[0001] Die Erfindung betrifft ein Paneel umfassend eine Paneeloberseite, eine Paneelunterseite,
einen Paneelkern sowie komplementäre Verriegelungsmittel, die paarweise an sich gegenüberliegenden
Paneelkanten vorgesehen sind, wobei wenigstens ein Paar Verriegelungsmittel mit komplementären
Hakenprofilen versehen ist, nämlich einem Aufnahmehaken und diesem gegenüberliegend
einem Arretierhaken, mit der Maßgabe, dass der Aufnahmehaken rumpffern angeordnet
einen Hakenrand und rumpfnäher angeordnet eine Aufnahmeaussparung aufweist, wobei
die Aufnahmeaussparung zur Paneeloberseite offen ist und wobei der Arretierhaken mit
einer rumpfnäher angeordneten und zur Paneelunterseite offenen Arretieraussparung
versehen ist und einen rumpffern angeordneten Arretierabsatz aufweist, der in senkrechter
Fügerichtung in die Aufnahmeaussparung des Aufnahmehakens passt, wobei der Arretierhaken
eine vertikal verriegelnd wirkende Arretierkontur hat und der Aufnahmehaken eine Formschlusskontur
aufweist, die zwecks vertikaler Verriegelung formschlüssig mit der Arretierkontur
des Arretierhakens zusammenpasst, wobei der Arretierhaken rumpfnäher an seinem Arretierabsatz
angeordnet eine horizontal verriegelnde Haltefläche aufweist und der Aufnahmehaken
rumpffern in der Aufnahmeaussparung angeordnet mit einer horizontal verriegelnden
Haltefläche versehen ist, wobei der Aufnahmehaken mit einer Dichtungsrille versehen
ist, welche zur Paneeloberseite offen ist, und wobei der Arretierhaken eine zur Paneelunterseite
hervorstehende Dichtungsleiste hat, welche im zusammengefügten Zustand der komplementären
Hakenprofile in die Dichtungsrille passt.
[0002] Aus der
WO 2007/081267 A1 ist ein gattungsgemäßes Paneel bekannt, das einen Paneelkern aus feuchtigkeitsempfindlichem
Material umfasst sowie komplementäre Hakenprofile an dem feuchtigkeitsempfindlichen
Paneelkern, nämlich einen Aufnahmehaken sowie einen Arretierhaken. An einer Oberseite
des Paneelkerns hat das Paneel darüber hinaus eine elastische Oberflächenschicht.
Seitliche Kanten der elastischen Oberflächenschicht können überlappen und bilden selbst
eine hakenförmige Verbindung. Dieser Stand der Technik schlägt vor, im Bereich der
überlappenden Kanten könne wahlweise ein Dichtungsmittel enthalten sein. Sofern also
Dichtungsmittel enthalten ist, kann diejenige überlappende Kante auf der Seite des
Aufnahmehakens dann als eine Dichtungsrille aufgefasst werden und die überlappende
Kante auf der Seite des Arretierhakens kann als eine Dichtungsleiste aufgefasst werden.
[0003] Aus der
US 2018/0002933 A1 sind Bodenpaneele bekannt, die mit einem mechanischen Verriegelungssystem versehen
sind, das durch eine vertikale Verschiebung eines ersten Paneels gegen ein zweites
Paneel verriegelt werden kann. Das Verriegelungssystem umfasst einen ersten starren
und einen zweiten flexiblen Fugenrandabschnitt mit unterschiedlichen Verriegelungsfunktionen.
Der erste Kantenabschnitt sorgt für eine horizontale Verriegelung und der zweite Abschnitt
für eine vertikale Verriegelung.
[0004] Die
EP 0 624 696 A2 betrifft eine Leichtbau-Plattenbaugruppe, umfassend einen Verbindungsstreifen, der
so angeordnet ist, dass er auf eine Trägerstruktur geklebt werden kann, und eine Vielzahl
von Platten, die so angeordnet sind, dass sie auf den Verbindungsstreifen montiert
werden können und sich im Allgemeinen teilweise nebeneinander überlappen. Jede der
Vielzahl von Platten umfasst erste und zweite Randabschnitte an gegenüberliegenden
Seiten der Platte. Der Verbindungsstreifen umfasst einen dritten Kantenabschnitt.
Der erste Kantenabschnitt jedes Paneels ist für einen passenden Eingriff mit dem dritten
Kantenabschnitt des Verbindungsstreifens und gleichzeitig mit dem zweiten Kantenabschnitt
eines benachbarten Paneels konfiguriert.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Paneel vorzuschlagen,
mit dem die Dichtungswirkung einfacher zu erzielen ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird die zugrundeliegende Aufgabe dadurch gelöst, dass die Dichtungsrille
und die Dichtungsleiste im Bereich des Paneelkerns angeordnet sind, und dass die Oberfläche
der Dichtungsrille aus dem Material des Paneelkerns gebildet ist und/oder die Oberfläche
der Dichtungsleiste aus diesem Material des Paneelkerns gebildet ist.
[0007] Die Erfindung kehrt davon ab, im Bereich der Hakenprofile den Paneelkern vor Feuchtigkeit
abzuschirmen. Stattdessen wird im Material des Paneelkerns eine Dichtungsrille ausgebildet
sowie auch eine Dichtungsleiste ausgebildet.
[0008] Wenn der Paneelkern aus einem Material ist, welches die Eigenschaft hat, Feuchtigkeit
aufnehmen zu können und dabei sein Volumen zu vergrößern, wird dies als Quellung bezeichnet.
Die Erfindung macht sich diese Eigenschaft zu Nutze und kehrt davon ab, den Paneelkern
vor Feuchtigkeit zu schützen.
[0009] Stattdessen wird ein Paneelkern benutzt, der eine Quelleigenschaft hat, damit die
damit einhergehende Volumenausdehnung ausnutzbar ist, um auf diese Weise eine Dichtungswirkung
zu erzielen oder um diese Wirkung zu verstärken.
[0010] Zweckmäßig kann darüber hinaus sein, wenn der Aufnahmehaken mit seiner horizontal
verriegelnden Haltefläche in der Aufnahmeaussparung so ausgelegt ist, dass eine permanente
Vorspannung gegen die horizontal verriegelnde Haltefläche des Arretierabsatzes erzeugbar
ist. Dadurch werden die beiden Paneelkanten elastisch gegeneinander gespannt, was
die Fuge an der Paneeloberseite geschlossen hält. Auf diese Weise wird die Abdichtung
mittels der Dichtungsrille und Dichtungsleiste begünstigt. Die permanente Vorspannung
kann beispielsweise durch eine Gestaltung erzielt werden, die eine elastische Auslenkung
an der Paneelunterseite vorsieht bei gleichzeitig geschlossener Fuge an der Paneeloberseite
sowie einer ebenen fluchtenden Ausrichtung der Paneeloberseiten der verriegelten Paneele.
[0011] Des Weiteren wird es daher als nützlich angesehen, wenn der Paneelkern ein Material
umfasst, das eine Quellung durch Feuchtigkeit begünstigt. Beim gattungsgemäßen Paneel
wird versucht, Feuchtigkeit nicht bis zum Paneelkern herankommen zu lassen.
[0012] Allgemein ist es bekannt, für Paneele der gattungsgemäßen Art den Paneelkern aus
sogenannten quellvergüteten Platten herzustellen, deren Quellvergütung dazu dient,
einer Quellung entgegenzuwirken, z.B. durch Zugabe eines Wachsbestandteils bei der
Herstellung der Platte. Von dieser Lehre kehrt die Erfindung ab und schlägt stattdessen
vor, auf Maßnahmen zur Quellvergütung zu verzichten oder die Quellvergütung des Materials
des Paneelkerns zumindest zu reduzieren.
[0013] Einfacherweise kann der Paneelkern einen Holzfaserwerkstoff umfassen. Vorzugsweise
wird für das erfindungsgemäße Paneel ein Holzfaserwerkstoff mit reduzierter Quellvergütung
oder ganz ohne Quellvergütung verwendet. Ein Paneel aus einem quellvergüteten Holzfaserwerkstoff
kann beispielsweise wasserabweisende Bestandteile enthalten, wie Wachs. Dies reduziert
die Quellung des Holzfaserwerkstoffs je nach Dosierung des wasserabweisenden Bestandteils.
[0014] Holzfaserwerkstoffe im Sinne dieser Erfindung sind neben hochdichter Holzfaserplatte
(HDF), mitteldichter Faserplatte (MDF) und OSB-Platte (engl.: oriented strand board)
auch faserhaltige Kompositwerkstoffe wie WPC (engl.: Wood Plastics Composite) oder
NFRP (engl.: Natural Fiber Reinforced Plastics).
[0015] Erfindungsgemäß wird die quellende Eigenschaft des Paneelkerns ausgenutzt, um zur
Abdichtung verriegelter Paneelkanten beizutragen. Durch die vorgeschlagene Maßnahme
bleiben tiefere Bereiche des Paneelkerns überraschenderweise frei von Feuchtigkeit,
obwohl wasserabweisende Bestandteile im Holzfaserwerkstoff weggelassen oder mindestens
reduziert werden. Überraschend hat sich gezeigt, unter das Niveau von Dichtungsrille
und Dichtungsleiste gelangt nahezu keine Feuchtigkeit mehr. Diejenigen Bereiche der
Hakenprofile bleiben trocken, welche den Zusammenhalt verriegelter Paneelkanten bewirken,
nämlich die Arretierkontur des Arretierhakens sowie die Formschlusskontur des Aufnahmehakens.
Entsprechende Tests im Bereich von T-Fugen haben ergeben, dass Wasser, im Bereich
einer T-Fuge auf einer Bodenoberfläche, die aus erfindungsgemäßen Paneelen zusammengefügt
ist, auch nach langer Dauer nicht bis zur Unterseite des Bodenbelags durchsickern
kann.
[0016] Zweckmäßig ist die Dichtungsleiste relativ zur Dichtungsrille ohne Übermaß gestaltet,
damit sich diese leicht ineinanderfügen lassen.
[0017] Hilfreich ist es, wenn die Dichtungsrille mit einander gegenüberliegenden Seitenwänden
versehen ist, einen Rillengrund hat und distal von einem in Richtung der Paneeloberseite
vorstehenden Rillenrand begrenzt ist, wobei die Seitenwände relativ zueinander eine
keilförmige Anordnung einnehmen, wobei der Keilwinkel zur Paneeloberseite offen ist,
und wobei der Keilwinkel im Bereich von 30° bis 70° liegt, bevorzugt im Bereich von
40° bis 60° und besonders bevorzugt bei 45° bis 55° liegt.
[0018] Wie sich herausgestellt hat ist es besonders hilfreich die vorgeschlagene keilförmige
Anordnung der Seitenwände so vorzusehen, dass der Raum zwischen den Seitenwänden zum
Rillengrund der Dichtungsrille enger wird. Des Weiteren hilft es, wenn dann auch die
Dichtungsleiste Außenflächen hat, welche an die keilförmige Anordnung der Seitenwände
der Dichtungsrille angepasst sind.
[0019] Des Weiteren hilft es, dass der Querschnitt der Dichtungsrille zwischen den Seitenwänden
und dem Rillengrund jeweils einen runden Übergang aufweist. (z.B. Radius) ... im Unterscheid
zum SdT der Fig. 5c aus
WO 2007/081267, wo rechteckige Querschnitte zu sehen sind) Auf diese Weise durch runde Übergänge
und Vermeidung eckiger Konturen ergibt sich eine Gleichmäßigkeit der Quellung, die
erfindungsgemäß zur Abdichtung ausgenutzt werden soll.
[0020] Ebenfalls nützlich ist zwischen der distalen Seitenwand und dem Rillenrand im Querschnitt
ein runder Übergang vorgesehen.
[0021] An die proximale Seitenwand der Dichtungsrille schließt sich nach oben eine Anstoßfläche
an, die vorzugsweise senkrecht zur Paneeloberseite angeordnet ist.
[0022] Die distale Fläche des Rillenrandes ist vorzugsweise senkrecht zur Paneeloberseite
angeordnet.
[0023] Zweckmäßig ist am Arretierhaken proximal zur Dichtungsleiste eine nach unten in Richtung
der Paneelunterseite offene Aussparung vorgesehen. In dieser nach unten offenen Aussparung
findet der nach oben vorstehende Rillenrand des Aufnahmehakens Platz. Vorzugsweise
ist der Querschnitt der Aussparung größer als der Querschnitt des Rillenrandes, und
zwar so dass im zusammengefügten Zustand zwischen einer Oberseite des Rillenrandes
und dem Grund der Aussparung ein Hohlraum gebildet ist.
[0024] Als nützlich hat sich herausgestellt, wenn die Dichtungsleiste an die Querschnittsform
der Dichtungsrille angepasst ist. Auf diese Weise und durch Vermeidung von eckigen
Konturen kann von einer Gleichmäßigkeit der Quellung profitiert werden.
[0025] Ein weiterer Nutzen wird darin gesehen, dass ein separates Vertikalsperrelement vorgesehen
ist, und dass das separate Vertikalsperrelement vor einer Verriegelung der Paneelkanten
entweder als Bestandteil der Arretierkontur des Arretierhakens vorgesehen ist oder
als Bestandteil der Formschlusskontur des Aufnahmehakens vorgesehen ist.
[0026] Einfacherweise weist die Arretierkontur des Arretierhakens eine Nut für das separate
Vertikalsperrelement auf, wobei die Formschlusskontur des Aufnahmehakens ebenfalls
eine Nut für das separate Vertikalsperrelement aufweist.
[0027] Zweckmäßig ist entweder die Nut im Aufnahmehaken oder die Nut im Arretierhaken als
Haltenut hergerichtet, um das separate Vertikalsperrelement vor einer Verriegelung
der Paneelkanten verliersicher halten zu können, wobei ein aus der verliersicher haltenden
Nut hervorstehender Teil des separaten Vertikalsperrelements während eines Fügevorgangs
in Eingriff zu bringen ist mit der jeweils anderen Nut. Das separate Vertikalsperrelement
kann demzufolge verliersicher in der Nut des Arretierhakens appliziert sein. Soll
es hingegen in der Nut des Aufnahmehakens verliersicher gehalten sein, dann muss es
ggf. im Sinne einer kinematischen Umkehr in geänderter Orientierung appliziert werden,
um die Funktion zu gewährleisten.
[0028] Als nützlich herausgestellt hat sich, dass relativ zum Paneelkern sowohl die Nut
im Aufnahmehaken als auch die Nut im Arretierhaken in distaler Richtung offen ist.
[0029] Einfacherweise hat das separate Vertikalsperrelement einen Haltebereich, der zur
verliersicheren Applikation des Vertikalsperrelements mittels einer der Nuten vorgesehen
ist, und dass ein hervorstehender Teil des Vertikalsperrelements mit einer Rastlasche
versehen ist. D. h. der Haltebereich des Vertikalsperrelements wirkt mit der Nut zusammen,
in welcher das Vertikalsperrelement verliersicher gehalten werden soll.
[0030] Der Haltebereich und/oder die Rastlasche des separaten Vertikalsperrelements kann
federnd ausgebildet sein, nämlich zwecks automatischer Verrastbarkeit der Rastlasche
in einer Nut während eines Fügevorgangs komplementärer Hakenprofile. Durch diese Maßnahme
ist eine automatische Verrastung ermöglicht, so dass die Herstellung der vertikalen
Verriegelung automatisch erfolgt.
[0031] Zweckmäßig ist zumindest eine mit Hakenprofil versehene Paneelkante an der Paneeloberseite
mit einer Kantenbrechung versehen. Falls beide Paneelkanten mit komplementären Verriegelungsmitteln
eine Kantenbrechung haben lässt sich so im zusammengefügten Zustand von Paneelen eine
Belagsoberfläche mit optisch ansprechender Fuge erzeugen. Die Fuge kann beispielsweise
eine V-Fuge sein, die aus zwei gegeneinander stehenden Fasen gebildet ist. Eine Fuge
hat den Vorteil, die Paneelkanten zu schützen, insbesondere eine V-Fuge, beziehungsweise
die jeweilige Fase bietet guten Schutz für die jeweilige Paneelkante.
[0032] Eine Kantenbrechung kann mit einer Beschichtung versehen sein. Zweckmäßig ist eine
solche Beschichtung vorgesehen, welche an der Oberfläche der Kantenbrechung einer
Aufnahme von Feuchtigkeit in das Material des Paneelkerns entgegenwirkt. Hierfür ist
jedes geeignete abdichtende Beschichtungsmaterial verwendbar, beispielsweise Lack
oder Folie. Die erfindungsgemäße Ausnutzung der Quelleigenschaft des Materials des
Paneelkerns soll erst an jenen unterhalb einer Kantenbrechung befindlichen Flächen
der Paneelkante beginnen und ihre Wirkung dort entfalten, wo eine Abdichtung durch
Quellung von Material benötigt und gewünscht wird.
[0033] Nachstehend ist die Erfindung in einer Zeichnung beispielhaft veranschaulicht und
detailliert beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Paar Paneelkanten des erfindungsgemäßen Paneels im Querschnitt,
- Fig. 2
- eine Weiterbildung des Paneels mit alternativer Ausführungsform des Paneelkantenpaares
gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Weiterbildung des Paneels mit alternativer Ausführungsform des Paneelkantenpaares
gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Ausführungsform des Paneels mit einem ersten Paar Paneelkanten mit separatem
Vertikalsperrelement,
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform des Paneels mit einem ersten Paar Paneelkanten mit separatem
Vertikalsperrelement,
- Fig. 6
- ein zweites Paar Paneelkanten des Paneels mit formschlüssiger Nut- und Federverbindung
sowie mit Dichtungssteg und Dichtungsnut gemäß der Anmeldung EP 18155583.0,
- Fig. 7
- das erste Paar Paneelkanten gemäß Fig. 5 mit leerer Nut für ein Vertikalsperrelement,
- Fig. 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel mit einem alternativen separaten Vertikalsperrelement.
[0034] Ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Paneels 1 ist in Fig. 1 gezeigt.
Es umfasst eine Paneeloberseite 2, eine Paneelunterseite 3, einen Paneelkern 4 sowie
komplementäre Verriegelungsmittel 5 und 6, die paarweise an sich gegenüberliegenden
Paneelkanten 7 und 8 vorgesehen sind. Die Paneelkanten in Fig. 1 können als die Paneelkanten
aufgefasst werden, die zu einem Paneel gehört haben. In der Praxis ist es nämlich
durchaus üblich ein Paneel durchzutrennen, beispielsweise wenn das Paneel am Ende
einer Paneelreihe zu lang ist. Dann wird es auf eine passende Länge gekürzt und zu
dem Zweck durchtrennt. Das abgetrennte Reststück kann in der Regel zum Beginn einer
neuen Paneelreihe benutzt werden. Dabei wird die Seite mit der Schnittfläche an den
Anfang einer neuen Reihe gelegt, so dass am gegenüberliegenden Ende dieses Paneel-Reststücks
das passende Verriegelungsmittel vorhanden ist, um die neue Paneelreihe fortzusetzen
und ein weiteres Paneel daran zu verriegeln. Komplementäre Verriegelungsmittel eines
durchtrennten Paneels passen daher stets zusammen und können miteinander verriegelt
werden, wie in Fig. 1 gezeigt.
[0035] Selbstverständlich können die ausschnittsweise dargestellten Paneelkanten gemäß Fig.
1 im Prinzip auch als die Paneelkanten zweier Paneele aufgefasst werden, welche nicht
durchtrennt sind.
[0036] Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel sind die komplementären Verriegelungsmittel
5 und 6 des Paneels als ein Paar komplementärer Hakenprofile ausgebildet. Ein Hakenprofil
ist ein Aufnahmehaken 9 und das diesem gegenüberliegende Hakenprofil ist ein dazu
passender Arretierhaken 10. Dabei hat der Aufnahmehaken 9 rumpffern angeordnet einen
Hakenrand 11 und rumpfnäher weist er eine Aufnahmeaussparung 12 auf. Die Aufnahmeaussparung
12 ist zur Paneeloberseite 2 offen. Der Arretierhaken 10 hat rumpfnäher angeordnet
und zur Paneelunterseite 3 offen eine Arretieraussparung 13 und rumpffern ist er mit
einem Arretierabsatz 14 versehen. Der Arretierabsatz 14 passt in senkrechter Fügerichtung
in die Aufnahmeaussparung 12 des Aufnahmehakens 9, d. h. er lässt in wesentlich senkrechter
Fügerichtung in die Aufnahmeaussparung 12 hinab bewegen. Zwischen dem Grund der Arretieraussparung
13 und dem Top des Hakenrandes 11 ist im verriegelten Zustand eine Lücke vorgesehen.
Der Arretierabsatz sitzt flächig auf dem Grund der Aufnahmeaussparung 12. Für die
horizontale Verriegelung sind Halteflächen vorgesehen. Sie sollen einem Auseinanderbewegen
verriegelter Paneele in der Paneelebene und zwar senkrecht zu den Paneelkanten entgegenwirken.
Eine der Halteflächen 11a ist am Hakenrand proximal angeordnet. Sie begrenzt quasi
die Aufnahmeaussparung 12 des Aufnahmehakens 9. Die komplementäre Haltefläche 14a
des Arretierhakens 10 ist am Arretierabsatz 14 proximal vorgesehen.
[0037] Des Weiteren hat der Arretierhaken 10 eine vertikal verriegelnd wirkende Arretierkontur
15, die einstückig aus dem Material des Paneelkerns 4 besteht. Die Arretierkontur
15 umfasst eine Nut 16, die einen etwa dreieckigen Querschnitt hat und eine Arretiernut
bildet. Aus demselben Material ist auch eine am Aufnahmehaken 9 vorgesehene Formschlusskontur
17, welche zwecks vertikaler Verriegelung formschlüssig mit der Arretierkontur 15
des Arretierhakens 10 zusammenpasst. Die Formschlusskontur 17 ist als ein distaler
hervorstehender Steg 18 ausgebildet. Der Steg 18 hat einen etwa dreieckigen Querschnitt
und weist eine Verriegelungsfläche 19 auf, deren Flächennormale schräg zur Paneelunterseite
3 gerichtet ist, sowie eine Freifläche 20, deren Flächennormale schräg zur Paneeloberseite
2 gerichtet ist. Die Verriegelungsfläche des Steges 18 wirkt zusammen mit einer Nutwand
21 der Arretiernut.
[0038] Oberhalb der Formschlusskontur 17 hat der Aufnahmehaken 9 eine Dichtungsrille 22,
deren Oberfläche aus dem Material des Paneelkerns 4 gebildet ist.
[0039] Passend dazu ist oberhalb der Arretierkontur 15 des Arretierhakens 10 eine Dichtungsleiste
23 vorgesehen, die ihrerseits aus dem Material des Paneelkerns 4 gebildet ist und
sich an die Kontur der Dichtungsrille 22 anschmiegt.
[0040] Die Dichtungsrille 22 des Aufnahmehakens 9 ist von einem in Richtung der Paneeloberseite
2 vorstehenden Rillenrand 24 begrenzt, wobei am Arretierhaken 10 eine nach unten offenen
Aussparung 25 für den Rillenrand 24 vorgesehen ist. Die Dichtungsrille 22 hat eine
proximale Seite 26 sowie dem Rillenrand 22 zugewandt eine distale Seite 27 sowie einen
Rillengrund 28. Der Rillengrund hat eine konvex gekrümmte Kontur, wobei sich diese
Krümmung auch zu den Seiten 26 und 27 erstreckt.
[0041] Die proximale Seitenwand 26 der Dichtungsrille 22 geht über in eine obere Anstoßfläche
29, die senkrecht zur Paneeloberseite 2 angeordnet ist. Die distale Seitenwand 27
hat eine Tangentenlinie 30 als Übergang in eine konkav runde Kontur, welche die Oberseite
31 des Rillenrandes 24 bildet. Der Rillenrand 24 ist distal von einer unteren Anstoßfläche
32 begrenzt, die relativ zur Paneeloberseite 2 senkrecht angeordnet ist.
[0042] Zwischen der oberen Anstoßfläche 29 und der Tangentenlinie 30 ist ein keilförmiger
Querschnittsbereich gebildet.
[0043] Die Dichtungsleiste 23 des Arretierhakens 10 ist an die oben beschriebene Kontur
der Dichtungsrille 22 angepasst und hat quasi einen passend keilförmigen Querschnitt.
Die Dichtungsleiste 23 hat eine proximale Leistenseite 33, die sich an der Tangentenlinie
30 orientiert sowie eine distale Leistenseite 34, welche an die proximale Seitenwand
26 angepasst ist und gleichfalls einen Übergang in eine obere Gegenstoßfläche 35 hat,
welche mit der Anstoßfläche 29 zusammenwirkt.
[0044] Passend zur unteren Anstoßfläche 32 des Aufnahmehakens ist der Arretierhaken 10 mit
einer unteren Gegenstoßfläche 36 versehen. Die untere Gegenstoßfläche 36 ist zwischen
der nach unten offenen Aussparung 25 und der Arretiernut 16 angeordnet.
[0045] Für die Dichtungsleiste des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 ist ein Keilwinkel α
von 50° vorgesehen. Diese vorgeschlagene keilförmige Anordnung ist günstig für Paneele,
die einen Paneelkern aus quellendem Material haben. Dichtungsrille und Dichtungsleiste
sind einfacher ineinanderzufügen als beispielsweise bei einer Dichtungsrille/Dichtungsleiste
mit parallelen Seiten, weil diese viel Spiel aufweisen müssen um sich ineinanderfügen
zu lassen, jedoch schlecht abdichten. Im Unterscheid dazu begünstigt die keilförmige
Gestaltung die Dichtheit, weil die Seitenwand 26 der Dichtungsrille 22 Kontakt hat
mit der distalen Leistenseite 34 der Dichtungsleiste 23 und gleichzeitig die distale
Seitenwand 27 der Dichtungsrille 22 Kontakt mit der proximalen Leistenseite 33 der
Dichtungsleiste hat. Größenunterschiede des Querschnitts der Dichtungsleiste einerseits
und des Querschnitts der Dichtungsrille andererseits sind weniger kritisch als bei
Ausführungen deren Dichtungsrille/Dichtungsleiste parallelen Flächenpaare zur Abdichtung
vorsehen.
[0046] Fig. 2 zeigt eine Weiterbildung des Paneels mit alternativer Ausführungsform des
Paneelkantenpaares. Im Unterschied zum vorherigen Ausführungsbeispiel ist an beiden
Hakenprofilen an der Paneeloberseite 2 jeweils eine Kantenbrechungen vorgesehen. Im
Übrigen ist die Ausführung identisch mit jener gemäß Fig. 1. An dem Aufnahmehaken
9 hat die Paneeloberseite 2 an der Paneelkante eine Kantenbrechung K in Form einer
Fase F1, die hier in einem Winkel von 35° relativ zur Paneeloberseite geneigt ist.
Ebenso ist der Arretierhaken 10 an der Paneeloberseite 2 mit einer Kantenbrechung
K in Form einer Fase F2 versehen, welche spiegelbildlich und passend zur Fase F1 des
Aufnahmehakens 9 ausgebildet ist. Die beiden Fasen schützen die jeweilige Paneelkante
7 beziehungsweise 8. Die Fase reduziert das Risiko von Bruchschäden an der betreffenden
Paneelkante. Gemeinsam bilden die Fasen F1 und F2 eine V-Fuge, die optisch ansprechend
ist und insgesamt dem Schutz einer Belagsoberfläche nützt, weil Bruchschäden der Paneelkanten
7 und 8 seltener sind und geringeres Ausmaß annehmen.
[0047] Mit Fig. 3 ist eine Weiterbildung desjenigen Paneels gemäß Fig. 2 dargestellt. Es
hat ebenso, wie das vorherige Ausführungsbeispiel Kantenbrechungen in Form von Fasen.
Darüber hinaus ist eine zusätzliche zweite vertikal verriegelnde Maßnahme vorgesehen.
Zu dem Zweck ist eine distale Fläche des Hakenrandes 11 mit einer männlichen Rastkontur
M versehen, die in distaler Richtung hervorsteht. Passend dazu ist in der Arretieraussparung
13 des Arretierhakens 10 an einer proximalen Fläche eine weiblichen Rastkontur W vorgesehen,
welche in Berührung mit der männlichen Rastkontur ist und vertikal verriegelnd wirkt.
[0048] Eine weitere Ausführungsform des Paneels ist in Fig. 4 gezeigt, welche auf der Ausführung
gemäß Fig. 1 basiert. Im Unterschied zu Fig. 1 umfasst die Formschlusskontur 17 des
Aufnahmehakens ein separates Vertikalsperrelement 37, das in einer Haltenut 38 im
Aufnahmehaken 9 verliersicher gehalten ist. Das separate Vertikalsperrelement 37 wird
vor der Herstellung eines Paneelbelags verliersicher in der dafür vorgesehenen Haltenut
38 des Aufnahmehakens 9 appliziert, was während der Herstellung des Paneels automatisiert
vorgenommen werden kann oder separate Vertikalsperrelemente werden bei Auslieferung
von Paneelen in entsprechender passender Anzahl als Einzelteile beigelegt. Vor einer
Verriegelung komplementärer Hakenprofile muss dann jeweils ein Vertikalsperrelement
manuell in der Haltenut 38 des Aufnahmehakens 9 eingefügt werden.
[0049] Ein aus der Haltenut 38 hervorstehendes Teil 39 des separaten Vertikalsperrelements
bildet eine federelastische Rastlasche. Diese kann während eines Fügevorgangs aufgrund
ihrer elastischen Eigenschaft zurückweichen, wenn ein komplementärer Arretierhaken
dagegen gestoßen wird. Wenn der Arretierhaken bis in die endgültige Verriegelungsposition
gebracht wird, kann das hervorstehende Teil des separaten Vertikalsperrelements automatisch
mittels federelastischer Spannung in Richtung seiner neutralen Position wieder hervortreten.
Diese neutralere Position des Vertikalsperrelements beziehungsweise seiner federelastischen
Rastlasche ist gleichzeitig auch die vertikal verriegelnde Position, welche einem
Auseinanderbewegen der Hakenprofile in vertikaler Richtung entgegenwirkt.
[0050] Das Teil des Querschnitts des separaten Vertikalsperrelements 37, das verliersicher
in der Haltenut 38 gehalten ist, weist dafür einen Haltebereich auf, der einen Rücken
39 hat sowie einseitig am Rücken 39 vorgesehene Quervorsprünge 40, 41 und 42, die
im applizierten Zustand in Richtung der Paneelunterseite 3 hervortreten und bis zur
gegenüberlegenden Nutwand 43 der Haltenut 38 reichen. Im Verhältnis zur Weite der
Haltenut hat der verliersicher eingefügte Haltebereich des separaten Vertikalsperrelements
(37) ein gewisses Übermaß, weswegen die Quervorsprünge 40, 41 und 42 mit gewisser
elastischer Verformung und Vorspannung für den gewünschten verliersicheren Halt in
der Haltenut 38 sorgen. Gegenüberliegend zu den drei Quervorsprüngen 40, 41 und 42
setzt an einem Ende des Rückens 39 ein Hals 44 an. An diesem Hals wiederum setzt sich
die federelastische Rastlasche 45 fort. Die federelastische Rastlasche 45 hat ein
freies Ende 46, welches gegen die Nutwand 21 der Arretiernut 16 des Arretierhakens
stößt. Mittels dieses Kontaktes zwischen dem freien Ende 46 und der Nutwand 21 wird
die vertikale Verriegelungswirkung erzeugt. Zweckmäßig ist dies so aufeinander abgestimmt,
damit das freie Ende 46 der Rastlasche 45 stets mit einem Rest an federelastischer
Spannung an der Nutwand 21 anliegt. Dieses Konzept kann so ausgelegt sein, dass selbst
bei einem gewissen Verschleiß der Hakenprofile stets genügend federelastische Spannung
erhalten bleibt und sich in vertikaler Richtung kein Spiel zwischen den verriegelten
Hakenprofilen ausbilden kann. Im Beispiel der Fig. 4 zeigt das freie Ende 46 der federnden
Rastlasche nach unten zur Panelunterseite 3.
[0051] Im Bereich der Dichtungsrille 22 des Aufnahmehakens und der Dichtungsleiste 23 des
Arretierhakens ist die Gestaltung gemäß Fig. 4 modifiziert und zwar befindet sich
zwischen dem Rillenrand 24 und der nach unten offenen Aussparung 25 etwas Luft beziehungsweise
ist dort ein Hohlraum 47 ausgebildet. In diesem Bereich der Konturen ist beabsichtigt,
den Kontakt der Dichtungsleiste 23 mit dem Rillengrund 28 der Dichtungsrille sicherzustellen.
Dies wird vereinfacht, wenn auf einen zusätzlichen Kontakt zwischen Rillenrand 24
und Aussparung 25 verzichtet wird, indem an dieser Stelle Material entfernt ist, so
dass der Hohlraum 47 gebildet werden kann.
[0052] Eine distale Seitenfläche 48 des Arretierabsatzes 14 hat im zusammengefügten Zustand
der Hakenprofile einen Abstand zu einer proximalen Seitenfläche 49 der Aufnahmeaussparung
12. Auch an dieser Stelle soll Luft bleiben, beziehungsweise eine Lücke 50. Die Lücke
an dieser Stelle begünstigt ebenfalls ein gutes Ineinanderpassen von Dichtungsrille
22 und Dichtungsleiste 23.
[0053] Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass bei einer anderen Ausführung dasselbe
separate Vertikalsperrelement 37 verliersicher am Arretierhaken 10 appliziert werden
kann. Dafür muss die Arretiernut 16 geändert werden um das Vertikalsperrelement 37
verliersicher halten zu können und zwar in kinematisch umgekehrter Anordnung, so dass
das freie Ende 46 der federelastischen Rastlasche 45 nach oben zur Paneeloberseite
2 gerichtet ist.
[0054] Ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 hat, wie das Vorherige, wiederum Kantenbrechungen
in Form von Fasen F1 und F2. Die Fasen bilden spiegelbildlich aneinander gesetzt gemeinsam
eine V-Fuge. Ein Unterschied gegenüber der vorherigen Ausführungsform besteht in der
Gestaltung des Arretierabsatzes 14. Die Unterseite des Arretierabsatzes 14 ist gemäß
Fig. 5 teilweise freigeschnitten und zwar ist ein proximaler Teil der Unterseite mit
einem Freischnitt 51 versehen. Dadurch entsteht im zusammengefügten Zustand der komplementären
Hakenprofile ein Spalt 52 zwischen dem Freischnitt 51 und dem Grund der Aufnahmeaussparung
12. Ein distaler Teil der Unterseite des Arretierabsatzes 14 behält Kontakt mit dem
Grund der Aufnahmeaussparung 12. Diese Gestaltung schafft an der Paneelunterseite
3 eine gewisse Nachgiebigkeit des Aufnahmehakens 9. Diese Nachgiebigkeit ist vorteilhaft,
wenn auf buckeligem Untergrund ein Belag aus erfindungsgemäßen Paneelen hergestellt
werden soll. Ein nach oben hervorstehender Buckel im Untergrund, wenn er sich unterhalb
verriegelter Hakenprofile befindet, kann durch die erwähnte Nachgiebigkeit etwas kompensiert
werden. Wenn sich die Paneelunterseite 3 aufgrund eines Buckels nach oben drückt verengt
sich lediglich der Spalt 52 und eine Anhebung der Paneeloberseite 2 kann vermieden
oder vermindert werden.
[0055] Mittels einer gestrichelten Linie ist in Fig. 5 eine Alternative Gestaltung veranschaulicht,
welche vorsieht, dass im verriegelten Zustand zweier Paneelkanten (7, 8), jene obere
Fuge geschlossen ist, welche durch die obere Anstoßfläche 29 im Kontakt mit der oberen
Gegenstoßfläche 35 gebildet ist.
[0056] Dabei ist gleichzeitig die dem Aufnahmehaken 9 zuzurechnende Haltefläche 11a in Kontakt
mit der dem Arretierhaken 10 zuzurechnenden Haltefläche 14a. Die gestrichelte Linie
deutet eine elastische Biegung am Aufnahmehaken nach unten um das Maß t an. Die elastische
Biegung bewirkt eine permanente Vorspannung innerhalb der Verriegelung, nämlich mittels
einer Anordnung der Halteflächen 11a/14a so, dass sie gegenüber dem Lot auf der Paneelebene
um einen Winkel β geneigt sind. Dies hält insbesondere die erwähnte Fuge zwischen
oberer Anstoßfläche 29 und oberer Gegenstoßfläche 35 geschlossen. Die hier vorgeschlagene
Ausbildung der Hakenprofile, welche eine permanente Vorspannung innerhalb der Verriegelung
erzeugen und die obere Fuge schließen soll kann selbstverständlich auch als Alternative
bei jedem der Ausführungsbeispiele der Figuren 1 bis 4 vorgesehen sein.
[0057] Anhand von Fig. 6 ist ein zweites Paar Paneelkanten 60 und 61 des Paneels dargestellt,
welches eine formschlüssige Nut- und Federverbindung vorsieht. Dieses Paar Paneelkanten
lässt sich an einem viereckigen Paneel sehr gut kombinieren mit einem ersten Kantenpaar,
welches die erfindungsgemäßen komplementären Hakenprofile hat. Die Paneelkanten gemäß
Fig. 6 verzichten auf Hakenprofile und lassen sich nicht in einer Fügebewegung in
einer Richtung senkrecht zur Paneelebene verriegeln. Stattdessen ist eine der Paneelkanten
mit einem Federprofil 62 versehen und die komplementäre Paneelkante hat ein Nutprofil
63, so dass eine Fügebewegung erforderlich ist, die eine Bewegungskomponente der Paneelkanten
in der Paneelebene aufeinander zu beinhaltet. Vorzugsweise wird dasjenige Paneel mit
Federprofil 62 in gewisser Schrägstellung in Richtung des Nutprofils 63 eines liegenden
Paneels zu bewegt und wenn die Feder in der Nut eingesetzt ist, wird das schräggestellte
Paneel anschließend in dieselbe Ebene des liegenden Paneels herabgeschwenkt. Durch
die herabschwenkende Bewegung wird die formschlüssige Verriegelung hergestellt.
[0058] Das zweite Kantenpaar ist so gestaltet, wie in der Patentanmeldung
EP 18155583.0 vorgeschlagen. Diese Paneelkanten haben ihrerseits Mittel zur Dichtung einer Fuge,
welche einem Durchdringen von Wasser zur Paneelunterseite 3 entgegenwirken sollen.
Zu diesem Zweck ist das Federprofil 62 mit einer Dichtungsnut 64 versehen und das
komplementäre Nutprofil 63 weist einen distal hervorstehenden Dichtungssteg 65 auf,
welcher in die Dichtungsnut 64 hineinpasst. Dichtungssteg und Dichtungsnut sind jeweils
im Material des Paneelkerns 4 angeordnet. Beim vorliegenden Paneelkern 4 ist dies
ein Material, das unter Feuchtigkeit quellen kann und soll.
[0059] Die Dichtheit des erfindungsgemäßen Paneels kann verbessert werden, wenn es als viereckiges
Paneel ausgeführt wird und als zweites Kantenpaar mit den formschlüssigen Nut- und
Federprofilen gemäß
EP 18155583.0 ausgeführt ist.
[0060] Darüber hinaus wurde gefunden, dass die Dichtheit des viereckigen Paneels noch weiter
verbessert werden kann, wenn eine definierte gemeinsame Dichtungsebene 66 vorgesehen
wird. Es soll das Kantenpaar mit den Hakenprofilen dieselbe Dichtungsebene nutzen,
wie auch das zweite Kantenpaar, welches die formschlüssigen Nut- und Federprofile
(62, 63) gemäß
EP 18155583.0 aufweist.
[0061] Zu dem Zweck wird vorgeschlagen, es soll dasjenige mit den formschlüssigen Nut- und
Federprofilen versehene zweite Kantenpaar in Bezug auf die gemeinsame Dichtungsebene
66 so angeordnet sein, dass eine Oberseite 67 des Dichtungssteges 65 sowie eine obere
Nutwand 68 der Dichtungsnut 64, welche als wirksame dichtende Flächen miteinander
in Berührung stehen, auf dem Niveau der gemeinsamen Dichtungsebene 66 angeordnet sein.
[0062] In Bezug auf das Kantenpaar mit den Hakenprofilen, wie in Fig. 7 dargestellt, soll
der Rillengrund 28 der Dichtungsrille 22, welcher mit der Dichtungsleiste 23 in Berührung
ist, so angeordnet sein, dass der tiefste Punkt des Rillengrundes 28 gleichfalls auf
dem Niveau der gemeinsamen Dichtungsebene 66 liegt, welche durch die nebeneinander
gezeigten Figuren 6 und 7 veranschaulicht ist. Im Übrigen ist in dieser Darstellung
vereinfachend das Sperrelement weggelassen; es ist jedoch für die Ausführung gemäß
Fig. 7 dasselbe Sperrelement 37 vorgesehen, wie in Figs. 4 und 5.
[0063] Auf diese Weise ist erreicht, dass dichtend in Berührung stehende Flächen beider
Kantenpaare, weil sie in derselben Dichtungsebene 66 angeordnet sind, auch in den
Ecken der Paneele keine Dichtheitslücken entstehen lassen.
[0064] Fig. 8 zeigt wiederum ein erfindungsgemäßes Paneel 1, das mit einem separaten Vertikalsperrelement
69 zwecks vertikaler Verriegelung versehen ist. Im Unterschied zur den Ausführungen
gemäß Fig. 4 und 5 ist das Vertikalsperrelement 69 mit einer Rastlasche 70 versehen,
die im verriegelten Zustand zweier Paneele aus der Haltenut 38 hervorsteht. An einem
in die Haltenut 38 hineinreichenden rückwärtigen Bereich ist das Vertikalsperrelement
69 federelastisch ausgebildet. Dieser federelastische Haltebereich 71 wird im Sinne
der Erfindung zum Haltebereich gezählt, weil er in die Haltenut 38 ragt. Die Funktion
des federelastischen Haltebereichs 71 besteht jedoch zumindest hauptsächlich darin,
Federenergie zu speichern und diese als elastische Vorspannung nach vorne in die Rastlasche
70 zu übertragen, welche im verriegelten Zustand zweier Paneele aus der Haltenut 38
hervortritt, wie in Fig. 8 zu sehen. Selbstverständlich kann jedes Ausführungsbeispiel
der Figuren 1-7 mit dem hier vorgeschlagenen Vertikalsperrelement 69 mit den nötigen
Anpassungen der aufnehmenden Haltenut 38 als zweckmäßige Formschlusskontur 17 versehen
sein.
Bezugszeichenliste
[0065]
- 1
- Paneel
- 2
- Paneeloberseite
- 3
- Paneelunterseite
- 4
- Paneelkern
- 5
- Verriegelungsmittel
- 6
- Verriegelungsmittel
- 7
- Paneelkante
- 8
- Paneelkante
- 9
- Aufnahmehaken
- 10
- Arretierhaken
- 11
- Hakenrand
- 11a
- horizontal verriegelnde Haltefläche
- 12
- Aufnahmeaussparung
- 13
- Arretieraussparung
- 14
- Arretierabsatz
- 14a
- horizontal verriegelnde Haltefläche
- 15
- Arretierkontur
- 16
- Arretiernut
- 17
- Formschlusskontur
- 18
- Steg
- 19
- Verriegelungsfläche
- 20
- Freifläche
- 21
- Nutwand (Arretiernut)
- 22
- Dichtungsrille
- 23
- Dichtungsleiste
- 24
- Rillenrand
- 25
- Aussparung
- 26
- proximale Seitenwand
- 27
- distale Seitenwand
- 28
- Rillengrund
- 29
- obere Anstoßfläche
- 30
- Tangentenlinie
- 31
- Oberseite (Rillenrand)
- 32
- unter Anstoßfläche
- 33
- proximale Leistenseite
- 34
- distale Leistenseite
- 35
- obere Gegenstoßfläche
- 36
- untere Gegenstoßfläche
- 37
- separates Vertikalsperrelement
- 38
- Nut
- 39
- Rücken
- 40
- Quervorsprung
- 41
- Quervorsprung
- 42
- Quervorsprung
- 43
- Nutwand
- 44
- Hals
- 45
- federelastische Rastlasche
- 46
- freies Ende
- 47
- Hohlraum
- 48
- distale Seitenfläche
- 49
- proximale Seitenfläche
- 50
- Lücke
- 51
- Freischnitt
- 52
- Spalt
- 60
- Paneelkante
- 61
- Paneelkante
- 62
- Federprofil
- 63
- Nutprofil
- 64
- Dichtungsnut
- 65
- Dichtungssteg
- 66
- gemeinsame Dichtungsebene
- 67
- Oberseite (Dichtungssteg)
- 68
- obere Nutwand (Dichtungsnut)
- 69
- separates Vertikalsperrelement
- 70
- Rastlasche
- 71
- federelastischer Haltebereich
- F1
- Fase
- F2
- Fase
- M
- männliche Rastkontur
- W
- weibliche Rastkontur
- α
- Keilwinkel
- β
- Winkel
1. Paneel (1) umfassend eine Paneeloberseite (2), eine Paneelunterseite (3), einen Paneelkern
(4)sowie komplementäre Verriegelungsmittel (5, 6), die paarweise an sich gegenüberliegenden
Paneelkanten (7, 8) vorgesehen sind, wobei wenigstens ein Paar Verriegelungsmittel
mit komplementären Hakenprofilen versehen ist, nämlich einem Aufnahmehaken (9) und
diesem gegenüberliegend einem Arretierhaken (10), mit der Maßgabe, dass der Aufnahmehaken
(9) rumpffern angeordnet einen Hakenrand (11) und rumpfnäher angeordnet eine Aufnahmeaussparung
(12) aufweist, wobei die Aufnahmeaussparung (12) zur Paneeloberseite (2) offen ist
und wobei der Arretierhaken (10) mit einer rumpfnäher angeordneten und zur Paneelunterseite
(3) offenen Arretieraussparung (13) versehen ist und einen rumpffern angeordneten
Arretierabsatz (14) aufweist, der in senkrechter Fügerichtung in die Aufnahmeaussparung
(12) des Aufnahmehakens (9) passt, wobei der Arretierhaken (10) eine vertikal verriegelnd
wirkende Arretierkontur (15) hat und der Aufnahmehaken (9) eine Formschlusskontur
(17) aufweist, die zwecks vertikaler Verriegelung formschlüssig mit der Arretierkontur
(15) des Arretierhakens (10) zusammenpasst, wobei der Arretierhaken (10) rumpfnäher
an seinem Arretierabsatz (14) angeordnet eine horizontal verriegelnde Haltefläche
(14a) aufweist und der Aufnahmehaken (9) rumpffern in der Aufnahmeaussparung (12)
angeordnet mit einer horizontal verriegelnde Haltefläche (11a) versehen ist, wobei
der Aufnahmehaken (9) mit einer Dichtungsrille (22) versehen ist, welche zur Paneeloberseite
(2) offen ist, und wobei der Arretierhaken (10) eine zur Paneelunterseite (3) hervorstehende
Dichtungsleiste (23) hat, welche im zusammengefügten Zustand der komplementären Hakenprofile
in die Dichtungsrille (22) passt, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsrille (22) und die Dichtungsleiste (23) im Bereich des Paneelkerns (4)
angeordnet sind, und dass die Oberfläche der Dichtungsrille (22) aus dem Material
des Paneelkerns (4) gebildet ist und/oder die Oberfläche der Dichtungsleiste (23)
aus dem Material des Paneelkerns (4) gebildet ist, wobei der Paneelkern eine Quelleigenschaft
aufweist.
2. Paneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Paneelkern (4) aus einem Material ist, welches die Eigenschaft hat, Feuchtigkeit
aufnehmen zu können und dabei sein Volumen zu vergrößern.
3. Paneel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Paneelkern (4) einen Holzfaserwerkstoff umfasst.
4. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsrille (22) mit einander gegenüberliegenden Seitenwänden (26, 27) versehen
ist, einen Rillengrund (28) hat und distal von einem in Richtung der Paneeloberseite
(2) vorstehenden Rillenrand (24) begrenzt ist, wobei die Seitenwände (26, 27) relativ
zueinander eine keilförmige Anordnung einnehmen, wobei der Keilwinkel (α) zur Paneeloberseite
(2) offen ist, und wobei der Keilwinkel (α) im Bereich von 30° bis 70° liegt, bevorzugt
im Bereich von 40° bis 60° und besonders bevorzugt bei 45° bis 55° liegt.
5. Paneel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Dichtungsrille (22) zwischen den Seitenwänden (26, 27) und dem
Rillengrund (28) jeweils einen runden Übergang aufweist.
6. Paneel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der distalen Seitenwand (27) und dem Rillenrand (24) im Querschnitt ein
runder Übergang vorgesehen ist.
7. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsleiste (23) an die Querschnittsform der Dichtungsrille (22) angepasst
ist.
8. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein separates Vertikalsperrelement (37) vorgesehen ist, und dass das separate Vertikalsperrelement
(37, 69) vor einer Verriegelung der Paneelkanten (7, 8) entweder als Bestandteil der
Arretierkontur (15) des Arretierhakens (10) integriert ist oder als Bestandteil der
Formschlusskontur (17) des Aufnahmehakens (9) integriert ist.
9. Paneel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierkontur (15) des Arretierhakens (10) eine Nut für das separate Vertikalsperrelement
(37, 69) aufweist, und dass die Formschlusskontur (17) des Aufnahmehakens (9) ebenfalls
eine Nut (38) für das separate Vertikalsperrelement (37, 69) aufweist.
10. Paneel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass entweder die Nut (38) im Aufnahmehaken (9) oder die Nut im Arretierhaken (10) als
Haltenut hergerichtet ist, um das separate Vertikalsperrelement (37, 69) vor einer
Verriegelung der Paneelkanten (7, 8) verliersicher halten zu können, wobei ein aus
der verliersicher haltenden Nut (38) hervorstehender Teil des separaten Vertikalsperrelements
(37) während eines Fügevorgangs in Eingriff zu bringen ist mit der jeweils anderen
Nut.
11. Paneel nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass relativ zum Paneelkern (4) sowohl die Nut (38) im Aufnahmehaken (9) als auch die
Nut im Arretierhaken (10) in distaler Richtung offen ist.
12. Paneel nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das separate Vertikalsperrelement (37, 69) einen Haltebereich hat, der zur verliersicheren
Applikation des Vertikalsperrelements mittels einer der Nuten vorgesehen ist, und
dass ein hervorstehender Teil des Vertikalsperrelements mit einer Rastlasche (45,
70) versehen ist.
13. Paneel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebereich und/oder die Rastlasche (45, 70) des separaten Vertikalsperrelements
(37, 69) federnd ausgebildet ist zwecks automatischer Verrastbarkeit der Rastlasche
(45, 70) in einer Nut (16) während eines Fügevorgangs komplementärer Hakenprofile.
14. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine mit Hakenprofile versehene Paneelkante (7, 8) an der Paneeloberseite
(2) mit einer Kantenbrechung (F1, F2) versehen ist.
1. Panel (1) comprising a panel top side (2), a panel underside (3), a panel core (4)
and complementary locking means (5, 6) provided in pair-wise relationship at mutually
opposite panel edges (7, 8), wherein at least one pair of locking means is provided
with complementary hook profiles, namely a receiving hook (9) and an arresting hook
(10) opposite thereto, with the proviso that the receiving hook (9) has arranged remote
from the main body a hook edge (11) and arranged closer to the main body a receiving
recess (12), wherein the receiving recess (12) is open towards the panel top side
(2) and wherein the arresting hook (10) is provided with an arresting recess (13)
arranged closer to the main body and open towards the panel underside (3) and an arresting
shoulder (14) which is arranged remote from the main body and which fits in the perpendicular
joining direction into the receiving recess (12) of the receiving hook (9), wherein
the arresting hook (10) has an arresting contour (15) with a vertical locking action
and the receiving hook (9) has a positively locking contour (17) which for the purposes
of vertical locking fits together in positively locking relationship with the arresting
contour (15) of the arresting hook (10), wherein the arresting hook (10) has a horizontally
locking holding surface (14a) arranged closer to the main body at its arresting shoulder
(14) and the receiving hook (9) is provided with a horizontally locking holding surface
(11a) arranged remote from the main body in the receiving recess (12), wherein the
receiving hook (9) is provided with a sealing groove (22) open towards the panel top
side (2) and wherein the arresting hook (10) has a sealing strip (23) which projects
with respect to the panel underside (3) and which fits into the sealing groove (22)
in the assembled state of the complementary hook profiles, characterised in that the sealing groove (22) and the sealing strip (23) are arranged in the region of
the panel core (4) and the surface of the sealing groove (22) is formed from the material
of the panel core (4) and/or the surface of the sealing strip (23) is formed from
the material of the panel core (4), wherein the panel core has a swelling property.
2. Panel according to claim 1, characterised in that the panel core (4) is made of a material which has the property of being able to
absorb moisture and in so doing increase its volume.
3. Panel according to claim 1 or claim 2 characterised in that the panel core (4) includes a wood fibre material.
4. Panel according to one of claims 1 to 3 characterised in that the sealing groove (22) is provided with mutually opposite side walls (26, 27), has
a groove bottom (28) and is delimited distally by a groove edge (24) projecting in
the direction of the panel top side (2), wherein the side walls (26, 27) assume relative
to each other a wedge-shaped arrangement, wherein the wedge angle (α) is open towards
the panel top side (2) and wherein the wedge angle (α) is in the range of 30° to 70°, preferably in the range of 40° to 60° and particularly preferably at 45° to 55°.
5. Panel according to claim 4 characterised in that the cross-section of the sealing groove (22) has a respective round transition between
the side walls (26, 27) and the groove bottom (28).
6. Panel according to claim 5 characterised in that there is provided a round transition between the distal side wall (27) and the groove
edge (24) in the cross-section thereof.
7. Panel according to one of claims 1 to 6 characterised in that the sealing strip (23) is adapted to the cross-sectional shape of the sealing groove
(22).
8. Panel according to one of claims 1 to 7 characterised in that there is provided a separate vertical locking element (37) and the separate vertical
locking element (37, 69) prior to locking of the panel edges (7, 8) is either integrated
as a constituent part of the arresting contour (15) of the arresting hook (10) or
is integrated as a constituent part of the positively locking contour (17) of the
receiving hook (9).
9. Panel according to claim 8 characterised in that the arresting contour (15) of the arresting hook (10) has a holding groove (38) for
the separate vertical locking element (37, 69) and the positively locking contour
of the receiving hook also has a holding groove (38) for the separate vertical locking
element (37, 69).
10. Panel according to claim 9 characterised in that either the holding groove (38) in the receiving hook (9) or the groove (16) in the
arresting hook (10) is arranged as a holding groove in order to be able to captively
hold the separate vertical locking element (37, 69) prior to locking of the panel
edges (7, 8), wherein a part projecting from the holding groove (38) of the separate
vertical locking element (37) is to be brought into engagement with the respective
other groove during a joining operation.
11. Panel according to claim 9 or claim 10 characterised in that both the holding groove (38) in the receiving hook (9) and also the groove (16) in
the arresting hook (10) is open relative to the panel core (4) in the distal direction.
12. Panel according to one of claims 9 to 11 characterised in that the separate vertical locking element (37, 69) has a holding region which is provided
for captive application of the vertical locking element by means of one of the grooves
and a projecting part of the vertical locking element is provided with a retaining
latch (45, 70).
13. Panel according to claim 12 characterised in that the holding region and/or the retaining latch (45, 70) of the separate vertical locking
element (37, 69) is of a resilient configuration for the purposes of automatic latchability
of the retaining latch (45, 70) in a groove (16) during a joining operation of complementary
hook profiles.
14. Panel according to one of claims 1 to 13 characterised in that at least one panel edge (7, 8) which is provided with hook profiles is provided with
an edge break (F1, F2) at the panel top side (2).
1. Panneau (1) comprenant une face supérieure (2), une face inférieure (3), une âme (4)
ainsi que des moyens de verrouillage complémentaires (5, 6) qui sont prévus par paire
sur des chants opposés du panneau (7, 8), au moins une paire de moyens de verrouillage
étant munie de profilés en crochet complémentaires, à savoir un crochet de réception
(9) et, opposé à celui-ci, un crochet d'arrêt (10), sous réserve que le crochet de
réception (9) présente, disposé loin du corps, un rebord (11) et, disposé plus près
du corps, un évidement de réception (12), l'évidement de réception (12) étant ouvert
vers la face supérieure du panneau (2) et le crochet d'arrêt (10) étant muni d'un
évidement d'arrêt (13) disposé plus près du corps et ouvert vers la face inférieure
du panneau (3) et présentant, disposé loin du corps, un épaulement d'arrêt (14) qui
loge dans le sens d'assemblage perpendiculaire dans l'évidement de réception (12)
du crochet de réception (9), le crochet d'arrêt (10) présentant un contour d'arrêt
(15) opérant un verrouillage dans le sens vertical et le crochet de réception (9)
présentant un contour à complémentarité de forme (17) qui, aux fins de verrouillage
vertical, se conforme par complémentarité de forme au contour d'arrêt (15) du crochet
d'arrêt (10), le crochet d'arrêt (10) présentant, disposée plus près du corps, une
surface de maintien (14a) opérant un verrouillage horizontal au niveau de son épaulement
d'arrêt (14) et le crochet de réception (9) étant muni, disposée loin du corps dans
l'évidement de réception (12), d'une surface de maintien (11a) opérant un verrouillage
horizontal, le crochet de réception (9) étant muni d'une gorge d'étanchéité (22) qui
est ouverte vers la face supérieure du panneau (2), et le crochet d'arrêt (10) ayant
une bande d'étanchéité (23) dépassant vers la face inférieure du panneau (3) et qui,
lorsque les profilés en crochet complémentaires sont assemblés, se conforme à la gorge
d'étanchéité (22),
caractérisé en ce que la gorge d'étanchéité (22) et la bande d'étanchéité (23) sont disposées dans la zone
de l'âme du panneau (4) et que la surface de la gorge d'étanchéité (22) est constituée
dans le matériau de l'âme du panneau (4) et/ou que la surface de la bande d'étanchéité
(23) est constituée dans le matériau de l'âme du panneau (4), l'âme du panneau présentant
une propriété de gonflement.
2. Panneau selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'âme du panneau (4) est en un matériau qui a la propriété de pouvoir absorber l'humidité
et, ce faisant, d'augmenter son volume.
3. Panneau selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'âme du panneau (4) comprend un matériau à base de fibres de bois.
4. Panneau selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que la gorge d' étanchéité (22) est munie de parois latérales (26, 27) opposées, a un
fond de rainure (28) et est limitée distalement par un rebord de rainure (24) dépassant
dans la direction de la face supérieure du panneau (2), les parois latérales (26,
27) affectant relativement l'une à l'autre une disposition en forme de cale et l'angle
de cale (α) étant ouvert vers la face supérieure du panneau et l'angle de cale (α)
étant dans la plage de 30° à 70°, préférentiellement dans la plage de 40° à 60° et
particulièrement préférentiellement entre 45° et 55°.
5. Panneau selon la revendication 4, caractérisé en ce que la section transversale de la gorge d'étanchéité (22) présente une transition ronde
respectivement entre les parois latérales (26, 27) et le fond de la rainure (28).
6. Panneau selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'une transition ronde est prévue en section transversale entre la paroi latérale distale
(27) et le rebord de la rainure (24).
7. Panneau selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que la bande d'étanchéié (23) est adaptée à la forme de section transversale de la gorge
d'étanchéité (22).
8. Panneau selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce qu'un élément de blocage vertical séparé (37) est prévu et que l'élément de blocage vertical
séparé (37, 69) est intégré avant un verrouillage des chants du panneau (7, 8) soit
comme composant du contour d'arrêt (15) du crochet d'arrêt (10), soit comme composant
du contour à complémentarité de forme (17) du crochet de réception (9).
9. Panneau selon la revendication 8, caractérisé en ce que le contour d'arrêt (15) du crochet d'arrêt (10) présente une rainure pour l'élément
de blocage vertical séparé (37, 69) et que le contour à complémentarité de forme (17)
du crochet de réception (9) présente également une rainure (38) pour l'élément de
blocage vertical séparé (37, 69).
10. Panneau selon la revendication 9, caractérisé en ce que soit la rainure (38) du crochet de réception (9) soit la rainure du crochet d'arrêt
(10) est aménagée comme rainure de maintien pour pouvoir tenir l'élément de blocage
vertical séparé (37, 69) de façon imperdable avant un verrouillage des chants de panneau
(7, 8), une partie de l'élément de blocage vertical séparé (37) dépassant de la rainure
assurant un maintien imperdable (38) étant à engager avec la respectivement autre
rainure pendant une opération d'assemblage.
11. Panneau selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que tant la rainure (38) du crochet de réception que la rainure du crochet d'arrêt (10)
sont ouvertes dans le sens distal relativement à l'âme du panneau (4).
12. Panneau selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que l'élément de blocage vertical séparé (37, 69) a une zone de maintien qui est prévue
en vue de l'application imperdable de l'élément de blocage vertical à l'aide d'une
des rainures et qu'une partie dépassante de l'élément de blocage vertical est munie
d'une languette d'encliquetage (45, 70) .
13. Panneau selon la revendication 12, caractérisé en c e que la zone de maintien et/ou
la languette d'encliquetage (45, 70) de l'élément de blocage vertical séparé (37,
69) est de conception élastique aux fins de l'encliquetabilité automatique de la languette
d'encliquetage (45, 70) dans une rainure (16) pendant une opération d'assemblage de
profilés en crochet complémentaires.
14. Panneau selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'au moins un chant de pânneau (7, 8) muni de profilés en crochet est muni d'un chanfrein
(F1, F2) au niveau de la face supérieure du panneau (2).