[0001] Die Erfindung betrifft ein Schaltgerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Es sind Schaltgeräte bekannt, welche bei Auftreten bestimmter vorgegebener elektrischer
Zustände in einer durch das Schaltgerät führenden Leitung, selbsttätig die Schaltkontakte
des Schaltgeräts öffnen und derart den Stromfluss in der Leitung unterbrechen. Derartige
Schaltgeräte werden als Selbstschalter bzw. Schutzschaltgeräte bezeichnet. Zum Erkennen
von Kurzschlüssen und dem schnellen Unterbrechen einer Leitung im Falle eines Kurzschlusses
sind sog. elektromagnetische Auslöser bekannt und weithin üblich, welche eine Spule
aufweisen, in welcher ein Anker beweglich angeordnet ist. Im Falle eines Kurzschlusses
wird in der Spule ein Magnetfeld erzeugt, welches eine Bewegung des Ankers verursacht,
welcher wiederum das Öffnen der Schaltkontakte des betreffenden Schaltgeräts verursacht.
[0003] Beim Abschalten eines Stromes entsteht ein Lichtbogen zwischen den sich trennenden
Schaltkontakten. Dieser Lichtbogen ist vor allem bei den, bei einem Kurzschluss vorherrschenden,
hohen Strömen sehr ausgeprägt. Schutzschaltgeräte weisen daher in der Regel eine Lichtbogenlöscheinrichtung
auf. Der Schutzschalter ist daher in der Regel im Bereich einer Kontaktstelle der
Schaltkontakte derart ausgeformt, dass ein beim Ausschalten entstehender Lichtbogen
von den Kontakten weg und in die Lichtbogenlöscheinrichtung geführt bzw. geleitet
wird bzw. werden soll. Da ein Lichtbogen ein elektrischer Leiter ist, ist dieser den
Einwirkungen eines magnetischen Feldes ausgeliefert. Es hat sich bei bekannten Schaltgeräten
gezeigt, dass es vor allem im Kurzschlussauslösefall zu einer ungünstigen Beeinflussung
des Lichtbogens durch Magnetfelder in dem Schaltgerät kommen kann, welche Beeinflussung
dahingehen kann, dass der Lichtbogen an einem Abwandern von den Schaltkontakten hin
zur Lichtbogenlöscheinrichtung gehindert wird. Dadurch wird der Lichtbogen nicht gelöscht
und folglich auch der Stromfluss durch das Schaltgerät nicht unterbrochen. Dies kann
neben einem Totalausfall des betreffenden Schaltgeräts weiters zu einer Beeinträchtigung
von Menschen und Anlagen führen.
[0004] Das Dokument
US 3 914 720 A offenbart in einer Ausführungsform (Fig. 13) ein Schaltgerät mit mehreren Schaltstrecken
und jeweils einen elektromagnetischen Auslöser pro Schaltstrecke, wobei gleiche Spulen
für die Auslöser (d.h. mit Wicklungen mit dem gleichen Wickelsinn) vorgesehen sind.
[0005] Die
EP 570 603 A1 zeigt einen Schutzschalter mit einem einzigen Schaltschloss, auf das ein einziger
Auslöser wirkt, welcher zwei Spulen aufweist. Diese Spulen weisen zwar gegensinnige
Wicklungen auf, bzw. sind entsprechend gegengleich angeschlossen, dies dient jedoch
einer Sicherheitsfunktion des Schaltgeräts, welches nur dann auslösen soll, wenn nur
einer der Spulen bestromt wird. Die
EP 570 603 A1 zeigt keine einzelnen Schaltstrecken, denen jeweils ein Auslöser zugeordnet wird,
und geht zudem nicht auf die gegenständliche Problematik von Schaltlichtbögen ein.
[0006] Die
DE 492 262 C beschreibt lediglich eine einzige Schaltstrecke mit den Kontakten 6 und 7, wobei
ein einzelner Auslöser mit zwei gegengleich geschalteten oder gewickelten Spulen vorgesehen
ist. Die Thematik der Lichtbögen bei der Trennung der Kontakte wird in der
DE 492 262 C nicht erwähnt.
[0007] Fig. 3 der
US 5 684 443 A zeigt eine Serienschaltung zweier Schaltgeräte, wie dies auch in Spalte 3, Zeile
50 bis 55 der
US 5 684 443 A beschrieben ist. Die
US 5 684 443 A zeigt noch nicht einmal ein Schaltgerät mit zwei Schalstrecken, und damit auch keine
zwei Auslöser, welche jeweils einer Schalstrecke zugeordnet sind. Zudem werden in
der
US 5 684 443 A Schaltlichtbögen nicht erwähnt.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Schaltgerät der eingangs genannten Art anzugeben,
mit welchem die genannten Nachteile vermieden werden können, welches eine hohe Lebensdauer
und einen geringen Kontaktabbrand aufweist, und mit welchem im Kurzschlussfall ein
schadhafter Stromkreis schnell abgeschaltet werden kann.
[0009] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
[0010] Dadurch kann ein Abwandern des Abschaltlichtbogens weg von der Kontaktstelle im Falle
einer Abschaltung aufgrund einer Auslösung durch einen der elektromagnetischen Auslöser
sichergestellt werden. Dadurch kann der Kontaktabbrand reduziert werden, und die Lebensdauer
des Schaltgeräts erhöht werden. Dadurch kann vor allem im Kurzschlussfall ein schadhafter
Stromkreis schnell und sicher abgeschaltet werden, wodurch nicht nur die Lebensdauer
des Schaltgeräts selbst verlängert wird, sondern der Schutz von Menschen und Anlagen
erhöht werden kann.
[0011] Die Unteransprüche betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0012] Ausdrücklich wird hiermit auf den Wortlaut der Patentansprüche Bezug genommen, wodurch
die Ansprüche an dieser Stelle durch Bezugnahme in die Beschreibung eingefügt sind
und als wörtlich wiedergegeben gelten.
[0013] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen
lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher beschrieben.
Dabei zeigt:
Fig. 1 einen Stromlaufplan einer typischen schaltungstechnischen Umgebung eines gegenständlichen
Schaltgeräts;
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines gegenständlichen Schaltgeräts;
Fig. 3 eine bevorzugte Ausführungsform einer Baugruppe aus Auslöser, Schaltkontakten
und Lichtbogenlöscheinrichtung im Seitenriss;
Fig. 4 die Anordnung gemäß Fig. 3 im Aufriss;
Fig. 5 die Anordnung gemäß Fig. 3 im Grundriss;
Fig. 6 die Anordnung gemäß Fig. 3 in einer axonometrischen Darstellung; und
Fig. 7 die Auslöser und Teile der Lichtbogenlöscheinrichtungen einer dreipoligen Ausführung
eines gegenständlichen Schaltgeräts.
[0014] Die Fig. 2 bis 7 zeigen eine schematische Darstellung bzw. Darstellungen von Baugruppen
einer bevorzugten Ausführungsform eines Schaltgeräts 1 mit einer ersten Schaltstrecke
2 mit ersten Schaltkontakten 3 und einer zweiten Schaltstrecke 4 mit zweiten Schaltkontakten
5, wobei die erste Schaltstrecke 2 einen ersten elektromagnetischen Auslöser 6 mit
einer ersten Spulenwicklung 7 aufweist, wobei die erste Spulenwicklung 7 einen ersten
Wickelsinn 8 aufweist, wobei die zweite Schaltstrecke 4 einen zweiten elektromagnetischen
Auslöser 9 mit einer zweiten Spulenwicklung 10 aufweist, wobei die zweite Spulenwicklung
10 einen zweiten Wickelsinn 11 aufweist, wobei die ersten Schaltkontakte 3 und die
zweiten Schaltkontakte 5 zur im Wesentlichen gleichzeitigen Betätigung gekoppelt sind,
und wobei die erste Schaltstrecke 2 und die zweite Schaltstrecke 4 nebeneinander in
dem Schaltgerät 1 angeordnet sind, wobei der erste Wickelsinn 8 entgegengesetzt dem
zweiten Wickelsinn 11 ausgebildet ist.
[0015] Dadurch kann ein Abwandern des Abschaltlichtbogens weg von der Kontaktstelle im Falle
einer Abschaltung aufgrund einer Auslösung durch einen der elektromagnetischen Auslöser
6, 9, 20 sichergestellt werden. Dadurch kann der Kontaktabbrand reduziert werden,
und die Lebensdauer des Schaltgeräts 1 erhöht werden. Dadurch kann vor allem im Kurzschlussfall
ein schadhafter Stromkreis 34 schnell und sicher abgeschaltet werden, wodurch nicht
nur die Lebensdauer des Schaltgeräts 1 selbst verlängert wird, sondern der Schutz
von Menschen und Anlagen erhöht werden kann.
[0016] Das gegenständliche Schaltgerät 1 weist zumindest eine erste Schaltstrecke 2 und
eine zweite Schaltstrecke 4 auf, wobei gemäß der in Fig. 2 schematisch dargestellten
bevorzugten Ausführungsform weiters eine dritte Schaltstrecke 18 vorgesehen sein kann.
Es können zudem weitere Schaltstrecken vorgesehen sein.
[0017] Als Schaltstrecke 2, 4, 18 wird dabei eine leitende Verbindung bzw. der Strompfad
durch das Schaltgerät 1 bezeichnet, welche jeweils von einer ersten Anschlussklemme
27 des Schaltgeräts 1 zu einer zweiten Anschlussklemme 28 des Schaltgeräts 1 führt.
Die ersten und zweiten Anschlussklemmen 27, 28 sind dabei in Fig. 2 bei sämtlichen
Schaltstrecken 2, 4, 18 mit demselben Bezugszeichen versehen.
[0018] Bei der in den Fig. 3 bis 6 dargestellten bevorzugten Ausführungsform mit einer ersten
und einer zweiten Schaltstrecke 2, 4 ist vorgesehen, dass an der ersten Schalstrecke
2 ein Außenleiter eines Netzes angeschlossen wird, und dass an der zweiten Schaltstrecke
4 ein Neutralleiter desselben Netzes angeschlossen wird. Bei der in Fig. 7 dargestellten
Anordnung dreier Baugruppen eines einzigen Schaltgeräts 1 ist vorgesehen, dass an
die drei Schaltstrecken 2, 4, 18, drei Außenleiter eines Netzes angeschlossen werden.
[0019] In jeder der Schaltstrecken 2, 4, 18 sind Schalkontakte 3, 5, 19 angeordnet, welche
jeweils aus zumindest einem Festkontakt 29 und einem beweglichen Kontakt 30 gebildet
sind, wobei auch Mehrfachunterbrechungen der Schaltstrecken 2, 4, 18 vorgesehen sein
können. In der ersten Schaltstrecke 2 sind erste Schaltkontakte 3, in der zweiten
Schaltstrecke 4 sind zweite Schaltkontakte 5 und in der fakultativ vorgesehenen dritten
Schaltstrecke 18 sind dritte Schaltkontakte 19 angeordnet. In den Fig. 2 bis 6 sind
die jeweiligen Festkontakte 29 sowie die jeweiligen beweglichen Kontakte 30 jeweils
mit dem gleichen Bezugszeichen sowie zusätzlich mit dem Bezugszeichen der jeweiligen
Schaltstrecke 2, 4, 18 deren diese zugeordnet sind bezeichnet.
[0020] Die beweglichen Kontakte 30 der einzelnen Schaltstrecken 2, 4, 18 sind bevorzugt
jeweils durch ein Schaltschloss 35 gesteuert. Die ersten Schaltkontakte 3, die zweiten
Schaltkontakte 5 sowie allfällige weitere Schaltkontakte 19 sind zur im Wesentlichen
gleichzeitigen Betätigung gekoppelt, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die jeweils
bevorzugt vorgesehenen Schaltschlösser 35 miteinander gekoppelt sind.
[0021] In jeder der Schaltstrecken 2, 4, 18 ist jeweils ein elektromagnetischer Auslöser
6, 9, 20 angeordnet, daher ein erster Auslöser 6, ein zweiter Auslöser 9 und gegebenenfalls
ein dritter Auslöser 20. Bevorzugt ist vorgesehen, dass der erste Auslöser 6 und/oder
der zweite Auslöser 9 und/oder der dritte Auslöser 20 dazu ausgebildet und derart
in dem Schaltgerät 1 angeordnet sind, dass diese bei Auftreten eines vorgebbaren elektrischen
Zustandes, insbesondere eines Kurzschlusses, in der ersten Schaltstrecke 2 bzw. der
zweiten Schaltstrecke 4 bzw. der dritten Schaltstrecke 18 ein Öffnen der Schaltkontakte
3, 5, 19 verursachen. Das gegenständliche Schaltgerät 1 ist daher als sog. Selbstschalter
ausgebildet, wobei insbesondere die Ausbildung desselben als Leitungsschutzschalter
26 vorgesehen ist.
[0022] Fig. 1 zeigt eine typische schaltungstechnische Umgebung eines gegenständlichen Schaltgeräts
1 mit einer Last 33, wobei durch die gestrichelte Linie 32 ein Kurzschluss dargestellt
wird.
[0023] Jeder der elektromagnetischen Auslöser 6, 9, 20 weist eine Spulenwicklung 7, 10,
21 bzw. einen Spulenkörper auf. In jedem der Auslöser 6, 9, 20 ist ein beweglicher
Anker angeordnet, welcher gemäß einer bevorzugten Ausführungsform einen nicht leitenden
Stößel treibt. Die jeweilige Spulenwicklung 7, 10, 21 ist Teil des jeweiligen Strompfades
bzw. der jeweiligen Schaltstrecke 2, 4, 18 und ist somit vom jeweils über das Schaltgerät
1 fließenden Strom durchflossen. Es kann dabei vorgesehen sein, dass die Spulenwicklungen
7, 10, 21 jeweils lediglich von einem Teilstrom durchflossen werden. Bei einer bestimmten
Höhe des Stromes reicht das durch die Spulenwicklung 7, 10, 21 erzeugte Magnetfeld
aus, um den Anker und damit auch den bevorzugt vorgesehenen Stößel anzutreiben, welcher
Stößel aus dem Auslöser 6, 9, 20 austritt und ein Trennen der Schaltkontakte 3, 5,
19 verursacht.
[0024] Die einzelnen Schaltstrecken 2, 4, 18 des Schaltgeräts 1 sind nebeneinander in dem
Schaltgerät 1 angeordnet, daher sind die erste Schaltstrecke 2 und die zweite Schaltstrecke
4 nebeneinander angeordnet, und sofern eine dritte Schaltstrecke 18 vorgesehen ist,
ist diese neben der zweiten Schaltstrecke 4 in dem Schaltgerät 1 angeordnet.
[0025] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die einzelnen Schaltstrecken 2, 4, 18 bis auf die
besprochenen Unterschiede im Wesentlichen gleichartig ausgebildet sind. Die einzelnen
Schaltstrecken 2, 4, 18 weisend daher die gleichen baulichen Einheiten auf. Ein nebeneinander
anordnen der Schaltstrecken 2, 4, 18 bedeutet daher bevorzugt, dass die jeweils gleichen
Baugruppen der einzelnen Schaltstrecken 2, 4, 18 in dem Gehäuse des Schaltgerätes
1 nebeneinander angeordnet sind. Die Fig. 3 bis 7 zeigen jeweils derartige im Wesentlichen
gleichartig ausgebildete Baugruppen, welche nebeneinander angeordnet sind, wenngleich
die restlichen Baugruppen sowie das Gehäuse des entsprechenden Schaltgeräts 1 nicht
dargestellt sind.
[0026] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die erste Spulenwicklung 7 und die zweite Spulenwicklung
10 im Wesentlichen parallel nebeneinander angeordnet sind, sowie dass eine allfällig
weiters vorgesehene dritte Spulenwicklung 21 im Wesentlichen parallel neben der zweiten
Spulenwicklung 10 angeordnet ist.
[0027] Die Spulenwicklungen 7, 10, 21 sind jeweils in einer bestimmten Richtung bzw. entsprechend
einem bestimmten Wickelsinn 8, 11, 22 gewickelt. Dieser Wickelsinn 8, 11, 22 kann
als rechtsgewickelt oder linksgewickelt bezeichnet werden, oder aber als im Uhrzeigersinn
oder gegen den Uhrzeigersinn.
[0028] Die erste Schaltstrecke 2 weist daher einen ersten elektromagnetischen Auslöser 6
mit einer ersten Spulenwicklung 7 auf, welche erste Spulenwicklung 7 einen ersten
Wickelsinn 8 aufweist. Die zweite Schaltstrecke 4 weist einen zweiten elektromagnetischen
Auslöser 9 mit einer zweiten Spulenwicklung 10 auf, welche zweite Spulenwicklung 10
einen zweiten Wickelsinn 11 aufweist. Sofern das Schaltgerät 1 eine dritte Schaltstrecke
18 aufweist, weist die dritte Schaltstrecke 18 einen dritten elektromagnetischen Auslöser
20 mit einer dritten Spulenwicklung 21 auf, welche dritte Spulenwicklung 21 einen
dritten Wickelsinn 22 aufweist.
[0029] Es ist vorgesehen, dass der erste Wickelsinn 8 entgegengesetzt dem zweiten Wickelsinn
11 ausgebildet ist. Dies ist beispielsweise in den Fig. 4 und 6 gut zu erkennen. Bei
Vorhandensein einer dritten Spulenwicklung 21 einer dritten Schaltstrecke 18 ist vorgesehen,
dass der dritte Wickelsinn 22 entgegengesetzt dem zweiten Wickelsinn 11 ausgebildet
ist. Dies ist beispielsweise in Fig. 7 gut zu erkennen. Durch den unterschiedlichen
Wickelsinn 8, 11, 22 einander benachbarter Spulenwicklungen 7, 10, 21 kann erreicht
werden, dass das durch die Spulenwicklungen 7, 10, 21 selbst erzeugte resultierende
Magnetfeld keine ungünstige magnetische Flussrichtung und hohe Flussdichte im Bereich
der Schaltkontakte 3, 5, 19 aufweist, und derart keinen negativen Einfluss auf den
bei einem Abschaltvorgang, daher bei einem Öffnen bzw. Trennen der Schaltkontakte
3, 5, 19 erzeugten Lichtbogen ausübt, indem dieser etwa durch die magnetische Wirkung
der Auslöser 6, 9, 20 zwischen den Schaltkontakten 3, 5, 19 festgehalten wird.
[0030] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der ersten Schaltstrecke 2 eine erste Lichtbogenlöscheinrichtung
12 umfassend eine erste Lichtbogenlaufstrecke 13 zugeordnet ist, und dass der zweiten
Schaltstrecke 4 eine zweite Lichtbogenlöscheinrichtung 14 umfassend eine zweite Lichtbogenlaufstrecke
15 zugeordnet ist. Sofern eine dritte Schaltstrecke 18 vorgesehen ist, ist weiters
bevorzugt vorgesehen, dass der dritten Schaltstrecke 18 eine dritte Lichtbogenlöscheinrichtung
23 umfassend eine dritte Lichtbogenlaufstrecke 24 zugeordnet ist.
[0031] Die Lichtbogenlöscheinrichtungen 12, 14, 23 umfassen dabei weiters bevorzugt jeweils
eine Löschblechanordnung 31, welche in den Fig. 3 bis 6 dargestellt ist. Die Lichtbogenlaufstrecke
13, 15, 24 stellt jeweils die Verbindung von den Schaltkontakten 3, 5, 19 zu der Löschblechanordnung
31 dar.
[0032] Insbesondere ist vorgesehen, dass der erste Wickelsinn 8 und der zweite Wickelsinn
11 derart ausgebildet sind, dass die Magnetfelder des ersten und des zweiten Auslösers
6, 9 im Kurzschlussfall die beim Öffnen der ersten und zweiten Schaltkontakte 3, 5
entstehenden Lichtbögen in Richtung der ersten und zweiten Lichtbogenlöscheinrichtungen
12, 14 lenken bzw. treiben bzw. zumindest nicht deren Abwanderung in diese Richtung
behindern. Bevorzugt ist vorgesehen, die Magnetfelder des ersten und des zweiten Auslösers
6, 9 im Kurzschlussfall im Bereich der Kontaktstellen jeweils eine in Richtung der
Lichtbogenlöscheinrichtungen 12, 14 wirkende Lorenzkraft erzeugen. Selbiges gilt für
die bevorzugte Ausbildung des Schaltgeräts 1 mit drei Schaltstrecken.
[0033] Die magnetische Wirkung der Spulenwicklungen 7, 10, 21 auf einen Kurzschlussabschaltlichtbogen
kann noch weiter verbessert werden, indem an lediglich einer Seite der ersten Lichtbogenlaufstrecke
13 eine erste ferromagnetische Platte 16 angeordnet ist, sowie an lediglich einer
Seite der zweiten Lichtbogenlaufstrecke 15 eine zweite ferromagnetische Platte 17
angeordnet ist, und dass die erste ferromagnetische Platte 16 bezogen auf die erste
Lichtbogenlaufstrecke 13 an einer anderen Seite angeordnet ist, als die zweite ferromagnetische
Platte 17 bezogen auf die zweite Lichtbogenlaufstrecke 15. Jeder der beiden Lichtbogenlaufstrecken
13, 15 ist daher lediglich eine ferromagnetische Platte 16, 17 zugeordnet, welche
die betreffende Lichtbogenlaufstrecke 13, 15 seitlich begrenzt, wobei bevorzugt vorgesehen
ist, dass die jeweils andere Seite der Lichtbogenlaufstrecke 13, 15 durch eine Kunststoffplatte
begrenzt wird.
[0034] Die ferromagnetischen Platten 16, 17, 25 sind bevorzugt allseitig mit einem Isoliermantel
umhüllt, insbesondere in einem Kunststoff eingebettet bzw. umspritzt.
[0035] Die bevorzugte Seite, an welcher die betreffenden ferromagnetischen Platten 16, 17,
25 vorzugsweise angeordnet werden, ergibt hängt mit dem Wickelsinn 8, 11, 22 der jeweiligen
Spulenwicklungen 7, 10, 21 zusammen. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die ferromagnetischen
Platten 16, 17, 25 bezogen auf den Wickelsinn entsprechend den Darstellung in den
Fig. 3 bis 7 angeordnet sind, welche nachfolgend beschrieben sind.
[0036] Die Fig. 3 bis 6 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform einer Baugruppe aus zwei
Auslösern 6, 9, zwei Schaltkontakten 3, 5 und zwei Lichtbogenlöscheinrichtung 12,
14. In Blickrichtung von den Festkontakten 29 zu den beweglichen Kontakten 30 ist
der erste Wickelsinn 8 der ersten Spulenwicklung 7 rechtsherum, und die erste ferromagnetische
Platte 16 ist in eben dieser Blickrichtung an der rechten Seite der ersten Lichtbogenlaufstrecke
13 angeordnet. Der zweite Wickelsinn 11 der zweiten Spulenwicklung 10 ist linksherum,
und die zweite ferromagnetische Platte 17 ist an der linken Seite der zweiten Lichtbogenlaufstrecke
15 angeordnet.
[0037] Fig. 7 zeigt die Auslöser 6, 9, 20 und die den Festkontakten 29 zugeordneten Teile
der ersten, zweiten und dritten Lichtbogenlaufstrecke 13, 15, 24 eines Schaltgeräts
1 mit drei Schaltstrecken 2, 4, 18. Die ganz links dargestellte Spulenwicklung wird
bei dieser Darstellung als erste Spulenwicklung 7 bezeichnet, deren erster Wickelsinn
8 in Blickrichtung der Darstellung rechtsherum ist. Der zweite Wickelsinn 11 der neben
dieser angeordneten zweiten Spulenwicklung 10 ist linksherum, und der dritte Wickelsinn
22 der weiters neben der zweiten Spulenwicklung 10 dargestellten dritten Spulenwicklung
21 ist wiederum rechtsherum. Wie in Fig. 7 dargestellt, sind die ferromagnetischen
Platten abwechseln zur benachbarten Schaltstrecke 2, 4, 18 angeordnet, daher ist die
dritte ferromagnetische Platte 25 bezogen auf die dritte Lichtbogenlaufstrecke 24,
von welcher lediglich ein Teil dargestellt ist, an einer anderen Seite angeordnet
ist, als die zweite ferromagnetische Platte 17 bezogen auf die zweite Lichtbogenlaufstrecke
15, von welcher ebenfalls lediglich ein Teil dargestellt ist.
1. Schaltgerät (1) mit einer ersten Schaltstrecke (2) mit ersten Schaltkontakten (3)
und einer zweiten Schaltstrecke (4) mit zweiten Schaltkontakten (5), wobei die erste
Schaltstrecke (2) einen ersten elektromagnetischen Auslöser (6) mit einer ersten Spulenwicklung
(7) aufweist, wobei die erste Spulenwicklung (7) einen ersten Wickelsinn (8) aufweist,
wobei die zweite Schaltstrecke (4) einen zweiten elektromagnetischen Auslöser (9)
mit einer zweiten Spulenwicklung (10) aufweist, wobei die zweite Spulenwicklung (10)
einen zweiten Wickelsinn (11) aufweist, wobei die ersten Schaltkontakte (3) und die
zweiten Schaltkontakte (5) zur gleichzeitigen Betätigung gekoppelt sind, und wobei
die erste Schaltstrecke (2) und die zweite Schaltstrecke (4) nebeneinander in dem
Schaltgerät (1) angeordnet sind, wobei die erste Spulenwicklung (7) Teil der ersten
Schaltstrecke (2) ist, und die zweite Spulenwicklung (10) Teil der zweiten Schaltstrecke
(4) ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wickelsinn (8) entgegengesetzt dem zweiten Wickelsinn (11) ausgebildet
ist.
2. Schaltgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der ersten Schaltstrecke (2) eine erste Lichtbogenlöscheinrichtung (12) umfassend
eine erste Lichtbogenlaufstrecke (13) zugeordnet ist, und dass der zweiten Schaltstrecke
(4) eine zweite Lichtbogenlöscheinrichtung (14) umfassend eine zweite Lichtbogenlaufstrecke
(15) zugeordnet ist.
3. Schaltgerät (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an lediglich einer Seite der ersten Lichtbogenlaufstrecke (13) eine erste ferromagnetische
Platte (16) angeordnet ist, dass an lediglich einer Seite der zweiten Lichtbogenlaufstrecke
(15) eine zweite ferromagnetische Platte (17) angeordnet ist, und dass die erste ferromagnetische
Platte (16) bezogen auf die erste Lichtbogenlaufstrecke (13) an einer anderen Seite
angeordnet ist, als die zweite ferromagnetische Platte (17) bezogen auf die zweite
Lichtbogenlaufstrecke (15).
4. Schaltgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltgerät (1) eine dritte Schaltstrecke (18) mit dritten Schaltkontakten (19)
aufweist, wobei die dritte Schaltstrecke (18) einen dritten elektromagnetischen Auslöser
(20) mit einer dritten Spulenwicklung (21) aufweist, wobei die dritte Spulenwicklung
(21) Teil der dritten Schaltstrecke (18) ist, wobei die dritte Spulenwicklung (21)
einen dritten Wickelsinn (22) aufweist, und die dritte Schaltstrecke (18) in dem Schaltgerät
(1) neben der zweiten Schaltstrecke (4) angeordnet ist, wobei die dritten Schaltkontakte
(19) mit den ersten Schaltkontakten (3) und/oder den zweiten Schaltkontakten (5) zur
im Wesentlichen gleichzeitigen Betätigung gekoppelt sind, und dass der dritte Wickelsinn
(22) entgegengesetzt dem zweiten Wickelsinn (11) ausgebildet ist.
5. Schaltgerät (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der dritten Schaltstrecke (18) eine dritte Lichtbogenlöscheinrichtung (23) umfassend
eine dritte Lichtbogenlaufstrecke (24) zugeordnet ist, dass an lediglich einer Seite
der dritten Lichtbogenlaufstrecke (24) eine dritte ferromagnetische Platte (25) angeordnet
ist, und dass die dritte ferromagnetische Platte (25) bezogen auf die dritte Lichtbogenlaufstrecke
(24) an einer anderen Seite angeordnet ist, als die zweite ferromagnetische Platte
(17) bezogen auf die zweite Lichtbogenlaufstrecke (15).
6. Schaltgerät (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Auslöser (6) und/oder der zweite Auslöser (9) und/oder der dritte Auslöser
(20) dazu ausgebildet und derart in dem Schaltgerät (1) angeordnet sind, dass diese
bei Auftreten eines vorgebbaren elektrischen Zustandes, insbesondere eines Kurzschlusses,
in der ersten Schaltstrecke (2) bzw. der zweiten Schaltstrecke (4) bzw. der dritten
Schaltstrecke (18) ein Öffnen der Schaltkontakte (3, 5, 19) verursachen.
7. Schaltgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltgerät (1) als Leitungsschutzschalter (26) ausgebildet ist.
1. Switchgear (1) having a first switching path (2) comprising first switching contacts
(3) and a second switching path (4) comprising second switching contacts (5), the
first switching path (2) having a first electromagnetic trip mechanism (6) comprising
a first coil winding (7), the first coil winding (7) having a first winding direction
(8), the second switching path (4) having a second electromagnetic trip mechanism
(9) comprising a second coil winding (10), the second coil winding (10) having a second
winding direction (11), the first switching contacts (3) and the second switching
contacts (5) being coupled for simultaneous actuation, and the first switching path
(2) and the second switching path (4) being arranged one next to the other in the
switchgear (1), the first coil winding (7) being part of the first switching path
(2), and the second coil winding (10) being part of the second switching path (4),
characterized in that the first winding direction (8) is opposite to the second winding direction (11).
2. Switchgear (1) according to claim 1, characterized in that the first switching path (2) is associated with a first arc quenching device (12)
comprising a first arc path (13), and in that the second switching path (4) is associated with a second arc quenching device (14)
comprising a second arc path (15).
3. Switchgear (1) according to claim 2, characterized in that a first ferromagnetic plate (16) is arranged on only one side of the first arc path
(13), and in that a second ferromagnetic plate (17) is arranged on only one side of the second arc
path (15), and in that the first ferromagnetic plate (16) is arranged in relation to the first arc path
(13) on a different side to the second ferromagnetic plate (17) in relation to the
second arc path (15).
4. Switchgear (1) according to any of claims 1 to 3, characterized in that the switchgear (1) has a third switching path (18) comprising third switching contacts
(19), the third switching path (18) having a third electromagnetic trip mechanism
(20) comprising a third coil winding (21), the third coil winding (21) being part
of the third switching path (18), the third coil winding (21) having a third winding
direction (22), and the third switching path (18) being arranged in the switchgear
(1) next to the second switching path (4), the third switching contacts (19) being
coupled to the first switching contacts (3) and/or the second switching contacts (5)
for substantially simultaneous actuation, and in that the third winding direction (22) is opposite to the second winding direction (11).
5. Switchgear (1) according to claim 4, characterized in that the third switching path (18) is associated with a third arc quenching device (23)
comprising a third arc path (24), in that a third ferromagnetic plate (25) is arranged on only one side of the third arc path
(24), and in that the third ferromagnetic plate (25) is arranged in relation to the third arc path
(24) on a different side to the second ferromagnetic plate (17) in relation to the
second arc path (15).
6. Switchgear (1) according to either claim 4 or claim 5, characterized in that the first trip mechanism (6) and/or the second trip mechanism (9) and/or the third
trip mechanism (20) are designed for this purpose and are arranged in the switchgear
(1) such that they cause the switching contacts (3, 5, 19) to open when a predefinable
electrical state occurs, in particular a short circuit, in the first switching path
(2) or the second switching path (4) or the third switching path (18).
7. Switchgear (1) according to any of claims 1 to 6, characterized in that the switchgear (1) is designed as an automatic circuit breaker (26).
1. Appareil de commutation (1) comportant un premier trajet de commutation (2) comportant
des premiers contacts de commutation (3) et un deuxième trajet de commutation (4)
comportant des deuxièmes contacts de commutation (5), le premier trajet de commutation
(2) présentant un premier déclencheur électromagnétique (6) comportant un premier
enroulement de bobine (7), le premier enroulement de bobine (7) présentant un premier
sens d'enroulement (8), le deuxième trajet de commutation (4) présentant un deuxième
déclencheur électromagnétique (9) comportant un deuxième enroulement de bobine (10),
le deuxième enroulement de bobine (10) présentant un deuxième sens d'enroulement (11),
les premiers contacts de commutation (3) et les deuxièmes contacts de commutation
(5) étant couplés pour permettre un actionnement simultané, et le premier trajet de
commutation (2) et le deuxième trajet de commutation (4) étant disposés l'un à côté
de l'autre dans l'appareil de commutation (1), le premier enroulement de bobine (7)
faisant partie du premier trajet de commutation (2) et le deuxième enroulement de
bobine (10) faisant partie du deuxième trajet de commutation (4), caractérisé en ce que le premier sens d'enroulement (8) est formé à l'opposé du deuxième sens d'enroulement
(11).
2. Appareil de commutation (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier trajet de commutation (2) est associé à un premier dispositif d'extinction
d'arc électrique (12) comprenant une première voie de décharge d'arc (13), et en ce que le deuxième trajet de commutation (4) est associé à un deuxième dispositif d'extinction
d'arc électrique (14) comprenant une deuxième voie de décharge d'arc (15).
3. Appareil de commutation (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une première plaque ferromagnétique (16) est disposée sur un seul côté de la première
voie de décharge d'arc (13), en ce qu'une deuxième plaque ferromagnétique (17) est disposée sur un seul côté de la deuxième
voie de décharge d'arc (15), et en ce que la première plaque ferromagnétique (16) est disposée, par rapport à la première voie
de décharge d'arc (13), sur un côté différent comparé à la deuxième plaque ferromagnétique
(17) par rapport à la deuxième voie de décharge d'arc (15).
4. Appareil de commutation (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'appareil de commutation (1) présente un troisième trajet de commutation (18) comportant
des troisièmes contacts de commutation (19), le troisième trajet de commutation (18)
présentant un troisième déclencheur électromagnétique (20) comportant un troisième
enroulement de bobine (21), le troisième enroulement de bobine (21) faisant partie
du troisième trajet de commutation (18), le troisième enroulement de bobine (21) présentant
un troisième sens d'enroulement (22), et le troisième trajet de commutation (18) étant
disposé à côté du deuxième trajet de commutation (4) dans l'appareil de commutation
(1), les troisièmes contacts de commutation (19) étant couplés aux premiers contacts
de commutation (3) et/ou aux deuxièmes contacts de commutation (5) pour permettre
un actionnement sensiblement simultané, et en ce que le troisième sens d'enroulement (22) est formé à l'opposé du deuxième sens d'enroulement
(11).
5. Appareil de commutation (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que le troisième trajet de commutation (18) est associé à un troisième dispositif d'extinction
d'arc électrique (23) comprenant une troisième voie de décharge d'arc (24), en ce qu'une troisième plaque ferromagnétique (25) est disposée sur un seul côté de la troisième
voie de décharge d'arc (24), et en ce que la troisième plaque ferromagnétique (25) est disposée, par rapport à la troisième
voie de décharge d'arc (24), sur un côté différent comparé à la deuxième plaque ferromagnétique
(17) par rapport à la deuxième voie de décharge d'arc (15).
6. Appareil de commutation (1) selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que le premier déclencheur (6) et/ou le deuxième déclencheur (9) et/ou le troisième déclencheur
(20) sont configurés et disposés dans l'appareil de commutation (1) de telle sorte
qu'ils provoquent une ouverture des contacts de commutation (3, 5, 19) lorsqu'un état
électrique prédéterminable se produit, en particulier un court-circuit, dans le premier
trajet de commutation (2) ou le deuxième trajet de commutation (4) ou le troisième
trajet de commutation (18).
7. Appareil de commutation (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'appareil de commutation (1) est conçu comme un disjoncteur de protection de circuit
(26).