[0001] Die Erfindung betrifft einen Zerstäuber, insbesondere einen Rotationszerstäuber,
sowie ein entsprechendes Betriebsverfahren gemäß den nebengeordneten Ansprüchen.
[0002] In Lackieranlagen zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosserieteilen werden als Nasslacke
verschiedene Lacksysteme verwendet, nämlich zum einen Lösemittellacke und zum anderen
Wasserlacke, die umweltschonender sind. Die Applikation der verschiedenen Lacksysteme
erfolgt hierbei durch Zerstäuber, die beispielsweise als Rotationszerstäuber ausgeführt
sein können und neben einer Farbleitung zur Zuführung des Nasslacks mit der gewünschten
Farbe auch eine Spülleitung aufweisen, um den Zerstäuber bei Betriebspausen oder bei
einem Farbwechsel mit einem Spülmittel zu spülen, wobei das Spülmittel an das jeweils
verwendete Lacksystem angepasst ist. Vereinzelt werden derartige Zerstäuber auch zur
Applikation verschiedener Lacksysteme (Wasserlack und Lösemittellack) eingesetzt,
was jedoch bei einem Wechsel zwischen den verschiedenen Lacksystemen mit einem erhöhten
Spülaufwand verbunden ist (erhöhter Spülmittelverbrauch und Zeitbedarf, so dass sich
der Taktabstand ändert, wodurch die Logistik komplexer wird), da bei einem direkten
Kontakt zwischen den verschiedenen Lacksystemen chemische Reaktionen auftreten können,
die zu einem Aushärten führen und den Zerstäuber dadurch irreversibel beschädigen.
Beispielsweise besteht bei einem Lacksystemwechsel die Gefahr der Koagulierung, da
manche Lacke sind unverträglich sind, d.h. sie können den gemeinsam genutzten Bereich
kontaminieren und im schlimmsten Fall schädigen. Das Aushärten ist eher ein Sonderfall
und bildet den sogenannten "Worst case". Störungen des Lackierbetriebs sind aufgrund
der Reaktion der unverträglichen Systeme miteinander sicher. Eine mechanische Reinigung
kann in der Folge erforderlich sein. Diese ist nicht in allen farbführenden Bereichen
möglich. Im Ergebnis ist dieses Verfahren aufgrund der Kosten für den Produktionsausfall
für die Serienproduktion ungeeignet. Bei einem Wechsel zwischen verschiedenen Lacksystemen
ist deshalb oftmals ein drittes Spülmittel erforderlich, um die störende chemische
Reaktion zwischen den verschiedenen Lacksystemen zu verhindern.
[0003] Aus
DE 35 34 269 A1 ist eine Lackiereinrichtung bekannt, bei der zwei Spritzpistolen über jeweils eine
einzige Lackzuführung (Farbleitung) mit dem zu applizierenden Lack versorgt werden.
Bei einem Wechsel zwischen verschiedenen Lacksystemen (z.B. Wasserlack/Lösemittellack)
sind deshalb aufwändige Spülvorgänge erforderlich.
[0004] Auch bei den Beschichtungseinrichtungen gemäß
WO 2005/044466 A2,
DE 10 2004 038 017 A1 und
DE 198 60 087 A1 weist das Applikationsgerät lediglich eine einzige Lackversorgung auf, was bei einem
Wechsel zwischen verschiedenen Lacksystemen (z.B. Wasserlack/Lösemittellack) aufwändige
Spülvorgänge erforderlich macht.
[0005] Aus
DE 103 58 646 A1 ist ferner eine Ventilanordnung bekannt, die zum Mischen der verschiedenen Komponenten
(z.B. Stammlack/Härter) eines Mehrkomponentenlacks dient. Diese bekannte Ventilanordnung
eignet sich jedoch aufgrund ihrer Bauart nicht zur Zuführung verschiedener Lacksysteme
(z.B. Wasserlack/Lösemittellack).
[0008] Aus
US 5 058 812 A ist ein Zerstäuber gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 bekannt. Dieser bekannte
Zerstäuber ermöglicht jedoch kein Kurzspülen.
[0009] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, den eingangs beschriebenen bekannten
Zerstäuber entsprechend zu verbessern und ein zugehöriges Betriebsverfahren anzugeben.
[0010] Diese Aufgabe wird durch einen erfindungsgemäßen Zerstäuber bzw. ein entsprechendes
Betriebsverfahren gemäß den nebengeordneten Ansprüchen gelöst.
[0011] Die Erfindung umfasst die allgemeine technische Lehre, in dem Zerstäuber getrennte
Lackzuführungen für die verschiedenen Lacksysteme vorzusehen, so dass der Zerstäuber
abwechselnd mit den verschiedenen Lacksystemen betrieben werden kann.
[0012] Die im Rahmen der Erfindung verwendete Differenzierung zwischen verschiedenen Lacksystemen
unterscheidet vorzugsweise Lösemittellacke auf der einen Seite und Wasserlacke auf
der anderen Seite, wobei die beiden Lacksysteme jeweils in verschiedenen Farben zugeführt
werden können. Verschiedenfarbige Wasserlacke gehören also im Sinne der Erfindung
demselben Lacksystem an, wie auch Lösemittellacke mit verschiedenen Farben demselben
Lacksystem zuzuordnen sind. Der im Rahmen der Erfindung verwendete Begriff eines Lacksystems
umfasst also alle Komponenten der jeweiligen Lacks, wie beispielsweise Lösungsmittel,
Bindemittel, Additive, Farbstoffe, und Füllstoffe. Im Rahmen der Erfindung können
sich die verschiedenen Lacksysteme also beispielsweise - wie bereits vorstehend erwähnt
- durch das verwendete Lösungsmittel unterscheiden, wobei das eine Lacksystem als
Lösungsmittel im Wesentlichen Wasser enthalten kann, während das andere Lacksystem
ein organisches Lösungsmittel enthalten kann.
[0013] Darüber hinaus können die verschiedenen Lacksysteme im Rahmen der Erfindung auch
zur Applikation verschiedener Lackschichten dienen. Beispielsweise kann eine Grundierung
mit einem Wasserlack aufgetragen werden, gefolgt von einem Basislack auf Wasserbasis
und anschließend einem Klarlack auf Lösemittelbasis.
[0014] Gemäß der Erfindung weisen die verschiedenen Lackzuführungen für die einzelnen Lacksysteme
jeweils getrennte Hauptnadelventile auf, die ein gemeinsames Applikationselement (z.B.
einen Glockenteller) mit den verschiedenen Lacksystemen versorgen.
[0015] Der im Rahmen der Erfindung verwendete Begriff eines Applikationselements stellt
vorzugsweise auf rotierende Glockenteller ab, die an sich bekannt sind und deshalb
nicht näher beschrieben werden müssen. Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich des zu
verwendeten Applikationselements nicht auf Glockenteller beschränkt, sondern umfasst
als Applikationselemente beispielsweise auch die bei Scheibenzerstäubern gebräuchlichen
Scheiben, Prallteller, Luftzerstäuber und Ähnliches.
[0016] Bei dem vorstehend erwähnten Ausführungsbeispiel mit getrennten Hauptnadelventilen
für die verschiedenen Lackzuführungen sind vorzugsweise auch getrennte Hauptnadelüberwachungen
vorgesehen, um die Ventilstellung der einzelnen Hauptnadelventile unabhängig voneinander
zu überwachen und/oder einzustellen.
[0017] Darüber hinaus weist der erfindungsgemäße Zerstäuber vorzugsweise getrennte Rückleitungen
für die einzelnen Lackzuführungen auf, was in jeder Lackzuführung ein schnelles Spülen
mit großen Spülmittelströmen bzw. -volumina ermöglicht. Beim Spülen über den Glockenteller
sind die möglichen Spülmittelströme nämlich begrenzt, da der Glockenteller geflutet
werden könnte. Weiterhin muss alles in die Kabine bzw. Auswaschung "entsorgtes" Material
wieder aus der Auswaschung herausgefiltert werden. Rückführungen hingegen sind üblicherweise
direkt an entsprechende Sammelbehälter angeschlossen, was die Entsorgung wesentlich
vereinfacht. Darüber hinaus ermöglichen die Rückleitungen eine permanente Zirkulation
des jeweiligen Lacksystems. Einweiterer wichtiger Punkt für den Einsatz von Rückleitungen
für die verschiedenen Bereiche ist die Zeitersparnis durch zumindest teilweise parallele
Prozesse, wie z.B. das Spülen zwischen Farbwechsler und Zerstäuber (je nach Aufladungs-
und Lackart).
[0018] Vorzugsweise sind diese Rückleitungen in dem Zerstäuber außerhalb des Zerstäubers
vollständig voneinander getrennt, um eine chemische Reaktion zwischen inkompatiblen
Lacksystemen zu verhindern. Bei einer Verwendung chemisch kompatibler Lacksysteme
besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass die einzelnen Rückleitungen für die verschiedenen
Lacksysteme stromabwärts in eine gemeinsame Rückleitung münden.
[0019] Der erfindungsgemäße Zerstäuber kann ferner eine elektrostatische Aufladung für den
applizierten Nasslack aufweisen. Hierbei kann wahlweise eine Außenaufladung und/oder
eine Direktaufladung eingesetzt werden, was an sich aus dem Stand der Technik bekannt
ist. Der erfindungsgemäße Zerstäuber kann deshalb mindestens eine Außenelektrode zur
elektrostatischen Außenaufladung der applizierten Lacksysteme und/oder mindestens
eine Kontaktelektrode zur elektrostatischen Direktaufladung der applizierten Lacksysteme
aufweisen.
[0020] Darüber hinaus ist im Rahmen der Erfindung eine Kombinationsaufladung möglich, wobei
sowohl eine Direktaufladung als auch eine Außenaufladung erfolgt. Eine derartige Kombinationsaufladung
ist beispielsweise in der Patentanmeldung
DE 41 05 116 A1 beschrieben, so dass der Inhalt dieser Patentanmeldung der vorliegenden Beschreibung
in vollem Umfang zuzurechnen ist. Beispielsweise können die Lacksysteme Wasserlack
und Lösemittellack mittels Direktaufladung aufgeladen werden. Alternativ besteht im
Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass Wasserlack nur mittels Außenaufladung aufgeladen
wird, wohingegen Lösemittellack mittels Kombinationsaufladung aufgeladen wird. Ferner
besteht die Möglichkeit, dass die Außenaufladung bei einer Applikation von Lösemittellack
elektrisch geerdet wird, um eine Entzündung des Lösemittellacks durch einen Funkenflug
zu verhindern. Weiterhin kann die Außenaufladung mit den zugehörigen Elektroden bei
einer Applikation von Lösemittellack vorübergehend von dem Zerstäuber demontiert und
abgelegt werden, was beispielsweise in der Patentanmeldung
EP 1 634 651 A1 beschrieben ist, so dass deren Inhalt der vorliegenden Beschreibung in vollem Umfang
zuzurechnen ist.
[0021] Darüber hinaus weist der erfindungsgemäße Zerstäuber getrennte Spülleitungen für
die einzelnen Lacksysteme auf, um jeweils chemisch kompatible Spülmittel zuführen
zu können, die an das jeweilige Lacksystem angepasst sind.
[0022] Efindungsgemäß ist hierbei jeder der Lackzuführungen jeweils eine Spülleitung zugeordnet,
um das jeweils passende Spülmittel für das jeweilige Lacksystem (Wasserlack oder Lösemittellack)
zuführen zu können.
[0023] In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist darüber hinaus noch eine zusätzliche
weitere Spülleitung vorgesehen, um bei einem Wechsel zwischen den verschiedenen Lacksystemen
eine chemische Reaktion zwischen den verschiedenen Lacksystemen zu vermeiden. Das
zusätzliche Spülmittel muss also chemisch kompatibel sein zu den verschiedenen Lacksystemen
und den zugehörigen Spülmitteln und quasi als Puffer wirken.
[0024] In diesem Ausführungsbeispiel ist also die Anzahl der verschiedenen Spülmittel und
damit in der Regel auch die Anzahl der Spülleitungen größer als die Anzahl der verschiedenen
Lacksysteme bzw. der Lackzuführungen. Beispielsweise kann die Anzahl der verschiedenen
Spülmittel bzw. Spülleitungen um Eins größer sein als die Anzahl der verschiedenen
Lacksysteme bzw. Lackzuführungen.
[0025] Gemäß der Erfindung münden die Spülleitungen in dem Zerstäuber in einem Leitungsabschnitt,
der stromabwärts hinter den einzelnen Hauptnadelventilen liegt. Diese Anordnung der
Spülleitung eignet sich insbesondere zum Kurzspülen des Applikationselements, um das
Applikationselement zu reinigen.
[0026] Die Erfindung umfasst nicht nur den vorstehend beschriebenen Zerstäuber als einzelnes
Bauteil, sondern auch eine vollständige Lackiermaschine mit einem derartigen Zerstäuber,
wobei die Lackiermaschine beispielsweise als mehrachsiger Lackierroboter, Seitenmaschine
oder als Dachmaschine ausgebildet sein kann. Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich
des Maschinentyps nicht auf Lackierroboter, Dachmaschinen oder Seitenmaschinen beschränkt,
sondern umfasst auch andere Maschinentypen, die aus dem Stand der Technik hinlänglich
bekannt sind.
[0027] Die Spülung des Zerstäubers mit Spülmitteln für die verschiedenen Lacksysteme erfolgt
hierbei durch mehrere interne Spülleitungen, die in dem Zerstäuber verlaufen, wie
vorstehend bereits beschrieben wurde.
[0028] Bei einem Lackierroboter mit mehreren Roboterarmen kann die externe Spülventilanordnung
beispielsweise auf dem sogenannten "Arm 1" oder auf dem sogenannten "Arm 2" des Lackierroboters
angeordnet sein. Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich der räumlichen Anordnung der
Spülventilanordnung nicht auf die vorstehenden Beispiele beschränkt, sondern auch
in anderer Weise realisierbar.
[0029] Weiterhin weist die erfindungsgemäße Lackiermaschine vorzugsweise getrennte Versorgungsstränge
für die verschiedenen Lacksysteme auf.
[0030] Die einzelnen Versorgungsstränge für die verschiedenen Lacksysteme können jeweils
einen Farbwechsler aufweisen, um in jedem Versorgungsstrang einen Farbwechsel zu ermöglichen.
[0031] Darüber hinaus kann die Dosierung der verschiedenen Lacksysteme jeweils durch getrennte
Dosierpumpen erfolgen, die in den einzelnen Versorgungssträngen angeordnet sind.
[0032] Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Lackiermaschine als mehrachsiger Lackierroboter
ausgebildet und weist einen ersten Roboterarm ("Arm 1") und einen zweiten Roboterarm
("Arm 2") auf, wobei der zweite Roboterarm beweglich an dem ersten Roboterarm angebracht
ist und unmittelbar eine Roboterhandachse mit einem Applikationsgerät (z.B. einem
Rotationszerstäuber) trägt. Die beiden Dosierpumpen für die verschiedenen Lacksysteme
können beispielsweise beide an oder in dem ersten Roboterarm ("Arm 1") angebracht
sein. Alternativ besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass die einzelnen
Dosierpumpen für die verschiedenen Lacksysteme an oder in dem zweiten Roboterarm ("Arm
2") angebracht sind. Ferner besteht die Möglichkeit, dass eine der Dosierpumpen an
oder in dem ersten Roboterarm angebracht ist, während die andere der beiden Dosierpumpen
an dem zweiten Roboterarm angebracht ist.
[0033] Beispielsweise kann die erfindungsgemäße Lackiermaschine eine Verfahrachse aufweisen
mit einem Schlitten, der auf einer Schiene verfahrbar ist, wobei der Schlitten beispielsweise
einen Lackierroboter trägt. Die Dosierpumpen können hierbei vollständig oder teilweise
auf dem Schlitten mitfahrend angeordnet sein.
[0034] Ferner besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass die einzelnen Dosierpumpen
vollständig oder teilweise in den Zerstäuber integriert sind.
[0035] Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich der räumlichen Anordnung der Dosierpumpen nicht
auf die vorstehend beschriebenen Beispiele beschränkt, sondern auch in anderer Weise
realisierbar.
[0036] Weiterhin umfasst die Erfindung eine Lackierkabine mit einer erfindungsgemäßen Lackiermaschine
und einer Kabinenwand, welche die Lackierkabine räumlich begrenzt. Die Dosierpumpen
für die einzelnen Lacksysteme können hierbei vollständig oder teilweise an der Kabinenwand
angeordnet sein und zwar entweder innerhalb der Lackierkabine oder außerhalb der Lackierkabine.
[0037] Schließlich umfasst die Erfindung auch ein Betriebsverfahren für einen Zerstäuber,
um einen Universalbetrieb mit verschiedenen Lacksystemen zu ermöglichen.
[0038] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
oder werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Rotationszerstäubers
mit mehreren Lackzuführungen für verschiedene Lacksysteme und getrennten Hauptnadelventilen
für die einzelnen Lacksysteme,
Figur 2 eine nicht erfindungsgemäße Abwandlung des Ausführungsbeispiels gemäß Figur
1 mit einem gemeinsamen Hauptnadelventil für die verschiedenen Lackzuführungen,
Figur 3 eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels aus Figur 1 mit drei Lackzuführungen,
drei Spülleitungen zum Kürzspülen und drei normalen Spülleitungen,
Figur 4 ein weiteres nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Zerstäubers
mit zwei internen Spülleitungen in dem Zerstäuber und drei externen Spülleitungen
außerhalb des Zerstäubers, wobei die externen Spülleitungen über eine Spülventilanordnung
die internen Spülleitungen in dem Zerstäuber speisen,
Figur 5 eine perspektivische Darstellung von erfindungsgemäßen Lackierrobotern, sowie
Figur 6 eine nicht erfindungsgemäße Abwandlung des Ausführungsbeispiels gemäß Figur
1.
[0039] Figur 1 zeigt einen teilweise herkömmlich aufgebauten Rotationszerstäuber 1 mit einem
drehbar gelagerten Glockenteller 2, wobei der Rotationszerstäuber 1 sowohl zur Applikation
eines Lösemittellacks als auch zur Applikation eines Wasserlacks dient.
[0040] Der Wasserlack wird hierbei über eine Lackzuführung 3 zugeführt, wohingegen der Lösemittellack
über eine getrennte Lackzuführung 4 in dem Rotationszerstäuber 1 zugeführt wird.
[0041] Von den beiden Lackzuführungen 3, 4 für den Wasserlack bzw. Lösemittellack zweigt
jeweils eine Rückleitung 5 bzw. 6 ab, so dass die beiden Lacksysteme in den Lackzuführungen
3, 4 permanent zirkulieren können.
[0042] Wichtig ist hierbei, dass die Lackzuführung 3 und die zugehörige Rückleitung 5 einerseits
und die andere Lackzuführung 4 und die zugehörige Rückleitung 6 andererseits voneinander
getrennt sind, um einen Kontakt zwischen den verschiedenen Lacksystemen (Lösemittellack
und Wasserlack) zu verhindern. Dies ist wichtig, weil ein Kontakt zwischen den verschiedenen
Lacksystemen zu einer chemischen Reaktion und damit zu einer irreversiblen Beschädigung
des Rotationszerstäubers 1 führen würde.
[0043] Darüber hinaus ist in den beiden Rückleitungen 5, 6 jeweils ein Absperrventil RFA
bzw. RFB angeordnet, das eine Absperrung der Rückleitung 5 bzw. 6 ermöglicht.
[0044] So wird beispielsweise das Absperrventil RFA geschlossen, wenn das Hauptnadelventil
FA geöffnet wird, da dann keine Zirkulation über die Rückleitung 5 erforderlich ist.
Das Absperrventil RFA wird dagegen geöffnet, wenn das Hauptnadelventil FA geschlossen
wird, damit das Lacksystem in der Lackzuführung 3 dann über die Rückleitung 5 zirkulieren
kann.
[0045] In gleicher Weise wird das Absperrventil RFB in der Rückleitung 6 geöffnet, wenn
das andere Hauptnadelventil FB geschlossen wird. Das Absperrventil RFB wird dagegen
geschlossen, wenn das Hauptnadelventil FB geöffnet wird, da dann keine Zirkulation
über die Rückleitung 6 erforderlich ist.
[0046] Die beiden Lackzuführungen 3, 4 münden über jeweils ein Hauptnadelventil FA bzw.
FB in einen gemeinsamen Leitungsabschnitt 7, der zu dem Glockenteller 2 führt.
[0047] Darüber hinaus weist der Rotationszerstäuber 1 zwei Spülleitungen 8, 9 auf, die in
dem Rotationszerstäuber 1 getrennt voneinander verlaufen, wobei über die Spülleitung
8 ein Spülmittel für Lösemittellack zugeführt wird, während über die Spülleitung 9
ein Spülmittel für Wasserlack zugeführt wird.
[0048] Die beiden Spülleitungen 8, 9 münden über jeweils ein Spülventil V1 bzw. V2 in den
Leitungsabschnitt 7 zwischen den beiden Hauptnadelventilen FA, FB und dem Glockenteller
2 und ermöglichen dadurch eine Spülung des Rotationszerstäubers 1 mit den verschiedenen
Spülmitteln, die über die beiden Spülleitungen 8, 9 zugeführt werden.
[0049] Das nicht erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 stimmt weitgehend mit
dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 überein, so dass zur Vermeidung von Widerholungen
auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entsprechende Bauteile
im Folgenden die selben Bezugszeichen verwendet werden.
[0050] Eine Besonderheit dieses nicht erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels besteht darin,
dass in dem Leitungsabschnitt 7 ein gemeinsames Hauptnadelventil HN angeordnet ist,
während in den beiden Lackzuführungen 3, 4 jeweils ein Absperrventil FG1 bzw. FG2
angeordnet ist, um einen Kontakt zwischen den verschiedenen Lacksystemen in den beiden
Lackzuführungen 3, 4 zu verhindern.
[0051] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 stimmt wiederum teilweise mit dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 1 überein, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende
Beschreibung zu Figur 1 verwiesen wird, wobei für entsprechende Bauteile im Folgenden
die selben Bezugszeichen verwendet werden.
[0052] Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass neben den beiden
Lackzuführungen 3, 4 eine dritte Lackzuführung 10 vorgesehen ist, die über ein weiteres
Hauptnadelventil FC in den gemeinsamen Leitungsabschnitt 7 mündet.
[0053] Darüber hinaus zweigt auch von der dritten Lackzuführung 10 über ein Absperrventil
RFC eine separate Rückleitung 11 ab, so dass auch in der Lackzuführung 10 der zugeführte
Lack permanent zirkulieren kann, wie bereits vorstehend beschrieben wurde.
[0054] Eine weitere Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass zusätzlich
zu den beiden Spülleitungen 8, 9 eine dritte Spülleitung 12 über ein weiteres Spülventil
V3 in den Leitungsabschnitt 7 mündet, wobei die Mündungsstelle der Spülleitungen 8,
9 und 12 in diesem Ausführungsbeispiel unmittelbar vor dem Glockenteller 2 liegt,
so dass sich die Spülleitungen 8, 9, 12 besonders zum Kurzspülen des Glockentellers
2 eignen.
[0055] Darüber hinaus weist der Rotationszerstäuber 1 in diesem Ausführungsbeispiel drei
weitere Spülleitungen 13, 14 und 15 auf, die über jeweils ein Spülventil v1, v2 bzw.
v3 in den gemeinsamen Leitungsabschnitt 7 des Rotationszerstäubers 1 münden. Die Mündungsstelle
der Spülleitung 13-15 liegt hierbei in dem gemeinsamen Leitungsabschnitt 7 unmittelbar
hinter den Hauptnadelventilen FA-FC, d.h. am stromaufwärts gelegenen Ende des gemeinsamen
Leitungsabschnitts 7. Die Spülleitungen 13-15 eignen sich deshalb zum normalen Spülen
auch des gemeinsamen Leitungsabschnitts 7, der von den Spülleitungen 8, 9 und 12 weniger
effektiv gespült werden kann.
[0056] In diesem Ausführungsbeispiel ermöglicht der Rotationszerstäuber nicht nur einen
Wechsel zwischen verschiedenen Lacksystemen (Lösemittellack und Wasserlack), sondern
auch einen Wechsel zwischen verschiedenen Farben. So können über die beiden Lackzuführungen
3, 4 in dem sogenannten A/B-Betrieb verschiedene Farben eines Lacksystems zugeführt
werden, wohingegen über die Lackzuführung 10 ein anderes Lacksystem zugeführt wird.
[0057] Figur 4 zeigt eine nicht erfindungsgemäße Abwandlung der vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende
Beschreibung Bezug genommen wird, wobei für entsprechende Bauteile im Folgenden die
selben Bezugszeichen verwendet werden.
[0058] Eine Besonderheit dieses nicht erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels besteht darin,
dass der Rotationszerstäuber 1 drei Lackzuführungen 3, 4 und 10 aufweist, aber nur
zwei interne Spülleitungen 8, 13 zur Zuführung unterschiedlicher Spülmittel.
[0059] Die Spülleitung 8 mündet hierbei über ein Spülventil KS stromabwärts hinter dem gemeinsamen
Hauptnadelventil HN in den gemeinsamen Leistungsabschnitt 7, so dass sich die Spülleitung
8 besonders gut zum Kurzspülen des Glockentellers 2 eignet.
[0060] Die andere Spülleitung 13 mündet dagegen über ein Spülventil V in den gemeinsamen
Leitungsabschnitt 7 stromaufwärts vor dem gemeinsamen Hauptnadelventil HN. Die Spülleitung
13 eignet sich also auch zur Spülung des Hauptnadelventils HN.
[0061] Auch in diesem Ausführungsbeispiel können verschiedene Spülmittel zugeführt werden,
die an die verschiedenen Lacksysteme angepasst sind und über drei externe Spülleitungen
16, 17, 18 zugeführt werden. Die externen Spülleitungen 16, 17, 18 sind hierbei über
eine externe Spülventilanordnung 19 mit den beiden internen Spülleitungen 8, 13 verbunden,
so dass jede der externen Spülleitungen 16-18 von der Spülventilanordnung 19 mit einer
oder beiden der Spülleitungen 8, 13 verbunden werden kann.
[0062] Die Spülventilanordnung 19 ist hierbei außerhalb des Rotationszerstäubers 1 angeordnet
und kann beispielsweise auf einem Roboterarm eines Lackierroboters angeordnet sein.
Die Verteilung der verschiedenen Spülmittel von den externen Spülleitungen 16-18 auf
die beiden internen Spülleitungen 8, 13 erfolgt durch drei parallel geschaltete Spülventile
V1, V2 und V3 und zwei ausgangsseitig parallel geschaltete Spülventile FG KS und GF
V.
[0063] Figur 5 zeigt schließlich zwei erfindungsgemäße Lackierroboter 20, 21, die entlang
einer Verfahrschiene 22 linear verfahrbar sind.
[0064] Die beiden Lackierroboter 20, 21 weisen jeweils eine Roboterbasis 23 auf, auf der
ein Rondell 24 um eine senkrechte Achse drehbar gelagert ist. Auf dem Rondell 24 ist
ein Roboterarm 25 ("Arm 1") schwenkbar gelagert, wobei der Roboterarm 25 einen weiteren
Roboterarm 26 ("Arm 2") trägt. Der Roboterarm 26 trägt schließlich über eine Roboterhandachse
7 einen elektrostatischen Rotationszerstäuber 28, wie er vorstehend beschrieben wurde
und in verschiedenen Ausführungsbeispielen in den Figuren 1 bis 4 dargestellt ist.
[0065] In der Roboterbasis 23, dem Rondell 24 und den beiden Roboterarmen 25, 26 können
hierbei verschiedene Komponenten der Lackieranlage verteilt angeordnet sein, wie beispielsweise
Dosierer, Farbwechsler und die Spülventilanordnung 19 aus Figur 4.
[0066] Das nicht erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 stimmt weitgehend mit
dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 überein, so dass zur Vermeidung von Widerholungen
auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entsprechende Bauteile
im Folgenden die selben Bezugszeichen verwendet werden.
[0067] Eine Besonderheit dieses nicht erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels besteht darin,
dass die Spülleitung 8 die einzige Spülleitung ist.
[0068] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die
ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in Schutzbereich
fallen.
Bezugszeichenliste:
| 1 |
Rotationszerstäuber |
| 2 |
Glockenteller |
| 3 |
Lackzuführung |
| 4 |
Lackzuführung |
| 5 |
Rückleitung |
| 6 |
Rückleitung |
| 7 |
Leitungsabschnitt |
| 8 |
Spülleitung |
| 9 |
Spülleitung |
| 10 |
Lackzuführung |
| 11 |
Rückleitung |
| 12 |
Spülleitung |
| 13 |
Spülleitung |
| 14 |
Spülleitung |
| 15 |
Spülleitung |
| 16 |
Spülleitung |
| 17 |
Spülleitung |
| 18 |
Spülleitung |
| 19 |
Spülventilanordnung |
| 20 |
Lackierroboter |
| 21 |
Lackierroboter |
| 22 |
Verfahrschiene |
| 23 |
Roboterbasis |
| 24 |
Rondell |
| 25 |
Roboterarm |
| 26 |
Roboterarm |
| 27 |
Handachse |
| 28 |
Rotationszerstäuber |
| FA |
Hauptnadelventil |
| BF |
Hauptnadelventil |
| BC |
Hauptnadelventil |
| FG KS |
Spülventil |
| FG V |
Spülventil |
| HN |
Hauptnadelventil |
| FG1 |
Absperrventil |
| FG2 |
Absperrventil |
| KS |
Spülventil |
| RFA |
Absperrventil |
| RFB |
Absperrventil |
| RFC |
Absperrventil |
| V |
Spülventil |
| V1 |
Spülventil |
| V2 |
Spülventil |
| V3 |
Spülventil |
1. Zerstäuber (1; 28), insbesondere Rotationszerstäuber, mit
a) einer ersten Lackzuführung (3) für ein erstes Lacksystem,
b) mindestens einer zusätzlichen zweiten Lackzuführung (4) für ein zweites Lacksystem,
wobei die beiden Lackzuführungen (3, 4) voneinander getrennt sind, so dass der Zerstäuber
(1; 28) wahlweise eines der beiden verschiedenen Lacksysteme applizieren kann,
c) einem Applikationselement (2), insbesondere einem Glockenteller, zur Applikation
der beiden Lacksysteme,
d) wobei zur Versorgung des Applikationselements (2) mit dem ersten Lacksystem bzw.
dem zweiten Lacksystem ein erstes Hauptventil (FA) in der ersten Lackzuführung (3)
und ein zweites Hauptventil (FB) in der zweiten Lackzuführung (4) vorgesehen ist,
und
e) einem gemeinsamen Leitungsabschnitt (7), der zu dem Applikationselement (2) führt,
wobei die beiden Lackzuführungen (3, 4) über die beiden Hauptventile (FA, FB) in den
gemeinsamen Leitungsabschnitt (7) münden,
dadurch gekennzeichnet,
f) dass die beiden Hauptventile (FA, FB) Hauptnadelventile (FA, FB) sind,
g) dass der Zerstäuber (1; 28) eine erste Spülleitung (8) aufweist zur Spülung des
Zerstäubers (1; 28) mit einem ersten Spülmittel, das an das erste Lacksystem angepasst
ist,
h) dass der Zerstäuber (1; 28) eine zweite Spülleitung (9) aufweist zur Spülung des
Zerstäubers (1; 28) mit einem zweiten Spülmittel, das an das zweite Lacksystem angepasst
ist,
i) dass die beiden Spülleitungen (8, 9) in dem Zerstäuber (1; 28) getrennt voneinander
verlaufen und die Zuführung unterschiedlicher Spülmittel für die beiden Lacksysteme
ermöglichen, und
j) dass mindestens eine der Spülleitungen (8, 9; 12) in den gemeinsamen Leitungsabschnitt
(7) mündet, der stromabwärts hinter den beiden Hauptnadelventilen (FA, FB) liegt.
2. Zerstäuber (1; 28) nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
a) eine erste Hauptnadelüberwachung zur Überwachung des ersten Hauptnadelventils (FA)
und
b) eine zusätzliche zweite Hauptnadelüberwachung zur Überwachung des zweiten Hauptnadelventils
(FB).
3. Zerstäuber (1; 28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
a) eine erste Rückführleitung (5), die von der ersten Lackzuführung (3) abzweigt,
und
b) eine zweite Rückführleitung (6), die von der zweiten Lackzuführung (4) abzweigt,
wobei die beiden Rückführleitungen (5, 6) voneinander getrennt sind, insbesondere
wobei die beiden getrennten Rückführleitungen stromabwärts in eine gemeinsame Rückführleitung
münden, und/oder
c) mindestens eine Außenelektrode zur elektrostatischen Außenaufladung der applizierten
Lacksysteme, und/oder
d) mindestens eine Kontaktelektrode zur elektrostatischen Direktaufladung der applizierten
Lacksysteme.
4. Zerstäuber (1; 28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine dritte Spülleitung (12) zur Spülung des Zerstäubers (1; 28) mit einem dritten
Spülmittel, das bei einem Wechsel der Lacksysteme eine chemische Reaktion zwischen
den Lacksystemen und/oder zwischen den angepassten Spülmitteln verhindert.
5. Zerstäuber (1; 28) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Spülleitungen (13) in dem Zerstäuber (1; 28) in einen Leitungsabschnitt
mündet, der stromaufwärts vor den beiden getrennten Hauptnadelventilen liegt.
6. Zerstäuber (1; 28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die verschiedenen Lacksysteme einen Wasserlack und einen Lösemittellack umfassen,
und/oder
b) dass die verschiedenen Lacksysteme einen Basislack und einen Klarlack umfassen.
7. Lackiermaschine, insbesondere Lackierroboter, mit einem Zerstäuber (1; 28) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere
gekennzeichnet durch
a) mindestens eine gemeinsame interne Spülleitung (8, 13), die in dem Zerstäuber (1;
28) angeordnet ist und über die verschiedene Spülmittel für die verschiedenen Lacksysteme
zugeführt werden,
b) mehrere externe Spülleitungen (16, 17, 18), die außerhalb des Zerstäubers (1; 28)
angeordnet sind und jeweils ein Spülmittel für eines der Lacksysteme zuführen, sowie
c) eine außerhalb des Zerstäubers (1; 28) angeordnete Spülventilanordnung (19), die
eingangsseitig mit den externen Spülleitungen (16, 17, 18) und eingangsseitig mit
der internen Spülleitung (8, 13) verbunden ist.
8. Lackiermaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) mindestens eine interne Spülleitung (8) für Kurzspülungen in dem Zerstäuber (1;
28) in einen Leitungsabschnitt (7) mündet, der stromabwärts hinten den beiden getrennten
Hauptnadelventilen liegt, und
b) mindestens eine weitere interne Spülleitung (13) in dem Zerstäuber (1; 28) in einen
Leitungsabschnitt (7) mündet, der stromaufwärts vor den beiden getrennten Hauptnadelventilen
liegt.
9. Lackiermaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 8,
gekennzeichnet durch
a) einen ersten Versorgungsstrang, der die erste Lackzuführung des Zerstäubers (1;
28) mit dem ersten Lacksystem versorgt, und
b) einen zweiten Versorgungsstrang, der die zweite Lackzuführung des Zerstäubers (1;
28) mit dem zweiten Lacksystem versorgt, wobei die beiden Versorgungsstränge voneinander
getrennt sind, und/oder
c) einen ersten Farbwechsler, der den ersten Versorgungsstrang mit einer wechselbaren
Farbe des ersten Lacksystems speist, und
d) einen zweiten Farbwechsler, der den zweiten Versorgungsstrang mit einer wechselbaren
Farbe des zweiten Lacksystems speist.
10. Lackiermaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
gekennzeichnet durch
a) dass eine erste Dosierpumpe zur Dosierung des ersten Lacksystems und eine zweite
Dosierpumpe zur Dosierung des zweiten Lacksystems vorgesehen ist, und/oder
b) die erste Dosierpumpe in dem ersten Versorgungsstrang angeordnet ist, und
c) die zweite Dosierpumpe in dem zweiten Versorgungsstrang angeordnet ist,
d) insbesondere wobei die erste Dosierpumpe und/oder die zweite Dosierpumpe in den
Zerstäuber (1; 28) integriert ist.
11. Lackiermaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass ein erster Roboterarm (25) und ein zweiter Roboterarm (26) vorgesehen ist, der beweglich
an dem ersten Roboterarm (25) angebracht ist und eine Roboterhandachse (27) mit dem
Zerstäuber (1; 28) trägt, und/oder
b) dass die beiden Dosierpumpen an dem ersten Roboterarm (25) angebracht sind, oder
c) dass die beiden Dosierpumpe an dem zweiten Roboterarm (26) angebracht sind, oder
d) dass eine der beiden Dosierpumpen an dem ersten Roboterarm (25) angebracht ist, während
die andere der beiden Dosierpumpen an dem zweiten Roboterarm (26) angebracht ist.
12. Lackiermaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 11, gekennzeichnet durch eine Verfahrachse mit einem Schlitten, der auf einer Schiene (22) verfahrbar ist,
wobei die erste Dosierpumpe und/oder die zweite Dosierpumpe auf dem Schlitten mitfahrend
angeordnet ist.
13. Lackierkabine mit einer Lackiermaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 12 und einer
Kabinenwand, wobei die erste Dosierpumpe und/oder die zweite Dosierpumpe an der Kabinenwand
entweder innerhalb der Lackierkabine oder außerhalb der Lackierkabine angeordnet ist.
14. Betriebsverfahren für einen Zerstäuber (1; 28) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei
- der Zerstäuber (1; 28) nacheinander mit verschiedenen Lacksystemen betrieben wird
und die verschiedenen Lacksysteme in dem Zerstäuber (1; 28) über getrennte Lackzuführungen
zugeführt werden,
- der Zerstäuber (1; 28) mit unterschiedlichen Spülmitteln gespült wird, wobei die
unterschiedlichen Spülmittel jeweils an eines der Lacksysteme angepasst sind und über
jeweils eine Spülleitung (8, 9; 12) zugeführt werden, wobei die Spülleitungen (8,
9) in dem Zerstäuber (1; 28) getrennt voneinander verlaufen und die Zuführung unterschiedlicher
Spülmittel für die beiden Lacksysteme ermöglichen,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Zerstäuber (1; 28) mit einem Spülmittel gespült wird über eine der Spülleitungen
(8, 9; 12), die in einen Leitungsabschnitt (7) stromabwärts hinter den beiden Hauptnadelventilen
(FA, FB) mündet.
15. Betriebsverfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) der Zerstäuber (1; 28) nacheinander mit mindestens drei verschiedenen Spülmitteln
gespült wird,
b) das erste Spülmittel an das erste Lacksystem angepasst ist,
c) das zweite Spülmittel an das zweite Lacksystem angepasst ist, und
d) mit dem dritten Spülmittel bei einem Wechsel zwischen den verschiedenen Lacksystemen
gespült wird, wobei das dritte Spülmittel eine chemische Reaktion zwischen dem ersten
Lacksystem und dem zweiten Lacksystem und/oder zwischen dem ersten Spülmittel und
dem zweiten Spülmittel verhindert.
16. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die Dosierung der verschiedenen Lacksysteme durch jeweils einen Dosierer erfolgt,
oder
b) dass die Dosierung des ersten Lacksystems durch zwei Dosierer erfolgt und dass die Dosierung
des zweiten Lacksystems durch einen einzigen Dosierer erfolgt, und/oder
c) dass die verschiedenen Lacksysteme einen Wasserlack und einen Lösemittellack umfassen,
und/oder
d) dass die verschiedenen Lacksysteme einen Basislack und einen Klarlack umfassen.
1. Atomiser (1; 28), particularly rotary atomiser, with
a) a first paint inlet (3) for a first paint system,
b) at least one additional second paint inlet (4) for a second paint system, where
both paint inlets (3, 4) are separated from each other, so that the atomiser (1; 28)
may optionally apply one of the two different paint systems,
c) an application device (2), particularly a bell cup, for applying both the paint
systems,
d) wherein for supplying the application device (2) with the first or second paint
system a first main valve (FA) in the first paint inlet (3) and a second main valve
(FB) in the second paint inlet (4) is provided,
e) a common pipe section (7) leading to the application device (2), wherein both paint
inlets (3, 4) open via the two main needle valves (FA, FB) into the common pipe section
(7),
characterised in
f) that the two main valves (FA, FB) are main needle valves (FA, FB),
g) that the atomiser (1; 28) comprises a first flushing pipe (8) for flushing the
atomiser (1; 28) with a first flushing agent matched to the first paint system,
h) that the atomiser (1; 28) comprises a second flushing pipe (9) for flushing the
atomiser (1; 28) with a second flushing agent matched to the second paint system,
i) that the two flushing pipes (9) run separate from each other within the atomiser
(1; 28) and allow the supply of different flushing agents for the two paint systems,
and
j) that at least one of the flushing pipes (8, 9; 12) opens into the common pipe section
(7) which is located downstream behind the two main needle valves (FA, FB).
2. Atomiser (1; 28) in accordance with claim 1,
characterised by
a) a first needle valve watchdog for monitoring the first main needle valve (FA) and
b) an additional second needle valve watchdog for monitoring the second main needle
valve (FB).
3. Atomiser (1; 28) in accordance with one of the preceding claims,
characterised by
a) a first return pipe (5) which diverges from the first paint inlet (3) and
b) a second return pipe (6) which diverges from the second paint inlet (4), where
both return pipes (5, 6) are separate from each other, particularly with both separate
return pipes discharging into a common return pipe downstream, and/or
c) at least one external electrode for external electrostatic charging of the paint
systems applied, and/or
d) at least one contact electrode for direct electrostatic charging of the paint systems
applied.
4. Atomiser (1; 28) in accordance with one of the preceding claims, characterised by a third flushing pipe (12) for flushing the atomiser (1; 28) with a third flushing
agent, which prevents a chemical reaction between the paint systems and/or between
the matched flushing agents when the paint systems are changed.
5. Atomiser (1; 28) in accordance with claim 4, characterised in that one of the flushing pipes (13) in the atomiser (1; 28) discharges into a section
of pipe which is located upstream before both separate main needle valves.
6. Atomiser (1; 28) in accordance with one of the preceding claims,
characterised in that
a) the different paint systems comprise a water-based paint and a solvent-based paint,
and/or
b) the different paint systems comprise a base coat and a clear varnish.
7. Painting machine, particularly painting robot, with an atomiser (1; 28) in accordance
with one of the preceding claims, particularly
characterised by
a) at least one common internal flushing pipe (8, 13) located in the atomiser (1;
28) and through which the various flushing agents for the different paint systems
are introduced,
b) several external flushing pipes (16, 17, 18), which are located outside the atomiser
(1; 28) and each introduce a flushing agent for one of the paint systems, and
c) a flushing valve arrangement (19) located outside the atomiser (1; 28), which is
connected to the external flushing pipes (16, 17, 18) on the inlet side and with the
internal flushing pipe (8, 13) on the inlet side.
8. Painting machine in accordance with claim 7,
characterised in that,
a) at least one internal flushing pipe (8) for short flushing in the atomiser (1;
28) discharges into a section of pipe (7) which is located downstream behind both
the separate main needle valves, and
b) at least one further internal flushing pipe (13) in the atomiser (1; 28) discharges
into a section of pipe (7) which is located upstream before both separate main needle
valves.
9. Painting machine in accordance with one of claims 7 to 8,
characterised by
a) a first supply line which supplies the first paint inlet of the atomiser (1; 28)
with the first paint system, and
b) a second supply line which supplies the second paint inlet of the atomiser (1;
28) with the second paint system, where both supply lines are separate from each other,
and/or
c) a first colour changer, which feeds an interchangeable colour from the first paint
system to the first supply line; and
d) a second colour changer, which feeds an interchangeable colour from the second
paint system to the second supply line.
10. Painting machine in accordance with one of claims 7 to 9,
characterised by
a) a first metering pump for metering the first paint system, and a second metering
pump for metering the second paint system is provided, and/or
b) the first metering pump is located in the first supply line, and
c) the second metering pump is located in the second supply line,
d) wherein the first metering pump and/or second metering pump is preferably integrated
into the atomiser (1; 28).
11. Painting machine in accordance with one of claims 7 to 10,
characterised by
a) a first robot arm (25) is provided and a second robot arm (26) which is articulated
to the first robot arm (25) and bears a robot wrist (27) with the atomiser (1; 28),
and/or
b) both the metering pumps are located on the first robot arm (25), or
c) that both the metering pumps are located on the second robot arm (26), or
d) one of the two metering pumps is fitted to the first robot arm (25), whilst the
other of the two metering pumps is fitted to the second robot arm (26).
12. Painting machine in accordance with one of claims 7 to 11, characterised by a traversing rail with a carriage moveable on a rail (22), where the first metering
pump and/or the second metering pump are fitted to the carriage for travel.
13. Paint cabin with a painting machine in accordance with one of claims 7 to 12 and a
cabin wall, where the first metering pump and/or the second metering pump is fitted
to the cabin wall, either inside or outside the paint cabin.
14. Operating method for an atomiser (1; 28) in accordance with one of claims 1 to 6,
wherein
- the atomiser (1; 28) is operated with different paint systems consecutively, and
the different paint systems are fed to the atomiser (1; 28) through separate paint
inlets,
- the atomiser (1; 28) is flushed with different flushing agents each adapted to one
of the paint systems and which are supplied through one flushing pipe (8, 9; 12) each,
wherein the flushing pipes (8, 9) run separate from each other within the atomiser
(1; 28) and allow the supply of different flushing agents for the two paint systems,
characterised in
- that the atomiser (1; 28) is flushed with a flushing agent via one of the flushing pipes
(8, 9; 12), which open into a pipe section (7) downstream behind the two main needle
valves (FA, FB).
15. Operating method in accordance with claim 14,
characterised in that
a) the atomiser (1; 28) is flushed by at least three different flushing agents consecutively;
b) the first flushing agent is matched to the first paint system;
c) the second flushing agent is matched to the second paint system, and
d) the third flushing agent is used when changing between the different paint systems,
whereby the third flushing agent prevents a chemical reaction between the first paint
system and the second paint system and/or between the first flushing agent and the
second flushing agent.
16. Operating method in accordance with one of claims 14 to 15,
characterised in that
a) the different paint systems are each metered by one respective meter, or
b) two meters meter the first paint system and one single meter meters the second
paint system, and/or
c) the different paint systems comprise a water-based paint and a solvent-based paint,
and/or
d) the different paint systems comprise a base coat and a clear varnish.
1. Pulvérisateur (1 ; 28), plus particulièrement pulvérisateur rotatif, avec
a) une première alimentation de peinture (3) pour un premier système de peinture,
b) au moins une deuxième alimentation de peinture (4) supplémentaire pour un deuxième
système de peinture, les deux alimentations de peinture (3, 4) étant séparées l'une
de l'autre, de façon à ce que le pulvérisateur (1 ; 28) puisse appliquer au choix
un des deux systèmes de peinture,
c) un élément d'application (2), plus particulièrement un plateau à cloche, pour l'application
des deux systèmes de peinture,
d) moyennant quoi, pour l'alimentation de l'élément d'application (2) avec le premier
système de peinture ou le deuxième système de peinture, une première soupape principale
(FA) est prévue dans la première alimentation de peinture (3) et une deuxième soupape
principale (FB) est prévue dans la deuxième alimentation de peinture (4) et
e) une portion de conduite commune (7), qui conduit à l'élément d'application (2),
les deux alimentations de peinture (3, 4) débouchant par l'intermédiaire des deux
soupapes principales (FA, FB) dans la portion de conduite commune (7),
caractérisé en ce que
f) les deux soupapes principales (FA, FB) étant des soupapes à pointeaux principales
(FA, FB) et
g) le pulvérisateur (1 ; 28) comprend une première conduite de rinçage (8) pour le
rinçage du pulvérisateur (1 ; 28) avec un premier produit de rinçage adapté au premier
système de peinture,
h) le pulvérisateur (1 ; 28) comprend une deuxième conduite de rinçage (9) pour le
rinçage du pulvérisateur (1 ; 28) avec un deuxième produit de rinçage adapté au deuxième
système de peinture,
i) les deux conduites de rinçage (8, 9) s'étendent dans le pulvérisateur (1 ; 28)
de manière séparée entre elles et permettent l'alimentation de produits de rinçage
différents pour les deux systèmes de peinture et
j) au moins une des conduites de rinçage (8, 9 ; 12) débouche dans la portion de conduite
commune (7) qui se trouve en aval derrière les deux soupapes à pointeaux principales
(FA, FB).
2. Pulvérisateur (1 ; 28) selon la revendication 1,
caractérisé par
a) un premier dispositif de surveillance de pointeau principal pour la surveillance
de la première soupape à pointeau principale (FA) et
b) un deuxième dispositif de surveillance de pointeau principal pour la surveillance
de la deuxième soupape à pointeau principale (FB).
3. Pulvérisateur (1 ; 28) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par
a) une première conduite de retour (5), qui bifurque à partir de la première alimentation
de peinture (3) et
b) une deuxième conduit de retour (6), qui bifurque à partir de la deuxième alimentation
de peinture (4), les deux conduites de retour (5, 6) étant séparées l'une de l'autre,
plus particulièrement les deux conduites de retour séparées débouchant en aval dans
une conduite de retour commune, et/ou
c) au moins une électrode externe pour la charge électrostatique externe des systèmes
de peinture appliqués, et/ou
d) au moins une électrode de contact pour la charge électrostatique directe des systèmes
de peinture appliqués.
4. Pulvérisateur (1 ; 28) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par
une troisième conduite de rinçage (12) pour le rinçage du pulvérisateur (1 ; 28) avec
un troisième produit de rinçage, qui est empêche, lors d'un changement de système
de peinture, une réaction chimique entre les systèmes de peinture et/ou entre les
produits de rinçage adaptés.
5. Pulvérisateur (1 ; 28) selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une des conduites de rinçage (13) débouche dans le pulvérisateur (1 ; 28) dans une
portion de conduite qui se trouve en amont devant les deux avant les deux soupapes
à pointeaux principales séparées.
6. Pulvérisateur (1 ; 28) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
a) les différents systèmes de peinture comprennent une peinture à l'eau et une peinture
à solvants et/ou
b) les différents systèmes de peinture comprennent une peinture de base et un vernis
transparent.
7. Machine de peinture, plus particulièrement robot de peinture, avec un pulvérisateur
(1 ; 28) selon l'une des revendications précédentes, plus particulièrement
caractérisée par
a) au moins une conduite de rinçage interne commune (8, 13) qui est disposée dans
le pulvérisateur (1 ; 28) et par l'intermédiaire de laquelle sont amenés différents
produits de rinçage pour les différents systèmes de peinture,
b) plusieurs conduites de rinçage externes (16, 17, 18) qui sont disposées à l'extérieur
du pulvérisateur (1 ; 28) et qui amènent chacune un produit de rinçage pour un des
systèmes de peinture, ainsi que
c) un dispositif à soupapes de rinçage (19) disposé à l'extérieur du pulvérisateur
(1 ; 28), qui est relié, du côté de l'entrée, avec les conduites de rinçage externes
(16, 17, 18) et, du côté de l'entrée, avec la conduite de rinçage interne (8, 13).
8. Machine de peinture selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
a) au moins une conduite de rinçage interne (8) pour des rinçages courts débouche
dans le pulvérisateur (1 ; 28) dans une portion de conduite (7), qui se trouve en
aval après les deux soupapes à pointeau principales séparées et
b) au moins une deuxième conduite de rinçage interne (13) débouche dans le pulvérisateur
(1 ; 28) dans une portion de conduite (7) qui se trouve en amont avant les deux soupapes
à pointeaux principales séparées.
9. Machine de peinture selon l'une des revendications 7 à 8,
caractérisée par
a) une première ligne d'alimentation qui alimente la première alimentation de peinture
du pulvérisateur (1 ; 28) avec le premier système de peinture et
b) une deuxième ligne d'alimentation qui alimente la deuxième alimentation de peinture
du pulvérisateur (1 ; 28) avec le deuxième système de peinture et/ou
c) un premier changeur de couleur, qui alimente la première ligne d'alimentation avec
une couleur variable du premier système de peinture et
d) un deuxième changeur de couleur, qui alimente la deuxième ligne d'alimentation
avec une couleur variable du deuxième système de peinture.
10. Machine de peinture selon l'une des revendications 7 à 9,
caractérisée en ce que
a) une première pompe de dosage est prévue pour le dosage du premier système de peinture
et une deuxième pompe de dosage est prévue pour le dosage du deuxième système de peinture
et/ou
b) la première pompe de dosage est disposée dans la première ligne d'alimentation
et
c) la deuxième pompe de dosage est disposée dans la deuxième ligne d'alimentation,
d) plus particulièrement la première pompe de dosage et/ou la deuxième pompe de dosage
est intégrée dans le pulvérisateur (1 ; 28).
11. Machine de peinture selon l'une des revendications 7 à 10,
caractérisée en ce que
a) un premier bras de robot (25) et un deuxième bras de robot (26) sont prévus, qui
sont montés de manière mobile sur le premier bras de robot (25) et qui supportent
un axe de main de robot (27) avec le pulvérisateur (1 ; 28) et/ou
b) les deux pompes de dosage sont montées sur le premier bras de robot (25) ou
c) les deux pompes de dosage sont montées sur le deuxième bras de robot (26) ou
d) une des deux pompes de dosage est montée sur le premier bras de robot (25) tandis
que l'autre des deux pompes de dosage est montée sur le deuxième bras de robot (26).
12. Machine de peinture selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisée par un axe de déplacement avec un chariot, qui peut être déplacé sur un rail (22), la
première pompe de dosage et/ou la deuxième pompe de dosage étant disposée de manière
mobile sur le chariot.
13. Cabine de peinture avec une machine de peinture selon l'une des revendications 7 à
12 et une paroi de cabine, la première pompe de dosage et/ou la deuxième pompe de
dosage étant disposée sur la paroi de la cabine soit à l'intérieur de la cabine de
peinture soit à l'extérieur de la cabine de peinture.
14. Procédé d'exploitation pour un pulvérisateur (1 ; 28) selon l'une des revendications
1 à 6,
- le pulvérisateur (1 ; 28) étant exploité successivement avec différents systèmes
de peinture et les différents systèmes de peinture étant amenés dans le pulvérisateur
(1 ; 28) par l'intermédiaire d'alimentations de peinture séparées
- le pulvérisateur (1 ; 28) étant rincé avec des produits de rinçage différents, dans
lequel les différents produits de rinçage sont adaptés à un des systèmes de peinture
et sont alimentés chacun par l'intermédiaire d'une conduite de rinçage (8, 9 ; 12),
dans lequel les conduites de produits de rinçage (8, 9) s'étendent dans le pulvérisateur
(1 ; 28) de manière séparée entre elles et permettent l'alimentation de produits de
rinçage différents pour les deux systèmes de peinture,
caractérisé en ce que
- le pulvérisateur (1 ; 28) est rincé avec un produit de rinçage par l'intermédiaire
d'une des conduites de rinçage (8, 9 ; 12) qui débouche dans la portion de conduite
(7) en aval après les deux soupapes à pointeaux principales (FA, FB).
15. Procédé d'exploitation selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
a) le pulvérisateur (1 ; 28) est rincé successivement avec au moins trois différents
produits de rinçage,
b) le premier produit de rinçage est adapté au premier système de peinture,
c) le deuxième produit de rinçage est adapté au deuxième système de peinture et
d) le troisième produit de rinçage permet d'effectuer un rinçage lors d'un changement
entre les différents systèmes de peinture, le troisième produit de rinçage empêchant
une réaction entre le premier système de peinture et le deuxième système de peinture
et/ou entre le premier produit de rinçage et le deuxième produit de rinçage.
16. Procédé d'exploitation selon l'une des revendications 14 à 15,
caractérisé en ce que
a) le dosage de chacun des différents systèmes de peinture a lieu par l'intermédiaire
d'un doseur ou
b) le dosage du premier système de peinture a lieu par l'intermédiaire de deux doseurs
et le dosage du deuxième système de peinture a lieu par l'intermédiaire d'un seul
doseur et/ou
c) les différents systèmes de peinture comprennent une peinture à l'eau et une peinture
à solvants et/ou
d) les différents systèmes de peinture comprennent une peinture de base et un vernis
transparent.