[0001] Die Erfindung betrifft einen Raumteiler zur Abgrenzung mindestens zweier Raumbereiche
voneinander, wobei der Raumteiler mindestens zwei Trennwandelemente aufweist, wobei
die Trennwandelemente über eine Verbindungsvorrichtung des Raumteilers miteinander
verbunden sind, und wobei die Trennwandelemente bei bestimmungsgemäßer Verwendung
des Raumteilers auf einer Aufstandsseite auf einem Untergrund aufstehen, und wobei
die Verbindungsvorrichtung die Trennwandelemente starr miteinander verbindet und die
Verbindungsvorrichtung jeweils in einem an einer der Aufstandsseite gegenüberliegenden
Verbindungsseite angrenzenden Verbindungsbereich des jeweiligen Trennwandelements
mit dem Trennwandelement verbunden ist. Die Erfindung betrifft auch ein Raumteilersystem
mit mindestens zwei Raumteilern.
[0002] Aus der Praxis sind Raumteiler und Raumteilersysteme bekannt, mit denen ein Raum
in mehrere Raumbereiche aufgeteilt werden kann. Mit Raumteilern kann erreicht werden,
verschiedene Raumbereiche eines größeren Raums voneinander abzugrenzen und dabei optisch
und akustisch zu entkoppeln oder zumindest voneinander abzuschirmen. Das ist oftmals
vorteilhaft bei Arbeitsstätten oder Büroräumen, in denen eine größere Anzahl von Personen
innerhalb eines großen Raums tätig sind. Die Entkopplung der Raumbereiche voneinander
schafft innerhalb der Raumbereiche eine Möglichkeit, ruhiger und konzentrierterer
einer Aufgabe nachzugehen.
[0003] Eine weitere Zielsetzung, Raumtrennsysteme einzusetzen, besteht darin, die entkoppelten
Raumbereiche auch hygienisch voneinander entkoppeln zu können. Innerhalb der Raumbereiche
abgesonderte und ausgeatmete Aerosole von Personen können durch die Entkopplung der
Raumbereiche nicht so leicht in die anderen benachbarten Raumbereiche gelangen, wodurch
eine Infektionsgefahr erheblich reduziert werden kann.
[0004] Ein großer Raum innerhalb eines Gebäudes kann durch Trockenbauwände in verschiedene
kleinere Raumbereiche unterteilt werden. Für die Errichtung von Trockenbauwänden ist
jedoch ein erheblicher Arbeitsaufwand erforderlich. Zudem ist es nicht zweckmäßig,
Trockenbauwände häufig neu zu errichten oder zu versetzen, um eine Anpassung an sich
verändernde Nutzungskonzepte innerhalb des großen Raums zu ermöglichen. Viele aus
der Praxis bekannte Raumteiler sind dagegen vergleichsweise flexibel in der Anordnung
innerhalb eines großen Raums und können rasch an wechselnde Bedürfnisse angepasst
werden. Allerdings werden mit Raumteilern oftmals eine deutlich geringere Trennung
und Abgrenzung der einzelnen Raumbereiche voneinander erreicht.
[0005] Die durch den Einsatz der Raumtrennsysteme angestrebte Entkopplung der Raumbereiche
wird in der Praxis auf unterschiedliche Weisen verfolgt und realisiert. Typisch ist
der Einsatz von Faltwänden, Vorhängen oder auch Schiebewänden und -türen. Aus der
Praxis ist bekannt, dass ein erhöhter Grad an Entkopplung der Raumbereiche zwangsläufig
mit größeren baulichen Eingriffen in das Gebäude oder den Raum einhergeht.
[0006] Faltwände sind typischerweise schnell aufgestellt und kostengünstig, wohingegen Vorhänge
eine Befestigung an einer Deckenfläche bedürfen. Eine sehr gute Entkopplung und Abtrennung
der Raumbereiche ermöglichen auch Schiebewände, die im Gegenzug dazu aufwendiger zu
installieren und somit teurer sind.
[0007] Aus der Druckschrift
US 3,842,555 A ist ein Verbindersystem für Trennwände in einem Raumteiler-Trennwandsystem bekannt,
Mit geeignet ausgestalteten Verbindungselementen können drei oder mehr Trennwände
entlang von aneinander angrenzenden Randseiten miteinander verbunden werden, wobei
sich die einander zugewandten Randseiten von einer auf einem Untergrund aufstellbaren
Aufstandsseite bis zu einer gegenüberliegenden Oberseite erstrecken und die Trennwände
entlang der einander zugewandten Randseiten aneinander anliegen. Die Verbindungselemente
sind im Bereich der Aufstandsseite und der gegenüberliegenden Oberseite angeordnet
und überbrücken bzw. verbinden die jeweiligen Randseiten. Die Anordnung und Ausrichtung
mehrerer miteinander verbundener Trennwände innerhalb eines Raumteilers ist allerdings
nur eingeschränkt möglich.
[0008] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, einen Raumteiler und ein Raumteilersystem
bereitzustellen, mit dem eine effektive aber dennoch flexible Möglichkeit geschafften
ist, mindestens zwei Raumbereiche optische, akustisch und hygienisch wirksam zu entkoppeln.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Raumteiler nach Patentanspruch 1 gelöst,
der dadurch gekennzeichnet ist, dass die mindestens zwei Trennwandelemente in einer
Richtung senkrecht zu einer Seitenfläche eines der mindestens zwei Trennwandelemente
beabstandet zueinander angeordnet sind, sodass die mindestens zwei Trennwandelemente
nicht fluchtend ausgerichtet sind.
[0010] Die Trennwandelemente jeweils beabstandet zu einer der Seitenflächen eines der Trennwandelemente
anzuordnen, ermöglicht die einzelnen abzugrenzenden Raumbereiche mit einer größtmöglichen
Flexibilität voneinander abzugrenzen. Der erfindungsgemäße Raumteiler ist weder an
eine bestimmte Raumgeometrie gebunden, noch ist er über die bestimmungsgemäße Nutzungsdauer
hinweg unveränderbar. Die Trennwandelemente können dabei mehrmals umgeordnet und in
einer anderen Aufstellung angeordnet werden, sodass die Raumbereiche beispielsweise
für eine unterschiedliche Anzahl von Nutzern und Personen angepasst werden können.
[0011] Der Verbindungsbereich des jeweiligen Trennwandelements ist dabei auf keinen bestimmten
Bereich entlang der Verbindungsseite festgelegt, sondern der Verbindungsbereich kann
bei unterschiedlichen Trennwandelementen auch in einem unterschiedlichen Bereich der
Verbindungsseite angeordnet sein, sodass die Verbindungsvorrichtung bei verschiedenen
Trennwandelementen mit unterschiedlichen Stellen verbunden ist. Dadurch kann die Flexibilität,
die Trennwandelemente unterschiedlich anzuordnen, weiter erhöht werden.
[0012] Trotz der durch den erfindungsgemäßen Raumteiler erreichbaren Flexibilität der Trennwandelemente
sind die Trennwandelemente in einer Anordnung starr durch die Verbindungsvorrichtung
miteinander verbunden und bieten eine für die bestimmungsgemäße Nutzung benötigte
Stabilität des Raumteilers.
[0013] Da die mindestens zwei Trennwandelemente nicht fluchtend zueinander angeordnet und
über die Verbindungsvorrichtung starr miteinander verbunden sind können die Trennwandelemente
nicht ohne weiteres umfallen und bilden einen stabilen und selbsttragenden Verbund.
Der Raumteiler kann bei einer geeigneten Anordnung und Ausrichtung der Trennwandelemente
auf dem Untergrund aufgestellt werden, ohne dass eine gesonderte Verbindung beispielsweise
zu einer angrenzenden Wand oder zu einer Raumdecke erforderlich sind. Der Raumteiler
kann bei Bedarf in einfacher Weise verschoben und an einem anderen Ort aufgestellt
werden, ohne dass zusätzliche Umbaumaßnahmen erforderlich werden.
[0014] Die Trennwandelemente des erfindungsgemäßen Raumteilers können optional derart angeordnet
werden, dass je Raumbereich nur eine Person unterzubringen ist. Dabei kann der Raumbereich
für eine Person jedoch ausreichend groß gestaltet sein, dass diese ausreichend Platz
hat, um in diesem Raumbereich zu arbeiten. Dadurch können sich die Personen in den
einzelnen Raumbereichen nur wenig beeinflussen - weder optisch noch akustisch oder
hygienisch. Besucht eine Person aus einem Raumbereich eine andere Person in einem
anderen Raumbereich, wird die allgemeine Infektionsgefahr durch Keime allein dadurch
reduziert, dass sich explizit nur diese zwei Personen in einem Raumbereich aufhalten.
Keine unbeteiligten Personen befinden sich sonst in diesem Raumbereich.
[0015] Dabei muss ein Raumbereich nicht vollständig und allseitig von Trennwandelementen
umgeben sein. Für viele Verwendungszwecke ist es oftmals ausreichend, wenn beispielsweise
zwischen zwei Arbeitsplätzen ein Trennwandelement so angeordnet ist, dass ein direkter
Sichtkontakt unterbunden wird und dass die Geräuschbelästigung reduziert wird.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass
die mindestens zwei Trennwandelemente ausschließlich über den Untergrund und mit der
Verbindungsvorrichtung in den der jeweiligen Aufstandsseite gegenüberliegenden Verbindungsbereichen
miteinander verbunden sind und dass die Trennwandelemente nicht entlang einer von
der Aufstandsseite zu der gegenüberliegenden Verbindungsseite verlaufenden Innenseite
miteinander verbunden sind. Für das Errichten des erfindungsgemäßen Raumteilers ist
es demzufolge ausreichend, dass die mindestens zwei Trennwandelemente auf dem Untergrund
aufgestellt und mit der Verbindungsvorrichtung an einem dem Untergrund gegenüberliegenden
Bereich miteinander verbunden werden. Eine zusätzliche Verbindung der Trennwandelemente
miteinander oder mit gesonderten Verbindungsmitteln entlang von Seitenkanten, die
sich seitlich von der Aufstandsseite bis zur gegenüberliegenden Verbindungsseite erstrecken
ist nicht erforderlich. Eine Stabilität des Raumteilers wird durch die nicht zueinander
fluchtende Ausrichtung der Trennwandelemente bewirkt, die über die Verbindungsvorrichtung
starr miteinander verbunden sind.
[0017] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Raumteilers kann vorgesehen
sein, dass die mindestens zwei Trennwandelemente derart angeordnet und ausgerichtet
sind, dass die Trennwandelemente eine Raumteilergrundfläche in mehrere Einzelbereiche
und in einen gemeinsamen Bereich unterteilen, wobei die Einzelbereiche jeweils von
zwei einander zugewandten Seitenflächen von benachbart angeordneten Trennwandelementen
begrenzt werden und die Einzelbereiche den nicht von Trennwandelementen aufgeteilten
gemeinsamen Bereich umgeben.
[0018] Die in Einzelbereiche ausgestalteten und durch den Raumteiler abgetrennten Raumbereiche
können von ihrer Größe her für eine Person ausgelegt sein, sodass diese einzelne Person
in dem Einzelbereich gut arbeiten kann. Möchten mehrere Personen gemeinsam arbeiten
oder sich treffen, können sie den gemeinsamen Bereich des Raumteilers nutzen, der
nicht durch Trennwandelemente aufgeteilt ist und an welchen die durch den Raumteiler
abgetrennten Einzelbereiche angrenzen.
[0019] Durch einen nach dieser Ausgestaltung ausgebildeten Raumteiler können Kontakte und
Zusammentreffen von mehreren Personen einfach und effektiv gesteuert und auch nachverfolgt
werden. Zusätzlich stören die sich in dem gemeinsamen Bereich treffenden Personen
keine Personen in benachbarten Einzelbereichen. Besonders einfach und vorteilhaft
können die Einzelbereiche dadurch gebildet werden, dass einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens
zufolge vorgesehen ist, dass mindestens drei Trennwandelemente mit einer Innenseite
an den innenliegend angeordneten gemeinsamen Bereich angrenzen und jeweils nach außen
verlaufend ausgerichtet sind, sodass eine der Innenseite gegenüberliegende Außenseite
einen Abstand zu dem innenliegend angeordneten gemeinsamen Bereich aufweist.
[0020] Der gemeinsame Bereich kann leicht dadurch gebildet sein, dass die innenliegenden
Innenseiten der Trennwandelemente beabstandet zueinander angeordnet sind. Die Innenseiten
grenzen dabei an einen Umfang des gemeinsamen Bereichs an, in dem sich die Personen
zusammentreffen und gemeinsam arbeiten können.
[0021] Eine effektive und platzsparende Raumteilergrundfläche kann nach einer Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Raumteilers dadurch gebildet werden, wenn vorgesehen ist, dass
die durch die mindestens drei Trennwandelemente voneinander abgegrenzten Einzelbereiche
den innenliegend angeordneten gemeinsamen Bereich ringförmig umgeben.
[0022] Der gemeinsame Bereich entsteht nach dieser Ausgestaltung in der Mitte der Raumteilergrundfläche,
wobei die Einzelbereiche jeweils ringförmig um den in der Mitte der Raumteilergrundfläche
angeordneten gemeinsamen Bereich verteilt sind - eine Raumteilermittenfläche umfasst
dabei den gemeinsamen Bereich. Die sich in den Einzelbereichen befindenden Personen
können sich einfach und schnell in dem gemeinsamen Bereich zusammentreffen, da dieser
mittig zu den Einzelbereichen angeordnet ist, wobei die Wegverbindung für jede Person
zu dem gemeinsamen Bereich die gleiche ist.
[0023] Ringförmig soll hierbei auch einschließen, dass ein Umfang der Raumteilergrundfläche
rund, oval oder auch polyederförmig ausgestaltet ist. Besonders vorteilhaft kann ein
sechseckförmiger bzw. wabenförmiger Umfang sein, mit dem eine optimale Verteilung
der erfindungsgemäßen Raumteiler auf dem Untergrund zu einem Raumteilersystem erfolgen
kann.
[0024] Einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass von jedem
Einzelbereich ein gegenüberliegender Einzelbereich durch den gemeinsamen Bereich einsehbar
ist. Personen, die sich in verschiedenen Einzelbereichen aufhalten, können über den
gemeinsamen Bereich hinweg in einfacher Weise kommunizieren.
[0025] Einer weiteren Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass
der gemeinsame Bereich von jedem Einzelbereich aus begehbar oder zumindest zugänglich
ist. Ein von jedem Einzelbereich aus begehbarer gemeinsamer Bereich bietet kurze Wege
für ein gemeinsames Treffen wie beispielsweise eine Besprechung von Personen, die
sich zuvor in verschiedenen Einzelbereichen aufgehalten haben. Es kann auch vorgesehen
sein, dass der gemeinsame Bereich durch bauliche Einrichtungen wie beispielsweise
ein Tisch so ausgestaltet ist, dass er nicht von Personen betreten werden kann oder
für einen Gang von einem Einzelbereich zu einem anderen Einzelbereich genutzt werden
kann. Allerdings kann der gemeinsame Bereich von jedem Einzelbereich aus zugänglich
sein, sodass beispielsweise über eine in dem gemeinsamen Bereich angeordnete Tischplatte
hinweg Gegenstände in den gemeinsamen Bereich hineingebracht oder zwischen Personen
aus verschiedenen Einzelbereichen ausgetauscht werden können.
[0026] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Einzelbereiche über den gemeinsamen Bereich
- anders als bei einem Flur - untereinander von den Personen nicht erreichbar sind,
sondern eine Person den jeweils genutzten Einzelbereich erst über die Raumteilergrundfläche
hinaus verlassen und außerhalb des Raumteilers zu einem anderen Einzelbereich gehen
muss und diesen dann von einer Außenseite des Raumteilers aus betreten kann.
[0027] Für eine besserer Arbeitsatmosphäre kann für den gemeinsamen Bereich nach einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass in dem gemeinsamen Bereich eine
Tischplatte angeordnet ist, an welche mindestens zwei Trennwandelemente angrenzen.
Dadurch können die sich in den Einzelbereichen befindlichen Personen leicht an der
Tischplatte, einem Tisch oder an einer einer Tischplatte ähnlichen Präsentationsfläche
in dem gemeinsamen Bereich treffen und Präsentationen, Besprechung und gegenseitige
Abstimmungen durchführen. Die Tischplatte kann den gemeinsamen Bereich auch im Wesentlichen
vollständig ausfüllen. Eine Person, die sich in einem Einzelbereich aufhält, kann
sich in dem Einzelbereich der Tischplatte in dem gemeinsamen Bereich zuwenden und
über den gemeinsam mit anderen Einzelbereichen nutzbaren Tisch mit anderen Personen
in anderen Einzelbereichen kommunizieren, ohne dass die Personen dabei den betreffenden
Einzelbereich verlassen müssen.
[0028] Die erfindungsgemäßen Raumteiler können demnach effektiv dazu verwendet werden, funktionelle
Organisationseinheiten eines Unternehmens zu lokalisieren. Die Personen in den Einzelbereichen
je Raumteiler können beispielsweise jeweils einem Team oder einer funktionellen Gruppe
des Unternehmens angehören, sodass unter den Personen auf Arbeitsebene eine enge Abstimmung
erfolgen kann.
[0029] Nach einer besonders einfachen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Raumteilers kann
vorgesehen sein, dass die Verbindungsvorrichtung jeweils mindestens zwei Trennwandelemente
mit einem starren Verbindungselement miteinander verbindet.
[0030] Das starre Verbindungselement der Verbindungsvorrichtung kann im einfachsten Fall
eine Metallstange oder ein längliches Kunststoffelement sein. An gegenüberliegenden
Enden eines starren Verbindungselements können jeweils Befestigungsvorrichtungen angeordnet
sein, welche jeweils eine Randkante der Verbindungsseite eines Trennwandelements umgreifen
und das betreffende Trennwandelement starr mit dem Verbindungselement verbinden.
[0031] Das starre Verbindungselement kann auch eine einfache Gewindestange sein, die jeweils
mit einem Ende in ein Gegengewinde an oder in dem Verbindungsbereich der Verbindungsseite
eines Trennwandelements eingreift.
[0032] Auch kann das starre Verbindungselement in einem zickzackförmigen Verlauf von einem
Trennwandelement zum nächsten verlaufen, wobei auch komplexere Verläufe und Formen
des starren Verbindungselements ebenfalls möglich sind. Mit dem starren Verbindungselement
können auch mehr als zwei Trennwandelemente jeweils starr miteinander verbunden sein.
[0033] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Raumteilers kann vorgesehen
sein, dass die Verbindungsvorrichtung mindestens ein ringförmiges starres Verbindungselement
aufweist, mit welchem jedes Trennwandelement des Raumteilers starr verbunden ist.
Das ringförmige Verbindungselement kann hiernach entlang des Umfangs des gemeinsamen
Bereichs oder im Abstand dazu und parallel dazu verlaufen. Zudem kann die Verbindungsvorrichtung
optional zusätzlich entlang der jeweiligen Verbindungsseite der Trennwandelemente
sternförmig verlaufen, wobei solche Abschnitte der Verbindungsvorrichtung vorzugsweise
entweder durch Verzweigungen eines Verbindungselements oder durch eine starre Kombination
mehrerer Verbindungselemente gebildet werden.
[0034] Um zusätzliche Möglichkeiten bei der Anordnung der Trennwandelemente zu ermöglichen,
kann einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge vorgesehen
sein, dass die Verbindungsvorrichtung verlagerbare und an einem Verbindungselement
festlegbare Befestigungselemente aufweist, mit welchen jeweils ein Trennwandelement
starr an dem Verbindungselement befestigt ist.
[0035] Die Befestigungselemente können beispielsweise über Rollen oder Gleitlager an schienenförmig
ausgebildeten Verbindungselementen gelagert und mit geeigneten Festlegungsmitteln
an einem vorgesehenen Ort an dem betreffenden Verbindungselement festgelegt werden,
um dort mit einem Trennwandelement verbunden zu werden und das betreffende Trennwandelement
an dessen vorgegebener Position starr mit dem Verbindungselement zu verbinden. Durch
eine geeignete Formgebung der Verbindungsvorrichtung können die Trennwandelemente
vielfältig relativ zueinander verschoben und unterschiedlich ausgerichtet werden,
um sie in der gewünschten Anordnung zueinander an der Verbindungsvorrichtung festzulegen
und dadurch starr miteinander zu verbinden.
[0036] Dadurch sind die Trennwandelement einerseits starr über das Verbindungselement mit
der Verbindungsvorrichtung verbunden, andererseits sind die Trennwandelemente entlang
des Verbindungselements über die Befestigungselemente in einfacher Weise verlagerbar,
sodass der Raumteiler ohne großen Aufwand umgestaltet und an geänderte Nutzungsanforderungen
angepasst werden kann. Die Trennwandelemente können leicht von ihrer Position her
an dem Verbindungselement verändert werden, sodass beispielsweise die Abstände zwischen
den Trennwandelemente und somit auch die Größen der Einzelbereiche verändert werden
können.
[0037] Gemäß einer optionalen Ausgestaltung der Erfindung kann auch vorgesehen sein, dass
der Raumteiler eine Energieverteilungseinrichtung aufweist, mit der in den mindestens
zwei Raumbereichen des Raumteilers elektrische Energie verteilt und bereitgestellt
werden kann. Versorgungsleitungen der Energieversorgungseinrichtung können dabei entlang
des oder der Verbindungselemente und der Verbindungsvorrichtung verlaufen. Über die
Verbindungsvorrichtung sind alle Trennwandelemente und damit auch alle Einzelbereiche
sowie der gemeinsame Bereich gleichermaßen mit den Versorgungsleitungen erreichbar.
Der Raumteiler kann eine zentrale Anschlusseinrichtung an eine externe Energieversorgung
aufweisen, sodass die benötigte Energie von einer externen Energieversorgung bereitgestellt
und über die Energieverteilungseinrichtung in die einzelnen Raumbereiche verteilt
und dort zur Verfügung gestellt werden kann.
[0038] Es können an unterschiedlichen Stellen Trennwandelementen beispielsweise Steckdosen
angebracht werden. Auf gleiche Weise können Netzwerkleitungen und Netzwerkkomponenten
in dem Raumteiler verteilt und in den abgegrenzten Raumbereichen zur Verfügung gestellt
werden.
[0039] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass der Raumteiler eine Belüftungseinrichtung aufweist, mit der gefilterte oder auf
eine vorgegebene Temperatur gebrachte Frischluft in die einzelnen Raumbereiche eingeblasen
und dadurch die Raumluft mit Frischluft angereichert werden kann. Die Belüftungseinrichtung
kann ein oder mehrere Gebläse aufweisen, um eine Zirkulation und einen Austausch der
Luft in den Raumbereichen zu bewirken. Dadurch kann in den Raumbereichen eine frische,
angenehme und keimfreie Umgebungsluft bereitgestellt werden. Die Infektionsgefahr
kann weiter gesenkt und eine bessere Arbeitsplatzatmosphäre erreicht werden.
[0040] Die von dem Raumteiler abgegrenzten Raumbereiche können zusätzlich von der Umgebung
abgeschirmt werden, indem optional vorgesehen ist, dass die Verbindungsvorrichtung
eine die Raumbereiche überspannende Bedachung aufweist, sodass ein Sonnen- und Regenschutz
für die überdachten Raumbereiche gewährleistet werden kann. Die Bedachung kann nach
einer einfachen Ausgestaltung ein Sonnensegel oder eine Regenplane sein. Eine Bedachung
in Ausgestaltung einer Markise ist demnach ebenfalls denkbar. Ein derartiger Raumteiler
kann demzufolge auch im Freien aufgestellt und verwendet werden. Da der Raumteiler
ohne große Umbaumaßnahmen an einem beliebigen Ort auf dem Untergrund aufgestellt werden
kann ist es möglich, den Raumteiler beispielsweise im Sommer im Freien und im Winter
in einem geschlossenen großen Raum zu verwenden.
[0041] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann optional vorgesehen sein,
dass die Verbindungsvorrichtung eine Beleuchtungseinrichtung aufweist, mit der die
Raumbereiche ausgeleuchtet werden können. Die Beleuchtungseinrichtung kann dazu Leuchtmittel
aufweisen, die jeweils an einem Verbindungselement festgelegt sind und die gegebenenfalls
über die Energieverteilungseinrichtung mit Energie versorgt werden können, sodass
in jedem abgegrenzten Raumbereich eine ausreichende Beleuchtung verfügbar ist.
[0042] Mehrere erfindungsgemäße Raumteiler können einfach und effektiv kombiniert werden
und ein Raumteilersystem mit mindestens zwei erfindungsgemäßen Raumteilern bilden.
Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, dass die mindestens zwei Raumteiler über mindestens
eine begehbare Wegverbindung miteinander verbunden und erreichbar sind. Die Wegverbindung
kann dabei mehrere Verbindungswege aufweisen, welche die Raumteiler untereinander
so verbinden, dass die Personen eines Raumteilers die übrigen Raumteiler des Raumteilersystems
über die Wegverbindungen erreichen können.
[0043] Nicht für eine Begehung vorgesehene Bereiche des Raumteilersystems können beispielsweise
Pflanzen oder andere Grünflächen aufweisen. Das erhöht ein Wohlbefinden der in den
Raumteilern arbeitenden Personen und eine Arbeitsplatzatmosphäre in dem erfindungsgemäßen
Raumteilersystem. Durch derartige Bepflanzungen, die auch in einem großen Raum möglich
sind, können in vorteilhafter Weise das Raumklima verbessert und nicht begehbare Bereiche
gebildet werden, sodass dadurch begehbare Wegverbindungen vorgegeben werden, ohne
dass zusätzliche bauliche Maßnahmen erforderlich sind.
[0044] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens kann vorgesehen
sein, dass die die Wegverbindung mehrere Verbindungswege aufweist, mit welchen die
einzelnen Raumbereiche der Raumteiler so miteinander verbunden sind, dass für jeden
Verbindungsweg eine Vorzugsrichtung vorgebbar ist und sämtliche Raumbereiche über
einen in der Vorzugsrichtung begangenen Verbindungsweg erreichbar sind. Ungerichtete
Wegverbindungen können beispielsweise durch Beschilderungen, Beschriftungen und/oder
Markierungen an und/oder auf den begehbaren Wegverbindungen zu gerichteten Wegverbindungen
umgestaltet werden, wobei den die Wegverbindungen benutzenden Personen eindeutig eine
bevorzugte Gehrichtung signalisiert werden kann.
[0045] Dadurch können einerseits die Anzahl der Personenkontakte und damit eine Infektionsgefahr
mit Keimen reduziert werden, und andererseits zurückzulegende Wegstrecken optimiert
und abgekürzt werden, wenn die Wegmarkierungen entlang einer kürzesten Wegstrecke
angebracht sind.
[0046] Nachfolgend zeigen schematische Zeichnungen beispielhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
Es zeigt:
Figur 1 einen Raumteiler zur Abgrenzung von sieben Raumbereichen mit sechs Trennwandelementen
in einer perspektivischen Ansicht,
Figur 2 einen Raumteiler zur Abgrenzung von vier Arbeitsplätzen mit vier Trennwandelementen
in einer Draufsicht,
Figur 3 ein Raumteilersystem mit zehn zueinander beabstandeten Raumteilern in einer
Draufsicht und
Figur 4 ein Raumteilersystem mit vier zueinander beabstandeten und mit begehbaren
Wegverbindungen miteinander verbundenen Raumteilern.
[0047] Die Figur 1 zeigt einen Raumteiler 1 mit insgesamt sechs Trennwandelementen 2, die
derart an einer Verbindungsvorrichtung 3 angeordnet sind, dass sie sieben Raumbereiche
voneinander abgrenzen, wobei die Raumbereiche sechs Einzelbereiche 4 und einen gemeinsamen
Bereich 5 umfassen. Die Abgrenzung erfolgt dadurch, dass die Trennwandelemente 2 entlang
einer Richtung, die jeweils senkrecht zu einer Seitenfläche 6 des benachbarten Trennwandelements
2 vorgegeben ist, beabstandet zueinander aufgestellt sind. Zusätzlich ist die Anordnung
und Ausrichtung der Trennwandelemente 2 derart vorgegeben, dass sie mit einer Innenseite
7 an den innenliegend angeordneten gemeinsamen Bereich 5 angrenzen, sodass sie mit
einer der Innenseite 7 gegenüberliegende Außenseite 8 radial von dem gemeinsamen Bereich
5 weg zeigen - die Anordnung der Trennwandelemente 2 ist dadurch ringförmig um den
gemeinsamen Bereich 5 vorgegeben und deren Ausrichtung ist radial von dem innenliegend
angeordneten gemeinsamen Bereich 5 nach außen verlaufend vorgegeben.
[0048] Daneben ist in jedem Einzelbereich 4 ein Arbeitsplatz 9 mit einem Schreibtisch 10
und einem Schreibtischstuhl 11 eingerichtet, an dem eine Person ungestörter von anderen
in den anderen Einzelbereichen 4 arbeitenden Personen arbeiten kann.
[0049] Die Trennwandelemente 2 sind allesamt starr mit der Verbindungsvorrichtung 3 verbunden,
die ein erstes starres Verbindungselement 12 aufweist, wobei das Verbindungselement
12 kreisrund ausgestaltet ist und entlang eines Außenumfangs 13 einer Raumteilergrundfläche
14 verläuft, sowie ein zweites starres Verbindungselement 15 aufweist, welches entlang
eines äußeren Umfangs einer Mittenfläche 16 verläuft, die den gemeinsamen Bereich
5 bildet.
[0050] In dem gemeinsamen Bereich 5 ist eine podestförmig erhöhte Tischplatte 17 angeordnet,
an der sich die in den Einzelbereichen 4 befindlichen Personen zusammentreffen können.
Die möglichen Personenkontakte sind hierbei auf ein Minimum reduziert, da die Einzelbereiche
4 über den gemeinsamen Bereich 5 nicht erreichbar sind.
[0051] Für eine bessere Arbeitsplatzatmosphäre weist die Verbindungsvorrichtung 3 auch eine
Leuchte 18 auf, mit der mindestens der gemeinsame Bereich 5 ausgeleuchtet werden kann
- weitere Leuchten 18 sind entsprechend nachrüstbar.
[0052] Die Figur 2 zeigt eine alternative Ausgestaltung des Raumteilers 1 in einer Draufsicht
mit vier Trennwandelementen 2, welche die Raumteilergrundfläche 14 in vier Einzelbereiche
4 und den gemeinsamen Bereich 5 aufteilen. Dabei sind die Trendwandelemente 2 über
die Verbindungsvorrichtung 3 verbunden, wobei die Verbindungsvorrichtung 3 nur ein
kreisrundes Verbindungselement 12 und vier längliche entlang einer Verbindungsseite
19 der Trennwandelemente 2 verlaufende Verbindungselemente 12 aufweist - die vier
länglichen Verbindungselemente 12 verlaufen sternförmig radial von dem gemeinsamen
Bereich 5 weg.
[0053] Zusätzlich sind die einzelnen Trennwandelemente 2 jeweils mit ihren benachbarten
Trennwandelementen 2 über jeweils ein weiteres längliches Verbindungselement 12 verbunden,
wodurch eine Stabilität der Verbindungsvorrichtung 3 erhöht werden kann.
[0054] Die Einzelbereiche 4 weisen in der Figur 2 ebenfalls einen Arbeitsplatz 9 mit einem
Schreibtisch 10 einem Schreibtischstuhl 11 auf, wobei die Verbindungsvorrichtung 3
zusätzlich eine Belüftungseinrichtung 20 aufweist, mit der die Einzelbereiche 4 belüftet
werden können.
[0055] Eine Belüftungsrichtung 21 der Belüftungseinrichtung 20 verläuft in der Figur 2 radial
von der ringförmig ausgestalteten Verbindungsvorrichtung 3, wodurch eine Umgebungsluft
der jeweiligen Einzelbereiche 4 nicht untereinander gemischt werden, sondern durch
die Belüftungseinrichtung 20 aus dem Raumteiler 1 heraus geblasen werden.
[0056] Auf diese Weise können die Einzelbereiche 4 hygienisch besser entkoppelt werden,
sodass eine Infektionsgefahr der Personen in den Einzelbereichen 4 untereinander durch
Aerosole erheblich reduziert werden kann.
[0057] Die Figur 3 zeigt ein Raumteilersystem 22 mit zehn Raumteilern 1, die jeweils beabstandet
zueinander angeordnet sind, sodass zwischen den Raumteilern 1 begehbare Wegverbindungen
23 ausgebildet sind.
[0058] Die Raumteiler 1 weisen ebenfalls den gemeinsamen Bereich 5 und sechs Einzelbereiche
4 auf, die ringförmig um den gemeinsamen Bereich 5 angeordnet sind. Getrennt werden
die Einzelbereiche 4 von insgesamt sechs Trennwandelementen 2, die ringförmig um den
gemeinsamen Bereich 5 angeordnet sind und an dem sechseckigen Verbindungselement 12
der Verbindungsvorrichtung 3 festgelegt sind.
[0059] Durch die sechseckige Raumteilergrundfläche 14 sind die einzelnen Raumteiler 1 des
Raumteilersystems 22 optimal platzsparend verteilt, wobei Abstände zwischen den beabstandeten
Raumteilern 1 begehbare Wegverbindungen 23 zwischen den Raumteilern 1 darstellen,
sodass die in den Raumteilern 1 arbeitenden Personen andere Raumteiler 1 erreichen
können.
[0060] Die Figur 4 zeigt das Raumteilersystem 22 mit vier Raumteilern 1, die eine kreisrunde
Raumteilergrundfläche 14 umfassen. Die Raumteiler 1 des Raumteilersystems 22 können,
wie es in der Figur 4 dargestellt ist, unterschiedlich ausgestaltet sein und unterschiedlich
viele Einzelbereiche 4 umfassen, wobei jeder Raumteiler 1 nur einen gemeinsamen Bereich
5 umfassen darf und die Einzelbereiche 4 nicht über den gemeinsamen Bereich 5 begehbar
erreichbar sein dürfen.
[0061] Eine Erreichbarkeit der Einzelbereiche 4 der Raumteiler 1 in dem Raumteilersystem
22 ist über die begehbaren Wegverbindungen 23, die die jeweiligen Raumteiler 1 verbinden,
gewährleistet.
[0062] Die Figur 4 zeigt außerdem, dass die begehbaren Wegverbindungen 23 pfeilförmige Wegmarkierung
24 aufweisen können, wodurch die begehbaren Wegverbindungen 23 in einer Vorzugsrichtung
zu begehen sind. Dadurch können Wegkreuzungen der Personen erheblich reduziert werden,
was vorteilhaft zu einer erheblichen Reduzierung der Infektionsgefahr mit Keimen führen
kann.
[0063] Die nicht begehbaren Bereiche 25 des Raumteilersystems 22 können vorteilhaft durch
Pflanzen und Grünflächen 26 aufgewertet werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0064]
- 1.
- Raumteiler
- 2.
- Trennwandelement
- 3.
- Verbindungsvorrichtung
- 4.
- Einzelbereich
- 5.
- Gemeinsamer Bereich
- 6.
- Seitenfläche
- 7.
- Innenseite
- 8.
- Außenseite
- 9.
- Arbeitsplatz
- 10.
- Schreibtisch
- 11.
- Schreibtischstuhl
- 12.
- Verbindungselement
- 13.
- Außenumfang
- 14.
- Raumteilergrundfläche
- 15.
- Verbindungselement
- 16.
- Mittenfläche
- 17.
- Tischplatte
- 18.
- Leuchte
- 19.
- Verbindungsseite
- 20.
- Belüftungseinrichtung
- 21.
- Belüftungsrichtung
- 22.
- Raumteilersystem
- 23.
- Wegverbindung
- 24.
- Wegmarkierung
- 25.
- Nicht begehbare Bereiche
- 26.
- Grünfläche
1. Raumteiler (1) zur Abgrenzung mindestens zweier Raumbereiche (4,5) voneinander, wobei
der Raumteiler (1) mindestens zwei Trennwandelemente (2) aufweist, wobei die Trennwandelemente
(2) über eine Verbindungsvorrichtung (3) des Raumteilers (1) miteinander verbunden
sind, und wobei die Trennwandelemente (2) bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Raumteilers
(1) auf einer Aufstandsseite auf einem Untergrund aufstehen, und wobei die Verbindungsvorrichtung
(3) die Trennwandelemente (2) starr miteinander verbindet und die Verbindungsvorrichtung
(3) jeweils in einem an einer der Aufstandsseite gegenüberliegenden Verbindungsseite
(19) angrenzenden Verbindungsbereich des jeweiligen Trennwandelements (2) mit dem
Trennwandelement (2) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Trennwandelemente (2) in einer Richtung senkrecht zu einer Seitenfläche
(6) eines der mindestens zwei Trennwandelemente (2) beabstandet zueinander angeordnet
sind, sodass die mindestens zwei Trennwandelemente (2) nicht fluchtend ausgerichtet
sind.
2. Raumteiler (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Trennwandelemente (2) ausschließlich über den Untergrund und
mit der Verbindungsvorrichtung (3) in den der jeweiligen Aufstandsseite gegenüberliegenden
Verbindungsbereichen miteinander verbunden sind und die Trennwandelemente (2) nicht
entlang einer von der Aufstandsseite zu der gegenüberliegenden Verbindungsseite verlaufenden
Innenseite (7) miteinander verbunden sind.
3. Raumteiler (1) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Trennwandelemente (2) derart angeordnet und ausgerichtet sind,
dass die Trennwandelemente (2) eine Raumteilergrundfläche (14) in mehrere Einzelbereiche
(4) und in einen gemeinsamen Bereich (5) unterteilen, wobei die Einzelbereiche (4)
jeweils von zwei einander zugewandten Seitenflächen (6) von benachbart angeordneten
Trennwandelementen (2) begrenzt werden und die Einzelbereiche (4) den nicht von Trennwandelementen
(2) aufgeteilten gemeinsamen Bereich (5) umgeben.
4. Raumteiler (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei Trennwandelemente (2) mit einer Innenseite (7) an den innenliegend
angeordneten gemeinsamen Bereich (5) angrenzen und jeweils nach außen verlaufend ausgerichtet
sind, sodass eine der Innenseite gegenüberliegende Außenseite (8) einen Abstand zu
dem innenliegend angeordneten gemeinsamen Bereich (5) aufweist.
5. Raumteiler (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die mindestens drei Trennwandelemente (2) voneinander abgegrenzten Einzelbereiche
(4) den innenliegend angeordneten gemeinsamen Bereich (5) ringförmig umgeben.
6. Raumteiler (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass von jedem Einzelbereich (4) ein gegenüberliegender Einzelbereich (4) durch den gemeinsamen
Bereich (5) einsehbar ist.
7. Raumteiler (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Bereich (5) von jedem Einzelbereich (4) aus begehbar oder zumindest
zugänglich ist.
8. Raumteiler (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem gemeinsamen Bereich (5) eine Tischplatte (17) angeordnet ist, an welche mindestens
zwei Trennwandelemente (2) angrenzen.
9. Raumteiler (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (3) jeweils mindestens zwei Trennwandelemente (2) mit
einem starren Verbindungselement (12) miteinander verbindet.
10. Raumteiler (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (3) mindestens ein ringförmiges starres Verbindungselement
(12, 15) aufweist, mit welchem jedes Trennwandelement (2) starr verbunden ist.
11. Raumteiler (1) nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (3) verlagerbare und an dem Verbindungselement (12, 15)
festlegbare Befestigungselemente aufweist, mit welchen jeweils ein Trennwandelement
(2) starr an dem Verbindungselement (12, 15) befestigt ist.
12. Raumteiler (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (3) eine Beleuchtungseinrichtung (18) aufweist, mit der
die Raumbereiche (4,5) ausgeleuchtet werden können.
13. Raumteilersystem (22) mit mindestens zwei Raumteilern (1) nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Raumteiler (1) über mindestens eine begehbare Wegverbindung (23)
miteinander verbunden und erreichbar sind.
14. Raumteilersystem (22) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Wegverbindung (23) mehrere Verbindungswege aufweist, mit welchen die einzelnen
Raumbereiche der Raumteiler (1) so miteinander verbunden sind, dass für jeden Verbindungsweg
eine Vorzugsrichtung (24) vorgebbar ist und sämtliche Raumbereiche über einen in der
Vorzugsrichtung (24) begangenen Verbindungsweg erreichbar sind.