(19)
(11) EP 2 089 164 B2

(12) NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT
Nach dem Einspruchsverfahren

(45) Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den Einspruch:
24.08.2022  Patentblatt  2022/34

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.05.2018  Patentblatt  2018/18

(21) Anmeldenummer: 07819602.9

(22) Anmeldetag:  05.11.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B05B 12/14(2006.01)
B05B 5/04(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B05B 5/0407; B05B 12/1409
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2007/009581
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/058650 (22.05.2008 Gazette  2008/21)

(54)

UNIVERSALZERSTÄUBER UND ZUGEHÖRIGES BETRIEBSVERFAHREN

UNIVERSAL ATOMIZER, AND ASSOCIATED OPERATING METHOD

PULVERISATEUR UNIVERSEL ET PROCEDE CORRESPONDANT PERMETTANT SON FONCTIONNEMENT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 15.11.2006 DE 102006053921

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
19.08.2009  Patentblatt  2009/34

(73) Patentinhaber: Dürr Systems AG
74321 Bietigheim-Bissingen (DE)

(72) Erfinder:
  • HERRE, Frank
    71739 Oberriexingen (DE)

(74) Vertreter: v. Bezold & Partner Patentanwälte - PartG mbB 
Ridlerstraße 57
80339 München
80339 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 134 027
EP-A2- 1 153 664
GB-A- 2 084 048
US-A- 4 380 321
US-A- 5 058 812
EP-A- 1 208 915
DE-U1- 9 106 610
JP-A- H07 185 405
US-A- 4 993 353
US-A- 5 676 756
   
  • Wikipedia-Auszug: Ventil (Stand: 11.11.2006)
  • Auszug aus der Zeitschrift "Schadensprisma" aus dem Jahr 1997 mit dem Titel "Leitungswasserschäden durch Frost".
  • Auszug aus dem Fachbuch "Hydraulische Steuerungen" aus dem Jahr 1980
   


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Zerstäuber, insbesondere einen Rotationszerstäuber, sowie ein entsprechendes Betriebsverfahren gemäß den nebengeordneten Ansprüchen.

[0002] In Lackieranlagen zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosserieteilen werden als Nasslacke verschiedene Lacksysteme verwendet, nämlich zum einen Lösemittellacke und zum anderen Wasserlacke, die umweltschonender sind. Die Applikation der verschiedenen Lacksysteme erfolgt hierbei durch Zerstäuber, die beispielsweise als Rotationszerstäuber ausgeführt sein können und neben einer Farbleitung zur Zuführung des Nasslacks mit der gewünschten Farbe auch eine Spülleitung aufweisen, um den Zerstäuber bei Betriebspausen oder bei einem Farbwechsel mit einem Spülmittel zu spülen, wobei das Spülmittel an das jeweils verwendete Lacksystem angepasst ist. Vereinzelt werden derartige Zerstäuber auch zur Applikation verschiedener Lacksysteme (Wasserlack und Lösemittellack) eingesetzt, was jedoch bei einem Wechsel zwischen den verschiedenen Lacksystemen mit einem erhöhten Spülaufwand verbunden ist (erhöhter Spülmittelverbrauch und Zeitbedarf, so dass sich der Taktabstand ändert, wodurch die Logistik komplexer wird), da bei einem direkten Kontakt zwischen den verschiedenen Lacksystemen chemische Reaktionen auftreten können, die zu einem Aushärten führen und den Zerstäuber dadurch irreversibel beschädigen. Beispielsweise besteht bei einem Lacksystemwechsel die Gefahr der Koagulierung, da manche Lacke sind unverträglich sind, d.h. sie können den gemeinsam genutzten Bereich kontaminieren und im schlimmsten Fall schädigen. Das Aushärten ist eher ein Sonderfall und bildet den sogenannten "Worst case". Störungen des Lackierbetriebs sind aufgrund der Reaktion der unverträglichen Systeme miteinander sicher. Eine mechanische Reinigung kann in der Folge erforderlich sein. Diese ist nicht in allen farbführenden Bereichen möglich. Im Ergebnis ist dieses Verfahren aufgrund der Kosten für den Produktionsausfall für die Serienproduktion ungeeignet. Bei einem Wechsel zwischen verschiedenen Lacksystemen ist deshalb oftmals ein drittes Spülmittel erforderlich, um die störende chemische Reaktion zwischen den verschiedenen Lacksystemen zu verhindern.

[0003] Aus DE 35 34 269 A1 ist eine Lackiereinrichtung bekannt, bei der zwei Spritzpistolen über jeweils eine einzige Lackzuführung (Farbleitung) mit dem zu applizierenden Lack versorgt werden. Bei einem Wechsel zwischen verschiedenen Lacksystemen (z.B. Wasserlack/Lösemittellack) sind deshalb aufwändige Spülvorgänge erforderlich.

[0004] Auch bei den Beschichtungseinrichtungen gemäß WO 2005/044466 A2, DE 10 2004 038 017 A1 und DE 198 60 087 A1 weist das Applikationsgerät lediglich eine einzige Lackversorgung auf, was bei einem Wechsel zwischen verschiedenen Lacksystemen (z.B. Wasserlack/Lösemittellack) aufwändige Spülvorgänge erforderlich macht.

[0005] Aus DE 103 58 646 A1 ist ferner eine Ventilanordnung bekannt, die zum Mischen der verschiedenen Komponenten (z.B. Stammlack/Härter) eines Mehrkomponentenlacks dient. Diese bekannte Ventilanordnung eignet sich jedoch aufgrund ihrer Bauart nicht zur Zuführung verschiedener Lacksysteme (z.B. Wasserlack/Lösemittellack).

[0006] Ferner ist zum Stand der Technik noch hinzuweisen auf SVEJDA, Pavel: "Flexibilität ist Trumpf", Carl Hanser Verlag München, MO Jahrgang 54 (2000) 10, Seiten 44 ff., DE 41 05 116 A1, DE 103 42 643 A1 und DE 101 57 966 A1.

[0007] Zum Stand der Technik ist auch hinzuweisen auf GB 2 084 048 A, EP 1 134 027 A, EP 1 208 915 A, US 5 676 756 A und US 4 380 321 A.

[0008] Aus US 5 058 812 A ist ein Zerstäuber gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 bekannt. Dieser bekannte Zerstäuber ermöglicht jedoch kein Kurzspülen.

[0009] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, den eingangs beschriebenen bekannten Zerstäuber entsprechend zu verbessern und ein zugehöriges Betriebsverfahren anzugeben.

[0010] Diese Aufgabe wird durch einen erfindungsgemäßen Zerstäuber bzw. ein entsprechendes Betriebsverfahren gemäß den nebengeordneten Ansprüchen gelöst.

[0011] Die Erfindung umfasst die allgemeine technische Lehre, in dem Zerstäuber getrennte Lackzuführungen für die verschiedenen Lacksysteme vorzusehen, so dass der Zerstäuber abwechselnd mit den verschiedenen Lacksystemen betrieben werden kann.

[0012] Die im Rahmen der Erfindung verwendete Differenzierung zwischen verschiedenen Lacksystemen unterscheidet vorzugsweise Lösemittellacke auf der einen Seite und Wasserlacke auf der anderen Seite, wobei die beiden Lacksysteme jeweils in verschiedenen Farben zugeführt werden können. Verschiedenfarbige Wasserlacke gehören also im Sinne der Erfindung demselben Lacksystem an, wie auch Lösemittellacke mit verschiedenen Farben demselben Lacksystem zuzuordnen sind. Der im Rahmen der Erfindung verwendete Begriff eines Lacksystems umfasst also alle Komponenten der jeweiligen Lacks, wie beispielsweise Lösungsmittel, Bindemittel, Additive, Farbstoffe, und Füllstoffe. Im Rahmen der Erfindung können sich die verschiedenen Lacksysteme also beispielsweise - wie bereits vorstehend erwähnt - durch das verwendete Lösungsmittel unterscheiden, wobei das eine Lacksystem als Lösungsmittel im Wesentlichen Wasser enthalten kann, während das andere Lacksystem ein organisches Lösungsmittel enthalten kann.

[0013] Darüber hinaus können die verschiedenen Lacksysteme im Rahmen der Erfindung auch zur Applikation verschiedener Lackschichten dienen. Beispielsweise kann eine Grundierung mit einem Wasserlack aufgetragen werden, gefolgt von einem Basislack auf Wasserbasis und anschließend einem Klarlack auf Lösemittelbasis.

[0014] Gemäß der Erfindung weisen die verschiedenen Lackzuführungen für die einzelnen Lacksysteme jeweils getrennte Hauptnadelventile auf, die ein gemeinsames Applikationselement (z.B. einen Glockenteller) mit den verschiedenen Lacksystemen versorgen.

[0015] Der im Rahmen der Erfindung verwendete Begriff eines Applikationselements stellt vorzugsweise auf rotierende Glockenteller ab, die an sich bekannt sind und deshalb nicht näher beschrieben werden müssen. Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich des zu verwendeten Applikationselements nicht auf Glockenteller beschränkt, sondern umfasst als Applikationselemente beispielsweise auch die bei Scheibenzerstäubern gebräuchlichen Scheiben, Prallteller, Luftzerstäuber und Ähnliches.

[0016] Bei dem vorstehend erwähnten Ausführungsbeispiel mit getrennten Hauptnadelventilen für die verschiedenen Lackzuführungen sind vorzugsweise auch getrennte Hauptnadelüberwachungen vorgesehen, um die Ventilstellung der einzelnen Hauptnadelventile unabhängig voneinander zu überwachen und/oder einzustellen.

[0017] Darüber hinaus weist der erfindungsgemäße Zerstäuber vorzugsweise getrennte Rückleitungen für die einzelnen Lackzuführungen auf, was in jeder Lackzuführung ein schnelles Spülen mit großen Spülmittelströmen bzw. -volumina ermöglicht. Beim Spülen über den Glockenteller sind die möglichen Spülmittelströme nämlich begrenzt, da der Glockenteller geflutet werden könnte. Weiterhin muss alles in die Kabine bzw. Auswaschung "entsorgtes" Material wieder aus der Auswaschung herausgefiltert werden. Rückführungen hingegen sind üblicherweise direkt an entsprechende Sammelbehälter angeschlossen, was die Entsorgung wesentlich vereinfacht. Darüber hinaus ermöglichen die Rückleitungen eine permanente Zirkulation des jeweiligen Lacksystems. Einweiterer wichtiger Punkt für den Einsatz von Rückleitungen für die verschiedenen Bereiche ist die Zeitersparnis durch zumindest teilweise parallele Prozesse, wie z.B. das Spülen zwischen Farbwechsler und Zerstäuber (je nach Aufladungs- und Lackart).

[0018] Vorzugsweise sind diese Rückleitungen in dem Zerstäuber außerhalb des Zerstäubers vollständig voneinander getrennt, um eine chemische Reaktion zwischen inkompatiblen Lacksystemen zu verhindern. Bei einer Verwendung chemisch kompatibler Lacksysteme besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass die einzelnen Rückleitungen für die verschiedenen Lacksysteme stromabwärts in eine gemeinsame Rückleitung münden.

[0019] Der erfindungsgemäße Zerstäuber kann ferner eine elektrostatische Aufladung für den applizierten Nasslack aufweisen. Hierbei kann wahlweise eine Außenaufladung und/oder eine Direktaufladung eingesetzt werden, was an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist. Der erfindungsgemäße Zerstäuber kann deshalb mindestens eine Außenelektrode zur elektrostatischen Außenaufladung der applizierten Lacksysteme und/oder mindestens eine Kontaktelektrode zur elektrostatischen Direktaufladung der applizierten Lacksysteme aufweisen.

[0020] Darüber hinaus ist im Rahmen der Erfindung eine Kombinationsaufladung möglich, wobei sowohl eine Direktaufladung als auch eine Außenaufladung erfolgt. Eine derartige Kombinationsaufladung ist beispielsweise in der Patentanmeldung DE 41 05 116 A1 beschrieben, so dass der Inhalt dieser Patentanmeldung der vorliegenden Beschreibung in vollem Umfang zuzurechnen ist. Beispielsweise können die Lacksysteme Wasserlack und Lösemittellack mittels Direktaufladung aufgeladen werden. Alternativ besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass Wasserlack nur mittels Außenaufladung aufgeladen wird, wohingegen Lösemittellack mittels Kombinationsaufladung aufgeladen wird. Ferner besteht die Möglichkeit, dass die Außenaufladung bei einer Applikation von Lösemittellack elektrisch geerdet wird, um eine Entzündung des Lösemittellacks durch einen Funkenflug zu verhindern. Weiterhin kann die Außenaufladung mit den zugehörigen Elektroden bei einer Applikation von Lösemittellack vorübergehend von dem Zerstäuber demontiert und abgelegt werden, was beispielsweise in der Patentanmeldung EP 1 634 651 A1 beschrieben ist, so dass deren Inhalt der vorliegenden Beschreibung in vollem Umfang zuzurechnen ist.

[0021] Darüber hinaus weist der erfindungsgemäße Zerstäuber getrennte Spülleitungen für die einzelnen Lacksysteme auf, um jeweils chemisch kompatible Spülmittel zuführen zu können, die an das jeweilige Lacksystem angepasst sind.

[0022] Efindungsgemäß ist hierbei jeder der Lackzuführungen jeweils eine Spülleitung zugeordnet, um das jeweils passende Spülmittel für das jeweilige Lacksystem (Wasserlack oder Lösemittellack) zuführen zu können.

[0023] In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist darüber hinaus noch eine zusätzliche weitere Spülleitung vorgesehen, um bei einem Wechsel zwischen den verschiedenen Lacksystemen eine chemische Reaktion zwischen den verschiedenen Lacksystemen zu vermeiden. Das zusätzliche Spülmittel muss also chemisch kompatibel sein zu den verschiedenen Lacksystemen und den zugehörigen Spülmitteln und quasi als Puffer wirken.

[0024] In diesem Ausführungsbeispiel ist also die Anzahl der verschiedenen Spülmittel und damit in der Regel auch die Anzahl der Spülleitungen größer als die Anzahl der verschiedenen Lacksysteme bzw. der Lackzuführungen. Beispielsweise kann die Anzahl der verschiedenen Spülmittel bzw. Spülleitungen um Eins größer sein als die Anzahl der verschiedenen Lacksysteme bzw. Lackzuführungen.

[0025] Gemäß der Erfindung münden die Spülleitungen in dem Zerstäuber in einem Leitungsabschnitt, der stromabwärts hinter den einzelnen Hauptnadelventilen liegt. Diese Anordnung der Spülleitung eignet sich insbesondere zum Kurzspülen des Applikationselements, um das Applikationselement zu reinigen.

[0026] Die Erfindung umfasst nicht nur den vorstehend beschriebenen Zerstäuber als einzelnes Bauteil, sondern auch eine vollständige Lackiermaschine mit einem derartigen Zerstäuber, wobei die Lackiermaschine beispielsweise als mehrachsiger Lackierroboter, Seitenmaschine oder als Dachmaschine ausgebildet sein kann. Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich des Maschinentyps nicht auf Lackierroboter, Dachmaschinen oder Seitenmaschinen beschränkt, sondern umfasst auch andere Maschinentypen, die aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt sind.

[0027] Die Spülung des Zerstäubers mit Spülmitteln für die verschiedenen Lacksysteme erfolgt hierbei durch mehrere interne Spülleitungen, die in dem Zerstäuber verlaufen, wie vorstehend bereits beschrieben wurde.

[0028] Bei einem Lackierroboter mit mehreren Roboterarmen kann die externe Spülventilanordnung beispielsweise auf dem sogenannten "Arm 1" oder auf dem sogenannten "Arm 2" des Lackierroboters angeordnet sein. Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich der räumlichen Anordnung der Spülventilanordnung nicht auf die vorstehenden Beispiele beschränkt, sondern auch in anderer Weise realisierbar.

[0029] Weiterhin weist die erfindungsgemäße Lackiermaschine vorzugsweise getrennte Versorgungsstränge für die verschiedenen Lacksysteme auf.

[0030] Die einzelnen Versorgungsstränge für die verschiedenen Lacksysteme können jeweils einen Farbwechsler aufweisen, um in jedem Versorgungsstrang einen Farbwechsel zu ermöglichen.

[0031] Darüber hinaus kann die Dosierung der verschiedenen Lacksysteme jeweils durch getrennte Dosierpumpen erfolgen, die in den einzelnen Versorgungssträngen angeordnet sind.

[0032] Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Lackiermaschine als mehrachsiger Lackierroboter ausgebildet und weist einen ersten Roboterarm ("Arm 1") und einen zweiten Roboterarm ("Arm 2") auf, wobei der zweite Roboterarm beweglich an dem ersten Roboterarm angebracht ist und unmittelbar eine Roboterhandachse mit einem Applikationsgerät (z.B. einem Rotationszerstäuber) trägt. Die beiden Dosierpumpen für die verschiedenen Lacksysteme können beispielsweise beide an oder in dem ersten Roboterarm ("Arm 1") angebracht sein. Alternativ besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass die einzelnen Dosierpumpen für die verschiedenen Lacksysteme an oder in dem zweiten Roboterarm ("Arm 2") angebracht sind. Ferner besteht die Möglichkeit, dass eine der Dosierpumpen an oder in dem ersten Roboterarm angebracht ist, während die andere der beiden Dosierpumpen an dem zweiten Roboterarm angebracht ist.

[0033] Beispielsweise kann die erfindungsgemäße Lackiermaschine eine Verfahrachse aufweisen mit einem Schlitten, der auf einer Schiene verfahrbar ist, wobei der Schlitten beispielsweise einen Lackierroboter trägt. Die Dosierpumpen können hierbei vollständig oder teilweise auf dem Schlitten mitfahrend angeordnet sein.

[0034] Ferner besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass die einzelnen Dosierpumpen vollständig oder teilweise in den Zerstäuber integriert sind.

[0035] Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich der räumlichen Anordnung der Dosierpumpen nicht auf die vorstehend beschriebenen Beispiele beschränkt, sondern auch in anderer Weise realisierbar.

[0036] Weiterhin umfasst die Erfindung eine Lackierkabine mit einer erfindungsgemäßen Lackiermaschine und einer Kabinenwand, welche die Lackierkabine räumlich begrenzt. Die Dosierpumpen für die einzelnen Lacksysteme können hierbei vollständig oder teilweise an der Kabinenwand angeordnet sein und zwar entweder innerhalb der Lackierkabine oder außerhalb der Lackierkabine.

[0037] Schließlich umfasst die Erfindung auch ein Betriebsverfahren für einen Zerstäuber, um einen Universalbetrieb mit verschiedenen Lacksystemen zu ermöglichen.

[0038] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet oder werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Rotationszerstäubers mit mehreren Lackzuführungen für verschiedene Lacksysteme und getrennten Hauptnadelventilen für die einzelnen Lacksysteme,

Figur 2 eine nicht erfindungsgemäße Abwandlung des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 1 mit einem gemeinsamen Hauptnadelventil für die verschiedenen Lackzuführungen,

Figur 3 eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels aus Figur 1 mit drei Lackzuführungen, drei Spülleitungen zum Kürzspülen und drei normalen Spülleitungen,

Figur 4 ein weiteres nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Zerstäubers mit zwei internen Spülleitungen in dem Zerstäuber und drei externen Spülleitungen außerhalb des Zerstäubers, wobei die externen Spülleitungen über eine Spülventilanordnung die internen Spülleitungen in dem Zerstäuber speisen,

Figur 5 eine perspektivische Darstellung von erfindungsgemäßen Lackierrobotern, sowie

Figur 6 eine nicht erfindungsgemäße Abwandlung des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 1.



[0039] Figur 1 zeigt einen teilweise herkömmlich aufgebauten Rotationszerstäuber 1 mit einem drehbar gelagerten Glockenteller 2, wobei der Rotationszerstäuber 1 sowohl zur Applikation eines Lösemittellacks als auch zur Applikation eines Wasserlacks dient.

[0040] Der Wasserlack wird hierbei über eine Lackzuführung 3 zugeführt, wohingegen der Lösemittellack über eine getrennte Lackzuführung 4 in dem Rotationszerstäuber 1 zugeführt wird.

[0041] Von den beiden Lackzuführungen 3, 4 für den Wasserlack bzw. Lösemittellack zweigt jeweils eine Rückleitung 5 bzw. 6 ab, so dass die beiden Lacksysteme in den Lackzuführungen 3, 4 permanent zirkulieren können.

[0042] Wichtig ist hierbei, dass die Lackzuführung 3 und die zugehörige Rückleitung 5 einerseits und die andere Lackzuführung 4 und die zugehörige Rückleitung 6 andererseits voneinander getrennt sind, um einen Kontakt zwischen den verschiedenen Lacksystemen (Lösemittellack und Wasserlack) zu verhindern. Dies ist wichtig, weil ein Kontakt zwischen den verschiedenen Lacksystemen zu einer chemischen Reaktion und damit zu einer irreversiblen Beschädigung des Rotationszerstäubers 1 führen würde.

[0043] Darüber hinaus ist in den beiden Rückleitungen 5, 6 jeweils ein Absperrventil RFA bzw. RFB angeordnet, das eine Absperrung der Rückleitung 5 bzw. 6 ermöglicht.

[0044] So wird beispielsweise das Absperrventil RFA geschlossen, wenn das Hauptnadelventil FA geöffnet wird, da dann keine Zirkulation über die Rückleitung 5 erforderlich ist. Das Absperrventil RFA wird dagegen geöffnet, wenn das Hauptnadelventil FA geschlossen wird, damit das Lacksystem in der Lackzuführung 3 dann über die Rückleitung 5 zirkulieren kann.

[0045] In gleicher Weise wird das Absperrventil RFB in der Rückleitung 6 geöffnet, wenn das andere Hauptnadelventil FB geschlossen wird. Das Absperrventil RFB wird dagegen geschlossen, wenn das Hauptnadelventil FB geöffnet wird, da dann keine Zirkulation über die Rückleitung 6 erforderlich ist.

[0046] Die beiden Lackzuführungen 3, 4 münden über jeweils ein Hauptnadelventil FA bzw. FB in einen gemeinsamen Leitungsabschnitt 7, der zu dem Glockenteller 2 führt.

[0047] Darüber hinaus weist der Rotationszerstäuber 1 zwei Spülleitungen 8, 9 auf, die in dem Rotationszerstäuber 1 getrennt voneinander verlaufen, wobei über die Spülleitung 8 ein Spülmittel für Lösemittellack zugeführt wird, während über die Spülleitung 9 ein Spülmittel für Wasserlack zugeführt wird.

[0048] Die beiden Spülleitungen 8, 9 münden über jeweils ein Spülventil V1 bzw. V2 in den Leitungsabschnitt 7 zwischen den beiden Hauptnadelventilen FA, FB und dem Glockenteller 2 und ermöglichen dadurch eine Spülung des Rotationszerstäubers 1 mit den verschiedenen Spülmitteln, die über die beiden Spülleitungen 8, 9 zugeführt werden.

[0049] Das nicht erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 stimmt weitgehend mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 überein, so dass zur Vermeidung von Widerholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entsprechende Bauteile im Folgenden die selben Bezugszeichen verwendet werden.

[0050] Eine Besonderheit dieses nicht erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels besteht darin, dass in dem Leitungsabschnitt 7 ein gemeinsames Hauptnadelventil HN angeordnet ist, während in den beiden Lackzuführungen 3, 4 jeweils ein Absperrventil FG1 bzw. FG2 angeordnet ist, um einen Kontakt zwischen den verschiedenen Lacksystemen in den beiden Lackzuführungen 3, 4 zu verhindern.

[0051] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 stimmt wiederum teilweise mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 überein, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung zu Figur 1 verwiesen wird, wobei für entsprechende Bauteile im Folgenden die selben Bezugszeichen verwendet werden.

[0052] Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass neben den beiden Lackzuführungen 3, 4 eine dritte Lackzuführung 10 vorgesehen ist, die über ein weiteres Hauptnadelventil FC in den gemeinsamen Leitungsabschnitt 7 mündet.

[0053] Darüber hinaus zweigt auch von der dritten Lackzuführung 10 über ein Absperrventil RFC eine separate Rückleitung 11 ab, so dass auch in der Lackzuführung 10 der zugeführte Lack permanent zirkulieren kann, wie bereits vorstehend beschrieben wurde.

[0054] Eine weitere Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass zusätzlich zu den beiden Spülleitungen 8, 9 eine dritte Spülleitung 12 über ein weiteres Spülventil V3 in den Leitungsabschnitt 7 mündet, wobei die Mündungsstelle der Spülleitungen 8, 9 und 12 in diesem Ausführungsbeispiel unmittelbar vor dem Glockenteller 2 liegt, so dass sich die Spülleitungen 8, 9, 12 besonders zum Kurzspülen des Glockentellers 2 eignen.

[0055] Darüber hinaus weist der Rotationszerstäuber 1 in diesem Ausführungsbeispiel drei weitere Spülleitungen 13, 14 und 15 auf, die über jeweils ein Spülventil v1, v2 bzw. v3 in den gemeinsamen Leitungsabschnitt 7 des Rotationszerstäubers 1 münden. Die Mündungsstelle der Spülleitung 13-15 liegt hierbei in dem gemeinsamen Leitungsabschnitt 7 unmittelbar hinter den Hauptnadelventilen FA-FC, d.h. am stromaufwärts gelegenen Ende des gemeinsamen Leitungsabschnitts 7. Die Spülleitungen 13-15 eignen sich deshalb zum normalen Spülen auch des gemeinsamen Leitungsabschnitts 7, der von den Spülleitungen 8, 9 und 12 weniger effektiv gespült werden kann.

[0056] In diesem Ausführungsbeispiel ermöglicht der Rotationszerstäuber nicht nur einen Wechsel zwischen verschiedenen Lacksystemen (Lösemittellack und Wasserlack), sondern auch einen Wechsel zwischen verschiedenen Farben. So können über die beiden Lackzuführungen 3, 4 in dem sogenannten A/B-Betrieb verschiedene Farben eines Lacksystems zugeführt werden, wohingegen über die Lackzuführung 10 ein anderes Lacksystem zugeführt wird.

[0057] Figur 4 zeigt eine nicht erfindungsgemäße Abwandlung der vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung Bezug genommen wird, wobei für entsprechende Bauteile im Folgenden die selben Bezugszeichen verwendet werden.

[0058] Eine Besonderheit dieses nicht erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels besteht darin, dass der Rotationszerstäuber 1 drei Lackzuführungen 3, 4 und 10 aufweist, aber nur zwei interne Spülleitungen 8, 13 zur Zuführung unterschiedlicher Spülmittel.

[0059] Die Spülleitung 8 mündet hierbei über ein Spülventil KS stromabwärts hinter dem gemeinsamen Hauptnadelventil HN in den gemeinsamen Leistungsabschnitt 7, so dass sich die Spülleitung 8 besonders gut zum Kurzspülen des Glockentellers 2 eignet.

[0060] Die andere Spülleitung 13 mündet dagegen über ein Spülventil V in den gemeinsamen Leitungsabschnitt 7 stromaufwärts vor dem gemeinsamen Hauptnadelventil HN. Die Spülleitung 13 eignet sich also auch zur Spülung des Hauptnadelventils HN.

[0061] Auch in diesem Ausführungsbeispiel können verschiedene Spülmittel zugeführt werden, die an die verschiedenen Lacksysteme angepasst sind und über drei externe Spülleitungen 16, 17, 18 zugeführt werden. Die externen Spülleitungen 16, 17, 18 sind hierbei über eine externe Spülventilanordnung 19 mit den beiden internen Spülleitungen 8, 13 verbunden, so dass jede der externen Spülleitungen 16-18 von der Spülventilanordnung 19 mit einer oder beiden der Spülleitungen 8, 13 verbunden werden kann.

[0062] Die Spülventilanordnung 19 ist hierbei außerhalb des Rotationszerstäubers 1 angeordnet und kann beispielsweise auf einem Roboterarm eines Lackierroboters angeordnet sein. Die Verteilung der verschiedenen Spülmittel von den externen Spülleitungen 16-18 auf die beiden internen Spülleitungen 8, 13 erfolgt durch drei parallel geschaltete Spülventile V1, V2 und V3 und zwei ausgangsseitig parallel geschaltete Spülventile FG KS und GF V.

[0063] Figur 5 zeigt schließlich zwei erfindungsgemäße Lackierroboter 20, 21, die entlang einer Verfahrschiene 22 linear verfahrbar sind.

[0064] Die beiden Lackierroboter 20, 21 weisen jeweils eine Roboterbasis 23 auf, auf der ein Rondell 24 um eine senkrechte Achse drehbar gelagert ist. Auf dem Rondell 24 ist ein Roboterarm 25 ("Arm 1") schwenkbar gelagert, wobei der Roboterarm 25 einen weiteren Roboterarm 26 ("Arm 2") trägt. Der Roboterarm 26 trägt schließlich über eine Roboterhandachse 7 einen elektrostatischen Rotationszerstäuber 28, wie er vorstehend beschrieben wurde und in verschiedenen Ausführungsbeispielen in den Figuren 1 bis 4 dargestellt ist.

[0065] In der Roboterbasis 23, dem Rondell 24 und den beiden Roboterarmen 25, 26 können hierbei verschiedene Komponenten der Lackieranlage verteilt angeordnet sein, wie beispielsweise Dosierer, Farbwechsler und die Spülventilanordnung 19 aus Figur 4.

[0066] Das nicht erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 stimmt weitgehend mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 überein, so dass zur Vermeidung von Widerholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entsprechende Bauteile im Folgenden die selben Bezugszeichen verwendet werden.

[0067] Eine Besonderheit dieses nicht erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels besteht darin, dass die Spülleitung 8 die einzige Spülleitung ist.

[0068] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in Schutzbereich fallen.
Bezugszeichenliste:
1 Rotationszerstäuber
2 Glockenteller
3 Lackzuführung
4 Lackzuführung
5 Rückleitung
6 Rückleitung
7 Leitungsabschnitt
8 Spülleitung
9 Spülleitung
10 Lackzuführung
11 Rückleitung
12 Spülleitung
13 Spülleitung
14 Spülleitung
15 Spülleitung
16 Spülleitung
17 Spülleitung
18 Spülleitung
19 Spülventilanordnung
20 Lackierroboter
21 Lackierroboter
22 Verfahrschiene
23 Roboterbasis
24 Rondell
25 Roboterarm
26 Roboterarm
27 Handachse
28 Rotationszerstäuber
FA Hauptnadelventil
BF Hauptnadelventil
BC Hauptnadelventil
FG KS Spülventil
FG V Spülventil
HN Hauptnadelventil
FG1 Absperrventil
FG2 Absperrventil
KS Spülventil
RFA Absperrventil
RFB Absperrventil
RFC Absperrventil
V Spülventil
V1 Spülventil
V2 Spülventil
V3 Spülventil



Ansprüche

1. Zerstäuber (1; 28), insbesondere Rotationszerstäuber, mit

a) einer ersten Lackzuführung (3) für ein erstes Lacksystem,

b) mindestens einer zusätzlichen zweiten Lackzuführung (4) für ein zweites Lacksystem, wobei die beiden Lackzuführungen (3, 4) voneinander getrennt sind, so dass der Zerstäuber (1; 28) wahlweise eines der beiden verschiedenen Lacksysteme applizieren kann,

c) einem Applikationselement (2), insbesondere einem Glockenteller, zur Applikation der beiden Lacksysteme,

d) wobei zur Versorgung des Applikationselements (2) mit dem ersten Lacksystem bzw. dem zweiten Lacksystem ein erstes Hauptventil (FA) in der ersten Lackzuführung (3) und ein zweites Hauptventil (FB) in der zweiten Lackzuführung (4) vorgesehen ist, und

e) einem gemeinsamen Leitungsabschnitt (7), der zu dem Applikationselement (2) führt, wobei die beiden Lackzuführungen (3, 4) über die beiden Hauptventile (FA, FB) in den gemeinsamen Leitungsabschnitt (7) münden,

dadurch gekennzeichnet,

f) dass die beiden Hauptventile (FA, FB) Hauptnadelventile (FA, FB) sind,

g) dass der Zerstäuber (1; 28) eine erste Spülleitung (8) aufweist zur Spülung des Zerstäubers (1; 28) mit einem ersten Spülmittel, das an das erste Lacksystem angepasst ist,

h) dass der Zerstäuber (1; 28) eine zweite Spülleitung (9) aufweist zur Spülung des Zerstäubers (1; 28) mit einem zweiten Spülmittel, das an das zweite Lacksystem angepasst ist,

i) dass die beiden Spülleitungen (8, 9) in dem Zerstäuber (1; 28) getrennt voneinander verlaufen und die Zuführung unterschiedlicher Spülmittel für die beiden Lacksysteme ermöglichen, und

j) dass mindestens eine der Spülleitungen (8, 9; 12) in den gemeinsamen Leitungsabschnitt (7) mündet, der stromabwärts hinter den beiden Hauptnadelventilen (FA, FB) liegt.


 
2. Zerstäuber (1; 28) nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch

a) eine erste Hauptnadelüberwachung zur Überwachung des ersten Hauptnadelventils (FA) und

b) eine zusätzliche zweite Hauptnadelüberwachung zur Überwachung des zweiten Hauptnadelventils (FB).


 
3. Zerstäuber (1; 28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch

a) eine erste Rückführleitung (5), die von der ersten Lackzuführung (3) abzweigt, und

b) eine zweite Rückführleitung (6), die von der zweiten Lackzuführung (4) abzweigt, wobei die beiden Rückführleitungen (5, 6) voneinander getrennt sind, insbesondere wobei die beiden getrennten Rückführleitungen stromabwärts in eine gemeinsame Rückführleitung münden, und/oder

c) mindestens eine Außenelektrode zur elektrostatischen Außenaufladung der applizierten Lacksysteme, und/oder

d) mindestens eine Kontaktelektrode zur elektrostatischen Direktaufladung der applizierten Lacksysteme.


 
4. Zerstäuber (1; 28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine dritte Spülleitung (12) zur Spülung des Zerstäubers (1; 28) mit einem dritten Spülmittel, das bei einem Wechsel der Lacksysteme eine chemische Reaktion zwischen den Lacksystemen und/oder zwischen den angepassten Spülmitteln verhindert.
 
5. Zerstäuber (1; 28) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Spülleitungen (13) in dem Zerstäuber (1; 28) in einen Leitungsabschnitt mündet, der stromaufwärts vor den beiden getrennten Hauptnadelventilen liegt.
 
6. Zerstäuber (1; 28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

a) dass die verschiedenen Lacksysteme einen Wasserlack und einen Lösemittellack umfassen, und/oder

b) dass die verschiedenen Lacksysteme einen Basislack und einen Klarlack umfassen.


 
7. Lackiermaschine, insbesondere Lackierroboter, mit einem Zerstäuber (1; 28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere gekennzeichnet durch

a) mindestens eine gemeinsame interne Spülleitung (8, 13), die in dem Zerstäuber (1; 28) angeordnet ist und über die verschiedene Spülmittel für die verschiedenen Lacksysteme zugeführt werden,

b) mehrere externe Spülleitungen (16, 17, 18), die außerhalb des Zerstäubers (1; 28) angeordnet sind und jeweils ein Spülmittel für eines der Lacksysteme zuführen, sowie

c) eine außerhalb des Zerstäubers (1; 28) angeordnete Spülventilanordnung (19), die eingangsseitig mit den externen Spülleitungen (16, 17, 18) und eingangsseitig mit der internen Spülleitung (8, 13) verbunden ist.


 
8. Lackiermaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass

a) mindestens eine interne Spülleitung (8) für Kurzspülungen in dem Zerstäuber (1; 28) in einen Leitungsabschnitt (7) mündet, der stromabwärts hinten den beiden getrennten Hauptnadelventilen liegt, und

b) mindestens eine weitere interne Spülleitung (13) in dem Zerstäuber (1; 28) in einen Leitungsabschnitt (7) mündet, der stromaufwärts vor den beiden getrennten Hauptnadelventilen liegt.


 
9. Lackiermaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 8, gekennzeichnet durch

a) einen ersten Versorgungsstrang, der die erste Lackzuführung des Zerstäubers (1; 28) mit dem ersten Lacksystem versorgt, und

b) einen zweiten Versorgungsstrang, der die zweite Lackzuführung des Zerstäubers (1; 28) mit dem zweiten Lacksystem versorgt, wobei die beiden Versorgungsstränge voneinander getrennt sind, und/oder

c) einen ersten Farbwechsler, der den ersten Versorgungsstrang mit einer wechselbaren Farbe des ersten Lacksystems speist, und

d) einen zweiten Farbwechsler, der den zweiten Versorgungsstrang mit einer wechselbaren Farbe des zweiten Lacksystems speist.


 
10. Lackiermaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 9, gekennzeichnet durch

a) dass eine erste Dosierpumpe zur Dosierung des ersten Lacksystems und eine zweite Dosierpumpe zur Dosierung des zweiten Lacksystems vorgesehen ist, und/oder

b) die erste Dosierpumpe in dem ersten Versorgungsstrang angeordnet ist, und

c) die zweite Dosierpumpe in dem zweiten Versorgungsstrang angeordnet ist,

d) insbesondere wobei die erste Dosierpumpe und/oder die zweite Dosierpumpe in den Zerstäuber (1; 28) integriert ist.


 
11. Lackiermaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,

a) dass ein erster Roboterarm (25) und ein zweiter Roboterarm (26) vorgesehen ist, der beweglich an dem ersten Roboterarm (25) angebracht ist und eine Roboterhandachse (27) mit dem Zerstäuber (1; 28) trägt, und/oder

b) dass die beiden Dosierpumpen an dem ersten Roboterarm (25) angebracht sind, oder

c) dass die beiden Dosierpumpe an dem zweiten Roboterarm (26) angebracht sind, oder

d) dass eine der beiden Dosierpumpen an dem ersten Roboterarm (25) angebracht ist, während die andere der beiden Dosierpumpen an dem zweiten Roboterarm (26) angebracht ist.


 
12. Lackiermaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 11, gekennzeichnet durch eine Verfahrachse mit einem Schlitten, der auf einer Schiene (22) verfahrbar ist, wobei die erste Dosierpumpe und/oder die zweite Dosierpumpe auf dem Schlitten mitfahrend angeordnet ist.
 
13. Lackierkabine mit einer Lackiermaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 12 und einer Kabinenwand, wobei die erste Dosierpumpe und/oder die zweite Dosierpumpe an der Kabinenwand entweder innerhalb der Lackierkabine oder außerhalb der Lackierkabine angeordnet ist.
 
14. Betriebsverfahren für einen Zerstäuber (1; 28) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei

- der Zerstäuber (1; 28) nacheinander mit verschiedenen Lacksystemen betrieben wird und die verschiedenen Lacksysteme in dem Zerstäuber (1; 28) über getrennte Lackzuführungen zugeführt werden,

- der Zerstäuber (1; 28) mit unterschiedlichen Spülmitteln gespült wird, wobei die unterschiedlichen Spülmittel jeweils an eines der Lacksysteme angepasst sind und über jeweils eine Spülleitung (8, 9; 12) zugeführt werden, wobei die Spülleitungen (8, 9) in dem Zerstäuber (1; 28) getrennt voneinander verlaufen und die Zuführung unterschiedlicher Spülmittel für die beiden Lacksysteme ermöglichen,

dadurch gekennzeichnet,

- dass der Zerstäuber (1; 28) mit einem Spülmittel gespült wird über eine der Spülleitungen (8, 9; 12), die in einen Leitungsabschnitt (7) stromabwärts hinter den beiden Hauptnadelventilen (FA, FB) mündet.


 
15. Betriebsverfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass

a) der Zerstäuber (1; 28) nacheinander mit mindestens drei verschiedenen Spülmitteln gespült wird,

b) das erste Spülmittel an das erste Lacksystem angepasst ist,

c) das zweite Spülmittel an das zweite Lacksystem angepasst ist, und

d) mit dem dritten Spülmittel bei einem Wechsel zwischen den verschiedenen Lacksystemen gespült wird, wobei das dritte Spülmittel eine chemische Reaktion zwischen dem ersten Lacksystem und dem zweiten Lacksystem und/oder zwischen dem ersten Spülmittel und dem zweiten Spülmittel verhindert.


 
16. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,

a) dass die Dosierung der verschiedenen Lacksysteme durch jeweils einen Dosierer erfolgt, oder

b) dass die Dosierung des ersten Lacksystems durch zwei Dosierer erfolgt und dass die Dosierung des zweiten Lacksystems durch einen einzigen Dosierer erfolgt, und/oder

c) dass die verschiedenen Lacksysteme einen Wasserlack und einen Lösemittellack umfassen, und/oder

d) dass die verschiedenen Lacksysteme einen Basislack und einen Klarlack umfassen.


 


Claims

1. Atomiser (1; 28), particularly rotary atomiser, with

a) a first paint inlet (3) for a first paint system,

b) at least one additional second paint inlet (4) for a second paint system, where both paint inlets (3, 4) are separated from each other, so that the atomiser (1; 28) may optionally apply one of the two different paint systems,

c) an application device (2), particularly a bell cup, for applying both the paint systems,

d) wherein for supplying the application device (2) with the first or second paint system a first main valve (FA) in the first paint inlet (3) and a second main valve (FB) in the second paint inlet (4) is provided,

e) a common pipe section (7) leading to the application device (2), wherein both paint inlets (3, 4) open via the two main needle valves (FA, FB) into the common pipe section (7),

characterised in

f) that the two main valves (FA, FB) are main needle valves (FA, FB),

g) that the atomiser (1; 28) comprises a first flushing pipe (8) for flushing the atomiser (1; 28) with a first flushing agent matched to the first paint system,

h) that the atomiser (1; 28) comprises a second flushing pipe (9) for flushing the atomiser (1; 28) with a second flushing agent matched to the second paint system,

i) that the two flushing pipes (9) run separate from each other within the atomiser (1; 28) and allow the supply of different flushing agents for the two paint systems, and

j) that at least one of the flushing pipes (8, 9; 12) opens into the common pipe section (7) which is located downstream behind the two main needle valves (FA, FB).


 
2. Atomiser (1; 28) in accordance with claim 1,
characterised by

a) a first needle valve watchdog for monitoring the first main needle valve (FA) and

b) an additional second needle valve watchdog for monitoring the second main needle valve (FB).


 
3. Atomiser (1; 28) in accordance with one of the preceding claims,
characterised by

a) a first return pipe (5) which diverges from the first paint inlet (3) and

b) a second return pipe (6) which diverges from the second paint inlet (4), where both return pipes (5, 6) are separate from each other, particularly with both separate return pipes discharging into a common return pipe downstream, and/or

c) at least one external electrode for external electrostatic charging of the paint systems applied, and/or

d) at least one contact electrode for direct electrostatic charging of the paint systems applied.


 
4. Atomiser (1; 28) in accordance with one of the preceding claims, characterised by a third flushing pipe (12) for flushing the atomiser (1; 28) with a third flushing agent, which prevents a chemical reaction between the paint systems and/or between the matched flushing agents when the paint systems are changed.
 
5. Atomiser (1; 28) in accordance with claim 4, characterised in that one of the flushing pipes (13) in the atomiser (1; 28) discharges into a section of pipe which is located upstream before both separate main needle valves.
 
6. Atomiser (1; 28) in accordance with one of the preceding claims, characterised in that

a) the different paint systems comprise a water-based paint and a solvent-based paint, and/or

b) the different paint systems comprise a base coat and a clear varnish.


 
7. Painting machine, particularly painting robot, with an atomiser (1; 28) in accordance with one of the preceding claims, particularly characterised by

a) at least one common internal flushing pipe (8, 13) located in the atomiser (1; 28) and through which the various flushing agents for the different paint systems are introduced,

b) several external flushing pipes (16, 17, 18), which are located outside the atomiser (1; 28) and each introduce a flushing agent for one of the paint systems, and

c) a flushing valve arrangement (19) located outside the atomiser (1; 28), which is connected to the external flushing pipes (16, 17, 18) on the inlet side and with the internal flushing pipe (8, 13) on the inlet side.


 
8. Painting machine in accordance with claim 7,
characterised in that,

a) at least one internal flushing pipe (8) for short flushing in the atomiser (1; 28) discharges into a section of pipe (7) which is located downstream behind both the separate main needle valves, and

b) at least one further internal flushing pipe (13) in the atomiser (1; 28) discharges into a section of pipe (7) which is located upstream before both separate main needle valves.


 
9. Painting machine in accordance with one of claims 7 to 8, characterised by

a) a first supply line which supplies the first paint inlet of the atomiser (1; 28) with the first paint system, and

b) a second supply line which supplies the second paint inlet of the atomiser (1; 28) with the second paint system, where both supply lines are separate from each other, and/or

c) a first colour changer, which feeds an interchangeable colour from the first paint system to the first supply line; and

d) a second colour changer, which feeds an interchangeable colour from the second paint system to the second supply line.


 
10. Painting machine in accordance with one of claims 7 to 9, characterised by

a) a first metering pump for metering the first paint system, and a second metering pump for metering the second paint system is provided, and/or

b) the first metering pump is located in the first supply line, and

c) the second metering pump is located in the second supply line,

d) wherein the first metering pump and/or second metering pump is preferably integrated into the atomiser (1; 28).


 
11. Painting machine in accordance with one of claims 7 to 10, characterised by

a) a first robot arm (25) is provided and a second robot arm (26) which is articulated to the first robot arm (25) and bears a robot wrist (27) with the atomiser (1; 28), and/or

b) both the metering pumps are located on the first robot arm (25), or

c) that both the metering pumps are located on the second robot arm (26), or

d) one of the two metering pumps is fitted to the first robot arm (25), whilst the other of the two metering pumps is fitted to the second robot arm (26).


 
12. Painting machine in accordance with one of claims 7 to 11, characterised by a traversing rail with a carriage moveable on a rail (22), where the first metering pump and/or the second metering pump are fitted to the carriage for travel.
 
13. Paint cabin with a painting machine in accordance with one of claims 7 to 12 and a cabin wall, where the first metering pump and/or the second metering pump is fitted to the cabin wall, either inside or outside the paint cabin.
 
14. Operating method for an atomiser (1; 28) in accordance with one of claims 1 to 6, wherein

- the atomiser (1; 28) is operated with different paint systems consecutively, and the different paint systems are fed to the atomiser (1; 28) through separate paint inlets,

- the atomiser (1; 28) is flushed with different flushing agents each adapted to one of the paint systems and which are supplied through one flushing pipe (8, 9; 12) each, wherein the flushing pipes (8, 9) run separate from each other within the atomiser (1; 28) and allow the supply of different flushing agents for the two paint systems,

characterised in

- that the atomiser (1; 28) is flushed with a flushing agent via one of the flushing pipes (8, 9; 12), which open into a pipe section (7) downstream behind the two main needle valves (FA, FB).


 
15. Operating method in accordance with claim 14,
characterised in that

a) the atomiser (1; 28) is flushed by at least three different flushing agents consecutively;

b) the first flushing agent is matched to the first paint system;

c) the second flushing agent is matched to the second paint system, and

d) the third flushing agent is used when changing between the different paint systems, whereby the third flushing agent prevents a chemical reaction between the first paint system and the second paint system and/or between the first flushing agent and the second flushing agent.


 
16. Operating method in accordance with one of claims 14 to 15, characterised in that

a) the different paint systems are each metered by one respective meter, or

b) two meters meter the first paint system and one single meter meters the second paint system, and/or

c) the different paint systems comprise a water-based paint and a solvent-based paint, and/or

d) the different paint systems comprise a base coat and a clear varnish.


 


Revendications

1. Pulvérisateur (1 ; 28), plus particulièrement pulvérisateur rotatif, avec

a) une première alimentation de peinture (3) pour un premier système de peinture,

b) au moins une deuxième alimentation de peinture (4) supplémentaire pour un deuxième système de peinture, les deux alimentations de peinture (3, 4) étant séparées l'une de l'autre, de façon à ce que le pulvérisateur (1 ; 28) puisse appliquer au choix un des deux systèmes de peinture,

c) un élément d'application (2), plus particulièrement un plateau à cloche, pour l'application des deux systèmes de peinture,

d) moyennant quoi, pour l'alimentation de l'élément d'application (2) avec le premier système de peinture ou le deuxième système de peinture, une première soupape principale (FA) est prévue dans la première alimentation de peinture (3) et une deuxième soupape principale (FB) est prévue dans la deuxième alimentation de peinture (4) et

e) une portion de conduite commune (7), qui conduit à l'élément d'application (2), les deux alimentations de peinture (3, 4) débouchant par l'intermédiaire des deux soupapes principales (FA, FB) dans la portion de conduite commune (7),

caractérisé en ce que

f) les deux soupapes principales (FA, FB) étant des soupapes à pointeaux principales (FA, FB) et

g) le pulvérisateur (1 ; 28) comprend une première conduite de rinçage (8) pour le rinçage du pulvérisateur (1 ; 28) avec un premier produit de rinçage adapté au premier système de peinture,

h) le pulvérisateur (1 ; 28) comprend une deuxième conduite de rinçage (9) pour le rinçage du pulvérisateur (1 ; 28) avec un deuxième produit de rinçage adapté au deuxième système de peinture,

i) les deux conduites de rinçage (8, 9) s'étendent dans le pulvérisateur (1 ; 28) de manière séparée entre elles et permettent l'alimentation de produits de rinçage différents pour les deux systèmes de peinture et

j) au moins une des conduites de rinçage (8, 9 ; 12) débouche dans la portion de conduite commune (7) qui se trouve en aval derrière les deux soupapes à pointeaux principales (FA, FB).


 
2. Pulvérisateur (1 ; 28) selon la revendication 1,
caractérisé par

a) un premier dispositif de surveillance de pointeau principal pour la surveillance de la première soupape à pointeau principale (FA) et

b) un deuxième dispositif de surveillance de pointeau principal pour la surveillance de la deuxième soupape à pointeau principale (FB).


 
3. Pulvérisateur (1 ; 28) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par

a) une première conduite de retour (5), qui bifurque à partir de la première alimentation de peinture (3) et

b) une deuxième conduit de retour (6), qui bifurque à partir de la deuxième alimentation de peinture (4), les deux conduites de retour (5, 6) étant séparées l'une de l'autre, plus particulièrement les deux conduites de retour séparées débouchant en aval dans une conduite de retour commune, et/ou

c) au moins une électrode externe pour la charge électrostatique externe des systèmes de peinture appliqués, et/ou

d) au moins une électrode de contact pour la charge électrostatique directe des systèmes de peinture appliqués.


 
4. Pulvérisateur (1 ; 28) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par
une troisième conduite de rinçage (12) pour le rinçage du pulvérisateur (1 ; 28) avec un troisième produit de rinçage, qui est empêche, lors d'un changement de système de peinture, une réaction chimique entre les systèmes de peinture et/ou entre les produits de rinçage adaptés.
 
5. Pulvérisateur (1 ; 28) selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une des conduites de rinçage (13) débouche dans le pulvérisateur (1 ; 28) dans une portion de conduite qui se trouve en amont devant les deux avant les deux soupapes à pointeaux principales séparées.
 
6. Pulvérisateur (1 ; 28) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que

a) les différents systèmes de peinture comprennent une peinture à l'eau et une peinture à solvants et/ou

b) les différents systèmes de peinture comprennent une peinture de base et un vernis transparent.


 
7. Machine de peinture, plus particulièrement robot de peinture, avec un pulvérisateur (1 ; 28) selon l'une des revendications précédentes, plus particulièrement caractérisée par

a) au moins une conduite de rinçage interne commune (8, 13) qui est disposée dans le pulvérisateur (1 ; 28) et par l'intermédiaire de laquelle sont amenés différents produits de rinçage pour les différents systèmes de peinture,

b) plusieurs conduites de rinçage externes (16, 17, 18) qui sont disposées à l'extérieur du pulvérisateur (1 ; 28) et qui amènent chacune un produit de rinçage pour un des systèmes de peinture, ainsi que

c) un dispositif à soupapes de rinçage (19) disposé à l'extérieur du pulvérisateur (1 ; 28), qui est relié, du côté de l'entrée, avec les conduites de rinçage externes (16, 17, 18) et, du côté de l'entrée, avec la conduite de rinçage interne (8, 13).


 
8. Machine de peinture selon la revendication 7,
caractérisée en ce que

a) au moins une conduite de rinçage interne (8) pour des rinçages courts débouche dans le pulvérisateur (1 ; 28) dans une portion de conduite (7), qui se trouve en aval après les deux soupapes à pointeau principales séparées et

b) au moins une deuxième conduite de rinçage interne (13) débouche dans le pulvérisateur (1 ; 28) dans une portion de conduite (7) qui se trouve en amont avant les deux soupapes à pointeaux principales séparées.


 
9. Machine de peinture selon l'une des revendications 7 à 8, caractérisée par

a) une première ligne d'alimentation qui alimente la première alimentation de peinture du pulvérisateur (1 ; 28) avec le premier système de peinture et

b) une deuxième ligne d'alimentation qui alimente la deuxième alimentation de peinture du pulvérisateur (1 ; 28) avec le deuxième système de peinture et/ou

c) un premier changeur de couleur, qui alimente la première ligne d'alimentation avec une couleur variable du premier système de peinture et

d) un deuxième changeur de couleur, qui alimente la deuxième ligne d'alimentation avec une couleur variable du deuxième système de peinture.


 
10. Machine de peinture selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisée en ce que

a) une première pompe de dosage est prévue pour le dosage du premier système de peinture et une deuxième pompe de dosage est prévue pour le dosage du deuxième système de peinture et/ou

b) la première pompe de dosage est disposée dans la première ligne d'alimentation et

c) la deuxième pompe de dosage est disposée dans la deuxième ligne d'alimentation,

d) plus particulièrement la première pompe de dosage et/ou la deuxième pompe de dosage est intégrée dans le pulvérisateur (1 ; 28).


 
11. Machine de peinture selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisée en ce que

a) un premier bras de robot (25) et un deuxième bras de robot (26) sont prévus, qui sont montés de manière mobile sur le premier bras de robot (25) et qui supportent un axe de main de robot (27) avec le pulvérisateur (1 ; 28) et/ou

b) les deux pompes de dosage sont montées sur le premier bras de robot (25) ou

c) les deux pompes de dosage sont montées sur le deuxième bras de robot (26) ou

d) une des deux pompes de dosage est montée sur le premier bras de robot (25) tandis que l'autre des deux pompes de dosage est montée sur le deuxième bras de robot (26).


 
12. Machine de peinture selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisée par un axe de déplacement avec un chariot, qui peut être déplacé sur un rail (22), la première pompe de dosage et/ou la deuxième pompe de dosage étant disposée de manière mobile sur le chariot.
 
13. Cabine de peinture avec une machine de peinture selon l'une des revendications 7 à 12 et une paroi de cabine, la première pompe de dosage et/ou la deuxième pompe de dosage étant disposée sur la paroi de la cabine soit à l'intérieur de la cabine de peinture soit à l'extérieur de la cabine de peinture.
 
14. Procédé d'exploitation pour un pulvérisateur (1 ; 28) selon l'une des revendications 1 à 6,

- le pulvérisateur (1 ; 28) étant exploité successivement avec différents systèmes de peinture et les différents systèmes de peinture étant amenés dans le pulvérisateur (1 ; 28) par l'intermédiaire d'alimentations de peinture séparées

- le pulvérisateur (1 ; 28) étant rincé avec des produits de rinçage différents, dans lequel les différents produits de rinçage sont adaptés à un des systèmes de peinture et sont alimentés chacun par l'intermédiaire d'une conduite de rinçage (8, 9 ; 12), dans lequel les conduites de produits de rinçage (8, 9) s'étendent dans le pulvérisateur (1 ; 28) de manière séparée entre elles et permettent l'alimentation de produits de rinçage différents pour les deux systèmes de peinture,

caractérisé en ce que

- le pulvérisateur (1 ; 28) est rincé avec un produit de rinçage par l'intermédiaire d'une des conduites de rinçage (8, 9 ; 12) qui débouche dans la portion de conduite (7) en aval après les deux soupapes à pointeaux principales (FA, FB).


 
15. Procédé d'exploitation selon la revendication 14, caractérisé en ce que

a) le pulvérisateur (1 ; 28) est rincé successivement avec au moins trois différents produits de rinçage,

b) le premier produit de rinçage est adapté au premier système de peinture,

c) le deuxième produit de rinçage est adapté au deuxième système de peinture et

d) le troisième produit de rinçage permet d'effectuer un rinçage lors d'un changement entre les différents systèmes de peinture, le troisième produit de rinçage empêchant une réaction entre le premier système de peinture et le deuxième système de peinture et/ou entre le premier produit de rinçage et le deuxième produit de rinçage.


 
16. Procédé d'exploitation selon l'une des revendications 14 à 15, caractérisé en ce que

a) le dosage de chacun des différents systèmes de peinture a lieu par l'intermédiaire d'un doseur ou

b) le dosage du premier système de peinture a lieu par l'intermédiaire de deux doseurs et le dosage du deuxième système de peinture a lieu par l'intermédiaire d'un seul doseur et/ou

c) les différents systèmes de peinture comprennent une peinture à l'eau et une peinture à solvants et/ou

d) les différents systèmes de peinture comprennent une peinture de base et un vernis transparent.


 




Zeichnung




















Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente




In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur