[0001] Die Erfindung betriff ein Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine mit den
Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
[0002] Das Starten von Brennkraftmaschinen, insbesondere von stationären Brennkraftmaschinen,
stellt eine große Belastung für die beteiligten Bauteile dar. Beim Starten einer Brennkraftmaschine
spurt meist ein von einem Hilfsmotor angetriebenes Zahnrad, das Starterritzel, in
einen mit der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine verbundenen Zahnkranz ein und beschleunigt
die Brennkraftmaschine bis zu einer Umdrehungsgeschwindigkeit der Brennkraftmaschine,
bei der diese selbsttätig laufen kann. Die Beanspruchung betrifft die mechanischen
Komponenten und insbesondere den Hilfsmotor. Im Falle von elektrischen Hilfsmotoren
sind das die elektrischen Windungen und die Starterbatterien.
[0003] Ein sicherheitsrelevanter Aspekt ist, dass während des Startvorganges brennfähiges
Gemisch in den Auslasstrakt gepumpt wird und so mit der Dauer des Startvorgangs die
Gefahr von Verpuffungen steigt.
[0004] Es ist daher aus oben genannten Gründen üblich, die maximal zulässige Dauer eines
Startvorganges durch eine vorgegebene Zeit zu beschränken.
[0005] Die
EP 1 849 982 A2 beschreibt ein automatisches Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine. Hierbei
wird beschrieben, dass durch das Messen der Kühlwassertemperatur (entspricht einem
Zustand der Brennkraftmaschine) anhand einer vorgelegten Tabelle eine Startzeit festgelegt
werden kann. Die
EP 1 849 982 A2 zeigt zudem alle technische Merkmale der Präambel.
[0006] Nachteilig an Startverfahren nach dem Stand der Technik ist, dass erfolglose Startversuche
häufig sind, d.h. Startversuche, die nicht zu einem selbsttätigen Laufen der Brennkraftmaschine
führen.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Startverfahren anzugeben, durch welches
die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Startversuches gegenüber dem Stand der Technik
erhöht wird.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 1. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen definiert. Dadurch, dass die Startzeit
vor oder zu Beginn eines Startversuches der Brennkraftmaschine in Abhängigkeit eines
Zustandes der Brennkraftmaschine und/oder des Hilfsmotors berechnet und vorgegeben
wird, wird also erreicht, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Startversuches
deutlich erhöht wird. Mit Erfolg eines Startversuches ist gemeint, dass die Brennkraftmaschine
durch den Startversuch selbsttätig zu laufen beginnt.
[0009] Zudem ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass wenn nach Ablauf der Startzeit die Drehzahl
der Brennkraftmaschine die Startdrehzahl nicht erreicht oder überschritten hat, der
Startversuch abgebrochen wird.
[0010] Die Startdrehzahl der Brennkraftmaschine ist jene Drehzahl, bei welcher die Brennkraftmaschine
frühestens selbsttätig zu laufen beginnt.
[0011] Es wird also überprüft, ob nach Erreichen der vorgegebenen Startzeit die Drehzahl
der Brennkraftmaschine auch tatsächlich die Startdrehzahl erreicht hat. Wird in dem
betrachteten Startversuch die Startdrehzahl nicht erreicht, so wird dieser Startversuch
abgebrochen. Abbrechen des Startversuches bedeutet zumindest das Ausschalten des Hilfsmotors.
Eine weitere sinnvolle Maßnahme beim Abbrechen des Startversuches ist das Schließen
von Kraftstoffzuführeinrichtungen wie etwa Gasventile, sodass nicht weiter Kraftstoff
angesaugt und unverbrannt entlassen wird.
[0012] Damit werden die am Startvorgang beteiligten mechanischen und elektrischen Komponenten
weniger beansprucht und erreichen eine höhere Lebensdauer als bei Startverfahren nach
dem Stand der Technik, da im Stand der Technik erfolglose Startversuche häufiger sind
als mit dem erfindungsgemäßen Verfahren.
[0013] Durch Berücksichtigung eines Zustandes der Brennkraftmaschine und/oder des Hilfsmotors
zur Festlegung der Startzeit wird also eine dem Zustand der Brennkraftmaschine und/oder
des Hilfsmotors angepasste Startzeit festgelegt.
[0014] Die Startzeit entspricht jener Zeit, die benötigt wird, bis in allen Zylindern ein
zündfähiges Gemisch vorliegt. Eine zu lange Startzeit bedeutet erhöhtes Risiko für
Verpuffungen, da unverbranntes Gemisch in den Auslasstrakt entweicht. Eine zu kurze
Startzeit hätte zur Konsequenz, dass nicht alle Zylinder von zündfähigem Gemisch erreicht
werden. Die Vorteile des vorgeschlagenen Verfahrens bestehen in der Reduktion des
Verpuffungsrisikos, der erhöhten Erfolgswahrscheinlichkeit für den Startvorgang und
in der reduzierten Belastung des Hilfsmotors und gegebenenfalls der Batterien, was
deren Lebensdauer erhöht.
[0015] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Startzeit in Abhängigkeit der Größe der
Totvolumina vorgegeben wird. Unter Totvolumina versteht man jene Volumina, die zwischen
den Brennräumen und einer stromaufwärts der Brennräume angeordneten Kraftstoffdosiereinrichtung
oder Mischeinrichtung vorliegen.
[0016] Während eines Startvorganges müssen die Totvolumina durch die Pumpwirkung der Kolben-Zylinder-Einheiten
der Brennkraftmaschine entleert werden, bis die Zylinder mit brennfähigem Gemisch
gefüllt sind. Bevor nicht die Mehrzahl der Kolben-Zylinder-Einheiten mit brennfähigem
Gemisch gefüllt ist, kann ein Startvorgang nicht erfolgreich sein. Somit ist die Berücksichtigung
der Größe der Totvolumina in der Bemessung der Startzeit ein Beitrag zur Erhöhung
der Erfolgswahrscheinlichkeit eines Startversuches.
[0017] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Startzeit
- in Abhängigkeit einer Drehzahl des Hilfsmotors und / oder
- in Abhängigkeit der Zylinderanzahl der Brennkraftmaschine und / oder
- in Abhängigkeit des Hubraums der Kolben-Zylinder-Einheiten und / oder
- in Abhängigkeit des Liefergrads der der Brennkraftmaschine vorgegeben wird.
[0018] Die Erfindung wird im Folgenden durch die Figuren näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Brennkraftmaschine mit Hilfsmotor,
- Fig. 2
- ein schematisches Diagramm von Drehzahl über Zeit während eines Startvorganges,
- Fig. 3
- die graphische Darstellung der Berechnung der Startzeit.
[0019] Figur 1 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Brennkraftmaschine 1, die eine
Vielzahl von Kolben-Zylinder-Einheiten 2 aufweist. Die Kolben-Zylinder-Einheiten 2
der Brennkraftmaschine 1 werden über die Ansaugleitung 6 mit Kraftstoff-Luft-Gemisch
versorgt. Die Einströmung von Kraftstoff-Luft-Gemisch in die Ansaugleitung 6 ist durch
Pfeile symbolisiert. Die Kraftstoffzuführeinrichtung 7 misst Kraftstoff zu.
[0020] Es kann sich bei der Kraftstoffzuführeinrichtung 7 etwa um einen Gasmischer, ein
Dosierventil oder eine andere gebräuchliche Zuführeinrichtung für Kraftstoff handeln.
[0021] Ebenfalls gezeigt ist ein Hilfsmotor 5 (Startermotor), der über den Starterkranz
4 mit der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine 1 verbunden ist. Der Hilfsmotor 5 kann
elektrisch oder pneumatisch angetrieben sein. Im Falle von elektrischem Antrieb sind
als Energiespeicher meist Starterbatterien vorgesehen, bei einem pneumatischen Startermotor
dient ein Druckluftspeicher als Energievorrat.
[0022] Beim Startvorgang spurt ein Ritzel des Hilfsmotors 5 in den Starterkranz 4 ein und
beschleunigt die Brennkraftmaschine 1 solange, bis diese selbsttätig zu laufen beginnt.
Während des Startvorganges fördern die Kolben-Zylinder-Einheiten 2 Gas bzw. Gemisch
aus der Ansaugleitung 6.
[0023] Jene Abschnitte der Ansaugleitung 6, welche zwischen den Kolben-Zylinder-Einheiten
2 und der Kraftstoffzuführeinrichtung 7 liegen, werden in der vorliegenden Anmeldung
als Totvolumina 3 bezeichnet. Bei einem Startvorgang müssen, nach Zumessung von Kraftstoff
durch die Kraftstoffzuführeinrichtung 7, die Totvolumina 3 erst von Kraftstoff-Luft-Gemisch
geflutet werden muss, bevor das Kraftstoff-Luft-Gemisch die Kolben-Zylinder-Einheiten
2 erreicht.
[0024] Die Totvolumina 3 zusammen mit dem Durchsatz pro Umdrehung der Brennkraftmaschine
1 bewirken eine Transportverzögerung des Kraftstoff-LuftGemisches in die Kolben-Zylinder-Einheiten
2. Dies hat zur Konsequenz, dass während eines Startvorganges erst nach gewisser Zeit
in den Kolben-Zylinder-Einheiten 2 brennfähiges Gemisch vorliegt. Diese Zeit ergibt
sich aus dem Durchsatz der Kolben-Zylinder-Einheiten 2, der durch die Drehzahl des
Hilfsmotors 5 gegebenen Drehzahl der Brennkraftmaschine 1 sowie aus der Größe der
Totvolumina 3. Ein geeignetes Maß zur Beschreibung der Pumpwirkung (des Durchsatzes)
der Kolben-Zylinder-Einheiten ist der Liefergrad (engl.
volumetric efficiency), der angibt, wieviel Frischladung zur theoretisch maximal möglichen Füllung nach Abschluß
eines Ladungswechsels im Zylinder zur Verfügung steht.
[0025] Je größer die Starterdrehzahl, desto rascher werden die Totvolumina 3 ausgepumpt.
[0026] Je größer die Zylinderanzahl, desto rascher werden die Totvolumina 3 - bei gegebener
Starterdrehzahl - ausgepumpt.
[0027] Ein größerer Hubraum der Kolben- Zylinder-Einheiten 2 bewirkt - bei gegebener Starterdrehzahl
und gegebener Zylinderanzahl - ein rascheres Auspumpen der Totvolumina 3.
[0028] Figur 2 zeigt ein Diagramm von Drehzahl n der Brennkraftmaschine 1 auf der Y-Achse,
aufgetragen gegen die Zeit t auf der X-Achse. Im Diagramm eingezeichnet ist ein typischer
Drehzahlverlauf der Brennkraftmaschine 1 während eines Startvorganges. Man erkennt
also, dass nach Beschleunigen der Brennkraftmaschine 1 durch den Hilfsmotor 5 auf
die maximale Starterdrehzahl n
max (hier beispielsweise 180 Umdrehungen/min) der Startvorgang so lange durchgeführt
wird, bis die Startdrehzahl n
s der Brennkraftmaschine 1 erreicht ist. Die maximale Starterdrehzahl n
max wird durch die Leistung des Hilfsmotors 5, den Ladezustand von Starterbatterien (bei
einem elektrischen Hilfsmotor), Öltemperatur und Reibungsverhältnissen bestimmt.
[0029] Die Startdrehzahl n
s der Brennkraftmaschine 1 ist jene Drehzahl, bei welcher die Brennkraftmaschine 1
frühestens selbsttätig zu laufen beginnt.
[0030] Beim Zeitpunkt t
0 hat der Hilfsmotor 5 die Brennkraftmaschine 1 auf die maximale Starterdrehzahl n
max beschleunigt. Die Startzeit t
s gibt an, wie lange die Brennkraftmaschine 1 auf n
max gehalten wird, bevor sie selbsttätig zu laufen beginnt, und die Startdrehzahl n
s erreicht.
[0031] Die maximale Starterdrehzahl n
max ist jene Drehzahl der Brennkraftmaschine 1, auf der der Hilfsmotor 5 die Brennkraftmaschine
1 während des Startvorganges hält. Sobald die Brennkraftmaschine 1 durch Verbrennung
in den Kolben-Zylinder-Einheiten 2 selbst Leistung erbringt, beschleunigt die Brennkraftmaschine
1 weiter. Erreicht die Brennkraftmaschine 1 durch die Verbrennung in den Kolben-Zylinder-Einheiten
2 die Startdrehzahl n
s, spurt der Starter aus.
[0032] Figuren 3a und 3b zeigen eine graphische Darstellung der Berechnung der Startzeit
t
s nach einem Ausführungsbeispiel.
[0033] Zur Begriffsklärung wird festgehalten, dass eine Brennkraftmaschine 1 der übergeordnete
Begriff ist. Darunter fallen unterschiedliche Motoren-Baureihen, die sich etwa durch
verschiedene Hubräume der Kolben-Zylinder-Einheiten 2 unterscheiden. Innerhalb der
Motoren-Baureihen gibt es wiederum verschiedene Typen, die sich durch die Anzahl von
Kolben-Zylinder-Einheiten 2 unterscheiden. Eine Motoren-Baureihe kann also Motoren
mit unterschiedlicher Anzahl an Zylindern umfassen, die Größe (das Volumen) der einzelnen
Kolben-Zylinder-Einheiten 2 innerhalb einer Motoren-Baureihe ist aber weitgehend gleich.
[0034] Es wird nun zuerst für eine Motoren-Baureihe, die Typen mit unterschiedlicher Anzahl
an Zylindern umfassen kann, eine Referenz-Startzeit t
ref für einen Typen mit bestimmter Zylinderanzahl ermittelt.
[0035] Es wird im vorliegenden Beispiel die Referenz-Startzeit t
ref für einen Typen mit 20 Zylindern ermittelt. Weiters wird eine Startzeit für ein Typen
mit einer unterschiedlichen Zylinderzahl, beispielsweise 12 Zylindern ermittelt. Die
Startzeit für den Typen mit 12 Zylindern wird durch die Referenz-Startzeit t
ref dividiert. Das Ergebnis dieser Division ist der Faktor zur Berücksichtigung der Zylinderanzahl,
Factor
cyl.
[0036] Dieser Zusammenhang ist in Figur 3a graphisch dargestellt. Im Graphen von Figur 3a
ist die Zylinderanzahl N
zyl über der Startzeit t
s aufgetragen. Man sieht, dass der Motor mit 20 Zylindern eine kürzere Startzeit, t
s_20, aufweist als der Motor mit 12 Zylindern, t
s_12.
[0037] Der Faktor Factor
cyl gibt also den oben erläuterten Zusammenhang wieder, dass bei gleicher Drehzahl die
Totvolumina 3 bei einer größeren Zylinderanzahl rascher ausgepumpt werden.
[0038] Im gezeigten Beispiel wurde für den Typen mit 12 Zylindern eine 1,27 mal so lange
Startzeit ermittelt als für den Typen mit 20 Zylindern, d.h. der Factor
cyl beträgt in diesem konkreten Beispiel 1,27. Der Faktor Factor
cyl kann natürlich für andere Motoren-Baureihen einen anderen Betrag annehmen.
[0039] In weiterer Folge wird der Einfluss der Startdrehzahl über einen zweiten Faktor berücksichtigt.
Dies ist graphisch in Figur 3b dargestellt.
[0040] Zur Ermittlung des Faktors zur Berücksichtigung der Starterdrehzahl werden zwei Startvorgänge
bei unterschiedlicher Starterdrehzahl am selben Motor durchgeführt. Bei höherer Starterdrehzahl
wird eine kürzere Startzeit erreicht.
[0041] In Figur 3b ist die maximale Starterdrehzahl n
max über der Startzeit t
s aufgetragen. Man erkennt, dass bei einer höheren Starterdrehzahl n
1 eine kürzere Startzeit, t
s_n1, erzielt wird, als für die niedrigere Starterdrehzahl n
2, bei welcher die Startzeit t
s_n1 beträgt.
[0042] Das Verhältnis der Startzeit für niedrigere Starterdrehzahl durch Startzeit für höhere
Starterdrehzahl ergibt den Faktor zur Berücksichtigung der Starterdrehzahl, Factor
nmax.
[0043] Dies gibt den oben erläuterten Zusammenhang wieder, dass bei höherer Umdrehungszahl
die Totvolumina 3 rascher ausgepumpt werden.
[0044] Die maximal zulässig erforderliche Startzeit t
max für eine ausgewählte Brennkraftmaschine 1 wird nun mit folgender Formel berechnet:

[0045] Ist einmal der Zusammenhang zwischen Zylinderanzahl bzw. maximaler Starterdrehzahl
durch eine Referenzmessung bekannt, kann mit den Faktoren Factor
cyl und Factor
nmax innerhalb einer Motorenbaureihe auf beliebige Zylinderanzahlen und Starterdrehzahlen
gerechnet werden.
[0046] Gemäß einer Variante kann die Startzeit über folgende Formel berechnet werden.
[0047] Der Volumenstrom von der Ansaugleitung 6 zu den Kolben-Zylinder-Einheiten 2 wird
mit V'
Zyl bezeichnet und trägt als Einheit m
3/s. Der Volumenstrom V'
Zyl ergibt sich als Produkt von:

mit nmax als maximale Starterdrehzahl, N
zyl der Zylinderanzahl, V
zyl als Hubraum eines Zylinders und λ
L als Verhältnis von realem und theoretischem Gasaustausch eines Zylinders (Liefergrad).
Die Formel gibt also wieder, welchen Volumenstrom die Kolben-Zylinder-Einheiten 2
bei einer Umdrehungszahl von n
max aus der Ansaugleitung fördern. Es sind dies für einen Motortypen bekannte Größen.
[0048] Der Liefergrad λ
L (engl.
volumetric efficiency) gibt an, wieviel Frischladung zur theoretisch maximal möglichen Füllung nach Abschluß
eines Ladungswechsels im Zylinder zur Verfügung steht. Es versteht sich, dass ein
größerer Hubraum eine größere Pumpwirkung und damit einen größeren Volumenstrom V'
Zyl bewirkt.
[0049] Die Startzeit t
s kann nun wie folgt berechnet werden:

mit V
intake dem Rauminhalt der Totvolumina 3 in m
3.
Liste der verwendeten Bezugszeichen:
[0050]
- 1
- Brennkraftmaschine
- 2
- Kolben-Zylinder-Einheiten
- 3
- Totvolumina
- 4
- Starterkranz
- 5
- Hilfsmotor
- 6
- Ansaugleitung
- 7
- Kraftstoffzuführeinrichtung
- Factornmax
- Faktor zur Berücksichtigung der Startdrehzahl
- Factorcyl
- Faktor zur Berücksichtigung der Zylinderanzahl
- tmax
- maximal zulässige erforderliche Startzeit
- ts
- Startzeit
- nmax
- Maximale Starterdrehzahl
- ns
- Startdrehzahl
- Nzyl
- Zylinderanzahl
- Vintake
- Rauminhalt der Totvolumina 3 in m3
- λL
- Verhältnis von realem und theoretischem Gasaustausch eines Zylinders (Liefergrad)
1. Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine (1),
- die eine Vielzahl von Kolben-Zylinder-Einheiten (2) aufweist, wobei zwischen Brennräumen
der Kolben-Zylinder-Einheiten (2) und einer stromaufwärts der Brennräume angeordneten
Kraftstoffdosiereinrichtung oder Mischeinrichtung Totvolumina (3) vorliegen,
- wobei bei einem Startversuch der Brennkraftmaschine (1) die Kolben in den Zylindern
durch einen Hilfsmotor (5) angetrieben werden,
- wobei die maximal zulässige Dauer eines Startversuches durch eine vorgegebene Startzeit
(ts) der Brennkraftmaschine (1) beschränkt ist,
wobei die Startzeit (t
s) vor oder zu Beginn eines Startversuches der Brennkraftmaschine (1) in Abhängigkeit
eines Zustandes der Brennkraftmaschine (1), und/oder des Hilfsmotors (5) berechnet
und vorgegeben wird und wobei wenn nach Ablauf der Startzeit (t
s) die Drehzahl (n) der Brennkraftmaschine (1) eine vorher festgelegte Startdrehzahl
(n
s) nicht erreicht oder überschritten hat, der Startversuch abgebrochen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Startzeit (t
s) zusätzlich in Abhängigkeit der Größe der Totvolumina (3) berechnet und vorgegeben
wird.
2. Verfahren nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Startzeit (ts) in Abhängigkeit einer Drehzahl des Hilfsmotors (5) vorgegeben wird.
3. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Startzeit (ts) in Abhängigkeit der Zylinderanzahl (Nzyl) der Brennkraftmaschine (1) vorgegeben wird.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Startzeit (ts) in Abhängigkeit des Hubraums (Vzyl) der Kolben-Zylinder-Einheiten (2) der Brennkraftmaschine (1) vorgegeben wird.
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Startzeit (ts) in Abhängigkeit des Liefergrads (λL) der der Brennkraftmaschine (1) vorgegeben wird.
1. A method of starting an internal combustion engine (1),
- which has a plurality of piston-cylinder units (2) wherein there are dead volumes
(3) between the combustion chambers of the piston-cylinder units (2) and a fuel metering
device or mixing device arranged upstream of the combustion chambers,
- wherein upon an attempt at starting the internal combustion engine (1) the pistons
are driven in the cylinders by an auxiliary motor (5), and
- wherein the maximum permissible duration of a starting attempt is restricted by
a predetermined starting time (ts) of the internal combustion engine (1),
wherein the starting time (t
s) is calculated and predetermined prior to or at the beginning of a starting attempt
of the internal combustion engine (1) in dependence on a state of the internal combustion
engine (1) and/or the auxiliary motor (5) and wherein if the rotary speed (n) of the
internal combustion engine (1) has not reached or exceeded a predefined starting rotary
speed (n
s) after expiry of the starting time (t
s) the starting attempt is broken off,
characterised in that the starting time (t
s) is predetermined in dependence on the size of the dead volumes (3).
2. A method as set forth in the preceding claim, characterised in that the starting time (ts) is predetermined in dependence on a rotary speed of the auxiliary motor (5).
3. A method as set forth in one of the preceding claims characterised in that the starting time (ts) is predetermined in dependence on the number of cylinders (Nzyl) of the internal combustion engine (1).
4. A method as set forth in one of the preceding claims characterised in that the starting time (ts) is predetermined in dependence on the swept volume (Vzyl) of the piston-cylinder units (2) of the internal combustion engine (1).
5. A method as set forth in one of the preceding claims characterised in that the starting time (ts) is predetermined in dependence on the volumetric efficiency (λL of the internal combustion engine (1).
1. Procédé de démarrage d'un moteur à combustion interne (1),
- lequel comporte une pluralité d'unités piston-cylindre (2), dans lequel des volumes
morts (3) existent entre les chambres de combustion des unités piston-cylindre (2)
et un dispositif doseur de carburant ou un dispositif mélangeur disposé en amont des
chambres de combustion,
- dans lequel les pistons sont entraînés dans les cylindres par un moteur auxiliaire
(5) lors d'une tentative de démarrage du moteur à combustion interne (1),
- dans lequel la durée maximale autorisée d'une tentative de démarrage est limitée
par un temps de démarrage (ts) prédéfini du moteur à combustion interne (1),
dans lequel le temps de démarrage (t
s) est calculé et prédéfini avant ou au début d'une tentative de démarrage du moteur
à combustion interne (1) en fonction d'un état du moteur à combustion interne (1)
et/ou du moteur auxiliaire (5) et dans lequel si après écoulement du temps de démarrage
(t
s) la vitesse de rotation (n) du moteur à combustion interne (1) n'a pas atteint ou
dépassé une vitesse de rotation de démarrage (ns) fixée au préalable, la tentative
de démarrage est interrompue,
caractérisé en ce que le temps de démarrage (t
s) est en outre calculé et prédéfini en fonction de la valeur des volumes morts (3).
2. Procédé selon la revendication ci-dessus, caractérisé en ce que le temps de démarrage (ts) est prédéfini en fonction d'une vitesse de rotation du moteur auxiliaire (5).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le temps de démarrage (ts) est prédéfini en fonction du nombre de cylindres (Nzyl) du moteur à combustion interne (1).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le temps de démarrage (ts) est prédéfini en fonction de la cylindrée (Vzyl) des unités piston-cylindre (2) du moteur à combustion interne (1).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le temps de démarrage (ts) est prédéfini en fonction du rendement volumétrique (λL) du moteur à combustion interne (1).