(19)
(11) EP 3 084 798 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.12.2021  Patentblatt  2021/49

(21) Anmeldenummer: 14814893.5

(22) Anmeldetag:  18.12.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01H 71/24(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
H01H 71/2409; H01H 2071/249; H01H 71/2463
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2014/078574
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2015/091868 (25.06.2015 Gazette  2015/25)

(54)

SCHALTGERÄT

SWITCHING DEVICE

APPAREIL DE COUPURE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 20.12.2013 DE 102013114663

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.10.2016  Patentblatt  2016/43

(73) Patentinhaber: Eaton Intelligent Power Limited
Dublin 4 (IE)

(72) Erfinder:
  • KATZENSTEINER, Matthias
    A-1210 Vienna (AT)

(74) Vertreter: Eaton IP Group EMEA 
c/o Eaton Industries Manufacturing GmbH Route de la Longeraie 7
1110 Morges
1110 Morges (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 570 603
DE-A1- 4 330 369
DE-C- 492 262
US-A- 5 684 443
EP-A1- 2 200 065
DE-A1- 10 126 852
US-A- 3 914 720
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Schaltgerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

    [0002] Es sind Schaltgeräte bekannt, welche bei Auftreten bestimmter vorgegebener elektrischer Zustände in einer durch das Schaltgerät führenden Leitung, selbsttätig die Schaltkontakte des Schaltgeräts öffnen und derart den Stromfluss in der Leitung unterbrechen. Derartige Schaltgeräte werden als Selbstschalter bzw. Schutzschaltgeräte bezeichnet. Zum Erkennen von Kurzschlüssen und dem schnellen Unterbrechen einer Leitung im Falle eines Kurzschlusses sind sog. elektromagnetische Auslöser bekannt und weithin üblich, welche eine Spule aufweisen, in welcher ein Anker beweglich angeordnet ist. Im Falle eines Kurzschlusses wird in der Spule ein Magnetfeld erzeugt, welches eine Bewegung des Ankers verursacht, welcher wiederum das Öffnen der Schaltkontakte des betreffenden Schaltgeräts verursacht.

    [0003] Beim Abschalten eines Stromes entsteht ein Lichtbogen zwischen den sich trennenden Schaltkontakten. Dieser Lichtbogen ist vor allem bei den, bei einem Kurzschluss vorherrschenden, hohen Strömen sehr ausgeprägt. Schutzschaltgeräte weisen daher in der Regel eine Lichtbogenlöscheinrichtung auf. Der Schutzschalter ist daher in der Regel im Bereich einer Kontaktstelle der Schaltkontakte derart ausgeformt, dass ein beim Ausschalten entstehender Lichtbogen von den Kontakten weg und in die Lichtbogenlöscheinrichtung geführt bzw. geleitet wird bzw. werden soll. Da ein Lichtbogen ein elektrischer Leiter ist, ist dieser den Einwirkungen eines magnetischen Feldes ausgeliefert. Es hat sich bei bekannten Schaltgeräten gezeigt, dass es vor allem im Kurzschlussauslösefall zu einer ungünstigen Beeinflussung des Lichtbogens durch Magnetfelder in dem Schaltgerät kommen kann, welche Beeinflussung dahingehen kann, dass der Lichtbogen an einem Abwandern von den Schaltkontakten hin zur Lichtbogenlöscheinrichtung gehindert wird. Dadurch wird der Lichtbogen nicht gelöscht und folglich auch der Stromfluss durch das Schaltgerät nicht unterbrochen. Dies kann neben einem Totalausfall des betreffenden Schaltgeräts weiters zu einer Beeinträchtigung von Menschen und Anlagen führen.

    [0004] Das Dokument US 3 914 720 A offenbart in einer Ausführungsform (Fig. 13) ein Schaltgerät mit mehreren Schaltstrecken und jeweils einen elektromagnetischen Auslöser pro Schaltstrecke, wobei gleiche Spulen für die Auslöser (d.h. mit Wicklungen mit dem gleichen Wickelsinn) vorgesehen sind.

    [0005] Die EP 570 603 A1 zeigt einen Schutzschalter mit einem einzigen Schaltschloss, auf das ein einziger Auslöser wirkt, welcher zwei Spulen aufweist. Diese Spulen weisen zwar gegensinnige Wicklungen auf, bzw. sind entsprechend gegengleich angeschlossen, dies dient jedoch einer Sicherheitsfunktion des Schaltgeräts, welches nur dann auslösen soll, wenn nur einer der Spulen bestromt wird. Die EP 570 603 A1 zeigt keine einzelnen Schaltstrecken, denen jeweils ein Auslöser zugeordnet wird, und geht zudem nicht auf die gegenständliche Problematik von Schaltlichtbögen ein.

    [0006] Die DE 492 262 C beschreibt lediglich eine einzige Schaltstrecke mit den Kontakten 6 und 7, wobei ein einzelner Auslöser mit zwei gegengleich geschalteten oder gewickelten Spulen vorgesehen ist. Die Thematik der Lichtbögen bei der Trennung der Kontakte wird in der DE 492 262 C nicht erwähnt.

    [0007] Fig. 3 der US 5 684 443 A zeigt eine Serienschaltung zweier Schaltgeräte, wie dies auch in Spalte 3, Zeile 50 bis 55 der US 5 684 443 A beschrieben ist. Die US 5 684 443 A zeigt noch nicht einmal ein Schaltgerät mit zwei Schalstrecken, und damit auch keine zwei Auslöser, welche jeweils einer Schalstrecke zugeordnet sind. Zudem werden in der US 5 684 443 A Schaltlichtbögen nicht erwähnt.

    [0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Schaltgerät der eingangs genannten Art anzugeben, mit welchem die genannten Nachteile vermieden werden können, welches eine hohe Lebensdauer und einen geringen Kontaktabbrand aufweist, und mit welchem im Kurzschlussfall ein schadhafter Stromkreis schnell abgeschaltet werden kann.

    [0009] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.

    [0010] Dadurch kann ein Abwandern des Abschaltlichtbogens weg von der Kontaktstelle im Falle einer Abschaltung aufgrund einer Auslösung durch einen der elektromagnetischen Auslöser sichergestellt werden. Dadurch kann der Kontaktabbrand reduziert werden, und die Lebensdauer des Schaltgeräts erhöht werden. Dadurch kann vor allem im Kurzschlussfall ein schadhafter Stromkreis schnell und sicher abgeschaltet werden, wodurch nicht nur die Lebensdauer des Schaltgeräts selbst verlängert wird, sondern der Schutz von Menschen und Anlagen erhöht werden kann.

    [0011] Die Unteransprüche betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.

    [0012] Ausdrücklich wird hiermit auf den Wortlaut der Patentansprüche Bezug genommen, wodurch die Ansprüche an dieser Stelle durch Bezugnahme in die Beschreibung eingefügt sind und als wörtlich wiedergegeben gelten.

    [0013] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher beschrieben. Dabei zeigt:

    Fig. 1 einen Stromlaufplan einer typischen schaltungstechnischen Umgebung eines gegenständlichen Schaltgeräts;

    Fig. 2 eine schematische Darstellung eines gegenständlichen Schaltgeräts;

    Fig. 3 eine bevorzugte Ausführungsform einer Baugruppe aus Auslöser, Schaltkontakten und Lichtbogenlöscheinrichtung im Seitenriss;

    Fig. 4 die Anordnung gemäß Fig. 3 im Aufriss;

    Fig. 5 die Anordnung gemäß Fig. 3 im Grundriss;

    Fig. 6 die Anordnung gemäß Fig. 3 in einer axonometrischen Darstellung; und

    Fig. 7 die Auslöser und Teile der Lichtbogenlöscheinrichtungen einer dreipoligen Ausführung eines gegenständlichen Schaltgeräts.



    [0014] Die Fig. 2 bis 7 zeigen eine schematische Darstellung bzw. Darstellungen von Baugruppen einer bevorzugten Ausführungsform eines Schaltgeräts 1 mit einer ersten Schaltstrecke 2 mit ersten Schaltkontakten 3 und einer zweiten Schaltstrecke 4 mit zweiten Schaltkontakten 5, wobei die erste Schaltstrecke 2 einen ersten elektromagnetischen Auslöser 6 mit einer ersten Spulenwicklung 7 aufweist, wobei die erste Spulenwicklung 7 einen ersten Wickelsinn 8 aufweist, wobei die zweite Schaltstrecke 4 einen zweiten elektromagnetischen Auslöser 9 mit einer zweiten Spulenwicklung 10 aufweist, wobei die zweite Spulenwicklung 10 einen zweiten Wickelsinn 11 aufweist, wobei die ersten Schaltkontakte 3 und die zweiten Schaltkontakte 5 zur im Wesentlichen gleichzeitigen Betätigung gekoppelt sind, und wobei die erste Schaltstrecke 2 und die zweite Schaltstrecke 4 nebeneinander in dem Schaltgerät 1 angeordnet sind, wobei der erste Wickelsinn 8 entgegengesetzt dem zweiten Wickelsinn 11 ausgebildet ist.

    [0015] Dadurch kann ein Abwandern des Abschaltlichtbogens weg von der Kontaktstelle im Falle einer Abschaltung aufgrund einer Auslösung durch einen der elektromagnetischen Auslöser 6, 9, 20 sichergestellt werden. Dadurch kann der Kontaktabbrand reduziert werden, und die Lebensdauer des Schaltgeräts 1 erhöht werden. Dadurch kann vor allem im Kurzschlussfall ein schadhafter Stromkreis 34 schnell und sicher abgeschaltet werden, wodurch nicht nur die Lebensdauer des Schaltgeräts 1 selbst verlängert wird, sondern der Schutz von Menschen und Anlagen erhöht werden kann.

    [0016] Das gegenständliche Schaltgerät 1 weist zumindest eine erste Schaltstrecke 2 und eine zweite Schaltstrecke 4 auf, wobei gemäß der in Fig. 2 schematisch dargestellten bevorzugten Ausführungsform weiters eine dritte Schaltstrecke 18 vorgesehen sein kann. Es können zudem weitere Schaltstrecken vorgesehen sein.

    [0017] Als Schaltstrecke 2, 4, 18 wird dabei eine leitende Verbindung bzw. der Strompfad durch das Schaltgerät 1 bezeichnet, welche jeweils von einer ersten Anschlussklemme 27 des Schaltgeräts 1 zu einer zweiten Anschlussklemme 28 des Schaltgeräts 1 führt. Die ersten und zweiten Anschlussklemmen 27, 28 sind dabei in Fig. 2 bei sämtlichen Schaltstrecken 2, 4, 18 mit demselben Bezugszeichen versehen.

    [0018] Bei der in den Fig. 3 bis 6 dargestellten bevorzugten Ausführungsform mit einer ersten und einer zweiten Schaltstrecke 2, 4 ist vorgesehen, dass an der ersten Schalstrecke 2 ein Außenleiter eines Netzes angeschlossen wird, und dass an der zweiten Schaltstrecke 4 ein Neutralleiter desselben Netzes angeschlossen wird. Bei der in Fig. 7 dargestellten Anordnung dreier Baugruppen eines einzigen Schaltgeräts 1 ist vorgesehen, dass an die drei Schaltstrecken 2, 4, 18, drei Außenleiter eines Netzes angeschlossen werden.

    [0019] In jeder der Schaltstrecken 2, 4, 18 sind Schalkontakte 3, 5, 19 angeordnet, welche jeweils aus zumindest einem Festkontakt 29 und einem beweglichen Kontakt 30 gebildet sind, wobei auch Mehrfachunterbrechungen der Schaltstrecken 2, 4, 18 vorgesehen sein können. In der ersten Schaltstrecke 2 sind erste Schaltkontakte 3, in der zweiten Schaltstrecke 4 sind zweite Schaltkontakte 5 und in der fakultativ vorgesehenen dritten Schaltstrecke 18 sind dritte Schaltkontakte 19 angeordnet. In den Fig. 2 bis 6 sind die jeweiligen Festkontakte 29 sowie die jeweiligen beweglichen Kontakte 30 jeweils mit dem gleichen Bezugszeichen sowie zusätzlich mit dem Bezugszeichen der jeweiligen Schaltstrecke 2, 4, 18 deren diese zugeordnet sind bezeichnet.

    [0020] Die beweglichen Kontakte 30 der einzelnen Schaltstrecken 2, 4, 18 sind bevorzugt jeweils durch ein Schaltschloss 35 gesteuert. Die ersten Schaltkontakte 3, die zweiten Schaltkontakte 5 sowie allfällige weitere Schaltkontakte 19 sind zur im Wesentlichen gleichzeitigen Betätigung gekoppelt, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die jeweils bevorzugt vorgesehenen Schaltschlösser 35 miteinander gekoppelt sind.

    [0021] In jeder der Schaltstrecken 2, 4, 18 ist jeweils ein elektromagnetischer Auslöser 6, 9, 20 angeordnet, daher ein erster Auslöser 6, ein zweiter Auslöser 9 und gegebenenfalls ein dritter Auslöser 20. Bevorzugt ist vorgesehen, dass der erste Auslöser 6 und/oder der zweite Auslöser 9 und/oder der dritte Auslöser 20 dazu ausgebildet und derart in dem Schaltgerät 1 angeordnet sind, dass diese bei Auftreten eines vorgebbaren elektrischen Zustandes, insbesondere eines Kurzschlusses, in der ersten Schaltstrecke 2 bzw. der zweiten Schaltstrecke 4 bzw. der dritten Schaltstrecke 18 ein Öffnen der Schaltkontakte 3, 5, 19 verursachen. Das gegenständliche Schaltgerät 1 ist daher als sog. Selbstschalter ausgebildet, wobei insbesondere die Ausbildung desselben als Leitungsschutzschalter 26 vorgesehen ist.

    [0022] Fig. 1 zeigt eine typische schaltungstechnische Umgebung eines gegenständlichen Schaltgeräts 1 mit einer Last 33, wobei durch die gestrichelte Linie 32 ein Kurzschluss dargestellt wird.

    [0023] Jeder der elektromagnetischen Auslöser 6, 9, 20 weist eine Spulenwicklung 7, 10, 21 bzw. einen Spulenkörper auf. In jedem der Auslöser 6, 9, 20 ist ein beweglicher Anker angeordnet, welcher gemäß einer bevorzugten Ausführungsform einen nicht leitenden Stößel treibt. Die jeweilige Spulenwicklung 7, 10, 21 ist Teil des jeweiligen Strompfades bzw. der jeweiligen Schaltstrecke 2, 4, 18 und ist somit vom jeweils über das Schaltgerät 1 fließenden Strom durchflossen. Es kann dabei vorgesehen sein, dass die Spulenwicklungen 7, 10, 21 jeweils lediglich von einem Teilstrom durchflossen werden. Bei einer bestimmten Höhe des Stromes reicht das durch die Spulenwicklung 7, 10, 21 erzeugte Magnetfeld aus, um den Anker und damit auch den bevorzugt vorgesehenen Stößel anzutreiben, welcher Stößel aus dem Auslöser 6, 9, 20 austritt und ein Trennen der Schaltkontakte 3, 5, 19 verursacht.

    [0024] Die einzelnen Schaltstrecken 2, 4, 18 des Schaltgeräts 1 sind nebeneinander in dem Schaltgerät 1 angeordnet, daher sind die erste Schaltstrecke 2 und die zweite Schaltstrecke 4 nebeneinander angeordnet, und sofern eine dritte Schaltstrecke 18 vorgesehen ist, ist diese neben der zweiten Schaltstrecke 4 in dem Schaltgerät 1 angeordnet.

    [0025] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die einzelnen Schaltstrecken 2, 4, 18 bis auf die besprochenen Unterschiede im Wesentlichen gleichartig ausgebildet sind. Die einzelnen Schaltstrecken 2, 4, 18 weisend daher die gleichen baulichen Einheiten auf. Ein nebeneinander anordnen der Schaltstrecken 2, 4, 18 bedeutet daher bevorzugt, dass die jeweils gleichen Baugruppen der einzelnen Schaltstrecken 2, 4, 18 in dem Gehäuse des Schaltgerätes 1 nebeneinander angeordnet sind. Die Fig. 3 bis 7 zeigen jeweils derartige im Wesentlichen gleichartig ausgebildete Baugruppen, welche nebeneinander angeordnet sind, wenngleich die restlichen Baugruppen sowie das Gehäuse des entsprechenden Schaltgeräts 1 nicht dargestellt sind.

    [0026] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die erste Spulenwicklung 7 und die zweite Spulenwicklung 10 im Wesentlichen parallel nebeneinander angeordnet sind, sowie dass eine allfällig weiters vorgesehene dritte Spulenwicklung 21 im Wesentlichen parallel neben der zweiten Spulenwicklung 10 angeordnet ist.

    [0027] Die Spulenwicklungen 7, 10, 21 sind jeweils in einer bestimmten Richtung bzw. entsprechend einem bestimmten Wickelsinn 8, 11, 22 gewickelt. Dieser Wickelsinn 8, 11, 22 kann als rechtsgewickelt oder linksgewickelt bezeichnet werden, oder aber als im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn.

    [0028] Die erste Schaltstrecke 2 weist daher einen ersten elektromagnetischen Auslöser 6 mit einer ersten Spulenwicklung 7 auf, welche erste Spulenwicklung 7 einen ersten Wickelsinn 8 aufweist. Die zweite Schaltstrecke 4 weist einen zweiten elektromagnetischen Auslöser 9 mit einer zweiten Spulenwicklung 10 auf, welche zweite Spulenwicklung 10 einen zweiten Wickelsinn 11 aufweist. Sofern das Schaltgerät 1 eine dritte Schaltstrecke 18 aufweist, weist die dritte Schaltstrecke 18 einen dritten elektromagnetischen Auslöser 20 mit einer dritten Spulenwicklung 21 auf, welche dritte Spulenwicklung 21 einen dritten Wickelsinn 22 aufweist.

    [0029] Es ist vorgesehen, dass der erste Wickelsinn 8 entgegengesetzt dem zweiten Wickelsinn 11 ausgebildet ist. Dies ist beispielsweise in den Fig. 4 und 6 gut zu erkennen. Bei Vorhandensein einer dritten Spulenwicklung 21 einer dritten Schaltstrecke 18 ist vorgesehen, dass der dritte Wickelsinn 22 entgegengesetzt dem zweiten Wickelsinn 11 ausgebildet ist. Dies ist beispielsweise in Fig. 7 gut zu erkennen. Durch den unterschiedlichen Wickelsinn 8, 11, 22 einander benachbarter Spulenwicklungen 7, 10, 21 kann erreicht werden, dass das durch die Spulenwicklungen 7, 10, 21 selbst erzeugte resultierende Magnetfeld keine ungünstige magnetische Flussrichtung und hohe Flussdichte im Bereich der Schaltkontakte 3, 5, 19 aufweist, und derart keinen negativen Einfluss auf den bei einem Abschaltvorgang, daher bei einem Öffnen bzw. Trennen der Schaltkontakte 3, 5, 19 erzeugten Lichtbogen ausübt, indem dieser etwa durch die magnetische Wirkung der Auslöser 6, 9, 20 zwischen den Schaltkontakten 3, 5, 19 festgehalten wird.

    [0030] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der ersten Schaltstrecke 2 eine erste Lichtbogenlöscheinrichtung 12 umfassend eine erste Lichtbogenlaufstrecke 13 zugeordnet ist, und dass der zweiten Schaltstrecke 4 eine zweite Lichtbogenlöscheinrichtung 14 umfassend eine zweite Lichtbogenlaufstrecke 15 zugeordnet ist. Sofern eine dritte Schaltstrecke 18 vorgesehen ist, ist weiters bevorzugt vorgesehen, dass der dritten Schaltstrecke 18 eine dritte Lichtbogenlöscheinrichtung 23 umfassend eine dritte Lichtbogenlaufstrecke 24 zugeordnet ist.

    [0031] Die Lichtbogenlöscheinrichtungen 12, 14, 23 umfassen dabei weiters bevorzugt jeweils eine Löschblechanordnung 31, welche in den Fig. 3 bis 6 dargestellt ist. Die Lichtbogenlaufstrecke 13, 15, 24 stellt jeweils die Verbindung von den Schaltkontakten 3, 5, 19 zu der Löschblechanordnung 31 dar.

    [0032] Insbesondere ist vorgesehen, dass der erste Wickelsinn 8 und der zweite Wickelsinn 11 derart ausgebildet sind, dass die Magnetfelder des ersten und des zweiten Auslösers 6, 9 im Kurzschlussfall die beim Öffnen der ersten und zweiten Schaltkontakte 3, 5 entstehenden Lichtbögen in Richtung der ersten und zweiten Lichtbogenlöscheinrichtungen 12, 14 lenken bzw. treiben bzw. zumindest nicht deren Abwanderung in diese Richtung behindern. Bevorzugt ist vorgesehen, die Magnetfelder des ersten und des zweiten Auslösers 6, 9 im Kurzschlussfall im Bereich der Kontaktstellen jeweils eine in Richtung der Lichtbogenlöscheinrichtungen 12, 14 wirkende Lorenzkraft erzeugen. Selbiges gilt für die bevorzugte Ausbildung des Schaltgeräts 1 mit drei Schaltstrecken.

    [0033] Die magnetische Wirkung der Spulenwicklungen 7, 10, 21 auf einen Kurzschlussabschaltlichtbogen kann noch weiter verbessert werden, indem an lediglich einer Seite der ersten Lichtbogenlaufstrecke 13 eine erste ferromagnetische Platte 16 angeordnet ist, sowie an lediglich einer Seite der zweiten Lichtbogenlaufstrecke 15 eine zweite ferromagnetische Platte 17 angeordnet ist, und dass die erste ferromagnetische Platte 16 bezogen auf die erste Lichtbogenlaufstrecke 13 an einer anderen Seite angeordnet ist, als die zweite ferromagnetische Platte 17 bezogen auf die zweite Lichtbogenlaufstrecke 15. Jeder der beiden Lichtbogenlaufstrecken 13, 15 ist daher lediglich eine ferromagnetische Platte 16, 17 zugeordnet, welche die betreffende Lichtbogenlaufstrecke 13, 15 seitlich begrenzt, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass die jeweils andere Seite der Lichtbogenlaufstrecke 13, 15 durch eine Kunststoffplatte begrenzt wird.

    [0034] Die ferromagnetischen Platten 16, 17, 25 sind bevorzugt allseitig mit einem Isoliermantel umhüllt, insbesondere in einem Kunststoff eingebettet bzw. umspritzt.

    [0035] Die bevorzugte Seite, an welcher die betreffenden ferromagnetischen Platten 16, 17, 25 vorzugsweise angeordnet werden, ergibt hängt mit dem Wickelsinn 8, 11, 22 der jeweiligen Spulenwicklungen 7, 10, 21 zusammen. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die ferromagnetischen Platten 16, 17, 25 bezogen auf den Wickelsinn entsprechend den Darstellung in den Fig. 3 bis 7 angeordnet sind, welche nachfolgend beschrieben sind.

    [0036] Die Fig. 3 bis 6 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform einer Baugruppe aus zwei Auslösern 6, 9, zwei Schaltkontakten 3, 5 und zwei Lichtbogenlöscheinrichtung 12, 14. In Blickrichtung von den Festkontakten 29 zu den beweglichen Kontakten 30 ist der erste Wickelsinn 8 der ersten Spulenwicklung 7 rechtsherum, und die erste ferromagnetische Platte 16 ist in eben dieser Blickrichtung an der rechten Seite der ersten Lichtbogenlaufstrecke 13 angeordnet. Der zweite Wickelsinn 11 der zweiten Spulenwicklung 10 ist linksherum, und die zweite ferromagnetische Platte 17 ist an der linken Seite der zweiten Lichtbogenlaufstrecke 15 angeordnet.

    [0037] Fig. 7 zeigt die Auslöser 6, 9, 20 und die den Festkontakten 29 zugeordneten Teile der ersten, zweiten und dritten Lichtbogenlaufstrecke 13, 15, 24 eines Schaltgeräts 1 mit drei Schaltstrecken 2, 4, 18. Die ganz links dargestellte Spulenwicklung wird bei dieser Darstellung als erste Spulenwicklung 7 bezeichnet, deren erster Wickelsinn 8 in Blickrichtung der Darstellung rechtsherum ist. Der zweite Wickelsinn 11 der neben dieser angeordneten zweiten Spulenwicklung 10 ist linksherum, und der dritte Wickelsinn 22 der weiters neben der zweiten Spulenwicklung 10 dargestellten dritten Spulenwicklung 21 ist wiederum rechtsherum. Wie in Fig. 7 dargestellt, sind die ferromagnetischen Platten abwechseln zur benachbarten Schaltstrecke 2, 4, 18 angeordnet, daher ist die dritte ferromagnetische Platte 25 bezogen auf die dritte Lichtbogenlaufstrecke 24, von welcher lediglich ein Teil dargestellt ist, an einer anderen Seite angeordnet ist, als die zweite ferromagnetische Platte 17 bezogen auf die zweite Lichtbogenlaufstrecke 15, von welcher ebenfalls lediglich ein Teil dargestellt ist.


    Ansprüche

    1. Schaltgerät (1) mit einer ersten Schaltstrecke (2) mit ersten Schaltkontakten (3) und einer zweiten Schaltstrecke (4) mit zweiten Schaltkontakten (5), wobei die erste Schaltstrecke (2) einen ersten elektromagnetischen Auslöser (6) mit einer ersten Spulenwicklung (7) aufweist, wobei die erste Spulenwicklung (7) einen ersten Wickelsinn (8) aufweist, wobei die zweite Schaltstrecke (4) einen zweiten elektromagnetischen Auslöser (9) mit einer zweiten Spulenwicklung (10) aufweist, wobei die zweite Spulenwicklung (10) einen zweiten Wickelsinn (11) aufweist, wobei die ersten Schaltkontakte (3) und die zweiten Schaltkontakte (5) zur gleichzeitigen Betätigung gekoppelt sind, und wobei die erste Schaltstrecke (2) und die zweite Schaltstrecke (4) nebeneinander in dem Schaltgerät (1) angeordnet sind, wobei die erste Spulenwicklung (7) Teil der ersten Schaltstrecke (2) ist, und die zweite Spulenwicklung (10) Teil der zweiten Schaltstrecke (4) ist,
    dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wickelsinn (8) entgegengesetzt dem zweiten Wickelsinn (11) ausgebildet ist.
     
    2. Schaltgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der ersten Schaltstrecke (2) eine erste Lichtbogenlöscheinrichtung (12) umfassend eine erste Lichtbogenlaufstrecke (13) zugeordnet ist, und dass der zweiten Schaltstrecke (4) eine zweite Lichtbogenlöscheinrichtung (14) umfassend eine zweite Lichtbogenlaufstrecke (15) zugeordnet ist.
     
    3. Schaltgerät (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an lediglich einer Seite der ersten Lichtbogenlaufstrecke (13) eine erste ferromagnetische Platte (16) angeordnet ist, dass an lediglich einer Seite der zweiten Lichtbogenlaufstrecke (15) eine zweite ferromagnetische Platte (17) angeordnet ist, und dass die erste ferromagnetische Platte (16) bezogen auf die erste Lichtbogenlaufstrecke (13) an einer anderen Seite angeordnet ist, als die zweite ferromagnetische Platte (17) bezogen auf die zweite Lichtbogenlaufstrecke (15).
     
    4. Schaltgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltgerät (1) eine dritte Schaltstrecke (18) mit dritten Schaltkontakten (19) aufweist, wobei die dritte Schaltstrecke (18) einen dritten elektromagnetischen Auslöser (20) mit einer dritten Spulenwicklung (21) aufweist, wobei die dritte Spulenwicklung (21) Teil der dritten Schaltstrecke (18) ist, wobei die dritte Spulenwicklung (21) einen dritten Wickelsinn (22) aufweist, und die dritte Schaltstrecke (18) in dem Schaltgerät (1) neben der zweiten Schaltstrecke (4) angeordnet ist, wobei die dritten Schaltkontakte (19) mit den ersten Schaltkontakten (3) und/oder den zweiten Schaltkontakten (5) zur im Wesentlichen gleichzeitigen Betätigung gekoppelt sind, und dass der dritte Wickelsinn (22) entgegengesetzt dem zweiten Wickelsinn (11) ausgebildet ist.
     
    5. Schaltgerät (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der dritten Schaltstrecke (18) eine dritte Lichtbogenlöscheinrichtung (23) umfassend eine dritte Lichtbogenlaufstrecke (24) zugeordnet ist, dass an lediglich einer Seite der dritten Lichtbogenlaufstrecke (24) eine dritte ferromagnetische Platte (25) angeordnet ist, und dass die dritte ferromagnetische Platte (25) bezogen auf die dritte Lichtbogenlaufstrecke (24) an einer anderen Seite angeordnet ist, als die zweite ferromagnetische Platte (17) bezogen auf die zweite Lichtbogenlaufstrecke (15).
     
    6. Schaltgerät (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Auslöser (6) und/oder der zweite Auslöser (9) und/oder der dritte Auslöser (20) dazu ausgebildet und derart in dem Schaltgerät (1) angeordnet sind, dass diese bei Auftreten eines vorgebbaren elektrischen Zustandes, insbesondere eines Kurzschlusses, in der ersten Schaltstrecke (2) bzw. der zweiten Schaltstrecke (4) bzw. der dritten Schaltstrecke (18) ein Öffnen der Schaltkontakte (3, 5, 19) verursachen.
     
    7. Schaltgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltgerät (1) als Leitungsschutzschalter (26) ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. Switchgear (1) having a first switching path (2) comprising first switching contacts (3) and a second switching path (4) comprising second switching contacts (5), the first switching path (2) having a first electromagnetic trip mechanism (6) comprising a first coil winding (7), the first coil winding (7) having a first winding direction (8), the second switching path (4) having a second electromagnetic trip mechanism (9) comprising a second coil winding (10), the second coil winding (10) having a second winding direction (11), the first switching contacts (3) and the second switching contacts (5) being coupled for simultaneous actuation, and the first switching path (2) and the second switching path (4) being arranged one next to the other in the switchgear (1), the first coil winding (7) being part of the first switching path (2), and the second coil winding (10) being part of the second switching path (4), characterized in that the first winding direction (8) is opposite to the second winding direction (11).
     
    2. Switchgear (1) according to claim 1, characterized in that the first switching path (2) is associated with a first arc quenching device (12) comprising a first arc path (13), and in that the second switching path (4) is associated with a second arc quenching device (14) comprising a second arc path (15).
     
    3. Switchgear (1) according to claim 2, characterized in that a first ferromagnetic plate (16) is arranged on only one side of the first arc path (13), and in that a second ferromagnetic plate (17) is arranged on only one side of the second arc path (15), and in that the first ferromagnetic plate (16) is arranged in relation to the first arc path (13) on a different side to the second ferromagnetic plate (17) in relation to the second arc path (15).
     
    4. Switchgear (1) according to any of claims 1 to 3, characterized in that the switchgear (1) has a third switching path (18) comprising third switching contacts (19), the third switching path (18) having a third electromagnetic trip mechanism (20) comprising a third coil winding (21), the third coil winding (21) being part of the third switching path (18), the third coil winding (21) having a third winding direction (22), and the third switching path (18) being arranged in the switchgear (1) next to the second switching path (4), the third switching contacts (19) being coupled to the first switching contacts (3) and/or the second switching contacts (5) for substantially simultaneous actuation, and in that the third winding direction (22) is opposite to the second winding direction (11).
     
    5. Switchgear (1) according to claim 4, characterized in that the third switching path (18) is associated with a third arc quenching device (23) comprising a third arc path (24), in that a third ferromagnetic plate (25) is arranged on only one side of the third arc path (24), and in that the third ferromagnetic plate (25) is arranged in relation to the third arc path (24) on a different side to the second ferromagnetic plate (17) in relation to the second arc path (15).
     
    6. Switchgear (1) according to either claim 4 or claim 5, characterized in that the first trip mechanism (6) and/or the second trip mechanism (9) and/or the third trip mechanism (20) are designed for this purpose and are arranged in the switchgear (1) such that they cause the switching contacts (3, 5, 19) to open when a predefinable electrical state occurs, in particular a short circuit, in the first switching path (2) or the second switching path (4) or the third switching path (18).
     
    7. Switchgear (1) according to any of claims 1 to 6, characterized in that the switchgear (1) is designed as an automatic circuit breaker (26).
     


    Revendications

    1. Appareil de commutation (1) comportant un premier trajet de commutation (2) comportant des premiers contacts de commutation (3) et un deuxième trajet de commutation (4) comportant des deuxièmes contacts de commutation (5), le premier trajet de commutation (2) présentant un premier déclencheur électromagnétique (6) comportant un premier enroulement de bobine (7), le premier enroulement de bobine (7) présentant un premier sens d'enroulement (8), le deuxième trajet de commutation (4) présentant un deuxième déclencheur électromagnétique (9) comportant un deuxième enroulement de bobine (10), le deuxième enroulement de bobine (10) présentant un deuxième sens d'enroulement (11), les premiers contacts de commutation (3) et les deuxièmes contacts de commutation (5) étant couplés pour permettre un actionnement simultané, et le premier trajet de commutation (2) et le deuxième trajet de commutation (4) étant disposés l'un à côté de l'autre dans l'appareil de commutation (1), le premier enroulement de bobine (7) faisant partie du premier trajet de commutation (2) et le deuxième enroulement de bobine (10) faisant partie du deuxième trajet de commutation (4), caractérisé en ce que le premier sens d'enroulement (8) est formé à l'opposé du deuxième sens d'enroulement (11).
     
    2. Appareil de commutation (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier trajet de commutation (2) est associé à un premier dispositif d'extinction d'arc électrique (12) comprenant une première voie de décharge d'arc (13), et en ce que le deuxième trajet de commutation (4) est associé à un deuxième dispositif d'extinction d'arc électrique (14) comprenant une deuxième voie de décharge d'arc (15).
     
    3. Appareil de commutation (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une première plaque ferromagnétique (16) est disposée sur un seul côté de la première voie de décharge d'arc (13), en ce qu'une deuxième plaque ferromagnétique (17) est disposée sur un seul côté de la deuxième voie de décharge d'arc (15), et en ce que la première plaque ferromagnétique (16) est disposée, par rapport à la première voie de décharge d'arc (13), sur un côté différent comparé à la deuxième plaque ferromagnétique (17) par rapport à la deuxième voie de décharge d'arc (15).
     
    4. Appareil de commutation (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'appareil de commutation (1) présente un troisième trajet de commutation (18) comportant des troisièmes contacts de commutation (19), le troisième trajet de commutation (18) présentant un troisième déclencheur électromagnétique (20) comportant un troisième enroulement de bobine (21), le troisième enroulement de bobine (21) faisant partie du troisième trajet de commutation (18), le troisième enroulement de bobine (21) présentant un troisième sens d'enroulement (22), et le troisième trajet de commutation (18) étant disposé à côté du deuxième trajet de commutation (4) dans l'appareil de commutation (1), les troisièmes contacts de commutation (19) étant couplés aux premiers contacts de commutation (3) et/ou aux deuxièmes contacts de commutation (5) pour permettre un actionnement sensiblement simultané, et en ce que le troisième sens d'enroulement (22) est formé à l'opposé du deuxième sens d'enroulement (11).
     
    5. Appareil de commutation (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que le troisième trajet de commutation (18) est associé à un troisième dispositif d'extinction d'arc électrique (23) comprenant une troisième voie de décharge d'arc (24), en ce qu'une troisième plaque ferromagnétique (25) est disposée sur un seul côté de la troisième voie de décharge d'arc (24), et en ce que la troisième plaque ferromagnétique (25) est disposée, par rapport à la troisième voie de décharge d'arc (24), sur un côté différent comparé à la deuxième plaque ferromagnétique (17) par rapport à la deuxième voie de décharge d'arc (15).
     
    6. Appareil de commutation (1) selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que le premier déclencheur (6) et/ou le deuxième déclencheur (9) et/ou le troisième déclencheur (20) sont configurés et disposés dans l'appareil de commutation (1) de telle sorte qu'ils provoquent une ouverture des contacts de commutation (3, 5, 19) lorsqu'un état électrique prédéterminable se produit, en particulier un court-circuit, dans le premier trajet de commutation (2) ou le deuxième trajet de commutation (4) ou le troisième trajet de commutation (18).
     
    7. Appareil de commutation (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'appareil de commutation (1) est conçu comme un disjoncteur de protection de circuit (26).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente