[0001] Die Erfindung betrifft ein Wärmetauschermodul, ein Wärmetauschersystem und ein Verfahren
zum Herstellen eines Wärmetauschersystems zum, insbesondere nachträglichen, Einbau
in eine Abwasserrohrleitung.
[0002] Energiegewinnung aus Abwasser durch nachträglich in die Abwasserrohrleitung eingebaute
Wärmetauscher ist beispielsweise aus der
DE 10 2005 048 689 A1 bekannt.
[0003] Bei dem bekannten Wärmetauscher werden Wärmetauscherfluid-Rohrleitungen für den Zulauf
in den und Ablauf aus dem Wärmetauscher unterhalb von Ablaufflächen angebracht und
so vor Verunreinigung durch das Abwasser geschützt. Dies hat keinen negativen Einfluss
auf die Wärmegewinnung, da bei dem bekannten Wärmetauscher ausschließlich dessen Oberseite
in Kontakt mit dem Abwasser kommt.
[0004] Bei verbessertem Wärmetausch aber, bei dem auch eine Unterseite des Wärmetauschers
mit dem Abwasser in Kontakt kommt, sind bei dem bekannten Wärmetauscher die Rohrleitungen
für den Zu- und Ablauf nicht mehr vor Verunreinigung durch das Abwasser geschützt.
Eine Verunreinigung der Rohrleitungen für den Zu- und Ablauf verringert aber eine
Erwärmung des Wärmetauscherfluids in der Rohrleitung für den Ablauf, da Rohrleitung
für den Ablauf einen Teil der Wärme an die Verunreinigungen außen auf der Rohrleitung
abgibt, den sie von dem Wärmetauscherfluid in der Rohrleitung abzieht. Dazu kommt,
dass das Wärmetauscherfluid in der Rohrleitung für den Zulauf von Verunreinigungen
außen auf der Rohrleitung erwärmt wird, wodurch ein Temperaturunterschied zwischen
den Rohrleitungen für den Zu- und Ablauf weiter verringert und somit eine Wärmegewinnung
aus dem Abwasser weiter verschlechtert wird. Darüber hinaus stellen die die angeströmten
Rohrleitungen einen Strömungswiderstand dar und beeinträchtigen so den Abwasserstrom
in der Abwasserrohrleitung.
[0005] Die
FR 2 954 819 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Abziehen von Wärme aus einem Abwassersammler, umfassend
einen Wärmetauscher, der zum Eintauchen im Abwasserstrom vorgesehen ist, und Verbindungsmittel
zwischen einem Wärmeübertragungsfluidkreislauf in dem Wärmetauscher und Wärmeübertragungsfluideinlass-
und Rücklaufleitungen. Es ist auch ein System von Wärmeübertragungsfluidkanälen offenbart,
die dem Wärmetauscher zugeordnet sind, wobei das System mit dem Wärmetauscher verbunden
ist.
[0006] Zur Vermeidung der oben genannten Nachteile ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein verbessertes Wärmetauschermodul, Wärmetauschersystem und Verfahren
zum Herstellen eines Wärmetauschersystems zur Verfügung zu stellen, wobei insbesondere
ein Aufwand beim Verlegen der Wärmetauschermodule zu einem Wärmetauschersystem reduziert
ist.
[0007] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des jeweiligen unabhängigen Patentanspruchs
gelöst. Die Erfindung umfasst ein Wärmetauschermodul zum Einbau in eine Abwasserrohrleitung,
aufweisend einen Vorlaufleitungsabschnitt und einen Rücklaufleitungsabschnitt, die
mit einer Wärmetauscherkammer des Wärmetauschermoduls fluidisch verbunden sind, wobei
die jeweiligen Vorlaufleitungsabschnitte mehrerer Wärmetauschermodule miteinander
zu einer Vorlaufleitung fluidisch verbindbar sind und die jeweiligen Rücklaufleitungsabschnitte
mehrerer Wärmetauschermodule miteinander zu einer Rücklaufleitung fluidisch verbindbar
sind und wobei innerhalb des Vorlaufleitungsabschnitts eine Speiseleitung anordenbar
oder angeordnet ist, mittels der der Vorlaufleitungsabschnitt mit einem Wärmetauscherfluid
speisbar oder gespeist ist.
[0008] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass ein platzsparendes Wärmetauschermodul
zur Verfügung gestellt wird, das insbesondere zur Verwendung bei beengten und/oder
beschränkten Platzverhältnissen wie beispielsweise einem Abwasserkanal geeignet ist.
Insbesondere kann dabei der zur Verfügung stehende Platz derart besser ausgenutzt
werden, dass mehr Platz von der Wärmetauscherkammer eingenommen werden kann im Vergleich
zu einem herkömmlichen Wärmetauschermodul, bei dem eine Speiseleitung außerhalb des
Vorlaufleitungsabschnitts vorgesehen ist. Somit kann bei gleichen Platzverhältnissen
ein Wärmetauschermodul mit erhöhter Wärmetauschleistung zum Einsatz kommen.
[0009] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass das Wärmetauschermodul
eine geringere Querschnittsfläche aufweist, was insbesondere bei Verwendung in einem
Abwasserkanal für einen besseren Abwasserstrom und für eine geringere Verschmutzungsneigung
des Wärmetauschermoduls sorgt.
[0010] Darüber hinaus ist ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass die Speiseleitung,
insbesondere eventuelle Verbindungsstellen einer mehrteilig ausgebildeten Speiseleitung,
besser vor Verschmutzung und/oder Beschädigung geschützt ist.
[0011] Das Wärmetauschermodul kann mindestens ein Wärmetauscherelement mit einer Wärmetauscherkammer
enthalten und beispielsweise zur Wärmerückgewinnung aus Kühlwasser von Kraftwerksanlagen,
zur Speicherung von Solarenergie in Warmwasserpuffern oder auch zur Wärmerückgewinnung
aus Abwärme - insbesondere aus Abwasser - von Gebäuden, Maschinen oder sonstigen Anlagen
eingesetzt werden. Alternativ oder zusätzlich zu dem oben Beschriebenen kann das Wärmetauscherelement
zumindest abschnittsweise von Luft oder einem Gas bzw. Gasgemisch umströmt werden.
[0012] Eine Abwasserrohrleitung kann eine Rohrleitung zum Sammeln und Leiten von Abwasser
sein, wobei eine Abwasserfließrichtung parallel zu der Längsrichtung der Abwasserrohrleitung
verläuft bzw. mit dieser zusammenfällt. Die Abwasserfließrichtung ist in der Regel
durch ein Gefälle der Abwasserrohrleitung festgelegt und verläuft grundsätzlich parallel
zu der oben beschriebenen Längsrichtung bzw. fällt mit ihr zusammen. Eine Abwasserrohrleitung
kann im Sinne der vorliegenden Erfindung auch eine offene Abwasserrinne sein.
[0013] Der Vorlaufleitungsabschnitt kann ein Abschnitt einer Vorlaufleitung sein, wobei
der Vorlaufleitungsabschnitt und/oder die Vorlaufleitung als geschlossene Leitung
oder als offene Rinne ausgebildet sein können. Entsprechendes gilt für den Rücklaufleitungsabschnitt
und/oder die Rücklaufleitung.
[0014] Die Speiseleitung kann als geschlossene Leitung oder als offene Rinne ausgebildet
sein, aus der der Vorlaufleitungsabschnitt und/oder die Vorlaufleitung oder der Rücklaufleitungsabschnitt
und/oder die Rücklaufleitung mit dem Wärmetauscherfluid speisbar oder gespeist ist.
Es ist grundsätzlich beschrieben, dass die Speiseleitung in dem Vorlaufleitungsabschnitt
und/oder in der Vorlaufleitung anordenbar oder angeordnet ist. Die damit verbundenen
Vorteile können ebenso erreicht werden, wenn alternativ dazu die Speiseleitung entsprechend
in dem Rücklaufleitungsabschnitt und/oder der Rücklaufleitung anordenbar oder angeordnet
ist.
[0015] Das Wärmetauscherfluid kann wie oben beschrieben Wasser, insbesondere Abwasser, Luft
oder ein Gas bzw. Gasgemisch sein.
[0016] Die Begriffe "stromauf, "stromab" und dergleichen sind im Rahmen dieser Beschreibung
in Bezug auf die Fließrichtung eines jeweils beschriebenen Mediums, gegebenenfalls
in einer jeweils beschriebenen Leitung, zu verstehen.
[0017] Die verwendeten Begriffe "außen" oder "innen" und dergleichen bedeuten im Sinne der
vorliegenden Erfindung, dass ein, insbesondere idealisierter oder gedachter, Mittelpunkt
ein innerster Punkt ist. Ein in Bezug dazu äußerer Bereich ist ein, insbesondere idealisierter
oder gedachter, Umfangsbereich, der den Mittelpunkt zumindest teilweise umgibt. Ein
Punkt oder Bereich, der als weiter außen liegend bezeichnet ist als ein anderer Punkt
oder Bereich, liegt also in Radialrichtung von dem Mittelpunkt ausgehend weiter in
Richtung des Umfangsbereichs entfernt als der andere, weiter innen liegende, Punkt
oder Bereich.
[0018] Die verwendeten Begriffe "oben" oder "oberhalb" und dergleichen bedeuten im Sinne
der vorliegenden Erfindung eine Richtung und/oder eine Lage eines Elements in Bezug
auf ein anderes Element entgegen der Schwerkraftrichtung. Die nachfolgend verwendeten
Begriffe "unten" oder "unterhalb" und dergleichen bedeuten im Sinne der vorliegenden
Erfindung eine Richtung und/oder eine Lage eines Elements in Bezug auf ein anderes
Element in der Schwerkraftrichtung.
[0019] Vorteilhafterweise kann eine Querschnittsfläche des Vorlaufleitungsabschnitts abzüglich
einer Querschnittsfläche der Speiseleitung etwa gleich groß sein wie die Querschnittsfläche
der Speiseleitung. Somit kann ein Strömungswiderstand in dem Vorlaufleitungsabschnitt
etwa gleich groß gehalten werden wie ein Strömungswiderstand in der Speiseleitung.
[0020] Insbesondere kann die Speiseleitung einstückig ausgebildet sein. Somit kann eine
leckageanfällige Verbindungsstelle einer andernfalls mehrstückig ausgebildeten Speiseleitung
innerhalb des Vorlaufleitungsabschnitts vermieden werden.
[0021] Ein Fluidstrom des Wärmetauscherfluids in der Speiseleitung kann in Gegenrichtung
zu einem Fluidstrom des Wärmetauscherfluids in dem Vorlaufleitungsabschnitt gerichtet
sein.
[0022] Insbesondere kann der Vorlaufleitungsabschnitt an einem stromabseitigen Ende der
Speiseleitung mit dem Wärmetauscherfluid gespeist sein. Mit dieser Konfiguration durchläuft
das Wärmetauscherfluid die komplette Speiseleitung, bevor es in den Vorlaufleitungsabschnitt
eintritt, von dem das Wärmetauscherfluid in die einzelnen Wärmetauschermodule gelangt.
[0023] Die Speiseleitung kann, insbesondere mittels Führungsringen und/oder Distanzstücken,
konzentrisch in dem Vorlaufleitungsabschnitt anordenbar oder angeordnet sein.
[0024] Alternativ dazu kann ein Außenumfang der Speiseleitung einen Innenumfang des Vorlaufleitungsabschnitts
zumindest abschnittsweise berühren.
[0025] Eine konzentrische oder exzentrische Position der Speiseleitung in Bezug auf den
Vorlaufleitungsabschnitt kann mittels Führungsringen und/oder Distanzstücken erreicht
werden, die einstückig an der Speiseleitung ausgebildet sein können. Somit kann ein
Einführen der Speiseleitung in den Vorlaufleitungsabschnitt und/oder ein Einhalten
der gewünschten Position der Speiseleitung im Vorlaufleitungsabschnitt erleichtert
werden. Dabei versteht es sich von selbst, dass eine Außengeometrie der Führungsringe
und/oder Distanzstücke an eine Innengeometrie des Vorlaufleitungsabschnitts angepasst
ist und dass eine Innengeometrie der Führungsringe und/oder Distanzstücke an eine
Außengeometrie der Speiseleitung angepasst ist.
[0026] Die Speiseleitung kann aus Kunststoff ausgebildet sein. Somit kann eine erhöhte Haltbarkeit
und/oder leichtere Handhabung der Speiseleitung, insbesondere beim Einbringen der
Speiseleitung in den Vorlaufleitungsabschnitt, gewährleistet werden.
[0027] Ein weiterer Aspekt betrifft ein Wärmetauschersystem mit modularem Aufbau, aufweisend
mehrere hintereinander angeordnete Wärmetauschermodule, wobei jedes Wärmetauschermodul
einen Vorlaufleitungsabschnitt und einen Rücklaufleitungsabschnitt aufweist, die mit
einer Wärmetauscherkammer des Wärmetauschermoduls fluidisch verbunden sind, wobei
die jeweiligen Vorlaufleitungsabschnitte der einzelnen Wärmetauschermodule miteinander
zu einer Vorlaufleitung fluidisch verbunden sind und die jeweiligen Rücklaufleitungsabschnitte
der einzelnen Wärmetauschermodule miteinander zu einer Rücklaufleitung fluidisch verbunden
sind und wobei innerhalb der Vorlaufleitung eine Speiseleitung angeordnet ist, mittels
der die Vorlaufleitung mit einem Wärmetauscherfluid speisbar oder gespeist ist.
[0028] Zusätzlich zu den oben für das erfindungsgemäße Wärmetauschermodul genannten Vorteilen
ist ein Vorteil des erfindungsgemäßen Wärmetauschersystems, dass ein Verlegen des
Wärmetauschersystems vereinfacht ist, insbesondere wegen eines vereinfachten Einbringens
der Speiseleitung in die Vorlaufleitung bereits verlegter Wärmetauschermodule. Insbesondere
kann deswegen auf ein gesondertes Verbinden von ansonsten je Wärmetauschermodul vorhandenen
Speiseleitungsabschnitten verzichtet werden.
[0029] Insbesondere können die mehreren hintereinander angeordneten Wärmetauschermodule
fluidisch parallel zueinander geschaltet sein. Die hintereinander angeordneten Wärmetauschermodule
können einem Verlauf der Abwasserrohrleitung folgen, in der sie beispielsweise verlegt
sind.
[0030] Ein Fluidstrom des Wärmetauscherfluids in der Speiseleitung kann in Gegenrichtung
zu einem Fluidstrom des Wärmetauscherfluids in der Vorlaufleitung gerichtet sein.
[0031] Insbesondere kann die Vorlaufleitung an einem stromabseitigen Ende der Speiseleitung
mit dem Wärmetauscherfluid gespeist sein. Mit dieser Konfiguration durchläuft das
Wärmetauscherfluid die komplette Speiseleitung, bevor es in die Vorlaufleitung eintritt,
von der das Wärmetauscherfluid in die einzelnen Wärmetauschermodule gelangt.
[0032] Eine Summe der Längen von Speiseleitung, Vorlaufleitung und Rücklaufleitung bei jedem
Wärmetauschermodul kann etwa gleich groß sein. Mit dieser Konfiguration kann eine
sogenanntes Tichelmann-System (Tichelmannsche Rohrführung) verwirklicht werden. Beim
Tichelmann-System werden beispielsweise in einer Heizanlage die Rohre vom Wärmeerzeuger
(z. B. Heizkessel, Solaranlage) zum Wärmeverbraucher (z. B. Heizkörper, Warmwasserspeicher)
und zurück in Ringverlegung so geführt, dass die Summe der Längen von Vorlauf und
Rücklauf bei jedem Heizkörper etwa gleich groß ist. Heizkörper mit kurzem Vorlauf
haben einen langen Rücklauf und umgekehrt. Der Sinn dabei ist, dass alle Heizkörper
etwa gleichen Druckverlusten ausgesetzt sind und sich damit gleiche Volumenströme
= gleiche Wärmeströme in den Heizkörpern einstellen, auch wenn keine Regelventile
verwendet werden. Dies bewirkt ein gleichmäßiges Erwärmen auch von weiter entfernt
gelegenen Heizkörpern. Eine Anbindung nach "Tichelmann" bedeutet auch, dass die zeta-Werte
(Druckverlustbeiwerte) der Formstücke der Rohrleitung zum Anschluss mehrerer gleicher
Komponenten (in der Regel Warmwasserspeicher oder Sonnenkollektoren) in der Summe
je Einzelkomponente gleich sind, damit eine gleichmäßige Durchströmung gewährleistet
ist (Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Tichelmann-System).
[0033] Insbesondere kann eine Querschnittsfläche der Vorlaufleitung abzüglich einer Querschnittsfläche
der Speiseleitung etwa gleich groß sein wie die Querschnittsfläche der Speiseleitung.
Somit kann ein Strömungswiderstand in der Vorlaufleitung etwa gleich groß gehalten
werden wie ein Strömungswiderstand in der Speiseleitung.
[0034] Vorteilhafterweise kann die Speiseleitung einstückig ausgebildet sein. Somit kann
eine leckageanfällige Verbindungsstelle einer ansonsten mehrstückig ausgebildeten
Speiseleitung innerhalb der Vorlaufleitung vermieden werden. Weiter kann mit dieser
Konfiguration ein Verlegen des Wärmetauschersystems weiter vereinfacht werden, da
das Einbringen der einstückigen Speiseleitung in die Vorlaufleitung der bereits verlegten
Wärmetauschermodule eine erhebliche Vereinfachung bedeutet, insbesondere wenn die
Speiseleitung quasi endlos, d.h. beispielsweise in Form einer 100 m-Rolle, vorliegt.
Insbesondere kann deswegen auf ein gesondertes Verbinden von ansonsten je Wärmetauschermodul
vorhandenen Speiseleitungsabschnitten verzichtet werden.
[0035] Die Speiseleitung kann, insbesondere mittels Führungsringen und/oder Distanzstücken,
konzentrisch in der Vorlaufleitung angeordnet sein.
[0036] Alternativ dazu kann ein Außenumfang der Speiseleitung einen Innenumfang der Vorlaufleitung
zumindest abschnittsweise berühren.
[0037] Eine konzentrische oder exzentrische Position der Speiseleitung in Bezug auf die
Vorlaufleitung kann mittels Führungsringen und/oder Distanzstücken erreicht werden,
die einstückig an der Speiseleitung ausgebildet sein können. Somit kann ein Einführen
der Speiseleitung in die Vorlaufleitung und/oder ein Einhalten der gewünschten Position
der Speiseleitung in der Vorlaufleitung erleichtert werden. Dabei versteht es sich
von selbst, dass eine Außengeometrie der Führungsringe und/oder Distanzstücke an eine
Innengeometrie der Vorlaufleitung angepasst ist und dass eine Innengeometrie der Führungsringe
und/oder Distanzstücke an eine Außengeometrie der Speiseleitung angepasst ist.
[0038] Die Speiseleitung kann aus Kunststoff ausgebildet sein. Somit kann eine erhöhte Haltbarkeit
und/oder leichtere Handhabung der Speiseleitung, insbesondere beim Einbringen der
Speiseleitung in die Vorlaufleitung, gewährleistet werden.
[0039] Die Erfindung umfasst ein Verfahren zum Herstellen eines Wärmetauschersystems mit
modularem Aufbau, aufweisend die Schritte:
Anordnen von mehreren Wärmetauschermodulen hintereinander in einer Abwasserrohrleitung,
Vorsehen eines Vorlaufleitungsabschnitts und eines Rücklaufleitungsabschnitts an jedem
Wärmetauschermodul und fluidisches Verbinden des Vorlaufleitungsabschnitts und des
Rücklaufleitungsabschnitts mit einer Wärmetauscherkammer des Wärmetauschermoduls,
fluidisches Verbinden der jeweiligen Vorlaufleitungsabschnitte der einzelnen Wärmetauschermodule
miteinander zu einer Vorlaufleitung und der jeweiligen Rücklaufleitungsabschnitte
der einzelnen Wärmetauschermodule miteinander zu einer Rücklaufleitung und
Anordnen einer Speiseleitung innerhalb der Vorlaufleitung zum Speisen der Vorlaufleitung
mit einem Wärmetauscherfluid.
[0040] Die Vorteile des Verfahrens zum Herstellen des Wärmetauschersystems ergeben sich
analog aus den zum oben genannten Wärmetauschermodul und zum Wärmetauschersystem genannten
Merkmalen und deren Vorteile.
[0041] Das oben beschriebene Verfahren gilt entsprechend für lediglich ein einzelnes Wärmetauschermodul.
[0042] Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Wärmetauschermoduls und
des Wärmetauschersystems anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es versteht sich,
dass die vorliegende Erfindung nicht auf die nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt ist, und dass einzelne Merkmale davon zu weiteren Ausführungsbeispielen
kombiniert werden können.
[0043] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine räumliche Ansicht eines erfindungsgemäßen Wärmetauschermoduls gemäß dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Prinzipdarstellung des bekannten Tichelmann-Systems; und
- Fig. 3
- eine schematische Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Wärmetauschersystems
mit parallelgeschalteten Wärmetauschermodulen gemäß Fig. 1.
[0044] Bei der in
Fig. 1 gezeigten räumlichen Ansicht eines erfindungsgemäßen Wärmetauschermoduls 1 gemäß
dem Ausführungsbeispiel der Erfindung hat das Wärmetauschermodul 1 ein Wärmetauscherelement
mit einer Wärmetauscherkammer 2, an der ein Vorlaufleitungsabschnitt 4 und ein Rücklaufleitungsabschnitt
6 an einem jeweiligen Verbindungsanschluss 8 mit der Wärmetauscherkammer 2 fluidisch
verbunden sind. Gemäß einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann das Wärmetauschermodul
1 mehrere Wärmetauscherelemente haben, die untereinander fluidisch verbunden sind.
Aus Stabilitätsgründen kann der Vorlaufleitungsabschnitt 4 und der Rücklaufleitungsabschnitt
6 zusätzlich an einer jeweiligen Versteifungsstelle 10 mit der Wärmetauscherkammer
2 mechanisch verbunden sein.
[0045] In dem Vorlaufleitungsabschnitt 4 ist eine Speiseleitung 12 angeordnet, in die ein
Wärmetauscherfluid in einer Einleitrichtung ER einleitbar ist. Die Speiseleitung 12
ist in Fig. 1 entgegen der Einleitrichtung ER aus dem Vorlaufleitungsabschnitt 4 herausragend
dargestellt, wie es beispielsweise beim Einführen der Speiseleitung 12 in den Vorlaufleitungsabschnitt
4 der Fall ist. Der Vorlaufleitungsabschnitt 4 ist an seinem in Einleitrichtung ER
gesehen stromabseitigen Ende ebenso wie die Speiseleitung 12 offen ausgebildet, insbesondere
für den Anschluss eines weiteren Wärmetauschermoduls 1.
[0046] Wenn das Wärmetauschermodul 1 als einziges betrieben werden soll, also nicht an ein
beispielsweise dahinter angeordnetes zweites Wärmetauschermodul 1 angeschlossen werden
soll, kann der Vorlaufleitungsabschnitt 4 an dem in Einleitrichtung ER gesehen stromabseitigen
Ende geschlossen ausgebildet sein. Die Speiseleitung 12 hingegen bleibt auch in diesem
Fall an ihrem in Einleitrichtung ER gesehen stromabseitigen Ende offen. Vorteilhafterweise
ist das in Einleitrichtung ER gesehen stromabseitige Ende der Speiseleitung 12 von
dem in Einleitrichtung ER gesehen stromabseitigen Ende des Vorlaufleitungsabschnitts
4 entgegen der Einleitrichtung ER beabstandet, um das Wärmetauscherfluid besser aus
der Speiseleitung 12 in den Vorlaufleitungsabschnitt 4 gelangen zu lassen.
[0047] In dem Vorlaufleitungsabschnitt 4 strömt das Wärmetauscherfluid in einer Zuströmrichtung
ZR, die entgegen der Einleitrichtung ER gerichtet ist, und gelangt über den Verbindungsanschluss
8 in die Wärmetauscherkammer 2. Die beispielsweise von umströmtem Abwasser erwärmte
Wärmetauscherkammer 2 erwärmt das Wärmetauscherfluid, das über den anderen Verbindungsanschluss
8 in den Rücklaufleitungsabschnitt 6 gelangt. Von dort kann das erwärmte Wärmetauscherfluid
beispielsweise in einen (nicht dargestellten) Heizkörper oder dergleichen geleitet
werden, nach welchem sie beispielsweise von einer (nicht dargestellten) Pumpe wieder
in die Speiseleitung 12 gefördert wird, um den Kreislauf zu schließen.
[0048] In
Fig. 2 ist eine schematische Prinzipdarstellung eines bekannten Tichelmann-Systems am Beispiel
parallel geschalteter Sonnenkollektoren 18 gezeigt.
[0049] Beim Tichelmann-System (Tichelmannsche Rohrführung) in einer Heizanlage werden üblicherweise
die Rohre vom Wärmeerzeuger (z. B. Heizkessel, Solaranlage mit Sonnenkollektoren 18)
zum Wärmeverbraucher (z. B. Heizkörper, Warmwasserspeicher) und zurück in Ringverlegung
so geführt, dass die Summe der Längen von Vorlauf 14 und Rücklauf 16 bei jedem Sonnenkollektor
18 etwa gleich groß ist. Sonnenkollektoren 18 mit kurzem Vorlauf 14 haben einen lange
Rücklauf 16 und umgekehrt. Der Sinn dabei ist, dass alle Sonnenkollektoren 18 etwa
gleichen Druckverlusten ausgesetzt sind und sich damit gleiche Volumenströme = gleiche
Wärmeströme in den einstellen, auch wenn keine Regelventile verwendet werden. Dies
bewirkt ein gleichmäßiges Erwärmen eines Wärmetauscherfluids auch bei weiter entfernt
gelegenen Sonnenkollektoren 18. Eine Anbindung nach "Tichelmann" bedeutet auch, dass
die zeta-Werte (Druckverlustbeiwerte) der Formstücke der Rohrleitung zum Anschluss
mehrerer gleicher Komponenten (in der Regel Warmwasserspeicher oder Sonnenkollektoren
18) in der Summe je Einzelkomponente gleich sind, damit eine gleichmäßige Durchströmung
gewährleistet ist (Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Tichelmann-System).
[0050] Der kältere Vorlauf 14 ist mit durchgezogenen Linien dargestellt und der wärmere
Rücklauf 16 ist mit strich-zwei-punktierten Linien dargestellt. Eine Wärmetauscherfluidpumpe
und ein Wärmeverbraucher (z. B. Heizkörper, Warmwasserspeicher) zum Nutzen der Wärme
im Rücklauf 16 sind weggelassen. Kaltes Wärmetauscherfluid wird in Einleitrichtung
ER in den Vorlauf 14 eingeleitet. Der Vorlauf 14 weist in Einleitrichtung ER gesehen
stromauf der Vorlaufleitung 24 mit den Verbindungsanschlüssen 8 zu den Sonnenkollektoren
18 eine sogenannte Tichelmann-Leitung 20 auf. Die Tichelmann-Leitung 20 ist als Verlängerung
der Vorlaufleitung 24 ausgebildet und parallel dazu ausgebildet. Mit dieser Anordnung
strömt das Wärmetauscherfluid in der Vorlaufleitung 24 in einer Zuströmrichtung ZR,
die entgegen der Einleitrichtung ER gerichtet ist, obwohl ein Fluidstrom im Vorlauf
14 nicht umgekehrt wird, also immer in der gleichen Richtung strömt. Von der Vorlaufleitung
24 gelangt das Wärmetauscherfluid über den jeweilige Verbindungsanschluss 8 in das
jeweilige Wärmetauschermodul 1 und dessen Wärmetauscherkammer 2. Über die Rücklaufleitung
26 gelangt das erwärmte Wärmetauscherfluid zurück in den Kreislauf.
[0051] Die Tichelmann-Leitung 20 sorgt dafür, dass der Weg des Wärmetauscherfluids im Vorlauf
14 verlängert wird und so die Summe der Längen von Vorlauf 14 und Rücklauf 16 bei
jedem Sonnenkollektor 18 etwa gleich groß ist.
[0052] In dem in
Fig. 3 gezeigten Wärmetauschersystem 22 sind mehrere Wärmetauschermodule 1 gemäß Fig. 1
in Parallelschaltung mit der sogenannten "Tichelmann-Leitung" 20 angeschlossen, wodurch
ein Einspeisedruck des Wärmetauscherfluids in die Wärmetauschermodule 1 jeweils etwa
gleich groß gehalten werden kann, ohne Regelventile vorzusehen, wie oben schon erwähnt.
Wie ebenfalls schon erwähnt, ist damit eine gleichmäßige Durchströmung und damit ein
gleichmäßiger Wärmeübergang von dem Abwasser zu dem Wärmetauscherfluid in den einzelnen
Wärmetauschermodulen 1 gewährleistet.
[0053] Die Speiseleitung 12, gestrichelt dargestellt, ist als Tichelmann-Leitung 20 ausgebildet
und innerhalb der Vorlaufleitung 24 angeordnet. Das Wärmetauscherfluid muss die Speiseleitung
12 zur Gänze durchlaufen, ehe es an einem in Einleitrichtung ER des Wärmetauscherfluids
gesehen stromabseitigen Ende der Speiseleitung 12 aus der Speiseleitung 12 austritt
und die Vorlaufleitung 24 damit speist.
[0054] In der Vorlaufleitung 24 strömt das Wärmetauscherfluid in der Zuströmrichtung ZR
und gelangt über den jeweiligen Verbindungsanschluss 8 in das jeweilige Wärmetauschermodul
1 des Wärmetauschersystems 22 und danach über die Rücklaufleitung 26 wieder zurück,
beispielsweise zu einer (nicht dargestellten) Wärmetauscherfluidpumpe, an deren Ausgang
die Vorlaufleitung 24 angeschlossen ist.
[0055] Die Zuströmrichtung ZR des Wärmetauscherfluids in der Vorlaufleitung 24 ist dabei
entgegen der Einleitrichtung ER des Wärmetauscherfluids in die Speiseleitung 12 gerichtet,
d.h. innerhalb des Vorlaufs 14 ist die Strömungsrichtung des Wärmetauscherfluids umgekehrt.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1
- Wärmetauschermodul
- 2
- Wärmetauscherkammer
- 4
- Vorlaufleitungsabschnitt
- 6
- Rücklaufleitungsabschnitt
- 8
- Verbindungsanschluss
- 10
- Versteifungsstelle
- 12
- Speiseleitung
- 14
- Vorlauf
- 16
- Rücklauf
- 18
- Sonnenkollektor
- 20
- Tichelmann-Leitung
- 22
- Wärmetauschersystem
- 24
- Vorlaufleitung
- 26
- Rücklaufleitung
- ER
- Einleitrichtung
- ZR
- Zuströmrichtung
1. Wärmetauschermodul (1) zum Einbau in eine Abwasserrohrleitung, aufweisend:
einen Vorlaufleitungsabschnitt (4) und einen Rücklaufleitungsabschnitt (6), die mit
einer Wärmetauscherkammer (2) des Wärmetauschermoduls (1) fluidisch verbunden sind,
wobei
die jeweiligen Vorlaufleitungsabschnitte (4) mehrerer Wärmetauschermodule (1) miteinander
zu einer Vorlaufleitung (24) fluidisch verbindbar sind und die jeweiligen Rücklaufleitungsabschnitte
(6) mehrerer Wärmetauschermodule (1) miteinander zu einer Rücklaufleitung (26) fluidisch
verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass
innerhalb des Vorlaufleitungsabschnitts (4) eine Speiseleitung (12) angeordnet ist,
mittels der der Vorlaufleitungsabschnitt (4) mit einem Wärmetauscherfluid speisbar
ist.
2. Wärmetauschermodul (1) nach Anspruch 1, wobei eine Querschnittsfläche des Vorlaufleitungsabschnitts
(4) abzüglich einer Querschnittsfläche der Speiseleitung (12) etwa gleich groß ist
wie die Querschnittsfläche der Speiseleitung (12).
3. Wärmetauschermodul (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Speiseleitung (12) einstückig
ausgebildet ist.
4. Wärmetauschermodul (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Speiseleitung
(12) konzentrisch in dem Vorlaufleitungsabschnitt (4) angeordnet ist oder ein Außenumfang
der Speiseleitung (12) einen Innenumfang des Vorlaufleitungsabschnitts (4) zumindest
abschnittsweise berührt.
5. Wärmetauschermodul (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Speiseleitung
(12) aus Kunststoff ausgebildet ist.
6. Wärmetauschersystem (22) mit modularem Aufbau, aufweisend:
mehrere hintereinander angeordnete Wärmetauschermodule (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 5.
7. Wärmetauschersystem (22) nach Anspruch 6, wobei ein Fluidstrom des Wärmetauscherfluids
in der Speiseleitung (12) in Gegenrichtung zu einem Fluidstrom des Wärmetauscherfluids
in der Vorlaufleitung (24) gerichtet ist.
8. Wärmetauschersystem (22) nach Anspruch 6 oder 7, wobei die Vorlaufleitung (24) an
einem stromabseitigen Ende der Speiseleitung (12) mit dem Wärmetauscherfluid gespeist
ist.
9. Wärmetauschersystem (22) nach Anspruch 6 bis 8, wobei eine Summe der Längen von Speiseleitung
(12), Vorlaufleitung (24) und Rücklaufleitung (26) bei jedem Wärmetauschermodul (1)
etwa gleich groß ist.
10. Wärmetauschersystem (22) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei eine Querschnittsfläche
der Vorlaufleitung (24) abzüglich einer Querschnittsfläche der Speiseleitung (12)
etwa gleich groß ist wie die Querschnittsfläche der Speiseleitung (12).
11. Wärmetauschersystem (22) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, wobei die Speiseleitung
(12) einstückig ausgebildet ist.
12. Wärmetauschersystem (22) nach einem der Ansprüche 6 bis 11, wobei die Speiseleitung
(12) konzentrisch in der Vorlaufleitung (24) angeordnet ist oder ein Außenumfang der
Speiseleitung (12) einen Innenumfang der Vorlaufleitung (24) zumindest abschnittsweise
berührt.
13. Wärmetauschersystem (22) nach einem der vorherigen Ansprüche 6 bis 12, wobei die Speiseleitung
(12) aus Kunststoff ausgebildet ist.
14. Verfahren zum Herstellen eines Wärmetauschersystems (22) mit modularem Aufbau, aufweisend
die Schritte:
Anordnen von mehreren Wärmetauschermodulen (1) hintereinander in einer Abwasserrohrleitung,
Vorsehen eines Vorlaufleitungsabschnitts (4) und eines Rücklaufleitungsabschnitts
(6) an jedem Wärmetauschermodul (1) und fluidisches Verbinden des Vorlaufleitungsabschnitts
(4) und des Rücklaufleitungsabschnitts (6) mit einer Wärmetauscherkammer (2) des Wärmetauschermoduls
(1),
fluidisches Verbinden der jeweiligen Vorlaufleitungsabschnitte (4) der einzelnen Wärmetauschermodule
(1) miteinander zu einer Vorlaufleitung (24) und der jeweiligen Rücklaufleitungsabschnitte
(6) der einzelnen Wärmetauschermodule (1) miteinander zu einer Rücklaufleitung (26),
gekennzeichnet durch
Anordnen einer Speiseleitung (12) innerhalb der Vorlaufleitung (24) zum Speisen der
Vorlaufleitung (24) mit einem Wärmetauscherfluid.
1. Heat exchanger module (1) for installation in a wastewater pipeline, comprising:
a supply pipe portion (4) and a return pipe portion (6) which are fluidically connected
to a heat exchanger chamber (2) of the heat exchanger module (1), wherein
the respective supply pipe portions (4) of a plurality of heat exchanger modules (1)
can be fluidically interconnected to form a supply pipe (24), and the respective return
pipe portions (6) of a plurality of heat exchanger modules (1) can be fluidically
interconnected to form a return pipe (26), characterised in that
a feed line (12) is arranged within the supply pipe portion (4), by means of which
feed line the supply pipe portion (4) can be fed with a heat exchanger fluid.
2. Heat exchanger module (1) according to claim 1, wherein a cross-sectional area of
the supply pipe portion (4) minus a cross-sectional area of the feed line (12) is
approximately the same size as the cross-sectional area of the feed line (12).
3. Heat exchanger module (1) according to either claim 1 or claim 2, wherein the feed
line (12) is formed in one piece.
4. Heat exchanger module (1) according to any of the preceding claims, wherein the feed
line (12) is arranged concentrically in the supply pipe portion (4), or an outer periphery
of the feed line (12) touches an inner periphery of the supply pipe portion (4), at
least in portions.
5. Heat exchanger module (1) according to any of the preceding claims, wherein the feed
line (12) is made of plastics material.
6. Heat exchanger system (22) having a modular structure, comprising:
a plurality of heat exchanger modules (1) according to any of claims 1 to 5, which
are arranged one behind the other.
7. Heat exchanger system (22) according to claim 6, wherein a fluid flow of the heat
exchanger fluid in the feed line (12) is directed in the opposite direction to a fluid
flow of the heat exchanger fluid in the supply line (24).
8. Heat exchanger system (22) according to either claim 6 or claim 7, wherein the supply
line (24) is fed with the heat exchanger fluid at a downstream end of the feed line
(12).
9. Heat exchanger system (22 according to claims 6 to 8, wherein a sum of the lengths
of the feed line (12), supply pipe (24) and return pipe (26) is approximately the
same in each heat exchanger module (1).
10. Heat exchanger system (22) according to any of claims 6 to 9, wherein a cross-sectional
area of the supply pipe (24) minus a cross-sectional area of the feed line (12) is
approximately the same size as the cross-sectional area of the feed line (12).
11. Heat exchanger system (22) according to any of claims 6 to 10, wherein the feed line
(12) is formed in one piece.
12. Heat exchanger system (22) according to any of claims 6 to 11, wherein the feed line
(12) is arranged concentrically in the supply pipe (24), or an outer periphery of
the feed line (12) touches an inner periphery of the supply pipe (24), at least in
portions.
13. Heat exchanger system (22) according to any of the preceding claims 6 to 12, wherein
the feed line (12) is made of plastics material.
14. Method for producing a heat exchanger system (22) having a modular structure, comprising
the steps of:
arranging a plurality of heat exchanger modules (1) one behind the other in a wastewater
pipeline,
providing a supply pipe portion (4) and a return pipe portion (6) at each heat exchanger
module (1) and fluidically connecting the supply pipe portion (4) and the return pipe
portion (6) to a heat exchanger chamber (2) of the heat exchanger module (1),
fluidically interconnecting the respective supply pipe portions (4) of the individual
heat exchanger modules (1) to form a supply pipe (24), and fluidically interconnecting
the respective return pipe portions (6) of the individual heat exchanger modules (1)
to form a return pipe (26), characterised by
arranging a feed line (12) within the supply pipe (24) in order to feed the supply
pipe (24) with a heat exchanger fluid.
1. Module d'échangeur de chaleur (1) destiné à être installé dans une canalisation d'eaux
usées, présentant :
une section de conduite d'arrivée (4) et une section de conduite de retour (6), qui
sont reliées fluidiquement à une chambre d'échangeur de chaleur (2) du module d'échangeur
de chaleur (1),
les sections de conduite d'arrivée respectives (4) de plusieurs modules d'échangeur
de chaleur (1) pouvant être reliées fluidiquement entre elles pour former une conduite
d'arrivée (24) et les sections de conduite de retour respectives (6) de plusieurs
modules d'échangeur de chaleur (1) pouvant être reliées fluidiquement entre elles
pour former une conduite de retour (26), caractérisé en ce que
une conduite d'alimentation (12) est agencée à l'intérieur de la section de conduite
d'arrivée (4), au moyen de laquelle la section de conduite d'arrivée (4) peut être
alimentée avec un fluide d'échangeur de chaleur.
2. Module d'échangeur de chaleur (1) selon la revendication 1, dans lequel une surface
de section transversale de la section de conduite d'arrivée (4) moins une surface
de section transversale de la conduite d'alimentation (12) est approximativement égale
à la surface de section transversale de la conduite d'alimentation (12).
3. Module d'échangeur de chaleur (1) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la conduite
d'alimentation (12) est réalisée en une seule pièce.
4. Module d'échangeur de chaleur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel la conduite d'alimentation (12) est agencée de manière concentrique dans
la section de conduite d'arrivée (4) ou une circonférence extérieure de la conduite
d'alimentation (12) touche au moins par sections une circonférence intérieure de la
section de conduite d'arrivée (4).
5. Module d'échangeur de chaleur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel la conduite d'alimentation (12) est réalisée en matière plastique.
6. Système d'échangeur de chaleur (22) à structure modulaire, présentant :
plusieurs modules d'échangeur de chaleur (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, agencés les uns derrière les autres.
7. Système d'échangeur de chaleur (22) selon la revendication 6, dans lequel un courant
de fluide du fluide d'échangeur de chaleur dans la conduite d'alimentation (12) est
dirigé dans la direction opposée à un courant de fluide du fluide d'échangeur de chaleur
dans la conduite d'arrivée (24).
8. Système d'échangeur de chaleur (22) selon la revendication 6 ou 7, dans lequel la
conduite d'arrivée (24) est alimentée avec le fluide d'échangeur de chaleur à une
extrémité aval de la conduite d'alimentation (12).
9. Système d'échangeur de chaleur (22) selon les revendications 6 à 8, dans lequel une
somme des longueurs de la conduite d'alimentation (12), de la conduite d'arrivée (24)
et de la conduite de retour (26) est approximativement égale pour chaque module d'échangeur
de chaleur (1).
10. Système d'échangeur de chaleur (22) selon l'une quelconque des revendications 6 à
9, dans lequel une surface de section transversale de la conduite d'arrivée (24) moins
une surface de section transversale de la conduite d'alimentation (12) est approximativement
égale à la surface de section transversale de la conduite d'alimentation (12).
11. Système d'échangeur de chaleur (22) selon l'une quelconque des revendications 6 à
10, dans lequel la conduite d'alimentation (12) est réalisée en une seule pièce.
12. Système d'échangeur de chaleur (22) selon l'une quelconque des revendications 6 à
11, dans lequel la conduite d'alimentation (12) est agencée de manière concentrique
dans la conduite d'arrivée (24) ou une circonférence extérieure de la conduite d'alimentation
(12) touche au moins par sections une circonférence intérieure de la conduite d'arrivée
(24).
13. Système d'échangeur de chaleur (22) selon l'une quelconque des revendications 6 à
12 précédentes, dans lequel la conduite d'alimentation (12) est réalisée en matière
plastique.
14. Procédé de fabrication d'un système d'échangeur de chaleur (22) à structure modulaire,
comprenant les étapes suivantes :
l'agencement de plusieurs modules d'échangeur de chaleur (1) les uns derrière les
autres dans une canalisation d'eaux usées,
la prévision d'une section de conduite d'arrivée (4) et d'une section de conduite
de retour (6) sur chaque module d'échangeur de chaleur (1) et la liaison fluidique
de la section de conduite d'arrivée (4) et de la section de conduite de retour (6)
à une chambre d'échangeur de chaleur (2) du module d'échangeur de chaleur (1),
la liaison fluidique des sections de conduite d'arrivée respectives (4) des modules
d'échangeur de chaleur individuels (1) entre elles pour former une conduite d'arrivée
(24) et des section de conduite de retour respectives (6) des modules d'échangeur
de chaleur individuels (1) entre elles pour former une conduite de retour (26), caractérisé par
l'agencement d'une conduite d'alimentation (12) à l'intérieur de la conduite d'arrivée
(24) pour alimenter la conduite d'arrivée (24) avec un fluide d'échangeur de chaleur.