[0001] Die Erfindung betrifft eine mobile Arbeitsmaschine mit einer Werkzeughaltevorrichtung
zum Halten eines Arbeitswerkzeugs nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Mobile Arbeitsmaschine, insbesondere Radlader, Teleskoplader, Bagger, Traktor oder
dergleichen, mit einem Fahrzeugrahmen und mit einer Antriebseinheit zum Antreiben
wenigstens eines Antriebselementes, z.B. eines Antriebsrades und/oder Kettenfahrwerkes,
weisen heutzutage vielfach sog. "Schnellwechsler" für die ankuppelbaren Werkzeuge
wie Schaufel, Greifschaufel, Schneepflug, Schneefräse, Staplerzinken, Baggerschaufel,
Baggergreifer oder dergleichen auf.
[0003] Diese standardisierten Schnellwechsler-Systeme arbeiten meist hydraulisch, um das
An-/Abkuppeln bzw. Ver-/Entriegeln des Anbaugerätes bzw. des Werkzeuges von der Kabine
aus zu betätigen. Ein Auswechseln diverser Werkzeuge ist oftmals mehrfach am Tag notwendig.
Hierbei werden zum Teil neben rein "passiven" Werkzeugen auch "aktive" Werkzeuge bzw.
Arbeitsgeräte wie Hydraulikhämmer, Kehrbesen oder Greifschaufeln, d.h. mit "aktiven"
bzw. verstellbaren oder (motorisch) angetriebenen Komponenten, eingesetzt.
[0004] Für diese "aktiven" bzw. angetriebenen Komponenten ist deshalb eine Energieübertragung
vom Fahrzeug zum Werkzeug notwendig.
[0005] Neben den bislang relativ wenigen elektrischen, "aktiven" Werkzeugen bzw. Anbaugeräten
mit Elektromotoren, Elektromagneten oder dergleichen, werden derzeit die "aktiven"
Anbaugeräte/Werkzeuge üblicherweise hydraulisch angetrieben, z.B. mittels Hydraulikzylindern
oder Hydraulikmotoren, so dass beim Werkzeugwechsel auch eine hydraulische Verbindung
hergestellt bzw. gelöst werden muss. Bei den im Handel erhältlichen Radladern oder
Baggern, Teleskoplader, etc. muss zum An- und Abkuppeln dieser hydraulischen Verbindung/Leitung
derzeit der Fahrer noch absteigen und die Tätigkeit manuell vornehmen. Dies ist für
den Fahrer umständlich und zeitaufwändig und führt beim Aus- oder Einsteigen, z.B.
aufgrund von Eile oder Hektik, teilweise zu Verletzungen oder Fehlern an der Hydraulik.
[0006] Allerdings sind bereits aus der
EP 1 329 559 A2,
DE 697 17 080 T2 oder
DE 692 10 405 T2 Schnellwechselsysteme bekannt geworden, wobei neben der mechanischen Kupplung bzw.
Ver-/Entriegelung zugleich auch ein hydraulisches An-/Abkuppeln des Anbaugerätes ermöglicht
wird. Diese Systeme haben sich bislang jedoch im Markt bzw. auf den Baustellen nicht
durchsetzen können.
[0007] Derartige Baufahrzeuge bzw. Anbaugeräten sind bekanntermaßen im Betrieb sehr hohen
und sehr rauen Anforderungen ausgesetzt. Einerseits können der Baustellenschmutz und
andererseits die zum Teil großen Kräfte, die auf die Komponenten einwirken und diese
verformen/verbiegen können, die Funktionsfähigkeit der Kupplungen, sowohl der hydraulischen
als auch der mechanischen Kupplungskomponenten, beeinträchtigen. So können z.B. die
Anbaugeräte gerade auch in der längeren Zeit des Nicht-Gebrauchs verschmutzen, was
vor allem die Hydraulik-Kupplungskomponenten beeinträchtigen kann und durch das Anbringen
von Verschlussstopfen oder dergleichen verhindert werden müsste. Diese Anbringen und
Abnehmen derartiger Verschlussstopfen muss dann jedoch der Fahrer vor und nach dem
Werkzeugwechsel wiederum manuell vornehmen und hierzu das Führerhaus verlassen.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine mobile Arbeitsmaschine mit einer
Werkzeughaltevorrichtung vorzuschlagen, die wenigstens teilweise die Nachteile des
Standes der Technik verbessert und insbesondere unter Baustellenbedienungen einen
möglichst störungsfreien und/oder vollautomatisierten Betrieb bzw. Werkzeugwechsel,
auch über längere Zeit, sicher gewährleisten kann.
[0009] Diese Aufgabe wird, ausgehend von einer mobilen Arbeitsmaschine der einleitend genannten
Art, vor allem durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Durch die in den Unteransprüchen
genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung
möglich.
[0010] Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße mobile Arbeitsmaschine mit einer
Werkzeughaltevorrichtung dadurch aus, dass die erste Aufnahmevorrichtung des Arbeitswerkzeugs
und/oder die erste Übertragungsvorrichtung des Arbeitswerkzeugs zumindest eine erste
Schmutzöffnung und/oder einen ersten Schmutzkanal zum Ausleiten und/oder Durchleiten
von Schmutz aufweist.
[0011] Mit Hilfe dieser Maßnahme kann gegebenenfalls vorhandene Verschmutzung bzw. Schmutz
beim oder sogar durch das Ankuppeln bzw. Verriegeln beseitigt werden bzw. zumindest
reduziert werden. So kann zumindest teilweise gemäß der Erfindung in vorteilhafter
Weise ein "selbstreinigendes System" verwirklicht werden.
[0012] Dementsprechend kann die Betriebssicherheit verbessert bzw. auch bei rauen und schmutzigen
Baustellenbedingungen eine lange bzw. störungsarme/-freie Betriebsweise von sog.
"Schnellwechslern" erreicht werden. So kann selbst bei "aktiven Werkzeugen" bzw. Anbaugeräten
mit integriertem Aktuator, wie z.B. ein Motor, Linearantrieb oder dergleichen, beispielsweise
ein "vollautomatisches" Wechseln des Werkzeuges bzw. Anbaugerätes realisiert werden,
d.h. ohne manuelle Handhabung am Anbaugerät bzw. ohne dass der Fahrer die Kabine verlassen
muss. Gerade letzteres reduziert die Verletzungsgefahr für den Fahrer erheblich/vollständig
und spart zudem sehr viel Zeit.
[0013] Derzeit sind bereits Arbeitsmaschinen im Einsatz, die Anbau-/ Arbeitsgeräte bzw.
Werkzeuge mit elektrischen Aktuatoren wie Elektromotoren oder Elektrospulen/-magnete
etc. aufweisen. Hierfür ist eine elektrische Energieübertragung vom Antriebsfahrzeug
bzw. vom Radlader, Bagger, Teleskoplader oder dergleichen hin zum/auf das Anbaugerät
bzw. Werkzeug vorzusehen. Teilweise weist das Antriebsfahrzeug wenigstens einen Elektroantrieb
des/der Laufräder und/oder wenigstens ein Hydrauliksystem auf, um z.B. den Hubrahmen
bzw. Hub-/Tragarm und/oder die Lenkung, insb. eine Knicklenkung zu betrieben.
[0014] Vorzugsweise ist zumindest eine wenigstens eine Hydraulikflüssigkeit und/oder ein
Hydrauliköl umfassende Hydraulikeinheit vorgesehen, wobei insbesondere die Hydraulikeinheit
wenigstens einen ersten, in einem Hydraulikzylinder verstellbaren Kolben und/oder
die Energieübertragungseinheit umfasst. Hiermit können in vorteilhafter Weise bereits
vorhandene, bewährte Komponenten eingesetzt werden, die eine kostengünstige und zuverlässige,
erfindungsgemäße Arbeitsmaschine ermöglichen. So kann in vorteilhafter Weise das Arbeitswerkzeug
bzw. Anbaugerät einen hydraulischen Aktuator, vorzugsweise einen Hydraulikzylinder
mit Kolben aufweisen.
[0015] Gemäß der Erfindung ist wenigstens ein Positionssensor zum Erfassen wenigstens des
Kolbens in einem Endlagebereich und/oder des ersten Riegelelementes in der Entriegelungsposition
vorgesehen und/oder dass ein erstes Betätigungselement zum Betätigen des ersten Riegelelements
der Verriegelungseinheit und/oder des Kolbens vorgesehen. Auch hiermit kann die Aufgabe
der Erfindung gelöst werden, nämlich wenigstens teilweise die Nachteile des Standes
der Technik zu verbessern und insbesondere unter Baustellenbedienungen einen möglichst
störungsfreien und/oder vollautomatisierten Betrieb bzw. Werkzeugwechsel, auch über
längere Zeit, sicher gewährleisten zu können. So kann z.B. durch die Kenntnis bzw.
Erfassung der Position/Lage des Kolbens bzw. des Riegelelements sichergestellt werden,
ob und/oder dass das Arbeitswerkzeug sicher verriegelt bzw. an/mit der Werkzeughaltevorrichtung
fixiert ist. Dies ist in erheblichem Maß für die Betriebssicherheit und/oder für ein
störungsfreies An- oder Abkuppeln, insb. der Energieübertragungseinheit und/oder des
Hydrauliksystems bzw. von Hydraulikkomponenten wie Hydraulikkupplungen/-verbindungen,
von großer Bedeutung.
[0016] Erfindungsgemäß weist die Hydraulikeinheit wenigstens ein Druckventil, wie z.B. ein
Druckentlastungsventil etc., zur Druckentlastung der Hydraulikeinheit sowie ein zweites
Betätigungselement zum Betätigen des Druckentlastungsventils auf, wobei eine Kontrolleinheit
derart ausgebildet ist, so dass das erste Riegelelement in der Entriegelungsposition
bei betätigtem zweiten Betätigungselement betätigbar ist. Dies ermöglicht beispielsweise,
dass zuerst eine Druckentlastung der Hydraulikeinheit realisiert wird und dann erst
kann das (erste) Riegelelement betätigt werden. So kann gerade bei Hydrauliksystemen
sichergestellt werden, dass keine oder zumindest sehr wenig Hydraulikflüssigkeit/-öl
beim An- oder Abkuppeln bzw. beim Verbinden oder Lösen der hydraulischen Kupplung/Verbindung
austritt bzw. leckt. Damit kann wirkungsvoll ein Verkleben des Öls mit Schmutz verhindert
und damit eine Beeinträchtigung des nächsten Ankuppelns sowie ein nachteiliger Ölverlust
wirkungsvoll verhindert werden. Dementsprechend wird auch mit dieser Maßnahme die
erfindungsgemäße Aufgabe gelöst.
[0017] Gemäß der Erfindung ist wenigstens ein Betätigungssensor zur Erfassung einer Position/Stellung
des/eines (ersten) Betätigungselementes vorgesehen. Auch hiermit kann die Aufgabe
der Erfindung gelöst werden, nämlich wenigstens teilweise die Nachteile des Standes
der Technik zu verbessern und insbesondere unter Baustellenbedienungen einen möglichst
störungsfreien und/oder vollautomatisierten Betrieb bzw. Werkzeugwechsel, auch über
längere Zeit, sicher gewährleisten zu können. So kann z.B. durch die Kenntnis bzw.
Erfassung der Position/Lage des wenigstens einen Betätigungselementes bzw. mehrerer
Betätigungselemente sichergestellt werden, dass das Arbeitswerkzeug sicher verriegelbar
bzw. an/mit der Werkzeughaltevorrichtung fixierbar ist. So kann beispielsweise eine
Druckentlastung/-reduktion der Energieübertragungseinheit und/oder der Übertragungsvorrichtung
und/oder des Übertragungselementes erreicht/realisiert bzw. eine Energiezufuhr abgeschaltet/verhindert
werden. Dies ist in erheblichem Maß für die Betriebssicherheit und/oder für ein störungsfreies
An- oder Abkuppeln, insb. der Energieübertragungseinheit und/oder des Hydrauliksystems
bzw. von Hydraulikkomponenten wie Hydraulikkupplungen/-verbindungen, von großer Bedeutung.
[0018] Vorzugsweise ist eine zweistufige oder mehrstufige Betriebsweise/Schaltung von Vorteil.
In einer ersten Stufe wird/ist die Energieversorgung bzw. Druckbeaufschlagung abgeschaltet/unterbrochen
oder zumindest in vorteilhafter Weise reduziert. In einer zweiten Stufe wird beispielsweise
erst mit Hilfe des Betätigungssensors und/oder einer Kontrolleinheit oder dergleichen
das Ankoppeln/Verriegeln oder das Abkoppeln/Entriegeln ermöglicht. Hierbei kann in
vorteilhafter Weise ein Betätigen eines oder des ersten Betätigungselementes, insb.
Schalters wie Verriegelungsknopfes/-schalters/-tasters oder dergleichen, und Erfassen
dieser Betätigung bzw. dessen Stellung/Position mittels des vorteilhaften Sensors,
ein weiteres bzw. zweites Betätigungselementes frei geben bzw. dieses betriebsbereit
werden, um die Verriegelung oder Entriegelung zu verwirklichen. Beispielsweise wird
ein Kippschalter oder dergleichen verwendet, der erst durch Drücken bzw. Betätigen
eines Verriegelungsknopfes/-schlittens bzw. zweiten Schalters/Tasters/Betätigungselementes
oder dergleichen freigegeben werden muss.
[0019] Vorteilhafterweise sind das erste Betätigungselement und das zweite Betätigungselement
als separate Schalter zur Zweihandbedienung ausgebildet, wobei ein Schalterabstand
zwischen dem ersten Betätigungselement/Schalter und dem zweiten Betätigungselement/Schalter
vorgesehen ist. Der Schalterabstand ist z.B. mindestens so groß wie eine Hand. In
vorteilhafter Weise muss hierdurch zur Bedienung bzw. Betätigung der beiden Schalter
der Fahrer mit beiden Händen diese betätigen. So wird in vorteilhafter Weise sichergestellt,
dass während der Arbeit bzw. der Bedienung des Trag-/Hubarms und/oder des Werkzeuges
keine unabsichtliche, insbesondere gleichzeitige Betätigung der beiden Betätigungselemente
bzw. Schalter erfolgen kann. Auch dies verbessert die Betriebssicherheit.
[0020] Generell ist gemäß der Erfindung von Vorteil, wenigstens eine Längenausgleichseinheit
zum Ausgleichen von längs des zweiten Verstellweges ausgerichteten Längenunterschieden
der Energieübertragungseinheit vorzusehen. Hiermit können Herstellungstoleranzen und/oder
im Laufe der Zeit aufgrund der rauen Betriebs- bzw. Baustellenbedingungen auftretende
Beschädigungen bzw. Verformungen oder dergleichen in vorteilhafter Weise ausgeglichen
werden. So kann die Energieübertragung auch bei unterschiedlich großen zweiten Verstellwegen
bzw. Abständen/Wegstrecken zwischen der Löseposition und der Übertragungsposition
des verstellbaren Übertragungselementes, d.h. unterschiedlichen Längenunterschieden
gemäß der Erfindung, sichergestellt werden.
[0021] Vorzugsweise ist wenigstens die Längenausgleichseinheit zumindest als Hydraulikflüssigkeit,
insbesondere Hydrauliköl, und/oder den ersten, in dem Hydraulikzylinder verstellbaren
Kolben umfassende Hydraulik-Längenausgleichseinheit ausgebildet, wobei insbesondere
ein Druckbegrenzungsventil zur Druckbegrenzung vorgesehen ist. Hiermit kann einerseits
ein relativ großer und/oder sich im Laufe der Zeit verändernder Längenunterschied
gemäß der Erfindung überbrückt werden bzw. sich an diesen anpassen, auch wenn aufgrund
äußerer Kräfte unbeabsichtigte Verformungen der Werkzeughaltevorrichtung auftreten.
So kann auch mit dieser Maßnahme die Aufgabe der Erfindung gelöst werden, nämlich
auch unter Baustellenbedienungen einen möglichst störungsfreien und/oder vollautomatisierten
Betrieb bzw. Werkzeugwechsel, auch über längere Zeit, sicher zu gewährleisten.
[0022] Das vorteilhafte Druckbegrenzungsventil begrenzt den Maximaldruck des Systems bzw.
des Hydraulikzylinders/Kolbens, so dass das Übertragungselement fest, aber nicht zu
fest, an der Übertragungsvorrichtung anliegt/angepresst ist. Zudem wird hierdurch
eine Energieeinsparung verwirklicht, da das Hydrauliksystem, insbesondere im Dauerbetrieb,
nur den begrenzten Anpressdruck bzw. Übertragungsdruck und nicht den maximalen Systemdruck
aufbringen muss. Auch werden die Hydraulikkomponenten entsprechend geschont, was die
Lebensdauer des Hydrauliksystems verbesserst/verlängert.
[0023] In einer bevorzugten Variante der Erfindung ist wenigstens eine Querverstelleinheit
zum Verstellen von quer/senkrecht des zweiten Verstellweges ausgerichteten, unterschiedlichen
Positionen der Energieübertragungseinheit und/oder des Übertragungselementes und/oder
der Übertragungsvorrichtung und/oder Aufnahmevorrichtung und/oder des ersten Riegelelementes
vorgesehen. Hiermit können Herstellungstoleranzen und/oder im Laufe der Zeit aufgrund
der rauen Betriebs- bzw. Baustellenbedingungen auftretende Beschädigungen bzw. Verformungen
oder dergleichen in vorteilhafter Weise ausgeglichen werden. Dementsprechend können
vorteilhafte Relativbewegungen/-verstellungen zwischen den Kupplungs-bzw. Kopplungs-Komponenten
verwirklicht werden, um ggf. vorhandene oder auftretende Toleranzen/Verformungen in
vorteilhafter Weise ausgleichen zu können. So kann vor allem die Energieübertragung
bzw. die Hydraulikflüssigkeitsübertragung auch bei unterschiedlichen Position der
entsprechenden Komponenten, d.h. unterschiedlichen quer zum zweiten/ersten Verstellweg
vorhandenen Positionen, sichergestellt werden.
[0024] Grundsätzlich ist zumindest denkbar, dass die Energieübertragung bzw. das/die Übertragungselement/-vorrichtung
weitestgehend separat und/oder getrennt/beabstandet vom Ent-/Verriegeln bzw. von der/dem
Verriegelungseinheit/Riegelelement verwirklicht oder betrieben wird. Beispielsweise
kann der erste Verstellweg in Bezug auf den zweiten Verstellweg parallel oder sogar
spitzwinklig und/oder unterschiedlich lang ausgebildet werden. In einer besonders
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist jedoch das erste Übertragungselement
wenigstens teilweise innerhalb des ersten Riegelelements der Verriegelungseinheit
angeordnet und/oder ist wenigsten teilweise innerhalb des Hydraulikzylinders das erste,
verstellbare Riegelelement und/oder das erste, verstellbare Übertragungselement angeordnet
und/oder ist der erste Verstellweg zugleich der zweite Verstellweg. Hiermit verringert
sich nicht nur der konstruktive und wirtschaftliche Aufwand, z.B. durch die Realisierung
eines gemeinsamen/einzigen Verstellweg-Aktuators für die beiden, identischen Verstellwege
der (beiden) verstellbaren Elemente bzw. Komponenten, insb. auch durch die "Doppelnutzung"
des erstens Kolbens bzw. Hydraulikzylinders.
[0025] So wird mit der/den vorgenannten vorteilhaften Maßnahmen zudem auch die Betriebssicherheit
dadurch erhöht, dass z.B. das erste Riegelelement das erste Übertragungselement weitestgehend
bzw. vollständig umgibt, zumindest im Bereich der Kupplung/Kopplung bzw. Verrieglung,
d.h. an der/den "Schnittstellen" zwischen/an der Werkzeughaltevorrichtung und des
Arbeitswerkzeuges. Hier besteht gerade beim Ankoppeln/Ankuppeln aufgrund der großen
Kräfte/Gewichte derartiger Arbeitsmaschinen und Anbaugeräte eine besonders große Gefahr,
dass die o.g. Komponenten beschädigt bzw. verformt werden können, insb. die Komponenten
der Energieübertragung wie die besonders in Bezug auf äußere Krafteinwirkungen "anfälligen"
hydraulischen Komponenten bzw. Schläuche/Anschlüsse.
[0026] Vorteilhafterweise weist das erste, verstellbare Riegelelement und/oder das erste,
verstellbare Übertragungselement und/oder der Kolben wenigstens eine quer zum ersten/zweiten
Verstellweg ausgerichtete Stirnseitenfläche auf, wobei in vorteilhafter Weise an der
Stirnseitenfläche wenigstens ein Axialdichtungselement zum Abdichten der Übertragung
der Hydraulikflüssigkeit und/oder des Hydrauliköls angeordnet ist, wobei insbesondre
das Axialdichtungselement zentrisch, z.B. als O-Ring oder flache Kreisringdichtung,
um die Längsachse des Kolbens/Übertragungselement angeordnet ist. Für eine dichte
Übertragung der Hydraulikflüssigkeit und/oder des Hydrauliköls kann das erste, verstellbare
Übertragungselement und/oder der Kolben durchaus umfangseitig bzw. am äußeren Umfang
eine Radialdichtung aufweisen, so dass die Hydraulikflüssigkeit bzw. das Öl wirkungsvoll
nach außen hin abgedichtet ist.
[0027] Die vorteilhafte Axialdichtung, d.h. Abdichtung stirnseitig, längs des Verstellweges,
mit quer/senkrecht zum Verstellweg ausgerichtete Dichtflächen ermöglicht jedoch in
vorteilhafter Weise eine Anordnung bzw. Dimensionierung, bei der die Dichtflächen
der Dichtung sehr nah bzw. unmittelbar an der Kupplungsstelle bzw. der Durchflussöffnung
des Hydrauliksystems angeordnet werden können. Hiermit wird erreicht, dass beim An-und
Abkuppeln bzw. beim Verbinden und beim Lösen sehr wenig bzw. nahezu kein Öl bzw. Flüssigkeit
leckt bzw. auslaufen kann. Etwas größere Mengen an austretender Hydraulikflüssigkeit
bzw. Öl kann mit Schmutz/Staub auch verkleben und ist für das An-/Abkoppeln bzw. für
das Hydrauliksystem von Nachteil und kann den Betrieb beeinträchtigen.
[0028] In einer vorteilhaften Variante der Erfindung weist wenigstens ein erstes Tragelement
zum Tragen des Arbeitswerkzeugs zumindest eine erste Aufnahmeöffnung für das erste
Riegelelement und/oder weist der Hydraulikzylinder wenigstens eine quer zum ersten/zweiten
Verstellweg ausgerichtete erste Endfläche auf, wobei vorzugsweise in der Verriegelungsposition
des ersten Riegelelementes ein erster Abstand zwischen dem ersten Tragelement sowie
der ersten Endfläche des Hydraulikzylinders vorgesehen ist. So kann das Ankoppeln/Ankuppeln
auch mit/bei gewissen, insb. im Laufe der Zeit auftretenden Verformungen der entspr.
Komponenten und vor allem auch die Energieübertragung bei verschieden oder veränderten
Verstellwegen bzw. Abständen/Wegstrecken sichergestellt werden, z.B. zwischen dem
Tragelement und der Aufnahmevorrichtung und/oder zwischen der Löseposition des verstellbaren
Übertragungselementes und der Übertragungsvorrichtung. Hiermit können z.B. Herstellungstoleranzen
und/oder im Laufe der Zeit aufgrund der rauen Betriebs- bzw. Baustellenbedingungen
auftretende Beschädigungen bzw. Verformungen oder dergleichen, insbesondere der Werkzeughaltevorrichtung
bzw. des Tragelementes und/oder des Arbeitswerkzeuges, in vorteilhafter Weise ausgeglichen
werden.
[0029] Vorteilhafterweise weist die Hydraulik-/Längenausgleichseinheit und/oder der erste
Kolben wenigstens eine erste Anschlagfläche zum Anschlagen und/oder Begrenzen eines
Hubweges auf, wobei insbesondere die erste Anschlagfläche als Stirnseitenfläche ausgebildet
ist. Aufgrund des vorteilhaften Anschlages gemäß der Erfindung kann in vorteilhafter
Weise die Hydraulik-Längenausgleichseinheit bzw. der Kolben soweit ausfahren, d.h.
zum Ankoppeln/Ankuppeln/Verriegeln, bis diese/dieser mit der ersten Anschlagsfläche
am Arbeitsgerät anschlägt. Hiermit ist eine rein mechanische bzw. zusätzliche Längenanpassung
entbehrlich.
[0030] Vorzugsweise weist die erste Aufnahmevorrichtung und/oder die erste Übertragungsvorrichtung
des Arbeitswerkzeugs wenigstens eine zweite Anschlagfläche zum Anschlagen an der ersten
Anschlagfläche des Kolbens und/oder der Längenausgleichseinheit auf. Hiermit ist eine
eindeutige Definition bzw. Festlegung des Verstellweges bzw. des Ausfahrens des Kolbens
bzw. des Riegelelementes umsetzbar, so dass auch bei im Laufe der Zeit auftretenden
Verformungen etc. der entsprechenden Komponenten weiterhin/immer ein Kontaktieren
und damit auch in vorteilhafter Weise ein sicheres Verriegeln bzw. Übertragen der
Energie bzw. der/des Hydraulikflüssigkeit/-öls gewährleistet werden kann. Dies erhöht
wiederum die Betriebssicherheit bzw. einen störungsfreien Betrieb und garantiert eine
lange Lebensdauer.
[0031] In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung ist das erste Riegelelement der Verriegelungseinheit
und/oder der erste Kolben des Hydraulikzylinders als Schmutzräumelement zum wenigstens
teilweisen Ausräumen von Schmutz aus der ersten Aufnahmevorrichtung des Arbeitswerkzeugs
und/oder aus der ersten Übertragungsvorrichtung des Arbeitswerkzeugs ausgebildet.
So kann in vorteilhafter Weise durchaus vorhandene Verschmutzung bzw. Schmutz/Staub
beim bzw. durch das Ankuppeln/Verriegeln mit Hilfe des Schmutzräumelements gemäß der
Erfindung beseitigt werden bzw. zumindest entscheidend reduziert werden. Dementsprechend
kann zumindest teilweise gemäß der Erfindung in vorteilhafter Weise ein selbsttätiges
Ankoppeln/Ankuppeln des Arbeitswerkzeuges bzw. ein "selbstreinigendes System" verwirklicht
werden. Das bedeutet, dass ein manuelles Eingreifen bzw. Reinigen der Anschlusskomponenten
bzw. der Werkzeughaltevorrichtung und/oder des Arbeitswerkzeuges, insb. der Komponenten/Elemente
für die Energieübertragung, entbehrlich wird bzw. entfallen kann.
[0032] Dementsprechend kann quasi ein vollständiges vollautomatisches sog. "Schnellwechseln"
des/der Arbeitsgeräte mit einer mobilen Arbeitsmaschine gemäß der Erfindung verwirklicht
werden, selbst bei "aktiven" Arbeitsgeräten mit "Aktuatoren" bzw. Energieverbrauchern
wie Motoren, Linearantriebe, Zylinder oder dergleichen. Hierdurch kann im Vergleich
zum Stand der Technik bei bisherigen sog. "Schnellwechsel-Systemen" ein Verlassen
des Fahrersitzes bzw. der Fahrerkabine für den Fahrer vollständig entfallen. Gerade
letzteres reduziert die Verletzungsgefahr für den Fahrer erheblich/vollständig und
spart zudem sehr viel Zeit. All dies verbessert die Betriebssicherheit, auch oder
gerade bei den rauen und schmutzigen Baustellenbedingungen kann somit gemäß der Erfindung
eine lange bzw. störungsarme/-freie Betriebsweise erreicht werden.
[0033] Vorzugsweise ist die erste Schmutzöffnung und/oder der erste Schmutzkanal wenigstens
teilweise in vertikaler Richtung unterhalb des ersten Übertragungselements und/oder
des ersten Riegelelements angeordnet. Somit kann der Schmutz mittels Schwerkraft entfernt
werden, was konstruktiv und wirtschaftlich günstig ist.
[0034] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die erste Übertragungsvorrichtung
des Arbeitswerkzeugs wenigstens eine erste Aufnahmehülse zum Aufnehmen des ersten
Riegelelements auf, wobei die erste Aufnahmehülse zumindest den ersten Schmutzkanal
umfasst und/oder wobei wenigstens teilweise zwischen dem ersten Tragelement und der
ersten Aufnahmehülse zumindest der erste Schmutzkanal angeordnet ist. Beispielsweise
ist ein lichter Abstand bzw. ein Luftspalt zwischen der Werkzeughaltevorrichtung bzw.
dem Tragelement und der ersten Übertragungsvorrichtung des Arbeitswerkzeugs bzw. der
ersten Aufnahmehülse vorgesehen. Alternativ oder in Kombination hierzu kann in vorteilhafter
Weise der der erste Schmutzkanal in einem spitzen Winkel in Bezug zum ersten und/oder
zweiten Verstellweg ausgerichtet werden. So kann der Schmutz vorzugsweise mittels
des Schmutzräumelementes zum oder durch den Luftspalt bzw. Schmutzkanal oder die Schmutzöffnung
geschoben werden bzw. durch diesen hinunter/hinaus z.B. zum Erdboden fallen.
[0035] Vorteilhafterweise weist der erste Schmutzkanal wenigstens einen Ringkanal der ersten
Aufnahmehülse und/oder der ersten Übertragungsvorrichtung auf. Mit dieser Maßnahme
wird erreicht, dass Schmutz/Staub ringsum zum Beispiel mittels des Riegelelementes/Kolbens
wenigstens teilweise beseitigt werden kann, insbesondere aus dem Bereich/Kontakt der
Energieübertragungseinheit bzw. einer Hydraulikleitung oder Hydraulikkupplung hinaus,
so dass die Kontaktierung bzw. die Kontaktflächen zumindest zwischen dem Übertragungselement
und der Übertragungsvorrichtung weitestgehend frei ist/wird von Schmutz/Verunreinigungen.
Dies verbessert ebenfalls die Betriebssicherheit, insb. der Energieübertragung.
[0036] In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung weist die Verriegelungseinheit wenigstens
ein zweites, verstellbares Riegelelementes auf, wobei das zweite Riegelelement in
der Verriegelungsposition zumindest teilweise in einer zweiten Aufnahmevorrichtung
des Arbeitswerkzeugs angeordnet ist, und/oder weist die Energieübertragungseinheit
wenigstens ein zweites, verstellbares Übertragungselementes auf, wobei das zweite
Übertragungselement in der Übertragungsposition zumindest teilweise mit einer zweiten
Übertragungsvorrichtung des Arbeitswerkzeugs verbunden ist, und/oder sind wenigstens
teilweise innerhalb des Hydraulikzylinders der Hydraulikeinheit das erste und das
zweite, verstellbare Riegelelement und/oder das erste und das zweite, verstellbare
Übertragungselement angeordnet und/oder ist der erste Verstellweg des ersten Riegelelementes
gegenläufig zum ersten Verstellweg des zweiten Riegelelementes ausgerichtet und/oder
ist der zweite Verstellweg des ersten Übertragungselementes gegenläufig zum zweiten
Verstellweg des zweiten Übertragungselementes ausgerichtet. Mit einer oder mehreren
dieser Maßnahmen kann eine Verbesserung der Energieübertragung und/oder des Haltens/Verriegelns/Fixierens
des Arbeitswerkzeuges erreicht werden.
[0037] Vorzugsweise ist ein zweiseitiges bzw. um die zentrale Mittelachse der Arbeitsmaschine
ausgebildetes "spiegelbildliches" Halten des Arbeitswerkzeuges realisierbar. Dies
verbessert einerseits die Mechanik/Statik und andererseits können gleiche/identische
Bauteile bzw. Komponenten auf der ersten und der zweiten Seite verwendet werden. Dies
verbessert auch die Wirtschaftlichkeit der Erfindung.
[0038] In einer bevorzugten Variante der Erfindung sind in einem gemeinsamen Zylindergehäuse
des Hydraulikzylinders wenigstens der erste Kolben und ein zweiter Kolben und/oder
das erste und zweite, verstellbare Riegelelement und/oder das erste und zweite, verstellbare
Übertragungselement angeordnet. So kann in vorteilhafter Weise mit zum Beispiel einem
einzigen bzw. gemeinsamen Hydraulikanschluss des Hydraulikzylinders beide Kolben gleichzeitig
und gleichartig angesteuert bzw. mit Druck beaufschlagt werden. Dies reduziert nicht
nur die Anzahl an benötigten Komponenten/Bauteilen, sondern führt auch zu einem vorteilhaften
hydraulischen System und somit auch zu einem vorteilhaften Verriegeln und Entriegeln
bzw. Verstellen der beiden Riegelelemente.
Ausführungsbeispiel
[0039] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand
der Figuren nachfolgend näher erläutert.
[0040] Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- eine schematische, perspektivische Ansicht einer mobilen Arbeitsmaschine mit Anbaugerät
gemäß der Erfindung,
- Figur 2
- eine schematische Ansicht des Anbaugeräts gemäß Figur 1 mit dessen Hydrauliksystem,
- Figur 3
- eine schematisch im Längsschnitt dargestellte Kupplungsstelle gemäß der Erfindung
in verriegelter Position,
- Figur 4
- die schematisch im Längsschnitt dargestellte Kupplungsstelle gemäß der Erfindung in
verschiedenen Positionen während eines Kopplungsvorganges,
- Figur 5
- eine schematisch dargestellte Aufnahmehülse des Anbaugerätes gemäß der Erfindung im
Längsschnitt und im Querschnitt und
- Figur 6
- ein schematischer Auszug eines Hydraulik-Schaltplans der mobilen Arbeitsmaschine gemäß
Figur 1.
[0041] In Figur 1 ist ein Radlader 1 bzw. eine mobile Arbeitsmaschine 1 mit einem Anbaugerät
bzw. einem Arbeitswerkzeug 2 gemäß der Erfindung schematisch dargestellt. Bei dem
Arbeitswerkzeug 2 handelt es sich vorliegend um eine sog. "Greifschaufel" 2, d.h.
dass diese Schaufel nicht nur "passiv" ist, sondern dass ein Teil der Greifschaufel
2 mittels zweier Hydraulikzylinder 3 aktiv verstellt werden kann, z.B. zum schnellen
Entleeren von Baumaterial wie Kies oder Sand. Dementsprechend handelt es sich um ein
"aktives Arbeitswerkzeug" 2 im Sinn der Erfindung, wobei in vorteilhafter Weise Energie,
d.h. vorliegend hydraulische Energie mittels Hydrauliköl, von einem Antriebsfahrzeug
4 auf das Arbeitswerkzeug 2 zu übertragen ist.
[0042] Ohne nähere Darstellung weist das Antriebsfahrzeug 4 in vorteilhafter Weise einen
Antriebsmotor, insbesondere ein Dieselmotor, sowie eine Hydraulikpumpe auf, um einerseits
die Antriebsenergie für Antriebsräder, insbesondere für einen Allradantrieb, und andererseits
die Hydraulikenergie z.B. für einen Hubarm 5, eine Lenkung 6 und das Arbeitswerkzeug
2 bzw. die Greifschaufel 2, d.h. die Hydraulikzylinder 3, zur Verfügung zu stellen
und diese entsprechend betreiben zu können.
[0043] Ein (nicht abgebildeter) Fahrer steuert die Arbeitsmaschine 1 bzw. das Arbeitswerkzeug
2 von einem Fahrersitz 7 aus und hat hierfür neben der Lenkung 6 zudem ein Bedienelement
8 bzw. einen sog. "Steuerknüppel" 8, d.h. auch als sog. "Joystick" 8 bezeichnet/bekannt,
zur Verfügung.
[0044] Darüber hinaus besitzt der Radlader 1 eine Werkzeughaltvorrichtung 9 bzw. ein sog.
"Schnellwechselsystem" bzw. eine sog. "Schnellwechselplatte", die vorliegend mit zwei
Aufnahmen 10 des Arbeitswerkzeugs 2 in Wirkverbindung stehen können. So kann auf jeder
Seite des Hubarmes 5, d.h. beidseits einer sog. Längsmittelebene des Antriebsfahrzeugs
4, eine obere Ausnehmung der Aufnahme 10 einen Bolzen 11 der Werkzeughaltvorrichtung
9 aufnehmen und eine untere Bohrung 12 der Aufnahme 10 kann einen Riegel 13 der Werkzeughaltvorrichtung
9 bzw. einen Kolben 13 eines Hydraulikzylinders 14 aufnehmen. Vertikale sowie horizontale
Abstände sowie Durchmesser/Dimensionen der Aufnahmen 10, Riegel 13, Bohrungen 12 etc.
sind in vorteilhafter Weise standardisiert, so dass unterschiedlichste Arbeitswerkzeuge
2 wie Schaufel, Hubgabeln, Greifer, Kehrbesen, Schneepfluge etc. schnell und ohne
großen Aufwand am Hubarm 5 an- und abgekoppelt, d.h. ausgewechselt, werden können.
[0045] Bei "Schnellwechselsystemen" gemäß dem Stand der Technik brauchte der Fahrer bei
"passive" Arbeitswerkzeuge 2 den Fahrersitz 7 bzw. eine Fahrerkabine nicht verlassen
und konnte das Auswechseln automatisiert durchführen. Dagegen musste bislang der Fahrer
bei "aktiven" Arbeitswerkzeugen 2 wie die abgebildete Greifschaufel 2 zum Anschließen
oder Lösen von Hydraulikkupplungen/-schläuchen und/oder zum Beseitigen von Verschmutzungen
von verschmutzten Kopplungskomponenten, insb. der Hydraulikkupplungen vor allem des
Arbeitswerkzeuges 2, die Fahrerkabine bzw. den Fahrersitz 7 verlassen, was recht viel
Zeit benötigte und wobei ggf. aufgrund von Eile bzw. Hektik oder Unachtsamkeit sich
immer wieder Fahrer beim Ein- oder Aussteigen verletzten.
[0046] In Figur 2 ist schematisch die Greifschaufel 2 von hinten betrachtet abgebildet,
wobei Hydraulikleitungen zwischen den beiden Hydraulikzylindern 3 und zwei Übertragungsvorrichtungen
14 vorgesehen sind. Diese Übertragungsvorrichtungen 14 sind an den Aufnahmen 10 bzw.
Tragarmen 10 angeordnet, wobei bereits in Figur 2 an der Unterseite der Übertragungsvorrichtungen
14 Löcher bzw. Öffnungen 15 zu sehen sind.
[0047] Diese Öffnungen 15 bzw. Löcher 15 und ihre Funktion ist vor allem in Figur 4 gut
zu erkennen. Figur 4 zeigt verschiedene Momente bzw. Stellungen bei einem Verriegelungs-
bzw. Ankopplungsvorgang des Hubarmes 5 an/mit das/dem Arbeitswerkzeug 2. In Figur
4 a) ist lediglich der Tragarm 10 bzw. Aufnahme 10 des Arbeitswerkzeuges 2 mit der
Übertragungsvorrichtung 14 dargestellt, wobei letztere eine Fixierbuchse 16 zum Fixieren
einer Aufnahme-/Zentrierbuchse 17 sowie ein erstes, hydraulisches Kupplungselement
18 einer Hydraulikleitung umfasst.
[0048] In Figur 4 b) hat der hier nicht dargestellte Bolzen 11 des Hubarmes 5 im oberen
Bereich der Aufnahme 10 bereits eingegriffen, wobei der Riegel 13 mit einem endseitig
bzw. stirnseitig angeordneten zweiten, hydraulischen Kupplungselement 19 sowie einem
Zylindergehäuse 20 für den Riegel 13, der somit zugleich Kolben 13 eines Hydraulikzylinders
21 des Hubarmes 5 bzw. der Werkzeughaltevorrichtung 9 ist.
[0049] In den einzelnen Abbildungen von Figur 4 ist zudem beispielhaft zur Veranschaulichung
eine Verunreinigung mit Schmutz 22 abgebildet, der z.B. aufgrund einer längeren Pause
bzw. NichtBenutzung des Arbeitsgerätes 2 sich in der Bohrung 12 und zudem in der Zentrierhülse
17 angesammelt hat. Dieser Schmutz 22 könnte die/den hydraulische Kupplung/Anschluss
mittels der beiden Kupplungselemente 18, 19 und somit u.a. die Funktion der Zylinder
3 beeinträchtigen und/oder zu einer (umfassenderen) Leckage dieser Kupplung führen.
Die beiden Kupplungselemente 18, 19 weisen in vorteilhafter Weise jeweils Ventile
auf (vgl. Figur 3), insb. Rückschlagventile, um im nicht-gekuppelten Zustand (vgl.
Figur 4 b)) das Hydrauliksystem sicher abzudichten und erst im gekuppelten Zustand
gemäß Figur 4 e) einen Durchfluss der Hydraulikflüssigkeit zu ermöglichen. Der geöffnete
Zustand der Ventile ist in Figur 3 schematisch dargestellt, wobei hier zudem der geschlossene
Zustand des Ventils des Riegels/Kolbens 13 lediglich schematisch, gestrichelt abgebildet
ist.
[0050] Wie in Figur 4 c) deutlich wird, räumt/schiebt der Riegel 13 bzw. der Kolben 13 den
Schmutz 22 der Bohrung 12 durch seine Verstellung bzw. durch seinen Vorschub aus der
Bohrung heraus. Hierbei fällt dieser Schmutz 22 durch die unterhalb der Bohrung 12
angeordneten Öffnung 15 bzw. Kanal 15 hinaus. In der nächsten Abbildung bzw. Figur
4 d) ist der Riegel/Kolben 13 weiter ausgefahren und schiebt/räumt nun den Schmutz
22 in der Zentrierhülse 17 über einen in Bezug zur Verstellrichtung bzw. der Längsachse
des Hydraulikzylinders 21 spitzwinklig nach unten orientieren Schmutzkanal 23 aus.
[0051] In der Endstellung gemäß Figur 4 e) schlägt der Riegel/Kolben 13 mit einem Anschlag
25 bzw. einer Ringfläche 25 seiner Stirnseite in vorteilhafter Weise an die Übertragungsvorrichtung
14 bzw. die Zentrierhülse 17 an. Zudem ist ein vorteilhafter Ringkanal 24 ausgebildet,
wobei dieser ein Hohlraum zwischen dem Riegel/Kolben 13 bzw. des Anschlags 25 und
der Zentrierhülse 17 bzw. als eine Ausnehmung der Zentrierhülse 17 ausgebildet ist.
Hierbei ist der Anschlag 25 zugleich als erfindungsgemäße Axialdichtung 25 ausgebildet.
In dieser Stellung fällt weiterhin Schmutz 22 durch den Kanal 23 bzw. wird entspr.
ausgeräumt. Zuviel oder anderweitig nicht ausgeräumter/ausgeschobener Schmutz 22 kann
nun in vorteilhafter Weise im Ringkanal 24 (vorerst) verbleiben und ggf. im Laufe
der Zeit während des Betriebes nach unten wandern und durch den Kanal 23 herausfallen.
[0052] Von großem Vorteil ist, dass der Riegel/Kolben 13 stirnseitig mittels der Ringfläche
bzw. dem Anschlag 25 anschlägt, d.h. der Verstellweg hierdurch begrenzt wird und nicht
durch einen Anschlag des Kolbens 13 am Zylindergehäuse 20. Dies wird u.a. in Figur
3 etwas verdeutlicht, wobei nämlich in der Endstellung, d.h. mit maximalem Verstellweg
bzw. Hub, in vorteilhafter Weise zwischen einer Schulter 26 des Kolbens 13 und dem
Zylindergehäuse 20 ein Abstand 27 bzw. Hohlraum 27 vorhanden ist. Hierdurch können
in vorteilhafter Weise Herstellungstoleranzen und/oder im Laufe der Zeit auftretende
Verformungen oder Beschädigungen z.B. der Aufnahmen 10 oder dergleichen ausgeglichen
werden. Dies wird/kann dadurch realisiert werden, dass beispielsweise bei größerem
Abstand zwischen den beiden Aufnahmen 10 des Arbeitsgerätes 2 dann der/die Kolben
13 des Hydraulikzylinders 21 weiter ausfahren können, d.h. einen angepassten, längeren
Verstellweg aufweisen. So wird sichergestellt, dass der Kolben 13 bzw. dessen Kupplungselement
19 immer bis zum Kupplungselement 18 des Arbeitsgerätes 2 bzw. der Übertragungsvorrichtung
14 ausfährt/anschlägt und eine abgedichtete hydraulische Verbindung gemäß der Erfindung
realisiert ist.
[0053] Darüber hinaus ist ein Luftspalt 28 bzw. Abstand 28 zwischen der Aufnahme 10 bzw.
dem Tragarm 10 des Arbeitsgerätes 2 und dem Hydraulikzylinder 21 bzw. dem Zylindergehäuse
20 vorgesehen. Dieser axialer Abstand 28 bzw. Luftspalt 28 in Richtung des Verstellweges
des Riegels 13 bzw. Kolbens 13 ausgerichtet, ist von großem Vorteil, da üblicherweise
die Verbindung bzw. die Ausbildung zwischen Werkzeughaltevorrichtung 9 bzw. sog. "Schnellwechselplatte"
9 und dem Arbeitsgerät 2 bzw. den Aufnahmen 10 für ein verklemmungsfreies Anhängen
und Abhängen diese Toleranz bzw. ein derartiges Spiel hilfreich ist. Dieses Spiel
bzw. dieser Abstand 28 ist in der Praxis üblicherweise zwischen 0 bis 10 mm groß.
Gemäß der Erfindung wird dieses Spiel bzw. diese Toleranz in vorteilhafter Weise mit
dem Hydraulikzylinder 21 bzw. dessen veränderbare Hublänge/Verstellweg hydraulisch
ausgleichbar ist (s.o.). Insgesamt können gemäß der Erfindung durchaus Toleranzen
von über ca. 10 mm in vorteilhafter Weise hydraulisch ausgeglichen werden, so dass
nicht nur Herstellungstoleranzen, sondern auch im Laufe der Zeit auftretende Verformungen/Beschädigungen
aufgrund der rauen Betriebsbedingungen ausgleichbar sind. Dies gewährleistet eine
besonders sichere Betriebsweise, nämlich vor allem, dass die hydraulischen Kupplungselemente
18, 19 (immer) sicher und vollständig verbunden sind, so dass eine verlustarme hydraulische
Energie-/Leistungsübertragung ermöglicht ist, und dies gewährleistet auch eine lange
Lebensdauer.
[0054] In Figur 5 ist einerseits eine schematische Ansicht eines Querschnitts (Figur 5 a))
und andererseits eine schematische Ansicht eines Längsschnitts (Figur 5 b)) der Übertragungsvorrichtung
14 abgebildet. Hierin ist zudem in vorteilhafter Weise ein radiales Spiel 29 bzw.
Spalt 29 zwischen der Fixierbuchse 16 und der Zentrierbuchse 17 vorgesehen. Dieses
Spiel 29 ermöglicht den Ausgleich v.a. von Herstellungstoleranzen bzw. Toleranzen
bzgl. des (i.W. vertikal ausgerichteten) Abstandes zwischen dem Bolzen 11 bzw. der
entsprechenden Ausnehmung der Aufnahme 10 und dem Riegel/Kolben 13. So ist die Zentrierbuchse
17 in vorteilhafter Weise an der Fixierbuchse 16 verstellbar gelagert/eingeklemmt,
z.B. mittels einem/einer Sicherungsring/-scheibe bzw. sog. "Sprengring", "Seegerring"
oder dergleichen und ggf. mittels eines Zwischenstücks bzw. Klemmelementes. Hierdurch
kann die exakte radiale Position/Stellung der Zentrierbuchse 17 und somit des Kupplungselementes
18 an die tatsächlichen Dimensionen bzw. Positionen angepasst werden, so dass ein
exaktes Kuppeln möglich wird. Dies verbessert die Betriebssicherheit.
[0055] In Figur 6 ist schematisch ein Hydraulikschaltplan eines Ausschnittes des hydraulischen
Systems der mobilen Arbeitsmaschine 1 gemäß der Erfindung dargestellt. Figur 6 verdeutlicht,
dass es sich um einen gemeinsamen Hydraulikzylinder 21 für die beiden verstellbaren
Riegel/Kolben 13 handelt. Das heißt, dass ein gemeinsames Zylindergehäuse 20 die beiden
gegenüberliegend, angeordneten Kolben 13 führt/umfasst. Auf beiden, gegenüberliegenden
Seiten erfolgt somit die Verriegelung des jeweiligen Kolbens 13 in der Bohrung 12
der jeweiligen Aufnahme 10 des Arbeitsgerätes 2. Die Hydraulikflüssigkeit wird in
vorteilhafter Weise durch Ausnehmungen bzw. Bohrungen des Kolbens 13 innerhalb des
Riegelelementes/Kolbens 13 an die Stirnseite bzw. das äußere Ende des Kolbens 13 zu
dem jeweiligen Ventil bzw. Rückschlagventil geführt. Zur Druckbeaufschlagung sind
zwei Anschlüsse X, Y in Figur 6 eingezeichnet, wobei die Hydraulikflüssigkeit vom
Anschluss Y und X über vorteilhafte Ventile, insb. 2/2-Wegeventile A, C, jeweils durch
eine Öffnung des Zylindergehäuses 20 zum jeweiligen, verstellbaren Kolben 13 und innerhalb
von diesem zu einem Rückschlagventil und damit bei Bedarf zum Arbeitswerkzeug 2 bzw.
dessen Aktuatoren/Zylinder 3 fließen kann.
[0056] Das Verstellen der beiden Kolben/Riegelelemente 13 erfolgt vorliegend mittels Druckbeaufschlagung
zum Beispiel vom Anschluss X über einen optionalen Druckspeicher F und einem vorteilhaften
Ventil B, insb. 2/2-Wegeventil, sowie bevorzugt über ein Druckbegrenzungselement D,
insb. Druckabschaltventil, zur Mitte/Zwischenraum bzw. in den mittleren Bereich des
Zylindergehäuses 20, d.h. in den Zwischenraum zwischen den beiden gegenüber angeordneten
und gegenläufigen Kolben 13. Bei Druckbeaufschlagung des Zwischenraums fahren die
beiden Kolben 13 bis zum jeweiligen Anschlag (vgl. Figuren 3, 4) aus. Zwei vorteilhafte
Sensoren 31 bzw. Positionssensoren 31 erfassen die Position bzw. die Endstellung des
jeweiligen Kolbens/Riegels 13, so dass in vorteilhafter Weise ein (elektrisches) Signal
generiert bzw. das Verriegeln detektiert und dem Fahrer und/oder einer vorteilhaften
(elektrischen) Kontrolleinheit übermittelt und ggf. signalisiert/angezeigt werden
kann. Dies verbessert die Betriebssicherheit des Systems.
[0057] Der Druckspeicher F dient v.a. auch dazu, den Kupplungsvorgang in vorteilhafter Weise
zu dämpfen und ggf. überschüssiges Öl aufzunehmen, wenn sich das Ölvolumen in den
Komponenten beispielsweise erwärmt, insb. bei Nutzung bzw. Betrieb von sog. "Dauerölverbrauchern"
wie Schneefräsen, Kehrmaschinen oder dergleichen.
[0058] Das Druckbegrenzungselement D, insb. Druckabschaltventil, gewährleistet, dass der/die
Kolben 13 nicht mit maximalem Systemdruck von z.B. ca. 200 bar, sondern beispielsweise
(einstellbar) mit ca. 20 bar Dauerdruck die Verriegelung gewährleistet. Hierdurch
wird Energie gespart und die Komponenten geschont. Zudem wird auch hiermit in vorteilhafter
Weise der hydraulische Längenausgleich verwirklichbar.
[0059] Das Entriegeln bzw. Einfahren des/der Kolben/Riegel 13 erfolgt dadurch, dass in vorteilhafter
Weise die endseitig angeordneten Kammern 27 über den Anschluss Y mit Druck beaufschlagt
werden. Vorzugsweise ist ein Sicherheitssystem vorgesehen, womit erreicht/realisiert
wird, dass lediglich bei Drucklosigkeit der Hydraulikleitungen, die sich innerhalb
des Kolbens 13 befinden, das Ankuppeln bzw. Verriegeln der Werkzeughaltevorrichtung
9 realisierbar ist. Das bedeutet, dass der kein bzw. minimalster druck innerhalb der
Kolben 13 ist, jedoch zum Verfahren bzw. Verstellen die/der Zwischenkammer/-raum zwischen
den beiden gegenüberstehenden Kolben 13 zum Verfahren/Verriegeln mit Druck beaufschlagt
wird. Entsprechendes wird in vorteilhafter Weise ebenfalls beim Einfahren bzw. Entriegeln
der Kolben/Riegel 13 bzgl. er Kammern 27 realisiert. Hierbei ist von Vorteil, dass
die Sensoren 31 die Position des/der Kolben/Riegel erfassen können bzw. deren Signal
hierfür in vorteilhafter Weise verwendbar ist.
[0060] Zudem ist gemäß der Erfindung in der Fahrerkabine bzw. für den Fahrer neben dem Bedienelement
8 bzw. Joystick 8 ein zweiter, vom Bedienelement 8 weit beabstandeter Schalter/Taster
30 vorhanden. So ist die Kontrolleinheit bzw. Steuerung derart ausgebildet, dass sowohl
der Schalter/Taster 30 betätigt und ein Schalter/Taster/Riegel des Bedienelementes
8 ebenfalls betätigt werden muss, um das Verfahren der/des Kolbens/Riegels 13 zu ermöglichen,
vorzugsweise sowohl beim Verriegeln/Ausfahren als auch beim Entriegeln/Einfahren der/des
Kolbens/Riegels 13. Dies erhöht die Betriebssicherheit der mobilen Arbeitsmaschine
1 bzw. des An- und Abkoppeln des Arbeitswerkzeuges 2 und erhöht die Lebensdauer der
(hydraulischen) Komponenten.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 1
- Radlader
- 2
- Greifschaufel
- 3
- Hydraulikzylinder
- 4
- Antriebsfahrzeug
- 5
- Hubarm
- 6
- Lenkung
- 7
- Fahrersitz
- 8
- Bedienelement
- 9
- Werkzeughaltvorrichtung
- 10
- Aufnahme
- 11
- Bolzen
- 12
- Bohrung
- 13
- Riegel/Kolben
- 14
- Übertragungsvorrichtung
- 15
- Öffnung
- 16
- Fixierbuchse
- 17
- Zentrierbuchse
- 18
- Kupplungselement
- 19
- Kupplungselement
- 20
- Zylindergehäuse
- 21
- Hydraulikzylinder
- 22
- Schmutz
- 23
- Schmutzkanal
- 24
- Ringkanal
- 25
- Anschlag
- 26
- Schulter
- 27
- Abstand
- 28
- Abstand
- 29
- Spiel
- 30
- Schalter
- 31
- Sensor
1. Mobile Arbeitsmaschine (1), insbesondere Radlader (1), Teleskoplader, Bagger, Traktor
oder dergleichen, mit einem Fahrzeugrahmen und mit einer Antriebseinheit zum Antreiben
wenigstens eines Antriebselementes, z.B. eines Antriebsrades und/oder Kettenfahrwerkes,
wobei wenigstens eine Werkzeughaltevorrichtung (9) zum Halten eines lösbar verbindbaren
Arbeitswerkzeugs (2) vorgesehen ist, wobei die Werkzeughaltevorrichtung (9) wenigstens
eine Verriegelungseinheit (21) zum lösbaren Verriegeln des Arbeitswerkzeugs (2) und
wenigstens eine Energieübertragungseinheit (18, 19) zum Übertragen von Energie für
das Arbeitswerkzeug (2) umfasst, wobei die Verriegelungseinheit (21) wenigstens ein
erstes, längs eines ersten Verstellweges zwischen einer Entriegelungsposition und
einer Verriegelungsposition verstellbares Riegelelementes (13) aufweist, wobei das
erste Riegelelement (13) in der Verriegelungsposition zumindest teilweise in wenigstens
einer ersten Aufnahmevorrichtung (12, 14) des Arbeitswerkzeugs (2) angeordnet ist,
wobei die Energieübertragungseinheit (18, 19) wenigstens ein erstes, längs eines zweiten
Verstellweges zwischen einer Löseposition und einer Übertragungsposition verstellbares
Übertragungselementes (19) aufweist, wobei das erste Übertragungselement (19) in der
Übertragungsposition zumindest teilweise mit einer ersten Übertragungsvorrichtung
(18) des Arbeitswerkzeugs (2) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Aufnahmevorrichtung (12, 14) des Arbeitswerkzeugs (2) und/oder die erste
Übertragungsvorrichtung (18) des Arbeitswerkzeugs (2) zumindest eine erste Schmutzöffnung
(15, 23) und/oder einen ersten Schmutzkanal (15, 23) zum Ausleiten und/oder Durchleiten
von Schmutz (22) aufweist.
2. Arbeitsmaschine nach Anspruch 1 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine wenigstens eine Hydraulikflüssigkeit und/oder ein Hydrauliköl umfassende
Hydraulikeinheit vorgesehen ist, wobei insbesondere die Hydraulikeinheit wenigstens
einen ersten, in einem Hydraulikzylinder (21) verstellbaren Kolben (13) und/oder die
Energieübertragungseinheit (19) umfasst.
3. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche und/oder nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Positionssensor (31) zum Erfassen wenigstens des Kolbens (13) in einem
Endlagebereich und/oder des ersten Riegelelementes (13) in der Entriegelungsposition
vorgesehen ist und/oder dass ein erstes Betätigungselement (8, 30) zum Betätigen des
ersten Riegelelements (13) der Verriegelungseinheit (21) und/oder des Kolbens (13)
vorgesehen ist.
4. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikeinheit wenigstens ein Druckventil (D) zur Druckentlastung der Hydraulikeinheit
sowie ein zweites Betätigungselement (8, 30) zum Betätigen des Druckentlastungsventils
(D) aufweist, wobei eine Kontrolleinheit derart ausgebildet ist, so dass das erste
Riegelelement (13) in der Entriegelungsposition bei betätigtem zweiten Betätigungselement
(8, 30) betätigbar ist.
5. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Betätigungselement (8, 30) und das zweite Betätigungselement (8, 30) als
separate Schalter (8, 30) zur Zweihandbedienung ausgebildet sind, wobei ein Schalterabstand
zwischen dem ersten Betätigungselement/Schalter (8, 30) und dem zweiten Betätigungselement/Schalter
(8, 30) vorgesehen ist.
6. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche und/oder nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Längenausgleichseinheit zum Ausgleichen von längs des zweiten Verstellweges
ausgerichteten Längenunterschieden vorgesehen ist.
7. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Längenausgleichseinheit zumindest als Hydraulik-Längenausgleichseinheit
(21) mit Hydraulikflüssigkeit, insbesondere Hydrauliköl, und/oder mit dem ersten,
in dem Hydraulikzylinder (21) verstellbaren Kolben (13) ausgebildet ist, wobei insbesondere
ein Druckbegrenzungsventil (D) zur Druckbegrenzung vorgesehen ist.
8. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Übertragungselement (19) wenigstens teilweise innerhalb des ersten Riegelelements
(13) der Verriegelungseinheit (21) angeordnet ist und/oder dass wenigsten teilweise
innerhalb des Hydraulikzylinders (21) das erste, verstellbare Riegelelement (13) und/oder
das erste, verstellbare Übertragungselement (19) angeordnet ist und/oder dass der
erste Verstellweg zugleich der zweite Verstellweg ist.
9. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste, verstellbare Riegelelement (13) und/oder das erste, verstellbare Übertragungselement
(19) und/oder der Kolben (13) wenigstens eine quer zum ersten/zweiten Verstellweg
ausgerichtete Stirnseitenfläche (25) aufweist und dass an der Stirnseitenfläche (25)
wenigstens ein Axialdichtungselement (25) zum Abdichten der Übertragung der Hydraulikflüssigkeit
und/oder des Hydrauliköls angeordnet ist.
10. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein erstes Tragelement (10) zum Tragen des Arbeitswerkzeugs (2) zumindest
eine erste Aufnahmeöffnung (12) für das erste Riegelelement umfasst und/oder dass
der Hydraulikzylinder (21) wenigstens eine quer zum ersten/zweiten Verstellweg ausgerichtete
erste Endfläche aufweist.
11. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verriegelungsposition des ersten Riegelelementes (13) ein erster Abstand (28)
zwischen dem ersten Tragelement (10) sowie der ersten Endfläche des Hydraulikzylinders
(21) vorgesehen ist.
12. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längenausgleichseinheit und/oder der erste Kolben (13) wenigstens eine erste
Anschlagfläche (26) zum Anschlagen und/oder Begrenzen eines Hubweges aufweist, wobei
insbesondere die erste Anschlagfläche (26) als Stirnseitenfläche ausgebildet ist.
13. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Aufnahmevorrichtung (14) und/oder die erste Übertragungsvorrichtung (18)
des Arbeitswerkzeugs (2) wenigstens eine zweite Anschlagfläche zum Anschlagen an der
ersten Anschlagfläche des Kolbens (13) und/oder der Längenausgleichseinheit aufweist.
14. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Riegelelement (13) der Verriegelungseinheit (21) und/oder der erste Kolben
(13) des Hydraulikzylinders (21) als Schmutzräumelement (13) zum wenigstens teilweisen
Ausräumen von Schmutz (22) aus der ersten Aufnahmevorrichtung (12) des Arbeitswerkzeugs
(2) und/oder der ersten Übertragungsvorrichtung (18) des Arbeitswerkzeugs (2) ausgebildet
ist.
15. Arbeitsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schmutzöffnung (15) und/oder der erste Schmutzkanal (23) wenigstens teilweise
in vertikaler Richtung unterhalb des ersten Übertragungselements (18) und/oder des
ersten Riegelelements (13) und/oder des ersten Kolbens (13) des Hydraulikzylinders
(21) angeordnet ist.