[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung, umfassend eine Kernwand mit Fenster-
oder Türaussparung, einem in die Fenster- oder Türaussparung eingesetzten Fenster-
oder Türrahmen sowie einem Anbringsystem für eine verfahrbare Vorfenster- oder Vortüreinrichtung
wie Rollladen, Raffstore etc. mit einem innenseitig in die Kernwand eingesetzten,
an der Kernwand und am Fenster- oder Türrahmen angebrachten und die Vorfenster- oder
Vortüreinrichtung haltbar ausgestalteten Tragvorrichtung, mit einer mit der Außenseite
der Kernwand verbundenen Außenabdeckung, die zumindest eine Verstärkungslage aus einem
hochfesten Material umfasst, und mit Befestigungselementen, mit denen zumindest die
Verstärkungslage an der Kernwand angebracht ist, wobei die Verstärkungslage von den
Befestigungselementen entlang ihres oberen Kantenbereichs und der beiden Seitenkantenbereiche
mit der Kernwand verbunden ist. 299 14 901 U1 offenbart eine Anordnung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Eine solche Anordnung wurde in der Vergangenheit bereits im Fertighausbau verwendet.
Hauptsächlich diente die Verstärkungslage dem Platzgewinn für die abschnittsweise
Anordnung der Vorfenster- oder Türeinrichtung in der Außenabdeckung. Bei Fertighäusern
in Holzbauweise sind darüber hinaus zum Teil die einzelnen Wandelemente liegend gefertigt
worden, wobei im Bereich der Fenster und/oder Türen Rollladenkästen mit Rollläden
integriert wurden. Aus Fertigungsgründen mussten die flachliegenden Wandelemente vom
Fertigungspersonal begehbar sein. Insbesondere im Bereich der Außenabdeckungen von
Rollladenkästen musste für diese Begehbarkeit eine ausreichende Stabilität vorhanden
sein. Deshalb wurde eine Verstärkungslage aus einem hochfesten Material verwendet.
Dabei gab es Varianten, bei denen die Verstärkungslage mit einer Kantholzkonstruktion,
die vor der Kernwand angeordnet war, verschraubt wurde oder es gab Varianten, bei
denen die Verschraubung unmittelbar mit der Kernwand erfolgte. Neuerungen in der Produktionstechnik
und der Erhöhung der Dämmstärke von Außenbeplankungen haben solche Konstruktionen
immer weiter zurückgedrängt.
[0003] Ein gänzlich anderes Thema bei derartigen Anordnungen ist die einbruchshemmende Ausgestaltung.
Bislang wurden insbesondere Rollladenkästen, die unmittelbar in die Fenster- oder
Türaussparungen eingesetzt wurden, vermieden, wenn besonders gute einbruchshemmende
Eigenschaften gefordert wurden. Vielmehr wurden Anordnungen eingesetzt, die außen
auf die Kernwand aufgesetzt wurden, so dass die Kernwand selbst die eigentliche Einbruchssicherung
für den Rollladenkasten darstellte.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte gattungsgemäße
An-Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine einbruchshemmende Außenabdeckung
vorgesehen ist, bei der zumindest die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
- A) die Verstärkungslage weist eine Festigkeit auf, die bei einer Fenster- oder Türrahmenbreite
von bis zu 1,50 m mindestens 90 % der Festigkeit eines 0,88 mm starken Stahlbleches
in identischer Umfangskontur der Verstärkungslage entspricht und bei einer Fenster-
oder Türrahmenbreite von über 1,50 m mindestens 80% der Festigkeit eines 1,5 mm starken
Stahlbleches in identischer Umfangskontur der Verstärkungslage entspricht, und
- B) die Befestigungselemente, mit denen die Verstärkungslage an der Kernwand befestigt
sind, mindestens in einer Anzahl Y vorhanden sind, wobei sich Y aus der Formel

ergibt,
der Abstand der Befestigungselemente am oberen Kantenbereich der Verstärkungslage
maximal 400mm beträgt, und
Lo der Länge des oberen Kantenbereichs der Verstärkungslage in mm,
LS1 der Länge des ersten Seitenkantenbereichs der Verstärkungslage in mm,
LS2 der Länge des zweiten Seitenkantenbereichs der Verstärkungslage in mm und
Zp des für die Zugfestigkeit maßgeblichen geometrischen Parameters wie Nenndurchmesser
etc. der Befestigungselemente, mit denen die Verstärkungslage an der Kernwand befestigt
ist, in mm entspricht, und
zusätzlich zumindest eine der folgenden Bedingungen erfüllt sein kann:
C) zumindest einige der Befestigungselemente, mit denen die Verstärkungslage an der
Kernwand befestigt ist, weisen eine Verankerungstiefe in der Kernwand von mindestens
dem 3 x a-fachen des für die Festigkeit maßgeblichen geometrischen Parameters wie
Nenndurchmesser etc. des Befestigungselementes auf, wobei a für ein Kernwandmaterial
wie Beton 1,0, für ein Kernwandmaterial wie Kalksandstein oder Vollziegel 2,0 und
für ein Kernwandmaterial wie Bims, Leichtbeton oder Nadelholz 2,4 beträgt, und
D) die Befestigungselemente die Verstärkungslage für einen Wärmedehnungsausgleich
schwimmend befestigen.
[0005] Mit der erfindungsgemäßen Anordnung sollen die üblichen Vorfenster- oder Vortüreinrichtungen,
die normalerweise vor Fenstern oder Türen auf- und zugefahren werden können, installiert
werden. Neben Rollläden, Raffstores (Jalousien) zählen hierzu auch Textilscreens und
Insektenschutzmaßnahmen. Weil sich diese Einrichtungen vor den Fenstern oder Türen
bewegen, muss ein ausreichender Platz, ein sogenannter Funktionsraum, vor der Kernwand
geschaffen werden, der von der Außenabdeckung abgedeckt wird. Diese Außenabdeckung
wird erfindungsgemäß als einbruchshemmende Außenabdeckung ausgestaltet, d.h. sie muss
mindestens der RC-Klasse 2 entsprechen. Zur Erfüllung dieser Voraussetzung erfüllt
diese zumindest die angegebenen Bedingungen A) und B) und optional C) und/oder D).
Das Fenster und der Fensterrahmen bzw. die Tür und der Türrahmen sollten mindestens
die gleiche oder eine höhere RC-Klasse aufweisen, also ebenfalls ausreichend einbruchshemmend
ausgestaltet sein. Diesbezüglich wird auf die DIN EN 1627: Türen, Fenster, Vorhangfassaden,
Gitterelemente und Abschlüsse -Einbruchhemmung- Anforderungen und Klassifizierung
verwiesen. Bei der Prüfung einer solchen Anordnung wird ermittelt, ob innerhalb einer
bestimmten Zeitdauer unter Einwirkung von vorgegebenem Einbruchswerkzeug eine durchgangsfähige
Öffnung entstanden ist, durch die vorgeschriebene Schablonen geschoben werden können.
[0006] Die Verwendung eines entsprechend dicken Stahlbleches (oder Vergleichbarem) führt
dazu, dass Einbrecher eine erhebliche Mühe haben, die Außenabdeckung aufzustemmen.
Die Verstärkungslage muss daher nicht nur für eine windlastbeaufschlagbare Abdeckung
sorgen oder einfache Begehkräfte aufnehmen, sondern muss auch gegen Gewalteinwirkungen
eine ausreichende Stabilität aufweisen und entsprechend widerstandsfähiger ausgestaltet
sein. Als Vergleichsstahlblech kann bevorzugt ein verzinktes Stahlblech mit der Typbezeichnung
DX51D+Z (St02Z) angenommen werden. Eine weitere Bedingung zielt auf die Zugfestigkeit
der Befestigungselemente ab und die damit einhergehende Anzahl der zur Anordnung der
Verstärkungslage zu verwendenden Befestigungselemente, um eine ausreichende Einbruchshemmung
zu erzielen. Sollen Befestigungselemente mit unterschiedlichem Zp verwendet werden,
so ist ein Mittelwert zu bilden und der jeweils prozentuale Anteil in der Formel zu
berücksichtigen, d.h. iterativ anzunähern. Der maximale Abstand der Befestigungselemente
am oberen Kantenbereich stellt insbesondere sicher, dass ein Einbrecher mit einem
Einbruchswerkszeug (z.B. stabiler Schraubendreher, Kuhfuß etc.) nicht so leicht die
Verstärkungslage unterhebeln kann. Optional kann die Mindestanzahl der Befestigungselemente
nochmals um 2 erhöht werden. Die Befestigungselemente sollten optional ausreichend
tief in der Kernwand verankert sein, damit auch gewaltsam einwirkende Kräfte nicht
zu einem Herausreißen der Befestigungselemente aus der Kernwand führen bzw. ein Herausreißen
nicht so schnell möglich sind. Die angegebenen Kernwandmaterialien sollen das übliche
Spektrum verwendbarer Kernwandmaterialien abbilden, ohne jedoch einschränkend zu sein.
Gegebenenfalls müssen Zwischenwerte in Abhängigkeit und der Einstufung eines hier
nicht genannten Kernwandmaterials interpoliert werden.
[0007] Bislang verwendete Verstärkungen, die nicht dem Einbruchsschutz, sondern der Windlastaufnahme
und/oder Trittfestigkeit dienten, wurden bereits für Fenster- oder Türaussparungen
eingesetzt. Vermehrt werden Fenster- oder Türaussparungen auch zur Anordnung großzügiger
Fenster- und Türfronten verwendet. Dies bedingt entsprechend große Außenabdeckungen.
Insbesondere bei der Verwendung von Verstärkungslagen, die ein gegenüber den restlichen
Materialien, z.B. Holz, anderes Wärmeausdehnungsverhalten aufweisen, und im Hinblick
auf eine einbruchshemmende Befestigung der Verstärkungslage an der Kernwand, besteht
eine Bedingung darin, dass die Befestigungselemente die Verstärkungslage für eine
Wärmedehnungsausgleich schwimmend befestigen. Unter einer schwimmenden Befestigung
wird eine Befestigung verstanden, die zumindest in bestimmten Grenzen, eine Verschiebung
der miteinander zu verbindenden Elemente oder dem Befestigungselement erlauben. Hierzu
betrachten sind insbesondere die üblichen für den Hausbau relevanten Temperaturbereiche.
Die schwimmende Lagerung sorgt insbesondere dafür, dass die Befestigung der Befestigungselemente
in der Kernwand keine Schädigung davonträgt. Auch die Verstärkungslage soll möglichst
spannungsarm bzw. -frei angebracht werden, ohne dass es durch Wärmeausdehnungen zu
inneren Spannungen in der Verstärkungslage oder den Befestigungselementen kommt. Diese
Maßnahme dient aber auch dem Einbruchschutz, weil die schwimmende Befestigung für
eine Verteilung der bei einem Einbruchsversuch aufgebrachten Kräfte auf mehrere Befestigungselemente
sorgt und daher die an einem Befestigungselement auftretende Belastung reduziert wird.
Ein Teil der Beanspruchung kann auch durch die Bewegung und/oder Verformung der schwimmend
angebrachten Verstärkungslage aufgefangen werden.
[0008] Selbstverständlich verstärken sich die aus diesen Bedingungen resultierenden Maßnahmen
gegenseitig. Vorteilhafterweise sind der Fensterrahmen und das Fenster mit der gleichen
oder eine höheren Einbruchsklasse, wie die Außenabdeckung bzw. das Anbringsystem,
ausgebildet. Die Verstärkungslage kann auch mehrschichtig sein und gegebenenfalls
verschiedene Werkstoffe umfassen.
[0009] Unter Kernwand wird der eigentliche für die Tragfähigkeit der entsprechenden Wand
maßgebliche Abschnitt gemeint. Die Kernwand kann aus den unterschiedlichsten Materialien
bestehen, die die gewünschte Tragfähigkeit bereitstellen. Oberhalb von Fenster- und
Türaussparung können auch entsprechend verstärkte Träger (Stürze) eingesetzt werden.
[0010] Unter Fenster- oder Türrahmenbreite ist die für die Länge des oberen Kantenbereichs
der Verstärkungslage maßgebliche Breite zwischen den äußeren vertikalen Rahmenprofilen
gemeint, die in den meisten Fällen in etwa der Länge der Fenster- oder Wandaussparung
entspricht. Es können demnach, insbesondere bei großen Fenstern und Türen, noch vertikale
Rahmenprofile dazwischen angeordnet sein.
[0011] Der Begriff "Umfangskontur" soll alle Außen- und Innenkonturen oder Außen- und Innenmaße
der Verstärkungslage mit Ausnahme der Dicke umfassen. Es soll demnach ein Vergleich
mit einem Zwilling aus Blech bestimmter Blechstärke stattfinden.
[0012] Günstigerweise ist bei einer Variante vorgesehen, dass gemäß Bedingung A) die Verstärkungslage
ein Stahlblech mit einer Blechstärke von mindestens 0,88 mm ist und bevorzugt eine
verstärkende, zur Kernwand weisende Ankantung an ihrem unteren Kantenbereich aufweist.
Unter Ankantung ist hier eine die Stabilität des unteren Kantenbereichs erhöhende
Anformung im Stahlblech gemeint. Hierdurch wird erreicht, dass sich der untere Kantenbereich,
der zum überwiegenden Teil nicht mit der Kernwand verbunden ist, nicht so leicht aufbiegen
lässt, weil eine entsprechende Formgebung als Verstärkung wirkt.
[0013] Bevorzugt kann die Außenabdeckung eine Wärmedämmlage aufweisen, die außenseitig an
der Verstärkungslage angebracht und bevorzugt von einer an der Verstärkungslage angebrachten
oder an diese angeformten Halteeinrichtungen gehalten ist. Hierbei kann es sich um
zusätzliche Haltemittel oder eine Anformung an die Verstärkungslage handeln. Bei der
Verwendung eines Stahlbleches kann die Formgebung des unteren Kantenbereichs so erfolgen,
dass die Ankantung sowohl eine Verstärkung als auch die Halteeinrichtung gleich mit
ausformt. Günstig ist z.B. die Ausgestaltung einer Halteeinrichtung in Form einer
nach oben hin offenen Rinne bzw. Schiene, auf der die Wärmedämmlage aufsitzt. Hierdurch
wird auch der untere Kantenbereich der Wärmedämmlage von der Halteeinrichtung geschützt.
[0014] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass gemäß Bedingung D) die Befestigungselemente
Montageschrauben mit einem Kopf sind, der einen wirksamen Haltedurchmesser bereitstellt,
der mindestens dem 1,25-fachen, bevorzugt mindestens dem 1,5-fachen, von Z
P entspricht, und dass der Kopf einen Abstand zur Verstärkungslage aufweist oder die
Befestigungsmittel mit einer so kleinen Kraft oder unter Zwischenschaltung einer Wärmedehnungsausgleichseinrichtung
an der Verstärkungslage anliegen, dass eine schwimmende Befestigung der Verstärkungslage
gewährleistet ist. Montageschrauben stellen eine sehr einfache Befestigungsart bereit,
mittels der eine schwimmende Befestigung der Verstärkungslage ebenfalls sehr einfach
möglich ist. Eine sehr einfache Ausgestaltung einer solchen schwimmenden Befestigung
kann z.B. erzeugt werden, indem die Montageschrauben mit einem bestimmten Drehmoment
angezogen werden, so dass der Kopf mit seiner Unterlage auf die Verstärkungslage drückt.
Anschließend wird die Montageschraube um einen bestimmten Winkelbetrag zurückgedreht.
In Abhängigkeit der Steigung der Montageschrauben ergibt sich dann zwangsläufig ein
gewünschter Abstand bzw. eine gewünschte Lockerung. Bevorzugt weist dann eine zugehörige
Schraubenöffnung in der Verstärkungslage einen etwas größeren Durchmesser als der
Nenndurchmesser der Montageschraube auf, so dass eine durch Wärmedehnung bedingte
Verschiebung möglich ist. Es können aber auch Ausgleichseinrichtungen verschiedenster
Art zwischen dem Schraubenkopf und der Verstärkungslage eingesetzt werden. Zum Beispiel
können Unterlagselemente aus einem geeigneten Elastomerwerkstoff verwendet werden,
der eine Bewegung zwischen dem Schraubenkopf und der Verstärkungslage im Rahmens seiner
Elastizität gewährleistet.
[0015] Ein wesentlicher Aspekt besteht in einer ausreichenden Festigkeit der Befestigungselemente.
Gemäß einer Variante ist vorgesehen, dass hinsichtlich der Bedingung B) und/oder C)
die Befestigungselemente einen Z
P, von mindestens 7,5 mm aufweisen. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Befestigungselemente
von Haus aus bereits eine geeignete Festigkeit, die der Einbruchshemmung zuträglich
ist, bereitstellen.
[0016] Eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Einbruchshemmung besteht gemäß einer Ausführungsform
darin, dass die Befestigungselemente im Bereich der Eckübergänge vom oberen Kantenbereich
zum ersten und zum zweiten Seitenkantenbereich einen geringeren Abstand zueinander
aufweisen als in ihren jeweiligen mittleren Abschnitten. Insbesondere in diesen Eckabschnitten
können große Biegekräfte auftreten, wenn versucht wird, die Verstärkungslage aufzustemmen.
Auch im unteren Abschnitt der ersten und zweiten Seitenkantenbereiche können Befestigungselemente
enger gesetzt werden, damit es im unteren Bereich nicht so schnell zu einem Ablösen
der Verstärkungslage von der Kernwand kommt.
[0017] Bevorzugt kann die Außenabdeckung entlang des oberen Kantenbereichs und des ersten
und zweiten Seitenkantenbereichs eine der Kernwand zugewandte Abstandsleiste aufweisen,
die von den Befestigungselementen, bevorzugt mittig, durchdrungen wird. Diese Abstandsleiste
erfüllt demnach mehrere Aufgaben. Zum einen schafft sie einen wünschenswerten Abstand
zwischen Verstärkungslage und Kernwand und zum anderen werden über einen Einbruchsversuch
Kräfte von der Verstärkungslage nicht unmittelbar in die Kernwand eingeleitet, sondern
nur indirekt unter Zwischenschaltung der Abstandsleiste und der Befestigungselemente.
Die Abstandsleiste dient somit zum Schutz der Kernwand und kann auch Verformungsenergie
aufnehmen, ohne dass die Befestigung der Befestigungselemente in der Kernwand nachhaltig
beeinflusst wird.
[0018] Es hat sich gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung als sinnvoll herausgestellt, wenn
die Befestigungselemente Abstandsmontageschrauben, z.B. Würth Abstandsmontageschrauben
Amo
® III 7,5 TYP 3 Halbrundkopf mit einer Zugfestigkeit von über 800 N/mm
2, sind. Abstandsmontageschrauben sind deshalb von besonderem Vorteil, weil sie bautechnisch
geprüft und eindeutig einer bestimmten Güteklasse zugeordnet sind. Sie halten daher
in aller Regel höhere Zugkräfte aus, als vergleichbare andere vielfach eingesetzte
Montageschrauben, z.B. im Holzbaubereich. Es kann also auf bestehende Schraubengüten
zurückgegriffen werden, ohne eine eigene Entwicklung zu tätigen. Abstandsmontageschrauben
bestehen aus hochwertigem Werkstoff und sind für den entsprechenden Monteur ohne Weiteres
verfügbar, weil sie im Bereich des Tür- und Fensterbaus zwangsläufig Anwendung finden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass diese ohne Verwendung eines Dübels in der
Kernwand verankert werden können. Abstandsmontageschrauben sind auch meist sehr lange
Schrauben, die speziell für den hier gewünschten Einsatzzweck die geeignete Länge
ohne Probleme als Sortimentbestandteil aufweisen können.
[0019] Es hat sich gemäß einer Variante als günstig erwiesen, wenn die Abstandsleiste bzw.
leisten von einem Basiselement gebildet ist bzw. sind, dessen Festigkeit mindestens
70 % der Festigkeit eines in den Ausnahmemessungen identischen Voll-Kantholzes aus
Nadelholz entspricht und das ein Breitenmaß derart aufweist, um einen ausreichenden
Funktionsraum vor der Kernwand für die verfahrbare Vorfenster- oder Vortüreinrichtung
zu schaffen. Bei einer vorteilhaften Variante kann eben ein solches Voll-Kantholz
als Basiselement eingesetzt werden. Die Verstärkungslage erhält hierdurch ihren gewünschten
Abstand zur Kernwand, so dass ein ausreichend großer Funktionsraum erzeugbar ist,
und zum anderen wird hierdurch auch eine stabile Auflage für die Verstärkungslage
entlang der zugeordneten Kantenbereiche erzielt. Darüber hinaus ist eine solche Ausgestaltung
in aller Regel kostengünstig. Wichtig ist, dass für die Abstandsleiste bzw. -leisten
aus einem elastischen, aber nicht zu spröden und nicht zu weichen Werkstoff bestehen.
[0020] Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, dass die Tragvorrichtung eine, eine Lücke
der Fenster- oder Türaussparung zwischen dem Fenster- oder Türrahmen und der Kernwand
zumindest zu 50 % verschließende, einbruchshemmende Platte aufweist, deren Festigkeit
mindestens 80 % der Festigkeit einer OSB-Platte mit identischer Umfangskontur entspricht,
wenn die einbruchshemmende Platte näher an der Innenseite der Kernwand als an der
Außenseite der Kernwand angeordnet ist, wobei die Dicke der vergleichbaren OSB-Platte
mindestens 8 mm, bevorzugt mindestens 10 mm, beträgt, oder deren Festigkeit mindestens
80 % der Festigkeit einer Multiplexplatte mit identischer Umfangskontur entspricht,
wenn die einbruchshemmende Platte näher an der Außenseite der Kernwand als an der
Innenseite der Kernwand angeordnet ist und wobei die Dicke einer vergleichbaren Multiplexplatte
mindestens 10 mm, bevorzugt mindestens 12 mm, beträgt. Die Anordnung erhält hierdurch
eine zusätzliche einbruchshemmende Maßnahme, deren Wirkung sich entfaltet, sobald
vom Einbrecher die einbruchshemmende Außenabdeckung überwunden wurde. Hierbei ist
es gemäß der Definition von Vorteil, dass die Platte umso fester ist, je näher sie
in Richtung der Außenseite der Kernwand angeordnet ist. OSB-Platten, auch Grobspanplatten,
sind Holzwerkstoffe, die aus langen schlanken Spänen hergestellt werden. OSB-Platten
gibt es in unterschiedlichen Qualitäten. Entsprechend einer höheren Qualität lässt
sich auch die Abmessung reduzieren. Bevorzugt kann als Vergleichs-OSB-Platte ein Typ
OSB 3 angenommen werden.
[0021] Unter einer Multiplexplatte (auch Mehrschichtplatte genannt, z.B. Birkensperrholz
oder SD-Platte) wird eine mehrlagige Holzplatte verstanden, wobei eine SD-Platte beidseitig
noch mit Phenolharz beschichtet ist. Bevorzugt kann als Vergleichs-Multiplexplatte
ein Birken-Sperrholz (F/F) (BFU100) nach DIN 68705-3 angenommen werden.
[0022] Es sollte eine ausreichende Verankerung der einbruchshemmenden Platte an der Kernwand
sichergestellt werden, so dass ein Durchstemmen in Richtung Innenseite der Kernwand
stark gehemmt wird.
[0023] Der Begriff "Umfangskontur" soll alle Außen- und Innenkonturen oder Außen- und Innenmaße
der einbruchshemmenden Platte mit Ausnahme der Dicke umfassen. Es soll demnach ein
Vergleich mit einem Zwilling aus einer OSB- oder Multiplex-Platte bestimmter Stärke(Dicke)
stattfinden.
[0024] Bevorzugt kann die einbruchshemmende Platte direkt oder indirekt mittels Befestigungselementen
mit der Kernwand, bevorzugt an der Innenseite der Kernwand, verbunden sein, wobei
mindestens die folgende Bedingung zur Befestigung der einbruchshemmenden Platte erfüllt
ist:
E) die Befestigungselemente mindestens in einer Anzahl Y
P vorhanden sind, wobei sich Y
P aus der Formel

ergibt,
der Abstand der Befestigungselemente am oberen Kantenbereich der einbruchshemmenden
Platte maximal 350 mm beträgt, und
LOP der Länge des oberen Kantenbereichs der maßgeblichen Anbringung der einbruchshemmenden
Platte an der Kernwand in mm,
LS1P der Länge des ersten Seitenkantenbereichs der maßgeblichen Anbringung der einbruchshemmenden
Platte an der Kernwand in mm,
LS2P der Länge des zweiten Seitenkantenbereichs der maßgeblichen Anbringung der einbruchshemmenden
Platte an der Kernwand in mm, und
ZPP des für die Zugfestigkeit maßgeblichen geometrischen Parameters wie Nenndurchmesser
etc. der Befestigungselemente, mit denen die einbruchshemmende Platte an der Kernwand
befestigt ist, in mm entspricht und
zusätzlich zumindest die folgende Bedingung erfüllt sein kann:
F) zumindest einige der, bevorzugt sämtliche, Befestigungselemente weisen eine Verankerungstiefe
in der Kernwand von mindestens des 3 x a-fachen des für die Zugfestigkeit maßgeblichen
geometrischen Parameters wie Nenndurchmesser etc. des Befestigungselementes auf, wobei
a für ein Kernwandmaterial wie Beton 1,0, für ein Kernwandmaterial wie Kalksandstein
oder Vollziegel 2,0 und für ein Kernwandmaterial wie Bims, Leichtbeton oder Nadelholz
2,4 beträgt.
[0025] Hierdurch wird jeweils eine gute Verankerung der einbruchshemmenden Platte an der
Kernwand sichergestellt. Auch hier kann die Verwendung von Befestigungselementen mit
unterschiedlichem Zpp berücksichtigt werden. Es ist dann ein Mittelwert zu bilden
und der prozentuale Anteil in der Formel zu berücksichtigen, d.h. iterativ anzunähern.
[0026] In Kombination verstärken sich diese Maßnahmen selbstverständlich.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann die Tragvorrichtung als von der Innenseite
der Kernwand einsetzbare Kastenkonstruktion ausgestaltet sein, wobei die einbruchshemmende
Platte als eine in der Lücke, bevorzugt auf Höhe des Fenster- oder Türrahmens, angeordnete
vertikale Wand (d.h. in aller Regel parallel zur Fenster- oder Türscheibe) dieser
Kastenkonstruktion ausgestaltet ist, in oder an der die Befestigungselemente der Vorfenster-
oder Vortüreinrichtung verankert sind. Die einbruchshemmende Platte übernimmt somit
die Anbringfunktion für die Vorfenster- oder Vortüreinrichtung gleich mit, und ist
hierzu selbstverständlich ausreichend stabil ausgeführt. Bevorzugt kann sich die einbruchshemmende
Platte an weiteren Bestandteilen, z.B. an Seitenwänden der Konstruktion, abstützen,
so dass bei einer einwirkenden Kraft von außen ein Einstemmen der einbruchshemmenden
Platte nur sehr schwer möglich ist. Gemäß einer anderen Ausführungsform, die insbesondere
zur Anbringung von Rollläden geeignet ist, kann die Tragvorrichtung als von der Innenseite
der Kernwand einsetzbare, offene Kastenkonstruktion ausgestaltet sein, wobei die einbruchshemmende
Platte als Abdeckplatte die Lücke mit dem oberen, dem ersten und dem zweiten Kantenbereich
überragt und mit der Innenseite der Kernwand mittels der Befestigungselemente verbunden
ist, und wobei zumindest eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
G) der untere Kantenbereich der einbruchshemmenden Platte weist einen vertikalen (in
Abhängigkeit der Einbaulage des Fenster- oder Türrahmens) Abstand zum Fenster- oder
Türrahmen auf,
H) die Kastenkonstruktion weist eine an der Oberseite des Fenster- oder Türrahmens
entlang geführte, mit dem Fenster- oder Türrahmen verbundene einbruchshemmende Bodenleiste
auf, deren Festigkeit mindestens 80 % der Festigkeit einer Multiplexplatte identischer
Umfangskontur entspricht, wobei die Dicke der vergleichbaren Multiplexplatte mindestens
8 mm, bevorzugt mindestens 10 mm, beträgt, und
I) bei Erfüllen von H) eine Revisionslücke zur Entnahme der Vorfenster- oder Vortüreinrichtung
zwischen der einbruchshemmenden Platte und der einbruchshemmenden Bodenleiste verbleibt,
die mittels einer Abdeckplatte oder Abdeckplatten verschlossen ist, die bzw. von denen
zumindest eine als lösbare Deckelplatte ausgestaltet ist und wobei die lichte Weite
der Revisionslücke maximal 150 mm, bevorzugt maximal 120 mm, beträgt.
[0028] Der meiste Raum dieser Kastenkonstruktion wird zur Anordnuna des Rollladens verwendet.
so dass die einbruchshemmende Platte aus der Lücke heraus und quasi als Deckelplatte
an der Innenseite der Kernwand befestigt wird und die Lücke zu einem großen Teil überdeckt.
Damit eine Innenrevision des Rollladens stattfinden kann, endet diese einbruchshemmende
Platte jedoch bevorzugt in einem gewissen vertikalen Abstand zum Fenster- oder Türrahmen.
Der Abstand sollte jedoch so gewählt werden, dass ein Eindringen bei einem Einbruchsversuch
möglichst vermieden wird. Bei der Verwendung einer Multiplexplatte wird darüber hinaus
eine sehr gute Festigkeit bereitgestellt, die ein weiteres Hindernis für einen Einbruchsversuch
darstellt. Aus ästhetischen Gründen ist es weiterhin vorteilhaft, wenn eine verbleibende
Revisionslücke durch eine oder mehrere entsprechende Abdeckplatten verschlossen ist,
wobei auch eine lösbare Deckelplatte vorhanden ist, um die Revision durchführen zu
können. Die Revisionslücke sollte bevorzugt eine bestimmte Größe nicht überschreiten.
Unter lichter Weite ist hier die größte Querausdehnung der Lücke gemeint. Insbesondere
sollte verhindert werden, dass Personen durch eine entsprechend aufgestemmte Lücke
hindurchdringen können. Der Begriff "Umfangskontur" soll alle Außen- und Innenkonturen
oder Außen- und Innenmaße der einbruchshemmenden Bodenleiste mit Ausnahme der Dicke
umfassen. Es soll demnach ein Vergleich mit einem Zwilling aus einer Multiplex-Platte
bestimmter Stärke(Dicke) stattfinden,
[0029] Bevorzugt kann die lösbare Deckelplatte eine Länge aufweisen, die kleiner ist als
die Breite der Fenster- oder Türaussparung abzüglich der Breite der Laibung, und derart
ausgestaltet ist, dass eine Entnahme der verfahrbaren Vorfenster- oder Vortüreinrichtung
ermöglicht ist. Hier bietet sich an, die Laibung in die Bemaßung der Deckelplatte
miteinfließen zu lassen, so dass ein ungestörtes Öffnen möglich ist, aber eine ausreichend
große Revisionsöffnung zur Entnahme der Vorfenster- oder Vortüreinrichtung gegeben
ist.
[0030] Des Weiteren bezieht sich die Erfindung gemäß Anspruch 15 auf die Verwendung eines
Anbringsystems für eine verfahrbare Vorfenster- oder Vortüreinrichtung wie Rollladen,
Raffstore etc., in einer Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Anbringsystem
eine innenseitig in eine Kernwand einsetzbare, an der Kernwand und einem Fenster-
oder Türrahmen anbringbare und die Vorfenster- oder Vortüreinrichtung haltende Tragvorrichtung,
eine mit der Außenseite der Kernwand verbindbare Außenabdeckung, die zumindest eine
Verstärkungslage aus einem hochfesten Material umfasst, und Befestigungselemente zum
Anbringen zumindest der Verstärkungslage an der Kernwand aufweist, wobei die Verstärkungslage
von den Befestigungselementen entlang ihres oberen Kantenbereichs und der beiden Seitenkantenbereiche
mit der Kernwand verbindbar ist, wobei die Außenabdeckung als eine einbruchshemmende
Außenabdeckung ausgebildet ist, bei der zumindest die folgenden Bedingungen erfüllt
sind:
- A) die Verstärkungslage weist eine Festigkeit auf, die bei einer Fenster- oder Türrahmenbreite
von bis zu 1,50 m mindestens 90 % der Festigkeit eines 0,88 mm starken Stahlblechs
in identischer Umfangskontur der Verstärkungslage entspricht und bei einer Fenster-
oder Türrahmenbreite von über 1,50m mindestens 80% der Festigkeit eines 1,5 mm starken
Stahlbleches in identischer Umfangskontur der Verstärkungslage entspricht, und
- B) die Befestigungselemente zum Anbringen der Verstärkungslage mindestens in einer
Anzahl Y vorhanden sind, wobei sich Y aus der Formel

ergibt und
der Abstand der Befestigungselemente am oberen Kantenbereich der Verstärkungslagemaximal
350mm beträgt, und
Lo der Länge des oberen Kantenbereichs der Verstärkungslage in mm,
LS1 der Länge des ersten Seitenkantenbereichs der Verstärkungslage in mm,
LS2 der Länge des zweiten Seitenkantenbereichs der Verstärkungslage in mm und
ZP des für die Zugfestigkeit maßgeblichen geometrischen Parameters wie Nenndurchmesser
etc. der Befestigungselemente, mit denen die Verstärkungslage an der Kernwand befestigt
ist, in mm entspricht, und
zusätzlich mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt sein kann:
C) zumindest einige der Befestigungselemente weisen eine Verankerungstiefe für die
Kernwand von mindestens dem 3 x a-fachen des für die Zugfestigkeit maßgeblichen geometrischen
Parameters wie Nenndurchmesser etc. des Befestigungselementes auf, wobei a für ein
Kernwandmaterial wie Beton 1,0, für ein Kernwandmaterial wie Kalksandstein oder Vollziegel
2,0 und für ein Kernwandmaterial wie Bims, Leichtbeton oder Nadelholz 2,4 beträgt,
und
D) die Befestigungselemente für einen Wärmeausdehnungsgleich zum schwimmenden Anbringen
der Verstärkungslage ausgestaltet sind.
[0031] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung anhand von Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung in
einer Seitenansicht (Vollschnitt),
- Fig. 2
- die Anordnung aus Fig. 1 in einer geschnittenen Draufsicht, wobei zur Veranschaulichung
der Fensterrahmen und das Fenster eingezeichnet sind,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt einer zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung in
einer Seitenansicht (Vollschnitt),
- Fig. 4
- die Anordnung aus Fig. 3 in einer geschnittenen Draufsicht, wobei zur Veranschaulichung
der Fensterrahmen und das Fenster eingezeichnet sind und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer Lochanordnung einer Verstärkungslage.
[0032] In den Fig. 1 und 2 ist eine erste Ausführungsform einer Anordnung 1 dargestellt.
Die Anordnung 1 umfasst im Wesentlichen eine tragende Kernwand 2, in der eine im Querschnitt
rechteckförmige Fensteraussparung 3 angeordnet ist, einen in die Fensteraussparung
3 eingesetzten Fensterrahmen 4 und einen zwischen dem Fensterrahmen 4 und der Kernwand
2 eingesetzten Anbringsystem 5 für einen Rollladen 6. Der Rollladen 6 ist in Fig.
1 lediglich schematisch in seiner aufgerollten Stellung in strichpunktierter Linie
eingezeichnet. Der Rollladen 6 ist auf einer Rollladenwelle 7 aufgewickelt. Es handelt
sich um einen motorbetriebenen Rollladen 6. Deshalb ist in gestrichelter Linie das
zum Motor führende Stromkabel 8 eingezeichnet.
[0033] Im vorliegenden Fall handelt es sich bei der Kernwand 2 um eine Holzkonstruktion.
Der Sturzbereich 9 ist entsprechend verstärkt ausgeführt. Die Kernwand 2 weist an
ihrer Außenseite A Gipsfaserplatten 10 und an ihrer Innenseite I Gipsfaserplatten
11 auf. Der obere Abschnitt der Innenfläche der Fensteraussparung 3 ist von einer
auf der Kernwand 2 angeordneten Gipsfaserplatte 12 geformt.
[0034] Den Gipsplatten 10 an der Außenseite A der Kernwand 2 sind Dämmplatten 13 vorgelagert.
Die Verbindung zu den Gipsfaserplatten 10 erfolgt üblicherweise mittels einer Klebschicht
14. Auf den Dämmplatten 13 ist eine Putzschicht 15 aufgetragen. Der Fensterrahmen
4 besteht im Wesentlichen aus vier an den Ecken verbundenen Hohlprofilen, die im unteren
Bereich der Fensteraussparung 3 und an den Seiten jeweils mittels Abstandsmontageschrauben
mit der Kernwand 2 verbunden sind. Die Anbringung solcher Fensterrahmen 4 ist hinlänglich
bekannt und es wird diesbezüglich auf den Stand der Technik verwiesen. Im oberen Bereich
der Fensteraussparung 3 verbleibt jedoch eine Lücke 16 zwischen der Fensteraussparung
3 und dem oberen Profil 4.1 des Fensterrahmens 4, in die zumindest ein Bestandteil
des Anbringsystems 5 eingefügt ist.
[0035] Ebenfalls in Fig. 1 ist ein Fenster 17 mit Doppelverglasung eingezeichnet, das in
dem Fensterrahmen 4 schwenkbar eingehängt ist. Der Fensterrahmen 4 und das Fenster
17 weisen eine erhöhte Einbruchsklasse (hier RC3) auf. Am Fensterrahmen 4, d.h. den
vertikalen Profilen 4.2 und 4.3 (siehe Fig. 2) sind jeweils eine Behangschiene 18.1
und 18.2 befestigt, in die der seitliche Bereich des Rollladens 6 einfahren kann und
dort geführt ist (siehe ebenfalls Fig. 2). In Fig. 2 sind schematisch noch die Laibungsdämmung
und die Fensterbank 20 auf der Außenseite A der Kernwand 2 eingezeichnet. Die Laibungsdämmung
19.1 und 19.2 überdeckt teilweise die Profile 4.2 und 4.3 des Fensterrahmens 4. Diese
Ausgestaltungen sind hinlänglich bekannt und werden hier nicht näher erläutert.
[0036] Das Anbringsystem 5 umfasst eine Außenabdeckung 21 und eine Tragvorrichtung 22, die
maßgeblich der Aufnahme und Halterung des Rollladens 6 dient. Die Außenabdeckung 21
weist entlang ihres oberen Kantenbereichs 23 und entlang ihres ersten und zweiten
Seitenkantenbereichs 24, 25 eine der Kernwand 2 zugewandte Abstandsleiste 26 auf.
Die Abstandsleiste 26 umgibt somit den oberen Bereich der Fensteraussparung 3 U-förmig.
Die Abstandsleiste 26 besteht aus drei zusammengesetzten Basiselementen, wobei jedes
Basiselement aus einem Voll-Kantholz aus Nadelholz gebildet ist. Im vorliegenden Fall
hat das Voll-Kantholz eine Querschnittsabmessung von 55 x 55 mm. Die Außenabdeckung
21 umfasst des Weiteren eine Verstärkungslage 27 aus einem Stahlblech (hier ein verzinktes
Stahlblech mit der Typbezeichnung DX51D+Z (St02Z)) mit einer Blechstärke von 1,5 mm.
Das Stahlblech ist vollverzinkt, um Witterungseinflüssen standzuhalten. Am unteren
Ende weist die Verstärkungslage 27 eine Ankantung 28 auf, an die sich eine Auflageschiene
29 anschließt. Die Ankantung 28 dient zur Verstärkung des unteren Kantenbereichs der
Verstärkungslage 27, insbesondere soll dieser untere Kantenbereich hierdurch biegestabiler
werden. Der letzte Bestandteil der Außenabdeckung 21 ist eine Wärmedämmlage 30, die
an der Außenseite der Verstärkungslage 27 entlanggeführt ist und auf der Auflageschiene
29 aufsitzt und im unteren Kantenbereich von der Auflageschiene 29 positioniert wird.
Im oberen Abschnitt weist die Wärmedämmlage 30 die gleiche Dicke auf wie die Dämmplatten
13, so dass sie oberhalb der Abstandsleiste 26 bis an die Gipsfaserplatte 10 unter
Zwischenschaltung der Klebschicht 14 herangeführt wird und somit die Abstandsleiste
26 an der Vorderseite und Oberseite abdeckt. Auch die Außenabdeckung 21 wird nach
dem Einbau mit der Putzschicht 15 versehen.
[0037] Neben der gewählten Blechstärke besteht das Besondere der Außenabdeckung 21 darin,
dass diese mittels nicht näher dargestellter Befestigungsmittel 31 mit der Kernwand
2 verbunden ist. Bei den Befestigungselementen 31 handelt es sich um Abstandsmontageschrauben
mit einem Nenndurchmesser von 7,5 mm und einer Länge von 132 mm. Zum Einsatz kommen
hier Würth Abstandsmontageschrauben Amo
® III 7,5 TYP 3 Halbrundkopf mit einer Zugfestigkeit von über 800 N/mm
2. Die Verstärkungslage 27 weist entsprechende Öffnungen 32 auf, wie sie beispielhaft
in der schematischen Zeichnung Fig. 5 dargestellt sind. Die Öffnungen 32 weisen einen
in etwa 1,5 mm größeren Durchmesser auf als der Nenndurchmesser der Befestigungselemente
31. Abstandsmontageschrauben haben für den vorliegenden Anbringungsfall mehrere Vorteile.
Zum einen werden sie ohnehin für den Fenstereinbau benötigt und werden von den montierenden
Handwerkern vorrätig gehalten. Zum anderen können sie mit der Kernwand ohne Verwendung
von Dübeln verbunden und in dieser verankert werden. Des Weiteren weisen diese Schrauben
sehr gute Festigkeitswerte auf.
[0038] Die Befestigungselemente 31 gehen sowohl durch die Verstärkungslage 27, als auch
durch die Abstandsleiste 26 (mittig), die Klebschicht 14 und dringen dann an den Gipsfaserplatten
10 in die Kernwand 2 ein. Abstandsmontageschrauben haben ein durchgehendes Gewinde,
welches einen entsprechenden Formschluss zu den einzelnen Elementen herstellt. Sie
weisen eine hohe Festigkeit auf und sind somit stabiler als die meisten vergleichbaren
Schrauben. Der Kopfdurchmesser bei der hier erwähnten Abstandsmontageschraube beträgt
12,5 mm. Insbesondere die Anbringung der Verstärkungslage 27 erfolgt schwimmend, d.h.,
die Schraubenköpfe verbleiben mit kleinem Abstand zur Verstärkungslage 27, so dass
sich unter Wärmeeinwirkung die Verstärkungslage 27 entsprechend bewegen kann und spannungsfrei
verbleibt. Auch die Befestigungselemente 31 erhalten hierdurch keine zusätzlichen
Spannungen ausgehend von der Verstärkungslage 27 durch Wärmeeinwirkung. Andere Möglichkeiten
einer schwimmenden Lagerung bestehen in der Verwendung einer geringen Anpresskraft,
die eine solche relative Verschiebung nicht behindert oder in der Verwendung spezieller
Anbringsysteme, die zwischen den Befestigungselementen 31 und der Verstärkungslage
27 zwischengefügt werden und eine Relativverschiebung ermöglichen. Im vorliegenden
Fall wurden die Befestigungselemente 31 mit einem vorgegebenen Drehmoment angezogen,
so dass diese mit ihren Schraubenköpfen an der Verstärkungslage 27 mit einer daraus
resultierenden Kraft anlagen. Anschließend wurden die Befestigungselemente 31 um eine
Viertelumdrehung (90°) zurückgedreht, um den gewünschten Abstand für die schwimmende
Befestigung zu erhalten. Hierdurch bewegte sich das Befestigungsmittel 31 in Abhängigkeit
der Gewindesteigung um ca. 0,7mm zurück.
[0039] Die Außenabdeckung 21 ist aufgrund der speziellen Ausführung der Verstärkungslage
27 und der verwendeten Befestigungselemente 31 als einbruchshemmende Außenabdeckung
21 ausgestaltet. Es bedarf einer erheblichen Krafteinwirkung, diese so zu verformen
oder von der Kernwand 2 zu entfernen, dass ein Zugriff von außen auf den Bereich der
Tragvorrichtung 22 erfolgen kann.
[0040] Neben der speziellen Festigkeit der Befestigungselemente 31 ist auch deren Verankerungstiefe
in der Kernwand 2 maßgeblich. In Abhängigkeit des für die Kernwand 2 verwendeten Materials
(hier Holz) im vorliegenden Fall mindestens dem 7,2-fachen des Nenndurchmessers des
hier verwendeten Befestigungselementes 31 betragen, d.h., mindestens 54 mm. Im vorliegenden
Fall beträgt der Wert der Verankerungstiefe ca. 60 mm. Darüber hinaus spielt die Anzahl
Y der verwendeten Befestigungselemente 31 ebenfalls eine bedeutende Rolle. Die Anzahl
Y bestimmt sich im vorliegenden Fall wie folgt. Hierzu werden die Abmessungen der
Verstärkungslage 27 bestimmt und zwar die Länge (L
O) des oberen Kantenbereichs, die Länge (L
S1) des ersten Seitenkantenbereichs und die Länge (L
S2) des zweiten Seitenkantenbereichs. Die Länge der Seitenkantenbereiche L
S1 und L
S2 sind im vorliegenden Fall identisch. In Abhängigkeit des Nenndurchmesser Zp ermittelt
sich die Mindestanzahl Y der Befestigungselemente 31 wie folgt:

[0041] Im vorliegenden Fall wurde ein Fensterrahmen 4 mit der Breite B von 1.500 mm eingesetzt.
Die Länge L
O beträgt im vorliegenden Fall 1.630 mm. Die Längen L
S1 und L
S2 betragen im vorliegenden Fall jeweils 345 mm. Bei der Verwendung von Abstandsmontageschrauben
mit einem Nenndurchmesser Zp von 7,5 mm ergibt sich somit eine Mindestanzahl Y von
6,96 (rechnerisch), was gerundet 7 ergibt. Im konkreten Fall wurden elf Befestigungsmittel
31 verwendet, nämlich jeweils ein Befestigungselement 31 nahe der Eckbereiche, zusätzlich
jeweils drei Befestigungselemente 31 entlang des oberen Kantenbereichs 23 und drei
zusätzliche Befestigungselemente 31 entlang der ersten und zweiten Seitenkantenbereiche
24 und 25. Wie schematisch anhand der Fig. 5 zu sehen ist, sind die Abstände der Befestigungselemente
31 im Eckbereich der Verstärkungslage 27 enger gewählt als zu den jeweils anderen
Befestigungselementen 31. Die Öffnungen 32 in der Verstärkungslage 27 sind entsprechend
angepasst. Die Maximalabstände für die Befestigungselemente 31 am oberen Kantenbereich
23 wurden eingehalten.
[0042] Die Tragvorrichtung 22 ist als von der Innenseite I der Kernwand 2 einsetzbare, offene
Kastenkonstruktion ausgestaltet. Die offene Seite der Kastenkonstruktion weist zur
Außenabdeckung 21 hin und dient dazu, dass der teilweise in der Kastenkonstruktion
angeordnete Rollladen 6 aus der Kastenkonstruktion übersteht, so dass dieser in die
Behangschienen 18.1 und 18.2 einlaufen kann. Die Tragvorrichtung 22 umfasst eine Deckplatte
33, die mit zwei Seitenwänden 34 und 35 verbunden ist. An den Seitenwänden 34 und
35 ist auch die Rollladenwelle 7 drehbar angebracht. Des Weiteren umfasst die Tragvorrichtung
22 an ihrer Unterseite eine einbruchshemmende Bodenleiste 36. Die einbruchshemmende
Bodenleiste 36 besteht aus einer Multiplexplatte (hier ein Birken-Sperrholz (F/F)
(BFU100) nach DIN 68705-3) mit einer Stärke von 15 mm und schließt unmittelbar seitlich
unter Zwischenschaltung einer Dichtung 37 an das obere Profil 4.1 des Fensterrahmens
4 an. Mit diesem Profil 4.1 ist die einbruchshemmende Bodenleiste 36 verschraubt.
Zur Innenseite I der Kernwand 2 hin steht die einbruchshemmende Bodenleiste 36 über
den Fensterrahmen 4 und etwas über das Fenster 17 über (gilt für den Mittenbereich
der einbruchshemmenden Bodenleiste 36). Entlang der Seitenwände 34 und 35 ist die
einbruchshemmende Bodenleiste 36 sogar bis zu einem bündigen Abschluss mit den Seitenwänden
34 und 35 nach innen gezogen. Hierdurch ergibt sich eine Aussparung im Mittenbereich
der einbruchshemmenden Bodenleiste 36, die für eine Innenrevision genutzt werden kann.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Tragvorrichtung 22 ist eine einbruchshemmende
Platte 38, die mehr als 50 % der Lücke 16 zwischen Fensteraussparung 3 und Fensterrahmen
4 abdeckt bzw. verschließt. Die einbruchshemmende Platte 38 ist so ausgestaltet, dass
ihr oberer Kantenbereich 47 und die ersten und zweiten Seitenkantenbereiche 48 und
49 die Innenseite I der Kernwand 2 überlappen und dort mit dieser mittels Befestigungselementen
39 verbunden sind. Es handelt sich hierbei wiederum um Abstandsmontageschrauben; aber
diesmal mit Senkkopf (hier Würth Abstandsmontageschrauben Amo
® III 7,5 TYP 3 Senkkopf mit einer Zugfestigkeit von über 800 N/mm
2). Diese Befestigungselemente 39 weisen im vorliegenden Fall einen Nenndurchmesser
Z
PP von 7,5 mm und eine Länge 82 mm auf, so dass eine Verankerungstiefe in der Kernwand
2 von mindestens 54 mm gemäß vorgegebener Formel für das hier vorliegende Kernwandmaterial
erreicht wird. Die Verankerungstiefe beträgt im vorliegenden Fall 70 mm. Bei der einbruchshemmenden
Platte 38 handelt es sich um eine OSB-Platte (hier Typ OSB 3) mit einer Stärke von
12 mm. Die Länge der Platte 38 ist so bemessen, dass sie im vertikalen Abstand Av
zum Fensterrahmen 4 endet. Hierdurch wird die Möglichkeit einer Innenrevision unterstützt,
ohne jedoch die Einbruchshemmung zu gefährden. Die Anordnung erfolgt so, dass eine
lichte Weite W
L zwischen dem mittleren Abschnitt der einbruchshemmenden Bodenleiste 36 und der Unterkante
der einbruchshemmenden Platte 38 ausgebildet ist, die im vorliegenden Fall ca. 105
mm beträgt. Der vertikale Abstand Av beträgt im vorliegenden Fall 100 mm.
[0043] Im mittleren Abschnitt ist die einbruchshemmende Bodenleiste 36 an ihrer nach innen
weisenden Kante 40 gestuft ausgeformt. Hieran schließt sich eine komplementär an ihrem
einen Kantenbereich gestufte Deckelplatte 41 aus Sperrholz an, die die gleiche Dicke
wie die einbruchshemmende Bodenleiste 36 aufweist. Auf die Außenseite der einbruchshemmenden
Platte 38 wird eine Gipsfaserplatte 42 angeordnet, die etwas tiefer als die einbruchshemmende
Platte 38 beginnt und im Wesentlichen bündig mit der Oberseite der einbruchshemmenden
Bodenleiste 36 und der Deckelplatte 41 endet. Die Gipsfaserplatte 42 ist an ihrer
Unterkante mit einer Schraubleiste 43 versehen, so dass die Deckelplatte 41 mit dieser
verschraubt werden kann, wodurch mittels der Deckelplatte 41 eine Revisionsöffnung
geöffnet und geschlossen werden kann. Im Innern der Kastenkonstruktion befinden sich
noch an die Form des Rollladens 6 angepasste Dämmelemente 44.1, 44.2 und 44.3. Zumindest
das Dämmelement 44.1 ist herausnehmbar ausgestaltet, so dass die Revision möglich
ist.
[0044] Im Anschluss an die Gipsfaserplatte 42 befinden sich eine weitere Gipsfaserplatte
45, die den oberen Bereich und insbesondere die Befestigungsstellen der einbruchshemmenden
Platte 38 abdecken. In gleicher Weise schließen sich Gipsfaserplatten 45 auch seitlich
an die Gipsfaserplatte 42 an und decken auch die seitlich überstehende einbruchshemmende
Platte 38 und ihre Befestigungsstellen zur Kernwand 2 hin ab. Die Spalte 46 zwischen
der Deckelplatte 41 und den seitlich weitergeführten Abschnitten der einbruchshemmenden
Bodenleiste 36 werden innenseitig mittels einer EPDM-Dichtung, die einseitig mit der
einbruchshemmenden Bodenleiste 36 verklebt wird, abgedeckt.
[0045] Wichtig für eine ausreichende Einbruchshemmung ist auch die Anzahl der verwendeten
Befestigungselemente 39 zum Anbringen der einbruchshemmenden Platte 38, die sowohl
an die vom oberen Kantenbereich 47, als auch an ihrem ersten und zweiten Seitenkantenbereich
48 und 49 mit der Kernwand 2 mittels der Befestigungselemente 39 verbunden ist. Die
Länge (L
OP) der einbruchshemmenden Platte 38 beträgt im vorliegenden Fall 1578 mm, die Längen
(L
S1P und L
S2P) betragen jeweils 186 mm.
[0046] Aus der zugehörigen Formel ergibt sich eine Anzahl Y
P für die Befestigungselemente 39 von mindestens 6 (gerundet). Im vorliegenden Fall
werden neun Befestigungselemente 39 eingesetzt.
[0047] Sowohl mit der Außenabdeckung 21 alleine, als auch im Zusammenspiel mit der einbruchshemmenden
Bodenleiste 36 und der einbruchshemmenden Platte 38 lässt sich im vorliegenden Fall
eine einbruchshemmende Klasse von RC3 erzielen. Entsprechend dimensionierte und feste
Materialien, sowie eine an eine einbruchshemmende Situation angepasste Verankerung
mittels der jeweiligen Befestigungselemente 31 und 39 machen es möglich, eine erfindungsgemäße
Anordnung bereitzustellen, die eine Lücke 16 zwischen Fensteraussparung 3 und Fensterrahmen
4 verschließt, und so zu überbrücken, dass keine zu schnell überwindbare Schwachstelle
hinsichtlich Einbruchsversuchen vorhanden ist.
[0048] Anhand der Fig. 3 und 4 wird nunmehr eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Anordnung 1 erläutert. Es wird nur auf die wesentlichen Unterschiede zu dem vorangegangenen
Ausführungsbeispiel eingegangen und deshalb werden für bau- und wirkungsgleiche Teile
die gleichen Bezugsziffern verwendet und ergänzend auf die vorangegangene Beschreibung
verwiesen.
[0049] Die Kernwand 2 ist ähnlich aufgebaut, ist jedoch nicht mit einer Gipsfaserplatte
an der Innenseite der Fensteraussparung 3 versehen. Der Sturzbereich 9 weist einen
leicht anderen Aufbau auf.
[0050] Die Außenabdeckung 21 ist im Wesentlichen ähnlich aufgebaut. Der Verstärkungslage
27 fehlt es aber an einer nach innen vorstehenden Ankantung. Die Auflageschiene 29
ist ohne eine solche Ankantung an das untere Ende angeformt. Insgesamt weist die Außenabdeckung
21 eine etwas größere Gesamttiefe auf. Hierzu ist die Abstandsleiste 26 breiter ausgebildet.
Die Basiselemente der Abstandsleiste 26 weisen eine Querschnittsabmessung von 60 x
100 mm auf. Die verwendeten Befestigungselemente 31 sind entsprechend länger ausgeführt.
Im konkreten Fall handelt es sich um Abstandsmontageschrauben mit einem Nenndurchmesser
Z
P von 7,5 mm und einer Länge von 182 mm. Es wird wieder eine Schraube mit Halbrundkopf
verwendet. Die Verankerungstiefe in der Kernwand 2 beträgt demnach ungefähr 66 mm
und entspricht damit der Vorgabe für das Kernwandmaterial Holz. Die Dicke der Verstärkungslage
27 beträgt im vorliegenden Fall 0,88 mm. Es wird wiederum ein Stahlblech verwendet.
Zur Befestigung des hier dargestellten 1,5 m breiten Fensterrahmens 4 werden neun
Befestigungselemente 31 verwendet, was der Mindestvorgabe entspricht. Die Längen L
S1 und L
S2 der beiden Seitenkantenbereiche 24 und 25 der Verstärkungslage 27 betragen im vorliegenden
Fall jeweils 350 mm und die Länge Lo des oberen Kantenbereichs 23 beträgt im vorliegenden
Fall 1640 mm.
[0051] Der Hauptunterschied besteht jedoch in der Ausgestaltung der Tragvorrichtung 22,
die im vorliegenden Fall zum Anbringen eines Raffstores 50 als Vorfenstereinrichtung
dient. Der Raffstore 50 ist in dem zwischen der Tragvorrichtung 22 und der Außenabdeckung
21 erzeugten Funktionsraum F angeordnet. Die Befestigung des Raffstores 50 erfolgt
mittels einer Winkelschiene 51 an der Tragvorrichtung 22. Im vorliegenden Fall ist
die Tragvorrichtung 22 nicht zur Innenrevision ausgestaltet, sondern der Raffstore
50 ist außenrevisionsfähig. Deshalb weist die Tragvorrichtung 22 eine geschlossene
Kastenkonstruktion auf. Diese besteht im Wesentlichen aus einer vertikal angeordneten
einbruchshemmenden Platte 38, die in vorliegendem Fall die innenliegende Wand der
Kastenkonstruktion formt und eine Abmessung aufweist, so dass sie in die Lücke 16
zwischen der Fensteraussparung 3 und dem oberen Profil 4.1 des Fensterrahmens 4 einsetzbar
ist. Die einbruchshemmende Platte 38 rückt somit näher an die Außenabdeckung 21 heran.
Deshalb wird ein stabileres Material für die einbruchshemmende Platte 38 verwendet,
nämlich eine Multiplexplatte (hier ein Birken-Sperrholz (F/F) (BFU100) nach DIN 68705-3)
in einer Stärke von 15 mm. Die Höhe der Platte 38 ist ca. 20 mm kleiner als die Höhe
der Lücke 16. Die Unterseite der Kastenkonstruktion der Tragvorrichtung 22 wird von
einer OSB-Platte in einer Stärke von 15 mm geformt. Um eine gute Anbringung der Winkelschiene
51 zu gewährleisten, wird die Oberseite der Kastenkonstruktion von zwei übereinanderliegenden
OSB-Platten 53.1, 53.2 mit jeweils einer Stärke von 15 mm ausgebildet (für die Einbruchshemmung
ist aber eine Platte ausreichend). Es erfolgt eine entsprechend gute Verschraubung
zwischen der einbruchshemmenden Platte 38 und den oben- und untenliegenden OSB-Platten
52, 53.1 und 53.2. Innenseitig wird die Kastenkonstruktion von einer OSB-Abschlussplatte
54 geformt, deren Abmessungen größer sind als die Querschnittsabmessungen der Lücke
16, so dass diese an ihrem oberen Kantenbereich 47 und ihren seitlichen Kantenbereichen
48, 49 mit der Innenseite I der Kernwand 2 verbunden werden kann. Die einbruchshemmende
Platte 38 ist somit indirekt mittels der restlichen Kastenkonstruktion, insbesondere
der OSB-Abschlussplatte 54 an der Kernwand 2 angebracht. Die Kastenkonstruktion weist
zwei plattenförmige Seitenwände 34, 35 auf, die jeweils von einer Siebruckplatte mit
einer Dicke von 15 mm geformt sind. Die Seitenwände 34, 35 sind mit den anderen Platten
der Kastenkonstruktion verbunden, stehen über die einbruchshemmende Platte 38 über
und begrenzen seitlich den Funktionsraum F und enden in geringem Abstand (ca. 20 mm)
vor der Verstärkungslage 27 und bieten einen seitlichen Zusatzschutz. Für die indirekte
Verbindung werden Befestigungselemente 39 eingesetzt. Im vorliegenden Fall handelt
es sich um Abstandsmontageschrauben mit einem Nenndurchmesser Z
PP von 7,5 mm und einer Länge von 82 mm. Es erfolgt daher eine Verankerung in der Kernwand
mit einer Tiefe von ca. 60 mm. Diese Schrauben weisen einen Senkkopf auf. Damit die
gesamte Tragvorrichtung 22 sicher in der Lücke 16 verankert ist, gelten wieder die
Vorgaben für die Mindestanzahl Y
P der Befestigungselemente 39. Im vorliegenden Fall beträgt die Länge L
S1P des ersten Seitenkantenbereichs und L
S2P des zweiten Kantenbereichs der Abschlussplatte 54 ca. 300 mm und die Länge L
OP der Abschlussplatte 54 beträgt 1578 mm. Im vorliegenden Fall beträgt die Anzahl Y
P der Befestigungselemente 39 gleich 9 und entspricht somit der Mindestvorgabe aus
der Formel. Am unteren Kantenbereich wird die Abschlussplatte 54 mit der unteren OSB-Platte
52 verschraubt. Des Weiteren erfolgt eine Verschraubung der unteren OSB-Platte 52
mit dem oberen Profil 4.1 des Fensterrahmens 4, wodurch an dieser Stelle ebenfalls
eine Sicherung der Tragvorrichtung 22 erfolgt. Die Tragvorrichtung 22 wird an ihrer
Innenseite mit Gipsfaserplatten 55 und 56 abgedeckt. Das Innere der Tragvorrichtung
22 ist mit einem Dämmstoff 57 ausgefüllt.
[0052] Aufgrund der hier gewählten Anordnung ist wiederum eine einbruchshemmende Konstruktion
erzielt worden. Maßgeblich sind hierbei die Ausgestaltung und Anbringung der Außenabdeckung
21 und der Ausgestaltung und Anbringung der Tragvorrichtung 22, die jeweils für sich
für die Einbruchshemmung beitragen.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Anordnung
- 2
- Kernwand
- 3
- Fensteraussparung
- 4
- Fensterrahmen
- 4.1
- oberes Profil
- 4.2
- seitliches Profil
- 4.3
- seitliches Profil
- 5
- Anbringsystem
- 6
- Rollladen
- 7
- Rollladenwelle
- 8
- Stromkabel
- 9
- Sturzbereich
- 10
- Gipsfaserplatte
- 11
- Gipsfaserplatte
- 12
- Gipsfaserplatte
- 13
- Dämmplatte
- 14
- Klebschicht
- 15
- Putzschicht
- 16
- Lücke
- 17
- Fenster
- 18.1
- Behangschiene
- 18.2
- Behangschiene
- 19.1
- Laibungsdämmung
- 19.2
- Laibungsdämmung
- 20
- Fensterbank
- 21
- Außenabdeckung
- 22
- Tragvorrichtung
- 23
- oberer Kantenbereich
- 24
- erster Seitenkantenbereich
- 25
- zweiter Seitenkantenbereich
- 26
- Abstandsleiste
- 27
- Verstärkungslage
- 28
- Ankantung
- 29
- Auflageschiene
- 30
- Wärmedämmlage
- 31
- Befestigungselement
- 32
- Öffnung
- 33
- Deckplatte
- 34
- Seitenwand
- 35
- Seitenwand
- 36
- einbruchshemmende Bodenleiste
- 37
- Dichtung
- 38
- einbruchshemmende Platte
- 39
- Befestigungselemente
- 40
- Kante
- 41
- Deckelplatte
- 42
- Gipsfaserplatte
- 43
- Schraubleiste
- 44.1
- Dämmelement
- 44.2
- Dämmelement
- 44.3
- Dämmelement
- 45
- Gipsfaserplatte
- 46
- Spalt
- 47
- oberer Kantenbereich
- 48
- erster Seitenkantenbereich
- 49
- zweiter Seitenkantenbereich
- 50
- Raffstore
- 51
- Winkelschiene
- 52
- OSB-Platte unten
- 53.1
- OSB-Platte oben
- 53.2
- OSB-Platte oben
- 54
- OSB-Abschlussplatte
- 55
- Gipsfaserplatte
- 56
- Gipsfaserplatte
- 57
- Dämmstoff
- A
- Außenseite
- B
- Fensterrahmenbreite
- F
- Funktionsraum
- I
- Innenseite
- AV
- vertikaler Abstand
- LO
- Länge des oberen Kantenbereichs der Verstärkungslage
- LOP
- Länge des oberen Kantenbereichs der maßgeblichen Anbringung der einbruchshemmenden
Platte an der Kernwand
- LS1
- Länge des ersten Seitenkantenbereichs der Verstärkungslage
- LS1P
- Länge des ersten Seitenkantenbereichs der der maßgeblichen Anbringung der einbruchshemmenden
Platte an der Kernwand
- LS2
- Länge des zweiten Seitenkantenbereichs der Verstärkungslage
- LS2P
- Länge des ersten Seitenkantenbereichs der der maßgeblichen Anbringung der einbruchshemmenden
Platte an der Kernwand
- WL
- lichte Weite
- Y
- Anzahl der Befestigungselemente außen
- YP
- Anzahl der Befestigungselemente innen
- Zp
- Nenndurchmesser der Befestigungselemente außen
- ZPP
- Nenndurchmesser der Befestigungselemente innen
1. Anordnung (1), umfassend eine Kernwand (2) mit Fenster- oder Türaussparungen (3),
einem in die Fenster- oder Türaussparungen (3) eingesetzten Fenster- oder Türrahmen
(4) sowie einem Anbringsystem (5) für eine verfahrbare Vorfenster- oder Vortüreinrichtung
wie Rollladen (6), Raffstores (50) etc. mit einem innenseitig in die Kernwand (2)
eingesetzten, an der Kernwand (2) und dem Fenster- oder Türrahmen (4) angebrachten
und die Vorfenster- oder Vortüreinrichtung haltbar ausgestalteten Tragvorrichtung
(22), mit einer mit der Außenseite (A) der Kernwand (2) verbundenen Außenabdeckung
(21), die zumindest eine Verstärkungslage (27) aus einem hochfesten, zähen Material
umfasst, und mit Befestigungselementen (31), mit denen zumindest die Verstärkungslage
(27) an der Kernwand (2) angebracht ist, wobei die Verstärkungslage (27) von den Befestigungselementen
(31) entlang ihres oberen Kantenbereichs (23) und der beiden Seitenkantenbereiche
(24, 25) mit der Kernwand (2) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine einbruchshemmende Außenabdeckung (21) vorgesehen ist, bei der zumindest die
folgenden Bedingungen erfüllt sind:
A) die Verstärkungslage (27) weist eine Festigkeit auf, die bei einer Fenster- oder
Türrahmenbreite von bis zu 1,50 m mindestens 90 % der Festigkeit eines 0,88 mm starken
Stahlbleches mit identischer Umfangskontur der Verstärkungslage (27) entspricht und
bei einer Fenster- oder Türrahmenbreite von über 1,50 m mindestens 80% der Festigkeit
eines 1,5 mm starken Stahlbleches in identischer Umfangskontur der Verstärkungslage
entspricht, und
B) die Befestigungselemente (31), mit denen die Verstärkungslage (27) an der Kernwand
(2) befestigt ist, mindestens in einer Anzahl Y vorhanden sind, wobei sich Y aus der
Formel

ergibt und
der Abstand der Befestigungselemente (31) am oberen Kantenbereich (23) der Verstärkungslage
(27) maximal 400 mm beträgt, und
LO der Länge des oberen Kantenbereichs (23) der Verstärkungslage (27) in mm
LS1 der Länge des ersten Seitenkantenbereichs (24) der Verstärkungslage (27) in mm,
LS2 der Länge des zweiten Seitenkantenbereichs (25) der Verstärkungslage (27) in mm,
und
ZP des für die Zugfestigkeit maßgeblichen geometrischen Parameters wie Nenndurchmesser
etc. der Befestigungselemente (31), mit denen Verstärkungslage (27) an der Kernwand
(2) befestigt ist, in mm entspricht, und
mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt sein kann:
C) zumindest einige der Befestigungselemente (31), mit denen die Verstärkungslage
(27) an der Kernwand (2) befestigt ist, weisen eine Verankerungstiefe in der Kernwand
(2) von mindestens dem 3 x a-fachen des für die Zugfestigkeit maßgeblichen geometrischen
Parameters wie Nenndurchmesser (ZP) etc. des Befestigungselementes (31) auf, wobei a für ein Kernwandmaterial wie Beton
1,0, für ein Kernwandmaterial wie Kalksandstein oder Vollziegel 2,0 und für ein Kernwandmaterial
wie Bims, Leichtbeton oder Nadelholz 2,4 beträgt, und
D) die Befestigungselemente (31) die Verstärkungslage (27) für einen Wärmedehnungsausgleich
schwimmend befestigen.
2. Anordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass gemäß Bedingung A) die Verstärkungslage (27) ein Stahlblech mit einer Blechstärke
von mindestens 0,88 mm ist und bevorzugt eine verstärkende, zur Kernwand (2) weisende
Ankantung (28) an ihrem unteren Kantenbereich aufweist.
3. Anordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenabdeckung (21) eine Wärmedämmlage (30) aufweist, die außenseitig an der
Verstärkungslage (27) angebracht und bevorzugt von einer an der Verstärkungslage (27)
angebrachte oder an diese angeformte Halteeinrichtung gehalten ist.
4. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass gemäß Bedingung D) die Befestigungselemente (31) Montageschrauben mit einem Kopf
sind, der einen wirksamen Haltedurchmesser bereitstellt, der in mindestens dem 1,25-fachen,
bevorzugt mindestens dem 1,5-fachen, von ZP entspricht und dass der Kopf einen Abstand zur Verstärkungslage (27) aufweist oder
die Befestigungsmittel (31) mit einer so kleinen Kraft oder unter Zwischenschaltung
einer Wärmedehnungsausgleichseinrichtung an der Verstärkungslage (27) anliegen, dass
eine schwimmende Befestigung der Verstärkungslage (27) gewährleistet ist.
5. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass gemäß der Bedingung B) und/oder C) die Befestigungselemente (31) einen ZP von mindestens 7,5 mm aufweisen.
6. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (31) im Bereich der Eckübergänge vom oberen Kantenbereich
(23) zum ersten und zum zweiten Seitenkantenbereich (24, 25) einen geringeren Abstand
zueinander aufweisen als an ihren jeweiligen mittleren Abschnitten.
7. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenabdeckung (21) entlang des oberen Kantenbereichs und des ersten und zweiten
Seitenkantenbereichs eine der Kernwand (2) zugewandte Abstandsleiste (26) aufweist,
die von den Befestigungselementen (31) durchdrungen ist.
8. Anordnung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (31) Abstandsmontageschrauben sind.
9. Anordnung (1) nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsleiste (26) bzw. -Bodenleisten von einem Basiselement gebildet ist bzw.
werden, dessen Festigkeit mindestens 70 % der Festigkeit eines in den Außenabmessungen
identischen Voll-Kantholzes aus Nadelholz entspricht und das ein Breitenmaß derart
aufweist, um ausreichenden Funktionsraum (F) vor der Kernwand (2) für die verfahrbare
Vorfenster- oder Vortüreinrichtung zu schaffen.
10. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragvorrichtung (22) eine, eine Lücke (16) der Fenster- oder Türaussparung (3)
zwischen dem Fenster- oder Türrahmen (4) und der Kernwand (2) zumindest zu 50 % verschließende
einbruchshemmende Platte (38) aufweist, deren Festigkeit mindestens 80 % der Festigkeit
einer OSB-Platte mit identischer Umfangskontur entspricht, wenn die einbruchshemmende
Platte (38) näher an der Innenseite (I) der Kernwand (2) als an der Außenseite (A)
der Kernwand (2) angeordnet ist, wobei die Dicke der vergleichbaren OSB-Platte mindestens
8 mm, bevorzugt mindestens 10 mm, beträgt, oder deren Festigkeit mindestens 80 % der
Festigkeit einer Multiplexplatte mit identischer Umfangskontur entspricht, wenn die
einbruchshemmende Platte (38) näher an der Außenseite (A) der Kernwand (2) als an
der Innenseite (I) der Kernwand (2) angeordnet ist, und wobei die Dicke einer vergleichbaren
Multiplexplatte mindestens 10 mm, bevorzugt mindestens 12 mm, beträgt.
11. Anordnung (1) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die einbruchshemmende Platte (38) direkt oder indirekt mittels Befestigungselementen
(39) mit der Kernwand (2), bevorzugt an der Innenseite (I) der Kernwand (2), verbunden
ist und mindestens die folgende Bedingung zur Befestigung der einbruchshemmenden Platte
(38) erfüllt ist:
E) die Befestigungselemente (39) mindestens in einer Anzahl Y
P vorhanden sind, wobei sich Y
P aus einer Formel

ergibt,
der Abstand der Befestigungselemente (39) am oberen Kantenbereich (47) der einbruchshemmenden
Platte (38) maximal 350 mm beträgt, und
LOP der Länge des oberen Kantenbereichs (47) der maßgeblichen Anbringung der einbruchshemmenden
Platte (38) an der Kernwand (2) in mm,
LS1P der Länge des ersten Seitenkantenbereichs (48) der maßgeblichen Anbringung der einbruchshemmenden
Platte (38) an der Kernwand (2) in mm,
LS2P der Länge des zweiten Seitenkantenbereichs (49) der maßgeblichen Anbringung der einbruchshemmenden
Platte (38) an der Kernwand (2) in mm, und
Zpp des für die Zugfestigkeit maßgeblichen geometrischen Parameters wie Nenndurchmesser
etc. der Befestigungselemente (31), mit denen die einbruchshemmende Platte (38) an
der Kernwand (2) befestigt ist, in mm entspricht, und
zusätzlich zumindest die folgende Bedingung erfüllt sein kann:
F) zumindest einige der Befestigungselemente (39) weisen eine Verankerungstiefe in
der Kernwand (2) von mindestens 3 x a-fachen des für die Zugfestigkeit maßgeblichen
geometrischen Parameters wie Nenndurchmesser Z
PA etc. des Befestigungselementes (39) auf, wobei a für ein Kernwandmaterial wie Beton
1,0, für ein Kernwandmaterial wie Kalksandstein oder Vollziegel 2,0 und für ein Kernwandmaterial
wie Bims, Leichtbeton oder Nadelholz 2,4 beträgt.
12. Anordnung (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragvorrichtung (22) als von der Innenseite (I) der Kernwand (2) einsetzbare
Kastenkonstruktion ausgestaltet ist und die einbruchshemmende Platte (38) als eine
in die Lücke (16), bevorzugt auf Höhe des Fenster- oder Türrahmens (4), angeordnete
vertikale Wand dieser Kastenkonstruktion ausgestaltet ist, in oder an der die Befestigungselemente
der Vorfenster- oder Vortüreinrichtung verankert sind.
13. Anordnung (1) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tragvorrichtung (22) als von der Innenseite (I) der Kernwand (2) einsetzbare,
offene Kastenkonstruktion ausgestaltet ist und die einbruchshemmende Platte (38) als
Abdeckplatte die Lücke (16) mit dem oberen, dem ersten und dem zweiten Seitenkantenbereich
überragt und mit der Innenseite (I) der Kernwand (2) mittels der Befestigungselemente
(39) verbunden ist, und zumindest eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist
G) der untere Kantenbereich der einbruchshemmenden Platte (38) weist einen vertikalen
Abstand (AV) zum Fenster- oder Türrahmen (4) auf,
H) die Kastenkonstruktion weist eine an der Oberseite des Fenster- oder Türrahmens
(4) entlang geführte, mit dem Fenster- oder Türrahmen (4) verbundene einbruchshemmende
Bodenleiste (36) auf, deren Festigkeit mindestens 80 % der Festigkeit einer Multiplexplatte
mit identischer Außenkontur entspricht, wobei die Dicke der vergleichbaren Multiplexplatte
mindestens 8 mm, bevorzugt mindestens 10 mm, beträgt, und
I) bei Erfüllen von H) eine Revisionslücke zur Entnahme der Vorfenster- oder Vortüreinrichtung
zwischen der einbruchshemmenden Platte (38) und der einbruchshemmenden Bodenleiste
(36) verbleibt, die mittels mindestens einer Abdeckplatte (41, 42) verschlossen ist,
von denen zumindest einer als lösbare Deckelplatte (41) ausgestaltet ist, und wobei
die lichte Weite (WL) der Revisionslücke maximal 150 mm, bevorzugt maximal 120 mm, beträgt.
14. Anordnung (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Deckelplatte (41) eine Länge aufweist, die kleiner ist als die Breite
der Fenster- oder Türaussparung (3) abzüglich der Breite einer Laibung, und derart
ausgestaltet ist, dass eine Entnahme der verfahrbaren Vorfenster- oder Vortüreinrichtung
ermöglicht ist.
15. Verwendung eines Anbringsystems (5) für eine verfahrbare Vorfenster- oder Vortüreinrichtung
wie Rollladen (6), Raffstores (50) etc., wobei das Anbringsystem (5) eine innenseitig
in eine Kernwand (2) einsetzbare, an der Kernwand (2) und einem Fenster- oder Türrahmen
(4) anbringbare und die Vorfenster- oder Vortüreinrichtung haltende Tragvorrichtung
(22), eine mit der Außenseite (A) der Kernwand (2) verbindbare Außenabdeckung (21),
die zumindest eine Verstärkungslage (27) aus einem hochfesten, zähen Material umfasst,
und Befestigungselemente (31) zum Anbringen zumindest der Verstärkungslage (27) an
der Kernwand (2) aufweist, wobei die Verstärkungslage (27) von den Befestigungselementen
(31) entlang ihres oberen Kantenbereichs (23) und der beiden Seitenkantenbereiche
(24, 25) mit der Kernwand (2) verbindbar ist, wobei die Außenabdeckung (21) als eine
einbruchshemmende Außenabdeckung (21) ausgebildet ist, bei der zumindest die folgenden
Bedingungen erfüllt sind:
A) die Verstärkungslage (27) weist eine Festigkeit auf, die bei einer Fenster- oder
Türrahmenbreite von bis zu 1,50 m mindestens 90 % der Festigkeit eines 0,88 mm starken
Stahlbleches mit identischer Umfangskontur der Verstärkungslage (27) entspricht und
bei einer Fenster- oder Türrahmenbreite von über 1,50 m mindestens 80% der Festigkeit
eines 1,5 mm starken Stahlbleches in identischer Umfangskontur der Verstärkungslage
entspricht, und
B) die Befestigungselemente (31), mit denen die Verstärkungslage (27) an der Kernwand
(2) befestigt ist, mindestens in einer Anzahl Y vorhanden sind, wobei sich Y aus der
Formel

ergibt und
der Abstand der Befestigungselemente (31) am oberen Kantenbereich (23) der Verstärkungslage
(27) maximal 400 mm beträgt, und
LO der Länge des oberen Kantenbereichs (23) der Verstärkungslage (27) in mm,
LS1 der Länge des ersten Seitenkantenbereichs (24) der Verstärkungslage (27) in mm,
LS2 der Länge des zweiten Seitenkantenbereichs (25) der Verstärkungslage (27) in mm,
und
ZP des für die Zugfestigkeit maßgeblichen geometrischen Parameters wie Nenndurchmesser
etc. der Befestigungselemente (31), mit denen Verstärkungslage (27) an der Kernwand
(2) befestigt ist, in mm entspricht, und
mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt sein kann:
C) zumindest einige der Befestigungselemente (31) weisen eine Verankerungstiefe für
die Kernwand (2) von mindestens dem 3 x a-fachen des für die Zugfestigkeit maßgeblichen
geometrischen Parameters wie Nenndurchmesser (Zp) etc. des Befestigungselementes (31)
auf, wobei a für ein Kernwandmaterial wie Beton 1,0, für ein Kernwandmaterial wie
Kalksandstein oder Vollziegel 2,0 und für ein Kernwandmaterial wie Bims, Leichtbeton
oder Nadelholz 2,4 beträgt, und
D) die Befestigungselemente (31) für einen Wärmeausdehnungsausgleich zum schwimmenden
Anbringen der Verstärkungslage (27) ausgestaltet sind.
1. An arrangement (1) comprising a core wall (2) with recesses (3) for a window or a
door, a window frame or a door frame (4) fitted into the recesses (3) for a window
or a door and a mounting system (5) for a movable installation in front of the window
or the door such as roller shutters (6), external venetian blinds (50) etc., including
a support device (22) fitted into the core wall (2) on the inside, attached to the
core wall (2) and to the window frame or door frame (4) and adapted to hold the installation
in front of the window or the door, an outer cover (21) connected to the outside (A)
of the core wall (2) and comprising at least one reinforcing layer (27) made of a
high-strength, tough material and fastening members (31) by means of which at least
the reinforcing layer (27) is attached to the core wall (2), the reinforcing layer
(27) being connected to the core wall (2) by means of the fastening members (31) along
its upper edge (23) and the two side edges (24, 25),
characterized in that a burglar-inhibiting outer cover (21) is provided which satisfies at least the following
conditions:
A) the reinforcing layer (27) has a strength which, for a width of the window frame
or door frame of up to 1.50 m, corresponds to at least 90% of the strength of a 0.88
mm thick steel sheet with an identical contour of the reinforcing layer (27) and,
for a width of the window frame or door frame of more than 1.50 m, corresponds to
at least 80% of the strength of a 1.5 mm thick steel sheet with identical contour
of the reinforcing layer, and
B) the fastening members (31) by means of which the reinforcing layer (27) is fastened
to the core wall (2) are present in at least a number Y, wherein Y is defined by the
following formula:

and the distance of the fastening members (31) at the upper edge (23) of the reinforcing
layer (27) is at most 400 mm, and
LO is the length in mm of the upper edge (23) of the reinforcing layer (27),
LS1 is the length in mm of the first side edge (24) of the reinforcement layer (27),
LS2 is the length in mm of the second side edge (25) of the reinforcing layer (27), and
ZP is the geometrical parameter in mm relevant for the tensile strength, such as nominal
diameter, etc., of the fastening members (31) by means of which the reinforcing layer
(27) is fastened to the core wall (2), and
at least one of the following conditions can be satisfied:
C) at least some of the fastening members (31) by means of which the reinforcing layer
(27) is fastened to the core wall (2) are anchored to the core wall (2) in a depth
of at least (3-a) times the geometric parameter relevant for the tensile strength,
such as nominal diameter (ZP) etc., of the fastening member (31) wherein a is 1.0 when the core wall is for instance
made of concrete, 2.0 when the core wall is for instance made of sand-lime brick or
solid brick and 2.4 when the core wall is for instance made of pumice, lightweight
concrete or softwood, and
D) the reinforcing layer (27) is fastened by the fastening members (31) in a floating
manner to compensate for thermal expansion.
2. The arrangement (1) according to claim 1, characterized in that in accordance with condition A) the reinforcing layer (27) is a steel sheet having
a sheet thickness of at least 0.88 mm and preferably has a reinforcing upward web
(28) facing the core wall (2) at its lower edge.
3. The arrangement (1) according to claims 1 or 2, characterized in that the outer cover (21) has a thermal insulation layer (30) which is attached to the
outside of the reinforcing layer (27) and is preferably held by supporting means attached
to the reinforcing layer (27) or formed thereon.
4. The arrangement (1) according to any one of claims 1 to 3, characterized in that in accordance with condition D) the fastening members (31) are mounting screws having
a head providing an effective holding diameter which is at least 1.25 times, preferably
at least 1.5 times, Zp and that the head is spaced from the reinforcing layer (27) or the fastening members
(31) bear against the reinforcing layer (27) with small enough force or with the interposition
of means for compensating thermal expansion that floating attachment of the reinforcing
layer (27) is ensured.
5. The arrangement (1) according to any one of claims 1 to 4, characterized in that in accordance with condition B) and/or C) the fastening members (31) have a dimension
of Zp of at least 7.5 mm.
6. The arrangement (1) according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the fastening members (31) are more closely spaced at the corner-shaped transitions
from the upper edge (23) to the first and the second side edges (24, 25) than at their
respective middle portions.
7. The arrangement (1) according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the outer cover (21) includes along the top edge and the first and second side edges
a spacer strip (26) facing the core wall (2) and penetrated by the fastening members
(31).
8. The arrangement (1) according to claim 7, characterized in that the fastening members (31) are spacing mounting screws.
9. The arrangement (1) according to claim 7 or claim 8, characterized in that the spacer strip (26) or bottom strips are formed by a base member, the strength
of which corresponds to at least 70% of the strength of a squared timber of solid
softwood having identical outer dimensions and the width dimension of which provides
sufficient space (F) in front of the core wall (2) for operating the movable installation
in front of the window or door.
10. The arrangement (1) according to any one of claims 1 to 9, characterized in that the support device (22) includes a burglar-inhibiting panel (38) closing at least
50% of a gap (16) of the window or door recess (3) between the window or door frame
(4) and the core wall (2), the strength of which corresponds to at least 80% of the
strength of an OSB board with an identical contour when the burglar-inhibiting panel
(38) is arranged closer to the inner side (I) of the core wall (2) than to the outer
side (A) of the core wall (2) wherein the thickness of the comparable OSB board is
at least 8 mm, preferably at least 10 mm, or the strength of which corresponds to
at least 80% of the strength of a multi-layer veneer plywood board with identical
contour, if the burglar-inhibiting panel (38) is arranged closer to the outer side
(A) of the core wall (2) than to the inner side (I) of the core wall (2), and wherein
the thickness of a comparable multi-layer veneer plywood board is at least 10 mm,
preferably at least 12 mm.
11. The arrangement (1) according to claim 10,
characterized in that the burglar-impeding panel (38) is directly or indirectly connected to the core wall
(2) by means of fastening members (39), preferably on the inside (I) of the core wall
(2), and at least the following condition for fastening the burglar-impeding panel
(38) is satisfied:
E) the fastening members (39) are present in at least a number Y
P, wherein Y
P is defined by the following formula
and the distance of the fastening members (39) at the upper edge (47) of the burglar-impeding
panel (38) is at most 350 mm, and
LOP is the length in mm of the upper edge (47) over which the burglar-impeding panel
(38) is substantially attached to the core wall (2),
LS1P is the length in mm of the first side edge (48) over which the burglar-impeding panel
(38) is substantially attached to the core wall (2),
LS2P is the length in mm of the second side edge (49) over which the burglar-impeding
panel (38) is substantially attached to the core wall (2), and
Zpp is the geometrical parameter in mm relevant for the tensile strength, such as
nominal diameter, etc., of the fastening members (31) by means of which the burglar-impeding
panel (38) is fastened to the core wall (2), and
additionally at least the following condition can be satisfied:
F) at least some of the fastening members (39) are anchored to the core wall (2) in
a depth of at least (3-a) times the geometric parameter relevant for the tensile strength,
such as nominal diameter (Z
PA) etc., of the fastening member (39) wherein a is 1.0 when the core wall is for instance
made of concrete, 2.0 when the core wall is for instance made of sand-lime brick or
solid brick and 2.4 when the core wall is for instance made of pumice, lightweight
concrete or softwood.
12. The arrangement (1) according to claims 10 or 11, characterized in that the supporting device (22) is designed as a box-like structure that can be fitted
from the inner side (I) of the core wall (2) and the burglar-impeding panel (38) is
designed as a vertical wall of this box-like structure arranged in the gap (16), preferably
at level with the window frame or door frame (4), in which or on which wall the fastening
members of the installation in front of the window or the door are anchored.
13. The arrangement (1) according to claims 10 or 11,
characterized in that the supporting device (22) is designed as an open box-like structure that can be
fitted from the inner side (I) of the core wall (2) and the burglar-impeding panel
(38) as a covering plate spans the gap (16) with the upper, the first and the second
side edges and is connected to the inner side (I) of the core wall (2) by means of
the fastening members (39), and at least one of the following conditions is satisfied:
G) the lower edge of the burglar-impeding panel (38) has a vertical distance (Av)
to the window frame or door frame (4),
H) the box-like structure includes a burglar-impeding bottom strip (36) guided along
the upper side of the window frame or door frame (4) and connected to the window frame
or door frame (4), the strength of which bottom strip corresponds to at least 80%
of the strength of a multi-layer veneer plywood board with an identical outer contour,
the thickness of the comparable multi-layer veneer plywood board being at least 8
mm, preferably at least 10 mm, and
I) when H) is satisfied, an inspection opening for removing the installation in front
of the window or the door remains between the burglar-impeding panel (38) and the
burglar-impeding bottom strip (36), which opening is closed by means of at least one
covering plate (41, 42), at least one of which is designed as a detachable covering
plate (41), and wherein the inside width (WI) of the inspection opening is at most
150 mm, preferably at most 120 mm.
14. The arrangement (1) according to claim 13, characterized in that the detachable covering plate (41) has a length which is smaller than the width of
the window or door recess (3) minus the width of a reveal, and is designed to allow
removal of the movable installation in front of the window or the door.
15. Use of an attachment system (5) for a movable installation in front of a window or
a door such as roller shutters (6), external venetian blinds (50) etc., wherein the
attachment system (5) comprises a support device (22) that can be fitted on the inside
into a core wall (2), can be attached to the core wall (2) and a window or door frame
(4) and holds the installation in front of the window or the door, an outer cover
(21) that can be connected to the outer side (A) of the core wall (2) and comprises
at least one reinforcing layer (27) made of a high-strength, tough material, including
fastening members (31) for attaching at least the reinforcing layer (27) to the core
wall (2), wherein the reinforcing layer (27) can be connected to the core wall (2)
along its upper edge (23) and the two side edges (24, 25) by means of the fastening
members (31), and the outer cover (21) is formed as a burglar-impeding outer cover
(21) which satisfies at least the following conditions:
A) the reinforcing layer (27) has a strength which, for a width of the window frame
or door frame of up to 1.50 m, corresponds to at least 90% of the strength of a 0.88
mm thick steel sheet with an identical contour of the reinforcing layer (27) and,
for a width of the window frame or door frame of more than 1.50 m, corresponds to
at least 80% of the strength of a 1.5 mm thick steel sheet with identical contour
of the reinforcing layer, and
B) the fastening members (31) by means of which the reinforcing layer (27) is fastened
to the core wall (2) are present in at least a number Y, wherein Y is defined by the
following formula

and the distance of the fastening members (31) at the upper edge (23) of the reinforcing
layer (27) is at most 400 mm, and
LO is the length of the upper edge (23) of the reinforcing layer (27) in mm,
LS1 is the length of the first side edge (24) of the reinforcement layer (27) in mm,
LS2 is the length of the second side edge (25) of the reinforcing layer (27) in mm, and
ZP is the geometrical parameter relevant for the tensile strength in mm, such as nominal
diameter, etc., of the fastening members (31) by means of which the reinforcing layer
(27) is fastened to the core wall (2), and
at least one of the following conditions can be satisfied:
C) at least some of the fastening members (31) are anchored to the core wall (2) in
a depth of at least (3-a) times the geometric parameter relevant for the tensile strength,
such as nominal diameter (ZP) etc., of the fastening member (31) wherein a is 1.0 when the core wall is for instance
made of concrete, 2.0 when the core wall is for instance made of sand-lime brick or
solid brick and 2.4 when the core wall is for instance made of pumice, lightweight
concrete or softwood, and
D) the fastening members (31) are adapted for floating attachment of the reinforcing
layer (27) to compensate for thermal expansion.
1. Agencement (1), comprenant une paroi centrale (2) avec des découpes de fenêtre ou
de porte (3), un cadre de fenêtre ou de porte (4) inséré dans les découpes de fenêtre
ou de porte (3), ainsi qu'un système de montage (5) destiné à un dispositif mobile
de contre-fenêtre ou de contre-porte tel que des volets roulants (6), des stores vénitiens
(50), etc., avec un dispositif de support (22) inséré par l'intérieur dans la paroi
centrale (2), monté au niveau de la paroi centrale (2) et du cadre de fenêtre ou de
porte (4) et conçu de manière à retenir le dispositif de contre-fenêtre ou de contre-porte,
avec un couvercle extérieur (21) relié à la face extérieure (A) de la paroi centrale
(2) et comprenant au moins une couche de renfort (27) en un matériau dur et très résistant,
et avec des éléments de fixation (31) avec lesquels au moins la couche de renfort
(27) est montée au niveau de la paroi centrale (2), dans lequel la couche de renfort
(27) est reliée à la paroi centrale (2) grâce aux éléments de fixation (31) le long
de sa région de bord supérieure (23) et des deux régions de bord latérales (25),
caractérisé en ce qu'un couvercle extérieur anti-effraction (21) remplissant au moins les conditions ci-dessous
est fourni :
A) la couche de renfort (27) présente une résistance correspondant à au moins 90 %
de la résistance d'une tôle d'acier de 0,88 mm d'épaisseur présentant un contour périphérique
identique à celui de la couche de renfort (27) pour une largeur de cadre de fenêtre
ou de porte allant jusqu'à 1,50 m et à au moins 80 % de la résistance d'une tôle d'acier
de 1,5 mm d'épaisseur présentant un contour périphérique identique à celui de la couche
de renfort pour une largeur de cadre de fenêtre ou de porte supérieure à 1,50 m ;
et
B) les éléments de fixation (31) au moyen desquels la couche de renfort (27) est fixée
à la paroi centrale (2) sont présents au moins en un nombre Y, dans lequel Y résulte
de la formule

et
l'espacement entre les éléments de fixation (31) au niveau de la région de bord supérieure
(23) de la couche de renfort (27) ne dépasse pas 400 mm, et
LO correspond à la longueur de la région de bord supérieure (23) de la couche de renfort
(27) en mm,
LS1 correspond à la longueur de la première région de bord latérale (24) de la couche
de renfort (27) en mm,
LS2 correspond à la longueur de la seconde région de bord latérale (25) de la couche
de renfort (27) en mm, et
Zp correspond au paramètre géométrique représentatif de la résistance à la traction,
tel que le diamètre nominal, etc., des éléments de fixation (31) au moyen desquels
la couche de renfort (27) est fixée à la paroi centrale (2), en mm, et
au moins une des conditions ci-dessous peut être remplie :
C) au moins certains des éléments de fixation (31) avec lesquels la couche de renfort
(27) est fixée à la paroi centrale (2) présentent une profondeur d'ancrage dans la
paroi centrale (2) d'au moins 3 fois le paramètre géométrique a représentatif de la
résistance à la traction, tel que le diamètre nominal (Zp), etc., de l'élément de
fixation (31), dans lequel a est égal à 1,0 pour un matériau de paroi centrale tel
que le béton, à 2,0 pour un matériau de paroi centrale tel que la brique silico-calcaire
ou la brique pleine, et à 2,4 pour un matériau de paroi centrale tel que la pouzzolane,
le béton léger ou le bois résineux, et
D) les éléments de fixation (31) fixent la couche de renfort (27) de manière flottante
afin de compenser la dilatation thermique.
2. Agencement (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que, conformément à la condition A), la couche de renfort (27) est une tôle d'acier présentant
une épaisseur de tôle d'au moins 0,88 mm et présente au niveau de sa région de bord
inférieure de manière préférée une arête (28) tournée vers la paroi centrale (2) et
visant à renforcer.
3. Agencement (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le couvercle extérieur (21) présente une couche d'isolation thermique (30) qui est
montée du côté extérieur au niveau de la couche de renfort (27) et est retenue de
manière préférée par un dispositif de retenue monté au niveau de la couche de renfort
(27) ou moulé sur celle-ci.
4. Agencement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, conformément à la condition D), les éléments de fixation (31) sont des vis de montage
munies d'une tête offrant un diamètre de retenue efficace correspondant à au moins
1,25 fois, de manière préférée au moins 1,5 fois, le Zp et en ce que la tête présente un espacement par rapport à la couche de renfort (27) ou en ce que les moyens de fixation (31) reposent sur la couche de renfort (27) avec une force
si faible, ou avec interposition d'un dispositif de compensation de dilatation thermique,
qu'une fixation flottante de la couche de renfort (27) est assurée.
5. Agencement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, conformément à la condition B) et/ou C), les éléments de fixation (31) présentent
un Zp d'au moins 7,5 mm.
6. Agencement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, dans la région des transitions angulaires entre la région de bord supérieure (23)
et les première et seconde régions de bord latérales (24, 25), les éléments de fixation
(31) présentent l'un par rapport à l'autre un espacement plus faible qu'au niveau
de leurs sections médianes respectives.
7. Agencement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le couvercle extérieur (21) présente, le long de la région de bord supérieure et
des première et seconde régions de bord latérales, une baguette d'espacement (26)
tournée vers la paroi centrale (2) et traversée par les éléments de fixation (31).
8. Dispositif (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que les éléments de fixation (31) sont des vis de montage avec espacement.
9. Agencement (1) selon la revendication 7 ou la revendication 8, caractérisé en ce que la baguette d'espacement (26) ou les entretoises est/sont formée(s) d'un élément
de base dont la résistance correspond à au moins 70 % de la résistance d'un bois résineux
massif équarri de dimensions extérieures identiques, et qui présente une dimension
de largeur de manière à créer devant la paroi centrale (2) un espace fonctionnel (F)
suffisant pour le dispositif mobile de contre-fenêtre ou de contre-porte.
10. Agencement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le dispositif de support (22) présente une plaque anti-effraction (38) qui ferme
au moins à 50 % un interstice (16) de la découpe de fenêtre ou de porte (3) entre
le cadre de fenêtre ou de porte (4) et la paroi centrale (2), et dont la résistance
correspond au moins à 80 % de la résistance d'un panneau OSB présentant un contour
périphérique identique, lorsque la plaque anti-effraction (38) est agencée plus près
de la face intérieure (I) de la paroi centrale (2) que de la face extérieure (A) de
la paroi centrale (2), dans lequel l'épaisseur du panneau OSB comparable est d'au
moins 8 mm, de manière préférée d'au moins 10 mm, ou dont la résistance correspond
au moins à 80 % de la résistance d'un panneau de contreplaqué présentant un contour
périphérique identique, lorsque la plaque anti-effraction (38) est agencée plus près
de la face extérieure (A) de la paroi centrale (2) que de la face intérieure (I) de
la paroi centrale (2), et dans lequel l'épaisseur d'un panneau de contreplaqué comparable
est d'au moins 10 mm, de manière préférée d'au moins 12 mm.
11. Dispositif (1) selon la revendication 10,
caractérisé en ce que la plaque anti-effraction (38) est reliée directement ou indirectement à la paroi
centrale (2), de manière préférée au niveau de la face intérieure (I) de la paroi
centrale (2), au moyen d'éléments de fixation (39) et
en ce qu'au moins la condition ci-dessous concernant la fixation de la plaque anti-effraction
(38) est remplie :
E) les éléments de fixation (39) sont présents au moins en nombre Y
P, dans lequel Y
P résulte de la formule
l'espacement entre les éléments de fixation (39) au niveau de la région de bord supérieure
(47) de la plaque anti-effraction (38) ne dépasse pas 350 mm, et
LOP correspond à la longueur en mm de la région de bord supérieure (47) du montage représentatif
de la plaque antieffraction (38) au niveau de la paroi centrale (2),
LS1P correspond à la longueur en mm de la première région de bord latérale (48) du montage
représentatif de la plaque anti-effraction (38) au niveau de la paroi centrale (2),
LS2P correspond à la longueur en mm de la seconde région de bord latérale (49) du montage
représentatif de la plaque anti-effraction (38) au niveau de la paroi centrale (2),
et
Zpp correspond au paramètre géométrique représentatif de la résistance à la traction,
tel que le diamètre nominal, etc., des éléments de fixation (31) au moyen desquels
la plaque anti-effraction (38) est fixée à la paroi centrale (2), en mm, et
en ce qu'au moins la condition ci-dessous peut en outre être remplie :
F) au moins certains des éléments de fixation (39) présentent une profondeur d'ancrage
dans la paroi centrale (2) d'au moins 3 fois le paramètre géométrique a représentatif
de la résistance à la traction, tel que le diamètre nominal Z
PA, etc., de l'élément de fixation (39), dans lequel a est égal à 1,0 pour un matériau
de paroi centrale tel que le béton, à 2,0 pour un matériau de paroi centrale tel que
la brique silico-calcaire ou la brique pleine et à 2,4 pour un matériau de paroi centrale
tel que la pouzzolane, le béton léger ou le bois résineux.
12. Agencement (1) selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le dispositif de support (22) est réalisé sous la forme d'une structure ouverte de
caisson pouvant être insérée par la face intérieure (I) de la paroi centrale (2) et
la plaque anti-effraction (38) est réalisée sous la forme d'une paroi verticale, agencée
dans l'interstice (16) de manière préférée à hauteur du cadre de fenêtre ou de porte
(4), de ladite structure de caisson et dans laquelle ou au niveau de laquelle sont
ancrés les éléments de fixation du dispositif de contre-fenêtre ou de contre-porte.
13. Agencement (1) selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que le dispositif de support (22) est réalisé sous la forme d'une structure ouverte de
caisson pouvant être insérée par la face intérieure (I) de la paroi centrale (2),
et la plaque anti-effraction (38), sous la forme d'une plaque de recouvrement, fait
saillie par rapport à l'interstice (16) avec la région de bord supérieure, la première
région de bord latérale et la seconde région de bord latérale, et est reliée à la
face intérieure (I) de la paroi centrale (2) au moyen des éléments de fixation (39),
et au moins une des conditions ci-dessous est remplie :
G) la région de bord inférieure de la plaque anti-effraction (38) présente un espacement
vertical (Av) par rapport au cadre de fenêtre ou de porte (4),
H) la structure de caisson présente une entretoise anti-effraction (36), guidée le
long de la face supérieure du cadre de fenêtre ou de porte (4) et reliée au cadre
de fenêtre ou de porte (4) et dont la résistance correspond à au moins 80 % de la
résistance d'un panneau de contreplaqué présentant un contour extérieur identique,
dans lequel l'épaisseur du panneau de contreplaqué comparable est d'au moins 8 mm,
de manière préférée d'au moins 10 mm, et
I) si la condition H) est remplie, un interstice de visite, qui permet de retirer
le dispositif de contre-fenêtre ou de contre-porte et qui est fermé au moyen d'au
moins une plaque de recouvrement (41, 42) dont au moins une est réalisée sous la forme
d'une plaque amovible formant couvercle (41), subsiste entre la plaque anti-effraction
(38) et l'entretoise (36), et dans lequel la largeur libre (WL) de l'interstice de visite ne dépasse pas 150 mm, de manière préférée ne dépasse
pas 120 mm.
14. Agencement (1) selon la revendication 13, caractérisé en ce que la plaque amovible formant couvercle (41) présente une longueur qui est inférieure
à la largeur de la découpe de fenêtre ou de porte (3) déduction faite de la largeur
d'une embrasure, et est conçue de telle manière qu'il est possible de retirer le dispositif
mobile de contre-fenêtre ou de contre-porte.
15. Utilisation d'un système de montage (5) destiné à un dispositif mobile de contre-fenêtre
ou de contre-porte tel que des volets roulants (6), des stores vénitiens (50), etc.,
dans laquelle le système de montage (5) présente un dispositif de support (22) pouvant
être inséré par l'intérieur dans une paroi centrale (2), pouvant être monté au niveau
de la paroi centrale (2) et d'un cadre de fenêtre ou de porte (4) et retenant le dispositif
de contre-fenêtre ou de contre-porte, un couvercle extérieur (21) pouvant être relié
à la face extérieure (A) de la paroi centrale (2) et comprenant au moins une couche
de renfort (27) en un matériau dur et très résistant, et des éléments de fixation
(31) permettant de monter au moins la couche de renfort (27) au niveau de la paroi
centrale (2),
dans laquelle la couche de renfort (27) peut être reliée à la paroi centrale (2) le
long de sa région de bord supérieure (23) et des deux régions de bord latérales (24,
25) grâce aux éléments de fixation (31), dans laquelle le couvercle extérieur (21)
est réalisé sous la forme d'un couvercle extérieur anti-effraction (21) pour lequel
au moins les conditions ci-dessous sont remplies :
A) la couche de renfort (27) présente une résistance correspondant à au moins 90 %
de la résistance d'une tôle d'acier de 0,88 mm d'épaisseur présentant un contour périphérique
identique à celui de la couche de renfort (27) pour une largeur de cadre de fenêtre
ou de porte allant jusqu'à 1,50 m et à au moins 80 % de la résistance d'une tôle d'acier
de 1,5 mm d'épaisseur présentant un contour périphérique identique à celui de la couche
de renfort pour une largeur de cadre de fenêtre ou de porte supérieure à 1,50 m ;
et
B) les éléments de fixation (31) au moyen desquels la couche de renfort (27) est fixée
à la paroi centrale (2) sont présents au moins en un nombre Y, dans laquelle Y résulte
de la formule

et
l'espacement entre les éléments de fixation (31) au niveau de la région de bord supérieure
(23) de la couche de renfort (27) ne dépasse pas 400 mm, et
LO correspond à la longueur de la région de bord supérieure (23) de la couche de renfort
(27) en mm,
LS1 correspond à la longueur de la première région de bord latérale (24) de la couche
de renfort (27) en mm,
LS2 correspond à la longueur de la seconde région de bord latérale (25) de la couche
de renfort (27) en mm, et
z correspond au paramètre géométrique représentatif de la résistance à la traction,
tel que le diamètre nominal, etc., des éléments de fixation (31) au moyen desquels
la couche de renfort (27) est fixée à la paroi centrale (2), en mm, et
au moins une des conditions ci-dessous peut être remplie :
C) au moins certains des éléments de fixation (31) présentent une profondeur d'ancrage
dans la paroi centrale (2) d'au moins 3 fois le paramètre géométrique a représentatif
de la résistance à la traction, tel que le diamètre nominal (Zp), etc., de l'élément
de fixation (31), dans laquelle a est égal à 1,0 pour un matériau de paroi centrale
tel que le béton, à 2,0 pour un matériau de paroi centrale tel que la brique silico-calcaire
ou la brique pleine et à 2,4 pour un matériau de paroi centrale tel que la pouzzolane,
le béton léger ou le bois résineux, et
D) les éléments de fixation (31) sont conçus pour compenser la dilatation thermique
en vue d'un montage flottant de la couche de renfort (27).