[0001] Die Erfindung betrifft eine sanitäre Auslaufeinheit gemäß Anspruch 1, wobei bei der
Auslaufeinheit ein in einem Strömungsweg in einem Gehäuse angeordnetes Ventilelement
zwischen einer Offenstellung und einer Schließstellung umschaltbar ist, wobei die
Schließstellung in Gebrauchsstellung unterhalb der Offenstellung angeordnet ist.
[0002] Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren gemäß Anspruch 18, zum Betätigen einer
Auslaufeinheit gemäß einem der Ansprüche 1-17, wobei ein in einem Strömungsweg in
einem Gehäuse angeordnetes Ventilelement aus einer Schließstellung in eine darüber
liegende Offenstellung überführt wird.
[0003] Bei derartigen sanitären Auslaufeinheiten, die grundsätzlich eine Außenkontur aufweisen
können, die ein Einsetzen in eine Auslauföffnung einer Sanitärarmatur erlaubt, besteht
der Wunsch, unterschiedliche Durchflussmengen zu realisieren. Häufig sehen hier nationale
Gesetzgebungen vor, dass eine Durchflussmenge in einem Standardbetrieb auf ein vorgeschriebenes
Maß beschränkt ist. Es besteht jedoch der Wunsch des Anwenders, kurzzeitig derartige
Durchflussmengenbegrenzungen aufheben zu können.
[0004] Aus
WO 2011/147496 A1 ist ein sanitärer Auslaufeinsatz bekannt, bei welchem ein Durchflussquerschnitt eines
Durchflussmengenreglers oder Durchflussbegrenzers durch eine axiale Veränderung einer
Relativposition eines Stellelements und eines Gegenelements vorwählbar oder variierbar
ist, wobei dazu an einer Auslaufstirnseite des Auslaufeinsatzes eine Handhabe vorgesehen
ist, die als Drucktaster ausgestaltet ist, und wobei mittels einer Drucktastmechanik
eine Stellbewegung an der Handhabe in eine axiale Relativbewegung von Stellelement
und Gegenelement umsetzbar ist. Derartige Drucktastmechaniken sind in der Regel bistabil,
so dass in der Regel keine selbsttätige Rückkehr in eine bevorzugte Ausgangsstellung
erfolgt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer sanitären Auslaufeinheit unter
Beachtung von gesetzlichen Vorgaben die Gebrauchseigenschaften zu verbessern.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe sind erfindungsgemäß bei einer sanitären Auslaufeinheit
die Merkmale von Anspruch 1 vorgesehen. Insbesondere wird somit zur Lösung der genannten
Aufgabe erfindungsgemäß bei einer sanitären Auslaufeinheit der eingangs beschriebenen
Art vorgeschlagen, dass das Ventilelement eine Anlagefläche aufweist, die in der Offenstellung
an der Gegenfläche des Gehäuses anliegt und in der Schließstellung zu der Gegenfläche
beabstandet ist, so dass die Gegenfläche in der Schließstellung durch Wasser im der
Strömungsweg benetzbar ist, und dass an dem Ventilelement eine Beaufschlagungsfläche
ausgebildet ist, welche in der Offenstellung durch einen in dem Strömungsweg herrschenden
Druck beaufschlagbar ist, so dass die Anlagefläche gegen die Gegenfläche gepresst
ist. Somit ist das Ventilelement in der Offenstellung durch den Druck, der in dem
Strömungsweg herrscht, haltbar. Sobald dieser Druck abfällt wird erreicht, dass das
Ventilelement - beispielsweise aufgrund seines Eigengewichts - in die unter der Offenstellung
liegende Schließstellung fallen kann. Hierdurch ist erreichbar, dass die sanitäre
Auslaufeinheit nach einer Benutzung selbsttätig in den begrenzenden Betrieb, bei dem
das Ventilelement in der Schließstellung den Strömungsweg stärker begrenzt, als in
der Offenstellung, zurückkehrt. Andererseits erreicht die Erfindung, dass das Ventilelement
selbsttätig in der Offenstellung haltbar eingerichtet sein kann, so lange im Strömungsweg
ausreichend Wasser fließt und somit ein ausreichender Druck aufgebaut ist. Dies erleichtert
die Benutzung, da der Anwender das Ventilelement beispielsweise manuell in die Offenstellung
überführen kann, jedoch nicht das Ventilelement in dieser Offenstellung halten muss.
Dies verbessert die Gebrauchseigenschaften der sanitären Auslaufeinheit, wobei gleichzeitig
gesetzliche Anforderungen, nach denen die Standardeinstellung im Normalbetrieb die
strömungsbegrenzte Einstellung sein soll, erfüllbar ist.
[0008] Bevorzugt ist die Beaufschlagungsfläche an einer von der Anlagefläche abgewandten
Seite des Ventilelements ausgebildet. Somit ist ein Anpressdruck direkt auf die Gegenfläche
bringbar.
[0009] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass an dem Ventilelement
ein Verdrängungskörper ausgebildet ist, welcher in der Offenstellung in einem durch
die Anlagefläche und die Gegenfläche abschließbaren Aufnahmeraum und in der Schließstellung
zumindest teilweise außerhalb des Aufnahmeraums angeordnet ist. Hierdurch ist ein
druckgesteuertes Halten des Ventilelements in der Offenstellung verbesserbar. Denn
die Verwendung eines Aufnahmeraumes, dessen Volumen beispielsweise nur geringfügig
größer als das oder gleich dem Volumen des Verdrängungskörpers gewählt sein kann,
ist erreichbar, dass ein zusätzlicher Widerstand gegen ein selbsttätiges Rückkehren
in die Schließstellung entwickelbar ist. Hier macht sich die Ausgestaltung zu Nutze,
dass Wasser weniger leicht in einen Aufnahmeraum einströmen kann, als Luft, so dass
ein Entfernen des Verdrängungskörpers aus dem Aufnahmeraum in einer Wasserumgebung
schwieriger ist als in einer Luftumgebung. Die Luftumgebung stellt sich hierbei beispielsweise
ein, wenn der Wasserstrom abgeschaltet wird.
[0010] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Verdrängungskörper
in dem Aufnahmeraum geführt ist. Dies erleichtert eine definierte Überführung des
Ventilelements zwischen der Schließstellung und der Offenstellung. Besonders günstig
ist es, wenn der Verdrängungskörper verschieblich geführt ist. Dies ermöglicht einfache
Bewegungsabläufe und kann förderlich zur Unterstützung der Rückkehrbewegung aufgrund
der Schwerkraft sein.
[0011] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass zwischen dem Verdrängungskörper
und einer Innenwand des Aufnahmeraums wenigstens ein Entlastungskanal ausgebildet
ist, über den aus dem Aufnahmeraum verdrängtes Wasser abführbar ist. Dies erleichtert
ein Überführen des Ventilelements in die Offenstellung, bei welchem der Verdrängungskörper
Wasser aus dem Aufnahmeraum verdrängen muss. Der wenigstens eine Entlastungskanal
kann bei der Rückkehr in die Schließstellung günstig für die Belüftung des Aufnahmeraums
sein, um den Verdrängungskörper freizugeben. Besonders günstig ist es, wenn der wenigstens
eine Entlastungskanal in den Strömungsweg mündet. Dies vereinfacht den konstruktiven
Aufbau der sanitären Auslaufeinheit und ermöglicht eine einfache Abführung des verdrängten
Wassers aus dem Aufnahmeraum.
[0012] Bei der Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein von außerhalb
des Gehäuses zugängliches Betätigungselement ausgebildet ist, mit welchem das Ventilelement
aus der Schließstellung in die Offenstellung überführbar ist. Von Vorteil ist dabei,
dass eine manuelle Betätigung, also ein Umstellen aus der Schließstellung in die Offenstellung
von außen einfach ausführbar ist. Bevorzugt ist das Betätigungselement stabförmig
ausgebildet, um konstruktiv möglichst einfach zu sein und/oder möglichst wenig Bauraum
in der sanitären Auslaufeinheit zu beanspruchen. Bevorzugt ist das stabförmige Betätigungselement
längs des Strömungswegs ausgerichtet. Dies hat den Vorteil, dass das Ventilelement
von unterhalb der sanitären Auslaufeinheit in Gebrauchsstellung bedienbar ist. Einerseits
ist somit das Bedienelement gut in die äußerliche Gestalt der sanitären Auslaufeinheit
integrierbar und andererseits sind auf diese Weise keine zusätzlichen Veränderungen
beispielsweise an einem Armaturenauslauf, in den die sanitäre Auslaufeinheit eingesetzt
werden soll, erforderlich. Weiter ist für den Anwender die Überführungsbewegung aus
der Schließstellung in die Offenstellung unmittelbar nachvollziehbar, da sich das
Betätigungselement gleichgerichtet zu dem Ventilelement bewegt.
[0013] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Betätigungselement
separat von dem Ventilelement ausgebildet ist. Von Vorteil ist dabei, dass sich das
Betätigungselement nach Überführung des Ventilelements in die Offenstellung von dem
Ventilelement lösen kann. Das Eigengewicht des Betätigungselements muss somit nicht
durch den Wasserdruck gehalten werden. Bevorzugt ist hierbei vorgesehen, dass mit
dem Betätigungselement ein Teil der Beaufschlagungsfläche abdeckbar und zum Strömungsweg
freigebbar ist. Somit ist die Haltekraft für das Ventilelement zusätzlich steigerbar,
sobald das Betätigungselement von dem Ventilelement abgelöst ist. Die Erfindung macht
sich hier zu Nutze, dass der freigegebene Teil der Beaufschlagungsfläche im Betrieb
druckbeaufschlagt ist und somit zur Haltekraft des Ventilelements in der oberen Offenstellung
beitragen kann. Das Betätigungselement ist bevorzugt unabhängig von dem Ventilelement
bewegbar angeordnet. Somit ist eine Rückkehr in eine Ausgangsposition unabhängig von
dem Ventilelement ausführbar.
[0014] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Betätigungselement
in dem Gehäuse geführt ist. Von Vorteil ist dabei, dass die Bewegung des Betätigungselements
unabhängig von der Bewegung des Ventilelements definierbar ist. Eine Entkopplung der
beiden Bewegungen ist somit ermöglicht. Dies vereinfacht die Anforderungen an einzuhaltende
Toleranzen, damit das Betätigungselement und das Ventilelement leichtgängig verstellbar
sind. Besonders günstig ist es, wenn das Betätigungselement ebenfalls verschieblich
geführt ist. Somit ist eine Bewegung des Ventilelements direkt ohne mechanische Umsetzung
durch das Betätigungselement bewirkbar.
[0015] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Beaufschlagungsfläche
in der Offenstellung im Strömungsweg vor einem Strömungshindernis vorgeschaltet angeordnet
ist. Somit ist ein ausreichender Wasserdruck entwickelbar, welcher das Ventilelement
in der Offenstellung halten kann. Bevorzugt ist das Strömungshindernis durch einen
Ventilsitz des Ventilelements oder an einem Ventilsitz, beispielsweise nahe zu dem
Ventilsitz ausgebildet. Zusätzliche Strömungshindernisse sind somit verzichtbar, was
den konstruktiven Aufbau vereinfacht.
[0016] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Anlagefläche
an einer umlaufenden Krempe ausgebildet ist, die in der Schließstellung mit einem
Ventilsitz, beispielsweise dem bereits erwähnten Ventilsitz zu einem zumindest teilweisen
Verschließen zusammenwirkt. Somit ist auf einfache Weise eine Schließstellung gebildet,
welche nach Art einer Drossel oder mit komplexeren Regelfunktionen ausgebildet sein
kann. Die Verwendung einer umlaufenden Krempe hat den zusätzlichen Vorteil, dass auf
einfache Weise Bauraum zur Ausbildung der erwähnten Anlagefläche geschaffen ist.
[0017] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass dem Ventilelement
im Strömungsweg ein Mengenregler oder Mengenbegrenzer vorgeschaltet ist. Von Vorteil
ist dabei, dass gesetzliche Vorgaben auch bei kurzzeitigen Betriebszuständen einhaltbar
sind. Von Vorteil ist weiter, dass hinter dem Mengenregler oder Mengenbegrenzer definierte
Strömungs- und/oder Druckverhältnisse einrichtbar sind, die ein besonders gutes Funktionieren
der erfindungsgemäßen sanitären Auslaufeinheit ermöglichen.
[0018] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Anlagefläche
in der Schließstellung an dem Ventilelement zuströmseitig ausgebildet ist. Von Vorteil
ist dabei, dass das Ventilelement durch den Wasserdruck im Strömungsweg nach einem
ersten Ablösen aus der Offenstellung selbstständig in die Schließstellung bringbar
ist. Hierzu greift der Wasserdruck an der Anlagefläche an, sobald diese sich von der
Gegenfläche abgelöst hat. Hierdurch ist somit die Rückstellwirkung durch das Eigengewicht
des Ventilelements verstärkbar.
[0019] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Verdrängungskörper
aus einem metallischen Werkstoff gefertigt ist. Von Vorteil ist dabei, dass ein höheres
Eigengewicht erreichbar ist. Bevorzugt ist das gesamte Ventilelement aus dem metallischen
Werkstoff gefertigt. Mehrkomponenten sind somit an dieser Stelle vermeidbar. Als ein
günstiger metallischer Werkstoff hat sich beispielsweise Messing herausgestellt.
[0020] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Betätigungselement
aus Kunststoff gefertigt ist. Dies ermöglicht eine besonders einfache Fertigung des
Betätigungselements. Die Ausbildung des Betätigungselements aus Kunststoff ist besonders
dann günstig, wenn das Betätigungselement separat von dem Ventilelement ausgebildet
und von diesem lösbar angeordnet ist. In diesem Fall ist es erforderlich, dass das
Betätigungselement mit einem ausreichenden Eigengewicht versehen ist, da es nicht
durch das Ventilelement zurückgehalten wird.
[0021] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass eine Strömungsblende
derart angeordnet ist, dass das Ventilelement in der Offenstellung in Umfangsrichtung
zumindest abschnittweise abgeschirmt ist. Somit ist eine Anströmung des Ventilelements
durch eine verwirbelte Wasserströmung reduzierbar oder sogar ganz vermeidbar. Ein
ungewolltes Ablösen des Ventilkörpers von der Gegenfläche, das durch Wirbel und/oder
reflektierte Strömungen, die sich zwischen die Anlagefläche und die Gegenfläche einschieben,
verursacht werden könnte, ist somit unterdrückbar. Bevorzugt ist vorgesehen, dass
die Strömungsblende entlang einer gesamten Umfangslänge des Ventilelements, also beispielsweise
über einen Winkel von 360°, den Ventilkörper, insbesondere seine Krempe, abschirmt.
Somit ist ein allseitiger Schutz gegen ungewolltes Fallen des Ventilkörpers in die
Schließstellung erreichbar. Die Strömungsblende kann hierbei den Ventilkörper ringförmig
umgeben. Günstig ist es, wenn die Strömungsblende einen Kreisring beschreibt. Somit
passt der möglicherweise unrunde Ventilkörper in den Ring der Strömungsblende, ohne
dass es einer drehfesten Führung des Ventilkörpers bedarf.
[0022] Die Strömungsblende kann hierbei stationär angeordnet sein, beispielsweise an dem
Gehäuse oder einem Träger- oder Rahmenteil. Von Vorteil ist dabei, dass Energie und/oder
Impulse von verwirbelten Strömungsanteilen leicht aufnehmbar und/oder um das Ventilelement
herum leitbar ist. Besonders günstig ist es, wenn die Strömungsblende benachbart zu
der Gegenfläche angeordnet ist. Somit ist eine Fügefläche oder ein Spalt zwischen
der Anlagefläche und der Gegenfläche wirksam abschirmbar.
[0023] Günstig ist es, wenn die Strömungsblende das Ventilelement an dessen Krempe abschirmt,
um ein Ablösen besonders wirkungsvoll zu vermeiden. Bevorzugt ist eine Höhe der Strömungsblende
auf eine Höhe der Krempe abgestimmt. Somit kann die Krempe vollständig abgedeckt werden.
[0024] Bei dieser Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Strömungsblende entlang des
Strömungswegs hinter einer Prallfläche angeordnet ist. Somit sind Wirbel oder Strömungen,
die von der Prallfläche reflektiert werden und in Richtung auf das Ventilelement strömen,
gut umlenkbar. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Strömungsblende
in eine das Ventilelement aufnehmende Ventilkammer abragt.
[0025] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass im Strömungsweg
vor dem Ventilelement ein Strömungsgleichrichter angeordnet ist. Somit ist eine Strömung
gleichmäßig ausrichtbar. Eine Entstehung von Wirbeln, die insbesondere ein Ablösen
des Ventilelements von der Gegenfläche und somit ein Herabfallen des Ventilelements
in seine Schließstellung bewirken können, ist somit reduzierbar oder sogar ganz unterdrückbar.
[0026] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Strömungsgleichrichter
mehrstufig ausgebildet ist. Dies ist im Vergleich zu einer einstückigen Ausführung
eines einzigen, entsprechend längeren Strömungsgleichrichters besser durch Spritzguss
zu fertigen. Prinzipiell erscheint es denkbar, auch einen dicken Gleichrichter zu
nehmen, der nur eine Platte oder Stufe mit Bohrungen hat. Hier sind aber Randbedingungen
der Spritzgusstechnik zu beachten, die bei den hier verwendeten kleinen Bohrungen
von beispielsweise 0,25 mm Durchmesser die Gefahr in sich bergen, dass bei der Abkühlung
sich die Bohrlöcher durch Schrumpfung wieder verschließen. Eine mehrstufige Ausführung
kann helfen, diesen Effekt zu vermeiden.
[0027] Durch den mehrstufigen Aufbau kann das sogenannte Aspektverhältnis, also das Verhältnis
von Durchmesser der Bohrungen zur Länge der Bohrungen verbessert werden, sodass der
beschriebene Verschluss von Bohrungen aufgrund von Schrumpfung vermieden werden kann.
[0028] Der Strömungsleichrichter kann somit eine Stufe, zwei Stufen, oder mehr als zwei
Stufen, beispielsweise drei, vier oder fünf oder mehr als fünf, Stufen aufweisen.
[0029] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Strömungsgleichrichter
wenigstens einen Einsatz hat. Somit ist ein Strömungsgleichrichter in einer vorhandenen
Auslaufeinheit nachrüstbar und/oder es ist der Strömungsgleichrichter leicht nachträglich
entfernbar und/oder austauschbar. Vorzugsweise bildet der Einsatz eine Stufe des Strömungsgleichrichters,
insbesondere eine der bereits erwähnten Stufen.
[0030] Der oder jeder Einsatz kann hierbei als Platte mit Bohrungen ausgeführt sein, wobei
die Bohrungen durch das bereits erwähnte Aspektverhältnis eine Gleichrichtung bewirken
können.
[0031] Ist jede Stufe als Einsatz ausgebildet, so lässt sich ein gleichrichtendes Verhalten
des Strömungsgleichrichters leicht modifizieren, indem die Anzahl von Einsätzen verändert
und/oder die Ausgestaltung der Einsätze durch Auswechseln modifiziert wird.
[0032] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass im Strömungsweg
zwischen dem Strömungsgleichrichter und dem Ventilelement wenigstens eine Durchtrittsdüse
angeordnet ist. Ein Rand der Durchtrittsdüse kann auch eine Auflage für die bereits
erwähnten Einsätze bilden. Besonders günstig es, wenn die Strömungsblende stufenlos
an die Durchtrittsdüse angeschlossen ist. Somit kann eine unerwünschte Wirbelbildung
reduziert oder sogar vermieden werden.
[0033] Hierbei ist es besonders günstig, wenn vor der Durchtrittsdüse ein Strömungsgleichrichter,
beispielsweise der bereits beschriebene Strömungsgleichrichter, angeordnet ist. Verwirbelungen
in der nachgeschalteten Ventilkammer sind somit weitestgehend vermeidbar.
[0034] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Anlagefläche
an der Gegenfläche in einem Anlagebereich anliegt und außerhalb von dem Anlagebereich
ein Abstand ausgebildet ist. Somit ist ein flächiges, möglichst spaltarmes oder sogar
spaltfreies Anliegen der Anlagefläche an der Grenzfläche erreichbar, ohne das fertigungstechnisch
unvermeidbare Oberflächenunebenheiten in der Nachbarschaft zu dem Anlagebereich dessen
Funktion und insbesondere das Haften in der Offenstellung beinträchtigen würden. Hierbei
ist es günstig, wenn ein Flächeninhalt des Anlagebereichs kleiner als ein Flächeninhalt
einer von der Anlagefläche abgedeckten Fläche ist. Somit ist ein genauer Sitz der
Anlagefläche an der Gegenfläche erreichbar, indem der Anlagebereich möglichst klein
gewählt ist. Um einen guten Halt des Ventilelements in der Offenstellung durch den
Innendruck des strömenden Wassers zu erreichen, sollte der Bereich, in dem ein Abstand
oder Spalt ausgebildet ist, eine im Vergleich zum Anlagebereich möglichst große Ausdehnung
längs der Anlagefläche haben.
[0035] Es kann vorgesehen sein, dass der Anlagebereich von einer Stufe begrenzt ist. Dies
stellt ein besonders einfaches Mittel dar, einerseits den gewünschten Abstand jenseits
des Anlagebereichs einzuhalten und andererseits einen guten Übergang zu dem Anlagebereich
zu schaffen. Die Stufe kann hierbei in der Anlagefläche und/oder in der Gegenfläche
ausgebildet sein.
[0036] Zur Lösung der genannten Aufgabe sind bei einem Verfahren zum Betätigen eines Ventils
erfindungsgemäß die Merkmale des nebengeordneten, auf ein Verfahren gerichteten Anspruchs
vorgesehen. Insbesondere wird somit erfindungsgemäß zur Lösung der genannten Aufgabe
bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art vorgeschlagen, dass das Ventilelement
in der Offenstellung durch einen im Strömungsweg herrschenden Druck beaufschlagt wird,
so dass eine Anlagefläche des Ventils gegen eine Gegenfläche am Gehäuse gepresst und
gehalten wird. Somit ist erreichbar, dass das Ventilelement selbsttätig in der Offenstellung
verbleibt, solange ein Druck im Strömungsweg anliegt. Dies erleichtert die Bedienung,
da ein Anwender nicht gezwungen ist, das Ventilelement in der Offenstellung zu halten.
[0037] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Ventilelement
nach einem Druckabfall im Strömungsweg selbsttätig in die Schließstellung fällt. Somit
ist erreichbar, dass das Ventil im Normalbetrieb einen Zustand einnimmt, in dem das
Ventilelement in der Schließstellung angeordnet ist. Besonders günstig ist es, wenn
das Ventilelement aufgrund seines Eigengewichts in die Schließstellung fällt. Zusätzliche
Rückstellfedern und dergleichen sind somit verzichtbar.
[0038] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Druck durch
ein dem Ventilelement in Offenstellung nachgeschaltetes Strömungshindernis erzeugt
wird. Von Vorteil ist dabei, dass keine zusätzlichen Druckerzeugungsmittel erforderlich
sind. Besonders günstig ist es, wenn das Strömungshindernis durch einen Ventilsitz
des Ventilelements erzeugt wird und/oder wenn das Strömungshindernis in der Schließstellung
eine Begrenzung oder Regelung des Wasserflusses im Strömungsweg definiert.
[0039] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass bei der Überführung
des Ventilelements in die Offenstellung Wasser aus einem Aufnahmeraum für einen Verdrängungskörper
des Ventilelements verdrängt wird. Von Vorteil ist dabei, dass ein zusätzlicher Widerstand
aufbaubar ist gegen ein selbsttätiges Rückkehren des Ventilelements in die Schließstellung,
solange Wasser vorhanden ist. Insbesondere kann die Verdrängung über wenigstens einen
Entlastungskanal, beispielsweise den bereits erwähnten Entlastungskanal, erfolgen.
[0040] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Ventilelement
in Schließstellung durch einen an der Anlagefläche anstehenden Druck im Strömungsweg
in einem Ventilsitz, beispielsweise dem bereits erwähnten Ventilsitz, gehalten wird.
Von Vorteil ist dabei, dass eine Rückkehrbewegung des Ventilelements in die Schließstellung
durch einen Druck im Strömungsweg verstärkbar oder unterstützbar ist.
[0041] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass eine erfindungsgemäße
sanitäre Auslaufeinheit, insbesondere wie zuvor beschrieben und/oder nach einem der
auf eine sanitäre Auslaufeinheit gerichteten Ansprüche, verwendet wird. Somit sind
die beschriebenen Vorteile der erfindungsgemäßen sanitären Auslaufeinheit bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren nutzbar.
[0042] Die Erfindung wird nun anhand von einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben, ist
jedoch nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt. Weitere Ausführungsbeispiele
ergeben sich durch Kombination der Merkmale einzelner oder mehrerer Schutzansprüche
untereinander und/oder mit einzelnen oder mehreren Merkmalen des Ausführungsbeispiels.
[0043] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße sanitäre Auslaufeinheit in einer aufgeschnittenen Darstellung,
wobei das Ventilelement in der Schließstellung befindlich ist,
- Fig. 2
- die sanitäre Auslaufeinheit gemäß Figur 1, wobei das Ventilelement mit dem Betätigungselement
in die Offenstellung überführt ist,
- Fig. 3
- die sanitäre Auslaufeinheit gemäß Figur 1, wobei das Ventilelement in der Offenstellung
und das Betätigungselement von dem Ventilelement gelöst angeordnet ist,
- Fig. 4
- die Situation gemäß Figur 1 in einer Ansicht von der Seite,
- Fig. 5
- die Situation gemäß Figur 1 in einer Ansicht schräg von unten auf die Auslaufstruktur,
- Fig. 6
- eine weitere erfindungsgemäße Auslaufeinheit in einer aufgeschnittenen Darstellung,
wobei das Ventilelement in der Schließstellung befindlich ist,
- Fig. 7
- die sanitäre Auslaufeinheit gemäß Figur 6, wobei das Ventilelement mit dem Betätigungselement
in die Offenstellung überführt ist,
- Fig. 8
- die sanitäre Auslaufeinheit gemäß Figur 6, wobei das Ventilelement in der Offenstellung
und das Betätigungselement von dem Ventilelement gelöst angeordnet ist,
- Fig. 9
- die sanitäre Auslaufeinheit gemäß Figur 6 in einem Längsschnitt,
- Fig. 10
- eine Detailvergrößerung aus Fig. 9,
- Fig. 11
- die sanitäre Auslaufeinheit gemäß Figur 6 in Explosionsdarstellung,
- Fig. 12
- die sanitäre Auslaufeinheit gemäß Figur 9 zur Verdeutlichung der Lage der Detailvergrößerung
in Fig. 13 und
- Fig. 13
- eine Detailvergrößerung aus Fig. 12 mit Strömungsgeschwindigkeitsvektoren.
[0044] Die Figuren 1 bis 5 werden im Folgenden zunächst gemeinsam beschrieben, wobei anschließend
auf die unterschiedlichen Schaltzustände näher eingegangen wird.
[0045] Eine im Ganzen mit 1 bezeichnete Auslaufeinheit bildet im Inneren einen Strömungsweg
2 für durchströmendes Wasser aus. Der Strömungsweg 2 ist in an sich bekannter Weise
in einem mehrteiligen Gehäuse 3 ausgebildet.
[0046] In dem Strömungsweg 2 ist ein Ventilelement 4 angeordnet, das zwischen einer Offenstellung
(Figuren 2 und 3) und einer Schließstellung (Figuren 1, 4 und 5) umschaltbar ist.
[0047] Die Schließstellung ist hierbei unterhalb der Offenstellung angeordnet, wenn die
sanitäre Auslaufeinheit 1 im Gebrauch in der Orientierung gemäß Figur 1 eingesetzt
wird. Hierzu kann die Schließstellung - wie gesagt - genau unterhalb der Offenstellung
oder unter der Offenstellung, jedoch seitlich versetzt zu einer Position genau unterhalb,
angeordnet sein.
[0048] Im Einsatz wird die sanitäre Auslaufeinheit 1 durch ein Mundstück 5 an einer nicht
weiter dargestellten Armatur in an sich bekannter Weise gehalten.
[0049] An dem Ventilelement 4 ist eine Anlagefläche 6 ausgebildet. An dem Gehäuse 3 ist
eine korrespondierende Gegenfläche 7 ausgebildet, die mit der Anlagefläche 6 derart
zusammenwirkt, dass die Gegenfläche 7 in der Offenstellung des Ventilelements 4 an
der Anlagefläche 6 flächig anliegt.
[0050] In der Schließstellung ist dagegen die Anlagefläche 6 von der Gegenfläche 7 beabstandet
angeordnet.
[0051] Die Gegenfläche 7 ist in der Schließstellung vom Strömungsweg 2 her zugänglich und
wird daher bei Vorhandensein von Wasser im Strömungsweg 2 benetzt.
[0052] An dem Ventilelement 4 ist außerdem eine Beaufschlagungsfläche 8 ausgebildet. Die
Beaufschlagungsfläche 8 ist nach unten orientiert, während die Anlagefläche 6 nach
oben orientiert ist. Die Beaufschlagungsfläche 8 ist mit anderen Worten in einer von
der Anlagefläche 6 abgewandten Orientierung ausgerichtet.
[0053] In der Offenstellung des Ventilelements 4 wird somit die Beaufschlagungsfläche 8
druckbeaufschlagt und drückt das Ventilelement 4 gegen die Gegenfläche 7.
[0054] An dem Ventilelement 4 ist ein Verdrängungskörper 9 ausgebildet, der in einen Aufnahmeraum
10 passt.
[0055] Der Verdrängungskörper 9 ist hierbei beispielhaft mit einer zylindrischen Form dargestellt.
[0056] Der Verdrängungskörper 9 ist in dem Aufnahmeraum 10 durch dessen Innenkontur verschieblich
geführt. In der Offenstellung füllt der Verdrängungskörper 9 den Aufnahmeraum 10 vollständig
aus. In der Schließstellung ist der Verdrängungskörper 9 dagegen teilweise außerhalb
des Aufnahmeraums 10 angeordnet und ragt in diesen nur so weit rein, als es für die
erwähnte verschiebliche Führung erforderlich ist.
[0057] Zwischen dem Verdrängungskörper 9 und einer Innenwand 11 des Aufnahmeraums 10 sind
mehrere Entlastungskanäle 12 ausgebildet, über welche Wasser, das aus dem Aufnahmeraum
10 verdrängt wird, in den Strömungsweg 2 zurückströmen kann.
[0058] Unterhalb des Ventilelements 4 ist ein stabförmiges Betätigungselement 13 ausgebildet,
welches von außen zugänglich ist.
[0059] Das Betätigungselement 13 ist verschieblich in einer Auslaufstruktur 14 geführt und
beaufschlagt das Ventilelement 4 von unten, an der Beaufschlagungsfläche 8.
[0060] Das Betätigungselement 13 ist separat von dem Ventilelement 4 ausgebildet, so dass
ein Teil der Beaufschlagungsfläche 8 mit dem Betätigungselement 13 abdeckbar und freigebbar
ist.
[0061] Hierbei ist dieser Teil der Beaufschlagungsfläche in der Figur 2 bedeckt und in der
Figur 3 freigegeben.
[0062] Die Beaufschlagungsfläche 8 ist im Strömungsweg 2 dem Ventilsitz 15 vorgeschaltet
angeordnet. Der Ventilsitz 15 bildet ein Strömungshindernis im Strömungsweg 2, so
dass sich vor dem Ventilsitz 15 ein Druck aufbaut, welcher das Ventilelement 4 in
der Offenstellung hält.
[0063] Die Anlagefläche 6 und die Beaufschlagungsfläche 8 sind an einer umlaufenden Krempe
16 des Ventilelements 4 ausgebildet. Die Krempe 16 verschließt in der Schließstellung
den Ventilsitz 15 teilweise, um eine zusätzliche Verengung zu erreichen. Hierzu sind
an der Krempe 16, die an sich eine runde Grundform beschreibt, Abflachungen 17 ausgebildet,
welche jeweils Durchtrittspalten am Ventilsitz 15 bilden.
[0064] Dem Ventilelement 4 ist im Strömungsweg 2 ein an sich bekannter Mengenregler oder
Mengenbegrenzer 18 vorgeschaltet, durch welchen in der Umgebung des Ventilelements
4 definierte Verhältnisse einstellbar sind.
[0065] Die Anlagefläche 6 ist in der Schließstellung an dem Ventilelement 4 zuströmseitig
ausgebildet, so dass das Ventilelement 4 durch den Strömungsdruck in die Schließstellung
geführt und in der Schießstellung gehalten wird, sobald die Anlagefläche 6 von der
Gegenfläche 7 gelöst ist.
[0066] Der Verdrängungskörper 9 und insgesamt das gesamte Ventilelement 4 sind aus Messing
gefertigt. Das Betätigungselement 13 ist dagegen aus Kunststoff gefertigt, wie auch
das Gehäuse 3 mit der Auslaufstruktur 14.
[0067] Figur 1 zeigt den Ruhezustand der sanitären Auslaufeinheit 1. Das Ventilelement 4
ist in der Schließstellung angeordnet.
[0068] Im Betrieb wird somit der Durchfluss entlang des Strömungswegs 2 durch das Ventilelement
4 und insbesondere die Abflachungen 17 im Ventilsitz 15 definiert.
[0069] Durch einen manuellen Druck auf das Betätigungselement 13 von unten nach oben wird
das Ventilelement 4 in die Offenstellung gemäß Figur 2 überführt. Hierbei wird Wasser
aus dem Aufnahmeraum 10 mittels des Verdrängungskörpers 9 über die Entlastungskanäle
12 verdrängt.
[0070] Das Ventilelement 4 wird mit seiner Anlagefläche 6 gegen die Gegenfläche 7 am Gehäuse
3 gepresst.
[0071] In dieser Offenstellung wird die Beaufschlagungsfläche 8 durch den im Strömungsweg
2 aufgebauten oder herrschenden Druck beaufschlagt, so dass das Ventilelement 4 in
der Offenstellung gehalten wird.
[0072] Daher verbleibt das Ventilelement 4 auch in der Offenstellung, wenn das Betätigungselement
13 sich selbst überlassen wird und sich von dem Ventilelement 4 löst und nach unten
fällt. Dieses Halten in der Offenstellung erfolgt solange, wie Wasser in dem Strömungsweg
2 fließt und der notwendige Druck aufgebaut ist.
[0073] Bei einem Druckabfall im Strömungsweg 2 fällt das Ventilelement 4 mit dem Verdrängungskörper
9 aufgrund seines Eigengewichts in die Schließstellung gemäß Figur 1 zurück.
[0074] In der Offenstellung weist der Ventilsitz 15 einen maximalen freien Innenquerschnitt
auf, so dass die Durchflussmenge gegenüber der Schließstellung vergrößert ist.
[0075] Aus den Figuren ist noch ersichtlich, dass der Druck, welcher das Ventilelement 4
in Offenstellung hält, durch den Ventilsitz 15 und nachfolgende Strömungshindernisse
erzeugt wird.
[0076] Die Figuren 6 bis 13 werden im Folgenden gemeinsam beschrieben, wobei funktionell
und/oder konstruktiv zu dem vorangehenden Ausführungsbeispiel gleichartige oder identische
Bauteile und Funktionseinheiten mit denselben Bezugszeichen bezeichnet und nicht noch
einmal gesondert beschrieben sind. Die Ausführungen zu den vorangehenden Figuren gelten
daher zu den Figuren 6 bis 13 entsprechend.
[0077] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 6 bis 13 unterscheidet sich von dem vorangehenden
Ausführungsbeispiel zumindest dadurch, dass - einer Durchtrittsdüse 23 vorgelagert
- ein Strömungsgleichrichter 20 ausgebildet ist. Dieser Strömungsgleichrichter 20
ist zweilagig aus zwei Stufen, der ersten Stufe 21 und der zweiten Stufe 22, zusammengesetzt.
Jede Stufe 21, 22 ist hierbei als ein ringförmiger Einsatz 34 ausgebildet.
[0078] Bei weiteren Ausführungsbeispielen sind andere Anzahlen oder Formen von Stufen 21,
22 ausgebildet, beispielsweise drei oder mehr als drei Stufen und/oder kreisscheibenförmige
Einsätze 34.
[0079] In den Figuren 6 bis 13 ist in der Ventilkammer 28, die entlang des Strömungswegs
2 hinter der Durchtrittsdüse 23 ausgebildet ist, eine Strömungsblende 19 ausgebildet.
Die Strömungsblende 19 ragt in die Ventilkammer 28 und umschließt das Ventilelement
4 entlang des vollen Umfangs der Krempe 16. Hierbei ist die Strömungsblende 19 dicht
an die Gegenfläche 7 herangerückt.
[0080] Die Strömungsblende 19 weist eine Höhe auf, die auf eine Dicke der Krempe 16 abgestimmt
ist. Somit ist die Krempe 16 vollständig hinter der Strömungsblende 19 verstreckt.
[0081] Wie aus Figur 11 ersichtlich ist, weist die Krempe 16 eine unrunde Gestalt mit den
bereits beschriebenen Abflachungen 17 auf.
[0082] Strömungsblende 19 weist demgegenüber eine Form eines Kreisrings auf, der die Krempe
16 allseitig umschließt. Somit wird vermieden, dass die Krempe 16 durch eine Drehung
um ihre Längsachse mit der Strömungsblende 19 kollidieren kann, wobei gleichzeitig
die Strömungsblende 19 möglichst nahe an die Krempe 16 herangerückt ist.
[0083] In den Figuren 10 und 12 ist genauer dargestellt, dass die Gegenfläche 7 durch eine
Stufe 26 unterteilt ist. Hierdurch ist ein Anlagebereich 24 definiert, in welchem
die Anlagefläche 6 und die Gegenfläche 7 flächig aneinander liegen.
[0084] Dieser Anlagebereich 24 ist nur ein Bruchteil der von Ventilelement 4 und genauer
dessen Krempe 16 abgedeckten Fläche 25. Dieser geringe Anteil lässt sich fertigungstechnisch
einfach ausreichend eben ausbilden, so dass die Anlagefläche 6 genügend dicht an der
Gegenfläche 7 anliegt, um das Ventilelement 4 durch den Wasserdruck in der oberen
Stellung zu halten.
[0085] Durch die Stufe 26 ist somit ein Spalt 30 gebildet, durch welchen die Anlagefläche
6 von der Gegenfläche 7 jenseits des Anlagebereichs 24 beabstandet ist. Hier spielen
somit Unebenheiten für den Halt des Ventilelements 4 keine Rolle.
[0086] In Figur 13 ist der Verlauf der Strömung im Strömungsweg 2 anhand von Strömungsgeschwindigkeitsvektoren
27 angedeutet. Hierbei ist die eingezeichnete Linie des Strömungswegs 2 als Näherungsskizze
des prinzipiellen Verlauf der Strömung aufzufassen.
[0087] Die gleichrichtende Wirkung des Strömungsgleichrichters 20 ist daran erkennbar, dass
die Strömungsgeschwindigkeitsvektoren 27 nach dem Austritt aus der Durchtrittsdüse
23 eine allgemeine Strömungsrichtung mit einem geringen Grad einer Verwirbelung definieren.
Nachfolgende Strukturen bewirken zwar eine erneute Zunahme der Verwirbelung, allerdings
auf ein hinnehmbares Maß.
[0088] Es ist ersichtlich, dass die Strömung von einer Prallfläche 29 an dem Prallteil 32
in Richtung auf das Ventilelement 4 reflektiert wird. Um hier zu verhindern, dass
die Strömung zwischen die Anlagefläche 6 und die Gegenfläche 7 eindringt und so ein
Ablösen des Ventilelements 4 aus der oberen Stellung bewirkt, ist die bereits beschriebenen
Strömungsblende 19 ausgebildet.
[0089] Figur 11 zeigt die Auslaufeinheit 1 in Explosionsdarstellung. Die Auslaufeinheit
1 weist demnach einen Mengenregler 18 auf, auf den ein Vorsatzsieb (in Figur 11 nicht
ersichtlich) aufgesetzt ist. Der Mengenregler 18 hat in an sich bekannter Weise einen
Regelkörper 35, der mit einem Regelprofil 36 einen Regelspalt 37 derart definiert,
dass eine konstante Durchflussmenge druckunabhängig erreichbar ist.
[0090] In Strömungsrichtung unterhalb des Mengenreglers 18 ist das Gehäuse 3 angeordnet,
in welches die lochplattenartigen Einsätze 34 eingesetzt sind, welche die Stufen 21,
22 des Strömungsgleichrichters 20 bilden.
[0091] Abströmseitig an dem Gehäuse 3 ist der Aufnahmeraum 10 ausgebildet, der den Verdrängungskörper
9 des Ventilelements 4 aufnimmt.
[0092] Auf das Gehäuse 3 folgt das Prallteil 32, welches die Prallfläche 29 (vgl. Fig. 10)
und den Ventilsitz 15 bereitstellt.
[0093] Anschließend folgt das Zerlegerteil 31, welches in an sich bekannter Weise eine Belüftung
des Wasserstrahls bewirkt.
[0094] In Figur 9 ist noch ersichtlich, dass das Betätigungselement 13 mit außenseitig mit
einer hülsenförmigen Handhabe 33 verbunden ist. Das Betätigungselement 13 ist somit
von außen betätigbar, ohne dass in den Wasserstrahl eingegriffen werden muss. Diese
Verbindung ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel über die Auslaufstruktur 14 realisiert.
Sie kann aber auch separat von der Auslaufstruktur 14 ausgebildet sein.
[0095] Ein Hülsenteil 38 nimmt das Zerlegerteil 31, das Prallteil 32 und das Gehäuse 3 mit
aufgeclipstem Mengenregler 28 auf. Das Hülsenteil 38 ist in dem Auslaufmundstück 5
gehalten, welches in einen Armaturenauslauf (nicht weiter dargestellt) einschraubbar
ist.
[0096] Zusammenfassend wird somit bei einer sanitären Auslaufeinheit 1 erfindungsgemäß vorgeschlagen,
dass an einem in einem Strömungsweg 2 zwischen einer Offenstellung und einer Schließstellung
verstellbarem Ventilelement 4 eine Anlagefläche 6 ausgebildet ist, welche in der Offenstellung
eine korrespondierende, stationäre Gegenfläche 7 abdeckt und in der Schließstellung
freigibt, so dass das Ventilelement 4 durch den Druck im Strömungsweg selbsttätig
in der Offenstellung gehalten ist und bei Druckabfall in die Schließstellung zurückkehrt.
Bezugszeichenliste
[0097]
- 1
- sanitäre Auslaufeinheit
- 2
- Strömungsweg
- 3
- Gehäuse
- 4
- Ventilelement
- 5
- Mundstück
- 6
- Anlagefläche
- 7
- Gegenfläche
- 8
- Beaufschlagungsfläche
- 9
- Verdrängungskörper
- 10
- Aufnahmeraum
- 11
- Innenwand
- 12
- Entlastungskanal
- 13
- Betätigungselement
- 14
- Auslaufstruktur
- 15
- Ventilsitz
- 16
- Krempe
- 17
- Abflachung
- 18
- Mengenbegrenzer
- 19
- Strömungsblende
- 20
- Strömungsgleichrichter
- 21
- erste Stufe von 20
- 22
- zweite Stufe von 20
- 23
- Durchtrittsdüse
- 24
- Anlagebereich
- 25
- Fläche
- 26
- Stufe
- 27
- Strömungsgeschwindigkeitsvektor
- 28
- Ventilkammer
- 29
- Prallfläche
- 30
- Spalt
- 31
- Zerlegerteil
- 32
- Prallteil
- 33
- Handhabe
- 34
- Einsatz
- 35
- Regelkörper
- 36
- Regelprofil
- 37
- Regelspalt
- 38
- Hülsenteil
1. Sanitäre Auslaufeinheit, bei welcher ein in einem Strömungsweg (2) in einem Gehäuse
(3) angeordnetes Ventilelement (4) zwischen einer Offenstellung und einer Schließstellung
umschaltbar ist, wobei die Schließstellung in Gebrauchsstellung unterhalb der Offenstellung
angeordnet ist, wobei das Ventilelement (4) eine Anlagefläche (6) aufweist, die in
der Offenstellung an einer Gegenfläche (7) des Gehäuses (3) anliegt und in der Schließstellung
zu der Gegenfläche (7) beabstandet ist, so dass die Gegenfläche (7) in der Schließstellung
durch Wasser im Strömungsweg (2) benetzbar ist, und dass an dem Ventilelement (4)
eine Beaufschlagungsfläche (8) ausgebildet ist, welche in der Offenstellung durch
einen in dem Strömungsweg (2) herrschenden Druck beaufschlagbar ist, so dass die Anlagefläche
(6) gegen die Gegenfläche (7) gepresst ist, dadurch gekennzeichnet dass ein von außerhalb des Gehäuses (3) zugängliches Betätigungselement (13) ausgebildet
ist, mit welchem das Ventilelement (4) aus der Schließstellung in die Offenstellung
überführbar ist, wobei in der Schließstellung der Strömungsweg stärker begrenzt ist
als in der Offenstellung.
2. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beaufschlagungsfläche (8) an einer von der Anlagefläche (6) abgewandten Seite
des Ventilelements (4) ausgebildet ist und/oder dass an dem Ventilelement (4) ein
Verdrängungskörper (9) ausgebildet ist, welcher in der Offenstellung in einem durch
die Anlagefläche (6) und die Gegenfläche (7) abschließbaren Aufnahmeraum (10) und
in der Schließstellung zumindest teilweise außerhalb des Aufnahmeraums (10) angeordnet
ist.
3. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrängungskörper (9) in dem Aufnahmeraum (10) vorzugsweise verschieblich geführt
ist.
4. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Verdrängungskörper (9) und einer Innenwand (11) des Aufnahmeraums (10)
wenigstens ein vorzugsweise in den Strömungsweg (2) mündender Entlastungskanal (12)
ausgebildet ist, über den aus dem Aufnahmeraum (10) verdrängtes Wasser abführbar ist.
5. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (13) stabförmig ausgebildet ist.
6. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (13) separat, insbesondere unabhängig bewegbar von dem Ventilelement
(4) ausgebildet ist, insbesondere wobei mit dem Betätigungselement (13) ein Teil der
Beaufschlagungsfläche (8) abdeckbar und zum Strömungsweg (2) freigebbar ist.
7. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (13) in dem Gehäuse (3) vorzugsweise verschieblich geführt
ist.
8. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beaufschlagungsfläche (8) in der Offenstellung im Strömungsweg (2) vor einem
vorzugsweise durch einen oder an einem Ventilsitz (15) des Ventilelements (4) gebildeten
Strömungshindernis vorgeschaltet angeordnet ist.
9. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (6) an einer umlaufenden Krempe (16) ausgebildet ist, die in der
Schließstellung mit dem oder einem Ventilsitz (15) zu einem zumindest teilweisen Verschließen
zusammenwirkt.
10. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ventilelement (4) im Strömungsweg (2) ein Mengenregler oder Mengenbegrenzer (18)
vorgeschaltet ist.
11. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (6) in der Schließstellung an dem Ventilelement (4) zuströmseitig
ausgebildet ist.
12. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrängungskörper (9), insbesondere das Ventilelement (4), aus einem metallischen
Werkstoff, vorzugsweise aus Messing, gefertigt ist und/oder dass das Betätigungselement
(13) aus Kunststoff gefertigt ist.
13. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Strömungsblende (19), insbesondere stationär und/oder benachbart zu der Gegenfläche
(7), derart angeordnet ist, dass das Ventilelement (4), insbesondere an seiner Krempe
(16), in der Schließstellung in Umfangsrichtung zumindest abschnittweise, vorzugsweise
entlang einer gesamten Umfangslänge, abgeschirmt ist, insbesondere wobei die Strömungsblende
(19) entlang des Strömungswegs (2) hinter einer Prallfläche (29) angeordnet ist und/oder
in eine das Ventilelement (4) aufnehmende Ventilkammer (28) abragt.
14. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Strömungsweg (2) vor dem Ventilelement (4) ein Strömungsgleichrichter (20) angeordnet
ist.
15. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsgleichrichter (20) mehrstufig ausgebildet ist und/oder dass der Strömungsgleichrichter
(20) wenigstens einen, vorzugsweise eine Stufe (21, 22) bildenden, Einsatz (34) hat.
16. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Strömungsweg (2) zwischen dem Strömungsgleichrichter (20) und dem Ventilelement
(4) wenigstens eine Durchtrittsdüse (23) angeordnet ist.
17. Sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (6) an der Gegenfläche (7) in einem Anlagebereich (24) anliegt und
außerhalb von dem Anlagebereich (24) ein Abstand ausgebildet ist, insbesondere wobei
ein Flächeninhalt des Anlagebereichs (24) kleiner als ein Flächeninhalt einer von
der Anlagefläche abgedeckten Fläche (25) ist und/oder der Anlagebereich (24) von einer
Stufe (26) begrenzt ist.
18. Verfahren zum Betätigen einer sanitären Auslaufeinheit (1) gemäß einem der Ansprüche
1 bis 17, wobei ein in einem Strömungsweg (2) in einem Gehäuse (3) angeordnetes Ventilelement
(4) aus einer Schließstellung in eine darüber liegende Offenstellung überführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (4) in der Offenstellung durch einen im Strömungsweg (2) herrschenden
Druck beaufschlagt wird, so dass eine Anlagefläche (6) des Ventilelements (4) gegen
eine Gegenfläche (7) am Gehäuse (3) gepresst und gehalten wird, wobei das Ventilelement
(4) nach einem Druckabfall im Strömungsweg (2) selbsttätig in die Schließstellung
fällt.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (4) nach einem Druckabfall im Strömungsweg (2) aufgrund seines
Eigengewichts selbsttätig in die Schließstellung fällt.
20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck durch ein dem Ventilelement (4) in Offenstellung nachgeschaltetes Strömungshindernis
erzeugt wird.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Überführung des Ventilelements (4) in die Offenstellung Wasser aus einem
Aufnahmeraum (10) für einen Verdrängungskörper (9) des Ventilelements (4) verdrängt
wird, insbesondere über wenigstens einen Entlastungskanal (12).
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (4) in Schließstellung durch einen an der Anlagefläche (6) anstehenden
Druck im Strömungsweg (2) in dem oder einem Ventilsitz (15) gehalten wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass eine sanitäre Auslaufeinheit (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17 verwendet wird.
1. Sanitary outlet unit in which a valve element (4) arranged in a flow path (2) in a
housing (3) is switchable between an open position and a closed position, wherein
the closed position is arranged below the open position in the use position, wherein
the valve element (4) has a contact surface (6) which, in the open position, bears
on a counterpart surface (7) of the housing (3) and, in the closed position, is spaced
apart from the counterpart surface (7), such that the counterpart surface (7) in the
closed position is wettable by water in the flow path (2), and an impingement surface
(8) is formed on the valve element (4) and, in the open position, can be acted upon
by a pressure prevailing in the flow path (2), such that the contact surface (6) is
pressed against the counterpart surface (7), characterized in that an actuating element (13) is formed which is accessible from outside the housing
(3) and with which the valve element (4) is transferable from the closed position
to the open position, wherein the flow path is limited to a greater degree in the
closed position than in the open position.
2. Sanitary outlet unit (1) according to Claim 1, characterized in that the impingement surface (8) is formed on a side of the valve element (4) directed
away from the contact surface (6), and/or in that a displacement body (9) is formed on the valve element (4), which displacement body
(9), in the open position, is arranged in a receiving space (10) closeable by the
contact surface (6) and the counterpart surface (7) and, in the closed position, is
arranged at least partially outside the receiving space (10).
3. Sanitary outlet unit (1) according to either of the preceding claims, characterized in that the displacement body (9) is guided preferably displaceably in the receiving space
(10).
4. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one relief channel (12) preferably opening into the flow path (2) is formed
between the displacement body (9) and an inner wall (11) of the receiving space (10),
and water displaced from the receiving space (10) is removable via said relief channel
(12).
5. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the actuating element (13) is rod-shaped.
6. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the actuating element (13) is formed separately from the valve element (4) and in
particular so as to be movable independently thereof, in particular wherein a part
of the impingement surface (8) can be covered by the actuating element (13) and can
be freed with respect to the flow path (2).
7. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the actuating element (13) is guided preferably displaceably in the housing (3).
8. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that, in the open position in the flow path (2), the impingement surface (8) is arranged
upstream from a flow obstacle preferably formed by or at a valve seat (15) of the
valve element (4).
9. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the contact surface (6) is formed on an encircling rim (16) which, in the closed
position, interacts with the or a valve seat (15) to provide an at least partial closure.
10. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a flow rate regulator or flow rate limiter (18) is arranged upstream from the valve
element (4) in the flow path (2) .
11. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the contact surface (6), in the closed position, is on the inflow side of the valve
element (4).
12. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the displacement body (9), in particular the valve element (4), is made of a metallic
material, preferably of brass, and/or in that the actuating element (13) is made of plastic.
13. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a flow baffle (19) is arranged, in particular in a stationary manner and/or adjacent
to the counterpart surface (7), in such a way that, in the closed position, the valve
element (4), in particular at its rim (16), is screened off in the circumferential
direction at least in part, preferably along an entire circumferential length, in
particular wherein the flow baffle (19) is arranged along the flow path (2) behind
an impact surface (29) and/or protrudes into a valve chamber (28) that receives the
valve element (4).
14. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a flow straightener (20) is arranged in the flow path (2) before the valve element
(4).
15. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the flow straightener (20) has a multi-stage configuration, and/or in that the flow straightener (20) has at least one insert (34) that preferably forms a stage
(21, 22).
16. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one through-flow nozzle (23) is arranged in the flow path (2) between the
flow straightener (20) and the valve element (4).
17. Sanitary outlet unit (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the contact surface (6) bears on the counterpart surface (7) in a contact region
(24), and a distance is formed outside of the contact region (24), in particular wherein
a surface area of the contact region (24) is smaller than a surface area of a surface
(25) covered by the contact surface, and/or the contact region (24) is delimited by
a step (26).
18. Method for actuating a sanitary outlet unit (1) according to one of Claims 1 to 17,
wherein a valve element (4) arranged in a flow path (2) in a housing (3) is transferred
from a closed position to an open position lying above the closed position, characterized in that the valve element (4), in the open position, is acted upon by a pressure prevailing
in the flow path (2), such that a contact surface (6) of the valve element (4) is
pressed and held against a counterpart surface (7) on the housing (3), wherein the
valve element (4), after a pressure drop in the flow path (2), falls automatically
to the closed position.
19. Method according to Claim 18, characterized in that the valve element (4), after a pressure drop in the flow path (2), falls automatically
to the closed position by reason of its inherent weight.
20. Method according to Claim 18 or 19, characterized in that the pressure is generated by a flow obstacle arranged downstream from the valve element
(4) in the open position.
21. Method according to one of Claims 18 to 20, characterized in that, when the valve element (4) is transferred to the open position, water is displaced
from a receiving space (10) for a displacement body (9) of the valve element (4),
in particular via at least one relief channel (12).
22. Method according to one of Claims 18 to 21, characterized in that the valve element (4), in the closed position, is held in the or a valve seat (15)
by a pressure arising at the contact surface (6) in the flow path (2).
23. Method according to one of Claims 18 to 22, characterized in that a sanitary outlet unit (1) according to one of Claims 1 to 17 is used.
1. Unité d'écoulement sanitaire dans laquelle un élément de vanne (4) disposé dans un
boîtier (3) dans un chemin d'écoulement (2) peut être déplacé entre une position d'ouverture
et une position de fermeture, dans laquelle, en position d'utilisation, la position
de fermeture est située au-dessous de la position d'ouverture, dans laquelle l'élément
de vanne (4) présente une surface d'appui (6) qui repose contre une surface homologue
(7) du boîtier (3) en position d'ouverture et est écartée de la surface homologue
(7) en position de fermeture, de sorte qu'en position de fermeture, la surface homologue
(7) peut être mouillée par l'eau présente dans le chemin d'écoulement (2), et dans
laquelle sur l'élément de vanne (4) est constituée une surface de sollicitation (8),
laquelle peut être sollicitée en position d'ouverture par une pression régnant dans
le chemin d'écoulement (2), de sorte que la surface d'appui (6) est pressée contre
la surface homologue (7), caractérisée en ce qu'il est configuré un élément d'activation (13) accessible de l'extérieur du boîtier
(3) avec lequel l'élément de vanne (4) peut être transféré de la position de fermeture
à la position d'ouverture, le chemin d'écoulement étant plus fortement limité en position
de fermeture qu'en position d'ouverture.
2. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la surface de sollicitation (8) est constituée sur un côté de l'élément de vanne
(4) opposé à la surface d'appui (6) et/ou que sur l'élément de vanne (4) est constitué
un corps de refoulement (9) qui est disposé, en position d'ouverture, dans un réceptacle
(10) pouvant être fermé par la surface d'appui (6) et la surface homologue (7) et,
en position de fermeture, au moins partiellement hors du réceptacle (10).
3. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le corps de refoulement (9) est de préférence conduit dans le réceptacle (10) par
coulissement.
4. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'entre le corps de refoulement (9) et une paroi intérieure (11) du réceptacle (10)
est configuré au moins un canal de décharge (12) débouchant de préférence dans le
chemin d'écoulement (2) par lequel l'eau refoulée du réceptacle (10) peut être évacuée.
5. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément d'activation (13) est configuré en forme de tige.
6. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément d'activation (13) est séparé, en particulier mobile indépendamment de l'élément
de vanne (4), en particulier une partie de la surface de sollicitation (8) pouvant
être recouverte et dégagée vers le chemin d'écoulement (2) avec l'élément d'activation
(13).
7. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément d'activation (13) est de préférence conduit dans le boîtier (3) par coulissement.
8. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'en position d'ouverture, la surface de sollicitation (8) est disposée dans le chemin
d'écoulement (2), en amont d'un obstacle à l'écoulement formé par ou au niveau d'un
siège de vanne (15) de l'élément de vanne (4).
9. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la surface d'appui (6) est formée au niveau d'un bord périphérique (16) qui, en position
de fermeture, coopère avec le ou un siège de vanne (15) pour produire une fermeture
au moins partielle.
10. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un régulateur de débit ou un limiteur de débit (18) est connecté en amont de l'élément
de vanne (4) dans le chemin d'écoulement (2).
11. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'en position de fermeture, la surface d'appui (6) est formée du côté admission sur
l'élément de vanne (4).
12. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le corps de refoulement (9), en particulier l'élément de vanne (4), est fabriqué
dans un matériau métallique, de préférence en laiton, et/ou que l'élément d'activation
(13) est fabriqué en plastique.
13. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une paroi d'écoulement (19), en particulier stationnaire et/ou adjacente à la surface
homologue (7), est disposée de telle sorte qu'en position de fermeture, l'élément
de vanne (4), en particulier au niveau de son bord (16), est protégé dans la direction
périphérique au moins localement, de préférence sur la totalité d'une longueur périphérique,
la paroi d'écoulement (19) étant en particulier disposée le long du chemin d'écoulement
(2) derrière une surface d'impact (29) et/ou faisant saillie dans une chambre de vanne
(28) abritant l'élément de vanne (4).
14. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un redresseur de flux (20) est disposé dans le chemin d'écoulement (2) devant l'élément
de vanne (4).
15. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le redresseur de flux (20) est constitué de plusieurs gradins et/ou que le redresseur
de flux (20) a au moins une pièce d'insert (34) formant de préférence un gradin (21,
22).
16. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une buse traversée (23) est disposée dans le chemin d'écoulement (2) entre
le redresseur de flux (20) et l'élément de vanne (4).
17. Unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la surface d'appui (6) repose contre la surface homologue (7) dans une zone d'appui
(24) et qu'un écartement est ménagé hors de la zone d'appui (24), une superficie de
la zone d'appui (24) étant en particulier inférieure à une superficie d'une surface
(25) recouverte par la surface d'appui et/ou la zone d'appui (24) étant limitée par
un gradin (26).
18. Procédé pour actionner une unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications
1 à 17, selon lequel un élément de vanne (4) disposé dans un boîtier (3) dans un chemin
d'écoulement (2) est transféré d'une position de fermeture à une position d'ouverture
située au-dessus, caractérisé en ce qu'en position d'ouverture, l'élément de vanne (4) est sollicité par une pression régnant
dans le chemin d'écoulement (2) de sorte qu'une surface d'appui (6) de l'élément de
vanne (4) est pressée et maintenue contre une surface homologue (7) sur le boîtier
(3), l'élément de vanne (4) tombant automatiquement en position de fermeture après
une chute de pression dans le chemin d'écoulement (2).
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce qu'après une chute de pression dans le chemin d'écoulement (2), l'élément de vanne (4)
tombe automatiquement en position de fermeture sous l'effet de son propre poids.
20. Procédé selon la revendication 18 ou 19, caractérisé en ce que la pression est générée par un obstacle à l'écoulement situé en aval de l'élément
de vanne (4) en position d'ouverture.
21. Procédé selon une des revendications 18 à 20, caractérisé en ce que, lors du transfert de l'élément de vanne (4) en position d'ouverture, l'eau est refoulée
d'un réceptacle (10) destiné à un corps de refoulement (9) de l'élément de vanne (4),
en particulier par au moins un canal de décharge (12).
22. Procédé selon une des revendications 18 à 21, caractérisé en ce qu'en position de fermeture, l'élément de vanne (4) est maintenu dans le ou un siège
de vanne (15) par une pression exercée sur la surface d'appui (6) dans le chemin d'écoulement
(2).
23. Procédé selon une des revendications 18 à 22, caractérisé en ce qu'une unité d'écoulement sanitaire (1) selon une des revendications 1 à 17 est utilisée.