| (19) |
 |
|
(11) |
EP 3 433 912 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
11.08.2021 Patentblatt 2021/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.04.2017 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE2017/100313 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2018/001406 (04.01.2018 Gazette 2018/01) |
|
| (54) |
FLACHTEILHALTER FÜR DIE BEFESTIGUNG EINES FLACHTEILS AN EINEM RAHMENGESTELL EINES
SCHALTSCHRANKS UND EIN ENTSPRECHENDER SCHALTSCHRANK
A FLAT PART HOLDER FOR FASTENING A FLAT PART TO A FRAME OF AN ELECTRICAL CABINET AND
CORRESPONDING ELECTRICAL CABINET
UN SUPPORT DE PIÈCE PLATE POUR FIXER UNE PIÈCE PLATE À UN CADRE D'UNE ARMOIRE ÉLECTRIQUE
ET ARMOIRE ÉLECTRIQUE CORRESPONDANTE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
27.06.2016 DE 102016111702
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
30.01.2019 Patentblatt 2019/05 |
| (73) |
Patentinhaber: Rittal GmbH & Co. KG |
|
35745 Herborn (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- REUTER, Wolfgang
56479 Liebenscheid (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Angerhausen, Christoph |
|
Boehmert & Boehmert
Anwaltspartnerschaft mbB
Pettenkoferstrasse 22 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CH-A- 348 192 FR-A5- 2 097 543 US-B2- 7 789 606
|
DE-C1- 10 149 599 US-A- 6 012 791
|
|
| |
|
|
- Rittal: "Rittal Handbuch 33 Ausgabe 2011/2012", , 31 December 2011 (2011-12-31), page
665, XP055722682, Retrieved from the Internet: URL:https://www.rittal.com/de-de/content/d
e/webspecial/handbuch33.jsp [retrieved on 2020-08-14]
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Flachteilhalter für die Befestigung eines Flachteils
an einem Rahmengestell eines Schaltschranks, wobei der Flachteilhalter eine offene
Spange ist, die zwei gegeneinander verspannbare freie Steckabschnitte für den Eingriff
in eine Ausnehmung eines Rahmengestells aufweist, wobei die Steckabschnitte über einen
einen Gewindedurchgang aufweisenden Befestigungsflansch für ein Flachteil miteinander
verbunden sind, wobei der Befestigungsflansch unter einem Abstand zu einem der Steckabschnitte
und der Gewindedurchgang fluchtend zu diesem Steckabschnitt angeordnet ist, so dass
eine durch den Gewindedurchgang eingeschraubte Schraube auf den mit dem Gewindedurchgang
fluchtenden Steckabschnitt trifft und somit die Steckabschnitte gegeneinander verspannt,
wobei der mit dem Gewindedurchgang fluchtende Steckabschnitt über einen gekrümmten
Spannabschnitt mit dem Befestigungsflansch verbunden ist und an seinem von dem gekrümmten
Spannabschnitt abgewandten Ende eine freie Stecknase für den Eingriff in ein Rahmengestell
aufweist. Ein derartiger Flachteilhalter ist aus dem Rittal Handbuch, 33. Ausgabe,
Seiten 95 und 665 bekannt. Ähnliche Flachteilhalter beschreiben auch die
FR 2 097 543 A5, die
US 7,789,606 B2, die
DE 198 01 720 C1, die
DE 195 25 881 C1, die
DE 103 28 403 A1 und die
DE 195 25 851 C1.
[0002] Die aus dem Stand der Technik bekannten Flachteilhalter haben den Nachteil, dass
sie vergleichsweise aufwendig aufgebaut und damit kostenintensiv in der Herstellung
und darüber hinaus aufwendig in der Anwendung sind. Häufig ist es für die Befestigung
eines Flachteils am Rahmengestell eines Schaltschranks erforderlich, dass der Flachteilhalter
in einem ersten Schritt an dem Rahmengestell verschraubt wird, wobei in der Regel
für die Befestigung eines Flachteils gleich mehrere Flachteilhalter erforderlich sind,
und erst nach der Vormontage der Flachteilhalter am Rahmengestell das Flachteil an
den Flachteilhaltern und damit am Rahmengestell verschraubt werden kann.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Flachteilhalter der eingangs beschriebenen
Art derart weiter zu entwickeln, dass er kostengünstig in der Herstellung und einfach
in der Anwendung ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Flachteilhalter mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Der nebengeordnete Anspruch 6 beschreibt einen entsprechenden Schaltschrank.
Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0005] Demgemäß ist vorgesehen, dass die Stecknase von einer Aufstandsseite des von dem
gekrümmten Spannabschnitt abgewandten Endes des mit dem Gewindedurchgang fluchtenden
Steckabschnitts vorspringt und die Aufstandsseite eine Zahnung oder Kontaktkrallen
aufweist.
[0006] Durch die Ausbildung des Flachteilhalters als eine Spange kann der Flachteilhalter
beispielsweise als ein einfaches Blechformteil ausgebildet werden. Der Flachteilhalter
kann jedoch auch aus einem elektrisch leitfähigen Kunststoff hergestellt werden. Der
Flachteilhalter kann insbesondere einteilig und/oder vollständig aus demselben Material
ausgebildet werden. Dies senkt die Produktionskosten des Flachteilhalters. Die Ausbildung
als Spange ermöglicht es weiterhin, dass der Flachteilhalter durch einfaches Einstecken
beziehungsweise Einklipsen in vorhandene Ausnehmungen einer Profilstrebe eines Rahmengestells
verliersicher an dem Rahmengestell vormontiert werden kann, mithin kann die Vormontage
des Flachteilhalters am Rahmengestell werkzeuglos erfolgen. Durch das Verschrauben
des Flachteils mit dem Flachteilhalter über den Gewindedurchgang, der beispielsweise
als Gewindedurchzug oder Einschweißmutter ausgebildet sein kann, wird der Flachteilhalter
verspannt, so dass eine feste Verbindung zwischen dem Rahmengestell, dem Flachteilhalter
und dem Flachteil ausgebildet wird.
[0007] Der mit dem Gewindedurchgang fluchtende Steckabschnitt kann eine freie Fläche für
eine durch den Gewindedurchgang eingeschraubte Schraube aufweisen, die zumindest in
einem relaxierten Zustand des Flachteilhalters, oder wenn der Flachteilhalter an einem
Vertikalprofil vormontiert ist, das heißt noch keine Befestigungsschraube in den Flachteilhalter
eingedreht ist, unparallel und vorzugsweise unter einem Winkel zwischen 10° und 60°
und besonders bevorzugt unter einem Winkel zwischen 20° und 50° zu dem Befestigungsflansch
verläuft.
[0008] Der weitere Steckabschnitt kann an seinem von dem Montageflansch abgewandten Ende
an einer Außenseite des Flachteilhalters einen Haken aufweisen. Der Haken kann dazu
eingerichtet sein, eine Umrandung der Ausnehmung, über die der weitere Steckabschnitt
in das Rahmengestell eingreift, zu hintergreifen. Der Haken kann dazu zu der Außenseite
des Flachteilhalters hin offen sein. Der Flachteilhalter kann ausschließlich aus einem
einteilig ausgeführten Formteil, insbesondere einem einteilig ausgeführten Blechformteil
bestehen. Der Flachteilhalter kann beispielsweise ein gekantetes Blechformteil sein,
bei dem der Gewindedurchgang als ein Gewindedurchzug ausgebildet ist. Zur Regulierung
des elastischen Verhaltens des Flachteilhalters kann das Blechformteil mindestens
einen Ausschnitt aufweisen. Beispielsweise kann der gekrümmte Spannabschnitt ein Abschnitt
des Blechformteils sein, der mindestens eine Materialausnehmung aufweist, so dass
der Flachteilhalter im Bereich des Spannabschnitts ein im Vergleich zu den übrigen
Abschnitten des Flachteilhalters geringeres Biegemoment aufweist. Dadurch kann die
Verformung des Flachteilhalters während des Vorspannens des Flachteilhalters durch
das Einschrauben einer Schraube in den Gewindedurchgang reguliert werden.
[0009] Beispielsweise kann der Spannabschnitt dazu ausgerichtet sein, im Wesentlichen die
gesamte Verformung des Flachteilhalters im Zuge des Verspannens des Flachteilhalters
aufzunehmen. Insbesondere kann der Spannabschnitt dazu eingerichtet sein, dass er
zugunsten des Befestigungsflansches im Wesentlichen sämtliche Deformationen des Flachteilhalters
im Zuge des Verspannens aufnimmt, so dass der Befestigungsflansch unabhängig von dem
Verspannungszustand des Flachteilhalters stets eine ebene Montageseite für ein Flachteil
bereitstellt.
[0010] Der Gewindedurchgang kann beispielsweise ein Gewindedurchzug durch den Befestigungsflansch
oder eine in einer Durchgangsöffnung durch den Befestigungsflansch festgelegte Einpressmutter
oder Einschweißmutter sein. Grundsätzlich soll die Ausbildung des Gewindedurchgangs
durch den Befestigungsflansch jedoch auf keine bestimmten Ausführungsformen beschränkt
sein.
[0011] Gemäß einem anderen Aspekt betrifft die Erfindung einen Schaltschrank mit einem Rahmengestell
aus als Hohlprofile ausgebildeten Vertikalstreben und Horizontalstreben, an dem mindestens
ein Flachteil an einer Außenseite des Rahmengestells über einen Flachteilhalter der
zuvor beschriebenen Art festgelegt ist. Die Horizontal- und Vertikalstreben können
insbesondere als identische Streben, das heißt als Streben mit identischem Querschnitt
ausgebildet sein. Lediglich beispielhaft können die Profilstreben eine der Geometrien
aufweisen, die in der
DE 10 2014 101 404 A1 offenbart sind. Vorteilhaft sind insbesondere Profilstreben, welche eine gegenüber
einer äußeren Dichtebene des Rahmengestells zurückversetzte Montageebene aufweisen,
so dass der Flachteilhalter in dem zwischen der Dichtebene und der Montageebene gebildeten
Aufnahmeraum aufgenommen und von der Außenseite des Rahmengestells an das Rahmengestell
angesetzt werden können. Die Dichtebene wird gerade von einer äußeren Dichtkante der
Profilstreben des Rahmengestells gebildet, wobei die Dichtkante an einem Dichtelement
an der Innenseite eines Flachteils zur Anlage kommt und dieses gegebenenfalls komprimiert,
wenn das Flachteil an dem Rahmengestell verschraubt wird.
[0012] Mindestens eine der Vertikal- und Horizontalstreben kann zwei sich unter einem Winkel,
insbesondere sich unter einem 90°-Winkel zueinander erstreckende und vorzugsweise
ineinander übergehende Profilseiten aufweisen. Ein erster der Steckabschnitte kann
in eine erste der beiden Profilseiten und ein zweiter der Steckabschnitte in eine
zweite der beiden Profilseiten eingreifen.
[0013] Die Profilstreben können insbesondere eine Systemlochung mit einer Anordnung aus
regelmäßig beabstandeten Ausnehmungen aufweisen, wobei der Flachteilhalter gerade
über die Ausnehmungen der Systemlochung in die Profilstrebe eingreift. Eine erste
der beiden Profilstreben kann dazu eine Anordnung aus Ausnehmungen für den Innenausbau
des Schaltschranks aufweisen, wobei eine zweite der Profilseiten mit einer weiteren
Profilseite, die über eine eine mindestens 180° umfassende Richtungsänderung aufweisende
Umkantung in die zweite Profilseite übergeht, eine Dichtkante für die Abdichtung des
Flachteils gegenüber dem Rahmengestell bildet.
[0014] Wie bereits beschrieben wurde, kann das Flachteil über eine in den Gewindedurchgang
eingeschraubte Schraube mit dem Flachteilhalter verbunden sein. Dabei kann die Schraube
eine Ringschneide für die elektrische Kontaktierung des Gewindedurchgangs und an ihrem
dem Flachteil zugewandten Schraubenkopf eine Zahnung für die elektrische Kontaktierung
des Flachteils aufweisen.
[0015] Der Schaltschrank kann weiterhin ein Montagechassis für den Innenausbau des Schaltschranks
aufweisen, wobei eine der beiden Profilseiten eines Vertikal- oder Horizontalprofils
des Rahmengestells eine Anordnung aus Ausnehmungen aufweist und das Montagechassis
über seinen Befestigungsflansch auf der die Ausnehmungen aufweisenden Profilseite
montiert ist. Eine derartige Anordnung ist aus der
DE 10 2014 101 404 A1 bekannt. Für die Verwendung des beschriebenen Flachteilhalters kann nunmehr vorgesehen
sein, dass der Befestigungsflansch einen Ausschnitt aufweist, in dem der in die Profilseite
eingreifende Steckabschnitt aufgenommen ist. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen
sein, dass der Befestigungsflansch mindestens einen Durchlass aufweist, der mit einer
der Ausnehmungen fluchtet, wobei der Flachteilhalter mit dem in die erste Profilseite
eingreifenden Steckabschnitt durch den Durchlass hindurch in die erste Profilseite
eingreift, und wobei der in die erste Profilseite eingreifende Steckabschnitt Kontaktzähne
aufweist, mit denen er eine Berandung des Durchlasses elektrisch kontaktiert.
[0016] Der Flachteilhalter kann insbesondere für eine Befestigung über eine Rasterlochung,
insbesondere eine Systernlochung der Profilstreben eines Rahmengestells eines Schaltschranks
ohne die Verwendung von Befestigungsmitteln wie Schrauben eingerichtet sein. Weiterhin
kann der Flachteilhalter als ein Gleichteil universell für die Befestigung von Seitenwänden,
Rückwänden und Dachflächen eines Schaltschranks verwendet werden, so dass ein einziges
Gleichteil für sämtliche Befestigungen von Flachteilen beziehungsweise Beplankungsteilen
am Rahmengestell vorgesehen ist. Durch die Verwendung der Rasterlochung für die Montage
des Flachteilhalters kann erreicht werden, dass die Montagepositionen des Flachteilhalters
eindeutig vorgegeben sind, wodurch die Montage der Flachteile an dem Rahmengestell
weiter erleichtert wird. Wie zuvor gezeigt wurde, erlaubt der erfindungsgemäße Flachteilhalter
Ausführungsformen, welche die Montage des Halters am vollständig ausgerüsteten Schaltschranks
ermöglichen, das heißt insbesondere auch dann, wenn bereits ein Chassis auf einer
der Montageebenen, über die der Flachteilhalter ebenso festgelegt werden soll, eingebaut
ist. Es wurde ebenso gezeigt, dass der Flachteilhalter Ausführungsformen ermöglicht,
bei denen trotz des konstruktiv einfachen Aufbaus des Flachteilhalters immer noch
ein wirksamer Potentialausgleich zwischen den Flachteilen und dem Rahmengestell des
Schaltschranks gewährleistet ist.
[0017] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachstehenden Figuren erläutert.
Dabei zeigt:
- Figur 1
- in perspektivischer Darstellung eine Ausführungsform eines Flachteilhalters;
- Figur 2
- in perspektivischer Darstellung eine Anordnung aus einer Profilstrebe und einem daran
vormontierten Flachteilhalter gemäß einem Beispiel, das nicht Teil der Erfindung ist;
- Figur 3
- in perspektivischer Darstellung eine Anordnung aus einer Profilstrebe und daran vormontiertem
Flachteilhalter und Montagechassis gemäß einem Beispiel, das nicht Teil der Erfindung
ist;
- Figur 4
- in perspektivischer Darstellung eine Anordnung aus einer Profilstrebe mit daran vormontiertem
Flachteilhalter und Montagechassis gemäß einem weiteren Beispiel, das nicht Teil der
Erfindung ist;
- Figur 5
- eine Detailansicht eines Horizontalquerschnitts eines Schaltschranks im Eckbereich,
mit zwei über einen Flachteilhalter an dem Rahmengestell festgelegten Flachteilen,
nicht Teil der Erfindung, und
- Figur 6
- in perspektivischer Darstellung eine weitere Ausführungsform eines Flachteilhalters.
[0018] Die Figur 1 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform eines Flachteilhalters 1. Dieser
ist als Blechformteil ausgebildet, bei dem die verschiedenen Flachteilhalterseiten
über Abkantungen ineinander übergehen. Der Flachteilhalter 1 ist erkennbar einteilig
ausgebildet. Der Flachteilhalter 1 weist insbesondere einen Befestigungsflansch 5
mit einem Gewindedurchgang 4 auf, der als ein Gewindeauszug ausgebildet ist. Über
90°-Umkantungen 5.1, die an gegenüber liegenden Seiten des Befestigungsflansches 5
in den Befestigungsflansch 5 übergehen, sind parallel beabstandet Verbindungsabschnitte
5.3 an den Befestigungsflansch 5 angeformt. Einer der Verbindungsabschnitte 5.3 geht
in einen Spannabschnitt 7 über, an dessen von dem Verbindungsabschnitt 5.3 abgewandten
Ende der erste Steckabschnitt 2 angeformt ist. Der andere Verbindungsabschnitt 5.3
verbindet den Befestigungsflansch 5 mit dem zweiten Steckabschnitt 3, wobei zwischen
dem Verbindungsabschnitt 5.3 und dem zweiten Steckabschnitt 3 eine Kröpfung 5.2 ausgebildet
ist. An dem freien Ende des zweiten Steckabschnitts 3 ist an der Außenseite 13 des
Flachteilhalters 1 ein Haken 14 ausgebildet. Der Haken 14 ist in seinen Abmessungen
darauf ausgerichtet, formschlüssig in eine Ausnehmung in einem Rahmenprofil eines
Schaltschranks (nicht dargestellt) einzugreifen und eine Berandung der Ausnehmung
zu hintergreifen.
[0019] Der Spannabschnitt 7 weist einen Ausschnitt 7.1 auf. Dadurch kann der Spannabschnitt
7 beim Verspannen des Flachteilhalters 1 zumindest wesentliche Teile der Verformung
des Flachteilhalters 1 aufnehmen.
[0020] Fluchtend mit dem Gewindedurchzug 4 ist eine Prallfläche 6 des ersten Steckabschnitts
2 angeordnet, so dass eine über den Gewindedurchzug 4 in den Flachteilhalter 1 eingeschraubte
Schraube ab einer bestimmten Einschraubtiefe auf die Prallfläche 6 trifft und durch
weiteres Einschrauben den Flachteilhalter 1, insbesondere die beiden Steckabschnitte
2, 3 zueinander verspannt, wobei, wie bereits beschrieben, ein wesentlicher Teil des
auf den Halter 1 über die Schraube ausgeübten Biegemoments von dem Spannabschnitt
7 aufgenommen wird.
[0021] An einem freien Ende des ersten Steckabschnitts 2 weist der erste Steckabschnitt
2 eine Stecknase 9 auf, über die der erste Steckabschnitt 2 über eine Ausnehmung in
einem Rahmenprofil in das Rahmenprofil eingreifen kann. Die die Stecknase 9 umgebende
Aufstandseite 10 weist eine Zahnung 1 1 auf, über die sich der Flachteilhalter 1 durch
eine etwaige Lackierung des Rahmenprofils bis auf die metallisch leitende Oberfläche
des Rahmenprofils eingraben kann, so dass ein Potentialausgleich zwischen dem Flachteilhalter
1 und dem Profil hergestellt ist.
[0022] In Figur 2 ist eine Horizontal- oder Vertikalstrebe 202, 203 eines Rahmengestells
200 gezeigt, an der ein Flachteilhalter 1, nicht Teil der Erfindung, vormontiert ist.
Dazu greift der Flachteilhalter 1 über seine beiden Steckenden 2, 3 in Ausnehmungen
201 der Horizontal- oder Vertikalstrebe 202, 203 ein. Die Geometrie des Halters 1
im relaxierten Zustand ist derart auf die Position und Abmessungen der Ausnehmungen
201 abgestimmt, dass der Flachteilhalter 1 unter einer Vorspannung in die Ausnehmungen
201 eingesetzt, mithin eingeklipst ist, so dass der Flachteilhalter 1 verliersicher
an der Horizontal- oder Vertikalstrebe 202, 203 festgelegt ist. Die Ausnehmungen 201
können beispielsweise Bestandteil einer Systemlochung einer ersten Profilseite 204
sein, die eine Montageseite für den Innenausbau des Schaltschranks bildet. Eine zweite
Profilseite 205 des Rahmenprofils erstreckt sich im Wesentlichen senkrecht zu der
ersten Profilseite 204, so dass die beiden Profilseiten 204, 205 eine Aufnahme für
den Flachteilhalter 1 bilden. Insbesondere kann die zweite Profilseite 205 mit einer
weiteren Profilseite 206 einen Dichtsteg bilden, indem diese über eine Umkantung 207
ineinander übergehen, die beispielsweise 180°, hier sogar mehr als 180°, einschließt.
Die gebildete Dichtkante 208 kann beispielsweise auf einem an der Innenseite eines
Flachteils angeordneten Dichtelement, beispielsweise einer aufgeschäumten PU-Dichtungsmasse,
zur Anlage kommen, um so das Flachteil gegenüber dem Rahmengestell abzudichten.
[0023] Es ist weiterhin zu erkennen, dass die Dichtkante 208 den Befestigungsflansch 5 überragt,
so dass bei der Verschraubung des Flachteils (nicht dargestellt) über den Gewindedurchgang
4 des Flachteilhalters 1 die Dichtkante 208 in ein Dichtelement (nicht dargestellt)
an der Innenseite des Flachteils eindringen bzw. das Dichtelement entsprechend verformen/komprimieren
kann.
[0024] Wie in Figur 3 gezeigt ist, kann die erste Profilseite 204 der Profilstrebe eine
Montageseite für den Innenausbau eines Schaltschranks sein, über die ein Montagechassis
500 an dem Rahmenprofil festgelegt werden kann. Um zu vermeiden, dass ein ebenfalls
über die erste Profilseite 204 festgelegter Flachteilhalter 1 den Innenausbau des
Schaltschrankinnenraums behindert, weist das Montagechassis 500 in seinem Befestigungsflansch
501 einen Ausschnitt 502 auf, so dass der Befestigungsflansch 501 den Flachteilhalter
umbaut, beziehungsweise der erste Steckabschnitt durch den Befestigungsflansch 501
des Montagechassis 500 hindurchtreten kann. Für die Befestigung des Montagechassis
500 auf der ersten Profilseite 204 weist der Befestigungsflansch 501 Durchlässe 503
auf, die mit Ausnehmungen 201 der ersten Profilseite 204 fluchten und somit beispielsweise
für die Hindurchführung von Schraubverbindern verwendet werden können.
[0025] Alternativ oder ergänzend zu der Anordnung gemäß Figur 3 zeigt Figur 4 ein Beispiel,
bei der der Befestigungsflansch 501 des Montagechassis 500 einen Durchlass 503 aufweist,
über den der erste Steckabschnitt 2 zumindest mit seiner Stecknase 9 hindurch in die
erste Profilseite 204 eingreifen kann. Der erste Steckabschnitt 2 lagert mit seiner
Aufstandsseite 10, insbesondere über die daran ausgebildete Zahnung 11 auf einer Berandung
504 des Durchlasses 503, so dass ein elektrischer Potentialausgleich zwischen dem
Flachteilhalter 1 und dem Montagechassis 500 gebildet ist.
[0026] Die Figur 5 zeigt einen Schaltschrank 300 im Eckbereich, genauer einen Horizontalquerschnitt
durch diesen. Es ist das Rahmengestell 200 des Schaltschranks 300 zu erkennen, welches
im Eckbereich aus zwei rechtwinklig zueinander stehenden Horizontalstreben 202 und
einer zu diesen senkrecht angeordneten Vertikalstrebe 203 zusammengesetzt ist. Über
jeweils einen Flachteilhalter 1, der nicht Teil der Erfindung ist, sind senkrecht
zueinander zwei Flachteile 100 an der Vertikalstrebe 203 festgelegt. Es ist zu erkennen,
dass die Flachteilhalter 1 jeweils mit ihren Haken 14 über eine Ausnehmung in die
zweiten Profilseiten 205 eingreifen und die zweiten Profilseiten 205 hintergreifen,
während der erste Steckabschnitt 2 mit seinem freien Ende, das eine Stecknase 9 aufweisen
kann (vergleiche Figur 1) über eine weitere Ausnehmung 201 in der ersten Profilseite
204 in das Vertikalprofil eingreift.
[0027] Die Flachteile 100 sind jeweils über eine Schraube 400 mit einer Ringschneide 401
am Außenumfang an dem Flachteilhalter 1 befestigt, wobei die Schraube 400 mit ihrer
konischen Spitze auf der Prallfläche 6 des ersten Steckabschnitts 2 lagert, so dass
im Zuge des Einschraubens der Schraube 400 in den Flachteilhalter 1 durch den Gewindedurchgang
4 hindurch die Steckabschnitte 2, 3 gegeneinander verspannt und damit eine feste Verbindung
zwischen Flachteil 100, Flachteilhalter 1 und Vertikalprofil 203 ausgebildet wird.
Die Schraube 400 weist an ihrer Schraubenkopfunterseite eine Zahnung 402 auf, so dass
auch zwischen der Schraube 400 und dem Flachteil 100 ein Potentialausgleich gegeben
ist. Über die Ringschneide 401 und den Gewindedurchgang 4 ist ein Potentialausgleich
zwischen der Schraube 400 und dem Flachteilhalter 1 hergestellt. Der Flachteilhalter
1 stellt wiederum über seine Zahnung 11 (vergleiche Figur 1) einen Potentialausgleich
zwischen sich selbst und der ersten Profilseite 204, mithin der Vertikalstrebe 203
und damit dem Rahmengestell 200 her.
[0028] Letztlich ist gezeigt, dass die Dichtkante 208 des Vertikalprofils 203 den Befestigungsflansch
5 mit dem Gewindedurchgang 4 überragt, so dass bei an dem Flachteilhalter 1 anliegendem
Flachteil die Dichtkante 208 in das Dichtelement 101 an der Innenseite des Flachteils
100 eintritt beziehungsweise die Dichtung 101 komprimiert., so dass das Flachteil
100 gegenüber dem Rahmengestell 200 abgedichtet ist.
[0029] Figur 6 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Flachteilhalters, bei dem der Gewindedurchgang
4 nicht wie bei der Ausführungsform nach Figur 1 als ein Gewindedurchzug durch den
Befestigungsflansch ausgebildet ist, sondern statt dessen von einer in einer Durchgangsöffhung
15 in dem Befestigungsflansch 5 festgelegte Einpressmutter bereitgestellt ist. Die
Einpressmutter ist dabei von der Unterseite des Befestigungsflansches 5 in der Durchgangsöffnung
15 des Befestigungsflansches 5 verpresst, so dass die Einpressmutter zwischen den
gegenüber liegenden Verbindungsabschnitten 5.3, die über 90°-Abkantungen an den Befestigungsflansch
angeformt sind, aufgenommen ist.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Flachteilhalter
- 2
- Erster Steckabschnitt
- 3
- Zweiter Steckabschnitt
- 4
- Gewindedurchgang
- 5
- Befestigungsflansch
- 5.1
- 90°-Umkantung
- 5.2
- Kröpfung
- 5.3
- Verbindungsabschnitt
- 6
- Prallfläche
- 7
- Spannabschnitt
- 7.1
- Ausschnitt
- 8
- abgewandtes Ende
- 9
- Stecknase
- 10
- Aufstandsseite
- 11
- Zahnung
- 12
- abgewandtes Ende
- 13
- Außenseite
- 14
- Haken
- 15
- Durchgangsöffnung
- 100
- Flachteil
- 101
- Dichtelement
- 200
- Rahmengestell
- 201
- Ausnehmung
- 202
- Horizontalstrebe
- 203
- Vertikalstrebe
- 204
- erste Profilseite
- 205
- zweite Profilseite
- 206
- weitere Profilseite
- 207
- Umkantung
- 208
- Dichtkante
- 300
- Schaltschrank
- 400
- Schraube
- 401
- Ringschneide
- 402
- Zahnung
- 500
- Montagechassis
- 501
- Befestigungsflansch
- 502
- Ausschnitt
- 503
- Durchlass
- 504
- Berandung
1. Flachteilhalter (1) für die Befestigung eines Flachteils (100) an einem Rahmengestell
(200) eines Schaltschranks (300), wobei der Flachteilhalter (1) eine offene Spange
ist, die zwei gegeneinander verspannbare freie Steckabschnitte (2, 3) für den Eingriff
in eine Ausnehmung (201) eines Rahmengestells (200) aufweist, wobei die Steckabschnitte
(2, 3) über einen einen Gewindedurchgang (4) aufweisenden Befestigungsflansch (5)
für ein Flachteil (100) miteinander verbunden sind, und wobei der Befestigungsflansch
(5) unter einem Abstand zu einem der Steckabschnitte (2, 3) und der Gewindedurchgang
(4) fluchtend zu diesem Steckabschnitt (2) angeordnet ist, so dass eine durch den
Gewindedurchgang (4) eingeschraubte Schraube (400) auf den mit dem Gewindedurchgang
(4) fluchtenden Steckabschnitt (2) trifft und somit die Steckabschnitte (2, 3) gegeneinander
verspannt, wobei der mit dem Gewindedurchgang (4) fluchtende Steckabschnitt (2) über
einen gekrümmten Spannabschnitt (7) mit dem Befestigungsflansch (5) verbunden ist
und an seinem von dem gekrümmten Spannabschnitt (7) abgewandten Ende (8) eine freie
Stecknase (9) für den Eingriff in ein Rahmengestell (200) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stecknase (9) von einer Aufstandsseite (10) des von dem gekrümmten Spannabschnitt
(7) abgewandten Endes (8) des mit dem Gewindedurchgang (4) fluchtenden Steckabschnitts
(2) vorspringt und die Aufstandsseite (10) eine Zahnung (11) oder Kontaktkrallen für
die elektrische Kontaktierung des Flachteils aufweist.
2. Flachteilhalter (1) nach Anspruch 1, bei dem der mit dem Gewindedurchgang (4) fluchtende
Steckabschnitt (2) eine Prallfläche (6) für eine durch den Gewindedurchgang (4) eingeschraubte
Schraube (400) aufweist, die zumindest in einem relaxierten Zustand des Flachteilhalters
(1) unparallel und vorzugsweise unter einem Winkel zwischen 10° und 60° und besonders
bevorzugt unter einem Winkel zwischen 20° und 50° zu dem Befestigungsflansch (5) verläuft.
3. Flachteilhalter (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, bei dem der weitere
Steckabschnitt (3) an seinem von dem Montageflansch (5) abgewandten Ende (12) an einer
Außenseite (13) des Flachteilhalters (1) einen Haken (14) aufweist.
4. Flachteilhalter (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, der ausschließlich aus
einem einteilig ausgeführten Blechformteil besteht.
5. Flachteilhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Gewindedurchgang
(4) ein Gewindedurchzug durch den Befestigungsflansch (5) oder eine in einer Durchgangsöffnung
(15) durch den Befestigungsflansch (5) festgelegte Einpressmutter oder Einschweißmutter
ist.
6. Schaltschrank (300) mit einem Rahmengestell (200) aus als Hohlprofile ausgebildeten
Vertikalstreben (203) und Horizontalstreben (202), an dem mindestens ein Flachteil
(100) an einer Außenseite des Rahmengestells (200) über einen Flachteilhalter (1)
nach einem der vorangegangenen Ansprüche festgelegt ist.
7. Schaltschrank (300) nach Anspruch 6, bei dem mindestens eine der Vertikal- und Horizontalstreben
(202, 203) zwei sich unter einem Winkel, insbesondere einem 90°-Winkel, zueinander
erstreckende und vorzugsweise ineinander übergehende Profilseiten (202, 203) aufweist,
wobei ein erster der Steckabschnitte (2, 3) in eine erste der beiden Profilseiten
(204, 205) und ein zweiter der Steckabschnitte (2, 3) in eine zweite der beiden Profilseiten
(204, 205) eingreift.
8. Schaltschrank (300) nach Anspruch 7, bei dem eine erste der beiden Profilseiten (204,
205) eine Anordnung aus Ausnehmung (201) für den Innenausbau des Schaltschranks (300)
aufweist und eine zweite der Profilseiten (204, 205) mit einer weiteren Profilseite
(206), die über eine eine mindestens 180° umfassende Richtungsänderung aufweisende
Umkantung (207) in die zweite Profilseite übergeht, eine Dichtkante (208) für die
Abdichtung des Flachteils (100) gegenüber dem Rahmengestell (200) bildet.
9. Schaltschrank (300) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei dem das Flachteil (100)
über eine in den Gewindedurchgang (4) eingeschraubte Schraube (400) mit dem Flachteilhalter
(1) verbunden ist, wobei die Schraube (400) eine Ringschneide (401) für die elektrische
Kontaktierung des Gewindedurchgangs und an ihrer dem Flachteil (100) zugewandten Schraubenkopfseite
eine Zahnung (402) aufweist.
10. Schaltschrank (300) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, der weiterhin ein Montagechassis
(500) für den Innenausbau des Schaltschranks (300) aufweist, wobei eine erste der
beiden Profilseiten (204, 205) eine Anordnung aus Ausnehmungen (201) aufweist und
das Montagechassis (500) über seinen Befestigungsflansch (501) auf der die Ausnehmungen
(201) aufweisenden Profilseite (204) montiert ist, und wobei
a) der Befestigungsflansch (501) einen Ausschnitt (502) aufweist, in dem der in die
Profilseite (204) eingreifende Steckabschnitt (2) aufgenommen ist; und/oder
b) der Befestigungsflansch (501) mindestens einen Durchlass (503) aufweist, der mit
einer der Ausnehmungen (201) fluchtet und der Flachteilhalter (1) mit dem in die erste
Profilseite (204) eingreifenden Steckabschnitt (2) durch den Durchlass (503) hindurch
in die erste Profilseite (204) eingreift, wobei der in die erste Profilseite (204)
eingreifende Steckabschnitt (2) Kontaktzähne (11) aufweist, mit der er eine Berandung
(504) des Durchlasses (503) elektrisch kontaktiert.
1. A flat panel holder (1) for fastening a flat panel (100) to a frame (200) of a switch
cabinet (300), wherein the flat panel holder (1) is an open clasp which has two free
plug-in sections (2, 3), which can be braced against one another, for engagement in
a recess (201) of a frame (200), wherein the plug-in sections (2, 3) are connected
to one another via a fastening flange (5) for a flat panel (100), which fastening
flange has a threaded passage (4), and wherein the fastening flange (5) is arranged
at a distance from one of the plug-in sections (2, 3) and the threaded passage (4)
is arranged in alignment with this plug-in section (2), so that a screw (400) screwed
in through the threaded passage (4) strikes the plug-in section (2) aligned with the
threaded passage (4) and thus braces the plug-in sections (2, 3) against one another,
the plug-in section (2) aligned with the threaded passage (4) being connected to the
fastening flange (5) via a curved clamping section (7) and having, at its end (8)
facing away from the curved clamping section (7), a free plug-in lug (9) for engagement
in a frame (200), characterised in that the plug-in lug (9) projects from a contact side (10) of the end (8), remote from
the curved clamping section (7), of the plug-in section (2) aligned with the threaded
passage (4), and the contact side (10) has toothing (11) or contact claws for the
electrical contacting of the flat panel.
2. The flat panel holder (1) according to claim 1, wherein the plug-in section (2) aligned
with the threaded passage (4) has an impact surface (6) for a screw (400) screwed
in through the threaded passage (4), which surface extends at least in a relaxed state
of the flat panel holder (1) non-parallel and preferably at an angle between 10° and
60° and particularly preferably at an angle between 20° and 50° to the fastening flange
(5).
3. The flat panel holder (1) according to one of the preceding claims, in which the further
plug-in section (3) has a hook (14) at its end (12) facing away from the mounting
flange (5) on an outer side (13) of the flat panel holder (1).
4. The flat panel holder (1) according to one of the preceding claims, which consists
exclusively of a sheet metal moulding made in one piece.
5. The flat panel holder (1) according to any one of claims 1 to 3, wherein the threaded
passage (4) is a threaded passage through the mounting flange (5) or a press-in nut
or weld-in nut fixed in a passage opening (15) through the mounting flange (5).
6. A switch cabinet (300) with a frame (200) made of vertical struts (203) and horizontal
struts (202) formed as hollow sections, to which at least one flat panel (100) is
fixed on an outer side of the frame (200) via a flat panel holder (1) according to
one of the preceding claims.
7. The switch cabinet (300) according to claim 6, in which at least one of the vertical
and horizontal struts (202, 203) has two profile sides (202, 203) extending at an
angle, in particular a 90° angle, to one another and preferably merging into one another,
a first of the plug-in sections (2, 3) engaging in a first of the two profile sides
(204, 205) and a second of the plug-in sections (2, 3) engaging in a second of the
two profile sides (204, 205).
8. The switch cabinet (300) according to claim 7, in which a first of the two profile
sides (204, 205) has an arrangement of recesses (201) for the internal fitting of
the switch cabinet (300) and a second of the profile sides (204, 205) forms a sealing
edge (208) for sealing the flat panel (100) with respect to the frame (200) by means
of a further profile side (206) which merges into the second profile side via a bend
(207) having a change of direction comprising at least 180°.
9. The switch cabinet (300) according to one of the claims 6 to 8, in which the flat
panel (100) is connected to the flat panel holder (1) via a screw (400) screwed into
the threaded passage (4), the screw (400) having an annular cutting edge (401) for
the electrical contacting of the threaded passage and, on its screw head side facing
the flat panel (100), a toothing (402).
10. The switch cabinet (300) according to any one of claims 6 to 9, which further comprises
a mounting chassis (500) for the internal fitting of the switch cabinet (300), wherein
a first of the two profile sides (204, 205) comprises an arrangement of recesses (201)
and the mounting chassis (500) is mounted via its fastening flange (501) on the profile
side (204) comprising the recesses (201), and wherein
a) the fastening flange (501) has a cut-out (502) in which the plug-in section (2)
engaging in the profile side (204) is accommodated; and/or
b) the fastening flange (501) has at least one passage (503) which is aligned with
one of the recesses (201) and the flat panel holder (1) engages through the passage
(503) into the first profile side (204) with the plug-in section (2) engaging into
the first profile side (204), wherein the plug-in section (2) engaging in the first
profile side (204) has contact teeth (11) with which it electrically contacts a rim
(504) of the passage (503).
1. Support de pièce plate (1) pour la fixation d'une pièce plate (100) à un châssis (200)
d'une armoire de commande (300), dans lequel le support de pièce plate (1) est une
agrafe ouverte qui comprend deux portions d'emboîtement libres (2, 3) pouvant être
serrées l'une contre l'autre pour un emboîtement dans un évidement (201) d'un châssis
(200), dans lequel les portions d'emboîtement (2, 3) sont reliées entre elles par
l'intermédiaire d'une bride de fixation (5) pour une pièce plate (100), comprenant
un passage fileté (4), et dans lequel la bride de fixation (5) est disposée à une
certaine distance des portions d'emboîtement (2, 3) et le passage fileté (4) est aligné
avec cette portion d'emboîtement (2), de façon à ce qu'une vis (400) vissée à travers
le passage fileté (4) rencontre la portion d'emboîtement (2) alignée avec le passage
fileté (4) et serre ainsi les portions d'emboîtement (2, 3) l'une contre l'autre,
dans lequel la portion d'emboîtement (2) alignée avec le passage fileté (4) est reliée
par l'intermédiaire d'une portion de serrage incurvée (7) avec la bride de fixation
(5) et comprend, au niveau de son extrémité (8) opposée à la portion de serrage incurvée
(7), un embout d'emboîtement libre (9) pour l'emboîtement dans un châssis (200), caractérisé en ce que l'embout d'emboîtement (9) dépasse d'un côté de contact (10) de l'extrémité (8),
opposée à la portion de serrage incurvée (7), de la portion d'emboîtement (2) alignée
avec le passage fileté (4) et le côté de contact (10) comprend une denture (11) ou
des griffes de contact pour la mise en contact électrique de la pièce plate.
2. Support de pièce plate (1) selon la revendication 1, dans lequel la portion d'emboîtement
(2) alignée avec le passage fileté (4) comprend un déflecteur (6) pour une vis (400)
vissée à travers le passage fileté (4), qui s'étend, au moins dans un état non relâché
du support de pièce plate (1), de manière non parallèle et de préférence avec un angle
entre 10° et 60° et plus particulièrement de préférence avec un angle entre 20° et
50° par rapport à la bride de fixation (5).
3. Support de pièce plate (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'autre portion d'emboîtement (3) comprend, au niveau de son extrémité (12) opposée
à la bride de montage (5), sur un côté extérieur (13) du support de pièce plate (1),
un crochet (14).
4. Support de pièce plate (1) selon l'une des revendications précédentes, qui est constitué
exclusivement d'une pièce façonnée en tôle.
5. Support de pièce plate (1) selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le passage
fileté (4) est un passage fileté à travers la bride de fixation (5) ou bien un écrou
à encastrer ou un écrou à souder fixé dans une ouverture de passage (15) à travers
la bride de fixation (5).
6. Armoire de commande (300) avec un châssis (200), constitué de montants verticaux (203)
et de montants horizontaux (202) conçus comme des profilés creux, sur lequel est fixée
au moins une pièce plate (100) sur un côté extérieur du châssis (200) par l'intermédiaire
d'un support de pièce plate (1) selon l'une des revendications précédentes.
7. Armoire de commande (300) selon la revendication 6, dans laquelle au moins un des
montants verticaux et horizontaux (202, 203) comprend deux côtés profilés (202, 203)
formant entre eux un angle, plus particulièrement un angle de 90°, et de préférence
se transformant l'un dans l'autre, dans lequel une première des portions d'emboîtement
(2, 3) s'emboîte dans un premier des deux côtés profilés (204, 205) et une deuxième
des portions d'emboîtement (2, 3) s'emboîte dans un deuxième des deux côtés profilés
(204, 205).
8. Armoire de commande (300) selon la revendication 7, dans laquelle un premier des deux
côtés profilés (204, 205) comprend une disposition constituée d'un évidement (201)
pour l'aménagement interne de l'armoire de commande (300) et un deuxième des deux
côtés profilés (204, 205) forme, avec un autre côté profilé (206), qui se transforme
dans le deuxième côté profilé par l'intermédiaire d'un pliage (207) présentant un
changement de direction d'au moins 180°, une arête d'étanchéité (208) pour l'étanchéification
de la pièce plate (100) par rapport au châssis (200).
9. Armoire de commande (300) selon l'une des revendications 6 à 8, dans laquelle la pièce
plate (100) est reliée par l'intermédiaire d'une vis (400) vissée dans le passage
fileté (4) avec le support de pièce plate (1), dans laquelle la vis (400) comprend
une arête annulaire (401) pour la mise en contact électrique du passage fileté et
comprend une denture (402) au niveau de son côté de tête de vis orienté vers la pièce
plate (100).
10. Armoire de commande (300) selon l'une des revendications 6 à 9, qui comprend en outre
un châssis de montage (500) pour l'aménagement interne de l'armoire de commande (300),
dans laquelle un premier des deux côtés profilés (204, 205) comprend une disposition
constituée d'évidements (201) et le châssis de montage (500) est monté par l'intermédiaire
de sa bride de fixation (201) sur le côté profilé (204) comprenant les évidements
(201) et dans laquelle
a) la bride de fixation (501) présente une découpe (502) dans laquelle est logée la
portion d'emboîtement (2) s'emboîtant dans le côté profilé (204) ; et/ou
b) la bride de fixation (501) comprend au moins un passage (503) qui est aligné avec
un des évidements (201) et le support de pièce plate (1), avec la portion d'emboîtement
(2) s'emboîtant dans le premier côté profilé (204), à travers le passage (503), dans
le premier côté profilé (204), dans laquelle la portion d'emboîtement (2) s'emboîtant
dans le premier côté profilé (204) comprend des dents de contact (11) avec lesquelles
elle est en contact électrique avec une bordure (504) du passage (503).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente