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EP 3 792 208 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.11.2022 Patentblatt 2022/45 |
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Anmeldetag: 10.09.2019 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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FALTVORRICHTUNG FÜR FLÄCHIGE MATERIALBAHNEN
FOLDING DEVICE FOR FLAT MATERIAL WEBS
DISPOSITIF DE PLIAGE POUR BANDES DE MATIÈRES PLANES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.03.2021 Patentblatt 2021/11 |
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Patentinhaber: Roth Composite Machinery GmbH |
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35099 Burgwald (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHÄFER, Winfried
35116 Hatzfeld (DE)
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Vertreter: Andrejewski - Honke
Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaft mbB |
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An der Reichsbank 8 45127 Essen 45127 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 627 367 US-A- 5 029 828
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JP-U- H0 569 023 US-A- 5 961 435
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Faltvorrichtung für flächige Materialbahnen, insbesondere
zur Faltung bzw. zur kontinuierlichen Faltung von Materialbahnen auf Basis von Zellulose,
Papier, Kunststoff und/oder Drahtgewebe und/oder auf Basis von Kombinationen oder
Laminaten der vorgenannten Materialien. Bei der zu faltenden Materialbahn kann es
sich um eine drahtgewebeverstärkte Materialbahn auf Basis von Zellulose, Papier, Kunststoff
oder dergleichen Materialien handeln. Die erfindungsgemäße Faltvorrichtung weist einen
Einlauftisch für die kontinuierliche Zuführung der Materialbahn auf sowie zumindest
einen Faltbalken mit einem daran fixierten Faltmesser, das für bestimmte Falthöhen
eingerichtet ist. Der Faltbalken ist taktweise auf- und abbewegbar, so dass mit dem
auf die Materialbahn einwirkenden Faltmesser Falten in die Materialbahn eingebracht
werden können. Zweckmäßigerweise wird die Materialbahn mittels dieser Faltvorrichtung
faltenbalgartig gefaltet und zwar insbesondere kontinuierlich faltenbalgartig gefaltet.
[0002] Faltvorrichtungen der vorstehend genannten Art siehe z.B.
US 5,961,435 A, sind aus der Praxis und aus dem Stand der Technik in verschiedenen Ausführungsvarianten
bekannt. Die Faltmesser sind in der Regel mit Schrauben, Bolzen oder dergleichen Fixierungselementen
an dem zugeordneten Faltbalken fixiert. Jedes Faltmesser ist für bestimmte Falthöhen
eingerichtet und weist eine entsprechende Messerhöhe h auf.
[0003] Wenn in der Materialbahn die Höhe der einzubringenden Falten geändert werden soll,
muss bei den aus der Praxis bekannten Faltvorrichtungen das an dem Faltbalken fixierte
Faltmesser zunächst demontiert werden und gegen ein weiteres Faltmesser alternativer
Messerhöhe h ausgetauscht werden, der für alternative Falthöhen eingerichtet ist.
Diese Maßnahmen sind aufwendig. Der kontinuierliche Betrieb der Vorrichtung wird durch
ein solches Austauschen des Faltmessers über eine unerwünscht lange Zeitspanne unterbrochen.
Im Übrigen ist die Demontage bzw. Montage der Faltmesser auch fehleranfällig. Diese
bekannten Maßnahmen sind im Ergebnis also mit relativ hohem Aufwand und relativ hohen
Kosten verbunden. Insoweit besteht Verbesserungsbedarf.
[0004] Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, eine Faltvorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, bei der auf einfache, wenig aufwendige und funktionssichere
Weise das Faltmesser des Faltbalkens gewechselt werden kann.
[0005] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Faltvorrichtung der
eingangs beschriebenen Art, die dadurch gekennzeichnet ist, dass an dem Faltbalken
zumindest ein weiteres zweites Faltmesser fixiert ist und dass durch Drehung des Faltbalkens
um eine sich parallel zur Längsrichtung des Faltbalkens erstreckende Rotationsachse
R anstelle des ersten Faltmessers das zweite Faltmesser für die Einbringung der Falten
in die Materialbahn zur Verfügung steht.
[0006] Es wurde bereits oben dargelegt, dass es sich bei den kontinuierlich zugeführten
Materialbahnen vorzugsweise um Materialbahnen auf Basis von Zellulose, Papier, Kunststoff
und/oder Drahtgewebe handelt oder um Kombinationen bzw. um Laminate aus diesen Materialien.
Gemäß einer Ausführungsvariante werden die gefalteten Materialbahnen für Filtermedien
eingesetzt. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Falten mit der Maßgabe in die
Materialbahn eingebracht werden, dass die Materialbahn faltenbalgartig gefaltet wird.
[0007] Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass ein Faltbalken und die daran angeschlossenen
Faltmesser senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zur Zuführrichtung bzw. zur Längsrichtung
der Materialbahn angeordnet sind. Ein Faltmesser erstreckt sich zweckmäßigerweise
in Längsrichtung des zugeordneten Faltbalkens und zwar vorzugsweise über zumindest
den größten Teil der Länge des zugeordneten Faltbalkens. Die Fixierung eines Faltmessers
an dem zugeordneten Faltbalken erfolgt empfohlenermaßen mittels Fixierungselementen
wie Schrauben, Bolzen, Klemmelementen oder dergleichen. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass ein Faltmesser über seine Messerhöhe h über den Rand des zugeordneten Faltbalkens
vorkragt.
[0008] Nach besonders bevorzugter Ausführungsform ist das erste Faltmesser und das zumindest
eine weitere bzw. zweite Faltmesser jeweils für unterschiedliche Falthöhen eingerichtet.
Zweckmäßigerweise kragen die zumindest zwei Faltmesser unterschiedlich weit über den
zugeordneten Faltbalken vor. - Eine sehr empfohlene Ausführungsform der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, dass das erste Faltmesser und ein weiteres zweites Faltmesser
an gegenüberliegenden Längsseiten des Faltbalkens angeordnet sind. Vorzugsweise steht
dann durch Drehung des Faltbalkens um die Rotationsachse um einen Drehwinkel von 150°
bis 210°, insbesondere von 160° bis 200°, bevorzugt von 170° bis 190° und sehr bevorzugt
von 175° bis 185° das jeweils andere Faltmesser zum Falten zur Verfügung. Nach einer
sehr bewährten Ausführungsform sind die beiden Faltmesser an gegenüberliegenden Längsseiten
des Faltbalkens angeordnet und durch Drehung des Faltbalkens um die Rotationsachse
um 180° bzw. um etwa 180° steht das jeweils andere Faltmesser zum Falten zur Verfügung.
[0009] Nach einer Ausführungsvariante der Erfindung sind zumindest drei Faltmesser mit gegenseitigem
Abstand an dem Faltbalken fixiert und durch Drehung des Faltbalkens um einen dem Abstand
der Faltmesser voneinander entsprechenden Drehwinkel erfolgt ein Wechsel der Faltmesser.
Zweckmäßigerweise sind die zumindest drei bzw. die drei Faltmesser gleichmäßig über
den Umfang des Faltbalkens verteilt fixiert. Die Drehung des Faltbalkens zum Wechsel
eines Faltmessers erfolgt dann zweckmäßigerweise um 120° bzw. um etwa 120° oder um
240° bzw. um etwa 240°.
[0010] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Faltmesser des ersten Faltbalkens als
Obermesser eingerichtet sind und dass ein zweiter Faltbalken unterhalb des ersten
Faltbalkens angeordnet ist, der zumindest ein Gegen-Faltmesser aufweist, das als Untermesser
zur Wechselwirkung mit einem als Obermesser funktionierenden Faltmesser des ersten
Faltbalkens eingerichtet ist. Die Angabe, dass der zweite Faltbalken unterhalb des
ersten Faltbalkens angeordnet ist, bezieht sich auf den aufgestellten Zustand der
Vorrichtung mit oberseitigem ersten Faltbalken und unterseitigem zweiten Faltbalken.
Die Wechselwirkung zwischen einem als Obermesser funktionierenden Faltmesser des ersten
Faltbalkens und einem als Untermesser funktionierenden Gegen-Faltmesser des zweiten
Faltbalkens geht zweckmäßigerweise wie folgt von statten: Bei der Auf- und Abbewegung
des ersten Faltbalkens gleitet ein als Obermesser funktionierendes Faltmesser des
ersten Faltbalkens unmittelbar flächig an einem als Untermesser funktionierenden Gegen-Faltmesser
des zweiten Faltbalkens vorbei. Auf diese Weise können funktionssicher Falten in der
kontinuierlich zugeführten Materialbahn gebildet werden und die Materialbahn kann
auf diese Weise insbesondere faltenbalgartig gefaltet werden.
[0011] Nach einer Ausführungsform der Erfindung weist der zweite Faltbalken zumindest zwei
Gegen-Faltmesser auf. Vorzugsweise steht dann durch Drehung des zweiten Faltbalkens
um eine sich parallel zur Längsrichtung des zweiten Faltbalkens erstreckende zweite
Rotationsachse wahlweise das an dem zweiten Faltbalken fixierte erste oder zweite
Gegen-Faltmesser als Untermesser zur Verfügung. Empfohlenermaßen sind zwei Gegen-Faltmesser
an gegenüberliegenden Seiten bzw. an gegenüberliegenden Längsseiten des zweiten Faltbalkens
fixiert. Zweckmäßigerweise erfolgt ein Wechsel zwischen den beiden Gegen-Faltmessern
durch Drehung des Faltbalkens um seine Rotationsachse und zwar bevorzugt durch Drehung
um einen Drehwinkel von 180° bzw. um etwa 180°. Zumindest drei Gegen-Faltmesser, insbesondere
drei Gegen-Faltmesser sind als Untermesser an dem zweiten Faltbalken fixiert .
[0012] Vorzugsweise gelten für den zweiten Faltbalken bzw. für die daran fixierten Gegen-Faltmesser
die gleichen Merkmale und Maßnahmen wie zum ersten Faltbalken beschrieben und zwar
insbesondere bezüglich Anzahl und/oder Anordnung und/oder Fixierung und/oder Drehung
bzw. Drehwinkel der Faltmesser bzw. Gegen-Faltmesser. Zwecks Vermeidung von Wiederholungen
wird deshalb auf die Merkmale des ersten Faltbalkens verwiesen.
[0013] Eine besonders empfohlene Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Gegen-Faltmesser des zweiten Faltbalkens bezüglich der gewünschten Falthöhen
an ein Faltmesser des ersten Faltbalkens angepasst ist und dass vorzugsweise durch
Drehung des ersten Faltbalkens sowie durch Drehung des zweiten Faltbalkens ein Faltmesser
und ein komplementäres Gegen-Faltmesser in eine Faltposition überführbar sind. Faltposition
von Faltmesser und Gegen-Faltmesser meint im Rahmen der Erfindung insbesondere, dass
nach der Drehung des ersten bzw. des zweiten Faltbalkens das Faltmesser mit dem entsprechenden
Gegen-Faltmesser beim anschließenden Faltvorgang wechselwirkt.
[0014] Für einen Wechsel eines Faltmessers des ersten Faltbalkens und für einen Wechsel
des Gegen-Faltmessers des zweiten Faltbalkens können die beiden Faltbalken gleichzeitig
oder in etwa gleichzeitig um ihre Rotationsachse gedreht werden
[0015] Grundsätzlich können die beiden Faltbalken aber auch nacheinander verdreht werden.
[0016] Es empfiehlt sich, dass die Messerhöhe h
1 eines ersten Faltmessers mindestens 1,2-mal, vorzugsweise mindestens 1,3-mal, bevorzugt
mindestens 1,4-mal und sehr bevorzugt mindestens 1,5-mal so groß ist wie die Messerhöhe
h
2 eines zweiten Faltmessers des Faltbalkens. Fernerhin ist bewährtermaßen die Messerhöhe
h
1 eines ersten Gegen-Faltmessers mindestens 1,2-mal, vorzugsweise mindestens 1,3-mal,
bevorzugt mindestens 1,4-mal und sehr bevorzugt mindestens 1,5-mal so groß wie die
Messerhöhe h
2 eines zweiten Gegen-Faltmessers des zweiten Faltbalkens.
[0017] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit der erfindungsgemäßen Faltvorrichtung
ein sehr einfacher und wenig aufwendiger Wechsel von einem Faltmesser bzw. Gegen-Faltmesser
zu einem weiteren Faltmesser bzw. Gegen-Faltmesser möglich ist. Aufwendige Demontagearbeiten
und Montagearbeiten entfallen bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Lediglich durch
Drehung der Faltbalken ist ein zügiger Wechsel der Obermesser bzw. Untermesser möglich.
Insoweit wird auch der Betrieb bzw. der kontinuierliche Betrieb der Vorrichtung nur
kurzzeitig unterbrochen. Hervorzuheben ist, dass diese vorteilhaften Maßnahmen mit
relativ geringen Kosten realisierbar sind. Die Erfindung zeichnet sich somit durch
Einfachheit, geringen Aufwand und geringen Kostenaufwand aus.
[0018] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines Faltbalkens der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zwei angeschlossenen
Faltmessern und
- Fig. 3
- einen Schnitt durch den Gegenstand gemäß Fig. 2.
[0019] Die Figuren zeigen eine erfindungsgemäße Faltvorrichtung für flächige Materialbahnen
1, und zwar zur kontinuierlichen Faltung dieser Materialbahnen 1. Im Ausführungsbeispiel
mag es sich um eine drahtgewebeverstärkte Materialbahn 1 auf Basis von Zellulose handeln.
Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel wird die kontinuierlich zugeführte Materialbahn
1 faltenbalgartig gefaltet. Der vergrößerte Ausschnitt aus der Fig. 1 zeigt die in
die Materialbahn 1 eingebrachten Falten 7 bei einer solchen faltenbalgartigen Faltung.
- In der Fig. 1 ist weiterhin dargestellt, dass die Materialbahn 1 über einen Einlauftisch
2 kontinuierlich zugeführt wird, und zwischen zwei in Zuführrichtung hinter dem Einlauftisch
2 angeordneten Faltbalken 3, 4 hindurchgeführt wird. Zur Erzeugung der Faltung wird
der erste obere Faltbalken 3 taktweise auf- und abbewegt, so dass die faltenbalgartige
Faltung in der Materialbahn realisiert wird. Zweckmäßigerweise erstrecken sich die
Faltbalken 3, 4 senkrecht zur Zuführrichtung bzw. zur Längsrichtung der Materialbahn
1.
[0020] An dem oberen Faltbalken 3 sind bevorzugt und im Ausführungsbeispiel zwei Faltmesser
5, 6 fixiert, die an gegenüberliegenden Seiten dieses Faltbalkens 3 über den Faltbalken
3 vorkragen. Dabei kragen die Faltmesser 5, 6 über ihre Messerhöhe h über den Rand
des Faltbalkens 3 vor. - Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel weist der untere
zweite Faltbalken 4 zwei Gegen-Faltmesser 8 auf, die vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel
an gegenüberliegenden Seiten des zweiten unteren Faltbalkens 4 über den Rand des Faltbalkens
4 vorkragen, und zwar über ihre Messerhöhe h. Die beiden Faltmesser 5, 6 des ersten
oberen Faltbalkens 3 funktionieren bei der Faltung als Obermesser und die beiden Gegen-Faltmesser
8 des zweiten unteren Faltbalkens 4 funktionieren bei der Faltung als Untermesser.
Die Faltmesser 5, 6 des ersten Faltbalkens 3 weisen eine unterschiedliche Messerhöhe
h auf. Zweckmäßigerweise ist auch die Messerhöhe h der Gegen-Faltmesser 8 des zweiten
unteren Faltbalkens 4 unterschiedlich. Um bei der Faltung von einem Faltmesser 5 zu
dem anderen Faltmesser 6 zu wechseln, wird der erste obere Faltbalken 3 bevorzugt
und im Ausführungsbeispiel um eine sich parallel zu seiner Längsrichtung erstreckende
Rotationsachse gedreht, und zwar insbesondere und im Ausführungsbeispiel um 180° gedreht.
Das wird beispielsweise in der Fig. 3 durch einen entsprechenden Pfeil angedeutet.
Zum Wechsel der Gegen-Faltmesser 8 des zweiten unteren Faltbalkens 4 wird auch dieser
bevorzugt und im Ausführungsbeispiel um eine parallel zu seiner Längsrichtung orientierte
Rotationsachse gedreht, und zwar bevorzugt und im Ausführungsbeispiel um 180° gedreht.
[0021] Ein Wechsel von einem Faltmesser 5 zu einem weiteren Faltmesser 6 bzw. von einem
Gegen-Faltmesser 8 zu einem weiteren Gegen-Faltmesser 8 kann also durch eine einfache
Drehung des ersten Faltbalkens 3 bzw. des zweiten Faltbalkens 4 um die jeweilige Rotationsachse
R erreicht werden. Dieser Rotationswechsel der Faltmesser 5, 6 bzw. Gegen-Faltmesser
8 ist einfach, zügig und mit geringem Aufwand durchführbar. Aufwendige Montage- und
Demontagearbeiten entfallen im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten
Maßnahmen. Für einen Wechsel der Messer muss der Betrieb der erfindungsgemäßen Faltvorrichtung
im Gegensatz zu den aus der Praxis bekannten Faltvorrichtungen lediglich kurzzeitig
unterbrochen werden. Auf diese Weise wird auch eine Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit
erreicht.
1. Faltvorrichtung für flächige Materialbahnen (1), insbesondere zur kontinuierlichen
Faltung von Materialbahnen auf Basis von Zellulose, Papier, Kunststoff und/oder Drahtgewebe
sowie in Form von mehrlagigen Laminaten aus den vorgenannten Materialien, mit einem
Einlauftisch (2) für die kontinuierliche Zuführung der Materialbahn (1) und mit zumindest
einem Faltbalken (3, 4) mit einem ersten daran fixierten Faltmesser (5, 6), das für
bestimmte Falthöhen eingerichtet ist, wobei der Faltbalken (3, 4) taktweise auf- und
abbewegbar ist, so dass mit dem auf die Materialbahn (1) einwirkenden Faltmesser (5)
Falten (7) in die Materialbahn (1) einbringbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Faltbalken (3,4) zumindest ein weiteres zweites Faltmesser (6) fixiert ist
und dass durch Drehung des Faltbalkens (3, 4) um eine sich parallel zur Längsrichtung
des Faltbalkens (3, 4) erstreckende Rotationsachse R anstelle des ersten Faltmessers
(5) das zweite Faltmesser (6) für die Einbringung der Falten (7) in die Materialbahn
(1) zur Verfügung steht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Falten (7) mit der Maßgabe in die Materialbahn (1) einbringbar sind, dass die
Materialbahn (1) faltenbalgartig faltbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltbalken (3, 4) und die Faltmesser (5, 6) senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht
zur Zuführrichtung bzw. zur Längsrichtung der Materialbahn (1) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltmesser (5, 6) um ihre Messerhöhe (h) über den Rand des zugeordneten Faltbalkens
(3, 4) vorkragen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Faltmesser (5) und das zumindest eine weitere Faltmesser (6) unterschiedliche
Messerhöhen (h) aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Faltmesser (5) und ein weiteres zweites Faltmesser (6) an gegenüberliegenden
Längsseiten des Faltbalkens (3, 4) angeordnet sind und dass vorzugsweise durch Drehung
des Faltbalkens (3, 4) um einen Drehwinkel von 150° bis 210°, insbesondere von 160°
bis 200°, bevorzugt von 170° bis 190° und sehr bevorzugt von 175° bis 185° das jeweilige
andere Faltmesser (5, 6) zum Falten zur Verfügung steht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest drei Faltmesser (5, 6) mit gegenseitigem Abstand an dem Faltbalken (3,
4) fixiert sind und dass durch Drehung des Faltbalkens (3, 4) um einen dem Abstand
der Faltmesser (5, 6) voneinander entsprechenden Drehwinkel ein Wechsel der Faltmesser
(5,6) erfolgt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltmesser (5, 6) des ersten Faltbalkens (3) als Obermesser eingerichtet sind
und dass ein zweiter Faltbalken (4) unterhalb des ersten Faltbalkens (3) angeordnet
ist, der zumindest ein Gegen-Faltmesser (8) aufweist, das als Untermesser zur Wechselwirkung
mit einem als Obermesser funktionierenden Faltmesser (5, 6) des ersten Faltbalkens
(3) eingerichtet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Faltbalken (4) zumindest zwei Gegen-Faltmesser (8) aufweist und dass durch
Drehung des zweiten Faltbalkens (4) um eine sich parallel zur Längsrichtung des zweiten
Faltbalkens (4) erstreckende zweite Rotationsachse wahlweise das an dem zweiten Faltbalken
(4) fixierte erste oder zweite Gegen- Faltmesser (8) als Untermesser zur Verfügung
steht.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Gegen-Faltmesser (8) des zweiten Faltbalkens (4) bezüglich der gewünschten
Falthöhen an ein Faltmesser (5, 6) des ersten Faltbalkens (3) angepasst ist und dass
durch Drehung des ersten Faltbalkens (3) sowie durch Drehung des zweiten Faltbalkens
(4) ein Faltmesser (5,6) und ein komplementäres Gegen-Faltmesser (8) in eine Faltposition
überführbar sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerhöhe (h1) eines ersten Faltmessers (5) mindestens 1,2-mal, vorzugsweise mindestens 1,3-mal
und bevorzugt mindestens 1,4-mal so groß ist wie die Messerhöhe (h2) eines zweiten Faltmessers (6) des Faltbalkens (3) und/oder wobei die Messerhöhe
h1 eines ersten Gegen-Faltmessers (8) mindestens 1,2-mal, vorzugsweise mindestens 1,3-mal,
bevorzugt mindestens 1,4-mal so groß ist wie die Messerhöhe (h2) eines zweiten Gegen-Faltmessers (8) des zweiten Faltbalkens (4).
1. A folding device for flat material webs (1), in particular for continuously folding
material webs based on cellulose, paper, plastic and/or wire mesh, as well as in the
form of multilayer laminates comprised of the aforementioned materials, with an infeed
table (2) for continuously feeding the material web (1) and with at least one folding
bar (3, 4) with a first folding knife (5, 6) fixed thereto, which is set for specific
folding heights, wherein the folding bar (3, 4) can be moved up and down in cycles,
so that folds (7) can be introduced into the material web (1) with the folding knife
(5) acting on the material web (1), characterized in that at least one additional second folding knife (6) is fixed to the folding bar (3,
4), and that turning the folding bar (3, 4) around an axis of rotation R extending
parallel to the longitudinal direction of the folding bar (3, 4) makes the second
folding knife (6) available for introducing the folds (7) into the material web (1)
instead of the first folding knife (5) .
2. The device according to claim 1, characterized in that the folds (7) can be introduced into the material web (1) with the condition that
the material web (1) can be folded like a bellows.
3. The device according to one of claims 1 or 2, characterized in that the folding bar (3, 4) and folding knives (5, 6) are arranged perpendicular or essentially
perpendicular to the feeding direction or longitudinal direction of the material web
(1).
4. The device according to one of claims 1 to 3, characterized in that the folding knives (5, 6) protrude over the edge of the allocated folding bar (3,
4) by their knife height (h).
5. The device according to one of claims 1 to 4, characterized in that the first folding knife (5) and the at least one additional folding knife (6) have
different knife heights (h).
6. The device according to one of claims 1 to 5, characterized in that the first folding knife (5) and an additional second folding knife (6) are arranged
on opposing longitudinal sides of the folding bar (3, 4), and that turning the folding
bar (3, 4) by an angle of rotation of 150° to 210°, in particular 160° to 200°, preferably
of 170° to 190° and very preferably 175° to 185°, preferably makes the respective
other folding knife (5, 6) available for folding.
7. The device according to one of claims 1 to 6, characterized in that at least three folding knives (5, 6) are fixed on the folding bar (3, 4) spaced mutually
apart, and that turning the folding bar (3, 4) by an angle of rotation corresponding
to the distance between the folding knives (5, 6) causes a switching of the folding
knives (5, 6) to take place.
8. The device according to one of claims 1 to 7, characterized in that the folding knives (5, 6) of the first folding bar (3) are set up as the upper knives,
and that a second folding bar (4) is arranged below the first folding bar (3), and
has at least one counter-folding knife (8), which is set up as the lower knife for
interacting with a folding knife (5, 6) of the first folding bar (3) that functions
as the upper knife.
9. The device according to claim 8, characterized in that the second folding bar (4) has at least two counter-folding knives (8), and that
turning the second folding bar (4) around a second axis of rotation extending parallel
to the longitudinal direction of the second folding bar (4) selectively makes the
first or second counter-folding knife (8) fixed to the second folding bar (4) available
as the lower knife.
10. The device according to one of claims 8 or 9, characterized in that each counter-folding knife (8) of the second folding bar (4) is adjusted in terms
of the desired folding heights to a folding knife (5, 6) of the first folding bar
(3), and that turning the first folding bar (3) and turning the second folding bar
(4) makes it possible to transfer the folding knife (5, 6) and a complementary counter-folding
knife (8) into a folding position.
11. The device according to one of claims 8 to 10, characterized in that the knife height (h1) of a first folding knife (5) is at least 1.2 times, preferably at least 1.3 times,
and primarily 1.4 times as large as the knife height (h2) of a second folding knife (6) of the folding bar (3) and/or wherein the knife height
h1 of a first counter-folding knife (8) is at least 1.2 times, preferably at least 1.3
times, primarily at least 1.4 times as large as the knife height (h2) of a second counter-folding knife (8) of the second folding bar (4) .
1. Dispositif de pliage de bandes de matière (1) planes, dédié notamment au pliage continu
de bandes de matière à base de cellulose, de papier, de matière plastique et/ou de
toile métallique et se présentant sous la forme de laminés multicouches des matières
précédemment citées, pourvu d'une table d'alimentation (2) pour amener de manière
continue la bande de matière (1) et pourvu d'au moins une barre de pliage (3, 4),
dotée d'une première lame de pliage (5, 6), fixée sur cette dernière, qui est aménagée
pour des hauteurs de pliage déterminées, la barre de pliage (3, 4) étant déplaçable
de manière cadencée vers le haut et vers le bas, de telle sorte qu'à l'aide de la
lame de pliage (5) agissant sur la bande de matière (1), des plis (7) puissent être
ménagés dans la bande de matière (1), caractérisé en ce que sur la barre de pliage (3, 4) est fixée au moins une deuxième lame de pliage (6)
supplémentaire et en ce que par une rotation de la barre de pliage (3, 4) autour d'un axe de rotation R qui s'étend
à la parallèle de la direction longitudinale de la barre de pliage (3, 4), en remplacement
de la première lame de pliage (5), la deuxième lame de pliage (6) soit disponible,
pour ménager les plis (7) dans la bande de matière (1).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les plis (7) sont susceptibles d'être ménagés dans la bande de matière (1) à condition
que la bande de matière (1) puisse se plier à la manière d'un soufflet.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la barre de pliage (3, 4) et la lame de pliage (5, 6) sont placées à la perpendiculaire
ou sensiblement à la perpendiculaire de la direction d'aménagé ou de la direction
longitudinale de la bande de matière (1).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les lames de pliage (5, 6) débordent de la valeur de leur hauteur de lame (h) au-delà
du bord de la barre de pliage (3, 4) associée.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la première lame de pliage (5) et l'au moins une lame de pliage (6) supplémentaire
présentent des hauteurs de lame (h) différentes.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la première lame de pliage (5) et une deuxième lame de pliage (6) supplémentaire
sont placées sur des faces longitudinales opposées de la barre de pliage (3, 4) et
en ce que de préférence, par une rotation de la barre de pliage (3, 4) autour d'un angle de
rotation de 150° à 210°, notamment de 160° à 200°, de préférence de 170° à 190° et
de manière très préférentielle, de 175° à 185° l'autre lame de pliage (5, 6) respective
soit disponible pour le pliage.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins trois lames de pliage (5, 6) sont fixées avec un écart mutuel sur la barre
de pliage (3, 4) et en ce que par une rotation de la barre de pliage (3, 4) de la valeur d'un angle de rotation
correspondant à l'écart mutuel entre les lames de pliage (5, 6), un changement de
lame de pliage (5, 6) ait lieu.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les lames de pliage (5, 6) de la première barre de pliage (3) sont aménagées en tant
que lames supérieures et en ce qu'une deuxième barre de pliage (4), qui comporte au moins une contre-lame de pliage
(8), qui en tant que lame inférieure est aménagée pour interagir avec une lame de
pliage (5, 6) de la première barre de pliage (3), est placée en dessous de la première
barre de pliage (3).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que la deuxième barre de pliage (4) comporte au moins deux contre-lames de pliage (8)
et en ce que par une rotation de la deuxième barre de pliage (4) autour d'un deuxième axe de rotation
s'étendant à la parallèle de la direction longitudinale de la deuxième barre de pliage
(4), sélectivement la première ou la deuxième contre-lame de pliage (8) fixée sur
la deuxième barre de pliage (4) soit disponible en tant que lame inférieure.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que chaque contre-lame de pliage (8) de la deuxième barre de pliage (4) est adaptée en
rapport aux hauteurs de pliage souhaitées à une lame de pliage (5, 6) de la première
barre de pliage (3) et en ce que par une rotation de la première barre de pliage (3), ainsi que par une rotation de
la deuxième barre de pliage (4), une lame de pliage (5, 6) et une contre-lame de pliage
(8) complémentaire puissent être amenées dans une position de pliage.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que la hauteur de lame (h1) d'une première lame de pliage (5) correspond à au moins 1,2 fois, de préférence
à au moins 1,3 fois et de manière préférentielle, à au moins 1,4 fois la hauteur de
lame (h2) d'une deuxième lame de pliage (6) de la barre de pliage (3) et / ou la hauteur de
lame h1 d'une première contre-lame de pliage (8) correspondant à au moins 1,2 fois, de préférence
à au moins 1,3 fois, de manière préférentielle, à au moins 1,4 fois la hauteur de
lame (h2) d'une deuxième contre-lame de pliage (8) de la deuxième barre de pliage (4).
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