[0001] Die Erfindung betrifft eine Strömungsmaschinenanordnung.
[0002] Aus
WO 2013/139568 A1 ist eine Strömungsmaschinenanordnung mit einer mehrstufigen Kompressorsektion und
einer elektrischen Maschine bekannt, wobei die elektrische Maschine die Kompressorsektion
zur Druckerhöhung eines Arbeitsmediums antreibt. Eine Kompressorwelle der Kompressorsektion
verläuft koaxial zu einer Welle der elektrischen Maschine und ist mit der Welle der
elektrischen Maschine gekoppelt. Die elektrische Maschine und die Kompressorsektion
sind in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet und über Lager in dem Gehäuse gelagert.
Einer Stufe der Kompressorsektion ist als Kühlgas verdichtetes Arbeitsmedium entnehmbar,
welches zur Kühlung der elektrischen Maschine nutzbar ist.
[0003] Eine Strömungsmaschinenanordnung mit mindestens einer einstufigen oder mehrstufigen
Kompressorsektion und einer die oder jede Kompressorsektion antreibenden elektrischen
Maschine wird auch als integrierter Motor-Kompressor bezeichnet.
[0004] Aus
EP 1 074 746 B1 ist ein Turboverdichter mit mehreren Kompressorsektionen bekannt. Die Kompressorsektionen
und die elektrische Maschine, welche die Kompressorsektionen antreibt, sind in einem
gasdichten Gehäuse angeordnet und über Lager im Gehäuse gelagert. Die Welle der jeweiligen
Kompressorsektion und die Welle der elektrischen Maschine verlaufen koaxial zueinander
und sind übersetzungslos gekoppelt. Zur Kühlung der elektrischen Maschine dient verdichtetes
Arbeitsmedium, welches von einer Kompressorsektion abgezweigt wird.
[0005] DE 10 2007 019 264 A1 offenbart einen weiteren Turboverdichter. Es ist offenbart, im Bereich einer Kompressorstufe
einer Kompressorsektion des Turboverdichters verdichtetes Arbeitsmedium zu entnehmen,
über einen Radseitenraum zu führen und ausgehend vom Radseitenraum über einen Entnahmekanal
in einen Sammelraum zu führen, um dieses Arbeitsmedium einer zu kühlenden Baugruppe
bereitzustellen.
[0006] Dann, wenn zur Kühlung von Baugruppen einer Strömungsmaschinenanordnung im Bereich
einer Kompressorsektion verdichtetes Arbeitsmedium entnommen und zur Kühlung verwendet
wird, besteht der Nachteil eines reduzierten Gesamtwirkungsgrads der Strömungsmaschinenanordnung.
Darüber hinaus ist verdichtetes Arbeitsmedium infolge der Verdichtung bereits erwärmt,
wodurch die Kühlleistung reduziert ist.
[0007] Es besteht Bedarf an einer effizienteren Kühlung der elektrischen Maschine einer
Strömungsmaschinenanordnung bei hohem thermodynamischen Gesamtwirkungsgrad der Strömungsmaschinenanordnung.
[0008] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine neuartige
Strömungsmaschinenanordnung zu schaffen. Diese Aufgabe wird durch eine Strömungsmaschinenanordnung
nach Anspruch 1 gelöst.
[0009] Die Strömungsmaschinenanordnung verfügt über mindestens eine jeweils ein- oder mehrstufige
Kompressorsektion zur Druckerhöhung eines Arbeitsmediums wie eines Prozessgases, wobei
die jeweilige Kompressorsektion eine Kompressorwelle aufweist. Die Strömungsmaschinenanordnung
verfügt über ferner eine elektrische Maschine, die eine Welle aufweist. Die Kompressorwelle
der jeweiligen Kompressorsektion verläuft koaxial zu der Welle der elektrischen Maschine.
[0010] Die Kompressorwelle der jeweiligen Kompressorsektion ist vorzugsweise direkt und
übersetzungslos mit der Welle der elektrischen Maschine gekoppelt.
[0011] Die elektrische Maschine und die jeweilige Kompressorsektion sind in einem gemeinsamen,
hermetisch dichten, ein- oder mehrteiligen Gehäuse angeordnet und über Lager im Gehäuse
gelagert, derart, dass die jeweilige Kompressorsektion, die elektrisehe Maschine und
die Lager allesamt von dem Arbeitsmedium umspült sind. Über eine Zuführleitung ist
der Strömungsmaschinenanordnung unverdichtetes Arbeitsmedium zuführbar. Über eine
Abführleitung ist von der Strömungsmaschinenanordnung verdichtetes Arbeitsmedium abführbar.
[0012] Die Strömungsmaschinenanordnung nach Anspruch 1 verfügt weiterhin über mindestens
einen Strahlverdichter, dem über eine erste Leitung oder einen ersten Anschluss unter
einem ersten Druckniveau stehendes Arbeitsmedium als Treibmittel zuführbar ist, und
zwar zur Ansaugung von unter einem geringeren zweiten Druckniveau stehendem Arbeitsmedium
über eine zweite Leitung oder einen zweiten Anschluss, wobei eine im mindestens einen
Strahlverdichter ausgebildete Mischung aus dem unter dem ersten Druckniveau stehenden
Arbeitsmedium und dem unter dem zweiten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium der elektrischen
Maschine und/oder mindestens einer anderen zu kühlenden Baugruppe, insbesondere den
Lagern, über eine dritte Leitung oder einen dritten Anschluss als Kühlmedium zuführbar
ist.
[0013] Mit der hier vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Strömungsmaschinenanordnung
den mindestens einen Strahlverdichter aufweist, dem als Treibmittel das unter dem
ersten Druckniveau stehende Arbeitsmedium, bei welchem es sich vorzugsweise um zumindest
teilverdichtetes Arbeitsmedium handelt, zuführbar ist, um über den Druckunterschied
zwischen dem unter dem ersten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium und dem unter dem
geringeren zweiten Druckniveau stehendem Arbeitsmedium, bei welchem es sich vorzugsweise
um unverdichtetes Arbeitsmedium handelt, das unter dem geringeren zweiten Druckniveau
stehende Arbeitsmedium anzusaugen, mit dem unter dem ersten Druckniveau stehenden
Arbeitsmedium zu mischen und diese Mischung dann der elektrischen Maschine und/oder
der mindestens einen anderen zu kühlenden Baugruppe zur Kühlung zuzuführen.
[0014] Da nur ein Teil des durch oder über die elektrische Maschine und/oder die mindestens
eine andere zu kühlende Baugruppe geführten Kühlmediums aus dem unter dem ersten Druckniveau
stehenden Arbeitsmedium, vorzugsweise aus zumindest teilweise verdichtetem Arbeitsmedium,
und der andere Teil aus dem unter dem geringeren zweiten Druckniveau stehendem Arbeitsmedium,
vorzugsweise aus unverdichtetem Arbeitsmedium, besteht, verfügt das Kühlmedium einerseits
über eine geringere Temperatur, andererseits kann hierdurch der thermodynamische Gesamtwirkungsgrad
der Strömungsmaschinenanordnung gesteigert werden. Es kann eine effizientere Kühlung
der elektrischen Maschine bei hohem thermodynamischen Gesamtwirkungsgrad der Strömungsmaschinenanordnung
bereitgestellt werden.
[0015] Vorzugweise ist der mindestens eine Strahlverdichter über die erste Leitung oder
den ersten Anschluss mit der Kompressorsektion oder einer der Kompressorensektionen
oder mit der Abführleitung der Strömungsmaschinenanordnung oder mit einer ersten Leckagestelle
der Strömungsmaschinenanordnung gekoppelt. Vorzugsweise ist der mindestens eine Strahlverdichter
über die zweite Leitung oder den zweiten Anschluss mit der Zuführleitung der Strömungsmaschinenanordnung
oder mit einer zweiten Leckagestelle der Strömungsmaschinenanordnung oder einer Rückführleitung
der Strömungsmaschinenanordnung für über oder durch die elektrische Maschine und/oder
die mindestens eine andere zu kühlende Baugruppe geführtes Kühlmedium gekoppelt.
[0016] Nach einer ersten Weiterbildung der Erfindung ist eine Rückführleitung für das über
oder durch die elektrische Maschine und/oder die mindestens eine andere zu kühlende
Baugruppe geführte Kühlmedium derart mit der Zuführleitung der Strömungsmaschinenanordnung
gekoppelt, dass eine Mündungsstelle der Rückführleitung des Kühlmediums in die Zuführleitung
der Strömungsmaschinenanordnung in Durchströmungsrichtung der Zuführleitung der Strömungsmaschinenanordnung
gesehen stromabwärts einer Abzweigungsstelle der zweiten Leitung oder des zweiten
Anschlusses von der Zuführleitung der Strömungsmaschinenanordnung liegt. Die Abzweigungsstelle
der zweiten Leitung oder des zweiten Anschlusses dient zur Entnahme des unter geringerem
oder tieferem Druck stehenden Arbeitsmediums, welchem dem mindestens einen Strahlverdichter
zugeführt wird.
[0017] Diese erste Weiterbildung der Erfindung ist besonders bevorzugt. Dadurch, dass die
Mündungsstelle der Rückführleitung in die Zuführleitung stromabwärts der Abzweigungsstelle
der zweiten Leitung oder des zweiten Anschlusses von der Zuführleitung liegt, wird
sichergestellt, dass über die zweite Leitung oder den zweiten Anschluss ausschließlich
unverdichtetes, kaltes Arbeitsmedium über den Strahlverdichter angesaugt wird, welches
kein zurückgeführtes Kühlmedium enthält.
[0018] Nach einer alternativen, zweiten Weiterbildung der Erfindung ist die Rückführleitung
für das durch oder über die elektrische Maschine und/oder die mindestens eine andere
zu kühlende Baugruppe geführte Kühlmedium mit der zum mindestens einen Strahlverdichter
führenden zweiten Leitung oder dem zweiten Anschluss des Strahlverdichters zur Einspeisung
des Treibmittels in den mindestens einen Strahlverdichter gekoppelt. Über diese zweite
Weiterbildung kann ein geschlossener Kühlkreislauf für das über die elektrische Maschine
geführte Kühlmedium bereitgestellt werden.
[0019] Vorzugsweise ist zur weiteren Steigerung des Wirkungsgrads in die jeweilige Rückführleitung
für das Kühlmedium ein Wärmetauscher oder Kühler integriert. Die Integration des Wärmetauschers
in die Rückführleitung für das Kühlmedium ist für eine effiziente Kühlung der elektrischen
Maschine und/oder der mindestens einen anderen zu kühlenden Baugruppe besonders bevorzugt.
[0020] Vorzugsweise ist zur weiteren Steigerung des Wirkungsgrads der mindestens eine Strahlverdichter
über die erste Leitung oder den ersten Anschluss mit der Kompressorsektion oder einer
der Kompressorsektionen gekoppelt, wobei der mindestens eine Strahlverdichter über
die zweite Leitung oder den zweiten Anschluss mit der Zuführleitung der Strömungsmaschinenanordnung
gekoppelt ist. Diese Kopplung von Strahlverdichter mit der Kompressorsektion sowie
der Zuführleitung der Strömungsmaschinenanordnung ist besonders bevorzugt, um eine
effiziente Kühlung der elektrischen Maschine und/oder der mindestens einen anderen
zu kühlenden Baugruppe wie der Lager bei hohem thermodynamischen Gesamtwirkungsgrad
der Strömungsmaschinenanordnung bereitzustellen.
[0021] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung.
[0022] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand
der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine stark schematisierte Darstellung einer ersten erfindungsgemäßen Strömungsmaschinenanordnung;
- Fig. 2
- eine stark schematisierte Darstellung einer zweiten erfindungsgemäßen Strömungsmaschinenanordnung;
- Fig. 3
- eine stark schematisierte Darstellung einer dritten erfindungsgemäßen Strömungsmaschinenanordnung;
- Fig. 4
- eine stark schematisierte Darstellung einer vierten erfindungsgemäßen Strömungsmaschinenanordnung;
- Fig. 5
- eine stark schematisierte Darstellung einer fünften erfindungsgemäßen Strömungsmaschinenanordnung;
- Fig. 6
- eine stark schematisierte Darstellung einer sechsten erfindungsgemäßen Strömungsmaschinenanordnung;
und
- Fig. 7
- eine stark schematisierte Darstellung einer siebten erfindungsgemäßen Strömungsmaschinenanordnung.
[0023] Die hier vorliegende Erfindung betrifft eine Strömungsmaschinenanordnung 10, die
insbesondere als integrierter Motor-Kompressor ausgeführt ist.
[0024] Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen, als integrierter
Motor-Kompressor ausgebildeten Strömungsmaschinenanordnung 10, die eine Kompressorsektion
11 zur Druckerhöhung eines Arbeitsmediums, vorzugsweise zur Verdichtung eines Prozessgases,
aufweist. Die Kompressorsektion 11 verfügt in Fig. 1 über mehrere Kompressorstufen
12 sowie über eine Kompressorwelle 13, wobei der Kompressorsektion 11 und damit der
Strömungsmaschinenanordnung 10 unverdichtetes Arbeitsmedium über eine Zuführleitung
14 der Strömungsmaschinenanordnung 10 zugeführt werden kann, und wobei von der Kompressorsektion
11 und damit von der Strömungsmaschinenanordnung 10 verdichtetes Arbeitsmedium über
eine Abführleitung 15 der Strömungsmaschinenanordnung 10 abgeführt werden kann. Die
als integrierter Motor-Kompressor ausgebildete Strömungsmaschinenanordnung 10 der
Fig. 1 verfügt weiterhin über eine elektrische Maschine 16 mit einer Welle 17, wobei
die elektrische Maschine 16 dem Antreiben der Kompressorsektion 11 dient. Die Kompressorwelle
13 und die Welle 17 der elektrischen Maschine 16 verlaufen koaxial zueinander. Ferner
sind die Kompressorwelle 13 und die Welle 17 der elektrischen Maschine 16 vorzugsweise
direkt und übersetzungslos bzw. übersetzungsfrei gekoppelt.
[0025] Die elektrische Maschine 16 und die Kompressorsektion 11 sind in einem gemeinsamen,
hermetisch dichten und damit gasdichten Gehäuse 18 angeordnet und über Lager 19 im
Gehäuse 18 drehbar gelagert. Das gasdichte Gehäuse 18 kann einteilig oder mehrteilig
ausgebildet sein. Dabei sind die Kompressorsektion 11, die elektrische Maschine 16
sowie die Lager 19 allesamt von dem Arbeitsmedium, insbesondere dem Prozessgas, umspült.
[0026] Die erfindungsgemäße Strömungsmaschinenanordnung 10 verfügt über mindestens einen
Strahlverdichter 20. Dem in Fig. 1 gezeigten Strahlverdichter 20 ist über eine erste
Leitung 21 oder einen ersten Anschluss 22 unter einem ersten Druckniveau stehendes
Arbeitsmedium als Treibmittel zuführbar, und zwar zur Ansaugung von unter einem geringeren
zweiten Druckniveau stehendem Arbeitsmedium über eine zweite Leitung 23 oder einen
zweiten Anschluss 24, wobei eine im Strahlverdichter 20 ausgebildete Mischung aus
dem unter dem ersten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium und dem unter dem zweiten
Druckniveau stehenden Arbeitsmedium der elektrischen Maschine 16 und/oder mindestens
einer anderen zu kühlenden Baugruppe wie den Lagern 19 über eine dritte Leitung 25
oder einen dritten Anschluss 26 als Kühlmedium zuführbar ist.
[0027] In Fig. 1 ist dem Strahlverdichter 20 über die erste Leitung 21 oder den ersten Anschluss
22 zumindest teilweise verdichtetes Arbeitsmedium als Treibmittel zur Ansaugung von
unverdichtetem Arbeitsmedium über die zweite Leitung 23 oder den zweiten Anschluss
24 zuführbar, wobei die im Strahlverdichter 20 ausgebildete Mischung aus dem zumindest
teilweise verdichtetem Arbeitsmedium und aus dem unverdichtetem Arbeitsmedium der
elektrischen Maschine 16 und/oder der mindestens einen anderen zu kühlenden Baugruppe
wie den Lagern 19 über die dritte Leitung 25 oder den dritten Anschluss 26 als Kühlmedium
zuführbar ist.
[0028] Der Strahlverdichter 20 verfügt dabei über eine Mischkammer 20a und einen Diffusor
20b, wobei die Mischkammer 20a den ersten Anschluss 22 und den zweiten Anschluss 24
und der Diffusor 20b den dritten Anschluss 26 bereitstellt. Das über den Anschluss
22 zugeführte, teilweise verdichtete Arbeitsmedium erzeugt als Treibmittel über eine
vorzugsweise verstellbare Treibdüse einen impulsbehafteten Strahl des Arbeitsmediums,
der in die Mischkammer 20a eintritt. Über den ersten Anschluss 22 der Mischkammer
20a ist dem Strahlverdichter 20 ausgehend von der Kompressorsektion 11 über die erste
Leitung 21 zumindest teilweise verdichtetes Arbeitsmedium, welches in Fig. 1 dem unter
dem ersten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium entspricht, zuführbar, wobei in Fig.
1 das teilweise verdichtete Arbeitsmedium von der Kompressorsektion 11 abgezweigt
und zum Strahlverdichter 20 geführt wird.
[0029] Dadurch, dass das teilweise verdichtete Arbeitsmedium, welches über die erste Leitung
21 oder den ersten Anschluss 22 in den Strahlverdichter 20 geleitet wird, einen höheren
Druck aufweist als das unverdichtete Arbeitsmedium, welches in Fig. 1 dem unter dem
geringeren zweiten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium entspricht über die zweite
Leitung 23 oder den zweiten Anschluss 24 in den Strahlverdichter 20 geleitet wird,
kann infolge dieses Druckunterschieds über die vorzugsweise verstellbare Treibdüse
in der Mischkammer 20b des Stahlverdichters 20 ausgehend von der Zuführleitung 14
der Strömungsmaschinenanordnung 10 über die zweite Leitung 23 oder den zweiten Abschluss
24 unverdichtetes Arbeitsmedium angesaugt werden, welches mit dem zumindest teilweise
verdichteten Arbeitsmedium im Bereich der Mischkammer 20a gemischt wird.
[0030] Diese Mischung aus dem zumindest teilweise verdichteten Arbeitsmedium bzw. dem unter
dem ersten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium und dem unverdichtetem Arbeitsmedium
bzw. dem unter dem zweiten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium wird über den Diffusor
20b des Strahlverdichters 20 und den vom Diffusor 20b bereitgestellten dritten Anschluss
26 sowie über die dritte Leitung 25 der elektrischen Maschine 16 und/oder der mindestens
einen anderen zu kühlenden Baugruppe wie den Lagern 19 zur Kühlung bereitgestellt.
[0031] Das Mischungsverhältnis von teilweise verdichtetem Arbeitsmedium, welches in Fig.
1 dem unter dem ersten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium entspricht, und unverdichtetem
Arbeitsmedium, welches in Fig. 1 dem unter dem zweiten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium
entspricht, ist einerseits vom Design des Strahlverdichters und andererseits vom Druckunterschied
zwischen dem unverdichteten Arbeitsmedium bzw. dem unter dem zweiten Druckniveau stehenden
Arbeitsmedium und dem teilweise verdichteten Arbeitsmedium bzw. dem unter dem ersten
Druckniveau stehenden Arbeitsmedium abhängig, wobei der Anteil an unverdichtetem Arbeitsmedium
bzw. an unter dem zweiten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium, welches über die zweite
Leitung 23 angesaugt wird, umso größer ist, je höher der Druckunterschied zwischen
dem zumindest teilweise verdichteten Arbeitsmedium bzw. dem unter dem ersten Druckniveau
stehenden Arbeitsmedium und dem unverdichteten Arbeitsmedium bzw. dem unter dem zweiten
Druckniveau stehenden Arbeitsmedium ist.
[0032] Bedingt dadurch, dass in Fig. 1 zur Kühlung der elektrischen Maschine 16 und/oder
der mindestens einen anderen zu kühlenden Baugruppe wie den Lagern 19 die Mischung
aus zumindest teilweise verdichtetem Arbeitsmedium und unverdichtetem Arbeitsmedium
über die elektrische Maschine 16 und/oder der mindestens einen anderen zu kühlenden
Baugruppe wie den Lagern 19 geführt wird, verfügt das Kühlmedium über eine geringere
Temperatur als im Stand der Technik, in welchem lediglich zumindest teilweise verdichtetes
Arbeitsmedium von der Kompressorsektion 11 abgezweigt und zur Kühlung über die elektrische
Maschine 16 geführt wird. Hierdurch kann die Kühlleistung verbessert werden, ferner
wird ein verbesserter thermodynamischer Gesamtwirkungsgrad der Strömungsmaschinenanordnung
10 bereitgestellt.
[0033] Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist demnach der Strahlverdichter 20,
nämlich die Mischkammer 20a desselben, über die erste Leitung 21 oder den ersten Anschluss
22 mit der Kompressorsektion 11, nämlich einer Kompressorstufe 12 desselben, gekoppelt.
Ferner ist in Fig. 1 der Strahlverdichter 20, nämlich die Mischkammer 20a desselben,
über die zweite Leitung 23 oder den zweiten Anschluss 24 mit der Zuführleitung 14
der Strömungsmaschinenanordnung 10 gekoppelt. Darüber hinaus ist der Strahlverdichter
20, nämlich der Diffusor 20b desselben, über die dritte Leitung 25 oder den dritten
Anschluss 26 mit der elektrischen Maschine 16 gekoppelt.
[0034] In Fig. 1 ist die elektrische Maschine 16 über eine Rückführleitung 27 für das über
die elektrische Maschine 16 geführte Kühlmedium mit der Zuführleitung 14 der Strömungsmaschinenanordnung
10 gekoppelt, und zwar derart, dass eine Mündungsstelle 27a der Rückführleitung 27
in die Zuführleitung 14 der Strömungsmaschinenanordnung 10 in Durchströmungsrichtung
der Zuführleitung 14 der Strömungsmaschinenanordnung 10 gesehen stromabwärts einer
Abzweigungsstelle 23a der zweiten Leitung 23 von der Zuführleitung 14 liegt. Hierdurch
wird sichergestellt, dass über die zweite Leitung 23 lediglich frisches Arbeitsmedium
mit der Leitung 23 entnommen wird.
[0035] Fig. 2 zeigt eine Weiterbildung der Strömungsmaschinenanordnung 10 der Fig. 1, wobei
sich die Strömungsmaschinenanordnung 10 der Fig. 2 von der Strömungsmaschinenanordnung
10 der Fig. 1 lediglich dadurch unterscheidet, dass in die Rückführleitung 27 ein
Wärmetauscher 28 oder Kühler integriert ist, um das Kühlmedium vor der Rückführung
in die Zuführleitung 14 der Strömungsmaschinenanordnung 10 zu kühlen. Auch dies dient
der Steigerung des thermodynamischen Gesamtwirkungsgrads. Ansonsten stimmt die Strömungsmaschinenanordnung
10 der Fig. 2 mit der Strömungsmaschinenanordnung 10 der Fig. 1 überein, weshalb zur
Vermeidung unnötiger Wiederholungen für gleiche Baugruppen gleiche Bezugsziffern verwendet
werden und auf die Ausführungen zur Strömungsmaschinenanordnung 10 der Fig. 1 verwiesen
wird.
[0036] Fig. 3 zeigt eine Abwandlung der Strömungsmaschinenanordnung 10 der Fig. 1, die sich
von der Fig. 1 dadurch unterscheidet, dass bei der Strömungsmaschinenanordnung 10
der Fig. 3 zwei Kompressorsektionen 11a, 11b vorhanden sind, die jeweils über eine
Kompressorstufe 12a, 12b und einer Kompressorwelle 13a, 13b verfügen, wobei diese
Kompressorsektionenen 11a, 11b an sich gegenüberliegenden Seiten der elektrischen
Maschine 16 angeordnet sind. Beide Kompressorwellen 13a, 13b sind an unterschiedlichen,
sich gegenüberliegenden Seiten der elektrischen Maschine 16 vorzugsweise jeweils direkt
und übersetzungslos mit der Welle 17 der elektrischen Maschine 16 gekoppelt.
[0037] In Fig. 3 sind die beiden Kompressorsektionen 11a, 11b in Reihe geschaltet. In der
Kompressorsektion 11a verdichtetes Arbeitsmedium wird in der Kompressorsektion 11b
weiterverdichtet. Die Kompressorsektionen 11a, 11b können alternativ auch parallelgeschaltet
sein, wobei dann die erste Leitung 21 an die Abführleitung einer der beiden Kompressorsektionen
11a, 11b sowie auch an der Rückführleitung 27 für das Kühlmedium an die Zuführleitung
14 einer der beiden Kompressorsektionen 11a, 11b angeschlossen ist.
[0038] In Fig. 3 können die Kompressorsektionen 11a, 11b auch jeweils mehrere Kompressorstufen
aufweisen.
[0039] In Fig. 3 wird teilweise verdichtetes Arbeitsmedium, welches von der ersten Kompressorsektion
11a teilweise verdichtet wurde, zur weiteren Verdichtung der zweiten Kompressorsektion
11b über eine Überströmleitung 29 zugeführt und über die erste Leitung 21, die von
der Überströmleitung 29 abzweigt, auch dem Strahlverdichter 20 zugeführt, sodass der
Strahlverdichter 20 wiederum infolge des Druckunterschieds zwischen dem zumindest
teilweise verdichteten Arbeitsmedium und dem unverdichteten Arbeitsmedium unverdichtetes
Arbeitsmedium ausgehend von der Zuführleitung 14 der Strömungsmaschinenanordnung 10
ansaugen und mit dem teilweise verdichteten Arbeitsmedium im Bereich der Mischkammer
20a des Strahlverdichters 20 mischen kann. Diese Mischung wird dann wiederum ausgehend
vom Strahlverdichter 20 der elektrischen Maschine 16 und/oder der mindestens einen
anderen zu kühlenden Baugruppe wie den Lagern 19 zur Kühlung derselben zugeführt.
In Fig. 3 führt die Abführleitung 15 der Strömungsmaschinenanordnung 10 für das verdichtete
Arbeitsmedium von der zweiten Kompressorsektion 11b weg.
[0040] Fig. 4 zeigt eine Abwandlung der Strömungsmaschinenanordnung 10 der Fig. 3, die sich
vom Ausführungsbeispiel der Fig. 3 wiederum nur dadurch unterscheidet, dass in die
Rückführleitung 27 für das Kühlmedium, die über oder durch die elektrische Maschine
16 geführtes Kühlmedium in Richtung auf die Zuführleitung 14 der Strömungsmaschinenanordnung
10 zurückführt, ein Wärmetauscher 28 integriert ist. Alternativ oder zusätzlich können
Kühler auch in den Leitungen 21, 23 und 25 integriert sein.
[0041] Bis auf die Anzahl und Anordnung der Kompressorsektionen stimmen die Ausführungsbeispiele
der Fig. 3, 4 mit den Ausführungsbeispielen der Fig. 1, 2 überein, sodass zur Vermeidung
unnötiger Wiederholungen für gleiche Baugruppen gleiche Bezugsziffern verwendet werden.
[0042] In Fig. 3 und 4 können die Kompressorsektionen 11a, 11b auch parallelgeschaltet sein.
In diesem Fall kann die Zuführleitung 14 der Strömungsmaschinenanordnung 10 dann zu
beiden Kompressorsektionen 11a, 11b führen. Vorzugswese ist bei einer Parallelschaltung
der Kompressorsektionen 11a, 11b die erste Leitung 21 an die Abführleitung einer der
beiden Kompressorsektionen 11a, 11b sowie auch an der Rückführleitung 27 für das Kühlmedium
an die Zuführleitung 14 einer der beiden Kompressorsektionen 11a, 11b angeschlossen.
[0043] Fig. 5 zeigt eine Abwandlung der Strömungsmaschinenanordnung 10 der Fig. 3, die sich
von der Strömungsmaschinenanordnung 10 der Fig. 3 dadurch unterscheidet, dass als
Treibmittel, welches über die erste Leitung 21 bzw. den ersten Anschluss 22 dem Strahlverdichter
20 zugeführt wird, nicht in der ersten Kompressorsektion 11a teilweise verdichtetes
Arbeitsmedium genutzt wird, sondern vielmehr in der zweiten Kompressorsektion 11b
vollständig verdichtetes Arbeitsmedium, sodass demnach in Fig. 5 die erste Leitung
21 nicht von der Überströmleitung 29 sondern vielmehr von der Abführleitung 15 der
Strömungsmaschinenanordnung 10 abzweigt. Demnach liegt in Fig. 5 ein deutlich höherer
Druckunterschied zwischen dem als Treibmittel dienenden, verdichteten Arbeitsmedium
und dem von der Zuführleitung angesaugten, unverdichteten Arbeitsmedium vor, wobei
in Fig. 5 die im Strahlverdichter 20 ausgebildete Mischung aus unverdichtetem Arbeitsmedium
und verdichtetem Arbeitsmedium vorzugsweise einen höheren Anteil an unverdichtetem
Arbeitsmedium enthält als in Fig. 3. Hinsichtlich aller übrigen Details stimmt das
Ausführungsbeispiel der Fig. 5 mit dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 überein, sodass
wiederum zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen für gleiche Baugruppen gleiche Bezugsziffern
verwendet werden.
[0044] Alternativ kann bei mehrstufiger Verdichterausführung das Treibmittel analog zu Fig.
1 auch aus einer Zwischenstufe entnommen werden. Des Weiteren können die Leitungen
23 und 27 statt bei der Zuführung 14 der Strömungsmaschinenanordnung 10 auch bei der
Überströmleitung 29 enden, so dass das Kühlmedium erst nach der Kompressorsektion
11b entnommen und in die Überströmleitung 29 rückgeführt wird.
[0045] Fig. 6 zeigt eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels der Fig. 5, die sich von Fig.
5 wiederum lediglich dadurch unterscheidet, dass in die Rückführleitung 27 des Kühlmediums
für das über oder durch die elektrische Maschine 16 und/oder die mindestens eine andere
zu kühlende Baugruppe wie die Lagern 19 geführte Kühlmedium der Wärmetauscher 28 integriert
ist.
[0046] Fig. 7 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Strömungsmaschine 10, die eine Abwandlung der Strömungsmaschinenanordnung 10 der Fig.
4 darstellt. Während in Fig. 4 die zweite Leitung 23 von der Zuführleitung 14 der
Strömungsmaschinenanordnung 10 abzweigt und die Rückführleitung 27 des Kühlmediums
in die Zuführleitung 14 der Strömungsmaschinenanordnung 10 mündet, besteht in Fig.
7 ein geschlossener Kreislauf für das Kühlmedium, und zwar dadurch, dass die zweite
Leitung 23 mit der Rückführleitung 27 des Kühlmediums gekoppelt ist. In Fig. 7 dient
als Treibmittel demnach wiederum in der ersten Kompressorsektion 11a teilweise verdichtetes
Arbeitsmedium, welches von der Überströmleitung 29 abgezweigt und über die erste Leitung
21 dem Strahlverdichter 20 zugeführt wird, wohingegen in Fig. 7 kein unverdichtetes
Arbeitsmedium vom Strahlverdichter 20 angesaugt wird, sondern vielmehr das über oder
durch die elektrische Maschine 16 und/oder die mindestens eine andere zu kühlende
Baugruppe wie die Lagern 19 geführte Kühlmedium, welches über die Rückführleitung
27 des Kühlmediums von der elektrischen Maschine 16 und/oder der mindestens einen
anderen zu kühlenden Baugruppe wie den Lagern 19 abgeführt wird. Demnach bilden in
Fig. 7 die zweite Leitung 23 und die Rückführleitung 27 des Kühlmediums einen geschlossenen
Kühlkreislauf für das Kühlmedium, in welchen gemäß Fig. 7 ein Wärmetauscher 28 integriert
ist.
[0047] Auch in Fig. 7 ist dem Strahlverdichter 20 über die erste Leitung 21 oder den ersten
Anschluss 22 unter einem ersten Druckniveau stehendes Arbeitsmedium als Treibmittel
zuführbar, und zwar zur Ansaugung von unter einem geringeren zweiten Druckniveau stehendem
Arbeitsmedium über die zweite Leitung 23 oder den zweiten Anschluss 24, wobei die
im Strahlverdichter 20 ausgebildete Mischung aus dem unter dem ersten Druckniveau
stehenden Arbeitsmedium und dem unter dem zweiten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium
der elektrischen Maschine 16 und/oder der mindestens einen anderen zu kühlenden Baugruppe
wie den Lagern 19 über die dritte Leitung 25 oder den dritten Anschluss 26 als Kühlmedium
zuführbar ist. In Fig. 7 handelt es sich beim unter dem ersten Druckniveau stehenden
Arbeitsmedium um das in der Kompressorsektion 11a teilverdichtete Arbeitsmedium, beim
unter dem zweiten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium handelt es sich in Fig. 7 um
das über oder durch die elektrische Maschine 16 und/oder der mindestens einen anderen
zu kühlenden Baugruppe wie den Lagern 19 geführte Kühlmedium, welches über die Rückführleitung
27 des Kühlmediums und dem Kühler 28, der zweiten Leitung 23 und damit dem zweiten
Anschluss 24 zugeführt wird. Die Zuführung des Treibgases über die erste Leitung 21
oder den ersten Anschluss 22 gleicht dabei eventuelle Verluste an Kühlmedium im Kreislauf
aus.
[0048] Die Erfindung erlaubt eine effiziente Kühlung der elektrischen Maschine 16 und/oder
der mindestens einen anderen zu kühlenden Baugruppe wie den Lagern 19 einer Strömungsmaschinenanordnung
10 bei hohem thermodynamischen Gesamtwirkungsgrad der Strömungsmaschinenanordnung
10.
[0049] Die Erfindung ermöglicht es, in Strömungsmaschinenanordnungen 10 eine elektrische
Maschine 16 mit hohem Leistungsbereich einzusetzen.
[0050] Die Durchflussmenge durch den Strahlverdichter 20 kann mittels einer vorzugsweise
verstellbaren Treibdüse (nicht gezeigt) geregelt werden. Zur Gewährleistung einer
maximalen Einfachheit und Robustheit der Strömungsmaschinenanordnungen 10 kann jedoch
auf seine solche vorzugsweise verstellbare Treibdüse verzichtet und der Strahlverdichter
20 ungeregelt betrieben werden.
[0051] In den Fig. 1 bis 7 gezeigten Ausführungsbeispielen von Strömungsmaschinenanordnungen
10 ist der Strahlverdichter 20 jeweils außerhalb des Gehäuses 18 positioniert, wobei
sich zumindest einige der Leitungen 21, 25, 29 zumindest abschnittsweise außerhalb
des Gehäuses 18 und durch das Gehäuse 18 hindurch erstrecken. Es ist alternativ auch
möglich, dass der Strahlverdichter 20 innerhalb des Gehäuses 18 positioniert ist.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 10
- Strömungsmaschinenanordnung
- 11
- Kompressorsektion
- 11a
- Kompressorsektion
- 11b
- Kompressorsektion
- 12
- Kompressorstufe
- 12a
- Kompressorstufe
- 12b
- Kompressorstufe
- 13
- Kompressorwelle
- 13a
- Kompressorwelle
- 13b
- Kompressorwelle
- 14
- Zuführleitung
- 15
- Abführleitung
- 16
- elektrische Maschine
- 17
- Welle
- 18
- Gehäuse
- 19
- Lager
- 20
- Strahlverdichter
- 20a
- Mischkammer
- 20b
- Diffusor
- 21
- erste Leitung
- 22
- erster Anschluss
- 23
- zweite Leitung
- 23a
- Abzweigungsstelle
- 24
- zweiter Anschluss
- 25
- dritte Leitung
- 26
- dritter Anschluss
- 27
- Rückführleitung
- 27a
- Mündungsstelle
- 28
- Wärmetauscher
- 29
- Überströmleitung
1. Strömungsmaschinenanordnung (10),
mit mindestens einer jeweils ein- oder mehrstufigen Kompressorsektion (11, 11a, 11b)
zur Druckerhöhung eines Arbeitsmediums wie eines Prozessgases, wobei die jeweilig
Kompressorsektion (11, 11a, 11b) eine Kompressorwelle (13, 13a, 13b) aufweist,
mit einer elektrischen Maschine (16), die eine Welle (17) aufweist,
wobei die jeweilige Kompressorwelle (13, 13a, 13b) koaxial zu der Welle (17) der elektrischen
Maschine (16) verläuft,
wobei die jeweilige Kompressorwelle (13, 13a, 13b) mit der Welle (17) der elektrischen
Maschine (16) gekoppelt ist,
wobei die elektrische Maschine (16) und die jeweilige Kompressorsektion (11, 11a,
11b) in einem gemeinsamen, hermetisch dichten, ein- oder mehrteiligen Gehäuse (18)
angeordnet und über Lager (19) im Gehäuse (18) gelagert sind, derart, dass die jeweilige
Kompressorsektion (11, 11a, 11b), die elektrische Maschine (16) und die Lager (19)
allesamt von dem Arbeitsmedium umspült sind,
mit einer Zuführleitung (14), über die der Strömungsmaschinenanordnung (10) unverdichtetes
Arbeitsmedium zuführbar ist,
mit einer Abführleitung (15), über die von der Strömungsmaschinenanordnung (10) verdichtetes
Arbeitsmedium abführbar ist,
mit mindestens einem Strahlverdichter (20), dem über eine erste Leitung (21) oder
einen ersten Anschluss (22) unter einem ersten Druckniveau stehendes Arbeitsmedium
als Treibmittel zuführbar ist, und zwar zur Ansaugung von unter einem geringeren zweiten
Druckniveau stehendem Arbeitsmedium über eine zweite Leitung (23) oder einen zweiten
Anschluss (24), wobei eine im mindestens einen Strahlverdichter (20) ausgebildete
Mischung aus dem unter dem ersten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium und dem unter
dem zweiten Druckniveau stehenden Arbeitsmedium der elektrischen Maschine (16) und/oder
mindestens einer anderen zu kühlenden Baugruppe über eine dritte Leitung (25) oder
einen dritten Anschluss (26) als Kühlmedium zuführbar ist.
2. Strömungsmaschinenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem mindestens einen Strahlverdichter (20) über die erste Leitung (21) oder den ersten
Anschluss (22) zumindest teilverdichtetes Arbeitsmedium als Treibmittel zur Ansaugung
von unverdichtetem Arbeitsmedium über die zweite Leitung (23) oder den zweiten Anschluss
(24) zuführbar ist, wobei die im mindestens einen Strahlverdichter (20) ausgebildete
Mischung aus dem zumindest teilverdichteten Arbeitsmedium und aus dem unverdichteten
Arbeitsmedium der elektrischen Maschine (16) und/oder der mindestens einen anderen
zu kühlenden Baugruppe über die dritte Leitung (25) oder den dritten Anschluss (26)
als Kühlmedium zuführbar ist.
3. Strömungsmaschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Strahlverdichter (20) über die erste Leitung (21) oder den ersten
Anschluss (22) mit der Kompressorsektion (11) oder einer der Kompressorensektionen
(11a, 11b) oder mit der Abführleitung (15) der Strömungsmaschinenanordnung oder mit
einer ersten Leckagestelle der Strömungsmaschinenanordnung gekoppelt ist.
4. Strömungsmaschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Strahlverdichter (20) über die zweite Leitung (23) oder den zweiten
Anschluss (24) mit der Zuführleitung (14) der Strömungsmaschinenanordnung oder mit
der Kompressorsektion (11) oder einer der Kompressorensektionen (11a, 11b) oder mit
einer zweiten Leckagestelle der Strömungsmaschinenanordnung oder einer Rückführleitung
(27) der Strömungsmaschinenanordnung für über oder durch die elektrische Maschine
(16) und/oder die mindestens eine andere zu kühlende Baugruppe geführtes Kühlmedium
gekoppelt ist.
5. Strömungsmaschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Strahlverdichter (20) über die dritte Leitung (25) oder den dritten
Anschluss (26) mit der elektrischen Maschine (16) und/oder der mindestens einen anderen
zu kühlenden Baugruppe gekoppelt ist.
6. Strömungsmaschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rückführleitung (27) für das über oder durch die elektrische Maschine (16) und/oder
die mindestens eine andere zu kühlende Baugruppe geführte Kühlmedium derart mit der
Zuführleitung (14) der Strömungsmaschinenanordnung gekoppelt ist, dass eine Mündungsstelle
(27a) der Rückführleitung (27) des Kühlmediums in die Zuführleitung (14) der Strömungsmaschinenanordnung
in Durchströmungsrichtung der Zuführleitung (14) gesehen stromabwärts einer Abzweigungsstelle
(23a) der zweiten Leitung (23) oder des zweiten Anschlusses (24) von der Zuführleitung
(14) der Strömungsmaschinenanordnung liegt.
7. Strömungsmaschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rückführleitung (27) für das über oder durch die elektrische Maschine (16) und/oder
die mindestens eine andere zu kühlende Baugruppe geführte Kühlmedium mit der zum mindestens
einen Strahlverdichter (20) führenden zweiten Leitung (23) oder dem zweiten Anschluss
(24) des mindestens einen Strahlverdichters (20) gekoppelt ist.
8. Strömungsmaschinenanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass in die Rückführleitung (27) für das Kühlmedium ein Wärmetauscher (28) oder Kühler
integriert ist.
9. Strömungsmaschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine einzige Kompressorsektion (11) mit mindestens einer Kompressorstufe (12), der
oder die an einer Seite der elektrischen Maschine (16) koaxial zu derselben angeordnet
ist.
10. Strömungsmaschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch zwei Kompressorsektionen (11a, 11b) mit jeweils mindestens einer Kompressorstufe
(12a, 12b), die an gegenüberlegenden Seiten der elektrischen Maschine (16) jeweils
koaxial zu derselben angeordnet sind.