[0001] Die Erfindung betrifft einen Auswerfer für eine Forsteilwinde, wobei der Auswerfer
eine drehbare Auswerferrolle aufweist, über die ein Kunststoffseil geführt und umgelenkt
ist.
[0002] Bei Forstseilwinden sind Ausführungen mit einem Stahlseil und einem Kunststoffseil
bekannt.
[0003] Bei Forsteilwinden mit einem Stahlseil ist es bekannt, das auf einer Seiltrommel
der Forsteilwinde befindliche Seil über eine aktiv mittels eines Antriebsmotors angetriebene
Auswerferrolle eines Auswerfers zu führen. Mit der von dem Antriebsmotor angetriebenen
Auswerferrolle kann beim Abseilen des Stahlseils von der Seiltrommel sowie beim Aufseilen
des Stahlseils auf die Seiltrommel eine gewünschte Axialkraft und somit Seilspannung
auf das Stahlseil aufgebracht werden, die ein sicheres und geordnetes Abspulen des
Stahlseil von der Seiltrommel beim Abseilen und ein sicheres und geordnetes Aufspulen
des Stahlseil auf die Seiltrommel beim Aufseilen ermöglicht. Mit der von der angetriebenen
Auswerferrolle auf das Stahlseil aufgebrachten Axialkraft und somit Seilspannung können
weiterhin für eine Bedienperson, die beim Abseilen des Stahlseils von der Seiltrommel
das Stahlseil über eine beträchtliche Strecke von bis zu 100m ziehen muss, geringe
Bedienkräfte für das Ziehen des Stahlseils erzielt werden. Nachteilig bei Forstseilwinden
mit einem Stahlseil ist jedoch das hohe Eigengewicht des Stahlseils, das beim Abspulen
des Stahlseils hohe Tragekräfte für das Seiltragen des Stahlseils für die Bedienperson
verursacht.
[0004] Weiterhin sind bereits Forsteilwinden mit einem Kunststoffseil bekannt. Bei einem
Kunststoffseil handelt es sich um ein Gewebeseil aus forminstabiler, biegsamer Kunststofffädenstruktur,
das als Vorteil gegenüber einem Stahlseil ein geringes Eigengewicht aufweist. Weiterhin
ist ein Kunststoffseil unempfindlich bei kraftfreiem Aufwickeln auf die Seiltrommel
der Forsteilwinde und ermöglicht geringere Umlenkradien. Ein wesentlicher Vorteil
von Forstseilwinden mit einem Kunststoffseil gegenüber Forstseilwinden mit einem Stahlseil
besteht in dem deutlich verringerten Eigengewicht des Kunststoffseils, wodurch sich
beim Abspulen des Kunststoffseils geringe Tragekräfte für das Seiltragen des Kunststoffseils
für die Bedienperson ergeben.
[0005] Bekannte Auswerfer für Forsteilwinden mit einem Stahlseil sind jedoch für eine Forsteilwinde
mit einem Kunststoffseil nicht geeignet. Dies liegt darin begründet, dass die Auswerferrolle
aus Stahl besteht, so dass sich für die Paarung Stahl-Auswerferrolle und Kunststoffseil
sehr schlechte Kraftübertragungswerte ergeben, so dass mit der von dem Antriebsmotor
angetriebenen Auswerferrolle keine ausreichenden Axialkräfte auf das Kunststoffseil
übertragen werden können, um die gewünschten geringen Bedienkräfte für das Ziehen
des Kunststoffseils beim Abspulen des Kunststoffseils zu erzielen. Wegen der geringen
Kraftübertragungswerte zwischen der angetriebenen, als Stahlrolle ausgebildeten Auswerferrolle
und einem Kunststoffseil kommt es zudem zum Rutschen zwischen der angetriebenen Auswerferrolle
und dem Kunststoffseil, wodurch es schnell zu einer Beschädigung des Kunststoffseil
kommt.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Auswerfer für eine Forsteilwinde
zur Verfügung zu stellen, der für ein Kunststoffseil tauglich ist und die genannten
Nachteile vermeidet.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Auswerfer mindestens
eine mittels eines Antriebsmotors angetriebene drehbare Anpressrolle aufweist, mittels
der das Kunststoffseil auf die Auswerferrolle angepresst ist.
[0008] Der erfindungsgemäße Gedanke besteht somit darin, bei einer Forstseilwinde mit einem
Kunststoffseil nicht die Auswerferrolle anzutreiben, sondern eine drehbare Anpressrolle
aktiv mittels eines Antriebsmotors anzutreiben, die das Kunststoffseil auf die Auswerferrolle
angepresst, sodass die Axialkräfte und somit die Seilspannung an dem Kunststoffseil
nicht durch einen Antrieb der Auswerferrolle, sondern durch einen Antrieb der Anpressrolle
auf das Kunststoffseil übertragen und an dem Kunststoffseil erzeugt werden. Die von
dem Antriebsmotor angetriebene Anpressrolle presst somit das Kunststoffseil auf die
Auswerferrolle und erzeugt die Axialkraft an dem Kunststoffseil. Die angetriebene
Anpressrolle, mit der die erforderliche Axialkräfte auf das Kunststoffseil übertragen
werden, ermöglicht es, die Auswerferrolle als Stahlrolle auszubilden, die lediglich
die Funktion einer Umlenkrolle zur Umlenkung des Kunststoffseils zu übernehmen hat.
Da die die Funktion der Umlenkrolle aufweisende Auswerferrolle die hohen Nenn-Betriebskräfte
übertragen muss, ist die Auswerferrolle vorteilhafterweise als stabile Stahlrolle
ausgebildet. Der damit einhergehende Nachteil, dass sich für die Paarung Stahl-Auswerferrolle
und Kunststoffseil sehr schlechte Kraftübertragungswerte ergeben, wird erfindungsgemäß
dadurch überwunden, dass die Axialkräfte auf das Kunststoffseil nicht durch eine aktiv
mittels eines Antriebsmotors angetriebene Auswerferrolle, sondern durch die aktiv
von dem Antriebsmotor angetriebene Anpressrolle aufgebracht werden, da die Anpressrolle
in einfacher Weise derart ausgebildet werden kann, dass sich gute Kraftübertragungswerte
zur Kraftübertragung auf das Kunststoffseil ergeben. Insgesamt wird somit ein Auswerfer
zur Verfügung gestellt, der für ein Kunststoffseil geeignet und tauglich ist und es
ermöglicht, ausreichende Axialkräfte auf das Kunststoffseil übertragen zu können,
um die gewünschten geringen Bedienkräfte für das Ziehen des Kunststoffseils beim Abspulen
des Kunststoffseils zu erzielen.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Anpressrolle eine
gummierte Oberfläche auf, mittels der die Anpressrolle an dem Kunststoffseil anliegt.
Mit einer gummierten Oberfläche der Anpressrolle können in einfacher Weise gute Kraftübertragungswerte
von der mittels des Antriebsmotors angetriebenen Anpressrolle auf das Kunststoffseil
erzielt werden, wodurch in einfacher Weise von der angetriebenen Anpressrolle ausreichende
Axialkräfte auf das Kunststoffseil übertragen werden können, um die gewünschten geringen
Bedienkräfte für das Ziehen des Kunststoffseils beim Abspulen des Kunststoffseils
zu erzielen.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die aktiv mittels des
Antriebsmotors angetriebene Anpressrolle und die Auswerferrolle drehgekoppelt. Dies
ermöglicht es, dass die Auswerferrolle nicht über das Kunststoffseil gedreht und somit
angetrieben wird, sondern durch die von dem Antriebsmotor aktiv angetriebene Anpressrolle
gedreht und somit angetrieben wird, wodurch sich ein sicherer Antrieb der Auswerferrolle
erzielen lässt, der zu geringem Verschleiß an dem Kunststoffseil und der Auswerferrolle
führt.
[0011] Gemäß einer Ausgestaltungsform kann für diese Drehkoppelung ein Getriebe, beispielsweise
ein Ketten- oder Riementrieb, zwischen der von dem Antriebsmotor angetriebene Anpressrolle
und der Auswerferrolle vorgesehen sein, um die Auswerferrolle über die Anpressrolle
anzutreiben. Alternativ kann zwischen der von dem Antriebsmotor angetriebenen Anpressrolle
und der Auswerferrolle eine gegen Radialtoleranzen unempfindliche Verzahnung ausgebildet
sein, um die Auswerferrolle von der Anpressrolle mitzunehmen und anzutreiben.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist zwischen der aktiv angetriebenen
Anpressrolle und der Auswerferrolle eine Kraftmitnahme zum Antrieb der Auswerferrolle
durch die Anpressrolle ausgebildet. Mit einer Kraftmitnahme kann in besonders einfacher
Ausführung eine Mitnahme der Auswerferrolle und somit ein Antrieb der Auswerferrolle
durch die aktiv angetriebene Anpressrolle erzielt werden.
[0013] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann mindestens eine weitere nicht aktiv
mittels eines Antriebsmotors angetriebene Anpressrolle vorgesehen sein, mittels der
das Kunststoffseil auf die Auswerferrolle angepresst ist.
[0014] Die nicht aktiv mittels eines Antriebsmotors angetriebene Anpressrolle kann als passiv
mitlaufende Anpressrolle ausgebildet sein.
[0015] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind die weitere Anpressrolle und die Auswerferrolle
drehgekoppelt. Bevorzugt ist zwischen der Auswerferrolle und der mindestens einen
weiteren Anpressrolle, die nicht aktiv mittels eines Antriebsmotors angetrieben ist,
eine Kraftmitnahme zum Antrieb der weiteren Anpressrolle durch die Auswerferrolle
ausgebildet. Die nicht aktiv mittels eines Antriebsmotors angetriebene Anpressrolle
wird somit über die Kraftmitnahme von der Antriebsrolle angetrieben, die wiederum
von der aktiv mittels des Antriebsmotors angetriebenen Anpressrolle beispielsweise
über eine Kraftmitnahme angetrieben wird. Diese Auswerfer-Anpressrollen-Kombination
stellt somit ein Reibradgetriebe dar.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung weist die Anpressrolle
und die gegebenenfalls vorhandene weitere Anpressrolle eine gummierte Oberfläche auf,
mittels der die Anpressrolle an der Auswerferrolle anliegt. Mit einer gummierten Oberfläche
können in einfacher Weise gute Kraftübertragungswerte für eine Kraftmitnahme von der
mittels des Antriebsmotors angetriebenen Anpressrolle auf die von der Anpressrolle
anzutreibende Auswerferrolle bzw. von der Auswerferrolle auf die von der Auswerferrolle
anzutreibenden weiteren Anpressrolle erzielt werden.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Auswerferrolle
eine Aufnahmenut für das Kunststoffseil auf, wobei die Aufnahmenut einen Nutgrund,
insbesondere einer flachen Nutgrund, aufweist, auf dem das Kunststoffseil aufliegt,
und zwei seitliche Nutflanken aufweist, wobei die Anpressrolle und die gegebenenfalls
vorhandene weitere Anpressrolle in die Aufnahmenut der Auswerferrolle eintaucht und
die Anpressrolle sowie die gegebenenfalls vorhandene weitere Anpressrolle ausgebildet
ist, in die Aufnahmenut derart einzutauchen, dass das Kunststoffseil von einer Außenumfangsfläche
der Anpressrolle bzw. von einer Außenumfangsfläche der weiteren Anpressrolle auf den
Nutgrund angepresst wird und dass Stirnflächen der Anpressrolle an den Nutflanken
der Auswerferrolle zum Antrieb der Auswerferrolle durch die Anpressrolle anliegen
bzw. dass Stirnflächen der weiteren Anpressrolle an den Nutflanken der Auswerferrolle
zum Antrieb der weiteren Anpressrolle durch die Auswerferrolle anliegen. Die von der
Aufnahmenut gebildete Kontur der Auswerferrolle und die von der Außenumfangsfläche
und den Stirnflächen der Anpressrolle gebildeten Kontur der Anpressrolle, die in die
Aufnahmenut eintaucht, sind somit derart ausgebildet, dass eine Steigerung der Kraftübertragung
auf das Kunststoffseil, eine Vermeidung von Seilverschleiß des Kunststoffseils und
eine Formanpassung an das nicht formstabile Kunststoffseil erzielt wird, mit der der
konstruktionsbedingte Abflachung des belasteten Kunststoffseils Rechnung getragen
wird. Derartige Konturen und eine derartige Formgebung der Auswerferrolle und der
Anpressrolle ermöglichen weiterhin einen einfachen Antrieb der Auswerferrolle durch
die aktiv von dem Antriebsmotor angetriebenen Anpressrolle durch eine Flankenmitnahme
zwischen den Stirnflächen der Anpressrolle und den Nutflanken der Auswerferrolle,
damit die Auswerferrolle nicht erst über das Kunststoffseil sondern direkt von der
Anpressrolle in Bewegung gesetzt wird. Derartige Konturen und eine derartige Formgebung
der Auswerferrolle und der weiteren Anpressrolle ermöglichen weiterhin einen einfachen
Antrieb der weiteren Anpressrolle durch die Auswerferrolle durch eine Flankenmitnahme
zwischen den Nutflanken der Auswerferrolle und den Stirnflächen der weiteren Anpressrolle.
[0018] Vorteilhafterweise sind die in die Aufnahmenut eintauchende Außenumfangsfläche und
zumindest die in die Aufnahmenut eintauchenden Bereiche der Stirnflächen der Anpressrolle
mit einer gummierten Oberfläche versehen. Mit einer gummierten Oberfläche an der Außenumfangsfläche
können in einfacher Weise gute Kraftübertragungswerte von der mittels des Antriebsmotors
angetriebenen Anpressrolle sowie der weiteren Anpressrolle auf das Kunststoffseil
erzielt werden. Mit gummierten Oberflächen an den Stirnflächen der Anpressrolle kann
in einfacher Weise eine Kraftmitnahme in Form der Flankenmitnahme zwischen den Stirnflächen
der Anpressrolle und den Nutflanken der Auswerferrolle zum Antrieb der Auswerferrolle
durch die von dem Antriebsmotor angetriebene Anpressrolle ausgebildet werden. Mit
gummierten Oberflächen an den Stirnflächen der weiteren Anpressrolle kann in einfacher
Weise eine Kraftmitnahme in Form der Flankenmitnahme zwischen den Nutflanken der Auswerferrolle
und den Stirnflächen der weiteren Anpressrolle zum Antrieb der weiteren Anpressrolle
durch die Auswerferrolle ausgebildet werden.
[0019] Hierzu ist es möglich, die Anpressrolle als Vollgummirolle auszuführen. Alternativ
ist es möglich, die Anpressrolle als Stahlrolle auszuführen, wobei die gummierten
Oberflächen auf die Anpressrolle aufvulkanisiert sind.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung ist die Anpressrolle mittels
einer Vorspanneinrichtung, insbesondere einer Federeinrichtung, in Richtung auf die
Auswerferrolle vorgespannt. Dadurch kann in einfacher Weise eine gute Umschlingung
des Kunststoffseils auf der Auswerferrolle erzielt werden.
[0021] Je nach Bauart der Forstseilwinde und dem dazugehörigen unterschiedlichen Maß an
erforderlichen Auswerfer-Seilkräften kann die Zahl der angetriebenen Anpressrollen
entsprechend angepasst werden. Hierzu kann je nach Ausführung eine, zwei, drei oder
noch mehr angetriebene Anpressrollen vorgesehen werden, um die geforderten Axialkräfte
an dem Kunststoffseil erzeugen zu können.
[0022] Der die Anpressrolle antreibende Antriebsmotor kann als Hydraulikmotor oder als Elektromotor
ausgebildet sein. Bei der Verwendung von mehreren angetriebenen Anpressrollen kann
an jeder angetriebenen Anpressrolle eine eigener Antriebsmotor vorgesehen sein oder
für mehrere angetriebene Anpressrollen ein gemeinsamer Antriebsmotor vorgesehen, wobei
über ein mechanisches Getriebe, beispielsweise einen Ketten- oder Riementrieb, der
Antriebsmotor mehrere Anpressrollen antreiben kann.
[0023] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Auswerfer ein Seilauswerferfenster
für das Kunststoffseil auf, das seitlich von zwei Seitenplatten begrenzt ist, zwischen
denen das Kunststoffseil geführt ist, wobei die Seitenplatten abgerundete Innenkanten
als Seilauslaufrundungen aufweisen. Hierdurch wird erzielt, dass der Auswerfer ein
für das Kunststoffseil gerechtes Seilauswerferfenster aufweist. Da bei dem erfindungsgemäßen
Auswerfer sehr geringe Reibung zwischen dem Kunststoffseil und Stahlkörpern bestehen,
können mit zwei aus Stahlplatten bestehenden Seitenplatten, die abgerundete, beispielsweise
kreissegmentförmige, Innenkanten als Seilauslaufrundungen aufweisen, scharfe Kanten
an den das Kunststoffseil tangierenden Flächen der Seitenplatten bei einem seitlichen
Seilauslauf des Kunststoffseils in einfacher Weise vermieden werden.
[0024] Die Seitenplatten sind gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung seitlich
an der Auswerferrolle angeordnet und weisen im Bereich des Seilauswerferfensters eine
kreisförmige Umfangsfläche auf. Damit werden weiterhin störende Kanten bei einem Seilauslauf
des Kunststoffseils nach oben oder unten in einfacher Weise vermieden.
[0025] Das Seilauswerferfenster ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
nach vertikal oben durch einen oberen Begrenzungsstift und nach vertikal unten durch
einen unteren Begrenzungsstift begrenzt. Mit entsprechenden Stahlstiften als oberer
und unterer Begrenzungsstift kann in einfacher Weise der Seilauslauf des Kunststoffseils
an der Auswerferrolle nach vertikal oben und unten begrenzt werden.
[0026] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Forstseilwinde, die eine von einem Antriebsmotor
angetriebene Seiltrommel und einen erfindungsgemäßen Auswerfer aufweist, wobei ein
Kunststoffseil von der Seiltrommel zu der Auswerferrolle geführt und über die Auswerferrolle
geführt ist. Mit dem erfindungsgemäßen Auswerfer wird eine Forstseilwinde zur Verfügung
gestellt, die als Fäll- und/oder Rückewinde eingesetzt werden kann und die mit einem
Kunststoffseil versehen ist, wobei die Forstseilwinde einen komfortablen Seilauswurf
mit geringen Bedienkräfte für das Ziehen des Kunststoffseils beim Abspulen des Kunststoffseils
aufweist, geringe Tragekräfte für das Seiltragen des Kunststoffseils für die Bedienperson
aufweist sowie ein gute Aufwickelqualität des Kunststoffseils auf der Seiltrommel
aufweist.
[0027] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Hierbei zeigt
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Forstseilwinde in einer schematischen Darstellung,
- Figur 2
- einen Ausschnitt A der Auswerferrolle der Figur 1 in einer vergrößerten schematischen
Darstellung,
- Figur 3
- die Auswerferrolle der Figuren 1, 2 mit dem Seilauswerferfenster,
- Figur 4
- eine Vorderansicht der Figur 3 und
- Figur 5
- einen Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Auswerferrolle mit mehreren Anpressrollen.
[0028] In der Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Forstseilwinde 1 in einer schematischen
Darstellung gezeigt. Die Figur 1 zeigt hierbei eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen
Forstseilwinde 1.
[0029] Die Forstseilwinde 1 weist eine von einem Antriebsmotor 2 angetriebene Seiltrommel
3 auf, auf der ein Kunststoffseil 4 aufgespult ist. Die Seiltrommel 3 ist um eine
Drehachse 5 drehbar angeordnet und von dem Antriebsmotor 2 angetrieben. Der Antriebsmotor
2 kann beispielsweise als Hydraulikmotor oder Elektromotor ausgebildet sein.
[0030] Die Forstseilwinde 1 weist weiterhin einen Auswerfer 6 mit einer Auswerferrolle 7
auf, die um eine Drehachse 8 drehbar angeordnet ist.
[0031] Das Kunststoffseil 4 ist von der Seiltrommel 3 in vertikaler Richtung V zu der Auswerferrolle
7 geführt, über die Auswerferrolle 7 geführt und an der Auswerferrolle 7 derart umgelenkt,
dass das Seil 4 von der Auswerferrolle 7 in horizontaler Richtung weggeführt ist.
[0032] Der Auswerfer 6 weist weiterhin mindestens eine Anpressrolle 10 auf, die um eine
Drehachse 11 drehbar angeordnet ist und mittels der das Kunststoffseil 4 auf die Auswerferrolle
7 angepresst ist.
[0033] Die Anpressrolle 10 ist erfindungsgemäß aktiv von einem Antriebsmotor 12 angetrieben.
Der Antriebsmotor 12 kann beispielsweise als Hydraulikmotor oder Elektromotor ausgebildet
sein.
[0034] Wie aus der Figur 2 ersichtlich ist, in der der Bereich A des Auswerfers 6 der Figur
1 in einer vergrößerten Darstellung dargestellt ist, weist die Auswerferrolle 7 eine
Aufnahmenut 20 auf, in der das Kunststoffseil 4 angeordnet ist. Die Aufnahmenut 20
weist einen flachen Nutgrund 21 auf, auf dem das Kunststoffseil 4 aufliegt, und zwei
seitliche schräge Nutflanken 22a, 22b auf. Die von dem Antriebsmotor 12 angetriebene
Anpressrolle 10 taucht in die Aufnahmenut 20 der Auswerferrolle 7 ein und ist derart
ausgebildet, dass das auf dem Nutgrund 21 aufliegende Kunststoffseil 4 von einer Außenumfangsfläche
25 der Anpressrolle 10 auf den Nutgrund 21 angepresst wird und dass zwei seitliche
und geneigte Stirnflächen 26a, 26b der Anpressrolle10 an den Nutflanken 22a, 22b der
Auswerferrolle 7 zum Antrieb der Auswerferrolle 7 durch die Anpressrolle 10 anliegen.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist zwischen der Anpressrolle 10 und der
Auswerferrolle 7 eine Kraftmitnahme zwischen den geneigten Stirnflächen 26a, 26b der
Anpressrolle 10 und den Nutflanken 22a, 22b der Auswerferrolle 7 für eine Drehkopplung
zwischen der vom Antriebsmotor 12 angetriebenen Anpressrolle 10 und der Auswerferrolle
7 ausgebildet. Alternativ kann den geneigten Stirnflächen 26a, 26b der Anpressrolle
10 und den Nutflanken 22a, 22b der Auswerferrolle 7 eine gegen Radialtoleranzen unempfindliche
Verzahnung für die Drehkopplung zwischen der angetriebenen Anpressrolle 10 und der
Auswerferrolle 7 ausgebildet sein.
[0035] Die Auswerferrolle 7 ist bevorzugt als Stahlrolle ausgebildet.
[0036] Um ausreichende Axialkräfte von der mittels des Antriebsmotors 12 angetriebenen Anpressrolle
10 auf das Kunststoffseil 4 übertragen zu können und eine Kraftmitnahme zum Antrieb
und zum Drehen der Auswerferrolle 7 durch die mittels des Antriebsmotors 12 angetriebene
Anpressrolle 10 zu erzielen, sind die in die Aufnahmenut 20 eintauchende Außenumfangsfläche
25 und zumindest die in die Aufnahmenut 20 eintauchenden Bereiche der beiden Stirnflächen
26a, 26b der Anpressrolle 10 mit einer gummierten Oberfläche versehen.
[0037] Die Anpressrolle 10 ist hierzu bevorzugt von einer Stahlrolle gebildet, auf die an
der Außenumfangsfläche 25 und den beiden Stirnflächen 26a, 26b eine Gummischicht aufvulkanisiert
ist.
[0038] Die Anpressrolle 10 ist weiterhin mittels einer Vorspanneinrichtung 30 in Richtung
auf die Auswerferrolle 7 vorgespannt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Vorspanneinrichtung 30 als einstellbare Zugfeder ausgebildet.
[0039] Durch die Vorspanneinrichtung 30 wird somit die Anpressrolle 10 derart in Richtung
auf die Auswerferrolle 7 vorgespannt, dass die Anpressrolle 10 über die gummierte
Außenumfangsfläche 25 mit dem Kunststoffseil 4 in Kontakt steht und das Kunststoffseil
4 auf den Nutgrund 21 der Aufnahmenut 20 der Auswerferrolle 7 gedrückt wird und dass
die Stirnflächen 26a, 26b der Anpressrolle 10 an Bereichen B1, B2 mit den Nutflanken
22a, 22b der Auswerferrolle 7 in Kontakt gelangen.
[0040] Die Formgebung der Aufnahmenut 20 der Auswerferrolle 7 und die Formgebung der gummierten
Außenumfangsfläche 25 sowie der gummierten Stirnflächen 26a, 26b der Anpressrolle
10 ist hierbei derart, dass der Abflachung des Kunststoffseils 4 unter einer Zugbelastung
Rechnung getragen wird, so dass von der angetriebenen Anpressrolle 10 eine Axialkraft
auf das Kunststoffseil 4 aufgebracht werden kann und an den Bereichen B1, B2 eine
Kraftmitnahme in Form einer Flankenmitnahme und eines Flankenantriebs erzielt wird,
mit der die Auswerferrolle 7 von der angetriebenen Anpressrolle 10 gedreht und angetrieben
wird.
[0041] In den Figuren 3 und 4 ist der erfindungsgemäße Auswerfer 6 mit einem Auswerferkopf
45 näher dargestellt. In den Figuren 3 und 4 ist die angetriebene Anpressrolle 10
nicht näher dargestellt.
[0042] Der Auswerfer 6 weist einen Halter 33 auf, mit dem der Auswerfer 6 um eine vertikale
Schwenkachse 31 verschwenkbar ist, wie in den Figuren 3 und 4 durch den Pfeil P1 verdeutlicht
ist. Der Halter 33 kann einen Rohrabschnitt 32 umfassen, in dem das Kunststoffseil
4 zu der Seiltrommel 3 geführt ist.
[0043] Der Auswerferkopf 45 bildet ein Seilauswerferfenster 35 für das Kunststoffseil 4,
das seitlich von zwei Seitenplatten 36a, 36b begrenzt ist, zwischen den die Auswerferrolle
7 drehbar angeordnet und das Kunststoffseil 4 geführt ist. Die Seitenplatten 36a,
36b sind an dem Halter 33 befestigt.
[0044] Die Seitenplatten 36a, 36b, die beispielsweise aus Stahl bestehen und das Seilauswerferfenster
35 seitlich begrenzen, weisen jeweils eine abgerundete Innenkante 37a, 37b auf, die
entsprechende Seilauslaufrundungen bilden. Mit den abgerundeten Innenkanten 37a, 37b
werden somit - wie aus der Figur 4 ersichtlich ist - sanfte Rundungen an den Außenkanten
der inneren Seitenflanken der beiden Seitenplatten 36a, 36b erzielt, die das Kunststoffseil
4 tangierende Flächen darstellen, wenn das Kunststoffseil 4 leicht seitlich aus dem
Auswerferkopf 45 herausgezogen wird, wie in der Figur 4 dargestellt ist. Bei leicht
seitlich aus dem Seilauswerferfenster 35 des Auswerferkopfes 45 herausgezogenem Kunststoffseil
4 werden somit scharfe Kanten, die zu einer Beschädigung des Kunststoffseils 4 führen
könnten, vermieden.
[0045] Das von den beiden Seitenplatten 36a, 36b gebildete Seilauswerferfenster 35 ist nach
vertikal oben durch einen oberen Begrenzungsstift 40 und nach vertikal unten durch
einen unteren Begrenzungsstift 41 begrenzt. Die Begrenzungsstifte 40, 41 sind bevorzugt
als runde Stahlstifte ausgebildet, die in den Seitenplatten 36a, 36b in geeigneter
Weise befestigt sind.
[0046] In der Figur 3 ist das Kunststoffseil 4 in einer von dem oberen Begrenzungsstift
40 begrenzten oberen Endlage und in einer von dem unteren Begrenzungsstift 41 begrenzten
unteren Endlage dargestellt, wobei das Kunststoffseil 4 - wie durch den Pfeil P2 verdeutlicht
ist - in jeder dazwischenliegenden vertikalen Auszugsrichtung aus dem Seilauswerferfenster
35 herausgezogen werden kann.
[0047] Die Seitenplatten 36a, 36b weisen zumindest im Umfangsrichtung gesehen im Bereich
zwischen den beiden Begrenzungsstiften 40, 41 eine kreisförmige Außenumfangsfläche
auf. Die Außenradius R1 der Seitenplatten 36a, 36b ist hierbei größer als der Außenradius
R2 der Auswerferrolle 7. Zumindest in dem in Umfangsrichtung gesehenen Bereich zwischen
den beiden Begrenzungsstiften 40, 41 sind die kreisförmigen Seitenplatten 36a, 36b
mit den abgerundete Innenkanten 37a, 37b versehen.
[0048] In der Figur 5 ist ein Auswerfer mit mehreren Anpressrollen 10, 10a, 10b dargestellt,
wobei zusätzlich zu der aktiv mittels des Antriebsmotors 12 angetriebene Anpressrolle
10 noch mindestens eine weitere Anpressrolle 10a, 10b vorgesehen ist. Die weitere
Anpressrolle 10a bzw. 10b weist bevorzugt einen identischen Aufbau wie die Anpressrolle
10 auf und ist mittels einer entsprechender Vorspanneinrichtung 30a bzw. 30b in Richtung
auf die Auswerferrolle 7 vorgespannt.
[0049] Die weitere Anpressrolle 10a bzw. 10b kann hierbei als nicht aktiv mittels eines
Antriebsmotors angetriebene Anpressrolle ausgebildet sein oder als aktiv mittels eines
Antriebsmotors angetriebene Anpressrolle ausgebildet sein. Die weitere Anpressrolle
10a, 10b taucht bevorzugt analog zur Darstellung der Figur 2 in die Aufnahmenut 20
der Auswerferrolle 7 ein und ist jeweils derart ausgebildet, dass das auf dem Nutgrund
21 aufliegende Kunststoffseil 4 von einer Außenumfangsfläche 25 der Anpressrolle 10a
bzw. 10b auf den Nutgrund 21 angepresst wird und dass zwei seitliche und geneigte
Stirnflächen 26a, 26b der Anpressrolle 10a bzw. 10b an den Nutflanken 22a, 22b der
Auswerferrolle 7 anliegen.
[0050] Weiterhin sind analog zur Anpressrolle 10 die in die Aufnahmenut 20 eintauchende
Außenumfangsfläche 25 und zumindest die in die Aufnahmenut 20 eintauchenden Bereiche
der beiden Stirnflächen 26a, 26b der weiteren Anpressrolle 10a bzw. 10b mit einer
gummierten Oberfläche versehen.
[0051] Im Fall der Ausführung als aktiv mittels eines Antriebsmotors angetriebene weitere
Anpressrolle 10a bzw. 10b kann jede Anpressrolle 10, 10a, 10b von einem eigenen Antriebsmotor
angetrieben sein oder für den Antrieb der Anpressrollen 10, 10a, 10b eine gemeinsamer
Antriebsmotor 12 vorgesehen sein, der über ein mechanisches Getriebe die Anpressrollen
10, 10a, 10b antreibt. Mit einer oder mehreren weiteren angetriebenen Anpressrollen
10a, 10b kann die auf das Kunststoffseil 4 übertragene Axialkraft in einfacher Weise
erhöht werden.
[0052] Im Fall der Ausführung als nicht-aktiv mittels eines Antriebsmotors angetriebene
Anpressrolle 10a bzw. 10b ist bevorzugt eine Kraftmitnahme zum Antrieb der weiteren
Anpressrolle 10a bzw. 10b durch die Auswerferrolle 7 ausgebildet. Dies erfolgt beispielsweise
analog zu der aktiv mit dem Antriebsmotor 12 angetriebene Anpressrolle 10 durch eine
Flankenmitnahme zwischen den Nutflanken 22a, 22b der Auswerferrolle 7 und den Stirnfläche
26a, 26b der weiteren Anpressrolle 10a bzw. 10b. Die nicht-aktiv mittels eines Antriebsmotors
angetriebene Anpressrolle 10a bzw. 10b wird somit über diese Flankenmitnahme von der
Antriebsrolle 7 angetrieben, die wiederum von der aktiv mittels des Antriebsmotors
12 angetriebenen Anpressrolle 10 über die entsprechende Flankenmitnahme angetrieben
wird.
[0053] Die weitere Anpressrolle 10a bzw. 10b kann denselben Durchmesser wie die aktiv von
dem Antriebsmotor 12 angetriebene Anpressrolle 10 aufweisen. Sofern es aus Platzgründen
sinnvoll ist, kann die weitere Anpressrolle 10a bzw. 10b auch im Durchmesser kleiner
dimensioniert werden wie die aktiv von dem Antriebsmotor 12 angetriebene Anpressrolle
10.
1. Auswerfer (6) für eine Forsteilwinde (1), wobei der Auswerfer (6) eine drehbare Auswerferrolle
(7) aufweist, über die ein Kunststoffseil (4) geführt und umgelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerfer (6) mindestens eine mittels eines Antriebsmotors (12) angetriebene
drehbare Anpressrolle (10) aufweist, mittels der das Kunststoffseil (4) auf die Auswerferrolle
(4) angepresst ist.
2. Auswerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressrolle (10) eine gummierte Oberfläche aufweist, mittels der die Anpressrolle
(10) an dem Kunststoffseil (4) anliegt.
3. Auswerfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die angetriebenen Anpressrolle (10) und die Auswerferrolle (7) drehgekoppelt sind.
4. Auswerfer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der angetriebenen Anpressrolle (10) und der Auswerferrolle (7) eine Kraftmitnahme
zum Antrieb der Auswerferrolle (7) durch die Anpressrolle (10) ausgebildet ist.
5. Auswerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine weitere nicht aktiv mittels eines Antriebsmotors angetriebene Anpressrolle
(10a; 10b) vorgesehen ist.
6. Auswerfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Anpressrolle (10a, 10b) und die Auswerferrolle (7) drehgekoppelt sind,
insbesondere zwischen der Auswerferrolle (7) und der weiteren Anpressrolle (10a; 10b)
eine Kraftmitnahme zum Antrieb der weiteren Anpressrolle (10a; 10b) durch die Auswerferrolle
(7) ausgebildet ist.
7. Auswerfer nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressrolle (10; 10a; 10b) eine gummierte Oberfläche aufweist, mittels der die
Anpressrolle (10; 10a; 10b) an der Auswerferrolle (7) anliegt.
8. Auswerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerferrolle (7) eine Aufnahmenut (20) für das Kunststoffseil (4) aufweist,
wobei die Aufnahmenut (20) einen Nutgrund (21), insbesondere einer flachen Nutgrund,
aufweist, auf dem das Kunststoffseil (4) aufliegt, und zwei seitliche Nutflanken (22a,
22b) aufweist, wobei die Anpressrolle (10; 10a; 10b) in die Aufnahmenut (20) der Auswerferrolle
(7) eintaucht und die Anpressrolle (10; 10a; 10b) ausgebildet ist, in die Aufnahmenut
(20) derart einzutauchen, dass das Kunststoffseil (4) von einer Außenumfangsfläche
(25) der Anpressrolle (10; 10a; 10b) auf den Nutgrund (21) angepresst wird und dass
Stirnflächen (26a, 26b) der Anpressrolle (10; 10b; 10b) an den Nutflanken (22a, 22b)
der Auswerferrolle (7) anliegen.
9. Auswerfer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Aufnahmenut (20) eintauchende Außenumfangsfläche (25) und zumindest die
in die Aufnahmenut (20) eintauchenden Bereiche der Stirnflächen (26a, 26b) der Anpressrolle
(10; 10a; 10b) mit einer gummierten Oberfläche versehen sind.
10. Auswerfer nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die gummierte Oberfläche auf die Anpressrolle (10; 10a; 10b) aufvulkanisiert ist.
11. Auswerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressrolle (10; 10a; 10b) mittels einer Vorspanneinrichtung (30; 30a; 30b),
insbesondere einer Federeinrichtung, in Richtung auf die Auswerferrolle (7) vorgespannt
ist.
12. Auswerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (12) als Hydraulikmotor oder als Elektromotor ausgebildet ist.
13. Auswerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerfer (6) ein Seilauswerferfenster (35) für das Kunststoffseil (4) aufweist,
das seitlich von zwei Seitenplatten (36a, 36b) begrenzt ist, zwischen denen das Kunststoffseil
(4) geführt ist, wobei die Seitenplatten (36a, 36b) abgerundete Innenkanten (37a,
37b) als Seilauslaufrundungen aufweisen.
14. Auswerfer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenplatten (36a, 36b) seitlich an der Auswerferrolle (7) angeordnet sind und
im Bereich des Seilauswerferfensters (35) eine kreisförmige Umfangsfläche aufweisen.
15. Auswerfer nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Seilauswerferfenster (35) nach vertikal oben durch einen oberen Begrenzungsstift
(40) und nach vertikal unten durch einen unteren Begrenzungsstift (41) begrenzt ist.
16. Forstseilwinde (1), die eine von einem Antriebsmotor (2) angetriebene Seiltrommel
(3) und einen Auswerfer (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 aufweist, wobei ein
Kunststoffseil (4) von der Seiltrommel (3) zu der Auswerferrolle (6) geführt und über
die Auswerferrolle (6) geführt ist.