[0001] Die Erfindung geht aus von einer Verbindungsvorrichtung, gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
[0002] Eine solche gattungsgemäße Verbindungsvorrichtung ist bekannt im Zusammenhang mit
Leitungsschutzschaltern, Fehlerstromschutzschaltern, Motorschutzschaltern, Relais
oder Schützen, insbesondere zur Anwendung in Verteilern oder Schaltanlagen im industriellen
Einsatz, also beispielsweise bei der Stromversorgung oder Steuerung von Motoren oder
in Niederspannungsschaltanlagen. Ein Beispiel für ein Verbindungselement, das bei
einer gattungsgemäßen Verbindungsvorrichtung zum Einsatz kommen kann, ist eine Sammelschiene.
Eine Sammelschiene ist eine Vorrichtung, um gleichzeitig eine Mehrzahl von aneinandergereihten
Anschlüssen eines oder mehrerer aneinandergereihter Installationsschaltgeräte elektrisch
miteinander zu verbinden. Die Polschiene der Sammelschiene und die von der Polschiene
meistens in etwa kammartig abstehenden Kontaktfahnen sind aus einem starren und elektrisch
gut leitenden Material, einem starren Leitblech beispielsweise, bevorzugt aus Kupfer
oder einer gut leitenden Kupferlegierung, gefertigt. Zum Zweck der elektrischen Berührsicherheit
ist die Polschiene in einem Isolierprofil aufgenommen, aus dem die Kontaktfahnen an
den dafür vorgesehenen Stellen durch Öffnungen hindurchragen.
[0003] Ein weiteres Beispiel für ein Verbindungselement, das bei einer gattungsgemäßen Verbindungsvorrichtung
zum Einsatz kommen kann, ist ein Steckverbinder. Steckverbinder dienen zum Herstellen
einer elektrischen Verbindung zwischen den Anschlussklemmen beispielsweise eines Motorschutzschalters
und eines Schützes. Ein Steckverbinder zur Verbindung zweier dreiphasiger Geräte hat
beispielsweise drei Verbindungsleiter, die gemeinsam in einem Isolierstoffgehäuse
angeordnet sein können, wobei von jedem Verbindungsleiter zwei Kontaktfahnen abstehen,
eine jeweils zum Einführen in die Anschlussklemme des Motorschutzschalters und eine
zum Einführen in die Anschlussklemme des Schützes.
[0004] Ein weiteres Beispiel für ein Verbindungselement, das bei einer gattungsgemäßen Verbindungsvorrichtung
zum elektrischen Anschluss eines dreipoligen Schützes zum Einsatz kommen kann, ist
ein sogenannter Wendeverbinder. Das ist im Prinzip ein dreipoliger Steckverbinder,
bei dem die Verbindungsleiter zwischen den einzelnen Polen der beiden zu verbindenden
Geräte so angeordnet sind, dass die Laufrichtung eines angeschlossenen Motors sich
umkehrt.
[0005] Traditionell werden bei im industriellen Umfeld verwendeten Installationsschaltgeräten
Schraubklemmen eingesetzt. Das Anschließen eines Verbindungselementes erfolgt dabei
in zwei Schritte. Zunächst wird das Verbindungselement auf die geöffneten Schraubklemmen
aufgelegt, dabei werden die Kontaktfahnen in die geöffneten Schraubklemmen eingesetzt.
Danach werden einzeln nacheinander die Klemmschrauben angezogen.
[0006] In letzter Zeit wurde vorgeschlagen, auch schraubenlose Klemmen bei im industriellen
Umfeld verwendeten Installationsschaltgeräten einzusetzen. Dabei wird anstatt einer
Klemmschraube eine als Käfig-Federzugklemme bekannte Anordnung eingesetzt. Ein Beispiel
dafür ist in der
EP 0 928 043 B1 gezeigt. Die Federzugklemme hat einen Klemmrahmen und eine in etwa Ω-förmig gebildete
Klemmfeder, die einen Auflageflügel, einen Klemmflügel mit Schlitz zum Festklemmen
des Anschlussleiters und eine Schleife, die eine Feder bildet und den Auflage- mit
dem Klemmflügel verbindet, aufweist. Um den Anschlussleiter anzuklemmen, muss man
mit einem Werkzeug auf die Schleife drücken und damit den Klemmflügel verschieben,
so dass der Schlitz frei gegeben wird zum Einführen des Anschlussleiters. Wenn das
Werkzeug entfernt wird, zieht die rückstellende Federkraft der schleife den Klemmflügel
wieder zurück, und der Anschlussleiter wird im Schlitz festgeklemmt. Gegenüber der
Schraubklemme bietet das eine gewisse Arbeitserleichterung, und die Klemmkraft ist
reproduzierbar durch die Federkraft der Federschleife eingestellt und nicht mehr abhängig
davon, mit welchem Drehmoment der Monteur die Klemmschraube anzieht. Zum Entfernen
des Anschlussleiters wird wieder das Werkzeug benötigt, um den Klemmflügel wieder
in seine Öffnungsstellung zu drücken.
[0007] Beim Anschluss eines Verbindungselementes mit Kontaktfahnen an ein oder mehrere nebeneinander
angereihte Installationsschaltgeräte mit solchen schraubenlosen Federzugklemmen ergibt
sich allerdings die Schwierigkeit, dass eine Mehrzahl von Federzugklemmen, nämlich
so viele, wie Kontaktfahnen eingesteckt sind, gleichzeitig geöffnet werden müsste.
Das kann für den Monteur nahezu unmöglich sein, da sich für eine Person eine Mehrzahl
von Werkzeugen mit einer Hand kaum sinnvoll betätigen lässt, und auch die vom Monteur
aufzubringende Kraft zum Öffnen einer Anzahl von aneinandergereihten Klemmen ein Vielfaches
der Klemmkraft einer einzelnen Federzugklemme beträgt, was leicht eine nicht mehr
handhabbare Dimension der aufzubringenden Öffnungskraft erreichen kann.
[0008] Die
DE 10 2010 012 820 A1 zeigt einen Leitereinführungsstecker mit einem Griffabschnitt und mindestens einem
leitenden Steckerabschnitt zum Einführen in eine Leitereinführungsöffnung einer Federkraftklemme,
die ein Isolierstoffgehäuse mit mindestens einer darin eingesetzter Stromschiene und
mindestens eine Klemmfeder hat, wobei die Klemmfeder eine Klemmkante aufweist, die
in spitzen Winkel auf einen in die Leitereinführungsöffnung eingesteckten elektrischen
Leiter ausgerichtet ist und zusammen mit einem gegenüberliegenden Abschnitt der Stromschiene
eine Klemmstelle für den elektrischen Leiter bildet, wobei der sich außerhalb des
Griffabschnitts befindliche Steckerabschnitt zumindest an einem zum Kontakt mit der
Klemmfeder vorgesehenen Kontaktbereich mindestens zweilagig mit einer ersten der Klemmfeder
zugewandten Lage aus einem ersten metallischen Material und einer zweiten der Stromschiene
zugewandten Lage aus einem zweiten metallischen Material ausgebildet ist.
[0009] Die
WO 2010/015308 A1 zeigt ein Installationsschaltgerät, mit einem Gehäuse, und mit einem schraubenlosen
Klemmenanschluss mit einer Klemmfeder zum Anschließen von Anschlussleitern, die in
einem Klemmenanschlussraum des Gehäuses lagefixiert ist, wobei der Klemmenanschlussraum
durch die Gehäusebreitseiten seitlich begrenzt ist, und wobei die Öffnung des Klemmenanschlussraums
durch ein schwenkbar mit dem Gehäuse verbundenes Klemmenabdeckteil bedeckbar ist,
welches eine der Anzahl anzuschließender Anschlussleiter entsprechende Anzahl von
Anschlussöffnungen aufweist und welches bei Verschwenken in Richtung auf das Gehäuseinnere
hin die Klemmfeder öffnend beaufschlagen kann. Das Klemmenabdeckteil umfasst ein Distanzstück,
welches in einer Raststellung den Verschwenkweg des Klemmenabdeckteils in Richtung
auf die Klemmfeder hin begrenzt, und diesen in einer Freigabestellung zum Öffnen der
Klemmfeder freigibt
[0010] Die
FR 2 713 832 zeigt eine Verbindungsvorrichtung, mit einem isolierenden Gehäuse, das ein Innengehäuse
hat, in dem mindestens zwei abisolierte Leiterenden zwischen einer festen und einer
beweglichen Kontaktlamelle durch eine Klemmschraube festgeklemmt werden können. Die
Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Kontaktlamelle durch ein
flexibles Metallstück an einem Ende eines Befestigungsvorsprungs in der Innenwand
des Gehäuses gebildet ist, die der feststehenden Lamelle zugewandt ist, wobei sie
am anderen Ende einen Anschlussabschnitt mit parallelen Schlitzen hat, die in der
beweglichen Lamelle eine Vielzahl von unabhängigen Fingern definieren, so dass unter
der Wirkung der Klemmschraube auf die den Fingern gegenüberliegende Oberfläche der
beweglichen Lamelle, diese Finger die Leiterenden unabhängig voneinander gegen die
feststehende Lamelle drücken.
[0011] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gattungsgemäße Verbindungsvorrichtung
so zu verbessern, dass ein werkzeugloses Verbinden bzw. wieder Entfernen eines Verbindungselementes
mit bzw. von einer Mehrzahl von aneinandergereihten schraubenlosen Klemmanschlüssen
aneinandergereihter Installationsschaltgeräte ermöglicht wird.
[0012] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Verbindungsvorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1.
[0013] Erfindungsgemäß also ist die Klemme von dem Typ, der wenigstens eine als Druckfeder
auf eine Klemmstelle der Kontaktfahne einwirkende Klemmfeder zum Festklemmen der Kontaktfahne
und zum Andrücken einer Kontaktstelle der Kontaktfahne an einer Stromschiene aufweist,
und die Kontaktfahne ist wenigstens in dem Bereich, in dem die Klemmfeder auf die
Klemmstelle drückt, gehärtet und weist dadurch dort eine größere Oberflächenhärte
auf als zumindest an der Kontaktstelle, so dass ein Einschneiden der Klemmfeder in
die Kontaktfahne im Bereich der Klemmstelle verhindert ist.
[0014] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß somit durch zwei Maßnahmen. Die erste
betrifft die Verwendung eines anderen Typs von schraubenloser Federklemme, nämlich
des Typs, der wenigstens eine als Druckfeder auf eine Klemmstelle der Kontaktfahne
einwirkende Klemmfeder zum Festklemmen eines Anschlussleiters aufweist. Dieser Typ
ist auch bekannt als Federdruckklemme, im englischen Sprachgebrauch auch als "push-in"
- Klemme bekannt. Bei der Federdruckklemme kann ein starrer Anschlussleiter, beispielsweise
eine Kontaktfahne, ohne Öffnungswerkzeug eingeschoben werden. Die Federdruckklemme
hat einen Auflageflügel, einen Klemmflügel zum Festklemmen des Anschlussleiters beziehungsweise
der Kontaktfahne am freien Ende des Klemmflügels und eine Schleife, die eine Feder
bildet und den Auflage- mit dem Klemmflügel verbindet. Beim Einschieben drückt der
starre Anschlussleiter beziehungsweise die Kontaktfahne das Endstück des Klemmflügels
beiseite, die rückstellende Federkraft der Schleife sorgt für die nötige Kontaktdrucckraft.
Durch Verwendung dieses Typs von schraubenloser Federklemme lässt sich ein Verbindungselement,
beispielsweise eine Sammelschiene mit ihrer Mehrzahl von nebeneinanderliegenden starren
Kontaktfahnen oder auch ein Steckverbinder oder ein Wendeverbinder leicht in eine
Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Klemmöffnungen einsetzen und festklemmen,
ohne dass ein Werkzeug benötigt würde.
[0015] Beim Andrücken könnte sich das Klemmende des Klemmflügels in das Material der Kontaktfahne
eindrücken, insbesondere wenn diese aus einer gut leitfähigen Kupferlegierung besteht.
Das Klemmende des Klemmflügels könnte dann ein wenig in der Kontaktfahne verhaken.
Das kann dazu führen, dass ein Herausziehen der Sammelschiene ohne zusätzliches Werkzeug
nicht mehr einfach und nur noch mit erheblichem Kraftaufwand gegen den Verhakungswiderstand
möglich ist, wobei bei wiederholtem Herausziehen die Klemmfeder oder die Kontaktfahne
Schaden nehmen könnte. Zum Herausziehen der Sammelschiene könnte es dann erforderlich
sein, jede Klemmfeder wieder von der Kontaktfahne erst ein Stück weit weg zu drücken,
mittels eines Werkzeugs. Die zweite erfinderische Maßnahme liegt daher darin, dass
die Kontaktfahne in dem Bereich, in dem die Klemmfeder auf die Klemmstelle drückt,
eine größere Oberflächenhärte aufweist als im Rest der Kontaktfahne, insbesondere
als an der Kontaktstelle, an der die Kontaktfahne an der Stromschiene angedrückt wird.
Wenn also zum Beispiel die Kontaktfahne aus einer gut elektrisch leitenden, aber mechanisch
eher weichen Kupferlegierung besteht, so ist erfindungsgemäß in dem Bereich, in dem
die Klemmfeder auf die Klemmstelle drückt, die Oberfläche gehärtet. Der vorteilhafte
Effekt ist der, dass in diesem gehärteten Oberflächenbereich das Klemmende der Klemmfeder
sich nicht in das Material eindrücken kann, somit das Klemmende das Klemmflügels nicht
mehr verhakt, und folglich die Stromschiene auch werkzeuglos wieder herausgezogen
werden kann. Erfindungsgemäß genügt es für diesen vorteilhaften Effekt, die Oberfläche
an einer lokal begrenzten Stelle zu härten. In dem gehärteten Bereich kann die elektrische
Leitfähigkeit, je nachdem, wie gehärtet wurde, reduziert sein. Das ist aber nicht
nachteilig, da an der Kontaktstelle, an der die Kontaktfahne an der Stromschiene angedrückt
wird, ja nicht gehärtet ist und somit dort, wo es auf einen niedrigen elektrischen
Übergangswiderstand ankommt, die gute elektrische Leitfähigkeit des Materials der
Kontaktfahne erhalten bleibt. Nur an der Stelle, an der es auf eine gute mechanische
Härte, aber nicht auf eine gute elektrische Leitfähigkeit ankommt, wird die Oberfläche
der Kontaktfahne gehärtet.
[0016] Das Härten an der Oberfläche erfolgt so, dass in dem betreffenden Bereich eine Platte
eines anderen, harten Materials auf die Oberfläche der Kontaktfahne aufgesetzt oder
in der Oberfläche eingelassen ist. Das andere, harte Material ist ein elektrisch weniger
gut leitendes Material , beispielsweise Edelstahl, oder ein Nichtleiter.
[0017] Das restliche Volumen der Kontaktfahne und insbesondere die Oberfläche an der der
Stromschiene zugewandten Seite besteht aus einem elektrisch gut leitenden Material,
beispielsweise Kupfer oder Messing.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Kontaktfahne ein
Metallstreifen aus zwei Schichten unterschiedlich harter und unterschiedlich leitfähiger
Metalle, die miteinander stoffschlüssig oder formschlüssig verbunden sind, wobei eine
erste Schicht mit der größeren Härte dem Klemmende der Klemmfeder zugewandt ist, und
die zweite Schicht mit der größeren elektrischen Leitfähigkeit der Stromschiene zugewandt
ist. Die erste Schicht kann dabei aus Edelstahl und die zweite Schicht aus Kupfer
oder Messing bestehen. Im Aufbau ist eine solche Kontaktfahne gemäß dieser Ausführungsform
ähnlich wie ein Bimetallstreifen ausgebildet, wobei jedoch möglichst Materialien mit
ähnlichem Wärmeausdehnungskoeffizienten verwendet werden, um ein temperaturbedingtes
verbiegen der Kontaktfahne zu vermeiden.
[0019] Es könnte bei einem lang anhaltenden Betrieb einer erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung
unter ungünstigen Umständen zu einem Verkleben oder anderweitigen Anhaften des Klemmschenkels
an der Kontaktfahne kommen, wodurch ein Herausziehen des Verbindungselementes erschwert
wird. Um auch in einem solchen ungünstigen Betriebsfall ohne zusätzliches Werkzeug
das Verbindungselement leicht wieder entfernen zu können, wird in einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, das Verbindungselement mit einem von Hand
betätigbaren Öffnungsorgan auszubilden, welches bei Betätigung die Klemmfeder von
der Klemmstelle weg drückt und somit ein Entfernen der Kontaktfahne aus der Klemme
ermöglicht ohne Einsatz eines zusätzlichen Werkzeugs. Wenn das Verbindungselement
ein Isolierprofil hat, in dem der oder die Verbindungsleiter mit der oder den Kontaktfahnen
eingebettet ist bzw. sind, so ist in vorteilhafter Weiterbildung das Isolierprofil
mit dem von Hand betätigbaren Öffnungsorgan ausgebildet.
[0020] Beim Betrieb einer erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung in industrieller Umgebung
könnte es unter ungünstigen Umständen, beispielsweise durch starke Vibrationen, zu
einer Lockerung der Andruckkraft an der Klemmstelle oder zu einem "Herausrütteln"
der Kontaktfahne aus der Anschlussklemme kommen. Um das zu verhindern, wird gemäß
einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung vorgeschlagen, das Verbindungselement
mit einem Rastorgan auszubilden, welches mit einem daran angepassten Rastelement an
dem Gehäuse des Installationsschaltgerätes verrastend zusammenwirkt, wenn die Klemmfeder
die Kontaktfahne an der Klemmstelle festklemmt und an der Kontaktstelle an die Stromschiene
andrückt. Das Rastorgan verhindert ein Losrütteln des Verbindungselementes. Wenn das
Verbindungselement ein Isolierprofil hat, in dem der oder die Verbindungsleiter mit
der oder den Kontaktfahnen eingebettet ist bzw. sind, so ist in vorteilhafter Weiterbildung
das Isolierprofil mit dem von Hand betätigbaren Öffnungsorgan ausgebildet. Beispielsweise
kann das bei einer Sammelschiene mit Isolierprofil so realisiert sein. Das Rastorgan
verhindert hier auch ein Losrütteln der Sammelschiene insgesamt. Das Rastorgan ist
zu einer lösbaren Rastverbindung mit dem Rastmittel am Gehäuse ausgebildet, so dass
das Verbindungselement, beispielsweise die Sammelschiene mit dem Isolierprofil auch
wieder abgenommen werden kann. Ein vorteilhaftes Beispiel für ein erfindungsgemäßes
Rastorgan ist eine Rastnase an einem einseitig federnd eingespannten Rastbalken, und
das damit korrespondierende Rastmittel an dem Gehäuse kann in einem vorteilhaften
Beispiel eine an dem Gehäuse angeformte korrespondierende Rastnase oder eine Rastöffnung
sein.
Figurenbeschreibung
[0021] Figuren und Beschreibung dienen dem besseren Verständnis des Gegenstands. Gegenstände
oder Teile von Gegenständen, die im Wesentlichen gleich oder ähnlich sind, können
mit denselben Bezugszeichen versehen sein. Die Figuren sind lediglich eine schematische
Darstellung von vier möglichen Ausführungsformen der Erfindung.
[0022] Dabei zeigt:
- Figur 1
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Verbindungsanordnung
gemäß einer ersten Ausführungsform, mit einer Sammelschiene, vor dem Einstecken der
Sammelschiene,
- Figur 2
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch die Verbindungsanordnung nach
Figur 1, mit eingesteckter Sammelschiene,
- Figur 3
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Verbindungsanordnung
gemäß einer zweiten Ausführungsform, vor dem Einstecken der Sammelschiene,
- Figur 4
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch die Verbindungsanordnung nach
Figur 3, mit eingesteckter Sammelschiene,
- Figur 5
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch die Verbindungsanordnung nach
Figur 3, vor dem Herausziehen der Sammelschiene,
- Figur 6
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Verbindungsanordnung
gemäß einer dritten Ausführungsform, vor dem Einstecken der Sammelschiene,
- Figur 7
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch die Verbindungsanordnung nach
Figur 6, mit eingesteckter Sammelschiene,
- Figur 8
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Verbindungsanordnung
gemäß einer vierten Ausführungsform, vor dem Einstecken der Sammelschiene,
- Figur 9
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch die Verbindungsanordnung nach
Figur 8, mit eingesteckter Sammelschiene,
- Figur 10
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch die Verbindungsanordnung nach
Figur 8, vor dem Herausziehen der Sammelschiene,
- Figur 11
- eine erfindungsgemäße Verbindungsanordnung mit zwei aneinandergereihten Motorschutzschaltern
und einer Sammelschiene,
- Figur 12
- eine Detailansicht von schräg oben auf eine erfindungsgemäße Verbindungsanordnung
nach Figur 11, kurz bevor die Kontaktfahnen der Sammelschiene in die Steckfederklemme
eingesteckt werden.
- Figur 13
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Verbindungsanordnung
gemäß einer fünften Ausführungsform, vor dem Einstecken der Sammelschiene,
- Figur 14
- schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch die Verbindungsanordnung nach
Figur 13, mit eingesteckter Sammelschiene,
[0023] In den Figuren sind gleiche, ähnliche sowie gleich oder ähnlich wirkende Elemente
mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.
[0024] Das Beispiel der Sammelschiene mit Isolierprofil ist hier lediglich beispielhaft
und exemplarisch gewählt und beschrieben, keinesfalls ist die Wahl dieses Beispiels
einschränkend gemeint. Die am Beispiel der Sammelschiene beschriebene Erfindungsidee
lässt sich ohne weiteres auf andere Verbindungselemente, insbesondere auf Steckverbinder
und Wendeverbinder, übertragen, ohne dass es dazu weiterer figürlicher Erläuterungen
bedürfte.
[0025] Es werde zunächst die Figur 11 und 12 betrachtet. Die Figur 11 zeigt eine erfindungsgemäße
Verbindungsvorrichtung 100. Diese weist hier im Beispiel zwei an ihren Breitseiten
aneinandergereihte dreiphasige Motorschutzschalter 1, 1' auf. Jeder der beiden Motorschutzschalter
1, 1' hat drei Zugangsklemmen 3, 4, 5, 3', 4', 5' und jeweils gegenüberliegend drei
Abgangsklemmen, in der Abbildung sind nur zwei zu sehen, mit den Bezugszeichen 6,
7. An der Zugangsseite soll eine Sammelschiene 8 angesteckt werden. Die Sammelschiene
8 hat ein Isolierprofil 9, in dem eine Polschiene 10 (siehe Figur 12) angeordnet ist,
an der kammartig sechs Kontaktfahnen 11, 12, 13, 14, 15, 16 angeformt sind und senkrecht
zur Längserstreckungsrichtung der Polschiene abstehen. Wie der Pfeil P in Figur 11
andeutet, wird die Sammelschiene 8 mit den Kontaktfahnen 11, 12, 13, 14, 15, 16 voran
senkrecht auf die Frontseite 17 der Motorschutzschalter aufgesteckt, die Kontaktfahnen
greifen dann in die Klemmenöffnungen ein.
[0026] Figur 12 zeigt in einer Detailansicht eine der Anschlussklemmen von schräg oben.
Das Isolierprofil ist hier von der Sammelschiene entfernt, man sieht die Polschiene
10 und zwei der Kontaktfahnen 12, 13. Bei der Anschlussklemme handelt es sich um eine
Federsteckklemme als Klemmfeder 40. Man sieht den oberen Teil der Schleife 18 und
einen Teil des Klemmflügels 19. Die Kontaktfahne 12 befindet sich kurz vor dem Einstecken
in die Klemmenöffnung.
[0027] Es werden nun die Figuren 1 und 2 betrachtet. Figur 1 zeigt schematisch und exemplarisch
einen Querschnitt durch einen Teil der Verbindungsvorrichtung 100 wie in Figur 12
gezeigt. Man erkennt einen Teil des Gehäuses des Motorschutzschalters 1: die vordere
Frontseite 20, die hintere Frontseite 21, die vordere Schmalseite 22, die hintere
Schmalseite 23. An der hinteren Schmalseite 21 ist eine Einführöffnung 28 gebildet
zum Einführen der Kontaktfahne 11 der Sammelschiene 8 an die Klemmstelle in Pfeilrichtung
P.
[0028] Die Klemmstelle ist durch eine Federsteckklemme gebildet. Diese hat eine Klemmfeder
40 mit einem Auflageflügel 25, einem Klemmflügel 19 und einer Schleife 18, die den
Klemmflügel 19 mit dem Auflageflügel 25 verbindet und die eine Feder bildet und die
rückstellende Federkraft auf den Klemmflügel bewirkt. Der Klemmflügel 19 hat einen
leichten Knick, sein Klemmende 24 ist leicht nach oben, zu der Frontseite 21 hin,
abgebogen. Mit dem Auflageflügel 25 ist die Klemmfeder 40 an einer Auflageschiene
26 im Inneren des Installationsschaltgerätes 1 abgestützt. Mit dem Klemmende 24 drückt
die Klemmfeder 40 einen eingeführten Anschlussleiter, beispielsweise die Kontaktfahne
11, gegen eine Stromschiene 27. Der elektrische Kontakt erfolgt zwischen der Stromschiene
27 und der Kontaktfahne 11, siehe Figur 2. Die Stromschiene 27 und die Auflageschiene
26 können Teile eines gemeinsamen Klemmenrahmens sein, sie können aber auch als einzelne
Teile ausgeführt sein. Die Auflageschiene 26 könnte auch als Gehäusevorsprung ausgeführt
sein. An der Stromschiene 27 sind dann weitere Leiterstücke im Inneren des Installationsschaltgerätes
1 angeschlossen, die den Strompfad von der Klemmstelle aus im Inneren des Installationsschaltgerätes
1 weiterführen.
[0029] In der Darstellung nach Figur 1 sind die Sammelschiene 8 und der Motorschutzschalter
1 noch voneinander getrennt. Die Sammelschiene 8 kann in Richtung des Pfeiles P, mit
der Kontaktfahne 11 voran, in die Einführungsöffnung 28 eingesetzt werden.
[0030] Figur 2 zeigt den Zustand, in dem die Sammelschiene 8 mit der Kontaktfahne 11 voran
in die Einführungsöffnung 28 eingesetzt ist. Das Klemmende 24 des Klemmflügels 19
drückt gegen eine Seite der Kontaktfahne 11. Der Bereich, in dem das Klemmende 11
an der Kontaktfahne 11 anliegt, ist als Klemmstelle 29 bezeichnet. Durch die Druckwirkung
des Klemmendes 24 des Klemmflügels 19 auf die Kontaktfahne 11 wird die der Klemmstelle
29 gegenüberliegende Seite der Kontaktfahne 11 flächig gegen die Stromschiene 27 gedrückt.
Der Bereich, in dem die der Klemmstelle 29 gegenüberliegende Seite der Kontaktfahne
11 flächig an der Stromschiene 27 anliegt, ist als Kontaktstelle 30 bezeichnet.
[0031] An der Kontaktstelle 30 erfolgt der elektrische Kontakt zwischen der Polschiene 10
und der Stromschiene 27. Dort fließt der Strom von der Polschiene in das Installationsschaltgerät
1 hinein oder aus dem Installationsschaltgerät 1 in die Polschiene heraus. An der
Kontaktstelle 30 soll daher ein niedriger elektrischer Übergangswiderstand herrschen.
Wenn die Polschiene mit den Kontaktfahnen 11 aus einem gut leitenden Material, beispielsweise
Kupfer oder einer Kupferlegierung, besteht, ist das bei einem hinreichend großen Anpressdruck
von Seiten der Klemmfeder und deren Klemmende her auf die Klemmstelle erreichbar.
[0032] An der Klemmstelle 29 gibt es keine Stromfluss, die Klemmstelle 29 hat kein elektrische
Kontaktfunktion, nur eine mechanische Funktion. Ein für die Herstellung der Klemmfeder
40 verwendeter Federstahl ist üblicher Weise kein guter elektrischer Leiter, er wird
speziell hinsichtlich seiner federelastischen Eigenschaften optimiert.
[0033] Die Kontaktfahne 11 weist in dem Bereich, in dem die Klemmfeder mit dem Klemmende
24 auf die Klemmstelle 29 drückt, eine größere Oberflächenhärte auf als zumindest
an der Kontaktstelle 30. Der Bereich mit der größeren Oberflächenhärte ist in den
Figuren hier im Beispiel als ein schwarz gefärbter Bereich 29 dargestellt. Der vorteilhafte
Effekt besteht darin, dass so ein Einschneiden des Klemmendes 24 der Klemmfeder in
die aus einem gut leitenden, aber weniger harten Material der Kontaktfahne 11 im Bereich
der Klemmstelle 29 verhindert ist. Es findet kein Festkrallen des Klemmendes 24 des
Klemmflügels 19 der Klemmfeder 40 statt. Die Sammelschiene kann daher problemlos auch
wieder aus der Einführöffnung 28 herausgezogen werden, ohne dass ein Werkzeug zum
Zurückbiegen des Klemmflügels 19 benötigt würde. Das Klemmende 24 wird beim Herausziehen
einfach auf der harten Oberfläche des Bereichs 29 abgleiten.
[0034] Die Härtung der Oberfläche im Bereich 29, der Klemmstelle, kann im Beispiel dadurch
bewirkt sein, dass eine Platte eines anderen, harten Materials auf die Oberfläche
der Kontaktfahne 11 im Bereich 19 aufgesetzt oder in der Oberfläche der Kontaktfahne
11 im Bereich 19 eingelassen ist. Dabei kann das andere, harte Material ein elektrisch
schlecht leitendes Material oder ein Nichtleiter sein. Auch andere, im Prinzip bekannte
Methoden der Oberflächenhärtung könne angewendet werden, um zumindest im Bereich 29,
der Klemmstelle, eine höhere Oberflächenhärte zu erzeugen als im Bereich der Kontaktstelle
30. Der gehärtete Bereich 29 ist hier als räumlich eng begrenzter Bereich dargestellt.
Das ist auch ausreichend zur Erfüllung der erfindungsgemäßen vorteilhaften Funktion.
Der gehärtete Bereich 29 kann selbstverständlich auch größer sein als hier im Beispiel
in den Figuren dargestellt, er könnte sich sogar auf die ganze eine Breitseite der
Kontaktfahne 11 erstrecken. Wichtig ist dabei, dass im restlichen Volumen der Kontaktfahne
11 und der Polschiene 10 und an der Kontaktstelle 30 das Material der Polschiene und
der Kontaktfahne 11 elektrisch eine hohe Leitfähigkeit hat.
[0035] Es werde nun Figur 13 und 14 betrachtet. Die hier gezeigte Ausführungsform unterscheidet
sich von der in den Figuren 1 und 2 gezeigten dadurch, dass die Kontaktfahne 11' ein
Metallstreifen aus zwei Schichten 29', 29" unterschiedlich harter und unterschiedlich
leitfähiger Metalle ist, die miteinander stoffschlüssig oder formschlüssig verbunden
sind, wobei eine erste Schicht 29' mit der größeren Härte dem Klemmende 24 der Klemmfeder
40 zugewandt ist, und die zweite Schicht 29" mit der größeren elektrischen Leitfähigkeit
der Stromschiene 27 zugewandt ist. Die erste Schicht 29' kann dabei aus Edelstahl
und die zweite Schicht 29" aus Kupfer oder Messing bestehen. Im Aufbau ist eine solche
Kontaktfahne 11' gemäß dieser Ausführungsform ähnlich wie ein Bimetallstreifen ausgebildet,
wobei jedoch möglichst Materialien mit ähnlichem Wärmeausdehnungskoeffizienten verwendet
werden, um ein temperaturbedingtes verbiegen der Kontaktfahne 11' zu vermeiden.
[0036] Es werden nun die Figuren 6 und 7 betrachtet. Die darin gezeigte Ausführungsform
unterscheidet sich von der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsform darin,
dass hier das Isolierprofil 9 mit einem Rastorgan 31 ausgebildet ist, welches mit
einem daran angepassten Rastelement 32 an dem Gehäuse des Installationsschaltgerätes,
hier im Beispiel an der hinteren Schmalseite 23, verrastend zusammenwirkt, wenn die
Klemmfeder mit dem Klemmende 24 die Kontaktfahne 11 an der Klemmstelle 29 festklemmt
und an der Kontaktstelle 30 an die Stromschiene 27 andrückt. Das Rastorgan 31 ist
eine Rastnase 33 an einem einseitig federnd eingespannten Rastbalken 34. Das damit
korrespondierende Rastelement 32 an dem Gehäuse ist eine an dem Gehäuse angeformte
korrespondierende Rastnase oder eine Rastöffnung (hier in der Figur nicht dargestellt).
Das Rastorgan 31 in Verrastung mit dem Rastelement 32 verhindert ein Losrütteln des
Isolierprofils 9 und damit auch ein Losrütteln der Sammelschiene in industrieller
Umgebung, und unterstützt damit die Klemmwirkung des Klemmendes 24 der Klemmfeder
40 auf die Kontaktfahne 11. Zum Entfernen der Sammelschiene 8 kann das Rastorgan 31
werkzeuglos mit einem oder mehreren Fingern weggebogen werden, so dass die Rastnase
33 das Rastelement 32 freigibt, und mit derselben Hand oder der anderen Hand kann
dann die Sammelschiene 8 aus der Einführungsöffnung 28 herausgezogen werden.
[0037] Es werden nun die Figuren 8 - 10 betrachtet. Die darin gezeigte Ausführungsform unterscheidet
sich von der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsform darin, dass hier das
Isolierprofil 9 mit einem von Hand betätigbaren Öffnungsorgan 35 ausgebildet ist,
welches bei Betätigung das Klemmende 24 der Klemmfeder von der Klemmstelle 29 weg
drückt und somit ein Entfernen der Kontaktfahne 11 aus der Klemme ermöglicht ohne
Einsatz eines zusätzlichen Werkzeugs. Dies ist vorteilhaft, da es bei einem lang anhaltenden
Betrieb einer erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung 100 unter ungünstigen Umständen
zu einem Verkleben oder anderweitigen Anhaften des Klemmflügels 19 an der Kontaktfahne
11 kommen könnte, wodurch ein Herausziehen der Sammelschiene 8 erschwert wird. Um
auch in einem solchen ungünstigen Betriebsfall ohne zusätzliches Werkzeug die Sammelschiene
8 leicht wieder entfernen zu können, wird das Isolierprofil 9 mit einem von Hand betätigbaren
Öffnungsorgan ausgebildet, wie es lediglich beispielhaft in den Figuren 8 - 10 gezeigt
ist.
[0038] Das Öffnungsorgan 35 ist hier im Beispiel in Form eines Doppelarmhebels 35 ausgebildet.
Dessen Schwenkachse 36 befindet sich an einer Anformung 37 an dem Isolierprofil 9,
die von dem Isolierprofil 9 ein Stück weit absteht. Dadurch ist ein von dem Isolierprofil
9 beabstandeter, fest mit dem Isolierprofil verbundener Drehpunkt für den Doppelarmhebel
geschaffen, der eine Verschwenkung zu dem Isolierprofil hin und von dem Isolierprofil
weg erlaubt. Ein erster Arm 38 des Doppelarmhebels erstreckt sich in etwa parallel
zu der Kontaktfahne 11 in Richtung auf den Klemmflügel 19 der Klemmfeder 40 zu. Ein
zweiter Arm 39 des Doppelarmhebels erstreckt sich in den Raum außerhalb des Isolierprofils
9 und ist bei eingesteckter Sammelschiene von außen mit der Hand betätigbar. In der
hier gezeigten, lediglich als Beispiel dargestellten Ausführungsform, ist der zweite
Arm etwas abgewinkelt, so dass er besser mit einem Finger zum Betätigen erreichbar
ist.
[0039] Figur 8 zeigt die Sammelschiene getrennt von dem Installationsschaltgerät 1. Figur
9 zeigt die Sammelschiene 8 aufgesteckt auf die Einführungsöffnung 28 des Installationsschaltgerätes
1. Das freie Ende des ersten Arms 38 des Öffnungsorgans 35 endet hierbei kurz vor
dem Klemmflügel 19 der Klemmfeder 40.
[0040] Figur 10 zeigt die Situation bei betätigen des Öffnungsorgans. Druck auf den zweiten
Arm 39 in Richtung des Pfeiles D verschwenkt den ersten Arm 38 im Uhrzeigersinn, dieser
drückt dabei das Klemmende 24 des Klemmflügels 19 weg von der Klemmstelle, angedeutet
durch den Pfeil E, und die Kontaktfahne 11 kann nach oben herausgezogen werden, siehe
Pfeil F.
[0041] Es werden nun die Figuren 3 - 5 betrachtet. In dem dort beispielhaft gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Merkmale der beiden anhand der Figuren 6- 7 und 8 - 10 beschriebenen Ausführungsformen
vereinigt. Das Isolierprofil 9 ist sowohl mit einem von Hand betätigbaren Öffnungsorgan
35, wie im Zusammenhang mit den Figuren 8 - 10 erläutert, ausgebildet, als auch zusätzlich
mit einem Rastorgan 31, welches mit einem daran angepassten Rastelement 32 an dem
Gehäuse des Installationsschaltgerätes verrastend zusammenwirkt, wie es im Zusammenhang
mit den Figuren 6 und 7 oben bereits erläutert wurde.
[0042] Auch bei Ausführungsformen, die den in den Figuren 3 - 11 gezeigten und beschriebenen
entsprechen, kann die Kontaktfahne jeweils als ein Metallstreifen aus zwei Schichten
unterschiedlich harter und unterschiedlich leitfähiger Metalle ausgebildet sein, die
miteinander stoffschlüssig oder formschlüssig verbunden sind, wobei eine erste Schicht
mit der größeren Härte dem Klemmende der Klemmfeder 40 zugewandt ist, und die zweite
Schicht mit der größeren elektrischen Leitfähigkeit der Stromschiene zugewandt ist,
entsprechend der in den Figuren 13 und 14 dargestellten Weise. Auf eine figürliche
Darstellung hierzu soll der Einfachheit halber verzichtet werden. Jedoch ist die Kombination
einer als ein Metallstreifen aus zwei Schichten unterschiedlich harter und unterschiedlich
leitfähiger Metalle ausgebildeter Kontaktfahne mit jeweils wenigstens einer der Ausführungsformen
gemäß wenigstens einer der Figuren 1-2 und 3 - 11 hiermit ausdrücklich offenbart.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Motorschutzschalter
- 1'
- Motorschutzschalter
- 3
- Zugangsklemme
- 3'
- Zugangsklemme
- 4
- Zugangsklemme
- 4'
- Zugangsklemme
- 5
- Zugangsklemme
- 5'
- Zugangsklemme
- 6
- Abgangsklemme
- 7
- Abgangsklemme
- 8
- Sammelschiene
- 9
- Isolierprofil
- 10
- Polschiene
- 11
- Kontaktfahne
- 11'
- Kontaktfahne
- 12
- Kontaktfahne
- 13
- Kontaktfahne
- 14
- Kontaktfahne
- 15
- Kontaktfahne
- 16
- Kontaktfahne
- 17
- Frontseite
- 18
- Schleife
- 19
- Klemmflügel
- 20
- vordere Frontseite
- 21
- hintere Frontseite
- 22
- vordere Schmalseite
- 23
- hintere Schmalseite
- 24
- Klemmende
- 25
- Auflageflügel
- 26
- Auflageschiene
- 27
- Stromschiene
- 28
- Einführungsöffnung
- 29
- Klemmstelle
- 29'
- erste Schicht
- 29"
- zweite Schicht
- 30
- Kontaktstelle
- 31
- Rastorgan
- 32
- Rastelement
- 33
- Rastnase
- 34
- Rastbalken
- 35
- Öffnungsorgan
- 36
- Schwenkachse
- 37
- Anformung
- 38
- erster Arm
- 39
- zweiter Arm
- 40
- Klemmfeder
- 100
- Verbindungsvorrichtung
- P
- Pfeil
- D
- Pfeil
- E
- Pfeil
- F
- Pfeil
1. Verbindungsvorrichtung (100), die mindestens ein Installationsschaltgerät (1) mit
einem Gehäuse und mit mindestens einer schraubenlosen Klemme und mindestens ein Verbindungselement
(8) aufweist,
wobei das Verbindungselement (8) wenigstens einen Verbindungsleiter (10) mit wenigstens
einer daran angeordneten Kontaktfahne (11) hat,
wobei die Klemme von dem Typ ist, der wenigstens eine als Druckfeder auf eine Klemmstelle
(29) der Kontaktfahne (11) einwirkende Klemmfeder (40) zum Festklemmen der Kontaktfahne
(11) und zum Andrücken einer Kontaktstelle (30) der Kontaktfahne (11) an einer Stromschiene
(27) aufweist, und
wobei die Kontaktfahne (11) wenigstens in dem Bereich, in dem die Klemmfeder (40)
auf die Klemmstelle (29) drückt, eine größere Oberflächenhärte aufweist als zumindest
an der Kontaktstelle (30), so dass ein Einschneiden der Klemmfeder (40) in die Kontaktfahne
(11) im Bereich der Klemmstelle (29) verhindert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
wobei in dem Bereich, in dem die Klemmfeder (40) auf die Klemmstelle (29) drückt,
eine Platte eines anderen, harten Materials auf die Oberfläche der Kontaktfahne (11)
aufgesetzt oder in der Oberfläche eingelassen ist, und
wobei das andere, harte Material ein weniger gut leitendes Material oder ein Nichtleiter
ist.
2. Verbindungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kontaktfahne (11) ein Metallstreifen aus zwei Schichten (29', 29") unterschiedlich
harter und unterschiedlich leitfähiger Metalle ist, die miteinander stoffschlüssig
oder formschlüssig verbunden sind, wobei eine erste Schicht (29') mit der größeren
Härte dem Klemmende (24) der Klemmfeder (40) zugewandt ist, und die zweite Schicht
(29") mit der größeren elektrischen Leitfähigkeit der Stromschiene (27) zugewandt
ist.
3. Verbindungsvorrichtung (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Schicht (29') aus Edelstahl und die zweite Schicht (29") aus Kupfer oder
Messing besteht.
4. Verbindungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (8) mit einem von Hand betätigbaren Öffnungsorgan (35) ausgebildet
ist, welches bei Betätigung die Klemmfeder (40) von der Klemmstelle (29) weg drückt
und somit ein Entfernen der Kontaktfahne (11) aus der Klemme ermöglicht ohne Einsatz
eines zusätzlichen Werkzeugs.
5. Verbindungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (8) mit einem Rastorgan (31) ausgebildet ist, welches mit einem
daran angepassten Rastelement (32) an dem Gehäuse des Installationsschaltgerätes (1)
verrastend zusammenwirkt, wenn die Klemmfeder (40) die Kontaktfahne (11) an der Klemmstelle
(29) festklemmt und an der Kontaktstelle (30) an die Stromschiene (27) andrückt.
6. Verbindungsvorrichtung (100) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
das Rastorgan (31) eine Rastnase (33) an einem einseitig federnd eingespannten Rastbalken
(34) ist, und dass das damit korrespondierende Rastelement (32) an dem Gehäuse eine
an dem Gehäuse angeformte korrespondierende Rastnase oder eine Rastöffnung ist.
7. Verbindungsvorrichtung (100) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (8) eine Sammelschiene ist, die ein Isolierprofil (9) hat und
wobei der Verbindungsleiter eine in dem Isolierprofil (9) angeordnete Polschiene ist.
8. Verbindungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement ein Steckverbinder zur Herstellung einer elektrischen Verbindung
zwischen den Anschlussklemmen eines Motorschutzschalters und eines Schützes ist.
9. Verbindungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement ein Wendeverbinder ist.
1. A connection device (100) comprising at least one installation switchgear (1) with
a housing and with at least one screwless terminal and at least one connection element
(8),
wherein the connection element (8) has at least one connection conductor (10) with
at least one contact lug (11) arranged thereon,
the terminal being of the type which has at least one clamping spring (40) acting
as a compression spring on a clamping point (29) of the contact lug (11) for clamping
the contact lug (11) and for pressing a contact point (30) of the contact lug (11)
against a busbar (27), and
wherein the contact lug (11), at least in the region in which the clamping spring
(40) presses on the clamping point (29), has a greater surface hardness than at least
at the contact point (30), so that the clamping spring (40) is prevented from cutting
into the contact lug (11) in the region of the clamping point (29),
characterised in that in the region in which the clamping spring (40) presses on the clamping point (29),
a plate of another, hard material is placed on the surface of the contact lug (11)
or is embedded in the surface, and
wherein the other hard material is a less conductive material or a non-conductor.
2. The connection device (100) according to claim 1, characterised in that
the contact lug (11) is a metal strip consisting of two layers (29', 29") of metals
of different hardness and different conductivity, which are connected to one another
in a substance-locking or form-fitting manner, wherein a first layer (29') with the
greater hardness faces the clamping end (24) of the clamping spring (40), and the
second layer (29") with the greater electrical conductivity facing the busbar (27).
3. The connection device (100) according to claim 2, characterized in that the first layer (29') is made of stainless steel and the second layer (29") is made
of copper or brass.
4. The connecting device (100) according to claim 1, characterized in that
the connecting element (8) is formed with a manually operable opening member (35)
which, when actuated, presses the clamping spring (40) away from the clamping point
(29) and thus enables the contact lug (11) to be removed from the clamp without using
an additional tool.
5. The connecting device (100) according to claim 1, characterized in that
the connecting element (8) is formed with a latching member (31) which cooperates
in a latching manner with a latching element (32) adapted thereto on the housing of
the service switching device (1) when the clamping spring (40) clamps the contact
lug (11) at the clamping point (29) and presses it against the busbar (27) at the
contact point (30).
6. The connection device (100) according to claim 5, characterised in that
the latching member (31) is a latching lug (33) on a latching bar (34) resiliently
clamped on one side, and in that the latching element (32) corresponding thereto on the housing is a corresponding
latching lug or a latching opening integrally formed on the housing.
7. The connecting device (100) according to any one of the preceding claims, characterized in that
the connecting element (8) is a bus bar having an insulating profile (9) and wherein
the connecting conductor is a pole bar arranged in the insulating profile (9).
8. The connection device (100) according to any one of claims 1 to 6, characterized in that
the connecting element is a connector for establishing an electrical connection between
the terminals of a motor protection switch and a contactor.
9. The connection device (100) according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the connection element is a reversible connector.
1. Dispositif de connexion (100), qui présente au moins un appareil de commutation d'installation
(1) comprenant un boîtier et comprenant au moins une borne sans vis et au moins un
élément de connexion (8),
l'élément de connexion (8) ayant au moins un conducteur de connexion (10) comprenant
au moins un talon de contact (11) agencé sur celui-ci,
la borne étant du type qui présente au moins un ressort de serrage (40) agissant en
tant que ressort de pression sur un point de serrage (29) du talon de contact (11)
pour bloquer par serrage le talon de contact (11) et pour presser un point de contact
(30) du talon de contact (11) sur une barre conductrice (27), et
le talon de contact (11) présentant, au moins dans la zone dans laquelle le ressort
de serrage (40) appuie sur le point de serrage (29), une dureté de surface plus élevée
qu'au moins au point de contact (30), de telle sorte qu'une incision du ressort de
serrage (40) dans le talon de contact (11) est empêchée dans la zone du point de serrage
(29),
caractérisé en ce que
dans la zone dans laquelle le ressort de serrage (40) appuie sur le point de serrage
(29), une plaque d'un autre matériau dur est placée sur la surface du talon de contact
(11) ou est encastrée dans la surface, et
l'autre matériau dur est matériau moins bon conducteur ou un non-conducteur.
2. Dispositif de connexion (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le talon de contact (11) est une bande métallique composée de deux couches (29',
29") de métaux de dureté différente et de conductivité différente, qui sont reliées
l'une à l'autre par accouplement de matière ou par accouplement de forme, une première
couche (29') de dureté plus élevée étant tournée vers l'extrémité de serrage (24)
du ressort de serrage (40), et la deuxième couche (29") de conductivité électrique
plus élevée étant tournée vers la barre conductrice (27).
3. Dispositif de connexion (100) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la première couche (29') est en acier inoxydable et la deuxième couche (29") est
en cuivre ou en laiton.
4. Dispositif de connexion (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de liaison (8) est configuré avec un organe d'ouverture (35) actionnable
à la main qui, lorsqu'il est actionné, pousse le ressort de serrage (40) à l'écart
du point de serrage (29) et permet ainsi de retirer le talon de contact (11) de la
borne sans utiliser d'outil supplémentaire.
5. Dispositif de connexion (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de connexion (8) est configuré avec un organe d'encliquetage (31), qui
coopère par encliquetage avec un élément d'encliquetage (32) adapté à celui-ci sur
le boîtier de l'appareil de commutation d'installation (1) lorsque le ressort de serrage
(40) bloque par serrage le talon de contact (11) au niveau du point de serrage (29)
et le presse contre la barre conductrice (27) au niveau du point de contact (30).
6. Dispositif de connexion (100) selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'organe d'encliquetage (31) est un bec d'encliquetage (33) sur une barre d'encliquetage
(34) tendue par ressort d'un côté, et en ce que l'élément d'encliquetage (32) correspondant à celui-ci sur le boîtier est un bec
d'encliquetage correspondant formé sur le boîtier ou une ouverture d'encliquetage.
7. Dispositif de connexion (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de connexion (8) est une barre omnibus, qui a un profil isolant (9) et
dans laquelle le conducteur de connexion est une barrette de connexion agencée dans
le profil isolant (9).
8. Dispositif de connexion (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément de connexion est un connecteur enfichable pour établir une connexion électrique
entre les bornes de raccordement d'un disjoncteur de protection de moteur et d'un
contacteur.
9. Dispositif de connexion (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément de connexion est un connecteur à retournement.