[0001] Die Erfindung richtet sich auf ein Sichtrad für einen Zentrifugalkraft-Windsichter
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zur Trennung von in einem Sichtfluid
dispergierten Sichtgut in eine Fein- und eine Grobfraktion nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 11.
[0002] Windsichter dienen dazu ein in einem Fluid dispergiertes Sichtgut in eine Fein- und
eine Grobfraktion zu trennen. Die Trennwirkung eines Sichtrades beruht darauf, dass
die Schleppkraft des Fluids und die Fliehkraft in den Strömungskanälen zwischen den
Sichtradschaufeln eines Sichtrades, des sogenannten Abweiserades in einander entgegengesetzten
Richtungen auf die einzelnen Partikel des Feststoffes einwirken. Bei kleinen Partikeln
überwiegt die Schleppkraft, so dass sie vom Fluid mitgenommen und als Feingut ausgetragen
werden. Bei großen Partikeln überwiegt die Fliehkraft, so dass sie entgegen der Fluidströmung
aus dem Abweiserad geschleudert werden. Die Partikelgröße, für die Fliehkraft und
Schleppkraft im Gleichgewicht sind, die also mit gleicher Wahrscheinlichkeit in das
Feingut oder das Grobgut gelangt, wird als Trennkorngröße oder Trenngrenze bezeichnet.
[0003] Die Anforderungen an die Sichtung von Schüttgütern werden immer höher. Es werden
immer größere Mengen an Schüttgut gesichtet. Auch an das Ergebnis der Sichtung werden
immer höhere Anforderungen gestellt. Die Sichtung soll nicht nur wirtschaftlich sein,
auch die Trennschärfe und das Ausbringen sollen hoch sein. Zudem werden die Anforderungen
an die Sichter hinsichtlich der erreichbaren Feinheiten immer höher.
[0004] Da es sich meist um Massengüter handelt, wirkt sich der für die Trennung benötigte
Energiebedarf sehr stark auf die Herstellungskosten aus, so dass man stets bestrebt
ist, das gewünschte Ergebnis mit möglichst geringem energetischen Aufwand und damit
kostengünstig zu erlangen.
[0005] Zentrifugalkraft-Windsichter mit Abweiserad sind eine der bevorzugten Sichter zur
Erzeugung von sehr feinen Sichtgütern unter verhältnismäßig geringem Energieaufwand.
Für eine scharfe Trennung des Sichtgutes in Feingut und Grobgut ist es erforderlich,
dass in allen Strömungskanälen des Abweiserades eine gleichmäßige Durchströmung mit
gleicher mittlerer Radialgeschwindigkeit des Fluids erfolgt.
[0006] Selbst bei optimaler Ausbildung des Fluidzulaufes ist es jedoch nicht zu vermeiden,
dass sich wegen turbulenter Strömungsverhältnisse und vor allem bei einem Abweiserad
mit relativ großer axialer Erstreckung nur eine ungleichmäßige Durchströmung der Kanäle
zwischen den Schaufeln einstellt. Die Folge ist eine unscharfe Trennung und ein geringerer
Durchsatz gegenüber dem bei gleichmäßiger Durchströmung möglichen Wert.
[0008] Im Ergebnis werden dabei drei unterschiedliche Strömungsformen unterschieden. Sie
lassen sich auf drei unterschiedliche Betriebszustände zurückführen. Im Wesentlichen
sind diese durch das Verhältnis der Geschwindigkeit des am Außenumfang des Abweiserades
entlang strömenden Fluids (v
ϕ) und der Umfangsgeschwindigkeit des rotierenden Abweiserades (v
s) gekennzeichnet.
[0009] Eine annähernd gleichförmige Strömung kann sich nur herausbilden, wenn die Strömung
parallel zu den Sichtradschaufeln verlaufen. Eine solche gewünschte homogene Strömung
kann nur erreicht werden, wenn die Geschwindigkeit des am Außenumfang des Abweiserades
entlang strömenden Fluids (v
ϕ) und die Umfangsgeschwindigkeit des rotierenden Abweiserades (v
s) gleich sind.
[0010] Bei ungleichen Geschwindigkeiten entstehen Strömungswirbel in den von den Sichtradschaufeln
begrenzten Strömungskanälen, die die Trennschärfe verschlechtern und insgesamt die
Feinheit negativ beeinflussen. Die Trenngrenze für Feines und Grobes ist nämlich über
die radiale Erstreckung der Strömungskanäle innerhalb des Sichtrades nicht konstant.
Die höchste, also feinste Trenngrenze für das Feine liegt am Außenumfang des Abweiserades
und verschlechtert sich mit abnehmendem Radius zur Rotationsachse des Abweiserades
hin. Normalerweise wird das Grobgut bereits am Außenumfang des Rades abgewiesen und
gelangt in das Grobgut. Nur das Feingut kann weiter in das Innere des Abweiserades
vordringen und wird mit der Fluidströmung in das Feingut abgezogen. Werden jedoch
durch eine ungewünschte Wirbelbildung in den Strömungskanälen des Abweiserades grobe
Teilchen weiter nach innen verbracht, so können diese nur nach der Trenngrenze abgewiesen
werden, wie sie an dem jeweiligen inneren Radius des Abweiserades vorliegt. Da diese
Trenngrenze gröber ist als die Trenngrenze am Außenumfang des Abweiserades kann ein
gewisser Teil an sich grober Teilchen nicht abgewiesen werden und gelangt deshalb
in das Feingut. Die Trennschärfe wird in solchen Fällen als schlecht erachtet.
[0011] In den Fällen einer völlig ungerichteten Anströmung des Abweiserades, wie sie z.B.
in bestimmten Sichtermühlen oder auch in Windsichtern mit besonderer Gehäuseform vorkommen,
sind Abweiseräder nach dem Stand der Technik nicht einsetzbar, um eine gleichförmige
Strömung in den Strömungskanälen zu ermöglichen.
[0012] Bei Zentrifugalkraft-Sichträdern bewirken die kranzförmig angeordneten Schaufeln,
dass die Winkelgeschwindigkeit des Strömungsfluids innerhalb des durch die Schaufeln
begrenzten Strömungskanals in jedem radialen Abstand von der Rotationsachse des Sichtrades
konstant ist. Der sich dabei einstellende Festkörperwirbel hat die Eigenschaft, dass
die Trenngrenze am Außenumfang des Sichtrades am kleinsten ist. Je weiter das Fluid
zusammen mit den darin dispergierten Partikeln in das Radinnere eindringt, d.h. je
geringer der Radius wird, umso größer wird die Trenngrenze.
[0013] Dies ergibt ideale Trennbedingungen am Außenumfang des Sichtrades. Grobe Partikel
werden außen am Sichtrad abgewiesen und belasten somit das Sichtrad nicht, wodurch
hohe Feingutauszüge erreicht werden können. Sofern jedoch grobe Partikel, durch welche
Ursachen auch immer, in das Innere des Sichtrades eindringen können, so gilt für diese
Partikel eine gröbere Trenngrenze, wodurch Partikel, die eigentlich größer sind als
die Trenngrenze am Außenumfang nicht abgewiesen werden, sondern in das Zentrum des
Sichtrades gelangen können und zusammen mit dem Feingut ausgetragen werden. Dies führt
zu einer unscharfen Trennung zwischen Grob- und Feingut, zudem wird das Sichtrad durch
grobe Partikel belastet, die eigentlich sofort am Außenumfang hätten abgewiesen werden
sollen. Die hohe Belastung des Sichtrades führt zu kleineren Feingutausbeuten und
verschlechtert die Effizienz des Sichters.
[0014] Eine Ursache dafür, dass grobe Partikel ungewünscht in das Sichtrad eindringen können,
sind Wirbel, die sich in den Strömungskanälen ausbilden und grobe Partikel ansaugen
und in das Innere des Sichtrades transportieren.
[0015] Aus der
EP 0 983 802 A2 sind Sichträder bekannt, die Einbauten innerhalb der Strömungskanäle aufweisen, die
die Wirbelbildung innerhalb der Strömungskanäle derart beeinflussen, dass keine oder
nur noch wenige grobe Partikel in die Strömungskanäle eingesaugt werden.
[0016] Dazu sind im radial mittleren Bereich des Strömungskanals Strömungsbrecher an den
Begrenzungswänden der Schaufeln so anzubringen, dass die in die Strömungskanäle eindringende
Fluidströmung bereits im ersten radialen Drittel des Strömungskanals gebrochen wird
und eine Wirbelbildung nur noch in diesem Drittel des Strömungskanals auftreten kann.
Da die Wirbel die Ursache für das Ansaugen von groben Partikeln sind, werden grobe
Partikel nicht mehr so weit in die Strömungskanäle eingesaugt, wenn sich die Wirbel
möglichst im Bereich des Außenumfangs des Sichtrades ausbilden. Wenn die groben Partikel
weniger weit in das Sichtrad eindringen können, dann wird es auch weniger stark mit
groben Partikeln belastet und die Wahrscheinlichkeit, dass grobe Partikel in das Innere
eindringen und somit in das Feingut gelangen können wird stark minimiert.
[0017] Das Brechen der Strömung erfolgt bei Sichträdern, dessen Umfangsgeschwindigkeit (v
s) größer ist als die Geschwindigkeit des am Außenumfang des Abweiserades entlang strömenden
Fluids (v
ϕ,), an denjenigen Begrenzungsflächen der Sichtradschaufeln, die in Rotationsrichtung
vorne gelegen sind.
[0018] Im Gegensatz dazu erfolgt das Brechen der Strömung bei Sichträdern, dessen Umfangsgeschwindigkeit
(v
s) kleiner ist als die Geschwindigkeit des am Außenumfang des Abweiserades entlang
strömenden Fluids (v
ϕ,), an denjenigen Begrenzungsflächen der Sichtradschaufeln, die in Rotationsrichtung
hinten gelegen sind.
[0019] Die Verkleinerung des Wirbels hinsichtlich der Wirbelgröße muss dagegen zwangsläufig
eine Verbesserung der Sichtung bedeuten. Es wurde sogar herausgefunden, dass eine
definierte Wirbelbildung im äußeren Umfangsbereich der Strömungskanäle zu einer besseren
Dispergierung von Sichtgut und Strömungsfluid führt. Dies wirkt sich positiv auf den
Feingutauszug aus, d.h. mehr Feingut kann aus dem Sichtgut abgetrennt und über das
Sichtrad in die Feingutfraktion verbracht werden.
[0020] Die bekannten Sichträder sind in Ihrer Feinheit begrenzt. Sie können mit dem Wunsch
nach höheren Feinheiten nicht Schritthalten. Es hat sich gezeigt, dass die bisherigen
Geometrien keine Verbesserung der Feinheiten zulassen. Bekanntlich erfolgt der Sichtvorgang
durch ein Kräftegleichgewicht von abweisender Zentrifugalkraft und transportierender
Schleppkraft. Für feinere Sichtungen benötigt man höhere Drehzahlen also höhere Zentrifugalkräfte.
Die dabei auf die Bauteile wirkenden Kräfte limitieren die Drehzahl nach oben. Es
bleibt für feinere Sichtungen die Reduktion der Schleppkraft. Dabei wurde festgestellt,
dass beim Unterschreiten einer Grenze, die Strömung instabil wird und sich keine weitere
Feinheitssteigerung mehr einstellt.
[0021] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Sichtrad und ein Sichtverfahren
zur Verfügung zu stellen, welches den Feinheitsbereich bestehender Windsichter erweitert,
um eine noch höhere Feinheit als bisher zu erzielen.
[0022] Bei einem Sichtrad für einen Zentrifugalkraft-Windsichter und einem Verfahren zur
Trennung von in einem Sichtfluid dispergiertem Sichtgut in eine Fein- und eine Grobfraktion
der eingangs beschriebenen Art wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch das Kennzeichen
des Anspruchs 1 und des Anspruchs 11 gelöst.
[0023] Das erfindungsgemäße Sichtrad für einen Zentrifugalkraft-Windsichter ist drehangetrieben
in diesem angeordnet und wird entgegen seiner Schleuderrichtung von außen nach innen
durchströmt. Es weist zwischen zwei Haltescheiben kranzförmig angeordnet Sichtradschaufeln
auf. Die Sichtradschaufeln und die Haltescheiben begrenzen Strömungskanäle. In diesen
Strömungskanälen sind den Strömungsverlauf beeinflussende Einbauten angeordnet, welche
auf der in Rotationsrichtung vorderen Seite der Sichtradschaufel im radial äußeren
Drittel des Sichtradradius vorgesehen sind, sodass die Strömungskanäle zwischen den
Sichtradschaufeln mindestens eine von zwei Engstellen begrenzte Erweiterung aufweist.
Dadurch begrenzen die Engstellen den sich aus dem einströmenden Sichtfluid bildenden
Sichtwirbel.
[0024] Das erfindungsgemäße Sichtrad weist speziell ausgeformte Strömungskanäle auf, die
die Wirbelbildung in den Strömungskanälen weiter positiv für die Sichtung beeinflussen.
Die erfindungsgemäßen Sichtradkanäle des Sichtrades, welche von den Sichtradschaufeln
und Haltescheiben begrenzt werden, weisen von radial außen nach innen eine Engstelle,
danach eine Erweiterung und schließlich wieder eine Engstelle auf, d.h. mindestens
eine von zwei Engstellen begrenzte Erweiterung. Diese Form wird durch Einbauten in
den Strömungskanälen erzielt. Diese Einbauten sind im radial äußeren Drittel des Sichtradradius
angeordnet. Sie liegen auf der in Rotationsrichtung vorderen Seite der Sichtradschaufeln.
[0025] Durch die beschriebene Ausformung der Strömungskanäle wird der sich aus dem einströmenden
Sichtfluid bildende Sichtwirbel beidseitig begrenzen, sowie örtlich und zeitlich stabilisiert.
Der Sichtwirbel wird durch die Engstellen in seiner Größe und örtlich im Strömungskanal
definiert eingegrenzt. Außerdem ist er stabiler und weist weniger zeitliche Fluktuationen
auf. Durch diese Maßnahmen wird definiert Einfluss auf die Feinheit genommen.
[0026] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sichtrads verlaufen die
Sichtradschaufeln nicht exakt in radialer Richtung, sondern sind in einem Winkel zur
radialen Richtung entgegen der Rotationsrichtung geneigt bzw. gedreht angeordnet,
sodass sie überwiegend abweisend ausgerichtet sind. Die Sichtradschaufeln bilden dadurch
einen Strömungskanal mit einem geknickten Verlauf aus, sodass der Strömungskanal in
seiner Mittellage abweisend orientiert ist. In einer besonders bevorzugten Ausführung
befindet sich der Knick der Sichtradschaufeln bzw. des Strömungskanals im äußeren
radialen Drittel des Sichtrads bezogen auf den Sichtradradius.
[0027] Sofern sich die Sichtradschaufeln bis in die inneren zwei Drittel des Sichtrades
erstrecken, bezogen auf den Sichtradradius, bleiben die Sichtradschaufeln im inneren
Bereich radial ausgerichtet. Wohingegen die Sichtradschaufeln im äußeren Bereich zur
radialen Richtung in einem Winkel geneigt bzw. gedreht angeordnet sind. Bevorzugt
sind sie im radial äußeren Drittel, bezogen auf den Sichtradradius, der Strömungskanäle
abweisend ausgerichtet.
[0028] Eine Ausführungsvariante der Erfindung zeichnet sich durch einen stetigen Konturverlauf
des speziell ausgeformten äußeren, abweisend orientierten Bereichs der Sichtradschaufeln
aus, wobei der Abstand zwischen zwei benachbarten Sichtradschaufeln von außen nach
innen betrachtet zunächst eine Verengung aufweist, danach schließt sich eine Erweiterung
an, bevor sich der Abstand wieder verengt.
[0029] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die den Strömungskanal begrenzenden
Sichtradschaufeln ebenfalls abweisend orientiert, d.h. im radial äußeren Bereich der
Schaufeln entgegen der Drehrichtung des Sichtrades geneigt. Auch hier sind die Schaufeln
im radial äußeren Drittel des Strömungskanals, bezogen auf den Sichtradradius, abweisend
orientiert. Hier ist der radial äußerste Bereich der Sichtradschaufel in Drehrichtung
des Sichtrads nach vorn abgenickt. Das Abknicken nach vorn des äußersten Bereichs
der Sichtradschaufeln kann dabei unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
[0030] Dieses äußerste Element, es stellt auch eine Einbaute dar, kann beispielsweise derart
ausgeführt sein, dass es radial zur Sichtradachse ausgebildet ist. Des Weiteren weist
die Sichtradschaufel eine weitere Einbaute im radial äußeren Drittel des Sichtradradius
auf. Das äußerste Element und die Einbaute stellen die Verengungen zwischen der Erweiterung
des Strömungskanals dar. Sie begrenzen den sich bildenden Sichtwirbel. Sie definieren
den Ort und die Größe des Sichtwirbels.
[0031] In einer weiteren Aufführungsform ist das äußerste Element stärker nach vorn abgeknickt,
als es einer radialen Orientierung zur Sichtradachse entspricht. Genauso kann das
abgeknickte äußere Ende der Sichtradschaufel so schwach abgeknickt sein, dass es noch
abweisend ausgeführt ist.
[0032] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform schließt, die von außen nach innen
betrachtet äußere Einbaute d.h. die außenliegende Verengung mit dem Außenumfang des
Sichtrades ab, unabhängig von dem Durchmesser der Haltescheiben z.B. von Deck- und
Nabenscheibe.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform des Sichtrades ist die Kontur im radial äußeren
Drittel, bezogen auf den Sichtradradius, der Strömungskanäle bestehend aus einer Engstelle,
einer Erweiterung und einer Engstelle im Querschnitt durch eine stetig gekrümmte Kurve
ausgebildet.
[0034] In einer anderen Ausführungsform weist die speziell geformte Kontur Knicke, Ecken
und Kanten auf, die durch das Zusammensetzen von zwei oder mehreren geraden, gekrümmten
oder geknickten Teile durch ein geeignetes Fertigungsverfahren auftreten.
[0035] Unter einem stetigen Verlauf ist hier gemeint, dass die Kontur der Sichtradschaufeln
im Bereich des Sichtwirbels ohne Ecken und Kanten geformt ist. Unter einem unstetigen
Verlauf ist hier zu versehen, dass die Kontur der Sichtradschaufeln im Bereich des
Sichtwirbels mindestens eine Kante oder einen Knick aufweist. Mit Knicken und Kanten
können hier auch fertigungsbedingte Kanten wie z.B. Schweißnähte verstanden werden.
[0036] Die Einbauten haben im Querschnitt vorzugsweise quadratische, rechteckige dreieckige
oder runde Form, es können jedoch, je nach Anwendungsfall auch jegliche andere Querschnittsformen
Anwendung finden.
[0037] Die Einbauten und damit die speziell geformten Bereiche der Sichtradschaufeln erstrecken
sich axial über deren gesamte Höhe. Das ist gleichbedeutend damit, dass sich die Kontur
der Strömungskanäle über die gesamte axiale Höhe des Sichtrades erstreckt.
[0038] Die Einbauten bzw. die speziell geformten Bereiche der Sichtradschaufeln befinden
sich bevorzugt auf einer gemeinsamen radialen Kreisbahn, die in einem Bereich innerhalb
des äußeren Drittels des Sichtradradius liegt.
[0039] Die Einbauten sind auf der in Drehrichtung des Sichtrades vorderen Seite der Sichtradschaufel
angeordnet. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die in Drehrichtung
hintere Seite der Sichtradschaufel keine Einbauten auf.
[0040] Die Haltescheiben, zwischen denen die Sichtradschaufeln angeordnet sind, können als
Deckscheiben und / oder Nabenscheiben ausgebildet sein. Die Deckscheibe ist bei einem
einflutigen Sichtrad mit einem Feingutaustritt versehen. Sie ist bevorzugt ringförmig
ausgestaltet. Je nach Ausführung des Sichtrades kann die Nabenscheibe ebenfalls Öffnungen
aufweisen, durch die das Feingut hindurchströmen kann.
[0041] Des Weiteren kann das erfindungsgemäße Sichtrad sowohl einflutig als auch 2-flutig
ausgeführt sein.
[0042] Ein zweiflutiges Sichtrad lässt sich aus zwei einflutigen Sichträdern zusammensetzen.
Dabei werden die Sichträder an ihren Deckscheiben zusammengebaut, sodass sie eine
gemeinsame Drehachse aufweisen. Das zweiflutige Sichtrad weist nun zwei Nabenscheiben
auf und ist beidseitig im Gehäuse des Zentrifugalkraft-Windsichters gelagert. Die
beiden Nabenscheiben weisen Durchbrechungen auf, die die Feingutaustritte darstellen.
In einer weiteren Ausführungsform entfallen die Deckscheiben in der Mitte zweiflutigen
Sichtrades, sodass es einen durchgehenden Innenbereich aufweist.
[0043] Die Strömungskanäle des Sichtrades weisen im radial äußeren Drittel des Sichtradradius
mindestens eine von zwei Engstellen begrenzte Erweiterung auf. Die Verhältnisse der
Abstände der Sichtradschaufeln an diesen Punkten lassen sich über die Bogenlängen
an den Verengungen und der Erweiterung beschreiben.
[0044] Für das Verhältnis der Bogenlängen a, b und c gilt:

und a < b
a, b und c sind die Bogenlängen zwischen zwei benachbarten Sichtradschaufeln mit den
zugehörigen Radien r(a), r(b) und r(c).
[0045] Es gilt r(a) > r(b) > r(c) > 2/3 r(s)
mit r(s): Sichtradradius.
[0046] Die Bogenlänge a beschreibt den Abstand zwischen zwei benachbarten Sichtradschaufeln
am Radius r(a) des Sichtrades auf Höhe der radial äußeren Verengung.
[0047] Die Bogenlänge b beschreibt den größten Abstand zwischen den zwei benachbarten Sichtradschaufeln
am Radius r(b) des Sichtrades. Es beschreibt den Abstand der Sichtradschaufeln an
der Erweiterung zwischen den Verengungen.
[0048] Die Bogenlänge c beschreibt den Abstand zwischen den zwei benachbarten Sichtradschaufeln
am Radius r(c) des Sichtrades auf Höhe der radial inneren Verengung.
[0049] Der Faktor x hat einen Wert > 0,5, bevorzugt von 0,5 < x < 3.
[0050] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Trennung von einem in einem
Sichtfluid dispergierten Sichtgut in eine Feinfraktion und eine Grobfraktion. In einem
erfindungsgemäßen Sichtrad, wie oben beschrieben, bildet sich durch die Kontur der
Strömungskanäle, hervorgerufen durch die Einbauten, ein Sichtwirbel aus dem einströmenden
Sichtfluid aus. Der Sichtwirbel ist beidseitig von Einbauten begrenzt. Dieser Sichtwirbel
weist eine Strömungsgeschwindigkeit auf, die höher ist als wenn der Sichtwirbel nur
innen einseitig von Einbauten begrenzt wird. Er ist dadurch stabiler und weist weniger
zeitliche Fluktuationen auf.
[0051] Durch die beschriebene Ausformung der Strömungskanäle wird erreicht, dass die Freiheitsgrade
des partikelbeladenen Sichtfluids bei der Anströmung auf das Sichtrad auf eine derart
vorteilhafte Art und Weise einschränkt werden, dass der Impuls des anströmenden Sichtfluids
möglichst vollständig in eine hohe Geschwindigkeit im Sichtwirbel umgesetzt werden
kann.
[0052] Dies wird dadurch erreicht, indem dem partikelbeladenen Sichtfluid die Umlenkung
an den in Drehrichtung des Sichtrads geformten Schaufeln aufgezwungen wird. Durch
die geometriebedingte Unterstützung der Strömungsumlenkung kann der Impuls besser
in eine Geschwindigkeitsüberhöhung umgesetzt werden, da die Verluste für die Umlenkung
der Strömung deutlich niedriger sind.
[0053] Zwischen den Sichtradschaufeln bildet sich eine Sichtzone aus, die sich zwischen
zwei Staupunkten befindet, wobei sich der erste Staupunkt auf der in Sichtraddrehrichtung
vorderen Seite der Sichtradschaufeln befindet. Der Zweite Staupunkt liegt folglich
auf der in Sichtraddrehrichtung hinteren Seite der Sichtradschaufeln des Sichtrads.
Die Staupunkte begrenzen die Wirbelgröße. Dadurch können höhere Feinheiten sowie ein
höherer Feingutauszug erreicht werden.
[0054] Durch den stetigen Konturverlauf der speziell ausgeformten Strömungskanäle, welche
das Sichtfluid um nahezu 180° umlenkt, ist diese Variante besonders gut aerodynamisch
geeignet und setzt den Impuls des anströmenden Fluids am effektivsten in eine Geschwindigkeitsüberhöhung
des Fluids im Sichtwirbel um. Idealerweise kann so eine Strömungsgeschwindigkeit im
Sichtwirbel erreicht werden, die der doppelten Umfangsgeschwindigkeit des Sichtrads
entspricht.
[0055] Die Einbauten im radial äußersten Bereichs der Sichtradschaufeln führen dazu, dass
der Impuls des einströmenden Fluids effizienter in eine Geschwindigkeitsüberhöhung
im Sichtwirbel umgesetzt wird, als bei dem in der Patentschrift
EP 0 983 802 A2 offenbarten Sichtrad.
[0056] Die Varianten, die durch Knicke und Kanten unstetige Verläufe der besonders ausgeformten
Sichtradschaufeln aufweisen, sind aufgrund von Verlusten beim Impulsaustausch nicht
so effizient wie Varianten mit stetigen Konturen. Da die Varianten mit geknickten
Sichtschaufelenden den Impuls des anströmenden Fluids nicht so effizient umsetzen,
sind dort die Geschwindigkeitsüberhöhungen im Vergleich zu stetigen Konturen niedriger.
Diese Sichträder sind aber wirtschaftlicher in der Herstellung.
[0057] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen
Zeichnungen, in der -beispielhaft- ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt ist.
[0058] In der Zeichnung zeigt:
Figur 1: Ansicht im Meridianschnitt des erfindungsgemäßen Sichtrades
Figur 2: Ansicht im Achsnormalschnitt des erfindungsgemäßen Sichtrades mit den erfindungsgemäßen
Strömungskanälen mit stetiger Kontur
Figur 3: Ansicht im Achsnormalschnitt des erfindungsgemäßen Sichtrades mit den erfindungsgemäßen
Strömungskanälen mit unstetiger Kontur
Figur 4: Ausschnitt im Achsnormalschnitt aus einem Sichtrad mit den erfindungsgemäßen
Strömungskanälen
[0059] Die Figur 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sichtrads
(10) für einen Zentrifugalkraft-Windsichter. Es umfasst eine die Sichtradnabe (1)
tragende Nabenscheibe (2) und eine Deckscheibe (4) mit Feingutaustritt. Die Deckscheibe
ist hier ringförmig ausgeführt. Zwischen diesen Scheiben sind die kranzförmig angeordneten
Sichtradschaufeln (3) angeordnet. Sie sind gleichmäßig über den Umfang des Sichtrades
(10) verteilt. Die Sichtradschaufeln (3) sind im Wesentlichen radial ausgerichtet
und begrenzen die Strömungskanäle (6). Das Sichtrad (10) wird von außen nach innen
von dem mit Partikeln beladenen Sichtfluid, z.B. Sichtluft durchströmt.
[0060] Das erfindungsgemäße Sichtrad (10) weist Strömungskanäle (6) auf, die im äußeren
Drittel, bezogen auf den Sichtradradius, durch Einbauten (5a, 5b) speziell ausgebildet
sind.
[0061] Die Figur 2 zeigt ein Sichtrad (10) mit der erfindungsgemäßen Kontur der Strömungskanäle
(6). Die Strömungskanäle (6) weisen eine stetige Kontur auf. Beim Sichtrad (10) in
Figur 2 verlaufen die Sichtradschaufeln (3) im radial äußeren Drittel des Sichtradradius
nicht exakt in radialer Richtung, sondern sind in einem Winkel zur radialen Richtung
entgegen der Rotationsrichtung des Sichtrads (10) geneigt angeordnet. Es zeichnet
sich durch einen stetigen Konturverlauf der speziell ausgeformten äußeren Bereiche
der Sichtradschaufeln (3) aus, wobei der Abstand zwischen zwei benachbarten Sichtradschaufeln
(3), von außen nach innen betrachtet, zunächst eine Verengung aufweist, danach schließt
sich eine Erweiterung an bevor sich der Abstand wieder verengt. Diese Verengung, Erweiterung
und Verengung der Strömungskanäle (6) wird durch Einbauten (5a, 5b) auf den Sichtradschaufeln
(3) realisiert, die in die Strömungskanäle (6) hineinragen.
[0062] Die Einbauten (5a, 5b) sind in Rotationsrichtung an den vorderen Begrenzungsflächen
jeder Sichtradschaufel (3) angeordnet. Auf der in Rotationsrichtung hinteren Begrenzungsfläche
befinden sich keine Einbauten.
[0063] Die Einbauten (5a, 5b) weisen hier von außen nach innen des Strömungskanals (6) betrachtet
sowohl für die äußeren als auch für die inneren Einbauten einen dreieckigen Querschnitt
auf.
[0064] Auch beim Sichtrad (10) in Figur 3 verlaufen die Sichtradschaufeln (3) im radial
äußeren Drittel des Sichtradradius nicht exakt in radialer Richtung, sondern sind
in einem Winkel zur radialen Richtung entgegen der Rotationsrichtung geneigt angeordnet.
[0065] Die Strömungskanäle (6) weisen von außen nach innen betrachtet eine Verengung, eine
Erweiterung und eine Verengung auf. Die Kontur der Strömungskanäle ist unstetig, sie
weist Kanten, Ecken und Vorsprünge auf. Das Sichtrad (10) weist in Drehrichtung des
Sichtrads (10) nach vorn abgeknickte Elemente (5a) des radial äußersten Bereichs der
Sichtradschaufel auf, die die äußere Verengung darstellen. Das Abknicken nach vorn
des äußersten Bereichs der Sichtradschaufeln (3) kann dabei unterschiedlich stark
ausgeprägt sein. Es kann beispielsweise wie in der Figur 3 gezeigt, derart ausgeführt
sein, dass es radial zur Sichtradachse ausgebildet ist. Es kann auch so ausgeführt
sein, dass das äußerste Element (5a) stärker nach vorn abgeknickt ist, als es einer
radialen Orientierung zur Sichtradachse entspricht. Die Einbauten (5a, 5b) weisen
hier von außen nach innen des Strömungskanals (6) betrachtet bei den äußeren Einbauten
(5a) einen dreieckigen Querschnitt und bei den innen Einbauten (5b) einen viereckigen
Querschnitt auf. Sie bilden die Verengungen, dazwischen liegt die Erweiterung des
Strömungskanals (6).
[0066] Die Einbauten (5a, 5b) erstrecken sich axial über die gesamte Schaufelhöhe. Sie können
z.B. durch Schweißen, Löten oder Kleben mit den Begrenzungsflächen der Sichtradschaufeln
(3) verbunden werden.
[0067] Die Einbauten (5a, 5b) befinden sich vorzugsweise jeweils auf einer gemeinsamen radialen
Kreisbahn um die Drehachse des Sichtrades (10), die etwa in einem Bereich innerhalb
dem äußeren Drittel des Sichtradradius liegt. Die äußeren Einbauten (5a) liegen am
Außenumfang des Sichtrades (10).
[0068] Figur 4 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Sichtrad im Querschnitt.
Es sind drei Sichtradschaufeln mit den dazwischenliegenden Strömungskanälen mit den
Einbauten (5a) und (5b) dargestellt, sie begrenzen als radial äußere und radial innere
Verengung die dazwischen liegende Erweiterung. Die Verengungen sind als Einbauten
ausgeführt und können aus gleichem oder anderem Material sein als die Sichtradschaufeln.
[0069] Die Bogenlänge a beschreibt den Abstand zwischen zwei benachbarten Sichtradschaufeln
mit dem zugehörigen Radius r(a) an der äußeren Verengung auf Höhe der Einbaute 5a.
In dieser bevorzugten Ausführungsform entspricht der Radius r(a) dem Sichtradradius
r(s).
[0070] Die Bogenlänge b beschreibt den Abstand zwischen zwei benachbarten Sichtradschaufeln
mit dem zugehörigen Radius r(b) an der größten Stelle der Erweiterung.
[0071] Die Bogenlänge c beschreibt den Abstand zwischen zwei benachbarten Sichtradschaufeln
mit dem zugehörigen Radius r(c) an der inneren Verengung auf Höhe der Einbaute 5b.
[0072] Die Radien r(a), r(b), und r(c) sind größer als 2/3 des Sichtradradius r(s), da die
von zwei Verengungen begrenzte Erweiterung im radial äußeren Drittel des Sichtradradius
vorgesehen ist.
Für die Bogenlänge b gilt: b > x · (a + c) und a < b.
Für den Faktor x gilt x > 0,5 und bevorzugt 0,5 < x <3.
Bezugszeichen
[0073]
Sichtradnabe (1)
Nabenscheibe (2)
Sichtradschaufeln (3)
Deckscheibe (4)
Einbauten (5, 5a, 5b)
Strömungskanäle (6)
Sichtrad (10)
Bogenlängen a, b, c
Radius r(a), r(b), r(c)
1. Sichtrad (10) für einen Zentrifugalkraft-Windsichter,
- welches drehangetrieben ist,
- welches von einem Sichtfluid entgegen seiner Schleuderrichtung von außen nach innen
durchströmt wird,
- welches kranzförmig angeordnete Sichtradschaufeln (3) aufweist, die zwischen Haltescheiben
(2, 4) angeordnet sind,
- wobei Strömungskanäle (6) zwischen den Sichtradschaufeln (3) durch die in einem
Abstand zueinander und in Richtung der Drehachse verlaufenden Flächen der Sichtradschaufeln
(3) gebildet werden und
- den Strömungsverlauf beeinflussende Einbauten innerhalb der Strömungskanäle (6)
angeordnet sind
dadurch gekennzeichnet, dass
- auf der in Rotationsrichtung vorderen Seite der Sichtradschaufel (3) im radial äußeren
Drittel des Sichtradradius Einbauten (5a, 5b) vorgesehen sind,
- sodass die Strömungskanäle (6) zwischen den Sichtradschaufeln (3) mindestens eine
von zwei Engstellen begrenzte Erweiterung aufweist,
- sodass die Engstellen den sich aus dem einströmenden Sichtfluid bildenden Sichtwirbel
begrenzen.
2. Sichtrad (10) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Sichtradschaufeln (3) im radial äußeren Drittel des Sichtradradius überwiegend
abweisend ausgerichtet sind.
3. Sichtrad (10) nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Sichtradschaufeln (3) in den radial inneren zwei Dritteln des Sichtradradius
überwiegend radial ausgerichtet sind.
4. Sichtrad (10) nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass sich die Einbauten (5a, 5b) in den Strömungskanälen (6) über die gesamte axiale Höhe
des Sichtrades (10) erstrecken.
5. Sichtrad (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur der Strömungskanäle (6) im radial äußeren Drittel des Sichtradradius bestehend
aus einer Engstelle, einer Erweiterung und einer Engstelle im Querschnitt durch eine
stetige gekrümmte Kurve ausgebildet ist.
6. Sichtrad (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur der Strömungskanäle (6) im radial äußeren Drittel des Sichtradradius durch
zwei oder mehrere gerade, gekrümmte oder geknickte Teile zusammengesetzt wird.
7. Sichtrad (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass für die Bogenlänge b am Radius r(b) des Sichtrades auf Höhe der Erweiterung zwischen
zwei benachbarten Sichtradschaufeln gilt:

und a < b mit
x > 0,5, bevorzugt 0,5 < x < 3 und

r(s): Sichtradradius
a: Bogenlänge am Radius r(a) des Sichtrads auf Höhe der radial äußeren Verengung zwischen
2 benachbarten Sichtradschaufeln
b: Bogenlänge am Radius r(b) des Sichtrads auf Höhe der größten Erweiterung zwischen
2 benachbarten Sichtradschaufeln
c: Bogenlänge am Radius r(c) des Sichtrads auf Höhe der radial inneren Verengung zwischen
2 benachbarten Sichtradschaufeln.
8. Sichtrad (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Haltescheiben als mindestens eine die Sichtradnabe (1) tragende Nabenscheibe
(2), einer Deckscheibe (4) mit Feingutaustritt und / oder als gegenüberliegende Nabenscheiben
(2) mit Feingutaustritten ausgebildet sind.
9. Sichtrad (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die radial außenliegende Verengung, in Form einer Einbaute (5a), die mit dem Außenumfang
des Sichtrades (10) abschließt, unabhängig vom Durchmesser der Deck- (4) und Nabenscheibe
(2) ist.
10. Sichtrad (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass es aus zwei Sichträdern (10) zu einem doppeltgelagerten, doppelflutigen Sichtrad
mit gemeinsamer Drehachse und zwei durchbrochenen Nabenscheiben (2) mit Feingutaustritt
zusammengesetzt ist.
11. Verfahren zur Trennung von in einem Sichtfluid dispergiertem Sichtgut in eine Fein- und eine
Grobfraktion mit einem drehangetriebenen Sichtrad (10) für einen Zentrifugalkraft-Windsichter,
- welches von einem Sichtfluid entgegen seiner Schleuderrichtung von außen nach innen
durchströmt wird,
- welches kranzförmig angeordnete Sichtradschaufeln (3) aufweist, die zwischen Haltescheiben
(2, 4) angeordnet sind,
- wobei Strömungskanäle (6) zwischen den Sichtradschaufeln (3) durch die in einem
Abstand zueinander und in Richtung der Drehachse verlaufenden Flächen der Sichtradschaufeln
(3) gebildet werden und
- den Strömungsverlauf beeinflussende Einbauten innerhalb der Strömungskanäle (6)
angeordnet sind
dadurch gekennzeichnet, dass
- auf der in Rotationsrichtung vorderen Seite der Sichtradschaufeln (3) im radial
äußeren Drittel des Sichtradradius Einbauten (5a, 5b) vorgesehen sind,
- sodass die Strömungskanäle (6) zwischen den Sichtradschaufeln (3) mindestens eine
von zwei Engstellen begrenzte Erweiterung aufweist und
- wobei durch die Einbauten (5a, 5b) an den Sichtradschaufeln (3) im Bereich innerhalb
des äußeren Drittels des Sichtradradius dafür gesorgt wird, dass die Sichtwirbel,
die sich in dem in die Strömungskanäle (6) einströmenden Sichtfluid bilden und von
den Engstellen beidseitig begrenzt werden, eine Strömungsgeschwindigkeit aufweisen,
die höher ist als wenn die Sichtwirbel nur innen einseitig von Einbauten (5b) begrenzt
werden.