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(11) |
EP 3 673 136 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.01.2023 Patentblatt 2023/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.08.2018 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2018/071448 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2019/038082 (28.02.2019 Gazette 2019/09) |
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DICHTUNGSVORRICHTUNG FÜR EINEN VERSCHIEBBAREN FLÜGEL ALS SCHIEBEFLÜGEL ODER VERSCHIEBBAREN
HEBE-SCHIEBEFLÜGEL EINES FENSTERS ODER EINER TÜR
SEALING DEVICE FOR A DISPLACEABLE LEAF AS A SLIDING LEAF OR A DISPLACEABLE LIFT-AND-SLIDE
LEAF OF A WINDOW OR A DOOR
SYSTÈME D'ÉTANCHÉITÉ POUR UN BATTANT DÉPLAÇABLE SOUS LA FORME D'UN BATTANT COULISSANT
OU D'UN BATTANT LEVANT-COULISSANT DÉPLAÇABLE D'UNE FENÊTRE OU D'UNE PORTE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
22.08.2017 DE 202017004355 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.07.2020 Patentblatt 2020/27 |
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Patentinhaber: SIEGENIA-AUBI KG |
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57234 Wilnsdorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BERENS, Wolfgang
54427 Kell am See (DE)
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| (74) |
Vertreter: Freudenberg, Thomas |
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Siegenia-Aubi KG
Industriestraße 1-3 57234 Wilnsdorf 57234 Wilnsdorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 568 843 DE-U1-202017 104 445
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DE-U1- 20 119 725 FR-A1- 2 718 784
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dichtungsvorrichtung für einen verschiebbaren Flügel
als Schiebeflügel oder verschiebbaren Hebe-Schiebeflügel eines Fenster oder einer
Tür Verschiebbare Flügel als Schiebeflügel oder verschiebbare Hebe-Schiebeflügel eines
Fenster oder einer Tür sind in verschiedensten Ausführungen bekannt und bestehen im
einfachsten Fall aus einem in einem äußeren Blendrahmen zum Öffnen und Schließen verschiebbar
angeordneten Flügel als Schiebeflügel und aus einem, ebenfalls im Blendrahmen angeordneten
weiteren Tür- oder Fensterelement, beispielsweise Festfeld.
[0002] Der geschlossene Schiebeflügel kann an seiner dem weiteren Tür- oder Fensterelement
abgewandten Seite durch Betätigen eines im Flügelrahmen vorgesehenen Beschlages am
Blendrahmen verriegelt und somit gegen unbefugtes Öffnen gesichert werden. Schiebeflügel
werden in der Regel über- oder unterhalb des Schiebeflügels verschiebbar aufgenommen.
Beim Öffnen, in der Regel mit einem Betätigungsgriff von Hebe-Schiebeflügeln wird
der Schiebeflügel mit den Dichtungen angehoben, wodurch er leichter läuft. Der geöffnete
Schiebeflügel lässt sich dann vor einem danebenliegenden Festteil schieben.
[0003] Hebe- Schiebeflügel lassen sich je nach Ausführung lediglich schieben oder auch zusätzlich
kippen. Beim Schließen wird der Schiebeflügel abgesenkt und somit die Dichtungen wieder
angepresst. Das Öffnen und Schließen ist auch über elektrische, hydraulische oder
pneumatische Aktuatoren möglich.
[0004] Eine Schwachstelle gegen unbefugtes Öffnen bildet aber der Stoßbereich, an dem der
geschlossene Schiebeflügel an das weitere Tür- oder Fensterelement anschließt. In
diesem Stoßbereich kann unter Verwendung eines geeigneten Werkzeugs versucht werden,
den geschlossenen Schiebeflügel und das weitere Tür- oder Fensterelement senkrecht
zur Tür- oder Fensterebene auseinander zu drücken, um so die Tür oder das Fenster
gewaltsam zu öffnen.
[0005] Um dies zu verhindern, sind bereits Sicherungsvorrichtungen für den Stoßbereich bekannt,
und zwar in Form von zwei gleich geformten Sicherungsschienen oder -profilen. Diese
sind aus Metall gefertigt und weisen jeweils einen ersten Profilabschnitt auf, der
einteilig mit einem zweiten Profilabschnitt gefertigt ist und von diesem zweiten Profilabschnitt
absteht. Die Sicherungsprofile werden dann jeweils so an einem vertikalen Abschnitt
des Flügelrahmens und des weiteren Tür- oder Fensterelementes befestigt, dass bei
geschlossenem Schiebeflügel die Sicherungsprofile sich im Bereich ihrer ersten Profilabschnitte
überlappen und zugleich auch derart hintergreifen, dass durch die Sicherungsprofile
einem Versuch wirksam entgegengewirkt wird, den geschlossenen Schiebeflügel und das
anschließende weitere Tür- oder Fensterelement für ein gewaltsames Öffnen auseinander
zu drücken.
[0006] Ein Nachteil der bekannten Sicherungsprofile ist deren schlechte Wärme- und Schalldämmung,
so dass zur Erzielung einer ausreichenden Wärme- und Schalldämmung zusätzlich zu Dichtungen,
die bei geschlossenem Schiebeflügel direkt zwischen den Sicherungsprofilen wirken,
weitere Dichtungen an den Sicherungsprofilen verwendet werden, die mit dem Flügel
bzw. mit dem weiteren Tür- oder Fensterelement zusammenwirken und einem erhöhten Verschleiß
durch die Bewegung des Schiebflügels beim Öffnen und Schließen unterliegen.
[0007] Dieses Problem ist bekannt und es sind entsprechende Dichtungsvorrichtungen auf dem
Markt.
[0008] Eine bekannte Vorrichtung wird in der
DE 20119725 U1 beschrieben. Zum Sichern eines geschlossenen Tür- und/oder Fensterflügels einer Gebäudetür
und/oder eines Gebäudefensters in einem Stoßbereich zu einem anschließenden Tür- oder
Fensterelementes bildet die Vorrichtung, bestehend aus wenigstens zwei Sicherungsprofilen
von denen im Stoßbereich ein Profil mit einer Befestigungsseite am Rahmen des Flügels
und ein Profil mit einer Befestigungsseite an dem weiteren Tür- oder Fensterelement
befestigbar ist. Profilabschnitte der Sicherungsprofile bilden ein gegenseitiges Über-
bzw. Hintergreifen bei geschlossenem Flügel. Dazu sind die Sicherungsprofile jeweils
zweiteilig ausgebildet, bestehend aus einem ersten Profilkörper, der wenigstens einen
ersten Profilabschnitt bildet, sowie aus einem zweiten, aus einem wärme- und/oder
schalldämmenden Material gefertigten Profilkörper, der den ersten Profilkörper an
einer der Befestigungsseite abgewandten Seite zumindest teilweise abdeckt.
[0009] Die bekannte Vorrichtung benötigt für die Umsetzung einer Sicherungsvorrichtung durch
die zweitteilige Anordnung der Bauteile viel Bauraum, was zu einer Beeinträchtigung
der Funktionalität hinsichtlich der Sicherung gegen unbefugtes Öffnen und der Wärme-
und Schalldämmung der Vorrichtung führen kann.
[0010] Durch die von der Außenseite des Fensters oder der Tür sichtbar zugängliche Rastvorrichtung
des Sicherungsprofils zwischen dem ersten Profilkörper und dem zweiten abdeckenden
Profilkörper bietet sich die Möglichkeit, die Rastvorrichtung mit einfachen Mitteln
zu lösen, wobei mit Entfernen des abdeckenden Profilkörpers, die zur Befestigung des
zweiten Profilkörpers an das Fenster oder die Tür angeordnete Befestigungsschrauben
freigesetzt und zugänglich werden und das Fenster oder die Tür leicht zu öffnen ist.
[0011] Unzureichend ist auch die Isolation zur Wärme- und Schalldämmung, da nur der abdeckende
Profilkörper mit wärme- und/oder schalldämmendem Material gefertigt ist. Spalten zwischen
Schiebeflügel und Festfeld bleiben unberücksichtigt. Maßnahmen zur Dichtigkeit gegen
mögliches Eindringen von Wasser durch hohe Windlasten und Schlagregenbeanspruchung
sind in der Vorrichtung nicht getroffen worden, was dem zur Folge zu Beeinträchtigungen
des gesamten Fensters oder der Tür führen kann.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine funktionssichere und kompakte Dichtungsvorrichtung
für einen verschiebbaren Flügel als Schiebeflügel oder verschiebbaren Hebe-Schiebeflügel
eines Fenster oder einer Tür zur Verfügung zu stellen, die die voranstehenden Nachteile
behebt, also in Bezug auf die Wärme- und Schalldämmung, die Schlagregendichtigkeit
mit Beibehaltung der Sicherheit gegen unbefugtes Eindringen verbessert und mit guter
Optik für das Fenster oder die Tür kostengünstig ist und die auf einfache, schnelle,
sichere und präzise Weise mit wenig Bauraum montiert und justiert werden kann.
[0013] Zur Lösung dieser Aufgabe weist ein Schiebeflügel oder Hebe- Schiebeflügel eines
Fensters oder einer Tür eine Dichtungsvorrichtung auf, die aus ersten und zweiten
Dichtleisten besteht, welche in einem Stoßbereich zwischen einem Schiebeflügel, einem
Blendrahmen und einem Festfeld zur Abdichtung und zum Sichern der Zwischenräume eines
geschlossenen Schiebeflügels des Fensters oder einer Tür angeordnet sind. Dabei ist
eine erste Dichtleiste an einer Anlagefläche eines oberen horizontalen Flügelrahmenabschnitts
und eine weitere erste Dichtleiste an einer Anlagefläche eines vertikalen Flügelrahmenabschnitts
des Schiebeflügels befestigt, wobei den ersten Dichtleisten des Schiebeflügels gegenüberliegend
eine zweite Dichtleiste an einer Anlagefläche des oberen horizontalen Blendrahmenabschnitts
des Blendrahmens und eine weitere zweite Dichtleiste einer Anlagefläche des vertikalen
Festfeldrahmenabschnitts des Festfeldrahmens zugeordnet und befestigt ist. Des Weiteren
weisen die aus einem Profilkörper bestehenden ersten und zweiten Dichtleisten erste
Profilabschnitte auf, die sich bei geschlossenem Schiebeflügel gegenseitig Über- bzw.
Hintergreifen und mit gegenüberliegend angeordneten ersten und zweiten Dichtungen
eine wirkverbundene Anlage bilden. Von besonderem Vorteil ist, dass im Bereich des
Aufeinandertreffens der ersten und zweiten horizontalen und vertikalen Dichtleisten
an den jeweils freien Enden Formteile angeordnet sind, welche die ersten und zweiten
vertikalen und horizontalen Dichtleisten zu einer Baueinheit verbinden. Dadurch das
die ersten und zweiten Dichtleisten in Verbindung mit den ersten und zweiten Formteilen
zusammen mit der ersten und zweiten Dichtung zumindest um eine Ecke des Schiebeflügels
in einem Winkel von etwa 90° unterbrechungslos umlaufend geführt sind, lässt sich
der offene Stoßbereich lückenlos sichernd abdichten. Der durchgängige Übergang der
Dichtungsvorrichtung von dem oberen horizontalen Rahmen des Schiebeflügels bis einschließlich
dem vertikalen Rahmen des Schiebeflügels zum Festfeld verhindert außerdem vorrangig
das Eindringen von Luft sowie Feuchtigkeit durch das Rahmensystem des Fensters oder
der Tür. Damit gewinnt die Dichtungsvorrichtung auch mehr an Bedeutung in der Wärmedämmung,
da die Energieentweichung ebenfalls einen kritischen Punkt darstellt. Eine hohe Dichtigkeit
gegen ein mögliches Eindringen von Wasser durch Windlasten und Schlagregenbeanspruchung,
wird zusätzlich durch das umlaufend komprimierte Anliegen der ersten und zweiten Dichtungen
der Dichtungsvorrichtung bei geschlossenem Schiebeflügel erreicht.
[0014] Des Weiteren verleiht die kompakte einteilige Verbindung der Dichtungsvorrichtung,
unter anderem bestehend aus den ersten und zweiten Dichtleisten, den ersten und zweiten
Formteilen und der ersten und zweiten Dichtung neben einer optimalen Abdichtung zwischen
dem Schiebeflügel, dem Blendrahmen und dem Festfeldrahmen eine einfache Montage bei
guter Optik. Eine unerwünschte Leckage bei geschlossenem Schiebeflügel an der Stelle
des Stoßbereiches, insbesondere im Übergangsbereich vom Horizontalbereich in den Vertikalbereich,
wird schließlich mit dem Formschluss der zusammenhängenden Dichtungsvorrichtung durch
die ersten und zweiten Formteile vermieden.
[0015] Zur einfachen Montage und einer stabil geführten Lage im unbelasteten Zustand und
während einer Beanspruchung durch das Zusammendrücken bei geschlossenem Schiebeflügel,
wird die erste und zweite Dichtung vorzugsweise in einer Aufnahmenut der ersten und
zweiten Dichtleisten und in einer Führungsnut der ersten und zweiten Formteile formschlüssig
führend gehalten. Mit Anpassung der ersten und zweiten Dichtleisten und der ersten
und zweiten Formteile in Formgebung des jeweiligen Querschnitts, ergibt sich gleichzeitig
eine deckungsgleiche Anordnung der Aufnahmenut und der Führungsnut, so dass die erste
und zweite Dichtung umlaufend gleichwirkend angedrückt wird und gleichmäßig abdichtet.
[0016] Um die vorhandene Optik des Fensters oder der Tür nicht zu beeinträchtigen und eine
einfache und kostengünstige Herstellung zu erreichen, sind die Formteile vorzugsweise
aus einem Kunststoffmaterial gefertigt und lassen sich mittels einer einfachen Formgebung
mit den ersten und zweiten Dichtleisten form- und/ oder kraftschlüssig zu einer Baueinheit
bildend verbinden. Dabei weisen die Formteile im Querschnitt bei nahezu gleicher Materialdicke
entsprechende Stege auf, die im Profilkörper festigend Hohlkammern ausbilden. Eine
Erhöhung der Stabilität der Steckverbindung zwischen den ersten und zweiten Formteilen
und den ersten und zweiten Dichtleisten ergibt sich beispielsweise aufgrund der Materialwahl
aus Kunststoff und maßlichen Abstimmung der ersten und zweiten Formteile, welche sich
in die ersten und zweiten Dichtleisten einpressen lassen.
[0017] Eine funktionelle Erweiterung der Dichtungsvorrichtung hinsichtlich zur Erhöhung
der Wärme- und Schalldämmung wird dadurch wirksam, dass die ersten und zweiten Formteile
als 90° Winkelecke ausbildet sind und an den jeweiligen Enden eine gerade Schnittfläche
zur übergangslosen Anlage an die ersten und zweiten Dichtleisten bilden und dass die
ersten und zweiten Formteile und die ersten und zweiten Dichtleisten zumindest der
im Querschnitt sichtbaren Außenkontur angepasst ausgebildet sind. Mit angepasster
Formgebung der ersten und zweiten Formteile zu den ersten und zweiten Dichtleisten,
wird der Spalt im Stoßbereich zwischen Schiebeflügel, Blendrahmen und Festfeldrahmen
gleichmäßig verteilt ausgefüllt, so dass eine gleichmäßig dichtende Verteilung bei
geschlossenem Schiebeflügel erreicht wird.
[0018] Zur einfachen Verbindung bei der Montage der ersten und zweiten Formteile mit den
ersten und zweiten Dichtleisten, sind an den stirnseitigen Enden bzw. den Schnittflächen
der ersten und zweiten Formteile Vorsprünge zur steckbaren Verbindung in eine Nut
der vorzugsweise als Hohlkammerprofile gefertigten ersten und zweiten Dichtleisten
vorgesehen, welche mit der Nut der ersten und zweiten Dichtleisten mittels Passung
gepresst, verklebt und/ oder verschraubt werden können. So können die Vorsprünge vorzugsweise
Widerhaken aufweisen, die sich beispielweise in einer Nut des Profilkörpers der ersten
und zweiten Dichtleisten nach dem Einfügen verschiebesicher fixieren.
[0019] Eine hohe Dichtigkeit der Dichtungsvorrichtung bei den Übergängen der Bauteileverbindung
zwischen den ersten und zweiten Dichtleisten und den ersten und zweiten Formteilen
wird dadurch erreicht, dass zwischen den ersten und zweiten Formteilen und den ersten
und zweiten Dichtleisten formgleich angepasste Dichtungsplatten angeordnet sind. Die
Dichtungsplatten sind dabei vorzugsweise aus einem abriebfesten Gummimaterial gefertigt.
[0020] Das die ersten und zweiten Dichtleisten aus einem Kunststoffmaterial gefertigt sind
und im Querschnitt bei nahezu gleicher Materialdicke entsprechende Stege aufweisen
und durch den Profilkörper Hohlkammern bilden, erhöht vorzugsweise die Stabilität
der ersten und zweiten Dichtleisten für sich selbst und die Verbindung zwischen den
ersten und zweiten Dichtleisten des Schiebeflügel, des Blendrahmens und dem Festfeld
des gesamten Fensters oder der Tür.
[0021] Vorzugsweise wird die Dichtungsvorrichtung mittels Befestigungsschrauben am Flügelrahmen
des Schiebeflügels, an einem Festfeldrahmen des Festfeldes und am Blendrahmen durch
an den ersten und zweiten Dichtleisten angeordnete Bohrungen führend befestigt. Zum
Schutz von möglichen unbefugten Eingriff der Außenseite des Fensters oder der Tür,
sind die Befestigungsschrauben in vorteilhafter Weise nicht sichtbar und unzugänglich
angeordnet. Über die gesamte Länge der ersten und zweiten Dichtleisten hinweg angeordnete
Bohrungen, ermöglichen ohne weitere Montagehilfe das Positionieren der Befestigungsschrauben
und die schraubbare Befestigung der ersten und zweiten Dichtleisten.
[0022] Für eine gleichmäßige Dichtigkeit der gesamten Länge der Dichtungsvorrichtung sorgt
die mit einem 90° Radius verlaufende Führungsnut für die erste und zweite Dichtung
in den ersten und zweiten Formteilen. Die aus einem Weich-PVC oder aus einem Kautschukmaterial
bevorzugt gefertigte Schlauchdichtung, welche sich aufgrund der Materialien als besonders
witterungsbeständig erweist, lässt sich aufgrund des 90° Radius Verlaufs ohne Formänderung
in die Führungsnut einfügen.
[0023] Ein weiterer Beitrag zur Lösung der Aufgabe wird darin gesehen, dass die Dichtungsvorrichtung
für einen verschiebbaren Flügel als Schiebeflügel oder verschiebbaren Hebe-Schiebeflügel
eines Fenster oder einer Tür, bestehend aus den ersten und zweiten Dichtleisten die
in dem Stoßbereich zwischen dem Schiebeflügel und einem Festfeld, sowie zwischen dem
Schiebeflügel und einem Blendrahmen zur Abdichtung und zum Sichern der Zwischenräume
eines geschlossenen Schiebeflügels des Fensters oder einer Tür angeordnet sind. Davon
ist im Stoßbereich eine erste Dichtleiste an einer Anlagefläche eines oberen horizontalen
Flügelrahmenabschnitts und eine weitere erste Dichtleiste an einer Anlagefläche eines
vertikalen Flügelrahmenabschnitts des Schiebeflügels befestigt. Den ersten Dichtleisten
des Schiebeflügels sind gegenüberliegend eine zweite Dichtleiste an einer Anlagefläche
eines oberen horizontalen Blendrahmenabschnitts des Blendrahmens und eine weitere
zweite Dichtleiste einer Anlagefläche eines vertikalen Festfeldrahmenabschnitts des
Festfeldrahmens zugeordnet und befestigt. Die aus einem Profilkörper bestehenden ersten
und zweiten Dichtleisten weisen erste Profilabschnitte auf, die sich bei geschlossenem
Schiebeflügel gegenseitig Über- bzw. Hintergreifen und mit gegenüberliegend jeweils
zugewandt angeordneten ersten und zweiten Dichtungen eine wirkverbundene Anlage bilden.
Vorzugsweise sind an den freien Enden der ersten und zweiten Dichtleisten kupplungsbildende
Formteile angeordnet, wodurch sich bei geschlossenem Schiebeflügel, ausgehend von
der verriegelungsseitig vertikalen Anlagefläche des Blendrahmens und der verriegelungsseitig
vertikalen Stirnfläche des Schiebeflügels mit Übergang des oberen horizontalen Blendrahmenabschnitts
des Blendrahmens und oberen horizontalen Flügelrahmenabschnitt des Schiebeflügels
zum vertikalen Festfeldrahmenabschnitt und vertikalen Flügelrahmenabschnitt bis hin
zu einer unteren horizontalen Bodenschelle, eine in der Länge erstreckend zusammenhängend
wirkverbundene Bauteileverbindung ergibt. Der durchgängige Übergang der Dichtungsvorrichtung
verhindert vorrangig das Eindringen von Luft sowie Feuchtigkeit durch das Rahmensystem
des Fensters oder der Tür. Damit gewinnt die Dichtungsvorrichtung mehr an Bedeutung
in der Wärmedämmung, da die Energieentweichung ebenfalls einen kritischen Punkt darstellt.
Außerdem weisen die ersten und zweiten Dichtleisten und die ersten und zweiten Formteile
über die gesamte Länge, so auch an den Kontaktstellen bei geschlossenem Schiebeflügel
bei gleicher Formgebung gleiche Materialstärken auf, die bei geschlossenem Schiebeflügel
gleich komprimiert abdichtend zusammenwirken. Dadurch wird in vorteilhafter Weise
eine winddruckdichte und stabile Überlappung der Vorrichtung zur Abdichtung erzielt.
Die zusammenhängende Ausführung der Dichtungsvorrichtung durch das Adaptieren der
ersten und zweiten Formteile mit den ersten und zweiten Dichtleisten, erhöht ebenfalls
die Steifigkeit und Festigkeit des abzudichtenden Spaltes und damit die Notwendigkeit,
die starre und verschleißfeste Anforderung eines guten, wasserdichten und witterungsbeständigen
Fensters oder Tür zu erfüllen oder zu übertreffen und den Einsatz auf verschiedene
Größen von Fenster oder Türen durch Anpassung eines einfachen Kürzens der ersten und
zweiten Dichtleisten zu erreichen.
[0024] Um die Dichtungsvorrichtung den Bedingungen und Vorgaben des Fensters oder der Tür
optimal abdichtend anpassen zu können, ist für den Zwischenraum zwischen dem Schiebeflügel
und der Bodenschwelle und dem Zwischenraum auf der Verriegelungsseite zwischen der
vertikalen Stirnfläche des Schiebeflügels und der vertikalen Anlagefläche des Blendrahmens
im Stoßbereich bei geschlossenem Zustand des Schiebeflügels, an den jeweiligen freien
Enden der Dichtungsvorrichtung eine Dichtungseinrichtung vorgesehen, welche an den
ersten und zweiten Dichtleisten kraft- und/ oder formschlüssig befestigt ist. Dadurch
wird eine hohe Dichtigkeit gegen ein mögliches Eindringen von Wasser durch Windlasten
und Schlagregenbeanspruchung zusätzlich unterstützt.
[0025] Außerdem hat es sich als vorteilhaft auf die Funktion, Montage und Kosten des Beschlags
erwiesen, dass die Dichtungsvorrichtung unabhängig vom Beschlag des Betätigungsgestänges
und unabhängig der Herstellung des Fensters oder der Tür montierbar ist.
[0026] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Zeichnungen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine von der Rauminnenseite perspektivisch dargestellte Vorderansicht eines Fensters
oder einer Tür mit einem Schiebeflügel im geschlossenen Zustand, mit einem am Blendrahmen
aufweisenden Festfeld mit Darstellung eines Stoßbereiches des Schiebeflügels, des
Blendrahmens und des Festfeldes,
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung von einer Innenseite eines Gebäudes des Fensters oder einer
Tür mit einem Blendrahmen aufweisenden Festfeld, einer Dichtungsvorrichtung für einen
Stoßbereich des Schiebeflügels zum Blendrahmen und Festfeld, ein flächenversetzter
Schiebeflügel und eine Bodenschwelle,
- Fig. 3
- eine von der Rauminnenseite dargestellte Vorderansicht eines Fensters oder einer Tür
mit einem Schiebeflügel im geschlossenen Zustand, mit einem am Blendrahmen angeordneten
festen Festfeld, eine Draufsicht im Schnitt im vergrößerten Ausschnitt eines Stoßbereiches
des Schiebeflügels und des Festfeldes und eine Seitenansicht im Schnitt im vergrößerten
Ausschnitt eines Stoßbereiches des Schiebeflügels und des Festfeldes, wobei die Stoßbereiche
nochmals vergrößert ausgeschnitten sind,
- Fig. 4
- eine von der Rauminnenseite dargestellte Vorderansicht eines Fensters oder einer Tür
ohne Schiebeflügel mit Anordnung der erfindungsgemäßen Dichtungsvorrichtung,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung der Dichtungsvorrichtung mit einer Seite der ersten
Dichtleisten zur Anordnung an den Schiebeflügel und einem vergrößerten Ausschnitt
eines ersten Formteils,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung der Dichtungsvorrichtung mit einer Seite der zweiten
Dichtleisten zur Anordnung an den Blendrahmen und an das Festfeld und einem vergrößerten
Ausschnitt eines zweiten Formteils,
- Fig. 7
- eine schematische Ansicht in Explosionsdarstellung des Aufbaus der Dichtungsvorrichtung
mit einer Seite der ersten Dichtleisten zur Anordnung an den Schiebeflügel und einem
vergrößerten Ausschnitt eines ersten Formteils nach Fig. 5,
- Fig. 8
- eine schematische Ansicht in Explosionsdarstellung des Aufbaus der Dichtungsvorrichtung
mit einer Seite der zweiten Dichtleisten zur Anordnung an den Blendrahmen und an das
Festfeld und einem vergrößerten Ausschnitt eines zweiten Formteils nach Fig. 6,
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung eines ersten Formteils in zwei Ansichten nach Fig.
5 und Fig. 7 und
- Fig. 10
- eine perspektivische Darstellung eines zweiten Formteils in zwei Ansichten nach Fig.
6 und Fig. 8.
[0027] Das in den Figuren mit 1 bezeichnete Fenster oder Tür besteht im Wesentlichen aus
einem äußeren Stock- oder Blendrahmen 2, in welchem ein zum Öffnen und Schließen der
Tür 1 verschiebbarer Flügel als Schiebeflügel 3 sowie ein Festfeld 4 vorgesehen sind.
[0028] Der Flügel 3, der beispielsweise als Hebe-Schiebe-Flügel ausgebildet ist, weist u.a.
den Flügelrahmen 5 und die in diesem Rahmen vorgesehene Verglasung 6 auf. Das Festfeld
4 besteht im Wesentlichen aus dem Rahmen 7 und der zugehörigen Verglasung 8.
[0029] Bei geschlossenem Schiebeflügel 3 nach Fig. 1 und Fig. 3, ist dieser durch Verriegelungen
des Blendrahmens 2 eingreifende Verriegelungselemente eines am Flügelrahmen 5 vorgesehenen
- nicht dargestellten Beschlages - zumindest an der dem Festfeld 4 abgewandten vertikalen
Seite des Flügelrahmens 5 am Blendrahmen 2 verriegelt. Problematisch ist allerdings
der Übergang oder Stoßbereich 9 zwischen dem geschlossenen Schiebeflügel 3, dem Blendrahmen
2 und dem Festfeld 4. An dem Übergang zwischen dem Flügelrahmen 5 und dem Festfeldrahmen
7, wobei ein vertikaler Abschnitt 5' des Flügelrahmens 5 und ein vertikaler Abschnitt
7' des Festfeldrahmens 7 in Blickrichtung Frontal auf die Ebene des Schiebeflügels
3 hintereinander angeordnet sind und mit entsprechenden Anlageflächen einander benachbart
gegenüber liegen und wobei sich der obere horizontale Rahmenabschnitt 5" des Schiebeflügels
3 mit dem oberen horizontalen Rahmenabschnitt 2' des Blendrahmens 2 überlappen, verbleibt
der Stoßbereich 9, der bei geschlossenem Türflügel 3 zwangsläufig ein Spalt 9' zwischen
den vertikalen Abschnitten 5' und 7' und den oberen horizontalen Abschnitten 2'und
5" des Schiebeflügels 3 mit dem Blendrahmen 2 bildet, der auch von der Außenseite
des Fenster oder der Tür 1 zugänglich ist und an dem mit Hilfe eines Einbruchwerkzeuges
ein gewaltsames Öffnen durch Auseinanderdrücken des Schiebeflügels 3 und des Festfeldes
4 möglich wäre. Einen solchen Spalt 9' nach den Fig. 3 zwischen dem Schiebeflügel
3 zum Festfeld 4 bzw. Blendrahmen 2, gilt es zu sichern und abzudichten.
[0030] Um dies zu vermeiden, weist ein Schiebeflügel 3 oder Hebe-Schiebeflügel eines Fensters
oder einer Tür 1 eine Dichtungsvorrichtung 10 nach Figuren 1 bis 3 auf, die aus Vertikal
und Horizontal angeordneten ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 besteht, welche
in einem Stoßbereich 9 zwischen einem Schiebeflügel 3, dem Festfeld 4 und Blendrahmen
2 zur Abdichtung und zum Sichern eines Zwischenraum bildenden Spalts 9' eines geschlossenen
Schiebeflügels 3 des Fensters oder einer Tür 1 angeordnet sind. Dabei ist im Stoßbereich
9 eine erste Dichtleiste 11 an einer Anlagefläche des oberen horizontalen Flügelrahmenabschnitts
5" und eine weitere erste Dichtleiste 11 an einer Anlagefläche des vertikalen Flügelrahmenabschnitts
5' des Schiebeflügels 3 befestigt, wobei den ersten Dichtleisten 11 des Schiebeflügels
3 gegenüberliegend eine zweite Dichtleiste 12 an einer Anlagefläche des oberen horizontalen
Blendrahmenabschnitts 2' des Blendrahmens 2 und eine weitere zweite Dichtleiste 12
einer Anlagefläche des vertikalen Festfeldrahmenabschnitts 7'des Festfeldrahmens 7
zugeordnet und befestigt ist. Des Weiteren weisen die aus einem Profilkörper 13 bestehenden
ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 erste Profilabschnitte 14 auf, die sich bei
geschlossenem Schiebeflügel 3 gegenseitig Über- bzw. Hintergreifen und mit gegenüberliegend
angeordneten ersten und zweiten Dichtungen 15 eine wirkverbundene Anlage bilden. Wie
aus den Figuren 4 bis 10 weiter ersichtlich, weisen die ersten und zweiten Dichtleisten
11, 12 an jeweils einem der freien Enden entsprechende erste und zweite Formteile
16, 17 auf, welche die vertikalen und horizontalen ersten und zweiten Dichtleisten
11, 12 zu einer Baueinheit verbinden. Dadurch, dass die ersten und zweiten Dichtleisten
11, 12 in Verbindung mit den ersten und zweiten Formteilen 16, 17 zusammen mit der
ersten und zweiten Dichtung 15 zumindest um eine Ecke des Schiebeflügels 3 und um
eine Ecke des Übergangs von dem oberen horizontalen Blendrahmenabschnitt 2' zum vertikalen
Festfeldrahmenabschnitt 7' in einem Winkel von etwa 90° unterbrechungslos umlaufend
geführt sind, lässt sich der offene Stoßbereich 9 lückenlos sichernd abdichten. Der
durchgängige Übergang der Dichtungsvorrichtung 10 von dem oberen horizontalen Flügelrahmenabschnitt
5" des Schiebeflügels 3 und dem oberen horizontalen Blendrahmenabschnitt 2' des Blendrahmen
2 bis einschließlich dem naheliegenden vertikalen Flügelrahmenabschnitt 5' des Schiebeflügels
3 und dem vertikalen Festfeldrahmenabschnitt 7'des Festfeldes 4, verhindert außerdem
vorrangig das Eindringen von Luft sowie Feuchtigkeit durch das Rahmensystem des Fensters
oder der Tür. In diesem Bereich dem sogenannten Stoßbereich 9, liegen die ersten und
zweiten Dichtungen 15 der Dichtungsvorrichtung 10, wie in den vergrößerten Ausschnitten
der Fig. 3 aufgezeigt, bei geschlossenem Schiebeflügel 3 umlaufend komprimiert an.
[0031] Des Weiteren verleiht die kompakte einteilige Verbindung der Dichtungsvorrichtung
10, bestehend aus den ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12, den ersten und zweiten
Formteilen 16, 17 und den jeweiligen ersten und zweiten Dichtungen 15 eine optimale
Abdichtung zwischen dem Schiebeflügel 3, dem Blendrahmen 2 und dem Festfeldrahmen
7.
[0032] Wie aus den Figuren 7 bis 10 ersichtlich und im eingebauten Zustand der Dichtungsvorrichtung
10 durch die vergrößerten Ausschnitte nach Fig. 3 zu erkennen, sind die ersten und
zweiten Dichtungen 15 in den jeweiligen ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 und
den ersten und zweiten Formteilen 16, 17 in einer stabil geführten Lage im unbelasteten
Zustand und während einer Beanspruchung durch das Zusammendrücken bei geschlossenen
Schiebeflügel 3 vorzugsweise in einer Aufnahmenut 18, 19 der ersten und zweiten Dichtleisten
11, 12 und in einer Führungsnut 20, 21 der ersten und zweiten Formteile 16, 17 formschlüssig
führend gehalten. Mit Anpassung der ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 und der
ersten und zweiten Formteile 16,17 im Querschnitt ergibt sich gleichzeitig eine deckungsgleiche
Anordnung der Aufnahmenut 18, 19 mit der Führungsnut 20, 21, so dass die erste und
zweite Dichtung 15 umlaufend gleichwirkend angedrückt wird und gleichmäßig abdichtet.
[0033] Einfach und kostengünstig in der Herstellung und zur Ermöglichung einer Vielzahl
von funktionellen Eigenschaften, sind die ersten und zweiten Formteile 16, 17 nach
Fig. 9 und Fig. 10 vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial gefertigt und lassen
sich mittels einer einfachen Formgebung mit den ersten und zweiten Dichtleisten 11,
12 form- und/ oder kraftschlüssig zu einer Baueinheit bildend verbinden.
[0034] Dabei weisen die ertsten und zweiten Formteile 16, 17 im Querschnitt bei nahezu gleicher
Materialdicke entsprechende Stege auf, die durch den Profilkörper Hohlkammern bilden.
Eine Erhöhung der Stabilität der Steckverbindung zwischen den ersten und zweiten Formteilen
16, 17 und den ertsten und zweiten Dichtleisten 11,12 ergibt sich beispielsweise aufgrund
der Materialwahl aus Kunststoff und maßlichen Abstimmung der ersten und zweiten Formteile
16, 17, welche sich in die ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 einpressen lassen
können.
[0035] Um einen einfachen Übergang von dem oberen horizontalen Rahmenabschnitt 5" des Schiebeflügels
3 und dem oberen horizontalen Rahmenabschnitt 2' des Blendrahmens 2 bis hin zum vertikalen
Abschnitt 5' des Flügelrahmens 5 und vertikalen Abschnitt 7' des Festfeldrahmens 7
zu ermöglichen, sind die ersten und zweiten Formteile 16, 17 nach Fig. 9 und Fig.
10 als 90° Winkelecke ausbildet und bilden nach Fig. 5 bis Fig. 8 an den jeweiligen
Enden 22, 23 eine gerade Schnittfläche 24 zur übergangslosen Anlage an die ersten
und zweiten Dichtleisten 11, 12. Des Weiteren sind die ersten und zweiten Formteile
16, 17 und die ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 zumindest der im Querschnitt
sichtbaren Außenkontur 25 angepasst ausgebildet. Mit angepasster Formgebung der ersten
und zweiten Formteile 16, 17 zu den ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12, wird der
Stoßbereich 9 zwischen Schiebeflügel 3, Blendrahmen 2 und Festfeldrahmen 7 gleichmäßig
verteilt ausgefüllt, so dass eine gleichmäßige Verteilung bei geschlossenem Schiebeflügel
3 erreicht wird.
[0036] Nach Fig. 9 und Fig. 10 sind zur Verbindung der ersten und zweiten Formteile 16,
17 mit den ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12, an den stirnseitigen Enden 22,
23 der ersten und zweiten Formteile 16, 17 Vorsprünge 26, 27 zur steckbaren Verbindung
in eine Nut 28, 29 der als Hohlkammerprofile gefertigten ersten und zweiten Dichtungsleisten
11, 12 vorgesehen. So lassen sich die ersten und zweiten Formteile 16, 17 mit einer
Nut 28, 29 der ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 einpressen, verkleben und/ oder
verschrauben. Die Vorsprünge 26, 27 können dazu - nicht dargestellt - Widerhaken aufweisen,
die sich beispielweise in einer Nut 28, 29 des Profilkörpers 13 der ersten und zweiten
Dichtleisten 11, 12 nach dem Einfügen verschiebesicher fixieren.
[0037] Dem Querschnitt der ersten und zweiten Formteile 16, 17 und der ersten und zweiten
Dichtleisten 11, 12 angepasste Dichtungsplatten 30, 31 nach Fig. 7 und Fig. 8 erhöhen
zudem die Dichtigkeit der Dichtungsvorrichtung 10 bei den Übergängen der Bauteileverbindung
zwischen den ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 und den ersten und zweiten Formteilen
16, 17. Die Dichtungsplatten 30, 31 sind dabei vorzugsweise aus einem abriebfesten
Gummimaterial gefertigt.
[0038] Außerdem sind die ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 nach Fig. 7 und Fig. 8 vorzugsweise
aus einem Kunststoffmaterial gefertigt und weisen im Querschnitt bei nahezu gleicher
Materialdicke entsprechende Stege auf, die durch den Profilkörper 13 Hohlkammern bilden.
Die Stege stabilisieren die ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 und eignen sich,
wie auch die ersten und zweiten Formteile 16, 17, übergreifend zur Erhöhung der Dichtigkeit
und der Einbruchsicherheit des gesamten Fensters oder der Tür 1.
[0039] Nach Fig. 2 wird die Dichtungsvorrichtung 10 mittels Befestigungsschrauben 32 am
Flügelrahmen 5 des Schiebeflügels 3, an einem Festfeldrahmen 7 des Festfeldes 4 und
am Blendrahmen 2 durch an den ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 angeordnete Bohrungen
33 führend befestigt. Zum Schutz von möglichen unbefugten Eingriffen der Außenseite
des Fensters oder der Tür, sind die Befestigungsschrauben 32 in vorteilhafter Weise
nicht sichtbar und unzugänglich angeordnet. Über die gesamte Länge der ersten und
zweiten Dichtleisten 11, 12 verteilt angeordnete Bohrungen 33 positionieren ohne weitere
Montagehilfe Befestigungsschrauben 32 zum schraubbaren befestigen der ersten und zweiten
Dichtleisten 11, 12 an das Fenster oder die Tür. Aus den Fig. 7 bis Fig. 10 wird ebenfalls
deutlich, dass auch die ersten und zweiten Formteile 16, 17 über Bohrungen 41, 42
für Befestigungsschrauben 32 verfügen, welche für sich befestigt werden können.
[0040] Eine gleichmäßige Dichtigkeit für die gesamte Länge der Dichtungsvorrichtung 10 erfüllt
die mit einem 90° Radius verlaufende Führungsnut 20, 21 für die Dichtung 15 in den
ersten und zweiten Formteilen 16, 17 nach den Fig. 9 und Fig. 10. Die aus einem Weich-PVC
oder aus einem Kautschukmaterial bevorzugt gefertigte Schlauchdichtung 15 im vergrößerten
Ausschnitt nach Fig. 3, welche sich aufgrund der Materialien als besonders witterungsbeständig
erweist, lässt sich aufgrund des 90° Radius Verlaufs ohne Formänderung in die Führungsnut
20, 21 einfügen.
[0041] Ein weiterer Beitrag zur Lösung der Aufgabe wird darin gesehen, dass die ersten und
zweiten Dichtleisten 11, 12 an einem der freien Enden ersten und zweiten Formteile
16, 17 nach Fig. 5 und Fig. 6 aufweisen und bei geschlossenem Schiebeflügel 3 von
der verriegelungsseitig vertikalen Anlagefläche 34 des Blendrahmens 2 und der verriegelungsseitig
vertikalen Stirnfläche 35 des Schiebeflügels 3 mit Übergang des oberen horizontalen
Bereichs 2' des Blendrahmens 2 und oberen horizontalen Bereichs 5" des Schiebeflügels
3 zum vertikalen Festfeldrahmenabschnitt 7' und vertikalen Flügelrahmenabschnitt 5'
bis hin zu einer unteren horizontalen Bodenschelle 36 nach Fig. 4 durch die ersten
und zweiten Formteile 16, 17 in der Länge zusammenhängend wirkverbunden sind. Der
durchgängige Übergang der Dichtungsvorrichtung 10 verhindert vorrangig das Eindringen
von Luft sowie Feuchtigkeit durch das Rahmensystem des Fensters oder der Tür 1. Damit
gewinnt die Dichtungsvorrichtung 10 auch mehr an Bedeutung in der Wärmedämmung, da
die Energieentweichung ebenfalls einen kritischen Punkt darstellt. Außerdem weisen
die ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 und die ersten und zweiten Formteile 16,
17 über die gesamte Länge hinweg, so auch an den Kontaktstellen bei geschlossenem
Schiebeflügel 3, eine gleiche Formgebung und gleiche Materialstärken auf, die gleich
komprimiert abdichtend durch die angebundenen ersten und zweiten Dichtungen 15 zusammenwirken.
Dadurch wird in vorteilhafter Weise eine winddruckdichte und stabile Überlappung der
Vorrichtung zu Abdichtung erzielt. Die zusammenhängende Ausführung der Dichtungsvorrichtung
10 durch das Adaptieren der ersten und zweiten Formteile 16, 17 mit den ersten und
zweiten Dichtleisten 11, 12, erhöht ebenfalls die Steifigkeit und Festigkeit des abzudichtenden
Spaltes 9' und damit die Notwendigkeit, die starre und verschleißfeste Anforderung
eins guten, wasserdichten und witterungsbeständigen Fensters oder Tür 1 zu erfüllen
oder zu übertreffen und den Einsatz auf verschiedene Größen von Fenster oder Türen
1 durch Anpassung eines einfachen Kürzens der Dichtleisten 11, 12 zu erreichen.
[0042] Um die Dichtungsvorrichtung 10 den Bedingungen und Vorgaben des Fensters oder der
Tür optimal abdichtend anpassen zu können, ist für die Anlagefläche zwischen dem Schiebeflügel
3 und der Bodenschwelle 36 und der Anlagefläche zwischen der vertikalen Stirnfläche
35 des Schiebeflügels 3 und der vertikalen Anlagefläche 34 des Blendrahmens 2 im Stoßbereich
9 bei geschlossenen Zustand des Schiebeflügels 3 an den jeweiligen freien Enden 37,
38 der Dichtungsvorrichtung 10 nach Fig. 2, Fig. 7 und Fig. 8 eine Dichtungseinrichtung
39, 40 vorgesehen, welche an den ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12 kraft- und/
oder formschlüssig befestigt ist. Dadurch wird eine hohe Dichtigkeit gegen ein mögliches
Eindringen von Wasser durch Windlasten und Schlagregenbeanspruchung zusätzlich unterstützt.
[0043] Des Weiteren hat es sich als vorteilhaft auf die Funktion, Montage und Kosten des
Beschlags erwiesen, dass die Dichtungsvorrichtung 10 unabhängig vom nicht dargestellten
Beschlag des Betätigungsgestänges und unabhängig der Herstellung des Fensters oder
der Tür 1 nach Fig. 3, sowohl wie voran beschrieben vom vertikalen Stoßbereich 9 mit
unterbrechungslosem Übergang durch die ersten und zweiten Formteile 16, 17 zum horizontal
oberen Stoßbereich 9, mit der ersten und zweiten Dichtung 15 montierbar ist. Eine
Montage oder ein Austausch der Einzelkomponenten der Dichtungsvorrichtung 10, wie
die ersten und zweiten Dichtleisten 11, 12, die ersten und zweiten Formteile 16, 17
oder die erste und zweite Dichtung 15, ist aufgrund der Ausgestaltung problemlos möglich.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Fenster oder Tür
- 2
- Blendrahmen
- 2'
- oberer horizontaler Blendrahmenabschnitt
- 3
- Schiebeflügel
- 4
- Festfeld
- 5
- Flügelrahmen
- 5'
- vertikaler Flügelrahmenabschnitt
- 5"
- oberer horizontaler Flügelrahmenabschnitt
- 6
- Verglasung
- 7
- Festfeldrahmen
- 7'
- vertikaler Festfeldrahmenabschnitt
- 8
- Verglasung
- 9
- Stoßbereich
- 9'
- Spalt
- 10
- Dichtungsvorrichtung
- 11
- Dichtleiste
- 12
- Dichtleiste
- 13
- Profilkörper
- 14
- Profilabschnitt
- 15
- Dichtung
- 16
- Formteil
- 17
- Formteil
- 18
- Aufnahmenut
- 19
- Aufnahmenut
- 20
- Führungsnut
- 21
- Führungsnut
- 22
- Ende
- 23
- Ende
- 24
- Schnittfläche
- 25
- Außenkontur
- 26
- Vorsprung
- 27
- Vorsprung
- 28
- Nut
- 29
- Nut
- 30
- Dichtungsplatte
- 31
- Dichtungsplatte
- 32
- Befestigungsschraube
- 33
- Bohrung
- 34
- Anschlagfläche vertikal
- 35
- Stirnfläche vertikal
- 36
- Bodenschwelle
- 37
- freies Ende
- 38
- freies Ende
- 39
- Dichtungseinrichtung
- 40
- Dichtungseinrichtung
- 41
- Bohrung
- 42
- Bohrung
1. Dichtungsvorrichtung (10) für einen verschiebbaren Flügel als Schiebeflügel (3) oder
verschiebbaren Hebe-Schiebeflügel eines Fenster oder einer Tür (1 ), bestehend aus
Dichtleisten (11, 12), die in einem Stoßbereich (9) zwischen dem Schiebeflügel (3)
und einem Festfeld (4), sowie zwischen dem Schiebeflügel (3) und einem Blendrahmen
(2) zur Abdichtung und zum Sichern eines Zwischenraum bildenden Spalts (9') eines
geschlossenen Schiebeflügels (3) des Fensters oder einer Tür (1) angeordnet sind,
von denen im Stoßbereich (9) eine erste Dichtleiste (11) an einer Anlagefläche eines
oberen horizontalen Flügelrahmenabschnitts (5") und eine weitere erste Dichtleiste
(11) an einer Anlagefläche eines vertikalen Flügelrahmenabschnitts (5') des Schiebeflügels
(3) befestigt sind, wobei den ersten Dichtleisten (11) des Schiebeflügels (3) gegenüberliegend
eine zweite Dichtleiste (12) an einer Anlagefläche eines oberen horizontalen Blendrahmenabschnitts
(2') des Blendrahmens (2) und eine weitere zweite Dichtleiste (12) einer Anlagefläche
eines vertikalen Festfeldrahmenabschnitts (7') eines Festfeldrahmens (7) des weiteren
Festfeldes (4) zugeordnet und befestigt ist, wobei die aus einem Profilkörper (13)
bestehenden ersten und zweiten Dichtleisten (11, 12) Profilabschnitte (14) aufweisen,
die sich bei geschlossenem Schiebeflügel (3) gegenseitig Über- bzw. Hintergreifen
und mit gegenüberliegend jeweils zugewandt angeordneten ersten und zweiten Dichtungen
(15) eine wirkverbundene Anlage bilden, wobei
die ersten Dichtleisten (11) an den freien Enden ein erstes Formteil (16) aufweist,
welches die vertikalen und horizontalen ersten Dichtleisten (11) zu einer Baueinheit
verbindet, und dass die zweite Dichtleiste (12) an den freien Enden ein zweites Formteil
(17) aufweist, welches die vertikalen und horizontalen zweiten Dichtleisten (12) zu
einer Baueinheit verbindet, wobei die ersten und zweiten Dichtleisten (11, 12) und
das erste und zweite Formteil (16, 17) mit der jeweiligen ersten und zweiten Dichtung
(15) zumindest um eine Ecke des Schiebeflügels (3) in einem Winkel von etwa 90° unterbrechungslos
umlaufend geführt sind und den Stoßbereich (9) lückenlos sichernd abdichten, wobei
die erste Dichtung (15) in einer Aufnahmenut (18) der ersten Dichtleiste (11) und
in einer Führungsnut (20) des ersten Formteils (16) auf der zum Schiebeflügel (3)
weisenden Seite an der zweiten Dichtleiste (12) und dem zweiten Formteil (17) umlaufend
anliegt und die zweite Dichtung (15) in einer Aufnahmenut (19) der zweiten Dichtleiste
(12) und in einer Führungsnut (21) des zweiten Formteils (17) auf der zum Blendrahmen
(2) und Festfeldrahmen (7) weisenden Seite an der zweiten Dichtleiste (11) und dem
ersten Formteil (16) umlaufend anliegt und dass die erste Dichtung (15) in der Aufnahmenut
(18) der ersten Dichtleisten (11) und in der Führungsnut (20) des ersten Formteils
(16) formschlüssig führend gehalten ist, und dass die zweite Dichtung (15) in der
Aufnahmenut (19) der zweiten Dichtleisten (12) und in der Führungsnut (21) des zweiten
Formteils (17) formschlüssig führend gehalten ist.
2. Dichtungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Formteil (16) und das zweite Formteil (17) vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial
gefertigt sind und mit den ersten und zweiten Dichtleisten (11, 12) form- und / oder
kraftschlüssig zu einer Baueinheit bildend verbindbar sind.
3. Dichtungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste und zweite Formteil (16, 17) als 90° Winkelecke ausbildet sind und an den
jeweiligen Enden (22, 23) eine gerade Schnittfläche (24) zur übergangslosen Anlage
an die ersten und zweiten Dichtleisten (11, 12) bilden, wobei das erste Formteil (16)
mit der ersten Dichtleiste (11) und das zweite Formteil (17) mit der zweiten Dichtleiste
(12) zumindest der im Querschnitt sichtbaren Außenkontur (25) angepasst ausgebildet
sind.
4. Dichtungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das stirnseitige Ende (22) des ersten Formateils (16) einen Vorsprung (26) zur steckbaren
Verbindung in eine Nut (28) der vorzugsweise als Hohlkammerprofil gefertigten ersten
Dichtleiste (11) aufweist, und das stirnseitige Ende (23) des zweiten Formteils (17)
einen Vorsprung (27) zur steckbaren Verbindung in eine Nut (29) der vorzugsweise als
Hohlkammerprofil gefertigten zweiten Dichtleiste (12) aufweist, wobei die jeweiligen
Vorsprünge (26, 27) der des ersten und zweiten Formteils (16, 17) mit der Nut (28,
29) der ersten und zweiten Dichtleiste (11, 12) mittels Passung gepresst, verklebt
und / oder verschraubt sind.
5. Dichtungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem ersten und zweiten Formteil (16, 17) und der ersten und zweiten Dichtleiste
(11, 12) dem Querschnitt der ersten und zweiten Formteile (16, 17) und der der ersten
und zweiten Dichtleiste (11, 12) angepasste Dichtungsplatten (30, 31) angeordnet sind.
6. Dichtungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste und zweite Dichtleiste (11, 12) vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial
gefertigt sind und im Querschnitt bei nahezu gleicher Materialdicke entsprechende
Stege aufweisen, die durch den Profilkörper (13) formgebend Hohlkammern bilden.
7. Dichtungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtungsvorrichtung (10) mittels Befestigungsschrauben (32) am Flügelrahmen
(5) des Schiebeflügels (3), an einem Festfeldrahmen (7) des Festfeldes (4) und am
Blendrahmen (2) durch an der ersten und zweitenDichtleiste (11, 12) angeordnete Bohrungen
(33) führend befestigbar ist.
8. Dichtungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsnut (20, 21) für die Dichtung (15) in dem ersten und zweiten Formteil
(16, 17) als 90° Radius ausgebildet ist.
9. Dichtungsvorrichtung (10) für einen verschiebbaren Flügel als Schiebeflügel (3) oder
verschiebbaren Hebe-Schiebeflügel eines Fenster oder einer Tür (1), bestehend aus
Dichtleisten (11, 12), die in einem Stoßbereich (9) zwischen dem Schiebeflügel (3)
und einem Festfeld (4), sowie zwischen dem Schiebeflügel (3) und einem Blendrahmen
(2) zur Abdichtung und zum Sichern eines Zwischenraum bildenden Spalts (9') eines
geschlossenen Schiebeflügels (3) des Fensters oder einer Tür (1) angeordnet sind,
von denen im Stoßbereich (9) eine erste Dichtleiste (11) an einer Anlagefläche eines
oberen horizontalen Flügelrahmenabschnitts (5") und eine weitere erste Dichtleiste
(11) an einer Anlagefläche eines vertikalen Flügelrahmenabschnitts (5') des Schiebeflügels
(3) befestigt sind, wobei den ersten Dichtleisten (11) des Schiebeflügels (3) gegenüberliegend
eine zweite Dichtleiste (12) an einer Anlagefläche eines oberen horizontalen Blendrahmenabschnitts
(2') des Blendrahmens (2) und eine weitere Dichtleiste (12) einer Anlagefläche eines
vertikalen Festfeldrahmenabschnitts (7') eines Festfeldrahmens (7) des weiteren Festfeldes
(4) zugeordnet und befestigt ist, wobei die aus einem Profilkörper (13) bestehenden
ersten und zweiten Dichtleisten (11, 12) Profilabschnitte (14) aufweisen, die sich
bei geschlossenem Schiebeflügel (3) gegenseitig Über- bzw. Hintergreifen und mit gegenüberliegend
jeweils zugewandt angeordneten ersten und zweiten Dichtungen (15) eine wirkverbundene
Anlage bilden,
wobei
die ersten Dichtleisten (11, 12) an den freien Enden kupplungsbildende ein erstes
und zweites Formteil (16, 17) aufweisen und bei geschlossenem Schiebeflügel (3) von
der verriegelungsseitig vertikalen Anlagefläche (34) des Blendrahmens (2) und der
verriegelungsseitig vertikalen Stirnfläche (35) des Schiebeflügels (3) mit Übergang
des oberen horizontalen Bereichs des Blendrahmens (2) und des Schiebeflügels (3) zum
vertikalen Festfeldrahmenabschnitt (7') und vertikalen Flügelrahmenabschnitt (5')
bis hin zu einer unteren horizontalen Bodenschwelle (36) durch das erste und zweite
Formteil (16, 17) in der Länge zusammenhängend wirkverbunden sind.
10. Dichtungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtungsvorrichtung (10) an dem freien Ende (37) eine Dichtungseinrichtung (39)
und an dem freien Ende (38) eine Dichtungseinrichtung (40) aufweist, welche an den
ersten und zweiten Dichtleisten (11, 12) kraft- und/ oder formschlüssig befestigt
ist und in geschlossener Lage des Schiebeflügels (3) mit dem Blendrahmen (2) und der
Bodenschwelle (36) dichtend wirkverbunden ist.
1. A sealing device (10) for a slidable casement as a sliding casement (3) or slidable
lifting and sliding casement of a window or a door (1), consisting of sealing strips
(11, 12) arranged in an abutment area (9) between the sliding casement (3) and a fixed
field (4) as well as between the sliding casement (3) and a window frame (2) for sealing
and securing a gap (9') forming an interspace of a closed sliding casement (3) of
the window or a door (1), of which, in the abutment area (9), a first sealing strip
(11) is fastened to a contact surface of an upper horizontal casement frame portion
(5") and a further first sealing strip (11) is fastened to a contact surface of a
vertical casement frame portion (5') of the sliding casement (3), wherein, opposite
the first sealing strips (11) of the sliding casement (3), a second sealing strip
(12) is allocated and fastened to a contact surface of an upper horizontal window
frame portion (2') of the window frame (2) and a further second sealing strip (12)
is allocated and fastened to a contact surface of a vertical fixed-field frame portion
(7') of a fixed-field frame (7) of the further fixed field (4), wherein the first
and second sealing strips (11, 12), which consist of a profile body (13), have profile
portions (14), which, with the sliding casement (3) closed, engage over or behind,
resp., one another and form an operatively connected abutment with oppositely arranged
first and second seals (15), respectively facing the strips, wherein the first sealing
strips (11) have a first molded part (16) at their free ends, which connects the vertical
and horizontal first sealing strips (11) into a structural unit, and the second sealing
strips (12) have a second molded part (17) at their free ends, which connects the
vertical and horizontal second sealing strips (12) into a structural unit, wherein
the first and second sealing strips (11, 12) and the first and second molded parts
(16, 17) together with the respective first and second seals (15) are guided around
at least one corner of the sliding casement (3) at an angle of about 90 ° in an uninterrupted
and circumferential manner and seal the abutment area (9) in a gap-free securing manner,
wherein the first seal (15) in a receiving groove (18) of the first sealing strip
(11) and in a guiding groove (20) of the first molded part (16), on the side facing
the sliding casement (3), rests against the second sealing strip (12) and the second
molded part (17) in a circumferential manner, and the second seal (15) in a receiving
groove (19) of the second sealing strip (12) and in a guiding groove (21) of the second
molded part (17), on the side facing the window frame (2) and the fixed-field frame
(7), rests against the second sealing strip (11) and the first molded part (16) in
a circumferential manner, and the first seal (15) is held in the receiving groove
(18) of the first sealing strip (11) and in the guiding groove (20) of the first molded
part (16) in a form-fittingly guided manner, and the second seal (15) is held in the
receiving groove (19) of the second sealing strip (12) and in the guiding groove (21)
of the second molded part (17) in a form-fittingly guided manner.
2. The sealing device (10) according to claim 1,
characterized in that
the first molded part (16) and the second molded part (17) are preferably manufactured
from a plastic material and can be connected to the first and second sealing strips
(11, 12) in a form-fitting and/or force-fitting manner to form a structural unit.
3. The sealing device (10) according to claim 1,
characterized in that
the first and second molded parts (16, 17) are formed as a 90 ° angular corner and
form a straight interface (24) at the respective ends (22, 23) for seamless abutment
with the first and second sealing strips (11, 12), wherein the first molded part (16)
is formed to match the first sealing strip (11) and the second molded part (17) is
formed to match the second sealing strip (12) at least in the outer contour (25) visible
in cross-section.
4. The sealing device (10) according to claim 1,
characterized in that
the front-face end (22) of the first molded part (16) has a projection (26) for plug-in
connection into a groove (28) of the first sealing strip (11), preferably manufactured
as a hollow-chamber profile, and the front-face end (23) of the second molded part
(17) has a projection (27) for plug-in connection into a groove (29) of the second
sealing strip (12), preferably manufactured as a hollow-chamber profile, wherein the
respective projections (26, 27) of the first and second molded parts (16, 17) are
press-fit, glued and/or screwed into the groove (28, 29) of the first and second sealing
strips (11, 12).
5. The sealing device (10) according to claim 1,
characterized in that
sealing plates (30, 31) matching the cross-section of the first and second molded
parts (16, 17) and of the first and second sealing strips (11, 12) are arranged between
the first and second molded parts (16, 17) and the first and second sealing strips
(11, 12).
6. The sealing device (10) according to claim 1,
characterized in that
the first and second sealing strips (11, 12) are preferably manufactured from a plastic
material and in their cross-section, at almost the same material thickness, have respective
webs forming hollow chambers through the profile body (13) in a shaping manner.
7. The sealing device (10) according to claim 1,
characterized in that
the sealing device (10) can be fastened to the casement frame (5) of the sliding casement
(3), to a fixed-field frame (7) of the fixed field (4) and to the window frame (2)
by means of fastening screws (32) passing through drillholes (33) arranged at the
first and second sealing strips (11, 12).
8. The sealing device (10) according to claim 1,
characterized in that
the guiding groove (20, 21) for the seal (15) in the first and second molded parts
(16, 17) is formed as a 90 ° radius.
9. A sealing device (10) for a slidable casement as a sliding casement (3) or slidable
lifting and sliding casement of a window or a door (1), consisting of sealing strips
(11, 12) arranged in an abutment area (9) between the sliding casement (3) and a fixed
field (4) as well as between the sliding casement (3) and a window frame (2) for sealing
and securing a gap (9') forming an interspace of a closed sliding casement (3) of
the window or a door (1), of which, in the abutment area (9), a first sealing strip
(11) is fastened to a contact surface of an upper horizontal casement frame portion
(5") and a further first sealing strip (11) is fastened to a contact surface of a
vertical casement frame portion (5') of the sliding casement (3), wherein, opposite
the first sealing strips (11) of the sliding casement (3), a second sealing strip
(12) is allocated and fastened to a contact surface of an upper horizontal window
frame portion (2') of the window frame (2) and a further sealing strip (12) is allocated
and fastened to a contact surface of a vertical fixed-field frame portion (7') of
a fixed-field frame (7) of the further fixed field (4), wherein the first and second
sealing strips (11, 12), which consist of a profile body (13), have profile portions
(14), which, with the sliding casement (3) closed, engage over or behind, resp., one
another and form an operatively connected abutment with oppositely arranged first
and second seals (15), respectively facing the strips, wherein the first sealing strips
(11, 12) have a first and second molded part (16, 17) at their free ends, forming
a coupling, and, with the sliding casement (3) closed, are continuously operatively
connected along their length from the locking-side vertical abutment surface (34)
of the window frame (2) and the locking-side vertical front face (35) of the sliding
casement (3) with transition from the upper horizontal area of the window frame (2)
and the sliding casement (3) to the vertical fixed-field frame portion (7') and vertical
casement frame portion (5') down to a lower horizontal bottom sill (36) by the first
and second molded parts (16, 17).
10. The sealing device (10) according to claim 1 or 9,
characterized in that
the sealing device (10) has a sealing means (39) at the free end (37) and a sealing
means (40) at the free end (38), which are fastened to the first and second sealing
strips (11, 12) in a form-fitting and/or force-fitting manner and which, in the closed
position of the sliding casement (3), are operatively connected to the window frame
(2) and the bottom sill (36) in a sealing manner.
1. Dispositif d'étanchéité (10) pour un battant déplaçable sous la forme d'un battant
coulissant (3) ou d'un battant levant-coulissant déplaçable d'une fenêtre ou d'une
porte (1), constitué par des baguettes d'étanchéité (11, 12) qui sont agencées dans
une zone de contact (9) entre le battant coulissant (3) et un panneau fixe (4), ainsi
qu'entre le battant coulissant (3) et un dormant (2) pour assurer l'étanchéité et
protéger les interstices (9') formant un espace intermédiaire d'un battant coulissant
(3) fermé de la fenêtre ou d'une porte (1), dont une première baguette d'étanchéité
(11) est disposée dans la zone de contact (9) sur une surface d'appui d'une partie
supérieure horizontale (5"), et une autre première baguette d'étanchéité (11) est
fixée dans la zone de contact d'une partie de cadre de battant vertical (5') du battant
coulissant (3), une deuxième baguette d'étanchéité (12) étant associée et fixée à
une surface d'appui d'une partie de cadre de battant horizontale supérieure (2') du
cadre de battant (2) en face des premières baguettes d'étanchéité (11) du battant
coulissant (3), et une autre deuxième baguette d'étanchéité (12) étant disposée et
fixée sur une surface d'appui d'une partie de cadre de champ fixe verticale (7') d'un
cadre de champ fixe (7) de l'autre champ fixe (4), les premières et deuxièmes baguettes
d'étanchéité (11, 12) composées d'un corps profilé (13) comportant des parties profilées
(14) qui, lorsque le battant coulissant (3) est fermé, viennent se plaquer les unes
sur les autres ou les unes derrière les autres et forment avec des premier et deuxième
joints d'étanchéité (15) agencés respectivement face à face une zone d'appui en liaison
fonctionnelle,
sur lequel les premières baguettes d'étanchéité (11) présentent à leur extrémité libre
une première pièce moulée (16) qui relie ensemble les premières baguettes d'étanchéité
verticale et horizontale (11) pour former une unité structurale, et la deuxième baguette
d'étanchéité (12) sur les extrémités libres forme une deuxième pièce moulée (17) qui
relie ensemble les deuxièmes baguettes d'étanchéité (12) pour former une unité structurale,
de sorte que les première et deuxième baguettes d'étanchéité (11, 12) et la première
et deuxième pièce moulée (16, 17) sont guidées sans interruption avec le premier et
deuxième joint (15) respectifs au moins autour d'un coin du battant coulissant (3)
à un angle d'environ 90° et assurent une étanchéité fiable et continue de la zone
de contact (9), si bien que le premier joint (15) repose de manière périphérique dans
une rainure de réception (18) de la première baguette d'étanchéité (11) et dans une
rainure de guidage (20) de la première pièce moulée (16) sur le côté tourné vers le
battant coulissant (3) sur la deuxième baguette d'étanchéité (12) et la deuxième pièce
moulée (17), et le deuxième joint (15) repose de manière périphérique dans une rainure
de réception (19) de la deuxième baguette d'étanchéité (12) et dans une rainure de
guidage (21) de la deuxième pièce moulée (17) sur le côté tourné vers le dormant (2)
et le cadre de fixation (7) sur la deuxième baguette d'étanchéité (11) et la première
pièce moulée (16), et que le premier joint (15) est maintenu guidé par assemblage
de forme dans la deuxième rainure de réception (18) de la première baguette d'étanchéité
(11) et dans la rainure de guidage (20) de la première pièce moulée (16), et que le
deuxième joint (15) est maintenu guidé par assemblage de forme dans la rainure de
réception (19) de la deuxième baguette d'étanchéité (12) et dans la rainure de guidage
(21) de la deuxième pièce moulée (17).
2. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la première pièce moulée (16) et la deuxième pièce moulée (17) sont de préférence
fabriquées en une matière plastique et peuvent être reliées aux première et deuxième
baguettes d'étanchéité (11, 12) pour former une unité de construction par complémentarité
de forme et / ou de force.
3. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la première et la deuxième pièce moulée (16, 17) sont réalisées sous la forme d'un
angle angulaire de 90° et forment aux extrémités respectives (22, 23) une surface
de coupe droite (24) pour un appui sans transition sur les première et deuxième baguettes
d'étanchéité (11, 12), la première pièce moulée (16) étant réalisée avec la première
baguette d'étanchéité (11) et la deuxième pièce moulée (17) avec la deuxième baguette
d'étanchéité (12) sont au moins adaptés au contour extérieur (25) visible en section
transversale.
4. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'extrémité frontale (22) de la première pièce moulée (16) présente une saillie (26)
pour la liaison enfichable dans une rainure (28) de la première baguette d'étanchéité
(11) fabriquée de préférence sous forme de profilé creux, et que l'extrémité frontale
(23) de la deuxième pièce moulée (17) présente une saillie (27) pour la liaison enfichable
dans une rainure (29) de la deuxième baguette d'étanchéité (12) fabriquée de préférence
sous forme de profilé creux, les saillies respectives (26, 27) de la première et de
la deuxième pièce moulée (16, 17) étant pressées, collées et / ou vissées par ajustement
avec la rainure (28, 29) de la première et de la deuxième baguette d'étanchéité (11,
12).
5. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
entre la première et la deuxième pièce moulée (16, 17) et les première et deuxième
baguettes d'étanchéité (11, 12), la section transversale des première et deuxième
pièces moulées (16, 17) et la plaque d'étanchéité (30, 31) adaptée aux première et
deuxième baguettes d'étanchéité (11, 12) sont disposées.
6. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la première et la deuxième baguette d'étanchéité (11, 12) sont fabriquées de préférence
en une matière plastique et présentent en section transversale, pour une épaisseur
de matière pratiquement identique, des nervures correspondantes qui forment des chambres
creuses formant des formes à travers le corps profilé (13).
7. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif d'étanchéité (10) peut être fixé au moyen de vis de fixation (32) sur
le cadre de battant (5) du battant coulissant (3), sur un cadre de champ fixe (7)
du champ fixe (4) et sur le cadre d'obturation (2) par des alésages (33) disposés
sur les première et deuxième baguettes d'étanchéité (11, 12).
8. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la rainure de guidage (20, 21) pour le joint d'étanchéité (15) dans la première et
la deuxième pièce moulée (16, 17) est réalisée sous la forme d'un rayon de 90°.
9. Dispositif d'étanchéité (10) pour un battant déplaçable sous la forme d'un battant
coulissant (3) ou d'un battant levant-coulissant déplaçable d'une fenêtre ou d'une
porte (1), constitué par des baguettes d'étanchéité (11, 12) qui sont agencées dans
une zone de contact (9) entre le battant coulissant (3) et un panneau fixe (4), ainsi
qu'entre le battant coulissant (3) et un dormant (2) pour assurer l'étanchéité et
protéger les interstices (9') formant un espace intermédiaire d'un battant coulissant
(3) fermé de la fenêtre ou d'une porte (1), dont une première baguette d'étanchéité
(11) est disposée dans la zone de contact (9) sur une surface d'appui d'une partie
supérieure horizontale (5"), et une autre première baguette d'étanchéité (11) est
fixée dans la zone de contact d'une partie de cadre de battant vertical (5') du battant
coulissant (3), une deuxième baguette d'étanchéité (12) étant associée et fixée à
une surface d'appui d'une partie de cadre de battant horizontale supérieure (2') du
cadre de battant (2) en face des premières baguettes d'étanchéité (11) du battant
coulissant (3), et une autre baguette d'étanchéité (12) étant disposée et fixée sur
une surface d'appui d'une partie de cadre de champ fixe verticale (7') d'un cadre
de champ fixe (7) de l'autre champ fixe (4), les premières et deuxièmes baguettes
d'étanchéité (11, 12) composées d'un corps profilé (13) comportant des parties profilées
(14) qui, lorsque le battant coulissant (3) est fermé, viennent se plaquer les unes
sur les autres ou les unes derrière les autres et forment avec des premier et deuxième
joints d'étanchéité (15) agencés respectivement face à face une zone d'appui en liaison
fonctionnelle, de sorte que les premières et deuxièmes baguettes d'étanchéité (11,
12) présentent sur les extrémités libres une première et une deuxième pièce moulée
(16, 17) établissant un accouplement, et lorsque le battant coulissant (3) est fermé,
et sont reliés entre eux sur la longueur, de façon opérationnelle, par la surface
de contact verticale (34) du côté du verrouillage du dormant (2) et la surface frontale
verticale (35) du côté du verrouillage du battant coulissant (3) avec une transition
de la zone horizontale supérieure du dormant (2) et du battant coulissant (3) vers
la section verticale de la section de cadre de champ fixe verticale (7') et de la
section de cadre de champ fixe verticale (5') jusqu'à un seuil de porte horizontal
inférieur (36) traversant les première et deuxième pièces moulées (16, 17).
10. Dispositif d'étanchéité (10) selon la revendication 1 ou 9,
caractérisé en ce que
le dispositif d'étanchéité (10) présente, à l'extrémité libre (37), un dispositif
d'étanchéité (39) et, à l'extrémité libre (38), un dispositif d'étanchéité (40) qui
est fixé par adhérence de force et / ou de forme sur les première et deuxième baguettes
d'étanchéité (11, 12) et qui, en position fermée de l'ouvrant coulissant (3), est
relié de manière étanche et opérationnelle au dormant (2) et au seuil de porte (36).
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