(19)
(11) EP 3 546 070 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.08.2021  Patentblatt  2021/32

(21) Anmeldenummer: 18164294.3

(22) Anmeldetag:  27.03.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B05C 5/02(2006.01)
B05C 11/10(2006.01)
B42C 9/00(2006.01)

(54)

VORRICHTUNG ZUM AUFTRAGEN EINES FLIESSFÄHIGEN STOFFS AUF EIN SUBSTRAT

DEVICE FOR APPLYING A FLOWABLE MATERIAL TO A SUBSTRATE

DISPOSITIF D'APPLICATION D'UNE MATIÈRE COULANTE À UN SUBSTRAT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.10.2019  Patentblatt  2019/40

(73) Patentinhaber: Robatech AG
5630 Muri (CH)

(72) Erfinder:
  • Schären, Micha
    5630 Frick (CH)
  • Hofer, Claudio
    6330 Cham (CH)
  • Burger, Thomas
    6300 Zug (CH)

(74) Vertreter: Franke, Markus et al
Patentanwälte Sturm Weilnau Franke Partnerschaft mbB Unter den Eichen 5 (Haus C-Süd)
65195 Wiesbaden
65195 Wiesbaden (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 629 983
DE-A1- 10 023 895
EP-A2- 2 684 702
US-A1- 2007 224 360
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen eines fließfähigen Stoffes, insbesondere eines fließfähigen Klebstoffs, auf mindestens ein Substrat, mit einer als Schlitzdüse ausgebildeten Auftragsdüse, die einen stationären Düsenkörper mit einer Einlassöffnung, einem Strömungskanal und einem Düsenschlitz aufweist, wobei bei einem Fördern des fließfähigen Stoffs durch die Auftragsdüse der fließfähige Stoff von der Einlassöffnung in den Strömungskanal und von diesem zum Düsenschlitz gelangt sowie durch eine Austrittsöffnung des Düsenschlitzes ausgegeben wird, wobei die Austrittsöffnung in einem äußeren Bereich des Düsenkörpers angeordnet ist, wobei die Auftragsdüse ferner einen Schieber aufweist, der relativ zum Düsenkörper in Längserstreckung der Austrittsöffnung über diese mittels eines Stellmittels beweglich ist und den äußeren Bereich kontaktiert, zum veränderlichen Abdecken der Austrittsöffnung.

    [0002] Bezogen auf ein orthogonales System mit den Koordinaten X, Y und Z verläuft eine Querschnittsfläche des Strömungskanals in Y-Richtung, wobei die Querschnittsfläche durch eine Ebene in X-Z-Richtung definiert ist, verläuft eine Breite des Düsenschlitzes in Y-Richtung, wobei die Breite in X-Richtung definiert ist, verläuft eine Tiefe des Düsenschlitzes in Y-Richtung, wobei die Tiefe in Z-Richtung definiert ist.

    [0003] Vorrichtungen der eingangs genannten Art werden unterschiedlich verwendet. Als hauptsächliches Anwendungsgebiet wird das Auftragen von fließfähigen Klebstoffen mittels der Vorrichtungen angesehen. Ein weiteres wesentliches Anwendungsgebiet ist, im Gegensatz zu der Klebetechnik, die Beschichtungstechnik, somit das Auftragen von fließfähigen Stoffen zwecks Beschichtung von Substraten mittels der Vorrichtung.

    [0004] Bei der Herstellung von klebegebundenen Druckerzeugnissen, wie Katalogen, Zeitschriften, Broschüren, Taschenbüchern oder ähnlichen Produkten werden Druckbogen zu losen Buchblocks zusammengetragen und anschließend in einer Klebebindevorrichtung im Wesentlichen am Rücken bearbeitet, sodann wird Klebstoff auf den Buchblockrücken und/oder auf die Innenseite des Rückens eines Umschlags aufgetragen, der mit dem Buchblock vereint und anschließend an diesen angepresst wird. Dabei sind die Buchblocks jeweils während der Bearbeitung in einer geführt umlaufenden Transportklammer der Klebebindevorrichtung mit nach unten vorstehendem Rücken eingespannt.

    [0005] Bei der Buchherstellung im Klebebindeverfahren ist es bekannt, den Klebstoff mittels Auftragsdüsen aufzubringen. Bei dem Klebstoff handelt es sich dabei insbesondere um Dispersionsklebstoff, Schmelzklebstoff oder Dispersions-Schmelzklebstoff-Kombinationen. Hierbei hat sich in den letzten Jahren der Klebstoff Polyurethan, kurz PUR bezeichnet, als Schmelzklebstoff herausgestellt, der eine besondere gute Blattausreissfestigkeit aufweist sowie bei dem Buchblock bezüglich des 180°-Aufschlagverhaltens, dem sogenannten Lay-Flat-Verhalten, besonders vorteilhafte Ergebnisse erzielt. Dieser Klebstoff ist auch für schlechtere Papierqualität vorteilhaft einsetzbar, zum Beispiel für gestrichene Papiere, bei denen der Anteil der Strichbestandteile den für die Festigkeit erforderlichen Faseranteil überwiegt, und die sich auch schlechter aufrauen lassen, um die Faser für die Verklebung freizulegen.

    [0006] Für die Bearbeitung von reaktiven Klebstoffen, beispielsweise mit Feuchtigkeit der Umgebung chemisch reagierender Polyurethane, werden vorzugsweise sogenannte Schlitzdüsenauftragsvorrichtungen eingesetzt. Der Klebstoff wird in aller Regel in einem dichten, mit einem trockenen Gas gefüllten Vorschmelzgerät verflüssigt und mittels einer volumetrisch fördernden Pumpe über eine Klebstoffzuführleitung einem Auftragskopf der als Schlitzdüse ausgebildeten Auftragsdüse zugeführt und von dieser auf den Buchblockrücken oder den Umschlag übertragen. Die pro Zeiteinheit zu fördernde Menge Klebstoff ist von der Fördergeschwindigkeit des Buchblocks, der Buchblockstärke und der zu erreichenden Dicke des auf den Buchblockrücken oder den Umschlag aufzutragenden Klebstofffilms abhängig. Auf Basis dieser Parameter berechnet eine Steuervorrichtung die erforderliche Drehzahl der Pumpe bzw. die durch die Pumpe zu fördernde Klebestoffmenge. Im Bereich zwischen einander folgenden Buchblocks muss die Klebstoffzufuhr zur Schlitzdüse unterbrochen werden.

    [0007] Eine Vorrichtung, die die Merkmale des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 aufweist, ist aus der DE 103 20 515 A1 bekannt. Diese dient dem Auftragen eines fließfähigen Klebstoffs. Hierbei wird in einer klebstoffbefüllten Kammer ein Unterdruck damit erzeugt, dass ein Faltenbalg, der Bestandteil einer Kammerwand ist, mittels einer Stellvorrichtung nach außen gezogen wird. Durch den Unterdruck wird Klebstoff in die Kammer gesogen. Anschließend wird in der Kammer ein Überdruck dadurch erzeugt, dass der Faltenbalg durch die Stellvorrichtung in die Kammer hineingedrückt wird. Der Überdruck bewirkt, dass Klebstoff aus der Kammer hinaus durch eine Flächenauftragsdüse gepresst und so aufgetragen wird. Die Düsenöffnung der Flächenauftragsdüse ist als Schlitzöffnung ausgebildet. Der Schlitz hat, bezogen auf dessen Austrittsquerschnitt, eine Maximallänge, die der maximalen Breite des zu verarbeitenden Buchrückens entspricht. Bei schmäleren Buchrücken wird der Düsenschlitz über einen Schieber entsprechend der gewünschten Breite des Buchrückens dichtend geschlossen. Bei dieser Vorrichtung sind Teilbereiche, insbesondere Teilbereiche des Faltenbalgs, kaum oder wenig vom Klebstoff durchströmt. In diesen Räumen kann der Klebstoff altern und ganz oder teilweise aushärten. Hiervon abgesehen ist die Ausbildung der Vorrichtung mit dem Faltenbalg baulich aufwendig und störanfällig.

    [0008] Bei einer Inline-Verknüpfung von einer oder mehreren Digitaldruckmaschinen mit einer Klebebindestrecke kann die Wirtschaftlichkeit deutlich gesteigert werden, wenn unterschiedliche Fertigungslose mit variierenden Formaten gefertigt werden können, ohne dass eine Produktionsunterbrechung erforderlich ist. Gleichfalls muss sichergestellt sein, dass das erste Produkt eines neuen Loses verkaufsfähig ist. Damit ist der sogenannte Einrichteausschuss nicht mehr akzeptabel.

    [0009] Aus der EP 2 684 702 A2 ist eine Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff auf einen Buchblockrücken mittels einer Auftragsdüse bekannt. Die Auftragsdüse ist mit einem Klebstoffversorgungssystem leitungsverbunden. Eine Austrittsöffnung eines Düsenschlitzes der Auftragsdüse ist veränderbar und an die Dicke eines zu verarbeitenden Buchblocks anpassbar. Hierzu weist die Auftragsdüse eine erste Kammer zur Bereitstellung von Klebstoff, angrenzend an die Austrittsöffnung, und eine zweite Kammer, angeordnet zwischen der Austrittsöffnung und dem Klebstoffversorgungssystem auf. Ein erster Schieber im Bereich der ersten Kammer dient zur Veränderung der Breite der ersten Kammer und ein zweiter Schieber im Bereich der zweiten Kammer zur Veränderung des Volumens der zweiten Kammer. Die zweite Kammer stellt somit ein Reservoir mit veränderlichem Volumen dar, welches genutzt werden kann zur Aufnahme von überschüssigem Klebstoff, wenn von einem Buchblock größerer Dicke auf einen Buchblock geringerer Dicke umgestellt wird bzw. zur Abgabe von zusätzlichem Klebstoff, wenn von einem Buchblock geringerer Dicke auf einen Buchblock größerer Dicke umgestellt wird. Hierdurch wird sichergestellt, dass überschüssiger Klebstoff bei der Veränderung der Austrittsöffnung des Düsenschlitzes keine Klebstoffwulst hervorruft, welche entweder die Auftragsdüse verkleben oder den Buchblock verschmutzen könnte. Nachteilig ist bei dieser Vorrichtung, dass in der Auftragsdüse Bereiche vorhanden sind, die kaum oder wenig durchströmt werden, sodass in diesen Hohlräumen insbesondere PUR-Klebstoff altern und ganz oder teilweise aushärten kann. Abgesehen hiervon ist diese Vorrichtung baulich recht aufwendig gestaltet.

    [0010] Eine Auftragsdüse zum Erzeugen eines flächigförmigen Extrudats aus flüssigem Material, bei der ein im Düsenkörper ausgebildeter Strömungskanal kleiderbügelförmig ausgebildet ist, ist aus der EP 0 589 987 A1 bekannt. Bei dieser ist eine Einlassöffnung in den Strömungskanal in einem zentralen Bereich des Strömungskanals angeordnet.

    [0011] Weiteren Stand der Technik bilden die US 2007/224360 A1, die DE 100 23 895 A1 und die EP 2 629 983 A1.

    [0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung, die die Merkmale des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 aufweist, so weiterzubilden, dass diese baulich besonders einfach gestaltet ist, ein gleichmäßiger Austritt des fließfähigen Stoffs durch die Austrittsöffnung bei unterschiedlichen Abdeckstellungen des Schiebers gewährleistet ist, sowie beim Verändern der Position der Abdeckung der Austrittsöffnung kein fließfähiger Stoff aus der Austrittsöffnung austritt, ferner im Düsenkörper keine Hohlräume gebildet sind, die nicht oder nur teilweise mit dem fließfähigen Stoff gefüllt sind.

    [0013] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung, die die Merkmale des Patentanspruchs 1 aufweist.

    [0014] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die Längserstreckung des Strömungskanals mindestens so groß ist wie die Längserstreckung des Düsenschlitzes. Hierbei ist die Einlassöffnung im Bereich eines Endes des Strömungskanals mit diesem wirkverbunden. Das andere Ende des Strömungskanals endet im Bereich eines Endes des Düsenschlitzes. Die Austrittsöffnung ist mittels des Schiebers vom anderen Ende des Düsenschlitzes ausgehend abblendbar. Hierbei nimmt die Querschnittsfläche des Strömungskanals in Y-Richtung von dem einen Ende des Strömungskanals bis zu dem anderen Ende des Strömungskanals stetig ab, ferner ist die Breite des Düsenschlitzes über dessen Verlauf in Y-Richtung konstant oder es nimmt die Breite des Düsenschlitzes über dessen Verlauf in Y-Richtung von dem anderen Ende bis zu dem einen Ende stetig zu, ferner ist die Tiefe des Düsenschlitzes über dessen Verlauf in Y-Richtung konstant oder es nimmt die Tiefe des Düsenschlitzes über dessen Verlauf in Y-Richtung von dem anderen Ende bis zu dem einen Ende stetig ab, wobei nicht gleichzeitig die Breite des Düsenschlitzes und die Tiefe des Düsenschlitzes konstant sind.

    [0015] Aufgrund dieser Gestaltung der Vorrichtung wird der fließfähige Stoff, unabhängig davon, in welcher Position sich der Schieber befindet und somit unabhängig davon, wie stark die Austrittsöffnung abgeblendet ist, immer über die Gesamtlänge des Strömungskanals gefördert, somit von der Einlassöffnung bis zu dem Ende des Strömungskanals, das der Einlassöffnung abgewandt ist. Die Querschnittsflächen des Strömungskanals über dessen Länge und die Querschnittsfläche des Düsenschlitzes über dessen Länge sind so bemessen, dass der fließfähige Stoff gleichmäßig verteilt über die Länge des Düsenschlitzes ausgegeben wird, unabhängig davon, in welcher Stellung sich der Schieber befindet. In der Konsequenz wird beim Verstellen des Schiebers innerhalb des Düsenschlitzes befindlicher fließfähiger Stoff nicht aus dem Düsenschlitz gefördert, da der Schieber keinen Einfluss auf den im Düsenschlitz befindlichen fließfähigen Stoff ausübt. Aufgrund der Gestaltung von Strömungskanal und Düsenschlitz ist die Ausgabe des fließfähigen Stoffs über die nicht durch den Schieber abgedeckte Länge der Austrittsöffnung des Düsenschlitzes weitgehend konstant.

    [0016] Aus fertigungstechnischen Gründen weist der Düsenschlitz bevorzugt über dessen Länge eine Querschnittsfläche auf, die bezüglich deren Form identisch ist.

    [0017] Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, wenn der Strömungskanal und/oder der Düsenschlitz ein unveränderliches Volumen aufweisen. Unabhängig von der jeweiligen Stellung des Schiebers erfolgt somit keine Veränderung des Volumens des Strömungskanals bzw. des Düsenschlitzes und es sind demzufolge innerhalb des Düsenkörpers keine weiteren Einbauten vorzusehen, die eine Veränderung des Volumens bewirken würden. Die Vorrichtung ist baulich besonders einfach gestaltet, weil es bezüglich des stationären Düsenkörpers nur erforderlich ist, diesen mit der Einlassöffnung, dem Strömungskanal und dem Düsenschlitz zu versehen.

    [0018] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass stromaufwärts der Einlassöffnung ein Sperrmittel zum Unterbrechen des Zuflusses von fließfähigem Stoff in den Strömungskanal angeordnet ist. Dieses Sperrmittel, bei dem es sich insbesondere um ein Ventil handelt, das in eine geöffnete oder eine geschlossene Stellung überführt werden kann, befindet sich immer dann in der geöffneten Stellung, wenn der fließfähige Stoff aus dem Düsenkörper auszugeben ist, somit beim Auftragen des fließfähigen Stoffs auf das Substrat. Insbesondere ist das Sperrmittel beim Verschieben des Schiebers in seiner Sperrstellung. Wird der Schieber verschoben, erfolgt somit keine Förderung des fließfähigen Stoffs durch die Einlassöffnung in den Strömungskanal und den Düsenschlitz.

    [0019] Vorzugsweise weist der Strömungskanal im Bereich des Düsenschlitzes eine über die dortige Länge des Strömungskanals im Wesentlichen linear veränderliche Querschnittsfläche auf oder eine Querschnittsfläche auf, deren Veränderung eine einfach gekrümmte Kurve, somit Kurve ohne Wendepunkt ist. Diese Gestaltung berücksichtigt in besonders hohem Maße den Umstand, dass der fließfähige Stoff im Bereich des einen Endes des Strömungskanals zugeführt wird und somit, wegen der Ausgabe des fließfähigen Stoffs durch den Düsenschlitz, stromaufwärts des Strömungskanals ein größeres Volumen des fließfähigen Stoffs vorhanden sein muss als stromabwärts, ferner Reibungsverluste beim Fördern des Stoffes. Durch diese Veränderung der Querschnittsfläche des Strömungskanals im Bereich des Düsenschlitzes kann diese Anforderung besonders vorteilhaft erfüllt werden.

    [0020] Insbesondere nimmt die Querschnittsfläche des Strömungskanals zum anderen Ende des Strömungskanals, somit demjenigen Ende, das der Einlassöffnung abgewandt ist, hin ab.

    [0021] Insbesondere ist die Querschnittsfläche des Strömungskanals am anderen Ende des Strömungskanals maximal halb so groß wie die Querschnittsfläche des Strömungskanals am einen Ende.

    [0022] Vorzugsweise ist die Form der veränderlichen Querschnittsfläche des Strömungskanals identisch. Eine solche Ausbildung lässt sich baulich besonders einfach herstellen und ermöglicht optimale Durchströmverhältnisse im Strömungskanal.

    [0023] Es ist vorgesehen, dass die Veränderung der Querschnittsfläche des Strömungskanals und/oder der Breite des Düsenschlitzes und/oder der Tiefe des Düsenschlitzes jeweils über dessen Länge nicht linear ist, gemäß einer einfach gekrümmten Kurve ist.

    [0024] Baulich besonders einfach ist der Düsenkörper gestaltet, wenn dieser ein erstes Düsenkörperteil und ein zweites Düsenkörperteil aufweist, die miteinander verbunden sind und zwischen denen der Strömungskanal und der Düsenschlitz ausgebildet sind. Der Strömungskanal und der Düsenschlitz können somit besonders einfach in das eine oder das andere Düsenkörperteil oder in beide Düsenkörperteile integriert werden, sodass bei Verbindung der beiden Düsenkörperteile der Düsenkörper gebildet ist. Insbesondere weist der Düsenkörper leistenförmige Düsenkörperteile auf. Die Düsenkörperteile sind somit länglich gestaltet und besonders gut geeignet, den Strömungskanal und den Düsenschlitz im Düsenkörper auszubilden.

    [0025] Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn der Strömungskanal und/oder der Düsenschlitz ausschließlich durch Vertiefungen in einem Düsenkörperteil gebildet ist bzw. sind. Dies reduziert den Bau- und Herstellungsaufwand des Düsenkörpers erheblich. Unter diesem Aspekt ist insbesondere vorgesehen, dass die Querschnittsfläche des Strömungskanals die Form eines Halbkreises aufweist. Eine solche halbkreisförmige Vertiefung lässt sich besonders einfach in das relevante Düsenkörperteil einbringen.

    [0026] Insbesondere ist vorgesehen, dass der Strömungskanal und der Düsenschlitz in dem einen Düsenkörperteil und die Einlassöffnung sowie eine Zuführung zur Einlassöffnung in dem anderen Düsenkörperteil gebildet sind. Hierdurch sind die Funktionalitäten baulich getrennt, nämlich die Funktionalität des Strömungskanals und des Düsenschlitzes dem einen Düsenkörperteil zugeordnet und die Funktionalität der Einlassöffnung sowie die Zuführung zur Einlassöffnung dem anderen Düsenkörperteil zugeordnet. Dies vereinfacht nicht nur die Herstellung des Düsenkörpers, sondern auch das Anschließen des Düsenkörpers an eine Zuführung für den fließfähigen Stoff.

    [0027] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Düsenschlitz über dessen Länge eine derartige Form aufweist, dass die Breite des Düsenschlitzes zwischen Strömungskanal und Austrittsöffnung konstant ist oder sich vom Strömungskanal zur Austrittsöffnung hin stetig verjüngt, insbesondere linear verjüngt. Bei gleichen Druckverhältnissen im Strömungskanal über dessen Länge, bezogen auf die Länge des Düsenschlitzes, wird somit über die Länge des Düsenschlitzes ein konstanter Durchfluss des fließfähigen Stoffs durch die Austrittsöffnung des Düsenschlitzes erzielt.

    [0028] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Austrittsöffnung und/oder der Düsenschlitz und/oder der Strömungskanal, bezogen auf deren Längserstreckung, horizontal angeordnet ist bzw. sind, insbesondere die Austrittsöffnung oberhalb des Strömungskanals angeordnet ist. Diese Gestaltung bzw. Anordnung berücksichtigt, dass der fließfähige Stoff, vorliegend insbesondere fließfähiger Klebstoff, nach oben ausgegeben wird, zwecks Auftragen auf ein Substrat, das oberhalb des Düsenkörpers angeordnet über dessen Austrittsöffnung gefördert wird. Es ist durchaus eine vertikale Anordnung statt der beschriebenen horizontalen Anordnung möglich.

    [0029] Die vorbeschriebene vertikale Anordnung, somit vertikale Ausrichtung der Auftragsdüse, erfolgt insbesondere bei dem sogenannten Edge Banding. Dies wird z.B. in der Produktion von Plattenmaterial in der holzverarbeitenden Industrie angewendet. Dabei wird Klebstoff auf die schmalen Kanten von Plattenmaterial aufgetragen.

    [0030] Insbesondere ist der die Austrittsöffnung aufweisende äußere Bereich des Düsenkörpers eben ausgebildet und es weist der Schieber einen ebenen Abschnitt zum Kontaktieren des Düsenkörpers in diesem Bereich auf, insbesondere zum dichtenden Kontaktieren unter Vorspannung.

    [0031] Die Austrittsöffnung der Auftragsdüse ist vorzugsweise mittels des Schiebers vollständig abdeckbar, insbesondere dichtend abdeckbar. Im Falle eines Stillstands der Vorrichtung zum Auftragen des fließfähigen Stoffs, insbesondere eines PUR-Klebstoffs, wird verhindert, dass der Stoff bzw. der Klebstoff in der Auftragsdüse reagieren kann, insbesondere aufgrund der Feuchtigkeit der Umgebungsluft aushärten kann.

    [0032] Es wird als vorteilhaft angesehen, wenn die Vorrichtung einen Anleger aufweist, der mit einer Anlagefläche versehen ist, die senkrecht zur Längserstreckung der Austrittsöffnung seitlich der Austrittsöffnung angeordnet ist, ferner der Schieber auf einer der Anleger zugewandten Seite eine Anlagefläche aufweist, die parallel zur Anlagefläche des Anlegers angeordnet ist. Unabhängig von der Stellung des Schiebers sind somit zwischen den Anlageflächen von Anleger und Schieber ein Einführbereich für das jeweilige Substrat gebildet. Hierbei handelt es sich insbesondere um einen Buchblock, der in einer Klemmvorrichtung gehalten ist und zwischen den Anlageflächen von Anleger und Schieber seitlich zu dessen Führung kontaktiert wird.

    [0033] Insbesondere weisen die Anlageflächen Flächenbereiche auf, die konvergierende Einführflächen für das Substrat bilden.

    [0034] Bevorzugter Anwendungsbereich der erfindungsgemäßen Vorrichtung einschließlich deren beschriebenen Weiterbildungen ist das Auftragen von Klebstoff auf Buchrücken. Insbesondere soll die Vorrichtung als Bestandteil einer Klebstoffauftragsvorrichtung im Zusammenhang mit dem Digitaldruck und einer nachgeschalteten Buchproduktion mit dem Oberbegriff "Book on demand" eingesetzt werden können. Das bedeutet, dass die Größe der Auflage minimal ein Stück umfassen kann. Somit muss es möglich sein, dass die Auftragsbreite des Klebstoffs auf den Buchrücken während der Zeit zwischen zwei Klebstoffaufträgen auf zwei nacheinanderfolgenden Buchblöcken verstellt werden kann, sodass der Klebstoff auf zwei aufeinanderfolgende Bücher mit unterschiedlicher Dicke so aufgetragen werden kann, dass die Qualität vom Klebstoffauftrag genügend ist. Diese Auftragsbreite kann durchaus nur im Bereich von 2 bis 5 mm liegen.

    [0035] In diesem Zusammenhang wird ein geschlossenes Klebstoffsystem eingesetzt, das den Eigenheiten von reaktiv aushärtenden Schmelzklebstoffen wie PUR Rechnung trägt und den Zutritt von Umgebungsluft und damit Feuchtigkeit minimiert und die mechanische Belastung von Klebstoff klein hält. Unter diesem Aspekt ist die eingesetzte Schlitzdüse von besonderem Vorteil. Die Schlitzdüse verfügt über einen Verstellmechanismus zur Verstellung der Auftragsbreite von Klebstoff auf den jeweiligen Buchrücken. Nach der Verstellung ist kein Einfahren der Schlitzdüse erforderlich, sodass die Qualität vom Klebstoffauftrag beim ersten Buch nach der Verstellung bereits genügend ist. Der Schieber und dessen Antrieb sind derart ausgeführt, dass während der Verstellung der Position des Schiebers das Volumen des Klebstoffs innerhalb der Schlitzdüse nicht beeinflusst wird. Somit tritt während der Verstellung kein Klebstoff aus und es entstehen keine zusätzlichen Hohlräume, die nicht oder nur teilweise mit Klebestoff gefüllt sind. Die Schlitzdüse und der Verstellmechanismus für den Schieber sind derart ausgeführt, dass keine beweglichen Teile vorhanden sind, die verkleben können. Aufgrund der einfachen Geometrie der klebstoffführenden Teile ist eine einfache Reinigung möglich. Das Volumen innerhalb der Schlitzdüse ist so gestaltet, dass alle mit Klebstoff beaufschlagten Hohlräume mit Klebstoff durchströmt werden und keine sogenannten Toträume vorhanden sind, in denen der Klebstoff altern oder aushärten kann.

    [0036] Die erfindungsgemäße Vorrichtung nebst der beschriebenen Weiterbildungen zeichnet sich ferner durch einen einfachen Aufbau mit wenigen Teilen, die mit dem Klebstoff in Berührung kommen, aus. Hierdurch lässt sich die Vorrichtung mit geringem Aufwand demontieren, reinigen und warten. Die Gleichmäßigkeit vom Klebstoffauftrag ist über die gesamte Buchblockstärke im Wesentlichen konstant, sodass die Qualität des Klebstoffauftrags mindestens genügend ist. Diese Gleichmäßigkeit des Klebstoffauftrags bleibt über den gesamten Verstellbereich der Auftragsbreite des Klebstoffauftrags hinweg erhalten. Diese Gleichmäßigkeit bleibt über einen weiten Bereich der Viskosität des Klebstoffs ebenfalls erhalten.

    [0037] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung der Figuren und den Figuren selbst dargestellt, wobei bemerkt wird, dass alle Einzelmerkmale und alle Kombinationen von Einzelmerkmalen erfindungswesentlich sind.

    [0038] In den Figuren ist die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele in schematischer Darstellung veranschaulicht, ohne hierauf beschränkt zu sein.

    [0039] Es zeigt:
    Fig. 1
    eine Klebebindemaschine, dargestellt für bezüglich der erfindungsgemäßen Vorrichtung relevante Bereiche,
    Fig. 2
    die Klebebindemaschine gemäß Darstellung in Fig. 1, in bezüglich Teilbereichen detaillierterer Darstellung,
    Fig. 3
    einen Buchrücken mit aufgetragenem Klebstoff,
    Fig. 4
    eine Auftragsstation der Klebebindemaschine, veranschaulicht in einer räumlichen Darstellung,
    Fig. 5
    die Auftragsstation in einer Ansicht V gemäß Fig. 4,
    Fig. 6
    die Auftragsstation in einer Ansicht VI gemäß Fig. 5,
    Fig. 7
    die Auftragsstation in einer Ansicht VII gemäß Fig. 5,
    Fig. 8
    die bei der Auftragsstation Verwendung findende Auftragsdüse, für ein erstes Ausführungsbeispiel gezeigt, ohne Schieber veranschaulicht, in einer räumlichen Darstellung,
    Fig. 9
    die in Fig. 8 gezeigte Anordnung in einer räumlichen Darstellung, aus einer anderen Richtung gesehen,
    Fig. 10
    die Anordnung gemäß Fig. 8 in einer Ansicht X gemäß Fig. 8,
    Fig. 11
    eine Ansicht XI gemäß Fig. 10,
    Fig. 12
    eine Ansicht XII gemäß Fig. 10,
    Fig. 13
    einen Schnitt gemäß der Linie XIII-XIII in Fig. 11,
    Fig. 14
    einen Schnitt gemäß der Linie XIV-XIV in Fig. 11,
    Fig. 15
    die Anordnung in der Ansicht gemäß Fig. 10, mit zusätzlich mittels strichlierter Linien veranschaulichter Innenbereiche,
    Fig. 16
    einen Schnitt gemäß der Linie XVI-XVI in Fig. 15,
    Fig. 17
    einen Schnitt gemäß der Linie XVII-XVII in Fig. 15,
    Fig. 18
    einen Schnitt gemäß der Linie XVIII-XVIII in Fig. 15,
    Fig. 19
    einen Schnitt gemäß der Linie XIX-XIX in Fig. 15,
    Fig. 20
    die bei der Auftragsstation Verwendung findende Auftragsdüse, für ein zweites Ausführungsbeispiel gezeigt, ohne Schieber veranschaulicht, in einer Darstellung gemäß Fig. 15,
    Fig. 21
    einen Schnitt gemäß der Linie XXI-XXI in Fig. 20,
    Fig. 22
    einen Schnitt gemäß der Linie XXII-XII in Fig. 20,
    Fig. 23
    einen Schnitt gemäß der Linie XXIII-XIII in Fig. 20,
    Fig. 24
    einen Schnitt gemäß der Linie XXIV-XXIV in Fig. 20,
    Fig. 25
    ein Klebstoffflussdiagramm der Klebebindemaschine.

    Figurenbeschreibung



    [0040] Fig. 1 veranschaulicht die Einbausituation einer Klebebindemaschine 1 zum intermittierenden Auftragen eines fließfähigen Klebstoffs auf Substrate, vorliegend auf Buchrücken 2 von Buchblocks 3. Bei dem Klebstoff handelt es sich beispielsweise um Polyurethan. Dieser Schmelzklebstoff weist die besonders gute Blattausreissfestigkeit auf, ferner bei Buchblocks 3 ein optimales Lay-Flat-Verhalten.

    [0041] Unter Bezugnahme auf die Darstellung der Fig. 1 und 2 ist bezüglich der Vorrichtung 1 ein Vorschmelzgerät 4, eine Zuführleitung 5 für den erhitzten Klebstoff, eine Rückführleitung 6 für den erhitzten Klebstoff und eine Auftragsstation 7 für den erhitzten Klebstoff gezeigt. Die Buchblocks 3 sind in Transportklammern 8 eingespannt und werden durch ein Zugmittel 9 in einer Bewegungsrichtung, die der veranschaulichten Koordinate X eines orthogonalen Systems entspricht, über die Auftragsstation 7, konkret eine Auftragsdüse 10 der Auftragsstation 7, bewegt. Es sind die weiteren Koordinaten Y und Z veranschaulicht. Ein in der Draufsicht, entgegen der Koordinate z gesehen, rechteckiger Austrittsquerschnitt 11 der Auftragsdüse 10 weist eine verstellbare Längserstreckung in Y-Richtung, eine konstante Breitenerstreckung in X-Richtung auf. Die variable Längserstreckung des Austrittsquerschnitts ist auf die jeweilige Breite des Buchblocks 3, wobei sich diese Breite in Y-Richtung erstreckt, abgestimmt und es ergibt sich die Auftragslänge des Klebstoffs auf dem Buchrücken 2 des Buchblocks 3 aufgrund der Förderbewegung des jeweiligen Buchblocks 3 in X-Richtung bei geöffneter Auftragsdüse 10. In Abhängigkeit von der Fördergeschwindigkeit des Buchrückens 2 relativ zur geöffneten Auftragsdüse 10 und dem Massendurchsatz des Klebstoffs durch den Austrittsquerschnitt 11 der Auftragsdüse 10 ergibt sich eine definierte Auftragsstärke in Z-Richtung auf den Buchrücken 2 (siehe insbesondere die Darstellung der Fig. 3).

    [0042] Auf die Buchrücken 2 wird der Klebestoff mithilfe einer Steuervorrichtung 12, eines elektrischen Antriebs 13 und einer mittels des Antriebs 13 antreibbaren Pumpe 14 zum Fördern des fließfähigen Klebstoffs gleichmäßig aufgetragen. Der Antrieb 13 ist in seiner Drehzahl regelbar. Bei der Pumpe 14 handelt es sich um eine Zahnradpumpe. Der Antrieb 13 und die Pumpe 14 sind unterhalb des Vorschmelzgeräts 4 angeordnet. Der Antrieb 13 ist über eine Kupplung mit der Pumpe 14 verbunden.

    [0043] Die jeweilige Transportklammer 8 weist eine vordere als Platte ausgebildete Backe 15 und eine hintere, gleichfalls als Platte ausgebildete Backe 16 auf. Die Backen 15, 16 der jeweiligen Transportklammer 8 werden synchron in X-Richtung bewegt. Die jeweilige hintere Backe 16 ist in Y-Richtung nicht beweglich. Nur die vordere Backe 15 ist in Y-Richtung und entgegengesetzt beweglich, sodass das Abstandsmaß der beiden Backen 15, 16 zwecks Klemmen des Buchblocks 3 zwischen den Backen 15, 16 verändert werden kann. Die jeweilige hintere Backe 16 bildet auf der der vorderen Backe 15 zugewandten Seite eine durch die Koordinaten X und Z aufgespannte Ebene, die im Wesentlichen, bis auf geringfügige Abweichungen auf der gleichen Ebene liegt wie eine Anlagefläche 17 eines festen Anlegers 18 der Auftragsstation 7. Dieser Anleger 18 bildet eine Führung der Buchblocks 3 an einem Auftragskopf 19 der Auftragsstation 7.

    [0044] Mit der Steuervorrichtung 12 sind ein Sensor 20 zum Erfassen der Transportgeschwindigkeit des Buchblocks 3 in X-Richtung, ein Sensor 21 zum Erfassen des Beginns und des Endes des jeweiligen Buchblocks 3, bezogen auf die X-Richtung, sowie ein als Ventil ausgebildetes Stellelement 22 für die Zuführung des fließfähigen Klebstoffs zum Auftragskopf 19 und bei Bedarf ein Drucksensor 23 über eine Verbindungsleitung 24 wirkverbunden. Der fließfähige Klebstoff wird vom Vorschmelzgerät 4 über die Zuführleitung 5 volumetrisch von der Pumpe 14, die mittels des Antriebs 13 angetrieben wird, und über die Steuervorrichtung 12 kontrolliert wird, zugeführt. Über die Rücklaufleitung 6 wird der von der Pumpe 14 geförderte Klebstoff während der Zeitdauer, während der kein Klebstoffauftrag erfolgt, zum Vorschmelzgerät 4 zurückgeführt.

    [0045] Fig. 3 zeigt eine Prinzipdarstellung von einem Buchblock 3 und dessen wichtigste Abmessungen, ferner einen Klebstoffauftrag 29. Am Buchrücken 2 wird der Klebstoff aufgetragen. Die Auftragsstärke 30 vom Klebstoff kann in einem Bereich von 0.05 bis 4 mm eingestellt werden. Vorzugsweise liegt die Auftragsstärke im Bereich von 0.3 bis 0.6 mm für PUR. Der Abstand vom Auftragsanfang 31 zur Vorderseite 32 des Buchblocks 3 und der Abstand vom Auftragsende 33 zur Rückseite 34 des Buchblocks 3 kann zwischen -5 bis 100 mm eingestellt werden. Vorzugsweise liegen diese Werte zwischen 0 und 15 mm. Die Auftragsbreite, somit das Maß in Y-Richtung, entspricht im Wesentlichen der Buchblockstärke und liegt im Bereich von 1 bis 80 mm. Die maximal zu erwartende Produktionsgeschwindigkeit des Buchblocks 3 kann zwischen 1000 pro Stunde und etwa 6000 pro Stunde eingestellt werden. Das beschriebene System kann aber auch für deutlich höhere Produktionsgeschwindigkeiten eingesetzt werden. Dann wird die Änderung der Auftragsbreite durch Verstellung des Schieber 26 zwischen zwei nachfolgenden Buchblocks eingeschränkt.

    [0046] Die Fig. 4 bis 7 veranschaulichen Einzelheiten des Auftragskopfs 19 mit einem Verstellmechanismus 25 zum Verstellen des Austrittsquerschnitts 11 der Auftragsdüse 10. Eine Abdeckung, die als Schieber 26 ausgebildet ist, deckt den Austrittsquerschnitt 11 mehr oder weniger ab. Der Schieber 26 ist mittels des Verstellmechanismus 25 in Y-Richtung und entgegengesetzt verfahrbar. Der jeweilige Buchblock 3 wird linear in X-Richtung über die als Schlitzdüse ausgebildete Auftragsdüse 10 bewegt. Dabei wird der fließfähige Klebstoff über den Austrittsquerschnitt 11 auf den Buchrücken 2 übertragen. Der bewegliche Schieber 26 wird von einer Linearführung 27 möglichst spielfrei geführt und über den Verstellmechanismus 25, der von einem Antrieb 28 angetrieben wird, betätigt und jeweils so verstellt, dass die Länge Y des Austrittsquerschnitts 11 im Wesentlichen der Buchblockstärke entspricht.

    [0047] Der konkrete Aufbau der als Schlitzdüse ausgebildeten Auftragsdüse 10 ist in den Fig. 8 bis 19 für das erste bevorzugte Ausführungsbeispiel dargestellt:

    Die Auftragsdüse 11 weist einen stationären Düsenkörper 36 auf. Dieser weist eine Einlassöffnung 37, einen Strömungskanal 38 und einen Düsenschlitz 39 auf. Beim Fördern des Klebstoffs durch die Auftragsdüse 10 gelangt der fließfähige Klebstoff von der Einlassöffnung 37 in den Strömungskanal 38 und von diesem zum Düsenschlitz 39. Der fließfähige Klebstoff wird durch eine Austrittsöffnung 40 des Düsenschlitzes ausgegeben, die den Austrittsquerschnitt 11 definiert. Die Austrittsöffnung 40 ist in einem äußeren Bereich des Düsenkörpers 36 angeordnet. Die Auftragsdüse 10 weist ferner den Schieber 26, der als Platte ausgebildet ist, auf und der relativ zum Düsenkörper 36 in Längserstreckung der Austrittsöffnung 40 über diese mittels des Verstellmechanismus 25 bewegbar ist und den äußeren Bereich des Düsenkörpers 36 kontaktiert, zum veränderlichen Abdecken der Austrittsöffnung 40. Insbesondere wird der Schieber 26 unter Einwirkung von Federkraft gegen den Düsenkörper 36 zwecks optimaler Abdichtung der Austrittsöffnung 40 in deren durch den Schieber 26 jeweils abgedeckten Bereich gedrückt.



    [0048] Der Düsenkörper 36 ist so gestaltet, dass die Längserstreckung LS des Strömungskanals 38 mindestens so groß ist wie die Längserstreckung LD des Düsenschlitzes 39. Im Ausführungsbeispiel ist das Maß LS geringfügig größer als das Maß LD. Hierbei ist die Einlassöffnung 37 im Bereich eines Endes 41 des Strömungskanals 38 mit diesem wirkverbunden. Das andere Ende 42 des Strömungskanals endet im Bereich eines Endes 43 des Düsenschlitzes 39. Die Austrittsöffnung 40 ist mittels des Schiebers 26 vom anderen Ende 44 des Düsenschlitzes 39 ausgehend abblendbar. Der Strömungskanal 38 weist im Bereich des Düsenschlitzes 39 eine über die dortige Länge des Strömungskanals 38 stetig veränderliche Querschnittsfläche auf, wobei die größere Querschnittsfläche der Einlassöffnung 37 zugewandt ist.

    [0049] Der Strömungskanal 38 und der Düsenschlitz 39 weisen jeweils ein unveränderliches Volumen auf.

    [0050] Im Detail weist der Strömungskanal 38 im Bereich des Düsenschlitzes eine über die dortige Länge des Strömungskanals 38 stetig veränderliche Querschnittsfläche auf. Sie muss nicht linear veränderlich sein; wird im Normallfall eine einfach gekrümmte Kurve sein. Diese Querschnittsfläche des Strömungskanals 38 nimmt zum Ende 42 des Strömungskanals hin ab. Hierbei ist die Form der veränderlichen Querschnittsfläche des Strömungskanals 38 identisch. Die Querschnittsfläche des Strömungskanals 38 weist die Form eines Halbkreises auf.

    [0051] Der Düsenschlitz 39 weist über dessen Länge eine derartige Form auf, dass die Breite BD des Düsenschlitzes 39 zwischen dem Strömungskanal 38 und der Austrittsöffnung 40 des Düsenschlitzes 39 konstant ist. Die Tiefe (Erstreckung in Z-Richtung) des Düsenschlitzes 39 nimmt vom anderen Ende 44 zum einen Ende 43 ab. Diese Tiefe ist entlang einer einfach gekrümmten Kurve veränderlich.

    [0052] Die Austrittsöffnung 40 und der Düsenschlitz 39 sind horizontal angeordnet, der Strömungskanal 38 ist bezüglich der Horizontalen geringfügig geneigt angeordnet.

    [0053] Der Düsenkörper 36 weist zwei leistenförmige Düsenkörperteile 45, 46 auf. Diese sind mittels Schrauben 47, die das Düsenkörperteil 45 durchsetzen und in Gewindebohrungen 53 des Düsenkörperteils 46 eingeschraubt sind, fest miteinander verbunden. Zwischen den beiden Düsenkörperteilen 45 und 46 sind der Strömungskanal 38 und der Düsenschlitz 39 ausgebildet. Der Strömungskanal 38 und der Düsenschlitz 39 sind ausschließlich durch Vertiefungen in dem Düsenkörperteil 46 gebildet. Im Übrigen sind die einander zugewandten Flächen der beiden Düsenkörperteil 45, 46 eben ausgebildet, sodass die Düsenkörperteile 45, 46 im miteinander verbundenen Zustand im Bereich dieser ebenen Flächen dicht aneinander liegen. Eine Zuführung zur Einlassöffnung 37, wobei diese Zuführung als Winkelkanal 48 ausgeführt ist, ist in dem Düsenkörperteil 45 gebildet. Der Winkelkanal 48 mündet im Bereich des Endes 41 des Strömungskanals 38 in einem der Austrittsöffnung 40 des Düsenschlitzes 39 abgewandten Bereich in den Strömungskanal 38.

    [0054] Die Anlagefläche 17 des Anlegers 18 ist senkrecht zur Längserstreckung der Austrittsöffnung 40 seitlich der Austrittsöffnung 40 angeordnet. Der Schieber 26 weist auf seiner dem Anleger 18 zugewandten Seite eine Anlagefläche 49 auf, die in einem mittleren Bereich parallel zu einem mittleren Bereich der Anlagefläche 17 des Anlegers 18 ist. Seitlich ist dieser jeweilige mittlere Bereich an Einführ- und Ausführschrägen der Anlageflächen 17 und 49 angebunden. Der Anleger 18 und der Schieber 26 dienen damit der Führung des Buchblocks 3 bei dessen Fördern über den Düsenkörper 36. Das Einführen des Buchblocks 3 wird erleichtert aufgrund der konvergierenden Einführflächen - Anlageflächen 17, 49 -.

    [0055] Das Düsenkörperteil 46 ist im Bereich seiner abgewandten Stirnseiten mit Stufenbohrungen 50 zur Aufnahme von Schrauben 51 versehen, die in Gewindebohrungen einer Basis 52 des Auftragskopfs 19 einschraubbar sind, zum Befestigen des stationären Düsenkörpers 36.

    [0056] Der konkrete Aufbau der als Schlitzdüse ausgebildeten Auftragsdüse 10 ist in den Fig. 20 bis 24 für das zweite bevorzugte Ausführungsbeispiel dargestellt. Hierbei wird bezüglich des ersten Ausführungsbeispiel vollinhaltlich auf die Ausführungen betreffend die Fig. 1 bis 15 verwiesen. Das zweite Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 20 bis 24 unterscheidet sich nur durch die veränderte Geometrie von Strömungskanal 38 und Düsenschlitz 39. Den Fig. 20 bis 24 ist zu entnehmen, dass der Strömungskanal 38 im Bereich des Düsenschlitzes eine über die dortige Länge des Strömungskanals 38 stetig veränderliche Querschnittsfläche aufweist. Die Veränderung muss nicht linear sein; wird im Normalfall eine einfach gekrümmte Kurve sein. Diese Querschnittsfläche des Strömungskanals 38 nimmt zum Ende 42 des Strömungskanals hin ab. Hierbei ist die Form der veränderlichen Querschnittsfläche des Strömungskanals 38 identisch. Die Querschnittsfläche des Strömungskanals 38 weist die Form eines Halbkreises auf. Die Querschnittsfläche des Strömungskanals 38 ist am anderen Ende 42 des Strömungskanals 38 maximal halb so groß wie die Querschnittsfläche des Strömungskanals 38 am einen Ende 41.

    [0057] Der Düsenschlitz 39 weist über dessen Länge eine derartige Form auf, dass die Tiefe (Erstreckung in Z-Richtung) des Düsenschlitzes 39 zwischen den Enden 43 und 44 konstant ist. Die Breite BD des Düsenschlitzes 39, somit die Erstreckung des Düsenschlitzes 39 in X-Richtung, nimmt vom anderen Ende 44 zum einen Ende 43 zu. Diese Breite ist entlang einer einfach gekrümmten Kurve veränderlich. Diese Breite beträgt beispielsweise in der Schnittebene XXI-XXI 0,32 mm, in der Schnittebene XXII-XXII 0,35 mm, in der Schnittebene XXIII-XXIII 0,4 mm und in der Schnittebene XXIV-XXIV 0,53 mm, bei einer konstanten Tiefe des Düsenschlitzes von 1 mm über dessen Länge.

    [0058] Fig. 25 stellt den prinzipiellen Aufbau der Klebebindemaschine 1 dar. Die Transportklammern 8 der Klebebindemaschine sind am Zugmittel 9 befestigt und werden in Richtung X mit einer definierten Geschwindigkeit bewegt. In der Regel bleibt diese Geschwindigkeit während der Produktion konstant. Die Buchblocks 3 werden in die Transportklammern 8 eingespannt und mit den Transportklammern 8 mitbewegt. Die Geschwindigkeit der Buchblocks 3 wird durch den Sensor 20 erfasst und an die Steuervorrichtung 12 zur Verarbeitung weitergeleitet. Die der Vorderseite 32 zugeordnete Buchvorderkante und die der Rückseite 34 zugeordnete Buchhinterkante werden durch den Sensor 21 detektiert und an die Steuervorrichtung 12 zur Verarbeitung weitergeleitet. Die Klebebindemaschine übermittelt die Signale für die Buchblockstärke in geeigneter Weise an die Steuervorrichtung 12, sodass diese die zu verarbeitenden Buchblockstärken eindeutig den zu verarbeitenden Buchblocks zuordnen kann. Entscheidend ist dabei, dass die Steuervorrichtung 12 über die Daten der Geschwindigkeit und der Buchblockstärke verfügt und den zeitlichen Beginn und das zeitliche Ende von jedem Klebstoffauftrag ermitteln kann. Wie die dazu erforderlichen Daten in die Steuerungsvorrichtung 12 gelangen, kann auch anders ausgeführt sein, wie dargestellt oder beschrieben.

    [0059] Der Klebstoff wird im Vorschmelzgerät 4 geschmolzen und in fließfähiger Form bereitgehalten. Die Pumpe 14 fördert den im Vorschmelzgerät 4 bereitgehaltenen Klebstoff über die Zuführleitung 5 und das Stellelement 22 bzw. Ventil entweder zur Auftragsdüse 10, während des Auftragens von Klebstoff auf die Buchrücken 2, oder über die Rückführleitung 6 zurück zum Vorschmelzgerät 4. Der Klebstoffdruck wird vom optionalen Drucksensor 23 unmittelbar vor dem Stellelement 22 erfasst und an die Steuervorrichtung 12 übermittelt. Der Drucksensor 23 ist für eine zufriedenstellende Funktion des Systems nicht zwingend erforderlich und kann aus Kostengründen weggelassen werden oder nur temporär eingebaut werden.

    [0060] Der Schieber 26 der Auftragsdüse 10 für die Verstellung der Auftragsbreite von Klebstoff wird über den Verstellmechanismus 25 und den Antrieb 28 betätigt, verstellt und eingestellt. Das Signal und die Ansteuerung vom Antrieb 28 können entweder von der Steuervorrichtung der Klebebindemaschine oder von der Steuervorrichtung 12 der Vorrichtung 1 zur Verfügung gestellt werden bzw. erfolgen. Das Stellelement 22 für die Zuführung des Klebstoffs zur Auftragsdüse 10 wird von der Steuervorrichtung 12 derart betätigt, dass der Beginn von jedem Klebstoffauftrag und das Ende von jedem Klebstoffauftrag genau den vorher bestimmten Werten entsprechen. Das Stellelement 22 ist als Umschaltventil ausgebildet. In einer ersten Stellung des Stellelements 22 ist ein Durchfluss von der Zuführleitung 5 zur Auftragsdüse 10 frei und die Rückführleitung 6 gesperrt. In einer zweiten Stellung des Stellelements 22 ist die Zuführung des Klebstoffs zur Auftragsdüse 10 unterbrochen und die Zuführleitung 5 über eine in das Stellelement 22 integrierte Drossel 35 mit der Rückführleitung 6 verbunden. Anstelle, dass diese Drossel in das Stellelement 22 integriert ist, kann diese Drossel bzw. ein Drosselelement auch als separates Bauteil in die Rückführleitung 6 eingebaut sein. Wenn die Zuführung des Klebstoffs zur Auftragsdüse 10 mittels des Stellelements 22 unterbrochen ist, erfolgt, sofern wegen veränderter Stärke des Buchblocks erforderlich, die Verschiebung des Schiebers 26 zur Anpassung an die neue Buchblockstärke.

    [0061] Der Antrieb 13 der Pumpe 14 wird mithilfe aller vorstehend beschriebenen Signale von der Steuervorrichtung 12 auf eine Weise angesteuert, dass der Klebstoffauftrag auf die Buchblocks 3 einen klar definierten Anfang, ein klar definiertes Ende und eine gleichmäßige Verteilung über die Auftragslänge aufweist. Dies erfolgt durch eine im Wesentlichen volumetrische Förderung des Klebstoffs mittels der Pumpe 14. Der theoretische Volumenstrom von Klebstoff während des Auftrags wird aus der Geschwindigkeit der bewegten Buchblocks 3, aus der Auftragsbreite und aus der Auftragsstärke des Klebstoffs auf den Buchblock 3 ermittelt. Die Auftragsstärke muss als Parameter der Steuervorrichtung 12 zugeführt werden. Dies erfolgt in der Regel über ein Eingabeterminal, das vom Benutzer der Vorrichtung 1 bedient wird. Im Sinne einer digitalen Buchproduktion kann der Vorgabewert für die Auftragsstärke auch von der Klebebindemaschine oder von einer übergeordneten Steuerung der Steuervorrichtung 12 zugeführt werden. Ebenso ist es denkbar, das Signal für die Buchblockstärke von einer übergeordneten Steuerung der Steuervorrichtung 12 zuzuführen. Während der Klebestoffauftrag auf die Buchblocks 3 unterbrochen ist und das Stellelement 22 auf Rückförderung von Klebstoff zum Vorschmelzgerät 4 umgeschaltet ist, fördert die Pumpe 14 in der Regel einen zum Klebstoffvolumenstrom vom Klebauftrag unterschiedlichen Klebstoffvolumenstrom. Dieser Volumenstrom vom Klebstoff während der Rückförderung in das Vorschmelzgerät 4, also während der Zirkulation von Klebstoff, ist so groß, dass der Klebstoffdruck vor dem Stellelement 22 möglichst gleichgroß ist, wie während des Klebstoffauftrags über die Auftragsdüse 10 auf die Buchrücken 2.

    Bezugszeichenliste



    [0062] 
    1
    Vorrichtung
    2
    Buchrücken
    3
    Buchblock
    4
    Vorschmelzgerät
    5
    Zuführleitung
    6
    Rückführleitung
    7
    Auftragsstation
    8
    Transportklammer
    9
    Zugmittel
    10
    Auftragsdüse
    11
    Austrittsquerschnitt
    12
    Steuervorrichtung
    13
    Antrieb
    14
    Pumpe
    15
    Backe
    16
    Backe
    17
    Anlagefläche
    18
    Anleger
    19
    Auftragskopf
    20
    Sensor
    21
    Sensor
    22
    Stellelement
    23
    Drucksensor
    24
    Verbindungsleitung
    25
    Verstellmechanismus
    26
    Schieber
    27
    Linearführung
    28
    Antriebsaggregat
    29
    Klebstoffauftrag
    30
    Auftragsstärke
    31
    Auftragsanfang
    32
    Vorderseite
    33
    Auftragsende
    34
    Rückseite
    35
    Drossel
    36
    Düsenkörper
    37
    Einlassöffnung
    38
    Strömungskanal
    39
    Düsenschlitz
    40
    Austrittsöffnung
    41
    Ende Strömungskanal
    42
    Ende Strömungskanal
    43
    Ende Düsenschlitz
    44
    Ende Düsenschlitz
    45
    Düsenkörperteil
    46
    Düsenkörperteil
    47
    Schraube
    48
    Winkelkanal
    49
    Anlagefläche
    50
    Stufenbohrung
    51
    Schraube
    52
    Basis
    53
    Gewindebohrung
    X
    Koordinate
    Y
    Koordinate
    Z
    Koordinate
    LS
    Längserstreckung Strömungskanal
    LD
    Längserstreckung Düsenschlitz
    BD
    Breite Düsenschlitz



    Ansprüche

    1. Vorrichtung (1) zum Auftragen eines fließfähigen Stoffs, insbesondere fließfähigen Klebstoffs, auf mindestens ein Substrat (3), mit einer als Schlitzdüse ausgebildeten Auftragsdüse (10), die einen stationären Düsenkörper (36) mit einer Einlassöffnung (37), einem Strömungskanal (38) und einem Düsenschlitz (39) aufweist, mit, bezogen auf ein orthogonales System mit den Koordinaten X, Y und Z, einem Verlauf einer Querschnittsfläche des Strömungskanals (38) in Y-Richtung, wobei die Querschnittsfläche durch eine Ebene in X-Z-Richtung definiert ist, einem Verlauf einer Breite des Düsenschlitzes (39) in Y-Richtung, wobei die Breite in X-Richtung definiert ist, einem Verlauf einer Tiefe des Düsenschlitzes (39) in Y-Richtung, wobei die Tiefe in Z-Richtung definiert ist, wobei bei einem Fördern des fließfähigen Stoffs durch die Auftragsdüse (10) der fließfähige Stoff von der Einlassöffnung (37) in den Strömungskanal (38) und von diesem zum Düsenschlitz (39) gelangt sowie durch eine Austrittsöffnung (40) des Düsenschlitzes (39) ausgegeben wird, wobei die Austrittsöffnung (40) in einem äußeren Bereich des Düsenkörpers (36) angeordnet ist, wobei die Auftragsdüse (10) ferner einen Schieber (26) aufweist, der relativ zum Düsenkörper (36) in Längserstreckung der Austrittsöffnung über diese mittels eines Stellmittels (25) beweglich ist und den äußeren Bereich kontaktiert, zum veränderlichen Abdecken der Austrittsöffnung (40), dadurch gekennzeichnet, dass die Längserstreckung (LS) des Strömungskanals (38) mindestens so groß ist wie die Längserstreckung (LD) des Düsenschlitzes (39), wobei die Einlassöffnung (37) im Bereich eines Endes (41) des Strömungskanals (38) mit diesem wirkverbunden ist und das andere Ende (42) des Strömungskanals (38) im Bereich eines Endes (43) des Düsenschlitzes (39) endet, sowie die Austrittsöffnung (40) mittels des Schiebers (26) vom anderen Ende (44) des Düsenschlitzes (39) ausgehend abblendbar ist, wobei die Querschnittsfläche des Strömungskanals (38) in Y-Richtung von dem einen Ende (41) des Strömungskanals (38) bis zu dem anderen Ende (42) des Strömungskanals (38) stetig abnimmt, die Breite des Düsenschlitzes (39) über den Verlauf in Y-Richtung konstant ist oder die Breite des Düsenschlitzes (39) über dessen Verlauf in Y-Richtung von dem anderen Ende (44) bis zu dem einen Ende (43) stetig zunimmt, die Tiefe des Düsenschlitzes (39) über dessen Verlauf in Y-Richtung konstant ist oder die Tiefe des Düsenschlitzes (39) über dessen Verlauf in Y-Richtung von dem anderen Ende (44) bis zu dem einen Ende (43) stetig abnimmt, wobei nicht gleichzeitig die Breite des Düsenschlitzes (39) und die Tiefe des Düsenschlitzes (39) konstant sind sowie die Veränderung der Querschnittsfläche des Strömungskanals (38) über dessen Länge und/oder der Breite des Düsenschlitzes (39) über dessen Länge und/oder der Tiefe des Düsenschlitzes (39) über dessen Länge nicht linear und gemäß einer einfach gekrümmten Kurve ist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungskanal (38) und/oder der Düsenschlitz (39) ein unveränderliches Volumen aufweisen.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass stromaufwärts der Einlassöffnung (37) ein Sperrmittel (22) zum Unterbrechen des Zuflusses von fließfähigem Stoff in den Strömungskanal (38) angeordnet ist.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrmittel (22) beim Verschieben des Schiebers (26) in seiner Sperrstellung ist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des Strömungskanals (38) am anderen Ende (42) des Strömungskanals (38) maximal halb so groß ist wie die Querschnittsfläche des Strömungskanals (38) am einen Ende (41).
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Form der veränderlichen Querschnittsfläche des Strömungskanals (38) identisch ist.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenkörper (36) ein erstes Düsenkörperteil (45) und ein zweites Düsenkörperteil (46), insbesondere leistenförmige Düsenkörperteile (45, 46) aufweist, die miteinander verbunden sind und zwischen denen der Strömungskanal (38) und der Düsenschlitz (39) ausgebildet sind.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungskanal (38) und/oder der Düsenschlitz (39) ausschließlich durch Vertiefungen in einem Düsenkörperteil (45) gebildet ist bzw. sind.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des Strömungskanals (38) die Form eines Halbkreises aufweist.
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungskanal (38) und der Düsenschlitz (39) in dem einen Düsenkörperteil (45) und die Einlassöffnung (37) sowie eine Zuführung (48) zur Einlassöffnung (37) in dem anderen Düsenkörperteil (46) gebildet sind.
     
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (40) und/oder der Düsenschlitz (39) und/oder der Strömungskanal (38) bezüglich der Erstreckung in Y-Richtung horizontal oder vertikal angeordnet ist bzw. sind.
     
    12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenkörper (36) im äußeren Bereich eben ausgebildet ist und der Schieber (26) einen ebenen Abschnitt zum Kontaktieren des Düsenkörpers (36) in diesem Bereich, insbesondere dichtenden Kontaktieren unter Vorspannung, aufweist.
     
    13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (40) mittels des Schiebers (26) vollständig abdeckbar ist.
     
    14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Anleger (18) aufweist, der mit einer Anlagefläche (17) versehen ist, die senkrecht zur Längserstreckung der Austrittsöffnung (40) seitlich der Austrittsöffnung (40), insbesondere an die Austrittsöffnung (40) angrenzend angeordnet ist, sowie der Schieber (26) auf einer dem Anleger (18) zugewandten Seite eine Anlagefläche (49) aufweist, die parallel zur Anlagefläche (17) des Anlegers (18) ist, insbesondere die Anlageflächen (17, 49) Flächenbereiche aufweisen, die konvergierende Einführflächen für das Substrat (3) bilden.
     
    15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Fördervorrichtung (8, 9) zum Fördern des Substrats (3) über den Düsenkörper (36) im Bereich der Austrittsöffnung (40) aufweist, insbesondere die Fördervorrichtung (8, 9) eine Anordnung von Transportklammern (8) zum geförderten Fixieren von Substraten (3), insbesondere von Buchblocks aufweist.
     


    Claims

    1. Device (1) for applying a flowable substance, in particular a flowable adhesive, to at least one substrate (3), said device having an application nozzle (10) which is in the form of a slotted nozzle and has a stationary nozzle body (36) with an inlet opening (37), a flow duct (38) and a nozzle slot (39), having, with reference to an orthogonal system having the coordinates X, Y and Z, a progression of a cross-sectional area of the flow duct (38) in the Y direction, wherein the cross-sectional area is defined by a plane in the X-Z direction, a progression of a width of the nozzle slot (39) in the Y direction, wherein the width is defined in the X direction, and a progression of a depth of the nozzle slot (39) in the Y direction, wherein the depth is defined in the Z direction, wherein, when the flowable substance is being conveyed through the application nozzle (10), the flowable substance passes from the inlet opening (37) into the flow duct (38) and from there to the nozzle slot (39), and is discharged through an outlet opening (40) in the nozzle slot (39), wherein the outlet opening (40) is arranged in an outer region of the nozzle body (36), wherein the application nozzle (10) further has a slide valve (26) which can be moved relative to the nozzle body (36) in the longitudinal extent of the outlet opening, over the latter, by an actuating means (25) and makes contact with the outer region, for covering the outlet opening (40) in a modifiable manner, characterized in that the longitudinal extent (LS) of the flow duct (38) is at least as great as the longitudinal extent (LD) of the nozzle slot (39), wherein the inlet opening (37) is operatively connected in the region of one end (41) of the flow duct (38) to the latter, and the other end (42) of the flow duct (38) ends in the region of one end (43) of the nozzle slot (39), and the outlet opening (40) can be screened off by means of the slide valve (26), starting from the other end (44) of the nozzle slot (39), wherein the cross-sectional area of the flow duct (38) continuously decreases in the Y direction from the one end (41) of the flow duct (38) to the other end (42) of the flow duct (38), the width of the nozzle slot (39) is constant over its progression in the Y direction or the width of the nozzle slot (39) increases continuously over its progression in the Y direction from the other end (44) to the one end (43), the depth of the nozzle slot (39) is constant over its progression in the Y direction or the depth of the nozzle slot (39) decreases continuously over its progression in the Y direction from the other end (44) to the one end (43), wherein the width of the nozzle slot (39) and the depth of the nozzle slot (39) are not constant at the same time, and the change in the cross-sectional area of the flow duct (38) over its length and/or the change in the width of the nozzle slot (39) over its length and/or the change in the depth of the nozzle slot (39) over its length is non-linear and conforms to a curve of single curvature.
     
    2. Device according to Claim 1, characterized in that the flow duct (38) and/or the nozzle slot (39) have an unmodifiable volume.
     
    3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that a blocking means (22) for interrupting the inflow of flowable substance into the flow duct (38) is arranged upstream of the inlet opening (37).
     
    4. Device according to Claim 3, characterized in that the blocking means (22) is in its blocking position when the slide valve (26) is being displaced.
     
    5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the cross-sectional area of the flow duct (38) at the other end (42) of the flow duct (38) is at most half as large as the cross-sectional area of the flow duct (38) at the one end (41).
     
    6. Device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the shape of the modifiable cross-sectional area of the flow duct (38) is identical.
     
    7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the nozzle body (36) has a first nozzle body part (45) and a second nozzle body part (46), in particular has strip-shaped nozzle body parts (45, 46), which are connected to one another and between which the flow duct (38) and the nozzle slot (39) are formed.
     
    8. Device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the flow duct (38) and/or the nozzle slot (39) are/is formed exclusively by depressions in a nozzle body part (45).
     
    9. Device according to Claim 8, characterized in that the cross-sectional area of the flow duct (38) has a semi-circular shape.
     
    10. Device according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the flow duct (38) and the nozzle slot (39) are formed in the one nozzle body part (45), and the inlet opening (37) as well as a feed (48) to the inlet opening (37) are formed in the other nozzle body part (46).
     
    11. Device according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the outlet opening (40) and/or the nozzle slot (39) and/or the flow duct (38) are/is arranged horizontally or vertically with respect to the extent in the Y direction.
     
    12. Device according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the nozzle body (36) has a planar form in the outer region and the slide valve (26) has a planar portion for making contact with the nozzle body (36) in this region, in particular for making sealing contact under preload.
     
    13. Device according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the outlet opening (40) can be completely covered by means of the slide valve (26).
     
    14. Device according to one of Claims 1 to 13, characterized in that it has a feeder (18), which is provided with a bearing surface (17) arranged perpendicularly to the longitudinal extent of the outlet opening (40) and at the side of the outlet opening (40), in particular adjoining the outlet opening (40), and also the slide valve (26) has, on a side facing towards the feeder (18), a bearing surface (49) which is parallel to the bearing surface (17) of the feeder (18), in particular the bearing surfaces (17, 49) have surface regions which form converging insertion surfaces for the substrate (3).
     
    15. Device according to one of Claims 1 to 14, characterized in that it has a conveying device (8, 9) for conveying the substrate (3) over the nozzle body (36) in the region of the outlet opening (40), in particular the conveying device (8, 9) has an arrangement of transport clamps (8) for immobilizing substrates (3), in particular book blocks, while they are being conveyed.
     


    Revendications

    1. Dispositif (1) pour l'application d'une matière fluide, en particulier d'un adhésif fluide, sur au moins un substrat (3), muni d'une buse d'application (10) configurée en tant que buse à fente, qui comprend un corps de buse stationnaire (36) muni d'une ouverture d'entrée (37), d'un canal d'écoulement (38) et d'une fente de buse (39), avec, par rapport à un système orthogonal muni des coordonnées X, Y et Z, une évolution d'une surface de section transversale du canal d'écoulement (38) dans la direction Y, la surface de section transversale étant définie par un plan dans la direction X-Z, une évolution d'une largeur de la fente de buse (39) dans la direction Y, la largeur étant définie dans la direction X, une évolution d'une profondeur de la fente de buse (39) dans la direction Y, la profondeur étant définie dans la direction Z, lors d'un convoyage de la matière fluide à travers la buse d'application (10), la matière fluide passant de l'ouverture d'entrée (37) dans le canal d'écoulement (38) et de celui-ci dans la fente de buse (39), et étant déchargée à travers une ouverture de sortie (40) de la fente de buse (39), l'ouverture de sortie (40) étant agencée dans une zone extérieure du corps de buse (36), la buse d'application (10) comprenant en outre un coulisseau (26), qui est mobile par rapport au corps de buse (36) dans l'étendue longitudinale de l'ouverture de sortie sur celle-ci au moyen d'un moyen de réglage (25) et vient en contact avec la zone extérieure, pour le recouvrement variable de l'ouverture de sortie (40), caractérisé en ce que l'étendue longitudinale (LS) du canal d'écoulement (38) est au moins aussi grande que l'étendue longitudinale (LD) de la fente de buse (39), l'ouverture d'entrée (37) se trouvant en liaison fonctionnelle dans la zone d'une extrémité (41) du canal d'écoulement (38) avec celui-ci et l'autre extrémité (42) du canal d'écoulement (38) terminant dans la zone d'une extrémité (43) de la fente de buse (39), et l'ouverture de sortie (40) pouvant être masquée au moyen du coulisseau (26) en partant de l'autre extrémité (44) de la fente de buse (39), la surface de section transversale du canal d'écoulement (38) diminuant continuellement dans la direction Y à partir d'une extrémité (41) du canal d'écoulement (38) jusqu'à l'autre extrémité (42) du canal d'écoulement (38), la largeur de la fente de buse (39) étant constante sur l'évolution dans la direction Y ou la largeur de la fente de buse (39) augmentant continuellement sur son évolution dans la direction Y à partir de l'autre extrémité (44) jusqu'à l'extrémité (43), la profondeur de la fente de buse (39) étant constante sur son évolution dans la direction Y ou la profondeur de la fente de buse (39) diminuant continuellement sur son évolution dans la direction Y à partir de l'autre extrémité (44) jusqu'à l'extrémité (43), la largeur de la fente de buse (39) et la profondeur de la fente de buse (39) n'étant pas constantes simultanément, et la variation de la surface de section transversale du canal d'écoulement (38) sur sa longueur et/ou de la largeur de la fente de buse (39) sur sa longueur et/ou de la profondeur de la fente de buse (39) sur sa longueur n'étant pas linéaire et étant selon une courbe à courbure simple.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le canal d'écoulement (38) et/ou la fente de buse (39) présentent un volume non variable.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un moyen de blocage (22) pour l'interruption de l'afflux de matière fluide dans le canal d'écoulement (38) est agencé en amont de l'ouverture d'entrée (37).
     
    4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le moyen de blocage (22) est dans sa position de blocage lors du coulissement du coulisseau (26).
     
    5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la surface de section transversale du canal d'écoulement (38) à l'autre extrémité (42) du canal d'écoulement (38) est d'au maximum la moitié de la surface de section transversale du canal d'écoulement (38) à l'extrémité (41) .
     
    6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la forme de la surface de section transversale variable du canal d'écoulement (38) est identique.
     
    7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le corps de buse (36) comprend une première partie de corps de buse (45) et une deuxième partie de corps de buse (46), notamment des parties de corps de buse en forme de barre (45, 46), qui sont reliées l'une avec l'autre et entre lesquelles le canal d'écoulement (38) et la fente de buse (39) sont formés.
     
    8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le canal d'écoulement (38) et/ou la fente de buse (39) sont formés exclusivement par des creux dans une partie de corps de buse (45).
     
    9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que la surface de section transversale du canal d'écoulement (38) présente la forme d'un demi-cercle.
     
    10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que le canal d'écoulement (38) et la fente de buse (39) sont formés dans une partie de corps de buse (45) et l'ouverture d'entrée (37), ainsi qu'une alimentation (48) pour l'ouverture d'entrée (37) dans l'autre partie de corps de buse (46).
     
    11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'ouverture de sortie (40) et/ou la fente de buse (39) et/ou le canal d'écoulement (38) sont agencés horizontalement ou verticalement au regard de l'étendue dans la direction Y.
     
    12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le corps de buse (36) est configuré sous forme plane dans la zone extérieure et le coulisseau (26) comprend une section plane pour venir en contact avec le corps de buse (36) dans cette zone, notamment pour venir en contact de manière étanche sous une précontrainte.
     
    13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'ouverture de sortie (40) peut être recouverte en totalité au moyen du coulisseau (26).
     
    14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'il comprend un applicateur (18), qui est muni d'une surface d'application (17), qui est agencée perpendiculairement à l'étendue longitudinale de l'ouverture de sortie (40) à côté de l'ouverture de sortie (40), notamment adjacente à l'ouverture de sortie (40), et le coulisseau (26) comprend une surface d'application (49) sur un côté tourné vers l'applicateur (18), qui est parallèle à la surface d'application (17) de l'applicateur (18), les surfaces d'application (17, 49) comprenant en particulier des zones de surface qui forment des surfaces d'introduction convergentes pour le substrat (3).
     
    15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'il comprend un dispositif de convoyage (8, 9) pour le convoyage du substrat (3) sur le corps de buse (36) dans la zone de l'ouverture de sortie (40), le dispositif de convoyage (8, 9) comprenant en particulier un agencement de pinces de transport (8) pour la fixation en convoyage de substrats (3), notamment de corps d'ouvrages.
     




    Zeichnung


















































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente