[0001] Vorliegende Anmeldung betrifft ein Steckdoseneinsatz bzw. -modul und ein mehrere
zusammengekoppelte derartige Module umfassendes Anschlussfeld, wobei das Steckdosenmodul
ein Gehäuse mit einer Verbrauchersteckerbuchse an einer Oberseite, eine Verbinderbuchse
an einer ersten Seite und eine zur Verbinderbuchse komplementären Verbinderstecker
an einer zweiten Seite umfasst.
[0002] Im Stand der Technik sind modulare Anschlussfelder bekannt, bei denen die signalleitenden
bzw. die signalgebenden Anschlüsse nachträglich vom Kunden in das Anschlussfeld vorab
eingesetzt/verbaut werden können. Diese Modularität gilt jedoch nicht für die Steckdoseneinsätze,
auch Steckdosentöpfe oder Module genannt. Diese müssen aus Sicherheitsgründen von
Fachpersonal in die Anschlussfelder verbaut und verdrahtet werden.
[0003] Ein Anschlussfeld ist eine Anordnung von Verbrauchersteckerbuchsen und weiteren in
stromführenden elektrischen Schaltungsanordnungen sinnvollen Elementen wie Sicherungen,
Schaltern, Relais, Strommessern oder Energieverbrauchsmesser, welche in ein Möbelstück
integriert sein kann.
[0004] Zu den Anschlussfeldern gehören auch die aus dem Alltag bekannten Steckdosenleisten,
welche die Versorgung mehrerer Verbraucher mit jeweils eigenem Verbraucherstecker
über eine einzige fest, entweder auf- oder unterputz, verbaute Netzanschlussdose ermöglichen.
[0005] Die Offenlegungsschrift
DE 10 2018 219 182 A1 schlägt eine modulare Steckdosenleiste aus über einen Bajonettstecker bestehend aus
einem zentral angeordneten, rotationssymmetrischen ersten und einem ein Formschließelement
aufweisenden zweiten Kontaktstift verbundenen Modulen vor. Zum Anschließen von Verbrauchern
sind unter anderem Module mit Schuko-, Euro-2- oder USB-Steckern offenbart. Des Weiteren
wird vorgeschlagen, die Module über zwischengeschaltete Verlängerungskabel, welche
an den jeweils gegenüberliegenden Enden zu den Bajonettsteckern bzw. -buchsen der
Module kompatible Bajonettstecker bzw. Bajonettsteckerkupplungen aufweisen miteinander
zu verbinden. Nachteilig ist hier die fehlende mechanische Stabilisierung der lediglich
über den Bajonettstecker mechanisch zusammengehaltenen Module. Dies kann dazu führen,
dass sich bei unsachgemäßer Verwendung die Verbindung zwischen benachbarten Steckdosenmodulen
löst und so die in der Unterbrechungsstelle nachgeschalteten Modulen eingesteckte
Verbraucher plötzlich vom Netz getrennt werden. Je nach Verbraucher kann dies zur
Beschädigung und/oder Datenverlust führen.
[0006] Die Patentschrift
US 10,777,948 B2 zeigt eine modulare, verlängerbare Steckerleiste aus Modulen, welche eine Buchse
und an einem Ende eines auf eine interne Trommel aufgewickelten Kabels sitzenden geerdeten
Stecker verbindbar sind. Dies lässt eine flexible Positionierung der einzelnen Module
im Raum zu, leidet jedoch an den gleichen Nachteilen wie die vorstehend modulare Steckdosenleiste
der
DE 10 2018 219 182 A1.
[0007] Die Patentschrift
US 10,038,272 B2 offenbart eine Anordnung von Steckermodulen, welche über an den Seiten vorhandene
Stecker und komplementäre Buchsen miteinander verbindbar sind, wodurch eine rekonfigurierbare
Steckerleiste gebildet werden kann. Jedes der Module verfügt der dortigen Lehre gemäß
über genau einen Stecker, wobei jedoch mehrere Verbinderbuchsen vorhanden sein können.
Ein Kopfmodul der Steckerleiste verfügt nicht über eine Verbinderbuchse, und hat stattdessen
aber ein Netzkabel mit einem Netzstecker zum Einstecken in eine Netzsteckdose.
Die Veröffentlichte internationale Patentanmeldung
[0008] WO 2007/010270 A1 zeigt ein modulares Energieverteilungssystem für den Außeneinsatz, bei dem die einzelnen
Module aus einem wasserdichten Kasten mit einem Stromeingangsstecker und einer Transferbuchse
auf je einer Außenseite bestehen, wodurch die Module aneinander gesteckt werden können.
Hier fehlt jedoch eine mechanische Verbindungsmöglichkeit der Module miteinander zu
einer robusten Einheit.
[0009] In der Veröffentlichungsschrift
WO 1992/003857 A1 wird eine elektrische Schaltungsanordnung für den Netzanschluss aus miteinander über
verschiedene Stecker verbindbaren Modulen vorgeschlagen, wobei ein schaltbares Kopfmodul
mit einem Kabel zum Anschluss an eine Steckdose vorhanden ist und die Module Buchsen
zum Anschluss weiterer Module an verschiedenen Seiten haben können. Eine über die
Stecker hinausgehende mechanische stabilisierende Verbindung der Module ist auch hier
nicht vorgesehen. Weiterhin ist der Platzbedarf der linearen Anordnung vergleichsweise
hoch, insbesondere wenn das aus dem Kopfmodul in Richtung der Längsachse der Steckerleiste
herausragende Netzkabel mit berücksichtigt wird.
[0010] Das chinesische Gebrauchsmuster
CN 205565130 U offenbart über ein bajonettartischen Verschluss verbindbare Steckermodule, welche
mit verschiedenen international gebräuchlichen Steckertypen zum Anschluss von Verbrauchern
und anderen funktionellen Elementen ausgestattet sind. Es werden auch 90° Eckmodule,
sowie T-Module vorgeschlagen, jedoch ist auch hier die mechanische Verbindung einzig
über einen bajonettartigen Verschluss ermöglicht und eine platzsparende Kabelführung
ist nicht möglich.
[0011] In der
US-Patentschrift 5,885,109 werden über einen Stecker mit verdeckten Kontakten elektrisch und über Nut und Feder
mechanisch verbundene Steckermodule mit für verschiedene Verbrauchersteckertypen geeignete
Buchsen an der Oberseite vorgeschlagen. Zur elektrischen Verbindung der einzelnen
Module miteinander sind pro Modul je ein Verbinderstecker in Form eines E13-, Netzwerk
oder eines Koaxialsteckers an einer Gehäuseseite und eine dazu kompatible Verbinderbuchse
an einer gegenüberliegenden Gehäuseseite vorgesehen. Eine Feder an der Verbindersteckerseite
und eine kompatible Nut an der Verbinderbuchsenseite führen zu einer zusätzlichen
mechanischen Verbindung der Module. Nachteilig ist hier jedoch das die zusätzliche
mechanische Verbindung das Zusammenstecken der Module behindert. Zudem ergibt sich
hierdurch kaum zusätzliche Stabilisierung gegen Biegekräfte.
[0012] Insgesamt lassen obige Lösungen aus dem Stand der Technik eine sichere und stabile
mechanische Verbindung der Steckdosenmodule vermissen, welche auch bei Longitudinal-
oder Biegekräften ein ungewolltes Lösen der Steckverbindung verhindern. Die für die
Versorgung der modularen Steckerleisten bzw. Anschlussfelder zwingend nötigen Netzkabel
werden in keiner bekannten Lösung auf platzsparende Weise angebunden.
[0013] Die Patentschriften
US 6,755,676 und
US 5,334,033 sowie die veröffentlichte internationale Anmeldung
WO 1997/008786 A1 offenbaren jeweils eine modulare Steckdosenleiste bei der alle Module über je einen
US-Stecker und eine US-Buchse verfügen mit der sie linear zueinander verbunden werden
können. Zusätzlich haben die Module an einer Oberseite Buchsen zum Anschluss von Verbrauchern.
Die mechanische Verbindung erfolgt hier sowohl über die Verbindungsstecker und Steckerbuchsen
der Module als auch zusätzlich über einen den Verbinderbuchse umgebenden umlaufenden
Kragen, welcher sich an eine komplementäre umfängliche Gegenfläche an der Verbindersteckerseite
eines angesteckten Moduls anschmiegt wodurch die dortige modulare Steckdosenleiste
gegen Quer- und Biegekräfte stabilisiert wird. Ein zusätzliches Haltemittel in Form
eines Rastvorsprungs in der Gegenfläche, welcher in einer Kerbe in der Innenfläche
des Kragens einrastet sorgt für zusätzlichen axialen Halt entlang der Einsteckrichtung.
[0014] Der Nachteil dieser Lösung ist jedoch, dass der weit über die Buchsenseite vorstehende
Kragen die Länge eines Moduls und damit der hieraus durch Zusammenstecken erstellten
Steckdosenleiste unvorteilhaft erhöht, da die axiale Erstreckung des Kragens den Abstand
zwischen benachbarten Verbrauchersteckerbuchsen der Steckerleiste bestimmt.
[0015] Vorliegende Erfindung hat sich vor diesem Hintergrund die Aufgabe gestellt, ein möglichst
kompakt anordenbares Steckdosenmodul und ein dieses verwendende Anschlussfeld zu finden,
welches die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und ausreichende Robustheit
und Sicherheit gegen ungewolltes Zerlegen mit einer vergleichsweise einfachen und
werkzeuglosen Montage und bevorzugt auch Demontage, welche auch durch ungeschultes
Personal sicher möglich ist, verbindet.
[0016] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Steckdosenmodul nach den Ansprüchen 1 - 10 sowie
ein dieses verwendendes modulares Anschlussfeld, insbesondere in Form einer linearen
Steckerleiste, gemäß der Ansprüche 11-15.
[0017] Das erfindungsgemäße Steckdosenmodul zur Verwendung in einem modularen Anschlussfeld,
insbesondere einer modularen Steckerleiste, umfasst hierbei ein Gehäuse mit je mindestens
einer Verbrauchersteckerbuchse an einer Oberseite, und einer Verbinder- oder Verbindungsbuchse
an einer ersten und einem zur Verbinderbuchse komplementären Verbinderstecker an einer
zweiten Seite, welche mit der ersten Seite identisch oder verschieden sein kann.
[0018] Das erfindungsgemäße Steckdosenmodul verfügt über mechanische Befestigungsmittel,
welche mittelbar oder unmittelbar mit Befestigungsmitteln weiterer Steckdosenmodule,
mit welchen das Steckdosenmodul verbunden ist, etwa zu einem erfindungsgemäßen Anschlussfeld,
zusammenwirken, um die mechanische Stabilität der Verbindung gegen Quer- und Biegekräfte
sowie axiale, also entlang der Zusammensteckrichtung der Module wirkende, Kräfte zu
erhöhen. Diese mechanischen Befestigungsmittel sind werkzeuglos in Wirkverbindung
bringbar. Auch das Lösen kann werkzeuglos erfolgen.
[0019] Im Gegensatz zum Stand der Technik werden Befestigungsmittel eingesetzt, welche den
Abstand zwischen der Verbrauchersteckerbuchse des Moduls und eines angeschlossenen
benachbarten Moduls nicht wesentlich beeinflusst, d.h. erhöht wird.
[0020] Dies ist so zu verstehen, der Abstand zwischen den Verbrauchersteckerbuchsen, welcher
sich ergäbe, wenn zwei Steckdosenmodule ohne die Befestigungsmittel verbunden würden
im Wesentlichen dem Abstand entspricht, den die Verbrauchsteckerbuchsen zweier benachbarter
erfindungsgemäßer Steckdosenmodulen entspricht. Dies unterscheidet maßgeblich von
den aus dem Stand der Technik, etwa der
US 5,334,033, bekannten Lösungen, bei denen die Befestigungsmittel die axiale Erstreckung, d.h.
in Zusammensteckrichtung, der Steckdosenmodule verlängern und so einen höheren Abstand
der Verbrauchersteckerbuchsen aufweisen, als es bei Steckdosenmodulen ohne die dort
vorgeschlagenen Befestigungsmittel der Fall wäre.
[0021] Konkret soll erfindungsgemäß die relative befestigungsmittelbedingte Abstandserhöhung
nicht mehr als 5 %, bevorzugt nicht mehr als 2%, besonders bevorzugt zwischen 0 und
1 % betragen.
[0022] Die Befestigungsmittel ermöglichen eine mittelbare oder unmittelbare Verbindung benachbarter,
zusammengesteckter Module. Eine mittelbare Verbindung liegt vor, wenn zur Herstellung
der mechanischen Verbindung zusätzlich zu den integral mit dem Modul, gewissermaßen
als Teil desselben, befestigten, an- oder eingeformten Befestigungsmitteln noch weitere
Teile oder Komponenten benötigt werden. Ein unmittelbare Verbindung ist dementsprechend
dann gegeben, wenn keine zusätzlichen Teile oder Komponenten benötigt werden, sondern
die gewünschte mechanische Verbindung allein mithilfe der integralen Bestandteile
der erfindungsgemäßen Steckmodule möglich ist.
[0023] Je näher die Befestigungsmittel an den Seitenkanten von erster und zweiter Seite
angeordnet sind, desto weniger kommen die etwaig ins Innere des Moduls reichenden
Strukturen der Befestigungsmittel in Konflikt mit den dort beherbergten elektrischen
und/oder elektronischen Komponenten und den ebenfalls nach innen ragenden Elementen
und Strukturen der Verbrauchersteckerbuchse. Ganz vermieden ist ein solcher Konflikt
in dem Fall, dass die Befestigungsmittel keine nach innen ragenden Strukturen aufweisen,
etwa weil sie nicht in die Seite eingelassen, sondern außen aufgesetzt sind.
[0024] Vorliegende Erfindung schlägt verschiedene Ausgestaltungen derartiger Befestigungsmittel
vor.
[0025] Eine einfache Art Befestigungsmittel sind Aussparungen zur Aufnahme von Verbindungsnippeln,
etwa Rastnippeln oder Wiederhakennippeln. Bei Rastnippeln handelt es sich um elasitsche
Kleinteile, welche aus einer zentralen Scheibe mit beidseitig darüber hervorragenden
Zapfen, welche einen sich mit Abstand zur Scheibe vergrößernden Querschnitt aufweisen.
Die Rastnippel können rotationssymmetrisch zu einer durch die beiden Verdickungen
gehenden Achse geformt sein. Alternativ können sie auch eine niedrigzähligere Symmetrie,
etwa eine drei-, vier- oder sechszählige Symmetrie aufweisen. Sie können auch eine
Spiegelsymmetrie bezüglich der durch die zentrale Scheibe definierten Ebene haben.
[0026] Widerhakennippeln ähneln Rastnippeln im grundsätzlichen Aufbau, mit dem Unterschied,
dass die Zapfen anstelle eines sich mit Abstand zur zentralen Scheibe vergrößernden
Querschnitts ein oder mehr paarweise an gegenüberliegenden Seiten des Zapfens angeordnete
Widerhaken aufweisen.
[0027] Die als Befestigungsmittel dienenden Aufnahmen des Steckdosenmoduls sind in diesen
Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Steckdosenmoduls sowohl in seiner ersten,
die Verbinderbuchse enthaltenden, als auch in seiner zweiten, den Verbinderstecker
aufweisenden Seitenfläche angeordnet und grob komplementär zu den Verbindungsnippeln
geformt sein. Werden Rastnippel eingesetzt, ist eine Aufnahme für die Verdickung der
Rastnippel von etwas kleinerer lichter Weite als die Verdickung selber, um in Verbindung
mit einem Formschluss durch eine sich mit zunehmendem Abstand von der zentrallen Scheibe
vergrößernden Querschnitt der Verdickung auch einen Reibschluss zu erreichen.
[0028] Bei Widerhakennippeln können die zu den Zapfen komplementären Teile der Aussparungen
umlaufende Kerben zur Aufnahme der Widerhaken haben.
[0029] Weiterhin können die Befestigungsmittel einen, bevorzugt mehrere, insbesondere paarweise
angeordnete, Rastzapfen umfassen, welche entweder auf der Verbinderbuchsenseite oder
der Verbindersteckerseite über diese hervorstehend angeordnet sind und beim Verbinden
des erfindungsgemäßen Steckdosenmoduls mit einem weiteren Modul in komplementär angeordnete
Rastzapfenaufnahmen dessen jeweils anderen Seite aufgenommen werden. Die Rasthakenaufnahmen
verfügen über eine Raststruktur, welche mit einem Widerhaken des Rasthakens beim Einstecken
verrastet.
[0030] Um ein leichtes werkzeugloses Lösen zu ermöglichen, ist in manchen Ausführungen die
Raststruktur als ein Aufnahmehaken gestaltet, welcher an drei Seiten freistehend in
einer Zwischenseite des Gehäuses, welche die Verbindersteckerseite mit der Verbinderbuchsenseite
verbindet und an die Verbrauchersteckerbuchsenseite angrenzt, angeformt ist, so dass
seine Außenseite, bei welcher es sich um die Seite handelt, welcher der im verrasteten
Zustand mit dem Rasthaken in Berührung stehenden Seite gegenüberliegt, einen Teil
der Zwischenseite bildet. Hierdurch kann beim Lösen der Verbindung zweier benachbarter
Steckdosenmodule mit den Fingern der Aufnahmehaken leicht nach innen gedrückt und
soweit verbogen werden, dass sich die Verrastung mit dem Rasthaken löst.
[0031] Alternativ oder zusätzlich wird vorgeschlagen vergleichsweise breite, flächige Rasthaken
einzusetzen, bei denen die Breite, also ihre Erstreckung entlang einer ersten Richtung
quer zur Flächensenkrechte auf die Seite, auf welcher der jeweilige Rasthaken angeordnet
ist, gleich oder größer, die Dicke, also die Erstreckung entlang einer zweiten Richtung
quer sowohl zur Flächensenkrechten als auch zur ersten Richtung, aber deutlich kleiner
ist als die Länge, also der Vorstand bzw. Überstand des Rasthakens über die Seite,
in der er angeordnet ist.
[0032] In manchen Ausführungsformen werden mindestens zwei, paarweise angeordnete Rasthaken
verwendet. Besonders dann, wenn diese als breite Rasthaken gestaltet sind, kann hiermit
bereits eine sehr gute mechanische Verbindung zwischen benachbarten Steckdosenmodulen
erreicht werden. In machen dieser Ausführungsformen sind zwei Paare von Rasthaken
vorhanden, welche in der Nähe der Ecken der Verbinderseite oder Verbinderbuchsenseite
angeordnet sein können.
[0033] Als weitere Befestigungsmittel zur mechanischen Zusatzbefestigung erfindungsgemäßer
Steckdosenmodule aneinander kommen an einer der ersten oder zweiten Seite hervorstehende
Zapfen, welche in komplementäre Aufnahmeöffnungen der jeweils zweiten bzw. ersten
Seite eingreifen. Hierbei können an einer Seite nur Stifte und nur Aufnahmeöffnungen
vorhanden sein. Alternativ können auch beide Befestigungsmittel gemischt verwendet
werden, so dass beispielsweise ein Stift an der ersten Seite in eine entsprechend
gegenüberliegend angeordneten Aufnahme an der zweiten Seite eines weiteren Steckdosenmoduls
und ein Stift an dieser zweiten Seite in eine entsprechend gegenüber positionierten
Aufnahmeöffnung an der ersten Seite eingreift.
[0034] Vorausgesetzt, Form und Größe der Stifte und der Aufnahmeöffnungen entsprechen sich,
so dass die Stifte spielfrei und möglicherweise reibschlüssig in den Öffnungen aufgenommen
sind, ist hierdurch bereits eine sehr gute mechanische Stabilität gegen Quer- und
Biegekräfte erreicht. Um auch axiale Kräfte aufnehmen zu können, sind verschiedene
Ausgestaltungen denkbar. Zum einen können die Stifte, wie bereits erwähnt, durch eine
geringfügige Querschnittsvergrößerung relativ zu ihrer jeweiligen Aufnahmeöffnung
reibschlüssig darin gehalten sein. Es kann alternativ oder zusätzlich auch eine wulstartige
Verdickung am freien Ende des Stifts vorgesehen sein, welche in eine komplementäre
Erweiterung am Grund der Aufnahmeöffnung passt, so dass ein Formschluss erreicht wird.
Um den Stift in die in ihrem oberen Bereich schmalere Öffnung einschieben zu können
kann diese Verdickung aus einem elastischen Material ausgeführt oder auch in der Form
mehrerer umlaufender Rastsegmente ausgeführt sein.
[0035] Eine mittelbare axiale Befestigung ergibt sich bei der Verwendung von Sicherungsstiften,
die durch seitenparallele Bohrungen der Zapfen geschoben werden. Hierbei verlaufen
die Bohrungen bevorzugt parallel zu einer Kante der jeweiligen ersten oder zweiten
Seite.
[0036] Bei einem quaderförmigen Gehäuse und einer ersten Seite, welche an die die Verbrauchersteckerbuchse
enthaltende Oberseite angrenzt, können die Bohrungen parallel zu der Kante verlaufen,
welche die erste und die Oberseite gemeinsam haben oder senkrecht hierzu. Im ersten
Fall wird vorgeschlagen, in der Oberseite und/oder der dieser gegenüberliegenden Unterseite
mit den Bohrungen der vollständig in die Aufnahmeöffnungen eingeführten Stifte fluchtende
Sicherungsstiftaufnahmen einzubringen. Im zweiten Fall wären diese Sicherungsstiftaufnahmen
in eine der oder beiden der an die erste Seite angrenzenden, zwischen Oberseite und
Unterseite liegenden weiteren Seite des quaderförmigen Steckddosenmodulgehäuses.
[0037] Zur axialen Befestigung können in den Zapfen auch Magnete vorhanden sein, welche
mit magnetischen Elementen in den Aufnahmeöffnungen, etwa einem gegenpolig orientierten
Magneten oder einem magnetisierbaren Element, etwa einer ferromagnetischen Platte,
am Grund der Aufnahmeöffnung zusammenwirken um benachbarte Steckdosenmodule über die
zwischen den Magneten bzw. zwischen Magnet und magnetisierbarem Element wirkende Magnetkraft
axial zusammenzuhalten. Es sind auch Ausführungsformen denkbar, bei denen Elektromagnete
eingesetzt werden, welche jeweils durch den Verbinderstecker des Moduls aufgenommene
elektrische Energie gespeist werden.
[0038] Eine weitere Art eines erfindungsgemäßen mechanischen Verbindungsmittel sind zwei
paarweise seitlich am Gehäuse des Steckdosenmoduls angebrachte, über die erste oder
zweite Seite hervorstehende Führungsplatten. Bei einer Verbindung zweier erfindungsgemäßer
Module kontaktieren die Führungsplatten des einen Moduls das Gehäuse des anderen Moduls
über eine Kontaktfläche und schmiegen sich dort an, so dass das andere Modul zangenartig
zwischen den Führungsplatten gehalten ist. Dies ergibt eine hervorragende Stabilsierung
gegen senkrecht zur Plattenebene angreifende Quer- und Biegekräfte. Um auch eine Stabilsierung
gegen parallel zur Plattenebene wirkende Querkräfte zu erreichen, ohne die erfindungsgemäßen
Vorteile zu verlieren, können über die einander zugewandten Oberflächen der Platten
hervorstehende Raststrukturen vorhanden sein, welche in entsprechende Vertiefungen
der Kontaktflächen des anderen Moduls eingreifen. Dies können etwa Rastnasen, Raststifte,
Rastfedern oder dergleichen von geringer Höhe, etwa zwischen 0,2 und 2 mm, bevorzugt
etwa 0,5 - 1 mm sein.
[0039] Die Raststrukturen können über die gesamte Fläche der Führungsplatten verteilt oder
im Bereich der gehäusefernen Kanten der Führungsplatten konzentriert sein. In manchen
Ausführungsformen sind die Raststrukturen entlang der gehäusefernen Kante der Führungsplatten
verlaufende Rastfedern, welche in entsprechend positionierte Nuten der Kontaktfläche
eingreifen. Die Federn und Nuten können zur Aufnahme von Führungsplattenparallel wirkenden
Kräften auch in zwei, drei oder mehr segmente unterteilt sein.
[0040] Es können auch verschiedene Ausführungsformen der mechanischen Befestigungsmittel
miteinander kombiniert werden um die Vorteile der jeweiligen Befestigungsmittel miteinander
verbinden zu können. Beispielsweise können sowohl Stifte und Stiftaufnahmeöffnungen
als auch Verbindungsnippelaufnahmen vorhanden sein. Auch eine Kombination von Stiften
mit Führungsplatten ist möglich.
[0041] Alle dies Arten mechanischer Befestigungsmittel und ihrer Kombinationen haben gemeinsam,
dass sie es erlauben, dass die zueinander komplementäre erste und zweite Seite benachbarter
Steckermodule unmittelbar in Kontakt treten können und der Abstand zwischen benachbarten
Verbindersteckerbuchsen so klein wie möglich sein kann.
[0042] So lassen sich durch die erfindungsgemäßen Steckermodule sehr kompakte Anschlussfelder
zusammenschalten. Diese weisen grundsätzlich allein aufgrund der mechanischen Verbindungen
der Stecker und Verbinderbuchsen bereits eine gewisse Stabilität auf. Um jedoch eine
Sicherung gegen ungewolltes Trennen der Verbindung auch bei mechanischer Belastung
sicherzustellen, etwa gegen Kräfte, die entlang der Steckrichtung von Verbindungsstecker
und Verbindungssteckerbuchse der jeweiligen Module wirken, aber auch quer zu dieser
Steckrichtung wirkende Kräfte und insbesondere Biegekräfte, wird aber erfindungsgemäß
vorgeschlagen, die Steckdosenmodule mit mechanischen Befestigungsmitteln auszustatten
und mithilfe derselben mittelbar oder unmittelbar zusätzlich zur Verbindung über Verbinderstecker
und -buchse mechanisch miteinander zu verbinden. Um eine möglichst kompakte Anordnung
der Steckdosenmodule, etwa in einem erfindungsgemäßen Anschlussfeld zu ermöglichen,
sind die Befestigungsmittel hierbei erfindungsgemäß derart ausgestaltet und angeordnet,
dass sie den Abstand zwischen Verbrauchersteckerbuchsen benachbarter Steckdosenmodule
nicht baubedingt erhöhen.
[0043] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen, welche einzelne oder in Kombination realisiert
werden können, sofern sie sich nicht gegenseitig offensichtlich ausschließen, sind
in den Unteransprüchen ausgeführt, bzw. werden im Folgenden näher erläutert.
[0044] Für alle Arten von mechanischen Befestigungsmitteln oder deren Mischungen wird vorgeschlagen,
mehr als ein Befestigungsmittel pro Seite vorzusehen. Es können beispielweise auf
der ersten und auch der zweiten Seite, sofern diese von der ersten Seite verschieden
ist, jeweils zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr Befestigungsmittel vorhanden
sein. Die Befestigungsmittel können hierbei bevorzugt paarweise, dass heißt spiegelsymmetrisch
zueinander angeordnet sein. Bei einer ungeraden Zahl an Befestigungsmitteln pro Seite
ist das überzählige bevorzugt in der Symmetrieebene oder einem Symmetriepunkt einer
Punktsymmetrie, angeordnet.
[0045] Bevorzugt entspricht die Zahl an mechanischen Befestigungsmitteln einer Eckenzahl
der Seite in der sie sich befinden oder einem ganzzahligen Vielfachen hiervon. In
einem Quaderförmigen Gehäuse sind beispielsweise in jeweils der ersten und zweiten
Seite vier oder ein ganzzahliges Vielfaches hiervon an Befestigungsmitteln vorgesehen.
Bei einem Gehäuse mit hexagonaler erster und zweiter Seite sind entsprechend bevorzugt
sechs Befestigungsmittel oder ein ganzzahliges Vielfaches hiervon vorhanden.
[0046] Die Befestigungsmittel sind bevorzugt im Bereich der Seitenecken oder in Zuordnung
hierzu angeordnet.
[0047] Der Verbinderstecker des erfindungsgemäßen Steckdosenmoduls kann zumindest zwei über
die zweite Seite hervorstehende Hohlkontaktstifte umfassen, welche jeweils durch ein
elektrisch leitenden Kontaktstift umhüllt von einer elektrisch isolierenden Schicht
gebildet sind. Im Allgemeinen können auch drei oder mehr Kontaktstifte vorhanden sein,
wobei ein Kontaktstift für ein Nullleiter, einer für einen Erdungsleiter vorhanden
ist.
[0048] Für die Versorgung von Drehstromverbrauchern geeignete Ausführungsformen verfügen
über Verbindungsstecker mit vier oder fünf Kontaktstiften, wobei ein Nullleiter, drei
Phasen- und optional ein Erdungsleiter vorhanden sind.
[0049] Durch die besondere Ausgestaltung des Verbindungssteckers ist eine gefahrlose Verbindung
von Steckdoseneinsätzen miteinander auch für Ungeübte möglich. Die Steckdoseneinsätze
können je nach Form und je nach Anordnung der Verbinderbuchse(n) bzw. des/r Verbindersteckers/n
zu einem linearen oder auch flächigen Anschlussfeld zusammengesteckt und dadurch verschaltet
werden.
[0050] In einer einfachen Ausgestaltung ist das Gehäuse der Steckdosenmodule quader- insbesondere
etwa würfelförmig. Hierbei kann die erste Seite mit der Verbinderbuchse an die Oberseite
mit der Verbrauchersteckerbuchse angrenzen. Die zweite Seite mit dem Verbinderstecker
kann gegenüber der ersten Seite oder an diese angrenzend angeordnet sein. Im ersten
Fall ist eine lineare Verbindung derartiger Module zu einer Steckerleiste möglich.
Im anderen Fall ist die Einfügung eines Winkels möglich, und es kann auch in Verbindung
mit Modulen an gegenüberliegenden Seiten angeordnete Verbinderstecker und Buchsen
ein flächiges Anschlussfeld geschaffen werden.
[0051] Alternativ oder zusätzlich können auch weitere Verbinderstecker oder Buchsen an weiteren
Seiten vorhanden sein, was die Verschaltungsmöglichkeiten noch weiter erhöht. Zum
Aufbau eines zweidimensionalen Anschlussfeldes beliebiger Dimensionen sind bei der
Verwendung von Steckermodulen mit einem Gehäuse mit rechteckigem oder quadratischem
Grundriss im einfachsten Fall lediglich zwei Typen der von Steckermodulen der vorbeschriebenen
Art notwendig, nämlich solche, bei denen Verbinderbuchse und Stecker an gegenüberliegenden
Seiten angeordnet sind, sowie ein links- oder ein rechtshändiges Modul bei dem die
Verbinderbuchse an einer angrenzenden Seite links bzw. rechts der Seite mit dem Verbindungsstecker
angeordnet ist. Jedoch erhöht es die Flexibilität wenn zusätzlich auch Module der
anderen Händigkeit vorhanden sind.
[0052] Die Oberseite gleich der ersten oder zweiten Seite oder von dieser verschieden sein,
d.h. die Verbrauchersteckerbuchse kann auf der gleichen Gehäuseseite wie die Verinderbuchse
oder der Verbinderstekcer angeordnet sein. Gleiches gilt für Verbinderbuchse bzw.
Verbinderstecker, welche auf gleichen oder verschiedenen, insbesondere gegennüberliegenden
Seiten des Gehäuses angeordnet sein können.
[0053] Das Steckdosenmodulgehäuse ist bevorzugt quader- oder in etwa würfelförmig. Alternativ
erlaubt auch ein hexagonaler Grundriss eine vielseitige, platzsparende gemeinsame
Anordnung der Steckdosenmodule.
[0054] Verbinderstecker, Verbinderbuchse und Verbrauchersteckerbuchse haben bevorzugt Erdungskontakte,
welche alle miteinander elektrisch verbunden sind, so dass ein durch alle Steckermodule
durchgehender Erdungsmöglichkeit gegeben ist.
[0055] Der Verbinderstecker der erfindungsgemäßen Steckdosenmodule ist bevorzugt ein GST18-Stecker
oder ein GST-15 Stecker und die Verbinderbuchse entsprechend eine kompatible GST18-
bzw. GST15-Steckerbuchse.
[0056] Es können an der Oberseite eines erfindungsgemäßen Steckdosenmoduls auch zwei oder
mehr Verbrauchersteckerbuchsen vorhanden sein. Gleiches gilt für die Verbinderbuchse
und den Verbinderstecker. Diese können zusätzlich zur ersten bzw. zweiten Gehäuseseite
auch an weiteren Seiten vorhanden sein, woduch derartige Steckdosenmodule mit mehr
als nur zwei benachbarten, etwa drei vier oder mehr anderen, beispielsweise bevorzugt
im Wesentlichen gleichartigen Steckdosenmodulen verbunden werden. Steckdosenmodule
sind im wesentlichen gleichartig, wenn sie sich in Ihrer Gehäuseform und den verwendeten
Verbinderstecker bzw.- buchsentypen gleichen und lediglich in deren Anordnung und/oder
Anzahl unterscheiden.
[0057] Etwa können in manchen Ausführungsformen auch Verbrauchersteckerbuchsen und/oder
Verbinderstecker oder -buchsen an der der Oberseite gegenüberliegenden Unterseite
vorhanden sein.
[0058] An der Unterseite des Gehäuses ist in bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Steckdosenmoduls eine Kabelaussparung vorhanden, der besonders bevorzugt mit einer
Abdeckung nach unten verschlossen werden kann. Hierbei verbleibt jedoch in der ersten
und der zweiten Seite eine Öffnung für die Durchführung eines Kabels, etwa eines zusätzlichen
Strom- oder Datenkabels. Beim Zusammenfügen mehrerer erfindungsgemäßer Steckdosenmodule
zu einem Anschlussfeld wird durch die aneinander anschließenden Kabelaussparungen
der Steckdosenmodule ein sich entlang der Unterseite des Anschlussfeldes erstreckender
Kabelkanal gebildet. Hierdurch können zusätzliche, parallel zum Anschlussfeld verlegte
Kabel vorteilhaft vollständig versteckt werden.
[0059] Das erfindungsgemäße Anschlussfeld umfasst bevorzugt ein Kopfmodul, welches sich
dadurch auszeichnet, dass es nicht über eine Verbrauchsteckerbuchse verfügt und auch
nicht notwendigerweise eine Verbinderbuchse oder äquivalente Steckerbuchse aufweist.
[0060] Das Kopfmodul kann ein integriertes Steckerkabel mit einem Netzstecker an einem modulfernen
Ende aufweisen. Alternativ kann das Kopfmodul auch eine Buchse zum Anschluss eines
Steckers eines Doppelsteckerkabels mit einem Netzstecker, etwa einem Typ-F-Stecker,
an einem dem Stecker gegenüberliegenden Ende umfassen. Diese Buchse kann von einem
den Verbinderbuchsen der im Anschlussfeld verwendeten Steckdosenmodule entsprechenden
Typ sein, etwa eine GST18-Steckerbuchse.
[0061] Das Kopfmodul kann so ausgestaltet sein, dass Verbinderstecker und verbinderartige
Buchse an der gleichen Seite des Kopfmoduls angeordnet sind. Alternativ können beide
an verschiedenen, etwa aneinander angrenzenden Seiten angeordnet sein. In beiden fällen
wird erreicht, dass ein von 180° verschiedener Winkel zwischen der (Steck)Verbindungsrichtung
der Buchse und des Steckers des Kopfmoduls besteht, wodurch eine platzsparenderer
Anschluss des dafür vorgesehenen Steckers des Doppelsteckerkabels möglich ist.
[0062] Beispielsweise kann das Kopfmodul ein GST18 90° oder 180° Adapter sein.
[0063] In manchen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Anschlussfeldes ist ein Leermodul
vorhanden. Dies ist dadurch gekennzeichnet, dass es über zur mechanischen Verbindung
mit den übrigen Steckdosenmodulen über gleichartige mechanische Verbindungsmittel,
jedoch im allgemeinen über keinen Verbinderstecker und keine Verbinderbuchse verfügt.
Die Oberseite des Leermoduls kann offen sein, um weitere Komponenten, etwa Schalter,
Anzeigedisplays oder Datensteckerbuchsen, einsetzen zu können.
[0064] In bevorzugten Ausführungsformen verfügt das Leermodul über eine Verbinderbuchse
und einen elektrisch verbundenen Verbinderstecker, wodurch das Durchschleifen einer
Netzspannung möglich wird. Das Leermodul kann weiterhin bevorzugt zudem eine Kabelaussparung
an seiner Unterseite aufweisen, welche zusammen mit Kabelausparungen der erfindungsgemäßen
Steckdosenmodule einen Kabelkanal bildet.
[0065] Bevorzugt werden die erfindungsgemäßen Steckdosenmodule linear hintereinander angeordnet
miteinander gekoppelt/zusammengesteckt, wodurch eine steckdosenleistenartige Anordnung
ensteht.
[0066] Besonders bevorzugt werden zwei stirnseitige, lösbar mittels der mechanischen Befestigungsmittel
anbringbare Abschlussplatten bzw. Stirnblenden vorgesehen um offene Kontakte oder
Kanten abzudecken und das Anschlussfeld als eine geschlossene Einheit wirken zu lassen.
Die Stirnblenden können auch als Endkappen gestaltet sein, welche eine Verbindung
des Anschlussfeldes mit einer Unterlage, etwa einem Tisch oder anderen Möbelstück,
erlauben. Die Endkappen können hierzu etwa an einer Unterseite Klemmbügel oder Öffnungen
für Schrauben aufweisen.
[0067] In weiterhin bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Anschlussfeldes
sind weitere Module vorhanden. Hierbei kann es sich um ein Modul mit Sicherungen und/oder
ein Modul mit integrierten Strom und/oder Spannungsmessern und/oder Energiezählern
handeln.
[0068] Weitere Eigenschaften, Vorteile und Merkmale vorliegender Erfindung ergeben sich
aus den im Folgenden anhand der Figuren erläuterten Ausführungsbeispiele. Diese illustrieren
vorliegende Erfindung lediglich und schränken sie in keiner Weise in Ihrer Allgemeinheit
ein. Dem Fachmann ist klar, dass auch andere konkrete Ausgestaltungen der beanspruchten
Erfindung möglich sind.
[0069] Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1A:
- Perspektivische Ansicht einer Aufnahmen mit Rastnippeln als mechanisches Befestigungsmittel
verwendenden ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Steckdosenmoduls von der
Verbindersteckerseite.
- Fig. 1B:
- Perspektivische Ansicht der Ausführungsform nach Fig. 1A von der Verbinderbuchsenseite.
- Fig. 1C:
- Perspektivische Ansicht zweier erfindungsgemäßer Steckdosenmodule vor dem Zusammenstecken.
- Fig. 1D:
- Teiltransparente perspektivische Ansicht der Steckdosenmodule aus Fig. 1C nach dem
Zusammenstecken und Anfügen einer Stirnblende.
- Fig. 2:
- Transparente perspektivische Ansicht zweier zusammengefügter Steckdosenmodule gemäß
einer Aufnahmen mit Widerhakennippel als mechanische Befestigungsmittel verwendenden
zweiten Ausführungsform der Erfindung.
- Fig. 3:
- Teiltransparente perspektivische Ansicht zweier zusammengefügter Steckdosenmodule
gemäß einer Rasthaken als mechanische Befestigungsmittel verwendenden dritten Ausführungsform
der Erfindung.
- Fig. 4:
- Transparente perspektivische Ansicht zweier zusammengefügter Steckdosenmodule gemäß
einer mittels Stiften gesicherter Zapfen als mechanische Befestigungsmittel verwendenden
vierten Ausführungsform der Erfindung.
- Fig. 5A:
- Perspektivische Ansicht zweier Steckdosenmodule gemäß einer Führungplatten mit Rastnuten
als mechanische Befestigungsmittel verwendenden fünften Ausführungsform der Erfindung
vor dem Verbinden.
- Fig. 5B:
- Perspektivische Ansicht zweier Steckdosenmodule gemäß der Ausführungsform nach Fig.
5A nach dem Verbinden.
- Fig. 6A:
- Perspektivische Ansicht zweier Steckdosenmodule gemäß Magnetzapfen als mechanische
Befestigungsmittel verwendenden sechsten Ausführungsform der Erfindung vor dem Verbinden.
- Fig. 6B:
- Perspektivische Ansicht zweier Steckdosenmodule gemäß der Ausführungsform nach Fig.
6A nach dem Verbinden.
- Fig. 7A-D:
- Perspektivische transparente Ansichten einer bevorzugten Ausgestaltung des Gehäuses
eines erfindungsgemäßen Steckdosenmoduls mit einer unterseitigen, verschließbaren
Kabelaussparunge.
- Fig. 8A-C:
- Perspektivische Ansichten des Zusammenbaus erfindungsgemäßer Steckdosenmodule mit
Befestigungsmitteln nach Figur 5A zu einem linearen Anschlussfeld.
- Fig. 9A, 9B:
- Perspektivische Ansichten einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Steckdosenmoduls mit zwei paarweise angeordneten breiten Rasthaken als mechanisches
Befestigungsmittel.
[0070] In den
Figuren 1A - 1D ist eine erste bevorzugte Ausführungungsform von Steckdosenmodulen gemäß vorliegender
Erfindung, bei der als mechanische Befestigungsmittel Aufnahmen mit Rastnippeln zum
Einsatz kommen, in perspektivischer Darstellung einzeln sowie vor- und nach dem Zusammenfügen
abgebildet.
[0071] Die Steckdosenmodule 1, 1' umfassen jeweils ein in etwa würfelförmiges Gehäuse 2
mit einer Oberseite 20, in welcher zum Anschluss eines Verbrauchers eine Typ-F Steckerbuchse
3 eingelassen ist, eine an die Oberseite angrenzende Vorderseite 21 mit eine im der
Oberseite abgewandten unteren Bereich angeordneten GST18-Steckerbuchse 4 und einer
der Vorderseite 21 gegenüberliegenden Rückseite 22, in welcher ein GST18-Stecker 5
ebenfalls im der Oberseite abgewandten unteren Bereich angeordnet ist.
[0072] Der GST18-Stecker 5 dient als Verbinderstecker zum Verbinden/Koppeln/Zusammenstecken
des Steckermoduls 1 mit anderen über eine kompatible GST18-Steckerbuchse 4 verfügenden
Modulen, etwa anderen gleichartigen Modulen 1', zu einem Anschlussfeld umfassend eine
Mehrzahl von Modulen. Er besteht aus drei Hohlkontaktstiften 51, von denen ein mittlerer
ein Erdungskontaktstift 53 ist, welcher mit einer Erdungskontaktbuchse 43 der als
Verbinderbuchse dienenden GST18-Steckerbuchse 4 zusammenzuwirkt um einen durch alle
Module des Anschlussfeldes 100 gehenden Erdungkontakt herzustellen.
[0073] In Vorder- und Rückseite 21, 22 der Steckermodule 1, 1' sind Aufnahmen 60 für Rastnippel
601 vorhanden mittels derer eine über die Zusammenwirkung von Verbinderstecker und
Verbinderbuchse hinausgehende mechanische Verbindung zwischen benachbarten Steckdosenmodule
1, 1' hergestellt werden kann. Hierdurch wird ein robuste, mechanisch stabile Steckerleiste
geschaffen. In der konkret gezeigten Ausführung sind in Zuordnung zu jeder Seitenkante
(Figuren 1A - C) oder jeder Seitenecke (
Figur 1D) jeweils eine Aufnahme 60 vorhanden. Die Aufnahmen 60 sind in der Vorderseite 21
und Rückseite 22 jeweils an gleichen Punkten angeordnet, so dass sie beim kongruenten
aneinanderlegen der Seiten 21, 22 benachbarter Steckdosenmodule 1, 1' einander gegenüber
liegen und paarweise jeweils einen Sitz für einen Rastnippel 601 bilden.
[0074] Ein solcher Rastnippel 601 besteht hierbei aus einer zentralen Scheibe 6011 mit beidseitig
hervorstehenden Rastzapfen 6012, welche an ihren jeweiligen Enden Querschnittsverdickungen
aufweisen, um einen festeren Sitz in den entsprechend geformten Aufnahmen 60 zu gewährleisten.
Die Scheibe 6011 ist hier konkret als eine abschnitte Kreisscheibe dargestellt. Es
sind jedoch auch andere Formen möglich, ohne dass eine Verschlechterung der Funktion
einhergehen muss etwa eine kreisrunde, quadratische oder allgemein polygonal geformte
Scheibe.
[0075] Das Zusammenfügen zweier Module könnte so vor sich gehen, dass zunächst in jede der
Aufnahmen 60 einer der zu verbindenden Seiten eines ersten Steckdosenmoduls 1, beispielsweise
so wie in
Figur 1C dargestellt, die Verbinderbuchse tragende Vorderseite 21, je ein Rastnippel 601 eingeclipst
wird und dann das zweite Steckdosenmodul 1' korrekt ausgerichtet angesteckt wird,
wobei hierbei gleichzeitig dessen Verbinderstecker 5 in die Verbinderbuchse des ersten
Steckdosenmoduls 1 eingeführt als auch die Rastvorsprünge der Rastnippel 601 in die
gegenüberliegenden Aufnahmen 60 des zweiten Steckdosenmoduls 1' eingeführt und festgesteckt
werden.
[0076] Der danach erreichte Endzustand ist in
Figur 1D dargestellt. Wie dort gut zu erkennen, ist dank der Verwendung Aufnahmen 60 mit Rastnippeln
601 als platzsparender mechanischer Befestigungsmittel 6 der Abstand benachbarter
Verbrauchersteckerbuchsen 3 so klein wie möglich gehalten. Die nachteilige Vergrößerung
dieses Abstandes und damit axiale Verlängerung eines aus manchen bekannten Modulen
zusammengefügten Anschlussfeldes bzw. einer Steckdosenleiste ist hierdurch vorteilhaft
vermieden. Gleichzeitig ist, im Unterschied zu anderen bekannten Steckdosenmodulen,
dennoch ein schnelles und werkzeugloses Montieren, hier umfassend das Einclipsen der
Rastnippel 601 und Zusammenstecken der Steckdosenmodule 1, 1', möglich.
[0077] Diese erfindungsgemäßen Vorteile werden in den nachfolgenden weiterhin bevorzugten
Ausführungsformen ebenfalls erreicht. Darüber hinaus ergeben sich aber noch andere
und weitere Vorteile, welche teilweise nachfolgend explizit angesprochen werden, teilweise
dem Fachmann ersichtlich sind.
[0078] In der zweiten Ausführungsform nach
Figur 2 werden anstelle oder zusätzlich zu den in der ersten Ausführungsform nach den Figuren
1 Widerhakennippel 602 als Teil der mechanischen Befestigungsmittel 6 eingesetzt.
Ein Beispiel eines solchen ist auf der rechten Seite in Figur 2 wiedergegeben. Er
umfasst eine zentrale kreisrunde Scheibe 6021 mit beidseitig spiegelsymmetrisch zueinander
und senkrecht zur Scheibe 6021 ausgerichtete Widerhakenzapfen 6022 mit einer Vielzahl
an Widerhaken 6023. Durch diese sowie die im Vergleich zu den Rastzapfen 6012 der
Rastnippel 601 größeren Länge der Widerhakenzapfen 6022 wird eine robustere axiale
Verbindung zwischen den benachbarten Steckdosenmodulen 1, 1' erreicht. Die Aufnahmen
für die Widerhakennippel 602 in den einander zugewandten Seiten der Steckdosenmodule
1, 1' müssen entsprechend tiefer ausgeführt und sollten passend geformt sein.
[0079] Figur 3 zeigt eine bevorzugte dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Steckdosenmodule
welche ohne separate Befestigungselemente auskommt. Alle zur zusätzlichen mechanischen
Verbindung zwischen benachbarten Steckdosenmodulen benötigten Elemente sind bereits
in bzw. an diesen vorhanden.
[0080] Die Befestigungsmittel 6 umfassen über eine der Seiten, bevorzugt die Verbindersteckerseite,
hervorstehende Rasthaken 61, welche beim Zusammenstecken der Steckdosenmodule 1, 1'
in Rasthakenaufnahmeöffnungen 620 eingeführt werden und dort mittels ihrer Widerhaken
in Aufnahmehaken 62 einrasten. Die Aufnahmehaken 62 sind wie dargestellt bevorzugt
von außen zugänglich und nach innen drückbar, wodurch die Verrastung zum Demontieren
der Steckdosenmodule 1, 1' wieder werkzeuglos gelöst werden kann.
[0081] In den Figuren 2, 3 und 4 ist jeweils als stirnseitiger Abschluss des Anschlussfeldes
unter Zuhilfenahme der jeweiligen mechanischen Befestigungsmittel 60, 601, 602 und
61, 62, 620 eine Endkappe 8 montiert.
[0082] In der
Figur 4 ist eine vierte bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Steckdosenmoduls
dargestellt. Zur verbesserung der Übersichtlichkeit werden nur das Gehäuse sowie die
mechanischen Befestigungsmittel gezeigt. Die eletrischen Komponenten wie Verbrauchersteckerbuchse,
Verbinderstecker und Verbinderbuchse wurden hingegen weggelassen. Zur zusätzlichen
mechanischen Verbindung benachbarter Module dienen hier über eine der Verbinderseiten,
bevorzugt die verbindersteckertragende Rückseite, hervorstehende Zapfen 63, welche
in Zapfenaufnahmen 64 der gegenüberliegenden Seite aufgenommen werden und dort mittels
von unten in die Öffnungen 650 in der der Oberseite 20 gegenüberliegenden Unterseite
des Gehäuses 2 einschiebbare Sicherungsstifte 65 gesichert werden. Wie dargestellt,
genügt bei der gezeigten Übereinanderanordnung der Zapfen 63 einer Seitenkante ein
langer Sicherungsstift pro Seitenkante, da er zwei Zapfen zu sichern vermag. Die Zapfen
63 können Bohrungen oder wie dargestellt Gabeln zur Aufnahme der Sicherungsstifte
65 aufweisen. Der Vorteil von Gabeln ist hierbei, ausreichende Flexibilität der Gabelarme
vorausgesetzt, dass bei der Montage grundsätzlich auch zuerst die Sicherungsstifte
eingeschoben und dann die Module zusammengesteckt werden können. Ebenfalls ist es
in einer alternativen Ausführung möglich, auf die Sicherungsstifte zu verzichten,
und die Gabelzapfen 63 mit entsprechend geformten Wülsten in den Zapfenaufnahmen 64
zusammenwirken zu lassen. Der Vorteil wäre, dass keine zusätzlichen, separaten Teile
in Form der Sicherungsstifte verloren werden können. Der Nachteil wäre, dass zur Demontage
ein hoher Kraftaufwand nötig wäre, wenn die axiale Haltekraft der Zapfengabeln und
den komplentären Aufnahmewülsten zu überwinden ist.
[0083] Die
Figuren 5A und 5B zeigen in perspektivischer Ansicht eine fünfte bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Steckdosenmoduls. Wie zuvor werden der Übersichtlichkeit halber die elektrischen Komponenten
nicht dargestellt. Hier dienen über eine Seite, bevorzugt die Verbindersteckerseite
22 hervorstehende Führungsplatten 67, welche mit Kontaktflächen 66 im bereich der
komplementären Seite, bevorzugt der Verbinderbuchsenseite 21 eines benachbarten Steckdosenmoduls
1' zusammenwirken, als mechanische Befestigungsmittel 6.Die Führungsplatten 67 sind
hierbei bevorzugt als Verlängerungen der die Verbindersteckerseite 22 mit der Verbinderbuchsenseite
21 verbindenden Seiten 23 des Gehäuse 2 ausgeformt. Die komplementären Kontaktflächen
66 werden durch eine Stufe im Bereich der jeweiligen Seite, hier der Verbinderbuchsenseite
21, gebildet.
[0084] Um axiale Kräfte aufnehmen zu können, verfügen die Führungsplatten 67 an den einander
zugewandten Innenseiten Rastfedern 671, welche im montierten Zustand in komplementäre
Rastnuten 669 der Kontaktflächen 66 formschlüssig eingreifen. Um auch parall zur gehäusefernen
Kante der Führungsplatten 67 wirkende Querkräfte aufnehmen zu können, enden die Rastfedern
671 vorliegend in einem Abschluss 672. Der Abstand zwischen den Innenseiten der Führungsplatten
kann etwas kleiner sein als der Abstand der paarweise beidseitig der komplementären
Fläche 21 angeordneten Kontaktflächen 66, so dass ein zusätzlicher Reibschluss zwischen
den Innenseiten der Führungsplatten 67 und den Kontaktflächen 66 die mechanische Befestigung
ergänzt.
[0085] In den
Figuren 6A und
6B ist eine sechste Ausführungsform erfindungsgemäßer Steckdosenmodule teilschematisch,
wie zuvor unter Weglassung der elektrischen Komponenten, dargestellt. Zur mechanischen
Verbindung dienen hier, ähnlich wi in der vierten Ausführungsform, Zapfen 63m, welche
bei aneinander montierten Modulen 1, 1', wie er in Figur 6B gezeigt ist, in Zapfenaufnahmen
64m aufgenommen sind. Im Unterschied zur vierten Ausführungsform wird die axiale Haltekraft
jedoch nicht durch mechanisches Zusammenwirken von Zapfengabeln mit Sicherungsstifte
oder Aufnahewülsten, sondern durch die zwischen einem Magneten, welcher in den Zapfen
63m oder am Grund der Zapfenaufnahmen 64m angeordnet sein kann, mit einem magnetischen
Element in dem jeweils komplementären Teil wirkende Kraft bereitgestellt. Der Querschnitt
der Magnetzapfen und komplementären Aufnahmen ist in den Figuren kreisrund. Andere
Formen sind jedoch ebenfalls möglich.
[0086] Als magnetisches Element kann ein weiterer Magnet dienen, welcher dann für eine anziehende
Wirkung richtig gepolt sein muss. Alternativ kann auch ein magnetisierbares Element,
etwa ein ferromagnetisches Plättchen aus Eisen, Kobalt oder Nickel eingesetzt werden.
Als Magnet kommt ein Permanentmagnet oder ein Elekromagnet in Frage. In letzterem
Fall kann dieser von der dem Modul über den Verbinderstecker zugeführte bzw. zuführbare
elektrischen Energie gespeißt werden und, besonders bevorzugt, schaltbar sein. Letzteres
erleichtert die Demontage, da in diesem Fall nicht die magnetische Haltekraft überwunden
werden muss, sondern diese einfach ausgeschaltet werden kann, wodurch sich benachbarte
Module leicht trennen lassen.
[0087] In den
Figuren 7A -
7D sind perspektivische Ansichten einer bevorzugten Ausformung des erfindungsgemäßen
Steckdosenmoduls gezeigt. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass in der Unterseite
24 des Gehäuses 2 des Steckdosenmoduls 1 eine Kabelaussparung 240 eingeformt ist.
Wie in
Fig. 7B gezeigt, kann diese mittels einer quadratischen Abdeckung 25 unterseitig verschlossen
werden, um die durch die Aussparung geführten Kabel auch von unten blickdicht zu verbergen.
Auch mit aufgesetzter Abdeckung 25 verbleibt in der ersten und der zweiten Seite des
Steckdosenmoduls jeweils eine Öffnung.
[0088] Sind mehrere Steckdosenmodule 1, 1' mittels der Verbinderstecker und - buchsen sowie
der mechanischen Befestigungsmittele zu einem Anschlussfeld zusammengesteckt, wie
es in den
Figuren 7C und
7D angedeutet ist, so bilden die aneinanderstoßenden Kabelaussparungen 240 einen zusammenhängenden
Kabelkanal, welcher unterseitig des Anschlussfeldes verläuft und zum beherbergen und
verbergen von parallel zum Anschlussfeld geführter zusätzlicher Kabel, wie etwa Strom-
oder Datenkabel, dienen kann.
[0089] Jede der Abdeckungen 25 wird mittels vier Rastzapfen befestigt, welche reibschlüssig
in beidseitig der Kabelaussparung angeordnete Zapfenaufnahmen in der Unterseite des
Gehäuses 2 aufgenommen werden. Sind die Zapfen und Ausnehmungen so positioniert, dass
der Abstand zweier benachbarter Rastzapfenaufnahmen eines Steckdosenmoduls 1 dem Abstand
benacbarter Rastzapfenaufnahmen benachbarter Stecksodenmodule 1, 1' entspricht, können,
wie in
Figur 7D gezeigt, die Abdeckungen 25 auch über benachbarte Module 1, 1' hinweg auf den Kabelkanal
aufgesteckt werden.
[0090] In den
Figuren 8A -
8C sind perspektivische Ansichten des Zusammenbaus durch Zusammenstecken von mehreren
Steckdosenmodulen 1, 1" sowie eines zusätzlichen Leermoduls 10 zu einem erfindungsgmäßen
Anschlussfeld 100 dargestellt.
[0091] In den Figuren werden Steckdosenmodule mit Führungsplatten 67 und Kontaktflächen
66 gemäß der Figuren 5A, 5B verwendet. Grundstätzlich funktioniert der Zusammenbau
jedoch auch für Ausführungsformen mit anderen Befestigungsmitteln in gleicher Weise.
[0092] Die Steckdosenmodule werden, werden vor dem Zusammenstecken, wie in Figur 8A gezeigt,
linear hintereinander angeordnet und mit jeweils der Verbindersteckerseite des einen
Moduls zur Verbinderbuchsenseite des anderen Moduls weisend ausgerichtet. Dann werden
die Steckdosenmodule 1, 1" zusammengesteckt, wobei die Verbinderstecker 5, 15 jeweils
in die Verbinderbuchse eines nachfolgend benachbarten Moduls 1, 1" gesteckt werden,
wobei sich gleichzeitig die über die Verbinderbuchsenseite hervorstehenden Führungsplatten
67 über die Kontaktflächen 66 schieben. Am Ende des Weges rasten Rastnuten der Führungsplatten
67 in Kerben der Kontaktflächen 66 ein, wodurch eine feste mechanische Verbindung
der Module erreicht ist. Eine Demontage ist durch ausüben aureichender Zugkräfte,
vorteilhaft in Verbindung mit Biegekräften möglich. Wie in den Figuren dargestellt
umfasst das Anschlussfeld 100 drei Steckdosenmodule 1 mit jeweils einer Schukosteckerbuchse
als Verbrauchersteckerbuchse und ein Steckdosenmodul 1" mit zwei USB-Buchsen als Verbrauchersteckerbuchse
auf. Weiterhin ist ein Leermodul 10, welches zum Einbau weiterer Komponenten, etwa
Datensteckerbuchsen, oberseitig offen gestaltet ist. Das Leermodul verfügt über wie
die Steckdosenmodule 1, 1" über einen Verbinderstecker 15 und, nicht sichtbar, eine
damit verbundene Verbinderbuchse, wodurch eine Stromversorgung durchgeschleift ist
und das Leermodul an einer beliebigen Stelle eines Anschlussfeldes eingebaut werden
kann.
[0093] Zwei Endkappen 8 an den beiden Stirnseiten des Anschlussfeldes dienen der Verblendung
offener Kontakte sowie der Befestigung des Anschlussfeldes an einer Unterlage. Zur
Verbindung mit den Steckdosenmodulen verfügen die Endkappen 8 über entsprechende mechanische
Befestigungsmittel: die eine Endkappe 8a hat Führungsplatten 87, die andere Endkappe
8b Kontaktlächen 86.
[0094] Die
Figuren 9A und
9B zeigen jeweils eine perspektivische Ansichte einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Steckdosenmoduls mit zwei paarweise angeordneten breiten Rasthaken
als mechanisches Befestigungsmittel. In der
Figur 9A ist die Verbinderbuchsenseite und in der
Figur 9B die Verbindersteckerseite sichtbar.
[0095] Das Steckdosenmodul 1 entspricht in seiner Form, Größe und allgemeinen Ausgestaltung
den Steckdosenmodulen der Figuren 1A - D, und unterscheidet sich lediglich im mechanischen
Befestigungsmittel und darin, dass die Zwischenseiten 23 des Gehäuses 2, welche jeweils
die Verbinderbuchsenseite 21 und die Verbindersteckerseite 22 miteinander verbinden
derart gestaltet sind, dass sie einen Buchsentopf 31 der Verbrauchersteckerbuchse
3 zwischen sich einfassen.
[0096] Als mechanische Befestigungsmittel 6 kommen, wie in insbesondere in Figur 9A zu sehen,
in dieser Ausführung zwei paarweise ungefähr in der Mitte der Kante zwischen Verbinderbuchsenseite
21 und jeweiliger Zwischenseite 23 angeordnete breite Rasthaken 61b zum Einsatz. Die
Rasthaken 61b rasten beim Zusammenstecken zweier gleichartiger Steckdosenmodule 1
in komplementär angeordnete und dimensionierte schlitzförmige Rasthakenaufnahmen 620
in der Verbindersteckerseite 22 ein, welche in Figur 9B zu sehen sind.
Bezugszeichenliste
[0097]
- 1, 1', 1"
- Steckdosenmodul
- 2
- Gehäuse von 1
- 20
- Oberseite von 2
- 21
- Vorderseite von 2
- 22
- Rückseite von 2
- 23
- Zwischenseite von 2, 21 u. 22 verbindend
- 24
- Unterseite von 2
- 240
- Kabelaussparung
- 25
- Abdeckung für 240
- 3
- Schuko/Typ F Steckerbuchse
- 31
- Buchsentopf
- 33
- Erdungskontakt von 3
- 4
- GST18 Steckerbuchse
- 43
- Erdungskontakt von 43
- 5
- GST18 Stecker
- 51
- Hohlkontaktstift von 5
- 53
- Erdungskontaktstift von 5
- 6
- mechanisches Befestigungsmittel
- 60
- Aufnahmeöffnung
- 601
- Rastnippel
- 602
- Widerhakennippel
- 61, 61b
- Rasthaken, über 21 hervorstehend
- 62
- Gegenhaken, mit 61 zusammenwirkend
- 620
- Rastzapfenaufnahme
- 63
- Zapfen
- 63m
- Magnetzapfen
- 64
- Aufnahme für 63
- 64m
- Aufnahme für 63m
- 65
- Sicherungsstift
- 650
- Öffnung für 65
- 8, 8a, 8b
- Endkappe
- 86
- Kontaktfläche von 8b
- 87
- Führungplatte von 8a
- 9
- Leermodul
- 100
- Anschlussfeld
1. Steckdosenmodul (1, 1', 1") für ein modulares Anschlussfeld, umfassend
- ein Gehäuse (2), mit
- einer Verbrauchersteckerbuchse (3) an einer Oberseite (20) und,
- eine Verbinderbuchse (4) an einer von der Oberseite verschiedenen ersten Seite (21),
- einen zur Verbinderbuchse (4) komplementären Verbinderstecker (5) an einer von der
Oberseite verschiedenen zweiten Seite (22),
wobei das Steckdosenmodul (1, 1', 1") mittels der Verbinderbuchse (4) und/oder des
Verbindersteckers (5) mit einem weiteren Steckdosenmodul (1, 1', 1") verbindbar ist,
und
wobei mechanische Befestigungsmittel (6, 60, 61, 62, 63, 63m, 64, 64m, 65, 66, 67)
vorhanden sind, welche bei einer Verbindung mit dem weiteren Steckdosenmodul mit mechanischen
Befestigungsmitteln (6, 60, 61, 62, 63, 63m, 64, 64m, 65, 66, 67) desselben zur Verbesserung
der mechanischen Verbindung zwischen den Steckdosenmodulen (1, 1',") gegenüber entlang
sowie quer zu einer Zusammensteckrichtung der Steckdosenmodule(1,1',") angreifenden
Kräften sowie auf die Anordung aus Steckdosenmodul (1, 1', 1") und weiterem Steckdosenmodul
(1, 1', 1") einwirkenden Biegekräften zusammenwirkt,
wobei die mechanischen Befestigungsmittel des Steckdosenmoduls (1, 1', 1") mit denen
des weiteren Steckdosenmoduls (1, 1', 1" ) werkzeuglos in Wirkverbindung bringbar
sind und das Herstellen der Verbindung zwischen den Modulen nicht behindern, dadurch gekennzeichnet, dass
die mechanischen Befestigungsmittel (6, 60, 61, 62, 63, 63m, 64, 64m, 65, 66, 67)
den Abstand zwischen der Verbrauchersteckerbuchse (3) des Steckdosenmoduls (1, 1',
1") und einer Verbrauchersteckerbuchse (3) des weiteren Steckdosenmoduls (1, 1', 1"
) nicht wesentlich erhöhen.
Steckdosenmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanischen Befestigungsmittel (6) mindestens jeweils eine in der ersten und
zweiten Seite (21, 22) vorhandene Aussparung (60) zur Aufnahme von Rastnippeln (601)
oder Widerhakennippeln (602) umfassen, wobei
2. die mechanischen Befestigungsmittel (6)
insbesondere
- einen in der ersten Seite (21) oder der zweiten Seite (22) vorhandenen Rasthaken
(61, 61b) und eine in der jeweils anderen Seite (21, 22) zu dem Rasthaken (61) komplementäre
Rasthakenaufnahme (620), und/oder
- einen über die erste Seite (21) oder die zweite Seite (22) hervorragenden Zapfen
(63, 63m) umfassen, welcher in eine Zapfenaufnahme (64, 64m) inder zweiten Seite (21)
oder ersten Seite (22) eines weiteren Steckdosenmoduls (1') aufnehmbar ist,
umfassen.
3. Steckdosenmodul nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Befestigungsmitte (6) einen Rasthaken (61, 61b) umfasst, der
- eine Länge, also einen Vorstand über die erste Seite (21) oder die zweite Seite
(22) aufweist, welche geringer ist als eine Breite des Rasthakens (61b) quer hierzu,
und/oder
- in einen Aufnahmehaken (62) einrastet, welcher an drei Seiten freistehend derart
in einer Öffnung der Rasthakenaufnahme (620) angeordnet ist, das eine der den Rasthaken
(61) kontaktierenden Seite gegenüberliegende Seite einen Teil einer die erste Seite
(21) und die zweite Seite (22) verbindenden Seite des Gehäuses (2) bildet.
4. Steckdosenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanischen Befestigungsmittel (6) paarig angeordnete Führungsplatten (67) umfassen,
welche über die erste Seite (21) oder die zweite Seite (22) hervorragen, wobei im
Falle einer Verbindung des Steckdosenmoduls (1) mit einem weiteren Steckdosenmodul
(1')die Führungsplatten (67) an Kontaktflächen (66) des weiteren Steckdosenmoduls
(1') anliegen.
5. Steckdosenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Führungsplatten (67) eine oder mehrere Rastfedern (671) umfasst, welcher
bei Verbindung des Steckdosenmoduls (1) mit einem weiteren Steckdosenmodul (1') in
eine oder mehrere Vertiefungen oder Kerben (669) in der jeweiligen Kontaktfläche (66)
eingreift.
6. Steckdosenmodul nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Befestigungsmittel (6) einen Zapfen (63. 63m) umfasst, der
- in der Zapfenaufnahme mittels eines durch eine Bohrung oder eine Gabel des Zapfens
(63) gesteckten Stiftes (650) gesichert ist, und/oder
- ein Magnetzapfen (63m) ist, welcher in eine Magnetzapfenaufnahme (64m) eines weiteren
Steckdosenmoduls (1') aufnehmbar ist, wobei der Magnetzapfen (63m) oder die Magnetzapfenaufnahme
(64m) über einen ersten Magneten und das komplementäre Befestigungsmittel (64m, 63m)
über ein magnetisches Element verfügt, welches ein weiterer Magnet oder ein magnetisierbares
Element ist und mit dem ersten Magneten zusammenwirkt.
7. Steckdosenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein weiteres Befestigungsmittel (6, 60, 61, 62, 63, 63m, 64, 64m, 65, 66, 67) in
Zuordnung zu jeweils der ersten und/oder zweiten Seite (21, 22), wobei die Befestigungsmittel
(6, 60, 61, 62) inklusive des weiteren Befestigungsmittels an jeweils der ersten und/-
oder zweiten Seite paarweise spiegelsymmetrisch zu einer Spiegelymmetrieebene des
Gehäuses (2) angeordnet sind.
8. Steckdosenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinderstecker (5)
- bei zwei oder mehr über die zweite Seite hervorstehende Hohlkontaktstifte (51) aus
jeweils einem elektrisch leitendem Kontaktstift ummantelt von einer über das der zweiten
Seite abgewandte Ende des jeweiligend Kontaktstifts hervorstehenden elektrischen Isolierung
verfügt, und/oder. ein GST18-Stecker (5) oder ein GST15-Stecker und die Verbindersbuchse
(4) eine hierzu kompatible Steckerbuchse ist.
9. Steckdosenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es über weitere Verbinderbuchsen und/oder Verbindungsstecker und/oder Verbrauchersteckerbuchsen
an der Oberseite (20), der ersten Seite (21), der zweiten Seite (22) oder an weiteren
Seiten (23) des Gehäuses (2), insbesondere an einer der Oberseite (20) gegenüberliegenden
Unterseite, verfügt.
10. Steckdosenmodul nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Oberseite (20) gegenüberliegende Unterseite (24) des Gehäuses (2) eine Kabelaussparung
(240) aufweist, welche insbesondere mit einer Abdeckung (25) auf seiner Unterseite
derart verschließbar ist, das eine zur Durchführung eines Kabels geeignete Öffnung
in der ersten Seite (21) und der zweiten Seite (22) verbleibt.
11. Anschlussfeld, insbesondere Steckdosenleiste, umfassend mehre Steckdosenmodule (1,
1', 1") gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, welche paarweise mittels ihrer jeweiligen
Verbinderbuchsen (4) und Verbinderstecker (5) sowie den mechanischen Befestigungsmitteln
(6) miteinander mechanisch und elektrisch gekoppelt sind.
12. Anschlussfeld gemäß dem vorhergehenden Anspruch, gekennzeichnet durch ein Kopfmodul, welches keine Verbrauchersteckerbuchse aber mindestens einen Verbinderstecker
(5) aufweist, mittels dessen es mit einer Verbinderbuchse (4) eines der Steckdosenmodule
(1, 1') des Anschlussfeldes gekoppelt ist, wobei das Kopfmodul insbesondere weiterhin
ein oder mehr Verbinderbuchsen aufweist, und das Anschlussfeld ein Doppelsteckerkabel
umfasst, welches an einem Ende einen Stecker zum Anschluss an eine Netzsteckdose und
an einem gegenüberliegendem Ende einen mit der Verbinderbuchse des Kopfmoduls kompatiblen
Stecker aufweist, wobei die Verbinderbuchse und der Verbinderstecker insbesondere
an derselben Seite des Kopfmoduls oder an aneinander angrenzenden Seiten des Kopfmoduls
angeordnet sind.
Anschlussfeld nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Leermodul (9) umfasst, welches zu den mechanischen Befestigungsmitteln
(6) der Steckdosenmodule (1,1') des Anschlussfeldes kompatible mechanische Befestigungsmittel
an einer ersten und einer zweiten Seite des Leermoduls (9) verfügt, wobei
13. das Leermodul (9) insbesondere zum Durchschleifen einer Stromversorgung über eine
Verbinderbuchse, insbesondere eine GST18 Buchse, und einen elektrisch damit verbundenen
Verbinderstecker, insbesondere einen GST18 Stecker, verfügt.
14. Anschlussfeld nach dem vorhergehenden Anspruch, gekennzeichnet durch eine steckerleistenartige lineare Hintereinanderanordnung der Steckdosenmodule (1,
1', 1"), wobei insbesondere eine mittels der Befestigungsmitteln (6) eines ersten
und/oder eines letzten Steckdosenmoduls (1) des Anschlussfeldes verbundene Endkappe
(8) an einer kurzen Stirnseite des Anschlussfeldes vorhanden ist, welche insbesondere
mittels an der Unterseite vorhandener Klemmbügel oder Öffnungen für Schrauben mit
einem Untergrund, auf welchem das Anschlussfeldes steht, verbindbar ist.
15. Anschlussfeld nach einem der Ansprüche 11 - 14 welches Steckdosenmodule gemäß Anspruch
12 umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Kabelaussparungen (240) der Steckdosenmodule ein Kabelkanal an der Unterseite
des Anschlussfeldes gebildet ist.