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(11) |
EP 3 527 703 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.08.2022 Patentblatt 2022/34 |
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Anmeldetag: 29.01.2019 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) : |
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D01H 15/013 |
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VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINER SPINNSTELLE EINER RINGSPINNMASCHINE NACH EINEM DOFFVORGANG
METHOD FOR OPERATING A SPINNING STATION OF A RING SPINNING MACHINE AFTER A DOFFING
OPERATION
PROCÉDÉ DE FONCTIONNEMENT D'UN POSTE DE FILAGE D'UN MÉTIER À FILER CONTINU À ANNEAUX
APRÈS UN PROCESSUS DE LEVÉE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
16.02.2018 CH 1872018
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.08.2019 Patentblatt 2019/34 |
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Patentinhaber: Maschinenfabrik Rieter AG |
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8406 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- KÜSTER, Hans-Jürgen
78343 Gaienhofen (DE)
- KAPPELER, Hanspeter
9535 Wilen bei Wil (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 321 019 EP-A1- 3 222 761 DE-A1- 2 612 660
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EP-A1- 0 528 752 EP-A2- 2 110 470 GB-A- 1 483 856
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Arbeitsstelle
einer Ringspinnmaschine nach einem Doffvorgang, einen Wartungswagen und eine Ringspinnmaschine
gemäss den unabhängigen Ansprüchen.
Stand der Technik
[0002] Bedienroboter oder Wartungswagen, die Fäden nach einem Fadenbruch an Ringspinnmaschinen
ansetzen, sind wohlbekannt. Insbesondere sei hier der Bedienroboter aus der
EP0394671A2 genannt. Dieser bewegt sich entlang einer Reihe von Spinnstellen, ermittelt Fadenbrüche
und versucht sodann, die ermittelten Fadenbrüche zu beheben. Dabei werden zunächst
mittels einer besonderen Spindelbremseinrichtung der Riemen, der die Spindel antreibt,
von der Spindel abgehoben und anschließend die Spindel gestoppt. Des Weiteren kommt
ein Hilfsfaden zum Einsatz. Das eine Ende des Hilfsfadens wird an einem um den Spinnkops
herum bewegbaren Wickler befestigt, um sodann um den Spinnkops gewickelt zu werden.
Der Hilfsfaden wird anschließend durch den Ringläufer und den Fadenführer eingefädelt
und in den Bereich des Ausgangs des Streckwerks gebracht. Die Spindel und damit auch
der Spinnkops werden sodann wieder angetrieben und der Hilfsfaden in die Bahn des
gestreckten Vorgarnes gebracht, damit er mit diesem verdrillt wird.
[0003] EP0321019A1 zeigt eine Vorrichtung zum Wiederanspinnen einer Ringspinnmaschine nach einem Fadenbruch,
bei welcher überprüft wird, ob ausreichend Garn zum Anspinnen auf dem Kops vorhanden
ist. Um ausreichend Garn auf einen Kops zu spulen, wird dieser von der Spindel abgenommen
und auf einer Hilfsspindel mit Garn bespult, um dann wieder auf die Spindel gesetzt
zu werden.
[0004] EP3222761A1 offenbart ein System zum Wiederanspinnen nach einem Fadenbruch. Dieses umfasst einen
Speicher zur Bereitstellung eines Hilfsfadens. Der Hilfsfaden kann verwendet werden,
wenn eine Kops kein oder nicht genügend Garn enthält, um mit verstrecktem Material
verbunden zu werden. Ein solcher Fall kann gemäss der
EP3222761A1 z.B. auftreten, wenn Kops ausgetauscht wurde und/oder ein Fadenbruch sehr früh nach
dem Start einer mit einem leeren Kops ausgerüsteten Spindel auftritt. Dazu soll ein
Hilfsfadensegment an einem Kops befestigt und/oder mit einem kurzen bereits auf dem
Kops befindlichen Fadensegment mittels einem Hilfsfadenanspinnmittel zusammengesponnen
werden.
[0005] DE2612660A1 zeigt eine Ringläufervorrichtung zum Auffinden und Anlegen von gebrochenen Fäden
in Spinnmaschinen für Textilfasern.
[0006] Wenn nach dem Doffen ein Fadenbruch vorliegt, ist es allerdings nachteilig, dass
der Wartungswagen versucht, diesen zu beheben, zu wenig Garn auf der Hülse ist, um
einen Anspinnvorgang erfolgreich durchzuführen. Dies kann zur Folge haben, dass das
Garn ungewollt mit der Fadensuch-Vorrichtung von der Hülse abgezogen wird. Die restlichen
Garn-Lagen auf der Hülse sind nach der Fadensuche zu gering, so dass die Gefahr besteht,
dass durch den Zug beim Anspinnen, die Garn-Lagen verschoben oder abgezogen werden.
Darstellung der Erfindung
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, ein Verfahren und einen Wartungswagen
zu schaffen, die einen Fadenbruch nach einem Doffvorgang so beheben, dass das Garn
auf dem Spinnkops nicht verschoben oder abgezogen wird.
[0008] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
[0009] Die Aufgabe wird insbesondere gelöst durch ein Verfahren gemäss dem Verfahrensanspruch,
wobei vor der Behebung des Fadenbruchs durch den Wartungswagen die Garnmenge auf dem
Kops überprüft wird, und
- wenn sich zu wenig Garn auf dem Kops befindet, um das Garn zum Streckwerk zu führen
und anzusetzen, der Kops von Garn gereinigt und ein Faden an dem leeren Kops angesetzt
wird, und das Garn mittels des Wartungswagens durch Ringläufer und Fadenführer zum
Streckwerk geführt und dort angesetzt wird; und
- wenn sich ausreichend Garn auf dem Kops befindet, um das Garn zum Streckwerk zu führen
und anzusetzen, das Garn mittels des Wartungswagens durch Ringläufer und Fadenführer
zum Streckwerk geführt und dort angesetzt wird.
[0010] Vorteilhaft kann durch dieses Verfahren verhindert werden, dass der automatische
Anspinnvorgang nicht gelingt, da zu wenig Garn auf der Hülse ist. Entsprechend wird
die Effektivität und die Präzision des Vorgangs erhöht. Der Fadenbruch kann beispielsweise
durch einen individuellen Spindelmonitor oder einen Einzelspindelantrieb der Spindel
festgestellt werden.
[0011] Obwohl das Verfahren prinzipiell standardmässig während des ganzen Spinnzyklus' durchgeführt
werden könnte, ist vorteilhaft möglich, es nur beim Anspinnen durchzuführen, d.h.
während die ersten maximal drei Lagen auf den Kops gelegt werden. Eine zeitliche Beschränkung,
z.B. ersten zwei bis fünf Minuten, wäre ebenfalls denkbar.
[0012] Die Garnmenge des Kopses wird vorteilhaft überprüft, in dem die Menge, die auf den
Kops gespult wurde, berechnet wird, insbesondere indem die Garnmenge über eine Zeit,
die die Spindel gelaufen ist, und eine Garn-Nummer in Korrelation mit dem Zeitpunkt
des Fadenbruchs berechnet wird. Die Garnmenge kann beispielsweise aus der Lieferung
des Garns (in m/min) berechnet bzw. durch einen Sensor festgestellt werden. Vorteilhaft
kann die Reinigung des Kopses durch Absaugung mit einem Fadensuchmechanismus geschehen.
Dies erlaubt eine vollständige und schnelle Reinigung des Kopses.
[0013] Zudem kann vorteilhaft aufgrund einer Steuerung eines Wartungswagens entschieden
werden, ob sich ausreichend Garn auf dem Kops befindet. Der Wartungswagen kann so
autonom arbeiten. Es ist in einem anderen Ausführungsbeispiel möglich, dass die Maschinensteuerung
die Entscheidung trifft und dem Wartungswagen mitteilt.
[0014] Es weiter vorteilhaft möglich, dass nachdem der Spinnprozess nach dem Doffvorgang
mit einem leeren Kops fortgesetzt worden ist, keine Ringläuferbewegung detektiert
wurde, direkt ein Faden an dem leeren Kops angesetzt wird, und das Garn mittels des
Wartungswagens durch Ringläufer und Fadenführer zum Streckwerk geführt und dort angesetzt
wird. Es wird dabei grundsätzlich geprüft, ob ein Faden in der Klemmkrone eingeklemmt
war, d.h. dass ein Fadenbruch bereits vor dem Doffen stattgefunden hat.
[0015] Die Erfindung bezieht sich zudem auf einen Wartungswagen zur Durchführung eines Verfahrens
nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei der Wartungswagen eine Steuerung umfasst,
die dazu ausgelegt ist, festzustellen, ob sich ausreichend Garn auf dem Kops befindet
und wenn sich zu wenig Garn auf dem Kops befindet, um das Garn zum Streckwerk zu führen
und anzusetzen, den Kops zu reinigen und einen Faden an dem leeren Kops anzusetzen,
und das Garn mittels des Wartungswagens durch Ringläufer und Fadenführer zum Streckwerk
zu führen und dort anzusetzen; und wenn sich ausreichend Garn auf dem Kops befindet,
um das Garn zum Streckwerk zu führen und anzusetzen, das Garn mittels des Wartungswagens
durch Ringläufer und Fadenführer zum Streckwerk zu führen und dort anzusetzen.
[0016] Vorteilhaft ist die Steuerung des Wartungswagens dazu ausgelegt ist, die Garnmenge
auf dem Kops, die auf den gespult wurde, zu berechnen, und insbesondere die Garnmenge
über eine Zeit, die die Spindel gelaufen ist, und eine Garn-Nummer in Korrelation
mit dem Zeitpunkt des Fadenbruchs zu berechnen.
[0017] Erfindungsgemäß umfasst der Wartungswagen eine Vorrichtung zum Finden des Fadenendes
und zum Absaugen des Garns und eine Vorrichtung, um einen Faden an dem leeren Kops
anzusetzen.
[0018] Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Ringspinnmaschine mit einem entsprechenden
Wartungswagen.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0019] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben,
wobei
Fig. 1 schematisch eine Ringspinnmaschine mit einem Wartungswagen; und
Fig. 2 ein Ablaufschema des erfindungsgemässen Verfahrens;
zeigen. Gleiche Merkmale haben in unterschiedlichen Figuren gleiche Bezugszeichen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0020] Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemässe Ringspinnmaschine 1, die über eine
Vielzahl von nebeneinander angeordneten Spinnstellen 2 verfügt. Die Spinnstellen 2
befinden sich in einer Längsrichtung x der Ringspinnmaschine 1 angeordnet zwischen
einem Kopf 3
1 und einem Fuss 3
2. Kopf 3
1 und Fuss 3
2 der Ringspinnmaschine 1 können Lager, Antriebe, Steuerung, etc. enthalten, die für
den Betrieb der Maschine notwendig sind. Wie man weiter beispielsweise an zwei in
der Fig. 1 schematisch dargestellten Spinnstellen 2 sieht, besteht jede Spinnstelle
2 aus einer Vorgarnspule 4, die oberhalb eines Streckwerks 5 angeordnet ist, und auf
der ein Vorgarn 6 aufgewickelt ist. Das Vorgarn 6 läuft von der Vorgarnspule 4 über
das Streckwerk 5, wo es verstreckt wird, um dann zu einem Garnbildungelement über
einen Fadenführer geführt zu werden. Ein umlaufender Ring wickelt das fertige Garn
auf einen Kops 7 auf. Der Kops 7 ist auf einer Spindel 8 aufgesetzt. Entlang der Ringspinnmaschine
1 bewegt sich ein Wartungswagen 9, der im Falle eines Fadenbruchs an eine entsprechende
Spinnstelle 1 fährt und den Fadenbruch automatisch behebt. Die einzelnen Spinnstellen
2 können mit Spindelmonitoren oder anderen Sensoren zur Überwachung des Ringläufers
ausgestattet sein, um einen Fadenbruch zu detektieren. Alternativ oder zusätzlich
können die Spinnstellen 2 mit Einzelspindelantrieben ausgestattet sein.
[0021] Die Fig. 2 zeigt ein Ablaufschema des erfindungsgemässen Verfahrens. Das Verfahren
bezieht sich auf den Startvorgang einer Spinnstelle 2 der Ringspinnmaschine 1 nach
einem Doffvorgang. Während des Doffens durch einen (nicht dargestellten) Doffer wird
ein voller Kops 7 von der Spindel 8 abgenommen und ein leerer Kops 7 auf die Spindel
8 aufgesetzt.
[0022] In einem ersten Verfahrensschritt 10 wird die Spindel 8 nach dem Doffen mit dem leeren
Kops 7 wieder gestartet.
[0023] In einem zweiten Verfahrensschritt 20 wird nach dem Doffen mittels des individuellen
Spindelmonitors oder einer anderen individuellen Spindelüberwachung festgestellt,
dass ein Fadenbruch an einer Spinnstelle 2 festliegt. Beim Einzelspindelantrieb der
Spindel 8 könnte dies beispielsweise über das Drehmoment oder andere vorliegende Daten
ein Fadenbruch festgestellt werden. Prinzipiell könnte das Verfahren standardmässig
während des ganzen Spinnzyklus' durchgeführt werden. Es ist aber vorteilhaft auch
möglich, dass es nur bei Anspinnen durchzuführen, d.h. während die ersten maximal
drei Lagen auf den Kops 7 gelegt werden. Eine zeitliche Beschränkung, z.B. ersten
zwei bis fünf Minuten, wäre ebenfalls denkbar. Der Wartungswagen 9 bewegt dann sich
zur Spinnstelle 2 und mit dem Ziel, den Fadenbruch zu beheben.
[0024] In einem dritten Verfahrensschritt 30 wird überprüft, ob ein Faden an dieser Spinnstelle
2 vorhanden ist. Es ist grundsätzlich denkbar, dass kein Faden in der Klemmkrone eingeklemmt
war, d.h. dass bereits vor oder während dem Doffen ein Fadenbruch stattgefunden hat.
Aufgrund von Daten, ob überhaupt ein Läufersignal des Ringläufers detektiert wurde
oder nicht, wird entschieden, ob man direkt zum sechsten Verfahrensschritt 60 übergeht
(Auswahl linke Seite) oder ob der Fadenbruch durch Anspinnen mittels Wartungswagen
9 und einem Ansetzen behoben werden könnte. In diesem Fall geht das Verfahren zum
vierten Schritt 40 über (Auswahl rechte Seite). Diese grundsätzliche Überprüfung könnte
von einer übergeordneten Maschinensteuerung oder in der Steuerung des Wartungswagens
9 stattfinden.
[0025] In einem vierten Verfahrensschritt 40 wird überprüft, ob Garnlänge auf dem Kops ausreichend
ist, um das Garn durch den Wartungswagen 9 vom Kops 7 durch den Ringläufer und den
Fadenführer zum Streckwerk 5 zu führen und anzusetzen. Vorteilhaft kann die Garnmenge
des Kopses 7 überprüft werden, in dem die Menge berechnet wird, die durch die Spindel
8 auf den Kops 7 gespult wurde. Die Garnmenge kann beispielsweise aus der Lieferung
des Garns (in m/min) berechnet bzw. durch einen Sensor festgestellt und dann bestimmt
werden. Die Garnmenge kann so beispielsweise über eine Berechnung einer Zeit, die
die Spindel gelaufen ist, und einer Garn-Nummer in Korrelation Zeitpunkt des Fadenbruchs
berechnet werden. Sofern nicht ausreichend Garn auf der Hülse ist, setzt sich das
Verfahren beim fünften Verfahrensschritt 50 fort (linke Abzweigung). Sofern ausreichend
Garn auf der Hülse ist, setzt sich das Verfahren beim siebten Schritt 70 fort (untere
Abzweigung).
[0026] In einem fünften Verfahrensschritt 50 wird der Kops von vorhandenem (Rest)garn gereinigt.
Die Reinigung des Kopses geschieht durch eine auf dem Wartungswagen befindliche Absaugungsvorrichtung,
die entlang der Oberfläche des Kopses geführt wird. Eine solche Reinigungsvorrichtung
ist beispielsweise aus der nicht veröffentlichten PCT-Anmeldung PCT/IB2017/057254
bekannt.
[0027] In einem sechsten Verfahrensschritt 60 des Verfahrens wird ein Faden durch den Wartungswagen
an den leeren Kops angesetzt und in einem siebten Verfahrensschritt 70 des Verfahrens
setzt der Wartungswagen das Garn an, in dem er das Garn durch den Ringläufer und den
Fadenführer zum Streckwerk führt. Dort wird das Garn in Förderrichtung des Fasergutes
vor oder nach einem Ausgangswalzenpaar des Streckwerks an das vorhandene Fasergut
angesetzt. Solche Anspinnvorgänge durch den Wartungswagen sind beispielsweise aus
EP0388938A1 bekannt.
[0028] In einem achten und letzten Schritt 80 des Verfahrens wird die Spindel wieder in
Rotation versetzt und der Spinnprozess wird wieder gestartet.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Ringspinnmaschine
- 2
- Spinnstellen
- 31
- Kopf der Ringspinnmaschine 1
- 32
- Fuss der Ringspinnmaschine 1
- 4
- Vorgarnspule
- 5
- Streckwerk
- 6
- Vorgarn
- 7
- Kops
- 8
- Spindel
- 9
- Wartungswagen
- 10
- Verfahrensschritt: Start nach Doffvorgang
- 20
- Verfahrensschritt: Fadenbruch detektiert
- 30
- Verfahrensschritt: Überprüfung, ob Läufersignal detektiert wird
- 40
- Verfahrensschritt: Überprüfung, ob Garnlänge ausreichend ist
- 50
- Verfahrensschritt: Kops von Garn reinigen
- 60
- Verfahrensschritt: Faden an leeren Kops ansetzen
- 70
- Verfahrensschritt: Ansetz-Zyklus mit Wartungswagen
- 80
- Verfahrensschritt: Start des Spinnprozess
- x
- Längsrichtung der Ringspinnmaschine 1
1. Verfahren zum Betreiben einer Spinnstelle (2) einer Ringspinnmaschine (1) nach einem
Doffvorgang, wobei die Spinnstelle (2) eine Spindel (8), einen Ringläufer, einen Fadenführer
und ein der Spindel (8) zugewiesenes Streckwerk (5) und die Ringspinnmaschine (1)
einen Wartungswagen (9) und einen Doffer aufweist, umfassend die Verfahrensschritte
• der Spinnprozess wird an der Spinnstelle (2) nach dem Doffvorgang mit einem leeren
Kops (7) fortgesetzt;
• ein Fadenbruch wird an der Spinnstelle (2) detektiert;
• der Wartungswagen (9) bewegt sich zur Spinnstelle (2) und behebt den Fadenbruch;
• der Spinnprozess wird fortgesetzt, wobei vor der Behebung des Fadenbruchs durch
den Wartungswagen (9) die Garnmenge auf dem Kops (7) überprüft wird, und
• wenn sich zu wenig Garn auf dem Kops (7) befindet, um das Garn zum Streckwerk (5)
zu führen und anzusetzen, der Kops (7) von Garn gereinigt und ein Faden an dem leeren
Kops (7) angesetzt wird, und das Garn mittels des Wartungswagens (9) durch Ringläufer
und Fadenführer zum Streckwerk (5) geführt und dort angesetzt wird; und
• wenn sich ausreichend Garn auf dem Kops (7) befindet, um das Garn zum Streckwerk
(5) zu führen und anzusetzen, das Garn mittels des Wartungswagens (9) durch Ringläufer
und Fadenführer zum Streckwerk (5) geführt und dort angesetzt wird.
2. Verfahren nach dem Anspruch 1, wobei die Garnmenge des Kopses (7) überprüft wird,
in dem die Menge, die auf den Kops (7) gespult wurde, berechnet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die Garnmenge aus der Lieferung des Garns berechnet
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Garnmenge über eine Zeit, die die Spindel
(8) gelaufen ist, und eine Garn-Nummer in Korrelation mit dem Zeitpunkt des Fadenbruchs
berechnet wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Reinigung des Kopses (7)
durch Finden des Garnendes auf dem Kops und Absaugung geschieht.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Verfahren nach dem Doffen
durchgeführt wird, sofern nicht mehr als drei Lagen auf dem Kops (7) vorhanden sind.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ein Fadenbruch unmittelbar
vor, während oder nach dem Doffen an der Arbeitsstelle stattgefunden hat.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei aufgrund einer Steuerung eines
Wartungswagens (9) entschieden wird, ob sich ausreichend Garn auf dem Kops (7) befindet.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Fadenbruch durch einen
individuellen Spindelmonitor oder einen Einzelspindelantrieb der Spindel festgestellt
wird.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei nachdem der Spinnprozess nach
dem Doffvorgang mit einem leeren Kops (7) fortgesetzt wird, eine Detektion der Ringläuferbewegung
durchgeführt wird, und wenn keine Ringläuferbewegung detektiert wird ein Faden an
dem leeren Kops (7) angesetzt wird, und das Garn mittels des Wartungswagens (9) durch
Ringläufer und Fadenführer zum Streckwerk geführt und dort angesetzt wird.
11. Wartungswagen (9) zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorgehenden Ansprüche,
wobei eine Vorrichtung zum Finden des Fadenendes und zum Absaugen des Garns vorhanden
ist, wobei eine Vorrichtung vorhanden ist, um einen Faden an dem leeren Kops (7) anzusetzen,
wobei der Wartungswagen (9) eine Steuerung umfasst, die dazu ausgelegt ist, festzustellen,
ob sich ausreichend Garn auf dem Kops (7) befindet und wenn sich zu wenig Garn auf
dem Kops (7) befindet, um das Garn zum Streckwerk (5) zu führen und anzusetzen, der
Kops mittels der Vorrichtung zum Finden des Fadenendes und zum Absaugen des Garns
gereinigt wird und ein Faden an dem leeren Kops mittels der Vorrichtung zum Ansetzen
eines Fadens an dem leeren Kops angesetzt wird, und das Garn mittels des Wartungswagens
(9) durch Ringläufer und Fadenführer zum Streckwerk (5) geführt und dort angesetzt
wird; und wenn sich ausreichend Garn auf dem Kops (7) befindet, um das Garn zum Streckwerk
(5) zu führen und anzusetzen, das Garn mittels des Wartungswagens (9) durch Ringläufer
und Fadenführer zum Streckwerk (5) geführt und dort angesetzt wird.
12. Wartungswagen (9) nach dem vorgehenden Anspruch, wobei die Steuerung dazu ausgelegt
ist, die Garnmenge auf dem Kops (7), die auf den gespult wurde, zu berechnen, und
insbesondere die Garnmenge über eine Zeit, die die Spindel gelaufen ist, und eine
Garn-Nummer in Korrelation mit dem Zeitpunkt des Fadenbruchs zu berechnen.
13. Ringspinnmaschine (1) mit einem Wartungswagen (9) nach einem der vorgehenden Ansprüche
11 bis 12.
1. A method for operating a spinning station (2) on a ring spinning machine (1) after
a doffing operation, wherein the spinning station (2) has a spindle (8), a ring traveler,
a thread guide and a drawing frame (5) assigned to the spindle (8), and the ring spinning
machine (1) has a maintenance car (9) and a doffer, comprising the method steps:
• the spinning process is continued with an empty cop (7) at the spinning station
(2) after the doffing operation;
• a thread breakage is detected at the spinning station (2);
• the maintenance car (9) moves to the spinning station (2) and eliminates the thread
breakage;
• the spinning process is continued,
wherein
before elimination of the thread breakage by the maintenance car (9), the amount of
yarn on the cop (7) is checked, and
• if there is too little yarn on the cop (7) to guide the yarn to the drawing frame
(5) and attach it there, the cop (7) is cleaned to remove yarn and a thread is attached
to the empty cop (7), and the yarn is guided by the ring traveler and the thread guide
to the drawing frame (5) by means of the maintenance car (9) and attached there; and
• if there is enough yarn on the cop (7) to guide the yarn to the drawing frame (5)
and attach it there, the yarn is guided to the drawing frame (5) by means of the maintenance
car (9) together with the ring traveler and the thread guide and attached there.
2. The method according to claim 1, wherein the amount of yarn on the cop (7) is checked
by calculating the amount wound onto the cop (7).
3. The method according to claim 2, wherein the amount of yarn is calculated from the
delivery of yarn.
4. The method according to claim 2 or 3, wherein the amount of yarn is calculated as
a function of the period of time, during which the spindle (8) has been running, and
a yarn number is calculated in correlation with the point in time of the thread breakage.
5. The method according to any one of the preceding claims, wherein the cleaning of the
cop (7) takes place by finding the end of the yarn on the cop and applying suction.
6. The method according to any one of the preceding claims, wherein the method is carried
out after doffing, unless more than three layers are present on the cop (7).
7. The method according to any one of the preceding claims, wherein a thread breakage
has occurred at the working station immediately before, during or after doffing.
8. The method according to any one of the preceding claims, wherein a decision is made
as to whether there is enough yarn on the cop (7) on the basis of a controller of
a maintenance car (9).
9. The method according to any one of the preceding claims, wherein the thread breakage
is determined by an individual spindle motor or a single spindle drive of the spindle.
10. The method according to any one of the preceding claims, wherein after the spinning
process is continued with an empty cop (7) after the doffing operation but no ring
traveler movement has been detected, a thread is attached to the empty cop (7), and
the yarn is guided to the drawing frame by means of the maintenance car (9) together
with the ring traveler and thread guide and is attached there.
11. A maintenance car (9) for carrying out a method according to any one of the preceding
claims, wherein the maintenance car (9) comprises a controller, which is designed
to ascertain whether there is enough yarn on the cop (7), and if there is too little
yarn on the cop (7), to guide the yarn to the drawing frame (5) and attach it there,
to clean the cop (7) and to attach a thread to the empty cop (7), and to guide the
yarn by means of the maintenance car (9) through the ring traveler and the thread
guide to the drawing frame (5) and attach it there, and if there is enough yarn on
the cop (7), to guide the yarn from the drawing frame (5) and attach it there, to
guide the yarn by means of the maintenance car (9) to the drawing frame (5) together
with the ring traveler and the thread guide and attach it there.
12. The maintenance car (9) according to the preceding claim, wherein the controller is
designed to calculate the amount of yarn wound onto the cop (7), and in particular
to calculate the amount of yarn over the period of time the spindle has run and to
calculate a yarn number in correlation with the point in time of thread breakage.
13. A ring spinning machine (1) having a maintenance car (9) according to any one of the
preceding claims 11 to 12.
1. Procédé permettant de faire fonctionner un poste de filage (2) d'un métier à filer
à anneaux (1) après un processus d'échange des canettes, le poste de filage (2) présentant
une broche (8), un curseur, un guide-fil et un outil d'étirage (5) attribué à la broche
(8) et le métier à filer à anneaux (1) présentant un chariot d'entretien (9) et un
dispositif d'échange des canettes, comprenant les étapes de procédé suivantes
• le processus de filage se poursuit au niveau du poste de filage (2) avec une canette
(7) vide après le processus d'échange des canettes ;
• une rupture de fil est détectée au niveau du poste de filage (2) ;
• le chariot d'entretien (9) se déplace vers le poste de filage (2) et répare la rupture
de fil ;
• le processus de filage se poursuit, dans lequel la quantité de fil sur la canette
(7) est vérifiée avant la réparation de la rupture de fil par le chariot d'entretien
(9), et
• lorsque trop peu de fil se trouve sur la canette (7), afin de guider le fil vers
l'outil d'étirage (5) et de l'y fixer, la canette (7) est vidée de fil et un fil est
fixé à la canette (7) vide, et le fil est guidé au moyen du chariot d'entretien (9)
par le curseur et le guide-fil vers l'outil d'étirage (5) et y est fixé ; et
• lorsque suffisamment de fil se trouve sur la canette (7), afin de guider le fil
vers l'outil d'étirage (5) et de l'y fixer, le fil est guidé au moyen du chariot d'entretien
(9) par le curseur et le guide-fil vers l'outil d'étirage (5) et y est fixé.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la quantité de fil de la canette (7)
est vérifiée en calculant la quantité qui a été enroulée sur la canette (7).
3. Procédé selon la revendication 2, dans lequel la quantité de fil est calculée à partir
de l'approvisionnement en fil.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, dans lequel la quantité de fil est calculée
par l'intermédiaire d'un temps pendant lequel la broche (8) a fonctionné et d'un numéro
de fil en corrélation avec le moment de la rupture de fil.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le vidage de la canette
(7) est effectué en trouvant l'extrémité de fil sur la canette et en aspirant.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le procédé est réalisé
après le processus d'échange des canettes, à condition qu'il n'y ait pas plus de trois
couches sur la canette (7).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel une rupture de fil
s'est produite immédiatement avant, pendant ou après le processus d'échange des canettes
au niveau du poste de travail.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le fait de savoir
si suffisamment de fil se trouve sur la canette (7) est déterminé sur la base d'une
commande d'un chariot d'entretien (9).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la rupture de fil
est constatée par un moniteur de broche individuel ou par un entraînement de broche
simple de la broche.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, après que le processus
de filage se poursuit avec une canette (7) vide après le processus d'échange des canettes,
une détection du mouvement de curseur est réalisée, et lorsqu'aucun mouvement de curseur
n'est détecté, un fil est fixé à la canette (7) vide, et le fil est guidé au moyen
du chariot d'entretien (9) par le curseur et le guide-fil jusqu'à l'outil d'étirage
et y est fixé.
11. Chariot d'entretien (9) permettant de réaliser un procédé selon l'une des revendications
précédentes, dans lequel un dispositif permettant de trouver l'extrémité de fil et
d'aspirer le fil est prévu, un dispositif étant prévu pour fixer un fil à la canette
(7) vide, le chariot d'entretien (9) comprenant une commande configurée pour constater
si suffisamment de fil se trouve sur la canette (7) et lorsque trop peu de fil se
trouve sur la canette (7), afin de guider le fil vers l'outil d'étirage (5) et de
l'y fixer, la canette est vidée au moyen du dispositif permettant de trouver l'extrémité
de fil et d'aspirer le fil, et un fil est fixé à la canette vide au moyen du dispositif
permettant de fixer un fil à la canette vide, et le fil est guidé au moyen du chariot
d'entretien (9) par le curseur et le guide-fil vers l'outil d'étirage (5) et y est
fixé ; et lorsque suffisamment de fil se trouve sur la canette (7), afin de guider
le fil vers l'outil d'étirage (5) et de l'y fixer, le fil est guidé au moyen du chariot
d'entretien (9) par le curseur et le guide-fil vers l'outil d'étirage (5) et y est
fixé.
12. Chariot d'entretien (9) selon la revendication précédente, dans lequel la commande
est configurée pour calculer la quantité de fil qui a été enroulée sur la canette
(7), et en particulier pour calculer la quantité de fil par l'intermédiaire d'un temps
pendant lequel la broche a fonctionné et d'un numéro de fil en corrélation avec le
moment de la rupture de fil.
13. Métier à filer à anneaux (1) comportant un chariot d'entretien (9) selon l'une des
revendications précédentes 11 à 12.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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