[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Überwachen
von Betriebsparametern in einer Personentransportanlage gemäss den Ansprüchen 1 bzw.
5. Die Erfindung betrifft ferner eine entsprechend eingerichtete Personentransportanlage
sowie ein Verfahren zum Nachrüsten einer Personentransportanlage. Die Erfindung betrifft
insbesondere Möglichkeiten, um Betriebsparameter in einer Personentransportanlage
effizient aus der Ferne überwachen zu können.
[0002] Personentransportanlagen wie zum Beispiel Aufzüge, Fahrtreppen oder Fahrsteige dienen
dazu, Personen und/oder Waren in einem Gebäude oder Bauwerk von einem Ort zu einem
anderen zu transportieren. Die Personentransportanlage als Ganzes ist dabei in dem
Bauwerk fest verbaut, verfügt aber über Komponenten wie beispielsweise eine zwischen
Stockwerken verlagerbare Aufzugkabine bzw. eine umlaufend verlagerbare Fördertreppe
bzw. Fördersteig, mithilfe derer beispielsweise Passagiere befördert werden können.
Um Betriebszustände der Personentransportanlage und insbesondere etwaige Anomalitäten
bei solchen Betriebszuständen erkennen zu können, kann es vorgesehen sein, Betriebsparameter
der Personentransportanlage kontinuierlich oder in gewissen Zeitabständen wiederholt
zu überwachen. Beispielsweise kann es notwendig sein, einen aktuellen Betriebszustand
zu kennen, um diesen geeignet steuern oder regeln zu können. Auch kann es vorteilhaft
oder erforderlich sein, Anomalitäten bei den Betriebszuständen frühzeitig zu erkennen,
um gegebenenfalls Massnahmen zu deren Behebung ergreifen zu können.
[0003] Beispielsweise kann es bei einem Aufzug vorteilhaft sein, zu überwachen, ob Aufzugkabinentüren
korrekt öffnen und schliessen, da Anomalitäten hinsichtlich einer solchen Schliessfunktion
der Türen sowohl die Sicherheit der Aufzuganlage als auch einen Komfort für Passagiere
beeinträchtigen können. Beispielsweise können nicht korrekt schliessende Aufzugskabinentüren
ein Risiko für Passagiere bewirken, von der Tür oder durch einen trotz inkorrekt geschlossener
Tür losfahrenden Aufzug verletzt zu werden. Alternativ kann eine nicht korrekt verfahrende
Aufzugkabinentür Unannehmlichkeiten wie beispielsweise störende Geräusche bewirken.
[0004] Ähnlich kann bei einer Fahrtreppe oder einem Fahrsteig ein nicht korrektes Verlagern
von Trittstufen bzw. Paletten Gefahren oder zumindest Unannehmlichkeiten, beispielsweise
in Form einer Geräuschentwicklung, für Passagiere mit sich bringen.
[0005] Zum Erkennen von Betriebszuständen kann bei einer Personentransportanlage eine Vielzahl
unterschiedlicher Betriebsparameter überwacht werden. Ein Betriebsparameter kann dabei
eine physikalische Grösse sein, welche beim Betrieb der Personentransportanlage vorliegt
und welche sich eventuell im Laufe des Betriebs der Personentransportanlage ändert.
Bei herkömmlichen Personentransportanlagen werden die Betriebsparameter meist mithilfe
von bereits herstellerseitig in die Personentransportanlage integrierten Komponenten
überwacht. Beispielsweise können die Betriebsparameter dadurch überwacht werden, dass
Steuergrössen einer die Personentransportanlage steuernden Steuerung überwacht werden,
insbesondere im Hinblick auf etwaige Anomalitäten. Alternativ oder ergänzend können
in der Personentransportanlage Sensoren vorgesehen sein, mithilfe derer zu überwachende
Betriebsparameter gemessen werden können.
[0006] Betriebsparameter können dabei beispielsweise aktuell fliessende oder gemittelte
elektrische Ströme zu Baukomponenten wie beispielsweise Elektromotoren oder Aktuatoren
in der Personentransportanlage, Geräusche in oder angrenzend an die Personentransportanlage,
aktuelle Beschleunigungen innerhalb von Komponenten der Personentransportanlage, Temperaturen
in oder angrenzend an Komponenten der Personentransportanlage, etc. sein.
[0007] Insbesondere bei älteren Personentransportanlagen kann es notwendig oder gewünscht
sein, diese hinsichtlich ihrer Sicherheit, ihrer Zuverlässigkeit und/oder ihres Komforts
zu modernisieren. Hierbei kann es unter anderem gewünscht sein, nachträglich technische
Voraussetzungen zu schaffen, um bestimmte Betriebsparameter überwachen zu können.
Beispielsweise kann in eine bestehende Personentransportanlage eine Vorrichtung nachgerüstet
werden, welche zum Beispiel über eine Vielzahl von Sensoren sowie eine Signalverarbeitungseinrichtung
zum Verarbeiten von Signalen der Sensoren verfügt, sodass mithilfe dieser Vorrichtung
Betriebsparameter überwacht und zum Beispiel etwaige Anomalitäten frühzeitig erkannt
werden können.
[0008] Unabhängig davon, ob Betriebsparameter mithilfe von bereits herstellerseitig in einer
Personentransportanlage vorgesehenen Komponenten oder mithilfe von nachgerüsteten
Komponenten überwacht werden sollen, war es bisher üblich, die Betriebsparameter mit
Sensoren bzw. anderen Komponenten zu messen, welche zentral gesteuert betrieben und/oder
ausgewertet wurden. Eine zentrale Überwachungseinheit konnte dabei Signale von jedem
der Vielzahl von Sensoren erhalten und verarbeiten. Dabei war generell vorgesehen,
dass die Sensoren entweder Signale kontinuierlich bzw. in kurzen Zeitabständen wiederholt
an die Überwachungseinheit übermitteln oder die Überwachungseinheit einen der Sensoren
beispielsweise gezielt getriggert, d.h. dazu instruiert, die von ihm zu überwachende
Betriebsgrösse aktuell zu messen und ein entsprechendes Messsignal an die Überwachungseinheit
zu übermitteln.
[0009] EP 1353868 B1 beschreibt beispielsweise ein Verfahren zur Überwachung des Zustands des Türmechanismus
eines Aufzugs und zur Bestimmung einer Notwendigkeit zur Wartung.
[0010] Die
EP 3075692 A1 beschreibt ebenfalls ein Verfahren zum Überwachen von Betriebsparametern in einer
Personentransportanlage in Form eines Aufzugs. Ein zweiter Sensor zur Überprüfung,
ob sich tatsächlich keine Person in der Aufzugkabine des Aufzugs befindet, wird erst
aktiviert bzw. getriggert, wenn mit einem ersten Sensor mit einer hohen Wahrscheinlichkeit
erkannt wurde, dass die Aufzugkabine leer ist.
[0011] Allerdings wurde erkannt, dass herkömmliche Ansätze zum Überwachen von Betriebsparametern
einer Personentransportanlage oft hohe Anforderungen an die Überwachungseinheit und/oder
eine Datenkommunikation zwischen der Überwachungseinheit und z.B. den Sensoren stellen.
[0012] Es kann unter anderem ein Bedarf an einem Verfahren bzw. einer Vorrichtung zum Überwachen
von Betriebsparametern einer Personentransportanlage bestehen, bei denen derartige
Anforderungen verringert sind. Insbesondere kann ein Bedarf bestehen, bei einem solchen
Verfahren bzw. in einer solchen Vorrichtung einfache und/oder kostengünstige Komponenten
wie zum Beispiel Sensoren und/oder Datenübermittlungstechnik einsetzen zu können,
vorzugsweise ohne eine Qualität der Überwachung der Betriebsparameter zu reduzieren.
Ferner kann ein Bedarf an einer entsprechend ausgerüsteten Personentransportanlage
sowie einem Verfahren zum Nachrüsten einer Personentransportanlage bestehen.
[0013] Einem solchen Bedarf kann durch den Gegenstand gemäss einem der unabhängigen Ansprüche
entsprochen werden. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen
sowie der nachfolgenden Beschreibung definiert.
[0014] Gemäss einem Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Überwachen von Betriebsparametern
in einer Personentransportanlage nach Anspruch 1 vorgeschlagen.
[0015] Gemäss einem zweiten Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Überwachen von
Betriebsparametern in einer Personentransportanlage nach Anspruch 5vorgeschlagen.
[0016] Gemäss einem dritten Aspekt der Erfindung wird eine Personentransportanlage vorgeschlagen,
welche eine Vorrichtung gemäss einer Ausführungsform des zweiten Aspekts der Erfindung
aufweist.
[0017] Gemäss einem vierten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Nachrüsten einer
Personentransportanlage nach Anspruch 12 vorgeschlagen.
[0018] Mögliche Merkmale und Vorteile von Ausführungsformen der Erfindung können unter anderem
und ohne die Erfindung einzuschränken als auf nachfolgend beschriebenen Ideen und
Erkenntnissen beruhend angesehen werden.
[0019] Wie bereits einleitend angemerkt, wurden technische Ansätze entwickelt, um Betriebszustände
einer Personentransportanlage überwachen zu können. Dabei wurden beispielsweise mithilfe
verschiedener Sensoren unterschiedliche Betriebsparameter an oder in der Personentransportanlage
wiederholt erfasst und daraus Informationen über deren gegenwärtigen Betriebszustand
abgeleitet. Diese Informationen konnten beispielsweise genutzt werden, um die Personentransportanlage
von der Ferne aus zu überwachen (sogenanntes "remote controlling") und/oder gegebenenfalls
beim Auftreten von Anomalitäten geeignete Massnahmen einleiten zu können.
[0020] Bei den bisherigen Ansätzen übermittelten die Sensoren entweder ihre Sensordaten
kontinuierlich bzw. in kurzen Zeitabständen an eine Signalverarbeitungseinrichtung,
sodass diese Signalverarbeitungseinrichtung zentral grosse Mengen übermittelter Sensordaten
verarbeiten musste. Oder die Signalverarbeitungseinrichtung konnte zentral jeden der
Sensoren einzeln ansteuern, um ihn zu veranlassen (d.h. zu triggern), Sensordaten
bezüglich des von ihm zu erfassenden Betriebsparameters zu generieren und an die Signalverarbeitungseinrichtung
weiterzuleiten.
[0021] Bei einer solchen zentralen Datenverarbeitung und/oder zentralen Ansteuerung (d.h.
zentralem Triggern) von verschiedenen, über die Personentransportanlage verteilt angeordneten
Sensoren kann einerseits ein hoher Datenverarbeitungsaufwand bzw. ein hoher Aufwand
zur Ansteuerung der verschiedenen Sensoren entstehen. Dies kann erfordern, dass die
Signalverarbeitungseinrichtung mit einer verhältnismässig leistungsstarken Prozessoreinheit
ausgestattet ist, da es ansonsten zu Datenverarbeitungsengpässen kommen kann. Andererseits
kann es zu einem hohen Datenübermittlungsvolumen zwischen der Signalverarbeitungseinrichtung
und den Sensoren kommen. Insbesondere, wenn die Sensoren mit der Signalverarbeitungseinrichtung
über ein gemeinsames Bussystem kommunizieren, kann dies erfordern, dass das Bussystem
für eine hohe Datenübertragungsrate ausgelegt ist, da es ansonsten zu Datenübertragungsengpässen
kommen kann.
[0022] Insbesondere um diese Problematik zu überwinden, wird vorgeschlagen, in einer mit
einer Vielzahl unterschiedlicher Sensoren ausgestatteten Personentransportanlage diese
Sensoren nicht permanent ihre zu überwachenden Betriebsparameter messen zu lassen
oder zumindest entsprechende Signale nicht permanent an die Signalverarbeitungseinrichtung
weiterleiten und dort verarbeiten zu lassen. Stattdessen wird vorgeschlagen, ein solches
Messen von Betriebsparametern bzw. Übermitteln von Signalen nur noch dann durchführen
zu lassen, wenn dies speziell mithilfe eines Triggerns veranlasst wurde. Auf diese
Weise können Anforderungen an eine Datenverarbeitung und/oder eine Datenübertragung
massiv verringert werden.
[0023] Hierbei wird insbesondere vorgeschlagen, das Triggern nicht notwendigerweise zentral
von der Signalverarbeitungseinrichtung aus vorzunehmen. Stattdessen soll das Triggern
eines Sensors direkt oder indirekt durch einen anderen Sensor ausgelöst werden. Der
andere Sensor kann dabei dazu ausgelegt sein, einen anderen Betriebsparameter zu überwachen
und den zu triggernden Sensor lediglich dann zu triggern, wenn dieser andere Betriebsparameter
eine vorbestimmte Trigger-Eigenschaft annimmt.
[0024] Mit anderen Worten sollen Sensoren nicht mehr notwendigerweise zentral von der Signalverarbeitungseinrichtung
dazu angewiesen werden, die von ihnen zu überwachenden Betriebsparameter zu erfassen
und/oder an die Signalverarbeitungseinrichtung zu übermitteln bzw. die Signalverarbeitungseinrichtung
braucht nicht mehr zentral entscheiden, ob bzw. wann übermittelte überwachte Betriebsparameter
analysiert werden sollen. Stattdessen soll ein Triggern des Erfassens der Betriebsparameter
und/oder einer entsprechenden Signalübermittlung bzw. ein Analysieren übermittelter
Daten dezentral mithilfe von weiteren Sensoren ausgelöst werden.
[0025] Durch ein solches dezentral ausgelöstes Triggern kann zum Beispiel verhindert werden,
dass ein zur Datenübermittlung eingesetztes Bussystem permanent mit einem Datenfluss
belastet wird und/oder die Signalverarbeitungseinrichtung permanent übermittelte Daten
analysieren muss, obwohl beispielsweise aktuell kein relevantes Ereignis eingetreten
ist, welches die Erfassung von Betriebsparametern und deren Übermittlung notwendig
erscheinen liesse. Das dezentral ausgelöste Triggern mithilfe weiterer Sensoren kann
daher helfen, Datenverarbeitungsengpässe und/oder Datenübertragungsengpässe zu vermeiden.
[0026] Die zu überwachenden Betriebsparameter können verschiedene Betriebsparameter sein,
die in einer Personentransportanlage Rückschlüsse über deren aktuellen Betriebszustand
zulassen. Beispielsweise können solche Betriebsparameter lokal wirkende Beschleunigungen
an Komponenten der Personentransportanlage wie zum Beispiel einer gesamten Kabine
eines Aufzugs, einer Tür einer Kabine eines Aufzugs oder der Fördereinheit einer Fahrtreppe
sein. Temporär wirkende und im Rahmen des hierin beschriebenen Verfahrens gemessene
Beschleunigungen ermöglichen beispielsweise Rückschlüsse über aktuelle Bewegungen
der genannten Komponenten. Eine Überwachung anderer Betriebsparameter kann beispielsweise
ein Messen von lokal vorherrschenden Temperaturen, von lokal auftretenden Geräuschen,
von lokal auftretenden elektrischen, magnetischen oder anderen Feldern, etc. umfassen.
Insbesondere können durch Messen von elektrischen oder magnetischen Feldern Informationen
über elektrische Ströme beispielsweise hin zu Antriebskomponenten in einer Personentransportanlage
erlangt werden.
[0027] Der von dem ersten Sensor zu erfassende erste Betriebsparameter kann vorzugsweise
derart gewählt sein, dass er von dem Sensor mit einer technisch einfach ausgestalteten
Sensorik erfasst werden kann. Alternativ oder ergänzend kann der erste Betriebsparameter
so gewählt sein, dass ihn wiedergebende Sensordaten ein geringes Datenvolumen pro
Messvorgang (beispielsweise weniger als 10 Byte oder weniger als 2 Byte) benötigen,
sodass sowohl eine entsprechende Datenanalyse als auch eine Datenübertragung vereinfacht
werden.
[0028] Beispielsweise kann der erste Betriebsparameter eine einfach zu messende Lautstärke
eines lokal in der Personentransportanlage vorherrschenden Geräuschs sein. Alternativ
kann der erste Betriebsparameter ein Strom hin zu einer Antriebskomponente in der
Personentransportanlage bzw. ein hierdurch bewirktes elektrisches oder magnetisches
Feld sein.
[0029] Die Trigger-Eigenschaft, welche beim Erfassen des ersten Betriebsparameters erkannt
werden soll, damit der zweite Sensor getriggert wird, kann generell eine beliebige
eindeutig zu identifizierende Eigenschaft des erfassten ersten Betriebsparameters
sein. Beispielsweise kann die Trigger-Eigenschaft ein Schwellenwert sein, bei dessen
Überschreiten oder Unterschreiten das Triggern des zweiten Sensors initiiert werden
soll. Alternativ oder ergänzend kann beispielsweise eine Flanke, entlang derer sich
der erste Betriebsparameter im Laufe der Zeit entwickelt, bzw. eine Steilheit einer
solchen Flanke als Trigger-Eigenschaft dienen.
[0030] Im zuvor angegebenen Beispiel kann die Trigger-Eigenschaft zum Beispiel eine zu überschreitende
oder zu unterschreitende Lautstärkenschwelle oder eine mit einer steilen Flanke zu-
bzw. abnehmende Lautstärkenentwicklung sein. Das Vorliegen einer solchen Trigger-Eigenschaft
kann verhältnismässig einfach mittels eines simplen Sensors, beispielsweise in Form
eines einfachen Mikrofons, erkannt werden.
[0031] Alternativ können auch komplexere Eigenschaften eines überwachten ersten Betriebsparameters
hinsichtlich des Vorliegens einer Trigger-Eigenschaft überwacht werden. Im genannten
Beispiel könnte beispielsweise das Spektrum eines erfassten Geräuschs auf das Vorliegen
eines bestimmten Spektralanteils hin untersucht werden, wobei der Spektralanteil beispielsweise
typisch für bestimmte Geräusche wie beispielsweise ein Quietschen sein könnte.
[0032] Der zu erfassende zweite Betriebsparameter kann ein beliebiger, sich von dem ersten
Betriebsparameter unterscheidender Betriebsparameter sein. Es kann vorteilhaft sein,
den ersten und zweiten Betriebsparameter derart zu wählen, dass der zweite Betriebsparameter
technisch komplexer und/oder aufwendiger zu messen ist als der erste Betriebsparameter.
Andererseits kann es auch vorteilhaft sein, dass der zweite Betriebsparameter einen
aussagekräftigeren Rückschluss auf den aktuellen Betriebszustand der Personentransportanlage
geben kann als der erste Betriebsparameter.
[0033] Der zweite Betriebsparameter kann an die Signalverarbeitungseinrichtung prinzipiell
in beliebiger Weise übermittelt werden. Beispielsweise kann eine Signal- bzw. Datenübermittlung
über ein fest verdrahtetes Netzwerk oder über ein drahtloses Netzwerk erfolgen. Insbesondere
kann eine Übermittlung über ein Bussystem erfolgen, über welches generell eine im
Wesentlichen beliebig grosse Anzahl von Sensoren untereinander wie auch mit der Signalverarbeitungseinrichtung
miteinander kommunizieren kann. Auch der von dem ersten Sensor erfasste erste Betriebsparameter
kann in gleicher oder ähnlicher Weise an die Signalverarbeitungseinrichtung übermittelt
werden.
[0034] Mit dem beschriebenen Überwachungsverfahren bzw. einer entsprechend ausgestalteten
Überwachungsvorrichtung können verschiedene Vorteile erreicht werden. Insbesondere
kann eine Funktion von Sensoren innerhalb einer Personentransportanlage zumindest
teilweise dezentral gesteuert werden. Dies kann eine Menge von zu übertragenden Daten
bzw. zu verarbeitenden Daten erheblich verringern. Dabei können beispielsweise technisch
einfach ausgestaltete erste Sensoren dazu eingesetzt werden, möglicherweise komplexere
zweite Sensoren zu triggern bzw. die Signalverarbeitungseinrichtung dazu zu triggern,
deren Sensordaten zu verarbeiten. Anders ausgedrückt, kann eine Übertragung von Sensordaten
des zweiten Betriebsparameters hin zu der Signalverarbeitungseinrichtung sowie eine
Verarbeitung dieser Sensordaten dadurch reduziert werden, dass solche Sensordaten
nur dann generiert, übertragen und/oder verarbeitet werden, wenn dies durch den ersten
Sensor bei Erkennen der Trigger-Eigenschaft bei dem ersten Betriebsparameter getriggert
wurde. Obwohl jeder der ersten und zweiten Sensoren für sich genommen relativ einfach
aufgebaut sein kann, kann hierdurch insgesamt beispielsweise eine komplexere Sensorik
nachgebildet werden, bei der verschiedene Betriebsparameter überwacht werden und bei
Erreichen von vordefinierten Trigger-Eigenschaften beispielsweise die Überwachung
anderer Betriebsparameter getriggert wird. Die Signalverarbeitungseinrichtung kann
das den zweiten Betriebsparameter wiedergebende Signal auf unterschiedlichste Weise
verarbeiten. Es kann beispielsweise eine Filterung durchgeführt werden oder statistische
Kennwerte wie eine Mittelwertbildung und/oder eine Bestimmung von Minimumwerten, Maximumwerten
und/oder der Standardabweichung. Die Verarbeitung kann auch nur darin bestehen, das
Signal an eine weitere Einrichtung weiterzuleiten.
[0035] Um eine Kabinentür einer Aufzugkabine einer Aufzuganlage zu überwachen, werden beispielsweise
in einer Kabinentürsensoranordnung ein Stromsensor, ein Beschleunigungssensor und
ein Mikrofon installiert. Der Stromsensor ist mit der Hauptstromversorgung zu der
Kabinentür verbunden. Der in diesem Fall als erster Sensor wirkende Stromsensor kann
aufgrund von aktuellen Stromsignalmustern, welche in diesem Fall als Trigger-Eigenschaft
vorbestimmt wurden, erkennen, ob die Kabinentür aktuell beginnt, geöffnet oder geschlossen
zu werden. Wird eine solche Trigger-Eigenschaft erkannt, wird ein erstes Triggersignal
ausgegeben und an den Beschleunigungssensor und/oder das Mikrofon übermittelt, welche
in diesem Fall als zweite Sensoren wirken. Diese beginnen daraufhin, zu überwachen,
ob die Kabinentür in einer für das Öffnen oder Schliessen typischen Weise beschleunigt
wird bzw. ob dabei typische Geräusche erzeugt werden. Entsprechende Signale werden
von dem Beschleunigungssensor und/oder dem Mikrofon an die Signalverarbeitungseinrichtung
35 übermittelt. Das Triggern kann entweder die nachfolgenden zweiten Sensoren aktivieren,
um Messungen der von ihnen zu erfassenden Betriebsparameter vorzunehmen, oder eine
Verarbeitung bzw. Analyse kontinuierlich aufgenommener Betriebsparameter aktivieren,
beispielsweise bis das Triggern wieder deaktiviert wird bzw. ein deaktivierendes zweites
Triggersignal übermittelt wird. Von einer Signalverarbeitungseinrichtung aus können
die Signale, eventuell nach einer vorausgehenden Verarbeitung, an eine externe Überwachungseinrichtung
übermittelt werden. Sollten in den Signalen untypische Betriebsparameter erkannt werden,
die beispielsweise auf ein zu langsames Beschleunigen der Kabinentür oder auf unübliche
Geräusche hindeuten, kann dies als Fehlfunktion der Kabinentür erkannt werden.
[0036] Am Beispiel einer Personentransportanlage in Form einer Fahrtreppe kann ein erster
Sensor in Form eines Stromsensors beispielsweise erkennen, wenn eine Hauptstromzufuhr
zu einer Antriebseinheit signifikant ansteigt, um beispielsweise von einer Schleichfahrt
in eine schnelle Fahrt überzugehen. Der erste Sensor kann daraufhin einen Beschleunigungssensor
und/oder ein Mikrofon als zweite Sensoren triggern, um beispielsweise auftretende
Beschleunigungen oder Geräusche zu messen, anhand derer nachverfolgt werden kann,
ob der Übergang in die schnellere Fahrt regelgerecht erfolgt oder ob es beispielsweise
zu Verzögerungen oder ungewöhnlichen Geräuschen aufgrund von Fehlfunktionen kommt.
[0037] Gemäss einer Ausführungsform weist das vorgeschlagene Verfahren ferner ein Übermitteln
des verarbeiteten Signals an eine zu der Personentransportanlage entfernt angeordnete
Überwachungseinrichtung auf. Für die vorgeschlagene Vorrichtung bedeutet dies, dass
die Signalverarbeitungseinrichtung dazu ausgebildet sein kann, Signale an eine zu
der Personentransportanlage entfernt angeordnete Überwachungseinrichtung zu übermitteln.
[0038] Mit anderen Worten können die an die Signalverarbeitungseinrichtung übermittelten
Signale bezüglich der zweiten Betriebsparameter in der Signalverarbeitungseinrichtung
zumindest teilweise verarbeitet werden und dann an eine externe Überwachungseinrichtung
weitergeleitet werden. Die Überwachungseinrichtung kann dabei ausserhalb der Personentransportanlage,
insbesondere auch ausserhalb des die Personentransportanlage aufnehmenden Gebäudes,
lokalisiert sein. Beispielsweise kann die Überwachungseinrichtung Teil eines bei einem
Hersteller der Personentransportanlage eingerichteten Überwachungszentrums sein. Auf
diese Weise können anhand der übermittelten Betriebsparameter in der Überwachungseinrichtung
aus der Ferne Betriebszustände der Personentransportanlage überwacht und gegebenenfalls
bei Auftreten von Anomalien geeignete Massnahmen ergriffen werden. Ein zu übermittelndes
Datenvolumen bzw. eine zu verarbeitende Datenmenge kann dabei aufgrund des dezentral
veranlassten Triggerns der zweiten Sensoren gering gehalten werden.
[0039] Erfindungsgemäss übermittelt der erste Sensor zum Triggern des zweiten Sensors ein
Triggersignal direkt an den zweiten Sensor. Dementsprechend können bei einer Ausführungsform
der vorgeschlagenen Vorrichtung mehrere oder alle der Mehrzahl von Sensoren dazu ausgebildet
sein, an andere der Mehrzahl von Sensoren Signale, insbesondere Triggersignale, zu
übermitteln.
[0040] Anders ausgedrückt kann ein Triggern eines zweiten Sensors und damit ein Erfassen
des zweiten Betriebsparameters dadurch ausgelöst werden, dass ein erster Sensor in
dem von ihm erfassten ersten Betriebsparameter das Vorliegen der vorbestimmten Trigger-Eigenschaft
erkennt und daraufhin ein Signal direkt an den zweiten Sensor übermittelt, um diesen
zu Triggern. In einer solchen Konstellation braucht für ein Triggern des zweiten Sensors
nicht notwendigerweise eine Datenübermittlung von dem ersten Sensor hin zu der Signalverarbeitungseinrichtung
stattfinden. Stattdessen kann es genügen, dass der erste Sensor direkt mit dem zweiten
Sensor kommuniziert, um diesen zu triggern. Hierdurch können Datenübertragungsmengen,
Datenverarbeitungsmengen und/oder Reaktionszeiten, d.h. Zeiten, bis nach dem Erkennen
einer Trigger-Eigenschaft der zweite Sensor tatsächlich getriggert ist, verringert
werden. Der erste und der zweite Sensor können dabei vorteilhafterweise über ein Netzwerk
bzw. einen Datenbus kommunizieren, mit dem sie beide verbunden sind.
[0041] Alternativ übermittelt erfindungsgemäss der erste Sensor ein den erfassten ersten
Betriebsparameter wiedergebendes Signal an den zweiten Sensor übermitteln. In diesem
Fall erkennt nicht der erste, sondern der zweite Sensor das Vorliegen der vorbestimmten
Trigger-Eigenschaft und erzeugt auf Reaktion darauf ein Triggersignal. Das Triggersignal
ist dabei ein internes Signal innerhalb des zweiten Sensors.
[0042] Bei dieser Konstellation ist für ein Triggern des zweiten Sensors ebenfalls keine
Datenübermittlung von dem ersten Sensor hin zu der Signalverarbeitungseinrichtung
notwendig.
[0043] In einer nicht von den Ansprüchen umfassten Variante kann der erste Sensor zum Triggern
des zweiten Sensors ein Triggersignal an die Signalverarbeitungsanlage übermitteln
und daraufhin die Signalverarbeitungsanlage ein Triggersignal an den zweiten Sensor
übermitteln. Dann wären mehrere oder alle der Mehrzahl von Sensoren dazu ausgebildet,
an die Signalverarbeitungseinrichtung Signale zu übermitteln.
[0044] Mit anderen Worten kann statt eines direkten Triggerns des zweiten Sensors durch
den ersten Sensor ohne Zwischenschaltung anderer Komponenten vorgesehen sein, dass
der erste Sensor sein Triggersignal nicht direkt an den zweiten Sensor, sondern an
die Signalverarbeitungseinrichtung übermittelt. Die Signalverarbeitungseinrichtung
kann dann dieses Triggersignal an den zweiten Sensor weiterleiten. In einer solchen
Konstellation hat die Signalverarbeitungseinrichtung beispielsweise die Möglichkeit,
selbst noch Einfluss auf das Triggern des zweiten Sensors zu nehmen, beispielsweise
nachdem das von dem ersten Sensor übermittelte Triggersignal analysiert und/oder verarbeitet
wurde. Während die Sensoren selbst meist technisch simpel ausgebildet sind und insbesondere
über keine oder allenfalls eine geringe eigene Signalverarbeitungsmöglichkeit verfügen,
sondern beispielsweise das Triggersignal stets bei Erreichen der Trigger-Eigenschaft
emittieren, kann ein Zwischenschaltung der Signalverarbeitungseinrichtung somit ermöglichen,
dass emittierte Triggersignal entweder ungefiltert an den zweiten Sensor weiterzuleiten
oder dieses vorab in der Signalverarbeitungseinrichtung zu verarbeiten. Auf diese
Weise hat die Signalverarbeitungseinrichtung beispielsweise die Möglichkeit, das Triggersignal
mit Signalen von anderen Sensoren zu vergleichen und beispielsweise situationsgerecht
entscheiden zu können, ob der zweite Sensor tatsächlich getriggert werden soll.
[0045] Gemäss einer Ausführungsform des hierin vorgeschlagenen Verfahrens wird der zweite
Sensor erstmalig getriggert, sobald der von dem ersten Sensor erfasste erste Betriebsparameter
eine vorbestimmte erste Trigger-Eigenschaft annimmt. Der zweite Sensor erfasst dabei
wiederholt den zweiten Betriebsparameter und das den erfassten zweiten Betriebsparameter
wiedergebende Signal wird an die Signalverarbeitungseinrichtung in Reaktion auf das
erstmalige Triggern übermittelt, bis der von dem ersten Sensor erfasste erste Betriebsparameter
eine vorbestimmte zweite Trigger-Eigenschaft annimmt und daraufhin ein zweites Triggersignal
an den zweiten Sensor übermittelt wird.
[0046] Mit anderen Worten kann der erste Sensor nicht nur ein erstes Triggersignal erzeugen,
um den zweiten Sensor dazu zu veranlassen, seinerseits den zweiten Betriebsparameter
messen, sondern es kann vorgesehen sein, dass der zweite Sensor den zweiten Betriebsparameter
wiederholt misst, bis er von dem ersten Sensor ein zweites Triggersignal erhält, welches
ihn zum Beenden des wiederholten Messvorgangs veranlasst.
[0047] Das erste und das zweite Triggersignal können dabei in Reaktion auf das Erkennen
einer ersten bzw. einer zweiten Trigger-Eigenschaft emittiert werden. Prinzipiell
können die beiden Trigger-Eigenschaften identisch sein, d.h., beim ersten Erkennen
der Trigger-Eigenschaft wird das erste Triggersignal ausgelöst und beim nachfolgenden
Erkennen der gleichen Trigger-Eigenschaft wird dann das zweite Triggersignal ausgelöst.
Vorzugsweise sind die beiden Trigger-Eigenschaften jedoch voneinander verschieden.
Beispielsweise können die erste und die zweite Trigger-Eigenschaft zwei verschiedene
Schwellenwerte bezüglich des beobachteten ersten Betriebsparameters sein.
[0048] Bezogen auf das oben angegebene Beispiel kann beispielsweise das erste Triggersignal
erzeugt werden, wenn eine erfasste Lautstärke einen ersten Schwellenwert übersteigt.
Nachfolgend kann das zweite Triggersignal erzeugt werden, wenn die erfasste Lautstärke
den ersten oder einen zweiten Schwellenwert wieder unterschreitet. Der erste Sensor
kann in diesem Fall dazu eingesetzt werden, eine Funktion des zweiten Sensors dezentral
zu steuern bzw. zu triggern. Insbesondere können ein Beginnen und ein Beenden eines
Messbetriebs des zweiten Sensors getriggert werden.
[0049] Gemäss einer Ausführungsform des hierin vorgeschlagenen Verfahrens erfasst ein Sensor
den vom ihm zu erfassenden Betriebsparameter über eine Zeitdauer hinweg wiederholt
und bestimmt daraufhin die Trigger-Eigenschaft für nachfolgende Erfassungsvorgänge.
Bezogen auf die hierin vorgeschlagene Vorrichtung bedeutet dies, dass ein Sensor dazu
ausgebildet sein kann, den vom ihm zu erfassenden Betriebsparameter über eine bestimmte
Zeitdauer hinweg wiederholt zu erfassen und daraufhin die Trigger-Eigenschaft für
nachfolgende Erfassungsvorgänge vorzubestimmen.
[0050] Mit anderen Worten kann in einem der Sensoren der Personentransportanlage eine gewisse
Lernfunktion implementiert sein. Die Lernfunktion kann dafür genutzt werden, dass
die Trigger-Eigenschaft, auf die hin der von dem Sensor überwachte Betriebsparameter
überwacht wird und bei deren Erreichen das Triggersignal ausgelöst wird, nicht notwendigerweise
fest voreingestellt werden braucht. Stattdessen kann der Sensor im Rahmen seiner Lernfunktion
diese Trigger-Eigenschaft selbst setzen bzw. festlegen. Hierzu kann der Sensor den
von ihm zu erfassenden Betriebsparameter zunächst über eine gewisse Zeitdauer hinweg
beobachten, d.h. den Betriebsparameter wiederholt erfassen, und basierend auf dieser
Beobachtung dann die Trigger-Eigenschaft festlegen. Aufgrund dieser Lernfunktion kann
der Sensor seine Eigenschaften zumindest teilweise an tatsächlich vorherrschende Bedingungen
anpassen.
[0051] Beispielsweise kann ein als erster Sensor eingesetztes Mikrofon zunächst über eine
bestimmte Zeitdauer hinweg Umgebungsgeräusche beobachten. Sofern während dieser Zeitdauer
davon ausgegangen werden kann, dass sich die Personentransportanlage im Normalzustand
befindet, können dann basierend auf den beobachteten Geräuschen maximaler Lautstärke
ein oder mehrere Schwellenwerte festgelegt werden, die als Trigger-Eigenschaft definiert
werden können. Tritt im späteren Betrieb des ersten Sensors der Fall auf, dass deutlich
lautere Geräusche erkannt werden, kann dies dann zum Triggern eines zweiten Sensors
führen. Dabei kann beispielsweise davon ausgegangen werden, dass die besonders lauten
Geräusche aufgrund einer Störung wie beispielsweise eines Quietschens von aneinander
reibenden Komponenten der Personentransportanlage generiert wurden. Dies kann als
Anlass interpretiert werden, zweite Betriebsparameter zu messen, welche beispielsweise
einen genaueren Rückschluss auf die Störung zulassen können.
[0052] Gemäss einer Ausführungsform können mehrere oder sogar alle der Sensoren dazu ausgebildet
sein, lediglich einen Typ von Betriebsparameter zu erfassen.
[0053] Mit anderen Worten können die in der Vorrichtung für die Personentransportanlage
enthaltenen Sensoren verhältnismässig einfache Sensoren sein, die lediglich dazu eingerichtet
sein brauchen, einen einzigen Typ von Betriebsparameter messen. Durch die hierdurch
mögliche geringe Komplexität der jeweiligen Sensoren können deren Kosten reduziert
und/oder deren Zuverlässigkeit verbessert sein. Dadurch, dass verschiedene Sensoren
miteinander kommunizieren können und sich insbesondere gegenseitig triggern können,
können trotzdem komplex wirkende Sensoranordnungen geschaffen werden, mithilfe derer
verschiedene Betriebsparameter situationsgerecht erfasst und überwacht werden können.
[0054] Es wird darauf hingewiesen, dass einige der möglichen Merkmale und Vorteile der Erfindung
hierin mit Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen, insbesondere mit Bezug auf
ein erfindungsgemässes Verfahren oder mit Bezug auf eine erfindungsgemässe Vorrichtung
zum Überwachen von Betriebsparametern in einer Personentransportanlage, beschrieben
sind. Ein Fachmann erkennt, dass die Merkmale in geeigneter Weise kombiniert, übertragen,
angepasst oder ausgetauscht werden können, um zu weiteren Ausführungsformen der Erfindung
zu gelangen.
[0055] Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, wobei weder die Zeichnungen noch die Beschreibung als die
Erfindung einschränkend auszulegen sind.
[0056] Fig. 1 zeigt eine Personentransportanlage in Form eines Aufzugs mit einer erfindungsgemässen
Vorrichtung zum Überwachen von Betriebsparametern.
[0057] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum
Überwachen von Betriebsparametern.
[0058] Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht massstabsgetreu. Gleiche Bezugszeichen
bezeichnen in den verschiedenen Figuren gleiche oder gleichwirkende Merkmale
[0059] Figur 1 zeigt eine Personentransportanlage 1 in Form einer Aufzuganlage 2. Die Aufzuganlage
2 umfasst eine Aufzugkabine 5 und ein Gegengewicht 7, die in einem Aufzugschacht mithilfe
von Seilen oder Riemen 9, welche von einer Antriebsmaschine 11 in einem Maschinenraum
12 angetrieben werden, verlagert werden können. Die Aufzugkabine 5 verfügt über eine
Kabinentür 13. Ferner sind an dem Aufzugschacht mehrere Schachttüren 15 vorgesehen.
Ein Betrieb der Aufzuganlage 2 und insbesondere der Antriebsmaschine 11 sowie der
Kabinentür 13 und der Schachttüren 15 wird mithilfe einer Aufzugsteuerung 17 gesteuert.
[0060] Um in der Aufzuganlage 2 aktuell vorherrschende Betriebszustände erkennen zu können
und insbesondere Anomalien bei diesen detektieren zu können, sind über die Aufzuganlage
2 verteilt mehrere Sensoranordnungen 19 angeordnet. Die Sensoranordnungen 19 sind
dazu ausgelegt, bestimmte Betriebsparameter in der Aufzuganlage 2 zu erfassen.
[0061] Beispielsweise kann an der Antriebsmaschine 11 eine Antriebsmaschinensensoranordnung
23 angeordnet sein. Diese kann zum Beispiel Sensoren enthalten, mithilfe derer zu
der Antriebsmaschine 11 zugeführte elektrische Stromflüsse, auf die Antriebsmaschine
11 wirkende Beschleunigungen, beispielsweise in Form von Vibrationen, an der Antriebsmaschine
11 herrschende Temperaturen, bei der Antriebsmaschine 11 auftretende Geräusche und/oder
nahe der Antriebsmaschine 11 herrschende elektrische und/oder magnetische Felder etc.
gemessen werden können. Ferner kann an der Aufzugkabine 5 eine Aufzugkabinensensoranordnung
27 angeordnet sein. Diese kann beispielsweise auf die Aufzugkabine 5 wirkende Beschleunigungen,
dort auftretende Geräusche, dort herrschende Temperaturen oder Felder, etc. erfassen.
Die Aufzugkabinensensoranordnung 27 kann ferner eine Kameraanordnung 31 umfassen,
mithilfe derer z.B. ein Innenraum in der Aufzugkabine 5 beobachtet werden kann.
[0062] Ferner kann an der Kabinentür 13 eine Kabinentürsensoranordnung 29 angeordnet sein.
Diese kann beispielsweise auf die Kabinentür 13 wirkende Beschleunigungen, dort auftretende
Geräusche, etc. messen.
[0063] An jeder der Schachttüren 15 kann jeweils eine Schachttürsensoranordnung 25 angeordnet
sein. Diese kann z.B. auf die Schachttür 15 wirkende Beschleunigungen, dort auftretende
Geräusche, etc. erfassen.
[0064] An einem Zugang zu dem Maschinenraum 12 kann eine Maschinenraumtürsensoranordnung
21 vorgesehen sein, mithilfe derer ein Schliesszustand einer Maschinenraumtür, dort
auftretende Geräusche, etc. gemessen werden können.
[0065] Die verschiedenen Sensoranordnungen 19 können Signale, welche Informationen über
die von ihnen erfassten Betriebsparameter beinhalten, an eine Signalverarbeitungseinrichtung
35 übermitteln. Dort können die Signale verarbeitet und/oder ausgewertet werden. Die
in den verschiedenen Sensoranordnungen 19 enthaltenen Sensoren bilden dabei zusammen
mit der Signalverarbeitungseinrichtung 35 eine Vorrichtung 3 zum Überwachen von Betriebsparametern
in der Aufzuganlage 2.
[0066] Gegebenenfalls können die erhaltenen Signale vor oder nach ihrer Verarbeitung bzw.
Auswertung über eine Datenkommunikationseinrichtung 33 an eine entfernt angeordnete
Überwachungseinrichtung 36 gesandt werden. Die Überwachungseinrichtung 36 kann z.B.
in einem Überwachungszentrum eingerichtet sein, in dem beispielsweise der Hersteller
der Personentransportanlage deren Funktion aus der Ferne überwachen kann.
[0067] Eine Daten- bzw. Signalübertragung zwischen den Sensoren und der Signalverarbeitungseinrichtung
35 sowie von der Signalverarbeitungseinrichtung 35 über die Datenkommunikationseinrichtung
33 zu der Überwachungseinrichtung 36 kann drahtgebunden oder drahtlos erfolgen.
[0068] In herkömmlichen Personentransportanlagen 1 liefern die darin enthaltenen vielen
Sensoranordnungen 19 in der Regel permanent Signale bzw. Sensordaten an die Signalverarbeitungseinrichtung
35 bzw. müssen von dieser zentral gesteuert werden. Dies erfordert einerseits einen
hohen Datenverarbeitungsaufwand in der Signalverarbeitungseinrichtung 35 und andererseits
eine hohe Datenübertragungsmenge zwischen den Sensoranordnungen 19 und der Signalverarbeitungseinrichtung
35.
[0069] Es wird daher vorgeschlagen, dass die einzelnen Sensoranordnungen 19 zwar prinzipiell
in der Lage sein sollen, ihre Signale und Sensordaten an die Signalverarbeitungseinrichtung
35 übertragen zu können, dass dies aber nicht permanent, sondern zumindest für einen
oder einige der Sensoren nur auf ein spezielles Triggern hin geschieht. Dabei sollen
die Sensoranordnungen 19 derart ausgestaltet sein, dass die darin enthaltenen Sensoren
sich zumindest teilweise gegenseitig Triggern können, d.h. ein Triggern einzelner
Sensoren dezentral erfolgen kann und ohne notwendige Steuerung oder Intervention durch
beispielsweise die Signalverarbeitungseinrichtung 35.
[0070] Fig. 2 veranschaulicht eine Vorrichtung 3, mithilfe derer Betriebsparameter in einer
Personentransportanlage 1 unter Zuhilfenahme einer oder mehrerer Sensoranordnungen
19 überwacht werden können.
[0071] Im dargestellten Beispiel umfasst die Vorrichtung 3 drei verschiedene Sensoren 37,
39, 41. Jeder der Sensoren 37, 39, 41 ist dazu ausgelegt, mindestens einen Betriebsparameter
der Personentransportanlage 1 zu erfassen. Dabei sind die verschiedenen Sensoren 37,
39, 41 unterschiedlich ausgelegt und können somit unterschiedliche Betriebsparameter
messen. In den Sensoren 37, 39, 41 kann gegebenenfalls bereits eine gewisse einfache
Signalverarbeitung stattfinden, beispielsweise in Form einer Segmentierung, einer
Grenzwertüberwachung, etc. Die Sensoren 37, 39, 41 können die von ihnen bereitzustellenden
Signale entweder kontinuierlich, sich periodisch wiederholend oder in Reaktion auf
ein von aussen bewirktes Triggern erzeugen.
[0072] Es wird nun vorgeschlagen, in einem ersten Sensor 37 wiederholt einen ersten Betriebsparameter
zu erfassen und zu überprüfen, ob dieser erste Betriebsparameter eine vorbestimmte
erste Trigger-Eigenschaft annimmt, d.h. beispielsweise einen vorbestimmten Grenzwert
oder Schwellenwert über- oder unterschreitet. Trifft dies zu, soll der erste Sensor
37 ein erstes Triggersignal T
1a erzeugen.
[0073] Dieses erste Triggersignal T
1a kann von dem ersten Sensor 37 entweder direkt an einen zweiten Sensor 39 übermittelt
werden, wie in Fig. 2 durch einen gestrichelten Pfeil angedeutet. Alternativ kann
das erste Triggersignal T
1a in einer nicht von den Ansprüchen umfassten Variante an die Signalverarbeitungseinrichtung
35 übermittelt werden und von dieser direkt oder gegebenenfalls nach einer gewissen
Verarbeitung an den zweiten Sensor 39 übermittelt werden.
[0074] Erst in Reaktion auf ein solches erstes Triggersignal T
1a beginnt der zweite Sensor 39, seinerseits den von ihm zu überwachenden zweiten Betriebsparameter
zu erfassen und entsprechende Signale an die Signalverarbeitungseinrichtung 35 zu
übermitteln.
[0075] Alternativ kann vorgesehen sein, dass der zweite Sensor 39 zwar auch ohne ein solches
erstes Triggersignal T
1a den von ihm zu überwachenden Betriebsparameter erfasst, zugehörige Signale aber beispielsweise
nicht permanent an die Signalverarbeitungseinrichtung 35 übermittelt oder die Signalverarbeitungseinrichtung
eine entsprechende Signalübertragung so lange ignoriert, bis das erste Triggersignal
T
1a von dem ersten Sensor 37 erzeugt wurde.
[0076] Die Signalverarbeitungseinrichtung 35 kann die von dem zweiten Sensor 39 erhaltenen
Signale verarbeiten und diese gegebenenfalls anschliessend oder bereits als Rohsignale
über die Datenkommunikationseinrichtung 33 an die externe Überwachungseinrichtung
36 weiterleiten, sodass diese basierend auf diesen Signalen Rückschlüsse über den
aktuellen Betriebszustand der Personentransportanlage 1 ziehen kann.
[0077] Der zweite Sensor 39 kann in Reaktion auf das erste Triggersignal T
1a den zweiten Betriebsparameter einmalig erfassen und an die Signalverarbeitungseinrichtung
übermitteln. Alternativ kann der zweite Sensor 39 in Reaktion auf das erste Triggersignal
T
1a beginnen, den zweiten Betriebsparameter mehrfach wiederholt oder kontinuierlich zu
erfassen und/oder an die Signalverarbeitungseinrichtung zu übermitteln. Ein Erfassen
des zweiten Betriebsparameters kann eventuell in Reaktion auf ein von dem ersten Sensor
37 auszugebendes zweites Triggersignal T
1e wieder gestoppt werden. Beispielsweise kann der erste Sensor 37 erkennen, wenn der
von ihm überwachte Betriebsparameter eine zweite Trigger-Eigenschaft annimmt, d.h.
beispielsweise einen weiteren Schwellenwert über- oder unterschreitet, und daraufhin
das zweite Triggersignal T
1e an den zweiten Sensor 39 übermitteln. Alternativ kann das Erfassen des zweiten Betriebsparameters
automatisch nach einer vorbestimmten Zeit beendet werden. Es kann auch vorgesehen
sein, dass der zweite Sensor 39 den zweiten Betriebsparameter so lange erfasst, wie
von dem ersten Sensor 37 das erste Triggersignal T
1a übermittelt wird und das Erfassen des zweiten Betriebsparameters beendet wird, sobald
das erste Triggersignal T
1a nicht mehr übermittelt wird.
[0078] Der zweite Sensor 39 kann seinerseits eventuell ebenfalls Triggersignale erzeugen
und an weitere Sensoren 41 übermitteln. Beispielsweise kann der zweite Sensor 39 erkennen,
wenn der von ihm überwachte zweite Betriebsparameter eine Trigger-Eigenschaft oder
eine aus einer Vielzahl möglicher Trigger-Eigenschaften einnimmt. Daraufhin kann der
zweite Sensor 39 dann entsprechende Triggersignale T
2n, T
2w, T
2f ausgeben. Diese Triggersignale können an einen oder mehrere weitere Sensoren 41 übermittelt
werden, um diese ihrerseits dazu zu veranlassen, aktiv zu werden und Betriebsparameter
zu erfassen und an die Signalverarbeitungseinrichtung zu übermitteln.
[0079] Beispielsweise kann der zweite Sensor je nach erkannter Trigger-Eigenschaft ein Triggersignal
T
2n, ein Triggersignal T
2w oder ein Triggersignal T
2f. ausgeben. Das Triggersignal T
2n kann dabei angeben, dass ein Normalzustand bei dem zweiten Betriebsparameter erkannt
wurde. Das Triggersignal T
2w kann in Form einer Art Warnung angeben, dass eine Anomalie bei dem zweiten Betriebsparameter
erkannt wurde. Das Triggersignal T
2f kann angeben, dass ein Fehler bei der Erfassung des zweiten Betriebsparameters erkannt
wurde. Je nach erhaltenem Triggersignal T
2n, T
2w, T
2f kann der adressierte weitere Sensor 41 geeignet reagieren.
[0080] Auf diese Weise kann eine Art Sensor-Kette oder Sensor-Netzwerk gebildet werden,
bei denen ein oder mehrere einzelne Sensoren 37, 39 andere Sensoren 39, 41 triggern
und dadurch aktivieren können.
[0081] Statt der Triggersignale T
1a und T
1e kann der erste Sensor 37 auch kontinuierlich ein den erfassten ersten Betriebsparameter
wiedergebendes Signal an den zweiten Sensor 39 übermitteln. Der zweite Sensor 39 überprüft
dann selbst, ob der erste Betriebsparameter eine vorbestimmte erste oder zweite Trigger-Eigenschaft
annimmt. Wenn dies der Fall ist erzeugt der zweite Sensor 39 wie oben beschrieben
der erste Sensor 37 interne Triggersignale, welche wie oben beschrieben eine Erfassung
des zweiten Betriebsparameters startet oder beendet.
[0082] Analog kann der zweite Sensor statt Triggersignale T
2n, T
2w und T
2f. auch kontinuierlich ein den erfassten zweiten Betriebsparameter wiedergebendes Signal
an weitere Sensoren 41 übermitteln, welche dieses dann wie beschrieben auswerten.
[0083] Anhand eines konkreten Beispiels soll dies für einen Anwendungsfall in einer Aufzuganlage
2 erläutert werden. Um eine Kabinentür 13 zu überwachen, werden in der Kabinentürsensoranordnung
29 ein Stromsensor, ein Beschleunigungssensor und ein Mikrofon installiert. Der Stromsensor
ist mit der Hauptstromversorgung zu der Kabinentür 13 verbunden. Der in diesem Fall
als erster Sensor 37 wirkende Stromsensor kann aufgrund von aktuellen Stromsignalmustern,
welche in diesem Fall als Trigger-Eigenschaft vorbestimmt wurden, erkennen, ob die
Kabinentür 13 aktuell beginnt, geöffnet oder geschlossen zu werden. Wird eine solche
Trigger-Eigenschaft erkannt, wird ein erstes Triggersignal ausgegeben und an den Beschleunigungssensor
und/oder das Mikrofon übermittelt, welche in diesem Fall als zweite Sensoren 39 wirken.
Diese beginnen daraufhin, zu überwachen, ob die Kabinentür 13 in einer für das Öffnen
oder Schliessen typischen Weise beschleunigt wird bzw. ob dabei typische Geräusche
erzeugt werden. Entsprechende Signale werden von dem Beschleunigungssensor und/oder
dem Mikrofon an die Signalverarbeitungseinrichtung 35 übermittelt. Das Triggern kann
entweder die nachfolgenden zweiten Sensoren 39 aktivieren, um Messungen der von ihnen
zu erfassenden Betriebsparameter vorzunehmen, oder eine Verarbeitung bzw. Analyse
kontinuierlich aufgenommener Betriebsparameter aktivieren, beispielsweise bis das
Triggern wieder deaktiviert wird bzw. ein deaktivierendes zweites Triggersignal übermittelt
wird. Von der Signalverarbeitungseinrichtung 35 aus werden die Signale, eventuell
nach einer vorausgehenden Verarbeitung, an die externe Überwachungseinrichtung 36
übermittelt. Sollten in den Signalen untypische Betriebsparameter erkannt werden,
die beispielsweise auf ein zu langsames Beschleunigen der Kabinentür oder auf unübliche
Geräusche hindeuten, kann dies als Fehlfunktion der Kabinentür 13 erkannt werden.
[0084] Am Beispiel einer Personentransportanlage 1 in Form einer Fahrtreppe kann ein erster
Sensor 37 in Form eines Stromsensors beispielsweise erkennen, wenn eine Hauptstromzufuhr
zu einer Antriebseinheit signifikant ansteigt, um beispielsweise von einer Schleichfahrt
in eine schnelle Fahrt überzugehen. Der erste Sensor 37 kann daraufhin einen oder
mehrere zweite Sensoren 39 triggern, um beispielsweise auftretende Beschleunigungen
oder Geräusche zu messen, anhand derer nachverfolgt werden kann, ob der Übergang in
die schnellere Fahrt regelgerecht erfolgt oder ob es beispielsweise zu Verzögerungen
oder ungewöhnlichen Geräuschen aufgrund von Fehlfunktionen kommt.
[0085] Bei den Anwendungen des hierin beschriebenen Verfahrens bzw. der hierin beschriebenen
Vorrichtung können von Sensoren erzeugte Triggersignale allen Sensoren in einem Netzwerk
verfügbar gemacht werden. Ferner können multiple Trigger und/oder Sensorsignale kombiniert
werden, um beispielsweise die Funktionen mehrerer Sensoren zu fusionieren.
[0086] Mithilfe von Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können im Vergleich zu
herkömmlichen Lösungen verschiedene Vorteile erreicht werden. Beispielsweise können
von Sensoren bereits gemessene Signale innerhalb eines dezentralisierten Sensor-Netzwerks
wiederverwendet werden. Hierdurch können eine Leistungsfähigkeit, eine Zuverlässigkeit
und/oder eine Effizienz innerhalb des Sensor-Netzwerks verbessert werden. Ferner können
einfache Sensoren miteinander kombiniert werden, um in Art einer Sensorfusion komplexere
Informationen bereitstellen zu können. Ergänzend kann eine Signalsegmentierung durch
Sensorsignale erfolgen, vorzugsweise ohne Verbindung zu beispielsweise einer Steuerung
der Personentransportanlage. Insgesamt können Betriebsparameter ausschliesslich oder
vor allem während relevanter Zeiten oder relevanter Ereignisse aufgenommen werden.
[0087] Die hierin vorgeschlagene Lösung kann es dabei ermöglichen, bereits existierende
Personentransportanlagen mit Sensoren nachzurüsten, die spezifische Betriebszustände
erkennen können, ohne dass eine Verbindung beispielsweise zu einer Steuerung der Personentransportanlage
etabliert werden braucht. Ferner kann eine Anzahl von Verdrahtungen durch die Wiederverwendung
von Signalen und Triggersignalen innerhalb des Sensor-Netzwerks reduziert werden,
insbesondere aufgrund der nicht notwendigen Verbindung zu der Steuerung der Personentransportanlage.
Letztlich kann insbesondere eine Kostenreduktion erreicht werden, beispielsweise durch
die Sensorfusion unter Verwendung mehrerer einfacher Sensoren anstatt eines komplexen
Sensors.
[0088] Zusammenfassend kann durch das vorgesehene dezentrale Triggern einzelner Sensoren
39, 41 durch andere Sensoren 37, 39 eine Datenverarbeitungsmenge und/oder eine Datenübertragungsmenge
reduziert, eine Notwendigkeit für Verdrahtungen verringert sowie komplexe Sensorfunktionen
mithilfe miteinander kooperierender einfacher Sensoren 37, 39, 41 erreicht werden,
was insbesondere beim Nachrüsten existierender Personentransportanlagen 1 vorteilhaft
sein kann.
[0089] Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie "aufweisend", "umfassend",
etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschliessen und Begriffe wie "eine" oder
"ein" keine Vielzahl ausschliessen. Ferner sei daraufhingewiesen, dass Merkmale oder
Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden
sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener
Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind
nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Verfahren zum Überwachen von Betriebsparametern in einer Personentransportanlage (1),
wobei die Personentransportanlage (1) eine Mehrzahl von unterschiedliche Betriebsparameter
erfassenden Sensoren (37, 39, 41) sowie eine Signalverarbeitungseinrichtung (35) aufweist,
wobei das Verfahren aufweist:
wiederholtes Erfassen eines ersten Betriebsparameters mittels eines ersten (37) der
Sensoren;
Triggern eines zweiten (39) der Sensoren, sobald der von dem ersten Sensor (37) erfasste
erste Betriebsparameter eine vorbestimmte Trigger-Eigenschaft annimmt;
Erfassen eines zweiten Betriebsparameters mittels des zweiten Sensors (39) sowie Übermitteln
eines den erfassten zweiten Betriebsparameter wiedergebenden Signals an die Signalverarbeitungseinrichtung
(35) in Reaktion auf das Triggern;
Verarbeiten des Signals zur Überwachung des zweiten Betriebsparameters
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Sensor (37) zum Triggern des zweiten Sensors (39) ein Triggersignal direkt
an den zweiten Sensor (39) übermittelt oder
der erste Sensor (37) ein den erfassten ersten Betriebsparameter wiedergebendes Signal
an den zweiten Sensor (39) übermittelt und der zweite Sensor (39) zum Triggern des
zweiten Sensors (39) ein internes Signal innerhalb des zweiten Sensors (39) als Triggersignal
erzeugt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Übermitteln des verarbeiteten Signals an eine zu der Personentransportanlage (1) entfernt
angeordnete Überwachungseinrichtung (36).
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der zweite Sensor (39) erstmalig
getriggert wird, sobald der von dem ersten Sensor (37) erfasste erste Betriebsparameter
eine vorbestimmte erste Trigger-Eigenschaft annimmt, und der zweite Sensor (39) den
zweiten Betriebsparameters wiederholt erfasst sowie das den erfassten zweiten Betriebsparameter
wiedergebende Signal an die Signalverarbeitungseinrichtung (35) in Reaktion auf das
erstmalige Triggern übermittelt, bis der von dem ersten Sensor (37) erfasste erste
Betriebsparameter eine vorbestimmte zweite Trigger-Eigenschaft annimmt und daraufhin
ein zweites Triggersignal an den zweiten Sensor (39) übermittelt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei einer der Sensoren (37, 39,
41) den vom ihm zu erfassenden Betriebsparameter über eine Zeitdauer hinweg wiederholt
erfasst und daraufhin die Trigger-Eigenschaft für nachfolgende Erfassungsvorgänge
vorbestimmt.
5. Vorrichtung (3) zum Überwachen von Betriebsparametern in einer Personentransportanlage
(1),
wobei die Vorrichtung (3) dazu ausgebildet ist, in der Personentransportanlage (1)
installiert zu werden, und eine Mehrzahl von unterschiedliche Betriebsparameter erfassender
Sensoren (37, 39, 41) sowie eine Signalverarbeitungseinrichtung (35) aufweist,
wobei die Vorrichtung (3) dazu ausgebildet ist, ein Verfahren gemäss einem der Ansprüche
1 bis 4 auszuführen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei mehrere der Mehrzahl von Sensoren (37, 39, 41)
dazu ausgebildet sind, an andere der Mehrzahl von Sensoren (37, 39, 41) Signale zu
übermitteln.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 6, wobei mehrere der Mehrzahl von Sensoren
(37, 39, 41) dazu ausgebildet sind, an die Signalverarbeitungseinrichtung (35) Signale
zu übermitteln.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Signalverarbeitungseinrichtung
(35) dazu ausgebildet ist, Signale an eine zu der Personentransportanlage (1) entfernt
angeordnete Überwachungseinrichtung (36) zu übermitteln.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei mehrere der Sensoren (37, 39,
41) dazu ausgebildet sind, lediglich einen Typ von Betriebsparametern zu erfassen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, wobei einer der Sensoren (37, 39, 41)
dazu ausgebildet ist, den vom ihm zu erfassenden Betriebsparameter über eine Zeitdauer
hinweg wiederholt zu erfassen und daraufhin die Trigger-Eigenschaft für nachfolgende
Erfassungsvorgänge vorzubestimmen.
11. Personentransportanlage (1), aufweisend eine Vorrichtung (3) gemäss einem der Ansprüche
5 bis 10.
12. Verfahren zum Nachrüsten einer Personentransportanlage (1), aufweisend ein Ausstatten
der Personentransportanlage (1) mit einer Vorrichtung (3) gemäss einem der Ansprüche
5 bis 10.
1. Method for monitoring operating parameters in a passenger transport installation (1),
wherein the passenger transport installation (1) has a plurality of sensors (37, 39,
41) detecting different operating parameters as well as a signal processing device
(35), wherein the method comprises:
repeatedly detecting a first operating parameter by means of a first (37) of the sensors;
triggering a second (39) of the sensors as soon as the first operating parameter detected
by the first sensor (37) assumes a predetermined trigger characteristic;
detecting a second operating parameter by means of the second sensor (39) and transmitting
a signal reproducing the detected second operating parameter to the signal processing
device (35) in response to the triggering;
processing the signal to monitor the second operating parameter,
characterized in that
the first sensor (37) transmits a trigger signal directly to the second sensor (39)
in order to trigger the second sensor (39) or
the first sensor (37) transmits a signal reproducing the detected first operating
parameter to the second sensor (39) and the second sensor (39) generates an internal
signal within the second sensor (39) as the trigger signal in order to trigger the
second sensor (39).
2. Method according to claim 1, further comprising:
transmitting the processed signal to a monitoring device (36) that is remote from
the passenger transport installation (1).
3. Method according to any of the preceding claims, wherein the second sensor (39) is
triggered for the first time as soon as the first operating parameter detected by
the first sensor (37) assumes a predetermined first trigger characteristic, and the
second sensor (39) repeatedly detects the second operating parameter and transmits
the signal reproducing the detected second operating parameter to the signal processing
device (35) in response to the first triggering until the first operating parameter
detected by the first sensor (37) assumes a predetermined second trigger characteristic
and then a second trigger signal is transmitted to the second sensor (39).
4. Method according to any of the preceding claims, wherein one of the sensors (37, 39,
41) repeatedly detects the operating parameter to be detected thereby over a period
of time and then predetermines the trigger characteristic for subsequent detection
processes.
5. Device (3) for monitoring operating parameters in a passenger transport installation
(1),
wherein the device (3) is designed to be installed in the passenger transport installation
(1), and comprises a plurality of sensors (37, 39, 41) detecting different operating
parameters as well as a signal processing device (35),
wherein the device (3) is designed to carry out a method according to any of claims
1 to 4.
6. Device according to claim 5, wherein several of the plurality of sensors (37, 39,
41) are designed to transmit signals to others of the plurality of sensors (37, 39,
41).
7. Device according to any of claims 5 to 6, wherein several of the plurality of sensors
(37, 39, 41) are designed to transmit signals to the signal processing device (35).
8. Device according to any of claims 5 to 7, wherein the signal processing device (35)
is designed to transmit signals to a monitoring device (36) that is remote from the
passenger transport installation (1).
9. Device according to any of claims 5 to 8, wherein a plurality of the sensors (37,
39, 41) are designed to detect only one type of operating parameter.
10. Device according to any of claims 5 to 9, wherein one of the sensors (37, 39, 41)
is designed to repeatedly detect the operating parameter to be detected thereby over
a period of time and then to predetermine the trigger characteristic for subsequent
detection processes.
11. Passenger transport installation (1), comprising a device (3) according to any of
claims 5 to 10.
12. Method for retrofitting a passenger transport installation (1), comprising equipping
the passenger transport installation (1) with a device (3) according to any of claims
5 to 10.
1. Procédé permettant la surveillance de paramètres de fonctionnement dans un système
de transport de passagers (1),
dans lequel le système de transport de passagers (1) présente une pluralité de capteurs
(37, 39, 41) détectant différents paramètres de fonctionnement et un appareil de traitement
de signal (35),
dans lequel le procédé présente :
la détection répétée d'un premier paramètre de fonctionnement au moyen d'un premier
(37) des capteurs ;
le déclenchement d'un second (39) des capteurs lorsque le premier paramètre de fonctionnement
détecté par le premier capteur (37) adopte une propriété de déclenchement prédéfinie
;
la détection d'un second paramètre de fonctionnement au moyen du second capteur (39)
ainsi que la transmission d'un signal reproduisant le second paramètre de fonctionnement
détecté à l'appareil de traitement de signal (35) en réponse au déclenchement ;
le traitement du signal pour la surveillance du second paramètre de fonctionnement,
caractérisé en ce que
le premier capteur (37) transmet un signal de déclenchement directement au second
capteur (39) pour déclencher le second capteur (39), ou
le premier capteur (37) transmet un signal reproduisant le premier paramètre de fonctionnement
détecté au second capteur (39) et le second capteur (39) génère un signal interne
dans le second capteur (39) en tant que signal de déclenchement pour déclencher le
second capteur (39).
2. Procédé selon la revendication 1, présentant en outre :
la transmission du signal traité à un appareil de surveillance (36) disposé à distance
du système de transport de passagers (1).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le second capteur
(39) est déclenché pour la première fois lorsque le premier paramètre de fonctionnement
détecté par le premier capteur (37) adopte une première propriété de déclenchement
prédéfinie, et le second capteur (39) détecte de façon répétée le second paramètre
de fonctionnement et transmet le signal reproduisant le second paramètre de fonctionnement
détecté à l'appareil de traitement de signal (35) en réponse au déclenchement de la
première fois, jusqu'à ce que le premier paramètre de fonctionnement détecté par le
premier capteur (37) adopte une seconde propriété de déclenchement prédéfinie et de
ce fait un second signal de déclenchement est transmis au second capteur (39).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'un des capteurs
(37, 39, 41) détecte de façon répétée le paramètre de fonctionnement qu'il doit détecter
sur une période de temps et de ce fait prédétermine la propriété de déclenchement
pour des processus de détection ultérieurs.
5. Dispositif (3) permettant la surveillance de paramètres de fonctionnement dans un
système de transport de passagers (1),
dans lequel le dispositif (3) est configuré pour être installé dans le système de
transport de passagers (1) et présente une pluralité de capteurs (37, 39, 41) détectant
différents paramètres de fonctionnement et un appareil de traitement de signal (35),
dans lequel le dispositif (3) est configuré pour mettre en œuvre un procédé selon
l'une des revendications 1 à 4.
6. Dispositif selon la revendication 5, dans lequel plusieurs capteurs parmi la pluralité
de capteurs (37, 39, 41) sont configurés pour transmettre des signaux à d'autres capteurs
parmi la pluralité de capteurs (37, 39, 41).
7. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 6, dans lequel plusieurs capteurs de
la pluralité de capteurs (37, 39, 41) sont configurés pour transmettre des signaux
à l'appareil de traitement de signal (35).
8. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, dans lequel l'appareil de traitement
de signal (35) est configuré pour transmettre des signaux à un appareil de surveillance
(36) à distance du système de transport de passagers (1).
9. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 8, dans lequel plusieurs des capteurs
(37, 39, 41) sont configurés pour détecter seulement un type de paramètres de fonctionnement.
10. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 9, dans lequel l'un des capteurs (37,
39, 41) est configuré pour détecter de façon répétée le paramètre de fonctionnement
qu'il doit détecter sur une période de temps et de ce fait pour prédéterminer la propriété
de déclenchement pour des processus de détection ultérieurs.
11. Système de transport de passagers (1), présentant un dispositif (3) selon l'une des
revendications 5 à 10.
12. Procédé permettant la mise à niveau d'un système de transport de passagers (1), présentant
un équipement du système de transport de passagers (1) avec un dispositif (3) selon
l'une des revendications 5 à 10.