[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder und eine Steckverbindung mit den Merkmalen
der selbstständigen Ansprüche.
[0002] Ein Steckverbinder und eine Steckverbindung für Abstandhalterhohlprofile einer Isolierverglasung
sind aus der
WO 2018/162584 A1 bekannt. Der Steckverbinder ist für eine Steckverbindung mit Warm-Edge-Hohlprofilen
aus Kunststoff konzipiert. Der Steckverbinder hat einen im Wesentlichen U-förmigen
Querschnitt mit einem in Einbaustellung zum Scheibeninnenraum der Isolierverglasung
weisenden Boden sowie vom Boden ausgehenden und schräg nach außen gerichteten randseitigen
Seitenwänden mit jeweils mehreren seitlich ausgestellten, federnden Rückhalteelementen.
Diese haben in der Seitenansicht eine rechteckige Form mit einer geraden und aufrechten
Vorderkante, die sich parallel zur Hauptebene der schrägen Seitenwand erstreckt. Der
vorbekannte Steckverbinder ist als Stanz- und Biegeteil aus einem Metallblech ausgebildet.
[0003] Die
DE 20 2015 105 061 U1 zeigt einen anderen Steckverbinder und eine Steckverbindung, die für Abstandhalter-Hohlprofile
aus Kunststoff konzipiert sind. Der Steckverbinder verkrallt sich mit randseitigen
Bodenzungen an einer metallischen Verstärkungseinlage am Boden des labilen Hohlprofils
und hat am oberen Rand der Seitenwände federnde Rückhalteelemente. Diese sind vom
darunter liegenden Seitenwandbereich durch eine breite Auskehlung distanziert und
dadurch zum Eingriff an einer Kunststoffwand besonders biegeweich ausgebildet sowie
nach mehreren Richtungen gebogen.
[0004] Aus der Praxis sind auch metallische Steckverbinder bekannt, die keilförmige und
zur Vorderkante hin verbreiterte Rückhalteelemente oder dreieckige Rückhalteelemente
haben.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Steckverbinder nebst
einem Herstellverfahren und einer Steckverbindung aufzuzeigen.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen in den selbstständigen Ansprüchen.
[0007] Der beanspruchte Steckverbinder ist für metallische Hohlprofile von Abstandhaltern
einer Isolierverglasung vorgesehen und ausgebildet, z.B. für Edelstahl- oder Aluminiumprofile.
Die Hohlprofile sind Metallprofile und haben metallische Innenseiten ihrer Hohlprofilwände,
an denen der Steckverbinder angreift. Bei der Bildung der Steckverbindung können der
Steckverbinder das Hohlprofil bzw. sein Hohlprofilende in beliebiger Weise bzw. Relativbewegung
zusammengesteckt werden.
[0008] Der beanspruchte Steckverbinder hat einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt
mit offenen Stirnseiten. Er hat einen axial durchgängigen inneren Hohlraum und einen
in Einbaustellung zum Scheibeninnenraum der Isolierverglasung weisenden Boden sowie
vom Boden beidseits ausgehende randseitige Seitenwände und eine Mittenfindung. Die
Seitenwände sind bevorzugt senkrecht zum Boden ausgerichtet. Die Seitenwände können
auch minimal schräg nach außen gerichtet sein. Sie können entsprechend an der Übergangsstelle
zum Boden gekippt sein. Dies kann z.B. auf Fertigungs- und Werkzeuggründen oder auf
einer Anpassung an das Hohlprofilmaterial oder dgl. beruhen. Der Kippwinkel α einer
schrägen Seitenwand gegen die Senkrechte kann z.B. bis zu 10°, vorzugsweise bis zu
5°, betragen. In der besonders bevorzugten Ausführungsform liegt er zwischen 1,5°
und 3°. Diese Gestaltung des Steckverbinders mit einem sehr kleinen Kippwinkel α von
bis zu 3° ist für die besagten metallischen Hohlprofile vorteilhaft.
[0009] Die Bodenausrichtung bezieht sich hier und nachfolgend auf die Ausrichtung gegenüber
der Hauptebene des Bodens. Die Axialausrichtung bezieht sich auf eine Längsrichtung
des Steckverbinders.
[0010] Am freien Rand der Seitenwände sind jeweils mehrere seitlich ausgestellte und federnde
Rückhalteelemente angeordnet, die an einer Biegestelle von der Seitenwand seitlich
ausgebogen sind, wobei sie an ihrem freien vorderen Bereich eine rechteckartige Form
mit Ober- und Unterkanten sowie mit einer quer dazu ausgerichteten Vorderkante aufweisen.
Beim beanspruchten Steckverbinder weist zumindest ein Rückhalteelement an seinem freien
vorderen Bereich eine Torsionsverformung um seine Längsachse auf. Vorzugsweise weisen
mehrere, insbesondere alle, Rückhalteelemente eine solche Torsionsverformung auf.
[0011] Das Rückhalteelement ist an der Torsionsverformung vorzugsweise nach außen gekippt.
Dabei liegt z.B. die Oberkante des rechteckartigen Rückhalteelements weiter außen
als die Unterkante. Durch die Torsionsverformung ist auch die Vorderkante des Rückhalteelements
schräg nach außen gekippt. Sie ist dadurch schräg zur Hauptebene der Seitenwand ausgerichtet.
[0012] Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass sich das Rückhalteelement besser in der benachbarten
Innenwand des Hohlprofils verkrallt und den Steckverbinder wirksam gegen unerwünschtes
Ausziehen aus dem aufgesteckten Hohlprofil sichert. Das Rückhalteelement erhält durch
die Kombination der rechteckartigen Form mit der Torsionsverformung optimale Rückhalteeigenschaften.
[0013] Diese Vorteile kommen vor allem bei metallischen Hohlprofilen des Abstandhalters,
insbesondere Leichtmetall- oder Stahlprofilen, zum Tragen. In Verbindung mit der tordierten
rechteckartigen Form ergibt sich eine besonders hohe Auszugfestigkeit. Andererseits
kann ein Rückhalteelement mit der beanspruchten Ausbildung beim Aufstecken eines Hohlprofiles
um die Biegestelle federelastisch zurückweichen. Dies erleichtert das Zusammenstecken
des Steckverbinders und des Hohlprofils mit geringem Kraftaufwand. Unerwünschte Hohlprofilverformungen
können verhindert werden. Die Rückhalteelemente können durch ihre Gestaltung die höhere
Festigkeit von metallischen Innenwänden der Hohlprofile im Vergleich mit Kunststoffprofilwänden
besser und wirksamer ausnutzen.
[0014] Die jeweilige Seitenwand des Steckverbinders kann im bevorzugt direkten Anschluss
an ein Rückhalteelement und seine Biegestelle einen Seitenwandbereich mit einer schräg
abfallenden Rückenflanke aufweisen. Die schräg abfallenden Rückenflanke kann einen
Winkel (γ) von 35° oder weniger, z.B. in einem Bereich von ca. 27° - 35°, gegen die
Hauptebene des Bodens aufweisen. Diese Ausgestaltung des Steckverbinders mit einer
schräg abfallenden Rückenflanke hat eigenständige erfinderische Bedeutung und kann
auch ohne die Torsionsverformung eingesetzt werden, z.B. bei anderen Steckverbindern
mit rechteckförmigen Rückhalteelementen gemäß des eingangs genannten Standes der Technik.
[0015] Die schräg in Richtung zum Boden abfallende Rückenflanke hat den Vorteil, dass der
besagte Seitenwandbereich eine größere geschlossene Wandfläche und eine nur allmählich
über die Rückenflanke abnehmende Höhe hat. Dies verbessert die Formstabilität und
insbesondere die Biegefestigkeit des Steckverbinders in diesem Bereich. Eine hohe
Biegefestigkeit ist von Vorteil, wenn ein aus ein oder mehreren Hohlprofilen mit eingesetztem
Steckverbinder bestehender Abstandhalterrahmen bei der Isolierglasfertigung gehandhabt
und im Raum bewegt, insbesondere verschwenkt wird. An der Stoßstelle zwischen zwei
Hohlprofilenden und einem eingesteckten Steckverbinder können dabei erhebliche Belastungen
auftreten.
[0016] Die schräg abfallende Rückenflanke kann am unteren Ende in einer spitzwinkligen,
bevorzugt gerundeten Kehle in einen aufrechten und quer zum Boden ausgerichteten Seitenwandabschnitt
übergehen. Dieser Seitenwandabschnitt kann an der Vorderkante und des nächsten Rückhalteelements
der Seitenwand enden. Diese Gestaltung ist ebenfalls vorteilhaft für eine hohe mechanische
Stabilität und insbesondere Biegefestigkeit des eingesteckten Steckverbinders. Außerdem
können sich günstige Spannungsverläufe und Herstelltechniken ergeben.
[0017] Der Steckverbinder kann an seinen Stirnseiten jeweils eine Anlaufschräge am freien
Rand der Seitenwände aufweisen, die über einen aufragenden Höcker in die Oberkante
des zur Stirnseite benachbarten Rückhalteelements übergeht. Der Höcker kann über der
Biegestelle des Rückhalteelements angeordnet sein. Diese Ausgestaltung hat ebenfalls
eigenständige erfinderische Bedeutung. Sie lässt sich mit Vorteil zusammen mit der
Torsionsverformung eines Rückhalteelements und/oder einer schräg abfallenden Rückenflanke
einsetzen. Sie kann aber auch bei anderen Arten von Steckverbindern ohne eine solche
Torsionsverformung und ohne Rückenflanke mit Vorteil benutzt werden.
[0018] Der Höcker hat den Vorteil, dass er für eine eigenständige Höhenführung und eine
stirnseitige Abstützung des Steckverbinders im aufgesteckten Hohlprofil sorgen kann.
Der Höcker kann die gleiche Höhe über dem Boden haben, wie der freie Rand der Seitenwände
im mittleren Verbinderbereich und ggf. auch an den Oberkanten der anderen Rückhalteelemente
an der gleichen Seitenwand. Das Rückhalteelement kann unterhalb des Höckers angeordnet
sein. Eine Anordnung des Höckers über der Biegestelle des betreffenden Rückhalteelements
ist vorteilhaft für die Verbinderstabilität.
[0019] Die Rückhalteelemente des Steckverbinders haben vorteilhafterweise gerade und parallele
Ober- und Unterkanten, die bevorzugt auch parallel zum Boden, d.h. zu dessen Hauptebene,
verlaufen. Die Vorderkante der Rückhalteelemente ist bevorzugt quer, insbesondere
senkrecht, zu den vorzugsweise parallelen Ober- und Unterkanten des oder der Rückhalteelemente
ausgerichtet. An den Übergängen der bevorzugt geraden Vorderkante in die jeweilige
Ober- und Unterkante ergeben sich obere und untere Ecken. Diese können gleich oder
unterschiedlich ausgebildet sein. In einer vorteilhaften Ausgestaltung hat die obere
und vom Boden weiter entfernte Ecke eine gerundete Form. Dies ist in Verbindung mit
der Torsionsverformung und der weiter außen liegenden Oberkante und oberen Ecke und
für den Eingriff am Hohlprofil von Vorteil. Die untere Ecke kann scharfkantig ausgebildet
sein.
[0020] Die Rückhalteelemente können an der Unterseite von ihrer Seitenwand durch einen geraden
axialen Trennschnitt mit parallelen Schnittkanten und mit bevorzugter Parallelausrichtung
zum Boden abgetrennt sein. Diese Form ist vorteilhaft für ein Freischneiden der Rückhalteelemente
eines metallischen Steckverbinders. Durch einen dünnen axialen Trennschnitt mit eng
benachbarten parallelen Schnittkanten und einer geringen Trennschnittweite kann die
Seitenwandhöhe des Wandabschnitts unter dem Trennschnitt maximal sein, was für die
Biegefestigkeit des Steckverbinders von Vorteil ist.
[0021] Andererseits können durch den dünnen axialen Trennschnitt die Breite der Rückhalteelemente
entlang ihrer Vorderkante und die Länge der aufrechten Biegestelle besonders groß
sein. Dies ist für die lokale Torsion und für die gezielte Verformungsfähigkeit der
Rückhalteelemente sowie für den Rückhalt in der Steckverbindung mit metallischen Hohlprofilen
von Vorteil. Die Rückhalteelemente können beim Einstecken am Hohlprofil um die aufrechte
Biegestelle federn und dabei seitlich elastisch ausweichen, wobei sie in der anderen
Richtung quer zum Boden verformungsstabil sind. Die obere und vom Boden weiter entfernte
Ecke der Rückhalteelemente kann sich an der Innenwand eines metallischen Hohlprofils,
insbesondere eines Leichtmetall- oder Stahlprofils, besonders gut verkrallen und eine
hohe Rückhaltewirkung entwickeln. Durch die besagte Verformungsstabilität wird ein
federndes und den Rückhalt schwächendes Ausweichen der Rückhalteelemente quer zum
Boden vermieden. Dies ist ein signifikanter Unterschied zu Steckverbindern für Kunststoffprofile,
deren Rückhalteelemente durch untere großformatige Freischnitte und Auskehlungen auch
in Richtung quer zum Boden biegeweich sind und nachgeben, was der geringen Festigkeit
von Hohlprofilen aus Kunststoff geschuldet ist.
[0022] Die Schnittweite (wt) des dünnen axialen Trennschnitts kann 0,01 mm bis 0,7 mm, bevorzugt
0,01 mm bis 0,5 mm besonders bevorzugt 0,01 mm bis 0,1 mm betragen.
[0023] Die tordierten Rückhalteelemente können bei einer besonders bevorzugten Schnittweite
(wt) im Bereich von 0,01 mm bis 0,1 mm, insbesondere von 0,01 mm oder 0,02 mm, besondere
Vorteile haben. Sie können an ihrem rückwärtigen Bereich nahe der Biegestelle mit
ihrer Unterkante auf dem darunter befindlichen Wandabschnitt mit Kontakt aufliegen.
Die Rückhalteelemente können sich im Kontaktbereich auf dem Wandabschnitt gegen quer
zum Boden gerichtete Kräfte abstützen. Dies verbessert die Höhenstabilität und die
besagte Verformungsstabilität des Steckverbinders und der Steckverbindung. Dies ist
in Verbindung mit der schrägen Rückenflanke von besonderem Vorteil. Bei der Steckverbindung
kann sich der Steckverbinder am freien Randbereich seiner Seitenwände mit den fluchtenden
Oberkanten der mittennahen und mittleren Rückhalteelemente sowie mit dem fluchtenden
Höcker der stirnseitigen Rückhalteelemente in der Höhe im metallischen Hohlprofil
abstützen. Dabei ergibt sich eine große tragende axiale Länge am besagten freien Randbereich.
Größere Schnittweiten (wt) bis 0,5 mm oder bis 0,7 mm sind nutzbar, wobei sie diese
Vorteile nicht oder nur in einem geringeren Maß haben.
[0024] Die Trennschnittlängen (lt) der axialen Trennschnitte der Rückhalteelemente können
unterschiedlich groß sein. Sie können je nach Breite der Steckverbinder variieren.
Die Trennschnittlängen (lt) können zwischen 0,5 mm bis 4,0 mm, bevorzugt zwischen
1,0 mm und 2,5 mm betragen. Die jeweils benachbart zur Verbindermitte angeordneten
Rückhalteelemente können eine kleinere Trennschnittlänge (lt) von z.B. 1,0 mm bis
2,0 mm haben als die in Richtung zur Verbinderstirnseite folgenden Rückhalteelemente,
deren Trennschnittlänge (lt) z.B. 2,0 mm bis 3,0 mm betragen kann.
[0025] Die vorgenannte Kehle bzw. der anschließende aufrechte Seitenwandbereich können bis
zum axialen Trennschnitt des besagten nächsten Rückhalteelements reichen. Dies ist
günstig zum kontrollierbaren Tordieren der Rückhalteelemente mit einem z.B. stempelartigen
Ausstellwerkzeug.
[0026] Die Rückhalteelemente sind von ihrer Seitenwand jeweils seitlich schräg nach außen
und zu einer Verbindermitte weisend ausgestellt. Sie können von einem an der Stirnseite
aufgesteckten Hohlprofil federnd ausweichfähig überfahren werden und verkrallen sich
dann sofort bei Auftreten von unerwünschten Auszugskräften an der Profilinnenwand.
[0027] Für die Rückhaltefunktion ist es günstig, wenn die axiale Länge der Rückhalteelemente
von der Biegestelle zur Vorderkante größer als ihre Breite entlang der Vorderkante
ist.
[0028] Der Steckverbinder ist vorzugsweise als gerader Steckverbinder ausgebildet. Alternativ
ist eine Ausbildung als Eckwinkel möglich. Der Steckverbinder kann beidseits einer
Verbindermitte jeweils einen Verbinderschenkel aufweisen. Die in verschiedene Richtungen
weisenden Verbinderschenkel können gleichartig ausgebildet sein.
[0029] Die Seitenwände des Steckverbinders weisen beidseits der Verbindermitte bzw. an den
Verbinderschenkeln jeweils eine Reihe von drei oder mehr Rückhalteelementen auf. Die
beidseits der Verbindermitte an den jeweiligen Seitenwänden angeordneten Rückhalteelemente
können unterschiedliche Höhen über dem Boden aufweisen. Die Höhe bezieht sich z.B.
auf die jeweilige Oberkante der Rückhalteelemente.
[0030] Ein solcher Höhenversatz ist vorteilhaft zur Bildung unterschiedlich hoher und voneinander
getrennter Eingriffsstellen der Rückhalteelemente an der benachbarten Hohlprofilinnenwand.
Durch die unterschiedlich hohen Eingriffsstellen verkrallen sich die verschiedenen
Rückhalteelemente besser mit der besagten Hohlprofilwand und bieten insgesamt einen
verbesserten Rückhalt gegen einen unerwünschten Auszug.
[0031] Bei dem Höhenversatz ist es von Vorteil, wenn das jeweils benachbart zur Stirnseite
angeordnete Rückhalteelement eine geringere Höhe über dem Boden als die weiteren in
Axialrichtung zur Verbindermitte hin folgenden Rückhalteelemente an der gleichen Seitenwand
aufweist. Insbesondere kann die Oberkante des zur Stirnseite benachbarten Rückhalteelements
tiefer als die anderen Oberkanten angeordnet sein. Diese besagten folgenden Rückhalteelemente
können jeweils eine gleiche Höhe über dem Boden aufweisen. Die Torsionsverformung
kann bei den hintereinander an einer Seitenwand aufgereihten Rückhalteelementen gleich
oder unterschiedlich sein.
[0032] Die jeweils beidseits der Verbindermitte an den jeweiligen Seitenwänden angeordneten
Rückhalteelemente können unterschiedliche Breiten entlang ihrer Vorderkanten aufweisen.
Die jeweils benachbart zur Stirnseite angeordneten Rückhalteelemente können die kleinste
Breite haben. Die jeweils benachbart zur Verbindermitte angeordneten Rückhalteelemente
können eine gleiche oder etwas größere Breite besitzen. Die ein oder mehreren jeweils
dazwischen angeordneten Rückhalteelemente können die größte Breite aufweisen. Die
Breitenunterschiede können zu unterschiedlichen Federsteifigkeiten führen. Sie können
auch verschiedene Torsionsformen bewirken.
[0033] Die jeweils beidseits einer Verbindermitte an den jeweiligen Seitenwänden benachbart
zur Verbindermitte angeordneten Rückhalteelemente können eine höhere Federsteifigkeit
als die anderen Rückhalteelemente haben. Die höhere Federsteifigkeit kann durch eine
geringere Länge des Trennschnitts und eine damit einhergehende Verkürzung der Rückhalteelementlänge
bewirkt werden.
[0034] Die beidseits einer zentralen Längsrichtung des Steckverbinders einander gegenüberliegenden
Paare von Rückhalteelementen können unterschiedliche Ausstellweiten aufweisen. Die
jeweils an der Stirnseite des Steckverbinders benachbarten Paare von Rückhalteelementen
können dabei eine geringere Ausstellweite als die anderen Paare der in Richtung zur
Verbindermitte folgenden Rückhalteelemente haben. Die geringere Ausstellweite begünstigt
das Aufstecken eines Hohlprofils. Die größere Ausstellweite ist für eine Verstärkung
der Rückhaltewirkung von Vorteil. Hierbei ist es außerdem günstig, wenn das jeweils
zur Verbindermitte benachbart angeordnete Rückhalteelement eine höhere Federsteifigkeit
als die anderen in Richtung zur Stirnseite folgenden Rückhalteelemente hat.
[0035] Beim beanspruchten Steckverbinder sind die Seitenwände bevorzugt senkrecht oder mit
einer minimalen, jeweils nach außen gerichteten Schräge zum Boden des Steckverbinders
ausgerichtet. Dies ist insbesondere für metallische Hohlprofile von Vorteil.
[0036] Der Boden kann an den Stirnseiten jeweils eine Bodenzunge mit einer Versteifung aufweisen.
Dies kann insbesondere eine Verschränkung bzw. ein gegenseitiges Verbiegen und ein
Versatz von Zungenhälften sein. Dies stabilisiert den Steckverbinder beim Aufstecken
eines Hohlprofils.
[0037] Der Boden kann eine oder mehrere Durchgangsöffnungen aufweisen, die z.B. für das
Durchschiessen von Klammern zur Befestigung einer Fenstersprosse genutzt werden können.
Vorzugsweise ist beidseits der Verbindermitte jeweils eine Durchgangsöffnung vorhanden.
[0038] Der Boden kann eine über die Breite gleichbleibende, außenseitig ebene Form haben
und in der Steckverbindung vollflächig am bevorzugt im Wesentlichen ebenen Boden des
Hohlprofils anliegen. Vorteilhafterweise können die randseitigen Übergänge des Bodens
in die jeweilige Seitenwand am Hohlprofilboden bevorzugt plan anliegen und sich hier
abstützen.
[0039] Der Boden kann auch eine oder mehrere, bevorzugt zwei, randseitige, axiale Bodensicken
aufweisen, die jeweils zur Aufnahme einer axialen Perforationsreihe am Hohlprofil
dienen können. Die erhabenen Bodensicken sind zu dem von Boden und Seitenwänden umgebenen
Hohlraum im Steckverbinder gerichtet. Die ein oder mehreren rinnenförmigen Bodensicken
sind im Boden lokal sowie mit jeweils seitlicher Distanz zum benachbarten Längsrand
des Bodens und zum dortigen Übergang zu der Seitenwand eingeformt. Die Außenseite
des ansonsten bevorzugt ebenen Bodens kann beidseits der Bodensicke(n) auf gleicher
Höhe angeordnet sein. In der Steckverbindung kann der Steckverbinder am mittleren
Bodenbereich und an den Übergängen zu den Seitenwänden plan am Boden des Hohlprofils
anliegen und sich abstützen.
[0040] Der beanspruchte Steckverbinder ist vorteilhafterweise einteilig ausgebildet. Er
kann dadurch universell und auch für unterschiedliche Arten von metallischen Hohlprofilen
eingesetzt werden. Er ist vorzugsweise als Stanz- und Biegeteil aus einem metallischen
Blech, insbesondere aus einem verzinkten Stahlband, hergestellt. Der metallische Steckverbinder
hat eine hohe mechanische Stabilität und lässt sich trotzdem ergonomisch handhaben
und mit wenig Kraft in eine Hohlprofil stecken.
[0041] Die beanspruchte Steckverbindung von Abstandhaltern einer Isolierverglasung wird
von einem Hohlprofil und einem eingesteckten Steckverbinder gebildet. Das Hohlprofil
ist als Metallprofil, insbesondere Leichtmetall- oder Edelstahlprofil ausgebildet
und hat als Metallprofil metallische Innenwände. Der Abstandhalter kann rahmenförmig
ausgebildet sein. Er kann aus einem einzelnen Hohlprofil gebogen werden, wobei die
beiden Hohlprofilenden an der Stoßstelle durch den eingesteckten Steckverbinder verbunden
werden. Alternativ kann der rahmenförmige Abstandhalter von mehreren geraden und/oder
gebogenen Hohlprofilen mit Steckverbindern an den Stoßstellen gebildet werden.
[0042] Bei der Steckverbindung ist der Boden des Steckverbinders an einem Profilboden des
Hohlprofils angeordnet, der in der Einbaustellung zum Innenraum der Isolierverglasung
weist. Der Boden des Steckverbinders überbrückt die Stoßstelle zwischen den beidseits
auf den Steckverbinder aufgesteckten Hohlprofilenden. Der hohle Steckverbinder ermöglicht
den Durchfluss von einem im Hohlprofil befindlichen granulierten Trocknungsmittel
über die Stoßstelle.
[0043] In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
[0044] Der beanspruchte Steckverbinder und die beanspruchte Steckverbindung können folgende
Ausgestaltungsmerkmale umfassen, die jeweils einzeln oder in Kombination benutzt werden
können.
[0045] Ein oder mehrere Rückhalteelemente des Steckverbinders können an der Torsionsverformung
nach außen gekippt sein, wobei am freien vorderen Bereich des oder der Rückhalteelemente
die Oberkante des oder der Rückhalteelemente weiter außen liegt als die Unterkante.
[0046] Mehrere, insbesondere alle, Rückhalteelemente können die Torsionsverformung aufweisen.
[0047] Die Seitenwand des Steckverbinders kann im Anschluss an ein Rückhalteelement und
dessen Biegestelle einen Seitenwandbereich mit einer schräg in Richtung zum Boden
des Verbinders abfallenden Rückenflanke aufweisen.
[0048] Die schräg abfallende Rückenflanke kann am unteren Ende in einer spitzwinkligen,
bevorzugt gerundeten Kehle in einen aufrechten und quer zum Boden ausgerichteten Seitenwandabschnitt
(31) übergehen.
[0049] Der aufrechte Seitenwandabschnitt kann an der Vorderkante des nächsten Rückhalteelements
enden. Der aufrechte Seitenwandabschnitt kann auch am Trennschnitt des nächsten Rückhalteelements
enden.
[0050] Die schräg abfallende Rückenflanke kann einen Winkel (γ) von 35° oder weniger, z.B.
in einem Bereich von ca. 27° - 35°, gegen die Hauptebene des Bodens aufweisen.
[0051] Der Steckverbinder kann stirnseitig eine Anlaufschräge am freien Rand der Seitenwände
aufweisen, die über einen aufragenden Höcker in die Oberkante des zur Stirnseite benachbarten
Rückhalteelements übergeht. Der Höcker kann über der Biegestelle des besagten Rückhalteelements
angeordnet sein.
[0052] Die Rückhalteelemente des Steckverbinders können bevorzugt gerade und parallele Ober-
und Unterkanten aufweisen.
[0053] Die Ober- und Unterkanten der Rückhalteelemente des Steckverbinders können parallel
zum Boden des Steckverbinders verlaufen.
[0054] Die Rückhalteelemente des Steckverbinders können jeweils eine quer zu ihrer Ober-
und Unterkante ausgerichtete, bevorzugt gerade Vorderkante mit oberen und unteren
Ecken aufweisen.
[0055] Die obere Ecke der Vorderkante eines Rückhalteelements kann gerundet sein.
[0056] Die Rückhalteelemente des Steckverbinders können jeweils an der Unterseite von ihrer
Seitenwand durch einen dünnen geraden axialen Trennschnitt mit parallelen und eng
benachbarten Schnittkanten abgetrennt sein.
[0057] Der axiale Trennschnitt kann parallel zum Boden des Steckverbinders verlaufen.
[0058] Die Rückhalteelemente des Steckverbinders können von ihrer Seitenwand jeweils seitlich
schräg nach außen und zu einer Verbindermitte weisend ausgestellt sein.
[0059] Die axiale Länge (1) der Rückhalteelemente des Steckverbinders kann größer als ihre
Breite (b) entlang der Vorderkante der Rückhalteelemente sein.
[0060] Die Seitenwände des Steckverbinders können beidseits einer Verbindermitte jeweils
eine Reihe von drei oder mehr Rückhalteelementen aufweisen.
[0061] Die beidseits einer Verbindermitte an den jeweiligen Seitenwänden angeordneten Rückhalteelemente
des Steckverbinders können unterschiedliche Höhen (h1,h2) ihrer jeweiligen Oberkante
über dem Boden aufweisen.
[0062] Das jeweils benachbart zur Stirnseite des Steckverbinders angeordnete Rückhalteelement
kann eine geringere Höhe (h1) über dem Boden als die weiteren in Axialrichtung zur
Verbindermitte hin folgenden Rückhalteelemente aufweisen, die eine Höhe (h2) haben
können.
[0063] Die weiteren Rückhalteelemente, die auf das jeweils benachbart zur Stirnseite des
Steckverbinders angeordnete Rückhalteelement in Axialrichtung zur Verbindermitte hin
folgen, können jeweils die gleiche Höhe (h2) ihrer jeweiligen Oberkante über dem Boden
des Steckverbinders aufweisen.
[0064] Die Höhe (h2) der mittennahen und der axial nachfolgenden mittleren Rückhalteelemente
kann der Höhe des freien Randes der Seitenwände im Bereich der Verbindermitte und
auch der Höhe im Zenit der Höcker an den stirnseitigen Rückhalteelementen entsprechen.
Die Rückhalteelemente ragen in der Höhe vorzugsweise nicht über den freien Rand der
Seitenwände im Bereich der Verbindermitte hinaus.
[0065] Die beidseits einer Verbindermitte an den jeweiligen Seitenwänden des Steckverbinders
angeordneten Rückhalteelemente können unterschiedliche Breiten (b15,b15,b16) entlang
ihrer Vorderkante haben.
[0066] Die jeweils benachbart zur Stirnseite und zur Verbindermitte des Steckverbinders
angeordneten Rückhalteelement können eine geringere Breite (b14,b16) entlang ihrer
Vorderkante haben als ein oder mehrere zwischen ihnen angeordnete Rückhalteelemente.
[0067] Die Seitenwände des Steckverbinders können minimal schräg nach außen gerichtet und
um einen Winkel (α) gegen die Senkrechte gekippt sein.
[0068] Der Winkel (α) der Seitenwände des Steckverbinders kann bis zu 10°, bevorzugt bis
zu 5°, besonders bevorzugt zwischen 1,5° und 3° betragen.
[0069] Der Steckverbinder kann an den Stirnseiten jeweils eine Bodenzunge mit einer Versteifung,
insbesondere einer Verschränkung am äußeren Zungenrand, aufweisen.
[0070] Der Steckverbinder kann einen Boden mit beidseits einer Verbindermitte angeordneten
Durchgangsöffnungen aufweisen.
[0071] Der Steckverbinder kann als gerader Steckverbinder ausgebildet sein.
[0072] Der Steckverbinder kann einteilig ausgebildet sein.
[0073] Der Steckverbinder kann als metallischer Steckverbinder ausgebildet sein.
[0074] Der Steckverbinder kann als Stanz- und Biegeteil aus einem metallischen Blech, insbesondere
Stahlblech, ausgebildet sein.
[0075] Der Steckverbinder kann aus verzinktem Stahlband hergestellt sein.
[0076] Bei der Steckverbindung kann das Hohlprofil als Metallprofil, insbesondere als Leichtmetallprofil
oder als Stahlprofil, ausgebildet sein.
[0077] Das Hohlprofil kann als gezogenes oder gepresstes oder gerolltes Metallprofil ausgebildet
sein.
[0078] Das Hohlprofil kann vollständig aus Metall, insbesondere aus Leichtmetall oder Edelstahl,
bestehen.
[0079] Bei der Steckverbindung kann der Boden des Steckverbinders an einem Profilboden des
Hohlprofils angeordnet sein, der zum Innenraum der Isolierverglasung weist.
[0080] Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft und schematisch dargestellt. Im
Einzelnen zeigen:
- Figur 1 und 2:
- einen Steckverbinder in verschiedenen perspektivischen Ansichten,
- Figur 3, 4 u. 5:
- den Steckverbinder von Figur 1 und 2 in verschiedenen geklappten Ansichten,
- Figur 6:
- eine vergrößerte Stirnansicht des Steckverbinders gemäß Pfeil VI von Figur 2,
- Figur 7:
- eine Variante des Steckverbinders von Figur 6 mit schrägen Seitenwänden,
- Figur 8a, 8b:
- vergrößerte Darstellungen des Details VIII von Figur 4,
- Figur 9:
- eine weiter vergrößerte und abgebrochene Darstellung von Rückhalteelementen des Steckverbinders
gemäß Figur 8,
- Figur 10:
- eine vergrößerte Darstellung des Details X von Figur 1,
- Figur 11:
- eine vergrößerte Darstellung des Details XI von Figur 4,
- Figur 12:
- eine vergrößerte Darstellung des Details XII von Figur 4,
- Figur 13:
- eine aufgebrochene Seitenansicht einer Steckverbindung mit einem Steckverbinder und
zwei aufgesteckten Hohlprofilenden,
- Figur 14:
- eine perspektivische Ansicht eines Steckverbinders mit einem einseitig aufgesteckten
Hohlprofil,
- Figur 15:
- eine Stirnansicht der Steckverbindung von Figur 13,
- Figur 16:
- eine Seitenansicht einer Platine mit Ausstellwerkzeugen zum Ausstellen und Torsionsverformen
von Rückhalteelementen,
- Figur 17:
- eine perspektivische Ansicht der Anordnung von Figur 16 und
- Figur 18:
- eine vergrößerte Darstellung eines Details XVIII von Figur 17.
[0081] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder (1) und eine Steckverbindung (2) aus
einem Steckverbinder (1) und einem Hohlprofil (3) eines Abstandhalters einer Isolierverglasung.
Die Erfindung betrifft ferner ein Herstellverfahren und ein Ausstellwerkzeug (46)
für einen Steckverbinder (1).
[0082] Figur 1 bis 12 zeigen den Steckverbinder (1) und dessen Bestandteile in verschiedenen
Ansichten. Die von einem Steckverbinder (1) und mindestens einem gesteckten Hohlprofil
(3) bzw. Hohlprofilende gebildete Steckverbindung (2) ist in Figur 13 bis 15 dargestellt.
Figur 16 bis 18 verdeutlichen das Herstellverfahren und das Ausstellwerkzeug (46)
für die Herstellung eines Steckverbinders (1) aus einer Platine (45).
[0083] Der Abstandhalter einer Isolierverglasung hat bevorzugt eine rahmenartige Form und
besteht in der vorerwähnten Weise aus einem oder mehreren Hohlprofilen (3), die an
einer in Figur 13 gezeigten Stoßstelle (49) mit ihren vorzugsweise planen Stirnseiten
stumpf zusammenstoßen. An der Stoßstelle (49) ist der Steckverbinder (1) in die beiden
Hohlprofile (3) oder Hohlprofilenden gesteckt, wobei seine Verbindermitte (4) mittels
einer Mittenfindung (6) im Bereich der Stoßstelle (49) angeordnet ist.
[0084] Nachfolgend wird generalisierend von Hohlprofilen (3) gesprochen, was beide Ausführungsvarianten
von zwei verschiedenen Hohlprofilen oder von einem einzelnen gebogenen Hohlprofil
und dessen beiden Hohlprofilenden einschließt.
[0085] Der Steckverbinder (1) besteht aus Metall. Er ist vorzugsweise als Stanz- und Biegeteil
aus einem Metallblech bzw. einer metallischen Platine (45) hergestellt. Der Steckverbinder
(1) kann z.B. aus einem verzinkten Stahlband hergestellt sein.
[0086] Die ein oder mehreren Hohlprofile (3) sind vorzugsweise als Metallprofile ausgebildet.
Sie können z.B. als gerollte, gezogene oder stranggepresste Metallprofile gestaltet
sein. Als Werkstoffe eignen sich unterschiedliche Metalle, vorzugsweise Edelstahl
oder ein Leichtmetall, insbesondere eine Aluminiumlegierung.
[0087] Der Steckverbinder (1) und die ein oder mehreren Hohlprofile (3) können aneinander
adaptiert sein. Figur 13 bis 15 zeigen diese Ausgestaltung. Der Steckverbinder (1)
ist vorzugsweise als Geradverbinder ausgebildet. Er hat vorzugsweise eine einteilige
Form. Der Steckverbinder (1) weist eine Längsrichtung (5) und eine Verbindermitte
(4) bzw. eine in Figur 3 gezeigte quergerichtete Mittenlinie auf. Beidseits der Verbindermitte
(4) weist der Steckverbinder (1) jeweils einen Verbinderschenkel (7,8) auf. Die Gestaltung
der Verbinderschenkel (7,8) kann gleichartig sein.
[0088] Der Steckverbinder (1) hat einen in Figur 6, 7 und 15 gezeigten im Wesentlichen U-förmigen
Querschnitt. Er besteht aus einem Boden (11) mit einer strichpunktiert dargestellten
Hauptebene und zwei an den Längsrändern des Bodens (11) anschließenden aufrechten
Seitenwänden (12). Die an Stirnseiten (9) des Steckverbinders (1) befindlichen Endbereiche
der Seitenwände (12) können gemäß Figur 3 und 5 jeweils schräg nach innen abgebogen
sein.
[0089] Die Seitenwände (12) sind z.B. in Figur 6 und 15 senkrecht zum Boden (11) und zu
dessen strichpunktiert dargestellter Hauptebene ausgerichtet.
[0090] Figur 7 zeigt eine Variante des Steckverbinders (1) mit jeweils schräg nach außen
gerichteten Seitenwänden (12). Bei der rechten Seitenwand (12) ist ihr abgebogener
stirnseitiger Endbereich nicht dargestellt. Die schräg nach außen gerichteten Seitenwänden
(12) sind an der Übergangsstelle (50) zum Boden (11) jeweils um einen Winkel (α) gegen
die gestrichelt dargestellte Senkrechte gekippt. Der Kippwinkel (α) der jeweiligen
Seitenwand (12) kann z.B. bis zu 10° betragen. Bevorzugt beträgt er bis zu 5°, besonders
bevorzugt beträgt er zwischen 1,5° und 3°. Die Senkrechte bezieht sich auf die vorgenannte
senkrechte Seitenwandausrichtung zum Boden bzw. zu dessen Hauptebene.
[0091] Der Winkel (β) zwischen der jeweiligen Seitenwand (12) und dem Boden (11) bzw. dessen
Hauptebene beträgt entsprechend bis zu 100°, bevorzugt bis zu 95° und besonders bevorzugt
zwischen 91,5° und 93°.
[0092] Der Steckverbinder (1) ist in den Hohlprofilen (3) formschlüssig aufgenommen. Die
Hohlprofile (3) weisen gemäß Figur 15 umlaufende Profilwände (42,43,44) auf, die einen
Hohlraum umschließen, in dem der gesteckte Steckverbinder (1) aufgenommen ist. In
der Einbaustellung des von dem oder den Hohlprofilen (3) gebildeten Abstandhalters
in einer Isolierverglasung bildet die Profilwand (42) einen Profilboden, der zum Scheibeninnenraum
der Isolierverglasung weist. Die beiden anschließenden Profilwände (43) bilden Seitenwände,
wobei die dem Profilboden (42) gegenüberliegende Profilwand (44) als Profildach ausgebildet
ist. Zwischen dem Profildach (44) und den Seitenwänden (43) kann ein gebogener Einzug
vorhanden sein.
[0093] In der Einsteckstellung verkrallt sich der Steckverbinder (1) mittels nachfolgend
erläuterter Rückhalteelemente (14,15,16) an den metallischen Innenseiten der seitlichen
Profilwände (43) und verhindert ein unbeabsichtigtes Abziehen eines Hohlprofils (3)
vom Steckverbinder (1). Der Boden (11) kann ein oder mehrere erhabene axiale Bodensicken
(40) aufweisen, in denen jeweils eine axiale Reihe von Perforationen (48) am Profilboden
(42) aufgenommen werden kann. Die Perforationen (48) sind gasdurchlässig und ermöglichen
einen Kontakt des im Scheibeninnenraum angeordneten Gases mit einem in den ein oder
mehreren Hohlprofilen (3) befindlichen granulierten Trocknungsmittel.
[0094] Die ein oder mehreren rinnenförmigen Bodensicken (40) wölben sich in Richtung zum
Hohlraum (10). Sie können im Boden (11) lokal eingeformt sein. Die Bodensicken (40)
sind z.B. an den Längsrändern des Bodens (11) und den Übergängen (50) zu den Seitenwänden
(12) angeordnet. Die Bodensicken (40) sind jeweils mit seitlicher Distanz zum benachbarten
Längsrand des Bodens (11) und zum dortigen Übergang (50) zu der Seitenwand (12) angeordnet.
Figur 6, 7 und 15 zeigen diese Anordnung. Die Außenseite (51) des ansonsten bevorzugt
ebenen Bodens (11) kann beidseits der Bodensicke(n) (40) auf gleicher Höhe angeordnet
sein. In der Steckverbindung (2) kann der Steckverbinder (1) am mittleren Bodenbereich
und an den Übergängen (50) zu den Seitenwänden (12) plan am Boden (42) des Hohlprofils
(3) anliegen und sich abstützen. Die Bodensicke(n) (40) kann/können sich auch an anderer
Stelle des Steckverbinders (1) befinden, z.B. im mitteleren Bodenbereich über einer
dortigen zentralen Perforationsreihe.
[0095] Wie Figur 1 bis 15 verdeutlichen, hat der im Querschnitt U-förmige Steckverbinder
(1) offene Stirnseiten (9) und einen axial durchgängigen inneren Hohlraum (10). In
der in Figur 15 gezeigten Einbaustellung weist der Boden (11) zum Scheibeninnenraum
der Isolierverglasung und liegt am Profilboden (42) an, wobei er die Stoßstelle (49)
überbrückt. Der hohle Steckverbinder (1) ermöglicht einen Durchfluss des granulierten
Trocknungsmittels zwischen den Hohlprofilen (3) und über die Stoßstelle (49) hinweg.
[0096] Der Steckverbinder (1) weist die besagten vom Boden (11) ausgehenden randseitigen
Seitenwände (12) und eine Mittenfindung (6) zur Begrenzung der Einstecktiefe der Verbinderschenkel
(7,8) im jeweiligen Hohlprofil(3) auf.
[0097] Am freien Rand (13) der Seitenwände (12) sind jeweils mehrere seitlich nach außen
ausgestellte und federnde Rückhalteelemente (14,15,16) angeordnet. Die Rückhalteelemente
(14,15,16) weisen jeweils einen freien und gegenüber der Seitenwand (12) seitlich
ausgestellten vorderen Bereich (22) und einen rückwärtigen Übergangsbereich (21) mit
einer Biegestelle (17) auf, an der die Rückhalteelemente (14,15,16) von der Seitenwand
(12) und dem dortigen Seitenwandbereich (28) seitlich ausgebogen sind.
[0098] Die Rückhalteelemente (14,15,16) haben jeweils am freien vorderen Bereich (22) in
der Seitenansicht eine rechteckartige Form mit Ober- und Unterkanten (18,19) sowie
einer quer dazu ausgerichteten Vorderkante (20). Die Kanten (18,19,20) haben vorzugsweise
eine gerade Form. Die Ober- und Unterkanten (18,19) sind parallel zueinander angeordnet.
Sie sind bevorzugt auch parallel zum Boden (11) ausgerichtet.
[0099] An der Übergangsstelle der jeweiligen Oberkante (18) und der Vorderkante (20) wird
eine obere und bevorzugt verrundete Ecke (23) ausgebildet. An der Übergangsstelle
zwischen der Vorderkante (20) und der Unterkante (19) wird eine untere Ecke (24) ausgebildet,
die rechteckig und scharfkantig sein kann.
[0100] Zumindest eines der Rückhalteelemente (14,15,16) weist an seinem freien vorderen
Bereich (22) eine Torsionsverformung (26) um seine Längsachse (25) auf. Die Torsionsverformung
(26) ist in Figur 16 bis 18 dargestellt. In den anderen Figuren 1 bis 15 ist sie der
Übersicht halber nicht zu sehen.
[0101] In der gezeigten und bevorzugten Ausführungsform haben alle Rückhalteelemente (14,15,16)
die besagte Torsionsverformung (26). Wie Figur 16 bis 18 verdeutlichen, ist das betreffende
Rückhalteelement (14,15,16) an der Torsionsverformung (26) nach außen gekippt. Dabei
liegen z.B. die Oberkante (18) und insbesondere die obere Ecke (23) weiter außen als
die Unterkante (19) bzw. die untere Ecke (24). Figur 18 zeigt diese Lage mit einer
gestrichelten Lotlinie. Die weiter außen liegende obere Ecke (23) verkrallt sich an
der Innenseite der benachbarten seitlichen Profilwand (43) des gesteckten Hohlprofils
(3) und wirkt einer Auszugbewegung des Hohlprofils (3) entgegen. In einer abgewandelten
Ausführungsform kann die Unterkante (19) bzw. untere Ecke (24) weiter außen liegen
als die Oberkante (18) bzw. obere Ecke (23).
[0102] Wie Figur 4, 8a, 8b und 9 verdeutlichen, weisen die Seitenwände (12) im rückseitigen,
bevorzugt direkten, Anschluss an ein Rückhalteelement (14,15,16) und dessen Biegestelle
(17) den besagten Seitenwandbereich (28) auf. Der Seitenwandbereich (28) hat an seinem
oberen Rand eine schräg in Richtung zum Boden (11) abfallende Rückenflanke (29). Eine
solche schräg abfallende Rückenflanke (29) ist auch am rückseitigen Anschluss an den
mittennahen freien Rand (13) vorhanden. Die Rückenflanke (29) kann einen Winkel (γ)
von 35° oder weniger, z.B. im Bereich von ca. 27° - 35°, gegen die Hauptebene des
Bodens (11) aufweisen. Die Winkel (γ) können bei allen Rückenflanken (29) gleich sein
und z.B. ca. 21° betragen. Es ist auch möglich, bei einem mittleren Rückhalteelement
(15) einen Winkel (γ) von ca. 35° vorzusehen.
[0103] Die Rückenflanke (29) ist zum nächstfolgenden Rückhalteelement (15,16) gerichtet.
Sie geht an ihrem unteren Ende in einen aufrechten und quer zum Boden (11) ausgerichteten
Seitenwandabschnitt (31) über. Hierbei wird an der Übergangsstelle eine spitzwinkelige
und bevorzugt gerundete Kehle (30) ausgebildet. Im Bereich der Rückenflanke (29) nimmt
die Seitenwandhöhe allmählich ab. Der aufrechte Seitenwandabschnitt (31) endet an
dem nächsten Rückhalteelement (15,16).
[0104] Die schräge Rückenflanke (28) kann bei einem oder mehreren Rückhalteelementen (14,15,16)
angeordnet sein. Sie ist vorzugsweise an dem zur Verbindermitte (4) benachbarten Rückhalteelement
(14) und dem in Richtung zur Stirnseite (9) nächstfolgenden Rückhalteelement (15)
angeordnet. Die schräge Rückenflanke (28) kann auch an der Mittenfindung (6) angeordnet
sein.
[0105] Die Rückhalteelemente (14,15,16) sind jeweils an ihrer Unterkante (19) über einen
geraden axialen Trennschnitt (27) mit parallelen Schnittkanten von ihrer Seitenwand
(12) abgetrennt. Der axiale Trennschnitt (27) verläuft parallel zum Boden (11). Der
Trennschnitt (27) ist schmal und hat eng benachbarte parallele Schnittkanten. Die
Schnittweite (wt) des schmalen bzw. dünnen axialen Trennschnitts (27) beträgt in einer
besonders bevorzugten Ausführung 0,01 mm oder 0,02 mm. Die Schnittweite (wt) kann
auch etwas größer sein und bis zu 0,1 mm betragen. Ferner sind Schnittweiten (wt)
bis 0,5 mm oder auch bis 0,7 mm möglich. Die Schnittweite (wt) ist der Abstand zwischen
den benachbarten parallele Schnittkanten. Die aufrechten Seitenwandabschnitte (31)
enden jeweils an dem axialen Trennschnitt (27).
[0106] Die Rückhalteelemente (14,15,16) sind von ihrer Seitenwand (12) jeweils seitlich
schräg nach außen ausgestellt und weisen zur Verbindermitte (4). Die Seitenwände (12)
weisen beidseits der Verbindermitte (4) und an den Verbinderschenkeln (7,8) jeweils
eine Reihe von drei Rückhalteelementen (14,15,16) auf, die in Längsrichtung (5) hintereinander
angeordnet sind. Die Zahl der Rückhalteelemente (14,15,16) kann auch größer sein und
z.B. vier oder mehr betragen.
[0107] Wie Figur 4, 8a, 8b und 9 verdeutlichen, weist der Steckverbinder (1) an seinen Stirnseiten
(9) und am freien Rand (13) der Seitenwände (12) jeweils eine Anlaufschräge (34) auf.
Diese steigt von der Stirnseite (9) zur Verbindermitte (4) hin an und erleichtert
das Stecken eines Hohlprofils (3). Die Anlaufschrägen gehen jeweils über einen aufragenden
Höcker (35) in die Oberkante (18) des zur Stirnseite (9) benachbarten Rückhalteelements
(16) über. Der Höcker (35) ist im Bereich über der Biegestelle (17) angeordnet. Der
Höcker (35) fällt zur Oberkante (18) des Rückhalteelements (16) hin ab.
[0108] Der Höcker (35) kann eine Höhe über dem Boden (11) aufweisen, die der Höhe des freien
Rands (13) der betreffenden Seitenwand (12) im Bereich der Verbindermitte (4) entspricht.
Dies kann die maximale Höhe des freien Rands (13) sein. Der freie Rand (13) und der
Höcker (35) können in der Einsteckstellung gemäß Figur 15 an der Übergangsstelle der
Seitenwand (43) in das Profildach (44) und am dortigen Einzug anliegen. Die geraden
axialen Oberkanten (18) anderen Rückhalteelemente (14,15) können ebenfalls auf dieser
Höhe über dem Boden (11) liegen, zumindest im nicht oder wenig tordierten Bereich
nahe der Biegestelle (17).
[0109] Die axiale Länge (1) der Rückhalteelemente (14,15,16) zwischen Biegestelle (17) und
Vorderkante (20) ist größer als ihre Breite (b) entlang der Vorderkante (20). Figur
4, 8 und 9 zeigen diese Ausgestaltung. Die
[0110] Die beidseits der Verbindermitte (4) an den jeweiligen Seitenwänden (12) angeordneten
Rückhalteelement (14,15,16) haben unterschiedliche Breiten (b14,b15,b16) entlang ihrer
Vorderkante (20). Die jeweils benachbart zur Stirnseite (9) und zur Verbindermitte
(4) angeordneten Rückhalteelemente (14,16) haben eine Breite (b14,b16), die kleiner
ist als die Breite (b15) des einen dazwischen angeordneten Rückhalteelements (15)
oder einer eventuellen Mehrzahl solcher zwischengeordneter Rückhalteelemente. Die
Breite (b16) des Rückhalteelements (16) kann gleich groß oder kleiner als die Breite
(b14) des zur Verbindermitte (14) benachbarten Rückhalteelements (14) sein.
[0111] Die axialen Längen (1) der Rückhalteelemente (14,15,16) können ebenfalls unterschiedlich
sein. Gemäß Figur 8a kann die Länge (114) des zur Verbindermitte (4) benachbarten
Rückhalteelements (14) kürzer sein als die Länge (l15) des in Richtung zur Stirnseite
(9) hin folgenden Rückhalteelements (15) und kürzer als die Länge (l16) des oder der
nachfolgenden Rückhalteelemente (16). Die axialen Längen (l15,l16) der folgenden Rückhalteelemente
(15,16) können gleich groß sein. Die axialen Längen (l14,l15,l16) bemessen sich jeweils
von der Biegestelle (17) bis zur Vorderkante (20) des jeweiligen Rückhalteelements
(14,15,16) .
[0112] Dementsprechend kann gemäß Figur 8b auch die Länge (lt14) des Trennschnitts (27)
des mittennahen Rückhalteelements (14) kürzer als die Länge (lt15) des Trennschnitts
(27) beim folgenden Rückhalteelement (15) sein. Der Trennschnitt (27) des stirnseitigen
Rückhalteelements (16) kann ebenfalls eine größere Länge (lt16) haben als der Trennschnitt
(27) des zur Verbindermitte (4) benachbarten Rückhalteelements (14). Die Trennschnittlängen
(lt15,lt16) können gleich oder unterschiedlich groß sein.
[0113] Die Trennschnittlängen (lt) können zwischen 0,5 mm bis 4,0 mm betragen. Bevorzugt
ist ein Bereich zwischen 1,0 mm und 2,5 mm. Die Trennschnittlänge (lt16) des stirnseitigen
Rückhalteelements (16) kann z.B. 2,0 mm bis 2,5 mm betragen. Die Trennschnittlänge
(lt15) des oder der in Richtung Verbindermitte folgenden Rückhalteelemente (15) kann
sich z.B. ebenfalls auf 2,0 mm bis 2,5 mm belaufen.
[0114] Die Trennschnittlänge (lt14) des mittennahen Rückhalteelements (14) kann z.B. 1,5
mm bis 2,0 mm betragen.
[0115] Das mittennahe Rückhalteelement (14) kann dadurch eine höhere Federsteifigkeit als
das nachfolgende Rückhalteelement (15) haben. Das zur Verbindermitte (4) jeweils nächstgelegene
Rückhalteelement (14) an den Seitenwänden (12) bzw. an den Verbinderschenkeln (7,8)
verkrallt sich dadurch besonders gut und fest an der metallischen Innenseite der Profilseitenwand
(43) und verhindert ein unbeabsichtigtes Abziehen.
[0116] Die jeweils zur Stirnseite (9) benachbarten Rückhalteelemente (16) können eine relativ
geringe Federsteifigkeit haben und durch ihre größere Nachgiebigkeit ein Stecken des
Hohlprofils (3) bzw. Hohlprofilendes erleichtern. Dies kann auch bei dem oder den
dazwischen angeordneten Rückhalteelementen (15) der Fall sein.
[0117] Wie Figur 9 verdeutlicht, haben die beidseits der Verbindermitte (4) an den jeweiligen
Seitenwänden (12) angeordneten Rückhalteelemente (14,15,16) jeweils unterschiedliche
Höhen (h1,h2) über dem Boden (11). Die Höhe bezieht sich dabei jeweils auf die Oberkante
(18) der Rückhalteelemente (14,15,16). Die jeweils benachbart zur Stirnseite (9) angeordneten
Rückhalteelemente (16) haben eine Höhe (h1), die geringer ist als die Höhe (h2) der
weiteren in der Axialrichtung zur Verbindermitte (4) hin folgenden Rückhalteelemente
(14,15). Diese folgenden Rückhalteelemente (14,15,) können eine gleiche Höhe (h2)
aufweisen. Die Höhe (h2) kann der Höhe des freien Randes (13) im Bereich der Verbindermitte
(4) und auch der Höhe des Höckers (35) an dessen Zenit entsprechen.
[0118] Figur 5 verdeutlicht in der Draufsicht unterschiedliche Ausstellweiten (w1,w2) der
jeweils beidseits der Längsrichtung (5) einander gegenüberliegenden Paarungen von
Rückhalteelementen (14,15,16). Die jeweils an der Stirnseite (9) benachbarten Paare
von Rückhalteelementen (16) haben eine Ausstellweite (w1), die geringer ist als die
Ausstellweite (w2) der anderen Paare von Rückhalteelementen (14,15). Die geringere
Ausstellweite erleichtert das Stecken eines Hohlprofils (3) bzw. Hohlprofilendes.
[0119] Die jeweils anderen Paare von Rückhalteelementen (14,15) können untereinander eine
gleichgroße Ausstellweite (w2) haben. Die mittleren Paare von Rückhalteelementen (15)
können durch ihre größere Länge (l15) eine geringere Federsteifigkeit als die zur
Verbindermitte (4) benachbarten Paare von Rückhalteelementen (14) aufweisen. Sie können
dadurch ebenfalls beim Aufstecken eines Hohlprofils (3) oder Hohlprofilendes weich
federnd ausweichen und sich dann an der Innenseite der jeweiligen Profilseitenwand
(43) verkrallen.
[0120] Die Mittenfindung (6) des Steckverbinders (1) kann in unterschiedlicher Weise ausgebildet
sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird sie gemäß Figur 4 und 12 von freigeschnittenen,
seitlich ausgestellten und gegeneinander gerichteten federnden Anschlagnasen (32)
am freien Rand (13) der Seitenwände (12) gebildet. Ein stirnseitig aufgeschobenes
Hohlprofil (3) überfährt die ersten federnd ausweichenden Anschlagnasen (32) und stößt
dann an den jenseits der Verbindermitte (4) angeordneten anderen Anschlagnasen (32)
an.
[0121] Alternativ ist eine Ausbildung der Mittenfindung (6) durch einseitig oder zweiseitig
wirkende Festanschläge oder eine Kombination von Federnasen und Festanschlägen möglich.
Einseitig wirkende, keilartige Festanschläge können an der Verbindermitte (4) an jeweils
nur einer Seitenwand (12) und dabei mit gegenseitigem axialen Versatz angeordnet sein.
Die Festanschläge können eine abgewandelte Anschlagfunktion haben.
[0122] Gemäß Figur 1 bis 3 und 5 können am Boden (12) ein oder mehrere Durchgangsöffnungen
(39) angeordnet sein. In der gezeigten Ausführungsform sind zwei Durchgangsöffnungen
(39) beidseits der Verbindermitte (4) angeordnet. Die Durchgangsöffnungen (39) sind
zentral angeordnet und als axial ausgerichtete Langlöcher ausgebildet. Sie können
jeweils von der Verbindermitte (4) ein Stück axial beabstandet sein.
[0123] Der Steckverbinder (1) bzw. dessen Boden (11) weist an den Stirnseiten (9) jeweils
eine Bodenzunge (36) mit einer Versteifung (37) auf. Die Bodenzunge ragt schräg nach
oben. Die Versteifung (37) kann z.B. von einer Verschränkung (38) am äußeren Zungenrand
gebildet sein. Hierfür befindet sich im mittleren Bereich am äußeren Zungenrand ein
axialer Einschnitt, durch den eine linke und rechte Zungenhälfte gebildet werden.
Von diesen Zungenhälften wird dann unter Bildung eines Versatzes eine nach oben und
eine nach unten gebogen, wodurch die besagte Verschränkung (38) entsteht.
[0124] Am Boden (11) oder an einer anderen Stelle des Steckverbinders (1) kann sich eine
Kennung (41) befinden, durch die Steckverbinder (1) gekennzeichnet werden kann, z.B.
hinsichtlich seiner Breitenabmessung oder seiner Eignung bzw. Bestimmung für eine
bestimmte Breite bzw. Innenweite eines Hohlprofils (3).
[0125] Figur 16 bis 18 verdeutlichen beispielhaft einen Teil der Herstellung des Steckverbinders
(1) und die ein oder mehreren Torsionsverformungen (26). Der Steckverbinder (1) wird
durch Stanzen und Biegen aus einer ebenen metallischen Platine (45) hergestellt. An
der Platine (45) werden zunächst die jeweiligen Rückhalteelemente (14,15,16) und ggf.
auch der freie Rand (13) sowie die Mittenfindung (6) ausgestanzt. Hierbei werden auch
die Rückhalteelemente (14,15,16) bzw. ihr vorderer freier Bereich (22) durch jeweils
einen Trennschnitt (27) von der Seitenwand (12) im Bereich der Unterkante (19) abgetrennt.
[0126] Zur Bildung der Torsionsverformung (26) der Rückhalteelemente (14,15,16) wird jeweils
ein Ausstellwerkzeug (46) eingesetzt. Dieses kann z.B. als zylindrischer Stempel mit
einem konischen oder verrundeten Kopfteil (47) und ggf. einer frontseitigen Abplattung
ausgebildet sein. Das jeweilige Ausstellwerkzeug (46) wird zur Bildung der Torsionsverformung
(26) entlang seiner Längsachse und quer zur Hauptebene der Platine (45) vorgeschoben.
Dabei trifft das verjüngte Kopfteil (47) auf den oberen und vorderen Endbereich des
jeweiligen Rückhalteelements (14,15,16). Dies ist insbesondere die Übergangsstelle
zwischen der Oberkante (18) und der Vorderkante (20). Dieser Bereich wird vom Ausstellwerkzeug
(46) zuerst und vorrangig kontaktiert und bei der Vorschubbewegung mitgenommen. Dies
bewirkt ein Kippen und Tordieren des betreffenden Rückhalteelements (14,15,16) um
dessen Längsachse (25).
[0127] Bei der weiteren Vorschubbewegung kommt das Ausstellwerkzeug (46) auch in Kontakt
mit den anderen Bereichen des betreffenden Rückhalteelements (14,15,16) und biegt
dieses nach außen, wobei es um die Biegestelle (17) gebogen und von der Seitenwandebene
nach außen gestellt wird. Figur 16 bis 18 zeigen diese Endstellung der Rückhalteelemente
(14,15,16), wobei die Ausstellwerkzeuge (46) der Übersicht halber in distanzierter
Stellung dargestellt sind. Bei diesem Herstellvorgang wird das jeweilige Rückhalteelement
(14,15,16) aus seiner in der Platinenebene befindlichen Ausgangsstellung in die in
Figur 16 bis 18 gezeigte, ausgestellte Endstellung gebracht.
[0128] Abwandlungen der gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind in verschiedener
Weise möglich. Insbesondere können die vorgenannten Ausgestaltungen und Abwandlungen
beliebig miteinander kombiniert und auch vertauscht werden. Die Torsionsverformung
(26) und die Kippbewegung der ein oder mehreren Rückhalteelemente (14,15,16) können
anders gestaltet sein, indem die Unterkante (19) bzw. die untere Ecke (24) weiter
außen liegt als die Oberkante (18) bzw. die obere Ecke (23). Das Ausstellwerkzeug
(46) und sein Kopfteil (47) können hierfür entsprechend abgewandelt werden. Ferner
können die Durchgangsöffnungen (39) und eventuell auch die randseitigen Bodensicken
(40) entfallen. Auch die Bodenzungen (36) können in anderer Weise gestaltet sein.
Zudem kann die Zahl der Rückhaltelemente (14,15,16) variieren. An den Verbinderschenkeln
(7,8) und ihren linken und rechten Seitenwänden (12) können jeweils zwei Rückhaltelemente
(14,16) statt der gezeigten drei Rückhaltelemente (14,15,16) vorhanden sein. Dabei
können z.B. die mittennahen und stirnseitigen Rückhaltelemente (14,16) beibehalten
werden und die vorbeschriebene Ausgestaltung haben, wobei das mittlere Rückhaltelement
(15) entfällt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0129]
- 1
- Steckverbinder
- 2
- Steckverbindung
- 3
- Hohlprofil, Abstandhalterhohlprofil
- 4
- Verbindermitte
- 5
- Längsrichtung
- 6
- Mittenfindung, Mittenanschlag
- 7
- Verbinderschenkel
- 8
- Verbinderschenkel
- 9
- Stirnseite
- 10
- Hohlraum
- 11
- Boden
- 12
- Seitenwand, Seitensteg
- 13
- freier Rand
- 14
- Rückhalteelement, Rückhaltenase
- 15
- Rückhalteelement, Rückhaltenase
- 16
- Rückhalteelement, Rückhaltenase
- 17
- Biegestelle
- 18
- Oberkante
- 19
- Unterkante
- 20
- Vorderkante
- 21
- Übergangsbereich
- 22
- freier vorderer Bereich
- 23
- Ecke oben
- 24
- Ecke unten
- 25
- Längsachse
- 26
- Torsionsverformung
- 27
- Trennschnitt, Freischnitt
- 28
- Seitenwandbereich
- 29
- Rückenflanke
- 30
- Kehle
- 31
- Wandabschnitt
- 32
- Anschlagnase
- 33
- Stirnseite
- 34
- Anlaufschräge
- 35
- Höcker
- 36
- Bodenzunge
- 37
- Versteifung
- 38
- Verschränkung, Versatz
- 39
- Durchgangsöffnung
- 40
- Bodensicke
- 41
- Kennung
- 42
- Profilwand, Profilboden
- 43
- Profilwand, Seitenwand
- 44
- Profilwand, Profildach
- 45
- Platine
- 46
- Ausstellwerkzeug
- 47
- Kopfteil
- 48
- Perforation
- 49
- Stoßstelle
- 50
- Übergang Boden/Seitenwand
- 51
- Außenseite
- h
- Höhe eines Rückhalteelements
- b
- Breite eines Rückhalteelements
- l
- axiale Länge eines Rückhalteelements
- w
- Weite eines Paars von Rückhalteelementen
- lt
- Trennschnittlänge
- wt
- Trennschnittweite
- α
- Kippwinkel Seitenwand
- β
- Winkel Seitenwand und Boden
- γ
- Winkel Rückenflanke
1. Steckverbinder für Hohlprofile (3) von Abstandshaltern einer Isolierverglasung, die
als metallische Hohlprofile (3) mit metallischen Innenseiten der Hohlprofilwände (43,44,45)
ausgebildet sind, wobei der Steckverbinder (1) einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt
mit offenen Stirnseiten (9), einem axial durchgängigen inneren Hohlraum (10) und einem
in Einbaustellung zum Scheibeninnenraum der Isolierverglasung weisenden Boden (11)
sowie vom Boden (11) ausgehenden randseitigen Seitenwänden (12) und einer Mittenfindung
(6) aufweist, wobei am freien Rand (13) der Seitenwände (12) jeweils mehrere seitlich
ausgestellte, federnde Rückhalteelemente (14,15,16) angeordnet sind, die an ihrem
freien vorderen Bereich (22) in der Seitenansicht eine rechteckartige Form mit Ober-
und Unterkanten (18,19) sowie mit einer quer dazu ausgerichteten Vorderkante (20)
aufweisen und an ihrem rückwärtigen Übergangsbereich (21) an einer Biegestelle (17)
von der Seitenwand (12) seitlich ausgebogen sind, wobei zumindest ein Rückhalteelement
(14,15,16) an seinem freien vorderen Bereich (22) eine bevorzugt nach außen gekippte
Torsionsverformung (26) um seine Längsachse (25) aufweist.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (12) im Anschluss an ein Rückhalteelement (14,15,16) und die Biegestelle
(17) einen Seitenwandbereich (28) mit schräg in Richtung zum Boden (11) abfallenden
Rückenflanke (29) aufweist, wobei vorzugsweise die schräg abfallende Rückenflanke
(29) am unteren Ende in einer spitzwinkligen, bevorzugt gerundeten Kehle (30) in einen
aufrechten und quer zum Boden (11) ausgerichteten Seitenwandabschnitt (31) übergeht,
der bevorzugt an der Vorderkante (20) des nächsten Rückhalteelements (15,16) endet.
3. Steckverbinder Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) an den Stirnseiten (9) jeweils eine Anlaufschräge (34) am
freien Rand (13) der Seitenwände (12) aufweist, die über einen aufragenden Höcker
(35) in die Oberkante (18) des zur Stirnseite (9) benachbarten Rückhalteelements (16)
übergeht.
4. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteelemente (14,15,16) bevorzugt gerade und parallele Ober- und Unterkanten
(18,19) aufweisen und vorzugsweise eine quer zu den Ober- und Unterkanten (18,19)
ausgerichtete, bevorzugt gerade Vorderkante (20) mit oberen und unteren Ecken (23,24)
aufweisen.
5. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteelemente (14,15,16) an der Unterseite von ihrer Seitenwand (12) durch
einen dünnen geraden axialen Trennschnitt (27) mit eng benachbarten parallelen Schnittkanten
abgetrennt sind.
6. Steckverbinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der dünne axiale Trennschnitt (27) eine Schnittweite (wt) von 0,01 mm bis 0,7 mm,
bevorzugt 0,01 mm bis 0,5 mm, besonders bevorzugt 0,01 mm bis 0,1 mm, aufweist.
7. Steckverbinder nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Längen (lt) der axialen Trennschnitte (27) der Rückhalteelemente (14,15,16) zwischen
0,5 mm bis 4,0 mm, bevorzugt zwischen 1,0 mm und 2,5 mm betragen.
8. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beidseits einer Verbindermitte (4) an den jeweiligen Seitenwänden (12) angeordneten
Rückhalteelemente (14,15,16) unterschiedliche Höhen (h1,h2) über dem Boden (11) aufweisen.
9. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beidseits einer Verbindermitte (4) an den jeweiligen Seitenwänden (12) angeordneten
Rückhalteelemente (14,15,16) unterschiedliche Breiten (b15,b15,b16) entlang ihrer
Vorderkante (20) haben.
10. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beidseits einer Verbindermitte (4) an den jeweiligen Seitenwänden (12) benachbart
zur Verbindermitte (4) angeordneten Rückhalteelemente (14) eine höhere Federsteifigkeit
als die anderen Rückhalteelemente (15,16) haben.
11. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beidseits einer zentralen Längsrichtung (5) des Steckverbinders (1) einander
gegenüber liegenden Paare von Rückhalteelementen (14,15,16) unterschiedliche Ausstellweiten
(w1,w2) aufweisen, wobei die jeweils an der Stirnseite (9) benachbarten Paare von
Rückhalteelementen (16) eine geringere Ausstellweite (w1) als die Ausstellweite (w2)
der anderen Paare von Rückhalteelementen (14,15) haben.
12. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (12) senkrecht zum Boden (11) ausgerichtet sind oder minimal schräg
nach außen gerichtet und um einen Winkel (α) gegen die Senkrechte gekippt sind.
13. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (11) eine oder mehrere, bevorzugt zwei randseitige, erhabene axiale Bodensicken
(40) aufweist, die jeweils zur Aufnahme einer axialen Perforationsreihe (48) am Hohlprofil
(3) ausgebildet und mit jeweils seitlicher Distanz zum benachbarten Längsrand des
Bodens (11) und zum dortigen Übergang (50) zu der Seitenwand (12) angeordnet ist/sind,
wobei die Außenseite (51) des ansonsten bevorzugt ebenen Bodens (2) beidseits der
Bodensicke(n) (40) auf gleicher Höhe angeordnet ist.
14. Steckverbindung von Abstandshaltern einer Isolierverglasung, wobei die Steckverbindung
(2) ein metallisches Hohlprofil (3) mit metallischen Innenseiten der Hohlprofilwände
(43,44,45) und einen eingesteckten Steckverbinder (1) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist.
15. Steckverbindung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (11) des Steckverbinders (1) an einem Profilboden (42) des Hohlprofils
(3) angeordnet ist, der zum Innenraum der Isolierverglasung weist, wobei bevorzugt
der Boden (11) des Steckverbinders (1) an seinem mittleren Bodenbereich und an seinen
Übergängen (50) zu den Seitenwänden (12) am Profilboden (42) plan anliegt.