[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Untersuchung einer mittels
elektromagnetischer Strahlung anregbaren Probe, wobei die Anordnung einen dichroitischen
Strahlteiler umfasst. Dichroitische Strahlteiler teilen einfallendes Licht in bestimmte
Wellenlängenbereiche auf. Bei der hier betrachteten elektromagnetischen Strahlung
handelt es sich um Licht im Bereich zwischen ultravioletter bis infraroter Strahlung.
[0002] Ein Strahlteiler ist ein optisches Bauelement, welches einen einzelnen Strahl in
zwei Teilstrahlen trennt. Fällt ein Strahl auf einen Strahlteiler, so wird ein Teil
des einfallenden Strahls reflektiert und der andere Teil transmittiert. Bei einem
dichroitischen Strahlteiler kommt es in Abhängigkeit von der Wellenlänge des einfallenden
Strahls zu unterschiedlichen Transmissionswerten bzw. Reflexionswerten. Streuverluste
sind bei dichroitischen Strahlteilern sehr gering, so dass Transmissionsgrad plus
Reflexionsgrad nahezu eins sind.
[0003] Dichroitische Strahlteiler werden beispielsweise bei Fluoreszenzmessgeräten verwendet,
wo sie zumeist als dichroitische Strahlteilerplatte ausgebildet sind. Dichroitische
Strahlteilerplatten weisen auf ihrer Oberfläche eine dichroitische Beschichtung auf.
Die Flächennormale dieser Platten steht i. A. um 45° versetzt zum Strahlengang. Die
Transmissionskennlinie über der Wellenlänge (Transmission ist eine Funktion der Wellenlänge)
beinhaltet bei dichroitischen Strahlteilerplatten eine relativ steile Übergangsflanke
von keinen zu hohen Transmissionswerten bzw. vice versa.
[0004] Hierdurch können dichroitische Strahlteilerplatten gut bei der Anregung von Fluoreszenzleuchtstoffen
eingesetzt werden, welche häufig einen relativ geringen Abstand zwischen Anregungswellenlänge
und Emissionswellenlänge aufweisen.
[0005] Die
EP 1 856 509 B1 beschreibt ein Fluoreszenzmessgerät zur Untersuchung einer Probe, welches einen Hauptstrahlengang
und mindestens ein optisches Modul aufweist. Das optische Modul dient zur Bereitstellung
mindestens eines zur Anregung der Probe vorgesehenen elektromagnetischen Strahles
und zum Empfang mindestens eines von der Probe emittierten elektromagnetischen Strahls.
Das Fluoreszenzmessgerät umfasst mindestens eine Quelle zur Bereitstellung elektromagnetischer
Strahlen, welche mittels einer Monitordiode überwacht wird. Im Hauptstrahlengang sind
vorzugsweise mehrere, als dichroitische Spiegel ausgebildete Strahlteiler (dichroitische
Strahlteilerplatten) angeordnet. Die dichroitischen Spiegel oder dichroitischen Strahlteilerplatten
können als Hochpässe angesehen werden, welche langwelligere elektromagnetische Strahlen
transmittieren und kurzwelligere Strahlen reflektieren. Sie sind optimiert auf einen
Auftreffwinkel des elektromagnetischen Strahls von 45°. Mittels dichroitischer Spiegel
werden beispielsweise anregende elektromagnetische Strahlen der Quelle in den Hauptstrahlengang
eingekoppelt und auf die Probe fokussiert.
[0006] Aus dem Stand der Technik sind weiterhin Strahlteilerwürfel bekannt, welche aus zwei
miteinander verbundenen Prismen bestehen, zwischen denen eine dielektrische Schicht
angeordnet ist. In der
EP 2 711 762 A1 ist ein nicht-polarisierender Strahlteilerwürfel beschrieben, welcher eine Schichtenfolge
von Brechungsschichten aus dielektrischem Material mit unterschiedlichen Brechungsindizes
aufweist.
[0007] Nicht-polarisierendende Strahlteilerplatten und auch nicht polarisierendende Strahlteilerwürfel
teilen das einfallende Licht in einen bestimmten Transmissions/Reflexions-Verhältnis,
wobei der ursprüngliche Polarisationszustand erhalten bleibt. Eine dichroitische Funktion
ist hier nicht vorhanden. Alle Wellenlängen werden in einem bestimmten Verhältnis
z.B. 50 % zu 50 % aufgeteilt.
[0008] Die
US 5,400,179 A befasst sich mit einem Strahlteiler aus zwei Prismen zwischen denen eine optische
Schicht aus sechs Teilschichten angeordnet ist. Benachbarte Teilschichten weisen einen
unterschiedlichen Brechungsindex auf. Der Einfallswinkel eines auf die optische Schicht
auftreffenden Strahls beträgt mindestens 40°. In dieser Druckschrift werden keine
dichroitischen Strahlteiler betrachtet. Es werden vielmehr nicht-polarisierendende
Strahlteiler betrachtet. Derartige Strahlteiler können z. B. für Fluoreszenzmessungen
nicht eingesetzt werden, da sie keine Transmissionskennlinie über der Wellenlänge
(Transmission ist eine Funktion der Wellenlänge) aufweisen, die eine Übergangsflanke
von keinen zu hohen Transmissionswerten bzw. vice versa hat.
[0009] Die
JP 2009-31406 A zeigt einen nicht-polarisierten Strahlteiler, bestehend aus zwei Prismen und einer
zwischen den beiden Prismen angeordneten dielektrischen Schicht aus mehreren miteinander
verbundenen Teilschichten. Die Teilschichten besitzen unterschiedliche Brechungsindizes.
Während zumindest eine Teilschicht einen höheren Brechungsindex als die Prismen aufweist,
besitzt zumindest eine andere Teilschicht einen niedrigeren Brechungsindex als die
Prismen. Der Strahlteiler kann aus zwei Prismen mit dreieckiger oder trapezförmiger
Grundfläche bestehen. Bei den Ausführungen mit trapezförmiger Grundfläche ist der
Einfallswinkel eines auf die dielektrische Schicht auftreffenden Strahls wesentlich
größer als 45°. Im beschriebenen Ausführungsbeispiel beträgt der Einfallswinkel 72°.
[0010] Aus der
WO 2010/025536 A1 ist ein Strahlteiler bestehend aus zwei trapezförmigen Prismen bekannt. Zwischen
den Prismen befindet sich eine Beschichtungsstruktur mit einer oberen Schicht, einer
Abstandsschicht und ggf. einer unteren Schicht. Die Abstandsschicht umschließt einen
mit nicht reaktivem Gas oder mit Vakuum gefüllten Hohlraum, welcher als Interferenzschicht
fungiert. Die Beschichtungsstruktur ermöglicht Dünnschichtinterferenz in Verbindung
mit frustrierter Totalreflexion innerhalb des Hohlraums für vorgegebene Einfallswinkel.
[0011] Die
US 2013/0308198 A1 zeigt einen dichroitischen Strahlteiler, bestehend aus mindestens zwei miteinander
verbundenen Prismen. Der Strahlteiler weist drei äußere Oberflächen auf, die in unterschiedlichen
Ebenen angeordnet sind. Im Strahlteiler innenliegend ist eine dichroitische Schicht
angeordnet, die mindestens eine der Oberflächen kreuzt.
[0012] Aus dem Stand der Technik sind auch dichroitische Strahlteilerwürfel bekannt. Auch
dichroitische Strahlteilerwürfel teilen einfallendes Licht in bestimmte Wellenlängenbereiche
auf. Auch bei dichroitischen Strahlteilerwürfeln kommt es in Abhängigkeit von der
Wellenlänge des einfallenden Strahls zu unterschiedlichen Transmissionswerten bzw.
Reflexionswerten. Auch Streuverluste sind bei dichroitischen Strahlteilerwürfeln sehr
gering, so dass Transmissionsgrad plus Reflexionsgrad nahezu eins sind. Die Transmissionskennlinie
über der Wellenlänge (Transmission ist eine Funktion der Wellenlänge) beinhaltet bei
dichroitischen Strahlteilerwürfeln eine verhältnismäßig flache Übergangsflanke von
keinen zu hohen Transmissionswerten bzw. vice versa. Hierdurch eignen sie sich nicht
für Messungen, bei denen der Abstand zwischen Anregungswellenlänge und Emissionswellenlänge
relativ gering ist. Dies ist beispielsweise bei der Messung von Fluoreszenzlicht der
Fall, da bei vielen Fluoreszenzfarbstoffen nur ein geringer Abstand zwischen Anregungswellenlänge
und Emissionswellenlänge besteht. Typische Abstandswerte zwischen Anregungswellenlänge
und Emissionswellenlänge liegen im Bereich von 20 bis 30 nm, wobei auch geringere
Abstandswerte möglich sind. Eine zu geringe Steilheit der Transmissionskennlinie hat
zur Folge, dass sich der Übergangsbereich von hoher Reflexion zu hoher Transmission
deutlich über einen größeren Wellenlängenbereich als die genannten 20 bis 30 nm erstreckt.
Das Anregungslicht würde somit das Messergebnis verfälschen. Ein Vorteil von Strahlteilerwürfeln
ist, dass weitere optische Bauelemente direkt an den Seitenflächen des Strahlteilerwürfels
angeordnet werden können. Hierdurch verringert sich der Montageaufwand, da die optischen
Bauelemente bereits entsprechend am Strahlteilerwürfel positioniert werden können.
[0013] In der
US 2014/0206580 A1 ist beispielsweise eine Anordnung zur Darstellung von Micro-Array-Daten beschrieben.
Die Anordnung umfasst u.a. einen dichroitischen Spiegel oder einen Strahlteiler. Der
Strahlteiler besteht aus zwei symmetrischen, fünfeckigen Strahlteilekomponenten. Der
Strahlteiler kann mit einem Zentralachsenoffset zur Longitudinalachse einer Haltestange,
an welcher der Strahlteiler befestigt ist, angeordnet werden. Der zwischen der Zentralachse
des Strahlteilers und der Longitudinalachse der Haltestange aufgespannten Winkel soll
30° bis 45° betragen. Der Winkel zwischen der Eintrittsfläche für eine Laserstrahlung
und der Kontaktfläche der beiden Strahlteilerkomponenten beträgt unveränderlich 45°.
[0014] Die
US 5,828,497 A beschreibt einen dichroitischen Strahlteiler für ein System zum Separieren und Kombinieren
von Frequenzbändern. Der Strahlteiler besitzt ein Pentaprisma und zwei Glasfestkörper,
welche miteinander verbunden sind. Zwischen den Körpern sind dichroitische Schichten
angebracht. Zwischen der Eintrittsfläche des Pentaprismas und der dichroitischen Schicht
ist ein Winkel β von 22,5° eingeschlossen.
[0015] Die
US 3,922,069 zeigt ein Prismasystem zur Farbseparierung für eine Farbfernseherkamera. Das System
umfasst drei Prismenblöcke sowie dazwischen befindliche dichroitische Schichten. Es
kommt zur Transmission und Reflexion an der dichroitischen Schicht.
[0016] Aus der
CN 101191902 A ist ein dreifarbiges hexagonales Farbkombinationsprisma bekannt, welches aus vier
Glasprismen besteht. Zwischen den Flächen, an denen die Prismen aneinander anliegen,
ist jeweils eine Lichtmembran bzw. ein Lichtfilter angeordnet, welche einen ersten
farbigen Lichtbestandteil reflektieren und die anderen beiden Lichtbestandteile transmittieren.
[0017] In der
US 6,238,051 B1 ist ein Farbseparierungsprisma, welches aus drei Prismen zusammengesetzt ist, gezeigt.
Zwischen den einzelnen Prismen sind dichroitische Schichten angeordnet.
[0018] Die
US 2013/0308198 A1 zeigt einen dichroitischen Strahlteiler, bestehend aus mindestens zwei miteinander
verbundenen Prismen. Der Strahlteiler weist drei äußere Oberflächen auf, wobei die
Oberflächen auf unterschiedlichen Ebenen des Strahlteilers angeordnet sind. Im Strahlteiler
innenliegend ist eine dichroitische Schicht angeordnet, die mindestens eine Oberfläche
kreuzt.
[0019] Ein Nachteil der, insbesondere zur Fluoreszenzmessung verwendeten, vorbekannten Messanordnungen
ist, dass sie die Grenze der Miniaturisierbarkeit längst erreicht haben und einen
hohen Justageaufwand erfordern. Dichroitische Strahlteilerplatten haben vor allem
den Nachteil, dass angrenzende optische Bauelemente frei im Raum und sehr präzise
zu diesen Strahlteilerplatten justiert werden müssen. In der näheren Umgebung von
Strahlteilern werden jedoch häufig andere optische Elemente, wie beispielsweise lichtabsorbierende
Anordnungen benötigt. Eine Möglichkeit für lichtabsorbierende Anordnungen besteht
in der Verschachtelung von Grenzflächen zwischen Luft und dunklen festen Strukturen.
Derart ausgebildete lichtabsorbierende Anordnungen können nicht direkt mit Strahlteilerplatten
verbunden werden und sind nur ungenügend miniaturisierbar.
[0020] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Anordnung zur Messung
einer von einer Probe emittierten Strahlung bei gleichzeitiger Anregung der Probe
mit elektromagnetischer Strahlung zur Verfügung zu stellen, welche gut miniaturisierbar
ist und aufwandsarm zu montieren und justieren ist..
[0021] Zur Lösung der Aufgabe dient eine Anordnung zur Untersuchung einer mittels elektromagnetischer
Strahlung anregbaren Probe gemäß dem beigefügten Anspruch 1.
[0022] Ein vorzugsweise in der erfindungsgemäßen Anordnung verwendeter dichroitische Strahlteiler
umfasst ein erstes und ein zweites Prisma, welche an ihren Basisflächen miteinander
verbunden sind, und eine zwischen den Basisflächen der beiden Prismen angeordnete
dichroitische Schicht bzw. dichroitische Beschichtung, wobei eine Eintrittsfläche
des ersten Prismas vorzugsweise senkrecht zu einer einfallenden Strahlung ist. Das
heißt die Flächennormale der Eintrittsfläche verläuft vorzugsweise parallel zur einfallenden
Strahlung. Viele Strahlquellen haben auch nach einer Strahlformung eine Winkel-Abstrahlcharakteristik.
Die Strahlquelle wird demzufolge vorzugweise so ausgerichtet, dass die Richtung der
größten Strahlstärke parallel mit der Flächennormale der Eintrittsfläche verläuft.
Die Eintrittsfläche des ersten Prismas schließt mit der dichroitischen Schicht einen
Winkel im Bereich von 10° bis <40° ein, wobei sich ein Winkel im Bereich von 25° bis
35° als besonders günstig erwiesen hat. Hieraus ergibt sich für eine auf die dichroitische
Schicht auftreffende Strahlung ein Einfallswinkel im Bereich von 10° bis <40° zur
Flächennormale der dichroitischen Schicht.
[0023] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, dass durch
die spezielle geometrische Ausbildung der Prismen ein Strahlteiler zur Verfügung steht,
dessen Transmissionskennlinie über der Wellenlänge (Transmission ist eine Funktion
der Wellenlänge) im Übergangsbereich zwischen kleiner und hoher Transmission einen
ähnlich steilen Verlauf wie die Transmissionskennlinie über der Wellenlänge (Transmission
ist eine Funktion der Wellenlänge) im Übergangsbereich zwischen kleiner und hoher
Transmission der vorbekannten dichroitischen Strahlteiler-Platten aufweist. Dies wird
durch den erfindungsgemäß realisierten Einfallswinkel an der dichroitischen Schicht
erreicht.
[0024] Im Gegensatz zur erfindungsgemäßen Gestaltung wird bei bekannten nicht-polarisierenden
dichroitischen Strahlteilerplatten das Licht von Luft in die dichroitische Schicht
hineingebrochen. Bei Strahlteilerplatten beträgt der Einfallswinkel i. A. 45° zur
Flächennormale der dichroitischen Schicht. Hat die erste Teilschicht der dichroitischen
Schicht z. B. eine Brechzahl von 1,7, dann beträgt der Winkel der Strahlung zur Flächennormale
der dichroitischen Schicht innerhalb der ersten Teilschicht ca. 24,6° (durch die Brechung).
Dieser relativ kleine Winkel pflanzt sich in weiteren Teilschichten der dichroitischen
Schicht immer weiter fort und ist der Grund dafür, dass der Übergangsbereich von hoher
Transmission (z. B. 95 %) zu kleiner Transmission (z. B. 0,2 %) innerhalb von 20 bis
30 nm erfolgen kann.
[0025] Bei herkömmlichen nicht-polarisierenden dichroitischen Strahlteilerwürfeln wird das
Licht von einem dielektrischen Material (z. B. Glas; Brechzahl ca. 1,5) in die erste
Teilschicht der dichroitischen Schicht hineingebrochen. Für einen Würfel beträgt der
Einfallswinkel 45° zur Flächennormale der dichroitischen Schicht. Hat die erste Teilschicht
der dichroitischen Schicht wiederum z. B. eine Brechzahl von 1,7, dann beträgt der
Winkel der Strahlung zur Flächennormale der dichroitischen Schicht innerhalb der ersten
Teilschicht ca. 38,6° (durch die Brechung). Dieser relativ große Winkel pflanzt sich
in weiteren Teilschichten der dichroitischen Schicht immer weiter fort und ist der
Grund dafür, dass der Übergangsbereich von hoher Transmission (z. B. 90 %) zu kleiner
Transmission (z. B. 10 %) nur innerhalb von 300 bis 400 nm erfolgen kann. Dies kann
wiederum darauf zurückgeführt werden, dass es bei diesem relativ großen Winkel verstärkt
zu Totalreflexionen zwischen den einzelnen Teilschichten der dichroitischen Schicht
kommt.
[0026] Im Vergleich zur dichroitischen Platte hat der erfindungsgemäße Strahlteiler weiterhin
den Vorteil, dass zusätzliche optische Elemente direkt, beispielsweise über eine Klebeverbindung,
an den Außenflächen des Strahlteilers befestigt werden können. Dies ist sehr zweckmäßig,
da die optischen Elemente somit bereits in ihrem Abstand und ihrem Winkel zur dichroitischen
Schicht justiert sind. Somit wird ein vorbestimmter Abstand der optischen Elemente
exakt eingehalten. Auf diese Weise wird der Justieraufwand in den Herstellungsprozess
der Prismen verlagert, bei dem ohnehin hochpräzise Fertigungsverfahren zum Einsatz
kommen. Erfindungsgemäß wird eine selbsttragende Struktur geschaffen, die kein zusätzliches
Gehäuse erfordert.
[0027] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform schließt eine Austrittsfläche des ersten
Prismas mit der dichroitischen Schicht einen Winkel im Bereich von 10 bis <40° ein,
wobei die Austrittsfläche des ersten Prismas senkrecht zu einer austretenden Strahlung
ist.
[0028] Nach einer bevorzugten Ausführungsform besteht die dichroitische Schicht oder dichroitische
Beschichtung aus dielektrischem Material. Die dichroitische Schicht kann aus mehreren
Teilschichten aus dielektrischem Material mit unterschiedlichen Brechungsindizes bestehen.
Gängige Materialien sind beispielsweise TiO
2, AlF
3, Al
2O
3. Bei Verwendung von niedrigbrechenden Materialien kann der Brechungsindex beispielsweise
im Bereich von 1,3 bis 1,5 liegen. Bei mittelbrechenden Materialien beträgt der Brechungsindex
beispielsweise >1,5 bis 1,8. Hochbrechende Materialen können zum Beispiel einen Brechungsindex
>1,8 bis 2,4 aufweisen.
[0029] Der Strahlteiler besitzt eine Grundfläche in Form eines regelmäßigen Sechsecks. Damit
stehen zum Anbringen zusätzlicher optischer Elemente verhältnismäßig viele Flächen
zur Verfügung.
[0030] Der Strahlteiler besteht vorzugsweise aus zwei gleichartig ausgebildeten Prismen,
wobei auch Ausführungsformen mit ungleichartig ausgebildeten Prismen möglich sind.
Die mögliche Formgebung der Prismen wird lediglich dadurch beschränkt, dass der erfindungsgemäß
geforderte Winkel zwischen der Eintrittsfläche eines der beiden Prismen und der dichroitischen
Schicht im Bereich von 10° bis <40° aufgespannt ist. Die beiden Prismen weisen vorzugsweise
den gleichen Brechungsindex auf.
[0031] Die erfindungsgemäße Anordnung zur Untersuchung einer mittels elektromagnetischer
Strahlung anregbaren Probe umfasst zunächst eine Lichtquelle zum Bereitstellen einer
zur Anregung der Probe dienenden elektromagnetischen Strahlung. Die Lichtquelle kann
beispielsweise eine LED oder ein Laser sein und in abgewandelten Ausführungsformen
auch Vorrichtungen zur Strahlformung wie z.B. Linsen und Blenden umfassen. Ein weiterer
Bestandteil der Anordnung ist der bereits beschriebene dichroitische Strahlteiler,
welcher ein erstes und ein zweites Prisma umfasst, welche an ihren Basisflächen miteinander
verbunden sind, sowie eine zwischen den Basisflächen der beiden Prismen angeordnete
dichroitische Schicht beinhaltet. Der dichroitische Strahlteiler dient zum Umlenken
zumindest eines Teils der von der Lichtquelle bereitgestellten elektromagnetischen
Strahlung in Richtung Probe und zum Durchleiten einer von der Probe nach deren Anregung
emittierten elektromagnetischen Strahlung. Zur Anordnung gehört außerdem ein Detektor
zum Erfassen der von der Probe emittierten elektromagnetischen Strahlung. Der Detektor
kann als Fotodiode ausgebildet sein.
[0032] Nach einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Anordnung eines oder mehrere weitere
optische Bauelemente, welche an den Außenflächen des Strahlteilers befestigt sind.
Die optischen Bauelemente sind vorzugsweise mittels eines geeigneten Klebstoffs auf
den Außenflächen des Strahlteilers fixiert. Zu den in Frage kommenden optischen Bauelementen
gehören zum Beispiel Filter, Linsen, Strahlumlenkungen, Detektorelemente wie z.B.
Fotodioden oder Absorber.
[0033] Filter dienen beispielsweise zum Herausfiltern bestimmter Frequenzbereiche der von
der Lichtquelle emittierten Strahlung. Somit kann die Probe mit einer geeigneten Frequenz
angeregt werden. Hierzu ist der Filter derart am Strahlteiler zu befestigen, dass
die von der Lichtquelle emittierte Strahlung vor ihrem Eintritt in den Strahlteiler
den Filter passiert.
[0034] Eine Linse kann zum Beispiel am Strahlteiler solcherart positioniert werden, dass
die von der dichroitischen Schicht des Strahlteilers reflektierte Strahlung bzw. die
von der Probe emittierte Strahlung die Linse auf ihrem Weg zur bzw. von der Probe
passiert und diese entsprechend ausrichtet. In einem speziellen Ausführungsbeispiel
dient eine Linse dazu, elektromagnetische Strahlung in eine lichtleitende Faser ein-
oder auch wieder auszukoppeln.
[0035] Die lichtleitende Faser ist in einer vorteilhaften Ausführungsform fest mit der Probe
verbunden. In einer alternativen Ausführungsform ist die lichtleitende Faser nicht
fest mit der Probe verbunden, so kann die lichtleitende Faser beispielsweise in eine
größere Probe hineinragen.
[0036] In einer weiteren Ausführungsform wird als optisches Bauelement eine Strahlumlenkungseinheit
verwendet. Die Strahlumlenkungseinheit wird bevorzugt an der Außenseite der Austrittsfläche
des ersten Prismas befestigt und ist besonders bevorzugt aus Kunststoff oder Glas
gefertigt, beispielsweise als Kunststoffspritzgussteil oder Glasprägeteil. Bevorzugt
weist die Strahlumlenkungseinheit eine abgewinkelte röhrenförmige Gestalt auf. Die
Strahlumlenkungseinheit dient der Umlenkung der elektromagnetischen Strahlung (Licht).
Bevorzugt erfolgt die Strahlumlenkung in einem 90° Winkel, wobei die Umlenkfläche
bevorzugt gegenüber der Austrittsfläche des ersten Prismas liegt. Um eine 90°-Umlenkung
zu realisieren spannen eine optische Fläche und die Austrittsfläche des ersten Prismas
einen Winkel von 45° auf. Zur Umlenkung weist die Strahlumlenkungseinheit bevorzugt
mindestens eine optische Fläche auf, an welcher der Strahlengang einer Totalreflexion
unterliegt.
[0037] In einer abgewandelten Ausführungsform ist möglich, dass einer erste optische Fläche
sowohl die Umlenkung realisiert als auch einen Teil der Fasereinkopplung übernimmt.
Hierfür kann die erste optische Fläche eine torische Fläche sein. Zusätzlich kann
die erste optische Fläche in einem ihrer Querschnitte asphärisch sein. Eine zweite
optische Fläche ist dann im Allgemeinen rotationssymmetrisch und kann sowohl sphärisch
als auch asphärisch sein.
[0038] Die erste optische Fläche kann an einem Glaskörper oder einer metallisierte Fläche
gebildet sein und als Umlenkspiegel oder Toroidspiegel realisiert werden.
[0039] In einer weiteren Ausführungsform wird die umgelenkte Strahlung in die lichtleitende
Faser ein- oder ausgekoppelt. Durch die Strahlenumlenkungseinheit wird die lichtleitende
Faser senkrecht zum Strahlteiler angeordnet, wodurch ein vorteilhafter Anordnungsaufbau
realisiert wird.
[0040] Vorteilhaft hat sich die Anordnung eines Absorbers an einer Fläche des Strahlteilers
erwiesen, welche gegenüberliegend zu der Eintrittsfläche des Strahlteilers angeordnet
ist, durch die die von der Lichtquelle ausgesandte Strahlung in den Strahlteiler eintritt.
Mittels Absorber kann der vom Strahlteiler transmittierte Anteil der von der Lichtquelle
ausgesandten Strahlung absorbiert werden, damit dieser Anteil durch z.B. Lichtstreueffekte
nicht unkontrolliert zum Detektor gelangt. Nur von der Probe emittierte (nicht reflektierte)
elektromagnetische Strahlung darf zum Detektor gelangen.
[0041] Gemäß einer nochmals abgewandelten Ausführungsform kann als weiteres optisches Bauelement
auch ein weiterer Strahlteiler verwendet werden, vorzugsweise ein zweiter dichroitischer
Strahlteiler in der oben beschriebenen Bauart. Die Funktionalität der dichroitischen
Schicht (Position der Flanke) kann bei dem zweiten Strahlteiler natürlich anders als
beim ersten ausgebildet sein. Damit werden zwei dieser neuartigen Strahlteilerwürfel
zusammengefügt. Im zweiten Strahlteilerwürfel wird dann beispielsweise die von der
Probe emittierte Fluoreszenzstrahlung in zwei Wellenlängen aufgespalten.
[0042] Die erfindungsgemäße Anordnung dient vorzugsweise zur Messung von bei Anregung fluoreszierender
Proben auftretender Strahlung. Es soll jedoch keine Einschränkung auf Fluoreszenzmessungen
erfolgen.
[0043] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen, unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Anordnung zur Untersuchung einer mittels elektromagnetischer
Strahlung anregbaren Probe;
- Fig. 2
- eine abgewandelte Ausführungsform der Anordnung, die sich zur Messung von Glucosekonzentrationen
eignet;
- Fig. 3
- Details einer abgewandelten Ausführungsform der Anordnung zur Untersuchung einer mittels
elektromagnetischer Strahlung anregbaren Probe.
[0044] Eine in Fig. 1 gezeigte erfindungsgemäße Anordnung 01 beinhaltet einen dichroitischen
Strahlteiler 02, welcher aus zwei miteinander verbundenen Prismen 03 besteht. In der
gezeigten Ausführung sind ein erstes Prisma 03a und ein zweites Prisma 03b gleichartig
ausgeführt. Es sind jedoch auch Ausführungen möglich, bei denen unterschiedlich ausgestaltete
Prismen 03 zum Einsatz kommen. Zwischen den Prismen 03 befindet sich eine dichroitische
Schicht 04. Die dichroitische Schicht 04 ist vorzugsweise als Beschichtung auf einer
der einander gegenüberliegenden und miteinander verbundenen Basisflächen der Prismen
03 ausgebildet. Ebenso können auch beide Prismen 03 an ihrer Basisfläche eine Beschichtung
aufweisen. Die dichroitische Schicht 04 kann aus mehreren Teilschichten aus dielektrischem
Material mit unterschiedlichen Brechungsindizes bestehen. Die Prismen 03 besitzen
in der dargestellten Ausführung eine fünfeckige Grundfläche. Hieraus ergibt sich für
den aus den beiden Prismen 03 zusammengesetzten Strahlteiler 02 eine Grundfläche in
Form eines regelmäßigen Sechsecks. Es soll jedoch keine Einschränkung auf sechseckige
Strahlteiler 02 erfolgen. Durch die Ausführung der Prismen 03 und der damit verbundenen
Anordnung der dichroitischen Schicht 04 ist lediglich sicherzustellen, dass ein auf
die dichroitische Schicht 04 auftreffender Strahl einen Einfallswinkel im Bereich
von 10° bis <40° zur Flächennormale zum Lot 08 der dichroitischen Schicht 04 aufweist.
[0045] Zur Anordnung gehört weiterhin eine Lichtquelle 05 zu der auch Vorrichtungen zur
Strahlformung gehören können, welche eine elektromagnetische Strahlung 07 aussendet,
vorzugsweise in kollimierter Form. Lichtquelle 05 und Strahlteiler 02 sind so angeordnet,
dass die von der Lichtquelle 05 ausgesandte Strahlung 07 zentral und senkrecht auf
eine Eintrittsfläche 06 des ersten Prismas 03a einfällt. Es soll jedoch keine Einschränkung
für den senkrechten und/oder zentralen Lichteinfall erfolgen. Eintrittsfläche 06 und
dichroitische Schicht 04 schließen in der gezeigten Ausführungsform einen Winkel β
von etwa 30° ein. Hieraus ergibt sich für den zur Flächennormale 08 der dichroitischen
Schicht gemessenen Einfallswinkel α der auf die dichroitische Schicht 04 auftreffenden
Strahlung 07 ebenfalls etwa 30°. Von der auf die dichroitische Schicht 04 auftreffenden
Strahlung 07 wird eine Teilstrahlung 09 in Richtung einer Probe 10 reflektiert und
eine Teilstrahlung 12 transmittiert. Die dichroitische Schicht 04 ist so ausgeführt,
dass die Anteile der Strahlung 07, welche zur Anregung der Probe 10 geeignet sind,
an der dichroitischen Schicht 04 reflektiert werden und an einer Austrittsfläche 11
des ersten Prismas 03a aus dem Strahlteiler 02 austreten. Der von Austrittsfläche
11 des ersten Prismas 03a und dichroitische Schicht 04 eingeschlossene Winkel γ beträgt
in der gezeigten Ausführungsform ebenfalls 30°. Zwischen der Eintrittsfläche 06 und
der Austrittsfläche 11 ist somit ein Winkel von 120° aufgespannt.
[0046] Nach Auftreffen der Teilstrahlung 09 wird von der Probe 10 eine Strahlung 13 emittiert,
welche über die Austrittfläche 11 des ersten Prismas 03a zurück in den Strahlteiler
02 geworfen wird, durch die dichroitische Schicht 04 transmittiert und den Strahlteiler
02 dann auf der gegenüberliegenden Seite verlässt, nämlich an einer Messfläche 16
des zweiten Prismas 03b. Die Messfläche 16 des zweiten Prismas 03b und die Austrittsfläche
11 des ersten Prismas 03a liegen sich parallel gegenüber, befinden sich aber auf unterschiedlichen
Seiten in Bezug zur dichroitischen Schicht 04. Diese emittierte Strahlung 13 wird
mit Hilfe eines entsprechend angeordneten Detektors 14 erfasst. Der Detektor 14 kann
beabstandet von der Messfläche 16 angeordnet sein oder auch direkt an dieser angebracht
werden. Eine weitere Ablenkung der Strahlung über Spiegel ist auch möglich.
[0047] An den Außenflächen des Strahlteilers 02 sind weitere optische Bauelemente angeordnet,
welche vorzugsweise mittels Klebstoff an den Außenflächen fixiert sind. So befindet
sich ein Filter 15 unmittelbar an der Eintrittsfläche 06 im Strahlengang der von der
Lichtquelle 05 ausgesandten Strahlung 07. Durch den Filter 15 können bestimmte Frequenzbereiche
der Strahlung 07 herausgefiltert werden, um im Wesentlichen die zur Anregung der Probe
10 geeigneten Frequenzbereiche der Strahlung 07 passieren zu lassen. Auf der zur Probe
10 gerichteten Austrittsfläche 11 des Strahlteilers 02 ist eine Linse 17 angeordnet,
welche die von der Probe 10 nach deren Anregung emittierte Strahlung 13 bündelt, um
diese gerichtet zum Detektor 14 zu leiten. Ein Absorber 18 ist an einer Absorberfläche
19 des Strahlenteilers 02 angeordnet, welche der Eintrittsfläche 06 gegenüberliegend
liegt, durch die die von der Lichtquelle 05 ausgesandte Strahlung 07 in den Strahlteiler
02 eintritt. Eintrittsfläche 06 und Absorberfläche 19 liegen parallel zueinander,
jedoch auf unterschiedlichen Seiten in Bezug zur dichroitischen Schicht 04. Der Absorber
18 absorbiert die an der dichroitischen Schicht 04 transmittierte Teilstrahlung 12.
Die Absorberfläche 19 und die Messfläche 16 spannen einen Winkel von 120° auf, wenn
die beiden Prismen 03a, 03b gleichartig geformt sind und der Winkel α zwischen einfallender
Strahlung 07 und Flächennormale der dichroitischen Fläche 30° beträgt.
[0048] Die erfindungsgemäße Anordnung 01 kann insbesondere zur Fluoreszenzmessung eingesetzt
werden, wobei keine Einschränkung auf diesen Anwendungsfall erfolgen soll. Durch die
Realisierung eines Einfallswinkels α von etwa 30°, der auf die dichroitische Schicht
04 auftreffenden Strahlung 07, steht erfindungsgemäß ein Strahlteiler 02 mit einer
Transmissionskennlinie über der Wellenlänge (Transmission ist eine Funktion der Wellenlänge),
die im Übergangsbereich zwischen kleiner und hoher Transmission verhältnismäßig steil
ist, zur Verfügung. Verhältnismäßig steil bedeutet, dass der Übergangsbereich von
hoher Transmission (z. B. 95 %) zu kleiner Transmission (z. B. 0,2 %) innerhalb von
10 bis 30 nm erfolgen kann. Somit besteht nicht die Gefahr, dass Anteile der zur Anregung
dienenden Strahlung 07 das Messergebnis verfälschen. Weiterhin besteht nicht die Gefahr,
dass die emittierte Strahlung (13) an der dichroitischen Schicht (04) nicht genügend
transmittiert wird.
[0049] Fig. 2 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung 01.
Diese dient der Untersuchung einer Substanz, welche sich für eine fluorometrische
Messung von Glucosekonzentrationen eignet.
[0050] Dazu umfasst die Anordnung zunächst wieder den ersten Strahlteiler 02, den daran
befestigten ersten Filter 15, den Absorber 18 sowie die Linse 17, welche die an der
dichroitischen Schicht 04 reflektierte Teilstrahlung 09 in eine lichtleitende optische
Faser 20 einkoppelt. Am abgewandten Ende der optischen Faser 20 ist die Probe 10 angeordnet,
bei welcher es sich in diesem Fall um eine Substanz handelt, die in Abhängigkeit von
der sie umgebenden Glucosekonzentration ihre fluorometrischen Eigenschaften ändert.
Diese Substanz ist dafür so konfiguriert, dass die Intensität eines ersten Emissionswellenlängenbereichs
von der Glucosekonzentration abhängt und die Intensität eines zweiten Emissionswellenlängenbereichs
nicht von der Glucosekonzentration abhängt und als Referenz dient. Das von dieser
Substanz emittierte Licht wird als die emittierte Strahlung 13 in den ersten Strahlteiler
02 zurückgekoppelt. Die emittierte Strahlung 13 durchläuft den ersten Strahlteiler
02 in der beschriebenen Weise und wird an der Messfläche 16 nun in einen zweiten Strahlteiler
22 eingekoppelt. Der zweite Strahlteiler 22 bildet damit ein optisches Bauelement,
welches unmittelbar an den ersten Strahlteiler 02 anbringbar ist. Die emittierte Strahlung
13 trifft im zweiten Strahlteiler 22 auf eine zweite dichroitische Schicht 04a, wo
die beiden Wellenlängenbereiche aufgetrennt werden. Der an der zweiten dichroitischen
Schicht 04a transmittierte Teil der emittierten Strahlung 13 gelangt daher über einen
zweiten Filter 23 an den ersten Detektor 14, während der reflektierte Teil durch einen
dritten Filter 24 zu einem zweiten Detektor 25 gelangt.
[0051] Fig. 3 zeigt einige Elemente einer abgewandelten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Anordnung 01, welche zur Untersuchung einer mittels elektromagnetischer Strahlung
anregbaren Probe bestimmt ist. Diese Ausführungsform gleicht in ihrem Grundaufbau
zunächst den zuvor beschriebenen Ausführungsformen. Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform
besitzt nur einen Strahlteiler 02 auf. Abweichend von den in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten
Ausführungsformen ist anstelle der Linse eine Strahlumlenkungseinheit 27 an der Austrittsfläche
11 des ersten Prismas 03a befestigt. Die tubusförmige Strahlumlenkungseinheit 27 ist
im der Austrittsfläche 11 gegenüberliegenden Bereich um 90° nach unten in Richtung
zu der dort anzuordnenden Probe (nicht gezeigt) abgewinkelt. Der der Austrittsfläche
11 gegenüberliegende Bereich ist abgeflacht ausgebildet, so dass zwischen diesem Bereich
und der Austrittsfläche 11 ein Winkel von 45° aufgespannt wird. Der der Austrittsfläche
11 gegenüberliegende Bereich bildet eine erste optische Fläche 28, die eine 90°-Umlenkung
der reflektierten Teilstrahlung bzw. der von der Probe emittierten Strahlung bewirkt.
An einer zweiten optischen Fläche 29, die sich am freien Ende der tubusförmigen Strahlumlenkungseinheit
27 befindet, tritt die reflektierte Teilstrahlung aus bzw. tritt die emittierte Strahlung
13 in diese Fläche ein. Die zweite optische Fläche 29 weist eine sphärische Fläche
auf, womit die Strahlung fokussiert wird. Dies dient insbesondere der Einkopplung
der Strahlung in die optische Faser 20. Die Fokussierung wird durch die erste optische
Fläche 28 unterstützt, wenn diese eine torische Form aufweist. Die optische Faser
20 verläuft in diesem Fall senkrecht zum Strahlteiler 02, wodurch ein insgesamt flacher
Aufbau der Anordnung 01 ermöglicht wird.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 01 -
- Anordnung
- 02 -
- erster Strahlteiler
- 03 -
- Prismen
- 04 -
- dichroitische Schicht
- 05 -
- Lichtquelle
- 06 -
- Eintrittsfläche
- 07 -
- elektromagnetische Strahlung
- 08 -
- Flächennormale der dichroitischen Schicht
- 09 -
- reflektierte Teilstrahlung
- 10 -
- Probe
- 11 -
- Austrittsfläche
- 12 -
- transmittierte Teilstrahlung
- 13 -
- emittierte Strahlung
- 14 -
- erster Detektor
- 15 -
- Filter
- 16 -
- Messfläche
- 17 -
- Linse
- 18 -
- Absorber
- 19 -
- Absorberfläche
- 20 -
- optische Faser
- 22 -
- zweiter Strahlteiler
- 23 -
- zweiter Filter
- 24 -
- dritter Filter
- 25 -
- zweiter Detektor
- 27 -
- Strahlumlenkungseinheit
- 28 -
- erste optische Fläche
- 29 -
- zweite optische Fläche
- α -
- Einfallswinkel
- β -
- Winkel zwischen Eintrittsfläche 06 und Schicht 04
- γ -
- Winkel zwischen Austrittsfläche 11 und Schicht 04
1. Anordnung (01) zur Untersuchung einer mittels elektromagnetischer Strahlung (07) anregbaren
Probe (10) umfassend:
- einen ersten dichroitischen Strahlteiler (02) umfassend ein erstes und ein zweites
Prisma (03a, 03b), welche an ihren Basisflächen miteinander verbunden sind, und eine
zwischen den Basisflächen der beiden Prismen (03a, 03b) angeordnete dichroitische
Schicht (04), wobei eine Eintrittsfläche (06) des ersten Prismas (03a) mit der dichroitischen
Schicht (04) einen Winkel (β) einschließt;
- eine Lichtquelle (05) zum Bereitstellen der zur Anregung der Probe (10) geeigneten
elektromagnetischen Strahlung (07), wobei die Strahlung (07) in die Eintrittsfläche
(06) des ersten Prismas (03a) eingekoppelt wird und wobei ein Teil der Strahlung (07)
an der dichroitischen Schicht (04) reflektiert wird in Richtung zur Probe (10), die
hinter einer Austrittsfläche (11) des ersten Prismas (03a) positioniert ist;
- einen Detektor (14) zum Erfassen einer von der Probe (10) emittierten, durch den
Strahlteiler (02) durchgeleiteten und diesen an einer Messfläche (16) verlassenden
elektromagnetischen Strahlung (13),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Eintrittsfläche (06) des ersten Prismas (03a) mit der dichroitischen Schicht
(04) einen Winkel (β) im Bereich von 10° bis <40° einschließt.
2. Anordnung (01) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messfläche (16) des zweiten Prismas (03b) der Austrittsfläche (11) parallel gegenüberliegt.
3. Anordnung (01) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein weiteres optisches Bauelement umfasst, welches an einer Außenfläche
des Strahlteilers (02) befestigt ist.
4. Anordnung (01) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das optische Bauelement vorzugsweise ausgewählt ist aus der Gruppe:
- eine Linse (17),
- ein Filter (15),
- ein Absorber (18),
- eine Strahlumlenkeinheit oder
- ein zweiter dichroitischer Strahlteiler (22), der in seinem Aufbau dem ersten dichroitischen
Strahlteiler (02) entspricht.
5. Anordnung (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Austrittsfläche (11) des ersten Prismas (03a) eine Linse (17) befestigt ist,
welche die an ihr austretende Strahlung (09) in eine optische Faser (20) einkoppelt,
und dass am Ende der optischen Faser (20) die Probe (10) positioniert ist.
6. Anordnung (01) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Austrittsfläche (11) eine Strahlumlenkeinheit (27) befestigt ist, die mindestens
eine erste optische Fläche (28) aufweist, welche die an der Austrittsfläche (11) austretende
Strahlung zu einer optischen Faser (20) hin umlenkt.
7. Anordnung (01) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste optische Fläche (28) eine torische Form aufweist.
8. Anordnung (01) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlumlenkeinheit (27) die elektromagnetische Strahlung um 90° umlenkt.
9. Anordnung (01) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlumlenkeinheit (27) aus Glas oder Kunststoff besteht.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlteiler (02) eine Grundfläche in Form eines regelmäßigen Sechsecks aufweist.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsfläche (06) des ersten Prismas (03a) mit der dichroitischen Schicht
(04) einen Winkel (β) im Bereich von 25° bis 35° einschließt und die Austrittsfläche
(11) des ersten Prismas (03a) mit der dichroitischen Schicht (04) einen Winkel (γ)
im Bereich von 25° bis 35° einschließt.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die dichroitische Schicht (04) aus dielektrischem Material besteht.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlteiler zwei gleichartig ausgebildete Prismen (03) umfasst.
1. An arrangement (01) for examining a sample (10) which can be excited by means of electromagnetic
radiation (07), comprising:
- a first dichroic beam splitter (02) comprising a first and a second prism (03a,
03b) which are connected to one another on the base surfaces thereof, and a dichroic
layer (04) arranged between the base surfaces of the two prisms (03a, 03b), wherein
an entry surface (06) of the first prism (03a) encloses an angle (β) with the dichroic
layer (04);
- a light source (05) for providing the electromagnetic radiation (07) suitable for
excitation of the sample (10), wherein the radiation (07) is coupled into the entry
surface (06) of the first prism (03a) and wherein a part of the radiation (07) is
reflected on the dichroic layer (04) in the direction of the sample (10), which is
positioned downstream of an exit surface (11) of the first prism (03a);
- a detector (14) for detecting electromagnetic radiation (13) emitted by the sample
(10), passed through the beam splitter (02) and leaving the latter on a measurement
surface (16),
characterized in that the entry surface (06) of the first prism (03a) encloses an angle (β) in the range
from 10° to <40° with the dichroic layer (04).
2. The arrangement (01) according to claim 1, characterized in that the measurement surface (16) of the second prism (03b) is arranged in parallel opposite
of the exit surface (11).
3. The arrangement (01) according to claim 1 or 2, characterized in that it comprises at least one further optical component which is attached to an outer
surface of the beam splitter (02).
4. The arrangement (01) according to claim 3,
characterized in that the optical component is preferably selected from the group consisting of:
- a lens (17),
- a filter (15),
- an absorber (18),
- a beam deflecting unit, or
- a second dichroic beam splitter (22) which corresponds in its construction to the
first dichroic beam splitter (02).
5. The arrangement (01) according to one of claims 1 to 4, characterized in that a lens (17) is attached to the exit surface (11) of the first prism (03a), which
lens couples the radiation (09) emerging from it into an optical fiber (20), and in that the sample (10) is positioned at the end of the optical fiber (20).
6. The arrangement (01) according to claim 4, characterized in that a beam deflecting unit (27) is attached to the exit surface (11) and which has at
least one first optical surface (28) which deflects the radiation exiting at the exit
surface (11) to an optical fiber (20).
7. The arrangement (01) according to claim 6, characterized in that the first optical surface (28) has a toric shape.
8. The arrangement (01) according to claim 6 or 7, characterized in that the beam deflecting unit (27) deflects the electromagnetic radiation by 90°.
9. The arrangement (01) according to one of claims 4 to 7, characterized in that the beam deflecting unit (27) consists of glass or plastic.
10. The arrangement according to one of claims 1 to 9, characterized in that the beam splitter (02) has a base surface in the form of a regular hexagon.
11. The arrangement according to one of claims 1 to 10, characterized in that the entry surface (06) of the first prism (03a) encloses an angle (β) in the range
of 25° to 35° with the dichroic layer (04) and the exit surface (11) of the first
prism (03a) encloses an angle (γ) in the range of 25° to 35° with the dichroic layer
(04).
12. The arrangement according to one of claims 1 to 11, characterized in that the dichroic layer (04) consists of dielectric material.
13. The arrangement according to one of claims 1 to 12, characterized in that the beam splitter comprises two prisms (03) of the same type.
1. Agencement (01) destiné à l'analyse d'un échantillon (10) stimulable au moyen d'un
rayonnement électromagnétique (07) comprenant :
- un premier séparateur de faisceaux dichroïque (02) comprenant un premier et un deuxième
prisme (03a, 03b) lesquels sont reliés entre eux sur leurs surfaces de base et une
couche dichroïque (04) disposée entre les surfaces de base des deux prismes (03a,
03b), sachant qu'une surface d'entrée (06) du premier prisme (03a) forme avec la couche
dichroïque (04) un angle (β),
- une source de lumière (05) pour fournir le rayonnement électromagnétique (07) approprié
pour stimuler l'échantillon (10), sachant que le rayonnement (07) est injecté dans
la surface d'entrée (06) du premier prisme (03a) et sachant qu'une partie du faisceau
(07) est réfléchie sur la couche dichroïque (04) en direction de l'échantillon (10),
qui est positionné derrière une surface de sortie (11) du premier prisme (03a),
- un détecteur (14) pour saisir un rayonnement électromagnétique (13) émis par l'échantillon
(10), passé à travers le séparateur de faisceaux (02) et quittant celui-ci sur une
surface de mesure (16),
caractérisé en ce que
la surface d'entrée (06) du premier prisme (03a) forme avec la couche dichroïque (04)
un angle (β) se situant dans une plage de 10° à < 40°.
2. Agencement (01) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de mesure (16) du deuxième prisme (03b) est opposée parallèlement à la
surface de sortie (11) .
3. Agencement (01) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il comprend au moins un autre composant optique, lequel est fixé à une surface extérieure
du séparateur de faisceaux (02).
4. Agencement (01) selon la revendication 3,
caractérisé en ce que le composant optique est de préférence choisi à partir du groupe :
- une lentille (17),
- un filtre (15),
- un absorbeur (18),
- une unité de déviation de faisceaux ou
- un deuxième séparateur de faisceaux dichroïque (22), qui correspond dans sa structure
au premier séparateur de faisceaux dichroïque (02).
5. Agencement (01) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que sur la surface de sortie (11) du premier prisme (03a) est fixée une lentille (17),
laquelle injecte le faisceau (09) sortant sur celle-ci dans une fibre optique (20)
et en ce que l'échantillon (10) est positionné à l'extrémité de la fibre optique (20).
6. Agencement (01) selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une unité de déviation de faisceau (27) est fixée à la surface de sortie (11), qui
comporte au moins une surface optique (28), laquelle dévie le faisceau sortant sur
la surface de sortie (11) vers une fibre optique (20).
7. Agencement (01) selon la revendication 6, caractérisé en ce que la première surface optique (28) comporte une forme torique.
8. Agencement (01) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'unité de déviation de faisceau (27) dévie le rayonnement électromagnétique de 90°.
9. Agencement (01) selon l'une quelconque des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que l'unité de déviation de faisceau (27) est composée de verre ou de matière plastique.
10. Agencement selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le séparateur de faisceaux (02) comporte une surface de base sous la forme d'un hexagone
régulier.
11. Agencement selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la surface d'entrée (06) du premier prisme (03a) forme avec la couche dichroïque
(04) un angle (β) se situant dans une plage de 25° à 35° et la surface de sortie (11)
du premier prisme (03a) avec la couche dichroïque (04) un angle (y) se situant dans
une plage de 25° à 35°.
12. Agencement selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la couche dichroïque (04) est composée d'un matériau diélectrique.
13. Agencement selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le séparateur de faisceaux comprend deux prismes (03) constitués de façon analogue.