(19)
(11) EP 3 390 255 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.02.2022  Patentblatt  2022/07

(21) Anmeldenummer: 16809864.8

(22) Anmeldetag:  16.12.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B66B 1/46(2006.01)
B66B 3/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B66B 1/468; B66B 3/00; B66B 3/008; B66B 2201/4615
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2016/081398
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2017/103085 (22.06.2017 Gazette  2017/25)

(54)

AUFZUGSANLAGE MIT ZIELRUFSTEUERUNG

LIFT FACILITY WITH DESTINATION CALL CONTROL SYSTEM

ASCENSEUR COMPRENANT UNE COMMANDE D'APPEL DE DESTINATION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 18.12.2015 EP 15201290

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.10.2018  Patentblatt  2018/43

(73) Patentinhaber: Inventio AG
6052 Hergiswil (CH)

(72) Erfinder:
  • THOEBEL, Jan-Karsten
    22359 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
JP-A- H09 263 368
JP-A- 2015 218 015
JP-A- 2010 208 814
US-A1- 2002 036 122
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Aufzugsanlage mit Zielrufsteuerung sowie mit einer Vorrichtung zum Anzeigen von Videodaten im Bereich der Aufzugsanlage sowie Verfahren zum Betrieb einer Aufzugsanlage mit Zielrufsteuerung.

    [0002] Die hier vorgestellte Neuerung betrifft eine Aufzugsanlage mit einer Steuerungseinrichtung, mittels derer die Aufzugsanlage nach dem als Zielrufsteuerung oder Zielauswahlsteuerung bekannten Steuerungskonzept betreibbar ist. Bei diesem Steuerungskonzept übermittelt jeder Aufzugspassagier vor dem Betreten einer Aufzugskabine über eine seinem Einsteigestockwerk zugeordnete Zieleingabeeinrichtung sein Zielstockwerk an die Steuerungseinrichtung. Von der Steuerungseinrichtung erhält jeder Aufzugspassagier unmittelbar nach seiner Zieleingabe die Instruktion, vor welchem Aufzug einer Aufzugsgruppe er warten soll, damit er in eine Aufzugskabine einsteigen kann, die mit optimierter Fahrzeit mindestens sein Zielstockwerk anfahren wird. Dies wird kurz als Aufzugsanlage mit Zielrufsteuerung bezeichnet. Die Neuerung betrifft konkret eine Aufzugsanlage mit Zielrufsteuerung sowie mit einer Vorrichtung zum Anzeigen von Videodaten im Bereich der Aufzugsanlage und im Weiteren ein Verfahren zum Betrieb einer Aufzugsanlage mit Zielrufsteuerung mit einer solchen Anzeigevorrichtung.

    [0003] Eine Vorrichtung zum Anzeigen von Videodaten im Bereich einer Aufzugsanlage (Anzeigevorrichtung) ist aus der EP 1 069 065 A und JP2015218015A grundsätzlich bekannt. Mittels der dortigen Anzeigevorrichtung wird ein Bild auf eine als Projektionsfläche fungierende Aufzugstür, nämlich eine Schachttür der Aufzugstür, projiziert. Die Projektion erfolgt mittels eines oberhalb der Schachttür an der Decke angebrachten Projektors.

    [0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Aufzugsanlage und eine davon umfasste Vorrichtung zur Anzeige von Bildinformationen im Bereich der Aufzugsanlage (Anzeigevorrichtung) anzugeben, bei welcher die Anzeigevorrichtung weitere Funktionen bietet - insbesondere eine Funktion, mittels derer sich eine Blendung von Personen vermeiden lässt - und einfach zu installieren ist.

    [0005] Diese Aufgabe wird mittels einer Aufzugsanlage mit Zielrufsteuerung mit einer kurz als Anzeigevorrichtung bezeichneten Vorrichtung zur Anzeige von Bildinformationen im Bereich der Aufzugsanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der hier vorgeschlagenen Lösung sind Gegenstand der Unteransprüche. Dabei verwendete Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin; sie sind nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmalskombinationen der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen. Des Weiteren ist im Hinblick auf eine Auslegung der Ansprüche bei einer näheren Konkretisierung eines Merkmals in einem nachgeordneten Anspruch davon auszugehen, dass eine derartige Beschränkung in den jeweils vorangehenden Ansprüchen nicht vorhanden ist.

    [0006] Zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe ist bei einer Aufzugsanlage mit Zielrufsteuerung sowie einem korrespondierenden Verfahren zum Betrieb einer solchen Aufzugsanlage Folgendes vorgesehen: Die Aufzugsanlage umfasst oder zu der Aufzugsanlage gehört ein Anzeigesystem. Das Anzeigesystem umfasst zumindest eine als Vorrichtung zum Anzeigen von Videodaten im Bereich der Aufzugsanlage fungierende Anzeigevorrichtung. Die oder jede Anzeigevorrichtung ist zur Anzeige von Bildinformationen in Form einer Projektion im Bereich der Aufzugsanlage bestimmt und eingerichtet. Eine Besonderheit der Aufzugsanlage besteht darin, dass eine jeweilige Projektion der mindestens einen Anzeigevorrichtung mittels einer im Rahmen der Zielrufsteuerung erfolgenden Auswahl eines Zielstockwerks beeinflussbar ist, und mittels der Vorrichtung ein von einem Sensor erhältliches Signal zur Unterbrechung der sichtbaren Projektion auswertbar ist, und zur Unterbrechung der sichtbaren Projektion die Vorrichtung auf eine Ausgabe eines Schwarzbilds umschaltbar ist.

    [0007] Beim Betrieb der Aufzugsanlage wird diese Projektion durch das jeweils ausgewählte Zielstockwerk beeinflusst oder bestimmt.

    [0008] Der Vorteil der vorgeschlagenen Lösung besteht darin, dass auf einem Einsteigestockwerk wartende Benutzer der Aufzugsanlage mittels der von den auf dem Einsteigestockwerk aktuell ausgewählten Zielstockwerken abhängigen, als Projektion angezeigten Videodaten potentiell interessante Informationen erhalten, zum Beispiel Informationen über auf den Zielstockwerken ansässige Unternehmen und/oder dort erhältliche Waren oder Dienstleistungen. Die Projektion im Bereich der Aufzugsanlage erfolgt erfindungsgemäss von aussen auf die Schachttüren eines Aufzugs und alternativ oder zusätzlich im Innern einer Aufzugskabine auf die Kabinentüren oder auf jede andere geeignete Projektionsfläche.

    [0009] Bei einer Ausführungsform einer solchen Aufzugsanlage und entsprechend bei einer korrespondierenden Ausführungsform eines Verfahrens zum Betrieb einer solchen Aufzugsanlage ist dem Anzeigesystem ein Videodatenspeicher mit Videodaten zugeordnet, wobei den Videodaten jeweils eine Stockwerkskennung zugeordnet ist und wobei eine jeweilige Projektion der mindestens einen Anzeigevorrichtung mittels einer im Rahmen der Zielrufsteuerung erfolgenden Auswahl eines Zielstockwerks beeinflussbar ist bzw. beeinflusst oder bestimmt wird, indem als Projektion diejenigen Videodaten ausgebbar sind bzw. ausgegeben werden, welche gemäss deren Stockwerkskennung zu dem jeweiligen Zielstockwerk passen. Die Auszeichnung der zur Anzeige zur Verfügung stehenden Videodaten mit einer Stockwerkskennung und eine Auswahl jeweils anzuzeigender Videodaten auf Basis eines Vergleichs der Stockwerkskennungen mit einem das ausgewählte Zielstockwerk kodierenden Datum ist eine besonders einfache und effiziente Möglichkeit, um eine von dem jeweils ausgewählten Zielstockwerk abhängige Ausgabe von Videodaten zu implementieren.

    [0010] Bei einer als Vorrichtung zum Anzeigen von Videodaten im Bereich einer Aufzugsanlage fungierenden Anzeigevorrichtung oder einer Aufzugsanlage mit einer solchen Anzeigevorrichtung ist vorgesehen, dass diese ein von einem Sensor erhältliches Sensorsignal verarbeitet, wobei aufgrund des Sensorsignals eine Unterbrechung der sichtbaren Projektion der jeweiligen Videodaten erfolgt. Vorzugsweise erfasst ein solcher Sensor Situationen, in denen Personen durch die sichtbare Projektion geblendet werden können, beispielsweise, wenn Personen sich in den Bereich zwischen Projektor und Projektionsfläche hineinbewegen. Die Unterbrechung der sichtbaren Projektion der ansonsten jeweils ausgegebenen Videodaten erfolgt in Form einer Ausgabe eines Schwarzbilds mittels der Anzeigevorrichtung anstelle der ansonsten ausgegebenen Videodaten. Die Verwendung eines Schwarzbilds zur Unterbrechung der Projektion hat den Vorteil, dass für eine derartige Unterbrechung der Projektion keinerlei Eingriff in die Funktionalität der Anzeigevorrichtung notwendig ist. Mittels der Anzeigevorrichtung werden diejenigen Videodaten ausgegeben, die der Anzeigevorrichtung oder einer davon umfassten Strahlquelle jeweils zugeführt werden. Ob der Anzeigevorrichtung oder der Strahlquelle Videodaten zugeführt werden, die zu einer sichtbaren Projektion führen, oder Videodaten eines Schwarzbilds, bei dem sich keine sichtbare Projektion ergibt, ist für die Funktion der Anzeigevorrichtung unerheblich. Zur Unterbrechung der sichtbaren Projektion ist demnach weder eine Ansteuerung einer Mechanik, etwa einer die Strahlquelle abdeckenden Klappe, oder eine Ansteuerung der Strahlquelle, etwa eine Ansteuerung, welche die Strahlquelle zeitweise deaktiviert, erforderlich. Die Unterbrechung einer sichtbaren Projektion mittels eines Schwarzbilds ist auch unabhängig von einer Aufzugsanlage mit Zielrufsteuerung verwendbar, zum Beispiel in einer Aufzugsanlage mit beliebigen Steuerungskonzepten.

    [0011] Bei einer weiteren Ausführungsform der Aufzugsanlage ist der Sensor einem Aufzugstürflügel, nämlich einem Schachttürflügel oder einem Kabinentürflügel, zugeordnet. Diese Platzierung des Sensors bewirkt, dass ein von dem Sensor erhältliches Sensorsignal eine Information kodiert, ob die Aufzugstürflügel geschlossen sind. Eine Blendung von Benutzern der Aufzugsanlage kann sich bei einer ausserhalb der Aufzugskabine befindlichen und die jeweiligen Videodaten auf die Schachtüren projizierenden Anzeigevorrichtung nur für Passagiere im Innern einer Aufzugskabine und nur ab dem Öffnen der Aufzugstürflügel bis zum vollständigen Schliessen derselben ergeben. Ein Sensorsignal, welches kodiert, ob die Aufzugstürflügel geschlossen sind, kann demnach unmittelbar zu einer Ansteuerung der Anzeigevorrichtung verwendet werden, welche eine Unterbrechung einer sichtbaren Projektion bewirkt. Bei einer im Innern einer Aufzugskabine befindlichen und auf die Kabinentüren projizierenden Anzeigevorrichtung gilt dies entsprechend. Eine Blendwirkung kann sich möglicherweise für vor den Schachttüren auf die Aufzugskabine wartende Benutzer ergeben. Auch hier kann ein Sensorsignal, welches kodiert, ob die Aufzugstürflügel geschlossen sind, zur Unterbrechung der sichtbaren Projektion verwendet werden.

    [0012] Als Sensor kommt ein berührungsloser Sensor, insbesondere ein optischer Sensor, ein berührungsloser induktiver Sensor, ein berührungsloser kapazitiver Sensor, ein Reedschalter oder dergleichen, in Betracht. Ein berührungsloser Sensor ist wartungsarm und problemlos nachzurüsten.

    [0013] Bei einer weiteren Ausführungsform des Anzeigesystems oder der Anzeigevorrichtung ist der Sensor innerhalb eines Aufzugsschachts der Aufzugsanlage platziert und dort auf einen Aufzugstürflügel, nämlich einen Schachttürflügel oder einen Kabinentürflügel, gerichtet. Bei einer derartigen Anbringung ist der Sensor für Benutzer der Aufzugsanlage unsichtbar, so dass zum Beispiel auch keine unsachgemässe Beeinflussung des Sensors möglich ist.

    [0014] Im Hinblick auf eine Integration der hier vorgeschlagenen Lösung in eine bereits bestehende Aufzugsanlage ist optional vorgesehen, dass der Sensor in einer Art und Weise ausgeführt ist, dass dieser unabhängig von einer zur Steuerung und Überwachung der Aufzugsanlage bestimmten Aufzugsanlagensteuerung ist, also nicht zur Aufzugsanlagensteuerung gehört und/oder in deren Funktion integriert ist, so dass eine solche Anzeigevorrichtung und deren Sensor problemlos auch bei bereits in Betrieb befindlichen Aufzugsanlagen nachrüstbar sind.

    [0015] Bei einer Ausführungsform des Anzeigesystems und der Anzeigevorrichtung oder einer Aufzugsanlage mit einem solchen Anzeigesystem ist zumindest eine Anzeigevorrichtung mittels eines Smartphones oder dergleichen beeinflussbar. Die Anzeigevorrichtung kann von einem im Empfangsbereich befindlichen Smartphone Signale empfangen, welche die mittels der Anzeigevorrichtung angezeigten Videodaten beeinflussen, insbesondere bestimmen. Bei einer besonderen Ausführungsform kann die Anzeigevorrichtung an ein im Empfangsbereich befindliches Smartphone auch Daten hinsichtlich der zur Anzeige verfügbaren Videodaten übermitteln, so dass ein Verwender des Smartphones eine gezielte Auswahl vornehmen kann.

    [0016] Bei einer weiteren Ausführungsform der Aufzugsanlage ist auf einem der Stockwerke mindestens zwei Aufzügen einer Aufzugsgruppe je eine Anzeigevorrichtung zugeordnet. Dabei zeigt jede der Anzeigevorrichtungen für diejenigen Zielstockwerke relevante Informationen an, die der Aufzug, dem die Anzeigevorrichtung zugeordnet ist, nach seiner Wegfahrt vom genannten Stockwerk anfahren wird. Vorzugsweise werden die jeweils für eines der anzufahrenden Zielstockwerke relevanten Informationen zeitlich aufeinanderfolgend angezeigt.

    [0017] Bei einer weiteren Ausführungsform der Aufzugsanlage ist auf einem der Stockwerke mindestens zwei Aufzügen einer Aufzugsgruppe je eine Anzeigevorrichtung zugeordnet. Dabei projiziert jede der Anzeigevorrichtungen für den Aufzugsverkehr relevante Informationen auf das Schachttürblatt des Aufzugs, dem sie zugeordnet ist. Solche Informationen sind beispielsweise die Anzeige der dem genannten Aufzug zugeordneten Kennzeichnung und/oder der aktuell für den genannten Aufzug vorgesehenen Zielstockwerke und/oder der auf diesen Zielstockwerken vorhandenen Institutionen, und/oder der bis zur Wegfahrt zu erwartenden Wartezeit.

    [0018] Durch die Projektion der Informationen auf die Schachttürblätter wird erreicht, dass für den Aufzugsverkehr relevante Informationen grossformatig und von weitem sichtbar angezeigt werden können.

    [0019] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der hier vorgeschlagenen Lösung anhand der Zeichnung näher erläutert. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

    [0020] Das Ausführungsbeispiel ist nicht als Einschränkung der hier vorgeschlagenen Lösung zu verstehen. Vielmehr sind im Rahmen der vorliegenden Offenbarung durchaus auch Änderungen möglich, insbesondere solche, die zum Beispiel durch Kombination oder Abwandlung von einzelnen in Verbindung mit den im allgemeinen oder speziellen Beschreibungsteil beschriebenen sowie in den Ansprüchen und/oder der Zeichnung enthaltenen Merkmalen bzw. Elementen oder Verfahrensschritten für den Fachmann im Hinblick auf die Lösung der Aufgabe entnehmbar sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem neuen Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten oder Verfahrensschrittfolgen führen.

    [0021] Es zeigen
    Fig. 1
    eine Aufzugsanlage mit einzelnen der Aufzugsanlage zugeordneten Anzeigevorrichtungen,
    Fig. 2
    eine Aufzugsanlage mit einem Terminal einer Zielrufsteuerung,
    Fig. 3
    eine der Anzeigevorrichtungen gemäss Fig. 1 mit weiteren Details,
    Fig. 4
    eine Darstellung eines zur Beeinflussung einer von einer Anzeigevorrichtung ausgegebenen Information wirksamen Smartphones und
    Fig. 5
    eine weitere Darstellung einer der Anzeigevorrichtungen gemäss Fig. 1 mit zusätzlichen Einzelheiten.


    [0022] Die Darstellung in Figur 1 zeigt in schematisch vereinfachter Art und Weise eine Aufzugsanlage 10 mit einer in üblicher Art und Weise in einem Aufzugsschacht 12 zwischen unterschiedlichen Stockwerken eines Gebäudes beweglichen Aufzugskabine 14 sowie mit Aufzugstürflügeln 16, nämlich Schachttürflügeln 16.1 und Kabinentürflügeln 16.2.

    [0023] In einem Gebäude mit einer Aufzugsanlage 10 ist oftmals im Bereich der jeweiligen Aufzugsanlage 10 ein Anzeigesystem 18 mit Anzeigevorrichtungen 20 installiert, mittels derer aufgrund zugrunde liegender Videodaten 22, nämlich statischer Videodaten 22 (Bilder) oder dynamischer Videodaten 22 (Bildsequenzen, Filme), unterschiedliche visuelle Informationen an Gebäude- und Aufzugsbenutzer vermittelt werden. Solche Informationen können beispielsweise Sicherheitsinstruktionen, Wegweiser, Werbetexte, Bilder oder Unterhaltungsfilme sein. Vorteilhafterweise können die Aufzugstürflügel 16 der Aufzugsanlage 10, also die Schachttürflügel 16.1 oder die Kabinentürflügel 16.2, als Projektionsfläche für solche Text- und Bildinformationen verwendet werden.

    [0024] Zu dem Anzeigesystem 18 gehört zumindest eine Anzeigevorrichtung 20 mit jeweils einem Projektor 24, welcher die in Form von Videodaten 22 vorliegenden Informationen anzeigt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Anzeigevorrichtungen 20 sind die Projektoren 24 zum Schutz vor Verschmutzung und mechanischen Beschädigungen in Gehäusen 26 aus Kunststoff oder Metall eingebaut.

    [0025] Zu dem Anzeigesystem 18 gehören des Weiteren zumindest ein Computer 28 sowie ein vom Computer 28 umfasster oder dem Computer 28 zugeordneter Videodatenspeicher 30. Dort sind die einer anzeigbaren Information oder einer Vielzahl anzeigbarer Informationen zugrunde liegenden Videodaten 22 in üblicher Art und Weise abspeichert und von dort werden diese an die Anzeigevorrichtung 20 übertragen, welche die Informationen in Form von statischen oder bewegten Bildern auf die durch die Aufzugstürflügel 16 gebildeten Projektionsflächen projiziert. Die mit der Anzeigevorrichtung 20 anzeigbaren Informationen sind Informationen, deren Videodaten 22 bereits mittels eines Computers 28 an die jeweilige Anzeigevorrichtung 20 übermittelt wurden, oder solche Informationen, deren Videodaten 22 auf dem Computer 28 oder einem Computer 28 zur Übermittlung an die Anzeigevorrichtung 20 zur Verfügung stehen. Als Projektoren 24 kommen vorzugsweise netzwerkfähige Projektoren 24 zum Einsatz, die von mindestens einem Computer 28 über ein Kabelnetzwerk 32 oder über ein drahtloses Netzwerk angesteuert und mit den Videodaten 22 für die anzuzeigenden Bildinformationen beliefert werden. Jede Anzeigevorrichtung 20 oder deren Projektor 24 umfasst eine zumindest zum Empfang von Videodaten 22 und zum Ausstrahlen von Bildinformationen aufgrund von Videodaten 22 bestimmte und im Betrieb in dieser Hinsicht wirksame Steuerungseinrichtung 34. Die Videodaten 22 sind zum Beispiel in einem von der Steuerungseinrichtung 34 umfassten oder für die Steuerungseinrichtung 34 zumindest erreichbaren Speicher 36 (Fig. 5) zwischengespeichert.

    [0026] Zur Erzeugung der mittels der oder jeder Anzeigevorrichtung 20 jeweils angezeigten visuellen Information dienen Projektoren 24, welche die Videodaten 22 verarbeiten und ausserhalb der Aufzugsschächte 12 im Bereich der Schachttürflügel/Stockwerkstüren 16.1 oder innerhalb der Aufzugskabinen 14 der jeweiligen Aufzugsanlage 10 angeordnet sein können. Die Projektoren 24 werden vorzugsweise oberhalb der Aufzugstürflügel 16 montiert, so dass sie die visuellen Informationen in einer gegenüber der Horizontalen geneigten Richtung auf die Aufzugstürflügel 16 projizieren können (Projektion 38). Bei einer besonderen Ausführungsform des hier beschriebenen Ansatzes sind zumindest die von der Projektion 38 erfassten Abschnitte der Aufzugstürflügel 16 mit einer Projektionsfolie belegt, insbesondere beklebt.

    [0027] Die Darstellung in Figur 2 zeigt schematisch stark vereinfacht eine Aufzugsanlage 10 mit hier drei Aufzügen, einer entsprechenden Anzahl von hier nicht sichtbaren Aufzugskabinen 14 (Fig. 1) und einer ebenfalls entsprechenden Anzahl von Aufzugstürflügeln 16 in jedem Stockwerk, wobei in Figur 2 entsprechend der gezeigten Blickrichtung die Schachttürflügel 16.1 dargestellt sind. Oberhalb der Schachttürflügel 16.1 jedes Aufzugs befindet sich eine Anzeigevorrichtung 20. Jede Anzeigevorrichtung 20 ist derart ausgerichtet, dass deren Projektion 38 auf die jeweiligen Schachttürflügel 16.1 fällt.

    [0028] Bei der Aufzugsanlage 10 handelt es sich um eine Aufzugsanlage mit Zielrufsteuerung und zur Veranschaulichung ist ein Terminal 40 gezeigt, an welchem ein Benutzer der Aufzugsanlage 10 einen Fahrtwunsch eingibt. Dies erfolgt in üblicher Art und Weise durch manuelle Auswahl eines Zielstockwerks auf einer Zieleingabeeinrichtung ausserhalb der Aufzugskabine. Alternativ kann die Auswahl des Zielstockwerks auch automatisch oder halbautomatisch aufgrund bestimmter Stockwerksberechtigungen erfolgen, welche beispielsweise auf einer maschinenlesbaren Zutrittskarte gespeichert sind und über eine dafür vorgesehene Zieleeingabeeinrichtung eingelesen werden können. Sobald eine nicht gezeigte Aufzugsanlagensteuerung der Aufzugsanlage 10 einen Aufzug zur Erfüllung des Fahrtwunsches ausgewählt hat, wird dies angezeigt, zum Beispiel mittels der den Aufzugstürflügeln 16 des entsprechenden Aufzugs zugeordneten Anzeigevorrichtung 20. Der Benutzer der Aufzugsanlage kann dann vor die entsprechenden Schachttürflügel 16.1 treten und die Aufzugskabine 14 betreten, sobald sich die Aufzugstürflügel 16 öffnen. Während einer Wartezeit bis zum Öffnen der Aufzugstürflügel 16 werden mittels der Anzeigevorrichtung 20 im Wartebereich ausserhalb der Aufzugskabine Videodaten 22 angezeigt, die sich auf das ausgewählte Zielstockwerk beziehen.

    [0029] Die weitere Beschreibung wird entsprechend der hier im Vordergrund stehenden Verwendung des Anzeigesystems 18 und der Anzeigevorrichtungen 20 bei einer Aufzugsanlage 10 mit Zielrufsteuerung für eine solche Aufzugsanlage 10 fortgesetzt. Grundsätzlich kommt die Verwendung des Anzeigesystems 18 und der Anzeigevorrichtungen 20 für jede Art von Aufzugsanlage 10 in Betracht. Dies aus dem Grunde, weil die Anzeigevorrichtungen 20 und das Anzeigesystem 18 insgesamt zwar der jeweiligen Aufzugsanlage 10 zugeordnet sind, derart, dass eine Projektion 38 der jeweils angezeigten Informationen auf die Aufzugstürflügel 16 oder im Bereich der Aufzugstürflügel 16 erfolgt, die Anzeigevorrichtungen 20 aber ansonsten völlig unabhängig von der jeweiligen Aufzugsanlage 10 und deren Aufzugsanlagensteuerung ausgeführt sein können.

    [0030] Bei einer Verwendung bei einer Aufzugsanlage 10 mit Zielrufsteuerung und einer Anzeige von Videodaten 22, welche sich auf ein jeweils ausgewähltes Zielstockwerk beziehen, sind die Videodaten 22 in dem Videodatenspeicher 30 mit einer Stockwerkskennung 42 versehen. Diese erlaubt dem Computer 28 einen Vergleich eines von der Aufzugsanlagensteuerung erhaltenen und das jeweils ausgewählte Zielstockwerk kodierenden Datums mit der Stockwerkskennung 42 der in dem Videodatenspeicher 30 verfügbaren Videodaten 22. Wenn auf Basis eines solchen Vergleichs zum ausgewählten Zielstockwerk passende Videodaten 22 gefunden werden, werden diese an eine der Anzeigeeinrichtungen 20 des Anzeigesystems 18 übermittelt. Die Anzeigeeinrichtung 20 ist eine der Anzeigeeinrichtungen 20 in dem Stockwerk, in dem die Auswahl des Zielstockwerks erfolgt ist und aus der Gruppe dieser Anzeigeeinrichtungen 20 diejenige Anzeigeeinrichtung 20, die den Aufzugtürflügeln 16 desjenigen Aufzugs zugeordnet ist, mit dem der Fahrtwunsch erfüllt wird.

    [0031] Die bisher beschriebene Anzeige von Videodaten 22 erfolgt auf dem Stockwerk, auf dem der Benutzer der Aufzugsanlage 10 seine Fahrt mit einer Aufzugskabine 14 beginnt. Ergänzend kann auf derselben Basis auch eine Anzeige von zu dem Zielstockwerk passenden Videodaten 22 mittels des Anzeigesystems 18 und einer oder mehrerer Anzeigevorrichtungen 20 in der Aufzugskabine 14 und/oder auf dem Zielstockwerk erfolgen.

    [0032] Die Darstellung in Figur 3 zeigt zur Erläuterung einer weiteren Möglichkeit zur Beeinflussung oder Vorgabe der mittels zumindest einer Anzeigevorrichtung 20 angezeigten Videodaten 22 eine der Anzeigevorrichtungen 20 gemäss Figur 1 und einen Benutzer, welcher ein tragbares Mobilfunkgerät mit sich führt, insbesondere ein Mobilfunkgerät in Form eines sogenannten Smartphones 44. Von einem als Server fungierenden Computer 28 können über das Netzwerk mehrere in einem oder mehreren Gebäuden verteilt angeordnete Projektoren 24 so betrieben werden, dass sie gleichzeitig dieselben oder auch unterschiedliche visuelle Informationen auf die Aufzugtürflügel 16 projizieren. Mittels eines beispielsweise auf einem Smartphone 44 in Form einer sogenannten App 46 (Fig. 4) installierten Computerprogramms können Gebäude- bzw. Aufzugsbenutzer eine oder mehrere Anzeigevorrichtungen 20 so beeinflussen, dass eine gewünschte Kategorie von Informationen angezeigt wird.

    [0033] Dafür weist jede Anzeigevorrichtung 20 einen Empfänger 48 für ein von einem Smartphone 44 ausgestrahltes Signal 50 auf, insbesondere ein Signal 50 in Form eines NFC-Signals (Near Field Communication), eines ZigBee-Signals oder eines Bluetooth-Signals usw. Der Empfänger 48 ist ein zum Empfang eines solchen Signals 50 bestimmter Empfänger 48, also insbesondere ein Empfänger 48, der NFC-, ZigBee- oder Bluetooth-Signale usw. empfangen kann, allgemein ein Empfänger 48, wie er ansonsten zum Beispiel auch in einem sogenannten Wireless Personal Area Network (WPAN) verwendbar ist. Das Signal 50 wird gemäss der Funktionalität der auf dem Smartphone 44 ablaufenden App 46 ausgesandt und kodiert eine vom Verwender des Smartphones 44 zur Anzeige mittels der jeweiligen Anzeigevorrichtung 20 ausgewählte Information. Das Signal 50 wird von der Anzeigevorrichtung 20, insbesondere deren Steuerungseinrichtung 34, verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt entweder direkt durch die Anzeigevorrichtung 20 oder in Form einer Übermittlung des Signals 50 an den Computer 28, so dass dort die weitere Verarbeitung des Signals 50 erfolgt. Das Ergebnis der Verarbeitung des Signals 50 ist, dass die Anzeigevorrichtung 20 zu dem Signal 50 passende Videodaten 22 ausgibt. Wenn sich diese bereits in einem Speicher der Anzeigevorrichtung 20 befinden, kann die Ausgabe unmittelbar erfolgen. Ansonsten übermittelt der Computer 28 auf den Erhalt des von der Anzeigevorrichtung 20 weitergeleiteten Signals 50 zu dem Signal 50 passende Videodaten 22 an die Anzeigevorrichtung 20, welche diese schliesslich ausgibt. In jedem Fall erfolgt ein Vergleich eines mittels des Signals 50 übermittelten Datums mit einem Datum 52, welches eine jeweils verfügbare Information oder die zugrunde liegenden Videodaten 22 kategorisiert. Sobald eine Übereinstimmung oder eine hinreichende Übereinstimmung festgestellt wurde - durch die Anzeigevorrichtung 20, insbesondere deren Steuerungseinrichtung 34, bzw. durch den Computer 28 - kann die Ausgabe der Videodaten 22 durch die Anzeigevorrichtung 20 bzw. die Übermittlung der jeweiligen Videodaten 22 an die Anzeigevorrichtung 20 und deren anschliessende Ausgabe erfolgen. Die Kennzeichnung der Videodaten 22 mit einem eine Videodatenkategorie kodierenden Datum 52 ist neben der Stockwerkskennung 42 (Fig. 1) eine weitere Kennzeichnung der Videodaten 22. In Figur 3 ist symbolisch nur das die Videodatenkategorie kodierende Datum 52 gezeigt.

    [0034] Bei einer besonderen Ausführungsform weist die Anzeigevorrichtung 20 neben einem Empfänger 48 der oben beschriebenen Art einen Sender 54 auf. Mittels des Senders 54 werden in einem Nahbereich der Anzeigevorrichtung 20 mittels eines Smartphones 44 empfangbare Signale 56 ausgestrahlt, welche die mittels der Anzeigevorrichtung 20 anzeigbaren Informationen kodieren. Bei dem Sender 54 handelt es sich zum Beispiel um einen zum Aussenden von NFC-, ZigBee- oder Bluetooth-Signalen usw. bestimmten Sender 54, allgemein um einen Sender 54, wie er ansonsten zum Beispiel auch in einem sogenannten Wireless Personal Area Network (WPAN) verwendbar ist. Ein derartiger Sender 54 und der bereits genannte Empfänger 48 sind vorteilhaft zu einer Sender-/Empfängereinheit zusammengefasst.

    [0035] Mittels des Senders 54 oder des Senderteils der Sender-/Empfängereinheit - im Folgenden zusammenfassend als Sender 54 bezeichnet - erhält ein im Empfangsbereich des Senders 54 befindliches und eine entsprechende App 46 aufweisendes Smartphone 44 eine Liste 58 (Fig. 4) verfügbarer Informationen. Aus dieser Liste 58 oder einer vergleichbaren Anzeige der verfügbaren Informationen kann der Verwender des jeweiligen Smartphones 44 eine Information auswählen und aufgrund der Auswahl übermittelt das Smartphone 44 ein die Auswahl kodierendes Signal 50 an den Empfänger 48 der Anzeigevorrichtung 20 oder den Empfängerteil der Sender-/Empfängereinheit - im Folgenden zusammenfassend als Empfänger 48 bezeichnet. Auf den Erhalt des Signals 50 erfolgt die Ausgabe der jeweils ausgewählten Information mittels der Anzeigevorrichtung 20 oder zuvor die Anforderung der ausgewählten Information vom Computer 28, die Übermittlung der der ausgewählten Information zugrunde liegenden Videodaten 22 vom Computer 28 an die Anzeigevorrichtung 20 und schliesslich die Darstellung der ausgewählten Informationen mittels der Anzeigevorrichtung 20.

    [0036] Die Darstellung in Figur 4 zeigt insoweit in schematisch vereinfachter Art und Weise ein Smartphone 44, auf dessen Bildschirm 60 eine Liste 58 mit verfügbaren Informationen angezeigt wird. In einen Speicher 62 ist die bereits genannte App 46 geladen, welche die Funktionalität des Smartphones 44 im Zusammenhang mit der Steuerung einer oder mehrerer Anzeigevorrichtungen 20 bestimmt.

    [0037] Die Liste 58 muss nicht notwendig auf jeweils aktuell erhaltenen Signalen 56 basieren. Genauso oder zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass die App 46 bestimmte vorgegebene Informationskategorien, zum Beispiel "Sicherheitsinstruktionen", "Wegweiser", "Wetter", "Börse", "News" usw., vorsieht und dass hier eine Auswahl durch den Benutzer des Smartphones 44 möglich ist. Aufgrund einer solchen Auswahl sendet das Smartphone 44 ein Signal 50, das von einer im Empfangsbereich des Signals 50 befindlichen Anzeigevorrichtung 20 empfangen wird. Dort oder - nach interner Weiterleitung des Signals 50 an den oder einen Computer 28 - auf dem Computer 28 werden eine zu dem Signal 50 passende Information oder zugrunde liegende passende Videodaten 22 ausgewählt und mittels der Anzeigevorrichtung 20 ausgegeben bzw. an die Anzeigevorrichtung 20 übermittelt und anschliessend ausgegeben. Insoweit ist darauf hinzuweisen, dass die in dem Netzwerk für eine Anzeigevorrichtung 20 verfügbaren Informationen nicht notwendig auf statischen Videodaten 22 basieren. Genauso kann es sich bei den Videodaten 22 um dynamische Videodaten 22 handeln, die zum Beispiel mittels des Computers 28 auf Basis von im Internet abrufbaren Daten, zum Beispiel Börsendaten, Wetterdaten und dergleichen, erzeugt werden.

    [0038] Die beschriebene Auswahl wird üblicherweise durch Personal des Betreibers der Aufzugsanlage 10 durchgeführt. Ein Mitarbeiter, zum Beispiel ein Mitarbeiter eines Kaufhauses, begibt sich dafür zum Beispiel mit einem mit einer geeigneten App 46 versehenen Smartphone 44 zu einem mit der Aufzugsanlage 10 bedienten Stockwerk und einer dortigen Anzeigevorrichtung 20, um dort eine Auswahl der jeweils mittels der Anzeigevorrichtung 20 anzuzeigenden Information vorzunehmen. Durch eine Auswahl mittels des Smartphones 44 kann zum Beispiel eine gewissermassen zu dem jeweiligen Stockwerk passende Information ausgewählt werden. Lediglich beispielhaft soll im Interesse einer möglichst einfachen Erläuterung dieses Aspekts davon ausgegangen werden, dass sich die Aufzugsanlage 10 in einem Kaufhaus befindet und dass in den mit der Aufzugsanlage 10 erreichbaren unterschiedlichen Stockwerken Waren unterschiedlicher Kategorien angeboten werden, zum Beispiel Sportartikel in einem obersten Stockwerk, Herrenbekleidung in einem darunter liegenden Stockwerk, Damenbekleidung in einem wiederum darunter liegenden Stockwerk, Haushaltswaren im Erdgeschoss und Lebensmittel in einem Untergeschoss. Dann kann mittels des Smartphones 44 und der App 46 für dasjenige Stockwerk, in dem Sportartikel angeboten werden, als mittels der Anzeigevorrichtung 20 ausgegebene Information zum Beispiel eine Werbung für einen bestimmten Sportartikel oder mehrere bestimmte Sportartikel, ein Hinweis auf Sonderangebote im Sportartikelbereich und dergleichen ausgewählt werden. Gleiches gilt in diesem Beispiel entsprechend für die weiteren Stockwerke des Kaufhauses. Die Art der Darstellung der Information kann dabei auch durch die Art der Videodaten 22 oder die Art von deren Bereitstellung bestimmt werden. Die Videodaten 22 können zum Beispiel als kontinuierlicher oder als zyklisch wiederholter Videodatenstrom zur Verfügung gestellt werden (im Speicher der Anzeigevorrichtung 20 oder durch den oder einen Computer 28). Genauso kann durch die Steuerungseinrichtung 34 eine zufällige Auswahl von bereits im Speicher der Anzeigevorrichtung 20 befindlichen Videodaten 22 oder durch den Computer 28 eine zufällige Auswahl von zur Anzeigevorrichtung 20 übermittelten Videodaten 22 - jeweils innerhalb einer zu der jeweiligen Auswahl passenden Kategorie - erfolgen. Zusätzlich oder alternativ kann, ebenfalls mittels der Steuerungseinrichtung 34 oder des Computers 28, eine uhrzeitabhängige Auswahl von Videodaten 22 erfolgen.

    [0039] Eine Zuordnung jeweils einer Stockwerkskennung 42 zu einzelnen Videodaten 22 kann grundsätzlich nach demselben Prinzip erfolgen. Weil anhand der Stockwerkskennung 42 und einem jeweils ausgewählten Zielstockwerk dem Benutzer der Aufzugsanlage 10 während des Wartens auf die Aufzugskabine 14 mittels der jeweiligen Anzeigevorrichtung 10 Videodaten 22 angezeigt werden, die sich auf das jeweilige Zielstockwerk beziehen, kann es sich bei den Videodaten 22 um Videodaten 22 handeln, welche die unterschiedlichen Angebotskategorien eines Kaufhauses illustrieren. Die einzelnen Videodaten 22 werden demgemäss mit einer Stockwerkskennung 42 ausgezeichnet, je nachdem welche Informationen die Videodaten 22 beinhalten und auf welchen Stockwerk Waren entsprechend der enthaltenen Informationen angeboten werden. Wenn sich in einem grösseren Gebäude auf einem Stockwerk zum Beispiel mehrere Dienstleister befinden, können diese mit einer entsprechenden Stockwerkskennung 42 versehene Videodaten 22 in dem Videodatenspeicher 30 hinterlegen oder hinterlegen lassen. Bei einer Mehrzahl von Videodaten 22 mit identischer Stockwerkskennung 42 kann eine zyklische Anzeige solcher Videodaten 22 erfolgen. Es kann auch vorgesehen sein, dass ein Unternehmen oder dergleichen, das auf diese Weise Videodaten 22 zur Anzeige mittels des Anzeigesystems 18 zur Verfügung stellt, gewissermassen eine Dauer, während derer diese angezeigt werden, und/oder deren Position in einer Gruppe von Videodaten 22 mit gleicher Stockwerkskennung 42 bucht.

    [0040] Um zu vermeiden, dass Aufzugsbenutzer durch die auf die Aufzugstürflügel 16 gerichteten Projektoren 24 angestrahlt und dadurch geblendet oder erschreckt werden, bewirkt die Steuerungseinrichtung 34 eine Unterbrechung der Projektion 38 auf die Aufzugstürflügel 16. Dies kann mittels einer mechanischen Blende oder dergleichen erfolgen, welche in den Gang der Projektionslichtstrahlen 38 bewegt wird und diese somit unterbricht. Genauso, nämlich zusätzlich oder alternativ, kann vorgesehen sein, dass zur Unterbrechung der Projektion 38 mittels der Steuerungseinrichtung 34 eine Aussendung von Projektionslichtstrahlen 38 durch eine entsprechende Ansteuerung des Projektors 24 gestoppt wird.

    [0041] Dazu zeigt Figur 5 entsprechend dem in Figur 1 mit IV bezeichneten Ausschnitt eine vergrösserte Darstellung des Projektors 24. Das den Projektor 24 üblicherweise umgebende Gehäuse 26 ist nicht gezeigt. Dagegen ist zusätzlich zu der Darstellung in Figur 1 eine von dem Projektor 24 umfasste und mittels der Steuerungseinrichtung 34 ansteuerbare und im Betrieb des Projektors 24 angesteuerte Strahlquelle 64 gezeigt. Die Ansteuerung erfolgt bei der hier vorgeschlagenen Ausführungsform mittels eines Videosignals, insbesondere eines HDMI-Signals, das mittels eines Videokabels, insbesondere eines HDMI-Kabels 66, von der Steuerungseinrichtung 34 an die Strahlquelle 64 übertragen wird. Im Falle von als Videosignalen generierten HDMI-Signalen entsprechen die von der Steuerungseinrichtung 34 generierten HDMI-Signale dem High Definition Multimedia Interface-Standard und die Belegung der Stecker des HDMI-Kabels 66 entspricht der nach diesem Standard vorgesehenen Pinbelegung.

    [0042] Die Unterbrechung der Projektion 38 zur Vermeidung einer Blendung der Aufzugsbenutzer erfolgt durch ein Umschalten der Strahlquelle 64 auf "schwarz". Dazu wird ein mittels der Steuerungseinrichtung 34 der Anzeigevorrichtung 20 generiertes oder in einem für die Steuerungseinrichtung 34 zugänglichen Speicher 36 gespeichertes Bild verwendet, welches ausschliesslich oder zumindest im Wesentlichen Bildpunkte mit einem Farbwert "schwarz" oder einem Farbwert zumindest in der Nähe von "schwarz" aufweist. Dieses Bild wird im Folgenden kurz als Schwarzbild 68 bezeichnet und zur Unterbrechung der sichtbaren Projektion 38 wird zur Vermeidung einer Blendung der Aufzugsbenutzer das Schwarzbild 68 anstelle der ansonsten ausgegebenen Videodaten 22 ausgegeben. Dafür erfolgt in grundsätzlich an sich bekannter Art und Weise eine Übermittlung eines das Schwarzbild 68 kodierenden Videosignals, insbesondere eines HDMI-Signals, mittels des Videokabels, insbesondere des als Videokabel fungierenden HDMI-Kabels 66. Die gemäss dem hier beschriebenen Ansatz erfolgende Unterbrechung der sichtbaren Projektion 38 ist demnach keine absolute Unterbrechung der Projektion 38, sondern vielmehr eine Unterbrechung einer Projektion 38, soweit davon ein Aussenden sichtbarer Lichtstrahlen mittels der Strahlquelle 64 umfasst ist. Bei der Ausgabe des Schwarzbilds 68 werden keine sichtbaren Lichtstrahlen ausgegeben und folglich kann es auch nicht zu einer Blendung von Personen kommen.

    [0043] Die Unterbrechung der sichtbaren Projektion 38 mittels des Schwarzbilds 68 erfolgt aufgrund eines von einem Sensor 70 erhältlichen Sensorsignals. Die Ausgabe des Schwarzbilds 68 erfolgt zumindest solange von dem Sensor 70 ein entsprechendes Sensorsignal ansteht. Der Sensor 70 ist bei einem in einer Aufzugskabine 14 platzierten Projektor 24 zumindest einem der Kabinentürflügel 16.2 zugeordnet. Bei einem ausserhalb des Aufzugsschachts 12 platzierten Projektor 24 ist der Sensor 70 zumindest einem der Schachttürflügel 16.1 desjenigen Stockwerks, auf dem sich der Projektor 24 befindet, zugeordnet. Diese letztere Situation ist in der Darstellung in Figur 1 gezeigt. Mittels des Sensors 70 oder mittels einer zumindest einen Sensor 70 umfassenden Sensorik wird beim Betrieb der Anzeigevorrichtung 20 ein Geschlossen-Zustand der jeweiligen Aufzugstürflügel 16, also der Schachttürflügel 16.1 und/oder der Kabinentürflügel 16.2, erfasst.

    [0044] Mittels der Steuerungseinrichtung 34 erfolgen eine Verarbeitung des Sensorsignals und eine Auswertung des damit kodierten Geschlossen-Zustands. Sobald der Geschlossen-Zustand nicht mehr gegeben ist und die Steuerungseinrichtung 34 ein entsprechendes Sensorsignal von dem Sensor 70 empfängt, veranlasst die Steuerungseinrichtung 34 die oben beschriebene Unterbrechung der sichtbaren Projektion 38.

    [0045] Die Generierung des Sensorsignals mittels eines Sensors 70 und dessen Auswertung mittels der Steuerungseinrichtung 34 jeweils einer Anzeigevorrichtung 20 erfolgt unabhängig vom Betrieb einer jeweiligen Aufzugsanlagensteuerung. Wenngleich grundsätzlich selbstverständlich die Möglichkeit besteht, das von der Steuerungseinrichtung 34 verarbeitete Sensorsignal von einem zur Aufzugsanlagensteuerung gehörigen Sensor (nicht gezeigt) abzugreifen, hat ein von der Aufzugsanlagensteuerung unabhängiger Sensor 70 den Vorteil, dass bei der Installation der Anzeigevorrichtungen 20 kein Eingriff in die Aufzugsanlagensteuerung notwendig ist. Dies ist speziell bei bereits existierenden Aufzugsanlagen 10 ein erheblicher Vorteil.

    [0046] Abschliessend lässt sich damit die hier vorgeschlagene Neuerung kurz wie folgt beschreiben: Angegeben werden eine Aufzugsanlage 10 mit Zielrufsteuerung und mit einem zumindest eine Vorrichtung 20 zur Anzeige von Bildinformationen in Form einer Projektion 38 im Bereich der Aufzugsanlage 10 umfassenden Anzeigesystem 18 sowie ein Verfahren zu deren Betrieb, wobei eine jeweilige Projektion 38 der mindestens einen Vorrichtung 20 mittels einer im Rahmen der Zielrufsteuerung erfolgenden Auswahl eines Zielstockwerks beeinflussbar ist und bei einer Ausführung des Verfahrens beeinflusst/vorgegeben wird. Die hier vorgelegte Beschreibung ist auch so zu lesen, dass damit eine von einer bestimmten Art einer Aufzugsanlage 10 oder deren Steuerungsprinzip unabhängige Vorrichtung 20 zur Anzeige von Bildinformationen in Form einer Projektion 38 im Bereich einer Aufzugsanlage 10 (Anzeigevorrichtung 20) sowie ein Verfahren zu deren Betrieb angegeben werden, wobei mittels der Vorrichtung 20 ein von einem Sensor 70 erhältliches Signal zur Unterbrechung der sichtbaren Projektion 38 auswertbar ist und wobei zur Unterbrechung der sichtbaren Projektion 38 die Vorrichtung 20 auf eine Ausgabe eines Schwarzbilds 68 umschaltbar ist und im Betrieb umgeschaltet wird.


    Ansprüche

    1. Aufzugsanlage (10) mit Zielrufsteuerung, bei welcher eine Auswahl eines Zielstockwerks vor dem Betreten einer Aufzugskabine an eine Steuerungsvorrichtung übermittelt wird, und mit einem zumindest eine Vorrichtung (20) zur Anzeige von Bildinformationen in Form einer Projektion (38) im Bereich der Aufzugsanlage (10) umfassenden Anzeigesystem (18), wobei eine jeweilige Projektion (38) der mindestens einen Vorrichtung (20) mittels der im Rahmen der Zielrufsteuerung erfolgenden Auswahl eines Zielstockwerks beeinflussbar ist, dadurch gekennzeichnet dass mittels der Vorrichtung (20) ein von einem Sensor (70) erhältliches Signal zur Unterbrechung der sichtbaren Projektion (38) auswertbar ist und wobei zur Unterbrechung der sichtbaren Projektion (38) die Vorrichtung (20) auf eine Ausgabe eines Schwarzbilds (68) umschaltbar ist.
     
    2. Aufzugsanlage (10) nach Anspruch 1, wobei dem Anzeigesystem (18) ein Videodatenspeicher (30) mit Videodaten (22) zugeordnet ist, wobei den Videodaten (22) jeweils eine Stockwerkskennung (42) zugeordnet ist und wobei eine jeweilige Projektion (38) der mindestens einen Vorrichtung (20) mittels einer im Rahmen der Zielrufsteuerung erfolgenden Auswahl eines Zielstockwerks beeinflussbar ist, indem als Projektion (38) diejenigen Videodaten (22) ausgebbar sind, welche gemäss der Stockwerkskennung (42) zu dem jeweiligen Zielstockwerk passen.
     
    3. Aufzugsanlage (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Schwarzbild (68) ausschliesslich Bildpunkte mit einem der Farbe schwarz entsprechenden Farbwert umfasst.
     
    4. Aufzugsanlage (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Vorrichtung (20) eine Steuerungseinrichtung (34) und einen Speicher (36) umfasst, wobei das Schwarzbild (68) in dem Speicher (36) gespeichert ist und wobei die Umschaltung der Vorrichtung (20) auf eine Ausgabe des Schwarzbilds (68) erfolgt, indem mittels der Steuerungseinrichtung (34) eine Weiterleitung von aufgrund des Schwarzbilds (68) resultierenden Videosignalen an eine von der Vorrichtung (20) umfasste Strahlquelle (64) bewirkbar ist.
     
    5. Aufzugsanlage (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Sensor (70) einem Aufzugstürflügel (16), nämlich einem Schachttürflügel (16.1) oder einem Kabinentürflügel (16.2), zugeordnet ist.
     
    6. Aufzugsanlage (10) nach Anspruch 5, wobei als Sensor (70) ein berührungsloser Sensor, ein optischer Sensor, ein berührungsloser induktiver Sensor, ein berührungsloser kapazitiver Sensor oder ein Reedschalter fungiert.
     
    7. Aufzugsanlage (10) nach Anspruch 5 oder 6, wobei der Sensor (70) innerhalb eines Aufzugsschachts (12) der Aufzugsanlage (10) platziert und dort auf einen Aufzugstürflügel (16), nämlich einen Schachttürflügel (16.1) oder einen Kabinentürflügel (16.2), gerichtet ist.
     
    8. Verfahren zum Betrieb einer Aufzugsanlage (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei eine jeweilige Projektion (38) der mindestens einen Vorrichtung (20) mittels einer im Rahmen der Zielrufsteuerung erfolgten Auswahl eines Zielstockwerks beeinflusst wird, wobei mittels der Vorrichtung (20) eine Anzeige von Videodaten (22) in Form einer Projektion (38) erfolgt, wobei beim Betrieb und mittels der Vorrichtung (20) ein von einem Sensor (70) erhältliches Signal zur Unterbrechung der sichtbaren Projektion (38) ausgewertet wird und wobei zur Unterbrechung der sichtbaren Projektion (38) die Vorrichtung (20) auf eine Ausgabe eines Schwarzbilds (68) umgeschaltet wird.
     
    9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei dem Anzeigesystem (18) ein Videodatenspeicher (30) mit Videodaten (22) zugeordnet ist, wobei den Videodaten (22) jeweils eine Stockwerkskennung (42) zugeordnet ist und wobei eine jeweilige Projektion (38) der mindestens einen Vorrichtung (20) mittels einer im Rahmen der Zielrufsteuerung erfolgenden Auswahl eines Zielstockwerks beeinflusst wird, indem als Projektion (38) diejenigen Videodaten (22) ausgegeben werden, welche gemäss der Stockwerkskennung (42) zu dem jeweiligen Zielstockwerk passen.
     
    10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei das Schwarzbild (68) in einen von der Vorrichtung (20) umfassten Speicher (36) geladen ist und wobei die Umschaltung der Vorrichtung (20) auf eine Ausgabe des Schwarzbilds (68) erfolgt, indem mittels einer von der Vorrichtung (20) umfassten Steuerungseinrichtung (34) eine Umschaltung erfolgt, welche eine Weiterleitung von aufgrund des Schwarzbilds (68) resultierenden Videosignalen an eine von der Vorrichtung (20) umfasste Strahlquelle (64) bewirkt.
     


    Claims

    1. Elevator system (10) having destination call control, in which a selection of a destination floor is transmitted to a control device before an elevator cabin is entered, and having a display system (18) comprising at least a device (20) for displaying video data in the form of a projection (38) in the region of the elevator system (10) whereby a respective projection (38) of the at least one device (20) can be influenced by means of the selection of a destination floor in the context of the destination call control, characterized in that, by means of the device (20), a signal for the interruption of the visible projection (38) available from a sensor (70) can be analyzed and whereby the device (20) can be and is switched to the emission of a black image (68) when in operation to interrupt the visible projection (38).
     
    2. Elevator system (10) according to claim 1, wherein a video data memory (30) with video data (22) is associated with the display system (18), wherein the video data (22) is assigned to a floor identifier (42), and wherein a respective projection (38) of the at least one device (20) that can be influenced by means of a selection of a destination floor that takes place in the context of the destination call control in that video data (22) can be output as a projection (38) that, according to its floor identifier (42) matches the respective destination floor.
     
    3. Elevator system (10) according to claim 1 or 2, wherein the black image (68) comprises exclusively pixels with a color value corresponding to the color black.
     
    4. Elevator system (10) according to claim 1 to 3, wherein the device (20) comprises a control device (34) and a memory (36), wherein the black image (68) is stored in the memory (36), and wherein the switching of the device (20) to an emission of the black image (68) takes place in that a forwarding of video signals resulting from the black image (68) are forwarded to a beam source (64) comprised in the device (20) which can be performed by the control device (34).
     
    5. Elevator system (10) according to any of claims 1 to 4, wherein the sensor (70) is assigned to an elevator door wing (16), namely a shaft door wing (16.1) or a cabin door wing (16.2).
     
    6. Elevator system (10) according to claim 5, whereby a contactless sensor, in particular an optical sensor, a contactless inductive sensor, a contactless capacitive sensor, or a reed switch function as the sensor (70).
     
    7. Elevator system (10) according to claim 5 or 6, wherein the sensor (70) is placed inside an elevator shaft (12) of the elevator system (10) and is pointed there toward an elevator door wing (16), namely a shaft door wing (16.1) or a cabin door wing (16.2).
     
    8. Method for operating an elevator system (10) according to any of claims 1 to 7, wherein a respective projection (38) of the at least one device (20) is influenced by the selection of a destination floor performed in the context of the destination call control, wherein, by means of the device (20), video data (22) is displayed in the form of a projection (38), wherein when in operation and by means of the device (20) a signal for the interruption of the visible projection (38) available from a sensor (70) can be analyzed, and whereby the device (20) can be and is switched to the emission of a black image (68) when in operation to interrupt the visible projection (38).
     
    9. Method according to claim 8, wherein a video data memory (30) with video data (22) is associated with the display system (18), wherein the video data (22) is assigned to a floor identifier (42), and wherein a respective projection (38) of the at least one device (20) that is influenced by means of a selection of a destination floor that takes place in the context of the destination call control in that the video data (22) can be output as a projection (38) that, according to its floor identifier (42), matches the respective destination floor.
     
    10. Method according to claim 8 or 9, wherein the black image (68) is stored in a memory (36) comprised in the device (20) and wherein the switching of the device (20) to an emission of the black image (68) takes place in that a control device (34) comprised in the device (20) makes a switch that results in a forwarding of video signals resulting from the black image (68) to a beam source (64) comprised in the device (20).
     


    Revendications

    1. Installation d'ascenseur (10) à commande d'appel de destination, dans laquelle une sélection d'un étage de destination est transmise à un dispositif de commande avant l'entrée dans une cabine d'ascenseur, et comportant un système d'affichage (18) comprenant au moins un dispositif (20) destiné à l'affichage des informations d'image sous la forme d'une projection (38) dans la zone de l'installation d'ascenseur (10), dans laquelle une projection (38) respective de l'au moins un dispositif (20) peut être influencée au moyen de la sélection d'un étage de destination effectuée dans le cadre de la commande d'appel de destination, caractérisée en ce que, au moyen du dispositif (20), un signal reçu par un capteur (70) peut être évalué pour interrompre la projection (38) visible et dans laquelle le dispositif (20) peut être commuté sur une sortie d'une image noire (68) pour interrompre la projection (38) visible.
     
    2. Installation d'ascenseur (10) selon la revendication 1, dans laquelle une mémoire de données vidéo (30) comportant des données vidéo (22) est associée au système d'affichage (18), dans laquelle respectivement une identification d'étage (42) est associée aux données vidéo (22), et dans laquelle une projection (38) respective de l'au moins un dispositif (20) peut être influencée au moyen d'une sélection d'un étage de destination effectuée dans le cadre de la commande d'appel de destination, les données vidéo (22) respectives, lesquelles, selon l'identification d'étage (42), correspondant à l'étage de destination respectif, peuvent être sorties en tant que projection (38).
     
    3. Installation d'ascenseur (10) selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle l'image noire (68) comprend exclusivement des points d'image présentant une valeur de couleur correspondant à la couleur noire.
     
    4. Installation d'ascenseur (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans laquelle le dispositif (20) comprend un dispositif de commande (34) et une mémoire (36), dans laquelle l'image noire (68) est mémorisée dans la mémoire (36), et dans laquelle la commutation du dispositif (20) s'effectue sur une sortie de l'image noire (68), au moyen du dispositif de commande (34) une transmission des signaux vidéo résultant de l'image noire (68) à une source de rayonnement (64) comprise dans le dispositif (20), pouvant être effectuée.
     
    5. Installation d'ascenseur (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans laquelle le capteur (70) est associé à un battant de porte d'ascenseur (16), à savoir à un battant de porte de cage (16.1) ou à un battant de porte de cabine (16.2).
     
    6. Installation d'ascenseur (10) selon la revendication 5, dans laquelle le capteur (70) est un capteur sans contact, un capteur optique, un capteur inductif sans contact, un capteur capacitif sans contact ou un commutateur à lames.
     
    7. Installation d'ascenseur (10) selon la revendication 5 ou 6, dans laquelle le capteur (70) est placé à l'intérieur d'une cage d'ascenseur (12) de l'installation d'ascenseur (10) et y est orienté vers un battant de porte d'ascenseur (16), à savoir vers un battant de porte de cage (16.1) ou vers un battant de porte de cabine (16.2).
     
    8. Procédé de fonctionnement d'une installation d'ascenseur (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans lequel une projection (38) respective de l'au moins un dispositif (20) est influencée au moyen d'une sélection d'un étage de destination effectuée dans le cadre de la commande d'appel de destination, dans lequel un affichage de données vidéo (22) sous la forme d'une projection (38) est effectué au moyen du dispositif (20), dans lequel, lors du fonctionnement et au moyen du dispositif (20), un signal reçu par un capteur (70) est évalué pour interrompre la projection (38) visible, et dans lequel, pour interrompre la projection (38) visible, le dispositif (20) est commuté sur une sortie d'une image noire (68).
     
    9. Procédé selon la revendication 8, dans lequel une mémoire de données vidéo (30) comportant des données vidéo (22) est associée au système d'affichage (18), dans lequel respectivement une identification d'étage (42) est associée aux données vidéo (22), et dans lequel une projection (38) respective de l'au moins un dispositif (20) est influencée au moyen d'une sélection d'un étage de destination effectuée dans le cadre de la commande d'appel de destination, les données vidéo (22) respectives, lesquelles, selon l'identification d'étage (42), correspondant à l'étage de destination respectif, étant affichées sous forme de projection (38).
     
    10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, dans lequel l'image noire (68) est chargée dans une mémoire (36) comprise dans le dispositif (20), et dans lequel la commutation du dispositif (20) s'effectue sur une sortie de l'image noire (68), au moyen d'un dispositif de commande (34) compris dans le dispositif (20), une commutation est effectuée, laquelle provoque une transmission des signaux vidéo résultant de l'image noire (68) à une source de rayonnement (64) comprise dans le dispositif (20).
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente