten Ausführungsbeispiel
ein hydraulischer Hubzylinder ist. Mithilfe des Aktors 12 kann ein zum Prägen ausgewählter
Prägestempel 6 aus einer Ausgangsstellung an seinem Walzenrad 5 in eine Prägestellung
bewegt werden, in der er ein zum Prägen bereitgehaltenes Schild kontaktiert.
[0044] Figur 5 zeigt den Aktor 12 des oberen Walzenrades 5 in seiner Ausgangsstelle an einem
Prägestempel 6 der Vielzahl von Prägestempel 6 des oberen Walzenrades 5. Wird der
Aktor 12 des oberen Walzenrades 5 aus dieser Ausgangslage ausgefahren, schiebt er
den Prägestempel 6 in seine Prägestellung und bewirkt, dass das Schriftzeichen des
Prägestempels 6 einem in Bearbeitungsposition 7 zwischen den beiden Walzenrädern 5
angeordneten Schildrohling aufgeprägt wird. Gleichzeitig oder mit zeitlicher Verzögerung
wird der korrespondierende untere Prägestempel 6, der auch als Gegenstempel bezeichnet
werden kann, mithilfe des Aktors 12 des unteren Walzenrades 5 in seine Prägestellung
gebracht. Der obere Prägestempel 6 der beiden Prägestempel 6 kann hierbei ein Negativ-Prägestempel
sein, wie er beispielsweise in Figur 4 gezeigt ist. Der untere Prägestempel 6 der
beiden Prägestempel 6 ist dann entsprechend ein Positiv-Prägestempel, mit dem ein
positives Abbild eines zu prägenden Schriftzeichens von unten in den zur Bearbeitung
bereitgehaltenen Schildrohling eingepresst werden kann. Ganz allgemein kann es von
Vorteil sein, zuerst den Negativ-Prägestempel in Anlage an den Schildrohling zu bringen
und erst anschließend den Positiv-Prägestempel zuzustellen.
[0045] Mithilfe eines Walzenantriebs 47 der Vorrichtung 2 können die Prägewalzen 4 gedreht
werden, um die gewünschten Prägestempel 6 zum Prägen auszuwählen und vor den Aktoren
12 zu positionieren.
[0046] Die Vorrichtung 2 zur automatisierten Herstellung von geprägten Schildern umfasst
ferner einen Transportschlitten 13. Der Transportschlitten 13 dient dazu, einen Schildrohling
in die Bearbeitungspositionen 7 zwischen den paarweise einander zugeordneten Prägewalzen
4 der Vorrichtung 2 zu bringen. Der Transportschlitten 13 umfasst hierfür einen Rahmen
14, auf dem ein Schildrohling derart abgelegt werden kann, dass zwei unterschiedliche
Seiten des Schildrohlings, hier eine Oberseite und eine Unterseite des Schildrohlings,
zum Prägen von Schriftzeichen für die Prägevorrichtung 3 und ihre Prägestempel 6 zugänglich
sind. Der Rahmen 14 ist beidseitig offen, weist also eine oberseitige Stempelöffnung
44 und eine unterseitige Stempelöffnung 45 auf, durch die Prägestempel 6 von oben
und von unten auf einen an dem Rahmen 14 festgelegten Schildrohling aufgepresst werden
können, um die gewünschten Schriftzeichen zu prägen.
[0047] Figur 7 zeigt eine Einzelteildarstellung des Transportschlittens 13. Demnach weist
der Transportschlitten 13 insgesamt acht Klemmmittel 15 auf, mit denen ein Schildrohling
an dem Rahmen 14 des Transportschlittens 13 festgelegt werden kann. Als Klemmmittel
15 werden Klemmhebel verwendet, die aus ihrer in Figur 7 gezeigten Ausgangsstellung
in eine Klemmstellung verschwenkt werden können, in der sie einen an dem Rahmen 14
angeordneten Schildrohling übergreifen und so an dem Rahmen 14 fixieren. Der Rahmen
14 umfasst eine in Bezug auf seine Oberseite und Unterseite innerhalb des Rahmens
4 versenkte Aufnahme 16, in der ein Schildrohling in Bezug auf seine flächige Ausdehnung
formschlüssig an dem Rahmen 14 festgelegt werden kann.
[0048] Jedes der Klemmmittel 15 ist mit jeweils einem Rückstellmittel 17, hier in Form einer
Rückstellfeder, versehen. Durch die Rückstellmittel 17 werden die Klemmmittel 15 automatisch
in einer Klemmstellung gehalten, in der sie die Aufnahme 16 für den Schildrohling
überdecken.
[0049] Der in Figur 7 gezeigte Transportschlitten 13 weist mehrere Führungsrollen 18 auf.
Mithilfe der Führungsrollen 18 kann der Transportschlitten 13 entlang einer Schlittenführung
19 der Vorrichtung 2 bis in die Bearbeitungspositionen 7 der zwischen den Prägewalzen
4 der Prägevorrichtung 3 verfahren werden. Die Führungsrollen 18 sind an Längsseiten
des Rahmens 14 angeordnet. Bei einer alternativen Ausführungsform des Transportschlittens
13 sind anstelle der Führungsrollen 18 Gleitelemente, beispielsweise Gleitkufen oder
Gleitbeläge vorgesehen, mithilfe derer der Transportschlitten 13 entlang der Schlittenführung
19 der Vorrichtung verschoben werden kann.
[0050] Mithilfe eines Schlittenantriebs 20 kann der Transportschlitten 13 zwischen einer
Übergabeposition, in der Schildrohlinge aus einem Magazin 21 der Vorrichtung dem Transportschlitten
13 zugeführt und aus der heraus fertig geprägte Schilder von dem Transportschlitten
13 entnommen werden können, und den Bearbeitungspositionen 7 bewegt werden.
[0051] Die Übergabeposition 22 ist im Bereich des bereits zuvor erwähnten Magazins 21 der
Vorrichtung 2 angeordnet. In einem Bereich außerhalb eines Arbeitsbereichs der Prägevorrichtung
3, in dem die einzelnen Bearbeitungspositionen 7 zwischen den Prägewalzen 4 angeordnet
sind, weist die Schlittenführung 19 zwei Verdrängermittel 23 in Form von Verdrängerleisten
auf. Die Verdrängerleisten sind auf Führungsschienen 24 der Schlittenführung 19 angeordnet,
auf denen der Transportschlitten 13 durch die Vorrichtung 2 bewegt werden kann.
[0052] Die Verdrängerleisten dienen dazu, die Klemmmittel 15 des Transportschlittens 13
aus ihrer Klemmstellung oder Schließstellung, die sie aufgrund der Rückstellmittel
17 automatisch einnehmen, in eine Offenstellung zu bewegen. Sobald sich der Transportschlitten
13 außerhalb des Arbeitsbereichs der Prägevorrichtung 3, beispielsweise im Bereich
der bereits zuvor erwähnten Übergabeposition 22 befindet, sind die Rückstellmittel
17 des Transportschlittens 13 aufgrund der Verdrängerleisten in Offenstellung gelangt,
sodass eine Entnahme eines fertigen Schildes von dem Transportschlitten 13 wie auch
ein erneutes Beladen des Transportschlittens 13 mit einem noch zu bearbeitenden Schildrohling
möglich ist.
[0053] Die Vorrichtung 2 weist außerdem eine Foliervorrichtung 25 auf. Die Foliervorrichtung
25 dient dazu, eine Folie, hier eine Heißprägefolie, auf die dem Schildrohling aufgeprägten
Schriftzeichen aufzubringen. So ist es möglich, aufgeprägte Schriftzeichen beispielsweise
schwarz einzufärben, indem eine schwarze Heißprägefolie auf die geprägten Schriftzeichen
aufgebracht wird. Die Verdrängermittel 23 in Form der Verdrängerleisten sind so an
den Führungsschienen 24 der Schlittenführung 19 angeordnet, dass sie einen Arbeitsbereich
der Foliervorrichtung 25 freilassen. So wird sichergestellt, dass die Rückstellmittel
17 des Transportschlittens 13 in ihrer Offenstellung angeordnet sind, wenn der Transportschlitten
13 in den Arbeitsbereich der Foliervorrichtung 25 gelangt.
[0054] Die Foliervorrichtung 25 ist z.B. in den Figuren 9 und 10 näher dargestellt. In Gebrauchsstellung
an der Vorrichtung 2 ist die Foliervorrichtung 25 zwischen der Prägevorrichtung 3
und dem Magazin 21 der Vorrichtung 2 angeordnet. Die Schlittenführung 19 verläuft
durch die Foliervorrichtung 25, sodass der Transportschlitten 13 die Foliervorrichtung
25 gegebenenfalls mehrfach passiert, um einen an ihm positionierten Schildrohling
in die einzelnen Bearbeitungspositionen 7 der Prägevorrichtung 3 zu bewegen.
[0055] Die Foliervorrichtung 25 weist eine beheizte Prägerolle 26 auf. Die Prägerolle 26
kann zwischen der in Figur 10 gezeigten Arbeitsposition und ihrer in Figur 9 gezeigten
Ruheposition bewegt werden. Befindet ist die Prägerolle 26 in der in Figur 9 gezeigten
Ruheposition ist die Schlittenführung 19 unterhalb der Prägerolle 26 für den Transportschlitten
13 passierbar, ohne die Prägerolle 26 zu kontaktieren. So ist es möglich, die Foliervorrichtung
25 unmittelbar an die Prägevorrichtung 3 der Vorrichtung 2 zur automatisierten Herstellung
von geprägten Schildern angrenzend anzuordnen.
[0056] Die Position der Foliervorrichtung 25 unmittelbar benachbart zu der Prägevorrichtung
3 der Vorrichtung 2 ist gut in Figur 1 zu erkennen. Sollen Schriftzeichen mithilfe
der Prägestempel 6 von Prägewalzen 4 auf einen Schildrohling geprägt werden, die unmittelbar
benachbart zu der Foliervorrichtung 25 angeordnet sind, ist dies ohne weiteres möglich.
Ein Schildrohling kann, auch wenn seine Randbereiche mithilfe dieser beiden, sich
unmittelbar an die Foliervorrichtung 25 anschließenden Prägewalzen 4 bearbeitet werden
sollen, bis in den Bereich der Foliervorrichtung 25 hineinragen, ohne mit der Prägerolle
26 zu kollidieren.
[0057] Figur 10 verdeutlicht, dass die Prägerolle 26 in ihrer Arbeitsposition zwischen den
Führungsschienen 24 der Schlittenführung 19 der Vorrichtung 2 angeordnet ist. Wird
der Transportschlitten 13 mit einem Schildrohling, dessen Schriftzeichen mit Folie
belegt werden sollen, unterhalb der Prägerolle 26 vorbei geführt, kann die Prägerolle
26 ein Stück weit nach oben ausweiche, liegt jedoch immer noch zuverlässig an den
Schriftzeichen des Schildrohlings an, um die zwischen den Schriftzeichen und der Prägerolle
26 befindliche Folie auf die Schriftzeichen aufzubringen. In Ruheposition weist die
Prägerolle 26 einen Abstand zu der Schlittenführung 19 auf und ist oberhalb der Führungsschienen
24 der Schlittenführung 19 angeordnet.
[0058] Die Prägerolle 26 der Foliervorrichtung 25 ist beheizt. Zur Beheizung der Prägerolle
26 weist die Foliervorrichtung 25 eine Heizvorrichtung 27 auf, die zwei Heizelemente
28 umfasst. Die Heizelemente 28 der Heizvorrichtung 27 der Foliervorrichtung 25 können
zusammen mit der Prägerolle 26 aus der Arbeitsposition in die Ruheposition und umgekehrt
bewegt werden. Die Figuren 9 und 10 verdeutlichen, dass die Prägerolle 26 und die
beiden Heizelemente 28 der Heizvorrichtung 27 an einem gemeinsamen Hebelarm 29 der
Foliervorrichtung angeordnet sind. Mithilfe des Hebelarms 29 können die Heizelemente
28 und die Prägerolle 26 zwischen den in den Figuren 9 und 10 gezeigten Positionen
verschwenkt werden. Der Hebelarm 29 ist zu diesem Zweck mit einem Stellelement 46,
hier einem Hubzylinder verbunden, der den Hebelarm 29 um eine Schwenkachse bewegt.
[0059] Die Foliervorrichtung 25 weist ferner einen Rollenantrieb 30 auf. Der Rollenantrieb
30 ist dazu vorgesehen, die Prägerolle 26 in ihrer Ruheposition anzutreiben, also
in Drehung zu versetzen. Durch die Drehung der Prägerolle 26 in ihrer Ruheposition
wird eine ungleichmäßige Erwärmung der Prägerolle 26 durch die Heizelemente 28 verhindert.
Im Umkehrschluss kann gesagt werden, dass die Drehung der Prägerolle 26 in ihrer Ruheposition,
in der sie beabstandet zu der Schlittenführung 19 der Vorrichtung 2 angeordnet ist,
eine gleichmäßige Erwärmung der Prägerolle 26 mit den Heizelementen 28 erlaubt. Der
Rollenantrieb 30 ist inaktiv, wenn die Prägerolle 26 in ihrer in Figur 10 gezeigten
Arbeitsposition angeordnet ist. In der Arbeitsposition ist die Prägerolle 26 freilaufend
geschaltet und wird durch das Vorbeiführen eines relativ zu der Prägerolle bewegten,
mit einer Folie zu versehenen Schildrohlings in Drehung versetzt.
[0060] Die Prägerolle 26 der Foliervorrichtung 25 ist mit einer Silikonbeschichtung versehen.
Die Silikonbeschichtung begünstigt die zuverlässige Anlage der Prägerolle 26 an einem
an ihr vorbeigeführten Schildrohling, der mit der zwischen dem Schildrohling und der
Prägerolle 26 vorbeigeführten Folie versehen werden soll.
[0061] Die Foliervorrichtung 25 umfasst ferner eine Abwickelrolle 31. Von der Abwickelrolle
31 kann Folie zum Beschichten eines an der Prägerolle 26 vorbeigeführten Schildrohlings
abgewickelt werden. Eine Aufwickelrolle 32 der Foliervorrichtung 25 dient dazu, verbrauchte
Folie aufzunehmen. Die Foliervorrichtung 25 weist außerdem zwei Folienführungsmittel
33 auf, von denen beidseits der Prägerolle 26 jeweils eines angeordnet ist. Als Folienführungsmittel
33 werden Folienführungsrollen verwendet, zwischen die die Prägerolle 26 in ihre Arbeitsposition
gemäß Figur 10 eintauchen kann, um eine an den Folienführungsmitteln 33 entlang geführte
Folie in Anlage an einen an der Prägerolle 26 vorbeigeführtes Schildrohling und die
darauf aufgeprägten Schriftzeichen zu bringen.
[0062] Die Vorrichtung 2 weist ferner eine Handhabungsvorrichtung 34 auf. Die Handhabungsvorrichtung
34 umfasst einen Sauggreifer 35. Entlang einer Querführung 36 kann der Sauggreifer
35 bewegt werden, um fertige Schilder von dem Transportschlitten 13 abzunehmen bzw.
ungeprägte Schildrohlinge aus dem bereits zuvor erwähnten Magazin 21 der Vorrichtung
2 zu entnehmen und auf dem Transportschlitten 13 abzulegen. Das Magazin 21 der in
Figur 1 dargestellten Vorrichtung 2 umfasst insgesamt drei Aufnahmeschächte 37, in
denen jeweils Schildrohlinge, hier Kennzeichenschildrohlinge angeordnet sind. Ferner
verfügt die Vorrichtung 2 auch über eine Ausgabe 38, die hier als Ausgabefach für
fertige Schilder ausgebildet ist.
[0063] Die zuvor erläuterte Vorrichtung 2 wird an dem Verkaufsautomaten 1 verwendet. Der
Verkaufsautomat 1 weist als Ausgabe 38 das zuvor erwähnte Ausgabefach der Vorrichtung
2 auf. Mithilfe der Handhabungsvorrichtung 34 und ihres Sauggreifers 35 können fertige
Schilder von dem Transportschlitten 13 entnommen und in das Ausgabefach 38 abgelegt
werden. Aus dem Ausgabefach 38 kann ein Benutzer des Verkaufsautomaten 1 das von ihm
in Auftrag gegebene Schild entnehmen.
[0064] Der Verkaufsautomat 1 weist ferner eine Benutzerschnittstelle 39 auf. Über die Benutzerschnittstelle
39 kann ein Benutzer Auftragsinformationen eingeben, die beispielsweise die dem Schild
aufzuprägende Schriftzeichenkombination enthält. Ferner ist der Verkaufsautomat 1
mit einer Bezahlschnittstelle 40 ausgestattet. Über die Bezahlschnittstelle 40 kann
der Benutzer des Verkaufsautomaten einen für die Herstellung des von ihm in Auftrag
gegebenen Schildes erforderlichen Geldbetrag entrichten.
[0065] Die Bezahlschnittstelle 40 kann zum berührungslosen Auslesen von Zahlungsinformationen
eingerichtet sein, die beispielsweise auf einem mobilen Endgerät oder auch einer Zahlkarte
gespeichert sein. Ferner ist die Bezahlschnittstelle 40 mit einem Münzprüfer 41 sowie
einem Scheinprüfer 42 auf, sodass auch eine Barzahlung am Verkaufsautomaten 1 möglich
ist. Zudem kann die Bezahlschnittstelle 40 auch ein Kartenlesegerät umfassen, um die
Bezahlung mit einer Zahlkarte, beispielsweise einer EC- und/oder Kreditkarte, zu ermöglichen.
[0066] Wird ein über die Benutzerschnittstelle 39 eingegebener Auftrag zur Herstellung eines
Schildes durch die Entrichtung des erforderlichen Geldbetrages über die Bezahlschnittstelle
40 autorisiert, kann eine Steuereinheit 43 der Vorrichtung 2 die empfangenen Auftragsinformationen
in entsprechende Stellsignale umsetzen, die die Vorrichtung 2 und insbesondere die
Prägevorrichtung 3 sowie die Foliervorrichtung 25 der Vorrichtung 2 dazu veranlassen,
das in Auftrag gegebene Schild herzustellen.
[0067] Der Verkaufsautomat 1 kann ferner ein Gehäuse aufweisen, in dem die Vorrichtung 2
angeordnet ist.
[0068] Die Erfindung befasst sich mit Verbesserungen auf dem technischen Gebiet der automatisierten
Herstellung von geprägten Schildern, insbesondere von geprägten Kennzeichen beispielsweise
für Kraftfahrzeuge. Als technische Verbesserung wird unter anderem eine Vorrichtung
2 zur automatisierten Herstellung geprägter Schilder vorgeschlagen, die eine Prägevorrichtung
3 mit zumindest einer Prägewalze 4 aufweist, an der in Prägerichtung beweglich gelagerte
Prägestempel 6 vorgesehen sind.
Bezugszeichenliste
[0069]
- 1
- Verkaufsautomat
- 2
- Vorrichtung zur automatisierten Herstellung von geprägten Schildern
- 3
- Prägevorrichtung
- 4
- Prägewalze
- 5
- Walzenrad
- 6
- Prägestempel
- 7
- Bearbeitungsposition
- 8
- Gestell
- 9
- Nabe
- 10
- Rückstellelement
- 11
- Segment von 5
- 12
- Aktor
- 13
- Transportschlitten
- 14
- Rahmen
- 15
- Klemmmittel
- 16
- Aufnahme
- 17
- Rückstellmittel
- 18
- Führungsrollen
- 19
- Schlittenführung
- 20
- Schlittenantrieb
- 21
- Magazin
- 22
- Übergabeposition
- 23
- Verdrängermittel
- 24
- Führungsschienen
- 25
- Foliervorrichtung
- 26
- Prägerolle
- 27
- Heizvorrichtung
- 28
- Heizelement
- 29
- Hebelarm
- 30
- Rollenantrieb
- 31
- Abwickelrolle
- 32
- Aufwickelrolle
- 33
- Folienführungsmittel
- 34
- Handhabungsvorrichtung
- 35
- Sauggreifer
- 36
- Querführung
- 37
- Aufnahmeschacht
- 38
- Ausgabefach
- 39
- Benutzerschnittstelle
- 40
- Bezahlschnittstelle
- 41
- Münzprüfer
- 42
- Scheinprüfer
- 43
- Steuereinheit
- 44
- obere Stempelöffnung
- 45
- untere Stempelöffnung
- 46
- Stellelement
- 47
- Walzenantrieb
1. Vorrichtung (2) zur automatisierten Herstellung von geprägten Schildern, insbesondere
von Kennzeichenschildern, mit einer Prägevorrichtung (3) zum Prägen von Schriftzeichen
auf einen Schildrohling, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägevorrichtung (3) zumindest eine Prägewalze (4) mit in Prägerichtung beweglich
gelagerten Prägestempeln (6) aufweist.
2. Vorrichtung (2) nach dem vorherigen Anspruch, wobei die zumindest eine Prägewalze
(3) ein Walzenrad (5) aufweist, an dem die Prägestempel (6) beweglich gelagert sind,
vorzugsweise wobei das Walzenrad (5) aus einzelnen Segmenten (11) zusammengesetzt
ist, und/oder wobei die Prägevorrichtung (3) zumindest zwei, einander zugeordnete
Prägewalzen (4) mit jeweils einem Walzenrad (5) und daran in Prägerichtung beweglich
gelagerten Prägestempeln (6) aufweist, vorzugsweise wobei die Prägestempel (6) der
einen Prägewalze (4) Positiv-Prägestempel und die Prägestempel (6) der anderen Prägewalze
(4) Negativ-Prägestempel sind.
3. Vorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei zwischen zwei einander
zugeordneten Prägewalzen (4) eine Bearbeitungsposition (7) für einen Schildrohling
angeordnet ist, und/oder wobei die Prägestempel (6) in radialer Richtung beweglich
an ihrem Walzenrad (5) gelagert sind.
4. Vorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei eine Nabe (9) der zumindest
einen Prägewalze (4) relativ zu einem Gestell (8) der Vorrichtung (2) und/oder eine
oder der Bearbeitungsposition (7) für einen Schildrohling ortsfest ist.
5. Vorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Prägestempel (6) jeweils
mithilfe wenigstens eines Rückstellelements (10), insbesondere mithilfe wenigstens
einer Rückstellfeder, beweglich an dem Walzenrad (5) der zumindest einen Prägewalze
(4) gelagert sind, insbesondere wobei das wenigstens eine Rückstellelement (10) bei
in Ausgangsstellung befindlichem Prägestempel (6) quer oder rechtwinklig zu einer
Radialen des Walzenrads (5) ausgerichtet ist.
6. Vorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Vorrichtung (2) zumindest
einen, vorzugsweise ortsfesten, Aktor (12), insbesondere einen Hubzylinder, aufweist,
mit dem ein zum Prägen ausgewählter Prägestempel (6) aus einer Ausgangsstellung an
seinem Walzenrad (5) in eine Prägestellung bewegbar ist, vorzugsweise wobei jeder
Prägewalze (4) ein Aktor (12) zur Bewegung der Prägestempel (6) zugeordnet ist.
7. Vorrichtung (2), insbesondere nach einem der vorherigen Ansprüche, zur automatisierten
Herstellung von geprägten Schildern, insbesondere von Kennzeichenschildern, mit einer
Prägevorrichtung (3) zum Prägen von Schriftzeichen auf einen Schildrohling, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (2) einen Transportschlitten (13) aufweist, mit dem wenigstens ein
Schildrohling in eine Bearbeitungsposition (7) an der Prägevorrichtung (3) bewegbar
ist, wobei der Transportschlitten (13) einen Rahmen (14) umfasst, auf dem zumindest
ein Schildrohling derart ablegbar ist, dass zwei unterschiedliche Seiten des Schildrohlings
zum Prägen von Schriftzeichen für die Prägevorrichtung (3) zugänglich sind.
8. Vorrichtung (2) nach dem vorherigen Anspruch, wobei der Transportschlitten (13) wenigstens
ein Klemmmittel (15) aufweist, mit dem ein Schildrohling an dem Rahmen (14) des Transportschlittens
(13) festlegbar ist, vorzugsweise wobei das wenigstens eine Klemmmittel (15) durch
ein Rückstellmittel (17), insbesondere durch eine Rückstellfeder, in einer Klemmstellung
gehalten ist.
9. Vorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Vorrichtung (2) eine
Schlittenführung (19) aufweist, entlang derer der Transportschlitten (13) der Prägevorrichtung
(3) zuführbar ist.
10. Vorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Schlittenführung (19),
insbesondere in einem Bereich außerhalb des Arbeitsbereichs der Prägevorrichtung (3),
zumindest ein Verdrängermittel (23), insbesondere zumindest eine Verdrängerleiste
aufweist, mit der das wenigstens eine Klemmmittel (15) in seine Offenstellung bewegbar
und/oder dort haltbar ist.
11. Vorrichtung (2), insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, zur automatisierten
Herstellung von geprägten Schildern, insbesondere von Kennzeichenschildern, mit einer
Prägevorrichtung (3) zum Prägen von Schriftzeichen auf einen Schildrohling, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (2) eine Foliervorrichtung (25) aufweist, die zum Aufbringen einer
Folie, insbesondere einer Heißprägefolie, auf einen geprägten Schildrohling eine Prägerolle
(26) aufweist, die zwischen einer Arbeitsposition und einer Ruheposition bewegbar
ist.
12. Vorrichtung (2) nach dem vorherigen Anspruch, wobei die Prägerolle (26) in Arbeitsposition
zwischen Führungsschienen (24) einer oder der Schlittenführung (19) der Vorrichtung
(2) angeordnet ist und/oder wobei die Prägerolle (26) in Ruheposition beabstandet
zu der Schlittenführung (19) angeordnet ist.
13. Vorrichtung (2) nach einem der beiden vorherigen Ansprüche, wobei die Prägerolle (26)
beheizt ist, insbesondere wobei die Foliervorrichtung (25) zumindest ein der Prägerolle
(26) zugeordnetes Heizelement (28) aufweist, vorzugsweise das zusammen mit der Prägerolle
(26) aus der Arbeitsposition in die Ruheposition bewegbar ist.
14. Vorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Foliervorrichtung (25)
einen Rollenantrieb (30) aufweist, der dazu eingerichtet ist, die Prägerolle (26)
in ihrer Ruheposition drehbar anzutreiben, vorzugsweise wobei der Rollenantrieb (30)
bei in Arbeitsposition befindlicher Prägerolle (26) inaktiv und/oder die Prägerolle
(26) freilaufend ist/sind.
15. Verkaufsautomat (1) mit einer Vorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche
zur automatisierten Herstellung von geprägten Schildern, insbesondere von geprägten
Kennzeichenschildern.