[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Sortieranlage zum Sortieren von Sortierstücken.
[0002] Post- und Paketsortieranlagen, in welchen Briefe und/oder große Briefe oder Pakete
verarbeitet werden, werden beispielsweise von den Firmen Siemens Postal, Parcel &
Airport Logistics GmbH und Solystic vertrieben.
[0003] Die
US 2006/037888 A1 offenbart eine derartige Paket- und Postsortieranlage, in der Briefe, Pakete bzw.
Sendungen (im Folgenden als Sortierstücke bezeichnet) an einer Vereinzelungsvorrichtung
(Stoffeingabe) aus einem Vorrat, z.B. einem Stapel, vereinzelt, von einem Fördersystem
entlang eines Förderweges transportiert und an mehreren Sortierausgängen, realisiert
zum Beispiel durch Sortierweichen oder Querbandsorter, den jeweiligen Zielstellen,
wie z.B. Stapelfächern einer Postsortieranlage, zugeführt werden. Diese Merkmale im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 abgebildet. Während eines Sortierlaufs werden die
Sortierstücke in die Zielstellen sortiert. Jeder Zielstelle wird für den Sortierlauf
mittels einer Sortiersteuerung jeweils ein variabler Ziel-Code entsprechend der Sortierlogik
bzw. entsprechend dem Sortierprozess zugeordnet. Auch den Sortierstücken wird ein
variabler Ziel-Code zugeordnet, welchem entsprechend sie dann in eine Zielstelle sortiert
werden. Mehrere Zielstellen können auch den gleichen Ziel-Code haben, beispielsweise
bei Zieladressen mit bekannt hohem Sendungsaufkommen. Das bietet sich z. B. an, wenn
die Kapazität einer Zielstelle nicht ausreicht, um alle Sortierstücke für diesen Ziel-Code
aufzunehmen.
[0004] Auch bei einer entsprechenden Auslegung der Zielstellen ist die Kapazität der Zielstellen
nach einer bestimmten Anzahl von Sortierstücken erschöpft und die Zielstelle muss
entleert oder sonstwie wieder zur Verfügung gestellt werden. Dies kann beispielsweise
durch einen Behälterwechsel (leer gegen voll) erfolgen, was aber immer mit einem bestimmten
Handhabungsaufwand verbunden ist. Während dieser Entleerung steht daher die Zielstelle
temporär nicht zur Aufnahme weiterer Sortierstücke zur Verfügung. Die Zeitspanne dieses
temporären Ausfalls kann dabei auch davon abhängen, wieviel Bedienpersonal in der
Sortieranlage zur Verfügung steht und/oder ob beispielsweise aufgrund eines Zufalls
mehrere Zielstellen zeitgleich voll sind und durch das zur Verfügung stehende Personal
mal schneller und mal weniger schnell entleert werden können. Ein anderer Grund für
die zeitweise nicht zur Verfügung stehende Endstelle kann eine Störung sein, die erst
behoben werden muss. Sortierstücke, die für eine derartige Zielstelle bestimmt sind,
werden daher entlang des Sortierweges geführt und müssen an einer dafür vorgesehenen
Zielstelle in ein Reject-Fach geleitet werden. Derartige Sortierstücke haben aber
hierdurch einen Platz für ein effektiv in eine Zielstelle sortierbares Sortierstück
blockiert, weshalb die Sortieranlage nicht ihre höchstmögliche Sortierkapazität erreichen
kann.
[0005] Im Layout eines Sortierzentrums und für dessen Betrieb wird eine Sortieranlage bzw.
das gesamte Sortierzentrum im Wesentlichen durch seine reale Sortierleistung (OTP)
definiert, was auch die Durchsatz-Vorgaben für das lokale Management fixieren kann.
Wie schon erwähnt, ist eine zweite wichtige Grösse sicher die Kopfzahl der benötigten
Mitarbeiter. Zudem kann es auch aus mittelfristigen Statistiken bekannt sein, welche
Sortierziele hochvolumig (HV) und welche eher schwächer sind. Diese Abschätzungen
werden aber durch das zeitlich abhängige Aufkommen von Sortierstücken überlagert.
So kann es beispielsweise sein, dass im Schnitt zwei Zielstellen (Endstellen) für
ein HV-Sortierziel reichen, aber eine temporäre Situation auftritt, die die Endstellenleistung
(z.B. Operator am Dock, automatisches Beladesystem) für einen kritischen Zeitraum
übersteigt. Während des kritischen Zeitraums ist dabei das Aufnahmevermögen oder die
Speicherkapazität des mit den Zielstellen/Endstellen ausgestatteten Förderwegs beschränkt.
Ist diese Speicherkapazität nun mehr erschöpft, bleiben die Sortierstücke auf dem
Förderweg und werden rezirkuliert oder aber nach dem Durchlauf des Förderweges ausgeschieden.
Im erstgenannten Fall müssen die Sortierstücke zwar nicht wieder auf den Förderweg
aufgegeben werden, jedoch senken diese rezyklierten Sortierstücke aber die Sortierleistung.
Im zweitgenannten Fall wird auch noch die Sortier-Zuführung (Aufgabestelle, Einschussvorrichtung)
belastet, was aber meist nur ein nachrangiges Problem darstellt, da die Eingabeleistung
in der Regel die Sortierleistung übersteigt.
[0006] Eine einfache und kostengünstige Lösung dieses Problems mit dem Ziel der Erreichung
einer gleichbleibend hohen Sortierleistung des bestimmenden eigentlichen Sorters liegt
daher der vorliegenden Erfindung zugrunde.
[0007] Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens erfindungsgemäss durch ein Verfahren
zum Sortieren von Sortierstücken mit einer Sortieranlage gelöst, wobei die folgenden
Verfahrensschritte umfasst sind:
- a) Bereitstellen von mindestens zwei Eingabesträngen, wobei jeder Eingabestrang eine
Eingabevorrichtung für die Sortierstücke und eine Komponente zur Identifizierung des
Sortierstücks bzw. seiner Bestimmungsadresse und eine Ausschleusevorrichtung aufweist;
- b) Zusammenführen der mindestens zwei Eingabestränge zu einem Förderweg, der Förderweichen
und entlang des Förderwegs angeordnete Zielstellen aufweist;
- c) Bereitstellen einer Anzahl von Sortierstücken an den mindestens zwei Eingabevorrichtungen
für einen Sortierlauf;
- d) Aufgeben der Anzahl von Sortierstücken an der Eingabevorrichtung und Sortieren
der Sortierstücke durch eine die Förderweichen einstellende Sortiersteuerung gemäss
einer Sortierlogik in die den Zielcodes der Sortierstücke entsprechende Zielstellen,
wobei
- e) für mindestens einen Teil der Sortierstücke eine Rückmeldung zur Feststellung eines
Aufnahmevermögens von mindestens einer der Zielstellen durch die Sortiersteuerung
ausgewertet wird; und
- f) ein an einer der Eingabevorrichtungen aufgegebenes Sortierstück vor dessen Eintritt
in den Förderweg ausgeschleust wird, wenn das Aufnahmevermögen der diesem Sortierstück
zugeordneten Zielstelle zumindest temporär unterhalb eines vorgebbaren Grenzwerts
liegt oder temporär ganz verneint wird.
[0008] Bezüglich der Sortieranlage wird diese Aufgabe erfindungsgemäss durch eine Sortieranlage
zum Sortieren von Sortierstücken gelöst, welche die folgenden Komponenten umfasst:
- a) mindestens zwei Eingabestränge, wobei jeder Eingabestrang eine Eingabevorrichtung
für die Sortierstücke und eine Komponente zur Identifizierung des Sortierstücks bzw.
seiner Bestimmungsadresse und eine Ausschleusevorrichtung aufweist;
- b) eine Zusammenführungseinheit der mindestens zwei Eingabestränge zu einem Förderweg,
der Förderweichen und entlang des Förderwegs angeordnete Zielstellen aufweist;
- c) eine Sortiersteuerung, die in der Lage ist für eine Anzahl von Sortierstücken eine
jeweilige Adresskennung zu kennen und der Adresskennung einen Zielcode für eine der
Zielstellen zuzuordnen und die Förderweichen für ein an einer der mindestens zwei
Eingabevorrichtungen aufgegebenes Sortierstück entsprechend zum Erreichen der vorgesehenen
Zielstelle einzustellen, wobei die Sortiersteuerung weiter in der Lage ist, für mindestens
einen Teil der Sortierstücke eine Rückmeldung zur Feststellung eines Aufnahmevermögens
von mindestens einer der Zielstellen auszuwerten und die jeweils zwischen der Eingabevorrichtung
und der Zusammenführungseinheit angeordnete Ausschleusevorrichtung zum Ausschleusen
von Sortierstücken so zu steuern, dass ein an einer der mindestens zwei Eingabevorrichtungen
aufgegebenes Sortierstück vor dessen Eintritt in den Förderweg ausgeschleust wird,
wenn das Aufnahmevermögen der diesem Sortierstück zugeordneten Zielstelle zumindest
temporär unterhalb eines vorgebbaren Grenzwerts liegt oder temporär ganz verneint
wird.
[0009] Auf diese Weise ermöglichen das Verfahren und die Sortieranlage eine verbesserte
Ausnutzung der Sortierkapazität der Sortieranlage, weil Sortierstücke, deren Zielstellen
temporär nicht verfügbar sind, gar nicht erst auf die eigentliche Sortierstrecke/Förderstrecke
gegeben werden, sondern gleich nach der Eingabe (Erfassung der das Sortierstück identifizierenden
Daten) wieder aus dem Sortierprozess ausgeschleust werden, bevor der eigentliche Sortiervorgang
beginnt. Diese Ausschleusung verursacht zwar an der Eingabestelle später einen erneuten
Eingabevorgang, aber da die Kapazität der mindestens zwei Eingabevorrichtungen in
der Regel grösser als die Sortierkapazität der Sortieranlage ist, spielt dieser Re-Feed
nur eine untergeordnete Rolle bei der Erzielung einer grösstmöglichen Sortierleistung
(OTP).
[0010] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann die Rückmeldung
zur Feststellung des Aufnahmevermögens durch eine aktive Bedienhandlung an einer Zielstelle
erzeugt wird. So kann beispielsweise das Bedienpersonal per Knopfdruck eine Zielstelle
als nicht verfügbar melden. Die Sortiersteuerung empfängt dieses Betätigungssignal
und veranlasst in Reaktion auf die Nicht-Bereitschaft dieser Zielstelle eine entsprechende
Einstellung der Ausschleuseweichen, was dazu führt, dass für diese nicht-bereite Zielstelle
aufgegebene Sortierstücke vor dem Erreichen des eigentlichen Sortierweges ausgeschleust
werden. Erst wenn durch einen entsprechenden Knopfdruck rückgemeldet wird, dass die
Zielstelle nun wieder in der Lage ist Sortierstücke aufzunehmen, werden die für diese
Zielstelle erfassten Sortierstücke nicht mehr ausgeschleust, sondern bestimmungsgemäss
entlang des Sortierweges zu der entsprechenden Zielstelle gefördert.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Rückmeldung
von der Sortiersteuerung selbst erzeugt werden, indem die Information über die Zielcodes
der Anzahl der Sortierstücke ausgewertet und hierdurch ermittelt wird, nach wie vielen
bereits an der Eingabevorrichtung für eine bestimmte Zielstelle aufgegebenen Sortierstücken
das Aufnahmevormögen dieser Zielstelle zumindest temporär erschöpft sein wird. Somit
kann quasi bereits in der Sortiersteuerung vorab oder auch dynamisch ermittelt werden,
wann eine Zielstelle aufgrund der für diese Zielstelle vorgesehenen Sortierstücke
temporär nicht mehr aufnahmefähig sein wird. Beispielhaft könnte eine Zahl von 100
Sortierstücken für eine Zielstelle genannt werden, die eine Zielstelle auffüllen und
so einen Behälterwechsel an der Zielstelle erforderlich machen. Während der Zeit des
Behälterwechsels, z.B. angenommene fünf Minuten, stellt die Sortiersteuerung die Ausschleuseweichen
für weitere Sortierstücke für diese aufgrund des Behälterwechsels vorübergehend nicht
verfügbare Zielstelle jeweils in die Ausschleuserichtung, sodass für diese Zielstelle
bestimmte Sortierstücke temporär gar nicht mehr auf die Sortierstrecke gelangen und
damit die Sortieranlage nicht unnötig belasten.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend detailliert
mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- in schematischer Darstellung eine Sortieranlage für die Sortierung von flachen Versandstücken
zu einem ersten Sortierzeitpunkt;
- Figur 2
- in schematischer Darstellung die Sortieranlage gemäss Figur 1 für die Sortierung von
flachen Versandstücken zu einem zweiten Sortierzeitpunkt;
- Figur 3
- in schematischer Darstellung die Sortieranlage gemäss Figur 1 für die Sortierung von
flachen Versandstücken zu einem alternativen zweiten oder einem dritten Sortierzeitpunkt;
und
- Figur 4
- in schematischer Darstellung die Sortieranlage gemäss Figur 1 für die Sortierung von
flachen Versandstücken zu einem späteren Sortierzeitpunkt.
[0013] Figur 1 zeigt schematisch eine Sortieranlage 2 für die Sortierung von flachen Versandstücken
4, 4a bis 4d, hier zum Beispiel postalische Versandstücke, wie Briefe, Zeitungen,
Zeitschriften und dergleichen. Die nachfolgend beschriebene Sortieranlage 2 sowie
das darauf ausgeführte Sortierverfahren lassen sich aber grundsätzlich auch für die
Sortierung von Stückgut, wie Päckchen, Paketen, Gepäckstücken und dergleichen, verwenden.
Die Sortieranlage 2 weist hier zwei Eingabestränge 5a, 5b auf, die je eine Eingabevorrichtung
6a, 6b für die flachen Sortierstücke 4, 4a bis 4d auf, mit der die Sortierstücke 4,
4a bis 4d von einer höhenverstellbaren Stapelvorrichtung 8 für die Sortierung aufgegeben
werden. Mit den Eingabevorrichtungen 6a, 6b, die beispielsweise als Einschussvorrichtungen
oder dergleichen ausgestaltet sein können, sind Identifizierungsvorrichtungen 7a,
7b verknüpft, die das jeweilige Sortierstück identifizierenden Daten, wie z.B. die
Adresse oder einen diese repräsentierenden Code, erfassen können. Anschliessend weist
jeder Eingabestrang 5a, 5b je eine Ausschleuseweiche 12a, 12b auf, mit denen ein Sortierstück
noch vor Erreichen einer Zusammenführungseinheit 9 für die beiden Eingabestränge 5a,
5b aus dem Sortiervorgang in Ausschleusebehälter 22a, 22b ausgeschleust werden können,
ohne überhaupt auf einem eigentlichen für die Sortierung vorgesehenen Förderweg 10
gewesen zu sein.
[0014] In diesem Förderweg 10 sind Förderweichen 14 bis 20 angeordnet, denen jeweils eine
Zielstelle 24 bis 30 zugeordnet sind. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weist
jede der Zielstellen 24 bis 30 eine verstellbare Zustandsanzeige 32 bis 38 auf. Diese
Zustandsanzeigen 32 bis 38 werden hier vorliegend von einer Sortiersteuerung 40 eingestellt
und können auch von dem Bedienpersonal (hier nicht dargestellt) betätigt werden. Die
Zustandsanzeigen 32 bis 38 können zwischen einem Zustand <"0" = Zielstelle temporär
nicht aufnahmebereit> und einem Zustand <"I" = Zielstelle aufnahmebereit> wechseln.
Zu dem in Figur 1 gezeigten Zeitpunkt sind nun bereits eine Reihe von flachen Sortierstücken
4, die an der Eingabevorrichtung 6 im Stapel bereitgestellt worden sind, in die verschiedenen
Zielstellen 24 bis 30 einsortiert worden. Dabei steuert die Sortiersteuerung 40 gemäss
der für das Sortierstück in der Eingabevorrichtung erfassten Adresse die Sortierweichen
14 bis 20 so, dass das flache Sortierstück 4 die gemäss einer Sortierlogik dieser
Adresse zugeordnete Zielstelle 24 bis 30 erreicht.
[0015] Der Einfachheit der zeichnerischen Darstellbarkeit geschuldet wird hier nun einmal
angenommen, dass eine Zielstelle 24 bis 30, in die ein sechstes flaches Sortierstück
einsortiert worden ist, als gefüllt gilt und somit geleert werden muss. Während dieses
Leerungszeitraums steht die Zielstelle dann nicht für eine weitere Befüllung mit Sortierstücken
4 zur Verfügung.
[0016] Dieser Zustand ist nun für die Sortieranlage 2 in Figur 2 zu einem zweiten späteren
Zeitpunkt dargestellt. Zunächst einmal hat die Sortiersteuerung 40, die die Zusortierung
des sechsten Sortierstücks in die Zielstelle 24 im Sinne eines Mitzählens der Zuweisung
von Sortierstücken zu dieser Zielstelle 24 detektiert hat, die Zustandsanzeige 32
für diese Zielstelle 24 auf den Wert "0" gesetzt, was durch die leichte Schraffur
des Feldes mit der "0" sowie das gestrichelte Lichtsignal symbolisiert sein soll.
Damit weiss das Personal nun, dass die Zielstelle 24 entleert werden muss. Im weiteren
Sortierverlauf waren aber nun die beiden in Figur 1 noch oben auf dem einem Stapel
8a liegenden flachen Sortierstücke 4a und 4b für die Zielstelle 24 bestimmt gewesen,
die aber nun aktuell nicht zur Verfügung steht. Entsprechend hat die Sortiersteuerung
40 die Ausschleuseweiche 12a nun so eingestellt, dass diese beiden Sortierstücke 4a,
4b direkt nach ihrer Aufgabe vor dem Beginn des eigentlichen Sortierweges 10 ausgeschleust
und damit in den Ausschleusebehälter 22a einsortiert werden. Damit belasten diese
beiden Sortierstücke 4a, 4b die Sortierkapazität der Sortieranlage 2 momentan nicht
weiter. Somit hat für diese beiden Sortierstücke 4a, 4b eine Rückmeldung zum Aufnahmevermögen
der Zielstelle 24 vorgelegen (hier eine negative Rückmeldung), die durch die Sortiersteuerung
40 ausgewertet worden ist, weshalb die beiden an der Eingabevorrichtung 6 aufgegebenen
Sortierstücke 4a, 4b vor deren Eintritt in den eigentlichen mit Sortierweichen 14
bis 20 ausgestatteten Förderweg 10 ausgeschleust worden sind, weil das Aufnahmevermögen
der diesen Sortierstücken 4a, 4b zugeordneten Zielstelle 24 zumindest temporär unterhalb
eines vorgebbaren Grenzwerts lag bzw. hier temporär ganz verneint worden ist. Um jedoch
trotzdem die Kapazität der Sortieranlage 2 nutzen zu können, ist etwas salopp gesprochen
hier den zweite Eingabestrang 5b eingesprungen und hat statt der Sortierstücke 4a
und 4b die Sortierstücke 4c und 4d auf den Förderweg 10 geben können, woraufhin eine
der jeweiligen Adresse entsprechende Zielstelle 26 bzw. 28 mit diesen Sortierstücken
4c und 4d bestückt worden sind. Durch das vorzeitige Ausschleusen der Sortierstücke
4a und 4b ist es durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung der Sortieranlage 2 nicht
zu einem Abfall der Sortierkapazität gekommen, sondern die Kapazität der Sortieranlage
2 konnte voll weiter genutzt werden.
[0017] Im hier vorliegenden Fall der Figur 2 ist diese Rückmeldung von der Sortiersteuerung
40 selbst erzeugt worden, indem die Information über die Zielcodes der für den Sortiergang
vorgesehenen Sortierstücke 4 ausgewertet wurden. Hierdurch konnte beispielsweise ermittelt
werden, dass in dieser Menge von Sortierstücken 4 mindestens nach sechs bereits an
den Eingabevorrichtungen 6a und 6b für eine bestimmte Zielstelle 24 aufgegebenen Sortierstücken
4 das Aufnahmevormögen dieser Zielstelle 24 zumindest temporär erschöpft ist und somit
ein Zustandswechsel von "I" nach "0" zu erfolgen hat.
[0018] Figur 3 kann nun zwei Alternativen zeigen. Als erste der beiden Alternativen kann
die Figur 3 einen dritten Zeitpunkt zeigen, an dem der Behälter der Zielstelle 24
zu dessen Entleerung tatsächlich nicht vorhanden ist. Richtigerweise ist daher an
der Zustandsanzeige 32 der Wert "0" angezeigt.
[0019] In der zweiten Alternative kann der Zustand der Sortieranlage 2 zu einem alternativen
zweiten Zeitpunkt gezeigt werden. Der Behälter der Zielstelle 24 ist auch hier zu
dessen Entleerung entfernt worden, aber die Zustandsanzeige 32 kann einerseits händisch
durch das Personal vom Wert "I" auf den Wert "0" gesetzt worden sein oder andererseits
kann der Behälter der Zielstelle 24 selbst eine Füllstandsüberwachung aufweisen, die
die Zustandsanzeige 32 mit Erreichen eines vorbestimmten Füllgrades von dem Zustand
"I = aufnahmefähig" in den Zustand "0 = nicht mehr aufnahmefähig" schaltet. So wird
in jedem Fall der Sortiersteuerung 40 zurückgemeldet, dass die Zielstelle 24 temporär
kein Aufnahmevermögen hat; die Zustandsanzeige 32 kann dem Bedienpersonal optisch
und/oder akustisch oder auch als Anzeige an einem Datensichtgerät eines Bedienplatzes
anzeigen, dass der Behälter der Zielstelle 24 zu entleeren ist. Folgerichtig hat auch
für diese beiden Varianten das an die Sortiersteuerung 40 rückgemeldete Verneinen
des Aufnahmevermögens für die Zielstelle 24 zu einem Ausschleusen der flachen Sortierstücke
4a, 4b in den Ausschleusebehälter 22a geführt.
[0020] Die Figur 4 zeigt nun eine Momentaufnahme des Sortiervorganges der Sortieranlage
2 zu einem noch späteren Zeitpunkt. Der Behälter der Zielstelle 24 ist entleert und
wieder in diese Zielstelle 24 eingesetzt worden. Entsprechend ist die Zustandsanzeige
32 wieder von dem Zustand "0" in den Zustand "I" gewechselt worden, sei es durch manuelle
Intervention des Bedienpersonals an der Zustandsanzeige 32 oder sei es durch die Detektion
des Vorhandensein eines leeren Behälters an der Zielstelle 24 in Kommunikation mit
der Sortiersteuerung 40. Die beiden ausgeschleusten Sortierstücke 4a und 4b wurden
zuoberst auf den Stapel 8a oder 8b an der Eingabevorrichtung 6a bzw. 6b wieder aufgelegt
und im Sortierprozess nun folgerichtig in die Zielstelle 24 befördert.
[0021] Auf diese Weise ermöglichen das Verfahren und das System eine verbesserte Ausnutzung
der Sortierkapazität der Sortieranlage 2, weil Sortierstücke 4a, 4b, deren Zielstellen
24 temporär nicht verfügbar sind, gar nicht erst auf die Sortierstrecke 10 gegeben
werden, sondern gleich nach der Eingabe (Erfassung der das Sortierstück identifizierenden
Daten) wieder aus dem Sortierprozess ausgeschleust werden. Diese Ausschleusung verursacht
zwar an einer der beiden oder an den Eingabevorrichtungen 6a, 6b später einen erneuten
Eingabevorgang, aber da die Kapazität der Eingabevorrichtungen 6a, 6b in der Regel
grösser als die Sortierkapazität der Sortieranlage 2 ist, spielt dieser Re-Feed nur
eine untergeordnete Rolle bei der Erzielung einer grösstmöglichen Sortierleistung
(OTP = operational throughput).
1. Verfahren zum Sortieren von Sortierstücken (4, 4a, 4b) mit einer Sortieranlage (2),
umfassend die folgenden Verfahrensschritte:
a) Bereitstellen von mindestens zwei Eingabesträngen (5a, 5b), wobei jeder Eingabestrang
(5a, 5b) eine Eingabevorrichtung (6a, 6b) für die Sortierstücke (4, 4a, 4b) und eine
Komponente (7a, 7b) zur Identifizierung des Sortierstücks (4, 4a, 4b) bzw. seiner
Bestimmungsadresse und eine Ausschleusevorrichtung (12a, 12b) aufweist;
b) Zusammenführen der mindestens zwei Eingabestränge (5a, 5b) zu einem Förderweg (10),
der Förderweichen (14 bis 20) und entlang des Förderwegs (10) angeordnete Zielstellen
(24 bis 30) aufweist;
c) Bereitstellen einer Anzahl von Sortierstücken (4, 4a, 4b) an den mindestens zwei
Eingabevorrichtungen (6a, 6b) für einen Sortierlauf;
d) Aufgeben der Anzahl von Sortierstücken (4, 4a, 4b) an der Eingabevorrichtung (6)
und Sortieren der Sortierstücke (4, 4a, 4b) durch eine die Förderweichen (14 bis 20)
einstellende Sortiersteuerung (40) gemäss einer Sortierlogik in die den Zielcodes
der Sortierstücke (4, 4a, 4b) entsprechende Zielstellen (24 bis 30),
dadurch gekennzeichnet, dass
e) für mindestens einen Teil der Sortierstücke (4a, 4b) eine Rückmeldung zur Feststellung
eines Aufnahmevermögens von mindestens einer der Zielstellen (24) durch die Sortiersteuerung
(40) ausgewertet wird; und
f) ein an einer der Eingabevorrichtungen (6a, 6b) aufgegebenes Sortierstück (4a, 4b)
vor dessen Eintritt in den Förderweg (10) ausgeschleust wird, wenn das Aufnahmevermögen
der diesem Sortierstück (4a, 4b) zugeordneten Zielstelle (24) zumindest temporär unterhalb
eines vorgebbaren Grenzwerts liegt oder temporär ganz verneint wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rückmeldung zur Feststellung des Aufnahmevermögens durch eine aktive Bedienhandlung,
beispielsweise an einer Zustandseinheit (32), an einer Zielstelle (24) erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rückmeldung von der Sortiersteuerung (40) erzeugt wird, indem die Information
über die Zielcodes der Anzahl der Sortierstücke (4, 4a, 4b) ausgewertet und hierdurch
ermittelt wird, nach wie vielen bereits an der Eingabevorrichtung (6) für eine bestimmte
Zielstelle (24) aufgegebenen Sortierstücken (4) das Aufnahmevormögen dieser Zielstelle
(24) zumindest temporär erschöpft ist.
4. Sortieranlage (2) zum Sortieren von Sortierstücken (4, 4a, 4b), umfassend:
a) mindestens zwei Eingabestränge (5a, 5b), wobei jeder Eingabestrang (5a, 5b) eine
Eingabevorrichtung (6a, 6b) für die Sortierstücke (4, 4a, 4b) und eine Komponente
(7a, 7b) zur Identifizierung des Sortierstücks (4, 4a, 4b) bzw. seiner Bestimmungsadresse
und eine Ausschleusevorrichtung (12a, 12b) aufweist;
b) eine Zusammenführungseinheit (9) der mindestens zwei Eingabestränge (5a, 5b) zu
einem Förderweg (10), der Förderweichen (14 bis 20) und entlang des Förderwegs (10)
angeordnete Zielstellen (24 bis 30) aufweist;
c) eine Sortiersteuerung (40), die in der Lage ist für eine Anzahl von Sortierstücken
(4, 4a, 4b) eine jeweilige Adresskennung zu kennen und der Adresskennung einen Zielcode
für eine der Zielstellen (24 bis 30) zuzuordnen und die Förderweichen (14 bis 20)
für ein an einer der mindestens zwei Eingabevorrichtungen (6a, 6b) aufgegebenes Sortierstück
(4, 4a, 4b) entsprechend zum Erreichen der vorgesehenen Zielstelle (24 bis 30) einzustellen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortiersteuerung (40) weiter in der Lage ist, für mindestens einen Teil der Sortierstücke
(4a, 4b) eine Rückmeldung zur Feststellung eines Aufnahmevermögens von mindestens
einer der Zielstellen (24) auszuwerten und die jeweils zwischen der Eingabevorrichtung
(6a, 6b) und der Zusammenführungseinheit angeordnete Ausschleusevorrichtung (12a,
12b) zum Ausschleusen von Sortierstücken (4a, 4b) so zu steuern, dass ein an einer
der mindestens zwei Eingabevorrichtungen (6a, 6b) aufgegebenes Sortierstück (4a, 4b)
vor dessen Eintritt in den Förderweg (10) ausgeschleust wird, wenn das Aufnahmevermögen
der diesem Sortierstück (4a, 4b) zugeordneten Zielstelle (24) zumindest temporär unterhalb
eines vorgebbaren Grenzwerts liegt oder temporär ganz verneint wird.
5. Sortieranlage (2) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rückmeldung zur Feststellung des Aufnahmevermögens durch eine aktive Bedienhandlung
an einer Zielstelle (24), beispielsweise an einer der Zielstelle (24) zugeordneten
Zustandsanzeige (32), erzeugbar ist.
6. Sortieranlage (2) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rückmeldung von der Sortiersteuerung (40) selbst erzeugbar ist, indem die Information
über die Zielcodes der Anzahl der Sortierstücke (4, 4a, 4b) ausgewertet und hierdurch
ermittelbar ist, nach wie vielen bereits an den mindestens zwei Eingabevorrichtungen
(6a, 6b) für eine bestimmte Zielstelle (24) aufgegebenen Sortierstücken (4) das Aufnahmevormögen
dieser Zielstelle (4) zumindest temporär erschöpft ist.
1. Method for the sorting of sorting items (4, 4a, 4b) using a sorting installation (2),
comprising the following method steps:
a) providing at least two input lines (5a, 5b), wherein each input line (5a, 5b) has
an input apparatus (6a, 6b) for the sorting items (4, 4a, 4b) and a component (7a,
7b) for identifying the sorting item (4, 4a, 4b) or its destination address and a
discharge apparatus (12a, 12b);
b) merging the at least two input lines (5a, 5b) to form one conveying path (10),
which has conveying diverters (14 to 20) and destination points (24 to 30) arranged
along the conveying path (10);
c) providing a number of sorting items (4, 4a, 4b) to the at least two input apparatuses
(6a, 6b) for a sorting run;
d) releasing the number of sorting items (4, 4a, 4b) at the input apparatus (6) and
sorting the sorting items (4, 4a, 4b) by way of a sorting controller (40) adjusting
the conveying diverters (14 to 20) according to a sorting logic into the destination
points (24 to 30) corresponding to the destination codes of the sorting items (4,
4a, 4b),
characterised in that
e) for at least some of the sorting items (4a, 4b) a response for establishing a receiving
capability of at least one of the destination points (24) is evaluated by the sorting
controller (40); and
f) a sorting item (4a, 4b) released at one of the input apparatuses (6a, 6b) is discharged
before it enters the conveying path (10), when the receiving capability of the destination
point (24) assigned to said sorting item (4a, 4b) at least temporarily lies below
a predefinable limit value or is temporarily denied.
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the response for establishing a receiving capability is generated by an active operator
action, for example on a state unit (32), at a destination point (24).
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
the response is generated by the sorting controller (40), in that the information regarding the destination codes of the number of sorting items (4,
4a, 4b) is evaluated and, as a result, it is ascertained after how many sorting items
(4), which have already been released at the input apparatus (6) for a certain destination
point (24), the receiving capability of said destination point (24) is at least temporarily
exhausted.
4. Sorting installation (2) for the sorting of sorting items (4, 4a, 4b), comprising:
a) at least two input lines (5a, 5b), wherein each input line (5a, 5b) has an input
apparatus (6a, 6b) for the sorting items (4, 4a, 4b) and a component (7a, 7b) for
identifying the sorting item (4, 4a, 4b) or its destination address and a discharge
apparatus (12a, 12b);
b) a merging unit (9) for the at least two input lines (5a, 5b) to form one conveying
path (10), which has conveying diverters (14 to 20) and destination points (24 to
30) arranged along the conveying path (10);
c) a sorting controller (40), which is capable of identifying a respective address
identifier for a number of sorting items (4, 4a, 4b) and assigning the address identifier
a destination code for one of the destination points (24 to 30) and adjusting the
conveying diverters (14 to 20) for a sorting item (4, 4a, 4b) released at one of the
at least two input apparatuses (6a, 6b) according to the reaching of the intended
destination point (24 to 30),
characterised in that
the sorting controller (40) is further capable, for at least some of the sorting items
(4a, 4b), of evaluating a response for establishing a receiving capability of at least
one of the destination points (24) and controlling the discharge apparatus (12a, 12b)
for discharging sorting items (4a, 4b), which is arranged in each case between the
input apparatus (6a, 6b) and the merging unit (9), such that a sorting item (4a, 4b)
released at one of the at least two input apparatuses (6a, 6b) is discharged before
it enters the conveying path (10), when the receiving capability of the destination
point (24) assigned to said sorting item (4a, 4b) at least temporarily lies below
a predefinable limit value or is temporarily denied.
5. Sorting installation (2) according to claim 4, characterised in that
the response for establishing a receiving capability can be generated by an active
operator action at a destination point (24), for example on a state display (32) assigned
to the destination point (24).
6. Sorting installation (2) according to claim 4 or 5, characterised in that
the response can be generated by the sorting controller (40) itself, in that the information regarding the destination codes of the number of sorting items (4,
4a, 4b) is evaluated and, as a result, it can be ascertained after how many sorting
items (4), which have already been released at the at least two input apparatuses
(6a, 6b) for a certain destination point (24), the receiving capability of said destination
point (4) is at least temporarily exhausted.
1. Procédé pour le tri de pièces à trier (4, 4a, 4b) par une installation de tri (2),
comportant les étapes de procédé suivantes :
a) fourniture d'au moins deux lignes d'introduction (5a, 5b), chaque ligne d'introduction
(5a, 5b) comprenant un dispositif d'introduction (6a, 6b) pour les pièces à trier
(4, 4a, 4b) et un composant (7a, 7b) pour l'identification de la pièce à trier (4,
4a, 4b) ou de son adresse de destination et un dispositif de déchargement (12a, 12b)
;
b) réunion des au moins deux lignes d'introduction (5a, 5b) en un trajet de transport
(10), lequel comprend des aiguillages de transport (14 à 20) et des emplacements cibles
(24 à 30) disposés le long du trajet de transport (10) ;
c) fourniture d'une pluralité de pièces à trier (4, 4a, 4b) au niveau des au moins
deux dispositifs d'introduction (6a, 6b) pour une passe de tri ;
d) dépôt de la pluralité de pièces à trier (4, 4a, 4b) au niveau du dispositif d'introduction
(6) et tri des pièces à trier (4, 4a, 4b) par l'intermédiaire d'une commande de tri
(40) ajustant les aiguillages de transport (14 à 20) selon une logique de tri dans
les emplacements cibles (24 à 30) correspondant aux codes cibles des pièces à trier
(4, 4a, 4b),
caractérisé en ce que
e) pour au moins une partie des pièces à trier (4a, 4b), une rétroaction pour l'établissement
d'une capacité de réception d'au moins l'un des emplacements cibles (24) est évaluée
par l'intermédiaire de la commande de tri (40) ; et
f) une pièce à trier (4a, 4b) déposée au niveau de l'un des dispositifs d'introduction
(6a, 6b) est déchargée avant son entrée dans le trajet de transport (10), si la capacité
de réception de l'emplacement cible (24) associé à cette pièce à trier (4a, 4b) est
située au moins temporairement en-dessous d'une valeur limite prédéfinissable ou est
temporairement totalement niée.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la rétroaction pour l'établissement de la capacité de réception est produite par l'intermédiaire
d'une manipulation active, par exemple au niveau d'une unité d'état (32), au niveau
d'un emplacement cible (24).
3. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que
la rétroaction est produite par la commande de tri (40), par le fait que l'information
est évaluée par l'intermédiaire des codes cibles de la pluralité des pièces à trier
(4, 4a, 4b) et qu'il est ainsi déterminé au bout de combien de pièces à trier (4)
déjà déposées au niveau du dispositif d'introduction (6) pour un certain emplacement
cible (24), la capacité de réception de cet emplacement cible (24) est au moins temporairement
épuisée.
4. Installation de tri (2) pour le tri de pièces à trier (4, 4a, 4b), comportant :
a) au moins deux lignes d'introduction (5a, 5b), chaque ligne d'introduction (5a,
5b) comprenant un dispositif d'introduction (6a, 6b) pour les pièces à trier (4, 4a,
4b) et un composant (7a, 7b) pour l'identification de la pièce à trier (4, 4a, 4b)
ou de son adresse de destination et un dispositif de déchargement (12a, 12b) ;
b) une unité de réunion (9) des au moins deux lignes d'introduction (5a, 5b) en un
trajet de transport (10), lequel comprend des aiguillages de transport (14 à 20) et
des emplacements cibles (24 à 30) disposés le long du trajet de transport (10) ;
c) une commande de tri (40), laquelle est en mesure, pour une pluralité de pièces
à trier (4, 4a, 4b), de reconnaître une reconnaissance d'adresse respective et d'associer
à la reconnaissance d'adresse un code cible pour l'un des emplacements cibles (24
à 30) et d'ajuster en conséquence les aiguillages de transport (14 à 20) pour une
pièce à trier (4, 4a, 4b) déposée au niveau de l'un des au moins deux dispositifs
d'introduction (6a, 6b) pour atteindre l'emplacement cible (24 à 30) prévu,
caractérisée en ce que
la commande de tri (40) est en outre en mesure, pour au moins une partie des pièces
à trier (4a, 4b), d'évaluer une rétroaction pour l'établissement d'une capacité de
réception d'au moins l'un des emplacements cibles (24) et de commander le dispositif
de déchargement (12a, 12b), disposé respectivement entre le dispositif d'introduction
(6a, 6b) et l'unité de réunion, pour le déchargement de pièces à trier (4a, 4b), de
telle sorte qu'une pièce à trier (4a, 4b) déposée au niveau de l'un des au moins deux
dispositifs d'introduction (6a, 6b) soit déchargée avant son entrée dans le trajet
de transport (10), si la capacité de réception de l'emplacement cible (24) associé
à cette pièce à trier (4a, 4b) est située au moins temporairement en-dessous d'une
valeur limite prédéfinissable ou est temporairement totalement niée.
5. Installation de tri (2) selon la revendication 4, caractérisée en ce que
la rétroaction pour l'établissement de la capacité de réception peut être produite
par l'intermédiaire d'une manipulation active au niveau d'un emplacement cible (24),
par exemple au niveau d'un indicateur d'état (32) associé à l'emplacement cible (24).
6. Installation de tri (2) selon la revendication 4 ou la revendication 5,
caractérisée en ce que
la rétroaction peut être produite par la commande de tri (40) elle-même, par le fait
que l'information est évaluée par l'intermédiaire des codes cibles de la pluralité
des pièces à trier (4, 4a, 4b) et qu'il est ainsi déterminé au bout de combien de
pièces à trier (4) déjà déposées au niveau des au moins deux dispositifs d'introduction
(6a, 6b) pour un certain emplacement cible (24), la capacité de réception de cet emplacement
cible (4) est au moins temporairement épuisée.