[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines fluidführenden Haushaltsgeräts
nach Anspruch 1 und ein fluidführendes Haushaltsgerät dazu nach Anspruch 9.
[0002] Bei Haushaltsgeräten zum Behandeln von Wäsche strömen im Haushaltsgerät zum Behandeln
von Wäsche verschiedene Arten von Fluiden beziehungsweise verschiedene fluidartige
Substanzen. Die Fluide können bei Trockner im Wesentlichen aus Dampf bzw. Prozessluft
bestehen. Bei Waschmaschinen umfassen die Fluide im Wesentlichen ein Wasser-Seifen-Gemisch
das auch als Waschlauge oder Lauge bezeichnet wird. Beide Fluide, Dampf und/oder Prozessluft
als auch das Wasser-Seifen-Gemisch werden bei Waschtrocknern zum Reinigen und Trocknen
verwendet. Weiterhin können die Fluide Weichspüler oder weitere dem Fachmann bekannte
Wäschebehandlungsmittel umfassen.
[0003] Analog zu Waschmaschinen wird in Geschirrspülmaschine ebenfalls eine fluidartige
Substanz verwendet, die ebenfalls aus einem Wasser-Seifen-Gemisch besteht und/oder
Prozessluft zum Trocknen des Geschirrs.
[0004] Bei Reinigungs- und/oder Trocknungsvorgängen mischen sich die Fluide der oben beispielhaft
genannten fluidführenden Haushaltsgeräte auch mit Partikeln, die aus dem Behandlungsgut
gelöst werden. Die Partikel können beispielsweise Staub- und/oder Speisereste, Haare,
Fette, Sand und/oder andere Schmutzpartikel sein. Des Weiteren lösen sich Fasern,
insbesondere Mikroplastikfasern, die u.a. in Fleece-Kleidungsstücken enthalten sind,
aus der Wäsche. In diesem Fall wird das Hauptaugenmerk auf die Fasern gerichtet, die
sich bei diesen Vorgängen vermehrt aus der Wäsche lösen. Um einen guten Reinigungs-
bzw. Trocknungserfolg zu erreichen bzw. umweltschonende Reinigungs- und/oder Trocknungsvorgänge
bereitzustellen, müssen den Fluiden diese Fasern wieder entzogen werden.
[0005] Diese Schmutzpartikel beziehungsweise Fasern können von einer Filtereinheit während
und/oder nach dem Reinigungs- bzw. Trocknungsvorgang gefiltert werden. Während des
Reinigungs- bzw. Trocknungsvorgangs können einer und/oder mehrere Umpumpvorgänge durchgeführt
werden, bei denen das Fluid umgepumpt, von Schmutzpartikeln gesäubert und erneut in
den Reinigungs- bzw. Trocknungsvorgang eingebracht wird. Nach einem Reinigungs- bzw.
Trocknungsvorgang bleibt das sogenannte Restfluid übrig, das reich an Schmutzpartikeln
ist. Dieses Restfluid wird in der Regel nicht mehr benötigt und wird aus dem fluidführenden
Haushaltsgerät ausgeschieden. Das Restfluid wird in einen Ausguss bzw. eine Abflussleitung
eingespeist. Vor dem Einspeisen in den Ausguss wird das Fluid noch einmal durch die
Filtereinheit geleitet, wodurch weniger bzw. nahezu keine Schmutzpartikel mehr in
das Abwasser bzw. in das Abwassersystem gelangen. Die Schmutzpartikel werden separat
aus dem fluidführenden Haushaltsgerät entfernt.
[0006] In der
DE 10 2005 054 684 A1 ist eine Vorrichtung zum Trocknen von Wäsche mittels eines Luftstroms offenbart.
Der Luftstrom ist dabei derart geführt, dass der Luftstrom in einer fallenden Richtung
durch einen Abschnitt geführt ist, der abströmseitig einer Trommel ausgebildet ist.
In dem Abschnitt ist ein Sieb angeordnet, das den Luftstrom von Flusen befreit. Das
Sieb weist eine gewölbte Rinne auf. Eine Rakel ist zum Reinigen des Siebs vorgesehen.
Das Sieb ist horizontal angeordnet und weist in fallender Richtung eine gewölbte Rinne
auf. Die Rakel ist federnd auf dem Sieb abgestützt und entspricht im Wesentlichen
der Rinne.
[0007] In der
DE 10 2013 224 968 A1 ist eine Positionserfassungseinheit offenbart, die erkennt, ob eine Filtereinheit
in einer Wäschebehandlungsvorrichtung eingesetzt und funktionstüchtig ist.
[0008] Filtersysteme in Waschmaschinen sind u.a. aus der Schrift
WO 201720725 A1 bekannt. In dieser Schrift ist eine Waschmaschine mit einer Filtrationseinheit beschrieben,
bei der die Filtrationseinheit zwischen einem Laugenbehälter und einer Zuleitung zum
Laugenbehälter angeordnet ist. Die Filtrationseinheit besteht aus mehreren Filterelementen,
die in Reihe nebeneinander angeordnet sind. Jedes dieser Filterelemente weist eine
erste Membranstruktur mit großer Porengröße und eine zweite Membranstruktur mit kleiner
Porengröße auf, wobei die zweite Membranstruktur dafür geeignet ist, Mikrofasern auszufiltern.
[0009] In einer weiteren Druckschrift, der
WO 2013068300 A1, ist eine Filtereinheit einer Waschmaschine oder einer Spülmaschine offenbart. Die
Filtereinheit weist mehrere einzelne Filterbaugruppen auf, die entweder in Reihe,
teilweise nacheinander oder nebeneinander angeordnet sind. Jede Filterbaugruppe weist
eine Filtratleitung auf, die im Wesentlichen das Fluid zum Laugenbehälter leitet.
Die einzelnen Filterbaugruppen weisen jeweils eine Filtermembran mit unterschiedlicher
Porengröße auf.
[0010] Wie aus den oben angeführten Druckschriften hervorgeht, sind verschiedene Filtersysteme
für wasserführende Haushaltsgeräte aus dem Stand der Technik bekannt, die Schmutzpartikel
und Fasern aus einem Fluid filtern. Da die Filter sehr schnell verstopfen, ist es
zwingend erforderlich, diese Filter, insbesondere die Filtermembrane, stetig zu reinigen.
[0011] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein fluidführendes Haushaltsgerät mit einer Filtereinheit
zu konzipieren, bei dem die Filtereinheit einen verbesserten Wirkungsgrad in Bezug
auf die Filterleistung und/oder Reinigungsleistung aufweist und gleichzeitig eine
längere Einsatzfähigkeit der Filtereinheit erreicht wird.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und
9 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben sowie in der Beschreibung und den Zeichnungen.
[0013] Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch ein Verfahren
zum Betreiben eines fluidführenden Haushaltsgeräts mit einer Filtereinheit zum Filtern
von Fluiden gelöst, wobei das Fluid durch mindestens eine Pumpeneinheit gepumpt wird,
und wobei eine Filtermembran der Filtereinheit durch eine Reinigungseinheit gereinigt
wird. Das Verfahren umfasst im Wesentlichen mindestens einen Filtervorgang, wobei
ein Filtervorgang mindestens eine erste Phase und mindestens eine zweite Phase umfasst,
wobei beim Filtern das Fluid in Form eines Volumenstroms die Filtermembran durchströmt,
und beim Reinigen der Filtermembran die Filtermembran durch die Reinigungseinheit
gereinigt wird, wobei in der mindestens einen ersten Phase der Volumenstrom mit einer
Geschwindigkeit v
1 die Filtermembran durchströmt und in der mindestens einen zweiten Phase der Volumenstrom
die Filtermembran mit einer Geschwindigkeit v
2 durchströmt, wobei die Filtermembran in der mindestens einen zweiten Phase gereinigt
wird und sich die Geschwindigkeit v
2 des Volumenstroms zu der Geschwindigkeit v
1 des Volumenstroms unterscheidet. Volumenstrom bezeichnet hier eine physikalische
Größe aus der Fluidmechanik. Die physikalische Größe gibt an, wie viel Volumen eines
Mediums pro Zeitspanne durch einen festgelegten Querschnitt transportiert wird.
[0014] Durch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten v
1 und v
2 des Volumenstroms werden die einzelnen Phasen des Filtervorgangs, die mindestens
eine erste Phase und die mindestens eine zweite Phase umfasst, für den jeweilig gewünschten
Bearbeitungsablauf, Filtern des Fluids und Reinigen der Filtermembran, mit der Menge
an Fluid versorgt, die für die jeweilige Phase am geeignetsten ist.
[0015] Vorteilhafterweise wird die mindestens eine zweite Phase vor und/oder nach der mindestens
einen ersten Phase durchgeführt.
[0016] Die zweite Phase umfasst im Wesentlichen das Reinigen der Filtermembran. Je öfter
die Filtermembran gereinigt wird, desto besser und mehr Fluid kann von der Filtermembran
gefiltert werden. Unter Filtern wird hier im Allgemeinen verstanden, dass das Fluid
von Schmutzpartikeln, wie beispielsweise Haare, Flusen, Fasern und vielem mehr, befreit
wird, so dass nach dem Filtern im Wesentlichen ein schmutzfreies Fluid vorhanden ist.
Die Schmutzpartikel lagern sich im Wesentlichen an der Filtermembran ab.
[0017] Bei einem Filtervorgang ist vorzugsweise mindestens ein erster Zeitraum vorgesehen,
in dem der Volumenstrom mit der ersten Geschwindigkeit v
1 in Richtung der Filtermembran strömt. Weiterhin ist bei dem Filtervorgang mindestens
ein zweiter Zeitraum vorgesehen, in dem der Volumenstrom mit der zweiten Geschwindigkeit
v
2 in Richtung der Filtermembran strömt, wobei der erste Zeitraum und der zweite Zeitraum
in beliebiger Reihenfolge erfolgen.
[0018] Der Filtervorgang ist in zwei Zeiträume, in mindestens einen ersten Zeitraum und
in mindestens einen zweiten Zeitraum aufgeteilt. In dem mindestens einen ersten und
dem mindestens einen zweiten Zeitraum sind unterschiedliche Geschwindigkeiten vorgesehen,
so dass der Volumenstrom mit einer Geschwindigkeit v
1 strömt, die im Wesentlichen höher ist als die Geschwindigkeit v
2. Die Geschwindigkeit v
1 liegt im Wesentlichen dann vor, wenn das Fluid gefiltert wird. Dadurch kann eine
große Menge Fluid in kurzer Zeit gefiltert werden. In dem mindestens einen zweiten
Zeitraum wird die Filtereinheit, insbesondere die Filtermembran der Filtereinheit
gereinigt. Damit die Filtermembran möglichst gut gereinigt werden kann und alle an
der Filtermembran angesammelten Schmutzpartikel entfernt werden können, ist es nötig,
dass die Filtermembran möglichst einen planaren Zustand aufweist, was bedeutet, dass
die Filtermembran flach vorliegt und im Wesentlichen keine Biegung aufweist. Durch
die verringerte Geschwindigkeit v
2 ist der Volumenstrom, der die Filtermembran durchströmt geringer, wodurch auch die
Durchbiegung der Filtermembran verringert beziehungsweise vermieden wird.
[0019] Vorzugsweise ist die Geschwindigkeit v
2 des Volumenstroms geringer als die Geschwindigkeit v
1 des Volumenstroms. Mit einer geringeren Geschwindigkeit des Volumenstroms weist der
Volumenstrom eine geringere Kraft beziehungsweise Druck auf, die beim Durchströmen
der Filtermembran auf die Filtermembran wirkt, so dass ein Biegen beziehungsweise
Durchbiegen der Filtermembran in Richtung der Strömungsrichtung des Volumenstroms
verringert wird.
[0020] Je geringer die Geschwindigkeit des Volumenstroms ist, desto geringer ist das Durchbiegen
der Filtermembran, wodurch die Filtermembran durch die Reinigungseinheit im Wesentlichen
über die gesamte Filtermembran beziehungsweise einer Fläche der Filtermembran gereinigt
wird, wobei die Geschwindigkeit v
2 vorteilhafterweise im Wesentlichen 0 ist.
[0021] Vorteilhafterweise werden die mindestens eine erste Phase und die mindestens eine
zweite Phase jeweils in einem vorgebbaren zeitlichen Intervall durchgeführt. Das bedeutet,
dass der Volumenstrom gepulst ist und beispielsweise nach der mindestens einen ersten
Phase die mindestens eine zweite Phase folgt und/oder umgekehrt. Die mindestens eine
erste Phase wird in einem Filtervorgang mindestens zweimal durchgeführt und/oder öfters.
Die mindestens eine zweite Phase wird in einem Filtervorgang mindestens zweimal durchgeführt
und/oder öfters. Durch die zeitlich vorgegebenen Intervalle wird der Volumenstrom
derart angesteuert, dass während der mindestens einen zweiten Phase die Geschwindigkeit
v
2 vorherrscht, die im Wesentlichen geringer ist als die Geschwindigkeit v
1 und/oder sogar 0 ist. Dadurch wird das Durchbiegen bzw. ein unvorteilhaftes Durchbiegen
der Filtermembran im Wesentlichen verhindert, so dass die Reinigungseinheit die Filtermembran
über die gesamte Fläche reinigen kann.
[0022] Die mindestens eine Pumpeneinheit erzeugt vorteilhafterweise einen Gegenstrom, so
dass der Volumenstrom die Filtermembran in entgegengesetzter Richtung durchströmt,
wobei der Gegenstrom im Wesentlichen in der mindestens einen zweiten Phase erzeugt
wird.
[0023] Die mindestens eine Pumpeneinheit umfasst im Wesentlichen einen Saugmechanismus,
um das Fluid anzusaugen und/oder einen Druckmechanismus, um das Fluid zu drücken bzw.
anzuschieben. Die Pumpeneinheit kann aus einer Pumpenvorrichtung bestehen, die beide
Mechanismen ausführen kann und/oder aus mehreren Pumpenvorrichtungen. Vorteilhafterweise
ist für jeden Mechanismus eine Pumpenvorrichtung beziehungsweise ein Anordnungsplatz
der Pumpenvorrichtung vorgesehen. Die Pumpenvorrichtung, die für den Saugmechanismus
vorgesehen ist, ist vorzugsweise im Bereich einer Filtermembranvorderseitenfläche
angeordnet. Die Pumpenvorrichtung, die für den Drückmechanismus vorgesehen ist, ist
vorzugsweise im Bereich einer Filtermembranrückseitenfläche angeordnet. Die Filtermembranvorderseitenfläche
ist die Fläche, die von dem Fluid als erstes beaufschlagt wird, beziehungsweise die
Fläche, an der die Schmutzpartikel aus dem Fluid gefiltert werden beziehungsweise
ansammeln.
[0024] Durch Erzeugen eines Gegenstroms, strömt der Volumenstrom in entgegengesetzter Richtung
im Vergleich zu dem Volumenstrom der mit der Geschwindigkeit v
1 und/oder der Geschwindigkeit v
2 strömt. Dadurch wird die Filtermembran in Richtung der Reinigungseinheit hingebogen,
so dass die Reinigungseinheit die Filtermembran im Wesentlichen rückstandsfrei reinigen
kann. Des Weiteren kann dadurch erreicht werden, dass sich ein Filterkuchen, der sich
auf beziehungsweise an der Filtermembran ansammelt durch den in entgegengesetzter
Richtung strömenden Volumenstrom beziehungsweise durch einen umgekehrten Volumenstrom
von der Filtermembran zumindest teilweise abhebt.
[0025] Vorzugsweise wird mittels einer Sensoreinheit, die im Wesentlichen einen Drucksensor
und/oder einen Volumenstrommesssensor umfasst, ein Druck auf die Filtermembran und/oder
ein Volumenstrom im Bereich der Filtermembran ermittelt, und in Abhängigkeit des ermittelten
Drucks und/oder Volumenstroms die Geschwindigkeit v
2 geregelt wird. Mit anderen Worten gesagt, die Geschwindigkeit v
2 wird in Abhängigkeit eines Sensorsignals, das von der Sensoreinheit, insbesondere
von dem Drucksensor und/oder dem Volumenstrommesssensor, im Bereich der Filtermembran
ausgesendet beziehungsweise ermittelt wird, geregelt. Weitere Sensoren sind denkbar.
[0026] Ein Volumenstrommesssensor misst im Allgemeinen einen Volumenstrom beziehungsweise
einen Durchfluss eines Fluids durch beispielsweise eine Filtereinheit. Bei der vorliegenden
Erfindung misst der Volumenstrommesssensor insbesondere den Volumenstrom beziehungsweise
den Durchfluss, der tatsächlich durch die Filtermembran strömt.
[0027] Ein Drucksensor misst einen sogenannten Staudruck, der auf eine Filtermembran drückt,
wenn ein Volumenstrom vorhanden ist. Insbesondere wird der Staudruck dadurch gemessen,
dass ein Delta eines Werts 'vor' und eines Werts 'nach' dem Durchströmen der Filtermembran
ermittelt wird. Die Definition eines Staudrucks ist eine Erhöhung eines Drucks an
einem Staupunkt eines umströmten Körpers gegenüber dem statischen Druck eines Fluids.
Mit anderen Worten gesagt, überschreitet der gemessene Druck einen vorgegebenen Wert,
wird der Volumenstrom beziehungsweise die Geschwindigkeit v
2 des Volumenstroms in der mindestens einen zweiten Phase derart reguliert, dass der
Druck unter den vorgegebenen Wert fällt, so dass ein Durchbiegen der Filtermembran
beim Reinigen der Filtermembran im Wesentlichen verhindert wird.
[0028] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist es ein fluidführendes Haushaltsgerät
mit einer Filtereinheit, zum Filtern von Fluiden, bereitzustellen, wobei das fluidführende
Haushaltsgerät im Wesentlichen einen Aufnahmebehälter, wobei der Aufnahmebehälter
eine Zulauföffnung von Fluiden und eine Ablauföffnung von Fluiden umfasst, mindestens
eine Pumpeneinheit zum im Wesentlichen Pumpen des Fluids, eine Antriebseinheit zum
im Wesentlichen Antreiben der Pumpeneinheit, eine Steuerungseinheit zum Ansteuern
der Antriebseinheit umfasst. Des Weiteren umfasst das fluidführende Haushaltsgerät
eine Reinigungseinheit, die zum Reinigen einer Filtermembran der Filtereinheit vorgesehen
ist, wobei das fluidführende Haushaltsgerät mit der Filtereinheit dazu geeignet ist,
das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 beziehungsweise der oben genannten
Aspekte durchzuführen, wobei die Filtereinheit im Wesentlichen zwischen der Zulauföffnung
und der Ablauföffnung des Aufnahmebehälters angeordnet ist und wobei die Zulauföffnung
und die Ablauföffnung fluidtechnisch miteinander verbunden sind.
[0029] Durch eine derartige Ausgestaltung des fluidführenden Haushaltsgeräts wird erreicht,
dass eine große Menge an Fluid zu jeder Zeit gut gefiltert werden kann, so dass die
Schmutzpartikel dem Fluid entzogen werden.
[0030] Vorzugsweise strömt das Fluid durch die Ablauföffnung aus dem Aufnahmebehälter und
durch die Filtereinheit und gefiltert durch die Zulauföffnung in den Aufnahmebehälter
zurück und/oder gefiltert in eine Abflussleitung. Durch das Filtern werden
[0031] Weitere Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
- Fig. 1
- zeigt eine Frontansicht eines fluidführenden Haushaltsgeräts;
- Fig. 2
- zeigt in stark vereinfachter Darstellung ein Fluidzirkulationsprinzip eines fluidführenden
Haushaltsgeräts;
- Fig. 3a
- zeigt eine Seitenansicht eines Ausschnitts einer Filtereinheit eines fluidführenden
Haushaltsgeräts mit durchgebogener Filtermembran;
- Fig. 3b
- zeigt eine Draufsicht eines Ausschnitts einer Filtereinheit eines fluidführenden Haushaltsgeräts;
- Fig. 4
- zeigt eine Seitenansicht eines Ausschnitts einer Filtereinheit eines fluidführenden
Haushaltsgeräts mit anliegender Filtermembran.
[0032] In Fig. 1 ist eine schematische Frontansicht eines fluidführendes Haushaltsgerät
1, insbesondere einer Waschmaschine 2, gezeigt. Das fluidführende Haushaltsgerät 1
kann eine Waschmaschine, aber auch ein Trockner und/oder ein Waschtrockner sein. Des
Weiteren kann das fluidführende Haushaltsgerät 1 auch eine Kaffeemaschine und/oder
ein Geschirrspüler, aber auch ein Kühl- und/oder Gefriergerät und/oder eine Kühl-Gefrierkombination
sein, wobei bei einem Kühl- oder Gefriergerät eine Eisaufbereitung und -ausgabe sowie
eine Wasserkühlung und -ausgabe im Vordergrund stehen. Einfachheitshalber wird im
Folgenden das fluidführende Haushaltsgerät 1 lediglich in Form einer Waschmaschine
2 beschrieben.
[0033] Das fluidführende Haushaltsgerät 1 in Fig. 1 weist eine Waschmaschinenfrontwand 3
auf. An der Waschmaschinenfrontwand 3 ist im Wesentlichen eine bewegbare Einspülschale
5, in die eine Waschpflegesubstanz, wie zum Beispiel ein Waschmittel und/oder ein
Weichspüler und/oder dergleichen, eingefüllt werden kann, und eine Wachmaschinendisplayeinheit
7, mit der im Wesentlichen ein Waschprogramm und Prozessparameter eingestellt werden
kann, angeordnet. Des Weiteren ist eine an der Waschmaschinenfrontwand 3 schwenkbar
angeordnete Waschmaschinentür 9 und eine Reinigungsluke (nicht dargestellt), die mittels
einer Reinigungslukenabdeckung 11 verdeckt ist, angeordnet.
[0034] In Fig. 2 ist hierzu schematisch ein in stark vereinfachter Darstellung abgebildetes
Fluidzirkulationsprinzip eines fluidführendes Haushaltsgerät 1 gezeigt. Das fluidführende
Haushaltsgerät 1 weist einen Aufnahmebehälter 13 für zu reinigende und/oder trocknende
Gegenstände, beispielsweise Wäsche oder Geschirr, auf. Während eines Reinigungs- und/oder
Trocknungsvorgangs befindet sich Fluid 14 in dem Aufnahmebehälter 13. Bei einem Umpump-
und/oder Abpumpvorgang wird das Fluid 14 mittels einer Pumpeneinheit 15 über eine
Ablauföffnung 17 aus dem Aufnahmebehälter 13 in eine Umpump- bzw. Abpumpleitung 19
gepumpt.
[0035] Die Pumpeneinheit 15 wird von einer Antriebseinheit 21 angetrieben, wobei die Antriebseinheit
21 von einer Steuerungseinheit 23 angetrieben bzw. angesteuert wird. Die Antriebseinheit
21 ist mit der Steuerungseinheit 23 über ein Übermittlungselement 25 gekoppelt. Die
Pumpeneinheit 15 pumpt das Fluid 14 zu einer Filtereinheit 27, in der das Fluid 14
gefiltert wird. Nach der Filtereinheit 27 strömt das Fluid 14 entweder in einen Abflussleitung
29 und scheidet aus dem fluidführenden Haushaltsgerät 1 aus oder über eine Rückführleitung
31 zu einer Zulauföffnung 33, die das Fluid 14 zurück in den Aufnahmebehälter 13 des
fluidführenden Haushaltsgeräts 1 führt. Denkbar ist aber auch, dass das Fluid 34,
beispielsweise bei einer Waschmaschine 2, über die Einspülschale 5 geführt ist und
dort beispielsweise mit Waschmittel und/oder Weichspüler gemischt wird.
[0036] In Fig. 3a ist ein Ausschnitt einer Seitenansicht einer Filtereinheit 27 eines fluidführenden
Haushaltsgeräts 1 dargestellt. Die Filtereinheit 27 umfasst im Wesentlichen eine Reinigungseinheit
35, die zumindest eine Rakeleinheit 37 umfasst, und eine Filtermembran 39, die zum
Filtern von Fluid 14 vorgesehen ist. Die Rakeleinheit 37 liegt im Wesentlichen an
der Filtermembran 39 an, sodass die Filtermembran 39 durch betätigen der Rakeleinheit
37 abgerakelt wird.
[0037] Die Rakeleinheit 37 umfasst im Wesentlichen mindestens einen Rakelarm 41. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel in Fig. 3b umfasst die Rakeleinheit 37 vorzugsweise drei Rakelarme
41, die im Wesentlichen an einem Rakelschaft 43 ausgebildet sind. Die Rakelarme 41
weisen in einer Draufsicht auf die Rakeleinheit 37 eine gekrümmte Form auf. Vorstellbar
ist aber auch, dass die Rakelarme 41 gerade ausgebildet und/oder geschwungen ausgebildet
sind. Die Rakelarme 41 können eine beliebige Ausgestaltung aufweisen. Die Rakeleinheit
37 ist im Wesentlichen drehbar in der Filtereinheit 27 angeordnet. Wichtig dabei ist,
dass die Filtermembran 39 durch eine Drehbewegung der Rakeleinheit 37 und somit des
mindestens einen Rakelarms 41 abgerakelt wird. Unter dem Begriff 'abrakeln' wird verstanden,
dass die Filtermembran 39 von Schmutzpartikeln befreit wird, so dass eine Membranfläche
45 der Filtermembran 39 im Wesentlichen schmutzfrei ist, damit möglichst viel Fluid
14 in kurzer Zeit durch die Filtermembran 39 strömen kann und gefiltert werden kann.
[0038] Die Rakeleinheit 37 kann eine eigene Antriebsvorrichtung aufweisen und/oder mit einer
im fluidführenden Haushaltsgerät 1 angeordneten weiteren Antriebsbaugruppe angetrieben
werden. Es ist aber auch vorstellbar, dass die Rakeleinheit 37 mit der Antriebseinheit
21 und/oder der Steuerungseinheit 23 ansteuerungstechnisch gekoppelt ist.
[0039] Die Pumpeneinheit 15 erzeugt einen Volumenstrom des Fluids 14, der bewirkt, dass
das Fluid 14 in Richtung der Filtereinheit 27 strömt, insbesondere strömt das Fluid
14 durch die Filtermembran 39. Das Fluid 14 wird beim Durchströmen der Filtermembran
39 von Schmutzpartikeln befreit.
[0040] In dem Ausführungsbeispiel in Fig. 3a ist beispielhaft eine erste Phase dargestellt,
in der das Fluid 14 durch die Filtermembran 39 strömt und gefiltert wird. Das Fluid
14 strömt aus dem Aufnahmebehälter 13 und wird durch die Pumpeneinheit 15 angetrieben.
Das Fluid 14 strömt in Form eines Volumenstroms (Pfeil B zeigt Strömrichtung des Fluids
beziehungsweise des Volumenstroms an) zu der Filtereinheit 27. Der Volumenstrom weist
in der mindestens einen ersten Phase eine Geschwindigkeit v
1 auf. Die Rakeleinheit 37 ist in Strömungsrichtung des Fluids 14 dem Aufnahmebehälter
13 näher angeordnet als die Filtermembran 39. Das Fluid 14 strömt um die Rakelarme
41 der Rakeleinheit 37 herum und anschließend durch die Filtermembran 39. Schmutzpartikel
lagern sich an beziehungsweise auf der Seite der Filtermembran 39 an, an der die Rakeleinheit
37 angeordnet ist.
[0041] Durch den Volumenstrom entsteht ein Druck auf die Filtermembran 39, der bewirkt,
dass sich die Filtermembran 39 in Strömungsrichtung des Fluids 14 beziehungsweise
des Volumenstroms biegt. Dadurch entsteht ein Abstand A zwischen der Filtermembran
39 und der Rakeleinheit 37, der im Folgenden als Ablagerungsraum 47 bezeichnet wird.
Sollte in einer zweiten Phase des Filtervorgangs die Rakeleinheit 37 aktiviert werden,
würden all die Schmutzpartikel, die sich in dem Ablagerungsraum 47 befinden, nicht
mit abgerakelt werden.
[0042] In Fig. 4 ist eine Seitenansicht eines Ausschnitts einer Filtereinheit 27 eines fluidführenden
Haushaltsgeräts 1 mit anliegender Filtermembran 39 dargestellt. Die Rakeleinheit 37
liegt in Fig. 4 an der Filtermembran 39 derart an, das beim Aktivieren der Rakeleinheit
37 die Filtermembran 39 im Wesentlichen vollständig abgerakelt wird.
[0043] In Fig. 4 ist insbesondere eine zweite Phase des Filtervorgangs dargestellt. Der
Volumenstrom weist in der zweiten Phase eine Geschwindigkeit v
2 auf. Die Geschwindigkeit v
2 unterschiedet sich von der Geschwindigkeit v
1 des Volumenstroms in der ersten Phase des Filtervorgangs. Die Geschwindigkeit v
2 in der mindestens einen zweiten Phase des Filtervorgangs ist vorzugsweise geringer
als die Geschwindigkeit v
1 des Volumenstroms in der mindestens einen ersten Phase des Filtervorgangs. Die Geschwindigkeit
v
2 in der mindestens einen zweiten Phase des Filtervorgangs ist vorzugsweise 0. Durch
eine Verringerung der Geschwindigkeit v
2 des Volumenstroms beziehungsweise durch Bringen des Volumenstroms auf eine im Wesentlichen
Geschwindigkeit v
2=0 kann gewährleistet werden, dass die Rakeleinheit 37 an der Filtereinheit 39 anliegt,
um die Filtermembran 39 beziehungsweise im Wesentlichen die gesamte Membranfläche
45 abzurakeln.
[0044] Damit die Geschwindigkeit v
2 des Volumenstroms in der mindestens einen zweiten Phase im Wesentlichen 0 ist beziehungsweise
möglichst gering ist, sind auch noch weitere Ausführungsformen beziehungsweise Ausführungsbeispiele
denkbar.
[0045] Es ist vorstellbar, dass die mindestens eine erste Phase und die mindestens eine
zweite Phase jeweils in einem vorgebbaren zeitlichen Intervall durchgeführt werden.
Das bedeutet, dass die mindestens eine erste Phase in einem Zeitraum t
1 durchgeführt wird. Die mindestens eine zweite Phase wird in einem Zeitraum t
2 durchgeführt. Wie oben bereits erwähnt, wird in der ersten Phase das Fluid 14 gefiltert,
in der zweiten Phase wird die Filtermembran 39 gereinigt. Die Reihenfolge der mindestens
einen ersten Phase und der mindestens einen zweiten Phase kann beliebig gewählt werden
und je nach Bedarf unterschiedlich oft durchgeführt werden. Vorzugsweise sollte vor
und/oder nach jeder ersten Phase eine zweite Phase angesetzt sein. Damit möglichst
viel Fluid 14 und möglichst schnell das Fluid 14 gefiltert werden kann, bietet sich
an, dass der Zeitraum t
1 der mindestens einen ersten Phase des Filtervorgangs länger ist als der Zeitraum
t
2 der mindestens einen zweiten Phase des Filtervorgangs. Das bedeutet, dass die mindestens
eine erste Phase länger ausgeführt wird als die mindestens eine zweite Phase.
[0046] Weiterhin ist vorstellbar, dass die mindestens eine Pumpeneinheit 15 einen Gegenstrom
(bildlich dargestellt mit Pfeil C; Pfeil C zeigt die Strömrichtung des Fluids bei
anliegendem Gegenstrom) erzeugt, so dass der Volumenstrom die Filtermembran 39 in
entgegengesetzter Richtung durchströmt, wobei der Gegenstrom im Wesentlichen in der
mindestens einen zweiten Phase erzeugt wird. Der Gegenstrom bewirkt, dass sich die
Filtermembran 39 ,gefühlt' zu der Rakeleinheit 37 hinbiegt. Die Rakeleinheit 37 ist
dadurch nahezu permanent an der Filtermembran 39 anliegend, wodurch ein gutes Reinigen
der Filtermembran 39 erfolgen kann beziehungsweise gewährleistet werden kann. Der
Gegenstrom ist lediglich bildlich dargestellt. Sollte ein Gegenstrom vorhanden sein,
so ist es klar, dass der Volumenstrom im Wesentlichen 0 ist. Das gleich gilt für den
Gegenstrom, wenn ein Volumenstrom vorhanden ist.
[0047] Mit dem Bezugszeichen 49 ist eine Sensoreinheit 49, die mindestens einen Drucksensor
und/oder mindestens einen Volumenstrommesssensor umfasst, bezeichnet. Im Folgenden
wird auch von einer Sensoreinheit 49 gesprochen, wobei es sich bei der Sensoreinheit
49 auf die oben genannten Sensoren, Drucksensor und/oder Volumenstrommesssensor handelt.
Es ist vorstellbar, dass mittels eines Drucksensors (dargestellt in Fig. 4) ein Druck
des Volumenstroms, der auf die Filtermembran 39 trifft oder prallt, ermittelt wird
und in Abhängigkeit des ermittelten Drucks die Geschwindigkeit v
2 geregelt wird. Das bedeutet, dass eine Sensoreinheit 49 mit einem Drucksensor im
Bereich der Filtermembran 39 angeordnet ist, der den Druck misst, der durch den Volumenstrom
auf die Filtermembran 39 wirkt. Sollte der Druck einen vorbestimmten Druck beziehungsweise
Wert übersteigen, sendet der Drucksensor der Sensoreinheit 49 ein Drucksensorsignal
aus.
[0048] Auch kann der Volumenstrom mittels einer Sensoreinheit 49, die mindestens einen Volumenstrommesssensor
umfasst, gemessen werden. Der Volumenstrommesssensor misst dabei den Volumenstrom
der durch die Filtermembran 39 strömt. Sollte der Volumenstrommesssensor einen abweichenden
Wert ermitteln, kann die zweite Phase eingeleitet werden und/oder die Gescheindigkeit
v
2 des Volumenstroms derart reguliert werden, dass ein Reinigen der Filtermembran 39
nach den oben genannten Kriterien möglich ist beziehungsweise derart durchführbar
ist, dass die Rakeleinheit 37 im Wesentlichen an der Filtermembran 39 anliegt.
[0049] Der Volumenstrommesssensor kann zum einen erkennen, ob eine Filtermembran 39 gereinigt
werden muss und zum anderen, ob Filtermembran 39 sich zu stark durchbiegt. Letzteres
wird über Vergleichswerte erzielt, die eine Biegung der Filtermembran 39 bei einem
bestimmten Durchfluss der Filtermembran 39 von Fluid, in der Regel in l/min, aufgrund
der Beschaffenheit und Materialzusammensetzung der Filtermembran 39 einnimmt.
[0050] Der Drucksensor und der Volumenstrommesssensor können in einer Sensoreinheit 49 umfasst
sein und/oder alternativ und/oder nebeneinander jeder für sich extra ausgebildet sein.
Bei einer Abweichung eines vorbestimmten Werts der durch den jeweiligen Sensor der
Sensoreinheit 49 ermittelt wird, wird ein Sensorsignal an die Pumpeneinheit 15 und/oder
an die Antriebseinheit 21 und/oder an die Steuerungseinheit 23 übermittelt beziehungsweise
ausgegeben. Der Volumenstrom beziehungsweise die Geschwindigkeit v
2 des Volumenstroms wird daraufhin in der mindestens einen zweiten Phase derart angepasst,
dass der Druck auf die Filtermembran 39 unter den vorbestimmten Druck gesetzt wird
beziehungsweise gebracht wird. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die Rakeleinheit
37 im Wesentlichen an der Filtermembran 39 anliegt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0051]
- 1.
- Fluidführendes Haushaltsgerät
- 2.
- Waschmaschine
- 5.
- Einspülschale
- 7.
- Displayeinheit
- 9.
- Waschmaschinentür
- 11.
- Reinigungslukenabdeckung
- 13.
- Aufnahmebehälter
- 14.
- Fluid
- 15.
- Pumpeneinheit
- 17.
- Ablauföffnung
- 19.
- Umpump- /Abpumpleitung
- 21.
- Antriebseinheit
- 23.
- Steuerungseinheit
- 25.
- Übermittlungselement
- 27.
- Filtereinheit
- 29.
- Abflussleitung
- 31.
- Rückführleitung
- 33.
- Zulauföffnung
- 35.
- Reinigungseinheit
- 37.
- Rakeleinheit
- 39.
- Filtermembran
- 41.
- Rakelarm
- 43.
- Rakelschaft
- 45.
- Membranfläche
- 47.
- Ablagerungsraum
- 49.
- Sensoreinheit
- A
- Abstand
- B
- Strömrichtung Fluid des Volumenstroms
- C
- Strömrichtung Fluid bei Gegenstrom
1. Verfahren zum Betreiben eines fluidführenden Haushaltsgeräts (1) mit einer Filtereinheit
(27) zum Filtern von Fluiden (14), wobei
das Fluid (14) durch mindestens eine Pumpeneinheit (15) gepumpt wird,
eine Filtermembran (39) der Filtereinheit (27) durch eine Reinigungseinheit (35) gereinigt
wird,
wobei das Verfahren im Wesentlichen umfasst:
mindestens einen Filtervorgang, wobei ein Filtervorgang mindestens eine erste Phase
und mindestens eine zweite Phase umfasst, wobei beim Filtern das Fluid (14) in Form
eines Volumenstroms die Filtermembran (39) durchströmt, und beim Reinigen der Filtermembran
(39) die Filtermembran (39) durch die Reinigungseinheit (35) gereinigt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der mindestens einen ersten Phase der Volumenstrom mit einer Geschwindigkeit v
1 die Filtermembran (39) durchströmt, und dass in der mindestens einen zweiten Phase
der Volumenstrom die Filtermembran (39) mit einer Geschwindigkeit v
2 durchströmt, wobei die Filtermembran (39) in der mindestens einen zweiten Phase gereinigt
wird und sich die Geschwindigkeit v
2 des Volumenstroms zu der Geschwindigkeit v
1 des Volumenstroms unterscheidet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zweite Phase vor und/oder nach der mindestens einen ersten Phase
durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Filtervorgang mindestens ein erster Zeitraum vorgesehen ist, in dem der
Volumenstrom mit der ersten Geschwindigkeit v1 in Richtung der Filtermembran (39) strömt, und dass bei dem Filtervorgang mindestens
ein zweiter Zeitraum vorgesehen ist, in dem der Volumenstrom mit der zweiten Geschwindigkeit
v2 in Richtung der Filtermembran (39) strömt, wobei der erste Zeitraum und der zweite
Zeitraum in beliebiger Reihenfolge erfolgen.
4. Verfahren nach Anspruch einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit v2 des Volumenstroms geringer ist, als die Geschwindigkeit v1 des Volumenstroms.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit v2 im Wesentlichen 0 ist.
6. Verfahren nach einem der einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine erste Phase und die mindestens eine zweite Phase jeweils in einem
vorgebbaren zeitlichen Intervall durchgeführt werden.
7. Verfahren nach einem der einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Pumpeneinheit (15) einen Gegenstrom erzeugt, so dass der Volumenstrom
die Filtermembran (39) in entgegengesetzter Richtung durchströmt, wobei der Gegenstrom
im Wesentlichen in der mindestens einen zweiten Phase erzeugt wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Sensoreinheit (49), die im Wesentlichen einen Drucksensor und/oder
einen Volumenstrommesssensor umfasst, ein Druck auf die Filtermembran (39) und/oder
ein Volumenstrom im Bereich der Filtermembran (39) ermittelt wird,
und in Abhängigkeit des ermittelten Drucks und/oder Volumenstroms die Geschwindigkeit
v2 geregelt wird.
9. Fluidführendes Haushaltsgerät (1) mit einer Filtereinheit (27), zum Filtern von Fluiden
(14), wobei das fluidführende Haushaltsgerät (1) umfasst:
einen Aufnahmebehälter (13), wobei der Aufnahmebehälter (13) eine Zulauföffnung (33)
von Fluiden (14) und eine Ablauföffnung (17) von Fluiden (14) umfasst,
mindestens eine Pumpeneinheit (15) zum im Wesentlichen Pumpen des Fluids (14),
eine Antriebseinheit (21) zum im Wesentlichen Antreiben der Pumpeneinheit (15),
eine Steuerungseinheit (23) zum Ansteuern der Antriebseinheit (21),
eine Reinigungseinheit (35), die zum Reinigen einer Filtermembran (39) der Filtereinheit
(27) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das fluidführende Haushaltsgerät (1) mit der Filtereinheit (27) dazu geeignet ist,
das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 durchzuführen, wobei die Filtereinheit
(27) im Wesentlichen zwischen der Zulauföffnung (33) und der Ablauföffnung (17) des
Aufnahmebehälters (13) angeordnet ist und wobei die Zulauföffnung (33) und die Ablauföffnung
(17) fluidtechnisch miteinander verbunden sind.
10. Fluidführendes Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid (14) durch die Ablauföffnung (17) aus dem Aufnahmebehälter (13) und durch
die Filtereinheit (27) strömt und gefiltert durch die Zulauföffnung (33) in den Aufnahmebehälter
(13) zurückströmt und/oder in eine Abflussleitung (29) strömt.