(19)
(11) EP 3 718 657 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.02.2022  Patentblatt  2022/07

(21) Anmeldenummer: 20160403.0

(22) Anmeldetag:  02.03.2020
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B21D 35/00(2006.01)
B21D 43/10(2006.01)
B23Q 3/06(2006.01)
B21D 37/08(2006.01)
B21F 1/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B21D 37/08; B21D 35/00

(54)

VORRICHTUNG ZUR BEARBEITUNG VON ROHRFÖRMIGEN BAUTEILEN

DEVICE FOR MACHINING TUBULAR COMPONENTS

DISPOSITIF D'USINAGE DE COMPOSANTS TUBULAIRES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 08.03.2019 DE 102019105943

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.10.2020  Patentblatt  2020/41

(73) Patentinhaber: Familie Burger GbR
87484 Nesselwang (DE)

(72) Erfinder:
  • Burger, Manuel
    20357 Hamburg (DE)

(74) Vertreter: Charrier Rapp & Liebau 
Patentanwälte PartG mbB Fuggerstraße 20
86150 Augsburg
86150 Augsburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
CN-A- 109 304 632
DE-A1-102007 004 165
JP-A- 2005 279 785
DE-A1-102005 057 658
DE-U1-202009 002 356
JP-U- S4 710 980
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bearbeitung von rohrförmigen Bauteilen, insbesondere zur Herstellung von Gurtstrafferrohren.

    [0002] Rohrförmige Bauteile werden insbesondere in der Fahrzeugindustrie in großer Zahl benötigt. So werden z.B. bei Gurtstraffersystemen speziell geformte Gurtstrafferrohre eingesetzt, in denen ein Treibsatz angeordnet ist. Der in einer umgeformten Tulpe im Gurtstrafferrohr eingebördelte Treibsatz bläst im Gurtstrafferrohr befindliche Kugeln auf ein Turbinenrad und wickelt dadurch einen Sicherheitsgurt auf, um einen Passagier im Falle eines Unfalls an die Rücklehne zu ziehen und dadurch den zur Verfügung stehenden ,Bremsweg' so groß wie möglich zu gestalten. Um die Effizienz des Systems zu steigern, werden die durch den Treibsatz erzeugten Explosionsdrücke immer höher. Dadurch wird auch eine immer größere Festigkeit des Rohres erforderlich. Insbesondere in dem um die Rückseite des späteren Sprengsatzes herum geformten und zum Auffangen des Rückstoßes des Sprengsatzes ausgebildeten Bereich der Tulpe, in dem sich die Rohrwandstärke durch Aufweiten des Rohres ausdünnt, sind hohe Festigkeiten gefordert. Um diese Ausdünnung zu kompensieren und um im Tulpenbereich eine größere Rohrwandstärke zu erreichen, wird neuerdings die Rohrwandstärke im ganzen Tulpenbereich verdickt. Diese Verdickung über eine relativ lange Distanz, sowie das anschließende Aufweiten und das danach notwendige Beschneiden, Stirnen, etc., erfordert jedoch viele Bearbeitungsstationen. Vielfach sind sogar mehr als 32 Bearbeitungs- und Prüfstationen zur Herstellung eines Gurtstrafferrohrs erforderlich. Derzeit werden derartige Gurtstrafferrohre entweder in vielen Einzelstationen mit manueller Verkettung hergestellt oder sie werden in großflächigen Teilanlagen mit relativ hohen Taktzeiten gefertigt. Da bei nahezu jeder Bearbeitungsstation auch immer eine massive Klemmung zur Halterung der rohrförmigen Bauteile benötigt wird, sind auch hohe Klemmkräfte gefordert, die bei Einzelanlagen mit mehreren Bearbeitungsstationen zu Pressenstößeln mit einer großen Bewegungsmasse und einer nicht mehr realisierbaren Stempelbreite führen würden. Alleine die zu bewegenden hohen Massen würden einem schnellen Bearbeitungsprozess entgegenstehen. Werden die Klemmkräfte dagegen individuell in einzelnen Stationen erzeugt, führt dies zu erheblichen Anlagegrößen, welche dann in Teilanlagen aufgeteilt werden müssen.

    [0003] Aus der DE 10 2005 057 658 A1 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke bekannt. Diese weist einen Grundkörper mit mehreren nebeneinander angeordneten Bearbeitungsstationen auf. Der Grundkörper besteht aus einem als Auflage für die Werkstücke dienenden Unterteil und einem als Pressenstößel ausgeführten Oberteil, zwischen denen die Werkstücke während der Bearbeitung klemmend gehalten werden. Bei einer solchen Vorrichtung müssen allerdings zur gleichzeitigen Klemmung mehrerer Werkstücke relativ große Massen bewegt werden.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist, eine Vorrichtung zur Bearbeitung von rohrförmigen Bauteilen zu schaffen, die kompakt aufgebaut ist und eine Vielzahl unterschiedlicher Bearbeitungsschritte mit kurzen Taktzeiten ermöglicht.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Bearbeitung von rohrförmigen Bauteilen. mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

    [0006] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung enthält die zur klemmenden Halterung der Werkstücke während der Bearbeitung konzipierte Klemmeinrichtung mehrere an den Bearbeitungsstationen des Grundkörpers angeordnete Klemmeinheiten mit am Grundkörper verschiebbar angeordneten beweglichen Klemmelementen, die durch einen am Grundkörper in dessen Längsrichtung beweglich angeordneten Klemmbalken über federnde Klemmhebel verschiebbar sind. Durch den zentralen Antrieb der beweglichen Klemmelemente über den in Längsrichtung des Grundkörpers verschiebbaren Klemmbalken wird ermöglicht, dass eine große Anzahl an aufeinanderfolgenden Bearbeitungs- und Prüfstationen auf engstem Raum untergebracht werden können. Sich wiederholende Arbeitsbewegungen in den verschiedenen Stationen können so über einen gemeinsamen Antrieb mechanisch zusammengefasst und mit äußerst geringem Stationsabstand verwirklicht werden. Es werden dadurch kurze Transferwege mit direkt einsehbarem Teiletransfer, ein übersichtlicher Werkzeugaufbau, kurze Taktzeiten, hohe Produktionsgeschwindigkeiten und eine flexible Fertigung mit integrierter Qualitätskontrolle ermöglicht. Durch die Betätigung der Klemmelemente über Klemmfedern kann der Antrieb der Klemmeinrichtung unter optimaler Platzausnutzung gegenüber den Bearbeitungseinheiten versetzt werden. Außerdem können die Werkstückspannkräfte der einzelnen Klemmeinheiten durch geeignete Auswahl der Klemmfedern oder durch einfache Verstellung ihrer Vorspannwege an die jeweiligen Bearbeitungsschritte angepasst und verändert werden. Auf diese Weise können so beliebige Werkstückspannkräfte von 1 bis 30 t erzeugt werden.

    [0007] In einer zweckmäßigen Ausführung können die Klemmeinheiten den beweglichen Klemmelementen zugeordnete feste Klemmelemente aufweisen. Dadurch können die Werkstücke zwischen einem festen und einem beweglichen Klemmelement gespannt werden.

    [0008] Die federnden Klemmhebel können in vorteilhafter Weise um Achsen drehbar an dem Grundkörper gelagert sein. Sie können mit ihren oberen Hebelarmen an den beweglichen Klemmelementen anliegen und mit ihren unteren Hebelarmen in Aufnahmen an dem Klemmbalken eingreifen.

    [0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung können die Aufnahmen verstellbar an dem Klemmbalken angeordnet sein oder austauschbare Einsätze zur Aufnahme der unteren Hebelarme der Klemmhebel aufweisen. Dadurch können die Vorspannwege besonders einfach verändert und somit die Klemmkräfte an die jeweiligen Bearbeitungsanforderungen angepasst werden.

    [0010] Die federnden Klemmhebel können einteilig aus Federstahl oder einem anderen federnden Material hergestellt sein. Die federnden Klemmhebel können aber auch aus mehreren Teilen bestehen, wobei der obere Hebelarm z.B. aus Stahl und der untere Hebelarm aus Federstahl hergestellt sein kann.

    [0011] In einer besonders platzsparenden Bauweise kann der Klemmbalken über Führungsschienen verschiebbar an einer Vorderseite des Grundteils geführt und durch einen Antriebsmotor über einen Exzenterantrieb bewegbar sein.

    [0012] An den Bearbeitungsstationen des Grundkörpers sind zweckmäßigerweise unterschiedlich gestaltete Bearbeitungseinheiten mit einem am Grundkörper verschiebbar angeordneten Stößel oder Schlitten zum Antrieb von Werkzeugen angeordnet. Der Antrieb der Stößel oder Schlitten kann durch motorisch angetriebene Wellen über einen Exzenterantrieb mit Antriebsexzenter oder einen Kurvenantrieb mit einer Kurvenscheibe erfolgen. Die Wellen sind zweckmäßigerweise über Drehlager in Lagerbohrungen des Grundkörpers drehbar gelagert und über Antriebsmotoren angetrieben. Die Wellen können getrennt oder über miteinander kämmende Zahnräder und ein Getriebe von einem gemeinsamen Antriebsmotor angetrieben sein.

    [0013] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
    Figur 1
    einen Grundkörper einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bearbeitung von rohrförmigen Bauteilen mit Klemmeinheiten und Bearbeitungseinheiten in einer Perspektive;
    Figur 2
    einen Querschnitt durch den in Figur 1 gezeigten Grundkörper im Bereich eines vertikal verschiebbaren Stößels oder Schlittens;
    Figur 3
    eine Schnittansicht des Grundkörpers im Bereich von Wellen zum Antrieb von vertikal beweglichen Stößeln oder Schlitten;
    Figur 4
    eine Vorderansicht eines Teils der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung mit Klemmeinheiten in einer Öffnungsstellung und
    Figur 5
    eine Vorderansicht eines Teils der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung mit Klemmeinheiten in einer Klemmstellung.


    [0014] In Figur 1 ist ein Grundkörper 1 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bearbeitung von rohrförmigen Bauteilen, insbesondere zur Herstellung von Gurtstrafferrohren, gezeigt. An dem hier als Längsträger in Kastenbauweise ausgebildeten Grundkörper 1 sind mehrere nebeneinander angeordnete Bearbeitungsstationen 2 zur Durchführung aufeinanderfolgender Bearbeitungsschritte an rohrförmigen Bauteilen vorgesehen. An den einzelnen Bearbeitungsstationen 2 des Grundkörpers 1 sind unterschiedlich gestaltete Bearbeitungseinheiten 3 zur Durchführung diverser Bearbeitungsschritte, wie z.B. Stanz-, Verdick-, Aufweit-, Kalibier- und Biegevorgänge, angeordnet. An dem Grundkörper 1 ist außerdem eine Klemmeinrichtung mit mehreren an den Bearbeitungsstationen 2 angeordneten und im Folgenden noch näher erläuterten Klemmeinheiten 4 zur Halterung der rohrförmigen Bauteile während der Bearbeitung vorgesehen.

    [0015] Zur vereinfachten Darstellung sind in Figur 1 nur einzelne Bearbeitungseinheiten 3 und einzelne Klemmeinheiten 4 gezeigt. Je nach Bedarf und Bearbeitungsanforderungen können am Grundkörper 1 mehrere auch unterschiedlich gestaltete Bearbeitungseinheiten 3 und Klemmeinheiten 4 angebracht werden. An dem Grundkörper 1 ist ferner eine hier nicht dargestellte Transfereinrichtung angeordnet, durch welche die rohrförmigen Werkstücke von der einen zur nächsten Bearbeitungsstation 2 weitertransportiert werden können. Die Transfereinrichtung kann z.B. aus einem oder mehreren Greifern bestehen, die an einer oder mehreren zum Grundkörper 1 parallelen Führungsschienen verfahrbar sind. Bei der gezeigten Ausführung ist der Grundkörper 1 als horizontal angeordneter Längsträger ausgeführt. Der Grundkörper 1 kann aber auch ein vertikal angeordneter Längsträger mit mehreren übereinander angeordneten Bearbeitungsstationen 2 sein.

    [0016] Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführung sind an einer Vorderseite 5 des auf Tragschienen 6 abgestützten und als Hohlträger ausgebildeten kastenförmigen Grundkörpers 1 mehrere nebeneinander angeordnete, in Vertikalrichtung verschiebbare Stößel oder Schlitten 7 zur Betätigung der Bearbeitungseinheiten 3 angeordnet. Über die verschiebbar geführten Stößel oder Schlitten 7 können z.B. Stanzwerkzeuge, Aufweitdorne oder andere Umform- und Bearbeitungswerkzeuge bewegt und angetrieben werden. Der Antrieb der Stößel oder Schlitten 7 kann durch motorisch angetriebene Wellen 8 über einem Exzenterantrieb mit einem z.B. als exzentrischer Antriebszapfen ausgebildeten Antriebsexzenter 9 oder einen Kurvenantrieb mit einer Kurvenscheibe 10 erfolgen. Die Wellen 8 sind die in entsprechenden Lagerbohrungen 11 des Grundkörpers 1 drehbar gelagert und können über Antriebsmotoren 12 angetrieben werden.

    [0017] In Figur 2 ist ein Querschnitt durch den Grundkörper 1 im Bereich eines vertikal verschiebbaren Stößels oder Schlittens 7 gezeigt. Wie aus dieser Darstellung hervorgeht, ist die mit einem exzentrischen Antriebszapfen 9 versehene Welle 8 über Drehlager 13 und 14 in einer vorderen Wand 15 und einer hinteren Wand 16 des Grundkörpers 1 drehbar gelagert. Durch den mittels der Welle 8 verschiebbaren Stößel oder Schlitten 7 ist ein Aufweitdorn 17 zum Aufweiten des nach unten gebogenen Endes eines rohrförmigen Bauteils 18 vertikal verschiebbar. Zur Drehung der Welle 8 ist an ihrem gegenüber der hinteren Wand 16 des Grundkörpers 1 vorstehenden hinteren Ende 19 ein Zahnrad 20 befestigt.

    [0018] Aus Figur 3 ist ersichtlich, dass mehrere der über die Drehlager 13 und 14 in der vorderen und hinteren Wand 15 bzw. 16 des Grundteils 1 gelagerten Wellen 8 zum Antrieb der Stößel oder Schlitten 7 über miteinander kämmende Zahnräder 20 und ein Getriebe 21 von einem der in Figur 1 gezeigten Antriebsmotoren 12 angetrieben werden können. Die Wellen 8 können aber auch separat angetrieben sein.

    [0019] Wie aus Figur 1 hervorgeht, sind auf einer Oberseite 22 des Grundkörpers 1 an den Bearbeitungsstationen 2 mehrere nebeneinander angeordnete Klemmeinheiten 4 mit jeweils einem am Grundkörper 1 verschiebbar angeordneten beweglichen Klemmelement 23 und einem am Grundkörper 1 stationär angeordneten festen Klemmelement 24 angebracht. Die beweglichen Klemmelemente 23 sind bei der gezeigten Ausführung als verschiebbare Klemmbacken und die festen Klemmelemente 24 als stationäre Klemmbacken ausgeführt. Die beweglichen Klemmelemente 23 sind durch einen am Grundkörper 1 in dessen Längsrichtung beweglich angeordneten Klemmbalken 25 über federnde Klemmhebel 26 und 27 verschiebbar. Der waagrechte Klemmbalken 25 ist an der Vorderseite 5 des kastenförmigen Grundteils 5 über horizontale Führungsschienen 28 verschiebbar geführt und kann durch einen Antriebsmotor 29 über einen Exzenterantrieb 30 hin- und her bewegt werden. In Figur 1 ist nur der rechte Teil des Klemmbalkens 25 gezeigt. Auf der linken Seite des Grundkörpers 1 kann ein weiterer Teil des Klemmbalkens 25 über horizontale Führungsschienen 28 verschiebbar geführt sein.

    [0020] In den Figuren 4 und 5 ist erkennbar, dass die auf der Oberseite 22 des Grundkörpers 1 in dessen Längsrichtung verschiebbar angeordneten beweglichen Klemmelemente 23 durch zwei unterschiedlich gestaltete Klemmhebel 26 und 27 verschiebbar sind. Die federnden Klemmhebel 26 und 27 sind um Achsen 31 und 32 drehbar an dem Grundkörper 1 angelenkt. die Klemmhebel 26 und 27 liegen mit ihrem oberen Hebelarmen 33 bzw. 34 an den beweglichen Klemmelementen 23 an und greifen mit ihrem unteren Hebelarm 35 bzw. 36 in kassettenförmige Aufnahmen 37 auf der Oberseite des Klemmbalkens 25 ein. Durch Verschiebung der Aufnahmen 37 bezüglich des Klemmbalkens 25 oder durch zusätzliche Einsätze 38 können die Vorspannwege besonders einfach verändert und somit die Klemmkräfte an die jeweiligen Bearbeitungsanforderungen angepasst werden.

    [0021] Der Klemmhebel 26 ist bei der gezeigten Ausführung als einteiliger Klemmhebel aus Federstahl oder einem anderen federnden Material hergestellt. Der Klemmhebel 27 besteht dagegen aus zwei Teilen, wobei der obere Hebelarm 34 z.B. aus Stahl und der untere Hebelarm 36 aus Federstahl hergestellt sein kann. Auch andere Ausgestaltungen der federnden Klemmhebel 26 und 27 sind möglich.

    [0022] Durch horizontale Verschiebung des Klemmbalkens 25 mit Hilfe des Antriebsmotors 29 und des Exzenterantriebs 30 können sämtliche über die Klemmhebel 26 und 27 mit dem Klemmbalken 25 gekoppelten beweglichen Klemmelemente 23 zwischen einer in Figur 4 gezeigten Öffnungsstellung und einer in Figur 5 gezeigten Klemmstellung verschoben werden. Dadurch wird ein besonders platzsparender Antrieb für die Klemmung einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten Werkstücken erreicht.

    Bezugszeichenliste



    [0023] 
    1
    Grundkörper
    2
    Bearbeitungsstation
    3
    Bearbeitungseinheit
    4
    Klemmeinrichtung
    5
    Vorderseite
    6
    Tragschiene
    7
    Stößel oder Schlitten
    8
    Welle
    9
    Antriebszapfen
    10
    Kurvenscheibe
    11
    Lagerbohrung
    12
    Motor
    13
    Drehlager
    14
    Drehlager
    15
    Vordere Wand
    16
    Hintere Wand
    17
    Aufweitdorn
    18
    Rohrförmiges Bauteil
    19
    Hinteres Ende der Welle
    20
    Zahnrad
    21
    Getriebe
    22
    Oberseite
    23
    Bewegliches Klemmelement
    24
    Festes Klemmelement
    25
    Klemmbalken
    26
    Klemmhebel
    27
    Klemmhebel
    28
    Führungsschiene
    29
    Antriebsmotor
    30
    Exzenterantrieb
    31
    Achse
    32
    Achse
    33
    Oberer Hebelarm
    34
    Oberer Hebelarm
    35
    Unterer Hebelarm
    36
    Unterer Hebelarm
    37
    Aufnahme
    38
    Einsatz



    Ansprüche

    1. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke, die einen Grundkörper (1) mit mehreren nebeneinander angeordneten Bearbeitungsstationen (2) und eine Klemmeinrichtung zur klemmenden Halterung der Werkstücke während der Bearbeitung enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung mehrere am den Bearbeitungsstationen (2) des Grundkörpers (1) angeordnete Klemmeinheiten (4) mit am Grundkörper (1) verschiebbar angeordneten beweglichen Klemmelementen (23) enthält, die durch einen am Grundkörper (1) in dessen Längsrichtung beweglich angeordneten Klemmbalken (25) über federnde Klemmhebel (26, 27) verschiebbar sind.
     
    2. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinheiten (4) den beweglichen Klemmelementen (23) zugeordnete feste Klemmelemente (24) aufweisen.
     
    3. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die federnden Klemmhebel (26, 27) um Achsen (31, 32) drehbar an dem Grundkörper (1) gelagert sind.
     
    4. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die federnden Klemmhebel (26, 27) mit ihren oberen Hebelarmen (33, 34) an den beweglichen Klemmelementen (23) anliegen und mit ihren unteren Hebelarmen (35, 36) in Aufnahmen (37) an dem Klemmbalken (25) eingreifen.
     
    5. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (37) verstellbar an dem Klemmbalken (25) angeordnet sind oder Einsätze (38) zur Aufnahme der unteren Hebelarme (35, 36) der Klemmhebel (35) aufweisen.
     
    6. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die federnden Klemmhebel (26, 27) einteilig aus Federstahl hergestellt sind.
     
    7. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die federnden Klemmhebel (26, 27) aus mehreren Teilen bestehen.
     
    8. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmbalken (25) über Führungsschienen (28) verschiebbar an einer Vorderseite (5) des Grundteils (1) geführt und durch einen Antriebsmotor (29) über einen Exzenterantrieb (30) bewegbar ist.
     
    9. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an den Bearbeitungsstationen (2) des Grundkörpers (1) Bearbeitungseinheiten (3) mit einem am Grundkörper (1) verschiebbar angeordneten Stößel oder Schlitten (7) zum Antrieb von Werkzeugen angeordnet sind.
     
    10. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stößel oder Schlitten (7) durch motorisch angetriebene Wellen (8) über einen Exzenterantrieb mit Antriebsexzenter (9) oder einen Kurvenabtrieb mit einer Kurvenscheibe (10) angetrieben werden.
     
    11. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen (8) über Drehlager (13, 14) in Lagerbohrungen (11) des Grundkörpers (1) drehbar gelagert und über Antriebsmotoren (12) angetrieben sind.
     
    12. Vorrichtung zur Bearbeitung rohrförmiger Werkstücke nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen (8) getrennt oder über miteinander kämmende Zahnräder (20) und ein Getriebe (21) von einem gemeinsamen Antriebsmotor (12) angetrieben sind.
     


    Claims

    1. Device for machining tubular workpieces which has a base body (1) with several machining stations (2) arranged next to one another and a clamping device for clamping mounting of the workpieces during machining, characterised in that the clamping device has several clamping units (4) arranged at the machining stations (2) of the base body (1) with movable clamping elements (23) arranged displaceably on the base body (1) and which are displaceable by means of a clamping bar (25) arranged on the base body (1) to be movable in its longitudinal direction via resilient clamping levers (26, 27).
     
    2. Device for machining tubular workpieces according to claim 1, characterised in that the clamping units (4) have fixed clamping elements (24) assigned to the movable clamping elements (23).
     
    3. Device for machining tubular workpieces according to claim 1 or 2, characterised in that the resilient clamping levers (26, 27) are mounted on the base body (1) rotatably about axes (31, 32).
     
    4. Device for machining tubular workpieces according to one of claims 1 to 3, characterised in that the resilient clamping levers (26, 27) with their upper lever arms (33, 34) rest on the movable clamping elements (23) and with their lower lever arms (35, 36) engage in receivers (37) on the clamping bar (25).
     
    5. Device for machining tubular workpieces according to claim 4, characterised in that the receivers (37) are arranged adjustably on the clamping bar (25) or have inserts (38) to receive the lower lever arms (35, 36) of the clamping levers (35).
     
    6. Device for machining tubular workpieces according to one of claims 1 to 5, characterised in that the resilient clamping levers (26, 27) are produced from spring steel in one piece.
     
    7. Device for machining tubular workpieces according to one of claims 1 to 5, characterised in that the resilient clamping levers (26, 27) consist of several parts.
     
    8. Device for machining tubular workpieces according to one of claims 1 to 7, characterised in that the clamping bar (25) is guided displaceably on a front side (5) of the base part (1) via guide rails (28) and can be moved by a drive motor (29) via an eccentric drive (30).
     
    9. Device for machining tubular workpieces according to one of claims 1 to 8, characterised in that machining units (3) with a ram or slide (7) arranged displaceably on the base body (1) for driving tools are arranged at the machining stations (2) of the base body (1).
     
    10. Device for machining tubular workpieces according to claim 9, characterised in that the rams or slides (7) are driven by motor-driven shafts (8) via an eccentric drive with drive cam (9) or a cam lift with a cam plate (10).
     
    11. Device for machining tubular workpieces according to claim 10, characterised in that the shafts (8) are mounted rotatably via pivot bearings (13, 14) in bearing bores (11) of the base body (1) and driven via drive motors (12).
     
    12. Device for machining tubular workpieces according to claim 10 or 11, characterised in that the shafts (8) are driven separately or via gearwheels (20) and a gear (21) meshing with one another by a common drive motor (12).
     


    Revendications

    1. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires, qui contient un corps de base (1) avec plusieurs postes d'usinage (2) disposés côte à côte et un système de serrage pour la fixation par serrage des pièces au cours de l'usinage, caractérisé en ce que le système de serrage contient plusieurs unités de serrage (4) disposées sur les postes d'usinage (2) du corps de base (1), avec des éléments de serrage mobiles (23) disposés de manière à pouvoir être coulissés sur le corps de base (1), qui peuvent être coulissés par une barre de serrage (25) disposée de manière mobile sur le corps de base (1) dans son sens longitudinal par l'intermédiaire de leviers de serrage (26, 27) sur ressorts.
     
    2. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires selon la revendication 1, caractérisé en ce que les unités de serrage (4) présentent des éléments de serrage fixes (24) associés aux éléments de serrage mobiles (23).
     
    3. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les leviers de serrage (26, 27) sur ressorts sont montés sur le corps de base (1) de manière à pouvoir tourner autour d'axes (31, 32).
     
    4. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les leviers de serrage (26, 27) sur ressorts reposent par leurs bras de levier supérieurs (33, 34) sur les éléments de serrage mobiles (23) et viennent en prise par leurs bras de levier inférieurs (35, 36) avec des logements (37) sur la barre de serrage (25).
     
    5. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires selon la revendication 4, caractérisé en ce que les logements (37) sont disposés de manière ajustable sur la barre de serrage (25) ou présentent des inserts (38) pour loger les bras de levier inférieurs (35, 36) des leviers de serrage (35).
     
    6. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les leviers de serrage (26, 27) sur ressorts sont fabriqués en une partie à partir d'acier à ressort.
     
    7. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les leviers de serrage (26, 27) sur ressorts sont constitués de plusieurs parties.
     
    8. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la barre de serrage (25) est guidée sur un côté avant (5) de la partie de base (1) de manière à pouvoir être coulissée par l'intermédiaire de rails de guidage (28) et peut être déplacée par un moteur d'entraînement (29) par l'intermédiaire d'un entraînement à excentrique (30).
     
    9. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que des unités d'usinage (3) avec un poussoir ou un chariot (7) disposé de manière à pouvoir être coulissé sur le corps de base (1) pour entraîner des outils sont disposées sur les postes d'usinage (2) du corps de base (1).
     
    10. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires selon la revendication 9, caractérisé en ce que les poussoirs ou chariots (7) sont entraînés par des arbres (8) à entraînement motorisé par l'intermédiaire d'un entraînement à excentrique avec des excentriques d'entraînement (9) ou par une sortie à came avec une came (10).
     
    11. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires selon la revendication 10, caractérisé en ce que les arbres (8) sont montés de manière à pouvoir tourner par l'intermédiaire de paliers rotatifs (13, 14) dans des alésages de montage (11) du corps de base (1) et sont entraînés par l'intermédiaire de moteurs d'entraînement (12) .
     
    12. Dispositif d'usinage de pièces tubulaires selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que les arbres (8) sont entraînés par un moteur d'entraînement (12) commun séparément ou par l'intermédiaire de roues dentées (20) s'engrenant entre elles et une transmission (21).
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente