[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ionisationsstab zum berührungsfreien Neutralisieren
elektrostatischer Aufladungen und/oder zum berührungsfreien Aufladen, insbesondere
von Isoliermaterialien, sowie einen Kaskadeneinsatz für einen solchen Ionisationsstab.
[0002] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft diese insbesondere eine stabförmige
Ionisationselektrode, die als aktive Entladeelektrode ausgebildet ist und die beispielsweise
zum Minimieren von positiven und/oder negativen Ladungen auf insbesondere bewegten
Materialbahnen dient. Alternativ hierzu kann die Ionisationselektrode auch zum gezielten
Aufladen von Materialbahnen dienen. Die stabförmige Ionisationselektrode gemäß diesen
Ausführungsformen weist eine Vielzahl von parallel zueinander angeordneten, nadelförmigen
Einzelelektroden auf, die induktiv, kapazitiv oder resistiv über einen ohmschen Widerstand
an einen Hochspannungstransformator anschließbar und als eine einzige Reihe der Vielzahl
von parallel zueinander angeordneten Einzelelektroden vorgesehen sind.
[0003] Elektroden für die Corona-Vorbehandlung sind dem Prinzip nach aus dem Stand der Technik
bekannt. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise auf die Druckschrift
DE 1 923 098 A1 verwiesen. Mit solchen Elektroden wird mit Hilfe eines Hochfrequenzplasmas eine Materialbahnoberfläche,
insbesondere Folienoberfläche, materialtechnisch verändert bzw. vorbehandelt. Hier
geschieht jedoch nur eine Aufladung und keine Entladung und es ist über dies eine
an Masse liegende Gegenelektrode erforderlich.
[0005] Entladeelektroden sind als passive Entladeelektroden in Form von geerdeten Spitzen
oder Zungen in einer Vielzahl von Ausführungsformen bekannt. Darüber hinaus gibt es
noch sogenannte aktive Entladeelektroden, die an eine Hochspannungs-Wechselstromquelle
anschließbar sind. Sie dienen zum Entladen oder Beseitigen der positiven und/oder
negativen Ladung auf der Oberfläche von vorzugsweise schnell bewegten Materialbahnen,
wie sie beispielsweise beim Tiefdruck verwendet werden.
[0006] Zumeist weisen diese bekannten aktiven Entladeelektroden zumindest mehrere parallel
zueinander angeordnete Reihen von nadelförmigen Einzelelektroden auf, die innerhalb
einer Reihe parallel zueinander mit einer Spitze an ihrem freien Ende versehen angeordnet
und an eine Hochspannungsquelle anschließbar sind. Längs einer Reihe von Elektroden,
vorzugsweise parallel dazu ist zumindest ein nicht isolierter Leiter angeordnet.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine stabförmige Ionisationselektrode anzugeben,
welche besonders flexibel einsetzbar ist, und welche insbesondere sich durch ihren
einfachen Aufbau auszeichnet.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des nebengeordneten Patentanspruchs
1 gelöst, welcher einen Kaskadeneinsatz für einen Ionisationsstab zum berührungsfreien
Neutralisieren elektrostatischer Aufladungen und/oder zum berührungsfreien Aufladen,
insbesondere von Isoliermaterialien, betrifft, wobei der Kaskadeneinsatz ein Gehäuse
mit mindestens einer Kaskadenschaltung aufweist, welche mindestens einen Transformator
und eine ein- oder mehrstufige Kaskadeneinheit aufweist. Diese Schaltungseinheiten
(Transformator und Kaskadeneinheit) sind mit einem Vergussmaterial vergossen, wobei
der Ausgang der Kaskadenschaltung kapazitiv, induktiv oder resistiv mit einer Vielzahl
von Elektrodenspitzen gekoppelt ist, die in einem sich längs der Erstreckungsrichtung
des Gehäuses erstreckenden Träger aufgenommen sind.
[0009] Bei dem Kaskadeneinsatz gemäß der Erfindung handelt es sich insbesondere um einen
modular aufgebauten Einsatz, welcher flexibel bei einem Ionisationsstab eingesetzt
und/oder ausgetauscht werden kann. Darüber hinaus zeichnet sich der Kaskadeneinsatz
selber durch seinen modularen Aufbau aus, welcher mindestens eine in einer Vergussmasse
aufgenommene Kaskadenschaltung aufweist, welche wiederum wahlweise und bedarfsweise
ausgetauscht werden kann.
[0010] So ist gemäß einer vorteilhaften Realisierung des erfindungsgemäßen Kaskadeneinsatzes
vorgesehen, dass in dem Gehäuse des Kaskadeneinsatzes eine Vielzahl von in Längsrichtung
des Gehäuses gesehen hintereinander angeordnete und jeweils in Vergussmaterial eingegossene
Kaskadenschaltungen vorgesehen sind.
[0011] In dem Gehäuse des Kaskadeneinsatzes ist eine Ansteuerelektronik, vorzugsweise in
Gestalt eines modulhaft aufgebauten Blockes, aufgenommen, um die mindestens eine Kaskadenschaltung
des Kaskadeneinsatzes geeignet anzusteuern. Die Ansteuerelektronik ist in einen Endbereich
des Gehäuses des Kaskadeneinsatzes und benachbart zu einer der mindestens einen Kaskadenschaltung
vorzusehen, wobei sich der Träger, von welchem die Vielzahl von Elektrodenspitzen
der einen Kaskadenschaltung aufgenommen ist, in Längsrichtung des Gehäuses zumindest
bereichsweise über den Endbereich des Gehäuses erstreckt, in welchem die Ansteuerelektronik
aufgenommen ist.
[0012] Auf diese Weise kann über die gesamte Länge des Kaskadeneinsatzes eine aktive Elektrodenanordnung
bereitgestellt werden.
[0013] Gemäß Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kaskadeneinsatzes ist vorgesehen, dass
vorzugsweise in einer endseitigen Stirnfläche eines Endbereiches des Gehäuses, in
welchem die Ansteuerelektronik aufgenommen ist, mindestens ein elektrischer Anschluss
zur Energieversorgung der mindestens einen Kaskadenschaltung und mindestens eine Datenschnittstelle
zur Datenkommunikation mit der Ansteuerelektronik vorgesehen sind. Die mindestens
eine Datenschnittstelle und die Ansteuerelektronik sind dabei vorzugsweise für eine
bidirektionale Kommunikation, insbesondere über einen CAN-Bus, ausgebildet.
[0014] Alternativ oder zusätzlich zu dem zuvor genannten Aspekt ist gemäß Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Kaskadeneinsatzes vorgesehen, dass vorzugsweise in einer endseitigen
Stirnfläche des Endbereichs des Gehäuses, in welchem die Ansteuerelektronik aufgenommen
ist, eine Schnittstelle zum manuellen Eingeben von Steuerbefehlen an die Ansteuerelektronik
vorgesehen ist. Ferner oder alternativ hierzu ist es von Vorteil, wenn ebenfalls vorzugsweise
in der endseitigen Stirnfläche des Endbereichs des Gehäuses, in welchem die Ansteuerelektronik
aufgenommen ist, eine Anzeigeeinrichtung, insbesondere in Gestalt mindestens einer
LED und/oder in Gestalt eines Displays vorgesehen ist zum optischen Ausgeben von Informationen
an den Benutzer des Kaskadeneinsatzes.
[0015] Gemäß Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Kaskadeneinsatzes ist vorgesehen, dass
die mindestens eine Kaskadenschaltung ferner mindestens einen ebenfalls von dem Vergussmaterial
eingegossenen Oszillator aufweist. Alternativ hierzu ist es aber auch denkbar, wenn
der Ansteuerelektronik (und nicht der Kaskadenschaltung) ein entsprechender Oszillator
zugeordnet ist. Grundsätzlich ist dabei vorgesehen, dass es sich bei dem mindestens
einen Oszillator um einen digitalen Oszillator handelt, welcher keine Verlustleistung
aufweist.
[0016] Der modulhafte Aufbau des Kaskadeneinsatzes ermöglicht es, dass die einzelnen in
dem Gehäuse aufgenommenen Kaskadenschaltungen individuell und bedarfsweise zu- oder
abschaltbar sind, um auf diese Weise einen Betriebsmodus des Kaskadeneinsatzes (und
im übertragenen Sinne des Ionisationstabes, welcher mit dem Kaskadeneinsatz ausgerüstet
ist) zu variieren.
[0017] Gemäß weiteren Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass
die Vielzahl von Elektrodenspitzen der einzelnen im Gehäuse aufgenommenen Kaskadenschaltungen
miteinander insbesondere kapazitiv, induktiv, resistiv oder galvanisch gekoppelt oder
bedarfsweise koppelbar sind. Auf diese Weise können bereichsweise Elektroden zu- oder
abgeschaltet werden, was das Anwendungsgebiet des erfindungsgemäßen Kaskadeneinsatzes
noch weiter vergrößert.
[0018] Grundsätzlich ermöglicht insbesondere der modulhafte oder modulare Aufbau des Kaskadeneinsatzes,
dass die einzelnen in dem Gehäuse aufgenommenen Kaskadenschaltungen vorzugsweise individuell
austauschbar in dem Gehäuse des Kaskadeneinsatzes aufgenommen und insbesondere miteinander
über Steckverbindungen galvanisch verbunden sind.
[0019] Die Erfindung betrifft ferner einen Ionisationsstab zum berührungsfreien Neutralisieren
elektrostatischer Aufladungen insbesondere von Isoliermaterialien, wobei der Ionisationsstab
ein Außengehäuse in Gestalt eines offenen Profils und mindestens einen Kaskadeneinsatz
der zuvor genannten Art aufweist. Das offene Profil des Außengehäuses des Ionisationsstabs
weist dabei eine an die Außengeometrie des Gehäuses des Kaskadeneinsatzes angepasste
Geometrie auf, und zwar derart, dass der mindestens eine Kaskadeneinsatz zumindest
bereichsweise austauschbar in dem Außengehäuse des Ionisationsstabs aufnehmbar ist.
[0020] Gemäß Ausführungsformen des Ionisationsstabes weist das Außengehäuse eine mit dem
Träger des mindestens einen Kaskadeneinsatzes in Längsrichtung des Außengehäuses fluchtende
Trägerverlängerung auf, in welcher eine Vielzahl von Elektrodenspitzen aufgenommen
ist, die mit den von dem Träger des mindestens einen Kaskadeneinsatzes aufgenommenen
Elektrodenspitzen vorzugsweise galvanisch gekoppelt sind.
[0021] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen eine exemplarische
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ionisationsstabs zum berührungsfreien Neutralisieren
elektrostatischer Aufladungen näher beschrieben.
[0022] Es zeigen:
- FIG. 1
- schematisch und in einer isometrischen, teilgeschnittenen Explosionsdarstellung eine
exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäβen Ionisationsstabs; und
- FIG. 2
- schematisch und in einer isometrischen Teilschnittansicht eine exemplarische Ausführungsform
des bei dem erfindungsgemäßen Ionisationsstab gemäß beispielsweise FIG. 1 zum Einsatz
kommenden Kaskadeneinsatzes.
[0023] Die exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ionisationsstabes 20 eignet
sich insbesondere zum berührungsfreien Neutralisieren elektrostatischer Aufladungen
und/oder zum gezielten Aufladen (wahlweise positiv oder negativ), insbesondere von
Isoliermaterialien. Der Ionisationsstab 20 weist ein Außengehäuse 21 beispielsweise
in Gestalt eines teilweise offenen Profils auf. In dem Au-βengehäuse 21 ist zumindest
bereichsweise ein Kaskadeneinsatz 1 vorzugsweise austauschbar aufgenommen.
[0024] Hierbei ist insbesondere vorgesehen, dass das Außengehäuse 21 mit dem in dem Außengehäuse
21 zumindest bereichsweise aufgenommenen Kaskadeneinsatz 1 quer zur Bewegungsrichtung
eines zu behandelnden Substrats (nicht in den Zeichnungen dargestellt) montierbar
ist.
[0025] Der erfindungsgemäße Ionisationsstab 20 eignet sich insbesondere als Antistatikvorrichtung
zum Reduzieren von elektrostatischen Ladungen auf bewegten Materialbahnen. Er zeichnet
sich insbesondere durch seine vereinfachte Handhabung, durch eine verbesserte Bedienbarkeit
sowie durch eine reduzierte Dimensionierung auf. Zu diesem Zweck sind alle für den
Betrieb notwendige Komponenten des Ionisationsstabes 20 in dem Kaskadeneinsatz 1 integriert,
welcher vorzugsweise austauschbar in dem Außengehäuse 21 des Ionisationsstabes 20
aufgenommen bzw. aufnehmbar ist.
[0026] Bei dem Kaskadeneinsatz 1 handelt es sich insbesondere um einen modular aufgebauten
Einsatz, welcher flexibel bei einem Ionisationsstab 20 eingesetzt und/oder ausgetauscht
werden kann. Bei der in FIG. 1 gezeigten Ausführungsform ist vorgesehen, dass in dem
Gehäuse 2 des Kaskadeneinsatzes 1 zwei in Längsrichtung des Gehäuses 2 gesehen hintereinander
angeordnete und jeweils in Vergussmaterial 4 eingegossene Kaskadenschaltungen 3 vorgesehen
sind.
[0027] Ferner ist vorgesehen, dass in dem Gehäuse 2 des Kaskadeneinsatzes 1 eine Ansteuerelektronik
6, vorzugsweise in Gestalt eines modulhaft aufgebauten Blockes, aufgenommen ist, um
die mindestens eine Kaskadenschaltung 3 des Kaskadeneinsatzes 1 geeignet anzusteuern.
Hierbei bietet es sich an, die Ansteuerelektronik 6 vorzugsweise in einen Endbereich
des Gehäuses 2 des Kaskadeneinsatzes 1 und benachbart zu einer der mindestens einen
Kaskadenschaltung 3 vorzusehen. Denkbar in diesem Zusammenhang ist es dann, dass sich
der Träger 5 des Kaskadeneinsatzes 1, von welchem die Vielzahl von Elektrodenspitzen
der Kaskadenschaltung 3 aufgenommen ist, in Längsrichtung des Gehäuses 2 zumindest
bereichsweise über den Endbereich des Gehäuses 2 erstreckt, in welchem die Ansteuerelektronik
6 aufgenommen ist.
[0028] Des Weiteren ist vorgesehen, dass vorzugsweise in einer endseitigen Stirnfläche eines
Endbereiches des Gehäuses 2, in welchem die Ansteuerelektronik 6 aufgenommen ist,
mindestens ein elektrischer Anschluss 7 zur Energieversorgung der mindestens einen
Kaskadenschaltung 3 und mindestens eine Datenschnittstelle 8 zur Datenkommunikation
mit der Ansteuerelektronik 6 vorgesehen sind. Die mindestens eine Datenschnittstelle
8 und die Ansteuerelektronik 6 sind dabei vorzugsweise für eine bidirektionale Kommunikation,
insbesondere über einen CAN-Bus, ausgebildet.
[0029] Zusätzlich hierzu weist der Kaskadeneinsatz 1 in einer endseitigen Stirnfläche des
Endbereichs des Gehäuses 2, in welchem die Ansteuerelektronik 6 aufgenommen ist, eine
Schnittstelle zum manuellen Eingeben von Steuerbefehlen an die Ansteuerelektronik
6 auf. Ferner oder alternativ hierzu ist es von Vorteil, wenn ebenfalls vorzugsweise
in der endseitigen Stirnfläche des Endbereichs des Gehäuses 2, in welchem die Ansteuerelektronik
6 aufgenommen ist, eine Anzeigeeinrichtung, insbesondere in Gestalt mindestens einer
LED und/oder in Gestalt eines Displays vorgesehen ist zum optischen Ausgeben von Informationen
an den Benutzer des Kaskadeneinsatzes 1.
[0030] In FIG. 2 ist in einer Explosionsansicht eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Ionisationsstabes 20 zum berührungsfreien Neutralisieren elektrostatischer Aufladungen
gezeigt. Der Ionisationsstab 20 weist ein Außengehäuse 21 in Gestalt eines offenen
Profils und mindestens einen Kaskadeneinsatz 1 der zuvor genannten Art auf. Das offene
Profil des Außengehäuses 21 des Ionisationsstabes 20 weist dabei eine an die Außengeometrie
des Gehäuses 2 des Kaskadeneinsatzes 1 angepasste Geometrie auf, und zwar derart,
dass der mindestens eine Kaskadeneinsatz 1 zumindest bereichsweise austauschbar in
dem Außengehäuse 21 des Ionisationsstabes 20 aufnehmbar ist.
[0031] Ferner weist das Außengehäuse 21 eine mit dem Träger 5 des mindestens einen Kaskadeneinsatzes
1 in Längsrichtung des Außengehäuses 21 fluchtende Trägerverlängerung 22 auf, in welcher
eine Vielzahl von Elektrodenspitzen aufgenommen ist, die mit den von dem Träger 5
des mindestens einen Kaskadeneinsatzes 1 aufgenommenen Elektrodenspitzen vorzugsweise
galvanisch gekoppelt sind.
[0032] Der Ionisationsstab 20 kann mindestens eine aktive Elektrodenanordnung aufweisen,
die eine Vielzahl vorzugsweise nabelförmige Einzel-Elektroden aufweist, und die im
Betrieb des Ionisationsstabes 20 elektrisch an eine zugehörige Spannungsquelle angeschlossen
ist. Die Spannungsquelle ist hierbei zweckmäßig als Hochspannungsquelle ausgestaltet,
um eine entsprechende Hochspannung an der Elektrodenanordnung anzulegen. Dabei handelt
es sich üblicherweise um Spannungen von etwa 1.000 V und höhere.
[0033] Nachfolgend wird die Spannungsquelle deshalb auch als "Hochspannungsquelle" bezeichnet,
wobei klar sein sollte, dass die Spannungsquelle auch niedrigere Spannungen zur Verfügung
stellen kann.
[0034] Ferner umfasst der erfindungsgemäße Ionisationsstab 20 eine Steuereinrichtung, welche
die mit der Elektrodenanordnung verbundene Hochspannungsquelle steuert. Vorzugsweise
ist die Steuereinrichtung in dem Kaskadeneinsatz 1 des Ionisationsstabes 20 untergebracht.
[0035] Bevorzugt ist auch die Hochspannungsquelle in dem Kaskadeneinsatz 1 des Ionisationsstabes
20 angeordnet. Dies ermöglicht eine zusätzliche Verbesserung der Handhabung des Ionisationstabs,
insbesondere weil ein gesonderter Anschluss 7 des Ionisationstabs bzw. des Kaskadeneinsatzes
1 an eine Hochspannungsquelle außerhalb des Ionisationsstabes 20 entfallen kann.
[0036] Die Elektrodenanordnung des Ionisationsstabes 20, und insbesondere die Einzel-Elektroden
dienen dem Zweck, relativ zu einer sich bewegenden Materialbahn ein elektrisches Potential
aufzubauen, um eine gegebenenfalls existierende elektrostatische Ladung der Materialbahn
zu reduzieren. Hierzu kann der jeweiligen Einzel-Elektrode ein elektrischer Widerstand
vorgeschaltet sein. Zweckmäßig ist die Steuereinrichtung derart ausgestaltet bzw.
programmiert, dass sie durch das Steuern der Hochspannungsquelle ein solches elektrisches
Potential aufbaut, welches zum Reduzieren der elektrostatischen Ladungen auf der Materialbahn
führt. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass an den Einzel-Elektroden eine negative
Hochspannung angelegt wird, wenn die elektrostatischen Ladungen auf der Materialbahn
positiv sind und die Materialbahn somit positiv aufgeladen ist. Dementsprechend kann
auch vorgesehen sein, die Elektroden der Elektrodenanordnung mit einer positiven Spannung
zu beaufschlagen, wenn die elektrostatischen Ladungen auf der Materialbahn negativ
sind und die Materialbahn somit negativ aufgeladen ist. In beiden Fällen findet bevorzugt
ein Abtransport der elektrostatischen Ladungen von der Materialbahn statt, wodurch
die elektrostatischen Ladungen auf der Materialbahn reduziert und möglichst neutralisiert
werden.
[0037] Gemäß einer (nicht in der Zeichnung dargestellten) Ausführungsform weist der Ionisationsstab
20 zwei aktive Elektrodenanordnungen auf, nämlich eine aktive Positivelektrodenanordnung
mit mehreren aktiven nadelförmigen Einzel-Positivelektroden und eine aktive Negativelektrodenanordnung
mit mehreren aktiven nadelförmigen Einzel-Negativelektroden. Hierbei kann die positive
Elektrodenanordnung an eine solche Hochspannungsquelle angeschlossen sein, die positiv
geladen ist und dementsprechend als positive Hochspannungsquelle bezeichnet wird,
während die negative Elektrodenanordnung an eine negative Hochspannungsquelle angeschlossen
sein kann, die als negative Hochspannungsquelle bezeichnet werden kann. In zweckmäßiger
Weise sind die Positivelektrodenanordnung und die Negativelektrodenanordnung gemeinsam
im Außengehäuse 21 des Ionisationsstabes 20 angeordnet.
[0038] Hierbei können die jeweiligen Positivelektroden und Negativelektroden entlang paralleler
Linien längs des Ionisationsstabes 20 bzw. einer Stirnseite des Ionisationsstabes
20 verlaufen. Auch sind Ausführungsformen vorstellbar, bei denen die Positivelektroden
und die Negativelektroden abwechselnd entlang einer gemeinsamen Linie angeordnet sind.
Eine derartige Ausgestaltung des Ionisationsstabes 20 führt zu einer weiteren Reduzierung
des Platzbedarfs des Ionisationsstabes 20, weil keine unterschiedliche und voneinander
beabstandete Gehäuse 2 benötigt sind, in denen jeweils die Positivelektrodenanordnung
oder die Negativelektrodenanordnung angeordnet ist.
[0039] Gemäß der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform weist der Ionisationsstab
20 eine Leistungselektronik auf, welche ebenfalls in dem Kaskadeneinsatz 1 integriert
ist. Die Leistungselektronik dient insbesondere dem Zweck, eine dem Ionisationsstab
20 zur Verfügung stehende elektrische Primärversorgung entsprechend den zum Betrieb
des Ionisationsstabes 20 benötigten Anforderungen umzuwandeln. Dabei handelt es sich
bei der elektrischen Primärversorgung üblicherweise um eine allgemein verfügbare elektrische
Versorgung, insbesondere in Form von aus einer gewöhnlichen Steckdose eines elektrischen
Netzbetreibers abziehbaren elektrischen Strom bzw. einer elektrischen Spannung. Hierbei
steht beispielsweise ein Niederspannungsnetz zur Verfügung, bei dem etwa eine Spannung
mit einem Wert von 24 VDC oder 90-400 VAC mit Frequenzen zwischen 50 und 60 Hz zur
Verfügung gestellt werden, welche durch die Leistungselektronik in die besagten, für
den Betrieb des Ionisationsstabes 20, insbesondere der jeweiligen aktiven Elektrodenanordnung,
benötigten Spannungen, Ströme und Frequenzen umgewandelt werden.
[0040] Die Leistungselektronik weist zumindest einen Spannungswandler auf, welcher ein durch
die elektrische Primärversorgung gegebene Primärspannung in eine Sekundärspannung
umwandelt. Dabei wandelt der Spannungswandler die beispielsweise als Niedrigspannung
zur Verfügung stehende Primärspannung in eine Mittelspannung und/oder eine Hochspannung
um und stellt diese beispielsweise der Elektrodenanordnung zur Verfügung. Dementsprechend
ist eine solche Hochspannungsquelle mit der Leistungselektronik verbunden oder kann
insbesondere die Leistungselektronik oder ein Teil davon sein. Ferner kann die Leistungselektronik
für die jeweilige Elektrodenanordnung bzw. die jeweilige Hochspannungsquelle zumindest
einen solchen Spannungswandler aufweisen. D. h., dass die Leistungselektronik zumindest
einen solchen Spannungswandler für die Positivelektrodenanordnung bzw. für die positive
Hochspannungsquelle und zumindest einen solchen anderen Spannungswandler für die Elektrodenanordnung
bzw. die negative Hochspannungsquelle aufweisen kann.
[0041] Auch kann die Leistungselektronik zumindest einen Frequenzwandler aufweisen, der
eine durch die elektrische Primärversorgung zur Verfügung gestellte Primärfrequenz
der Primärspannung umwandelt. Insbesondere kann ein solcher Frequenzwandler die Primärfrequenz
der Primärspannung reduzieren und/oder erhöhen. Somit kann eine Primärwechselspannung
in eine Gleichspannung und/oder eine Spannung mit einer von der Primärfrequenz der
Primärspannung unterschiedlichen Frequenz umgewandelt werden. Analog zum Spannungswandler
kann hierbei der jeweiligen Elektrodenanordnung ein solcher separater Frequenzwandler
der Leistungselektronik vorgesehen sein.
[0042] Die Leistungselektronik ist mit der Steuereinrichtung verbunden, um den Ionisationsstab
20, insbesondere die zumindest eine aktive Elektrodenanordnung, entsprechend der jeweiligen
Anforderungen elektrisch zu versorgen. Dabei kann die Steuereinrichtung derart ausgestaltet
bzw. programmiert sein, dass sie die Leistungselektronik und insbesondere die jeweilige
Hochspannungsquelle derart ansteuert, dass eine solche zum Reduzieren der elektrostatischen
Ladung der Materialbahn benötigte Spannung an die zumindest eine Elektrodenanordnung,
insbesondere an die zugehörigen Elektroden, angelegt wird.
[0043] Entsprechend einer Ausführungsform weist der Ionisationsstab 20 eine Sensorik auf,
die der Erfassung von Parametern des Ionisationsstabes 20 und/oder der Materialbahn
dient. Auch könnten mit Hilfe der Sensorik Parameter einer zugehörigen Produktionsanlage
erfasst werden.
[0044] Die Sensorik ist zweckmäßig mit der Steuereinrichtung verbunden und in dem Kaskadeneinsatz
1 des Ionisationstabs integriert, sodass die durch die Sensorik erfassten Parameter
an die Steuereinrichtung weitergegeben werden, um von der Steuereinrichtung weiterverarbeitet
zu werden. Insbesondere kann die Steuereinrichtung derart ausgestaltet bzw. programmiert
sein, dass sie die Leistungselektronik und/oder die Hochspannungsquelle anhand der
mit Hilfe der Sensorik erfassten Parameter steuert. Bei den von der Sensorik erfassten
Parametern kann es sich beispielsweise um einen Betriebszustand des Ionisationsstabes
20 und/oder der Materialbahn und/oder der Produktionsanlage handeln.
[0045] Die Sensorik kann dementsprechend beispielsweise erfassen, mit welcher Geschwindigkeit
sich die Materialbahn bewegt und insbesondere ob die Materialbahn bewegungslos steht.
Zudem kann die Sensorik derart ausgebildet bzw. ausgestaltet sein, dass sie eine Polarität
der Materialbahn erfassen kann. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann die Sensorik
derart ausgebildet bzw. ausgestaltet sein, dass sie einen Neutralisationsstrom erfassen
kann, der bedingt durch das Reduzieren der elektrostatischen Ladungen auf der Materialbahn
an der zumindest einen aktiven Elektrodenanordnung fließt.
[0046] In vorteilhafter Weise kann die Sensorik auch die von der Leistungselektronik der
jeweiligen Elektrodenanordnung und/oder anderen Komponenten des Ionisationsstabes
20 bzw. des Kaskadeneinsatzes 1 zur Verfügung gestellten Spannungen und/oder Ströme
erfassen. Hierzu kann die Sensorik insbesondere mit der Leistungselektronik und/oder
der jeweiligen Hochspannungsquelle und/oder der jeweiligen Elektrodenanordnung verbunden
sein.
[0047] Die Sensorik kann insbesondere eine Sensorelektrodenanordnung aufweisen, die mehrere
nadelförmige Einzel-Sensorelektroden umfasst und die im Betrieb des Ionisationsstabes
20 elektrisch an eine Massung angeschlossen, insbesondere geerdet, ist. Durch die
Sensorelektrodenanordnung lassen sich hierbei der genannte Neutralisationsstrom und/oder
die Polarität der Materialbahn erfassen.
[0048] Zur Verbesserung der Bedienbarkeit des Ionisationsstabes 20 und/oder zur Verbesserung
der Sicherheit weist der Ionisationsstab 20 vorzugsweise eine an einer Seiten-Stirnfläche
des Außengehäuses 21 angeordnete Signalvorrichtung auf. Die Signalvorrichtung kann
dabei derart ausgebildet bzw. ausgestaltet sein, dass sie abhängig von zumindest einem
Parameter des Ionisationsstabes 20 und/oder der Materialbahn und/oder der Produktionsanlage
ein Signal ausgibt, wobei der Parameter insbesondere von der Sensorik erfasst sein
kann.
[0049] Die Signalvorrichtung weist bei bevorzugten Ausführungsformen eine optische Anzeigeeinrichtung
auf. Auf diese Weise kann die Wiedergabe eines Signals optisch und folglich mittels
eines optischen Signals und/oder optischer Signale erfolgen.
[0050] Das Gehäuse 2 des Kaskadeneinsatzes 1 ist vorzugsweise mit einer Vergussmasse ausgefüllt,
in die vorzugsweise die Kaskadenschaltung 3 angeordnet ist.
[0051] Als optische Anzeigeeinrichtung kommt insbesondere eine Anzeigeeinrichtung in Frage,
welche zumindest zwei unterschiedliche optische Signale ausgeben kann. Die optische
Anzeigeeinrichtung kann also beispielsweise zwei unterschiedliche Farben anzeigen
und ist beispielsweise als eine RGB-Anzeige ausgestaltet. Ferner kann die optische
Anzeigeeinrichtung zumindest eine Licht emittierende Diode (LED) und/oder eine Pixelmatrix,
die beispielsweise in Form eines Aktivmatrixdisplays aus LEDs oder als Flüssigkristalldisplay
(LCD) ausgestaltet ist, aufweisen. Es versteht sich, dass die optische Anzeigeeinrichtung
die optischen Signale durch beliebige Leuchteinheiten ausgeben kann. Hierzu zählen
beispielsweise LEDs und/oder LCDs sowie Glimmlampen, Leuchtröhren und dergleichen.
[0052] Zweckmäßig kann der Ionisationsstab 20 eine oder mehrere Kommunikationsschnittstellen
aufweisen. Eine solche Kommunikationsschnittstelle dient dem Zweck der Kommunikation
des Ionisationsstabes 20 mit einer anderen Kommunikationsvorrichtung. Bei der Kommunikationsvorrichtung
kann es sich beispielsweise um einen Computer, einen Controller, ein Bedienfeld und
dergleichen behandelt. Die Kommunikationsvorrichtung erlaubt insbesondere das Auslesen
von Parametern des Ionisationsstabes 20 mittels der Kommunikationsschnittstelle. So
kann beispielsweise auch mit der Steuereinrichtung kommuniziert werden, um insbesondere
die Programmierung der Steuereinrichtung zu ändern, zu aktivieren, zu deaktivieren
und dergleichen. Bei der jeweiligen Kommunikationsschnittstelle kann es sich also
um einen am oder im Gehäuse 2 des Kaskadeneinsatzes 1 angeordneten Kommunikationsanschluss,
beispielsweise einen USB-Anschluss 7 handeln.
[0053] Die Kommunikationsschnittstelle kann insbesondere als eine kabellose Kommunikationsschnittstelle
ausgestaltet sein, welche die kabellose Kommunikation, also insbesondere das kabellose
Senden und/oder Empfangen von Signalen und/oder Kommunikationsdaten bzw. Daten, ermöglicht.
Eine solche Kommunikationsstelle kann also insbesondere als wireless-lan (WLAN) Schnittstelle
ausgestaltet sein und mit einer beliebigen Einrichtung kommunizieren. Durch die kabellose
Kommunikationsschnittstelle kann also ein entsprechender Anschluss 7 über ein Kabel
und dergleichen entfallen.
[0054] Die Erfindung ist nicht auf das in den Zeichnungen gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt,
sondern ergibt sich aus einer Zusammenschau sämtlicher hierin offenbarter Merkmale.
1. Kaskadeneinsatz (1) für einen Ionisationsstab (20) zum berührungsfreien Neutralisieren
elektrostatischer Aufladungen und/oder zum berührungsfreien Aufladen, insbesondere
von Isoliermaterialien, wobei der Kaskadeneinsatz (1) ein Gehäuse (2) mit mindestens
einer Kaskadenschaltung (3) aufweist, welche mindestens einen Transformator und eine
ein- oder mehrstufige Kaskadeneinheit aufweist, wobei diese Schaltungseinheiten mit
einem Vergussmaterial (4) vergossen sind, und wobei der Ausgang der Kaskadenschaltung
(3) kapazitiv, induktiv oder resistiv mit einer Vielzahl von Elektrodenspitzen gekoppelt
ist, die in einem sich längs der Erstreckungsrichtung des Gehäuses (2) erstreckenden
Träger (5) aufgenommen sind, wobei in dem Gehäuse (2) eine Ansteuerelektronik (6)
aufgenommen ist zum Ansteuern der mindestens einen Kaskadenschaltung (3), und wobei
die Ansteuerelektronik (6) in einem Endbereich des Gehäuses (2) und benachbart zu
einer der mindestens einen Kaskadenschaltung (3) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass
sich der Träger (5), von welchem die Vielzahl von Elektrodenspitzen der einen Kaskadenschaltung
(3) aufgenommen ist, in Längsrichtung des Gehäuses (2) zumindest bereichsweise über
einen Endbereich des Gehäuses (2) erstreckt, in welchem die Ansteuerelektronik (6)
aufgenommen ist.
2. Kaskadeneinsatz (1) nach Anspruch 1,
wobei in dem Gehäuse (2) eine Vielzahl von - in Längsrichtung des Gehäuses (2) gesehen
- hintereinander angeordnete und jeweils in Vergussmaterial (4) eingegossene Kaskadenschaltungen
vorgesehen ist.
3. Kaskadeneinsatz (1) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei vorzugsweise in einer endseitigen Stirnfläche eines Endbereiches des Gehäuses
(2), in welchem die Ansteuerelektronik (6) aufgenommen ist, mindestens ein elektrischer
Anschluss (7) zur Energieversorgung der mindestens einen Kaskadenschaltung (3) und
mindestens eine Datenschnittstelle zur Datenkommunikation mit der Ansteuerelektronik
(6) vorgesehen sind.
4. Kaskadeneinsatz (1) nach Anspruch 3,
wobei die mindestens eine Datenschnittstelle (8) und die Ansteuerelektronik (6) für
eine bidirektionale Kommunikation, insbesondere über einen CAN-Bus ausgebildet sind.
5. Kaskadeneinsatz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei vorzugsweise in einer endseitigen Stirnfläche des Endbereiches des Gehäuses
(2), in welchem die Ansteuerelektronik (6) aufgenommen ist, eine Schnittstelle zum
manuellen Eingeben von Steuerbefehlen an die Ansteuerelektronik (6) und/oder eine
Anzeigeeinrichtung, insbesondere in Gestalt mindestens einer LED und/oder in Gestalt
eines Displays, vorgesehen sind/ist zum optischen Ausgeben von Informationen an den
Benutzer des Kaskadeneinsatzes (1).
6. Kaskadeneinsatz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei die mindestens eine Kaskadenschaltung (3) ferner mindestens einen ebenfalls
von dem Vergussmaterial (4) eingegossenen Oszillator aufweist.
7. Kaskadeneinsatz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei der mindestens einen Kaskadenschaltung (3) und/oder der Ansteuerelektronik (6)
mindestens ein digitaler Oszillator zugeordnet sind/ist.
8. Kaskadeneinsatz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei in dem Gehäuse (2) eine Vielzahl von in Längsrichtung des Gehäuses (2) gesehen
hintereinander angeordnete Kaskadenschaltungen (3) vorgesehen ist, und wobei die einzelnen
in dem Gehäuse (2) aufgenommenen Kaskadenschaltungen (3) individuell und bedarfsweise
zu- oder abschaltbar sind zum Verändern eines Betriebsmodus des Kaskadeneinsatzes
(1).
9. Kaskadeneinsatz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei in dem Gehäuse (2) eine Vielzahl von in Längsrichtung des Gehäuses (2) gesehen
hintereinander angeordnete Kaskadenschaltungen (3) vorgesehen ist, und wobei die Vielzahl
von Elektrodenspitzen der einzelnen in dem Gehäuse (2) aufgenommenen Kaskadenschaltungen
(3) miteinander insbesondere kapazitiv, induktiv, resitiv oder galvanisch gekoppelt
oder bedarfsweise koppelbar sind.
10. Kaskadeneinsatz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
wobei in dem Gehäuse (2) eine Vielzahl von in Längsrichtung des Gehäuses (2) gesehen
hintereinander angeordnete Kaskadenschaltungen (3) vorgesehen ist, und wobei die einzelnen
in dem Gehäuse (2) aufgenommenen Kaskadenschaltungen (3) vorzugsweise individuell
austauschbar in dem Gehäuse (2) aufgenommen und insbesondere miteinander über Steckverbindungen
galvanisch verbunden sind.
11. Ionisationsstab (20) zum berührungsfreien Neutralisieren elektrostatischer Aufladungen
insbesondere von Isoliermaterialien, wobei der Ionisationsstab (20) ein Außengehäuse
(21) in Gestalt eines offenen Profils und mindestens einen Kaskadeneinsatz (1) nach
einem der Ansprüche 1 bis 10 aufweist, wobei das offene Profil des Außengehäuses einer
an die Außengeometrie des Gehäuses (2) des mindestens einen Kaskadeneinsatz (1) angepasste
Geometrie aufweist derart, dass der mindestens eine Kaskadeneinsatz (1) zumindest
bereichsweise insbesondere austauschbar in dem Au-βengehäuse (21) des Ionisationsstabes
(20) aufnehmbar ist.
12. Ionisationsstab (20) nach Anspruch 11,
wobei das Außengehäuse (21) eine mit dem Träger (5) des mindestens einen Kaskadeneinsatzes
(1) in Längsrichtung des Außengehäuses fluchtende Trägerverlängerung (22) aufweist,
in welcher eine Vielzahl von Elektrodenspitzen (9) aufgenommen ist, die mit den von
dem Träger (5) des mindestens einen Kaskadeneinsatzes (1) aufgenommenen Elektrodenspitzen
insbesondere kapazitiv, induktiv, resitiv oder galvanisch gekoppelt sind.
1. A cascade insert (1) for an ionizing bar (20) for the non-contact neutralizing of
electrostatic charges and/or the non-contact charging of particularly insulating materials,
wherein the cascade insert (1) exhibits a housing (2) having at least one cascade
circuit (3) comprising at least one transformer and one single or multi-stage cascade
unit, wherein said cascade units are potted with potting material (4), and wherein
the output of the cascade circuit (3) is capacitively, inductively or resistively
coupled to a plurality of electrode tips accommodated in a carrier (5) extending in
the longitudinal direction of the housing (2), wherein a control electronics (6) is
accommodated in the housing (2) for controlling the at least one cascade circuit (3),
and wherein the control electronics (6) is provided in an end region of the housing
(2) and adjacent to one of the at least one cascade circuits (3), characterized in that
the carrier (5) accommodating the plurality of the electrode tips of the cascade circuit
(3) extends in the longitudinal direction of the housing (2) over at least part of
the end region of the housing (2) in which the control electronics (6) is accommodated.
2. The cascade insert (1) according to claim 1,
wherein a plurality of cascade circuits arranged one behind the other - as seen in
the longitudinal direction of the housing (2) - and each potted in potting material
(4) is provided in the housing (2).
3. The cascade insert (1) according to claim 1 or 2,
wherein at least one electrical connection (7) for supplying energy to the at least
one cascade circuit (3) and at least one data interface for data communication with
the control electronics (6) are provided preferably in an end face of an end region
of the housing (2) in which the control electronics (6) is accommodated.
4. The cascade insert (1) according to claim 3,
wherein the at least one data interface (8) and the control electronics (6) are designed
for bidirectional communication, particularly over a CAN bus.
5. The cascade insert (1) according to one of claims 1 to 4,
wherein an interface for manually inputting control commands to the control electronics
(6) and/or a display device, particularly in the form of at least one LED and/or in
the form of a display. is/are provided preferably in an end face of the end region
of the housing (2) in which the control electronics (6) is accommodated for the optical
output of information to the user of the cascade insert (1).
6. The cascade insert (1) according to one of claims 1 to 5,
wherein the at least one cascade circuit (3) further comprises at least one oscillator
likewise potted with the potting material (4).
7. The cascade insert (1) according to one of claims 1 to 6,
wherein at least one oscillator is assigned to the at least one cascade circuit (3)
and/or the control electronics (6).
8. The cascade insert (1) according to one of claims 1 to 7,
wherein a plurality of cascade circuits (3) arranged one behind the other as seen
in the longitudinal direction of the housing (2) is accommodated in the housing (2),
and wherein the individual cascade circuits (3) accommodated in the housing (2) can
be switched on or off individually and as required in order to change an operating
mode of the cascade insert (1).
9. The cascade insert (1) according to one of claims 1 to 8,
wherein a plurality of cascade circuits (3) arranged one behind the other as seen
in the longitudinal direction of the housing (2) is accommodated in the housing (2),
and wherein the plurality of electrode tips of the individual cascade circuits (3)
accommodated in the housing (2) can be coupled to one another as required, in particular
capacitively, inductively, resistively or galvanically.
10. The cascade insert (1) according to one of claims 1 to 9,
wherein a plurality of cascade circuits (3) arranged one behind the other as seen
in the longitudinal direction of the housing (2) is accommodated in the housing (2),
and wherein the individual cascade circuits (3) accommodated in the housing (2) are
preferably accommodated in the housing (2) individually interchangeably and are in
particular galvanically connected to one another via plug connections.
11. An ionizing bar (20) for the non-contact neutralizing of electrostatic charges of
in particular insulating materials, wherein the ionizing bar (20) exhibits an outer
housing (21) in the form of an open profile and at least one cascade insert (1) according
to one of claims 1 to 10, wherein the open profile of the outer housing has a geometry
adapted to the exterior geometry of the housing (2) of the at least one cascade insert
(1) such that the at least one cascade insert (1) can be at least partially accommodated,
in particular interchangeably, in the outer housing (21) of the ionizing bar (20).
12. The ionizing bar (20) according to claim 11,
wherein the outer housing (21) comprises a carrier extension (22) aligned with the
carrier (5) of the at least one cascade insert (1) in the longitudinal direction of
the outer housing in which a plurality of electrode tips (9) is accommodated which
are coupled, in particular capacitively, inductively, resistively or galvanically,
to the electrode tips accommodated by the carrier (5) of the at least one cascade
insert (1).
1. Insert en cascade (1) pour une barre d'ionisation (20) pour neutraliser sans contact
physique des charges électrostatiques et/ou pour charger sans contact physique en
particulier des matériaux isolants, l'insert en cascade (1) présentant un boîtier
(2) avec au moins un circuit en cascade (3) qui comprend au moins un transformateur
et une unité en cascade à un ou plusieurs étages, ces unités de circuit étant scellées
avec un matériau de scellement (4), et la sortie du circuit en cascade (3) étant couplée
par voie capacitive, inductive ou résistive à une pluralité de pointes d'électrode
qui sont logées dans un support (5) s'étendant le long de la direction d'extension
du boîtier (2), une électronique de commande (6) étant logée dans le boîtier (2) pour
commander ledit au moins un circuit en cascade (3), et l'électronique de commande
(6) étant prévue dans une zone d'extrémité du boîtier (2) et au voisinage de l'un
dudit au moins un circuit en cascade (3),
caractérisé en ce que
le support (5), sur lequel sont logées la pluralité de pointes d'électrode dudit circuit
en cascade (3), s'étend dans la direction longitudinale du boîtier (2) au moins localement
sur une zone d'extrémité du boîtier (2), dans laquelle est logée l'électronique de
commande (6).
2. Insert en cascade (1) selon la revendication 1,
dans lequel une pluralité de circuits en cascade disposés les uns derrière les autres
- vus dans la direction longitudinale du boîtier (2) - et scellés chacun dans un matériau
de scellement (4) sont prévus dans le boîtier (2).
3. Insert en cascade (1) selon la revendication 1 ou 2,
dans lequel, de préférence dans une face frontale d'extrémité d'une zone d'extrémité
du boîtier (2), dans laquelle est logée l'électronique de commande (6), il est prévu
au moins un raccordement électrique (7) pour l'alimentation en énergie dudit au moins
un circuit en cascade (3) et au moins une interface de données pour la communication
de données avec l'électronique de commande (6).
4. Insert en cascade (1) selon la revendication 3,
dans lequel ladite au moins une interface de données (8) et l'électronique de commande
(6) sont réalisées pour une communication bidirectionnelle, en particulier via un
bus CAN.
5. Insert en cascade (1) selon l'une des revendications 1 à 4,
dans lequel, de préférence dans une face frontale d'extrémité de la zone d'extrémité
du boîtier (2), dans laquelle est logée l'électronique de commande (6), il est prévu
une interface pour l'entrée manuelle d'instructions de commande à l'électronique de
commande (6) et/ou un dispositif d'affichage, en particulier sous la forme d'au moins
une DEL et/ou sous la forme d'un écran d'affichage, pour la sortie optique d'informations
à l'utilisateur de l'insert en cascade (1).
6. Insert en cascade (1) selon l'une des revendications 1 à 5,
dans lequel ledit au moins un circuit en cascade (3) comprend en outre au moins un
oscillateur également scellé dans le matériau de scellement (4).
7. Insert en cascade (1) selon l'une des revendications 1 à 6,
dans lequel au moins un oscillateur numérique est associé audit au moins un circuit
en cascade (3) et/ou à l'électronique de commande (6).
8. Insert en cascade (1) selon l'une des revendications 1 à 7,
dans lequel une pluralité de circuits en cascade (3) disposés les uns derrière les
autres, vus dans la direction longitudinale du boîtier (2), sont prévus dans le boîtier
(2), et
les circuits en cascade (3) individuels logés dans le boîtier (2) peuvent être activés
ou désactivés individuellement et en fonction des besoins pour modifier un mode de
fonctionnement de l'insert en cascade (1).
9. Insert en cascade (1) selon l'une des revendications 1 à 8,
dans lequel une pluralité de circuits en cascade (3) disposés les uns derrière les
autres, vus dans la direction longitudinale du boîtier (2), sont prévus dans le boîtier
(2), et
la pluralité de pointes d'électrode des circuits en cascade (3) individuels logés
dans le boîtier (2) sont couplées entre elles ou peuvent être couplées en fonction
des besoins, en particulier par voie capacitive, inductive, résistive ou galvanique.
10. Insert en cascade (1) selon l'une des revendications 1 à 9,
dans lequel une pluralité de circuits en cascade (3) disposés les uns derrière les
autres, vus dans la direction longitudinale du boîtier (2), sont prévus le boîtier
(2), et
les circuits en cascade (3) individuels logés dans le boîtier (2) sont logés dans
le boîtier (2) de préférence de manière interchangeable individuellement et sont en
particulier reliés galvaniquement les uns aux autres par des connecteurs à fiches.
11. Barre d'ionisation (20) pour la neutralisation sans contact physique de charges électrostatiques,
en particulier de matériaux isolants, la barre d'ionisation (20) présentant un boîtier
extérieur (21) sous la forme d'un profil ouvert et au moins un insert en cascade (1)
selon l'une des revendications 1 à 10, le profil ouvert du boîtier extérieur présentant
une géométrie adaptée à la géométrie extérieure du boîtier (2) dudit au moins un insert
en cascade (1), de telle sorte que ledit au moins un insert en cascade (1) peut être
logé au moins localement, en particulier de manière interchangeable, dans le boîtier
extérieur (21) de la barre d'ionisation (20).
12. Barre d'ionisation (20) selon la revendication 11,
dans laquelle le boîtier extérieur (21) présente un prolongement de support (22) aligné
avec le support (5) dudit au moins un insert en cascade (1) dans la direction longitudinale
du boîtier extérieur, dans lequel sont logées une pluralité de pointes d'électrode
(9) qui sont couplées en particulier par voie capacitive, inductive, résistive ou
galvanique avec les pointes d'électrode logées par le support (5) dudit au moins un
insert en cascade (1).