[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung zur Ausbildung einer Trennstrecke für
einen Überspannungsableiter, aufweisend Anschlüsse für ein Steuern und/oder Überwachen
des Überspannungsableiters.
[0002] Überspannungsableiter dienen zum Schutz von elektrischen Anlagen, indem sie z.B.
bei Blitzeinschlag oder einem Kurzschluss betriebsmittelgefährdende Überspannungen
auf Masse ableiten. Ein Überspannungsableiter ist aus der
DE 20 2012 217310 A1 bekannt. Auch aus der Produktbroschüre "3ES - the new generation of metalenclosed,
SF6-insulated surge arresters" der Siemens AG, veröffentlicht 2014, Order No. E50001-G630-A247-X-4A00,
sind Überspannungsableiter bekannt.
[0003] Überspannungsableiter weisen eine Antriebsanordnung auf, die zur sicheren Ausbildung
einer Trennstrecke dient. Die Antriebsanordnung ist dabei in der Regel baulich an
dem Überspannungsableiter derart angeordnet, dass eine Seite der Antriebsanordnung
direkt mit dem Überspannungsableiter verbunden ist. Die Antriebsanordnung weist zumeist
einen Mechanikraum bzw. ein Gehäuse auf, so dass mittels einer in dem Mechanikraum
angeordneten mechanischen Koppelung z.B. über ein Gestänge Hochspannungskontakte in
dem Überspannungsableiter bewegt werden können, um ein Öffnen und Schließen einer
elektrischen Verbindung zum Erdpotential zu ermöglichen. Die vom Überspannungsableiter
abgewandte Seite des Mechanikraums ist mit einem Deckel fluiddicht verschlossen. Bei
neueren Bauformen weist der Mechanikraum eine zylindrische Bauform auf. Am Deckel
ist in der Regel eine Handkurbel zum manuellen Betrieb der mechanischen Koppelung
angebracht. Die Handkurbel wird in Ihrem Durchmesser so ausgeführt, dass noch ausreichend
Platz auf der Deckeloberfläche für die Anbringung von Schutzschläuchen verbleibt.
Diese Schutzschläuche schützen elektrische Leiter vor Wettereinflüssen, wobei die
elektrischen Leiter beispielsweise eine Verbindung zu einer Steuereinrichtung bereitstellen,
über die z.B. eine Schaltstellung übermittelt werden kann. Hierfür sind die Schutzschläuche
(mit den elektrischen Leitern) mit einem externen Anschlusskasten verbunden. In dem
Anschlusskasten werden die elektrischen Leiter mit Anschlüssen an der Außenseite des
Anschlusskastens verbunden. Hierfür sind im Anschlusskasten Klemmen einer Hutschiene
vorgesehen. Die Schutzschläuche mit ihren entsprechenden Verschraubungen an Deckel
und Anschlusskasten erfüllen bei derzeit üblichen Ausführungen die Anforderungen der
Schutzart gemäß International Protection Codes 55 (IP55), bekannt aus der Norm "DIN
EN 60529 (VDE 0470-1):2014-09 Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code)". Unter Anderem
ist damit eine Temperaturbelastbarkeit von -20°C gegeben.
[0004] Zurzeit gibt es für die Anschlüsse an der Außenseite des Anschlusskastens bis zu
fünf verschiedene Ausführungen, da die Schnittstellendefinition zur Steuereinrichtung
nicht standardisiert ist und daher herstellerseitig je nach Kundenwunsch geändert
wird. Beispielsweise werden häufig Schraubanschlüsse mit den Gewindegrößen M40 x 1,5
mm oder M25 x 1,5 mm eingesetzt. Der Anschlusskasten ist aufgrund der zahlreichen
verschiedenen Ausführungen kostenintensiv in der Herstellung und die Produktion ist
logistisch vergleichsweise komplex, weil die Herstellung jeweils kundenspezifisch
erfolgen muss.
[0005] Aus der Druckschrift
DE 10 2012 217310 A1 ist ein Überspannungsableiter mit einer Antriebsanordnung (1,15) zur Ausbildung einer
Trennstrecke bekannt, wobei die Antriebsanordnung einen Mechanikraum aufweist, in
dem eine Bewegung derart umsetzbar ist, dass im Überspannungsableiter ein Schalter
zum Verbinden und/oder zum Trennen eines Hochspannungskontakts mit dem Erdpotential
betätigbar ist. Ferner ist aus der Druckschrift
WO 2007/113030 A1 ein Anschlussmodul zum Anschluss einer Steuereinheit an eine Antriebseinheit bekannt.
Aus der Druckschrift
DE 10 2012 008 130 A1 ist eine Antriebseinheit für einen Spindelantrieb eines Schaltgerätes einer Schaltanlage
bekannt, die eine elektromechanische Verriegelungsvorrichtung für Hand- oder Motorbedienung
aufweist.
[0006] An die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Antriebsanordnung zur Ausbildung einer
Trennstrecke für einen Überspannungsableiter anzugeben, die mit einer Vielzahl unterschiedlicher
Steuereinrichtungen zuverlässig betreibbar ist.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Antriebsanordnung zur Ausbildung einer
Trennstrecke für einen Überspannungsableiter, aufweisend die Merkmale des Anspruchs
1.
[0008] Es ist ein Vorteil der Erfindung, dass unterschiedliche standardisierte Steckverbindungen
verwendet werden können, wodurch die Antriebsanordnung ohne bauliche Veränderungen
an eine Vielzahl unterschiedlicher Steuereinrichtungen anschließbar ist. Eine Anpassung
der Anschlüsse an die jeweils vorgesehene Steuereinrichtung entfällt, die Steckverbindungseinrichtung,
in die jeweils kein Gegenstück eingesteckt ist, ist durch die Abdeckung vor Witterungseinflüssen
und Feuchtigkeit schützbar.
[0009] Eine Steckverbindungseinrichtung im Sinne der Verbindung kann sowohl eine Buchse
sein, in die ein passender Stecker einschiebbar ist, als auch der Stecker selbst.
Wird als Steckverbindungseinrichtung eine Buchse eingesetzt, so ist das Gegenstück
der für die Buchse vorgesehene Stecker. Wird als Steckverbindungseinrichtung ein Stecker
eingesetzt, so ist das Gegenstück die für den Stecker vorgesehene Buchse.
[0010] Als Steckverbindungseinrichtung kann beispielsweise eine Buchse vom Typ Harting 24
DD mit 24 Pins sowie Erdungspin, Baugröße 6 B, Stifteinsatz 09160243001 und Buchsenseinsatz
09160243101 eingesetzt werden. Diese Steckverbindung ist für bis zu 250V und 10A zugelassen.
Es können jedoch auch andere Typen von Steckverbindungseinrichtungen anderer Hersteller
eingesetzt werden.
[0011] Die Steckverbindungseinrichtung dient zum Verbinden der Antriebsanordnung mit einer
Steuereinrichtung, so dass die Steuereinrichtung den Überspannungsableiter Steuern
und Überwachen kann, indem z.B. eine Schaltstellung (geerdet/nicht geerdet) übertragen
wird. Es kann weiterhin auch ein Motor für einen automatischen Betrieb vorgesehen
sein. Der Motor kann beispielsweise innerhalb des Mechanikraums angeordnet sein. In
diesem Fall kann mittels der Steckverbindungseinrichtung auch eine Steuerung des Motors
erfolgen.
[0012] Durch Verwendung geeigneter Steckverbindungssysteme können höhere Umweltanforderungen
erfüllt werden, weil die vergleichsweise nur gering temperaturbelastbaren Schutzschläuche
entfallen. Auf einfache Weise können so für GIS-Ableiter die Anforderungen der Schutzart
gemäß International Protection Codes 65 (IP65), bekannt aus der Norm "DIN EN 60529
(VDE 0470-1):2014-09 Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code)", und eine Temperaturbeständigkeit
von bis zu -40°C erreicht werden. Dies ist ein Vorteil, weil die klimatischen Einsatzgebiete
erweitert werden.
[0013] Bei der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung weist die Antriebsanordnung eine Abdeckung
für die jeweilige Steckverbindungseinrichtung auf. Dies ist ein Vorteil, weil auf
diese Weise die Steckverbindungseinrichtung vor Witterungseinflüssen und Feuchtigkeit
geschützt werden kann, wenn kein Gegenstück eingesteckt ist.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung weist
die Antriebsanordnung eine Arretierungseinrichtung zum Festlegen der Abdeckung auf
der Steckverbindungseinrichtung auf. Dies ist ein Vorteil, weil die Abdeckung sicher
in ihrer Position gehalten wird und keine Feuchtigkeit in den Bereich der Steckverbindungseinrichtung
eindringen kann.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung weist
die Antriebsanordnung eine Arretierungseinrichtung zum Festlegen eines Gegenstücks
in der Steckverbindungseinrichtung auf. Dies ist ein Vorteil, weil so das Gegenstück
sicher in seiner Position gehalten wird und keine Feuchtigkeit in den Bereich der
Steckverbindungseinrichtung eindringen kann.
[0016] Die Antriebsanordnung weist einen Mechanikraum auf, in dem eine Bewegung derart umsetzbar
ist, dass im Überspannungsableiter ein Schalter zum Verbinden und/oder zum Trennen
eines Hochspannungskontakts mit dem Erdpotential betätigbar ist.
[0017] Die Steckverbindungseinrichtung ist an einer Haube an dem Mechanikraum angeordnet,
wobei innerhalb der Haube zwischen dem Mechanikraum und der Steckverbindungseinrichtung
mindestens eine Verbindung zum Steuern und/oder Überwachen angeordnet ist. Eine Haube
im Sinne der Erfindung ist jede Art von Hohlkörper, der einerseits auf einem Deckel
des Mechanikraums befestigbar ist und andererseits einen ausreichend großen Hohlraum
aufweist, um die Steckverbindungseinrichtung innerhalb der Haube mit dem Mechanikraum
durch elektrische Leiter bzw. Kabel zu verbinden. Die Haube bzw. Kappe kann beispielsweise
als im Wesentlichen rundlich gewölbter Hohlkörper nach Art einer Halbkugel oder eines
Halbellipsoids ausgebildet sein.
[0018] Es ist ein Vorteil, dass bei dieser Bauform die vergleichsweise nur gering temperaturfesten
Schutzschläuche entfallen können und so das klimatische Einsatzgebiet vergrößert werden
kann. Weiterhin kann auch der kundenspezifische Anschlusskasten entfallen. Durch den
internen Anschluss der Steckverbindungseinrichtung können folglich der Anschlusskasten
und die Schutzschläuche mit elektrischen Leitern eingespart werden, was Kostenvorteile
in Herstellung, Transport und Wartung ermöglicht. Ein weiterer Vorteil ist es, dass
die Antriebsanordnung auf diese Weise besonders platzsparend gebaut werden kann.
[0019] Weiterhin ergibt sich der Vorteil, dass ohne Vergrößerung der Bauhöhe eine größere
Handkurbel als bei bisher bekannten Anordnungen zum Einsatz kommen kann, weil der
Radius der Handkurbel nicht durch Anschlüsse für Schutzschläuche eingeschränkt wird.
Dies erleichtert die Handhabung des Antriebs, weil bei einer größeren Handkurbel ein
längerer Hebelarm eingesetzt werden kann.
[0020] Vorzugsweise wird die Haube aus einer freilufttauglichen Aluminiumlegierung hergestellt.
Beispielsweise kann ein Kokillengussverfahren eingesetzt werden. Dies ist ein Vorteil,
weil Kokillengussverfahren besonders kostengünstig sind.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
weist die Haube eine erste Abflachung auf, an der die Steckverbindungseinrichtung
angebracht ist. Weist die Haube beispielsweise eine dem Mechanikraum zugewandte Seite
auf und erstreckt sich bis zu einer dem Mechanikraum abgewandten Seite, an dem z.B.
eine Handkurbel angeordnet sein kann, so ist es bevorzugt und mit Vorteil möglich,
die erste Abflachung zwischen diesen beiden Seiten anzuordnen. Ist die Antriebsanordnung
beispielsweise vertikal ausgerichtet, so befindet sich der Deckel oberhalb des Mechanikraums.
Auf dem Deckel ist in dieser Orientierung die Haube befestigt, wobei seitlich an der
Haube die erste Abflachung angeordnet ist.
[0022] Dies ist ein Vorteil, weil gängige Steckverbindungseinrichtungen i.d.R. zur Montage
an flachen Oberflächen ausgelegt sind.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
weist die Haube mindestens eine weitere Abflachung auf, an der Zusatzgeräte anbringbar
sind. Dies ist ein Vorteil, weil gängige Zusatzgeräte i.d.R. zur Montage an flachen
Oberflächen ausgelegt sind. Beispielsweise kann die mindestens eine weitere Abflachung
wie eingangs erläutert bei einer vertikal ausgerichteten Antriebsanordnung beispielsweise
ebenso wie die erste Abflachung seitlich angeordnet sein.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
ist als ein Zusatzgerät eine Verriegelungseinrichtung zum Blockieren einer Bewegung
im Mechanikraum vorgesehen. Dies ist ein Vorteil, weil auf diese Weise ein unbeabsichtigtes
oder unbefugtes Betätigen der Antriebsanordnung verhindert wird. Insbesondere ist
es bevorzugt und vorteilhaft, wenn die Verriegelungseinrichtung ein Schloss aufweist.
[0025] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
ist als ein Zusatzgerät eine zusätzliche Steckverbindungseinrichtung gemäß einem anderen
Standard als dem Standard der Steckverbindungseinrichtung vorgesehen. Dies ist ein
Vorteil, weil auf diese Weise eine größere Vielfalt an Steuereinrichtungen anschließbar
ist.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
weist die Haube eine Betätigungseinrichtung zum Antrieb der Bewegung auf. Dies ist
ein Vorteil, weil mittels der Betätigungseinrichtung eine mechanische Kraft für den
Schaltvorgang bereitgestellt wird.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
ist die Betätigungseinrichtung für einen manuellen Betrieb ausgebildet. Dies ist ein
Vorteil, weil ein manueller Betrieb kostengünstig umzusetzen ist. In der Regel ist
das Zu- oder Abschalten eines Überspannungsableiters nur alle paar Monate zu erwarten,
beispielsweise zu Wartungszwecken.
[0028] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
weist die Betätigungseinrichtung eine Handkurbel auf. Dies ist ein Vorteil, weil eine
Handkurbel lange erprobt und kostengünstig in der Herstellung ist. In einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung weist die Betätigungseinrichtung
für einen automatischen Betrieb einen Motor auf.
[0029] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
ist die Betätigungseinrichtung an der dem Mechanikraum abgewandten Seite der Haube
angeordnet.
[0030] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
ist die Betätigungseinrichtung derart an der Haube angeordnet, dass sich bei einer
vertikal ausgerichteten Antriebsanordnung eine seitliche Anbringung ergibt.
[0031] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
weist der Mechanikraum einen Deckel auf, an dem die Haube angebracht ist.
[0032] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
weist der Mechanikraum eine durchsichtige Wand auf. Dies ist ein Vorteil, weil mit
einer durchsichtigen Wand als Zylindermantel ein Techniker leicht mittels Augenschein
die Schaltstellung der in der Antriebsanordnung überprüfen kann, da diese Schaltstellung
mit einer Schaltstellung der Kontakte im Überspannungsableiter zusammenhängt. Hierdurch
wird die Arbeits- und Betriebssicherheit erhöht.
[0033] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
ist die Wand mittels einer Flachdichtung gegenüber dem Deckel abgedichtet, wobei die
Flachdichtung in einer Nut des Deckels angeordnet ist. Bei bisherigen Antriebsanordnungen
wird häufig ein Dichtungsring radial an die Innenfläche der Wand angesetzt. Dies ist
nachteilig für den Fall, dass die Wand herstellungsbedingt leicht in Form oder Radius
vom Konstruktionsplan abweicht. Auch für den Fall, dass die Nut im Deckel z.B. bei
spanender Bearbeitung nicht exakt ausgearbeitet wurde, können sich Probleme mit der
Dichtheit der Anordnung ergeben. Bei einer Flachdichtung hingegen ist die Nut deutlich
weiter als die Wand ausgeführt. In der Nut ist der Boden der Ausnehmung komplett mit
Dichtmaterial ausgekleidet, in das die Wand eingepresst wird. Hierdurch wird auch
bei Abweichungen in Form und Größe von Wand und Deckelnut stets ein dichter Sitz erreicht.
[0034] Zur besseren Erläuterung der Erfindung zeigen in schematischer Darstellung die
- Figur 1
- eine bekannte Antriebsanordnung mit externem Anschlusskasten und
- Figur 2
- eine erfindungsgemäße Antriebsanordnung mit einer Steckverbindungseinrichtung.
[0035] Bei der bekannten Antriebsanordnung 1 in Figur 1 sind die Antriebsanordnung 1 und
ein Anschlusskasten 2 auf einer Platte 3 befestigt, die hier zur Befestigung der einzelnen
Baugruppen dient. Im Betrieb werden Antriebsanordnung 1 und Anschlusskasten 2 i.d.R.
direkt auf der Oberseite eines Überspannungsableiters angebracht. Die Antriebsanordnung
weist einen Mechanikraum 31 auf, in dem eine Bewegung einer Handkurbel 4 derart umsetzbar
ist, dass im Überspannungsableiter ein Schalter betätigbar ist, um einen Hochspannungskontakt
mit einem Erdpotential zu verbinden und/oder zu trennen. Auf diese Weise kann der
Überspannungsableiter beispielsweise für Wartungsarbeiten außer Betrieb gesetzt werden.
Der Mechanikraum 31 weist eine durchsichtige zylinderförmige Außenwand 8 auf, die
am oberen Ende mittels einer Dichtung 7 fluiddicht in einer Nut eines Deckels 5 festgelegt
ist.
[0036] Zur Überwachung und Steuerung des Überspannungsableiters führen zwei elektrische
Leiter in Schutzschläuchen 6 zu dem Anschlusskasten 2. In dem Anschlusskasten 2 werden
die elektrischen Leiter derart auf an der Außenseite des Anschlusskastens 2 angeordnete
Anschlüsse 10 weitergeschaltet, dass an die Anschlüsse eine Steuereinrichtung anschließbar
ist. Beispielsweise sind die Anschlüsse 10 als Schraubanschlüsse der Gewindegröße
M40 x 1,5 mm ausgeführt.
[0037] Es ist ein Bereich 40 mit einer unterbrochenen Linie umrissen, in dem sich die durch
die Erfindung veränderten Bauteile Handkurbel 4, Deckel 5 und Schutzschläuche 6 der
bekannten Antriebsanordnung befinden.
[0038] Die Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße Antriebsanordnung 15, wobei der obere Bereich
der Antriebsanordnung 15 als Bildausschnitt vergrößert dargestellt ist. Der vergrößerte
Bereich entspricht in etwa dem in Figur 1 einer unterbrochenen Linie umrissenen Bereich
an der dem Überspannungsableiter abgewandten Seite eines Mechanikraums 32.
[0039] Auf einem Mechanikraum 32 ist eine Haube 20 bzw. eine Kappe angeordnet, die an vier
Seiten Abflachungen 21,35 aufweist. Das obere Ende der Haube ist ebenfalls abgeflacht
und weist eine vergleichsweise große Handkurbel 22 auf. Die besonders große Handkurbel
22 wird möglich, weil im Vergleich zur bekannten Anordnung der Figur 1 keine Schutzschläuche
zur Verbindung mit einem Anschlusskasten vorgesehen werden müssen, wodurch auf der
Haube 20 vergleichsweise viel Platz für eine Handkurbel 22 freibleibt. Die untere
Seite der Haube 20 schließt mit einem Deckel 41 ab, der zugleich den Mechanikraum
32 begrenzt.
[0040] An einer der seitlichen Abflachungen 21 ist eine Steckverbindungseinrichtung 23 mit
Pins 26 angebracht. Die Steckverbindungseinrichtung 23 ist auf einem Sockel 27 montiert
und weist eine Abdeckung 24 zum Schutz der Steckverbindungseinrichtung 23 vor Witterungseinflüssen
auf, wobei die Abdeckung nur benötigt wird, wenn kein Gegenstück eingesteckt ist.
Die Abdeckung 24 kann mit einer Arretierungseinrichtung 25 auf der Steckverbindungseinrichtung
23 festgelegt werden. Die Arretierungseinrichtung 25 dient zusätzlich zum Festlegen
eines Gegenstücks in der Steckverbindungseinrichtung 23, so dass das Gegenstück nicht
aus der Steckverbindungseinrichtung 23 herausrutschen kann.
[0041] Die Steckverbindungseinrichtung 23 ist innerhalb der Haube 20, geschützt vor Feuchtigkeit
und Temperaturschwankungen, mit dem Mechanikraum 32 verbunden, so dass Steuersignale
und Überwachungssignale z.B. über eine Schalterstellung im Überspannungsableiter mittels
der Steckverbindungseinrichtung 23 an eine Steuereinrichtung (nicht dargestellt) übertragen
bzw. von dieser empfangen werden können.
1. Antriebsanordnung (15) zur Ausbildung einer Trennstrecke für einen Überspannungsableiter,
aufweisend
- einen Mechanik-raum (31), in dem eine Bewegung derart umsetzbar ist, dass im Überspannungsableiter
ein Schalter zum Verbinden und/oder zum Trennen eines Hochspannungskontakts mit dem
Erdpotential betätigbar ist,
- Anschlüsse (26) für ein Steuern und/oder Überwachen des Überspannungsableiters,
wobei die Anschlüsse (26) in einer Steckverbindungseinrichtung (23) angeordnet sind,
und wobei die Steckverbindungseinrichtung (23) an einer Haube (20) an dem Mechanikraum
(32) angeordnet ist, wobei innerhalb der Haube (20) zwischen dem Mechanikraum (32)
und der Steckverbindungseinrichtung (23) mindestens eine Verbindung zum Steuern und/oder
Überwachen angeordnet ist,
- die Haube (20) eine erste Abflachung (21) aufweist, an der die Steckverbindungseinrichtung
(23) angebracht ist,
- die Haube (20) mindestens eine weitere Abflachung (35) aufweist, an der Zusatzgeräte
anbringbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Zusatzgerät eine zusätzliche Steckverbindungseinrichtung gemäß einem anderen Standard
als dem Standard der Steckverbindungseinrichtung (23) vorgesehen ist und
eine Abdeckung (24) für die jeweilige Steckverbindungseinrichtung gegeben ist.
2. Antriebsanordnung (15) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzgerät eine Verriegelungseinrichtung zum Blockieren einer Bewegung im Mechanikraum
(32) vorgesehen ist.
3. Antriebsanordnung (15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (20) eine Betätigungseinrichtung zum Antrieb der Bewegung aufweist.
4. Antriebsanordnung (15) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung für einen manuellen Betrieb ausgebildet ist.
5. Antriebsanordnung (15) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung eine Handkurbel (22) aufweist.
6. Antriebsanordnung (15) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung für einen automatischen Betrieb einen Motor aufweist.
7. Antriebsanordnung (15) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung an der dem Mechanikraum abgewandten Seite der Haube (20)
angeordnet ist.
8. Antriebsanordnung (15) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung seitlich an der Haube angeordnet ist.
9. Antriebsanordnung (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanikraum (32) einen Deckel (41) aufweist, an dem die Haube angebracht ist.
10. Antriebsanordnung (15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanikraum (32) eine durchsichtige Wand aufweist.
11. Antriebsanordnung (15) nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung ein Schloss aufweist.
12. Antriebsanordnung (15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (20) aus einer freilufttauglichen Aluminiumlegierung hergestellt ist.
13. Antriebsanordnung (15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Arretierungseinrichtung (25) zum Festlegen der Abdeckung auf der Steckverbindungseinrichtung
gegeben ist.
14. Antriebsanordnung (15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Arretierungseinrichtung (25) zum Festlegen eines Gegenstücks in der Steckverbindungseinrichtung
gegeben ist.
1. Drive arrangement (15) for forming an isolation gap for a surge arrester, having
- a mechanical system space (31) in which a movement can be converted in such a way
that a switch for connecting and/or for isolating a high-voltage contact to/from ground
potential can be actuated in the surge arrester,
- connections (26) for controlling and/or monitoring the surge arrester, wherein the
connections (26) are arranged in a plug-in connecting device (23), and wherein the
plug-in connecting device (23) is arranged on a hood (20) on the mechanical system
space (32), wherein at least one connection for control and/or monitoring purposes
is arranged inside the hood (20) between the mechanical system space (32) and the
plug-in connecting device (23),
- the hood (20) has a first flattened portion (21) to which the plug-in connecting
device (23) is attached,
- the hood (20) has at least one further flattered portion (35) to which auxiliary
equipment can be attached,
characterized in that
the auxiliary equipment provided is an additional plug-in connecting device according
to a standard other than the standard used by the plug-in connecting device (23),
and
a cover (24) is provided for the respective plug-in connecting device.
2. Drive arrangement (15) according to Claim 1, characterized in that the auxiliary equipment provided is a latching device for blocking a movement in
the mechanical system space (32).
3. Drive arrangement (15) according to either of the preceding claims, characterized in that the hood (20) has an actuating device for driving the movement.
4. Drive arrangement circuit (15) according to Claim 3, characterized in that the actuating device is designed for manual operation.
5. Drive arrangement (15) according to Claim 4, characterized in that the actuating device has a hand crank (22) .
6. Drive arrangement (15) according to one of Claims 3 to 5, characterized in that the actuating device has a motor for automatic operation.
7. Drive arrangement (15) according to one of Claims 3 to 6, characterized in that the actuating device is arranged on that side of the hood (20) which is averted from
the mechanical system space.
8. Drive arrangement (15) according to one of Claims 3 to 6, characterized in that the operating device is arranged laterally on the hood.
9. Drive arrangement (15) according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the mechanical system space (32) has a cover (41) to which the hood is attached.
10. Drive arrangement (15) according to one of the preceding claims, characterized in that the mechanical system space (32) has a transparent wall.
11. Drive arrangement (15) according to one of Claims 2 to 10, characterized in that the latching device has a bolt.
12. Drive arrangement (15) according to one of the preceding claims, characterized in that the hood (20) is produced from an aluminium alloy which is suitable for outdoor use.
13. Drive arrangement (15) according to one of the preceding claims, characterized in that a locking device (25) is provided for securing the cover on the plug-in connecting
device.
14. Drive arrangement (15) according to one of the preceding claims, characterized in that a locking device (25) is provided for securing a mating piece in the plug-in connecting
device.
1. Système (15) d'entraînement pour la constitution d'une section de séparation d'une
dérivation de surtension, comportant
- un espace (31) à mécanisme, dans lequel un mouvement peut être transformé de manière
à pouvoir, dans la dérivation de la surtension, actionner un interrupteur de liaison
d'un contact de haute tension au potentiel de terre et/ou de séparation de ce contact
de haute tension du potentiel de terre,
- des bornes (26) pour une commande et/ou un contrôle de la dérivation de la surtension,
dans lequel les bornes (26) sont disposées dans un dispositif (23) de liaison par
enfichage et dans lequel le dispositif (23) de liaison par enfichage est monté sur
une hotte (20) de l'espace (32) à mécanisme, dans lequel, à l'intérieur de la hotte
(20) entre l'espace (32) à mécanisme et le dispositif (23) de liaison par enfichage,
est disposée au moins une liaison pour la commande et/ou le contrôle,
- la hotte (20) a un premier méplat (21) sur lequel est mis le dispositif (23) de
liaison par enfichage,
- la hotte (20) a au moins un autre méplat (35) sur lequel peuvent être mis des appareils
supplémentaires,
caractérisé en ce que
il est prévu, comme appareil supplémentaire, un dispositif supplémentaire de liaison
par enfichage suivant une autre norme que la norme du dispositif (23) de liaison par
enfichage et
il y a une couverture (24) pour les dispositifs respectifs de liaison par enfichage.
2. Système (15) d'entraînement suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu, comme appareil supplémentaire, un dispositif de verrouillage pour le
blocage d'un déplacement dans l'espace (32) à mécanisme.
3. Système (15) d'entraînement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce la hotte (20) a un dispositif d'actionnement pour l'entraînement du déplacement.
4. Système (15) d'entraînement suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement est constitué pour un fonctionnement manuel.
5. Système (15) d'entraînement suivant la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement a une manivelle (22) .
6. Système (15) d'entraînement suivant l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement a un moteur pour un fonctionnement automatique.
7. Système (15) d'entraînement suivant l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement est disposé du côté, loin de l'espace à mécanisme, de
la hotte (20).
8. Système (15) d'entraînement suivant l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement est disposé latéralement à la hotte.
9. Système (15) d'entraînement suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'espace (32) à mécanisme a un couvercle (41) sur lequel la hotte est mise.
10. Système (15) d'entraînement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'espace (32) à mécanisme a une paroi transparente.
11. Système (15) d'entraînement suivant l'une des revendications 2 à 10, caractérisé en ce que le dispositif de verrouillage a un verrou.
12. Système (15) d'entraînement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la hotte (20) est en un alliage d'aluminium, qui résiste à l'air libre.
13. Système (15) d'entraînement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il y a un dispositif (25) de blocage pour fixer la couverture sur le dispositif de
liaison par enfichage.
14. Système (15) d'entraînement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il y a un dispositif (25) de blocage pour fixer une pièce antagoniste dans le dispositif
de liaison par enfichage.